Wenn man das so liest bei Bild.de, da kann einem ja Angst und Bange werden. Das hört sich so an, als ob man fast auf jeden Fall Krebs bekommt, wenn man Cola, Limo oder ähnliche Zuckerbrausen trinkt. Ist natürlich nicht so. Keine Angst. Bild.de will nur spielen. Hier kommt die Entwarnung.

Leser JV von Jottsblog hatte mich hier auf die BIld.de-Geschichte hingewiesen.

Bildschirmfoto 2010-02-10 um 21.56.15.png

So eine Überschrift, die muss man einfach erklären. Sonst trinkt ja keiner mehr Cola und Limo, was aus anderen Gründen vielleicht ganz gut wäre.

Und viele Erklärungenzur Beruhigung gibt der Bild.de-Autor seinen Leser nicht, insgesamt fünf Sätze. Die kann man Stück für Stück abhandeln.

“Wer regelmäßig zuckerhaltige Softdrinks (Cola, Limonaden) trinkt, erkrankt schneller an Bauchspeicheldrüsenkrebs!”

Was an dem Satz gut ist: In der Überschrift heißt es noch pauschal Krebs (ganz nach dem Motto: “Trink Cola und Limo und Du bekommst ziemlich sicher Krebs und stirbst natürlich daran.”). Im ersten Satz wird klar gemacht, dass es nur um eine Krebsart geht: Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Weniger gut an dem Satz ist: Es geht eigentlich nicht darum, ob man schneller Krebs bekommt, sondern, wie sich die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, verändert. Und auch wenn sich der Bild.de-Autor so sicher ist in dem Zusammenhang. Die Wissenschaftler sind sich gar nicht so sicher. Im Fachartikel wimmelt es nur so von “vielleicht“, “möglicherweise“, “unter Umständen“. Das hat seinen Grund, wie wir gleich noch sehen werden. Die Zusammenfassung in einem Satz lautet beispielsweise:

“Regular consumption of soft drinks may play an independent role in the development of pancreatic cancer.”

Regelmäßiger Konsum von Softdrinks mag/könnte eine unabhängige Rolle in der Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs spielen.

Hervorhebung durch mich

Dann geht’s weiter bei Bild.de.

“Das ergab eine Studie, die mehr als 60 000 Männer und Frauen über einen Zeitraum von 14 Jahren begleitete.”

Das lasse ich mal so stehen. Interessant ist vielleicht noch Folgendes: Von den mehr als 60.000 Personen haben 46.000 niemals Limo oder Cola o.ä. getrunken und trotzdem haben in dieser Gruppe Menschen Bauchspeichelkrebs bekommen.

Weiter geht’s:

Prof. Mark Pereira von der School of Public Health der Universität Minnesota (USA): „Die hohen Zuckerkonzentrationen lassen das Insulin-Level im Körper ansteigen. Wir glauben, dass das zum Wachstum der Krebszellen beiträgt.” Fruchtsäfte dagegen seien ungefährlich.

Okay, kann man ja mal spekulieren. Wobei dann natürlich sofort die Frage aufkommt: Ja, aber warum nicht bei den süßen Säften?

Das war’s dann aber auch schon mit der Meldung. Damit der Leser jetzt nicht ganz allein mit dieser Horrornachricht da steht, gibt Bild.de erste Hilfe:

“Lesen Sie hier, welche Lebensmittel die besten Krebs-Killer sind (zusammengestellt von Ernährungsexperte Sven-David Müller):

Abgesehen vom Link auf Müllers Webseite, folgt eine Klickstrecke von 47 Lebensmitteln, auf denen erklärt wird, warum sie so toll sind gegen Krebs (ihr ahnt es schon: Vitamine, bioaktive Substanzen etc. etc.).

In der Kurzfassung erklärt der Ernährungsexperte auch nochmal im vorgeschalteten Video, wieso, weshalb warum (ergänzt durch ein kleines Product Placement zu seinem Buch).

Geschenkt.

Denn eigentlich braucht man sich nicht wirklich Sorgen zu machen. Es hilft wie so oft ein Blick auf die echten Zahlen, Weg mit den Prozent. Denn dann schrumpft mal wieder alles zu einem lauen Lüftchen.

Der entscheidende Punkt ist: Bauspeicheldrüsenkrebs ist eine seltene Krebsart. Normalerweise kriegt man den gar nicht. Das zeigen auch die realen Zahlen der Untersuchung.

Die sehen im Fachartikel so aus:

Bildschirmfoto 2010-02-10 um 22.37.57.jpg
Bildschirmfoto 2010-02-10 um 22.38.54.png

Innerhalb der 14 Jahre gab es unter den insgesamt 60.000 Teilnehmern nur 140 Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs (die Zahlen in den roten Kästen summieren). Das ist ziemlich wenig.

