Die Glühbirne geht von uns, für immer. Sie wird auf dem Altar blinden Klimaaktionismus einer grün-kommunistischen Birnenschickeria geopfert, die skrupellos ihre Sparlampen-Eigeninteressen durchsetzt. Pfui.
Dies ist ein letzter Appel diesen Wahn zu stoppen. Bald wird der letzte Faden verglühen und die Welt ins bläulich-kalte Licht, Marke “Zentral-WC des Berliner Hauptbahnhofs”, getaucht werden. Das tut weh. Wie ja jeder weiss, gibt es keinen Klimawandel, ja nichtmals einen Grund ihn anzunehmen und noch weniger daher einen Grund in irgendeiner Form, Energie zu sparen. Allein das schon mal vorneweg. “Die Welt” und ihre wissenschftlichen Spitzenkräfte, namentlich z.B. Uli-der-Norpol-friert-gerade-wieder-zu-Kulke , stemmt sich ja schon eine Weile tapfer den kommunistischen Klimahorden entgegen.

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Bild: “Die Welt” fand heraus. Die Sparbirne kann sämtliche Zivilsationskrankheiten verursachen. Sämtliche. Diabetes, Herzinfakt, Prostatakrebs, Osteoporose, Rechtschreibschwäche und Makuladegeneration. Arrrgh.

Jetzt also die kleine unschuldige Glühbirne. Kurz vor deren Ausscheiden aus dem öffentlichen Handel, hat “die Welt” noch einmal wichtigen investigativen Journalismus bewiesen. Schon ein zaghaftes Anfragen bei den medizinischen Fachkräften der Nation brachte die ganze Wahrheit über die blau-kalte Sparbirne zum Vorschein. Nein, nicht dass sie irgendwie hässliches Licht machte (das ist ja sowieso klar), sie begünstigt doch tatsächlich “fast alle zivilisatorischen Erkrankungen bis hin zu Krebs “. Lampenfolgenexperte Dr.Wunsch teilte “der Welt” die Wahrheit über die Sparbirne mit:

Die Sparlampe dagegen sei gefährlich, weil sie zu einer fehlgesteuerten hormonellen Anpassung mit weitreichenden Folgen führen könne. „Bei falschem Umgang kann das Auftreten fast aller zivilisatorischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose und Störungen des Immunsystems begünstigt werden”. Auch könnte das Licht das Risiko für Brust- und Prostatakrebs erhöhen.

Nichts weniger als das: osteoporotischer diabetischer Kollaps des Immunsystems bei gleichzeitigem Herzinfakt mit Prostatakrebs. So kann’s gehen, wenn man die Sparbirne unsachgemäss benutzt. Aber wie benutzt man Birnen eigentlich unsachgemäss? Ich dachte immer, man dreht sie in die Lampe und drückt dann auf den Schalter? Vielleicht verschlucken oder ins Ohr drehen? So oder so, die kleinste Fehlbedienung und SÄMTLICHE bekannten Zivilisationskrankheiten stehen Schlange, um uns gründlich fertig zu machen. Welche Wahnidee mit einer anderen Art und Weise aus Elektrizität Licht herzustellen als mit einem Metallfaden im Vakuum. Osram, bitte, lass uns nicht alleine!

Doch damit nicht genug. Als wenn die Zivilisationskrankheiten nicht schon reichten. Augenexperte Dr. Lachenmayr verriet “der Welt” auch, dass Sparbirnen das verstärkte Auftreten von Makuladegenerationen provozieren können. Ja, genau, Makuladegenerationen. Wie kennen Sie nicht? Meine Herren. Wenn die Makula degeneriert, ist doch klar. Tsss.

Bevor also auch meine Makula den Bach runter geht, noch eine letzte Frage an “die Welt” und die von ihr befragten Experten. Seit bald 15 Jahren (oder noch länger) gibt es jetzt Sparlampen im Handel. Wie konnte dieser organisierte Wahnsinn vom kritischen Journalismus “der Welt” und anscheindend von den befragten Experten unbemerkt und ungetadelt so lange Wüten und die ganze Wahrheit, ach, zu spät, erst jetzt anlässlich des Verschwinden der 100 Watt Birne (Stichtag 1. September), das Licht des Tages erblicken. Ein Gesundheitsdesaster von einigen Tschernobyl pro Woche und keiner tut was. Wieviele Leben hätten von einer Erin Brockovitch der Sparbirne gerettet werden können?

Jetzt aber mit brüchiger Makula und makulater Prostata bleibt nur noch der Hamsterkauf beim Osramhändler. Bald schon gibt es nur noch illegalen Glühbirnenverkauf, erst unter der Theke und dann in Rotlichtvierteln (sic!) am Hafen. “Hey, Osram, Osram, 60 Watt” wird der genau so illegale Einwanderer an der Strassenecke einem zuzischeln. Und wir werden zahlen, einfach um dem Herzinfakt und der Diabetes noch ein paar Jahre zu entkommen. Klimaschutz und Birnenmafia haben es so gewollt.

Kommentare (104)

  1. #1 Samuel
    August 25, 2009

    Herrlicher Artikel, endlich eine schöne Antwort auf die Panikmache vor der bösen, bösen E-Sparlampe, auf die mittlerweile auch schon der Großteil meiner Bekannten anspringt sprich die Glühbirne behalten will.

  2. #2 Anhaltiner
    August 25, 2009

    Na jetzt weis ich wenigstens woher meine Krankheiten der letzten 15 Jahre kommen.
    – Waren zum Glück nicht so viele – hab ja auch nur eine wie die oben abgebildete 😎

    Achja das gilt jetzt aber nicht für die Leuchtstoffröhren, die in den Büros so ihren Dienst tuen (und das schon viel länger)

    Und die nächste Katastrophe kommt auch schon auf uns zu – LED und OLEDs sind kreuzgefährlich! – Aber wen interessierts – 2012 ist eh Weltuntergang (ups falscher Blog)

  3. #3 antiangst
    August 25, 2009

    Aber auch nicht viel dümmer als die Gründe aus denen die Politiker die Glühbirne verbieten. Es gibt genügend Einsatzfälle, z.B. mit geringer Einschaltdauer, für die die Glühbirne die angemessene Lösung ist. Schwerwiegender ist aber der Gesichtspunkt, dass man von Presse in diesem Niveau mehr Qualität erwarten können müsste als von der Politik, denn von der Politik erwartet man die ja dümmst mögliche Lösung, und wer wird schon gerne enttäuscht.

  4. #4 Jörg
    August 25, 2009

    Und was ist mit den PASSIVGLÜHERN? Selbst wenn man, wie ich, den Keller voll mit alten Birnen gebunkert hat, soll ich für den Rest meines Lebens die Rollos geschlossen halten um nicht die TODESSTRAHLEN meiner Nachbarn abzubekommen??

  5. #5 Arnulf
    August 25, 2009

    Danke für den Hinweis. Ich fürchte, das werden ein paar stressige Tage: Keller ausräumen, Tresor bauen, Lastwagen organisieren, lebenslangen Lampenvorrat kaufen und sicher einlagern. Aber wer will sich schon auf irgendwelche obskuren Glühbirnendealer einlassen. Nachher strecken die ihr Licht noch mit diesen gefährlichen kurzen Wellenlängen.

  6. #6 Odysseus
    August 26, 2009

    Ich werde mich mit chakrischen Kristallen und Qi-Amuletten schützen, dann bin ich hoffentlich sicher vor den Todeslampen…

    “Rotlichtviertel” ist klasse, ich hab’ mich gekringelt^^

  7. #7 Georg Hoffmann
    August 26, 2009

    @Anhaltiner

    Achja das gilt jetzt aber nicht für die Leuchtstoffröhren, die in den Büros so ihren Dienst tuen (und das schon viel länger)

    Oder noch besser. Das alles im Land der Sonnenstudios. Waehrend praktisch 99% aller toedlichen Krankheiten von der Sparlampe ausgeloest werden koennen, werden nachwievor Lizenzen dafuer vergeben, dass der bleiche Deutsche sich in 20 cm Distanz per 1000W UV Lampen auf mokkafarben umtoenen darf. Jedoch die Sparlampe von 15W, die in der Wohnzimmerecke die Topfpflanze erhellt, stellt unseren Hormonhaushalt so brutal um, dass Selbstmord dagegen eine indirekte Art ist, sich aus dem Leben zu verabschieden.
    Ich frag mich auch, was denn der Journalist so denkt, der das schreibt? Er macht sich die Muehe einen Makula-Experten aufzutun. Wieviel Muehe wuerde es machen, irgendjemanden zu finden, der vielleicht im Umweltministerium oder anderswo meint, dass die Sparlampe vielleicht doch nicht ganz so gefaehrlich ist wie harte Gamma Strahlung?

  8. #8 inga
    August 26, 2009

    Hat eigentlich mal jemand ans Vakuum gedacht? Wenn jetzt keine Glühlampen mehr hergestellt werden, wird mit JEDER Glühlampe, die zerbricht, eine geringe “Menge” VAKUUM FREIGEGEBEN!!!! Und da keine neuen mehr hergestellt werden, kann das nur dazu führen: der Luftdruck wird dramatisch sinken. Nach der Erfindung der Glühbirne konnte sich der menschliche Organismus evolutionär an den langsam ansteigenden Luftdruck gewöhnen, da die Glühbirnen ja erst allmählich industriell hergestellt werden konnten. Jetzt aber wird die Rückentwicklung des Luftdrucks plötzlich passieren, keine Chance für eine Anpassung des Organismus’!!

  9. #9 Liliana
    August 26, 2009

    In einem Radiobeitrag zum Thema wurde auch ganz dolle gejammert, der beste Kommentar allerdings war der eines Mannes, welcher ernsthaft behauptete die Sparbirnen wären klimaschädlicher weil er dann ja mehr heizen müsse: Die normalen Birnen würden so viel Wärme produzieren, da müsse er nicht so viel heizen…

  10. #10 Krishna Gans
    August 26, 2009

    @Lilianer
    ;.)

    Zudem hat eine aktuelle britische Studie gezeigt, dass die Glühbirne zu einer angenehmen gefühlten Raumtemperatur beiträgt. Danach heizen die Bewohner von Räumen mit Energiesparlampen diese um zwei bis drei Grad mehr auf, um sich wohlzufühlen und verbrauchen somit mehr Heizenergie.

    Ökotest
    Allerdings kenne ich diese Studie nicht
    :.)

  11. #11 mario
    August 26, 2009

    Ist doch immer das gleiche wenn irgendeine Technik von einer anderen abgelöst wird. In ein paar Wochen kommt dann konträre Artikel mit dem Titel: was die neuen Lampen zu alles zu bieten haben. (o.ä.)

    Hierzulande macht man sich wie immer mehr Gedanken was eventuelle negative Folgen sein könnten anstatt zu schauen was für neue Möglichkeiten der Lichtgestaltung mögch sind.

  12. #12 H.M.Voynich
    August 26, 2009

    @Anhaltiner:
    “Aber wen interessierts – 2012 ist eh Weltuntergang (ups falscher Blog)”

    Nö, paßt schon, denn dem EU-Beschluß zufolge sollen Glühbirnen ja bis 2012 vollständig verschwinden!!!!!
    Wer da den Zusammenhang nicht sieht, der glaubt wahrscheinlich auch, daß die Amerikaner auf dem Mond waren, Pi konstant ist und die 23 eine harmlose Zahl (bestehend aus 2+0 und 1+2. Zufall?).

    “Als sie die Glühbirne abgeholt haben, habe ich nichts gesagt, denn mein Licht kommt vom Fernseher. Als sie die Bildröhre abholten, habe ich nichts gesagt, das Ding war eh viel zu sperrig. Sie haben die Bleiakkus weggeholt, und ich habe geschwiegen, denn mein Strom kommt aus der Steckdose. Sie ließen mich mit dem Auto nicht mehr in die Innenstadt fahren; ich sagte nichts, denn ich wohne in Köln. Erst wenn Sie mir das Handy wegnehmen, werde ich merken, daß ich dann nicht mehr sprechen kann.” (frei nach jemandem)

  13. #13 Stanley Tung
    August 27, 2009

    Dass in veröffentlichten Lampendiskussionen Herr Dr. Wunsch in der Rolle des Quecksilberdampflampenwarners die Seite der Glühlampenabschaffungs-Ablehner derart beherrscht, zeigt meiner Meinung nach die Armseligkeit der öffentlichen deutschen Debatte und die Bildungsfaulheit der Massenmedien und ihres Publikums. Die Medien haben auf breiter Front versagt und ihre Stücke möglicherweise per Schnellgegoogle erstellt: Wunsch-Antroposophie vs. Lampenhersteller-PR, je nach persönlichem Gusto leicht verrührt dem lichttechnisch ungeschulten Publikum vorgeworfen. Wer hat denn auf deutsch eine ähnlich interessante Seite wie http://greenerlights.blogspot.com (CFL-ablehnend) zusammengestellt?

