Ich schreibe praktisch nichts zu irgendwelchen Wetterereignissen von der Sorte: Schnee in Teheran oder, wie vorgestern, also mitten im Winter, überraschende +5°C in unserer Grönlandstation Ivittuut. Nicht, dass es nicht manchmal nette Kuriosa gäbe (Kamele im Schnee, Robben beim Sonnen etc.) , die man posten könnte.

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Bild 1: In Frankreich läuft die Energieversorgung fast ausschliesslich über den Strom. 2 Millionen Haushalte waren ohne Strom.


Es ist nur so, dass Wetterereignisse systematisch auf Klimaskeptiker-seiten in einen Klimazusammenhang gesetzt werden. Cherry-Picking auf einem bewusst verfälschenden Hintergrund. Ich hatte bereits über einige Formen dieser Verfälschungen berichtet. Es ist sicher ziemlich traurig, dass die Webseite des notorischen Anthony Watts, die zur Hälfte aus genau solchen Wettermeldungen “mit Klimageschmack” besteht, unglaublicherweise zum Scienceblog des Jahres gewählt wurde. Es ist nicht eigentlich die Liste absurdester Fehler von Watts (hier, hier, hier, hier), die mich stört, es ist eher, dass es überhaupt kein Scienceblog ist, was ich als den eigentlichen Skandal empfinde.

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Bild 2: Mitten in Toulouse werden ganze Bäume gespalten.

Egal, nach diesem länglichen Vorwort, ja fast vorrauseilender Entschuldigung: ein Wettereignis! “Klaus” hat den Süden Frankreichs auseinander genommen, und zwar gründlich. Es handelt sich mit den beiden Winterstürmen von 1999, Lothar und Martin, um den stärksten Sturm, der über den Süden Frankreichs je hergezogen ist. Meteo France hatte am Samstag, ca. 16 Stunden vor Einfall von “Klaus” Alerte Rouge gegeben und in den Zeitungskommentaren wird lobend erwähnt, dass das entscheidend dazu beigetragen hätte, die Zahl der Toten (8) und Verletzten relativ klein zu halten verglichen mit den beiden vorherigen “Jahrhundertstürmen”. Klaus hat mit Spitzengeschwindigkeiten nahe 200km/h eine ganze Reihe von Rekorden geknackt und eine Spur der Verwüstung im an die Pyrenäen angrenzenden Teil Frankreichs hinterlassen: 2 Millionen Haushalte zeitweise ohne Strom, für fast 48 Stunden kein Zugverkehr mehr in den Südwesten, und, das dürfte der wirkliche Langzeiteffekt sein, eine Waldzerstörung ohne Gleichen. Les Landes und Aquitaines haben zwischen 60-80% ihres Waldbestandes verloren. Dort existieren riesige Baumplantagen (Wald ist vielleicht nicht das richtige Wort), die jetzt auf einen Schlag vernichtet sind. Während 1999 der Baumarkt boomte und das umgehauene Holz schnell auf den europäischen Markt geworfen werden konnte (wobei trotzdem der Preis von damals 200 auf 50 Franc pro Tonne fiel), bleibt diesmal wohl nichts als Verroten übrig.

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Bild 3: In Les Landes liess Klaus teilweise keinen Baum mehr stehen. Die Besitzer der riesigen Baumplantagen dort sind praktisch ruiniert.

Einige Bilder von Meteo France illustrieren die Wucht von “Klaus”. Der Vergleich zwischen den Windmaxima vergangener Stürme (Bild 5 und 6) und Klaus vom 24.01 zeigt, dass es sich um den stärksten Sturm in Südfrankreich handelt, seit es gesicherte Wetteraufzeichnungen gibt. Ungewöhnlich ist dabei gerade seine so weit südliche Laufbahn. Hier hat Meteo France die Spitzenwindgeschwindigkeiten hingelegt. Wirklich spektakulär! Eines unserer Lieblingsurlaubsorte, die Ile d’Oleron, lag praktisch bei 200km/h. (siehe die Windtabelle von Meteo France hier)

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Bild 4: Der extrem eng drehende Tiefdruckwirbel von Klaus ist gut zu erkennen.