Von den 46.000 Menschen, die keine Cola und Limo tranken bekamen 110 Menschen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das heißt, man kann ihn auch bekommen, wenn man keine Cola oder Limo trinkt. Rauchen ist wie so oft wohl einer der Hauptursachen. Das ist ein Krebsfall auf 418 gesunde Menschen.

Von den 8.700 Menschen, die weniger als zwei Softdrinks pro Woche tranken, erkrankten 12 Menschen. Das ist einer pro 725 Menschen

Von den 5.900 Menschen, die mehr als zwei Softdrinks pro Woche tranken, erkrankten 18 Menschen. Das ist einer auf 328 Menschen. (Anmerkung: das heißt aber auch: mehr als 5.500 Menschen haben keinen Bauchspeichelkrebs in den 14 Jahren bekommen, obwohl sie so viel Cola und Limo getrunken haben)

Aber das fällt natürlich auf: Obwohl es weniger Menschen sind, die viele Softdrinks getrunken haben, gibt es bei Ihnen mehr Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Doch das muss nicht an Cola und Limo liegen. Die Wissenschaftler erklären es selbst:

“Due to the rarity of pancreatic cancer, we had a slim distribution of cases, limiting the power and giving potential to a chance association.”

“Aufgrund der Seltenheit von Bauspeicheldrüsenkrebs erhielten wir eine sehr schlanke Verteilung der Fälle, das begrenzt die Aussagekraft und ermöglicht eine zufällige Verbindung.

Muss also gar nicht Limo und Cola sein, kann auch alles Zufall sein. Deshalb eben auch die ganzen “vielleichts”, “möglicherweise”, “könnte sein”, die ich oben erwähnte. Man bei dieser Krebsart auf so niedrigem Niveau, dass schon einige Fälle mehr oder weniger, die ganze Statistik durcheinander bringen. Es ist vielleicht ein Hinweis, für einen Zusammenhang, mehr aber auch nicht. Sorgen machen muss man sich also nicht. Weniger Cola und Limo zu trinken, dafür gibt es noch genügend andere Gründe.

Aber der Bild(.de)-Leser darf sich bei seiner Cola eben ein bisschen mehr gruseln als andere.

Fairerweise muss man sagen: Es haben auch andere ähnlich doof berichtet.

Zusatz:
Irgendwie passt da die heutige Überschrift bei Bildblog.de sehr schön: Hauptsache es schockt

(Merkt man eigentlich, dass ich gerne nochmal in den Genuss eines Bildblog-Links kommen möchte … ;-)

Kommentare (55)

  1. #1 ali
    11. Februar 2010

    Merkt man eigentlich, dass ich gerne nochmal in den Genuss eines Bildblog-Links kommen möchte

    Doch das fällt auf.

    Aber ich finde auch du hast dir einen verdient mit diesem Post.

  2. #2 Marcel
    11. Februar 2010

    @ Marcus:
    Ich danke dir für diesen wundervollen Artikel …

    Wollte dich da aber noch einmal auf etwas hinweisen.
    Web.de Macht es auch nicht besser. Haste den Artikel schon gelesen?

    http://magazine.web.de/de/themen/gesundheit/ernaehrung/9838508-Krebs-durch-Softdrinks.html

    LG

  3. #3 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Marcel
    danke.
    Web.de ist auch unter dem LInk oben zu finden (… ähnlich doof berichtet). Das haben einige übernommen. Von Web.de würde ich auch gar nichts erwarten. Das ist ja erst einmal ein E-Mail Provider.

  4. #4 Hein
    11. Februar 2010

    Ich kann mir schon vorstellen, dass die Korrelation echt und damit nicht zufällig ist. Aber das erklärt gar nichts. Wer weiß worin sich die Softdrink Fans und die Softdrink Abstinenzler noch unterscheiden…

  5. #5 Marcel
    11. Februar 2010

    Ah, habs überlesen. Ich danke dir, du schreibst aber auch immer so viel ;-)

  6. #6 JV
    11. Februar 2010

    Mist, vielleicht hätte ich selbst drüber schreiben sollen – aber so finde ich immerhin hier Erwähnung! ;-))

  7. #7 Peter
    11. Februar 2010

    Bild.de, Du und die gesamten Wissenschaftler haben den eigentlichen Hammer ganz übersehen und die gesamte Studie falsch gedeutet.

    Die geringste Wahrscheinlichkeit an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, hat man doch eindeutig, wenn man weniger als zwei Softdrinks pro Woche trinkt (1 zu 725 im Vergleich zu 1 zu 418). Na, das ist doch einmal eine Sensation!

