Eigentlich sollte dies ein kurzer Review zu Brian Fagans Buch “The Little Ice Age” werden. Es wird aber letztlich der Versuch eines Vergleichs der momentanen Klimapolitik/problematik mit Irland in den 1840er Jahren. Das hört sich erstmal vermessen an. Ein Vergleich bedeutet aber nicht, dass zwei historische Situationen identisch, ja auch nur objektiv ähnlich sind. Es reicht sicher, wenn sich einige Elemente, die die jeweilige Situation geprägt haben, ähneln, um etwas aus dem Vergleich lernen zu können. So halte ich etwa den Vergleich vorheriger Umweltkrisen und das damalige Zwischenspiel von Wissenschaft/Experten und Politik mit der heutigen “Klimakrise” für sehr interessant. Prominente Beispiele sind etwa the very german Waldsterben in den 80ern oder die Geschichte des Ozonlochs und des anschliessenden Montreal Protocols zum weltweiten Verbot der FCKWs. Beiden Umweltkrisen haftet aber etwas Modelleisenbahn-mässig Niedliches an. Beim Klimawandel aber geht es vielleicht oder wahrscheinlich um die Wurst, sowohl was die Kosten der Mitigation angeht als auch was das Spektrum möglicher Konsequenzen angeht. Es kann daher ganz lehrreich sein, sich einmal wirkliche Katastrophen anzuschauen. The great irish famine, oder wie es auf Irisch heisst, An Gorta Mor, war eine solche Umweltkatastrophe. Zurück aber nochmal zu “Little Ice Age” und seinem Autor.

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
Brian Fagan
www.thedailyshow.com
Daily Show Full Episodes Political Humor Tea Party

Video: Brian Fagan stellte sein neuestes Buch “The Great Warming” in Dave Stewarts Daily Show vor.


Brian Fagan ist Professor für Archäologie in Santa Barbara und hat sich wohl schon eine ganze Weile in mehr oder minder erfolgreichen populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen damit beschäftigt, wie verschiedene Gesellschaften auf Klimaänderungen in der Vergangenheit reagiert haben. In den beiden Büchern, die ich von ihm gelesen habe, “The Great Warming” und “The Little Ice Age”, beschreibt er in überbordenden Details die Konsequenzen von Wetterextremen und Klimaschwankungen in den letzten 1000 Jahren für Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung und schliesslich gesellschaftlicher Stabilität. Er vermeidet es dabei erfolgreich einem “Klimadeterminismus” zu verfallen, bei dem dann einfache Kausalketten von den mitteleuropäischen Wintertemperaturen zur französischen Revolution führen. Er betont insbesondere, dass auch an sich schwierige Klimabedingungen in der Vergangenheit immer auch Gewinner und Verlierer gekannt haben. So war die fortschrittliche und moderne Landwirtschaft Hollands gerade in den harten Zeiten der kleinen Eiszeit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber den “rückständigen” Ökonomien Deutschlands und Frankreichs. Wer also isoliert “nur” Holland und sein Wohlergehen betrachtet, der bekäme möglicherweise einen völlig falschen Eindruck vom Einfluss des Klimas auf Landwirtschaft und Ökonomie zu den Zeiten der kleinen Eiszeit. Hier ein kleines Video, welches Brian Fagan bei der Vorstellung seines Buchs “The Great Warming” in der Daily Show zeigt.

Die obige Leseempfehlung gebe ich aber nur en passant, denn es gab ein Kapitel in Fagans Buch zur kleinen Eiszeit, was mich besonders faszinierte: Es ist ein Kapitel zur grossen Kartoffelkrise und letztlich Hungerkatastrophe in Irland in den Jahren 1845-1852. Was könnte das aber mit dem anthropogenen Klimawandel zu tun haben? Natürlich sind unzählige gesellschaftliche Randbedingungen und auch unser naturwissenschaftliches Wissen heute ein anderes als sie es zur Mitte des 19ten Jhd. waren. Andererseits, war auch der damalige gesellschaftliche Dialog bemüht rationalen Kriterien zu genügen, gab es so etwas wie ein staatliches Krisenmanagement und auch eine Art Experten-Kultur, die damals in parlamentarischen Komissionen auftraten.

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Bild 1: Schraffuren und Skulpturen erinnern an die Gorta Mor. Die Hungerkatastrophe von 1845 bis ca. 1850 war für den Tod von 1-1.5 Millionen Menschen verantwortlich. Nochmal so viele Iren emigrierten.

In der Tat gibt es einige Elemente, die mir an der ach so lang vergangenen Kartoffelkrise überraschend heutig vorkommen: (1) Auch damals gab es einen intensiven Austausch zwischen Experten (Wirtschafts- und Verwaltungsexperten, aber auch Naturwissenschaftler) und Exekutive vor der eigentlichen Krise. (2) Es handelte sich um eine Katastrophe in Slowmotion. Zwischen dem Aufziehen der auch klimatisch verursachten Ernährungskrise, den Beratungen, was zu tun sei, den falschen Entscheidungen und schliesslich den Millionen von Toten verging sehr viel Zeit, eher Jahre als nur Monate. Es gab einen Zeitpunkt, ab dem das Massensterben mit den damaligen Mitteln nicht mehr aufzuhalten war. (3) In der Diskussion um die richtigen praktischen Entscheidungen, tauchen ein gerade für englische Verhältnisse (“common sense”) hohes Masz von ideologischen Argumenten auf. Am Ende der damaligen Debatten schien die Freiheit des Marktes und des einzelnen Homo Oeconomicus, kurz Prinzipien und Grundsätzliches den Vorrang über weitententfernte, aber sehr reale Opfer gewonnen zu haben. (4) Ganz wichtig. Es ging um Viel: um viel Geld, um Besitzrechte, ja um die Organisation der sozialen Struktur überhaupt. Die meisten vorgeschlagenen Lösungen des “irischen Problems” waren kostspielig und hätten durchaus sehr grosse Reformen beinhaltet. Das war den meisten zu riskant.

