Gestern dieser Sturm, und heute nur kurz der Verweis auf zwei Interviews im Deutschlandradio Kultur, an zwei Tagen hintereinander. So kann sich jeder aussuchen, was er gerne hören möchte und niemand wird verprellt. #falscheAugewogenheit

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(Zum Hören einfach auf die Bilder klicken, Weiterleitung zum DRadio.)

Kommentare (11)

  1. #1 Joseph Kuhn
    8. März 2017

    Die TK hat sich vorgenommen, kein Fettnäpfchen auszulassen. Jetzt zeigt sie, dass ihr Social Media Team zwar nachtaktiv ist, aber aus dem bisherigen Lauf der Dinge nichts gelernt hat:
    http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2017/02/19/wie-die-dak-die-homoeopathie-erklaert/#comment-56037

  2. #2 Elke Brüser
    8. März 2017

    Der #falsche Ausgewogenheit gefällt mir besonders gut!
    So lässt man Suchende im Globuli-Regen stehen.
    In den Kulturwissenschaften gibt es so und so … in der Naturwissenschaft falsch und richtig. Und jeder/jede weiß, dass man eventuell nachjustieren muss, wenn es neue Erkenntnisse gibt. Die Medizin ist bekanntlich keine Naturwissenschaft, aber die evidenzbasierte Medizin sorgt dafür, dass man die bestmögliche Behandlung bekommen kann. Insofern verweise ich hier gleich mal auf die Jahrestagung des deutschen EbM-Netzwerks in Hamburg http://www.ebm-kongress.de/

  3. #3 RPGNo1
    8. März 2017

    Björn Bendig ist Pressesprecher des DZVhÄ. Da weiß man, was man hat.

    PS: #falscheAusgewogenheit. Das muss ich mir merken! :)

  4. #4 schlappohr
    8. März 2017

    Im Stern gibt es dazu einen (für Stern-Verhältnisse überraschend sachlichen) Bericht: http://www.stern.de/gesundheit/homoeopathie-als-kassenleistung—so-rechtfertigt-sich-die-tk-7359438.html

    Weiß jemand etwas über die Studie mit der Charité, die dort erwähnt wird?

  5. #5 Bernd-Christoph Kämper
    Stuttgart
    8. März 2017

    Zitat: “Über die vergangenen 10 Jahre war Homöopathie-Forschung am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie ein großer Schwerpunkt.”

    http://www.hochschulambulanz-naturheilkunde.de/integrative_medizin/homoeopathie/

  6. #6 Peter
    8. März 2017

    Zum Beispiel: http://www.hochschulambulanz-naturheilkunde.de/fileadmin/champ/redakteure/dokumente/Vortr%C3%A4ge/Manuskriipt_Hom%C3%B6opDepression.pdf . Sieht soweit ganz in Ordnung aus, und liefert die zu erwartenden Ergebnisse (ab Seite 6): keine Unterschiede zwischen Homöopthie und Placebo.

  7. #7 schlappohr
    8. März 2017

    #5, #6: Sehe ich das richtig, dass die Charité ihren Patienten allen Ernstes homöopathische Behandlungsmethoden anbietet und gleichzeitig ein Paper veröffentlicht, das deren Wirksamkeit infrage stellt, zumindest bei depressiven Erkrankungen? Oder habe ich hier etwas falsch verstanden?

    Wobei diese Studie schon etwas dünn ist. Nur 44 Teilnehmer, vorzeitiger Abbruch der Studie, und als Conclusion keine Ergebnisse, sondern die Empfehlung, die Studie in dieser Form nicht zu wiederholen? WTF?
    Der wichtigste Satz “When calculating differences between groups, no relevant differences were observed between homeopathic medicines and placebo […]” gehört doch eigentlich in die Conclusion, oder? Das hätte man schon massiv besser machen können.

  8. #8 Umami
    10. März 2017

    Hier sind einige damals noch Homöopathie-freie KK aufgelistet. Ich klopf da mal dan.
    https://buggisch.wordpress.com/2015/04/08/homoeopathie-freie-krankenkasse-gesucht/

    • #9 Umami
      11. März 2017

      Hat jemand, außer Esoterikfreiheit und Beitragssatz, wichtige Kriterien, die mir bei der Wahl helfen können?

      Bei den Zusatzleistungen bin ich auf Rooming-In bei Kindern gestoßen, zusätzliche Us, Reiseschutzimpfungen (find ich nachranging, kann ich auch selbst zahlen), Zahnreinigung (dito), Bonusprogramme (lieber wäre mir ein günstiger Beitragssatz), DMP (brauche ich zwar nicht, aber klingt sinnvoll), Haushaltshilfe.

  9. #10 RPGNo1
    15. März 2017

    Heute abend kommt um 21.45 h in Plusminus ein Report über Homöopathie mit dem Titel: Homöopathie – Fluch oder Segen? Die Vorschau berichtete, dass auch auf die Kostenerstattung für homöopathische Arzneimittel durch die KK eingegangen werden soll.

  10. #11 Hans-Werner Bertelsen
    24. März 2017

    Was verdient ein niedergelassener Arzt bei einer Zuckerkugelbehandlung? Das Honorar, welches geräuschlos von der KV überwiesen wird beträgt bis zu 530.- Euro / Jahr / Patient.

    Verglichen mit den mickrigen “gedeckelten” Honoraren nehmen sich die Geldströme, die durch Homöopathie induziert werden, Dimensionen eines Lottogewinns an.

    Berücksichtigt man die Wirkungslosigkeit, könnte man durchaus von einer Veruntreuung der Beiträge sprechen.