    Leute, die frohe Botschaft heißt: Ein bis zwei Softdrinks pro Woche senken das Krebsrisiko um 43 %! Also kauft euch Softdrinks und tut etwas für eure Gesundheit!

  8. #8 Ellbee
    11. Februar 2010

    Kann jemand sagen, wie es sich bzgl. Krebsrisiko beim Konsum von Softdrinks ohne richtigen Zucker (also künstlich gesüsste) verhält (z. B. Cola Light, Cola Zero u.ä.)?

  9. #9 Marcel
    11. Februar 2010

    @Peter, hehe darauf muss man erst einmal kommen :-D

    @Marcus
    Warum funktioniert der Trackback-Link denn nicht? Wenn ich http://www.scienceblogs.de/mt/mt-tb.cgi/8244 verlinke dann kommen meine User auf eine Fehlerseite.

  10. #10 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Peter
    Du solltest Journalist werden ;-)
    @Ellbee
    keine Ahnung

    @Marcel
    Technikfragen muss ich weiter leiten.

  11. #11 Jörg
    11. Februar 2010

    ALso erst einmal verwundert mich, dass die Kohorten unterschiedlich groß sind. Warum nicht 20000 in jeder Gruppe? Menschen finden die viel Cola trinken, kann ja nicht sehr schwer sein.
    Außerdem ist dann die Frage, ob Cola-Konsum nicht nur ein Proxy für die allgemeinen Ernährungsgewohnheiten sind. Dann wäre die Korrelation, wenn, hier nicht trennbar von Cola-Konsum. Ist etwas dazu gesagt worden, wie die Menschen sich ernährt haben? Oder ob die Cola-Konsumenten mehr geraucht haben?

  12. #12 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Jörg
    Du hast Post.

  13. #13 Marc Scheloske
    11. Februar 2010

    @Marcel:

    Wenn Du auf diesen Artikel (oder auch andere SB-Postings) von Deinem Blog/Website verlinken willst, dann musst Du den normalen Permalink aus der Browserzeile nehmen. In diesem Fall also: http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2010/02/keine-angst-softdrinks-erhohen-krebsrisiko-um-87.php

    Der Trackback-Link ist nur dazu da, daß Dein Blog (WordPress etc.?) dieses Posting hier “anpingen” kann. Den Trackback-Link müsstest du also in das entsprechende Feld für “manuelle Pings” in Deinem Blogsystem eintragen.

  14. #14 Jörg
    11. Februar 2010

    Ok, danke, jetzt kann ichs im Paper selbst lesen :)

    Erstmal: Oh, die Studie ist an chinesischen Männern und Frauen in Singapur durchgeführt worden, da gerade dort die Rate an Bauchspeichelkrebs steigt, eventuell zusammen mit zunehmenden westlichen Einfluss. Und es gab schon Studien zur Verbindung Softdrinks -> Bauchspeicheldrüsenkrebs in den USA, mit gemischten Ergebnissen.
    Das erklärt dann, warum so wenige viele Softdrinks zu sich nehmen. Ich hatte erwartet das sei eine Studie an Amerikanern, und die saufen das Zeug doch als Literbechern…
    Und diese Studie hier nimmt eigentlich nur einen Teil aus eine größeren Nahrung/Gesundheitsstudie heraus (also größer im Sinn von es wurde noch nach mehr Dingen gefragt als nur Softdrinks/Saft, also nach Ernährungsgewohnheiten, Sport, Rauchen etc.)
    Herrlich pragmatischer Satz:

    Person-years of follow-up were counted on a continuous scale from the date of base-line interview to the date of diagnosis of pancreatic cancer, death, or December 31, 2006, whichever occurred first.

    Dann wurden drei statistischen Modelle entwickelt, um mit zunehmendem Aufwand die anderen Faktoren herauszurechnen. Während Modell 1 nur BMI, Energieaufnahme und Diabetes-Vorgeschichte berücksichtigte, kamen dann bei den feineren Modellen alle möglichen Faktoren hinzu.

    Die Raucher werden nach Päckchenjahren klassifiziert…

    Leider wird nicht diskutiert, was es bedeutet dass die Mittlere Gruppe (<2 Drinks/wk) ein anscheinend geringeres Risiko hat.
    Jedenfalls ist zwar die Analyse beeindruckend, aber die Zahlen, ich weiß es ja nicht. Scheint wenn ein schwacher Link zu sein.

