Der Zwischenbericht des englischen “Science and Technology Committee zur Climategate Affäre” ist heute herausgekommen. Es hat Phil Jones weitestgehend entlastet und insbesondere seine wissenschaftlichen Resultate nicht in Frage gestellt. Die Vorwürfe, Daten-Anfragen nicht korrekt gehandhabt zu haben, bleiben aber bestehen und wurden aus eher formalen Gründen nicht weiter verfolgt.
Hier findet man den Report und hier das Protokoll der Komission.


Die University of East Anglia begrüszte den entsprechenden Abschlussbericht. Hier die Zusammenfassung des Berichts:


The disclosure of climate data from the Climatic Research Unit (CRU) at the University of
East Anglia (UEA) in November 2009 had the potential to damage the reputation of the
climate science and the scientists involved.
We believe that the focus on CRU and Professor Phil Jones, Director of CRU, in particular,
has largely been misplaced. Whilst we are concerned that the disclosed e-mails suggest a
blunt refusal to share scientific data and methodologies with others, we can sympathise
with Professor Jones, who must have found it frustrating to handle requests for data that he
knew–or perceived–were motivated by a desire simply to undermine his work.
In the context of the sharing of data and methodologies, we consider that Professor Jones’s
actions were in line with common practice in the climate science community. It is not
standard practice in climate science to publish the raw data and the computer code in
academic papers. However, climate science is a matter of great importance and the quality
of the science should be irreproachable. We therefore consider that climate scientists
should take steps to make available all the data that support their work (including raw data)
and full methodological workings (including the computer codes). Had both been
available, many of the problems at UEA could have been avoided.
We are content that the phrases such as “trick” or “hiding the decline” were colloquial
terms used in private e-mails and the balance of evidence is that they were not part of a
systematic attempt to mislead. Likewise the evidence that we have seen does not suggest
that Professor Jones was trying to subvert the peer review process. Academics should not
be criticised for making informal comments on academic papers.
In the context of Freedom of Information (FOIA), much of the responsibility should lie
with UEA. The disclosed e-mails appear to show a culture of non-disclosure at CRU and
instances where information may have been deleted, to avoid disclosure. We found prima
facie evidence to suggest that the UEA found ways to support the culture at CRU of
resisting disclosure of information to climate change sceptics. The failure of UEA to grasp
fully the potential damage to CRU and UEA by the non-disclosure of FOIA requests was
regrettable. UEA needs to review its policy towards FOIA and re-assess how it can support
academics whose expertise in this area is limited.
The Deputy Information Commissioner has given a clear indication that a breach of the
Freedom of Information Act 2000 may have occurred but that a prosecution was timebarred;
however no investigation has been carried out. In our view it is unsatisfactory to
leave the matter unresolved. We conclude that the matter needs to be resolved
conclusively–either by the Independent Climate Change Email Review or by the
Information Commissioner.
We accept the independence of the Climate Change E-mail Review and recommend that
the Review be open and transparent, taking oral evidence and conducting interviews in
public wherever possible.
On 22 March UEA announced the Scientific Appraisal Panel to be chaired by Lord
4 Optional header
Oxburgh. This Panel should determine whether the work of CRU has been soundly built
and it would be premature for us to pre-judge its work.

Kommentare (79)

  1. #1 axel
    März 31, 2010

    Ach nee, überrascht diese Nachricht jemanden?

    Für Leute mit nur geringsten wissenschaftlichen Kenntnissen war der Vorwurf der Manipulation sowieso lächerlich.

    Und die Skeptiker werden jetzt bald zu “nörgeln” beginnen, das Ergebnis stand schon vorher fest, weil eine Krähe einer anderen kein Auge aushackt bla bla bla.

    Vermisst habe ich im Bericht lediglich Aussagen, wer und zu welchem Zweck wiederholt FOIA-Anfragen gestellt hat. Wäre doch zumindest erwähnenswert gewesen, dass es den Fragestellern im Grunde doch gar nicht um irgendeine wissenschaftliche Überprüfung ging.

    Aber immerhin, Benny Peiser scheint sich schon mal in Rückzugsgefechten zu üben:

    Dr Benny Peiser, director of the Global Warming Policy Foundation, welcomed the committee’s call for greater transparency, but said, “It doesn’t look like an even-handed and balanced assessment. It looks like an attempt to whitewash and I fear it will be perceived exactly as that. I fear this will backfire because people will not buy into it.”

    He said he agreed with the committee that the “trick” and “hide the decline” comments in an email written by Jones were not evidence of a conspiracy to fabricate climate change data, “Of course not. It’s not a conspiracy.” He said the email was part of an “internal debate” about how to merge two data-sets together.
    (Quelle: http://www.guardian.co.uk/environment/2010/mar/31/climate-mails-inquiry-jones-cleared)

  2. #2 Krishna Gans
    März 31, 2010

    Kein systematischer Betrugsversuch“
    [..]
    auch wenn das Zurückhalten von Daten bei Klimawissenschaftlern gängig und Jones daher kein Vorwurf zu machen sei, müsse über diese Praxis diskutiert werden. Die Klimaforschung sei von höchster Bedeutung, und die Wissenschaftsgemeinde solle Schritte vereinbaren, um alle Daten und Methoden offenzulegen. Der Universität East Anglia wirft der Bericht vor, das britische Informationsfreiheitsgesetz verletzt zu haben.
    [..]
    Ausgestanden ist „Climategate“ mit dem Bericht des Unterhauses noch nicht. Nach einer ersten Welle der Kritik hatte Jones im vorigen Jahr entschieden, seinen Posten als Direktor des CRU ruhen zu lassen, bis die Vorgänge untersucht sind. Noch laufen indes zwei wissenschaftliche Überprüfungen an der Universität. Zudem sind auch die polizeilichen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen.

    FAZ
    Soo reingewaschen ist der gute noch nicht, interessant: kein “systematischer” Betrug.
    Nun, das ist wahrlich kein Freispruch erster Klasse, somit peinlich für den Herrn und das Institut.
    Spaßig auch, was bei “Klimatatologen” üblich ist.

  3. #3 axel
    März 31, 2010

    Doch Krishy, ich habe mir den Bericht im Original durchgelesen. Wenn man von FOIA absieht, ist es ein Freispruch erster Klasse. Und den weiteren Untersuchungen können wir doch sehr gelassen entgegensehen, oder glauben Sie etwa an “hide the decline”?

    Doch leider können noch so viele Freisprüche erfolgen, dass Geschwätz von Skeptikern zu “climategate” wird einfach weitergehen. Wetten?

  4. #4 Evil Dude
    April 1, 2010

    Nicht schon wieder weinen, Krishi! Das Leben ist nun mal nicht leicht für einen Klima-Troll wie Sie! (Huch! Hab ich etwa Klima-Troll geschrieben? Ich meinte natürlich “Skeptiker”!) Nehmen Sie’s doch mal leicht! Wenn Sie von jeglicher Intelligenz freigesprochen werden wird es auf jeden Fall ein Freispruch erster Klasse. Das gleicht das Ganze doch wieder aus!
    Und extra für Sie das: 😉
    Ich weiß doch, Sie lechzen danach!

  5. #5 Krishna Gans
    April 1, 2010

    >++++(°>

  6. #6 Jan Müller
    April 1, 2010

    @Krishie

    “…Soo reingewaschen ist der gute noch nicht, interessant: kein “systematischer” Betrug. Nun, das ist wahrlich kein Freispruch erster Klasse…”

    Nur für mich zum Mitschreiben: Wenn du den Artikel ernstnimmst, heißt das dann, das du Abstand nimmst vom Vorwurf dwes “systematischen Betruges”?

  7. #7 Eddy
    April 1, 2010

    Kein Aprilscherz?

    @Axel
    Man kann Phil Jones anscheinend nicht beweisen, dass er die Leute täuschen wollte. Das bedeutet aber nicht dass er die Leute nicht täuschen wollte; man kann es ihm nur nicht nachweisen.

    Ich hoffe das überfordert sie jetzt nicht allzu sehr.

    Die “Datenmanipulationen” sind so offensichtlich, dass der Ruf von Phil Jones für sehr lange Zeit geschädigt ist. Der Ruf der Klimawissenschaft leider auch.

    Diese triumphierenden Beiträge zeigen doch nur wie tief die Moral in Klimawissenschaftskreisen mittlerweile liegt.

    Selbstverständlich gibt es einige Aussagen von einigen “Strohmann”-skeptikern die unter allem Niveau liegen. Und wer gedacht hat die Temperatur”rekonstruktionen” der letzten 100 Jahre müssten komplett neu geschrieben werden, ist auch weit übers Ziel hinausgeschossen.

    Jones und Mann sind keine Strohmänner sondern die selbsternannten Checker, die überall mitreden müssen wenn es um die Rettung der Welt geht. Niemand hat sie dazu gezwungen. Niemand hat ihnen die Mails diktiert.

    Auf solche Aprilscherze fällt heute jedenfalls kaum mehr einer herein:

    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2008-10-24/erderwaermung-beschleunigt-sich

    Pielke Jr. hat einige Punkte aufgezeigt, wo der IPCC-Bericht den aktuellen Forschungsstand falsch wiedergibt.

    Der Ruf der Klimawissenschaft ist leider nachhaltig ruiniert. Und wer nachlesen möchte, wird sehen, dass ich davor gewarnt habe. Die Leute da draußen sind weit radikaler als ich in ihren Meinungen und Äußerungen. Dieses Weißwaschen von Phil Jones ist da nicht gerade besonders hilfreich! 😉

  8. #8 Christian
    April 1, 2010

    Eins verstehe ich noch nicht:
    Phil Jones hat doch eine klare Begründung dafür gegeben, warum die Rohdaten noch nicht vollständig veröffentlicht wurden, nämlich weil die Zustimmung einiger Institute aus anderen Ländern noch nicht vorlag bzw. sogar verweigert wurde. Meiner Ansicht nach scheint es hier einen nicht trivialen Interessenskonflikt zu geben, der von den Medien einfach ignoriert wird um – einzig und alleine – einen Wissenschaftler schlecht zu machen. (Den Politikern mache ich mal keinen Vorwurf, denn irgend einen Einwand mussten sie sich ja aus den Fingern saugen um sich nicht komplett der Lächerlichkeit preiszugeben.)

