Anscheinend hat die Polizei in England einen hinreichenden Anfangsverdacht gesehen, um eine vor zwei Tagen eingegangene Klage zum Verstoss gegen das britische FOI (Freedom of Information Act) Gesetz anzunehmen. (Diese Information ist über zwei Ecken und anonym zu mir gekommen, sie ist nicht bestätigt). Phil Jones hatte im Laufe des Tages seinen vorläufigen Rücktritt erklärt und zwar solange, bis die erhobenen Vorwürfe geklärt sind. In der obigen AP Meldung bezog er sich aber auf einen hausinternen (University of East Anglia) Review seiner Arbeiten und insbesondere seiner Behandlung eingegangener FOI Anträge . Bei den angeblich verschwundenen “Daten” handele es sich um meteorologische Stationsdaten, die in den Zeiten bevor man sich Teraplatten für ne kleine Mark kaufen konnte in den 80ern weggeschmissen wurden. Dies sei, so entnehme ich einem Times Online Artikel, vor der Zeit Phil Jones als Direktor des CRU geschehen.

i-1cf3d1ac9e229f37d1579499ec52a4e1-geruchte.jpg

Top-Gerüchte brauchen anonyme und im Konjunktiv verharrende Informationsquellen.

Anscheinend hat Jones das aber im gleichen Interview noch anders dargestellt:

According to CRU’s Web site, “Data storage availability in the 1980s meant that we were not able to keep the multiple sources for some sites, only the station series after adjustment for homogeneity issues. We, therefore, do not hold the original raw data but only the value-added (i.e. quality controlled and homogenized) data.”
Phil Jones, director of the Climatic Research Unit, said that the vast majority of the station data was not altered at all, and the small amount that was changed was adjusted for consistency.
The research unit has deleted less than 5 percent of its original station data from its database because the stations had several discontinuities or were affected by urbanization trends, Jones said.
“When you’re looking at climate data, you don’t want stations that are showing urban warming trends,” Jones said, “so we’ve taken them out.” Most of the stations for which data was removed are located in areas where there were already dense monitoring networks, he added. “We rarely removed a station in a data-sparse region of the world.”
Refuting CEI’s claims of data-destruction, Jones said, “We haven’t destroyed anything. The data is still there — you can still get these stations from the [NOAA] National Climatic Data Center.”

Das Offensichtliche sei nochmal wiederholt. Wenn etwas Illegales unter seiner Verantwortung oder gar durch ihn passiert ist, muss er sich verantworten.

Unabhängig davon bin ich nachwievor absolut sicher, dass die HadCRU Temperaturdaten völlig ok sind. Es gibt bei der Bearbeitung solcher Datensätze, der Homogenisierung von Stationsdaten und ihrer Mittelung und Interpolation, immer ein subjektives Element. Jones hätte seine Daten schon längst publik machen sollen und diese “Diskusson” der skeptischen “Fachkräfte” ertragen müssen. Jim Hansen hat auch seinen Code und Daten verfügbar gemacht, sodass jeder die GISST Abschätzungen selber nachvollziehen kann. Nach einigem Herumgewirbel der üblichen Verdächtigen ist absolut nichts übrig geblieben. Zwei Wochen nach der Veröffentlichung war Ruhe im Schacht.
Diese Kritik gilt, wenn ich auch Jones Argument, dass er keine Lust habe, den Rest seiner Tage damit zu verbringen Hinz und Kunz den Code zu erklären, noch verstehen kann.
Soweit erstmal.

PS Ich will hier nicht als Gerüchteschleuder tätig werden und werde diesen Artikel sofort korrigieren, wenn sich davon etwas (insbesondere den Anfangsoinformationen) nicht bestätigen sollte.

Kommentare (91)

  1. #1 femidav
    Dezember 2, 2009

    Einen hinreichenden Verdacht sehen eigentlich alle, die nicht voreingenommen sind.

  2. #2 femidav
    Dezember 2, 2009

    Jim Hansen hat auch seinen Code und Daten verfügbar gemacht, sodass jeder die GISST Abschätzungen selber nachvollziehen kann. Nach einigem Herumgewirbel der üblichen Verdächtigen ist absolut nichts übrig geblieben. Zwei Wochen nach der Veröffentlichung war Ruhe im Schacht.

    He? Sie sind wohl schlecht informiert. Es ist so gut wie bewiesen, dass er 2001 die Temperaturen künstlich angepasst hat. Außerdem gehen seine Zahlen immer weiter mit Satellitenzahlen auseinander. Dem Jones brennt schon die Erde unter den Füßen, und Hansen’s Zeit kommt auch noch.

  3. #3 Frank Abel
    Dezember 2, 2009

    Aber Respekt, Herr Hoffmann, wie vorsichtig und um Neutralität bemüht Sie an die Fakten herantreten. So hätte ich es mir immer gewünscht. Weiter so!

    Viele Grüße

  4. #4 Benjmanin Blümchen
    Dezember 2, 2009

    “but only the value-added (……) data”

    Ha ha ha ha, das hat mir doch einen herzlichen Lacher an diesem trüben Dezember-Morgen heraugelockt. Value-added! Ha ha ha.

    Adam Scott nennt so was “Weaseleze”. Datenmanipulation = value adding !

    Und die value-added Daten zeigen eine höhere Temperatur an, rate ich richtig? Es ist ja auch so, dass die Satellitendaten, wo kein Klimaforscher seinen “value” hinzufügen kann (hoffe ich), weniger Erwärmung in den letzten Jahren zeigen.

  5. #5 Jörg
    Dezember 2, 2009

    Auau, wenn erst rauskommt dass der LHC durch seine Triggerebenen 99,9999% seiner Daten automatisch wegwirft…

  6. #6 Karl Mistelberger
    Dezember 2, 2009

    Phil Jones als Direktor vorläufig zurückgetreten

    wäre als Überschrift angemessener.

  7. #8 Georg Hoffmann
    Dezember 2, 2009

    @Frank
    Jeder ihrer Beitraege jagt mir Schauer ueber den Ruecken. Ich mache keine “neutralen” Beitrage. Es gibt keine zwei Seiten, zwischen denen ein “fairer” Kompromiss gesucht wird. Sowas macht man sehr zu Recht in der Politik oder in anderen sozialen Systemen. In der Wissenschaft gibt es nur Fakten und Theorien, die Fakten erklaeren. Fair ist daran gar nichts.

  8. #9 Ludmila
    Dezember 2, 2009

    Georg, ich kenne genug Planetenforscher, die zwar die Rohdaten und auch die validierten Daten abgeben, denen man aber den Code für die Verarbeitung aus den kalten, toten Händen reißen müsste.

    Es ist doch so. In diesen Codes steckt die ganze wissenschaftliche Arbeit drin. Das kann jeder, wenn er mag, gerne sich selbst aus den Veröffentlichungen und dem Hintergrundwissen zusammenschustern. Aber wieso zum Teufel sollte man Jahre in einen Source Code investieren und ihn dann an jemanden weiterzugeben, der dann die entscheidenden Paper schreibt, weil der grad eh nichts Besseres zu tun hat. Wer den Source Code haben will, soll erst mal dafür sorgen, dass die Leute so vernünftig ausgestattet werden, dass sie bitte schön auch mal die Zeit haben, die Früchte ihrer Mühen zu ernten. Ansonsten kann jeder, der die Herausgabe des Sourcecodes erwartet kreuzweise den entsprechenden Teams den Buckel runterrutschen.

    Das ist die harte Realität, nicht nur in der Klimaforschung. Dass diese Klimawandel-Leugner und Betrug-Schreier sich aufgrund dessen einen runterholen, zeigt nur eins: Dass die an allem interessiert sind, aber nicht an Wissenschaft. Es geht nur mangels Argumenten darum, den Gegner zu diffamieren. Was ist denn das für ein Klima, in dem man arbeiten soll? Wo einem ständig aufgelauert wird, um jeden tatsächlichen und vermeintlichen Fehltritt ans Licht zu zerren und dann auch noch bis zum gehtnichtmehr aufzublasen?

  9. #10 just me
    Dezember 2, 2009

    ein Singer (hab den im BBC gesehen, der kann ohne mit der Wimper zu zucken lügen, krass.) oder McIntyre (wovon auch?) wären nie zurückgetreten…

    Also ich finde die Entscheidung von Jones absolut verständlich, da er eben die Wissenschaft liebt. Andererseits: Jones E-Mails waren 100%ig verständlich und okay. Vielleicht nicht rechtlich, aber wen interessiert das schon? Der Missbrauch des FOI von sogenannten “Skeptiker” war ja wohl auch mehr als eindeutig. Die Viecher missbrauchen jedes Gesetz, um ihre seltsam krude, von bestimmten Kreisen finanzierte, Weltsicht durchzusetzen. Watts machte das bspw. das Copyright-Gesetz, Singer mit einem Slapp suit Anfang der 90er, CEI nun wohl gegen Gavin Schmidt oder GISS, Monckton droht das andauernd. Ist doch nur Dreck.

    @Ludmilla
    “s geht nur mangels Argumenten darum, den Gegner zu diffamieren. Was ist denn das für ein Klima, in dem man arbeiten soll? Wo einem ständig aufgelauert wird, um jeden tatsächlichen und vermeintlichen Fehltritt ans Licht zu zerren und dann auch noch bis zum gehtnichtmehr aufzublasen?”

    Japp, das ist das einzige Ziel.

  10. #11 Benjmanin Blümchen
    Dezember 2, 2009

    “um jeden tatsächlichen und vermeintlichen Fehltritt ans Licht zu zerren und dann auch noch bis zum gehtnichtmehr aufzublasen?”

    Buhuhuhuu, eine Runde Mitleid für die armen armen Klimaforscher!

    Wer hat sich aufgeblasen? Die Klimaforscher! Mit ihren irren Katastrophenszenarien haben sie sich wichtig machen wollen.
    Wer hat ständig was von “Konsens” *gelogen*, ja der ganze angebliche Konsens war ein LUEGE. Eine LUEGE, wie die Hockeystick-Kurve.
    Wer muss diesen Mist bezahlen, nach Kopenhagen erst Recht? DER STEUERZAHLER!
    Wer missbraucht seine Stellung als Wissenschafter um Politik zu machen? Die Klimaforscher!
    Bezahlt der Steuerzahler die Schellnhubers, Hoffmanns und Rahmstorfs, damit sie ihre politischen Visionen verbreiten können? NEIN

  11. #12 Georg Hoffmann
    Dezember 2, 2009

    @Ludmilla, justme

    Georg, ich kenne genug Planetenforscher, die zwar die Rohdaten und auch die validierten Daten abgeben, denen man aber den Code für die Verarbeitung aus den kalten, toten Händen reißen müsste.

    Schoenes Zitat. Ein Klassiker

    Ich habe mich natuerlich auch mit Kollegen ueber die CRU Affaere unterhalten und ich habe, wie du es auch andeutest, auch die Meinung vertreten, dass es in den meisten (fast allen?) Wissenschaftszweigen im Umgangston rauer, haeufig perfider und vor allem weit weit weniger transparent zugeht. Niemand (ausser den zwanzig Experten) interessiert sich wirklich fuer die genaue Masse des 152ten Exoplaneten. Wir (die Klimaforscher) stehen nunmal leider unter besonderer Beachtung und besondere Entscheidungen werden unter anderem von unseren Arbeiten abhaengig gemacht. Das bringt Vorteile (ich habe bislang so gut wie jedes Projekt irgendwann zum Laufen gebracht) und eben auch Nachteile. Wer das nicht mag, soll woanders arbeiten.

    Ich stimme mit dir ueberein, dass die Veroeffentlichung der Algorithmus und die Beschreibung der Rechnungen ist, nicht der Code. Mittlerweile ist es bei uns praktisch Standard, Daten und Code mit beim Journal abzuliefern. (Ich kenne keinen Zweig der Physik, Chemie etc wo es so etwas gaebe, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren). So wie die gesellschaftliche Lage ist (dh Menschen “sehen” die Wissenschaft immer nur durch die Medien etc), muss von unserer Seite diese Transparenz hergestellt werden. Denn eins ist klar: Skeptiker moegen wissenschaftliche Schmocks sein, sie sind Medienprofis.

    Das FOI ist Gesetz und hat seine Berechtigung. Ein Richter (oder vielleicht erstmal ein Staatsanwalt der die Relevanz prueft) wird pruefen, ob dagegen verstossen wurde. Dass ein Vollkretin wie Anthony Watts sich auf dieses Gesetz beruft ist dabei irrelevant.

    @Bluemchen
    Mein Gott, ihr Deutsch.Ein unverständliches Gebrabbel.

    Bezahlt der Steuerzahler die Schellnhubers, Hoffmanns und Rahmstorfs, damit sie ihre politischen Visionen verbreiten können? NEIN

    Soll heissen:

    Soll der Steuerzahler die Schellnhubers, Hoffmanns und Rahmstorfs bezahlen, damit sie ihre politischen Visionen verbreiten können? NEIN !

  12. #13 Eddy
    Dezember 2, 2009

    @Ludmila
    “Dass diese Klimawandel-Leugner und Betrug-Schreier sich aufgrund dessen einen runterholen, zeigt nur eins:”

    Dass der Schreiber dieser Zeilen etwas nicht so recht verstanden hat.