Und abschliessend noch die Standardfrage nach dem Klima: Kein Einzelereigniss ist Beleg für irgendwas. Das ist schonmal gesagt und überrascht hoffentlich niemanden. Keine der existierenden Statistiken zeigt einen signifikanten Anstieg der Sturmhäufigkeit im Nord-Atlantik. So weit, so gut, so langweilig.

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Bild 5: Die Windmaxima von Klaus nach Meteo France. Hier gibt es weitere Infos von Meteo France.

Was sagen die Modelle für die treibhausgasgeladene Zukunft:

Confidence in future changes in windiness in Europe remains
relatively low. Several model studies (e.g., Zwiers and Kharin,
1998; Knippertz et al., 2000; Leckebusch and Ulbrich, 2004;
Pryor et al., 2005a; van den Hurk et al., 2006) have suggested
increased average and/or extreme wind speeds in northern and/or central Europe, but some studies point in the opposite
direction (e.g., Pryor et al., 2005b). The changes in both average
and extreme wind speeds may be seasonally variable, but the
details of this variation appear to be model-dependent (e.g.,
Räisänen et al., 2004; Rockel and Woth, 2007).
A key factor is the change in the large-scale atmospheric
circulation (Räisänen et al., 2004; Leckebusch et al., 2006).
Simulations with an increased north-south pressure gradient
across northern Europe (e.g., top row of Figure 11.6) tend to indicate stronger winds in northern Europe, because of both
the larger time-averaged pressure gradient and a northward
shift in cyclone activity. Conversely, the northward shift in
cyclone activity tends to reduce windiness in the Mediterranean
area. On the other hand, simulations with little change in the
pressure pattern tend to show only small changes in the mean
wind speed (bottom row of Figure 11.6). Most of the MMD projected
pressure changes fall between the two PRUDENCE
simulations shown in Figure 11.6, which suggests that the
most likely outcome for windiness might be between these two
cases.
Extreme wind speeds in Europe are mostly associated with
strong winter cyclones (e.g., Leckebush and Ullbrich, 2004),
the occurrence of which is only indirectly related to the timemean
circulation. Nevertheless, models suggest a general
similarity between the changes in average and extreme wind
speeds (Knippertz et al., 2000; Räisänen et al., 2004). A caveat
to this conclusion is that, even in most RCMs, the simulated
extremes of wind speed over land tend to be too low (see
Section 11.3.2).

Zitat aus dem AR4 IPCC.

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Bild 6: Weitere Stürme zum Vergleich. Rechts unten der berühmte Lothar, der auch in Deutschland zur Weihnachtszeit 99 schlimm gewütet hat.

Sprich, da bedarf es noch viel Klärung. Einerseits sprechen die meisten Modelle von einer Erhöhung der Windmaxima, andererseits simulieren sie für die Zukunft eine Nordwärts-Verschiebung der Sturmbahnen, also von heute irgendwo zwischen Brest und Groningen weiter nordwärts. Es bleibt dabei, kein Einzelereigniss, und schon gar nicht solch punktuelle Ereignisse wie Klaus sind Beweis für irgendeinen Klimatrend.
Vielleicht hat unser Frank Abel etwas dazu zu sagen? Frank, übernehmen Sie!

Kommentare (32)

  1. #1 Müller
    Januar 27, 2009

    “Und abschliessend noch die Standardfrage nach dem Klima: Kein Einzelereigniss ist Beleg für irgendwas. Das ist schonmal gesagt und überrascht hoffentlich niemanden. Keine der existierenden Statistiken zeigt einen signifikanten Anstieg der Sturmhäufigkeit im Nord-Atlantik.”

    Sehr richtig. Die Statistiken zeigen eine Abnahme der Stürme im Nordatlantik. Der Sturmindex nimmt seit den 90er Jahren ab.

  2. #2 Diplom Physiker
    Januar 28, 2009

    @Mueller:

    “Sehr richtig. Die Statistiken zeigen eine Abnahme der Stürme im Nordatlantik. Der Sturmindex nimmt seit den 90er Jahren ab.”
    Quelle?

  3. #3 Frank Abel
    Januar 28, 2009

    Guten Morgen,

    habe den Ruf gehört und werde ihn in dieser Woche beantworten…sehr schöner Artikel!

