<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Plazeboalarm</title>
	<atom:link href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm</link>
	<description>Lässige Texte über haarsträubende Wissenschaft.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 May 2013 14:59:03 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.2-alpha</generator>
	<atom:link rel="payment" title="Flattr this!" href="" type="text/html" />
		<item>
		<title>#wjjc: Wer hat Lust auf einen Journal-Club für Wissenschaftsjournalisten?</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/wjjc-wer-hat-lust-auf-einen-journal-club-fur-wissenschaftsjournalisten/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wjjc-wer-hat-lust-auf-einen-journal-club-fur-wissenschaftsjournalisten</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/wjjc-wer-hat-lust-auf-einen-journal-club-fur-wissenschaftsjournalisten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 14:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=819</guid>
		<description><![CDATA[Journal-Clubs sind regelmäßige Treffen an Universitäten und Forschungseinrichtungen, an denen  Studenten, Doktoranden und erfahrene Wissenschaftler über Fachartikel reden. Jedesmal stellt jemand ein Paper seiner Wahl vor, fasst es zusammen, geht auf die Stärken und Schwächen ein und stellt es dann zur Diskussion. Auf diese Weise lernen alle Beteiligten Fachartikel zu lesen und zu verstehen. Fachartikel&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Journal-Clubs sind regelmäßige Treffen an Universitäten und Forschungseinrichtungen, an denen  Studenten, Doktoranden und erfahrene Wissenschaftler über Fachartikel reden. Jedesmal stellt jemand ein Paper seiner Wahl vor, fasst es zusammen, geht auf die Stärken und Schwächen ein und stellt es dann zur Diskussion. Auf diese Weise lernen alle Beteiligten Fachartikel zu lesen und zu verstehen.</p>
<p>Fachartikel spielen auch im Wissenschafts- und Medizinjournalismus eine bedeutende Rolle. Auch wir müssen sie lesen, verstehen und die Ergebnisse einordnen. Das ist nicht immer ganz einfach, vor allem wenn man Paper erwischt, die nicht all zu viel mit dem zu tun haben, was man selber studiert hat oder über das man immer wieder mal berichtet.</p>
<p>Ein Training könnte uns allen also vielleicht ganz gut tun. Warum also nicht einen Journal-Club für Wissenschafts- und Medizinjournalisten veranstalten. Die Idee mündete heute morgen in einen Tweet. Aber seht selbst, was draus wurde:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/05/Voila_Capture611.png"><img class="size-full wp-image-826 aligncenter" title="#wjjc Journal-Club" alt="" src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/05/Voila_Capture611.png" width="545" height="1126" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Drei Kollegen hätten wir also schon mal zusammen. In der Gruppe real treffen ist zu aufwändig, also virtuell, da bietet sich wohl tatsächlich ein Google Hangout an. Bedeutet aber zugleich, dass nur mitmachen kann, wer bei Google+ ist. Außerdem ist die Teilnehmerzahl auf Neun beschränkt.</p>
<p style="text-align: left;">Wir sind offen für alle Möglichkeiten. Man muss sich vielleicht ja auch gar nicht auf wissenschaftlich-medizinische Fachartikel beschränken, warum nicht auch journalistische Beiträge vorstellen und besprechen, so wie Hristio vorschlägt.</p>
<p style="text-align: left;">Wer also Lust hat mit zu machen und/oder Ideen hat, wie wir das durchziehen könnten, soll sich einfach mal unten in den Kommentaren melden. Mal sehen was aus der Idee wird. Möglicherweise stellt sich auch raus, dass das gar nicht funktioniert, weil sowieso keiner Zeit hat oder die Idee einfach blöd ist. Aber wie sagte schon der &#8220;Kaiser&#8221; Franz: <em>&#8220;Schaun mer mal, dann sehn wa schon.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: left;">Als Hashtag habe ich #wjjc für <strong>w</strong>issenschafts<strong>j</strong>ournalisten<strong>j</strong>ournal<strong>c</strong>lub festgelegt.</p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=819&amp;md5=7e0cea7211e73fe506f082eb6a01794b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/wjjc-wer-hat-lust-auf-einen-journal-club-fur-wissenschaftsjournalisten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Braucht der Journalismus Unterstützung, wenn er über Wissenschaft berichtet?</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/braucht-der-journalismus-unterstutzung-wenn-er-uber-wissenschaft-berichtet/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=braucht-der-journalismus-unterstutzung-wenn-er-uber-wissenschaft-berichtet</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/braucht-der-journalismus-unterstutzung-wenn-er-uber-wissenschaft-berichtet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 May 2013 19:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=782</guid>
		<description><![CDATA[Wer hat sich nicht schon über schlechten Wissenschaftsjournalismus aufgeregt. Mit steter Regelmäßigkeit präsentieren Medien Beiträge über Wissenschaft und Medizin, die Kennern die Haare zu Berge stehen lassen. Die Gründe sind vielfältig, eine der Lösungen könnte ein Science Media Centre sein. Was&#8217;n das? Eine Diskussion, die bisher mehr in den internen Zirkeln des Wissenschaftsjournalismus&#8217; kreist, möchte&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer hat sich nicht schon über schlechten Wissenschaftsjournalismus aufgeregt. Mit steter Regelmäßigkeit präsentieren Medien Beiträge über Wissenschaft und Medizin, die Kennern die Haare zu Berge stehen lassen. Die Gründe sind vielfältig, eine der Lösungen könnte ein Science Media Centre sein. Was&#8217;n das?<span id="more-782"></span></strong></p>
<p>Eine Diskussion, die bisher mehr in den internen Zirkeln des Wissenschaftsjournalismus&#8217; kreist, möchte ich an dieser Stelle  mal ein wenig an die vergleichsweise breitere Öffentlichkeit zerren. Folgende Frage wird derzeit mehr oder weniger heftig und/oder engagiert diskutiert:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Braucht Deutschland ein Science Media Centre?</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Science_Media_Centre">Science Media Centre (SMC)</a> gibt es in <a href="http://www.sciencemediacentre.net/the-smcs.html#">einigen Ländern</a>, es sind Zentren, die versuchen Journalisten bei der Berichterstattung über Wissenschaft zu unterstützen. Wissenschaft und Medizin sind komplexe Themen und es gibt sogar Menschen, die behaupten, guter Wissenschaftsjournalismus wäre eine der schwierigsten Herausforderungen im Journalismus überhaupt. Zugleich spielen wissenschaftliche Themen eine zunehmend wichtige Rolle in der Gesellschaft, egal, ob es um Klimawandel geht, Organtransplantation, Gentechnologie oder was auch immer.</p>
<p><img class=" wp-image-790 aligncenter" alt="Science Media Centre" src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/05/Voila_Capture604.png" width="578" height="211" /></p>
<p>Für eine ordentliche und für Nutzer hilfreiche Berichterstattung braucht es aber kompetente Journalisten, denen die nötigen Ressourcen (Zeit und Geld) zur Verfügung stehen, um sich den Themen angemessen zu widmen. Leider gerät der Journalismus in den letzten Jahren zunehmend unter Druck, Stellen werden gestrichen, ganze Ressorts und Zeitungen verschwinden, Honorare sinken  etc. (die meisten kennen unser Klagelied).</p>
<p>Die Zeit wird knapper, das Geschäft schneller, zugleich ist nicht jeder Journalist in jedem Fach gleich gut bewandert, wenn überhaupt. Und so leistet mancher Beitrag der Wissenschaft, aber vor allem den Lesern, Zuschauern und Zuhörern einen Bärendienst mit übertriebener, unwissender oder sogar ignoranter Berichterstattung (Beispiele werden hier bei Scienceblogs ja immer sehr gerne seziert, und drüben bei unserem <a href="http://www.medien-doktor.de">Medien-Doktor</a> (ab sofort auch mit <a href="http://www.medien-doktor.de/umwelt/">Umweltjournalimus</a>) gibt es neben vielen guten auch eben so viele schlechte Beispiel für Medizinjournalismus, die besser nie das Licht der Welt erblickt hätten (<a href="http://www.medien-doktor.de/medizin/bewertungen/alle-bewerteten-artikel/">hier eine Übersicht über alle unsere Bewertungen</a>).</p>