    Im Gegensatz zu dem was Mistelberger schreibt ist es nicht Anthony Watts der oben “feuchte Träume” hat sondern Eduardo Zorita:

    “From his web page: Why I think that Michael Mann, Phil Jones and Stefan Rahmstorf should be barred from the IPCC process”

    Nicht einmal bei so einer Diskussion bringen einige es fertig die Wahrheit zu schreiben.

    Sehen wir doch was bei der Sache herauskommt. Einige Mails wurden eindeutig identifiziert und im Zusammenhang der wissenschaftlichen Einflussnahme auf IPCC-prozesse zitiert.

    Einfach bloss jetzt mit unlauteren Vergleichen zu ihrem Forschungsgebiet aufzutrumpfen halte ich schlicht für unseriös.

    Wenn die ganze Welt nach der Pfeife dieser Leute tanzen soll haben sie gefälligst zu erklären, wie ihre Temperaturdaten zustande kommen. Ich selbst denke, dass dabei kein grosser Unterschied raus kommen wird.

    Die Einflussnahme auf den IPCC-Prozess durch Rahmstorf und Co. halte ich aber durchaus für erwähnenswert und ausserdem für inakzeptabel.

    MfG
    Eddy

  13. #14 Alexander
    Dezember 2, 2009

    HM, kann es sein, das hier so mancher noch gar nix bei Anthony Watts oder Kollegen gelesen hat, oder woher kommen diese Vorurteile gekoppelt mit Vulgärsprache: runterholen, feuchte Träume, wäre nie zurückgetreten. Gibt es bitte noch paar Argumente außer Ad-Hominem? Wir sind hier ja in den Scienceblogs und nicht bei Lubos Motls Reference-Frame (nur für den Fall, dass mal jemand ein Feindbild braucht). 😉
    Ein kleiner aber nicht unwesentlicher Unterschied zur Exoplanetenforschung ist, dass letztere keine immens teuren und die Freiheit des einzelnen beschneidenden politischen Konsequenzen hat. Vor diesem Hintergrund darf man ja vielleicht schon etwas mehr an Transparenz und Korrektheit verlangen.

  14. #15 Georg Hoffmann
    Dezember 2, 2009

    @Alexander
    Anthony Watts ist ein mathematischer Idiot:
    http://tamino.wordpress.com/2008/03/02/whats-up-with-that/
    http://tamino.wordpress.com/2008/03/27/how-not-to-analyze-data-part-1/
    http://tamino.wordpress.com/2008/03/30/how-not-to-analyze-data-part-deux/
    http://tamino.wordpress.com/2008/04/01/how-not-to-analyze-data-part-3/

    Lehrreich und nicht nur zum Thema “Wie dumm ist eigentlich Anthony genau”

    Wenn Sie aufmerksam gelesen haetten, sagte ich bereits das Gleiche zum Thema Transparenz in den Klimawissenschaften. Dieses aussergewoehnliche Masz an Transparenz kann man unter anderem hier finden:
    http://www.realclimate.org/index.php/data-sources/

    Statt jetzt weiter stundenlang ueber die menschlichen Qualitaeten von Phil Jones zu spekulieren, koennte sich die Skeptiker hier ja mal an die Arbeit machen und aus den Rohdaten andere Resultate produzieren als die veroeffentlichten. Dazu reichts dann leider nie.

  15. #16 just me
    Dezember 2, 2009

    @Alexander

    1. Watts ist sicher kein Fachmann, wie auch, er ist Wetteransager nicht mehr und nicht weniger.

    2. Er hat NACHWEISLICH das Copyright-Law missbraucht, um ein Watts-kritisches (das war es nicht mal, es zeigte nur die Wirklichkeit) Video von youtube löschen zu lassen. Glücklicherweise leben wir nicht in China. Wie kann so einer über Freiheit reden wollen?

    3. in einer Diskussion mit ihm, hatte ich den Eindruck, er ist ein verbohrter Dummkopf. Es gab da zwei Arbeiten: eines gab mehr (nicht nur) dem Global Warming die Schuld, die andere gab mehr anderen (auch teilweise menschlichen) Faktoren die Schuld (auch nicht ausschließlich). Er nannte die ersteren Wissenschaftler unehrlich (gaben McI nicht die Daten, OMFG) , dumm, und unwissenschaftlich ohne auch nur deren Papier gelesen zu haben. Während die Wissenschaft keine abschließende Meinung gefunden hatte, stand für ihn es fest: Global Warming kann es nicht sein. Und so kommunizierte er es seinen Lesern. Nun das Problem ist: während Watts nur ein Laie wie ich ist, wird er von seinen Lesern als irgendein Wissenschaftler angesehen, manche nennen ihn sogar “Dr Watts”.

    Reicht mir: das ist eine unehrliche Wingnut.

  16. #17 Ludmila
    Dezember 2, 2009

    @Alexander:

    Ein kleiner aber nicht unwesentlicher Unterschied zur Exoplanetenforschung ist, dass letztere keine immens teuren und die Freiheit des einzelnen beschneidenden politischen Konsequenzen hat.

    Ach so, Wissenschaft wird danach beurteilt, ob Ihnen die Ergebnisse genehm sind? Und hat gefälligst nur das zu sagen, was Ihnen, Alexander, passt. Wohlan! Huldigt, Alexander, dem Nabel der Welt!

    Aber schön, dass Sie zugeben können, dass Sie mit zweierlei Maß messen, je nachdem, was Ihnen gefällt und was nicht. Toll. Aber dann nicht einen auf “sachlich” machen.

    Ich wünschte alle Klimawandel-Leugner wären so ehrlich zuzugeben, was sie wirklich bewegt. Reiner Egoismus und die Besorgtheit darum, dass irgendjemand ihnen versuchen könnte was wegzunehmen. *Heul, bibber, schlotter*

  17. #18 just me
    Dezember 2, 2009

    ein Beispiel, warum ich die “Skeptiker” nur als Heuchler einstufe:

    hier ein wunderbarer Brief: http://www.realclimate.org/wp-content/uploads/PETERLAUT-ANALYSIS-CLIMATE-CHANGE-CPN1.pdf

    das Interessante ist: in den “Solar”-Papieren von Svensmark & Co sind so viele Fehler, dass die gesamte Theorie arg, arg in Nöten ist. Diese Fehler sind belegt, wissenschaftlich diskutiert. Warum aber schrie kein Watts, kein Eddy, kein MyIntyre, kein Alexander: FOI, FOI zu Svensmark und Co.? Los sagt mal “Skeptiker”, macht euch das nicht skeptisch? Warum wollt ihr nicht die Originaldaten und -code von Svensmark und Co. Schließlich geht es beim Klimawandel um eine längerfristiges, globales Problem. Na? Solange ihr diese Daten nicht fordert, bleibt ihr für mich nur Heuchler.

  18. #19 Ludmila
    Dezember 2, 2009

    @Georg: Ich kann es nachvollziehen, dass Ihr unter besonderer Beobachtung steht. Ich kann es auch nachvollziehen, dass Ihr Euch dem beugen müsst. Aber irgendwie ist das doch zutiefst unehrlich von Euch zu verlangen, heiliger zu sein als der ganze Rest.

    Und natürlich ist das mit den versteckten Codes bei uns nicht das Ideal. Aber nu was soll man in einer Welt mit knappen Ressourcen machen, wo nur die Ergebnisse zählen und nicht der Weg dahin. Wenn man das Geld für 20 Leute mehr hätte, ja dann könnte man auch entspannt den Code rausgeben.

    Ist übrigens mit Daten ganz ähnlich. Ich krieg am Rand ne ganz heiße Diskussion mit anderen Kollegen mit, weil da ein Instrument keine Daten rausrücken will. Die stellen sich auf den Standpunkt: Wir haben das Ding gebaut, Zeit und Geld investiert und erst sind wir dran mit dem mahlen. Die anderen kommen, wenn wir fertig sind. Das ist dann natürlich schon nicht so optimal – vorsichtig ausgedrückt. Ich kenn auch einen Theoretiker, der seine Notizen nur auf japanisch – in Deutschland – verfasst und die im Schrank wegsperrt. Etc. pp.

    Wissenschaftliche Transparenz versus Überleben der Arbeitsgruppe. Ideal versus Praxis. Da gibt es viele Grauzonen, über die man auch diskutieren kann. Aber nicht in dem vergifteten Klima hier.

  19. #20 Georg Hoffmann
    Dezember 2, 2009

    @Ludmilla

    Aber nicht in dem vergifteten Klima hier.

    Vergiss einfach einen Moment die Nutters. Ergebnisse nachpruefen koennen anhand eines Papers ist wichtig. Bei den Datenmengen und den ellenlangen Codes, die wir (du und ich) verwenden, ist das nicht immer einfach. Es stimmt auch, dass man unmoeglich nach der ersten Veroeffentlichung alles jedem geben kann. Aber wenn etwas wie die HadCRU Daten seinen beachtlichen Veroeffentlichungsrekord hatte und ausserdem es an prominenter Stelle im IPCC auftaucht, dann haette Jones ein moeglichst vollstaendiges Daten+Code Paket herstellen und den Nutters mit einem Readme irgendwo hinlegen koennen. Fertig. Keiner spraeche mehr davon.
    Ich sag nochmal, was ich oben bereits gesagt habe, Anthony Watts mag ein Idiot sein, aber so wie die Medienlandschaft ist, hat er mehr Einfluss auf die US Medien und somit US Politik als meinethalben der gute Tamino (siehe oben), der ein halbes dutzend Mal elegant nachgewiesen, was fuer ein Idiot Watts eigentlich ist. Ich wuerde diesen Leuten so wenig Angriffsflaeche wie moeglich geben, selbst wenn beispielsweise die 5% homogenisierten Daten nicht den geringsten Einfluss haben.

  20. #21 Ludmila
    Dezember 2, 2009

    Ok, hab’s verstanden und kann ich jetzt auch richtig einordnen. Danke für die Erklärung. Aber mal wieder interessant, wie es woanders gehandhabt wird. Gerade wenn öffentlicher Druck dazu kommt.

  21. #22 Alexander
    Dezember 2, 2009

    Erstaunlich. Kaum wagt man etwas anzumerken, wird man persönlich angegriffen. Hier geben sich einige (vor allem Ludmilla) alle Mühe, die Vorurteile gegen über AGW-Aktivisten zu bestätigen.

    Die Antwort von Georg ist ja souverän, die Sachen werde ich mir ansehen. Bleibt trotzdem die Tatsache, dass Watts nicht im Ansatz diese vulgäre Sprache pflegt wie mancher hier. Und dass AW mal etwas falsch gemacht hat ist kein besonders gutes Argument gegen die aktuellen Beiträge auf seiner Webseite. (Genauso wenig wie umgekehrt einzelne Fehler die AGW-These stürzen). Und dann gibt es noch Steven McIntyre, der eindeutig kein mathematischer Idiot ist, oder Prof. von Storch und weitere.

    Jetzt mal zu Ludmilla und ihren persönlichen Angriffen: Ich verdiene sogar mein Geld mit Energiesparen, und mir ist es egal, ob Strom noch etwas teurer wird, das wäre nur gut für mein Geschäft. Aber es ist eine prinzipielle ethische Frage, dass einschneidende politische Maßnahmen sauber und transparent begründet werden. Und da hat doch das allgemeine Interesse (nicht mein persönliches wohlgemerkt) klaren Vorrang gegenüber dem Egoismus (mag er auch verständlich sein) einzelner Wissenschaftler, nicht zuletzt, wenn ihre Forschung von öffentlichen Mitteln finanziert wird. Das ist für mich und für viele andere einfach eine moralische Bringschuld.
    Jedenfalls kann ich jetzt etwas verstehen, warum vor kurzem ein anderer Diskutant ob Ludmillas luzidem Argumentationsstil so in Begeisterung ausgebrochen ist.

  22. #23 Nils Simon
    Dezember 2, 2009

    Ludmila: Ironischerweise ist es gerade der für vollständige Transparenz zusätzliche Aufwand an Personal und damit Geld, den die jetzt laut schreienden Leute fordern müssten. Judith Curry hat das selbst auf ClimateAudit mit Hinweis auf ihre (aus dem Kopf zitiert) “hoffnungslos veraltete” Webseite erwähnt. Erstaunlicherweise war das einer der wenigen Anmerkungen von ihr, zu denen ich in den Kommentaren nichts gefunden habe (möglicherweise ist ja noch weiter unten was gekommen). Wer aber empört ruft, die Klimaforschung sei ja “only in it for the gold”, und gleichzeitig “vollständige Transparenz!!11!” der Klimaforscher verlangt (am besten mit Livecams von Georgs Schreibtisch, Feeds von seiner Festplatte und einem bezahlten Detektiv vor seiner Bürotür), muss sich schon für eins von beiden entscheiden. There’s no such thing as a free lunch. Aber um Verbesserung der Forschung geht es Klimaskeptikern ja leider nicht, wie wir alle seit Jahren leidvoll erfahren müssen. Ich stimme Georg vollkommen zu: Man wird das Maß an Transparenz niemals erreichen können, das die Skeptiker verlangen, so lange diese einen vernünftigen Diskurs verweigern.