Wenn ich auch in diesen vier Punkten tatsächliche oder zukünftig mögliche Parallelen zu heute sehe, so gibt es natürlich auch sehr viele Unterschiede. Niemand betrachtet heute noch ganze Bevölkerungsteile des eigenen oder anderer Länder mit solch gleichgültiger Verachtung, wie es damals die englische Oberklasse bzgl. der irischen katholischen Landbevölkerung tat. Niemand betrachtet heute mehr Expertenwarnungen als sozialistisches Gegreine und niemand würde heute abstrakte Prinzipien über die Notwendigkeit praktischer Lösungen stellen. Oeeh. Vergesst den letzten Abschnitt.

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Bild 2: Entwicklung der irischen/europäischen Bevölkerung. Entnommen Wikipedia. Quelle der Zahlen unklar.

Zur Geschichte dieser Kartoffelkrise, zu der man auch einen sehr ausführlichen Artikel auf Wikipedia findet, hier nur eine kurze Nacherzählung des wenigen, was ich dazu bei Fagan und per Googeln so gefunden habe. Die Kartoffel wurde im späten 17ten Jhd. in Irland eingeführt und erlebte eine ganz aussergewöhnliche Erfolgsstory. Sie wurde in kürzester Zeit DIE Nahrungsgrundlage der irischen Unterschicht, der Kleinstbauern und Tagelöhner, und trug massgeblich zum Bevölkerungsanstieg (siehe Bild 2) im 18/19ten Jhd. in Irland bei. Grosze Bevölkerungsteile Europas lebten nach wie vor auf Subsistenzbasis und bereits leichte Schwankungen der lokalen Lebensmittelproduktion hatte gravierende Folgen für die Ernährungslage und Sterblichkeitsraten. Nicht nur in Irland bot die Kartoffel zumindest einen zeitweiligen Ausweg aus dieser Situation. Auf kleiner Fläche kann eine Kohlenhydrat-reiche Pflanze mit überschaubaren Aufwand angebaut werden, die sich obendrein noch recht gut zur Einlagerung anbot. Kartoffeln mit Milch wurden DIE Standardnahrung der verarmten irischen Unterschicht.

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Bild 3: A “Lumper”, ein heute kommerziel nicht mehr existierende Frühkartoffel. Ihre hohe Anfälligkeit gegen ueber Mehltau-Befall der Knollenfäule war einer der Ursachen der Gorta Mor.

Doch ihr Erfolg wurde in den Jahren mehr und mehr auch Teil des Problems, welches schliesslich Mitte des 19ten Jhd. zur Katastrophe führte. Einige Punkte, die der hauptsächlich Kartoffel basierten Landwirtschaft Irlands zum Verhängnis wurden:

1) Der Kartoffel-basierte Bevölkerungsanstieg trieb die Ärmsten der Armen mit ihren winzigen Äckern immer weiter die Hänge hinauf auf immer schlechteres und schlechter geschütztes Terrain.

2) Anfangs gab es mehrere verschiedene Kartoffelsorten. Fehler in den Kreuzungsbemühungen führten zu einer laufenden Verschlechterung und schliesslich zu einer in manchen Regionen annähernden Monokultur einer Kartoffelsorte, der Lumper. Die Lumper konnte insbesondere nicht besonders lange gelagert werden, was ein bereits unter Normalbedingungen bedrohliches Loch von 4 Monaten im jährlichen Ernährungsplan hinterliess.

3) Das irische Klima mit den meist milden Wintern ist an sich gut geeignet für den Kartoffelanbau. Doch bisweilen sorgt auch dort die NAO für letztlich zu kalte Bedingungen. Feuchte, kühle Sommer kann die Kartoffel auch nicht gut vertragen. Die Lehren aus dieser Klimaanfälligkeit der Kartoffel wurden verdrängt. So kam es noch vor der eigentlichen Gorta Mor im Jahr 1845 zu mehreren kleineren Ernährungs-Katastrophen. Das berühmte Jahr ohne Sommer 1816, Folge des Ausbruchs des indonesischen Vulkans Tambora, führte zu geschätzten 65000 Hunger-Opfern allein in Irland. Das war sicher ein wichtiges Element zu Beginn der Krise. Es gab einen gewissen Gewöhnungseffekt, der zur Unterschätzung der beginnenden Katastrophe beitrug.

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Bild 3: Die Great Famine 1845-1850 war auch der eigentliche Startpunkt der irischen Massenemigration. Man schätzt, dass 40 Millionen US-Amerikaner teilweise irischer Abstammung sind.

4) Das Land wurde gerade auch auf Grund der Kartoffelwirtschaft immer weiter fragmentiert. Gröszere Betriebe produzierten nicht für den inner-irischen Markt, sondern insbesondere für das reiche England. Ein Viertel der irischen Getreideproduktion diente dazu den Londoner Brotpreis niedrig zu halten. Ebenso für England bestimmt war ein Gutteil der irischen Fleischproduktion. Die nationale Flachsproduktion benötigte ebenfalls grosze Flächen und stand somit auch nicht zur Lebensmittelproduktion zur Verfügung. Grosze Teile der Bevölkerung, gerade in West- und Nordwest-Irland lebten auf Subsistenzbasis mit sehr wenig Spielraum zum Überleben.

