Gesundheitsseiten gibt es viele im Internet, und als ehemalige Gesundheitsredakteure haben wir eine Menge gesehen. Aber diese Seite toppt alle. Ein Brüller zum Wochenende.

Trotz Blog-Diät, (das hat schon mit dem “nicht lesen” nicht so richtig geklappt): Hier mal etwas zum locker werden zwischen all den Kämpfen um Wissenschaftlichkeit und gegen Esogequatsche.

Die Stationäre Aufnahme hatte kürzlich darauf verwiesen, dass das vermeintliche HON-“Qualitätssiegel” der “Health On the Net Foundation” kein Garant für qualitativ hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet ist.

Vielleicht haben wir alle auch den Sinn dieses Siegels missverstanden – nämlich den Nutzern ein Hinweis für gute, unabhängige Patienteninformationen zu sein. Denn eigentlich – so die Antwort auf einer Anfrage von Stationäre Aufnahme bei einer mit dem Siegel ausgezeichneten Webseite – ermöglicht das HON-Siegel dem Leser lediglich Folgendes:

… die HON-Prinzipien ermöglichen dem Nutzer immerhin, selbstständig über Sinn und Unsinn des Inhaltes einer Seite zu urteilen. …

Also gut. Dafür brauchen wir kein Siegel. Es ist doch sowieso alles Quatsch, das mit der Qualität (Evidenz basiert usw.) und der Unabhängigkeit und der Patienten gerechten Ansprache. Heutzutage zählen ganz andere Dinge für Webseitenbetreiber, die eine Gesundheitsseite unterhalten. Unterhalten ist dabei das Stichwort. Die Kasse muss stimmen und das erreicht man nur, indem man den Leser bei Laune hält. Humor macht gesund (Hirschhausen, oder?), und je länger ein Leser auf der Seite verweilt, desto größer ist die Chance, dass er auch einem der Google-Ad-Word-Links folgt, die auf der Seite platziert sind.

Uns wurde der Link einer Seite zugespielt (dank an Sabine K.), die dieses Prinzip in Perfektion umgesetzt hat. Bei der Erstellung der Seite brauchten die Programmierer offenbar nicht viel mehr als Google-Ad-Words und Babelfisch.

Bevor Sie unserem Link folgen, vesuchen wir es erst ein mal mit ein paar beschreibenden Worten.

Stellen Sie sich eine Webseite vor, auf der die Hälfte der Seite, die Sie sehen, aus Google-Links besteht (nicht etwa an den Rand gedrängt, sondern ganz zentral), und der eigentliche Gesundheitstext etwa ein Drittel der Seite einnimmt, schön seitlich platziert, damit er auch nicht von den Google-Links ablenkt. Das sind dann ungefähr so aus:

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Das merkantile Prinzip, das zahlreiche Webbetreiber von Gesundheitsseiten sträflich missachteten und folglich “eingingen” (wir haben das zweimal erlebt), wird in diesem Fall auf ideale Weise befolgt.

Doch es wird noch besser, wie ein Blick auf den Kern jeder Gesundheitsseite offenbart: Die Gesundheitstexte.

Natürlich muss man heutzutage global denken. Ergo, sollte es die Texte in zahlreichen Sprachen geben. Das macht es aber wieder teurer. Für diese Seite gilt diese Regel sicher nicht, auch wenn es sie in Deutsch, Spanisch, Französisch und Italienisch gibt.

Ein Blick auf den deutschen Text verdeutlicht allerdings, warum wir glauben, dass diese Seite ein gutes Beispiel dafür ist, dass Inhalt in verschiedenen Sprachen nicht teuer sein muss. Sehen Sie selbst:

Zur Einführung das Stichwort Krankheit (und wir hoffen, Sie spüren förmich den inneren Kampf der “Redakteurs” im Ringen um die beste, also, präziseste Beschreibung dieses so grundlegenden Begriffs, ein Kampf um jedes Wort):

Gute Gesundheit ist etwas, die, wir für bewilligt nehmen, bis wir krankes ourself werden, oder nah in die mit einbezogen werden, deren Gesundheit gehindert wird. Der menschliche Körper wird häufig mit Maschine verglichen und hält die körperlichen Körper, die durchführt, die Alltagsfunktionen und die Geistesmaschinerie uns, offenbar zu denken sind wichtig für Wohl.

Die meiste kranke Gesundheit ist ein Resultat der Störung einer oder mehrer Körperteile die Maschinerie zu arbeiten, da wir es zu möchten.

Oder: Wie lange mag er, der Redakteur, wohl an diesem Satz gefeilt haben, der den Begriff “Diabetes” in nur wenigen Worten so klar und einfach beschreibt, wie wir es sonst noch nirgendwo gelesen haben (und wie gesagt, wir haben eine Menge solcher Versuche gelesen.)

Was Diabetes ist

Diabetes ist eine Krankheit, in der Blutglukoseniveaus über Normal sind. Leute mit Diabetes haben Probleme, Nahrung in Energie umzuwandeln.

Die Arbeit eines Wissenschafts- oder Medizinjournalisten, nämlich das “Übersetzen” der Fachsprache in einfache für Laien verständliche Sprache, bekommt auf dieser Seite, eine ganz eigene Bedeutung, wie der Diabetes-Text eindrücklich beweist:

Nach einer Mahlzeit ist Nahrung defekter Abstieg in einen Zucker, der Glukose genannt wird, die durch das Blut zu den Zellen während des Körpers getragen wird.