<p style="text-align: left;">Abhilfe soll und könnte vielleicht ein so genantes <em>Science Media Centre </em>schaffen. In diesen Zentren erhalten Journalisten die nötigen grundlegenden Infos, die sie für eine kompetente Wissenschaftsberichterstattung brauchen. Ein SMC stellt Basisinformationen zu immer wieder hochkochenden Themen bereit, organisiert aber auch ganz schnell Experteneinschätzungen zu aktuellen Themen.</p>
<p>Zuletzt hat man davon beim Fall des Séralini-Papers etwas mitbekommen (Stichwort: <a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/skype-interview-gentechmais-rattenkrebs-und-der-wissenschaftsjournalismus/">Gentechmais und Ratten mit Tennisball großen Tumoren</a>). Zahlreiche kritische Statements zur Studie, die in den Medien auftauchten, waren blitzschnell vom englischen SMC in London gesammelt und für die Medien bereitgestellt worden.</p>
<p>Während in Großbritannien das Medienecho in der Folge in den Hauptmedien insgesamt zurückhaltend war, was die Gefahr von Gentechmais angeht, hatte bei uns sogar eine Hauptnachrichtensendung (<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1736522/ZDF-heute-Sendung-vom-20.September-2012">&#8220;Ratten sterben an Genmais&#8221;</a>) so manchen Verbraucher ordentlich verschreckt mit den Bildern der Ratten und ihrer Tumoren (<a href="http://www.medien-doktor.de/medizin/sprechstunde/genmais-studie-zdf-wie-zweifelhaft/">meine Kritik dazu hier</a>).</p>
<p><img class="wp-image-798 aligncenter" alt="ZDF heute" src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/05/Voila_Capture432.png" width="517" height="290" /></p>
<p>Es war aber auch Kritik am Londoner SMC aufgekommen, weil etwa in den Informationen zu den Experten der Statements keinerlei Angaben zu deren Interessenkonflikten gemacht wurden. In dieselbe Kerbe schlägt die Kritik hinsichtlich der Finanzierung des SMC London, das sich selbst aber als unabhängig beschreibt.</p>
<p>Schon vor dieser Geschichte war innerhalb der wissenschaftsjournalistischen Zunft der Gedanke aufgekommen, dass auch in Deutschland ein solche institutionelle Unterstützung für Wissenschaftsjournalisten geben sollte/könnte/müsste. Ausgehend von einer Initiative der Wissenschaftsjournalistenorganisation <a href="http://www.wpk.org">wpk</a>, gab es daher zuletzt sogar eine Untersuchung zum Thema <em>Science Media Center</em>, die versucht, heraus zu finden, wie der Stand der Dinge bei diesem Thema ist und wie ein <em>Science Media Center</em> in Deutschland aussehen könnte.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-801" title="wpk Logo" alt="" src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/05/Voila_Capture605.png" width="230" height="121" /></p>
<p>Die ausführliche Zusammenfassung  dieser Arbeit (für die vor allem Interviews mit Vertretern verschiedensterPlayer innerhalb der Wissenschaft, den Wissenschaftsorganisationen, der PR und des Journalismus&#8217; geführt wurden) kann man sich <a href="http://www.wpk.org/upload/download/dokumente%20aktuelles/SMC_Executive%20Summary_Abschlussbericht%20RBS_het_13-04-17.pdf">hier als pdf</a> ansehen (eine verkürzte Version ist jetzt auch im aktuellen Heft der <em>wpk</em>, dem Quarterly (<a href="http://www.wpk.org/upload/download/quarterly/WPK-Quarterly%202013%20I.pdf">pdf hier</a>), erschienen (Seite 16. ff.).</p>
<p>Das Kurzfazit der Autoren Holger Hettwer, Franco Zotta und Simone Rödder dürfte so manchen Wissenschaftler ein wenig verstören, der der Meinung ist, Journalismus habe lediglich die Aufgabe die Botschaften der Wissenschaft Laien gerecht aufzubereiten. Sie empfehlen daher:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wir plädieren also für eine klare Ausrichtung als SMC unter journalistischer Federführung. Dies wäre unseres Erachtens ein zentraler Unterschied zum Gros der bisherigen Angebote der Wissenschaft, die oft wissenschaftsimmanenten Eigenlogiken folgen. Eine solche Ausrichtung wäre aber auch ein fundamentaler Unterschied zum britischen SMC, dessen Bias als „press office for science“ immer wieder kritisiert wird.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><em></em>Oder um es etwas anders zu formulieren: Ein SMC Deutschland sollte kein verlängerter Arm der Wissenschafts-PR-Abteilungen und Wissenschaftspolitik sein (was dem SMC London vorgeworfen wird), sondern ein kritischer Partner, der auch Finger in die Wunden legt und dahin geht, wo es weh tut. Und schließlich:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Es liefert nicht Vorlagen für „copy &amp; paste“, sondern Fragen, Perspektiven und Aufhänger, kurzum: es recherchiert Material, mit denen Journalisten arbeiten und mit dessen Hilfe sie ihre eigenen Beiträge produzieren und ihre eigenen Fragestellungen weiter verfolgen können.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><a href="http://www.teli.de"><img class=" wp-image-803 alignleft" title="TELI Logo" alt="" src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/05/Voila_Capture606.png" width="126" height="54" /></a>Kritik an einem deutschen Science Media Centre kam unter anderem von einer anderen Standesorganisation auf, der <a href="http://www.teli.de">TELI</a>, (nachzulesen etwa hier im Blog des Vereins: &#8220;<a href="http://www.wissenschaftsdebatte.de/?p=2108">Science Media Centre – mehr Risiken als Vorteile</a>&#8220;), die aber bereits in die Untersuchung von Hettwer, Zotta und Rödder einbezogen wurde.</p>
<p>Wie auch immer das ausgehen mag: Gespannt bin ich, was die Leser, Blogger und Wissenschaftler hier denken: Braucht es das in Deutschland, ein <em>Science Media Centre (das ja auch für den ein oder anderen Blogger eine Hilfe sein könnte)?</em></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><em>Disclaimer: Ich habe mit zwei der Autoren des Berichts (Hettwer und Zotta) viel und gern zusammengearbeitet. Die wpk unterstützt das Medien-Doktor -Projekt, dessen Redakteur ich bin.</em></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=782&amp;md5=25c1cc1d3d2e82930c278af1698b6fac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/braucht-der-journalismus-unterstutzung-wenn-er-uber-wissenschaft-berichtet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Watson&amp;Crick: Das Paper, das kaum jemanden interessierte?</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/watsoncrick-das-paper-das-kaum-jemanden-interessierte/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=watsoncrick-das-paper-das-kaum-jemanden-interessierte</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/watsoncrick-das-paper-das-kaum-jemanden-interessierte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 07:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=772</guid>
		<description><![CDATA[Zur Feier des Tages (60 Jahre Watson&#38;Crick-Fachartikel zur Struktur der DNS) stelle ich hier exklusiv einen Artikel online, den ich 2010 geschrieben, aber nie veröffentlicht hatte. Es geht um die Wahrnehmung des Artikels in der wissenschaftlichen Community. Bis vor einigen Jahren war man nämlich überraschenderweise der Meinung, dass das legendäre Paper aus dem Fachblatt Nature,&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Feier des Tages (60 Jahre Watson&amp;Crick-Fachartikel zur Struktur der DNS) stelle ich hier exklusiv einen Artikel online, den ich 2010 geschrieben, aber nie veröffentlicht hatte.</p>
<p>Es geht um die Wahrnehmung des Artikels in der wissenschaftlichen Community. Bis vor einigen Jahren war man nämlich überraschenderweise der Meinung, dass das legendäre Paper aus dem Fachblatt Nature, lange Zeit kaum beachtet wurde. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2009 widerspricht dieser These – mit einem Berg von Daten.</p>
<p>Die Story interessierte mich auch, weil es eine Art &#8220;Clash of Methods&#8221; gibt, wie man diese Fragestellung nach der Wahrnehmung des wohl berühmtesten Fachartikels der Wissenschaft untersucht.</p>
<p>Der Artikel, um den es hier zentral geht ist, stammt von <a href="http://www.chss.uqam.ca/en-US/Home.aspx">Yves Gingras, einem kanadischen Wissenschaftssoziologen</a>.</p>