    Aber die Spötterfraktion, die keine Probleme mit den Kompaktleuchtstofflampen mit Wegwerfvorschaltgerät hat, und Dr. Lachenmayr nicht kennt (wer mit mir einen Strassenverkehrsunfall baut, wird ihn oder einen seiner Kollegen möglicherweise kennenlernen), sollte es sich nicht so einfach machen: eup4light hat durchaus eine Reihe medizinischer Probleme gesehen und bewertet.

    PS: Wer hier pseudoaufklärerisch falsch oder verkürzend über den Inhalt der Verordnung zur Glühlampen-Abschaffung kommentiert, möge bitte zwecks Quellenstudium zur Kenntnis nehmen:
    VERORDNUNG (EG) Nr. 244/2009 DER KOMMISSION vom 18. März 2009

  14. #14 Goma Terzu
    August 27, 2009

    Das bisschen Energie und CO2 was man durch die Sparlampen spart wird bei deren Produktion und Entsorgung doppelt wieder draufgepackt.
    Da braucht man gar keine “Lichtwärmeargumente” oder “Quecksilber in Flüssen und Vergiftungs-” Diskussionen.
    Eine Überlegung zum Energieverbrauch bei der Herstellung und Entsorgung genügt um zu wissen, dass die Rechnung nicht aufgeht.

  15. #15 Georg Hoffmann
    August 27, 2009

    @Goma Terzu

    Das bisschen Energie und CO2 was man durch die Sparlampen spart wird bei deren Produktion und Entsorgung doppelt wieder draufgepackt.

    Dafuer koennen Sie sicher eine Studie oder zumindest irgendeinen Artikel, der entsprechende Studien zusammenfasst, liefern.

  16. #16 Alexander
    August 28, 2009

    Hallo Stanley Tung,

    die Seite greenerlight ist wirklich sehr interessant.

    Was ich als Nichtlampenfachmann nicht verstehe ist, worauf es in der von Ihnen genannten Verordnung 244/2009 vom 18. März 2009 ankommt. Danke für Ihr Feedback!

    Mit freundlichen Grüßen
    Alexander

  17. #17 Steffen Hentrich
    August 28, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    die Glühlampenentscheidung steht allein schon deshalb auf wackligen Füßen, weil keine der mir bekannten Einsparrechnungen die Wärmegewinne der Glühlampe mitkalkuliert. Wenn 95 % der Glühlampenleistung als Wärme anfallen und wir künstliches Licht vor allem in den Heizungsmonaten benötigen, dann dürfte jedem klar sein, dass die Glühlampe zur Raumheizung beiträgt und damit Brennstoffe für die Heizungsanlage spart. Natürlich ist das aufgrund der Wirkungsgradverluste im Kraftwerk keine besonders energieeffiziente Art die Wohnung zu heizen, aber diese Effekte stellen trotzdem keine “Energieverluste” dar. Sie müssten vielmehr von den Kostenersparnissen der Energiesparlampe abgerechnet werden. Damit dürfte sich das Energiesparpotential der Energiesparlampe insbesondere in der Heizungsperiode ganz anders darstellen. Zudem gibt es Fälle, in denen sich die zusätzliche Investition in die Energiesparlampe ökonomisch nicht rentiert, da die Nutzungsintensität, etwa bei Kellerleuchten etc. sehr gering ist. Das dort verschwendete Geld ließe sich an anderer Stelle wesentlich wirksamer für Emissionsminderungen verwenden.

    Diesem Prinzip folgt eine Besteuerung der Emissionen oder der Emissionshandel, indem er den Schadstoff belastet, aber den Marktakteuren die Wahl lässt, wo sie die Einsparungen erbringen. Sie haben dann die Freiheit den jeweils kostengünstigsten Weg der Emissionsminderung zu suchen. Ein Verbot der Glühlampe ist nicht notwendig und auch nicht sinnvoll, denn jede eingesparte Kilowattstunde Strom führt unter den bedingungen des Emissionshandels zu einem freiwerdenden Emissionsäquivalent für diese erzeugte Energiemenge und damit zur Möglichkeit diese Emission anderweitig zu tätigen. Das Glühlampenverbot ist ein sehr anschauliches Beispiel dafür, dass politische Entscheidungen sich eben nicht von wissenschaftlicher Vernunft und dem Anspruch klimapolitischer Effektivität leiten lassen. Der Rückgriff auf pseudowissenschaftliche Argumente gegen die Energiesparlampe ist als Kritik an diesem Verbot nicht notwendig.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  18. #18 rolak
    August 28, 2009

    Ein sagenhaftes Eigentor-Argument: Da ich schlimmstenfalls in einem von zwölf Monaten eine zusätzliche Wärmequelle für meine Wohnung benötige, in der anderen Zeit froh über jede Abkühlung unter 20° bin, geht die Energiebilanz mit 11:1 nach hinten los. Aber für sowas gibt es dann ja wohl Klimaanlagen in diesem tollen Denkgebäude^^

    btw: Nicht Karibik, sondern NRW

  19. #19 Steffen Hentrich
    August 28, 2009

    Herr Rolak, ich habe keine Ahnung was sie für eine Heizungsanlage besitzen, aber meine wird mit Thermostatventilen auf eine konstante Temperatur geregelt. D.h. immer dann, wenn eine Glühlampe Wärme erzeugt muss die Heizungsanlage weniger Wärme nachliefern. Natürlich funktioniert das nur in der heizungsperiode, aber die ist bekanntlich in Deutschland recht lang, zumal auch in dieser Zeit aufgrund kürzerer Tageslichtzeiten auch am längsten das elektrische Licht angeschaltet bleibt. Netto dürfte sich damit ein höherer Wärmegewinn in den Herbst- und Wintermonaten ergeben, als ein Wärmeverlust in den Monaten außerhalb der Heizungsperiode. Zudem gibt es sehr wenige private Haushalte, die den Wärmeeffekten der Glühlampen mit einer Klimaanlage entgegentreten. Diese sind in Bürogebäuden in Betrieb, wo schon seit langem aus Kostengründen mit Leuchtstofflampen beleuchtet wird.

    Bevor sie dieses Denkgebäude also über den Haufen werfen, lassen sie es erst etwas auf sich wirken. Nicht jeder ist in der glücklichen Situation ganzjährig auf eine zusätzliche Heizung verzichten zu können. Mit Sicherheit auch Sie nicht in NRW, es sei denn Sie wohnen in einem Passivhaus, dass sich mit der Abwärme ihres Fernsehers beheizen lässt. 😉

  20. #20 Goma Terzu
    August 28, 2009

    @Georg Hoffmann

    1. Allein die erforderliche Glasform herzustellen verbraucht mehr Energie, da sie komplizierter ist. Dazu kommt die Entsorgung, denn Energiesparlampen werden nicht zusammen mit dem Hausmüll entsorgt und irgendwo aussortiert bzw eingelagert, sie müssen in einem wesentlich aufwändigerem Verfahren vom Quecksilber befreit und auseinandergebaut werden. Dazu gibt es keine genaue CO2 und Energeiauflistung. Das Wolfram wesentlich mehr Energie bei der Gewinnung des Rohstoffs braucht als Quecksilber bei Gewinnung und Entsorgung kann ich mir nicht vorstellen.

    2. Geplant ist eine CO2 Ersparnis von 5 Millionen Tonnen für Deutschland? Irgendwas um den Dreh, lächerlich gering, denn wie viel CO2 produziert Deutschland, 970 Milionen Tonnen? Wie viel Prozent sind es denn die man da spart und rechnet sich der Aufwand?

    3. Oh warte ich vergaß, dass trotzdem nichts gespart wird, denn wir haben ja den Emissionshandel. Das was die Energieversorger nicht an CO2 verbrauchen, verkaufen sie an andere weiter. Wir haben feste Vorgaben, wie viel verbraucht wird bis 2020. Was man bei den Glühbirnen spart wird also einfach dort wieder draufgepackt, wo die Emissionspapiere hin verkauft wurden.

  21. #21 Steffen Hentrich
    August 28, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    kennen Sie das Buch “Sustainable Energy – without the hot air” von David McKay: http://www.withouthotair.com/ ? Ein sehr interessante Lektüre, die einen vielleicht in Zukunft davor bewahrt auch noch den letzten rettenden Strohhalm im Kampf gegen den Klimawandel zu verteidigen. Es gibt Maßnahmen die versprechen echte Wirkung und es gibt Maßnahmen, die machen Schlagzeilen ohne Effekte. Herr McKay, was die klimapolitische Dringlichkeit betrifft ganz sicher auf Ihrer Seite, hat diesen Unterschied schon verstanden.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  22. #22 rolak
    August 28, 2009

    @Steffen Hentrich: NRW, kein Passivhaus sondern Nachkriegsbau, Heizperiode deutlich unter einem Monat. Immerhin lebe ich hier schon wieder ~17 Jahre und kann das nach den Aufzeichnungen recht gut eingrenzen. Das wäre 11+ Monate sinnloses Aufheizen für wenig Licht und in dem maximal einen Monat im Endeffekt immer noch ein höherer Gesamtenergiebedarf, da die Heizenergie ~direkt, die Lampenwärme jedoch erst nach mehrfacher, jeweils verlustbehafteter Wandlung hier ankommt. Selbst bei ganzjährigem Heizen also ein Schuß in den Ofen.

  23. #23 Alexander
    August 28, 2009

    @ rolak

    interessant das mit Ihrer Heizperiode deutlich unter einem Monat. Hab ich so noch nie gehört geschweige denn selbst erlebt ;-(

    Können Sie das irgendwo belegen?

    Danke und Grüße

  24. #24 rolak
    August 28, 2009

    Ja wie denn? Abrechnungen der Heizkosten umfassen nur die insgesamt gemessene Wärmemenge – die meine ist halt alljährlich mit großem Abstand minimal im Hause. Meiner einer leidet in der warmen Jahreszeit – andere heizen im Winter ihre Wohnung auf 22°+. Das ändert aber überhaupt nichts an dem bogus-Argument ‘Glühbirnen helfen Heizkosten sparen und sind daher gar nicht so energieverschwenderisch’.

  25. #25 Thilo
    August 28, 2009

    @ Alexander:
    Bei mir (Münster) ist es ähnlich. Hat nichts mit der Bauweise zu tun, sondern einfach mit der zufälligen günstigen Lage nach Südosten – morgens knallt die Sonne rein und das reicht dann für den Rest des Tages. (Außerdem heizen meine Nachbarn den ganzen Winter, so daß ich trotz abgestellter Heizung durch meine Wohnung führende heiße Rohre habe.)

    Wobei das mit dem Thema dieser Diskussion eigentlich wenig zu tun hat. Ob das Heizen durch Glühlampen wirklich zum Energiesparen beiträgt, ist doch bestimmt schon mal irgendwo untersucht worden. Quellen?

  26. #26 Steffen Hentrich
    August 28, 2009

    Lieber Herr Rolak,

    mit anekdotischer Evidenz lässt sich aber kein Glühlampenverbot rechtfertigen. Wenn Sie nur einen Monat Heizperiode haben, dann sind Sie ein Glückspilz und nicht der Durchschnitt, denn der beträgt für Deutschland 230 Heiztage. Sie können sich das auch für ihre Region genau ausrechnen lassen. Eine Glühlampe erzeugt nun einmal "Verlustwärme", genau das wird ihr vorgeworfen. Und diese Wärme heizt ihre Wohnung, greifen Sie als Beleg einfach mal in die Nähe einer Glühlampe. Passivhausbesitzer wissen das und heizen damit ihr gesamtes Haus. Das ist zwar im Vergleich zur Gasheizung wegen des niedrigen Wirkungsgrades eines Kraftwerks und der Leitungsverluste keine effiziente Heizung, weshalb sie nur in den seltensten Fällen mit elektrischen Heizkörpern heizen, aber es ist eine Heizung. Deshalb müssen sie die Kostenersparnis der Energiesparlampe genau um das Brennstoffäquivalent der Verlustwärme in der Heizungsperiode korrigieren. Sonst stimmt die Rechnung nicht. Das sollte nicht so schwer zu verstehen sein. Natürlich müssen Sie im Sommer auch die Zusatzkosten für mehr Kühlung, wenn diese in Ihrer Privatwohnung erfolgt, addieren. Aber wie gesagt, im Durchschnitt ist die Heizungsperiode deutscher Haushalte länger als die Periode der Nichtheizung. Insgesamt dürfte also der Effekt des Wärmegewinns überwiegen. Solange diese Effekte nicht berücksichtigt sind stimmen die Energiebilanzen und die Wirtschaftlichkeitsrechnungen nicht.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  27. #27 Krishna Gans
    August 28, 2009

    @Steffen Hentrich

    Natürlich müssen Sie im Sommer auch die Zusatzkosten für mehr Kühlung, wenn diese in Ihrer Privatwohnung erfolgt, addieren

    So denn gekühlt wird, oft reicht ein Ventilator, dafür ist die Beleuchtungsdauer auch wieder entsprechend kürzer, das subtrahiert es dann wieder.