    Heißt dass jetzt, dass ich einem englischen Kollegen keine Daten schicken kann, ohne befürchten zu müssen, dass sie dort veröffentlicht werden – auch gegen meinen Willen? Was ist, wenn ich darauf bestehe, dass sich interessierte Forscher an mich wenden sollen, um sicherzustellen, dass die Daten richtig verwendet werden?

  9. #9 Chistian
    April 1, 2010

    @Eddy:
    Haben Sie schon mal etwas von einer Unschuldsvermutung gehört?
    Ihr Beitrag beinhaltet nichts anderes als eine moderne Form der Hexenverfolgung.

  10. #10 Jan Müller
    April 1, 2010

    @Eddy

    “Die “Datenmanipulationen” sind so offensichtlich, dass der Ruf von Phil Jones für sehr lange Zeit geschädigt ist. Der Ruf der Klimawissenschaft leider auch.”

    Nu lesen sie doch mal, was zum Vorwurf der Datenmanipulation explizit gesagt wurde. Was den Ruf angeht: Klar, irgendwas bleibt immer hängen, nicht wahr?

    Ich habe die BBC-Polls zur Glaubwürdigkeit kürzlich schon gelesen, i.d.T., eine Erosion der Zustimmung (beim “Mann von der Strasse”, nirgends sonst). Good job, well done. Nur wem damit gehelft sein soll, das haben sie hier noch nie erklärt.

  11. #11 Evil Dude
    April 1, 2010

    Zu Eddy’s und Krishna’s Verteidigung muss man vorbringen dass heute erstens der 1. April ist und es ist nicht völlig auszuschließen, dass sie das für einen lustigen Aprilscherz halten und zweitens dass sie und der Rest der Klima-Troll-Horden (äääh “Skeptiker”-Horden) es nicht besser können. Da bleibt ihnen halt nichts weiter übrig, als immer wieder den gleichen Schwachsinn von den Klima-Troll-Seiten wiederzukäuen. Und natürlich wäre verleumden in der Klima-Troll-Welt nur dann schlecht, wenn es einen der Möchtegern-Skeptiker träfe. Klimaforscher verleumden ist im Eddyversum eine gute Tat, da trifft es ja diese PÖHSEN PÖHSEN Wissenschaftler, deren Ergebnisse von ihm VERÄNDERUNGEN in seinem Leben erfordern könnte! Das ist natürlich ein SKANDAL! Es wäre eigentlich fast traurig, wenn sie nicht so lächerlich wären.

  12. #12 JV
    April 1, 2010

    Man kann Phil Jones anscheinend nicht beweisen, dass er die Leute täuschen wollte. Das bedeutet aber nicht dass er die Leute nicht täuschen wollte; man kann es ihm nur nicht nachweisen.

    Sprich: Egal was rauskommt, es wird einfach weiter behauptet. Schließlich ist Jones böse. Man muss nur weiter konsequent mit Dreck werfen, irgendwas bleibt immer hängen…

  13. #13 axel
    April 1, 2010

    @ eddy

    “@Axel
    Man kann Phil Jones anscheinend nicht beweisen, dass er die Leute täuschen wollte. Das bedeutet aber nicht dass er die Leute nicht täuschen wollte; man kann es ihm nur nicht nachweisen. Ich hoffe das überfordert sie jetzt nicht allzu sehr.”

    Nun, Eddy, bis heute konnte ich Ihnen nicht nachweisen, dass Sie Ihre Frau prügeln. Das bedeutet aber nicht, dass Sie es nicht tun. Aber Vorsicht! Ich bleibe Ihnen auf den Fersen. Auch wenn Sie weiterhin leugnen, ihre Frau zu schlagen?

    Überfordert Sie diese Analogie?

    Kapieren Sie jetzt die Masche der Skeptiker? Irgendwas bleibt schon hängen…

    Liebe Grüße zum ersten April!

  14. #14 Karl Mistelberger
    April 1, 2010

    In Klartext formuliert geht der Vorwurf an die UEA und nicht an die CRU:

    But, in an unexpected turn of events, the House of Commons science and technology committee has placed more blame for the debacle on the university than on the scientists at its Climatic Research Unit (CRU), whose emails were stolen, and the unit’s director Phil Jones.

    http://www.newscientist.com/article/dn18715-climategate-inquiry-points-finger-at-university.html

    Klimaforscher sind eben keine FOIA-Experten und hättten mehr Anspruch auf Unterstützung der Universität, die ja FOIA-Experten beschäftigt.

  15. #15 Eddy
    April 1, 2010

    @Axel und Christian

    Die Unschuldsvermutung ist ja gerade der “Trick” bei dieser “Entlastung”.

    Es gibt Beweise dafür, dass Daten bewusst zurückgehalten wurden um den Skeptikern keine Blöße zu zeigen. Es wurde klar dargelegt was für ein Trick von Jones und Kollegen angewendet wurde.

    Das einzige was nicht bewiesen werden konnte ist die arglistige Täuschung. Der “Mann von der Strasse” will nicht mit Tricks an der Nase herumgeführt werden. Solange man noch erklären konnte böse Skeptiker würden die Wahrheit verdrehen, war der “Mann von der Strasse” zum Teil auf der Seite der IPCC-Kollegen.

    Die Frage ist doch hier wer wen täuschen wollte. Dass irgendein Allègre oder Anthony Watts Dinge sagt, die keinen Sinn ergeben, tut nichts zur Sache. Der “Mann von der Strasse” ist halt nicht ganz so blöd wie ihr denkt. Und je mehr ihr versucht diese “Tricks” zu verschleiern, je mehr Leute zu Allègre überlaufen.

    Ich persönlich würde lieber dem besten Klimaforscher glauben, als dem nettesten und ehrlichsten. So funktioniert die Welt aber nicht. Ist der Ruf erst ruiniert lebt’s sich völlig ungeniert.

    Wer hier behauptet “hide the decline” wäre keine bewusste Irreführung, hat es entweder nicht verstanden oder er versucht etwas zu rechtfertigen, was der “Mann von der Strasse” nicht akzeptiert.

    Nun ist es natürlich blöd alle Klimaforschung zu hassen, bloß weil einige den rechten Umgangston vermissen lassen. So intelligent ist der “Mann von der Strasse” dann aber doch nicht. Er hat auch gar keine Lust tagelang Pro und Kontra zu lesen. Er will unterhalten werden.

    Es geht hier doch implizit auch um das Thema Umweltschutz, Rettung der Welt und darum Gutes zu tun. Wer würde da nicht denken, dass diese „Tricks“ in Wahrheit doch nur im Dienste des Guten sind. Ohne diese Tricks würde der “Mann von der Strasse” doch niemals mit dem Klimaschutz einverstanden sein. Oder man müsste dafür die Demokratie opfern.

    Ich hoffe dass ihr Leute wenigstens in 10 oder 20 Jahren verstehen werdet wie unwissenschaftlich und unklug diese Denkweise ist.

    Nicht der “Mann von der Strasse” wird entscheiden ob Jones noch weitermachen kann.

  16. #16 Christian
    April 1, 2010

    @ “Mann von der Strasse”:
    Soll das jetzt eine Rechtfertigung für die mediale Hexenjagd sein?

  17. #17 Eddy
    April 2, 2010

    Da wir gerade davon reden. Hier sieht man wie Phil Jones vorgegangen ist:

    http://pielkeclimatesci.wordpress.com/2010/04/01/a-weblog-post-by-ross-mckitrick-that-is-worth-reading/

    “Interestingly, it turns out that the IJOC had sent Schmidt’s paper, which focuses on defending Phil Jones’ CRU data against its various critics, to be reviewed by none other than Phil Jones of the CRU.”

    Was wohl der “Mann von der Strasse” davon hält?

  18. #18 Eddy
    April 2, 2010

    @Christian

    Der Mann von der Strasse entscheidet im Endeffekt, über was die Medien berichten. Ein wissenschaftlicher Konsens hat sich für viele als Betrug entpuppt. Das ist nicht der Fehler der Medien sondern der Wissenschaftler die Daten und Informationen verschwiegen bzw. manipuliert haben.

    Ich finde es persönlich äusserst bedauerlich dass einige denken die Stationsdaten wären allesamt falsch und GISS temp und HadCrut oder wie sie alle heißen, wären falsch, gefälscht oder was weiß ich.

    Dass die Herren Rahmstorf, Hoffmann, Schmidt, Jones und Co aber dachten ihre Aktionen bzw. ihr Aktivismus, würden nicht nach hinten losgehen, überrascht mich immer wieder. Die Rechnung liegt jetzt vor. Und vielleicht ist es erst der Anfang.

    Die Klimawissenschaft an sich ist unglaubwürdig geworden (nicht für mich) und die Wissenschaftler sind selbst daran schuld. Nicht mehr und nicht weniger.

    Natürlich sind die Franzosen wie immer ein paar Jahre später erwacht als der Rest der Welt. Und ein Sarkozy oder ein Allègre machen es auch nicht gerade besser! ;-)))
    La grande nation! Vive vive, vas-y Sarkozy 😉

  19. #19 tom
    April 2, 2010

    Liebe Klimaforscher,

    ich möchte Euch für Eure (oft unentgeltliche) Arbeit und die daraus resultierenden Erkenntnisse danken. Das ist ehrlich gemeint ohne jegliche Ironie. Ich habe eine Frage. Habt Ihr bei Eurer Prognose zur anthropogenen Erderwärmung auch die Unmengen an heißer Luft berücksichtigt, welche die sogenannten “Klimaskeptiker” erzeugen? Ihre Leugner-Netzwerke müssen ja wie eine gigantische Dampfmaschine wirken. Wasserdampf ist ja schließlich ein Treibhausgas 😉 Es ist also zu befürchten, dass der berechnete Erwärmungstrend sogar noch nach oben korrigiert werden muss, das wird bitter für die “Skeptiker”,…

  20. #20 BreitSide
    April 2, 2010

    @ axel: Eddy ist ganz offensichtlich überfordert von Deiner Analogie.