  23. #24 Benjmanin Blümchen
    Dezember 2, 2009

    Ihr sinkt immer tiefer im Niveau…

    just me: Der sowieso hat gesagt, dass der Svensmark gar nicht recht hat, buhuhuuu
    Ludmilla: Ihr seid alle so böse, buhuhuhuuuu
    Georg: Der tamino hat gesagt, dass der Watts gar nicht recht hat, buhuhuuuuu

    Ihr scheint ja am Ende zu sein, es wird nicht mal mehr versucht, Argumente zu finden

  24. #25 Alexander
    Dezember 2, 2009

    Georg, da hast du recht! Und ich frage mich schon lange, warum machen sich Mann, Jones, Yaffa usw. durch dieses Verhalten so angreifbar und provozieren dadurch erst recht das Mißtrauen? Wobei man hinzufügen muß, dass das Löschen von Roh-Daten auch bei größtmöglicher (nachträglicher) Transparenz in keinem Fall unter vertrauensbildende Maßnahmen fällt. 😉
    Und noch eine kritische Anmerkung: Warum findest du es nötig immer von Idioten und Nutters zu sprechen? Meinst du dadurch mehr Überzeugungskraft zu bekommen?

  25. #26 Krishna Gans
    Dezember 2, 2009

    @just me
    Soweit ich weiß, ist eines der ersten Svensmark Arbeiten ein alter Hut und die berechtigte Kritik außerdem wohl auch registriert und Fehler korrigiert worden. Zudem gibt es neuere Veröffentlichungen, die bisher nicht beanstandet wurden, an denen wohl nichts auszusetzen ist.

  26. #27 Krishna Gans
    Dezember 2, 2009

    @Alexander

    Warum findest du es nötig immer von Idioten und Nutters zu sprechen

    Vielleicht fühlt er sich nur unter seinesgleichen wohl ?

  27. #28 Alexander
    Dezember 2, 2009

    @Krishna: Bei Svensmark hast du recht, darauf wollte ich auch noch hinweisen. Aber warum begibst du dich mit deinem zweiten Beitrag auf die Beleidigungsebene und entwertest damit den ersten Beitrag?

  28. #29 Eddy
    Dezember 2, 2009

    @just me

    Sie meinen sicherlich, diese Leute hier sind alles Heuchler und wasweissich?

    http://public.web.cern.ch/public/en/Research/CLOUD-en.html

    Es wird in solchen Diskussionen immer wieder deutlich, dass nicht die angeblichen “Skeptiker” ein vorgefasstes Weltbild haben. Bisher galt “Skeptiker” nicht als Schimpfwort. Wer es als solches verwendet hätte besser Politiker oder Greenpeaceaktivist werden sollen!

    Es ist ja eigentlich egal wenn Kurven gefälscht und Panels und Fachmagazine beeinflusst werden; Hauptsache es wird endlich etwas getan für diesen Planeten?!

    Egal wer was gegen wen in der “etablierten” Klimaforschung sagt oder schreibt ist ein “Klimaskeptiker”, ob Laie oder Wissenschaftler. Eine solche Position ist einfach absurd und komplett unwissenschaftlich.

    Bevor wir genau wissen, was diese Mails bedeuten sollten wir nicht zu sehr darüber urteilen. Bei denen, wo wir genau wissen was sie bedeuten, sollten die Wissenschaftler sich dafür verantworten müssen. Punkt.

    Ich weiss nicht ob ein Code oder Wissenschafts”software” geschützt werden muss. Was Michael Mann mit Ulrich Cubasch und Hans Von Storch gemacht hat ist unter aller Sau, mit Verlaub. Ausserdem sollte man wissen dürfen, wie eine Temperaturkurve angepasst wurde. Das ist Wissenschaft und keine Urheberrechtsverletzung.

    Dass so lange darüber diskutiert werden musste ist und bleibt ein Skandal. Auch wenn eine neue Klimakurve fast genauso aussieht wie die von Jones oder Hansen.

    Was Svensmark angeht, denke ich dass sie sich ganz einfach irren, überlasse diese Diskussion aber gern den Spezialisten!

    MfG
    Eddy

  29. #30 Ludmila
    Dezember 2, 2009

    @Alexander: Wissenschaft ist eine Methode die Welt zu erfassen. Möglichst vorurteilsfrei und objektiv. Nicht mehr und nicht weniger. Wir werden dafür bezahlt, Ergebnisse zu liefern und nicht jedem Typen auf der Straße zu versichern, dass wir keine Betrüger sind. Also, was soll dieser dämliche Generalverdacht und das Zusammenschwafeln einer “Bringschuld”? Wieso haben wir eine Bringschuld, den Mist zu sortieren, den andere zusammenphantasieren?

    Was Sie auf die Palme bringt und völlig ungerechtfertigt allein der Klimaforschung anlasten ist das, was aus den Ergebnisse gemacht wird. Das ist dann aber eine gesamtgesellschaftliche Frage. Eine Frage der Politik, der Medien und der Bevölkerung inklusive der Forscher als Menschen. Wenn Ihnen also die Konsequenzen nicht gefallen, dann pinkeln Sie, Alexander, schlicht den falschen Baum an.

    Aber so war das schon immer in der Geschichte: “Schlechte Botschaft? Tötet den Boten!” Ist naheliegend, aber maximal dämlich. Davon löst sich die Nachricht auch nicht in Luft auf und man verspielt jede Chance, mehr zu erfahren und vielleicht doch noch was aus der Nachricht zu machen.

  30. #31 Georg Hoffmann
    Dezember 2, 2009

    @Alexander

    Georg, da hast du recht! Und ich frage mich schon lange, warum machen sich Mann, Jones, Yaffa usw. durch dieses Verhalten so angreifbar und provozieren dadurch erst recht das Mißtrauen?

    ZB hier
    http://www.ncdc.noaa.gov/paleo/pubs/mann2008/mann2008.html
    http://www.meteo.psu.edu/~mann/supplements/MultiproxyMeans07/
    http://www.meteo.psu.edu/~mann/supplements/MultiproxySpatial09/
    http://www.cgd.ucar.edu/ccr/ammann/millennium/codes/
    http://www.meteo.psu.edu/~mann/shared/research/MANNETAL98/
    Das reproduziert alles was Mann in den letzten zehn Jahren zu Temperatur-Rekonstruktionen gemacht hat. Mit ein wenig Programmiererfahrung haben Sie alles heute abend am Laufen. Das loest nicht die eigentlichen Probleme, aber in Sachen Transparenz haette ich wirklich gerne, dass Sie mir das mal in einem anderen Fach, ja soger bei einem anderen Klimaforscher zeigen.

    Und noch eine kritische Anmerkung: Warum findest du es nötig immer von Idioten und Nutters zu sprechen? Meinst du dadurch mehr Überzeugungskraft zu bekommen?

    So sind wir im Ruhrgebiet. Hart aber herzlich. Dass einer nicht weiss, was Ich von ihm/ihr halte ist ziemlich selten.

    @Bluemchen

    Georg: Der tamino hat gesagt, dass der Watts gar nicht recht hat, buhuhuuuuu

    Noee, er hat gezeigt dass er ein Idiot ist. Das ist noch etwas anderes. Ich wuerde dasselbe ja gerne mit Ihnen machen, nur kommt leider nie etwas zur Sache, helas. Sie sind so ein en-Mann-greek-chorus (http://en.wikipedia.org/wiki/Greek_chorus), der immer die Emotionen, die im Raum schweben, verstaerkt, damit auch der Duemmste merkt, worum es geht. Tapfer. Weiter so.

  31. #32 Krishna Gans
    Dezember 2, 2009

    @Alexander
    Ich meine, Ludmila sollte sich den Artikel auch mal in Ruhe zu Gemüte führen:
    Spektrumdirekt – “Dramatisierte Darstellung”
    Vielleicht knirscht sie dann etwas weniger mit den Zähnen.

  32. #33 Georg Hoffmann
    Dezember 2, 2009

    @Eddy

    Sie meinen sicherlich, diese Leute hier sind alles Heuchler und wasweissich?

    Noee, nur das Sie nicht gezeigt haben, was Svensmark zumindest immer behauptet. Schlimmer noch, auch wenn Sie es gezeigt haetten, ist das eigentliche Problem nicht geloest.
    Alle Bilder die Svensmark zu low level clouds zeigt, beruhen auf ad hoc Annahmen, wie das Satellitensignal zu korrigieren ab einem bestimmten Zeitpunkt zu korrigieren sei. Er zeigt NIEMALS was sich auf der ISCCP Seite im Original findet. Der “bestimmte Zeitpunkt” ist zufaelligerweise der, an dem seine Korrelationen (und nicht anderes hat er) vollends auseinanderlaufen.

  33. #34 just me
    Dezember 2, 2009

    @Gans, Eddy
    Svensmark hat ein Problem: er sagt, er zeigt CO2 hat keinen oder nur minimalen Einfluss. Nur das zeigen seine Arbeiten nicht. Nichts, ausser die fehlerhaften ersten Publikationen, zeigt einen dominierenden Einfluß der GCR auf das Klima. Und Svensmark behauptet das Gegenteil. Ich denke, GCR als weiteren, kleineren Einfluß auf bestimmte Klimadinge wäre ein gutes Forschungsprojekt, das ja auch in unterschiedlichen Projekten wie in CLOUD gemacht und gefördert wird… auch mit Steuergeldern.

    Die ersten CLOUD-Experimente http://www.atmos-chem-phys-discuss.net/9/18235/2009/acpd-9-18235-2009.html sind auch nicht überzeugend (übrigens sind da auch Reviews zu dem Paper zu finden… )

    PS: Skeptiker sind toll, ich bin zu oft zu unskeptisch, aber “Skeptiker” sind eine andere Kategorie und wie soll ich es sagen: SCHEISSE.

  34. #35 Krishna Gans
    Dezember 2, 2009

    @just me

    In summary, the exploratory measurements made with a pilot CLOUD experiment at the CERN Proton Synchrotron have validated the basic concept of the experiment, provided valuable technical input for the CLOUD design and instrumentation, and provided, in some of the experiments, suggestive evidence for ion-induced nucleation or ion-ion recombination as sources of aerosol particles from trace sulphuric acid vapour at typical atmospheric concentrations.

    Na, sieht ja ganz danach aus, als wäre das Experiment dermaßen in die Hose gegangen, daß man es nun wohl doch 2010 durchführen will.
    Deinen anderen Verbalmüll darfst du gern für dich selber in Anspruch nehmen.

    Irgendwie eigenartig, wie dünnhäutig die ganze AGWisten Clique seit einigen Tagen geworden ist….

  35. #36 Benjamin Blümchen
    Dezember 2, 2009

    Value-added data, ha ha ha, ich schmeiss mich wech. Ich bin offenbar nicht der einzige, der das zum Schiessen findet:

    Phil Jones: Weasel of the Year 2009!

  36. #37 Eddy
    Dezember 2, 2009

    @Georg

    Es g ibt eine andere Theorie, nämlich dass das Klima von 1950 bis ungefähr 1980 abkühlte wegen Aerosolen in der Luft. Diese Erklärung ist wohl seit einem Jahrzehnt einer der Hauptpfeiler der Erklärung der Klimarekonstruktionen der letzten 100 Jahre. Bjorn Steven vom MPI für Meteorologie hat herausgefunden, dass das Gegenteil der Fall ist. So lassen Aerosole in Passatwinden die Wolken eher abregnen. (SdW 12/2009)

    Bis jetzt hat noch niemand sich künstlich über die Wissenschaftler aufgeregt, die uns das Märchen des akühlenden Effekts durch Aerosole jahrelang verkauft haben. Wie soll man die jetzt nennen? Kataskeptiker, Aeroleugner? 😉

    Wieso also diese Angriffe auf Svensmark und den CERN?

    Er forscht und ihr forscht und am Ende werden wir sehen wer Recht hatte. Forschungszweige regelrecht abzuwürgen, wie es die IPCC-beeinflusser tun ist unwissenschaftlich. Das ist einfach eine Tatsache.

    Ausserdem geht es, ob bei Svensmark oder anderen angeblichen Skeptikern darum, dass diese einen bestimmten Anteil an der Erwärmung durch Co2 in Frage stellen könnten, bzw. dass sie erklären, dass die Erwärmung der letzten 40 Jahre teilweise durch natürliche Ursachen erbklärt werden könnte.

    Nur deshalb werden sie als Skeptiker verschrieen.

    Diejenigen, die den angeblichen Aerosoleffekt seit Jahren propagieren werden wohl kaum als Leugner bezeichnet werden, oder als Tatsachenverdreher oder sonst was peinliches

    Man sieht doch wie hier die Dinge laufen. Wer Pro-Agw redet hat immer recht. Wer irgend etwas davon auch nur wagt anzuzweifeln ist böse, und muss sich die elendiglich dummen Ergüsse einiger selbsternannter Weltretter immer wieder anhören.

    Soll doch bitte DIE WISSENSCHAFT entscheiden, ohne Unterdrückungen, Lügen, Beeinflussung von Fachmagazinen, Löschen von Daten, persönlichen Attacken, Unterstellungen, Diffamationen!

    Mehr verlange ich nicht! Die Zukunft wird entscheiden. Ich habe wirklich nichts gegen erneuerbare Energien und die Zerstörung der Natur MUSS einfach aufhören. Wr müssen uns deswegen aber nicht jahrelang fanatische und religöse Untergangslitaneien anhören und nicht jeder Laie mit einer Frage auf der Zunge muss sich diese ewigen Bleidigungen anhören. Es ist einfach genug. Alle haben jetzt genug davon.