  28. #28 Thilo Kuessner
    August 28, 2009

    Also, wenn es ums Mit-Heizen bzw. Senken der Heizkosten geht, bringen schlecht isolierte Rohre eindeutig mehr als Glühbirnen. (Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.)

    Deshalb müssen sie die Kostenersparnis der Energiesparlampe genau um das Brennstoffäquivalent der Verlustwärme in der Heizungsperiode korrigieren.

    Und, was kommt nach dieser Korrektur heraus? Das hat doch bestimmt schon mal jemand ausgerechnet.

  29. #29 Steffen Hentrich
    August 28, 2009

    Lieber Thilo,

    wenn sie aufgrund ihrer heizwütigen Nachbarn und der schlechten Isolierung der Wände sehr geringe Heizkosten haben, dann ist das keine Energieeinsparung, sondern "Wärmeklau" (u.a. ein Grund, weshalb es in Mehrfamilienhäusern so schwer ist verursachergerecht abzurechnen). Trotzdem heizen Sie Ihre Wohnung mit ihren Glühlampen, auch wenn das nicht zu einer Ersparnis bei Ihnen, sondern bei Ihren Nachbarn führt, da diese dann geringere Wärmeverluste in Ihre Wohnung haben.

    Was die Untersuchungen betrifft, kann ich Ihnen nur mit einer kleinen Überschlagsrechnung weiterhelfen. Nehmen wir an eine Glühlampe von 100W Leistung gibt 95% dieser Leistung als Wärme ab. Dann erzeugt sie also in 100h eine Wärmemenge von 9,5 kWh. Bei einem Heizwert für Erdgas von 10,4 kwh/m3 haben sie also 0,9 m3 Erdgas gespart (also auch geringere Emissionen). Also haben sie bei einem Erdgaspreis von 0,07 Euro/m3 Heizkosten in Höhe von 0,06 Euro gespart. Bei 1000h Leuchtdauer während der Heizperiode würden sie also 0,63 Euro Heizkosten sparen. Demgegenüber erzeugt eine Energiesparlampe gleicher Lichtleistung (20W) bei einer Lichtausbeute von 25 % etwa 1,5kwh oder damit das Heizäquivalent von 0,14 m3 Erdgas, also eine Heizkostenersparnis von 0,1 Euro über 1000h. Die Differenz von 54 Cent pro 1000h Betriebsdauer ist von der Stromersparnis beim Einsetzen einer Energiesparlampe abzuziehen. Ob sich dadurch ihre Sparkalkulation tatsächlich maßgeblich ändert, können Sie nur selbst unter Berücksichtigung aller Einzelaspekte der jeweiligen Anwendungssituation beurteilen.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  30. #30 Steffen Hentrich
    August 29, 2009

    Lieber Herr Gans,

    selbstverständlich. Glühlampen sind im Sommer in Relation zur dunkleren Herbst- und Winterperiode nur sehr wenig in Betrieb. Daher denke ich auch, dass der negative Effekt im Sommer wesentlich geringer als der Einspareffekt in der Heizungsperiode ist.

    Beste Grüße

    Steffen Hentrich

  31. #31 Thilo Kuessner
    August 29, 2009

    Weil es gerade zum Thema paßt: http://www.mathoman.com/de/index.php/212-mal-was-zum-lachen-mathematikerwitze

    Wieviele Mathematiker sind nötig, um eine Glühlampe zu wechseln?
    Keiner. Ein Mathematiker kann keine Birne wechseln, aber er kann beweisen, dass es machbar ist.

    Wieviele Analytiker braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln?
    Drei. Einen für die Existenz, einen für die Eindeutigkeit und einen, der die Anfangsbedingungen bestimmt.

    Wieviele Numeriker sind nötig, um eine Glühbirne zu wechseln?
    3,9967 (nach sechs Itérationen).

    Wieviele Konstruktivisten braucht man zum Wechseln einer Glühbirne?
    Keinen. Sie glauben nicht an infinitesimale Drehungen.

    Wieviele Algebraiker braucht man zum Wechseln einer Glühbirne?
    Keinen, denn man kann diesen Job nicht mit Zirkel und Lineal erledigen.

    Wie wechselt ein Bourbakist eine Glühbirne?
    Das Wechseln von Glühbirnen ist ein Spezialfall eines allgemeineren Problems, nämlich das der Wartung und Instandhaltung eines elektrischen Systems. Um eine obere und untere Grenze der Anzahl der dazu notwendigen Personen zu bestimmen, müssen wir prüfen, ob die Bedingungen des Lemma 2.1 (Verfügbarkeit des Personals) und diejenigen des Korollars 2.3.55 (Leistungswille des Personals) erfüllt sind. Dann und nur dann, wenn alle Bedingungen erfüllt sind, erhält man das gewünschte Ergebnis nach Anwendung des Satzes aus dem Abschnitt 3.11.23. Wir erinnern daran, dass die obere Grenze selbstverständlich in einer messbaren Menge gilt, die mit der schwach-*-Topologie ausgestattet ist.

  32. #32 Thilo Kuessner
    August 29, 2009
  33. #33 rolak
    August 29, 2009

    Schöne Milchmädchenrechnung, Steffen Hentrich. Bei einer Rechnung zur Energiebilanz kommt es nicht darauf an, wieviel ich in welchem Fall bezahle (das wäre meine Kostenbilanz), sondern darauf, wieviel insgesamt (vulgo brutto) in welchem Fall an Energie benötigt wird. Also: Wirkungsgrade aller beteiligten Prozesse berücksichtigen. Sonst wäre -analog gerechnet- der Apfel von meines Nachbars Streuobstwiese von der Energiebilanz her auch deutlich ungünstiger als ein Chile-Import, was er natürlich in keiner Weise ist.

  34. #34 Steffen Hentrich
    August 29, 2009

    Sehr geehrter Herr Rolak,

    das ist keine Milchmädchenrechnung, sondern eine Überschlagsrechnung der Kosteneffekte des Glühlampenverbots. Wenn das Glühlampenverbot u.a. damit begründet wird, dass Energiesparlampen ohnehin günstiger im Betrieb sind (Was ja eigentlich ein Verbot überflüssig machen würde.), dann sind diese Kosteneffekte wichtig. Da diese Kosteneffekte aus einer veränderten Energiebilanz resultieren, sind diese Überlegungen auch wichtig für die energetische Beurteilung des Verbots. Schließlich tragen die Wärmegewinne der Glühlampe dazu bei, dass die Energiebilanz der Glühlampe nicht so schlecht ist, wie die Bilanzierung aus einer auf Beleuchtung fixierten Sicht ergibt. Die Rechnung zeigt auch, dass eine Glühlampe in 1000h 7,6 m3 Erdgas spart. Sicherlich wäre es besser das Erdgas zu verheizen, als den Strom in einem Kohlekraftwerk zu produzieren, aber die Rechnung sieht wieder anders aus, wenn sie den Strom aus sehr kohlendioxidarmen Atomstrom oder erneuerbaren Energieträgern gewinnen (Wie war das noch einmal mit dem Rummel um das Elektroauto zur Förderung der Erneuerbaren…). Dieser Effekt bedeutet nichts anderes, als das die Vorteile aus dem Verbot der Glühlampe für das Klima vernachlässigbar gering sind und durch so hohe Kosten erkauft werden, dass sie mit einem alternativen Einsatz der Mittel wesentlich mehr Klimaschutz an anderer Stelle erreicht hätten. Sie können sich ja persönlich gern von vorn bis hinten mit Energiesparlampen eindecken, aber warum sollte dieser vernachlässigbare Effekt Grund genug für einen derartig tiefgreifenden Einschnitt in die wirtschaftliche Freiheit der Bürger sein.

    Sie werden sich im übrigen wundern, es ist nicht ausgeschlossen, dass der Apfel aus Chile energetisch günstiger produziert wurde als von einer regionalen Streuobstwiese. Die Transportkosten haben in der Regel einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Energiebilanz. Sie verbrauchen mehr Energie auf dem Weg zum Supermarkt und wieder nach Hause, als alle Produkte die sie dort aus Übersee eingekauft haben.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  35. #35 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @Steffen Hentrich
    Birnen sollen leuchten und nicht heizen. Sonst koennte man ja auch Heizkoeper bis zum Rotgluehen bringen mit dem Argument, dass man auch im Bett lesen kann ohne das Licht anzumachen.
    Alle Welt ist immer damit einverstanden, dass man die “low hanging fruits” der Energieversorgung einholt. Doch tut man dann irgendetwas, und sei es noch so winzig wie der Wechsel von Gluehbirnen mit einer Effizienz von lediglich 5% bei der Lichtherstellung, dann ist damit bereits “die wirtschaftliche Freiheit des Buergers” bedroht.
    Das nur so allgemein, denn ich habe nicht die geringste Idee, was denn nun besser ist, die Birne oder die Sparbirne. Ich kann aber als Physiker einen wie mir scheint sehr einfachen Versuch vorschlagen wie man’s rauskriegt. 50 Versuchshaushalte, die einen mit Birne, die anderen mit Sparbirne. Am Ende des Jahres wird der Zaehler abgelesen (inklusive Heizkosten). Fertig. Sollte dann die eine Birnenform der anderen deutlich ueberlegen sein, dann finde ich darf man auch mal “die Freiheit” des Buergers einschraenken, so wie man es beim Anschnallgurt, beim Schusswaffengesetz, beim Schneeraeumdienst, beim Rechts-vor-Links etc etc auch tut. Wie gesagt sind auch im Land der Freiheit, den USA, ab 2015 die Herstellung von Autos mit einer bestimmten Verbrauch (ich glaube > 12 Liter/100km oder aehnliches) verboten.

  36. #36 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @Goma Terzu

    Allein die erforderliche Glasform herzustellen verbraucht mehr Energie, da sie komplizierter ist.

    Das meinen Sie nicht ernst?
    Der Unterschied zwischen dieser http://www.welt.de/multimedia/archive/1196868401000/00452/gluehbirne_DW_Wisse_452749g.jpg
    Form
    und dieser “aufwendigen” Form
    http://www.sparlicht.at/img_gen/3/9/e/9e398ea1b4c84d2af9c683f3971eeb29.jpg
    frisst den Unterschied zwischen einer Technologie, die zu 5% das tut, was sie soll und einer die es zu 95% tut vollstaendig auf?
    Nochmal, koennen Sie dafuer oder ihre allgemeine Behauptung oben irgendeine Studie vorlegen, die das belegt (mit Zahlen und so). Oder muss ich mich jetzt ganz auf Sie verlassen?

  37. #37 Stanley Tung
    August 31, 2009

    @Steffen Hentrich

    Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe machen, hier durch liberale Analyse aufzuklären. Ist doch auffällig, dass unter den EU-Abgeordneten, die sich kritisch zum Glühlampen-Ukas stellten, ausgerechnet die zwei aus fachlichem Hintergrund qualifizierten (Krahmer: Instandhaltungsmechanik & Kaufmann; Ferber: Elektroing.) waren.

    @Thilo Kuessner
    Übrigens ist laut dieser offenbar der Piratenpartei-Dynastie nahestehenden Quelle
    http://otitismediamc.wordpress.com/
    offenbar schon eine paramilitärische Compliance-Erzwingungs-Massnahme im Gange!!!11

    Mit freundlichen Grüssen
    Stanley

    +++dpa-eilnachricht: “energiesparlampen” verheizen 75% vom strom als waerme!12+++

  38. #38 rauchender colt
    August 31, 2009

    Kommentar 54343, 11:03 Uhr:
    Aargh! Physiker kann nicht zwischen 25% und 95% unterscheiden!