<p>J Hist Biol. 2010 Spring;43(1):159-81.<br />
<strong><a href="http://www.ost.uqam.ca/Portals/0/docs/articles/2009/Gingras.JHB2009.pdf">Revisiting the &#8220;quiet debut&#8221; of the double helix: a bibliometric and methodological note on the &#8220;impact&#8221; of scientific publications. (pdf)</a></strong><br />
Gingras Y.</p>
<p><em><strong>Wichtig:</strong> Mein Artikel ist aus dem Jahr 2010, ich habe das dann nicht mehr weiter verfolgt. Sollte sich also etwas wesentliches getan haben zu diesem Thema, ist das hier sicher nicht berücksichtigt. Auch die Zitate stammen aus dieser Zeit, möglicherweise stimmen sie nicht mehr mit den Meinungen der Befragten heute überein.</em></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Watson&amp;Crick: Der Artikel, den niemand gelesen hat?</strong></p>
<p>1953 war ein aufregendes Jahr für Großbritannien und die Welt. Die Queen bestieg den Thron, Edmund Hillary den Mount Everest und zwei unbekannte <del>britische </del>(siehe <a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/watsoncrick-das-paper-das-kaum-jemanden-interessierte/#comment-5512">Kommentar</a>) Wissenschaftler der britischen Universität Cambridge veröffentlichten im Fachmagazin Nature einen Artikel, in dem sie eine Struktur für den Code des Lebens vorschlugen: Die DNS-Doppelhelix. Neun Jahre später erhielten John Watson und Francis Crick dafür den Nobelpreis. Doch während die Medien sich 1953 vor Begeisterung überschlugen angesichts der Besteigung des britischen Throns und des höchsten Berges der Welt, nahmen sie von Watson und Cricks Arbeit praktisch keine Notiz. Gerade einmal ein Artikel fand sich in einer englischen Zeitung. Ein Report für das US-Magazin Time sah nie das Licht der Öffentlichkeit. Das ist für solche wissenschaftlichen Entdeckungen gar nicht mal ungewöhnlich. Doch selbst in der wissenschaftlichen Community soll sich die Begeisterung arg in Grenzen gehalten haben. Das ist zumindest seit einigen Jahren die anerkannte Meinung unter Wissenschaftshistorikern. Der inzwischen legendäre Artikel sei in den ersten Jahren „fast in Vergessenheit“ geraten, schrieb etwa der Wissenschaftshistoriker Robert Olby zum goldenen Jubiläum 2003 in Nature und belegte seine Aussage mit einer Statistik, die die Währung der Wissenschaft untersucht: Wie häufig ein Artikel von anderen zitiert wird. Während die Zahl der Texte über DNS in den fünfziger Jahren in Nature und Science zugenommen hatten, sei Watson und Cricks Doppelhelix und folgende Artikel in beiden Heften immer seltener zitiert worden. Seine Kollegin Soraya de Chadarevian von der University of Cambridge sieht es 2006 als allgemein anerkannt an, dass Watson und Cricks Artikel in der Anfangszeit keinen „unmittelbaren Einfluss“ hatte – und bezieht sich dabei auf Olby. Der Biologe Peter Lawrence schrieb 2007 schließlich: „Das wichtigste Paper des 20. Jahrhunderts wurde in den ersten zehn Jahren kaum zitiert.“ Ebenfalls mit Verweis auf Olby.<br />
Das ganze hat aber mehr von einem Mythos, denn von wissenschaftlicher Wahrheit. Dass dieser Mythos sogar eine Mär ist belegt nun der Franzose Yves Gingras von der kanadischen Université du Québec à Montréal mit einer atemberaubend umfassenden Analyse im aktuellen „Journal of the History of Biology“. Gingras kommt zum gegenteiligen Ergebnis:„Tatsächlich hatte der Artikel von Watson und Crick unmittelbaren und langanhaltenden Einfluss“, sagt der Historiker.<br />
Mit der bisherigen Diskussion hat zwei Probleme: „Niemand hat den Begriff Impact wirklich definiert?“ sagt er. Was bedeutet das eigentlich. Wie misst man das? Nur einen Blick auf Nature oder Science zu werfen, sei eigentlich auch nicht besonders aussagekräftig. Gingras: „Das sind Magazine mit Artikeln aus allen möglichen Forschungsfeldern, in denen zwar große und wichtige Entdeckungen bekanntgegeben werden. Die weitere Forschung verlagert sich dann aber in die Fachmagazine der jeweiligen Disziplinen.“ Um zu überprüfen, ob die Wahrnehmung wirklich so „lauwarm“ war, wie Olby es beschreibt, untersucht man also besser alle passenden Fachzeitschriften“, sagt Gingras.<br />
Und das hat er gründlich getan. Statt nur den Jahrgang zweier Wissenschaftsmagazine zu bearbeiten, nahm er sich gleich alle greifbaren Fachzeitschriften zwischen 1953 und 1970 vor. Ausgangspunkt für seine Suche war die Datenbank des privaten Informationsanbieters Thomson Reuters. Der bietet für den Zeitraum Zugriff auf fast 3700 Magazinen aller wissenschaftlichen Disziplinen mit 3,8 Millionen Artikeln und über 40 Millionen Verweisen an. Nach einer ersten Suche blieben schließlich noch 230 Magazine, mit einer Million Artikel und 12 Millionen Zitierungen in Disziplinen wie Kristallografie, Mikrobiologie, Biochemie und Genetik übrig.<br />
Doch damit nicht genug. „Für eine Aussage über die Bedeutung des Papers in seiner Zeit, muss man es mit zeitgenössischen Artikeln vergleichen“, sagt Gingras. Auch das macht er umfassend, nämlich gleich mit allen 1737 wissenschaftlichen Artikeln, die 1953 ebenfalls in Nature veröffentlicht wurden.<br />
Das Ergebnis stellt Sicht auf die Bedeutung des Watson und Crick Artikels auf den Kopf. Von wegen „schlafende Schönheit“, die fast in der Versenkung verschwunden wäre: „Von allen Nature-Artikeln aus dem Jahr 1953 ist dieses das bei weitem meist zitierte“, sagt Gingras. Von 1953 bis 1970 wird es insgesamt 783 Mal zitiert. Das folgende nur 455 Mal.An dritter Position liegt ein weiterer Artikel der beiden britischen Autoren mit 395 Zitierungen. Die Zahlen belegen auch in den ersten zwei Jahrzehnten das Ikonenhafte des Papers. Während alle Nature-Paper nach dem ersten Jahr immer seltener zitiert werden, bleibt die Zitationsrate beim W&amp;C-Paper über Jahre konstant. Sogar die Halbwertszeit des Paper ist mit zehn Jahren drei Jahre länger als bei den anderen Paper.<br />
Zwar gibt in den zwei Jahrzehnten der Nobelpreis 1962 dem Artikel noch einen zusätzlichen Schub. Doch auch schon in den Jahren davor ist Watson und Cricks Text das meist oder zweit meist zitierte Paper aller 1953 in Nature veröffentlichten Texte.<br />
Robert Olby und Soraya de Chadarevian begrüßen zwar auf Nachfrage Gingras aufwändige Analyse. Doch sie finden, Zitate zu zählen, erzähle nur die halbe Geschichte. „Zitate sagen nur etwas über die Sichtbarkeit des Artikels innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinde“, meint Olby. Über den tatsächlichen Einfluss der Ergebnisse sage dies nur wenig aus. „Einen Artikel zu zitieren, bedeutet ja nicht, dass man ihn auch verstanden hat, ihn zum Anlass für eigene Experimente nimmt oder dessen Ergebnisse lehrt“, sagt Olby. Durch eigene Recherchen kenne er selbst Beispiele von Wissenschaftlern, die den ersten berühmten Artikel, in dem es um die Struktur der DNS gehe, nicht verstanden haben, dafür aber den zweiten, seltener zitierten Artikel, in dem die biologische Bedeutung des Replikationsmechanismus&#8217; beschrieben wird. „Sie sagten damals, das Paper sei über Ihre Köpfe hinweg geschossen“, sagt Olby. Auch Soraya de Chadarevian wirft Gingras vor nur die Sichtbarkeit des Artikels zu erfassen nicht seine kulturelle Bedeutung. „Selbst Watson gestand ein, dass ihr Artikel nur eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern wirklich erreichte, die nur darauf gewartet hatten, dass die Entdeckung endlich gemacht werde.“<br />