  15. #15 JV
    11. Februar 2010

    “ALso erst einmal verwundert mich, dass die Kohorten unterschiedlich groß sind. Warum nicht 20000 in jeder Gruppe? Menschen finden die viel Cola trinken, kann ja nicht sehr schwer sein.”

    So wie ich das verstanden habe, war das keine eigene Studie, sondern auf eine laufende epidemiologische Studie draufgesattelt. Da muss man halt die Gruppengrößen nehmen, die zur Verfügung stehen.

  16. #16 JV
    11. Februar 2010

    Ich kann die Studie selbst nicht öffnen, weil unsere Bib das Journal nicht abonniert hat. Aber ich habe eine zweite Studie (aus dem Jahr 2005) gefunden
    Abstract hier: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16172216?ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_SingleItemSupl.Pubmed_Discovery_RA&linkpos=1&log$=relatedarticles&logdbfrom=pubmed

    Die haben eine ähnliche große Kohorte untersucht und was zeigt sich dort?

    Compared with participants who largely abstained from sugar-sweetened soft drinks, those who consumed more than three sugar-sweetened soft drinks weekly experienced overall a multivariate relative risk (RR) of pancreatic cancer of 1.13 [95% confidence interval (95% CI), 0.81-1.58; P for trend = 0.47]. Women in the highest category of sugar-sweetened soft drink intake did experience a significant increase in risk (RR, 1.57; 95% CI, 1.02-2.41; P for trend = 0.05), whereas there was no association between sweetened soft drink intake and pancreatic cancer among men. Among women, the risk associated with higher sugar-sweetened soft drink was limited to those with elevated body mass index (>25 kg/m(2); RR, 1.89; 95% CI, 0.96-3.72) or with low physical activity (RR, 2.02; 95% CI, 1.06-3.85)

    Also nur Frauen. Und auch nur Frauen, die ohnehin schon Übergewicht hatten bzw. sich wenig bewegten. Kein Zusammenhang bei Männern.

    Aber das lässt sich nicht gut in eine Angstmach-Bildschlagzeile packen.

  17. #17 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Jörg
    ja, bei den Asiaten, aber solche Sachen muss man erstmal weg lassen, weil das verwirrt ja den nicht-wissenschaftlichen Leser noch mehr.

    Was mir nicht klar ist: Wie machen die das eigentlich, dass sie die Grenze genau bei zwei Drinks ziehen. Das müssten sie ja vorher festlegen. Oder machen die das erst im nachhinein und schauen, wo es signifikant wird (was ja quatsch wäre).

  18. #18 Ulrich
    11. Februar 2010

    Ich muss jetzt BILD.de verteidigen:

    Erstens haben die wie alle anderen offenbar die Pressemeldung von AFP vom 8.2. übernommen. Dass die Schlagzeile den Krebs nicht schon spezifiziert, ist eine lässliche Sünde, die im ersten Satz berichtigt wird. Dass sämtliche “XY erzeugt Krebs”-Studien an Menschen zwangsläufig epidemiologische Studien und damit von vornherein “unsicher” sind, ist richtig, aber ein alter Hut – in keinem Medium unterhalb des Top-Segments wird darauf herumgeritten. (Außerdem war die Studie immerhin prospektiv.) Ob man “eher” oder “schneller” an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, wenn man täglich Cola trinkt, ist spitzfindig – beides trifft ja wohl den Kern der Sache.

    Wer’s gern genauer hat, ist selbst schuld, wenn er BILD liest. Er findet ja auch http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-02/softdrinks-krebs-studie

    Übrigens finde ich es immer am ärgerlichsten, wenn die Originalstudie nicht angeführt bzw. verlinkt ist – der Vorwurf trifft dich auch. Z.B. sind alle Fragen von Jörg im Abstract beantwortet: http://cebp.aacrjournals.org/content/19/2/447.abstract

    Zusammengefasst: Die story ist eher nicht link-vom-BILD-Blog verdächtig. Aber viel Glück trotzdem!

  19. #19 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Ulrich
    da sponn hier mal wieder der Spamfilter.

    Ja, verdammt, die Studie hatte ich vergessen zu verlinken.

    Die Überschrift finde ich jetzt nicht lässlich, aber typisch Bild.

    Ich glaub’s ja auch nicht wirklich, das mit Bildblog, wäre ein bisschen kurz hintereinander. Aber da JV so schön auf den Artikel verlinkt hatte, bot es sich an, was dazu zu machen. Der Hinweis auf Bildblog disqualifiziert ja eigentlich schon von sich aus ;-)

  20. #20 Marcel
    11. Februar 2010

    @ Marc Scheloske

    Ich danke dir vielmals

  21. #21 Marcel
    11. Februar 2010

    Ähem ja ich mach das beste, von allem ein wenig und der Körper bleibt gesund, ich rauche, trinke und laufe gelegentlich und war seit 4 Jahren nicht mehr krank. Achja und natürlich trinke ich Tee, wo wir schon bei Asiaten sind.