    Er denkt wahrscheinlich auch, das Analphabeten mit dem Hintern buchstabieren…

  21. #21 Eddy
    April 2, 2010

    @Breitside

    Schon wieder so ein Schlaumeier der eigentlich schon in der Baumschule hätte durchfallen müssen.

    Wenn jemand sagt ich hätte mein Frau geschlagen ist er ein Idiot, denn ich bin nicht verheiratet.

    Phil Jones hat genau das getan, was man ihm vorwirft. Dass der “Mann von der Strasse”, Allègre und Sarkozy daraus falsche Schlüsse ziehen ist nicht deren Fehler, sondern Phil Jones Fehler und der von vielen Klimawissenschaftlern die Aktivismus mit Wissenschaft verwechseln.

    Der Mann von der Strasse will halt nicht belogen werden. Er glaubt ab dem Zeitpunkt dem Lügner nichts mehr.

    Komisch dass gerade auf den Scienceblogs viele Leser einfachste Zusammenhänge nicht verstehen können! Zur Arroganz gesellt sich auch noch notorische Dummheit.

    Was der “Eddy” wohl denkt was Analogie heißt? ;-))) http://www.ogie.site90.net/

  22. #22 Krishna Gans
    April 2, 2010

    @tom
    Nur dumm, das IPCC Salaomon gerade festgestellt hat, daß sich die Menge des Wasserdampfes reduziert hat.
    Hängt offensichtlich mit der reduzierten Menge heißer Luft zusammen, die Jones und Komplizen z.Z. ablassen können.

  23. #23 Stefan P
    April 2, 2010

    @ axel

    …Wenn man von FOIA absieht, ist es ein Freispruch erster Klasse.…

    LOL, das ist ja mal ein Argumentation. Wie wäre es damit: …abgesehen von der Vergewaltigung, hat sich der Beschuldigte einwandfrei verhalten… (soll jetzt keine Anspielung auf einen aktuellen Fall sein)

    McIntyre
    …Contrary to UEA’s claims, there is no valid statistical procedure supporting the substitution of tree ring proxy data going the wrong with instrumental temperature data to create a false rhetorical impression of the coherence of the proxy data. Indeed, as I observed in my submission, Mann himself had condemned the merging of instrumental and proxy data as follows:

    No researchers in this field have ever, to our knowledge, “grafted the thermometer record onto” any reconstruction. It is somewhat disappointing to find this specious claim (which we usually
    find originating from industry-funded climate disinformation websites) appearing in this forum [realclimate].

  24. #24 Stefan P
    April 2, 2010

    @ axel

    Nachtrag;

    und wenn festgestellt wird, daß alle oder viele Wissenschaftler sich nicht an geltende Gesetze (FOI) gehalten haben, dann ist die Feststellung Phil Jones bildete da keine Ausnahme, alles andere als ein Freispruch.

    …The focus on Professor Jones and CRU has been largely misplaced. On the accusations relating to Professor Jones’s refusal to share raw data and computer codes, the Committee considers that his actions were in line with common practice in the climate science community but that those practices need to change…

  25. #25 Wolfgang Flamme
    April 2, 2010

    Jones hat von Beginn der Affaire an klar und öffentlich gesagt, was hinter ‘hide the decline’ steckt und mit welchem ‘trick’ er auf das Problem reagierte. Nicht mehr und nicht weniger bleibt auch an ihm hängen.

  26. #26 Kirschstein
    April 3, 2010

    Das Ergebnis ist wenig überraschend. Für Skeptiker habe ich einen Trost: In Hinblick auf Kopenhagen war der Coup gelungen.

  27. #27 Eddy
    April 3, 2010

    So etwas bleibt an einem hängen:

    ***Jones told TGIF he had no idea what me meant by using the words “hide the decline”.

    “That was an email from ten years ago. Can you remember the exact context of what you wrote ten years ago?”***

    Lets talk about facts babe …

  28. #28 Wolfgang Flamme
    April 3, 2010

    Das war ja nun nicht das einzige Interview gewesen und etwas später hat sich Jones dann ja offenbar doch an die näheren Umstände erinnern können.

    Insofern ist ‘von Anfang an’ natürlich von mir nicht richtig formuliert, aber es ist ja durchaus nachvollziehbar, daß man Details zu Vorgängen von vor zehn Jahren nicht sofort aus dem Stehgreif rekapitulieren kann und das ist Jones nicht zum Vorwurf zu machen.
    Also seit Jones seine Erinnerungen dann aufgefrischt hatte und eine Erklärung dazu abgeben konnte (von der er bisher auch nicht abgewichen ist) bleibt eben diese an ihm hängen. Besser so?

  29. #29 Eddy
    April 4, 2010

    “Hide the decline” kann nicht sehr viele Bedeutungen haben. Es stimmt schon, dass man nach 10 Jahrn den genauen Kontext eventuell nicht mehr kennt.

    Aber kennen Sie DIESE Aussage von Jones:

    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2008-10-24/erderwaermung-beschleunigt-sich

    “Erderwärmung beschleunigt sich”

    Man kann auch hier wieder alles beschönigen. Jones hat es nie so gesagt. Der böse Blogger Stefan Ramstorf hat seine Aussage selektiv zitiert usw …; vielleicht sogar seine Aussage pervertiert?

    Die Fragen bleiben aber bestehen:

    1) Wieso macht der populärste Klimatologe Deutschlands eine so abstruse Aussage?

    2) Wieso warnt Mojib Latif kurze Zeit später seine Fachkollegen davor, dass das Klima 20 Jahre Pause machen könnte und dass sie das sagen sollten, bevor andere es tun? Ich nehme an dass er damit uns böse Skeptiker gemeint, die sich zu einem weltweiten Netz perfide zusammen gefunden haben.

    3) Wieso wird eine Kritik an solchen Aussagen mit Beleidigungen, Häme und Sperrungen auf dem Blog des mittlerweile auch ziemlich populären Klimawissenschaftlers Georg Hoffmann bedacht?

    Sind es nicht genau diese drei Punkte die dem Mann von der Strasse so wenig zusagen?

    Der zitierte Blogbeitrag von Stefan wurde Oktober 2008 publiziert. Dezember 2008 folgt dann dieser Beitrag:

    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2008-12-16/temperaturen-2008

    Allmählich beginnen die Klimatologen, die sich wirklich in einem Netzwerk gegenseitig darüber absprechen, was an die Öffentlichkeit gelangen darf (siehe CRU-mails), zu besinnen und sie streiten diese “Klimastagnation” jetzt nicht mehr ab.

    Georg Hoffmann spricht sogar von Modelläufen die 25 Jahre und länger eine Stagnation oder sogar eine Abkühlung zeigen und dass das an der AGW-theorie nichts ändern würde.

    Das ist m.E. höchst unwissenschaftlich und sogar unseriös. Fast alle Beweise für den alles überragenden Einfluss des Co2 stammen von der angeblichen exakten Korrelation mit der Erwärmung von 1970 bis 1998.

    Die aktuelle Stagnation ist selbstverständlich kein Beweis gegen diesen Einfluss. Eine weitere Stagantion von 10 oder 20 Jahren aber durchaus. Wer das abstreitet ist nicht nur unehrlich, sondern geht auch äusserst unwissenschaftlich vor.

    Nun denn, es ist egal was ich davon halte. Der Mann von der Strasse ist jetzt im Visier der Klimaschützer. 😉 Einmal Lügner immer Lügner. Das nennt man “Die Biologie der Tugend, warum es sich lohnt gut zu sein”! 😉

  30. #30 Georg Hoffmann
    April 4, 2010

    @Eddy

    Georg Hoffmann spricht sogar von Modelläufen die 25 Jahre und länger eine Stagnation oder sogar eine Abkühlung zeigen und dass das an der AGW-theorie nichts ändern würde.

    Der populaere Georg hat einfach die vom IPCC veroeffentlichten Laeufe angeschaut. Oeffentlich heisst uebrigens, dass auch Sie sie sich anschauen koennen, beovor Sie dazu irgendetwas behaupten.
    Egal, 25 Jahre habe ich nicht gefunden und auch nicht behauptet. Bei 15 Jahren liegt ungefaehr die Grenze in den Laeufen, die alle, daran sei erinnert, OHNE natuerliche Variabilitaet des Forcing sind (keine Var. der Sonne, keine Vulkane).

  31. #31 Georg Hoffmann
    April 4, 2010

    @Christian

    Heißt dass jetzt, dass ich einem englischen Kollegen keine Daten schicken kann, ohne befürchten zu müssen, dass sie dort veröffentlicht werden – auch gegen meinen Willen?

    Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass keine (also in Ihrem Beispiel eben Ihre Daten) Daten, verwandt werden dürfen, die nicht oeffentlich sind.
    Wie gesagt, die immer schon oeffentlichen Daten sind lange genug, um Jones Aussagen nachzupruefen. Die FOI Anfragen dienten nichts anderem, als Jones zu belaestigen. Und das hat ja dann auch geklappt.

  32. #32 Eddy
    April 4, 2010

    SIE schrieben:

    “Ich kann es auch nicht aendern, aber es gibt eben Läufe, die bis in die 2050 Jahre einen negativen dekadischen Trend (in jedem Scenario) haben und doch bis 2100 ein Erwaermung bis 3°C ausrechnen.Tut mir echt leid, so sind die boesen Modelle nunmal.”

    http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/04/ganz-echt-jetzt-halt-die-erwarmun-aber-wirklich-wirklich-an.php

    Wohl ein Sargnagel mehr im Sarg der sinkenden Popularität der Klimaforschung. Ich hab so etwas nie gesagt, nie getan, alles bloss leere Beschuldigungen aus dem Netzwerk der bösen Klimaleugner. 😉

    Aber Fakt ist:

    “Reinhard Hüttl, head of the German Research Center for Geosciences in Potsdam near Berlin and the president of the German Academy of Science and Engineering, believes that basic values are now under threat. “Scientists should never be as wedded to their theories that they are no longer capable of refuting them in the light of new findings,” he says. Scientific research, Hüttl adds, is all about results, not beliefs. Unfortunately, he says, there are more and more scientists who want to be politicians.”

    http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100032460/when-the-germans-give-up-on-agw-you-really-do-know-its-all-over/

  33. #33 Wolfgang Flamme
    April 4, 2010

    “Die FOI Anfragen dienten nichts anderem, als Jones zu belaestigen.”