Yves Gingras findet die Kritik nicht überzeugend. „Das kann man nicht ernsthaft meinen, angesichts dieser übewältigenden Datenmenge, all die Wissenschaftler, hätten den Artikel nur aus Spaß zitiert, hätten ihn nicht verstanden und konnten ihn nicht gebrauchen.“ Olby betreibe eine klassische, bewertende Wissenschaftsgeschichte, indem er möchte, dass dieLeute etwas verstanden haben. Er dagegen betreibe eine moderne Soziologie der Wissenschaft, wo Wissenschaftler Artikel aus vielen verschiedenen Gründen verwenden. Natürlich könne man mit bibliometrischen Methoden keine kulturhistorische Analyse ersetzen. Aber: „Sie sprachen von wissenschaftlichem Impakt und nicht von Kulturhistorie. Und diesen Einfluss kann man anhand von Zitaten messen“, sagt Gingras. Die Aussagen einzelner Wissenschaftler hervor zu graben, sei in gewisser Hinsicht brauchbar, aber es könne einem nie den globalen Blick auf das Phänomen liefern. Und schließlich: Erst seine Ergebnisse erklärten doch, warum Watson und Crick schon nach relativ kurzer Zeit, nämlich nur neun Jahre nach ihrer Veröffentlichung 1962 den Nobel Preis bekommen konnten. „Wie kann man das erklären, wenn der Artikel fast in Vergessenheit geraten wäre.“</p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=772&amp;md5=c29c67757ac5aadbe1aa5e1fdbf58a59" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/watsoncrick-das-paper-das-kaum-jemanden-interessierte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>serenade eines bombenattentatsopfers</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/serenade-eines-bombenattentatsopfers/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=serenade-eines-bombenattentatsopfers</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/serenade-eines-bombenattentatsopfers/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 09:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=764</guid>
		<description><![CDATA[serenade eines bombenattentatsopfers &#160; hey, du, fotograf, ich will nicht fotografiert werden das musst du verstehen, mir geht s nich’ so gut so wie ich hier lieg’, in all dem blut und all dem schmerz &#160; ey, du, fotograf, ich will nicht auf dein bild ich fühl mich schwach, mir geht’s beschissen ich möcht’ nich’,&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>serenade eines bombenattentatsopfers</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>hey, du, fotograf, ich will nicht fotografiert werden</p>
<p>das musst du verstehen, mir geht s nich’ so gut</p>
<p>so wie ich hier lieg’, in all dem blut und all dem schmerz</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ey, du, fotograf, ich will nicht auf dein bild</p>
<p>ich fühl mich schwach, mir geht’s beschissen</p>
<p>ich möcht’ nich’, dass die welt mich hier so sieht</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ey du, fotograf, komm pack deine linse weg</p>
<p>du sagts, presse muss das dokumentier’n</p>
<p>ich sag, scheiß drauf, knips mein bein dort auf der straße</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>hey, komm, lass das, das hier ist intim</p>
<p>ich fühl’ mich nackt, komlett entblößt</p>
<p>meine kinder soll’n mich so nicht sehen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>hey, komm’, lass’ das, du greifst mich damit an</p>
<p>die öffentlichkeit, die will und muss das sehen?</p>
<p>weißt du was mich die öffentlichkeit gerade mal kann?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ey, du, komm’ lass’ sein, das macht man einfach nicht</p>
<p>wenn mein blutverschmiertes gesicht zu sehen ist</p>
<p>freut sich das schwein doch nur ein zweites mal</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>hey, bitte, tu das nicht</p>
<p>meine tränen reichen nicht?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>hey, du, iphone-knipser – arschloch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=764&amp;md5=39e3a181ad3e0fb84272e78926f0eec7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/serenade-eines-bombenattentatsopfers/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Datenjournalismus to go: 105, die Zahl, die Zyperns Misere symbolisiert</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/datenjournalismus-to-go-105-die-zahl-die-zyperns-misere-symbolisiert/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=datenjournalismus-to-go-105-die-zahl-die-zyperns-misere-symbolisiert</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/datenjournalismus-to-go-105-die-zahl-die-zyperns-misere-symbolisiert/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 14:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=752</guid>
		<description><![CDATA[Im Datenjournalismus heißt es – wie so oft im Journalismus –  auch mal schnell zu sein. Das wird man aber nur, wenn man seine Werkzeuge beherrscht, die man nur lernt, wenn man sie immer wieder benutzt. Also habe ich mir heute spontan eine kleine Aufgabe gestellt: Nimm die Zahl, die Du gerade so spannend fandest&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Datenjournalismus heißt es – wie so oft im Journalismus –  auch mal schnell zu sein. Das wird man aber nur, wenn man seine Werkzeuge beherrscht, die man nur lernt, wenn man sie immer wieder benutzt. Also habe ich mir heute spontan eine kleine Aufgabe gestellt: Nimm die Zahl, die Du gerade so spannend fandest und versuche sie zu visualisieren.</strong></p>
<p>Die Zahl, um die es geht, hörte ich zwischen 13:00 und 14:00 Uhr im <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/mittagsecho.html">WDR 5 Mittagsecho</a>, der Nachrichtensendung von WDR und NDR. Dort gab es einen Bericht zu den Ergebnissen der Verhandlungen rund um Zypern, die heute nacht zum Abschluss kamen. In dem Bericht erklärte die Korrespondentin, dass es in Zypern 105 (oder 107, genau weiß ich es nicht mehr) Banken pro 100.000 Einwohner habe, die Schweiz habe etwa die Hälfte. Dies symbolisiere sehr schön das Geschäftsmodell des Landes, sich wirtschaftlich so auf den Bankensektor zu stützen.</p>
<p>Das fand ich eine interessante Zahl. Wo hat sie die wohl her? Die Zahl würde ich gerne mal als Grafik zeigen usw. (was einem so durch den Kopf geht, wenn man mal ein wenig datenjournalistische Luft geschnuppert hat.)</p>
<p>Zu dem Datensatz gelangte ich über eine Meldung auf manager-magazin-online:</p>
<p><a href="http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/0,2828,856945,00.html">IWF-VERGLEICH: Zypern hat die meisten Banken</a></p>
<p>Damit konnte ich eine Quelle identifizieren, am Ende landete ich dann auf der Seite des IWF (<em>Internationaler Währungsfonds</em>, der aber auf Englisch natürlich <em>International Monetary Fund</em>, also <em>IMF</em>, heißt). Dort musste ich ein wenig herumsuchen, orientierte mich dabei am Veröffentlichungsdatum der manager-magazin-Meldung (20.9.2012). Kurz zuvor hatte der IWF die neuesten Daten des Financial Access Surveys veröffentlicht, dessen Tool zur Darstellung der Daten sich <a href="http://fas.imf.org">hier</a> findet. Zum Glück liefert der IWF auch gleich die Daten dazu als Excel-Datei. Diese also heruntergeladen, die entsprechenden Daten herausgesucht, und ein wenig bereinigt (für einige Länder fehlen Daten, die fliegen raus aus der Tabelle). Dann noch schnell nach Anzahl der Banken bzw. Bankfilialen (bank branches) sortiert und siehe da: Zypern hat die meisten Bankfilialen.</p>
<p>Und wie veröffentlicht man das nun: Man könnte zum Beispiel in Excel ein Diagramm erstellen, das als Bild abspeichern und dann hier im Blog einfügen. Eleganter und auch schnell geht es mit dem <a href="http://datawrapper.de">Datawrapper</a>, der von einem <a href="http://docs.datawrapper.de/de/team/">Team um den Datenjournalisten Mirko Lorenz</a> erstellt wurde. Damit lassen sich schnell, kleine elegante Diagramme darstellen, die man dann per iFrame-Code einbetten kann (siehe unten). Es gibt verschiedene Arten der Darstellung, man kann einen Titel eingeben, eine kurze Einleitung schreiben usw. usw.</p>
<p>Und wie lange hat es jetzt gedauert: 1,5 bis 2 Stunden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ich kein Wirtschaftsjournalist bin, mir also die Quellen nicht allzu vertraut sind, und ich auch den Datawrapper erste einmal versuchsweise benutzt habe.</p>
<p>Et Voilá.<br />
(man kann übrigens das Diagramm scrollen, ich hätte mich auch auf die Top 10 o.ä. beschränken können, wollte aber sehen, was passiert, wenn man alle Länderdaten nutzt. Man kann im Datawrapper die Größe des Darstellungsraumes einfach per Pixel angeben.</p>