    MfG
    Eddy

  37. #38 Eddy
    Dezember 2, 2009

    @just me

    Vielleicht irrt sich Svensmark total. Vielleicht hat er teilweise Recht. Immerhin ist sogar die Theorie der Dansgaard-Oeschger-ereignisse auf geringe Schwankungen der Sonnenaktivität aufgebaut. Sollten diese Schwankungen irgend etwas bewirken, dann MÜSSEN wir uns fragen WIE. Das ist allemal interessanter als viele andere Forschungsgebiete.

    Welche alternativen Erklärungen gibt es? Was bedeutet das für das Klima der nächsten 100 Jahre? Ich bin ja auch sehr skeptisch, dass die kosmische Strahlung das Klima seit 10.000 Jahren, bzw. Jahrmillionen bestimmen soll. Welche alternativen Erklärungen gibt es. War alles reiner Zufall? (selbstverständlich nicht!)

    Wieso werden jahrelang Forschungsergebnisse zu der Entwicklung der Alpengletscher in den letzten 10.000 Jahren kaum beachtet? Es wird manchmal nur lakonisch erklärt, das wäre ja nur lokal. Aber Hallo, für mich ist das sehr wichtig und interessant. Wieso sollte ich nicht weiterforschen auf dem Gebiet, wenn ich dazu die Gelegenheit
    hätte?

    Ich kann vor allem nicht glauben, dass ich monatelang hier verantwortlich gemacht werde für Aussagen und Meinungen an die ich weder glaube, geschweige denn dazu stehe. Ich habe es schon fast aufgegeben mich hier zu erklären. Ich merke aber in anderen Foren, dass allmählich eine differenziertere Sichtweise vorherrscht. Sogenannte Soft)Katastrophisten und ich haben oft fast identische Vorstellungen und Zweifel.

    Dass jemand mich einmal als wissenschaftsfeindlich ansehen könnte, hätte ich vor 10 Jahren noch für vollkommen unmöglich gehalten.

    MfG
    Eddy

  38. #39 Benjamin Blümchen
    Dezember 2, 2009

    @Eddy

    Genau, so ist es. Der Svensmark sagt, das ist meine Hypothese und er versucht diese zu erforschen. Der sagt nicht: Ich habe auf jeden Fall recht und wenn jemand nicht einverstanden ist, ist er von einer Lobby geschmiert. Er sagt nicht: der und der ist auch meiner Meinung, darum habe ich recht. So jemanden respektiere ich, auch wenn ich kein besonderer Anhänger seiner Theorie bin (ich bin auch kein Gegner).

    Jemand hat in einem früheren Thread gefragt: Ja wie geht das, verschiedene Skeptiker haben verschiedene Theorien, wieso schlagt ihr euch nicht die Köpfe ein? Die AGW-Sekte versteht nicht, dass man jemanden respektiert, auch wenn man anderer Meinung ist. Sie verstehen auch nicht, dass man jemanden hasst, der seine Meinung als die 100% wahre verkauft und jeden diffamiert, der skeptisch dagegen ist. Dass es jegliche Glaubwürdigkeit der AGW-Sekte zerstört, wenn sie sagen “alle, die drauskommen sind meiner Meinung”.

    Es ist wie bei einer Religion, die Leute, die andere ständig bekehren müssen und Besitzer der “einzig wahren” Religion sind, sind eine Landplage und haben schon viel Schaden angerichtet.
    Wenn einer einfach friedlich seinen Glauben besitzt und es ihm egal ist, was andere denken, ist das nie ein Problem

  39. #40 Georg Hoffmann
    Dezember 2, 2009

    @Eddy, Bluemchen
    Sicher Aerosole heizen die Atmosphaere auf (reflektiren zwar bestens gemessen das Sonnenlicht, aber irgendwie machen die das schon).
    Svensmark wird deswegen kritisiert:http://www.realclimate.org/wp-content/uploads/PETERLAUT-ANALYSIS-CLIMATE-CHANGE-CPN1.pdf
    Daten Manipulation, Selektion und das Nicht-Eingestaendnis, dass sein Mechanismus bislang nichts gebracht hat.
    Man hat alles ueberprueft, was er und andere virgeschlagen hat, und genau wie Sie erzaehlt er das gleiche Zeug einfach weiter.
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2009/10/why-the-continued-interest/
    Und natuerlich ist das alles gerechtfertigt, weil Meinungsfreiheit und humbahumbataeterae. Nu ja.
    Ich bin nicht besonders interessiert.

  40. #41 Gerhard Straten
    Dezember 3, 2009

    So richtig interessant ist die Theorie mit der kosmischen Strahlung wirklich nicht. Sollte das Clouds-Programm aber ergeben, dass kosmische Strahlung wirklich zur Wolkenbildung beiträgt, dann haben wir zwei Hyphotesen, die sich auf physikalische Grundlagen berufen können, aber Probleme damit haben irgendwelche überzeugenden Korrelationen zum beobachtenden oder rekonstruierten Klima herzustellen. Vielleicht schaltet dann die Erkenntnisfindung so nach Zeitgeist. Ist der menschliche Einfluss böse, dann ist es der erweiterte Treibhauseffekt, ist er gut, dann ist es die kosmische Strahlung. Vielleicht gibt es dafür dann auch eine Formel.

  41. #42 Eddy
    Dezember 3, 2009

    @Georg

    Ich kann nicht glauben, dass sie als Klimatologe am Einfluss der Sonne “nicht besonders interessiert” sind. Das ist so als wär der Planetologe oder Kosmologe an der Relativitätstheorie “nicht besonders interessiert”.

    Zum Thema Sonne gibt es interessante Überlegungen hier: http://www.sciencebits.com/calorimeter

    “Nevertheless, the beautiful thing is that within the errors in the data sets (and estimate for the systematics), all three sets give consistently the same answer, that a large heat flux periodically enters and leaves the oceans with the solar cycle, and this heat flux is about 6 to 8 times larger than can be expected from changes in the solar irradiance only.”

    “So what does it mean?

    First, it means that the IPCC cannot ignore anymore the fact that the sun has a large climatic effect on climate. Of course, there was plenty of evidence before, so I don’t expect this result to make any difference!

    Second, given the consistency between the energy going into the oceans and the estimated forcing by the solar cycle synchronized cloud cover variations, it is unlikely that the solar forcing is not associated with the cloud cover variation.

    Note that the most reasonable explanation to the cloud variations is that of the cosmic ray cloud link. By now there are many independent lines of evidence showing its existence (e.g., for a not so recent summary take a look here). That is, the cloud cover variations are controlled by an external lever, which itself is affected by solar activity.”

    Wie ich schon schrieb, kann ich mir diesen Einfluss der kosmischen Strahung auch sehr schlecht vorstellen. D.h. ich bin skeptisch (= böse)!

    Die nächsten Jahrzehnte sind mit Sicherheit die spannendsten in der Klimaforschung und alle sollten froh darüber sein.

    MfG
    Eddy

  42. #43 Karl Mistelberger
    Dezember 3, 2009

    Krishna Gans· 02.12.09 · 16:41 Uhr

    Soweit ich weiß, ist eines der ersten Svensmark Arbeiten ein alter Hut und die berechtigte Kritik außerdem wohl auch registriert und Fehler korrigiert worden. Zudem gibt es neuere Veröffentlichungen, die bisher nicht beanstandet wurden, an denen wohl nichts auszusetzen ist.

    Alexander· 02.12.09 · 16:51 Uhr

    Bei Svensmark hast du recht, darauf wollte ich auch noch hinweisen.

    Ich bin schon gespannt, was da noch kommt.

  43. #44 Wolfgang Flamme
    Dezember 3, 2009

    Ich finde das Gewinsel aus der Forscherecke wegen des angeblich enormen Zusatzaufwandes lächerlich. Habt oder habt Ihr nicht bereits gegenüber dem Peer Review detailliert belegen können, wie Ihr von Beobachtungen zu Schlußfolgerungen gelangt seid?

    Was ‘just me’ sagt, ist genau richtig: Es ist ein Unding, daß Svensmark wiederholt ohne Daten und Code detailliert offenzulegen durchs PR kam. Es ist ein Unding, daß man die Kritik von Laut nicht reproduzieren oder gar fortschreiben kann – nein, man muß wieder exakt bei Null anfangen, die alten Svensmark-Grafiken digitalisieren, die Datenquellen ausgraben und vorverarbeiten, die Laut auch schon ausgegraben und vorverarbeitet hatte, aufwendig Datenmaterial aus anderen Arbeiten beschaffen, weil auch das nicht veröffentlicht wurde usw usw. Laut selbst ist völlig zufrieden damit, Teil des eigentlichen Problems zu sein, unternimmt nicht den kleinsten Versuch dem Mißstand abzuhelfen. Und jammert dann rum, daß Lügen so verdammt lange Beine haben. Noch schlimmer:

    In the modern world, many scientific results are extremely difficult to verify independently. They may be produced by a group of several researchers working for months or even years with vast amounts of data, which have to be calibrated employing especially tailored computer programs.Often it is practically impossible for an outsider to verify the conclusions. That applies also to the referees, who have to decide on the publication of the work. So, trust is in the short run often all we have to judge the authenticity of claimed new developments.

    Na toll, es gibt also erstmal keinen objektiven Grund, warum ich zB Laut mehr trauen sollte als Svensmark, außer daß Laut vielleicht treuer und unschuldiger gucken kann oder so? Heilig’s Blechle, wenigstens könnte man versuchen, Wissenschaft künftig ein winziges bischen transparenter zu machen, oder? Wenigstens die Grafiken aus den Veröffentlichungen digitalisiert und freiwillig beizusteuern, das wäre schonmal ein gewaltiger Fortschritt, der niemanden überfordern dürfte, oder?

  44. #45 Georg Hoffmann
    Dezember 3, 2009

    @Wolfgang
    Das System des peer review ist nicht gemacht um Betrug zu detektieren. Wem “Vertrauen” ist überhaupt nie das Thema gewesen, man muss allen vertrauen. Hier die nochmal Gruende warum die Praxis in der Wissenschaft so ist ,wie sie ist, und es doch in der Klimawissenschaft besser ist.
    1) Historisch. Groessere Datenmengen waren bestenfalls prozessierbar, nicht aber transferierbar und schon gar nicht “einfach so” konservierbar.
    2) Wettbewerb. Wissenschaftler erklaeren in den Veroeffentlichungen wie’s gemacht wird, aber machen muss man es schon selber. Eine Beschreibung eines Autos mag alle fuer die Ingenieurskunst wichtigen Informationen enthalten. Es selbst dann oekonomisch etc genau so herzustellen ist eine andere Sache. Dieses Savoir Faire geben viele nicht gerne gratis ab. In extrem kompetitiven Faechern wie dem meiner Frau geben die einem Konkurrenten nichtmals ne Fuehrung durch ihr Labor.
    3) Qualitaet: Es ist häufig besser und einfacher einen Code selber zu schreiben als einen anderen zu verstehen.
    4) Insbesondere Daten Homgenisierung wird handisch Station für Station gemacht. Es gibt nicht ein Programm das alles tut. Deswegen auch die Skepsis einiger Meteorologen gegenueber Hansens Riesenprogramm. Jeden Schritt nachzuvollziehen bedeutet ein halbes Jahr am CRU verbringen.
    5) Klimawissenschaften sind aber unter besonderem Druck und sind eben in dieser Hinsicht besser als andere Wissenschaften. Ich gab oben bereits die entsprechenden Beispiele. Persoenlich kann ich nur sagen, dass ich per nettem Anschreiben immer alles bekommen habe, was ich von Kollegen wollte. Es fiele mir aber tatsaechlich menschlich wahrscheinlich auch schwerer mit solchen Aerschen wie Anthony Watts meine Ergebnisse zu teilen. Aber da muessen wir wohl durch.

  45. #46 Webbaer
    Dezember 3, 2009

    Ist was dran? Werden die fehlenden Daten nicht folgenlos bleiben? Hmm, so ganz ohne Datenbasis gehts halt nicht, oder?

  46. #47 Webbaer
    Dezember 3, 2009

    Es fiele mir aber tatsaechlich menschlich wahrscheinlich auch schwerer mit solchen Aerschen wie Anthony Watts meine Ergebnisse zu teilen.

    Kenne den Mann nicht, aber ist das mittlerweile hier das angesagte Artikulationsniveau?
    Aber egal, die Zukunft wirds zeigen. Wer recht hat und so…

  47. #48 Webbaer
    Dezember 3, 2009

    @Ludmilla:

    Aber wieso zum Teufel sollte man Jahre in einen Source Code investieren und ihn dann an jemanden weiterzugeben…

    Ja, warum eigentlich. Wenns nur schaden könnte…
    Ansonsten, die schlimmsten Vorurteile werden hier schon ein wenig bestätigt. Die Datenbasis als ex cum pro? Unbekannt?

  48. #49 just me
    Dezember 3, 2009

    Guter Kommentar in der Nature: http://www.nature.com/nature/journal/v462/n7273/full/462545a.html

    Hm, ich denke, das wichtigste ist, dass die Rohdaten und die Ergebnissdaten alle da sind. Der Code zum Processing der Daten ist nicht so wichtig, wenn das Verfahren in den Papieren gut beschrieben ist bzw. wenn es noch Zusatzinfos gibt. Ideal wäre natürlich noch Open Source und vielleicht eine Bibliothek von implementierten Methoden/Algorithmen zur Wiedernutzung.