5) Die Grossgrundbesitzer hatten praktisch keinen Bezug zu “Ihrem” Besitz und seiner Bevölkerung. Es gab also nichtmals ein paternalistisches Almosensystem. Mittelsmänner verwalteten das jeweilige Land und schickten den Ertrag den jeweiligen Besitzern, die häufig ihr Land nur ein oder zweimal in ihrem Leben gesehen hatten. Jährlich £6,000,000 gingen so jährlich ausser Landes, meistens Richtung London. Die Landbesitzer waren meist Engländer oder protestantische Englisch/Irische Familien. Katholiken wurde erst seit 1829 Landbesitz gestattet.

6) Seit 1801 wurde Irland direkt durch London verwaltet und war im Prinzip gleichwertiger Bestandteil Englands. In der Praxis hatten, wie Fagan zynisch schreibt, die jeweiligen Londoner Regierungen von irischen Belangen und Problemen weniger Ahnung als von entsprechenden Problemen in China.

Es kam wie es kommen musste. Die Jahre 1845-1850 waren sicher klimatisch nicht besonders günstig für den irischen Kartoffelanbau, wenn auch keineswegs wirklich ungewöhnlich. Sie waren aber äusserst günstig für die Ausbreitung einer jüngst in Europa angekommenen Form der Mehltaus Knollenfäule namens phytophtora infestans. Dieser breitete sich in atemberaubender Geschwindigkeit aus und zerstörte die Kartoffelpflanze binnen kürzester Zeit. Die ersten Kartoffelfelder waren gerade verwüstet, da schieb Dr. John Lindley, der Editor des Gardener’s Chronicle bereits den Artikel “Where will Ireland be in the event of a universal potato rot?”.

Noch lange vor den ersten Todesopfern sprach eine Grupe irischer Prominenter bei der englischen Regierung vor und bat sie, den Einkauf ausländischen Getreides zu erlauben, die Distillation einheimischen Getreides zu verbieten, den Export irischen Getreides zu stoppen und allgemeine Sozialmassnahmen (eine Art bezahlter Arbeitsdienst) einzuleiten. Die Vorschläge wurden abgelehnt, wobei insbesondere jede Intervention in den freien Markt (i.e. Getreidemarkt) apodiktisch abgelehnt wurde. Das politische Spektrum seiner Zeit bewegte sich zwischen monarchietreuen Liberalen (Tories) und radikalen Anhängern des freien Marktes (Whigs), das war natürlich nicht gerade der Hintergrund, bei dem mit leichter Hand in die Oekonomie eingegriffen wurde. Als die Tory Regierung unter Sir Robert Peel erste Interventionsmassnahmen (Ankauf amerikanischen Mais) vorschlug, wurde ihm von der Opposition vorgeworfen, er hätte die Geschichte mit dem Mehltau der Knollenfäule (“blight” auf englisch) nur erfunden. Denial of Blight, sozusagen.

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Bild 5: Von der Knollenfäule Mehltau befallene Kartoffel. Hier im Kartoffelmuseum dazu mehr.

Der Rest sind teils unglaubliche Anekdoten und Manifestationen menschlicher Grausamkeit. Es wurde eine Art Notprogramm auf die Beine gestellt, um den Verhungernden die Möglichkeit zum Gelderwerb zu geben (eine direkte Verteilung von Lebensmitteln verbot sich anscheinend , um den freien Getreidemarkt nicht zu stören). So arbeiteten 100.000de, Frauen und Kinder, auf schneebedeckten Strassen während der recht harten Winter 1845/46. Um auch nur das Recht zu dieser Arbeit zu haben, durfte man nicht mehr Land besitzen als ¼ acre. Man musste also erst all sein ohnehin winziges Stückchen Land den jeweiligen Grossgrundbesitzern zu einem Spottpreis verkaufen, bis man an den Notprogrammen teilnehmen konnte.

Der Herrscher des Ottomanischen Reiches, Abdülmecid I, war bereit 10.000 Pfund zu spenden, wurde aber von der englischen Königin Victoria gebeten die Summe auf 1000£ zu beschränken, da sie selbst nur mit 2000£ dabei war.
Damit nicht genug. Auch zum Höhepunkt der Hungersnot liefen die Getreide und Fleisch-exporte nach England ungehindert weiter. Obwohl bei ähnlichen Hungersnöten ein Exportstopp von Getreide durchaus angewandt wurde, war in den 1840er Jahren jeder Eingriff in den Markt strengstens verpönt. Nichts hat wohl so sehr zu dem “herzlichen” irisch-englischen Verhältnis beigetragen, wie dieser ununterbrochene Lebensmittelexport.
the Almighty sent the potato blight but the English created the Famine.”

Die Bilanz der ca. 6 Jahre anhaltenden Krise ist niederschmetternd. In den verschiedenen Regionen Irlands starben zwischen 15 und 30% der Bevölkerung und nochmal so viel wanderte hauptsächlich nach Nordamerika aus. Da irischen Schiffen der Zugang zu den USA schnell gesperrt wurde, liefen die Auswanderer-Boote einfach kanadische Häfen an, da diese als Teil des Empire UK Schiffen das Anlegen nicht verbieten konnte. Alles in allem hatte die Kartoffelkrise einen unglaublichen Aderlass der irischen Bevölkerung um fast 50% zur Folge.

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Bild 5: Bevölkerungsschwund in den verschiedenen Distrikten Irlands. Lesenswert in dem Zusammenhang auch Wesley Johnsons Webseite.