    Ja, diese lästigen Anfragen haben Jones und anderen wirklich viel Zusatzaufwand beschert::

    Mike,

    Can you delete any emails you may have had with Keith re AR4? Keith will do likewise. He’s not in at the moment – minor family crisis.

    Can you also email Gene and get him to do the same? I don’t have his new email address.

    We will be getting Caspar to do likewise.

    Cheers
    Phil

  34. #34 Franz Nörgel
    April 4, 2010

    in Österreich wird nun die liebe Waldi Klasnic (ehm. Landeshauptfrau Steiermark) als Vorsitzende des Ausschusses zur Klärung der Kirchen Missbrauchsfälle eingesetzt.

    Als so genannte unabhängige Person soll sie die “Beste” sein. Für wen? Für die Kirche?
    Sie als alte bekennende Erzkatholikin wird das Ganze schon halbwegs rein waschen, sagen die Kritiker

    Kann man bei Jones davon ausgehen, dass das blöde Prozedere wirklich völlig sachlich und unabhängig abgehandelt wurde od. könnte es da vielleicht auch so was wie Interessenskonflikte geben?

  35. #35 Evil Dude
    April 4, 2010

    Die Unschuldsvermutung ist ja gerade der “Trick” bei dieser “Entlastung”.

    Bei so einem Satz trieft doch die Dummheit aus jeder Pore! Die Unschuldsvermutung ist kein Trick sondern eines der elementarsten Rechtsprinizipien in jedem Rechtsstaat.

    Wenigstens steht er gleich am Anfang so dass man sich den Rest des Gegeifers aus dem Klima-Troll-Eddyversum getrost sparen kann!

  36. #36 Georg Hoffmann
    April 4, 2010

    @Eddy

    SIE schrieben:
    “Ich kann es auch nicht aendern, aber es gibt eben Läufe, die bis in die 2050 Jahre einen negativen dekadischen Trend (in jedem Scenario) haben und doch bis 2100 ein Erwaermung bis 3°C ausrechnen.Tut mir echt leid, so sind die boesen Modelle nunmal.”

    Genau. So ist das. Und wie haben Sie daraus jetzt das abgeleitet?

    Eddy schrieb:

    Georg Hoffmann spricht sogar von Modelläufen die 25 Jahre und länger eine Stagnation oder sogar eine Abkühlung zeigen und dass das an der AGW-theorie nichts ändern würde.

    Ein dekadischer Trend geht ueber ein Dekade=10 Jahre. Wenn man ein bisschen sucht findet man 15. Habe ich alles dutzendfach gezeigt und ist ueberhaupt nicht meine “Erkenntnis”, nichtmals meine Interpretation. Es ist offensichtlich und ein einfacher Blick auf die Modellresultate sagt das einem schon. Keine Ahnung, was es da zu diskutieren gibt.

  37. #37 axel
    April 4, 2010

    Mensch, Franz, da hast du mich aber lange warten lassen. Du schreibst heute

    Kann man bei Jones davon ausgehen, dass das blöde Prozedere wirklich völlig sachlich und unabhängig abgehandelt wurde od. könnte es da vielleicht auch so was wie Interessenskonflikte geben?

    Nun schau dir mal den allerersten Kommentar in diesem Thread an. Die Antwort steht da schon. Lass mich nächstes Mal bitte nicht so lange zappeln 😉

  38. #38 Eddy
    April 5, 2010

    @Georg

    Ihre Logik:

    Weil es eben Läufe gibt “die bis in die 2050 Jahre einen negativen dekadischen Trend (in jedem Scenario) haben und doch bis 2100 ein Erwaermung bis 3°C ausrechnen” bedeutet dass die aktuelle Klimastagnation nicht beweist, dass die globale Erwärmung aufgehört hat. Das ist trivial.

    Konkret bedeutet es wohl:

    1) Jeder 10Jahrestrend kann (zufällig) negativ sein trotz globaler anhaltender Erwärmung.

    2) Die Erwärmung von 1970 bis 2000 ist (ihnen zufolge) immer noch statistisch signifikant, obschon die Modellläufe 10Jahrestrends zeigen die diese Erwärmung rein zufällig aufheben können und das sogar bis 2050.

    3) Würde die aktuelle Stagnation bis 2050 anhalten, würde das sie offenbar in ihrem Glauben an eine katastrophale globale Erwärmung nicht im Geringsten stören?!

    Es wäre schön, wenn sie einmal genau erklären würden, warum sie obige Aussage überhaupt damals gemacht haben.

    Frage 1:
    Wenn die Klimastagnation weiterhin anhält, muss man dann die Modelle des IPCC, bzw. die ganze Theorie überdenken?

    Frage 2:
    Wie lange muss die Stagnation anhalten, bis SIE persönlich die Klimasensitivität der Treihausgase und/oder die Modelle in Frage stellen?

  39. #39 Ebel
    April 5, 2010

    Zufällige Schwankungen können keine Gesetze der Physik außer Kraft setzen. Und ein gesichertes Physikgesetz ist der zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Wenn von einer Oberfläche eine bestimmte Leistung abgegeben wird, dann ist die Temperatur dieser Oberfläche um so höher, um so größer die Behinderung der Abstrahlung ist.

    Mehr CO2 bedeutet mehr Behinderung.

    Nun ist aus verschiedenen Gründen dieser grundsätzliche Zusammenhang modifiziert. Höhere Temperaturen bedeuten mehr Feuchtigkeit und mehr Wolken. Damit verschiebt sich bei der abgestrahlten Leistung das Verhältnis von reflektierter Strahlung zu emittierter Strahlung. Die Veränderung des Verhältnisses ist noch Gegenstand der Forschung – kann aber prinzipiell nie so werden, daß keine Temperaturerhöhung an der Erdoberfläche auftritt.

    Dazu kommt die Zeitverzögerung durch die Wärmespeicherung der Ozeane. Diese Wärmespeicherung kann über größere Zeiten eine Differenz zwischen empfanger Leistung und abgestrahlter Leistung entstehen lassen – aber das kann nicht beliebig lange sein.

  40. #40 Georg Hoffmann
    April 5, 2010

    @Eddy
    Das ueberfordert Sie wieder sehr. Einige angebliche “Schlussfolgerungen” von dem was Ich gesagt habe sind schwer in ihrer Absurdidaet zu uebertreffen.
    Halten wir einfach fest: Die Modelle zeigen selbst im A2 Scenario leicht negative dekadische Trends im Zeitraum bis 2050. Es handelt sich um von den Modellen erzeugte natuerliche Variabilitaet. Alles andere, was Sie erzaehlen ist nur wirr.

    Zu ihren Fragen (die ich glaube ich schonmal beantwortet habe und die auch nicht viel schlauer geworden sind)

    Wenn die Klimastagnation weiterhin anhält, muss man dann die Modelle des IPCC, bzw. die ganze Theorie überdenken?

    Ja, natuerlich. Die Treibhausgase blieben Treibhausgase aber man muesste dann nach Feedbacks suchen, die jede Erwaermung wegdaempfen wuerden. Die Wahrscheinlichkeit dafuer ist aus meiner Sicht nahe Null.

    Wie lange muss die Stagnation anhalten, bis SIE persönlich die Klimasensitivität der Treihausgase und/oder die Modelle in Frage stellen?

    20 Jahre ist (optisch) statistisch signifikant nicht mehr durch die Variabilitaet der Modelle zu erklaeren.

  41. #41 Georg Hoffmann
    April 5, 2010

    @Eddy
    Und bevor wir es wieder vergessen. Nochmal die Frage wo haben Sie sich diesen Satz einfallen lassen:

    Georg Hoffmann spricht sogar von Modelläufen die 25 Jahre und länger eine Stagnation oder sogar eine Abkühlung zeigen und dass das an der AGW-theorie nichts ändern würde.

    Ich kenne wie gesagt keinen Lauf mit 20 Jahren Stagnation, schon 15 sind kaum zu finden.Koennen wie das mal wieder als Eddythese ins Regal der unbewiesenen Unterstellungen einraeumen oder kommt noch was?

  42. #42 Franz Nörgel
    April 5, 2010

    genau Ebel!

    CO2 bedeutet mehr “Behinderung”!

    Wie ein hoher Cirenschirm die nächtliche Abkühlung meist um 1-2°C vermindern kann und eine dicke Stratusschicht um 10°C und mehr.
    Wie viel behindert also CO2 wirklich? In der Troposphäre über Thermometer nicht messbar.

    “”Höhere Temperaturen bedeuten mehr Feuchtigkeit und mehr Wolken””….

    naja, vergleiche Tropen / Subtropen? Im globalen Mittel sollte jedenfalls die absolute Feuchte ansteigen, sprich die Anzahl IR absorbtionsfähiger H2O Moleküle innehrhalb der Troposphäre. Und weiter oben?
    Mehr Wolken, tja, dass hören die AGW Brüder aber nicht so gerne. Ca. 1% mehr bestimmter Wolken können den gesamten CO2 Effekt kompensieren und genau da liegen wohl die größten Unsicherheiten bezüglich Feedbacks. Im IPCC steht nach wie vor: level of scientific understanding (clouds) VERY LOW.
    Wie man dann auf die fast “gesicherte” Erwärmung von 2 Grad und mehr bis 2100 kommt, bleibt Sache der Modellierer od. der Politik?

    Vielleicht kann uns ja der liebe Hoffmann sagen, wie genau mit Wolken in den GCM`s umgegenagen wird?