  4. #4 Müller
    Januar 28, 2009

    @Diplom Physiker

    “Quelle?”

    Wie immer Müller.

    Alexandersson, H., T. Schmith, K. Iden and H. Tuomenvirta, 2000: Trends of storms in NW Europe derived from an updated pressure data set. Clim. Res. 14:71-73

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/03/sturmindex.gif

    Zum Windenergieangebot in der BRD

    http://reisi.iset.uni-kassel.de/pls/w3reisiwebdad/www_reisi_page_new.show_page?page_nr=254&lang=de

    Von der Geoarchäologie über die Küstendynamik zum Küstenzonenmanagement
    Coastline Reports 9 (2007), ISSN 0928-2734, ISBN 978-3-9811839-1-7
    S. 139 – 148

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2009/01/goennert-pflueger-bremer.jpg

  5. #5 Müller
    Januar 28, 2009

    @Diplom Physiker

    “Quelle?”

    Wie immer Müller.

    Alexandersson, H., T. Schmith, K. Iden and H. Tuomenvirta, 2000: Trends of storms in NW Europe derived from an updated pressure data set. Clim. Res. 14:71-73

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/03/sturmindex.gif

    Zum Windenergieangebot in der BRD

    http://reisi.iset.uni-kassel.de/bilder/dyn_pics/Windenergieangebot_de.png

    Von der Geoarchäologie über die Küstendynamik zum Küstenzonenmanagement
    Coastline Reports 9 (2007), ISSN 0928-2734, ISBN 978-3-9811839-1-7
    S. 139 – 148

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2009/01/goennert-pflueger-bremer.jpg

  6. #6 Müller
    Januar 28, 2009

    @Diplom Physiker

    “Quelle?”

    Wie immer Müller.

    Alexandersson, H., T. Schmith, K. Iden and H. Tuomenvirta, 2000: Trends of storms in NW Europe derived from an updated pressure data set. Clim. Res. 14:71-73

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/03/sturmindex.gif

    Zum Windenergieangebot in der BRD

    Siehe google “reisi windenergieangebot”

    Von der Geoarchäologie über die Küstendynamik zum Küstenzonenmanagement
    Coastline Reports 9 (2007), ISSN 0928-2734, ISBN 978-3-9811839-1-7
    S. 139 – 148

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2009/01/goennert-pflueger-bremer.jpg

  7. #7 Ludmila
    Januar 28, 2009

    @Diplom Physiker: “Der Sturmindex nimmt seit den 90er Jahren ab.”

    Man sollte immer die Paper lesen, zu denen Müller verweist und natürlich Müllers *hust Orwellsche hust* Webseite *hust für Wahrheit hust* vermeiden 😉

    Alexandersson, H., T. Schmith, K. Iden and H. Tuomenvirta, 2000: Trends of storms in NW Europe derived from an updated pressure data set. Clim. Res. 14:71-73


    In the Scandinavia, Finland and Baltic Sea area
    the most recent years, especially the cold and calm year 1996,
    seem to have brought an end to the stormy period centred on
    1990. In the more westerly British Isles, North Sea and Norwegian
    Sea area, storminess is still at high levels compared
    with the less intense period between 1930 and 1980.
    The
    long-term increasing trend in NW Europe storminess that
    started in the 1960s seems to have been broken.

    Hier ist sie wieder. Die typische Müllerisierung der Wahrheit. Man schneidet so lange “störende” Teile weg, bis es ins persönliche Weltbild passt.

  8. #8 Eddy
    Januar 28, 2009

    2008 kühler als normal und der Winter einer der kältesten der letzten 100 Jahre. Aber der Sturm ist ein Resultat der Erwärmung?

  9. #9 Müller
    Januar 28, 2009

    @Ludmila

    Einfach mal die Abbildung aus den Alexandersson-Paper anschauen 😉

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/03/sturmindex.gif

    Und deutlicher als hier geht es nun wirklich nicht 😉

    http://reisi.iset.uni-kassel.de/pls/w3reisiwebdad/www_reisi_page_new.show_page?page_nr=254&lang=de

  10. #10 Müller
    Januar 28, 2009

    @Ludmila

    Oder schau mal hier

    http://nadine.helmholtz-eos.de/risks/storm/info/development/item2_de.html

    “… und seit 1995 geht die Sturmaktivität in den meisten Gebieten des Nordostatlantiks ebenfalls wieder zurück (Weisse et al., 2005).”