Einige Punkte, die mir wichtig scheinen:

1) Die Gorta Mor kann durchaus als eine Umweltkatastrophe bezeichnet werden. Soziale Struktur, Landordnung und Überbevölkerung waren Faktoren die Irland in eine landwirtschaftliche Monokultur zwangen, die extrem anfällig auf Umweltschwankungen reagierte. Das Problem dieser Monokultur wurde durchaus erkannt und die Lösungsvorschläge wiesen dank der Analyse mehrerer vorheriger Hungersnöte in die richtige Richtung. Sie waren unter den politisch-ökonomischen Bedingungen dieser Zeit nicht durchzusetzen.

2) Das Ausmasz der einsetzende Katastrophe war für die damals Beteiligten schwer zu erkennen. Monate vergingen zwischen dem Mehltaubefall Knollenfäule-Befall und dem Aufbrauchen der letzten Vorräte und dem tatsächlichen Ausbruch der Hungersnot. Ein solcher Zeitverzug ist anscheinend für Menschen immer ein echtes Wahrnehmungsproblem (siehe auch die befürchteten Konsequenzen der jetzigen Überschwemmungskatastrophe in Pakistan).

3) Bricht die Katastrophe erst einmal aus, sollte man trotzdem nicht erwarten, dass dann alle Kräfte darauf ausgerichtet sind, das Schlimmste zu vermeiden. Im Gegenteil. Solche Krisen werden gerne ausgenutzt, um etwa bevölkerunspolitische Ideen (The famine “would not kill more than one million people, and that would scarcely be enough to do any good.” ) umzusetzen oder grossräumig Besitz neu zu organisieren (siehe die ¼ acre Regel). Die entsprechende Hyänenmentalität sollte nicht unterschätzt werden und macht mich ganz aussergewöhnlich skeptisch gegenüber optimistischen Kosten-Nutzen Rechnungen zum Klimawandel. Sind erstmal ganze Bevölkerungen bedroht oder müssen umgesiedelt werden, dann wird Ihnen eben nicht nur nach allen Möglichkeiten geholfen werden. Sie werden auch oder hauptsächlich ohne Rücksicht ausgebeutet, entrechtet und mitleidslos in den Tod getrieben werden. Zumindest legt die Analyse historischer Umweltkrisen dies als mögliche Handlungsoption für die jeweiligen Entscheidungsträger nahe (siehe etwa auch Klimakriege von Harald Wetzler).

Abschliessend ein Disclaimer. Ich werde sicher mehr und Genaueres zur Gorta Mor lesen und das ist auch nötig, um einen wirklichen Vergleich mit zukünftigen Umweltkrisen anzustellen (Hey, das ist nur ein kleiner Blog am Ende der Welt). Immerhin sollte man eines aber nicht vergessen: Die Menschen damals waren nicht wesentlich skrupelloser und böser und auch nicht wesentlich dümmer als wir es heute sind. Oder anders ausgedrückt. Es besteht Grund zu der Annahme, dass wir heute genauso böse und rücksichtslos handeln und genau so unfähig sind, intelligent auf zukünftige Gefahren zu reagieren.

Corrigendum: Eine aufmerksame und offensichtlich sehr gut qualifizierte Leserin und Agrarexpertin hat mich auf einen Fehler im Artikel aufmerksam gemacht. “Blight” wurde mir per leo.org als Mehltau übersetzt und der Wiki-artikel schwurbelt viel von echtem und falschen Mehltau herum, sodass ich dachte, das wird schon so passen.
Richtig scheint aber die übersetzung von potato blight als Kraut- oder Knollenfäule, die in keiner Weise mit dem Mehltau verwandt oder verschwagert ist.

Kommentare (48)

  1. #1 Physiker
    August 24, 2010

    Wow… großartiger Artikel.
    Ich bin begeistert.

  2. #2 Redfox
    August 24, 2010

    Wow, indeed.

    Ich kannte die ‘An Gorta Mor’ zwar schon, aber in erste Linie als Ursache für die Auswanderung vieler Iren in die USA/Kanada, die genauen Hintergründe waren mir neu, ich bin echt sprachlos.

    Die Einwanderung der Iren hat in den entsprechenden Ländern übrigens massive Integrationsprobleme verursacht. Den Iren schlug damals ein starker Rassismus entgegen. In Stellenanzeigen fand man häufig am Ende Sätze wie:
    “No Irish Need Apply.”
    oder
    “… any country or color except Irish.”

  3. #3 energietechniker
    August 24, 2010

    in der tat sehr interessant. hatte leiden noch keine zeit alle links zu klicken.

    ihr artikel beschreibt das damalige problem ja ganz genau: das wirtschafts-, besitz- und sozialsystem, sowie die angewandte technologie waren einfach nicht hinreichend robust und sind bei kleinsten störungen zusammengebrochen.

    das klima (sind 5a kühle sommer klima?) war nicht das problem, sondern lediglich der auslösseer.

    das war damals in irland nicht anders als in pakistan heute.

    in den meisten gesellschaften dieser welt versucht(e) man deshalb robuste sytem zu intalliern.

    klimapolitik a la IPCC oder PIK tut genau das gegenteil. man versucht nicht die menschen vor dem klima zu schützen, sondern man propagiert eine politk die zwar nicht das klima ändert, aber stabile system zerstört (man betrachte als bsp nur den unsinn der sog. erneuerbaren energien)
    Klimapolitik schädigt und zerstört volkswirtschaften ,macht arm und krank (ganz unabhängig ob man an das A in AGW glaubt). nutznieser dieser politik sind ganz ganz wenige die megareich werden.

    wir leben in der westlichen welt (noch) in robusten sytemen. salopp gesagt ist klimapolitik a la PIK & co, an uns “nur” betrug und diebstahl, für die menschen in entwicklungs und schwellenländen tödlich.