    Georg Hoffmann, geben Sie’s bitte auf, hier über vermeintlich ahnungslose Leute Witzchen reissen zu wollen, bevor Sie sich ansatzweise mit den Grundlagen der Lichttechnik befasst haben!

    Tip:
    Prüfungsaufgabe, 2. Semester private Flachhochschule für Öffentlichkeitsarbeit:

    “In einem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lancierten Beitrag wird Clarissa v. d. Lumen-Sencke, eine attraktive PR-Fachkraft, die gerade grinsend aus der EU-Kommission ins Brüsseler Fernsehstudio kam, wie folgt zitiert: ‘Glühlampen sind leider Stromfresser. Sie erzeugen aus elektrischem Strom nur fünf Prozent Licht. Moderne Energiesparlampen dagegen leuchten länger als 10000 Stunden und sind um bis zu 80% sparsamer!’
    Nennen Sie die eingesetzten PR-Mittel der optimierten Wortwahl und der rhetorischen Statistikapplikation, und berechnen Sie, wie viel Prozent der elektrischen Leistung die beworbene Lampe als Licht im besten Fall abgibt.”

  39. #39 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @rauchender colt
    Tu quoque, rauchender colt und grosser Birnenkenner, eine Studie please! Nur eine, die zB belegt (wie behauptet), dass allein die Sparbirnenform jeden energetischen Vorteil der Sparbirne fresse.
    Sonst musst auch du leider in die psychiatrische Abteilung der Birnengeschaedigten, die TATSAECHLICH meinen, das Abendland wird am Gluebirnenlimes verteidigt oder untergehen, durchgereicht werden.

  40. #40 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    @Georg Hoffmann:

    Noch einmal, natürlich sollen Birnen leuchten und nicht heizen. Und eine Glühlampe ist auch keine besonders effiziente Heizung, zumindest nicht , wenn ihnen andere direkte Wege der Energieumwandlung zur Verfügung stehen. Aber wenn ich die Nutzen-Kosten-Bilanz des Glühlampenverbots als Klimaschutzmaßnahme durchrechne, um mich auf Instrumente mit möglichst hohem Verhältnis von Ertrag zum Aufwand zu konzentrieren, dann muss ich auch als Physiker die Heizleistung der Glühlampe mitberücksichtigen. Ihnen sollte das Verständnis für derlei Rechnungen doch besonders leichtfallen.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  41. #41 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @Steffen Hentrich
    Mir faellt das Verstaendis dafuer sogar extrem leicht.
    Trotzdem bin ich fast unabhaengig von dem Resultat einer solchen Rechnung als Technikfreund der Meinung, dass ein Birne die heizt und eine Heizung die leuchtet unbefriedigend sind. Es gibt einfach zuviele Lebensauffassungen und Lebensstile als das man Leuchten und Heizen so wild vermischen sollte. Der eine mags kuehl beim Lesen, der andere schoen warm im Dunkeln. Das Verstaendis fuer fuer solch unterschiedliche Lebenseinstellungen und deren Konsequenzen muss ihnen doch als liberal denkender Mensch besonders leichtfallen.

  42. #42 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    nein, nicht jede Maßnahme die irgendwie Energie “spart” ist so vorteilhaft, dass man sie per Gesetz durchsetzen sollte. Für die menschliche Beurteilung ist relevant, worauf man verzichten muss, wenn man die Energie “spart”. Wenn also das Verbot der Glühlampe bei einer Emissionsminderung von x Tonnen am Ende teurer ist als die Reduzierung dieser Menge mit einer anderen Maßnahme, dann hat das Verbot für den Menschen Schaden angerichtet. Diesen Fall haben wir hier: A) Der Wechsel der Glühlampen bringt unter dem Emissionshandelssystem mit festem Emissionsbudget keine Treibhausgaseinsparungen, da die eingesparten Emissionsrechte von anderen Kraftwerken verbrannt werden können. B) Der Kostenaufwand für die Umstellung aller Haushalte auf Energiesparlampen unter Mitberücksichtigung der Heizwirkung der Glühlampenverlustwärme ist höher als bei anderen Maßnahmen mit gleicher Klimaschutzwirkung.

    Da man durch selektive Verbote nur mit Zufall die Emissionsminderungsmaßnahmen mit dem geringsten Aufwand in der geeigneten Rangfolge identifizieren kann, weil sich die Relation von Aufwand und Wirkung je nach Einsatzgebiet extrem unterscheidet, sollte man sich eben auf Instrumente konzentrieren, die dirket bei den Emissionen ansetzen. Im Bereich der Elektrizität haben wir dazu den Emissionshandel, dessen Preiseffekte die Sparanreize dort setzen, wo ihr Aufwand am geringsten ist. Warum in aller Welt muss hier ohne Not nachreguliert werden? Es reicht doch einfach die Obergrenze der Emissionen zu reduzieren.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  43. #43 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Genau, herr Hoffmann, deshalb bin ich ja auch gegen Verbote, weil ich mir nicht Anmaße damit in die Lebensaußfassungen und Lebensstile der Leute so mir nichts dir nichts anzugreifen. Da ich aber davon ausgehen kann, dass fast alle zu viel Kohlendioxid für schädlich halten, konzentriere ich mich auf die Regulierung der Menge dieses Gases und pfusche darüber hinaus nicht übermäßig im Leben und Haushalten anderer Menschen ohne Not herum. Das sollte doch auch für sie als Nichtliberaler einleuchtend sein, oder? Wir werden uns doch weltanschaulich darauf einigen können, dass man den Menschen nur dann Steine in den Weg legen sollte, wenn es das Wert ist bzw. dass die Steine nicht größer als nötig sein sollten, sie vom Beschreiten eines bestimmten Weges abzuhalten. Oder?

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  44. #44 Krishna Gans
    August 31, 2009

    @GHoffmann
    Das dieses Bild von Dir
    http://www.sparlicht.at/img_gen/3/9/e/9e398ea1b4c84d2af9c683f3971eeb29.jpg
    absoluter Schwachsinn ist und als Vergleich eigentlich nur von einem Hilfsschüler kommen kann ist Dir hoffentlich kalr oder ?
    Oder ist es Deiner Unkenntnis entgangen, das sie in der Regel ein etwas komplzierteres gläsernes Innenleben haben und die von Dir gezeigt “Hülle” nur als Schutz des Innenlebens dient ?

  45. #45 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @Hentrich

    nein, nicht jede Maßnahme die irgendwie Energie “spart” ist so vorteilhaft, dass man sie per Gesetz durchsetzen sollte.

    Voellig einverstanden. Tatsaechlich wuerde ich solche Dinge auch immer ueber den Preis regeln (wenn auch eine carbon tax fuer alles leider noch zu aufwendig ist, koennte man ja mit einer Birnen-Tax anfangen. Mwst auf Birnen weg und stattdessen pro Watt Steuern zahlen.
    Ausserdem habe ich ja ein Verfahren vorgeschlagen, um festzustellen, wieviel es denn nun bringt. Es gibt sicher ein gefuehltes Maszan Einsparung, ab dem man dann sagen kann: Das ist sooo eindeutig, da kann man dann auch mal die Technik X verbieten.
    In Paris Innenstadt ist der Einsatz von Holz und Kohle im Kamin da nicht mehr zeitgemaess und luftverschmutzend auch verboten. Aehnliches gilt fuer unzaehlige Dinge des taeglichen Lebens. Warum denn nun gerade die Gluehbirnen gerettet werden muss, bleibt mir schleierhaft.

    Der Wechsel der Glühlampen bringt unter dem Emissionshandelssystem mit festem Emissionsbudget keine Treibhausgaseinsparungen, da die eingesparten Emissionsrechte von anderen Kraftwerken verbrannt werden können.

    Absolut jede einzelne Massnahme ist gegenueber den Gesamtemissionen winzig. Ich hoffe diese so offensichtlich unsinnige Argument brauchen wir nicht diskutieren. Heute gilt ein Emissionsbudget X. Alle fuenf Jahre (oder was weiss ich x Jahre), schaun wer mal nach, was die Summer der Ersparnisse gebracht hat und ziehen die Schraube ein bisschen nach. Wo ist das Problem?

    Der Kostenaufwand für die Umstellung aller Haushalte auf Energiesparlampen unter Mitberücksichtigung der Heizwirkung der Glühlampenverlustwärme ist höher als bei anderen Maßnahmen mit gleicher Klimaschutzwirkung.

    Gerade meinte jemand hier, alleine die Birnenform vernichtete mit Stumpf und Stil schon alle EInsparungen, jetzt ist es die “Umstellung der Haushalte”. Meine Umstellung ist zumindest recht einfach. Wenn die letzte Gluehbirnen geplatzt ist, schraube ich ne Sparbirne rein. Was muss man denn sonst noch machen? In jedem Fall, auch an Sie die Frage: Gibt es dazu eine Studie (mit dem Umstellen etc)?

  46. #46 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @Hentrich

    Da ich aber davon ausgehen kann, dass fast alle zu viel Kohlendioxid für schädlich halten, konzentriere ich mich auf die Regulierung der Menge dieses Gases und pfusche darüber hinaus nicht übermäßig im Leben und Haushalten anderer Menschen ohne Not herum.

    Na leider doch. Sie moechten naemlich jeden Menschen dazu zwingen, dass wenn er das Licht anmacht, er auch heizen soll. Ich als wirklich Liberaler, ach was, Neon-liberaler moechte nur, dass jemand, der das Licht anmacht, es hell hat, und jemand, der die Heizung anstellt, es warm hat. Freiheit, die ich meine.

  47. #47 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @Gans
    Du hast auch eine Meinung zur Sparbirne. Wer haet’s gedacht.
    Welche Form sich auch immer hinter der von mir einfach ergoogleten Sparbirne verbirgt, die Behauptung lautet, alleine die komplexe Doppelhelix der Sparbirnform fraesze jeden Energievorteil auf. Das haette ich gerne (vierte Frage an die Birnen-Community) mal belegt.

  48. #48 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    der Haushalt hat heute die Wahl, ob er mit mehr oder weniger Heizeffekt leuchtet, weil es auf dem Markt beide Sorten von Glühlampen gibt. Nach ihrer Befreiungstat hat der Haushalt eine Alternative weniger, weil sie glauben seine Freiheit ist weniger Wert als ihre Vorstellung von Energieeffizienz. Kommt bald auch das Kerzenverbot, weil diese noch mehr heizen und noch weniger leuchten?

    Was sie meinen, ist eine egozentrische Art mit der Freiheit anderer umzugehen. Nur komisch, dass derzeit so viele Leute konventionelle Glühbirnen horten. Offenbar sind sie bereit für ihre Freiheit zum Heizen beim Leuchten auch noch Geld zu zahlen. Leider teilen nicht alle Menschen ihre Vorstellung von Freiheit, meine auch nicht. Aber ich versuche sie wenigstens nicht dazu zu zwingen oder es jemand anderes machen zu lassen. Freiheit ist eben auch immer die freiheit des anders leuchtenden… 😉

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  49. #49 Krishna Gans
    August 31, 2009

    @GHoffmann

    Na leider doch. Sie moechten naemlich jeden Menschen dazu zwingen, dass wenn er das Licht anmacht, er auch heizen soll.

    Im Gegenteil, er möchte den Leuten die Wahlmöglichkeit lassen, die ihnen “dank” des idiotischen Verbots genommen wurde.

  50. #50 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    für das Nachziehen der Schraube braucht man aber kein Glühlampenverbot. Wenn die Energieeinsparung durch die Glühlampen den Energieverbrauch an anderer Stelle billiger gemacht hat, dann wird es nach x Jahren genauso schwer wie vorher fallen die Schraube weiter anzuziehen. Also hat das Glühlampenverbot nichts gebracht. Ihnen dürfte nicht entgangen sein, dass trotz steigender spezifischer Energieeffizienz des Wirtschaftens die gesamte Primärenergieumwandlung des Menschen stets zugenommen hat. Je billiger Energie wird, umso mehr Energie nutzen wir. Sie müssen den Menschen das nutzbringende Energieumwandeln schon ganz verbieten, um sie von diesem Trend abzuhalten. Aber wir hatten uns doch schon vor langem darauf geeinigt, dass es um das Gas Kohlendioxid und nicht um Primärenergie geht. Setzen sie sich dann auch dafür ein, dass das Glühlampenverbot dann wieder rückgängig gemacht wird, wenn wir 100 Prozent Strom aus regenerativen Energieträgern haben. Dann sind doch die Glühlampen das, was für viele Heute das Elektroauto ist: Fahrende Akkus für den überflüssigen Strom aus Wind- und Solarkraftwerken. Fällt Ihnen nicht auf, dass diese ganze Effizienzpolitik nicht total wiedersprüchlich ist?