  49. #50 Eddy
    Dezember 3, 2009

    Das ging aber schnell 😉 Zum Fest sind wir alle eine grosse Familie 🙂

  50. #51 Eddy
    Dezember 3, 2009

    Hier einmal etwas anderes:

    http://blogs.discovermagazine.com/discoblog/2009/11/30/crazy-optical-illusion-of-the-day/

    Das ist kein Fake und einfach nur verblüffend! Ein screenshot wird euch überzeugen. DAS ist Wissenschaft 😉

  51. #52 just me
    Dezember 3, 2009

    @Eddy

    nett, nett, die Illuision, das Gehirn ist schon cool. warum das so ist, ist aber nicht bewiesen oder? 😉 Kennt jemand den Turm der Sinne in Nürnberg? Auch sehr nett.

    zu von Storch vs Rahmstorf: in den mails ist nichts böses von Rahmstorf, habe jedenfalls nichts gesehen. Zorita oder v S zitieren auch nichts, sondern sondern nur Blah blah…

    Worum geht’s also: Rahmstorf wollte vielleicht kein mieses Papier von denen (http://www.realclimate.org/index.php/archives/2006/04/a-correction-with-repercussions/) mit einbeziehen in den IPCC-Bericht. Von Storch und Zorita selbst gaben ja die Fehler zu. Ist ja auch nicht schlimm…

    Aber was ich noch toller finde, der böse Rahmstorf hat als ein Lead-Author von Kapitel 6 ein anderes Papier von Zorita und von Storch prominent miteinbezogen. (siehe: http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg1/ar4-wg1-chapter6.pdf, sucht nach GSZ2003, von Storch oder so). Er scheint wirklich böse zu sein, und grenz die echt aus. (siehe auch hier: http://scienceblogs.com/stoat/2009/11/zorita_goes_for_the_jugular.php)

    So, warum der Zorita so ein Aufstand macht, ohne den geringsten Beweis zu bringen (kein einziges direktes Zitat aus den E-Mails, wo ist der Beweis Zorita!), ist ein Rätsel.

    zu Svensmark: auch dort wurden ohne Sourcecode die Fehler gefunden. Kein Problem, nur die Ausgangsdaten und die Methoden müssen klar sein. Wahrscheinlich können die GCR eine kleine Rolle in der Klimawirkung spielen. Was anderes ist bisher nicht rausgefunden worden. Aber die Forschung geht weiter, aber bisher stehen die Chancen für die Solartheorie von Svensmark nicht gerade gut.

    Nun im Vergleich: 95% der Ausgangsdaten von CRU-Temperaturen waren frei… waren die 5% so wichtig? Wo finde ich alternative Temperaturzusammenfassungen von McIntyre und Co? Warum entwickeln sie nicht ihre eigenen Methoden? Genug Zeit haben sie doch.

  52. #53 just me
    Dezember 3, 2009

    eine Ergänzung: aus einem Zorita und von Storch papier:

    “Acknowledgments. We thank Armin Bunde for his kind help with the long-term165
    persistence algorithms and A. Moberg and P. Jones for permission to use their data
    166 products.”

    Das Zitat sagt vieles, oder?

  53. #54 Eddy
    Dezember 3, 2009

    @just me

    Niemand bezweifelt, dass Jones, Rahmstorf und die Realclimate-gang gute Wissenschaftler sind. Es geht darum, wie sie versuchten die Klimawissenschaft zu beeinflussen um schneller einen Klimakonsens zu bewirken.

    Ich würde mir einmal die Aussagen von Herr Von Storch durchlesen und die Hockeystickdebatte nachvollziehen. Bei Ludmila finden sie etwas zu Chris Landsea und Herr Rahmstorf. Und für die aktuelle Debatte finde ich Herr Pielke und Judith Curry sehr aufschlussreich:

    http://rogerpielkejr.blogspot.com/2009/12/interviews-with-pielke-sr.html

    “With respect to the RealClimate dismissal of the emails, however, there are serious issues exposed by the emails — including the goal of these scientists to prevent proper scientific disclosure of their data, as well as to control what papers appear in the peer reviewed literature and climate assessments. The IPCC assessment, with which major policy decisions are being made, involves the individuals in the emails who have senior leadership positions.”

    http://blogs.chron.com/sciguy/archives/2009/11/climategate_judith_curry_cuts_to_the_heart_of_the.html

    “In my opinion, there are two broader issues raised by these emails that are impeding the public credibility of climate research: lack of transparency in climate data, and “tribalism” in some segments of the climate research community that is impeding peer review and the assessment process.”

    Dass Herr Rahmstorf nicht ausdrücklich in den Mails auftaucht, bedeutet nicht, dass er nicht an dem Zirkus teilgenommen hat.

    Herr Zorita hat sich weit aus dem Fenster gelehnt und ich denke, dass das kein Zufall ist. Ich weiss, dass einige Leute nicht mehr mit Herr Rahmstorf einverstanden sind, die zumindest in der Klimaforschung tätig sind. Man weiss von den kleinen Tricks auf Herr Rahmstorfs Blog und es gibt mehrere Widerlegungen von Herrn Rahmstorfs beliebtesten Klimabehauptungen der letzten Jahre. M.E. gehört er auch zu der Gruppe von Leuten die direkt von Herr Pielke und Frau Curry kritisiert wird.

    Es gilt jetzt beide Enden wieder zusammen zu bringen und da weiter zu machen, bevor der Zug entgleist ist.

    Viele Kollegen haben das Ansehen der Klimawissenschaft bewusst aufs Spiel gesetzt und müssen jetzt mit der Kritik aus den eigenen Reihen weiterleben. Ob die Öffentlichkeit so viel Verständnis für dieses Verhalten hat wie wir hier auf dem Blog von Georg wage ich zu bezweifeln. Für viele Leute da draussen heisst es heute Top morgen Flop. Die haben weder die Zeit noch die Lust irgnd etwas zu verzeihen.

    Vielleicht kommen die Oekoaktivisten aber wieder einmal durch damit. Und dieses Mal wäre es vielleicht sogar die beste Lösung, denn es steht jetzt wirklich viel auf dem Spiel.

  54. #55 just me
    Dezember 3, 2009

    @Eddy

    von Storchs Geschichte des Hockeyschlägers ist durchaus nicht neutral, sondern sie kann auch anders interpretiert werden. VZ schrieben 2004 ein mieses Papier und gingen damit in der Presse haussieren. Sie mussten ihre Fehler eingestehen, weil sie nur so deutlich waren, wo veröffentlichten sie ihre Korrektur? Nein, nicht in der Science wie das Originalpapier, sondern in einem kleinen Journal, was keiner liest. Zufall? Hm, es ist zumindestens fragwürdig. Wieso glaubst du (darf ich?) alles was von Storch sagt? hat er Zitate aus den E-Mails gebracht? NEIN. Viele sehen VZs Geschichte als einseitig an (http://blogs.nature.com/climatefeedback/2007/05/the_decay_of_the_hockey_stick.html, siehe die Kommentare) und die Fakten sagen auch was anderes.

    Erklär mal: sie werden unterdrückt, aber sie werden im IPCC-Bericht trotzdem deutlich erwähnt und ihre Arbeiten diskutiert. (sie waren da der Ausreisser, und das wurde auch gesagt). Was ist daran Unterdrückung? Rahmstorf war da Lead Author.

    Jones, Moberg und andere arbeiteten mit denen zusammen, auch Briffa und Osborne scheinen eine gute Zusammenarbeit mit Zorita gehabt zu haben (er sagt das zumindestens). Böse, böse. So sehr schneiden sie also die Armen. Die Fakten scheinen von Storch nicht so sehr zu belegen.

    PS: oh, jetzt ist es auch schon ein “Verbrechen”, wenn man in den E-Mails nicht auftaucht? Sorry, du merkst selbst, dass ist nicht so das Wahre oder?

  55. #56 Wolfgang Flamme
    Dezember 4, 2009

    @Georg

    GH: “Das System des peer review ist nicht gemacht um Betrug zu detektieren.”

    Es ist ja wohl gemacht, um irgendetwas außer bloßem Abnicken zu tun; es geht also um Qualitätssicherung durch qualifizierte Kritik. Und diese qualifizierte Kritik kann man entweder durch Transparenz fördern oder durch Intransparenz behindern. Also wie hätten wir’s denn gerne?

    GH: “Historisch. Groessere Datenmengen waren bestenfalls prozessierbar, nicht aber transferierbar und schon gar nicht “einfach so” konservierbar.”

    Genau, ‘größere Datenmengen’ und ‘waren’. Welche Entschuldigung hast Du für das weitestgehende Fehlen von kleinere Datenmengen und die letzten Jahre/das letzte Jahrzehnt anzubieten?

    GH: “Wettbewerb. Wissenschaftler erklaeren in den Veroeffentlichungen wie’s gemacht wird, aber machen muss man es schon selber. Eine Beschreibung eines Autos mag alle fuer die Ingenieurskunst wichtigen Informationen enthalten. Es selbst dann oekonomisch etc genau so herzustellen ist eine andere Sache. Dieses Savoir Faire geben viele nicht gerne gratis ab.”

    Wegen der erzielten Ergebnisse und wegen seines Könnens geschätzt und geachtet werden, dafür auch bezahlt werden, aber möglichst nichts von seinem know-how preiszugeben, das ist ein durchaus nachvollziehbarer und gerechtfertigter Wunsch – wenn man eine Karriere als Bühnenzauberer eingeschlagen hat. Die Frage ist daher, inwieweit man grundsätzlich zulassen will, daß Magie und Wissenschaft sich in ihrer Ausübung einander methodisch annähern. Zu berücksichtigen wäre auch, wofür das Publikum im jeweiligen Fall bezahlt, sofern es sich um eine aus öffentlichen Mitteln mitfinanziertes Untersuchung handelt – da ist es mE nicht hinnehmbar, daß die Dokumentation von minderer Qualität ist, damit sich die Forschenden besser profilieren können.

    Aus eigenen Mitteln finanziert steht es natürlich jedem frei, über die erzielten Ergebnisse nach Belieben zu verfügen und eine Veröffentlichung anzustreben, die außer der Schlußfolgerung so wenig wie irgend möglich veröffentlicht.

    GH: “Qualitaet: Es ist häufig besser und einfacher einen Code selber zu schreiben als einen anderen zu verstehen.”

    Bedingt stattgegeben. Allerdings sind heute auch schon komplexe Verfahren in Softwarepaketen weitgehend standardisiert. Dann zeigt eine kurze Methodenreferenz und ein paar parametrisierte Funktionsaufrufe im Code unmißverständlicher und kompakter auf was da genau gemacht wurde als eine ausufernde, textliche Methodenbeschreibung. Die Zeiten, wo man Zufallsgeneratoren, Filterfunktionen, Matrizenoperationen, nichtlineare Optimierungen und numerische DGLs from scatch programmierte, sind doch lange vorbei.

    GH: “Insbesondere Daten Homgenisierung wird handisch Station für Station gemacht. Es gibt nicht ein Programm das alles tut. Deswegen auch die Skepsis einiger Meteorologen gegenueber Hansens Riesenprogramm. Jeden Schritt nachzuvollziehen bedeutet ein halbes Jahr am CRU verbringen.”

    Händisch passiert da offenbar sehr wenig – ein GISS-Meteorologe hätte sowas wie eine doppelte russische September-Stationsmeldung wohl kaum als sensationelle Oktoberanomalie durchgehen lassen. Und die CRU würde wohl bei ihrem Anomaliedurchlauf kaum einfach alles pauschal ab sd=3…4 einfach filtern.
    Den Aufwand haben sie wohl mal betrieben, um aus dem inkonsistenten Datensalat ihre Normalperiode in der erforderlichen hohen Auflösung halbwegs anständig abgesichert zu bekommen, aber doch jetzt nicht mehr.

    Ich habe überhaupt das Gefühl, daß da sehr wenig homogenisiert wird, sonst könnte man nicht auf Anhieb so viele Auffälligkeiten finden.

    GH: “Klimawissenschaften sind aber unter besonderem Druck und sind eben in dieser Hinsicht besser als andere Wissenschaften. Ich gab oben bereits die entsprechenden Beispiele. Persoenlich kann ich nur sagen, dass ich per nettem Anschreiben immer alles bekommen habe, was ich von Kollegen wollte.”

    Ich habe eher die gegenteiligen Erfahrungen gemacht. Sobald sich abzeichnet, daß ich vorhatte, etwas genauer hinzuschauen, wird ignoriert bzw gemauert. Betrifft jetzt nicht nur Klima, sondern den ‘Öko’-Bereich ganz allgemein, auch Zitate ausgewiesener Fachleute in der Presse, zu denen man sich bisweilen eine kurze Erklärung oder einen LitVerweis wünscht. Ein mehr als oberflächliches Interesse kommt gar nicht so gut an.

    Von Maslanik hatte ich berichtet, daß ich sein Movie digitalisieren mußte, weil er auf meine Anfrage nach Daten nicht reagierte und zu seltsamen Ergebnissen kam, für die auch Du keine plausible Erklärung anbieten konntest. Daran solltest Du Dich doch auch noch erinnern. Homogenitätsprobleme hatten wir auch in Deinem Beitrag ‘Heavy Rains’ diskutiert, da kam dann auch kein Kommentar mehr. Bei von Storch/Zorita hatte ich mittels eines R-Script demonstriert, daß die pdf des AR1-Antriebes entgegen Deiner Behauptung die Extremwertstatistik kaum beeinflußt … no reply. Von Dir wollte ich auch wissen, wie genau Du von drei Trendlinien auf ‘beschleunigter Eisrückgang und basta’ kommst … no reply, stattdessen Sperre, die nur durch Fremdprotest widerwillig von Dir aufgehoben wurde. Soweit ein kleiner Auszug konkrete Beispiele meinerseits, was unter ‘besser’ wohl zu verstehen ist.