  4. #4 Gunnar Innerhofer
    August 24, 2010

    Georg,

    schöner Artikel, leider wieder etliche Missverständnisse.
    Wenn ich versuche, ihre Ansichten zu Wetter & Klima zu verstehen, dann bleibt mir nicht viel mehr übrig als zu behaupten, sie haben es nicht verstanden, od. sie haben es weitgehend verstanden, wollen aber nicht alles sagen, was sie denken.
    Das ist durchaus legitim, wer sagt schon alles, was er denkt. Wenn sie denken (letzter Beitrag), Putin wäre mein Idol, darf man fragen ob ihres Rahmstorf ist?
    Ihr seid euch ein bisschen änlich, was die Vorstellungen des “Wunschlimas” betrifft, so als ob wir wirklich dafür sorgen könnten, es ginge mit Regen und Temperatur so, wie es heute ist, wie es gestern war, was ist denn eigentlich euer Lieblingsklima? Dürren dort, wo die Menschen heute damit zu kämpfen haben, oder doch besser wo anders, gar keine mehr, norddeutsches Wetter für alle?

    Klar, einer von euch zwei ist nur ein ganz kleines Rädchen, der andere war etwas ehrgeiziger.
    Unlängst habe ich erstmalig bei Eike ein paar Postings hinterlassen. Ein schrecklicher Verein, jenseits von Gut und Böse, ehrlich, die lassen ja gar nichts gelten, was nicht exakt in ihr Schema passt, AGW nö, gibt`s net, alles Quatsch usw. Das man diese Vögel nicht ernst nehmen kann, ist mehr als verständlich.
    Aber, bewegen sie sich nicht auch in die falsche Richtung? Sie kennen doch die IPCC Reporte und verstehen ganz sicher, was likely und very likely bedeutet.
    Sie verstehen wohl auch, dass es wiederum legitim ist, dass jeder Wissenschafter seine persönlichen Favoriten hat, egal in welcher Disziplin, diese verfechtet und verteidigt, so lange es geht.
    Sie scheinen zu denken, dass CO2 eine massive Klimaerwärmung bewirkt. Ich denke, der Einfluss ist mäßig. Wer hat recht? Egal, niemand kann heute darauf eine klare Antwort geben. Das ist aber nicht so tragisch.
    Polemik ist, wenn man heute hergeht und einzelne Wetter und Witterungsextreme mit dem gegenwärtigen Klimawandel in unmittelbare Verbindung bringt. So weit ich die Fachliteratur dazu überblicke, gibt es kaum Grund zur Annahme, hier wegen den paar Zehntel Erwärmung an eine signifikante Änderung an Extremwetterereignissen zu denken, weder regional noch global, weder Fluten noch Dürren, weder Stürme oder Flauten.

    Sie gehen offensichtlich davon aus, dass es in Zukunft zu drastischen Folgen und Kosten wegen der Erwärmung kommen wird und haben natürlich die entsprechenden Studien parat.
    Diese Typen sind wohl nicht ihre Freunde:
    Robert J. Nicholls, Richard S. J. Tol und Athanasios T. Vafeidis. In einem von der Europäischen Union finanzierten Forschungsprojekt untersuchten sie, wie es sich auf die Weltwirtschaft auswirken würde, wenn das gesamte Westantarktische Eisschild abschmelzen würde…
    http://www.welt.de/die-welt/debatte/article9064738/Wer-hat-Angst-vorm-Klimawandel.html
    Auch ich kann das alles nicht wirklich verifizieren, denke aber, dass für den einzelnen Menschen heute und morgen die kleinste Sorge der Klimawandel sein sollte. Sie denken bzw. behaupten, es kommen schlechtere Zeiten auf uns zu, weil eben….
    Glauben sie das nun wirklich, oder sind sie auch leicht zu überzeugen, wenn es ihren Geschmack trifft, oder ist es gar für ihre Karriere von Vorteil, wenn sie einfach brav mitschwimmen?
    Egal, das Klima kann auch wild sein, sagte der liebe Herr Böhm einmal und wenn es früher zu Hungersnöten usw. kam, dann ist das traurige und gleichzeitig völlig normale daran, dass so etwas ganz einfach zum natürlichen Repatuare des Klimas gehört, wir können uns keine Klima basteln, welches allen immer angenehm erscheint.

    Die Erfolge des Kyoto Protokols lassen sich vielleicht an den Konten der AGW Lobby ablesen, aber nicht an den CO2 Emissionen, auch das dürfte ihnen bereits aufgefallen sein, aber sie denken sicher, in Zukunft wird das alles gaaaaaanz anders, gelle?

  5. #5 chlorobium
    August 25, 2010

    @energietechniker:

    Wenn die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in “instabile” Staaten durch äußere Auslöser zusammen brechen, dann helfen uns hier auch keine 1000 Atom- oder Kohlekraftwerke. Zumindest dieses sollten mir aus der Geschichte lernen.

    chloro

  6. #6 Sven Türpe
    August 25, 2010

    Guter Artikel, aber mit dieser Interpretation bin ich nicht einverstanden:

    Die Gorta Mor kann durchaus als eine Umweltkatastrophe bezeichnet werden. Soziale Struktur, Landordnung und Überbevölkerung waren Faktoren die Irland in eine landwirtschaftliche Monokultur zwangen, die extrem anfällig auf Umweltschwankungen reagierte.