    Die Windmüller beklagen sich übrigens über die rückläufigen Ertrage seit den 90er Jahren.

  11. #11 Chlorobium
    Januar 28, 2009

    Müller: Kurze Frage bezüglich der von Ihnen verlinkten Artikel (bei Ihnen weiß man ja nie so genau was Sie jetzt damit aussagen wollen).

    Teilen Sie die Aussagen in diesen Arbeiten oder sind diese Verweise von Ihnen eher in die Kategorie “Sollte man mal drüber nachdenken” einordnen?

    Chlorobium (der Farbe wegen)

  12. #12 Ludmila
    Januar 28, 2009

    @Eddy: Aber der Sturm ist ein Resultat der Erwärmung?

    Das sagt hier kein Mensch. Auch nicht Georg. Steht sogar oben ausdrücklich im Text. Lesen Sie eigentlich auch mal die Beiträge, zu denen Sie was schreiben?

    Fängt das jetzt schon wieder an mit Ihnen und Müller:
    Müller lässt die Hälfte der Infos weg und Sie können und wollen nicht lesen, was da oben steht.

  13. #13 Ludmila
    Januar 28, 2009

    @Müller: storminess is still at high levels compared
    with the less intense period between 1930 and 1980

    Steht so im Paper, sieht man in der Abbildung von Alexandersson.

    Zu REISI-Wind. Dass die Windenergie 2006 nach ein paar Jahren Talfahrt wieder extrem angestiegen ist, enthalten Sie mal eben allen hier vor?

    Sie geben nie an, was wo gemessen wurde, nicht wahr Müller? Und vergleichen Äpfel mit Birnen und die Infos muss man sich immer selbst zusammenklauben, weil Sie immer nur das lesen, was Sie lesen wollen und den Rest wegwerfen.

    Zu NaDiNe: Hier geht es speziell um den Nordostatlantik.

    Der Proxy zeigt, dass die Sturmaktivität in den Jahren 1960 bis 1995 tatsächlich zugenommen hat; vom Beginn der Aufzeichnungen bis etwa 1960 herrschte jedoch eine lange Periode abnehmender Aktivität, und seit 1995 geht die Sturmaktivität in den meisten Gebieten des Nordostatlantiks ebenfalls wieder zurück
    (…)
    Der Anstieg der Sturmaktivität im Nordostatlantik zwischen 1960 und 1995 erscheint nicht dramatisch, wenn man Daten aus einem noch größeren Zeitfenster betrachtet,
    (…)
    Dies ist in Anbetracht des markanten Anstiegs regionaler Temperaturen, wie etwa der winterlichen Temperaturmittelwerte in Dänemark, bemerkenswert.

    So und damit ist die Sache für mich erledigt.

  14. #14 Müller
    Januar 28, 2009

    @Chlorobium (-)

    “Teilen Sie die Aussagen in diesen Arbeiten oder sind diese Verweise von Ihnen eher in die Kategorie “Sollte man mal drüber nachdenken” einordnen?”

    Ich habe heute einen Blogbeitrag daraus gemacht. Ist bei mit im Blog zu finden. Ich denke dort erhält man eine klare Aussage.

    Im Gegensatz zu Ludmila kenne ich alle Pegelaufzeichungen und Sturmflutenaufzeichnungen von der Nordsee und Ostsee.

    @Ludmila

    “Zu REISI-Wind. Dass die Windenergie 2006 nach ein paar Jahren Talfahrt wieder extrem angestiegen ist, enthalten Sie mal eben allen hier vor?”

    Lol.

  15. #15 adenosine
    Januar 28, 2009

    Und das Ende der Geschichte ist also: Wind und Sturm in Europa sind für die CO2-Dikussioen bei jetzigem Wissenstand irrelevant. Sie sind aber als Lückenbüßer für Klimamedien geeignet, wenn die Temperaturmessungen, Modellprognosen sowie Nobelpreisverleihungen mal gerade nichts Neues hergeben.