    GH: “Es fiele mir aber tatsaechlich menschlich wahrscheinlich auch schwerer mit solchen Aerschen wie Anthony Watts meine Ergebnisse zu teilen. Aber da muessen wir wohl durch.”

    Seltsam. Das hört sich ja so an, als ob die Ergebnisse, die Du da erzielen und teilen würdest, eher von Watts gegen Dich verwendet werden könnten als umgekehrt. Und das, obwohl Du gewiß nicht das Handicap des überaus friedfertigen Diskussionspartners für Dich in Anspruch nehmen kannst.

    Nee, ist Quatsch, ich weiß. Es ist schlimmer. Da spricht dasselbe kindische Trotzköpfchen, daß schon aus Jones sprach, als er notfalls neu definieren wollte, was Peer Review bedeute. Die Latte, die ihr nicht reißt, die muß man schon verdammt tief vergraben haben.

  56. #57 Georg Hoffmann
    Dezember 4, 2009

    @Flamme
    Kennen Sie den Unterschied zwischen normativen und explikativen Aussagen? Nicht?
    Tipp. Letztere fangen oft so an:

    Hier nochmal die Gruende warum die Praxis in der Wissenschaft so ist ,wie sie ist

    Na das haetten wir erstmal geklaert. Ich bin wie oben bereits gesagt fuer groesstmoegliche Transparenz, aber ich weiss, dass das Grenzen haben wird.

    Das Ganze hat auch nichts mit Klimaforschung zu tun. Ich habe von niemanden hier, auch nach mehrmaligen Fragen, kein Beispiel von irgendeinem Fachgebiet gehoert, wo es besser sein soll. Schlussfolgerung erstmal, meine Analyse ist so falsch nicht (denn meine Punkte 1-4) haben recht wenig mit den Klimawissenschaften zu tun.

    Zu Ihren Punkten:

    “Es ist ja wohl gemacht, um irgendetwas außer bloßem Abnicken zu tun; es geht also um Qualitätssicherung durch qualifizierte Kritik. Und diese qualifizierte Kritik kann man entweder durch Transparenz fördern oder durch Intransparenz behindern. Also wie hätten wir’s denn gerne?”

    Genau, irgendetwas (was ich gleich nochmal erlaeutern werde) aber eben nicht Betrug. Wenn Sie achtsam meine Saetze lesen, ist das auch voellig klar.

    Was wir also im peer review prozess gemacht? Es wird beurteilt, ob etwas Neu ist, ob die angewandten Methoden das leisten koennen, was versprochen wird, ob der Stand der Wissenschaft angegeben ist (Literaturhinweise), die Schlussfolgerungen mit dem praesentierten Material uebereinstimmen. Nachgerechnet und Nachgemessen wird im Normalfall nicht.

    Das ist auch voellig unmoeglich. “Hey, die Higgs Boson Messung will ich mal nachpruefen. Ich bau mir auch einen LHC und dann schaun mer mal.” “Hey gib mir mal dein GCM, ich mach die 50 Ensemblelaeufe nach etc etc”

    Falls aber Resultate besonderes Interesse erwecken, wird natuerlich auch das gemacht. Der Gesamtprozess nennt sich Wissenschaft und funktioniert, denke ich mal recht gut.

    Ihre Anmerkungen zum Wettbewerb zeigen, dass Sie keine Ahnung haben und (Surprise fuer einen Ingenieur) anscheinend keinen Wettbewerb kennen.

    Händisch passiert da offenbar sehr wenig – ein GISS-Meteorologe hätte sowas wie eine doppelte russische September-Stationsmeldung wohl kaum als sensationelle Oktoberanomalie durchgehen lassen.

    Auch da wieder nicht richtig gelesen. Erstens sagte ich, dass genau das GISS es nicht handisch sondern automatisiert macht. Zweitens bezieht sich das natuerlich auf historische, auf jedem Fall auf neue Datenreihen, ganz bestimmt nicht den neuesten Schwung von WMO Monatsdaten. Falls Sie das nicht glauben, einfach bei Reinhard Boehm in Wien anrufen. Der kann schoene Geschichten vom Homogenisieren erzaehlen.

    Ich habe eher die gegenteiligen Erfahrungen gemacht.

    Die sind in vielerlei Hinsicht sehr beschraenkt. Ausserdem sagte ich, glaube ich auch was, von “netten Anschreiben”. Ich kann Ihnen ja mal wie bei den 12 Aufgaben des Herkules 12 Paper aus Teilchenphysik, Biochemie und Verhaltensforschung geben und Sie muessen Daten, Programme, alles von den Autoren besorgen. Ich halte die Wette, dass es in der Klimaforschung am besten klappt.

    Und natuerlich koennen Sie sagen, dass Sie so etwas nicht bezahlen wollen (egal wie erfolgreich das Gesamtsystem ist). Dafuer habe ich Ihnen ja schon einen Ausblick verschafft:http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/12/forschung-ist-zu-teuer-heute-der-lamborghini-gallardo.php

  57. #58 Eddy
    Dezember 4, 2009

    @just me

    Also haben Von Storch und Zorita EIN schlechtes Paper veröffentlicht?

    Und Michael Mann?

    Das ist doch keine Gegentheorie. Wnni ein Einbrecher EINMAL seine Einkäufe bezahlt, bedeutet nicht, dass er nie gestohlen hat. Es geht hier um konkrete Vorwürfe die schon vorher gemacht wurden und sich jetzt bestätigt haben. Mann, machen sie doch ihre Augen endlich auf.

    Und dies hier ***PS: oh, jetzt ist es auch schon ein “Verbrechen”, wenn man in den E-Mails nicht auftaucht? Sorry, du merkst selbst, dass ist nicht so das Wahre oder?*** ist ja nun wirklich aus der untersten Schublade.

    Auch da gibt es konkrete Hinweise darauf, dass S. Rahmstorf seine Position ausgenutzt hat um den IPCC-prozess zu beeinflussen. In Deutschland kennt ihn fast jeder und m.E. braucht man sich nur sein Blog anzuschauen um zu sehen, was da läuft.

    Ein Mensch kann so lieb und nett sein wie er will, seine Intentionen können die besten sein, wenn er auf einem Gebiet unkorrekt oder unethisch handelt, hat er sich dafür zu verantworten.

    Ich hoffe sie nehmen ihre eigene Aussage nicht ernst …

    MfG
    Eddy

  58. #59 Claus
    Dezember 4, 2009

    Der Vizekanzler für Forschung, Trevor Davies, sagte, die Untersuchung würde die Datensicherheit, ob die Universität die Anfragen auf Datenherausgabe korrekt beantwortet hat und „andere relevante Themen“ abdecken. Die genauen Angaben was in der Untersuchung enthalten ist wird diese Woche noch bekannt gegeben.

    Jones wird zu Recht beschuldigt, die Klimadaten so manipuliert zu haben, damit sie zu der Behauptung über eine menschliche Ursache der globalen Erwärmung passt. Speziell das E-Mail in dem er sagt, er hätte „Tricks“ benutzt um die Temperaturen der letzten 20 Jahre und deren „Rückgang zu verstecken“ ist von grossen Interesse. Jones bestreitet er hätte die Fakten manipuliert und sagt, seine Aussagen in der Mail wären missverstanden worden, in der er mit dem Wort „Trick“ eigentlich „clever“ meinte.

    Ja sicher, du meinst auch wir sind blöd und kaufen dir diese Wortklauberei ab.

  59. #60 just me
    Dezember 4, 2009

    @Claus
    was denkst du denn, was der “Trick” war? Erkläre doch mal den “Trick”.

  60. #61 Georg Hoffmann
    Dezember 4, 2009

    @Claus
    Ich weiss nicht, ob Sie wissen, worum es bei dieser Geschichte geht. Es ist ein viel und lang diskutiertes Problem in der Dendrochronologie, dass einige Baumarten in einigen noerdlich-polaren Gegenden ab den 60ern nicht mehr den Temperaturen folgen. Es gibt Spekulationen woran das liegt (Feuchtestress, Luftverschmutzung, Mehr diffuses Licht relativ zu direkter EInstrahlung etc.) aber nichts sicheres. Die betroffenen Baumringserien wurden fuer Temperaturrekonstruktionen gebrauch, die vor 1960 befriedigend waren.
    Wenn also bei der Praesentation mehrerer Kurven, die alle verschiedene T-Rekonstruktionen zeigen, es um die Rekonstruktion der letzten 1000 Jahre geht, kann er 1960 abschneiden wenn 1) er sagt was er macht und wie 2) er darauf verweist, dass es das sog Divergenzproblem, welches ind er Community bestens bekannt ist (einfach mal googlen) gibt.
    Ob eine Darstellung angemessen ist, ergibt sich aus dem Kontext. Solange klar ist was gemacht wir, habe ich keinerlei Probleme damit und von mir aus darf er das in einer Mail auch einen Trick nennen. Das mag fuer Sie sehr verrucht klingen, aber das ist so manches, wenn man in die private Kommunikation anderer Menschen hereinschaut.

  61. #62 Alexander
    Dezember 4, 2009

    Besonders schönes Beispiel für die Tricks ist die Geschichte mit dem “FreakTree”, die ja bereits im Sommer geplatzt ist, wie Steven McIntyre sofort nachweisen konnte, als endlich die Daten veröffentlicht worden sind. Ohne Freaktree kein Hockeystick.
    http://joannenova.com.au/2009/12/fraudulent-hockey-sticks-and-hidden-data/

    Gleichzeitig ein schöner Artikel zur MWP, die Mann et al. anscheinend versucht haben, wegzuretuschieren.

    Auch sehr sehr aufschlußreich zur Frage der Verantwortung von Phil Jones in der Geschichte:
    http://talkingabouttheweather.wordpress.com/2009/12/03/phil-jones-offers-myriad-reasons-for-not-sharing-data/

    Und mein aktueller Favorit: Herr Lehrer, Herr Lehrer, mein Hund hat die Hausaufgaben gefressen. 😉
    http://eiwnetwork.com/2009/09/24/the-dog-ate-global-warming/

    Letzteres sollte vor allem Ludmila lesen, dann wüßte sie auch, dass Jones VERPFLICHTET war, Daten UND Code freizugeben. Dass er sich geweigert hat, hatte wohl keine wissenschaftlichen Gründe.

  62. #63 Georg Hoffmann
    Dezember 4, 2009

    @Alexander

    Ohne Freaktree kein Hockeystick.

    Die Rekonstruktionen aendern sich nicht fundamental, wenn man alle Baeume herausnimmt. Unsinn.

    ich kenne das englische FOI Gesetz nicht, das mit dem Code wuerde mich wundern. Wenn Sie das mal zeigen koennten.
    Die Daten (einige, alle?) fallen mit ziemlicher Sicherheit unter das FOI. Ich habe Daten CDs von Meteo France und DWD bekommen. Ich musste bezahlen (nicht sowiel wie ein Unternehmen, aber immerhin) und ich musste verschern, die Daten nicht an dritte weiterzugeben.

  63. #64 just me
    Dezember 4, 2009

    @georg
    gibt es denn Publikationen, wo es nicht ersichtlich ist? Die Grafiken, die ich aus dem IPCC TAR oder AR4 kenne, ist es klar ersichtlich. In MBH98 ist es ersichtlich usw.

    Hm, das Divergence-Problem ist schon ziemlich frustrierend für Klimapaläntologoen, könnte ich mir vorstellen. Ich habe mal das D’Arrigo et al Papier “gelesen” (naja, überflogen), es gibt ja etliche Arbeiten über das Problem und den möglichen Ursachen. Wir werden sehen.

  64. #65 Georg Hoffmann
    Dezember 4, 2009

    @justme
    Das hat natuerlich was von: “Ich tu mal so, als waere das jetzt ein grosses Geheimnis, was mir jahrelang vorenthalten worden waere”. Aber so sind se halt.
    Hier nochmal, was im IPCC dazu steht und ich wuerde schon sagen, lang und breit:

    Several analyses of ring
    width and ring density chronologies, with otherwise wellestablished
    sensitivity to temperature, have shown that they do
    not emulate the general warming trend evident in instrumental
    temperature records over recent decades, although they do track
    the warming that occurred during the early part of the 20th
    century and they continue to maintain a good correlation with
    observed temperatures over the full instrumental period at the
    interannual time scale (Briffa et al., 2004; D’Arrigo, 2006). This
    ‘divergence’ is apparently restricted to some northern, highlatitude
    regions, but it is certainly not ubiquitous even there. In
    their large-scale reconstructions based on tree ring density data,
    Briffa et al. (2001) specifically excluded the post-1960 data in
    their calibration against instrumental records, to avoid biasing
    the estimation of the earlier reconstructions (hence they are not
    shown in Figure 6.10), implicitly assuming that the ‘divergence’
    was a uniquely recent phenomenon, as has also been argued by
    Cook et al. (2004a). Others, however, argue for a breakdown
    in the assumed linear tree growth response to continued
    warming, invoking a possible threshold exceedance beyond
    which moisture stress now limits further growth (D’Arrigo
    et al., 2004). If true, this would imply a similar limit on the
    potential to reconstruct possible warm periods in earlier times
    at such sites. At this time there is no consensus on these issues
    (for further references see NRC, 2006) and the possibility of
    investigating them further is restricted by the lack of recent tree
    ring data at most of the sites from which tree ring data discussed
    in this chapter were acquired.