    Nach der vorausgegangenen Beschreibung und den aufgezählten Faktoren handelte es sich gerade nicht um eine Umweltkatastrophe, sondern um eine ungenügende Anpassung an die Umweltbedingungen. Den Kern des Problems sehe ich in den Gesellschaftsstrukturen, die diese Faktoren hervorbrachten bzw. Korrekturen verhinderten.

  7. #7 Georg Hoffmann
    August 25, 2010

    @energietechniker, Sven Türpe

    Umweltkatastrophen sind praktisch immer das Zusammenspiel aus einer Aenderung der Umweltbedingungen UND einer unzureichend adaptierten Gesellschaft.
    Ich muss dazu wirklich mehr lesen, aber es scheint, dass VOR der irischen Katastrophe eine Reihe der Faktoren ganz richtig erkannt wurde (insbesondere Monokultur, Landverteilung etc). Ausserdem wurde bei vorherigen Krisen anders und schneller reagiert (Stop des Getreideexports).

    Die groszen Beben zu Beginn diesen Jahres trafen einmal ein voellig unvorbereitetes Haiti (Gebaeude, Hilfsplaene, etc) und einmal ein deutlich besser strukturiertes Land (Chile). Das Beben in Chile war sogar staerker.

    Nach unserem besten Wissen (das Sie bezweifeln, aber das soll jetzt mal nicht das Thema sein) werden sich die Staerke, Laenge und Haeufigkeit von Hitzewellen erhoehen, Starkniederschlaege zunehmen etc.. Offensichtlich sollte man darauf per Adaptation UND per Mitigation reagieren. Dass auch relativ klare Analysen an massiven Interessen und gesellschaftlicher Traegheit scheitern koennen zeigt das obige Beispiel.

    @Gunnar
    Das freut mich natuerlich, dass ihnen der Text gefallen hat. Ihre Fragen und Anmerkungen haben (lasse mich gerne korrigieren) aber nu absolut gar nichts damit zu tun. Warum verbringen Sie soviel Zeit damit, zu spekulieren was ich zu allen moeglichen Themen denken koennte, statt einfach zu lesen, was ich zu diesem schreibe?

    PS ACHTUNG es kommt ein (erstes) Korrigendum heraus. Bei der potato rot 1845 handelt es sich anscheinend NICHT um Mehltau. Siehe oben.

  8. #8 just me
    August 25, 2010

    @Gunnar
    Auch ich kann das alles nicht wirklich verifizieren, denke aber, dass für den einzelnen Menschen heute und morgen die kleinste Sorge der Klimawandel sein sollte.

    das interessante ist dort, dass viele Umweltschutzaktionen, Hilfen für Regenwald, lokale Aufforstungen in der Sahel-Zone, meinetwegen auch Deichbauten usw. usf. genauso eine Adaption an den Klimawandel als auch eine Verringerung der CO2-Emissionen darstellen. Das finde ich spannend, gerade in Entwicklungsländern dient “Klimaschutz” eben auch zur Verbesserung der Lebenssituation. Strom aus Solarzellen oder Biomasse ist eben besser als kein Strom, bessere Landwirtschaftsmethoden hilft auch gegen Hunger, besseres Wasserhandling verbessert die Landwirtschaft & Trinkwasserversorgung, selbst wenn die Gletscher weg sind (in Peru ist das der Fall bspw). Die Frage ist nur, wie lange man sich so anpassen kann.

    Das gleich gilt auch hier: sparsamere Autos and Heizungen und Fahrrad fahren hilft meinem Geldbeutel und senkt den CO2-Ausstoß.

  9. #9 just me
    August 25, 2010

    @Sven

    Umweltkatastrophen sind vom Menschen verursacht, laut Definition. Naturkatastrophen sind es nicht. Wobei ich denke, die Unterschiede sind fließend. Eine Flut kann eine Naturkatastrophe sein, aber erst durch falsches Siedeln, Abholzung, Kanalisierung, wird sie erst zu einer richtigen Katastrophe.

    @Georg
    interessant, dass es damals auch schon “Denial” gab. Sir Houghton (richtig geschrieben? Der ersten IPCC-Chef) wurde ja heftig kritisiert, als er mal sagte: vielleicht braucht es immer eine Katastrophe bevor es eine vernüftige Umweltpolitik gibt. Irgendwie hat er aber Recht. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass es für Umwelt- oder auch Klimaschutz keine wirklich Entsprechung in Geld gibt. Also kann der Markt dabei selten helfen und auch nicht marktorientierte Systeme wie die sozialistischen sahen keinen Wert darin. China schaltete ja nun einige der schlimmsten Dreckschleudern zweitweise ab, weil es eben da eine Smogkatastrophe gibt. Bei schleichenden Änderungen wird es noch schwieriger. Das Problem wird wohl nie lösbar sein, wie du ja schon gesagt hast.

  10. #10 Redfox
    August 25, 2010

    Sir Houghton (richtig geschrieben? Der ersten IPCC-Chef) wurde ja heftig kritisiert, als er mal sagte: vielleicht braucht es immer eine Katastrophe bevor es eine vernüftige Umweltpolitik gibt.