  16. #16 Georg Hoffmann
    Januar 28, 2009

    @adenosine

    Und das Ende der Geschichte ist also: Wind und Sturm in Europa sind für die CO2-Dikussioen bei jetzigem Wissenstand irrelevant. Sie sind aber als Lückenbüßer für Klimamedien geeignet, wenn die Temperaturmessungen, Modellprognosen sowie Nobelpreisverleihungen mal gerade nichts Neues hergeben.

    EInerseits richtig. Medien (und das ist hoffentlich keine Ueberraschung) tendieren zu Drama, Katastrophe etc. Lassen wir das. Das ist nun wirklich ein alter Hut.
    Andererseits, nehmen wir an, Medien haetten (bei der Wissenschaft im allgemeinen und beim Klimawandel im Besonderen) nur das Recht ueber 95% Aussagen des IPCC zu berichten, also nur die Dinge, wo es bei den Wissenschaftlern keine Diskussion mehr gibt (es wird waermer, CO2 ist ein Treibhausgas, der Meerespiegel steigt, fertig). Das waere dann wohl doch zu restriktiv. Wenn also wie im Falle der extra-tropischen Stuerme eine Mehrheit der Modelle ein Ansteigen der Intensitaet voraussieht (selbst wenn das kein unumstrittenes Signal ist und nicht von allen Modellen berechnet wird), dann kann da durchaus noch drueber berichtet werden.
    Das robuste Beobachtungs-Signal bislang in den extra-tropischen Stuermen ist uebrigens eine nordwaerts Verschiebung der Sturmtrajektorien (ie weniger in mid- mehr in polar-latitudes), was man erwarten koennte, bei einer globalen Erwaermung.

  17. #17 Müller
    Januar 28, 2009

    @Ludmila

    Ausschnitt aus einem Vortrag von Prof. Martin Claußen auf dem 2. Extremwetterkongress 2007

    http://video.google.com/videoplay?docid=7772175438311678449

    Der sagt genau das, was ich auch sage.

  18. #18 Eddy
    Januar 28, 2009

    @LUDMILLA

    “Im europäischen Projekt WASA (WASA, 1998) taten sich fast alle Wetterdienste der nordeuropäischen Länder sowie einige Forschungsinstitute zusammen, um belastbare, homogene Proxies für historische Schwankungen im Sturmklima zu bestimmen.

    Dabei zeigte sich, dass es von Beginn der verwertbaren Druckmessungen, ca. 1880, bis in die 1960er Jahre eine stete Abmilderung des Sturmklimas im erweiterten Bereich von Nord- und Ostsee gab; seit den 1960er Jahren bis zu den 1990er Jahren gab es eine Intensivierung auf ein Niveau, das dem von 1900 entsprach, und ab 1995 dann wieder eine Verminderung der Sturmtätigkeit. Ein ähnliches Resultat berichten Bärring und von Storch (2004) für Statistiken lokaler Druckreihen in Schweden – seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.”

  19. #19 Eddy
    Januar 28, 2009

    “Hier ist sie wieder. Die typische Müllerisierung der Wahrheit. Man schneidet so lange “störende” Teile weg, bis es ins persönliche Weltbild passt.”

    Ich würde das eher die “Landsea”isierung nennen ;-))))

  20. #20 Eddy
    Januar 28, 2009

    @Ludmilla:

    **@Eddy: Aber der Sturm ist ein Resultat der Erwärmung?

    Das sagt hier kein Mensch. Auch nicht Georg. Steht sogar oben ausdrücklich im Text. Lesen Sie eigentlich auch mal die Beiträge, zu denen Sie was schreiben?**

    Ja, lese ich ja gern!!! Was soll aber dann dieser ganze Beitrag? Der stärkste Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen und dann diese “unschuldige” Bemerkung:

    Was sagen die Modelle für die treibhausgasgeladene Zukunft: “…”

    Und da darf ich nicht einmal eine Frage stellen? Wenn der Artikel keine implizite Aussage enthält bedeutet er doch wohl auch nicht wirklich etwas?