  22. #22 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Ulrich
    aber ein alter Hut – in keinem Medium unterhalb des Top-Segments wird darauf herumgeritten.

    Ich bin ja auch kein Top-Medium ;-)

    Wo habe ich denn “eher” geschrieben?

  23. #23 Ulrich Berger
    11. Februar 2010

    @ Marcus:
    Wo habe ich denn geschrieben, dass du “eher” geschrieben hast? ;-)
    Nein, du mokierst dich über das “schneller”, dabei wird der Krebs nur wahrscheinlicher (“eher” meinte ich in diesem Sinne, aber die Doppelbedeutung ist ja nicht zufällig.)

    Es geht eigentlich nicht darum, ob man schneller Krebs bekommt, sondern, wie sich die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, verändert.

    Da würde ich sagen: höhere Wahrscheinlichkeit bedeutet auch, dass sich die Inzidenzverteilung auf der Zeitachse nach links verschiebt, ergo der Krebs kommt “schneller” ist nicht wirklich unrichtig.

  24. #24 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Ulrich
    “eher”- ach so.

    “schneller” da dachte ich eben. Schneller impliziert, du kriegst ihn auf jeden fall, mit softdrinks eben “schneller”, und das wäre in dem Zusammenhang ja nun gar nicht richtig, weil die meisten bekommen ihn ja gar nicht.

    Aber damit auch genug der Wortdiskutiererei.

  25. #25 Lukas Heinser
    11. Februar 2010

    (Merkt man eigentlich, dass ich gerne nochmal in den Genuss eines Bildblog-Links kommen möchte … ;-)

    Wäre uns jetzt nicht aufgefallen.

  26. #26 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Lukas
    was soll ich sagen…
    :-))))

  27. #27 Ulrich Berger
    11. Februar 2010

    Pahhh, link-exchange! Na wart’, das mach ich auch noch…
    ;-)

  28. #28 Walter
    11. Februar 2010

    Mein erster Artikel, den ich her lese: Sehr gut geschrieben. Angenehm, informativ – Klasse!

  29. #29 Marcus Anhäuser
    11. Februar 2010

    @Walter
    danke, sieh dich um, machs dir bequem, es gibt viel zu entdecken, auch bei den kollegen.

  30. #30 Jana
    11. Februar 2010

    Tja, glaub eben keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast…Man hat einen bestimmten Wusch etw. bestimmtes zu finden (hier: Zusammenhang zw. Cola und einer Krankheit, irgendeinen hätte man schon gefunden zB. Osteoporose, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes und ähnliches) und sucht sich die Zahlen zusammen. Setzt verschiedene Zahlen ins Verhältnis, verschiebt die Korrelation wohin auch immer…blablabla…fertig ist die Studie.
    Ich werde auch Wissenschaftler und ich hab auch schon ein paar Themen: Macht Gemüse clever? oder Fleisch aggressiv? oder Mensaessen träge? oder oder oder alles lässt sich beweisen signifikant oder auch eben nicht :) und dann verkaufe ich die exklusiv an Bild, hoffe die zahlen anständig :)

  31. #31 Dr. Glukose
    11. Februar 2010

    Jaja, die gute alte Bild-Lektüre bzw. Presse, die mal wieder nur Schlagzeilen sucht…deswegen schätze ich Scienceblogs und andere Wissenschaftsblogs so sehr, da sie nicht so einen Mist schreiben!

  32. #32 Juergen
    11. Februar 2010

    Was man noch ergänzen sollte: Die geringere Häufigkeit je Personen bei denen mit <2 Drinks pro Woche ist statistisch nicht signifikant (das sogenannte Konfidenzintervall geht von 0,39 bis 1,30, das heißt es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Zahl in Wahrheit nicht bei <1, nämlich 0,72, liegt, sondern kann auch über 1 liegen). Demgegenüber ist das höhere Risiko bei den Vieltrinkern statistisch signifikant (die untere Schranke des Konfidenzintervalles ist größer 1).

  33. #33 Martin
    11. Februar 2010

    Selbst wenn es eine Korrelation gibt, heißt das noch lange nicht, daß die Krankeit Folge des Softdrinkkonsums wäre und sich durch Abstinenz vermeiden liesse.

    Die Kausalität kann auch andersherum aussehen: Die Anlage zu Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöht den Softdrinkkonsum. Bei den geringen Fallzahlen kann es fast alles sein, was eine Korrelation vortäuscht. Wer Cola kauft, konsumiert auch verstärkt Ware-X, die es in den selben Läden gibt, aber überhaupt icht zur Saftideologie paßt.