  43. #43 Eddy
    April 5, 2010

    @GEORG

    HALTEN WIR DOCH EINMAL FEST:

    Jetzt schreiben sie: ******Egal, 25 Jahre habe ich nicht gefunden und auch nicht behauptet. Bei 15 Jahren liegt ungefaehr die Grenze in den Laeufen, die alle, daran sei erinnert, OHNE natuerliche Variabilitaet des Forcing sind (keine Var. der Sonne, keine Vulkane).******

    Vorher schrieben sie: :::::Jede einzelne Simulation hat eine grosse Variabilitaet und ich habe sie eben mal fuer ein konkretes Modell ausgerechnet.::::::::::::

    ***************”aber es gibt eben Läufe, die bis in die 2050 Jahre einen negativen dekadischen Trend (in jedem Scenario) haben und doch bis 2100 ein Erwaermung bis 3°C ausrechnen. Tut mir echt leid, so sind die boesen Modelle nunmal.””********

    Was jetzt heisst: **********Die Modelle zeigen selbst im A2 Scenario leicht negative dekadische Trends im Zeitraum bis 2050. Es handelt sich um von den Modellen erzeugte natuerliche Variabilitaet. Alles andere, was Sie erzaehlen ist nur wirr.********

    Wenn irgend etwas wirr ist, dann IHRE Aussagen.

  44. #44 Eddy
    April 5, 2010

    WOHLVERSTANDEN:

    Ihre Aussagen zu 2050 und 2100 waren ein Antwort auf meinen Beitrag, dass die gemessenen Temperaturen ausserhalb der IPCC-projektionen liegen:

    Roger Pielke Sr sagt:

    ******”Writing in 2005, Hansen, Willis, Schmidt et al. suggested that GISS model projections had been verified by a solid decade of increasing ocean heat (1993 to 2003). This was regarded as further confirmation the IPCC’s AGW hypothesis. Their expectation was that the earth’s climate system would continue accumulating heat more or less monotonically. Now that heat accumulation has stopped (and perhaps even reversed), the tables have turned. The same criteria used to support their hypothesis, is now being used to falsify it.

    It is evident that the AGW hypothesis, as it now stands, is either false or fundamentally inadequate.”*****

    und dies http://rankexploits.com/musings/2008/ipcc-projections-overpredict-recent-warming/gmst-data-after-2001/

    Also FRAGE:

    Warum haben sie obige Aussage gemacht und was wollen sie damit erklären?

    FRAGE: Ist es nicht so, dass IHRE Aussage keine wirkliche Antwort auf MEINE Aussage ist sondern bloss eine ausweichende Verwirrung stiftende Schwadronierung?

    FRAGE:

    Wenn die Modelle nichts über einen Zeitraum der über 15 Jahre hinausgeht aussagen, wieso berechnen sie dann damit das Klima bis 2100? Oder ist es nicht eher so, dass sie bloss Verwirrung stiften wollen, um später behaupten zu können der doffe Laie hätte wieder einmal alles falsch verstanden?

    Sie schreiben von 50 Jahren und 100 Jahren um jetzt zu behaupten sie hätten nie von mehr als von 15 Jahren gesprochen.

    Klammern sie sich jetzt am Wort Modelllauf fest? Wieso schreiben sie dann aber “Jede einzelne Simulation hat eine grosse Variabilitaet und ich habe sie eben mal fuer ein konkretes Modell ausgerechnet”? Modell, Modelllauf, Szenario, Simulation ……

  45. #45 Georg Hoffmann
    April 5, 2010

    @Eddy
    Jeder dieser Aussagen ist korrekt. Keiner dieser Aussagen bestaetigt das:

    Georg Hoffmann spricht sogar von Modelläufen die 25 Jahre und länger eine Stagnation oder sogar eine Abkühlung zeigen und dass das an der AGW-theorie nichts ändern würde.

    Es waere wirklich nur das Xte Mal, dass Sie sich irgendwas ausdenken. Einfach kurz schreiben: “Habe ich mir so ausgedacht” und es ist alles klar (und wie immer).

  46. #46 Eddy
    April 5, 2010

    FAZIT:

    WOHLVERSTANDEN, meine konkrete Kritk war:

    Wenn die Erwärmung von 1970 bis 2000 signifikant war und der Einfluss des Menschen damit anscheinend bewiesen sein soll, dann ist eine Stagnation die mehr als 10 Jahre andauert auch signifikant und ein Gegenbeweis zu dieser Theorie, was sie jetzt implizit bestätigen mit ihrer Aussage:

    ***20 Jahre ist (optisch) statistisch signifikant nicht mehr durch die Variabilitaet der Modelle zu erklaeren.***

    Vielleicht sollten sie einfach einmal versuchen zu verstehen, was die bösen Skeptiker genau schreiben, bevor sie denen wirres Denken vorwerfen.

    Stellen sie sich vor ich hätte geschrieben: “20 Jahre ist (optisch) statistisch signifikant nicht mehr durch die Variabilitaet der Modelle zu erklaeren.”

    Die Demontage dieser Aussage wäre ihnen dann wohl einen ganzen Blogbeitrag wert gewesen?! Den Bohei hätte man bis zum Mars und wieder zurück vernehmen können. 😉

    Egal wie sehr sie versuchen ihre Wissenschaft zu verschurbeln und zu dramatisieren. Egal wie sehr sie versuchen den Laien dumm und nackt da stehen zu lassen. Diese ganze Taktik, diese Beleidigungen und Unterstellungen, all das wirft ein sehr schlechtes Licht auf SIE und ihre Berufskollegen, nicht auf die Laien!

  47. #47 Franz Nörgel
    April 5, 2010

    Hoffmann legt sich die Eier selbst!

    und schreibt im Prinzip alles vom Rahmstorf ab.

    Also, noch knapp 8 Jahre T Stagnation und sie haben die 20 Jahre und ich hoffe, dass sie sich dann wieder der Realität zuwenden…

    “”””””””20 Jahre ist (optisch) statistisch signifikant nicht mehr durch die Variabilitaet der Modelle zu erklaeren.”””””””””””

  48. #48 Eddy
    April 5, 2010

    Oder versuchen sie es einmal hiermit:

    Hiroshi L. Tanaka:

    “The global warming has been stopped by natural variability superimposed on the gentle anthropogenic global warming. The important point is that the IPCC models have been tuned perfectly to fit the rapid warming during 1970-1990 by means of the ice-albedo feedback (anthropogenic forcing) which is not actually observed. IPCC models are justified with this wrong scientific basis and are applied to project the future global warming for 100 years in the future.”

    Es sind also durchaus keine komplett abwegigen Gedanken, die den pöhsen “Mann von Strasse” da bewegen!

    Modelle werde benutzt um “Vorhersagen” zu machen. Aber wehe man nimmt die Aussagen des IPCC “beim Wort”. Nun ja, man muss, man kann, man hat, man hat nicht, ach vergessen sie’s, die ganze Welt ist einfach blöd, alles Trottel die alles falsch verstehen …

  49. #49 Georg Hoffmann
    April 5, 2010

    @Eddy

    Sie schreiben von 50 Jahren und 100 Jahren um jetzt zu behaupten sie
    hätten nie von mehr als von 15 Jahren gesprochen.

    Ich werde einen Poll starten. Kapiert der Eddy es wirklich nicht oder tut er nur so?

    Selbst bis zum Jahre 2050 gibt es in den Modelllaeufen, die ich angeschaut habe, negative dekadische (und natuerlich nicht signifikante) Trends. Maximum war ca 15 Jahre mit Null Trend.

    http://www.scienceblogs.de/primaklima/2008/07/die-mar-von-der-beendeten-erwarmung-und-den-modellen-die-etwas-vorhersagen.php

    und insbesondere
    http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/11/what-the-hell-are-they-talking-about-der-spiegel-zum-ende-der-globalen-erwarmung.php

    Das ist alles nicht von mir und kann jeder durch einfaches Plotten der Modelllaeufe selber leicht herausgefinden.
    Nochmals, Eddy, haben Sie einen Beleg dafuer, dass ich das hier gesagt oder behauptet haben soll:

    Georg Hoffmann spricht sogar von Modelläufen die 25 Jahre und länger eine Stagnation oder sogar eine Abkühlung zeigen und dass das an der AGW-theorie nichts ändern würde.

    EInfach ein Zitat von mir, mit dem man zu dieser Schlussfolgerung kommt und bei der die Zahl 25 vorkommt oder berecnet werden kann. Geht das oder geht das nicht?

  50. #50 Eddy
    April 5, 2010

    Die Climate-Police greift an:

    Greenpeace:

    “If you’re one of those who have spent their lives undermining progressive climate legislation, bankrolling junk science, fueling spurious debates around false solutions, and cattle-prodding democratically-elected governments into submission, then hear this:

    We know who you are. We know where you live. We know where you work.

    And we be many, but you be few.

    http://www.webcitation.org/5oj86Zw5q

    Jetzt bin ich vollends beruhigt. Hallelujah / climate jihad

  51. #51 Eddy
    April 5, 2010

    @Georg

    Sind sie schwer”hörig”????

  52. #52 Georg Hoffmann
    April 5, 2010

    @Eddy
    Nein. Es geht ganz prima.
    So jetzt also mal Klartext: wo habe ich die obige Aussage gemacht. Oder bedeutet etwa, dass eine Reihe von Zitaten, die Sie nicht verstanden haben und die alle ganz prima und in Ordnung sind, Ihnen das Recht gibt, irgendeinen Mist, der Ihnen gerade durch die Birne brummt, zu behaupten?
    Wenn’s so ist, alles klar: Weitermachen!