    Aber kommen wir doch zu einem anderen Beitrag der nichts bedeutet.
    “Die Sonne und wie sie das Klima kontrolliert” enthält bosss eine Antwort auf eine nicht gestellte Frage die nicht beweist, dass die Sonne das Klima NICHT kontrolliert, und alle interessanten Fragen zu dem Thema einfach ignoriert.

    Man fragt sich wohl nicht ganz zu Unrecht was das mit Klima oder Global Warming zu tun hat?!

  21. #21 Eddy
    Januar 28, 2009

    Und noch etwas zu diesem Thema;

    http://motls.blogspot.com/2009/01/balling-michaels-climate-of-extremes.html

    “At the beginning, Michaels announces that he will have to leave his school in June 2009 because the current conditions don’t allow him to keep both his scientific integrity and the funding.”

    “They explain that the moderate climate scientists such as themselves are being prosecuted. But the bulk of the book is made out of hundreds or thousands of graphs and their clear interpretations – about the temperature history (obtained by different methods), the number of hurricanes, sea level, ice volumes, fires, droughts, methane, refugees, and lots of other things.

    The evidence that there is no reason for hysteria is overwhelming. Pretty much any major consequence of the “apocalypse” is clarified by real numbers in the book and the tricks used by certain people to create a false impression of a problem often become transparent.”

  22. #22 Georg Hoffmann
    Januar 28, 2009

    @Eddy

    Und da darf ich nicht einmal eine Frage stellen? Wenn der Artikel keine implizite Aussage enthält bedeutet er doch wohl auch nicht wirklich etwas?

    Erstens, findet dieser Sturm in dem Land statt, in dem ich lebe. Alle Zeitungen sind voll damit und ich habe festgestellt, dass in Deutschland kaum einer was dazu geschrieben hat.
    Ein Sturm ist ein Sturm ist ein Sturm.
    Zweitens, findet sich in meinem Artikel die information, dass die Modelle kein klares Bild fuer die Zukunft zeichnen (ausser vielleicht fuer die Nordwaertsverschiebung der Trajektorien) und dass es in den Beobachtungen keinen Trend gibt. In ihrer Unfaehigkeit ueberhaupt noch geschriebene Information aufzunehmen (sprich zu lesen), scheinen sie allen Ernstes zu meinen, ein Klimawissenschaftler koenne und duerfe ueber Stuerme ausschliesschlich dann berichten, wenn es eine Tendenz zu staerkeren Stuermen gibt. Das ist schon ziemlich gaga.
    Drittens, die Frechheit dieser Bemerkung ist insbesondere, dass die einschlaegigen Skeptiker Seiten aus NICHTS anderem bestehen, als ueber vermeintlich relevante Wetterereignisse “im Widerspruch zur globalen Erwaermung” zu berichten. Eine Volksverdummung (z.B. gestern sind bei mir in Paderborn die Rosen eingefroren, wie kann es da global warming geben) an dem Sie sich ja auch schon reichlich beteiligt haben. Und jetzt beschweren ausgerechnet Sie sich, dass ich ueber einen der staerksten Stuerme in der Geschichte von Meteo France einfach nur berichte (und obendrein deutlich beim Thema Klima abwinke)? SIe haben schon eine bemerkenswerte Chuzpe.

  23. #23 Müller
    Januar 28, 2009

    @Hoffmann

    1. Finde ich den Beitrag sehr ausgewogen bis auf

    die Aussagen „Es handelt sich mit den beiden Winterstürmen von 1999, Lothar und Martin, um den stärksten Sturm, der über den Süden Frankreichs je hergezogen ist.“ „..dass es sich um den stärksten Sturm in Südfrankreich handelt, seit es gesicherte Wetteraufzeichnungen gibt.“. Gibt es dazu Belege? Deine Abbildungen reichen nur bis 1987 zurück. Zudem haben die von dir gezeigten Stürme mehr nördlich gewütet. Ich habe in der Presse (ARD/MDR) gelesen es wäre der stärkste Sturm seit 10 Jahren gewesen. Das sagt übrigens auch N. Sarkozy in einem Interview.