    Wenn du “Unless we announce disasters, no one will listen” meinst, das hat er nicht gesagt:

    In a November 2006 article in Australia’s The Daily Telegraph, journalist Piers Akerman quoted Houghton as saying “Unless we announce disasters, no one will listen”, attributing the quotation to his 1994 book Global Warming, The Complete Briefing. This has since been quoted by many sceptics, including Benny Peiser and Christopher Monckton, and is listed at the top of the front page of Christopher Booker’s The Real Global Warming Disaster. However, the quotation does not appear in any edition of Houghton’s book, Houghton denies saying any such thing and he states that he believes the opposite. Booker said he was “misled by the internet” and promised to “correct the record” in subsequent editions of The Real Global Warming Disaster.

  11. #11 Georg Hoffmann
    August 25, 2010

    @just me
    Ja das mit dem “denial of blight” fand ich auch witzig. Die drei-Affen Politik ist offensichtlich eine alte und weitverbreitete Strategie.

  12. #12 just me
    August 25, 2010

    @Redfox

    die Lüge von Piers Akerman meinte ich auch nicht… sie ist ja auch total anders als meine Aussage, denke ich. Hm, bin mir sicher, dass die Aussage von Houghton in einem Zeitungsartikel war. Vielleicht war es wer anders. Wie auch immer.

    Jedenfalls finde ich immer noch, dass sie nicht so falsch ist.Immer musste erst eine Katastrophe kommen, bevor was geschah. Eine Ausnahme ist vielleicht das Montreal Protokoll. Da wurde vor der Katastrophe reagiert. Meist gab es auch solche merkwürdig fundamentale Argumente wie in der irischen Katastrophe. Auch vor dem Montreal Protokoll wurde was von Einschränkung der Freiheit, Zerstörung der Industrie (insb. der Auto-Industrie), Nazi-Forschern, Kommunismus fantasiert. Nur weil FCKW verboten werden sollte… Nichts davon ist eingetroffen.

  13. #13 Gunnar Innerhofer
    August 25, 2010

    @ Georg,

    freilich lese ich was sie schreiben, über “Klimakriege” und so Zeugs und ich habe sie gefragt, ob sie ideologisch veranlagt sind, wissenschaftlich von massiven Einschnitten in Natur und Gesellschaft wegen CO2 Emissionen überzeugt, oder ganz einfach mitschwimmen, weil es ihrer Karriere nützt.

    @ justme

    woher haben sie die Behauptung (Montreal P.), es hätte änliche Sorgen wegen dem Verbot von FCKW`s gegeben?
    Übrigens gibt es das sg. Ozonloch wesentlich länger, als nennenswerte athropogene FCKW Emissionen (Dobson um 1955) und der Einfluss dieser auf den Ozonabau ist alles andere als klar, vielleicht so klein, wie der CO2 Einfluss aufs globale Klima?

  14. #14 Georg Hoffmann
    August 25, 2010

    @Gunnar
    Ich habe hier ueberhaupt nichts ueber Klimakriege geschrieben (lediglich ein Buch zitiert, was so heisst). Ich habe ueberhaupt noch nie etwas zu “massiven Einschnitten in Natur und Gesellschaft wg CO2 Emissionen” (mal von der Syntax abgesehen) geschrieben. Und meiner Karriere nuetzt das alles mit Sicherheit nicht.
    Und wie sieht es mit Ihnen aus? Wo Sie doch gerade so nett fragen. Wo haben Sie lesen gelernt und wer hat Ihnen am Ende bestaetigt, dass Sie es koennten? Kann man den- oder diejenige noch zur Verantwortung ziehen?

  15. #15 just me
    August 25, 2010

    @Gunnar

    aus einem Buch von Reiner Grundmann und 1955 gab es kein Ozonloch… an der Halley Bay gibt es die längste Datenreihe dafür: http://www-das.uwyo.edu/~geerts/cwx/notes/chap01/Image15.gif

    Ihre Reference auf Dobson ist eine (absichtliche?) Missrepräsentation von Dobson:

    In his historical account [Dobson 1968b], Dobson mentioned that
    when springtime ozone levels over Halley Bay were first measured,
    he was surprised to find that they were about 150 DU below
    corresponding levels (displaced by six months) in the Arctic.
    Springtime arctic ozone levels are very high, ~450 DU; in the
    Antarctic spring, however, Dobson’s coworkers found ~320 DU, close
    to winter levels. This was the first observation of the _normal_,
    pre-1980 behavior of the Antarctic ozone layer: because of the
    tight polar vortex (see below) ozone levels remain low until late
    spring. In the Antarctic ozone hole, on the other hand, ozone
    levels _decrease_ from these already low values. What Dobson
    describes is essentially the _baseline_ from which the ozone hole
    is measured. [Dobson 1968b] [WMO 1989]
    http://www.faqs.org/faqs/ozone-depletion/antarctic/

    und bevor sie mit Pope et al 2007 kommen, sehen sie sich lieber darauf aufbauende Arbeiten an, die zeigen, dass Pope et al höchstwahrscheinlich Probleme mit ihren Labor hatten und deren Arbeiten nicht bestätigt werden konnten. Ist ja auch nicht leicht. Kein Vorwurf an Pope et al 2007, auch wenn sie wohl nicht richtig war, brachte die Arbeit wieder neue Impulse.