  53. #53 Eddy
    April 5, 2010

    @Georg

    Sie haben mich zuerst beleidigt und meine Aussagen pervertiert und

    als ich dann schrieb:

    “Die Modelle können plötzlich alles, eine Erwärmung wie von 1980 bis 1998 genau vorhersagen, wie auch eine 20jährige Abkühlung. Wie wäre es mit einer 100jährigen Abkühlung? Dann hätte man die Falsifizierbarkeit vollständig hinter sich gelassen.”

    haben sie geschrieben:

    “Jede einzelne Simulation hat eine grosse Variabilitaet und ich habe sie eben mal fuer ein konkretes Modell ausgerechnet. Aber es gibt eben Läufe, die bis in die 2050 Jahre einen negativen dekadischen Trend (in jedem Scenario) haben und doch bis 2100 ein Erwaermung bis 3°C ausrechnen. Tut mir echt leid, so sind die boesen Modelle nunmal.”

    Haben sie das wirklich geschrieben? Gehen die Läufe nun bis 2050 oder nicht? Und WAS wollten sie damit sagen? Warum sagten sie das als Antwort auf meine obige Erklärung, die sie jetzt implizit bestätigen?

    Solange sie mir nicht sagen wieso sie diesen Satz sagten, der ihnen zufolge nichts bedeutet, im Zusammenhang mit einer zehnjärigen Klimastagnation, beim Thema (“ganz-echt-jetzt-halt-die-erwarmun-aber-wirklich-wirklich-an”) kann ich selbstverständlich nicht sagen, ob sie die Leute absichtlich belügen und irreführen wollten, nachdem sie sie beleidigt und gedemütigt haben.

    Das ist genau wie bei Phil Jones. Man kann ihm nichts nachweisen …

    Sind sie jetzt stolz auf sich? Sollen ihre Kinder stolz auf sie sein?

    fROHE oSTERN

  54. #54 Georg Hoffmann
    April 5, 2010

    @Eddy

    Ich weiss nicht mal, was Sie genau nicht verstehen, aber irgendetwas verstehen Sie aber auch ueberhaupt nicht.

    Haben sie das wirklich geschrieben? Gehen die Läufe nun bis 2050 oder nicht? Und WAS wollten sie damit sagen? Warum sagten sie das als Antwort auf meine obige Erklärung, die sie jetzt implizit bestätigen?

    1) Habe ich geschrieben.
    2) Die Laeufe gehen meistens bis 2100 und hier http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/11/what-the-hell-are-they-talking-about-der-spiegel-zum-ende-der-globalen-erwarmung.php koennen Sie sich einen Lauf anschauen.
    3) Ich will damit sagen, dass sich in diesen Laeufen im Zeitraum 2000-2050 (also ungefaehr dem jetzigen Klimazustand entsprechend) negative dekadische Trends vorliegen. Diese Aussage ist doch so klar wie nur was. Wie kommen Sie darauf, dass das negative 25 jaehrige Trends beeinhaltet.

    Koennen wir das jetzt als eine Ihrer Hirngespinste abheften oder behaupten Sie nachwievor das Folgende:

    Georg Hoffmann spricht sogar von Modelläufen die 25 Jahre und länger eine Stagnation oder sogar eine Abkühlung zeigen und dass das an der AGW-theorie nichts ändern würde.

  55. #55 Franz Nörgel
    April 5, 2010

    Hoffmann,

    zu Bild 2: naja, nach diesem ausgewählten Lauf liegen wir die letzten 5a im Mittel bereits um 0,3°C unter den projezierten T Werten und wenn es nicht sofort und über eine Dekade nachhaltig um 0,5°C wärmer wird, dann ist zu mindest dieser Lauf völlig fürn Hugo.
    Welches “Szenario” bzw. welche Läufe passen denn am besten zu den CO2 Emissionen der letzten 10-20a. Wir liegen ja super, stark steigender Trend, also A2 od. was. Zeigen sie uns doch mal diese Läufe seit 1990 od. so und dann gucken wir mal, wie weit wir schon “daneben” liegen (Aber bitte nicht die a la Rahmstorf Graphiken mit aufgeblähtem doppel Sigma Schwanz…)

    http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/11/what-the-hell-are-they-talking-about-der-spiegel-zum-ende-der-globalen-erwarmung.php

  56. #56 axel
    April 5, 2010

    @ Franz,

    nach deinen Maßstäben ist dann jeder Lauf ist “für den Hugo”, weil kein einziger den Anspruch erhebt, Jahr für Jahr die exakten Temperaturen vorherzusagen. Die Läufe unterscheiden sich in Abhängigkeit vom verwendeten Klimasimulationsprogramm, aber auch für identische Programme sehen die Läufe unterschiedlich aus.

    Weißt du warum? Weißt du, wie die IPCC-Trendlinie zustandekam?

    Falls ja, dann hat sich deine Nörgelei eigentlich erübrigt. Dein Hinweis, die letzten 5 Jahre passten nicht zu diesem Lauf, zeugen dann allerdings von einem Gewissen “Hab-nix-kapiert”.

    Falls nein, dann frag ruhig nochmal nach, was dir immer noch nicht klar ist.

    PS:
    Die Einzelläufe werden zuverlässiger, wenn du uns sagst, wann in den nächsten hundert Jahren mit starken El Nino/La Nina bzw. Vulkanausbrüchen zu rechnen ist. Ach ja, eine genaue Vorhersage der solaren Aktivität für diesen Zeitraum könnte auch dazu beitragen, Jahresvorhersagen zu ermitteln.

  57. #57 Franz Nörgel
    April 6, 2010

    jaja Axel

    versuch erst gar nicht, soooo gescheit zu sein.
    Zu den Emissionszenarien gibt es die T Szenarien. Welche heute in Frage kommen, ist nicht schwer zu erahnen und wenn nun die T Kurven weit von den realen entfernt sind (nicht nur einzelne Jahre), dann braucht man Begründungen. Im konkreten Fall ist es tatsächlich so, dass bei ein paar Jahren weiterer T Stagnation bald mal 0,5°C auf das Mittel (5-10a Mittel) des Laufes fehlen (siehe Hoffmanns Link).

    Wenn du meinst, El Nini, Vulkane und ein bisschen Sonne sind der große Rest, über welchen man das Klima brechen kann, dann bist auch du dem simplifizierten Klimaabbild der AGW Lobby aufgesessen.

  58. #58 axel
    April 6, 2010

    Ja, natürlich, Abweichungen stellen ein Modell irgendwann in Frage, aber du begehst meines Erachtens zwei Fehler:

    1. Die Aussagekraft eines single-runs eines GCMs ist von beschränkter Aussagekraft (s. mein vorheriger Beitrag). Du solltest dann schon die über viele Läufe gemittelte IPCC-Temperaturkurve nehmen.

    2. Dein Zeitraum von 5 Jahren ist viel zu klein, du bewegst dich da in einem Zeitraum, der maßgeblich von der natürlichen Variabilität des Klimas beeinflusst wird. Ich könnte dir auch einen 5-Jahreszeitraum nennen, wo die gemessenen T-Werte oberhalb der IPCC-Kurve liegen. Bringt aber auch keinen Erkenntnisgewinn.

    Es gibt ein einfaches Mittel, deine Frage zu beantworten:
    Mach einfach mal einen Hypothesentest und berechne, ob die bisherigen Daten signifikant von einem von dir gewählten IPCC-Szenario abweichen. Wäre doch interessant zu sehen, ob man gewissen Szenarien schon ausschließen kann.

    Ich muss dich aber warnen: Du wirst rasch feststellen, dass die Datenbasis noch zu klein ist, um statistisch signifikante Ergebnisse zu erhalten. Findest du dagegen das Gegenteil, dann hast du natürlich recht.

  59. #59 axel
    April 6, 2010

    Ach ja, Franz:

    “Wenn du meinst, El Nini, Vulkane und ein bisschen Sonne sind der große Rest, über welchen man das Klima brechen kann, dann bist auch du dem simplifizierten Klimaabbild der AGW Lobby aufgesessen.”

    Es steht jedem skeptischem Wissenschaftler frei, alternative bessere Modelle zu entwickeln, die gerne noch mehr Einflüsse enthalten dürfen. Nur kenne ich bisher keine solchen Klimasimulationen. Entweder hat es noch keiner probiert oder es funktionierte nicht. Wäre doch mal ne schöne Aufgabe für Svensmark oder Lindzen, oder?

  60. #60 Franz Nörgel
    April 6, 2010

    axel,

    kennst du eigentlich “the rules of the game” (über den CRU hack zugänglich)?

    Sozusagen die Strategieanleitung zur AGW Vermarktung.

    ua. hier:

    http://sparror.cubecinema.com/stuffit/carbon/pdf-research/behaviourchange/ccc-rulesofthegame.pdf

  61. #61 Christian
    April 6, 2010

    @ Eddy:
    Behaupten Sie immer noch, dass die Unschuldsvermutung nur ein “Trick” wäre?
    Warum beziehen Sie keine Stellung zu Evil Dudes Antwort, dass die Unschuldsvermutung ein Eckpfeiler der Rechtsstatlichkeit ist. Oder haben Sie ein Problem damit, dass man auch Sie “beim Wort” nehmen könnte?

  62. #62 axel
    April 6, 2010

    Wie so oft, weichst du auf andere Themen aus, wenn dir die Diskussion unangenehm wird, Franz.

  63. #63 Franz Nörgel
    April 7, 2010

    axel, was meinst du?

    “unangenehm” ist jede Diskussion mit AGW Träumern sowieso, bzw. ist das Wort Diskussion generell überstrapaziert, weil ihr extrem festgefahren in euren Einbildungen und Meinungen seid.
    Ihr wollt ja nicht mal über eine möglicherweise sehr geringe Klimasensitivität des CO2 diskutieren und glaubt einfach den x bis y Werten eurer Obrigkeiten usw.
    Eigentlich sinnlos mit euch, ich weiss gar nicht mehr so genau, warum ich mich überhaupt in solchen Foren immer wieder verirre…

  64. #64 Georg Hoffmann
    April 7, 2010

    @Noergel

    zu Bild 2: naja, nach diesem ausgewählten Lauf liegen wir die letzten 5a im Mittel bereits um 0,3°C unter den projezierten T Werten und wenn es nicht sofort und über eine Dekade nachhaltig um 0,5°C wärmer wird, dann ist zu mindest dieser Lauf völlig fürn Hugo.