    2. Den Anfang des Beitrages hättest du dir sparen können. Das Watts und ich über Extremwetterereignisse der ungewöhnlichen Art berichten (sprich Kälteereignisse, welche nicht ins AGW-Weltbild passen) tut nichts zur Sache. Schließlich brichst du deine eigenen Vorsätze und berichtest selbst über ein Wetterereignis. Auch Herr Rahmstorf sucht sich speziell immer die Wetterereignisse aus, welche ins AGW-Weltbild passen. Natürlich mit den Hinweis, dass es sich nur um Wetter handelt. Einerseits regst du dich darüber auf, das auf unseren Seiten über Kälteereignisse berichtest wird, andererseits scheint es dich nicht zu stören, wenn über Wetterereignisse berichtet wird, welche ins AGW-Weltbild passen. Deshalb verstehe ich Eddys Einwand sehr gut.

    3. Finde ich die Modelle, welche eine Zunahme der Sturmtätigkeit über Europa sehen sehr spekulativ. Ja die Modelle widersprechen sich sogar. Aus diesem Grund werden sie auch nicht zur Hochwasserprognose an der Nordsee herangezogen.

  24. #24 Eddy
    Januar 29, 2009

    @Georg

    Sie schreiben:

    “Drittens, die Frechheit dieser Bemerkung ist insbesondere, dass die einschlaegigen Skeptiker Seiten aus NICHTS anderem bestehen, als ueber vermeintlich relevante Wetterereignisse “im Widerspruch zur globalen Erwaermung” zu berichten”

    Sie haben 3 grundsätzliche Probleme:

    a) Sie verwechseln mich mit “den Skeptikern” und ihren “Skeptikerseiten”!

    b) Sie tun mindestens dasselbe wie diese Skeptiker mit ihren “ausgegelichenen Berichten”!

    c) Sie können die Realität (Gletscher, Sturm durch Kälte) einfach nicht akzeptieren und werden schnell agressiv!

    Ausserdem ist dieses unschuldige Zitieren von Hansen z.B. oder die Berichterstattung vom Sturm mit den üblichen “wir wissen nicht”, und dem impliziten “kann aber noch viel schlimmer kommen” reine Panikmache par excellence. Es hat zwar nichts mit AGW zu tun, EIGENTLICH, ….. ABER !!!!!

    Anderseits ist die Berichterstattung von Herr Müller in diesem aktuellen kältesten Winter seit xxx durchaus angebracht. Die Jahre 1998 etc.. und vor allem die Sommer 2003 und 2006 waren doch mindesten so wichtig für das “Umdenken” wie DIE Graphik des IPCC. Also erlaubt den wirklichen Skeptikern doch den Spass.

    Hat ein Herr Pielke oder ein Herr Von Storch JEMALS so etwas getan? Und wieso tun SIE es????

  25. #25 Eddy
    Januar 29, 2009

    @Georg

    Zusatzinfo:

    Sie schrieben ja kürzlich über Hansen und erwähnten nicht deutlich dass ER nun wirklich der Klimakatastrophist par excellence ist, dem keine Aussage zu übetrieben ist.

    http://epw.senate.gov/public/index.cfm?FuseAction=Minority.Blogs&ContentRecord_id=1a5e6e32-802a-23ad-40ed-ecd53cd3d320

    “Retired senior NASA atmospheric scientist Dr. John S. Theon, the former supervisor of James Hansen, NASA’s vocal man-made global warming fears soothsayer, has now publicly declared himself a skeptic and declared that Hansen “embarrassed NASA” with his alarming climate claims and said Hansen was “was never muzzled.” Theon joins the rapidly growing ranks of international scientists abandoning the promotion of anthropogenic global warming fears.”

    Sie mögen von mir halten was Sie wollen und ich werde ja offensichtlich auch nicht wirklich böse, wenn ich dauernd beleidigt werde, aber ich erlaube mir auch weiterhin eine Meinung zu haben und sie eventuell öffentlich zu äussern. Ich bin KEIN Klimaskeptiker, Herr Pielke und Herr Von Storch auch nicht und eine offeneren Umgang mit seinem Fachgebiet wie Herr Landsea ihn praktiziert, kann man wohl nirgendwo in der Klimatologie finden.

    Es ist doch geradezu sympthomatisch, dass vor allem pensionierte Klimatologen sich zu Wort melden. Die haben keinen Ruf und keine Subventionen zu verlieren. Die interessiert nur die Wahrheit, aus der Wissenschaft eigentlich zum grössten Teil bestehen sollte.