    Oder wir drehen die Kausalität um. Cola reduziert das individuelle Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko und ist eine Art Medizin. Und darum trinken die Leute mit dem Bauchspeicheldrüsenkrebsgen unbewußt mehr Cola, so daß das Risiko nicht mehr zehnfach, sondern nur noch doppelt so hoch ist.

  34. #34 Mathias
    12. Februar 2010

    Ich frag mich sowieso, wie die auf 87% kommen. Egal wie ich versuche die Zahlen zu verdrehen, ich bekomm andere Ergebnisse: von keinem auf mehrere die Woche ist die Erhöhung etwa 30%. Von wenigen auf mehrere 126%. Auch die Kehrwerte passen nicht. Keine Ahnung, wie die drauf gekommen sind. Witzigerweise, wenn man in den Soft-drink-freien Personenjahren die 2 vergisst, also nur 49508 ansetzt kommt man auf genau 87% (dann natürlich geringeres Krebs Risiko für Soft-Drink-Trinker).

  35. #36 Bernd W.
    12. Februar 2010

    @Mathias, 12.02.10, 00:25 Uhr

    Ich frag mich sowieso, wie die auf 87% kommen.

    Zitat aus dem abstract von Mueller et al. (2010: 447): “Individuals consuming >= 2 softdrinks/wk experienced a statistically significant increased risk of pancreatic cancer (hazard ratio, 1.87; 95% confidence interval, 1.10 – 3.15) compared
    with individuals who did not consume softdrinks after adjustment for potential confounders.”

    (Ganz grob formuliert): HR von 1.87 bedeutet 87% höheres Risiko.

  36. #37 Patrick Delor
    12. Februar 2010

    Nun ja, die Kernaussage lautet ja zudem, dass der Zucker und der erhöhte Insulin-Spiegel den Krebs schneller wachsen lässt. Krebserregend bedeutet eigentlich, dass durch Veränderung der Zellen Krebszellen entstehen (Details ersparen wir uns). Also sollte es doch eigentlich heißen, dass Softdrinks den Verlauf einer Krebserkrankung beschleunigen können.

  37. #38 Thomas Lüersmann
    12. Februar 2010

    Ich kannte deine Seite gar nicht *schäm*, aber ich hab mich vertrauensvoll auf den Link von bildblog verlassen und schon bin ich hier – und ich komme jetzt öfter!

  38. #39 LTC
    12. Februar 2010

    Ich hätte da noch eine eigene Untersuchung, ganz nach dem Bild-Statistikrechner:

    Von 1.000 Bild-Lesern verblöden 999 nach kurzem Kontakt mit der Bild-Zeitung.

    Sicherlich fällt hierbei das ungleichgewicht zwischen Lesern und nicht Lesern auf.
    Dies läßt sich jedoch ganz einfach erklären.
    999 Leser + 1 Redakteur, der schon vor dem Verfassen des Artikels verblödet ist.
    Also vor dem eigentlichen Leser.
    Aber auch dies ist nur grob dargestellt da der Beitrag vielleicht (aber wirklich nur vielleicht) noch innerhalb der Redaktion geprüft wird.
    Somit würde die Anzahl der Leser über 1.000 liegen…. Na ja, Statistiken, ich glaube nur meiner eigenen Fälschung.

    Gruß
    LTC

  39. #40 Andreas
    12. Februar 2010

    Die Korrelation kann auch über einen Umweg ganz andere Ursachen haben. Folgende Argumentation würde ich beispielsweise für wenig abwegig halten:

    1. Wer gesund lebt, hat ein niedrigeres Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.
    2. Wer gesund lebt, trinkt weniger Cola.
    3. Wer ungesund lebt, trinkt mehr Cola und hat ein höheres Risiko an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.

    Cola-Konsum und Krebsrisiko würden korrelieren, aber nicht in einer Ursache-Wirkung-Beziehung, sondern weil sie unabhängig voneinander beide positiv mit der wirklichen Ursache des höheren Risikos (ungesunder Lebensstil) zusammenhängen.

    Trotzdem schöner Artikel.

  40. #41 ALausH
    12. Februar 2010

    Rechnen wir mal. Insgesamt sind von 60.524 Leuten 140 an Bauchspeichelkrebs erkrankt. Das sind 0,2313 %.

    Setzen wir diese 0,2313 % als Wahrscheinlichkeit für alle drei untersuchten Fallgruppen an, dann ergeben sich folgende2-Sigma-Bereiche (95,5 %-Intervall, sprich: Das Ergebnis einer Zufallsstichprobe wird mit 95,5 % in diesem Bereich liegen und weicht damit NICHT signifikamt vom erwarteten Ergebnis ab).