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  51. #51 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @Hentrich
    Heisst das, auch Sie haben keinerlei Studie zu den “immensen vermuteten und unklaren” Umstellungskosten, die alle Ersparnisse auffressen, aufzuweisen? Verlange ich Unmoegliches?

    Nur komisch, dass derzeit so viele Leute konventionelle Glühbirnen horten. Offenbar sind sie bereit für ihre Freiheit zum Heizen beim Leuchten auch noch Geld zu zahlen.

    Na ich denke, wenn noch ein paar mehr aufklaererische Artikel, wie der aus der Welt erscheinen, dann werden die Leute sogar bis nach Weissrussland fahren, um sich Birnen zu verschaffen. Wie oben schon erwaehnt wurde, wuerde ich aus Angst des 19ten Jhd beim Zugfahren den Verstand zu verlieren, nicht unbedingt schliessen, dass Lokomotiven wirklich gefaehrlich sind. Enttaeuschend ist nur, wenn solche albernen Technikaengste unter dem Banner “Freiheit, Freiheit” noch befoerdert werden.
    So oder so, haette ich jetzt gerne nochmal gewusst, wo denn der Unterschied zwischen der Birnen-Verordnung und jeder x-beliebigen anderen Regelung/Verordnung, die den Alltag regelt, liegen soll? Warum freie Birnen, aber kein Kaminfeuer in Paris, oder Geschwindigkeitsbegrenzung oder Bauverordnung oder Impfpflicht (bis 83 gegen Pocken) oder oder?

  52. #52 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Sollte natürlich heißen:

    Fällt Ihnen nicht auf, dass diese ganze Effizienzpolitik total wiedersprüchlich ist?

  53. #53 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    setzen Sie sich als intelligenter Mensch und Physiker einfach auf den Hosenboden und rechnen die Energiebilanz inklusive der Heizeffekte für ihre Wohnung genau nach. Lassen sie der Einfachheit halber zunächst den Zinseffekt der gesparrten Investitionskosten weg, es könnte Sie sonst verwirren, wenn sie feststellen, dass sich der Mehraufwand für die Energiesparlampe über die 10000 Stunden als Kapitalanlage in einem (Öko-)Anlagefond besser gerechnet hätte und sie mit dem Geld direkt Emissionsrechte hätten kaufen und aus dem Verkehr ziehen können. Dann überlegen Sie, dass der höhere Preis der Energiesparlampe etwas mit dem Mehraufwand für unter Energieaufwand zusammengesetzten Ressourcen zu tun hat. Muss er, denn der Preis bildet sich aus den Kosten für Kapital (Energie, Ressourcen) und Arbeit (Biomasse, Energie). Dann addieren sie dazu den energetischen Mehraufwand für die kompliziertere Getrenntsammlung und Entsorgung. Vielleicht gewinnen Sie dann ein Gefühl dafür, dass die Energiebilanzen der beiden Glühlampenformen nicht ganz so eindeutig bzgl. ihrer Vorziehenswürdigkeit zu trennen sind.

    Nein, ich habe keine Studie bei der Hand, mir reicht die obige Logik und das Wissen darum, dass ich effizienten Klimaschutz nur mit der Bepreisung des zu beseitigenden Schadstoffes hinbekomme, weil ich damit Anreize zur Suche nach der kostenminimalen Vermeidungsmaßnahme setze. Sollte ich aber eine Studie finden, lasse ich es sie wissen.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  54. #54 Jörg
    August 31, 2009

    Nein, ich habe keine Studie bei der Hand, mir reicht die obige Logik und das Wissen darum, dass ich effizienten Klimaschutz nur mit der Bepreisung des zu beseitigenden Schadstoffes hinbekomme, weil ich damit Anreize zur Suche nach der kostenminimalen Vermeidungsmaßnahme setze. Sollte ich aber eine Studie finden, lasse ich es sie wissen.

    Wahnsinn, was für eine Koryphäe man sein muss, wenn einem das bloße Ausdenken eines möglichen Rechenweges bereits das Ergebnis verrät. Da können wir ja gleich die ganzen Wissenschaftler wegsparen!

  55. #55 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @Hentrich

    setzen Sie sich als intelligenter Mensch und Physiker einfach auf den Hosenboden

    Intern verbuche ich ihre Antwort jetzt mal als: “Ich hab das einfach mal so gesagt, das muss ich doch nicht belegen, wo kommen wir denn da hin.”

    was ok ist und kein Vorwurf sein soll.
    Anscheinend gibt’s zu dem Thema nur starke Meinungenvon selbsternannten Birnenexperten und keinerlei Zahlen whatsoever.

  56. #56 Evil Dude
    August 31, 2009

    Also das mit der Glühbirnenheizung hört sich nach einer “richtig tollen” Idee an! 😉

    Das Weiterleben der Glühbirne ist gesichert! Die “Intelligenzbestien”, die sich tatsächlich einreden, das das eine sinnvolle Heizung ist, erklären einfach, dass die Glühbirnen gar nicht zur Beleuchtung dienen, sondern zur Heizung, und schon ist das Problem gelöst! Die Heizung wird rausgerissen und durch die “wunderbar wirtschaftliche” Glühlampe ersetzt! Und einfach nicht darüber nachdenken, dass vielleicht der Backofen noch besser geeignet sein könnte! Wenn die Grillstäbe so richtig schön glühen machen Sie ein herrlich romantisches Licht (Innenbeleuchtung natürlich vorher abstellen!), die Wohnung wird schön kuschelig warm (die Backofentür bleibt natürlich auf, sonst kommt die so nützliche Abwärme beim Strom in einer Widerstandsheizung verbraten nicht ganz so gut zur Geltung) und man kann auch noch etwas zu essen zubereiten! Also wenn das nicht der Gipfel der Wirtschaftlichkeit ist! 😉

    Vom lieben Herrn Hentrich würde ich gerne mal eine überschlägige Berechnung sehen, ob die Glühlampen tatsächlich nennenswert zur erforderlichen Heizenergie beitragen! Wie sieht da die Berechnung aus? Sie brauchen dazu nicht mal eine Studie, ich würde sagen das große 1×1 reicht aus? Wenn Sie so ein großer Experte sind, wie sie vorgeben, dann sollte das kein Problem sein!

    Beim armen Krishilein verzichte ich darauf, der ist ohnehin nur hier um sein Aufmerksamkeitsdefizit zu bekämpfen! 😉

  57. #57 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    Sie wissen selbst, dass das nicht so gemeint war, denn ich habe einen Teil der Rechnung schon ein paar Kommentare vorher angedeutet. Es ist aber nicht mein Job, solche Studien zu machen, genausowenig wie Sie alles, was Sie hier präsentieren, selbst nachrechnen.

    Weshalb ich das Verbot auch ohne Rechnung für verfehlt halte, habe ich im zweiten Absatz des Kommentars begründet. Das ist tatsächlich eine allgemeine Aussage, die auch formal belegbar ist. Kenneth J. Arrow hat für das dem zugrunde liegende allgemeine Gleichgewichtstheorem 1972 den Nobelpreis für Ökonomie bekommen. Umweltökonomen haben den ökonomischen Effizienzansatz dann auf den Bereich der Umweltpolitik angewendet und gezeigt, dass Preisinstrumente der Verbotslösung überlegen sind. Irgendwie habe ich das Gefühl, sie mauern um meine Argumente herum.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  58. #58 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Lieber Herr Evil Dude,

    machen Sie sich doch bitte die Mühe und scrollen Sie die Kommentare nach oben. Dort habe ich am 28.08.2009 um 23:56 Uhr geschrieben:

    Was die Untersuchungen betrifft, kann ich Ihnen nur mit einer kleinen Überschlagsrechnung weiterhelfen. Nehmen wir an eine Glühlampe von 100W Leistung gibt 95% dieser Leistung als Wärme ab. Dann erzeugt sie also in 100h eine Wärmemenge von 9,5 kWh. Bei einem Heizwert für Erdgas von 10,4 kwh/m3 haben sie also 0,9 m3 Erdgas gespart (also auch geringere Emissionen). Also haben sie bei einem Erdgaspreis von 0,07 Euro/m3 Heizkosten in Höhe von 0,06 Euro gespart. Bei 1000h Leuchtdauer während der Heizperiode würden sie also 0,63 Euro Heizkosten sparen. Demgegenüber erzeugt eine Energiesparlampe gleicher Lichtleistung (20W) bei einer Lichtausbeute von 25 % etwa 1,5kwh oder damit das Heizäquivalent von 0,14 m3 Erdgas, also eine Heizkostenersparnis von 0,1 Euro über 1000h. Die Differenz von 54 Cent pro 1000h Betriebsdauer ist von der Stromersparnis beim Einsetzen einer Energiesparlampe abzuziehen.

    Das dürfte doch für den Anfang genügen.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  59. #59 Evil Dude
    August 31, 2009

    Offensichtlich war die Fragestellung bereits etwas zu kompliziert für Sie, lieber Herr Hentrich, was mich nach Ihren bisherigen “Ausführungen” offen gesagt nicht allzu sehr wundert! Die Frage war, ob die Glühlampen nennenswert zum Heizenergiebedarf Ihrer Wohnung bzw. Ihres Hauses beitragen! Ein Antwort darauf kann ich in Ihrer Rechnung nicht entdecken!

  60. #60 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Lieber Herr Evil Dude,

    dann will ich mal bei dem respektlosen Ton bleiben, den Sie gegenüber mir anschlagen. Sie sind offensichtlich nicht in der Lage die dort angegeben Werte auf den Energieverbrauch ihrer Wohnung hochzurechnen. Das ist aber nicht mein, sondern ihr Versäumnis. Im übrigen ist das auch gleichgültig für die Beantwortung unser Frage. Schließlich ist der Betrag der Kohlendioxidreduktion der Energiesparlampe auch vernachlässigbar gering im Vergleich zum Gesamtausstoss der Menschheit.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  61. #61 Thilo
    August 31, 2009

    Originalzitat von S.H.:

    Sie hätten mich ja, wo sie doch meine Büroanschrift kennen, persönlich fragen können, ob ich Ihnen den Inhalt meiner Präsentation näher erläutern kann, damit sie ihn hier einer wissenschaftlichen Kritik unterziehen können. So zum Beispiel sprach ich mich in meinem Vortrag explizit dafür aus mit Anpassungsmassnahmen sofort zu beginnen, da wir hier im Gegenteil zu den derzeit praktizierten, sehr ineffizienten Vermeidungsmaßnahmen, einen unmittelbaren Nutzen erzielen können.

    Falls Sie sich für die Frage einer temperaturbezogenen Klimaabgabe interessieren, die sich im Übrigen nicht lediglich an irgendeiner Globaltemperatur, sondern an der Temperatur der tropischen Troposphäre, dem IPCC-Leitidikator der CO2-induzierten globalen Erwärmung, orientiert, dann lade ich Sie ein sich mit der Originalidee von Ross McKitrick (http://ross.mckitrick.googlepages.com/#t3tax) auseinander zu setzen. Ich bin mir sicher, der Autor wird sich mit Ihnen auch gern persönlich über seine Sicht der Dinge unterhalten, wobei Sie die Gelegenheit haben, ihm (und damit auch mir) klarzumachen, was wir da nicht ansatzweise verstanden haben.

    (Hervorhebung von mir)

  62. #62 Thilo
    August 31, 2009

    Gehört hier nicht zum Thema, aber zu Ross McKitrick hatte ich auch schon mal was geschrieben: http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/05/gibt-es-globale-temperatur.php

  63. #63 Jörg
    August 31, 2009

    Schließlich ist der Betrag der Kohlendioxidreduktion der Energiesparlampe auch vernachlässigbar gering im Vergleich zum Gesamtausstoss der Menschheit.