    1) Warum nicht selber auswaehlen? Ich habe einfach den ersten Lauf, der mir vor die Nase kam, genommen, Sie duerfen gerne eine vollstaendige Analyse anfertigen. Hier sind die Daten (ich habe den Link verschiedenen Skeptikern hier schon so oft gegeben, noch nie kam was zurueck. Warum wohl?)
    http://www-pcmdi.llnl.gov/ipcc/about_ipcc.php

    2) Ich habe es mal mit allen Simulationen des MPI gemacht

    http://www.scienceblogs.de/primaklima/2008/07/die-mar-von-der-beendeten-erwarmung-und-den-modellen-die-etwas-vorhersagen.php

    3) Sie verstehen natuerlich nicht, was diese Simulationen eigentlich darstellen, was ihre Grenzen sind, etc.
    Es sind keine Vorhersagen, nichtmals Projektionen. Der Zeitraum 2000-2010 ist in keiner Weise konkret in diesen Simulationen enthalten. Der einzige realistische Forcingfaktor ist das CO2. Es gibt keine keine Vulkane, keine solare Aktivitaet und es gibt vor allem keine realistische Darstellung des klimatischen Startzustandes von 2000. Ihr Vergleich ist allein deshalb schon gaga.

    4) Um nochmal den wichtigen Punkt von Axel zu unterstreichen. Nehmen wir an, dass eine der Simulationen des IPCC Simulationsbuendels die Wirklichkeit waere, alle anderen eben Simulationen. Welche Kriterien wuerden SIe anwenden, um zu pruefen ob die Modelle mit dieser “Wirklichkeit” hinreichend (aehnliche Variabilitaet, Gradient, etc) uebereinstimmen? Offensichtlich wuerde Ihr angedeutetes Kriterium (Zitat oben) dazu fuehren, dass eine Simulation (im A2 Scenario) mit einem Modell (MPI) im Widerspruch zu den anderen Simulationen (alle A2 Scenario) mit dem gleichen Modell laege. Das sollte selbst Ihnen merkwuerdig vorkommen.

    Zeigen sie uns doch mal diese Läufe seit 1990 od. so und dann gucken wir mal, wie weit wir schon “daneben” liegen (Aber bitte nicht die a la Rahmstorf Graphiken mit aufgeblähtem doppel Sigma Schwanz…)

    1) Machen Sie es doch selber. Link oben

    2) Jede Analyse mit einem bestimmten Startjahr (1990) haette einen enormen Bias eben aufgrund dieses willkührlichen Datums. Ich habe es daher mal anders versucht. Ich nehme die Laeufe und schaue nach Trends über 10 Jahre (ich habe auch 15 Jahre benutzt). Von heute bis 2050 liegen ungefaehr aehnliche Klimabedingungen vor (dh die Statistik der hoeheren Momente von Temperaturen ist nicht vollstaendig unterschiedlich zu den letzten 10 Jahren). Es wird also bei ungefaehr gleichbleibender Statistik (sigmas etc) linear (auf klimatologicher Zeitskala) wärmer in den Modellen. Dann habe ich nachgeschaut, ob es solche Episoden wie die jetzige (keine, respektive sehr schwache Erwaermung ueber 10 Jahre) in den Modellen gibt. Und die Antwort ist: Gibt es zuhauf.
    Link ebenfalls oben

  65. #65 axel
    April 7, 2010

    Weiß ich auch nicht, Franz, jedenfalls hast du noch keinen Versuch unternommen zu diskutieren, ob die Klimasensitivität niedriger liegt als im derzeitigen Bereich von 2 – 4,5°C.

    Du hättest z.B. Lindzens Analyse der ERBE-Daten als Quelle heranziehen können, dann müsstest du aber auch erklären, was an der ebenfalls publizierten Replik einer Autorengruppe, die Lindzen Fehler nachwiesen, falsch ist. Lindzen selbst ist jedenfalls gerade an einer Überarbeitung.

    Weißt du von anderen Quellen bzw. Ergebnissen, die deine Meinung erhärten?

  66. #66 Georg Hoffmann
    April 7, 2010

    @Noergel

    sehr geringe Klimasensitivität des CO2 diskutieren

    Ich haette auch grosse Probleme darueber zu diskutieren. Ich kenne nämlich gar keine Klimasensitivitaet des CO2. Es gibt nur Klimasensitivität. Ist diese kleine, dann ist sie es fuer Variationen der Solarkonstannte ebenso wie für irgendeine andere Variation des externen Forcings.
    Insbesondere die EIszeiten und ueberhaupt die grossen Klimavariationen ueber Paleo-Zeitskalen spricht da klar dagegen.

    PS Wenn Sie enttaeuscht sind, hier nicht richtig diskutieren zu koennen, wuerde ich es vielleicht mal mit einer etwas diskussionsfreudigeren Gesamteinstellung versuchen.

  67. #67 Christian
    April 7, 2010

    @ Franz Nörgel:
    Wenn theoretische Physiker ausrechnen, dass die Feinstrukturkonstante ca. 1/137,036 beträgt, würden Sie dann auch alle, die diesen Wert verwenden, als Träumer mit festgefahrener Einbildung/Meinung bezeichnen? Bin ich obrigkeitshörig, wenn ich die Scherze, die über diese Konstante gemacht wurden, nicht ernst nehme?
    Reicht wirklich eine Veröffentlichung aus, um den bisherigen (niedig-Energie) Wert der Feinstrukturkonstante zu verwerfen und damit tausende von Arbeiten zu diesem Thema zu widerlegen? Richtet sich naturwissenschaftliche Skepsis wirklich gegen die gesammelten Erkenntnisse aus einem Fachgebiet oder doch eher gegen den eigenen – unkonventionellen – Standpunkt? Meinen Sie wirklich, kleinkindlicher Widerspruchsgeist efüllt wissenschaftliche Kriterien?

    Tipp: Richten Sie Ihre unbegründete Skepsis auch gegen die Evolutionstheorie, Mondlandung, 9/11 – dann sind Sie in guter Gesellschaft…

  68. #68 Franz Nörgel
    April 8, 2010

    @hoffmann & co

    das mit den klimampdellläufen ist ja eine feine sache. irgendeiner passt schon so halbwegs und stellt man alle zusammen dar, dann liegen wir natürlich immer noch recht passabel im graubereich. doll, wirklich doll, kommt mit so vor, wie wenn ich heute hergehe und die wettermodell ensemble ansehe und für kommende woche temperaturen zwischen 5 und 20 grad vorhersage. dann hat es 6 grad und alle freuen sich.
    klimasensitivität des co2, ja eh, aber sie haben es gott sei dank trotzdem kapiert.

    wie falsch linzens studie war, weiss keiner so genau und wenn der agw clan eine studie falsifiziert, dann heisst das noch lange nicht viel. nach denen ist ja alles falsch, was nicht richtung 2 grad und mehr erwärmung zeigen könnte. man könnte ja auch den papst die kirchenmissbrauchsfälle untersuchen lassen…

    und christian, was hat diese konstante mit der klimasensitivität zu tun? ich meine, was soll dieser vergleich? ich muss mir ja schon von anderen leuchten erklären lassen, dass die erde keine scheibe ist, dass der holocaust keine erfindung ist und das der mensch tatsächlich am mond war usw. diese armseligen sprüche klingen vielleicht im kindergarten irgendwie lustig, ich frage mich halt, warum man einen meteorologen anmaßt, an die scheibe erde zu glauben. naja, wer eben gar nichts auf lager hat, der muss sich wohl so artikulieren.

    schaut euch doch nochmals (od. erstmals) die diversen forcings an, im speziellen wolken und aerosole. das ipcc legt den level of scientific understanding dazu auf very low, die bandbreite ist recht groß und nie vergessen, vom agw überzeugtem ipcc so festgelegt. also wenn man hier nicht allerhand zu diskutieren hätte, ja dann muss man schon ein ziemlich naiver mensch sein.

    http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg1/ar4-wg1-chapter2.pdf

  69. #69 Christian
    April 8, 2010

    @ Franz Nörgel:
    Von einem (Möchtegern-)Meteorologen erwarte ich wenigstens, dass er weiß wie man “Cirrus” richtig schreibt:
    http://www.scienceblogs.de/primaklima/2010/03/phil-jones-vom-vorwurf-der-datenmanipulation-und-unehrlichkeit-entlastet.php#comment101879

    zu meinem Vergleich:
    Was haben Sie daran auszusetzen?
    Beides sind Konstanten, die mehr oder weniger genau bekannt sind. Ob Sie als angeblicher Meteorologe den Wert der einen oder der anderen Konstante bezweifeln, ist irrelevant, denn für eine fundierte Meinung fehlt Ihnen ohnehin die Expertise.

    Übrigens wäre es für eine Diskussion zumindest hilfreich, wenn Sie Ihre Meinung auf eine der folgenden widersprüchlichen Positionen festlegen könnten und nicht andauernd wechseln:
    a) Ist die vom IPCC angegebene Klimasensitivität nun falsch (zu hoch) oder
    b) sind die Fehlerangaben zur Klimasensitivität so groß, dass die IPCC-Informationen trivialerweise richtig sind?

  70. #70 Franz Nörgel
    April 8, 2010

    christian, so nicht!
    ich bin nun mal meteorologe und das seit nunmehr über 10a.
    ob DU das akzeptierst od. nicht, ist mir eigentlich wurscht und wenn dir nichts besseres einfällt als meine schreibfehler aufzuzählen, ja dann: bravo!

    (ein prof. von mir sagte mal, es gibt keine dummen fragen, nur antworten. wenn ich deine fragen ansehe, bin ich mir nicht mehr so sicher…)

  71. #71 Christian
    April 8, 2010

    @ Franz Nörgel:
    Dann sind Sie in guter Gesellschaft:
    http://www.zeit.de/1988/45/Doktor-spiele-in-Wuerzbur?page=1
    (Ihre Reaktion auf meinen Beitrag lässt mich noch stärker an Ihrer Qualifikation zweifeln: Jeder Wissenschaftler hätte sich für einen derart peinlichen Fehler geschämt.)