<p><iframe src="//charts-datawrapper.s3.amazonaws.com/DCznq/index.html?rev=95" height="1000" width="550" allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0"></iframe></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=752&amp;md5=4091f9ef9e7dba73157d1dbee9a8bf99" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/datenjournalismus-to-go-105-die-zahl-die-zyperns-misere-symbolisiert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verbraucherjournalismus, der nervt: Geplantes Kaputtgehen (Nachtrag 4)</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/verbraucherjournalismus-der-nervt-geplantes-kaputtgehen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=verbraucherjournalismus-der-nervt-geplantes-kaputtgehen</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/verbraucherjournalismus-der-nervt-geplantes-kaputtgehen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 20:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=722</guid>
		<description><![CDATA[Nachtrag 3, 23.3.: Die &#8220;Studie&#8221;/das Gutachten, um das es hier geht, steht jetzt auch auf der Webseite eines der Autoren bereit, ergänzt durch die Slides des Vortrags aus dem Fachgespräch und Fotos aus dem Fachgespräch, dank an Andreas in den Kommentaren) Leute, das muss jetzt gerade mal raus: Diese Meldungen, die heute (Nachtrag: das war&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachtrag 3, 23.3.:</strong> <em>Die &#8220;Studie&#8221;/das Gutachten, um das es hier geht, steht jetzt auch <a href="http://www.murks-nein-danke.de/blog/studie/">auf der Webseite eines der Autoren bereit</a>, ergänzt durch die <a href="http://www.murks-nein-danke.de/blog/download/Fachgespräch%20Vortrag%20Schridde.pdf">Slides des Vortrags</a> aus dem Fachgespräch und Fotos aus dem Fachgespräch, dank an <a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/verbraucherjournalismus-der-nervt-geplantes-kaputtgehen/#comment-5439">Andreas</a> in den Kommentaren</em>)</p>
<p><em>Leute, das muss jetzt gerade mal raus:</em></p>
<p>Diese Meldungen, die heute <em>(Nachtrag: das war am Mittwoch, 20.3.2013)</em> den ganzen Tag schon online laufen, gehen mir auf den Sack.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/03/Voila_Capture5841.png"><img class=" wp-image-732 aligncenter" alt="Voila_Capture584" src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/03/Voila_Capture5841.png" width="606" height="635" /></a></p>
<p>Da wird dauernd der Eindruck erweckt, als würde die Industrie generalstabsmäßig ihre Produkte so produzieren, dass sie möglichst kurz nach Ende der Garantiezeit (oder früher als es sollte) kaputt gehen (&#8220;geplante Obsoleszenz&#8221; ist das Stichwort).</p>
<p>Schönes Beispiel zum Beispiel hier:</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p><a href="https://twitter.com/search/%23Studie">#Studie</a>: Immer mehr Hersteller bauen ihre Geräte mittlerweile so, dass sie nach wenigen Jahren unbrauchbar sind. <a title="http://ow.ly/jeWPk" href="http://t.co/p7kimsbLJn">ow.ly/jeWPk</a></p>
<p>— FrankfurterRundschau (@FRonline) <a href="https://twitter.com/FRonline/status/314327311375810560">March 20, 2013</a></p></blockquote>
<p><script charset="utf-8" type="mce-mce-text/javascript" src="//platform.twitter.com/widgets.js" async=""></script>Woher aber dieses &#8220;immer mehr&#8221; kommt, auf welchen Zahlen das beruht, bleibt der Artikel nicht nur in der FR schuldig.</p>
<p>Richard Gutjahr schreibt daher wohl zurecht:</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>@<a href="https://twitter.com/anhaeuser">anhaeuser</a> @<a href="https://twitter.com/textenfuersweb">textenfuersweb</a> Immer mehr Journalisten schreiben &#8220;immer mehr&#8221;, wenn sie was vermuten, es aber nicht belegen können / wollen</p>
<p>— Richard Gutjahr (@gutjahr) <a href="https://twitter.com/gutjahr/status/314401836335521793">March 20, 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Basis für diese Artikel ist ein Gutachten im Auftrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, das am Mittwoch, 20.03.2013 im Rahmen eines Fachgespräches im Bundestag vorgestellt wurde.</p>
<p>Autoren des Gutachtens “Geplante Obsoleszenz / Entstehungsursachen – Konkrete Beispiele – Schadensfolgen – Handlungsprogramm” ist unter anderem Stefan Schridde, der das durchaus lobenswerte Portal &#8220;<a href="http://www.murks-nein-danke.de/">Murks &#8211; Nein, danke</a>&#8221; betreibt, das sich für nachhaltige, längerlebige Produkte einsetzt und Beispiele für möglicherweise/angebliches geplantes vorzeitiges Ableben von Produkten sammelt. Aus diesem Fundus schöpft dann auch das Gutachten, in dem die Webseite auch vorgestellt wird.</p>
<p>Nur, wenn ich solche Sachen wie die folgenden in dem Gutachten lese, werde ich ein kleines bisschen kirre (Fettung jeweils von mir):</p>
<p>(zum Thema Glühbirnen und verkürzte Lebensdauer)</p>
<p><em>&#8220;Die bewussten, absichtlichen Vorgaben können <strong>offenbar</strong> nachgewiesen werden über interne, vertrauliche Akten, die ans Tageslicht kamen.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Der Konzern Du Pont verkürzte <strong>offenbar</strong> vorsätzlich über chemische Prozesse die Haltbarkeit der von ihm erfundenen Nylon-Damenstrümpfe in den 1940er Jahren.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Apple produzierte Anfang der 2000er Jahre iPods, die einen eingebauten, nicht austauschbaren Akku mit <strong>offenbar</strong> vorsätzlich begrenzter Lebensdauer von 18 Monaten hatten.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Einige Drucker sind <strong>offenbar</strong> so konstruiert, dass nach einer vorgegebenen Zahl von Druckvorgängen der Drucker seinen Geist aufgibt.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Insgesamt <strong>dürfte</strong> die Verbreitung von geplanter, gewollter oder billigend in Kauf genommener Obsoleszenz erheblich sein. Es handelt sich <strong>mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit</strong> um ein Massenphänomen. Ein sehr großer Teil der Produkte unseres alltäglichen Lebens <strong>dürfte</strong> davon betroffen sein.&#8221;</em></p>
<p><em>Sagt mal, spinn ich, oder was soll das? <strong>Offenbar. Dürfte?!</strong></em></p>
<p>Hallo Daten, harte Fakten? Wer, wann, was?</p>
<p>Man möge mich drauf hinweisen, aber eine Statistik mit harten Daten zu der Frage, wie häufig das Phänomen in der Vergangenheit auftrat und wie häufig es heute auftritt, habe ich keine gefunden. Wie kommt man dann aber auf &#8220;immer mehr&#8221;. Ehrlich gesagt habe ich keine einzige Statistik zum Thema im gesamten Gutachten gefunden. Es gibt viele, gute Erklärungen wie Firmen uns mit neuen und immer schnelleren Produktreihen zu verstärktem (und nicht nachaltigem) Konsum anregen, wie sie billigere Bauteile verbauen, um günstigerer Produkte zu verkaufen und viele andere interessante Ansätzen, die einer Nachhaltigkeit von Produkten entgegen laufen. Aber Leute, damit könnt ihr doch nicht solche Meldungen raus hauen &#8230;</p>
<p>Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich habe mich schon oft genug über Produkte geärgert, die man nicht mehr reparieren kann, oder eine Waschmaschine, die schon nach zwei Jahren kaputt war. Folge: Habe ich die Maschine einer anderen Marke gekauft.</p>
<p>Ob dieses ganze geplante Obsoleszenz-Dings nun echt ist oder nicht (und die Autoren schreiben selbst: &#8220;Wirklicher Vorsatz ist nur sehr schwer nachzuweisen&#8221;): Dieses Gutachten tut das nicht. Und die Meldungen darüber sind Bullshit.</p>
<p><em>So, besser jetzt &#8230;</em></p>
<p><strong>Nachtrag 1:</strong> David Böcking von Spiegel Online beschreibt es einem zweiten <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/geplanter-verschleiss-von-elektro-geraeten-gruene-legen-studie-vor-a-890039.html">Artikel auf Spiegel Online</a> (<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/studie-hersteller-bauen-in-ihre-elektrogeraete-defekte-ein-a-889872.html">der erste Artikel</a>, eine AFP-Meldung lief noch ganz im Verschwörungsstil ab) dann zumindest so:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Ansonsten sind konkrete Beispiele für vorsätzlichen Verschleiß in dem Papier Mangelware. Stattdessen liefern die im Gutachten zitierten Ingenieure für viele Fälle eine weit simplere Erklärung: Durch den enormen Wettbewerbsdruck stünden &#8220;praktisch alle Neuentwicklungen unter sehr starkem Kostendruck&#8221;. Und das billigere Teil ist nun einmal selten das langlebigere.</em></p>