    Nach der Argumentation ist die FDP auch vernachlässigbar im Vergleich zu anderen Parteien…

  64. #64 Evil Dude
    August 31, 2009

    Na dann, lieber Herr Hentrich, halte ich doch, bis Sie das Gegenteil belegen, fest, dass Sie keine Ahnung haben, wovon Sie da gerade reden!
    Die Frage, die Ihnen offensichtlich zu kompliziert ist, lautet, wie hoch der Anteil Ihren Wunder-Glühbirnen-“Heizung” am Heizenergiebedarf Ihrer Wohnräume ist und nicht irgendwelche Milchmädchenrechnungen, die Sie zwischen Glühbirne und Energiesparlampe anzustellen glauben!
    Aber ich gebe Ihnen mal einen kleinen Tip! Die Empfindlichkeit einer Heizungsregelung ist beschränkt und die Anordnung Ihrer Glühbirnen”heizung” an der Zimmerdecke könnte bei dem, was Sie sich zusammenphantasieren wollen, eine Rolle spielen! Aber ich nehme mal an, dass das einen, der zuerst so größe Töne spuckt und dann bei einer derart einfachen Rechnung wie der, welchen Anteil seine Glühbirnen”heizung” am Gesamt-Heizenergiebedarf hat, bereits den Schwanz einkneift, sowas wie physikalische Randbedingungen nicht interessieren, weil er ja eigentlich nur seine Klima-Troll-Religion verkünden muss! Wieso machen Sie es sich nicht gleich noch einfacher? Sie geben zu, dass das ein Glaubensgrundsatz von Ihnen ist, dann müssen Sie gar nichts belegen, denn Glaube entzieht sich derart profanen Gesetzmäßigkeiten wie denen der Physik! 😉

  65. #65 Samson
    August 31, 2009

    @Jörg:
    Bei dieser Argumentation fällt mir immer ein Zitat von Stanislaw Jerzy Lec ein: “Keine Schneeflocke wird sich je für die Lawine verantwortlich fühlen.”

  66. #66 rauchender colt
    August 31, 2009

    @54360, 31.08.09, 14:01 Uhr
    Herr Hoffmann,

    schade, dass ich nach Durchsicht mehrerer Ihrer Beiträge nur Ihre Meisterschaft im Themenhüpfen und Analogieschnellschiessen als besonders ausgeprägt anerkennen muss. Ein Mindestmass an Selbstkritik hätte ich schon erwartet, statt dessen packen Sie ganz unangebracht den Psychiatrisierungshammer aus und disqualifizieren sich so FINAL.

    Ich kritisierte Sie, was für einen Akademiker erkennbar war, lediglich aufgrund Ihrer Worte:
    “Unterschied zwischen einer Technologie, die zu 5% das tut, was sie soll und einer die es zu 95% tut”.

    Die verehrte Leserschaft bleibt eingeladen, sich mit diesen Zahlen, dem Unterschied zu relativen Effizienzsteigerungen und vielleicht auch mit lm/W oder gar lm/VA zu befassen.

    Der öfters zu vernehmenden Meinung, dass auch eine Sparlampe, die ihre Werbeversprechen hält, in der Summe von Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung mehr Energie als die für die Nutzungsdauer fällige Anzahl Glühlampen verschlinge, stimme ich zwar nicht zu, aber das war erkennbar gar nicht Gegenstand meines Beitrages. Die irrige “Energy Wasting Bulbs”-Vorstellung fusst möglicherweise auf dem, freundlich ausgedrückt, wissenschaftlichen Ansprüchen nicht immer genügenden und teilweise stark veralteten Papier des Dr. Klaus Stanjek für Greenpeace.

    Nur ist in der EU-Verordnung, die bereits zum Quellenstudium empfohlen wurde, im ersten Qualitätsstandard-Schritt nur eine bescheidene Anzahl Lampenstarts pro beworbener Lampenlebensdauerstunde Pflicht. Die Konsequenz können sich manche Leser sicher ausrechnen.

    Ich kann zu Ihrem Auftritt hier nur raten: If you’re in a hole, stop digging. Lassen Sie sich besser von Herrn Hentrich ein einführendes Buch zur freiheitlich-demokratischen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung empfehlen, vielleicht gibt es ja einige Klassiker für Sie auch in “J’ai lu”-Ausführung. Und die anderen sollten langsam mal von dem morschen Baum runterkommen, eine nennenswerte Zahl von Leuten benutze Lampen in Konkurrenz zu anderen Heizmethoden zum Wohnungheizen. Tschüssi.

  67. #67 Thilo Kuessner
    August 31, 2009

    Lassen Sie sich besser von Herrn Hentrich ein einführendes Buch zur freiheitlich-demokratischen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung empfehlen, vielleicht gibt es ja einige Klassiker für Sie auch in “J’ai lu”-Ausführung. Und die anderen sollten langsam mal von dem morschen Baum runterkommen, eine nennenswerte Zahl von Leuten benutze Lampen in Konkurrenz zu anderen Heizmethoden zum Wohnungheizen.

    Ist das jetzt ernstgemeint oder Satire? Und, falls ersteres, sehen Sie die freiheitlich-demokratische Ordnung auch durch schon existierende Gesetze wie die EnEV gefährdet?

  68. #68 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @rauchender colt
    Nicht viel verstanden, von dem was Sie wohl gerne sagen wollen. Leider noch einer, der zu der verheerend schlechten Energiebilanz von Sparbirnen nur eine feste Meinung zu bieten hat, statt einer einfachen Studie.
    Weiterhin darf ich Ihnen auch versichern, selbst wenn ich mir vorstellen koennte, dass es sinnvoll ist, Birnen nur zum Leuchten und Heizungen nur Heizen zu nutzen, selbst wenn dieser frevelhafte Gedanke mir nicht ganz fremd ist, dass ich mit beiden Beinen in/auf/mitten drin in der FDGO stehe.

  69. #69 Steffen Hentrich
    August 31, 2009

    Wie immer endet die Debatte in unsachlichem Unterstellungen. Hier daher nur noch eine Studie, (Link geaendert Georg ) in der berechnet wird, dass der energetische Aufwand für die Produktion einer Energiesparlampe ein Vielfaches einer normalen Glühlampe beträgt. Das macht die Glühlampe zwar nicht zum Gewinner im Rennen um den Sieg bei der Energieeffizienz, ist aber neben den Wärmegewinnen ein weiteres Argument gegen eine Stichhaltigkeit eines Verbots. Die geneigten Kommentatoren werden jedoch leider nicht den Wert dieser Argumentation erkennen können, wenn sie sich nicht im Geringsten die Mühe machen, sich die Frage nach der relativen Kosteneffizienz von unterschiedlichen Klimaschutzmaßnahmen machen. Von Leuten, die nicht Müde werden von der Knappheit von Umwelt und Ressourcen zu reden, sollte man schon erwarten können, Verständnis für den Begriff Opportunitätskosten aufbringen zu können. Wie so oft trägt die Beschäftigung mit Naturwissenschaften nicht zwangsläufig dazu bei, den Kern des Knappheitsproblems der menschlichen Existenz zu verstehen.

    Vielen Dank für eine weitere lehrreiche Diskussion. Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  70. #70 Thilo Kuessner
    September 1, 2009

    @ Steffen Hentrich:
    Sorry, aber das sind doch alles nur Behauptungen. Wo sind die Berechnungen dazu, die zeigen, daß der Produktionsaufwand die Energieeinsparung annuliert? Wenn es wirklich so wäre, hätte das doch mit Sicherheit schon mal jemand vorgerechnet.

  71. #71 Georg Hoffmann
    September 1, 2009

    @Hentrich
    Zuerst einmal funktionierte der Link leider nicht und ich habe versucht das zu reparieren. Ich hoffe das ist jetzt richtig so. Zweitens ist der von Ihnen verlinkte Text eine einzige Eloge auf die Sparbirne, das es einem Angst und Bange wird. Selbst das oefters zu vernehmende Argument mit dem Quecksilber erweist sich als Bleiente: In den meisten Laendern (ausser da wo ich wohne) wird Elektrizitaet zum grossen Teil aus Kohleverbrennung gewonnen. Allein die Energie-ersparnis durch die Sparbirnen und der somit verringerte Quecksilberausstoss bei der Kohleverbrennung hebt den Quecksilberanteil in den Lampen selbst voellig auf. Die Gesamtbilanz ist positiv. Sparlampen verringern den weltweiten Quecksilberausstoss. Drittens habe ich diesen Artikel geschrieben, weil im Wissenschaftsteils der Welt ein so offensichtlich unsinniger Artikel gestanden hat, dass man tatsaechlich absolut nichts zu Sparbirnen und nichts zu Makuladegenerationen wissen muss, um zu erkennen, was ein Unsinn da ist und wie sehr die Welt mal wieder bei der Wissenschaft geschlampt hat. Jetzt aber, wo ich ein ganz kleines bisschen in die Wunderwelt der Gluehlampen Verteidiger hereinschlinze kann ich mich nur an den Kopf fassen. Die Vorteile dieser Lampen sind absolut offensichtlich und ein klarer technischer Fortschritt. Ob man die Gluehbirnen nun haette verbieten muessen, steht auf einem anderen Blatt. Der ideologischen Technikfeindlichkeit mancher Leute liefert das nur unnoetig Munition.
    Hier ist ein weiter Artikel aus dem Environmental Engineer zum Thema. Die Conclusion ist ebenfalls eine einzige Hymne auf die Sparbirne: http://eprints.usq.edu.au/1785/1/Parsons_Environmental_impact_of_compact_fluorescent_lamps_and_incandescent_lamps_Publ_version.pdf

    Compact fluorescent lamps are a
    significantly better source of light from
    an environmental point of view than
    incandescent lamps mainly because of
    their much more efficient use of
    electricity. The impact of their use on the
    world’s physical environment is less by
    all normal measures, mostly in direct
    proportion to their decreased use of
    energy.
    Surprisingly in the light of common
    perceptions, the impact of the mercury in
    CFLs which may be released on
    disposal, is not a major problem relative
    to other factors nor relative to the
    amount of mercury released from the
    burning of some coals.
    The electronics in the ballast of CFLs
    has a significant environmental impact,
    largely because of the material content
    and the energy used during
    manufacture, and there is potential
    room for improvement in this area.
    There is in addition, a need for better
    industry data for less complex printed
    circuit boards such as those used in
    these lamps in order to be clearer about
    the environmental impact from this
    source.
    The poor power factor and associated
    high level of current harmonic distortion
    poses a potential problem for power
    supply systems with consequent
    inefficiencies and poor quality of supply.
    This problem could be significantly
    reduced by the incorporation of more
    expensive but better performing ballast
    circuits. However should this occur, it is
    likely that the environmental impact
    more generally would increase due to the
    increased use of material.
    Compact fluorescent lamps should not
    cause any significant electromagnetic
    interference problems either radiated or
    conducted back into the mains power
    supply because their level of emissions
    is well below acceptable standards.

    Auf das “Heizargument” fuer Birnen gehe ich nicht mehr ein. Das ist einfach zu unsinnig. Ein Produkt tut etwas, was es nicht soll und wofuer es nicht gebaut wurde. Ich habe eine Heizperiode von knapp drei-vier Monaten, ich moechte keine Birnen zum Heizen und ich finde, man soll sie auch nicht dafuer benutzen. Punkt. So ist das mit dem Fortschritt. Unerbittlich.

  72. #72 LED
    September 1, 2009

    Warum wurde eigentlich nicht noch 2-3 Jahre gewartet bis die LED Technologie so weit ist?
    Die braucht noch viel weniger Energie. Und das Licht-Spektrum ist nicht so viel schlechter als bei der Energiesparlampe- aber um das hinzubekommen brauchts halt noch Forschung.
    Mein Feriendomizil ist mit einer photovoltaischen Inselanlage ausgestattet und für die LED Lampen reichen 2×50 Watt Solarpanele aus.

  73. #73 Steffen Hentrich
    September 1, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    ich habe auch nicht gesagt, dass diese Studie belegt, dass Energiesparlampen keinen Effizienzvorteil oder andere Umweltvorteile bringen. Aber sie haben einen höheren Primärenergieaufwand in der Herstellung. Mehr wollte ich damit nicht belegen. Die anderen Argumente (unberücksichtigte Wärmegewinne, Inkompatibilität mit dem sonstigen Klimaschutzinstrumentarium) möchte ich an dieser Stelle nicht noch einmal wiederholen. Dazu ist alles gesagt, nur das Sie darauf nie eingegangen sind.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  74. #74 Steffen Hentrich
    September 1, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    das Heizargument ist nicht unsinnig, sondern gehört zu einer vollständigen Energiebilanz. Nach ihrer Logik wäre damit das ganze Passivhauskonzept, das ja eben mit der Restwärmenutzung von elektrischen Geräten rechnet unsinnig. Es ist ja nicht gesagt, dass dieses Argument die Gesamteinsparung der Energiesparlampe zunichte macht, aber es reduziert sie. Solange also die Energiebilanzen dies nicht berücksichtigen sind sie unvollständig und damit ungeeignet als Maßstab für politische Entscheidungen. Unter effizienter Klimaschutzpolitik verstehe ich eben Maßnahmen, die bei gleichem Kostenaufwand die höchsten Effekte bringen. Für Sie sollte offenbar alles gemacht werden, egal wie hoch der Aufwand ist. Das bedeutet aber, dass sie auf billigere Alternativen zugunsten von teuren Maßnahmen verzichten. Wem genau soll das helfen. Dem Klima nicht, eventuell aber dem Ego von regulierungswütigen Weltverbesserern.