    Wenn meine Fragen also nicht dumm sein können, warum beantworten Sie diese dann nicht und gehen stattdessen nur auf Nebensächlichkeiten ein?

  72. #72 Franz Nörgel
    April 8, 2010

    christian,
    die pisa studien prüfen auch die fähigkeit “sinnerfassendes lesen”.

    habe ich je behauptet, ich wäre ein wissenschafter?
    nein!
    ich stehe aber dank meiner einschlägigen akademischen ausbildung nicht völlig daneben, im gegensatz zu dir mein lieber und was für einen “peinlichen fehler” meinst du denn?

  73. #73 Christian
    April 8, 2010

    @ Franz Nörgel:
    Ups… noch mehr Rechtschreibfehler, OT, Nebensächlichkeiten und Ausweichen?

    Hier nochmal die Fragen:
    1. Selbst wenn Sie Meteorologe wären (was Sie bereits so oft in Kommentaren betont haben, dass dies an sich bereits Misstrauen erweckt), was befähigt Sie dann dazu, die vielen hundert wissenschaftlichen Arbeiten zur Klimasensitivität zu beurteilen bzw. zu bezweifeln? Sie können mir doch nicht erzählen, dass Sie die Analogie zur Physik nicht verstanden haben: Kein Halbleiterphysiker käme auf die Idee, den Wert der Feinstrukturkonstante anzuzweifeln – ganz einfach, weil ihm die Expertise auf dem Gebiet fehlt. Ganz analog verhält es sich bei Meteorologen mit der Klimasensitivität.

    2. Haben Sie sich jetzt entschieden ob die Angaben des IPCC zur Klimasensitivität nicht zutreffen oder trivial erfüllt sind?

  74. #74 Franz Nörgel
    April 8, 2010

    in kurzfom, christian:

    zur klimasensitivität bzw. den forcings:

    das aerosol forcing geht im ipcc als strak negativ ein. auch dafür gibt es keine stichaltigen ergebnisse und daher auch der breite balken. andere, nicht ipcc hörige, wissenschafter schätzen das aerosolforcing netto sogar auf ca. null.
    das ipcc, bzw. die zuarbeitenden wissenschafter, versuchen auch die abkühlungsphase von ca. 1940 bis 1970 auf aerosole zu schieben. äußerst fraglich das ganze, wenn man sich die monatesmittelwerte der hadcrut daten ansieht, kann man mit aerosolen den scharfen knick nach unten zu beginn nicht erklären, die nachlassende sonnenaktivität ist es lt. ipcc auch nicht.
    1. große schwäche bzgl. forcings.
    dann die wolken. da tappt man generell ziemlich im dunklen, diese haben aber den stärksten effekt überhaupt. ca. 1% mehr diverser bewölkung und das ganze co2 forcing ist “aufgehoben”.
    was quasseln sie da von halbleiterzeugs usw., wir reden hier von dynamik.
    ich habe mich schon längst entschieden, die vom ipcc geschätzte klimasensitivität als deutlich zu hoch einzustufen, von dem red und schreib ich ja die ganze zeit und was um alles in der welt heisst: trivial erfüllt? da haben sie wohl wieder ein wort aufgeschnappt und es völlig falsch angewendet, hmmm?
    was machen sie denn so ausbildungsmäßig. ich gabe ja zu, ich bin erst 12 jahre alt und wenn ich dann groß bin will ich meteo werden…blablabla

  75. #75 Eddy
    April 10, 2010

    @Georg
    Ich schrieb von 20 Jahren. Sie erklären jetzt nachträglich dass ich damals Recht hatte, obschon sie mich aufgrund meiner (heute) richtigen Aussage damals heftig beleidigt haben, und sie erklären jetzt dass ihre Aussage bloss eine einzige Dekade betreffen würde. Wieso dann dieses Beispiel bis 2050 um dann trotzdem 3 Grad Erwärmung bis 2100 zu ergeben. Wir sprachen doch schon von den 20 Jahren von Latif. Bei ihm holt die Erwärmung dass Ganze auch bis 2100 nach.

    Sie wollten doch meine 20jährige Stagnation angreifen mit ihrere Aussage. Wieso behaupten sie jetzt, sie hätten nur von 10 Jahren Stagnation reden wollen? Ich kann ihnen diese Scheinheiligkeit einfach nicht abnehmen.

    Sie können mir keinesfalls erklären wieso sie meine richtige Aussage zuerst mit Beleidigungen bedacht haben, um dann etwas zu erklären, das eine Widerlegung meiner Aussagen sein sollte, aber mit dem Thema anscheinend nicht das Geringste zu tun hatte, dem Thema das darum ging dass eine 20jährige oder längere Stgnation die Theorie der menschgemachten Klimakatastrophe ad absurdum führen würde.

    Entweder haben sie komplett am Thema vorbei geredet und/oder haben sich sehr schlecht (absichtlich?) ausgedrückt.

  76. #76 Eddy
    April 10, 2010

    @Christian

    DIE UNSCHULDSVERMUTUNG

    Ich kann kaum glauben, dass gebildete Menschen nicht einmal diese einfachen und banalen Begriffe und Ideen richtig verstehen, bzw. einordnen können.

    Als man Simpson zuerst vom Mord an seiner Frau freisprach, tat man das wegen der Unschuldsvermutung.

    Später wurde er dann zivilrechtlich schuldig gesprochen. Also war man zu diesem späteren Zeitpunkt von seiner Schuld überzeugt. Neue Indizien, bzw. Beweise wurden vorgelegt.

    Das strafrechtliche Verfahren (bzw. die Unschuldsvermutung) bedeutete nicht, dass Simpson mit Sicherheit unschuldig war, sondern dass man ihm keine Schuld beweisen konnte. Er galt so lange rechtlich als unschuldig bis man ihm diese Schuld nachweisen konnte.

    Auf Jones angewendet bedeutet das, dass man nicht bewiesen hat, dass er die Leute NICHT ABSICHTLICH täuschen wollte.

    Wenn also GEORG oder sonst ein Klimakatastrophist behauptet, Jones hätte dies oder das NICHT GETAN, dann ist das schlicht Unsinn. Einer der so etwas behauptet wendet einen Trick an. Den Trick der Unschuldsvermutung.

    In der Hoffnung die hochintelligente und geschulte Sciencebloggemeinde nicht überfordert zu haben verabscheue ich mich mit einem aus tiefstem Herzen kommenden HELAU

    Hier noch einmal kurz weswegen ich angegeriffen wurde:

    Eddy schrieb:

    “Man kann Phil Jones anscheinend nicht beweisen, dass er die Leute täuschen wollte. Das bedeutet aber nicht dass er die Leute nicht täuschen wollte; man kann es ihm nur nicht nachweisen.

    Ich hoffe das überfordert sie jetzt nicht allzu sehr.”

  77. #77 Christian
    April 12, 2010

    @ Eddy:
    Und das soll eine Rechtfertigung dafür sein, dass die Presse beliebig über Personen herfallen darf?

    Und wo soll Georg hellseherische Kräfte eingesetzt haben? Zitat bitte.

  78. #78 Evil Dude
    April 14, 2010

    Mit derselben verqueren Logik könnte man auch behaupten, Eddy wäre ein Kinderschänder. Man kann es ihm zwar nicht nachweisen, aber das bedeutet ja nicht, dass er es nicht ist! Falls er behaupten sollte, er müsse so lange als unschuldig gelten, bis man ihm etwas nachgewiesen hat, ist das nur ein Trick!

    Mit seinem Beispiel (Simpson) zeigt er allerdings schön, wie unfähig er darin ist, Zusammenhänge zu erfassen und gerne über Dinge redet, die er nicht versteht! Für JEDEN Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung! Das heisst, er MUSS solange als unschuldig angesehen werden, bis er RECHTSKRÄFTIG verurteilt ist oder bis ihm (im Fall Jones) zumindest nachgewiesen wurde, dass er schuldig ist! Wenn man es nicht weiß, dann reichen 5 min googeln um es herauszufinden. Also galt Simpson vor dem Strafprozess als unschuldig, während des Strafprozesses ebenso und nach dem Strafprozess immer noch, denn er wurde freigesprochen. Dass er in einem späteren Prozess zu Schadenersatz verurteilt wurde für eine Tat, für die er strafrechtlich freigesprochen wurde ist eine ganz andere Kiste und imho eine Absurdität des US-Rechtssystems! Aber auch in dem Zivilprozess galt die Unschuldsvermutung bis zur Verurteilung. Man fragt sich wirklich, was es daran nicht zu verstehen gibt! Ebenso muss Phil Jones als unschuldig gelten, so lange man ihm nicht nachgewiesen hat, dass er das, was ihm vorgeworfen wurde, anscheinend mit mehr als dürftigen Begründungen, auch gemacht hat.

    Dass Sie das nicht akzeptieren wollen zeigt entweder, dass Sie nicht schnallen, was Unschuldsvermutung ist oder dass es Ihnen egal ist und Sie weiter mit Dreck werfen in der Hoffnung, dass irgendwann schon was hängenbleibt! Wenn ich sehe, wie Sie sich weiter rumwinden und rumdrucksen um Ihre wirren Ideen zur Unschuldsvermutung zu verteidigen obwohl ein Blinder sehen kann, dass Sie sich in Ihrer wirren Ideologie verstrickt haben und es nicht zugeben wollen, dann fällt mir der Witz ein, bei dem der Geisterfahrer im Verkehrsfunk die Meldung hört, dass auf der Autobahn, auf der er fährt, ein Geisterfahrer unterwegs ist und dann meint: “Was heisst da einer, das sind Hunderte!”

  79. #79 just me
    April 14, 2010

    tja, nun ist der Oxford-Bericht raus… da untersuchten unabhängige Profs anderer Unis, ob Jones and das CRU-Team unehrlich arbeiteten… das Ergebnis
    N E I N.

    http://www.uea.ac.uk/mac/comm/media/press/CRUstatements/Report+of+the+Science+Assessment+Panel

    @Eddy
    völlig unterinteressant für sie, was?