<p><em>Damit wäre die Theorie von der Obsoleszenz aber weniger ein Beleg für eine großangelegte Verschwörung als vielmehr eine Kritik der Wegwerfgesellschaft &#8211; und damit auch ein Appell an die Verbraucher. Schließlich ist die Sparmentalität gerade unter deutschen Konsumenten stark ausgeprägt.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Aber einen Link zur Studie lieferte auch er nicht mit.</p>
<p><strong>Nachtrag 2: </strong>In der Aufregung gestern ist mir doch glatt ein ganzer Absatz verlustig gegangen, ohne dass ich es gemerkt habe, und zwar genau der Absatz mit dem Link zur Studie: Die fand sich dann nämlich noch (dank des Hinweises des Kollegen <a href="http://www.astirn.de/web/start/">Stirn</a> (@Stirn) auf den Servern von <a href="http://www.schwaebische.de/cms_media/module_mm/144/72063_1_Gutachten_BT_GRUENE.pdf">schwaebische.de</a> als pdf.</p>
<p><strong>Nachtrag 4, 24.3.2013: </strong>Noch zwei interessante Links zu Artikeln, die nicht dafür sprechen, dass es sowas wie eine &#8220;geplante Obsolenz&#8221; tatsächlich gibt:</p>
<ul>
<li>Bernd Hader hat einen <a href="http://blog.gwup.net/2013/03/21/die-murks-verschworung-alles-geht-so-schnell-kaputt/">Text zum Thema aus einem seiner Bücher</a> im GWUP-Blog eingestellt:</li>
</ul>
<blockquote><p><em>&#8220;Also keine Verschwörung? Sondern nur zunehmende Wettbewerbsintensität und gestiegene Komplexität der Produkte?</em></p>
<p><em>Es sieht fast danach aus.</em></p>
<p><em></em><em>Und dann, plaudert ein Mitarbeiter vom IKEA-Kundenservice in seinem persönlichen Weblog aus, gibt es noch einen weiteren Grund für die Vielzahl der Reklamationen. Vielleicht der beunruhigendste von allen.</em></p>
<p><em id="__mceDel"><em>Nämlich wir.<br />
</em><em id="__mceDel"><em>Sprich: unbedarfte Anwender.&#8221;</em></em></em></p></blockquote>
<ul>
<li>ein Interview mit Jürgen Nadler, wissenschaftlicher Leiter des Multimedia-Teams der Stiftung Warentest:</li>
</ul>
<blockquote><p><em>&#8220;<strong>Jürgen Nadler:</strong> Unsere Testarbeit hat bisher keine Anhalts­punkte dafür geliefert, dass von Anbietern bewusst Bauteile minderer Qualität einge­baut werden, um diese schnell unbrauch­bar zu machen. Das bedeutet aber nicht, das alle Produkte lange halten.&#8221;</em></p></blockquote>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=722&amp;md5=e8a18d8b6bb1322bb0215ca99be78009" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/verbraucherjournalismus-der-nervt-geplantes-kaputtgehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>74</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Draußen 8: Grünspecht oder Schwarzspecht?</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/drausen-8-grunspecht-oder-schwarzspecht/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=drausen-8-grunspecht-oder-schwarzspecht</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/drausen-8-grunspecht-oder-schwarzspecht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 10:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=709</guid>
		<description><![CDATA[Den Winter habe ich mir weitgehend gespart, Aufnahmen waren bei der Kälte und der Stille sowieso keine zu machen. Heute leitete ich dann aber die Saison ein. Meinen Kram also schön zusammengepackt, ziehe ich mir die Stiefel an, schließe die Tür – und habe Schlüssel und Fernglas vergessen. Doof. Aber egal. Dann eben ohne. Prompt&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den Winter habe ich mir weitgehend gespart, Aufnahmen waren bei der Kälte und der Stille sowieso keine zu machen. Heute leitete ich dann aber die Saison ein. Meinen Kram also schön zusammengepackt, ziehe ich mir die Stiefel an, schließe die Tür – und habe Schlüssel und Fernglas vergessen. Doof. Aber egal. Dann eben ohne.</p>
<p>Prompt kommt mir heute ein großer Specht vor&#8217;s Mikro, nur: Welcher ist es? Ich dachte zunächst: &#8220;Grünspecht&#8221;. Dann, als ich näher rankomme: &#8220;Vielleicht doch ein Schwarzspecht?&#8221;. Mhm. Da hätte ich mein Fernglas schön gebrauchen können.</p>
<p>Aber ich habe ja meine Aufnahmen und viele kundige Leser da draußen.</p>
<p>Hier also ein Zusammenschnitt verschiedener Takes. Damit ihr nicht zu lange auf die einzelnen Rufe warten müsst (dazwischen liegen normalerweise rund 30 Sekunden Pause), habe ich das Material zusammengeschnitten, am Ende gibt es noch einen Ruf beim Wegfliegen des Spechts.</p>
<p>Also: Grünspecht oder Schwarzspecht?</p>
<iframe width="100%" height="120" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F82596243"></iframe>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=709&amp;md5=ebd4d349da53f57cf79f1d28423b3ebf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/drausen-8-grunspecht-oder-schwarzspecht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn Politiker ihre Zitate aus dem Zusammenhang reißen oder: Ich korrigiere jetzt mal die Spiegel Dokumentation</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/wenn-politiker-ihre-zitate-aus-dem-zusammenhang-reisen-oder-ich-korrigiere-jetzt-mal-die-spiegel-dokumentation/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wenn-politiker-ihre-zitate-aus-dem-zusammenhang-reisen-oder-ich-korrigiere-jetzt-mal-die-spiegel-dokumentation</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/wenn-politiker-ihre-zitate-aus-dem-zusammenhang-reisen-oder-ich-korrigiere-jetzt-mal-die-spiegel-dokumentation/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 20:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=687</guid>
		<description><![CDATA[Vorsicht: das hier ist lang und kompliziert, und die Pointe kommt erst ganz, ganz am Schluss &#8230; Mittwochmittag, nach der von der Leyen Pressekonferenz zum 4. Armutsbericht,  schrieb ich (nach dem Text zur grauslichen Infografik) das Folgende zum Thema &#8220;Der Satz, der aus dem Armutsbericht gefallen war&#8221; in die WordPress-Maske, weil mir etwas aufgefallen war: Noch&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vorsicht: das hier ist lang und kompliziert, und die Pointe kommt erst ganz, ganz am Schluss &#8230;</em></p>
<p>Mittwochmittag, nach der von der Leyen Pressekonferenz zum 4. Armutsbericht,  schrieb ich (nach dem Text zur grauslichen <a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/die-privatvermogen-in-deutschland-sind-sehr-ungleich-verteilt/">Infografik</a>) das Folgende zum Thema &#8220;Der Satz, der aus dem Armutsbericht gefallen war&#8221; in die WordPress-Maske, weil mir etwas aufgefallen war:</p>
<blockquote><p>Noch ein Nachtrag zum 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung (<a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/die-privatvermogen-in-deutschland-sind-sehr-ungleich-verteilt/">hier hatte ich schon was zur Darstellung der Vermögensverteilung in  der Infografik erklärt</a>):</p>
<p>In der Pressekonferenz der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen heute Mittag wurde auch noch mal der Aspekt dieses ominösen Satzes besprochen, der auf Betreiben der FDP aus dem Bericht geflogen war. Die Ministerin erklärte dazu heute:</p>
<p><em>&#8220;Der Satz &#8216;Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt.&#8217;, den habe ich heute mehrfach gelesen und gehört, dass der rausgestrichen wäre. Hier können wir gleich eine Mär beenden: Wenn Sie auf die Seite 343 gehen, dann sehen Sie den Satz: &#8216;Hinter diesen Durchschnittswerten steht eine sehr ungleiche Verteilung der Privatvermögen.&#8217; Das ist ein Faktum, das sieht man in den Tabellen und das wird auch klar in dem Bericht dokumentiert.&#8221;</em></p>
<p>Nun ja, sie hat irgendwie Recht, aber auch wieder nicht. Einem Journalisten würde man vielleicht vorwerfen, er habe den Satz aus dem Zusammenhang gerissen.</p>
<p>Tatsächlich ist der Satz um den es ursprünglich ging, in der veröffentlichten Fassung des Berichts in seinem Wortlaut nicht mehr enthalten. Er stand im 2. Entwurf auf Seite römisch 9 (IX) der Übersicht des Berichts, die dem eigentlichen Bericht vorangestellt ist. Er ist direkt nach der Infografik eingefügt:</p>