    Erwartungswert 95,5%-Intervall tatsächliches Ergebnis

    Nicht-Colatrinker: 106 86 – 126 110
    Selten-Trinker: 20 12 – 29 12
    Viel-Trinker: 14 7 – 20 18

    Alle Werte liegen also im 95,5%-Intervall, wobei das Ergebnis bei den Wenittrinkern am unteren Rand des Intervalls liegt.

    Ergo: Es kann signifikant erhöhtes Krebsrisiko durch den Genuss von Limo festgestellt werden. Es wäre im Gegenteil höchstens vertiefend zu prüfen, ob ein geringer Limo-Konsum nicht eher zu einer Senkung des Krebsrisikos führt.

  41. #42 Bernd
    12. Februar 2010

    Schön, dass mal auch gegen den Zahlenwahn und die Statistikgläubigkeit der meisten Medien etwas gesagt wird und die Zahlen dadurch auch relativiert werden.
    Den meisten Leuten ist ja nicht einmal klar, dass Korrelation generell mal kein Beweis für etwas ist und sobald 2 Zahlenreihen gefunden werden die irgendwie ähnlich aussehen korreliert das zwar, sagt aber noch lange nicht aus, dass es deswegen kausal zusammenhängt.
    Die Medien (und auch Wissenschafter) stürzen sich natürlich gerne auf alle diese Untersuchungen – und gerade wenn es um Krebs geht sind natürlich Schlagzeilen möglich, die sofort die Aufmerksamkeit erregen. Man kann von den Medien wahrscheinlich nicht erwarten, dass Sie hier Sätze schreiben würden wie “Das Krebsrisiko ist laut der Studie xy erhöht, aber das ist kein Grund zur Besorgnis” und eigentlich vergessen ja die allermeisten Leute schnell was da alles nach diversen Studien mit wieviel % zu entsprechenden Erkrankungen führen könnte.
    Wenn ich mir alle die Studien vergegenwärtige an die ich mich erinnern kann und die erhöhte Gefahren durch irgendwelche chemischen Bestandteile, Gifte und auch Konsum von “normalen Lebensmitteln” dann frag ich mich immer warum die Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren derart stark gestiegen ist ?
    Ich glaube sogar, dass die Studien durchaus Ihre Berechtigungen haben – aber es werden halt Teilbereiche gesondert untersucht die dann in der Realität nicht wirklich so relevant sind wie es dann vermittelt wird.
    Vielleicht erhöhen Softdrinks wirklich das Krebsrisiko um 87% – aber wie relevant ist das? Um wieviel erhöht sich mein gesamtes Sterberisiko, wenn ich viele Softdrinks zu mir nehme?
    Ich kann das nicht ausrechnen, da ich die Daten zu den sonstigen Todesursachen nicht kenne – aber ich nehme an, dass da eben eine Zahl von 0,00…% herauskäme.
    Und sowas kann man natürlich in keine Schlagzeile schreiben – da ist 87% eben deutlich wirksamer.

  42. #43 Dr. Glukose
    12. Februar 2010

    @Bernd: Sie dürfen solche Studien nicht mit der Lebenserwartung vergleichen, denn das sind zwei völlig verschiedene Sachen. Bei den Studien die SIE meinen, untersucht man lediglich gewisse Substanzen auf ihre Langzeitauswirkungen, dann hat man zwar eine Zahl, die man relativ zu unwahrscheinlich vielen Faktoren betrachten muss (Alter, Lebensgewohnheiten, Anfälligkeiten, etc.), weswegen solche Studien nur auf einen Trend deuten und meistens am Ende der Arbeit angegebn wird “further research has to be done…”
    Die Lebenserwartung ist ganz klar gestiegen, guter medizinischer Versorgung sei Dank, aber man darf solche Studien trotzdem nicht irgendwo hinein interpretieren…wie sie ja sagen.

  43. #44 Wurst, H.
    12. Februar 2010

    Safari ist also Ihr Browser wie ich am Google-Link erkennen kann. ;)

  44. #45 Andreas
    13. Februar 2010

    Diese Arbeit machen sie sich leider umsonst.
    Sie ueberschaetzen das Medium exorbitant. Wieviel Leute drinken denn, AUF DAUER, nun wirklich weniger Softdrinks, nur weil besagter Artikel in der Bild stand?
    Dieser Anteil wird weniger sein, als die von Ihnen aufgefuehrte Zahl der an Bauchspeicheldruese erkrankten durch erhoehten Softdrinkgenuss, den Sie selbst als “ziemlich wenig” bezeichnen.
    Wenn wir es sehr einfach zusammenfassen, kommen Sie, ich und die Bild sogar auf einen gemeinsamen Nenner:
    Ein Softdrink ist eher schlecht als gut.