    Es ist auch sympthomatisch, dass Ludmilla jetzt nicht mehr antwortet. Ich hatte mich schon vorsichtshalber angeschnallt, damit ich die Beleidigungssalven unbeschadet überstehen kann … 😉

  26. #26 Ludmila
    Januar 29, 2009

    @Eddy & Müller: Es ist auch sympthomatisch, dass Ludmilla jetzt nicht mehr antwortet.

    Ich habe alles gesagt, was es aus meiner Warte zu dem Thema zu sagen gibt. Ich werde desweiteren meinen Kommunikationsstil umstellen. Ich werde zu dem Thema kommentieren, mich mit den Leuten in den Kommentaren unterhalten, mit denen eine Unterhaltung möglich ist und Euch beide werde ich einfach völlig ignorieren.

    Eure Worte entlarven Euch selbst. Eine Mitwirkung meinerseits ist schlicht überflüssig.

    So und jetzt könnt Ihr meinetwegen hier und woanders und meinetwegen auch hinter meinem Rücken über meine Persönlichkeit, meine Vergangenheit, über das, was ich sage und nicht sage, eine Akte anlegen, eine Voodoopuppe basteln und da Nadeln reinstecken und/oder meine Fehler, real oder eingebildet, jedem hier unter die Nase reiben.

    In dem Sinne: Don’t feed the trolls.

  27. #27 Eddy
    Januar 29, 2009

    @LUDMILLA

    Sie sind eine extrem schlechte Verliererin.

    Ist der Spektrum der Wissenschaft auch ein Troll? Svent Titz der Autor?

    Originalzitat aus dem neuen Spektrum:

    “Es mag wohl sein, dass der jüngste Temperaturrückgang nur eine natürliche Fluktuation widerspiegelt. Aber dann erhebt sich eine andere Frage: Können sich die Klimaforscher wirklich sicher sein, dass analoge Schwankungen bei der Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts kaum eine Rolle gespielt haben, wie dies im letzten IPCC-Bericht zu lesen war? Wie brauchbar sind Klimaprojektionen eigentlich für mittelfristige Planungen von Regierungen und Wirtschaftsunternehmen? Vielleicht war die meinungsbestimmende Mehrzahl der Klimaforscher bei den bisherigen Antworten doch etwas zu selbstgewiss.”

    Und DANKE für die komplett sinn- und ziellosen Beleidigungen!!!!

  28. #28 Müller
    Januar 29, 2009

    @Ludmila

    “Eure Worte entlarven Euch selbst.”

    Trotz Klimawandels nicht mehr Stürme

    http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/25/978381.html

    “Euch beide werde ich einfach völlig ignorieren.”

    DANKE.

  29. #29 Eddy
    Januar 29, 2009

    @Herr Müller

    Ja, erstaunliche “Neuigkeiten”, hätte man den wichtigen Teil davon nicht schon 1998 gekannt:

    “Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kommt indessen zu einer anderen, erstaunlichen Aussage: Die Zahl kräftiger atlantischer Sturmtiefs war vom Winterhalbjahr 1988/89 bis 1996/97 erheblich höher. Sie nahm dann wieder deutlich ab. Und es gab schon Ende des 19. Jahrhunderts ähnlich viele kräftige Stürme.”

    Aber wir brauchen uns nicht zu sorgen. In den Klimaforen weht der Wind deshalb etwas kräftiger ;-)))

    Aber der DWD ist sicherlich bloss ein “einzelner Skeptiker” (Rahmstorf) ;-)))

  30. #30 Müller
    Januar 29, 2009

    @Eddy

    Das Beste:

    Den Link habe ich von Thorsten. Allseits bekannt als überzeugter Klimaaktivist. Selbst er stimmt mir in der Sache zu. Aber bei Ludmila scheint das auf taube Ohren zu stoßen.

  31. #31 Eddy
    Januar 30, 2009

    SILENCE OF THE LAMBS???

  32. #32 NANETTE21Knight
    Dezember 24, 2011

    I had a desire to begin my own firm, nevertheless I did not have enough amount of money to do it. Thank God my friend said to use the personal loans. So I received the small business loan and realized my dream.