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  75. #75 Georg Hoffmann
    September 1, 2009

    @Hentrich
    Na ja, das Thema ist glaube ich jetzt einigermaszen beleuchtet. Zusammen mit den Links die Joerg Rinks hier gepostet hat http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/09/der-birnenkrieg.php steht fuer mich eigentlich ziemlich fest, dass CFLs das deutlich guenstigere und umweltvertraeglichere Produkt sind. Ich haette, wie gesagt, eher auf Birnenbesteuerung (statt Verbot) gesetzt, aber nu ja. Man darf ja auch nicht mehr mit einem Kutschenwagen auf die B1 drauf, irgendwann ist halt mal fuer die Gluehbirne das Aus gekommen.
    Ich habe uebrigens hier meinen Kollegen vom deutschen Birnenkrieg berichtet und die schlugen sich nur an die Stirn. Ich habe hier tatsaechlich noch gar nichts zu dem Thema mitbekommen. Gibts die Birnendiskussion eigentlich ausserhalb Deutschlands?
    Das mit dem optimalen Einsatz finanzieller ist schon auch meine Meinung. Allein, bei dem riesigen Wohlstandsgefaelle zwischen erster und dritter Welt ist JEDE CO2 Einsparungsmasznahme guenstiger in Kambodscha angelegt als in Deutschland. Allein, berücksichtig man nur ein ganz kleines bisschen, die Frage der Gerechtigkeit zwischen Nationen unterschiedlicher Industrialisierung und somit CO2 Emissionen, scheint mir klar, dass wir auch hier etwas machen muessen, um den Spirit einer gemeinsamen weltweiten Aktion aufrechtzuerhalten. Das nur ganz nebenbei, nicht das mich ihre unausgefuehrten Rechnungen wirklich ueberzeugt haetten. Fuenfmal effektiver (wie die Spar- gegenueber der Gluehbirne) scheint mir deutlich ueber der benchmark einer neuen und sinnvollen Technologieverbesserung zu liegen.

  76. #76 Marc Steeler
    September 1, 2009

    Mit dem Argument, dass zuviel Wärme bei zuwenig Licht “erzeugt” wird, sollte der nächste Schlag der Ökoblogwarte nun aber mal der Kerze gelten. 😉

    Kerze und Glühlampe haben (hatten) immer auch eine soziale Funktion. Wo man sich versammelt wird es warm, die Umkehrung gilt. Angenehme und effektive häusliche Heizung ist immer eine Kombination aus Strahlungswärme und Konvektion.

  77. #77 Evil Dude
    September 1, 2009

    An den lieben Herrn Hentrich:

    Die von Ihnen ständig widerholte Behauptung, Passivhäuser würden mit Glühbirnen beheizt, zeigt nur Ihre völlige Ahnungslosigkeit! Bitte zeigen Sie doch auch nur eine einzige Berechnung, bei der als Beleuchtung für ein solches Haus Glühbirnen gefordert werden und dass mit anderen Lichtquellen nicht funktioniert!

    NUR EINE EINZIGE!

    Das Körnchen Wahrheit ist, dass die Abwärme ALLER im Haus installierten Geräte zum (erforderlichen) Rest-Energiebedarf beitragen kann. Aber selbst das ist nur die “halbe” Wahrheit, denn in der Regel sind gar keine “Zusatzheizungen” erforderlich oder nur für den Fall, dass das Gebäude im Winter durch Nutzungsfehler stark auskühlt. Genausogut könnten Sie behaupten, dass in Passivhäusern eine bestimmte elektrische Leistung betrieben und die elektrischen Geräte nie ausgeschaltet werden dürfen, da diese ja gleichzeitig die Heizung sind. Schon alleine daran kann man erkannen, dass Sie in diesem Zusammenhang nichts als Blödsinn von sich geben!

    Bei konventionellen Häusern spielt der Beitrag der Beleuchtung zum Heizenergiebedarf in den allermeisten Fällen nicht die geringste Rolle und genau aus diesem Grund drücken Sie sich auch vor einer Angabe dazu, wie hoch der Anteil der von Ihnen propagierten Glühbirnen-“Heizung” ist, denn das würde ja Ihren Klima-Troll-Glauben womöglich ins Wanken bringen.

    @Steeler:
    Und der nächste Schlag der Dummheits-Blogwarte ist wohl die Forderung, die Glühbirnen und die Heizung abzuschaffen und stattdessen eine ausreichende Anzahl von Kerzen vorzusehen. Das bringt noch mehr Abwärme, eine ordentlich verrußte Decke macht das traute Heim gleich viel gemütlicher und es senkt auch noch die Arbeitslosenquote, wenn man das Personal bei der Feuerwehr kräftig aufstocken kann. 😉

    Die Dummheit der “Argumente”, die imho in den meisten Fällen aus ideologischen Gründen vorgebracht werden, zeigt recht eindrucksvoll, dass die EU mit der Verordnung gar nicht so falsch gelegen haben kann.

  78. #78 marc steeler
    September 2, 2009

    @Dude

    Bestimmte Stellen in der elektronnischen Kommunikation sind mit einem Smiley gekennzeichnet, wenn sie nicht ganz so ernst gemeint sind.

    Nicht damit gekennzeichnet ist die Dualität von Strahlungswärme und Konvektion als Modell effektiver Heizung. Die Glühbirne war/ist hier hoch effektiv. Hab die Heizung hier zu Hause im Monet noch aus (hoffentlich bis Ende Oktober, oder noch länger, sollte die GLOBALE ERWÄRMUNG doch noch stattfinden), draußen sind es aktuell so 15 Grad, der Esstisch wird jetzt für eine Stunde durch eine früher frei verkäufliche Glühlampe (mit Reflektorartigem Schirm) geheizt. Bringt temperatur sofort und bei Ende des Essens ist die Lampe schlagartig aus. Ein Heizen auf Wohlfühltemperatur hätte wegen der Trägheit solcher Anlagen ein Mehrfaches an Energieaufwand zu Folge. Heizung und Beleuchtung sind bei der EU wahrscheinlich zwei verschiedene Abteilungen …

  79. #79 MSmith
    September 2, 2009

    Ich weiß gar nicht, wo das Problem liegen soll. Lampen, die schöne gemütliche Wärme liefern, sind doch nach wie vor auf dem Markt und werden auch nicht verboten: http://www.schulzebremer.com/product_info.php?info=p343_Ferkellampen-Philips.html

  80. #80 S.S.T.
    September 2, 2009

    Aber ausschließlich für Energie-Ferkel, mit Nachweis.

  81. #81 Evil Dude
    September 2, 2009

    @Steeler:

    Auch bei “elektronnischer Kommunikation” wird Blödsinn durch häufiges wiederholen nicht zur Realität. Und die Glühbirne kann auch noch einfacher, wirkungsvoller und ohne dass die “Dualität von Strahlungswärme und Konvektion” gebraucht wird, genutzt werden. Einfach die effektivste Art der Wärmeübertragung nutzen. Wenn Sie sich die Birne in den Allerwertesten stecken, wird es sogar von innen warm, und im Gegensatz zu Ihrer Methode beruht der Effekt nicht nur auf Einbildung! Und die 5% Verlust durch das Licht kann man dort auch leicht verschmerzen! Und bitte die Lampe dann nicht zu lange einschalten, Ihnen könnte sonst womöglich das Denken hinterher noch schwerer fallen! 😉

  82. #82 Karel Vogel
    September 2, 2009

    @MSmith
    http://www.schulzebremer.com/product_info.php?info=p343_Ferkellampen-Philips.html
    Warum verlinken Sie denn zu Evil Dudes geheimer Seite ?
    So genau wollten wir ihn nicht kennen lernen, und so ein interessantes Leben führt er offensichtlich auch nicht, wie man wohl dem Bild zum Informationsfilm entnehmen kann.
    Aber hat er nicht eine geil rosa Farbe, unser Evil Dude, und diese Pünktchen… ?
    Ich bin richtig hin und weg.

  83. #83 Evil Dude
    September 3, 2009

    Armes Karelchen!

    Ich beginne zu ahnen, wie gross die intellektuelle Herausforderung des Schuhe zubindens tatsächlich für Sie sein muss! 😀

  84. #84 Steffen Hentrich
    September 3, 2009

    Lieber Herr Hoffmann,

    man kann beides haben. Wenn der KLimaschutz in Kambodscha billiger als hier ist und wir die Kosten dafür übernehmen, wäre das sicherlich effizienter, als hier die Glühlampen zu verbieten. Aber sie antworten nicht auf meine Frage: Warum wollen Sie die Glühlampen besteuern, wenn es reichen würde eine Steuer auf Kohlendioxid zu legen? Oder warum brauchen wir trotz Emissionshandel, der ja die Glühlampen bereits durch den hohen Strompreis verteuert, noch eine Glühlampensteuer oder ein Verbot, wo dieses gar keine zusätzlichen Emissionsminderungen bringt?

    Mit besten Grüßen

    Steffen Hentrich

  85. #85 Nils Simon
    September 3, 2009

    Na, Herr Hentrich, dann warte ich mal gespannt auf Ihr begeistertes Lob für den gerade veröffentlichten Sonderbericht des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltverändungen. Dort wird nämlich ein jährlicher Transfer von etwa 100 Milliarden Euro aus den Industrie- in Entwicklungsländer gefordert, auf Grundlage des sogenannten Budgetansatzes (der nichts weiter beinhaltet als ein gleich verteiltes Pro-Kopf-CO2-Budget, gekoppelt mit einem weltweiten Emissionsrechtehandel). Müsste Ihnen gefallen, oder? Eine gerechte Aufteilung der zulässigen Treibhausgasemissionen pro Kopf, dazu ein Marktmechanismus zur Verteilung der knappen Ressource THG-Emissionen – schlägt da das Herz eines Liberalen nicht gleich höher?

    Mich wundert dann aber schon sehr, dass Sie es schaffen einer Maßnahme, die netto zu Einsparungen in allen Haushalten führen wird und damit nicht nur keine Kosten, sondern unterm Strich einen Gewinn herausspringen lässt, “effizientere” Maßnahmen in Kambodscha entgegen zu setzen. Welche bitte sollten das sein? Sie können mir ja zudem einmal erklären, mit welchem Recht wir Kambodschanern Sparlampen reinschrauben wollen, die Leute wie Sie selber gar nicht benutzen wollen. Lebensstildynamiken sind ein (mit) entscheidender Faktor bei der Ausbreitung klimafreundlicher Produkte und Verhaltensweisen. Was wir hier vormachen (Stichwort: Autos, Fernseher, Einfamilienhäuser) gilt in weiten Teilen der sich industrialisierenden Welt als nachzuahmendes Ideal.

  86. #86 Evil Dude
    September 3, 2009

    Tja, lieber Herr Hentrich,

    auch bei diesem Beispiel lässt sich wunderschön zeigen, dass Sie entweder keine Ahnung haben oder blöd genug sind, damit Sie sich einreden können, sie könnten alle hier für dumm verkaufen! Wir werden sehen!

    Ich hätte doch ganz gerne mal eine Zahl von Ihnen, wie hoch der Energieverbrauch oder der CO2-Ausstoß pro Kopf von Kambodscha, nachdem Sie ja dieses Beispiel gewählt haben, im Vergleich zu D ist. Womöglich geht Ihnen, wenn Sie sich die Zahlen vor Augen halten, ein Licht auf. Und das dürfte nicht nur das einer Energiesparlampe sein! 😉

  87. #87 Georg Hoffmann
    September 3, 2009

    @Hentrich
    Sicher ist Effizienz bei der ganzen Sache sehr wichtig, doch es ist nicht das einzige Kriterium. Wir hatten diesen Punkt schon einmal in einem anderen Zusammenhang. Eine Politik, die CO2 Vermeidung nur deligiert, ist wahrscheinlich nicht stabil. Niels Simon hat ein Grund gegeben (Lebenstilvorbilder). Ganz allgemein geht es auch da wieder um Gerechtigkeitsfragen. Der idealtypische kambodschanische Drittweltbewohner wird sich mit ziemlicher Sicherheit NICHT mit der Kombination der folgenden Umstaenden einverstanden erklaeren: 1) Bislang hat er kaum zum Anstieg der Treibhausgase beigetragen 2) Er hat die Folgen des Klimawandels insbesondere zu ertragen und ohne in der Lage zu sein sich hinreichend zu schuetzen 3) “Wir” legen ihm nah, dass ALLE CO2 Reduktionsmassnahmen fuer absehbare Zeit bei ihm statfinden werden, weil es preiswerter ist.