<p><em>&#8220;Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt. So verfügen die Haushalte in der unteren Hälfte der Verteilung nur über gut ein Prozent des gesamten Nettovermögens, während die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich vereinen. Der Anteil des obersten Dezils ist dabei im Zeitverlauf immer weiter angestiegen.&#8221; </em></p>
<p>In der veröffentlichten Version heißt es jetzt (im vergleichbaren Textabschnitt auf Seite VII, diesmal oberhalb der Grafik):</p>
<p><em>&#8220;Zur Verteilung der Privatvermögen in Deutschland liegen für den Berichtszeitraum Daten aus dem Jahr 2008 vor. Danach verfügen die Haushalte in der unteren Hälfte der Verteilung nur über gut ein Prozent des gesamten Nettovermögens, während die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich vereinen. Der Vermögensanteil des obersten Dezils ist dabei im Zeitverlauf immer weiter angestiegen.&#8221;</em></p>
<p>Weg ist er der Satz.</p>
<p>Den Satz, den von der Leyen anführt, findet sich auch schon im Entwurf, auf Seite 333. Allerdings in einem etwas (um nicht zu sagen völlig anderen Zusammenhang). In diesem Abschnitt geht es nämlich nicht darum, wie sich die Anteile der Vermögen auf die einzelnen Zehntel der Bevölkerung verteilen (und damit zeigt, wie Armut und Reichtum in Deutschland generell verteilt sind). Es geht um eine Erklärung des durchschnittlichen Nettogesamtvermögens von rund 118.000 Euro je Haushalt (2008) und die Verteilung des Vermögens in West- und Ostdeutschland. Es folgt eine Tabelle (C I.7.1, Geld- und Immobilienvermögen sowie Schulden privater Haushalte, 1998 bis 2008), die dies in Werten für Gesamtdeutschland, Westdeutschland und Ostdeutschland für die Jahre 98, 03 und 08 auflistet.</p>
<p>Dann folgt der Satz: <em>&#8220;Hinter diesen Durchschnittswerten steht eine sehr ungleiche Verteilung der Privatvermögen.&#8221;</em> Und weiter:</p>
<p><em>&#8220;So zeigen sich – im Wesentlichen als Nachwirkung der deutschen Teilung – erhebliche Unter- schiede zwischen West- und Ostdeutschland. Während die westdeutschen privaten Haushalte im Durchschnitt über ein Immobilien- und Geldvermögen von rund 132.000 Euro verfügen, um- fassen die Vermögen der ostdeutschen Haushalte mit rund 55.000 Euro im Durchschnitt nur knapp 42 Prozent des Betrages der westdeutschen Haushalte.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Diesen Artikel habe ich dann aber nicht online gestellt. Aus folgendem Grund: Bis zu der zitierten Stelle stimmt alles, was da oben steht, doch dann habe ich den &#8220;Fehler&#8221; gemacht und weiter gelesen im Text – und da hatte ich dann das Gefühl: &#8220;Okay, es geht eben nicht nur um Ost-West, sondern auch – wie schon an der ursprünglichen Stelle – um die Verteilung in der Gesamtgesellschaft. Der Kontext ist im Großen und Ganzen derselbe. Zwei Absätze weiter (s. 344) heißt es nämlich:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Betrachtet man die Haushalte nach der Höhe des Vermögens, so zeigt sich, dass die Haushalte in der unteren Hälfte der Verteilung nur über gut ein Prozent des gesamten Nettovermögens verfügen, während die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich vereinen. Der Anteil des obersten Dezils ist dabei im Zeit- verlauf immer weiter angestiegen.&#8221;</em></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p>&#8212; lange Pause &#8212;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann lese ich eben (Donnerstagabend) <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/faktencheck-zum-armuts-und-reichtumsbericht-der-bundesregierung-a-887422.html">das Folgende bei Spiegel Online im &#8220;Münchhausen-Check&#8221;</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die SPD wirft der Bundesregierung beim Armutsbericht &#8220;Fälschung&#8221; vor &#8211; wie &#8220;in totalitären Staaten&#8221;. Arbeitsministerin von der Leyen hält dagegen. SPIEGEL ONLINE und die Dokumentationsjournalisten des SPIEGEL machen den Faktencheck: Hat die Bundesregierung den Bericht geschönt?&#8221;</p></blockquote>
<p>Es folgt die ganze schöne Geschichte im Zusammenhang mit der Streichung des Satzes und dem Hinweis der Arbeitsministerin in der Pressekonferenz (über den, laut Spiegel Online, der Focus als &#8220;Triumph&#8221; berichtet), und dann schreibt Spiegel Online mit Verweis auf die Stelle auf S. 343 im Armutsbericht:</p>
<blockquote><p>&#8220;Doch lesen wir, was dort tatsächlich steht:</p>
<p><em>Hinter diesen Durchschnittswerten steht eine sehr ungleiche Verteilung der Privatvermögen. So zeigen sich &#8211; im Wesentlichen als Nachwirkung der deutschen Teilung &#8211; erhebliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland.</em></p>
<p>Das steht erstens an weit weniger prominenter Stelle und erscheint zweitens in einem anderen Kontext, nämlich dem der Ost-West-Spaltung. Deshalb kann unseres Erachtens diese Passage nicht als vollwertiger Ersatz für die Streichung vorne herhalten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mit der Prominenz der Stelle haben die Kollegen vielleicht Recht, aber sonst &#8230; ?!</p>
<p>Was soll ich sagen: Hätte ich meinen Artikel ja doch online stellen können ;-)</p>
<p>Ein Witz: Der Focus liest gar nicht was in dem Zusammenhang im Bericht steht (oder lässt es unter den Tisch fallen, weil es in den Kram passt), und Spiegel Online liest es zwar, aber nicht weit genug (oder lässt es unter den Tisch fallen, weil es in den Kram passt).</p>
<p>Politischer Journalismus &#8230; boah</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=687&amp;md5=7f7326fa359135fe1e7136b413a6e169" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/wenn-politiker-ihre-zitate-aus-dem-zusammenhang-reisen-oder-ich-korrigiere-jetzt-mal-die-spiegel-dokumentation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt.&#8221; (Nachtrag)</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/die-privatvermogen-in-deutschland-sind-sehr-ungleich-verteilt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-privatvermogen-in-deutschland-sind-sehr-ungleich-verteilt</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/die-privatvermogen-in-deutschland-sind-sehr-ungleich-verteilt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2013 07:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=643</guid>
		<description><![CDATA[Zur Feier des Tages anlässlich der Vorstellung des &#8220;4. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung&#8221; einfach mal ein paar Grafiken zum Thema (heute live auf Phoenix um 12:00 Uhr). Die erste Grafik stammt aus dem 2. Entwurf (pdf), in dem der inzwischen bekannte Satz &#8220;Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt.&#8221; noch enthalten war (Nachtrag: In der Endfassung&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zur Feier des Tages anlässlich der Vorstellung des &#8220;4. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung&#8221; einfach mal ein paar Grafiken zum Thema (<a href="http://www.presseportal.de/pm/6511/2427410/phoenix-live-armuts-und-reichtumsbericht-mit-von-der-leyen-mittwoch-6-maerz-2013-12-00-uhr">heute live</a> auf <a href="http://www.phoenix.de/content/phoenix/start">Phoenix</a> um 12:00 Uhr).</strong></p>
<p>Die erste Grafik stammt aus dem 2. <a href="http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Einkommen-Armut/Dokumente/Entwurf%204.%20Armutsbericht%20der%20Bundesregierung%2017.9.2012.pdf">Entwurf (pdf)</a>, in dem der inzwischen bekannte Satz &#8220;Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt.&#8221; noch enthalten war (Nachtrag: In der <a href="http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen-DinA4/a334-4-armuts-reichtumsbericht-2013.pdf?__blob=publicationFile">Endfassung (pdf)</a> ist diese Grafik ebenfalls vorhanden, der Satz so tatsächlich nicht mehr, laut Ursula von der Leyen (auf der Pressekonferenz) in ähnlicher Form auf S.343 des Berichts aber dann doch: &#8220;Hinter diesen Durchschnittswerten steht eine sehr ungleiche Verteilung der Privatvermögen.&#8221; Gemeint sind allerdings andere Werte, nicht die Werte dieser Grafik,<a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/wenn-politiker-ihre-zitate-aus-dem-zusammenhang-reisen-oder-ich-korrigiere-jetzt-mal-die-spiegel-dokumentation/"> siehe dazu aber meine Ergänzung hier</a>.):</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/03/Die-Verteilung-des-Privatvermögens-2008.png"><img class="wp-image-657 aligncenter" alt="Die Verteilung des Privatvermögens 2008" src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/03/Die-Verteilung-des-Privatvermögens-2008.png" width="600" height="306" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Quelle: Lebenslagen in Deutschland, Entwurf des 4. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung, Stand: 17.09.20</em>12; Daten: Statistisches Bundesamt auf Basis EVS</p>