Oder we wäre es damit. Zum Thema Masern:

Masernvirenkrankheit ist in hohem Grade ansteckend und kann vom Sein schwanken sehr mild zum Sein eine lebensbedrohende Störung. Dem Virus wird innen die Nase getragen, werden öffnung und Kehle und sie normalerweise an über direkten Kontakt oder in zerstreute Tröpfchen geführt, bevor Symptome erscheinen.

Alles drin? Oder?

Auch sensible Themen (wie etwa das Thema “Krebs”) werden in einer einfachen, klaren Sprache behandelt, die den Leser nicht unnötig beunruhigt, aber doch alles wesentliche mitteilt:

Es besteht kaum Zweifel, daß Krebs ein ständig zunehmendes ist, vom Tod verursachen.

Es gibt viele mögliche Ursachen für dieses: wenige Todesfälle von der Infektion also von den Leuten leben die längere, bessere Diagnose des Krebses und erhöhen Zahlen der Raucher, die langfristigen Effekte der Aussetzung zur Verunreinigung und vermutlich die Einnahme von mehr Karzinogenen in unserer Nahrung.

In einigen Fällen scheint der Übersetzer allerdings kein passendes Wort gefunden zu haben. Dann bedient er sich der Sprache, die wie keine andere dazu geeignet ist in kurzen Worten alles zu sagen – dem Englischen:

Gesamthaarverlust nicht normalerweise reagiert auf Behandlung. Gelegentlich Haar regrows als Weiche unten, häufig Weiß oder Blondine aus keinem offensichtlichen Grund (Fettung durch uns).

Die besondere, liebevolle Übersetzungsleistung dieser Seite offenbart sich auch in scheinbar nebensächlichen Aspekten, in Kleinigkeiten, über die man so leicht hinwegsieht. Sehen Sie sich etwa den technischen Hinweisen an, wie man die Seite zu seiner Homepage macht oder als Lesezeichen markiert:

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Wir könnten noch zahlreiche weitere Beispiele dieser beisspiellosen Seite präsentieren. Aber surfen Sie doch am besten selbst durch die Fülle unglaublicher Informationen, an der sich manch andere Seite ein Scheibchen abschneiden sollte …

Hatten wir den Namen erwähnt?
total-health-care-com
the total guide to health care!!
(Ausrufezeichen nicht von uns …)

Übrigens: Haben Sie das Motto der Seite schon entdeckt?

„Das Leben ist ein göttliches Geschenk, und eine freie stichhaltige Gesundheit der Krankheit ist ein großer Segen.”

HON-Zeichen, wer braucht den so was …?

Kommentare (5)

  1. #1 sil
    13. Dezember 2008

    Die haben drugs auch mit Drogen übersetzt.
    Dort kann man sich über ganz normale Wirkstoffe unter der Überschrift “Droge-Medizin – Informationen, Nebenwirkungen und Gebrauch der Drogen” fehlinformieren.
    :-)))
    “Gesunde Wahlen wie gut essen, die Bemühung in den positiven Weisen und die Verkleinerung des Tabaks gegenüberstellend, verstärken die normale Kapazität deines Körpers, gut zu bleiben, entlasten von den kleinen Problemen und gewinnen Krankheit zurück.

    Da haben die Elektronikgeräte vom Discounter besser übersetzte Bedienungsanleitungen.

  2. #2 Ulrich
    13. Dezember 2008

    Die meisten ihnen sind die vertrauten Küche- und Gewürzkastenheftklammern, die therapeutische Eigenschaften haben.

    Oh mein Gott, in meiner Hausapotheke fehlen die Gewürzkastenheftklammern – muss ich schnell nachbestellen!

  3. #3 Anonymaus
    14. Dezember 2008

    Die Site ist offenbar eine Linkfarm.

    Solche und ähnliche Sites gibt es tausenfach. Zum Teil dienen sie dazu, den GooglePageRank einer anderen Site zu erhöhen, zum Teil lediglich dazu, GoogleAds zu platzieren und damit Geld zu verdienen. Häufigste Themen: Gesundheit, Kochen, Sex oder Gewerbeverzeichnisse. Häufigste Methoden: Übernahme von Texten aus Wikipedia oder Yellowpages (englisches Wort soll andeuten, daß es nicht auf deutsche Sites beschränkt ist).

    Google gibt vor, solche Sites auf Anzeige aus dem Index zu nehmen. Ich wähle diese Formulierung bewußt, denn geschehen ist auf Anzeige noch nie etwas. Im Gegenteil: der PageRank steigt. Meine persönliche Verschwörungstheorie: irrelevante Suchergebnisse schaden dem Geschäft mit Werbung und Nutzerdaten nicht genug, wenn man Marktführer ist.

  4. #4 knorke
    15. Dezember 2008

    Traurig, aber kein Einzelfall. Ich habe mal bei einer Onlinestudie mitgemacht, die ging so los:

    “Während schiffen dieser Vermessung bitte die Knöpfe benutzt die wir sie leifern.”

    Also, auch in der Marktforschung versteht man sich auf einfach, leicht verständliche Erklärungen und Anleitungen.

  5. #5 waltraut
    20. Januar 2009

    Wenn man nur mit Google übersetzt, dann gibt das eben seltsame Resultate. Ihr 31. Dezember zum Beispiel geht so:

    No annual review, but the good news
    Category: Technology
    We no annual review. In our parents’ time was announced, there’s not much to tell (so relevant for the blog to tell), simply because no time and the priorities shift.

    Therefore, only good news at the end, found in the blog-boss before the Lord: The number of children killed violently declines and falls, this year again. That is something we find good. Do not believe the newspaper of their confidence (especially if you do not correct column), because the narrative in the last few days another (because they refer to the news agency ddp left).

    As I said: The details of the blog-boss.

    Happy …