    Nochmal zu dem, was SIe oben sagten. Eduardo Zorita hat seine Forderung mir gegenueber begruendet. Es ist sicher nicht meien Aufgabe hier fuer ihn zu sprechen, ich wollte nur sagen, dass seine Saetze nicht einfach auf Gutduenken geschrieben wurden.

  65. #66 just me
    Dezember 4, 2009

    @Georg
    zu Zorita… hm, das macht nachdenklich, ich denke so oft in Schwarz & Weiß. Ich dachte nicht, dass das aus dem Blauen kommt. Aber es gibt ja aber häufig mehrere Sichten auf bestimmte Ereignisse, so da warte ich also mal ab.

    Es war sehr überraschend, dass der Name Rahmstorf grad auftauchte und nichts mit E-Mails hinterlegt war. Es sind harte Anschuldigungen und Forderungen, da muss man dann vielleicht auch rausrücken mit den Details.

  66. #67 skeptiker
    Dezember 4, 2009

    @Georg Hoffmann: Die Rekonstruktionen aendern sich nicht fundamental, wenn man alle Baeume herausnimmt. Unsinn.

    Natürlich. Man könnte ja auch alle Proxies rausnehmen und just noise hereintun. Da kommt trotzdem hockey stick raus…
    Mal ein Paar Fragen:
    1. Warum wurde MWP-Grafik aus dem FAR rausgenommen?
    2. Warum wurde stattdessen eine höchst umstrittene Publikation genommen?
    3. Angeblich können die Modelle mit natural forcings die gegenwärtige Erwärmung nicht erklären. Können die Modelle MWP und LIA erklären?
    4. Wenn Baumringe mit Temperaturen divergieren, warum sollten sie die Vergangenheit richtig darstellen?

  67. #68 Georg Hoffmann
    Dezember 4, 2009

    @skeptiker

    1. Warum wurde MWP-Grafik aus dem FAR rausgenommen?

    Was ist das? Medieval Warm Period? Welche Graphik soll das sein? Es gibt eine ganze “Special Box” zur MWP. Hier die Zusammenfassung (S469):

    The evidence currently available indicates that NH mean temperatures during medieval times (950–1100) were indeed warm in a 2-kyr context and even warmer in relation to the less sparse but still limited evidence of widespread average cool conditions in the 17th century (Osborn and Briffa, 2006). However, the evidence is not sufficient to support a conclusion that hemispheric mean temperatures were as warm, or the extent of warm regions as expansive, as those in the 20th century as a whole, during any period in medieval times (Jones et al., 2001; Bradley et al., 2003a,b; Osborn and Briffa, 2006).

    2. Warum wurde stattdessen eine höchst umstrittene Publikation genommen?

    Die Graphik, die Rekonstruktionen des MWP enthalten (Fig 6.10) enthaelt 11 verschieden Rekonstruktionen. Welche?

    Angeblich können die Modelle mit natural forcings die gegenwärtige Erwärmung nicht erklären. Können die Modelle MWP und LIA erklären?

    Ja:Fig 6.13
    http://www.scienceblogs.de/primaklima/ModellsMilleAns.jpg
    Die Linien sind die verschiedenen Modelle, der Graubereich ist der Overlap der verschiedenen Rekonstruktionen.

    4. Wenn Baumringe mit Temperaturen divergieren, warum sollten sie die Vergangenheit richtig darstellen?

    Weil diese begrenzte Zahl von Baeumen in einer begrenzten Region vor den 60ern gut korrelierten.

  68. #69 Krishna Gans
    Dezember 5, 2009

    @GHoffmann
    alle Deine “Rekonstruktionen” belegen aber nicht eine wärmere MWP, oder ?
    Sollen sie ja auch nicht, wissen wir.
    Aber wie immer sehen es andere Leute anders, deswegen sind es aben andere Leute:
    Fraudulent hockey sticks and hidden data

  69. #70 Krishna Gans
    Dezember 5, 2009

    @GHoffmann
    Ein Post mit Link hägt seit 0:34 im Filter

  70. #71 Eddy
    Dezember 5, 2009

    @Georg

    Sie schreiben:
    “Ob eine Darstellung angemessen ist, ergibt sich aus dem Kontext. Solange klar ist was gemacht wir, habe ich keinerlei Probleme damit und von mir aus darf er das in einer Mail auch einen Trick nennen. Das mag fuer Sie sehr verrucht klingen, aber das ist so manches, wenn man in die private Kommunikation anderer Menschen hereinschaut.”

    So etwas passiert einem immer wieder wenn man mit Leuten diskutiert, die an eine Klimakatasrophe glauben, bzw. sie für die Durchsetzung ihrer Ideen befürworten.

    Die Frage ist doch, was Jones hier genau gemacht hat. Er hat eine tatsächliche wissenschafliche Erkenntnis verschwiegen, um seine Ideen weltweit zu propagieren. Ich kann einfach nicht verstehen, wieso irgend jemand so etwas gut heissen sollte.

    Viel bedenklicher finde ich aber, dass die ganze Forschungsgemeinschaft dieses Verhalten stillschweigend geduldet hat.

    Was ist ein Naturetrick? Wieso sollten wir etwas anderes darin sehen als das was Jones tatsächlich getan hat? Und das unter dem peer review all seiner Mitwisser.

    Ausserdem sind das keine privaten Mails aus irgend jemandes Privatmailbox, sondern professionelle Mails die genau aufzeigen, wie diese Leute sich gegenseitig abgesprochen haben. Wobei jeder einigermassen intelligente Mensch allzu deutliche Mail löschen würde, was ja soagr auch im CRU-hack erwähnt und wohl auch getan wurde?!

    Hinzu kommt noch die kuhblöde Behauptung von realclimate, dass, wenn nichts Schlimmes drin steht, auch wohl nichts derartiges passiert sei. Ähnlich argumentierte ja auch just me (ad absurdum).

    Das passiert einem immer wieder mit Katsatrophisten jeglicher Couleur. Abwiegeln, herunterspielen, den andern versuchen lächerlich zu machen, beleidigen, alle Regeln der Logik missachten, immer wieder vom Thema ablenken, bis hin zu einfach gar nicht antworten, ohne Grundangabe noch Rechtfertigung, um dann etwas später ganz unschuldig tuend wieder einzusteigen.

    Was ich am wenigsten verstehe sind die Mitläufer, die meist sehr sehr wenig Ahnung von dem Ganzen haben und dauernd Falsches verteidigen, alles missverstehen und noch viel agressiver sind als die Klimawissenschaftler selbst.

    Schon nach einigen Aussagen von solchen Leuten, würde ich mich an deren Stelle so sehr schämen, dass ich lieber komplett im Untergrund verschwinden würde. Aber, oh Wunder, schon bei der nächsten Dikussion sind sie auch wieder dabei und verzapfen noch viel peinlicheren Müll, ohne Rücksicht auf das Bild das sie nach aussen hin abgeben.

    In anonymen Foren kann man darin noch einen Sinn erkennen, auf Scienceblogs und mit Realnamen wirkt das auf mich schon fast gepenstisch.

    MfG
    Eddy

  71. #72 Alexander
    Dezember 5, 2009

    zum Beitrag von Skeptiker

    Natürlich. Man könnte ja auch alle Proxies rausnehmen und just noise hereintun. Da kommt trotzdem hockey stick raus…

    ein Link zum Nachlesen:
    http://wattsupwiththat.com/2009/12/04/climategate-the-smoking-code/

    Also im Code findet sich ein Abschnitt, der aus beliebigen Daten einen Hockeystick macht. Cool, nicht?

  72. #73 Wolfgang Flamme
    Dezember 5, 2009

    @Georg

    Da ich gar nicht behauptet habe, daß Peer-Review Aufschlüsse über die Motivation der Autoren geben könne, mußt Du auf diesen Strohmann nicht weiter eindreschen.

    Was Du unter unzumutbaren Anforderungen an Dokumentation wissenschaftlicher Arbeiten und Aufgabe des Peer Review verstehst, ist unerheblich.

    ” Availability of data and materials
    An inherent principle of publication is that others should be able to replicate and build upon the authors’ published claims. Therefore, a condition of publication in a Nature journal is that authors are required to make materials, data and associated protocols promptly available to readers without preconditions.”

    http://www.nature.com/authors/editorial_policies/availability.html

    “General Policies
    # Any reasonable request for materials, methods, or data necessary to verify the conclusions of the experiments reported must be honored.
    (…)
    # Before publication, large data sets, including protein or DNA sequences, microarray data, and crystallographic coordinates, must be deposited in an approved database and an accession number provided for inclusion in the published paper, under our database deposition policy.”

    http://www.sciencemag.org/help/authors/policies.dtl

    “Peer review is designed to select technically valid research of significant interest. Referees are expected to identify flaws, suggest improvements and assess novelty. If the manuscript is deemed important enough to be published in a high visibility journal, referees ensure that it is internally consistent, thereby ferreting out spurious conclusions or clumsy frauds.”
    http://www.nature.com/authors/editorial_policies/peer_review.html

    Technical Rigor: Evaluate whether, or to what extent, the data and methods substantiate the conclusions and interpretations. If appropriate, indicate what additional data and information are needed to validate the conclusions or support the interpretations.
    (…)
    Supporting Online Material. Supporting online material includes methods, text or data that is of interest only to the specialist, but that is still necessary for the integrity and excellence of the paper. It must be directly related to the conclusions of the print paper. “

    http://www.sciencemag.org/about/authors/RAinstr.pdf

    Was die Aufbereitung meteorologischer Daten angeht bin ich erfreut, daß Du von der pauschalen Aussage “Insbesondere Daten Homgenisierung wird handisch Station für Station gemacht” abgekommen bist – auch wenn sich Deine Antwort anhört, als wäre ich derjenige, der da etwas falsches behauptet hätte.

  73. #74 Georg Hoffmann
    Dezember 5, 2009

    @Alexander

    Also im Code findet sich ein Abschnitt, der aus beliebigen Daten einen Hockeystick macht. Cool, nicht?

    Aus gestohlener Kommunikation auf die Intention des Schreibers schliessen, ist schon irgendwo zwischen schwierig und schmierig, aus unvollendeten Programmbruchstuecken, die irgendwo auf einer Festplatte gefunden wurden auf das Endprodukt schiessen, das ist nur noch daemlich.

    @Eddy

    Er hat eine tatsächliche wissenschafliche Erkenntnis verschwiegen, um seine Ideen weltweit zu propagieren.

    Das waere eine der eigenartigsten Art und Weisen gewesen etwas zu verscheigen. Die Erkenntnis ist Asbach uralt, der Text sagt das abgeschnitten wurde und (zuminest beim IPCC) folgen zwei Paragraphen zum Thema Divergenz. “Verschwiegen” haette Jones also etwas gegenueber Leuten die nicht Lesen koennen und die nicht in die angegebene Literatur schauen wollen.
    Ich sage uebrigens nicht, dass diese Darstellung die einzig selig machende ist, fuer mich ist jede Darstellung dann legitim, wenn man im begleutenden Text erfaehrt, was dargestellt wurde. (eigentlich trivial oder?)

  74. #75 femidav
    Dezember 5, 2009

    Aus gestohlener Kommunikation auf die Intention des Schreibers schliessen, ist schon irgendwo zwischen schwierig und schmierig, aus unvollendeten Programmbruchstuecken, die irgendwo auf einer Festplatte gefunden wurden auf das Endprodukt schiessen, das ist nur noch daemlich.

    Wusste gar nicht, dass die Mails schon 2006 [1] released wurden…

    1. Stockwell D. (2006) Reconstruction of past climate using series with red noise. AIG News 8:314.

  75. #76 Eddy
    Dezember 5, 2009

    @Georg
    Sie schrieben: “Das waere eine der eigenartigsten Art und Weisen gewesen etwas zu verscheigen. Die Erkenntnis ist Asbach uralt, der Text sagt das abgeschnitten wurde und (zuminest beim IPCC) folgen zwei Paragraphen zum Thema Divergenz. “Verschwiegen” haette Jones also etwas gegenueber Leuten die nicht Lesen koennen und die nicht in die angegebene Literatur schauen wollen.”

    Ist es nicht so, dass wir diese Erkenntnis Steve McIntyre verdanken, und das IPCC nicht mehr daran vorbeikam es zu erwähnen?

    Ende 2006 auf Climateaudit:

    “But within the population of 387 sites, you can find some that go up. And surprise, surprise, the Team chooses them over and over.”

    Ich kenne die Geschichte des Hockeystick, ich kenne die mittelalterliche Warmperiode, ich weiss dass immer zuerst die Temperatur anstieg, dann erst das CO2. Ich weiss, dass die Alpen- und die Himalayagletscher sich nicht aussergewöhnlich benehmen für das Holozän usw….

    Wieso werden einerseits Tatsachen verschiegen und anderseits absichtlich misszuverstehende Klimakurven und Fehlinformationen in die Welt gesetzt?
    Wir müssen denen da draussen erklären wieviel Minuten nach 12 es heute schon ist. Diese Leute sind ja einfach bloss zu dumm um sich ausmalen zu können, was ihnen bevorsteht.