    “Warum wollte ich Gluehlampen besteuern?” Wir hatten uns (irre ich mich) mal darauf geeinigt, dass die “beste” und gerechteste Lösung eine Besteuerung jedes Produkts in Funktion seiner CO2 Emissionen waere. Ich bin jetzt nicht mehr so sicher, ob wir uns da nun wirklich geeinigt haben, aber ich halte das zumindest fuer sehr interessant. Dummerweise ist das momentan viel zu kompliziert fuer jedes Stückchen Zucker eine CO2 Bilanz aufzustellen. Bei den Glueh/Spar-Birnen scheint mir das aber ziemlich einfach. Schliessich steht die Watt Zahl drauf und die Produktionskosten einer Birne sind im Vergleich zum Betrieb vernachlaessigbar (1% steht in einem der Paper oben). Also statt die arme Gluebirne zu verbieten, einfach besteuern. Sind Gluehbirne und Sparbirne gleich teuer bei gleicher Candela und ueberlegener Lebensdauer der Sparbirnen, duerfte man den gleichen Effekt wie jetzt haben und niemand braeuche sich ueber Verbote und Drangsalierung ereifern.

    Und zum Emissionshandel. Ich hatte das bisher so verstanden (vielleicht taeusche ich mich), dass er zuerst mal einen internationalen Preis herstellt. Er allein reduziert keine Emissionen. Bei der naechsten Verhandlungsrunde koennte ein sparlampenbestuecktes Land sich hinstellen und sagen: Das und das haben wir reduziert, wir brauchen in Zukunft weniger Emissionsoptionen. Und ihr??

  88. #88 Karl Mistelberger
    September 3, 2009

    Thilo Kuessner· 29.08.09 · 01:52 Uhr
    Und das darf natürlich auch nicht fehlen: http://www.familie-ahlers.de/wissenschaftliche_witze/gluehbirne.html

    Als Physiker kann ich mir den Hinweis nicht verkneifen, dass die Mathematik auch nur beschränkt alltagstauglich ist. Aus Sicht des Topologen gibt es zwischen Mann und Frau keinen Unterschied, sie sind sogar damit identisch.

  89. #89 Ralf L. K.
    September 3, 2009

    Alle AKWs abschalten und dann noch die Kohlekraftwerke.
    80% aller Deutschen wollen 80% aller Stromerzeugung abschalten … aber die Glühbirne behalten.

    Es wäre aber eine langsamere Roadmap sinnvoller wobei die jetzige 100W Birne eh keine normale Lampenfassung passt.
    Wenn dann die Endabschaltung der Kraftwerke erfolgt sind dann die Glühbirnen und die Hauptsicherung vom Haushalt abzugeben.

  90. #90 Karel Vogel
    September 3, 2009

    @Evil Dude
    Jeder Ihrer mehr als dämlichen Kommentare endet mit dem einen oder anderen Smiley, zuzüglich weiterer innerhalb der Kommentare.
    Mir fällt da nur eines ein:
    debildes Dauergrinsen, auch immer wieder herrlich hier von einem anderen Herren demonstriert,
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,grossbild-205070-212955,00.html
    beherschen Sie zur Perfektion.

  91. #91 Evil Dude
    September 4, 2009

    Ach Karelchen,

    Ihre Versuche, mich zu beleidigen sind leider genauso dilettantisch wie Ihre “Theorien”. Kein Wunder, dass Ihr Klimatrolle nichts zustandebringt! Und damit ich Sie auch nicht enttäusche, extra für Sie! 😉

  92. #92 Karel Vogel
    September 4, 2009

    @Evil Dude
    Sie ? Beleidigen ? Wo käme ich dahin ?
    Ich bin doch voll des Lobes über Sie.
    Würde ich Sie beleidigen wollen, wählte ich ganz andere Worte.
    Betrachten Sie sich als getätchelt und gebauchklatscht !
    Machen Sie weiter so, kleines Dudelchen.
    Irgendwann, wenn Sie groß sind, nimmt man Sie vielleicht auch ernst, schlimmstenfalls beim Wort.

  93. #93 Stefan W.
    September 8, 2009

    Zwei Anmerkungen:

    a) Beim Heizen mit Glühbirnen ist die Position unter der Decke, die viele Lampen einnehmen, nicht optimal. Besser ist es, die Birne unter dem Fußboden zu installieren, allerdings braucht es für die gewünschte Lichtwirkung dann ziemlich viele – wahrscheinlich genug, um es wirklich heimelig warm zu machen. :)

    b) Der Energieaufwand der Produktion. Wenn ich 3 Lampen im Diskount für 5€ bekomme, und annehme, daß von den ca. 1,60 € pro Lampe 60¢ beim Händler verbleiben, und 50¢ bei Zwischenhändlern, Arbeiter- und Angestelltenlöhnen und Rohstoffen, dann blieben noch 50¢ als Energiekosten, die in die Lampe eingegangen sind. Jetzt weiß ich leider nicht, was die Industrie für Stromtarife hat. Wenn sie die Hälfte dessen zahlt, was der Durchschnittshaushalt zahlt, dann kann in der Produktion nicht mehr Energie stecken, als man durch Verwenden spart.

    Allerdings kenne ich die Stromtarife nicht, und weiß auch nicht, ob nicht große Teile im Ausland mit ganz anderen Stromtarifen, u.U. mit subventioniertem Strom produziert werden.

  94. #94 Hans Brandl
    Oktober 10, 2009

    Eine der wichtigsten Schäden und Nachteile der Energie-Sparlampe (ESL) wurde hier leider nicht behandelt!
    Aber dazu haben wir ja bei der Süddeutschen Zeitung den Wissenschaftsjournalisten Herrn Schrader mit seiner breiten Kenntnis des Gefährdungspotentials elektromagnetischer Strahlung, in der SZ-Diktion die böse Handystrahlung!
    Er fand jetzt heraus. dass ein Experte aus dem bayerischen Umweltministerium gerade noch Tage vor seiner Pensionierung diese Strahlung in einer Grössenordnung von 5 DECT-Telefonen gemessen hat (was immer das für eine Einheit sein mag).
    Dazu sollte man noch wissen. dass Hr. König, Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz vor dieser gefährlichen Handystrahlung schon immer gewarnt hat: “Wir wissen zwar nicht warum die Strahlung gefährlich ist, aber sie ist es auf jeden Fall!”. Die SZ , und dort vor allem Hr. Schrader hat dann auch immer regelmässig vor der bösen Handystrahlung mit allerlei Schauerartikel gewarnt.
    Herr König, oberster deutscher Strahlenschützer hat dann auch immer wieder darauf hingewiesen , dass sämtliche Grenzwerte dazu viel zu hoch sind und insbesondere für Kinder gar kein Grenzwert gelten darf.

    Darum verehrte und besorgte Eltern, keine, aber auch gar keine ESL ins Kinderzimmer! Oer wollt ihr etwa dass euere Kinder mit dem Schrader- Carcinom oder der mediengerechten Leukämie aufwachen. Fragen Sie bei unserer obersten bundesdeutschen radiologischen Kompetenz , Herrn Präsidenten König im Bundesamt nach. Lassen sie sich darüber eine Bescheinigung geben und gehen sie damit zu Ihrem Hausarzt damit er ihnen nach dem Vorsorgeprinzip Glühlampen fürs Kinderzimmer auf Rezept verschreiben kann!

    Hans

  95. #95 Pauline
    Oktober 17, 2009

    Ich bin stolze Besitzerin zweier Energiesparlampen mit “warmem” Licht und hab grad mal nachgefühlt – die sind auch heiß! Bin mir sicher dass die auch mein Zimmer heizen können.
    Was ich aber sehr seltsam finde ist folgendes:
    Ich habe einen roten Pulli, und der sieht im Energiesparlampenlicht kackbraun aus. Im normalen Glühbirnenlicht aber nicht!
    Jetzt mach ich mir ein bißchen Sorgen dass ich vielleicht doch zuviel Blauspektrum abbekomme und davon depressiv bzw schlafgestört werde 😉

    Was ist denn davon zu halten? Weiß da jemand genaueres? Ich hab einige recht hysterische Bekannte, und da naht bestimmt bald mal wieder eine Diskussion und ich möchte vorbereitet sein.

  96. #96 Pauline
    Oktober 17, 2009

    Übrigens hab ich diese Studie über die sämtlichen Zivilisationskrankheiten bis hin zu Krebs vor ein paar Wochen gelesen – die haben anscheinend das Auftreten von Prostata- und anderem Krebs damit korreliert, wie hell das Stadtgebiet in dem die Leute wohnen in der Nacht von Energiesparlampen beleuchtet ist. Das haben sie mithilfe von Satellitenaufnahmen gemacht.

    Ich hab aber gelernt, dass man aus Korrelationen niemals Kausalschlüsse ziehen darf, und für das erhöhte Auftreten von Krebs in nachts stark beleuchteten Gebieten fallen mir einige andere mögliche Ursachen ein bevor ich an die Energiesparlampen denke…

  97. #97 Maik
    Oktober 17, 2009

    Warum regen sich alle auf? Wer hat eigentlich gesagt, dass ab jetzt auschließlich Energiesparlampen verkauft werden dürfen? Keiner!

    Leute: Kauft doch einfach HALOGENGLÜHBIRNEN! 30% effizienter als herkömmlich Glühbirnen!

    Gleiches Licht, Gleiche Form, Sofort an. Und man kann sogar noch ein paar Euro dabei sparen. Bitte erstmal richtig informieren, bevor man sich beschwert.

  98. #98 Maik
    Oktober 17, 2009

    @Pauline:

    Es stimmt. Energiesparlampen fehlt ein Teil im roten Spektrum. Deshalb können Rottöne nicht immer “sonnenlichtecht” dargestellt werden. In dem Falle Energiesparlampen am Besten draußen oder im Flur benutzen. Allerdings haben auch Glühbirnen ihre Schwäche: Sie haben ein sehr ausgeprägtes Rotspektum, also auch nicht “sonnenlichtecht”.

    Mit Halogenglühbirnen wäre für die wohl die optimale Lösung gefunden; das Licht entspricht nahezu dem der Glühbirne. Kosten nur um die 2 Euro und sparen im Betrieb mehr ein als sie gekostet haben.

    Zum Blauanteil: In Büros, Krankenhäuser und Fabriken werden seit einem halben Jahrhundert Leuchtstofflampen eingesetzt. Über einen Blauanteil hat sich meines Wissens vor dem Glühbirnen-Verkaufs-Verbots noch niemand beschwert.

  99. #99 Pauline
    Oktober 18, 2009

    Also ich hab mich schon vor Jahren über das komische Licht in Büros und Treppenhäusern und Parkhäusern und VOR ALLEM bei Mediamarkt oder Saturn aufgeregt. Man sieht käsig aus und bekommt schlechte Laune und manchmal frage ich mich, ob das gesund ist für die Angestellten bei dem Licht und dazu noch der Musikberieselung acht Stunden zu verbringen.

    Aber ob sich da schon jemand wissenschaftlich mit auseinandergesetzt hat, keine Ahnung.

    Halogenlampen klingt gut. Oder vielleicht mische ich einfach eine Halogenlampe und eine Energiesparlampe? Dann kann sich der Rotanteil ja ausgleichen.

  100. #100 Bankerin
    Februar 13, 2010

    Der Farbton der meisten Energiesparlampen passt einfach noch nicht. Sobald diese Anfangsschwierigkeiten überwunden sind, wird niemand mehr den Glühbirnen hinterherweinen.

  101. #101 TrishaBaker19
    Dezember 22, 2011

    Every one understands that humen’s life seems to be very expensive, but people need money for various things and not every one earns enough cash. Therefore to receive good credit loans and just short term loan will be a right solution.

  102. #102 MargeryChen26
    Dezember 26, 2011

    I guess that to get the loan from banks you should present a good motivation. But, once I have received a small business loan, just because I was willing to buy a bike.

  103. #104 Negeso CMS
    April 24, 2015