<p style="text-align: left;">Ich finde die Darstellung hat ein bisschen was beschönigendes oder sagen wir mal: Die Verteilungsverhältnisse werden nicht so ganz deutlich. Das könnte man besser machen. Alle regen sich über die Streichung des Satzes &#8220;Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt.&#8221; auf, aber wenn man diese Grafik sieht, könnte man dem Trugschluss erliegen, dass das schon so richtig ist mit der Streichung. Was aber offensichtlich an der Darstellung liegt. <del>Mal sehen, ob es die Grafik bis in die Schlussfassung schafft.</del> (Nachtrag: Sie ist drin geblieben.) Da müsste man <del>dann aber </del>auch mal drüber reden.</p>
<p style="text-align: left;">Eine alternative Darstellung sieht so aus:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/03/Verteilung-des-Privatvermögens2.png"><img class=" wp-image-650 aligncenter" alt="Verteilung des Privatvermögens2" src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/files/2013/03/Verteilung-des-Privatvermögens2.png" width="569" height="385" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Quelle:<a href="http://www.bpb.de/wissen/U4CJQA,0,0,Verm%F6gensverteilung.html1"> Die soziale Situation in Deutschland, Vermögensverteilung, Bundeszentrale für politische Bildung</a>; Daten: SOEP, Berechnungen des DIW Berlin</em></p>
<p style="text-align: left;">Das erscheint mir doch schon treffender die Situation in einer Grafik darzustellen.</p>
<p style="text-align: left;">Auffallend ist aber, dass die Daten der beiden Darstellungen voneinander abweichen. Während laut Regierungsbericht 2008 (auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes) das reichste Zehntel der Bevölkerung 53% des Vermögens besaßen, waren es laut <em>Bundeszentrale für politische Bildung</em> (auf Grundlage der Daten des <em>SOEP</em> und Berechnungen des <em>DIW</em> 61,1%. (Nachtrag; dieser Unterschied ergibt sich wahrscheinlich aus der Tatsache, dass das SOEP noch Betriebs- und Sachvermögen in die Daten mit einbezieht (siehe Bericht S. 344).</p>
<p style="text-align: left;">Das würde mich ja auch noch interessieren, wie dieser Unterschied zustande kommt. Dass der niedrigere Wert der beiden im Regierungsbericht zu finden ist, ist wahrscheinlich nur Zufall.</p>
<p style="text-align: left;">Hätte man eine solche Darstellung für die Vermögensverteilung in Deutschland gewählt, wäre der Satz &#8220;Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt.&#8221; wahrscheinlich umumgänglich gewesen.</p>
<p style="text-align: left;">Irgendwie habe ich ja das Gefühl, das könnte/müsste man noch besser darstellen, denn so richtig wird nicht deutlich, dass 50% der Bevölkerung lediglich ein Prozent des Vermögens besitzen, ich sehe die Masse dieser Menschen nicht in der Grafik, sie verschwinden eigentlich, weil eben nur ihr Anteil am Vermögen dargestellt ist, nicht aber ihr Anteil an der Bevölkerung. Wenn ich die Zeit finde, versuche ich mal eine alternative Darstellung.</p>
<p style="text-align: left;">Bis dahin empfehle ich das atemberaubende Video über die Vermögensverteilung in den USA:</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/QPKKQnijnsM?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Noch ein Nachtrag 7.3.13: </strong></p>
<p style="text-align: left;">Auf Faz.net kann man jetzt diesen Artikel lesen:</p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/armut-und-reichtum/verteilung-von-vermoegen-notenbanker-zoegern-bericht-ueber-ungleichheit-hinaus-12105481.html"><strong>Verteilung von Vermögen</strong></a><br />
Notenbanker zögern Bericht über Ungleichheit hinaus<br />
06.03.2013 · Eine Umfrage zu Vermögenswerten zeigt: Bürger in Krisenstaaten sind im Mittel reicher als in Deutschland. Grund dafür ist die starke Ungleichverteilung in der Bundesrepublik. Statistiker versuchen die Unterschiede zu relativieren</p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=643&amp;md5=f54ec1d465d11ec5d9f559e2e3a3b7ff" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/die-privatvermogen-in-deutschland-sind-sehr-ungleich-verteilt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>19</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das wollt ihr gar nicht wissen &#8230;</title>
		<link>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/das-wollt-ihr-gar-nicht-wissen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-wollt-ihr-gar-nicht-wissen</link>
		<comments>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/das-wollt-ihr-gar-nicht-wissen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2013 17:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Anhäuser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?p=639</guid>
		<description><![CDATA[Schnell mal zwischendurch eine Meldung, die ich aus dem aktuellen arznei-telegramm geborgt habe (und damit die Empfehlung dieses zu abonnieren, auch wenn man kein Arzt ist): Irrationaler Hang zu Nahrungsergänzungsmitteln: In einer repräsentativen Umfrage ergründen US-amerikanische Meinungsforscher die Einstellung von knapp 1.600 Verbrauchern zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Kräutermittel, Probiotika, Fischöl und andere Produkte, die angeblich Wohlbefinden&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schnell mal zwischendurch <a href="http://www.arznei-telegramm.de/html/sonder/1302022_02.html">eine Meldung</a>, die ich aus dem aktuellen <a href="http://www.arznei-telegramm.de">arznei-telegramm</a> geborgt habe (<em>und damit die Empfehlung dieses zu abonnieren, auch wenn man kein Arzt ist</em>):</p>
<blockquote><p>Irrationaler Hang zu Nahrungsergänzungsmitteln: In einer repräsentativen Umfrage ergründen US-amerikanische Meinungsforscher die Einstellung von knapp 1.600 Verbrauchern zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Kräutermittel, Probiotika, Fischöl und andere Produkte, die angeblich Wohlbefinden und Gesundheit fördern.</p>
<p>Demnach versprechen sich die Anwender vor allem, dass sie sich „besser fühlen”, „Energie auftanken” (je 41%), ihr „Immunsystem stärken” (38%), „etwas für die Verdauung tun” (28%) oder „Schmerzen lindern” (25%).</p>
<p>Persönliche Einschätzungen des Nutzens haben weitaus größeren Einfluss auf den Gebrauch als externe wis- senschaftliche Belege: <strong>Nur einer von vier Anwendern würde auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten, wenn Gesundheitsbehörden sich auf Studien berufen, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden und in denen sich Nahrungsergänzungsmittel als unwirksam erwiesen haben.</strong></p>
<p>Auf der Basis wissenschaftlicher Studien lassen sich Anhänger von Nahrungsergänzungsmitteln somit kaum von ihrem Hang zu diesen Produkten abbringen.</p>
<p>Und: Mehr als jeder dritte (36%) hat seinem Arzt nicht mitgeteilt, dass er Nahrungs- ergänzungsmittel einnimmt (BLENDON, R.J. et al.: JAMA Intern. Med. 2013; 173: 74-6).</p>
<p>Bei der Arzneimittelanamnese empfiehlt es sich, gezielt auch nach Nahrungsergänzungsmitteln zu fragen – und auch nach Arzneimitteln zur Selbstmedikation, die oft ebenfalls von Patienten nicht erwähnt werden.</p></blockquote>
<p>Könnte entmutigend sein, aber nicht dran stören, ist nur eine Umfrage &#8230;</p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/?flattrss_redirect&amp;id=639&amp;md5=135195da8c8a8d413bff636fb862c1a7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/plazeboalarm/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/das-wollt-ihr-gar-nicht-wissen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>