    Ok, wir haben noch Zeit, aber kaum ein Klimaforscher ist so blöd sich den eigenen Ast abzusägen (wie H. Von Storch), einzig und allein weil er einem verlogenen christlichen Ideal verfallen ist (die Wahrheit zu sagen).

    Wer ist heute noch so blöd, so idealistisch? Die Realität da draussen ist doch eine andere …. Wir MÜSSEN HANDELN!

    Tut mir leid, ich kann das nicht und halte diese Sichtweise auch für falsch. Die Leute sind heute aufgeklärt und mündig und Lobbyarbeit finde ich einfach zum K….., ob sie von Greenpeace oder von Exxon ausgeht. Das ist nicht meine Welt.
    MfG
    Eddy

  76. #77 lotma
    Dezember 5, 2009

    man mag über die einzelnen e-Mails und deren inhaltliche
    Brisanz, die “geklaut” wurden streiten.

    Nicht aber streiten lässt sich über das vom CRU
    stammende Papier “The Rules of the Games”. Diese Broschüre
    ist ein Verbrechen. Hier sollten strafrechtliche Konsequenzen
    unbedingt greifen.

    Eine Anleitung, die von der Stasi nicht besser hätte geschrieben werden können.
    Was hat das mit ehrenhafter Wissenschaft zu tun ???

    Lieber Georg, geben Sie darauf bitte mal eine deutliche Antwort,
    damit ich (und andere) genau befinden können, wo Sie einzuordnen
    sind.

    MfG

  77. #78 Alexander
    Dezember 5, 2009

    Aus gestohlener Kommunikation …

    Unwahrscheinlich, dass das Material mal so eben bei einem Hackereinbruch gestohlen wurde. Zu systematisch und sorgfältig ist das ganze zusammengestellt. Die vielen Gigabyte mit Alltagsdaten und- mails, die bei so einem Institut anfallen sind ja nicht dabei. Da hatte jemand offensichtlich sehr viel Zeit alles zu durchsuchen, und er hatte auch Ahnung vom Thema (sprich welche Kommunikation mit wem könnte interessant sein), was in meinen Augen für einen Insider spricht. Nur die Motivation ist sehr unklar: wollte der Insider die Unterlagen an die Öffentlichkeit bringen? Oder wollte er im CRU Spuren beseitigen, hat dazu belastendes Material auf einen externen Server ausgelagert, wo es die Hacker abgegriffen haben? War der vom CRU gemeldete Hackerangriff eine Ablenkung oder ist er nur eventuell nur eine Legende?

  78. #79 Eddy
    Dezember 5, 2009

    @lotma
    Ein Verbrechen? Wieso? Würden Ludmila, Jörg und Georg das einmal durchlesen und ernst nehmen, wären wir sehr schnell gute Freunde:

    “1. Keep it personal / Societal change is essential, but people’s individual circumstances still matter. Once you’ve made behaviours ‘socially acceptable’, you’ll need to make those behaviours relevant to individuals. Make your messages as personalised as possible. Create climate messages about ”my region, my town, my street, my house, me”.” (Mein Block, mein Haus, mein Pool, mein Truck ….. ;-))
    “2. Help people to help / People really want to be good, important and useful. Strange but true. Much climate change communications makes people feel bad, irrelevant and useless. Help people to understand (and trust) that they are making a difference.”

    Seiten wie diese http://www.astronomynotes.com/solarsys/s11b.htm finde ich viel bedenklicher.

    Wenn man mich mit Freundlichkeit überzeugt oder eben nicht, dann bin ich selbst für das verantwortlich was ich glaube. Werde ich jedoch beleidigt und unfair angegriffen, ist es sehr viel schwerer einer Meinungsmeute zu entkommen. Wer will schon dumm, blöd oder unbelehrbar sein, nicht wahr 😉

    Seiten wie die von der Skeptics-basher-Tatütata-Polizei halte ich für sehr bedenlich, weil plötzlich alle Leute dir dieselben unbefriedigenden und manchmal recht einfältigen und simplistischen Antworten liefern. Aus dem Munde von Wissenschaftlern klingt das dann wie vom Onkel Doktor vor 45 Jahren. ;-))

    Ja Onkel Doktor Georg, du hast ja Recht, Onkel Doktor Georg, ich werde schön brav mein Rotbäckchen und meine Schluckimpfung trinken, denn ich bin ja brav… Onkel Doktor Georg 😉

  79. #80 Webbaer
    Dezember 5, 2009

    Interessant ist idT die Frage wer die Auswahl zusammengestellt hat, falls diese in irgendeiner Richtung tendentiell ist, könnte das bei der Aufklärung helfen.
    Manche meinen, dass die Datenfreigabe keinesfalls “brute-force” Hackertums zuzuordnen ist, sondern gezielt erfolgte. Wobei die Möglichkeit zu berücksichtigen ist, dass diese Zusammenstellung direkt aus Kreisen der Klimaforscher erfolgte, bspw. um sich abzusichern, wobei dann die Veröffentlichung dieses Konglumerats gar nicht beabsichtigt war.
    So einige Gerüchte…

  80. #81 Georg Hoffmann
    Dezember 5, 2009

    @lotma, eddy

    Nicht aber streiten lässt sich über das vom CRU
    stammende Papier “The Rules of the Games”. Diese Broschüre
    ist ein Verbrechen. Hier sollten strafrechtliche Konsequenzen
    unbedingt greifen.

    Ich hab das nicht gelesen (werds wohl auch nicht), aber Gavin, der gerade hier bei Kaffee und Kuchen sitzt, sagte mir soeben, dass die Broschuere irgendjemanden am CRU zugesandt wurde.
    So uninteressant schon das ist, ist es doch bezeichnend fuer die Dinge, die Sie an den Klimawissenschaften so interessieren. Irgendwelche voellig zufaelligen pdfs, Bruchstuecke von Programmen in der Entwicklung in die irgendein Programmierer Witze reinschreibt. Wenn erstmal einer die ganzen Viagra Werbungen bei uns am Labor hackt und alle veroeffentlicht! Das wird mal ein Fressen.
    Wollen Sie beide ernsthaft jetzt mit jemanden, der auch nicht das Geringste mit diesen Mails zu tun hat und der hier mehrmals explizit gesagt, dass er keinen Anstrengungen unternehmen wird, den Kontext und die Herkunft dieser Mails und Dokumente zu recherchieren (dass Gavin gerade da ist und eine schnelle Antwort hatte, ist nur ein Zufall), jede einzelne Webseite, die sich da draussen befindet und die irgendeine kranke Theorie zu irgendwelchen Nebensaetzen in einer Mail oder einem Programmkommentar findet, diskutieren?
    Wenn Sie die CRU Mails denn wirklich so sehr bedruecken, fragen Sie auf Realclimate.
    Echt.

  81. #82 Georg Hoffmann
    Dezember 5, 2009

    @Alexander
    Es wurde versucht die Mails auf dem Realclimate Server hochzuladen. Das geschah erneut mit einigem Hacker-Geschick mit Uebertrageung ueber einen Proxyserver in der Tuerkei und und und. Das geschah eine Woche bevor die Mails oeffentlich wurden.
    Das war jemand, der sich sehr gut mit Rechnern auskennt.
    Er hatte wahrscheinlich Wochen Zeit das Material in aller Ruhe zu orden und zu filtern. Vielleicht gibts auch noch ne zweite Ausgabe kurz vor Ende von Kopenhagen.

  82. #83 Krishna Gans
    Dezember 5, 2009

    @GHoffmann

    Bruchstuecke von Programmen in der Entwicklung in die irgendein Programmierer Witze reinschreibt.

    Was den ganzen Klimawahnsinn sehr gut beschreibt – ein Witz ;.)
    Wir lachen alle herzlich darüber.

  83. #84 Eddy
    Dezember 5, 2009

    @Georg

    Vielleicht sollten sie meinen Beitrag noch einmal lesen.

    Und ^Gavin”? Sie meinen DEN Gavin??

    Dann sagen sie ihm bitte einmal Hallo und Guten Tag von uns Pseudo”skeptikern” und dass wir uns Realclimate so wünschen, dass wir regelrecht auf die täglichen Beiträge freuen. Ich meine damit wir HOCHinteressierten Laien, die sich nichts mehr wünschen als konkreten und effizienten Umweltschutz, gekoppelt an eine nachhaltige Weltwirtschaft die auf technische Innovation und Wissenschaft aufbaut und nicht (nur) auf Verzicht.

    Und erklären sie ihm bitte, dass uns europäischen Laien amerikanische Politik so dermassen zum Halse heraushängt, dass wir nie mehr in unserem Leben davon etwas “hören” wollen. Ausserdem finden wir Laien vom alten Kontinent Herr Von Storch absolut nicht seltsam. Bisher nannte man solche Menschen hier in Europa “Wissenschaftler”. Wir mögen auch sehr Amerika und die Amerikaner, sind Riesenfans von Obama und verehren Richard Feynman wie einen Helden.

    Und was meine Meinung zu der “Realclimategang” angeht, sagen sie ihm bitte “nichts für ungut”! 😉 (Nothing for nogood)

    Wir sind die Guten. Ihr auch?

    Hochachtungsvoll
    Eddy

  84. #85 lotma
    Dezember 5, 2009

    @ GH

    Da Sie die Angelegenheit auch noch witzig finden, die o.g. Broschüre ist
    eindeutig dem CRU zugehörig und von dort verteilt worden, beginne ich nun
    wirklich daran zu zweifeln, dass Sie überhaupt einer ehrlichen wissenschaftlichen Arbeit nach gehen. Dass Sie dazu fähig sind, das notwendige Können besitzen, dass mag sein. Das gilt bestimmt auch für manch anderen Klimaforscher, die doch offen-
    sichtlich mit den “Rules of the Games” auf einen ganz miesen Weg des Forschungs-
    betruges gelenkt werden sollten. Und in Teilen hat es auch funktioniert, leider !!!

    Die besagte Schrift ist für mich die totale Bankrotterklärung, ein Zuge-
    ständnis völligen Versagens der “seriösen” Klimaforschung”. Wer sich solcher
    Mittel bedient, ja offensichtlich muss, hat jedes Vertrauen verspielt.

    Es ist eine Schande, die durch nichts zu entschuldigen ist. Sie ist und
    bleibt in meinen Augen (und vieler anderer?) ein Verbrechen !!!

  85. #86 Georg Hoffmann
    Dezember 5, 2009

    @lotma

    Da Sie die Angelegenheit auch noch witzig finden, die o.g. Broschüre ist
    eindeutig dem CRU zugehörig und von dort verteilt worden

    Evidence?

  86. #87 Karl Mistelberger
    Dezember 5, 2009

    ‘Open and transparent’

    Meanwhile, the Met Office said it would publish all the data from weather stations worldwide, which it said proved climate change was caused by humans.

    Its database is a main source of analysis for the IPCC.

    It has written to 188 countries for permission to publish the material, dating back 160 years from more than 1,000 weather stations.

    John Mitchell, head of climate science at the Met Office, said the evidence for man-made global warming was overwhelming – and the data would show that.

    UN hits back at climate sceptics amid e-mails row

  87. #88 lotma
    Dezember 5, 2009

    @ GH

    Wir sprechen doch deutsch miteinander. Dann verstehe ich Sie also
    richtig : alles einleuchtend, offenbar, völlige Klarheit besteht folglich.

    Das Fragezeichen ist überflüssig. Evidenz wird mit z nicht mit c am Ende
    geschrieben.

  88. #89 Georg Hoffmann
    Dezember 5, 2009

    @lotma

    Da Sie die Angelegenheit auch noch witzig finden, die o.g. Broschüre ist
    eindeutig dem CRU zugehörig

    Haben Sie dafuer Belege?

  89. #90 lotma
    Dezember 6, 2009

    Hallo Herr Hoffmann,

    was braucht es dazu noch Belege ??? Das “geklaute” Material ist
    vom CRU als authentisch bestätigt worden.

    Glauben Sie nicht, dass man ausgerechnet das meiner Meinung nach
    schwärzeste Papier des CRU sofort dementiert hätte, wenn es dem CRU unter geschoben worden wäre ???

    Eine Schrift, die der Stasi alle Ehre gemacht hätte und die möglicherweise
    dem Chef des CRU zum einstweiligen (?) Ruhen seiner Ämter bewog, die
    hätte ohne Dementi ganz gewiss nicht die Runde gemacht.

  90. #91 Georg Hoffmann
    Dezember 6, 2009

    @lotma

    was braucht es dazu noch Belege ??? Das “geklaute” Material ist
    vom CRU als authentisch bestätigt worden.

    Denken Sie doch einfach mal ein bisschen nach. Ich habe keine Ahnung, was sich in meiner Mailbox auf unserem Mailserver alles an attachments befindet, aber von Anleitungen zum Bau von Atombomben bis zur Werbung für Kraeuter unterstuetzte 24 h sexuelle Dauerperformance. Sie kennen von Computern soviel wie vom Klima.
    Geben Sie mir mal ihr Passwort, ich werde ihnen mal einen schoenen Strauss von Dokumenten, die sich alle auf ihrem Rechner befinden, zusammenstellen.
    Und noch eine dringende Bitte. Ein Fragezeichen pro Frage, bitte.