  45. #46 Jan
    15. Februar 2010

    Wow! Vielen Dank für diese großartige Recherche. Super, dass Sie sich die Mühe gemacht haben die Quelle auseinanderzunehmen. Ich habe den Eindruck je höher die Prozentangabe in solchen Artikeln ist, desto unglaubwürdiger sind sie….

  46. #47 Marcus Anhäuser
    15. Februar 2010

    @Jan
    “Ich habe den Eindruck je höher die Prozentangabe in solchen Artikeln ist, desto unglaubwürdiger sind sie….”

    Das kann man nicht pauschal so sagen, aber zumindest sollte man einfach misstrauisch gegenüber solchen Prozentzahlen sein.

  47. #48 Bernd
    15. Februar 2010

    @Dr. Glucose (netter Name)
    Ich wollt da nicht Lebenserwartung und die diversen Studien miteinander vermischen, auch wenn es so angekommen ist. Mir gings eher darum darauf hinzuweisen, dass eigentlich Unmengen an Studien auftauchen die mit hohen % Zahlen irgendwelche Gewährlichkeiten aufzeigen und dass dadurch bei vielen Lauten doch der Eindruck entsteht – “das Leben wird mit all den neuen Zivilisationsprodukten immer gefährlicher statt besser”.
    Und da würde ich eben sagen – da spricht die gesteigerte Lebenserwartung schon deutlich dagegegen.
    Daher war dieser Blogartikel mal eine schöne Darstellung dessen was eben der Unterschied zwischen Medienbericht und tatsächlicher Aussagekraft ist – werden aber leider nur wenige Leute zur Kenntnis nehmen – die Medien wirds nicht zu objektiveren Berichten bringen.

  48. #49 Dr. Glukose
    17. Februar 2010

    @Bernd: Sie haben vollkommen Recht!…aber wie sie es sagen, es wird nichts bringen!

  49. #50 Marcus Anhäuser
    17. Februar 2010

    Es bringt alles nichts. Ich hör sofort auf. ;-)

  50. #51 johannes
    18. Februar 2010

    Die Studie “beweist” noch etwas ganz anderes, was Sie noch gar nicht erwähnt haben.

    Fälle von Bauspeicheldrüsenkrebs geteilt durch Anzahl der Personen in der Gruppe:

    * Mehr als 2 Softdrinks pro Woche:
    18 / 5889 = 0.003056546

    * Weniger als 2 Softdrinks pro Woche:
    12 / 8789 = 0.001365343

    * Gar keine Softdrinks:
    110 / 45846 = 0.002399337

    Wie man an den Zahlen sieht, ist die Wahrscheinlichkeit, an Bauspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, bei den Personen, die gar keine Softdrinks trinken, *größer* als bei den Personen, die ab und zu welche trinken.

    Moderater Softdrink-Konsum hilft also offensichtlich gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs!

    Ohoooooo!

    Was für ein Unsinn. Tatsache ist natürlich, dass die Zahlen viel zu klein sind, um überhaupt etwas aussagen zu können.

  51. #52 Jade
    12. März 2010

    Wie bereits erwähnt: Korrelationen bedeuten keine Kausalitäten!

    Vielleicht achten Leute, die mehr Softdrinks drinken, auch weniger auf ihre Gesundheit und rauchen daher mehr. Vielleicht spielen die selben Gene, die Bauchspeicheldrüsenkrebs wahrscheinlicher machen auch bei der Lust auf Softdrinks eine Rolle. Vielleicht wurden die Menschen, die Bauchspeicheldrüsenkrebs bekommen haben auch zuvor alle von Aliens entführt, was zufällig zu einem erhöhten Appetit auf Softdrinks geführt hat. Wer weiß das schon? ;)

  52. #53 Johannes Krüger
    17. April 2010

    Eigentlich hatte ich nach Fachliteratur zur Krebsbehandlung gegoogelt und hab diesen Klasse blog gefunden. tolll gemacht hab ich gern gelesen.

    Und falls hier doch noch einige Fachbuch Autoren au dem Bereich Medizin vorbeikommen ggf. bei uns unter http://www.new-ebooks.de oder http://www.buechergalaxie.de melden.

  53. #54 Insulin Treatment for Diabetes
    29. Juli 2013

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  54. #55 Type-2 Diabetes Treatment -Insulin
    16. August 2013

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