    Have Fun

  16. #16 just me
    August 25, 2010

    hier, das Paper von Dobson: http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ozwv/dobson/papers/Applied_Optics_v7_1968.pdf (Seite 15ff)

    man sehe sich die Okt-Werte im Vergleich zu früher an… aber wozu die Originalquellen lesen
    sorry, für das Off-Topic-

  17. #17 Bleyfuss
    August 25, 2010

    Ausgezeichnet die Schilderung. Sie hätte jeden Romanautor preisverdächtig erscheinen lassen, dabei ist es nur eine geschichtliche Aufarbeitung. OK,- ich weiß: “historisch” sitzen wir hier zu Lande im Glashaus, trotzdem. die Menschenverachtung der Besitzenden ist immer gegenwärtig. Letzte Woche waren auf einem anderen Forum Warnungen vor Geldspenden nach Pakistan zu lesen, sie könnten in falsche Hände geraten usw..
    Greetz

  18. #18 energietechniker
    August 25, 2010

    @GH
    “Nach unserem besten Wissen (das Sie bezweifeln, aber das soll jetzt mal nicht das Thema sein) werden sich die Staerke, Laenge und Haeufigkeit von Hitzewellen erhoehen, Starkniederschlaege zunehmen etc.. Offensichtlich sollte man darauf per Adaptation UND per Mitigation reagieren.”
    ok. aber wenn (PIK & IPCC) kliampolitik unsere fähigkeit zur adaption verhindert und keine mitigation bewirken kann, was ist dies politik wert?
    im gegenteil: klimapolitik macht uns anfällig für wetter und klima: wenn wir mal als bsp bei den “erneuerbaren” energien bleiben. wir ersetzen ein wetterunabhängiges system durch ein wetterabhängiges. sorgen 2080 5 wind und sonnenarm jahre für den zusammenbruch der wirtschaft, haben wir wohl von irland und den kartoffeln nichts gelernt. damals wie heute geht profit ganz weniger über das wohl aller.

    @just me
    “…gerade in Entwicklungsländern dient “Klimaschutz” eben auch zur Verbesserung der Lebenssituation. Strom aus Solarzellen oder Biomasse ist eben besser als kein Strom, bessere Landwirtschaftsmethoden hilft auch gegen Hunger, besseres Wasserhandling verbessert die Landwirtschaft & Trinkwasserversorgung..”
    das ist pervers, so als ob sie dem kranken der in der gosse liegt eine euro hinwerfen und sagen besser als gar nix.
    ein entwicklungsland das auf photvoltaik zur energiegewinnung setzt, wird immer entwicklungsland bleiben. überlegen sie mal warum china und indien aus kohle und uran setzen.

  19. #19 Karl Mistelberger
    August 25, 2010

    Ganz banale Ursachen wie so oft:

    Causes and contributing factors

    Laws that restricted the rights of the Irish

    In the 1600s and 1700s, Irish Catholics had been prohibited by the penal laws from owning land, from leasing land; from voting, from holding political office; from living in a corporate town or within five miles of a corporate town, from obtaining education, from entering a profession, and from doing many other things that are necessary in order to succeed and prosper in life.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Irish_famine

    Der Unterschied zum indischen Kastensystem war da nicht so groß.

  20. #20 energietechniker
    August 25, 2010

    @mistelberger

    “Ganz banale Ursachen wie so oft:
    Causes and contributing factors
    Laws that restricted the rights of the Irish”

    wie heute! ein “weltklimarat” will unsere rechte und wohlstand aushöhlen.

    schaun sie sich nur Rahmstorf’s blog an. seine propagande wird immer perverser und wiederlicher.
    je mehr ich vom ihm lese, desto überzeugter bin ich das man solche typen nicht an die macht kommen lassen darf.

  21. #21 Sven Türpe
    August 25, 2010

    Georg, just me:

    Die Frage ist, wo man den Schwerpunkt der Lösungsdiskussion setzt. Der Begriff “Umweltkatastrophe” suggeriert die Umwelt als natürliches Zentrum der Debatte. Das ist aber vielleicht zu direkt gedacht und wir führen tatsächlich mit einer Diskussion über unsere Anpassungsfähigkeit besser. Wenn wir uns einigermaßen sicher wären, dass wir mit dem zukünftigen Klima gut zurechtkämen, könnten wir uns entspannt zurücklehnen — und trotzdem noch daran arbeiten, dass es nicht so schlimm wird.

    Eine ähnliche Diskussion kennen wir aus der Terrorismusbekämpfung. Auch dort gibt es zwei Schulen. Die eine möchte Terrorismus verhindern. Deswegen nimmt man uns am Flughafen Wasserflaschen und Nagelscheren weg. Das hindert aber keinen entschlossenen Attentäter daran, sich in einer U-Bahn in die Luft zu sprengen und ist deshalb ziemlich uneffektiv. Die Terrorismusverhinderer sorgen im besten Fall dafür, dass es nicht bei ihnen passiert; im schlimmsten aber für die Erfindung neuer, perfider Terrormethoden.

    Die andere Schule geht davon aus, dass wir Anschläge letztlich nicht verhindern können. Das heißt nicht, dass man gar nichts tun sollte, aber es öffnet die Augen für den Aspekt der Reaktion. Die Optimierung der Reaktionsmöglichkeiten hat den Vorteil einer größeren Wirkungsbandbreite. Um auf Terroranschläge schnell und gut reagieren zu können, wird man etwas gut organisierte und ausgerüstete Rettungsdienste brauchen, und die sind im Falle eines Erdbebens, einer Überschwemmung oder einer Alien-Invasion gleichermaßen hilfreich. Im Gegensatz zum Security-Checkpoint auf dem Flughafen, der schon auf das Risiko im Bus in die Innenstadt keinen Einfluss mehr hat.

    Es kann also durchaus rational und sinnvoll sein, die Vermeidung in den Hintergrund zu rücken und sich zunächst um die Reaktionsmöglichkeiten zu kümmern. Darüber könnten wir sogar losgelöst vom Thema Klimawandel diskutieren: wie anpassungsfähig ist unsere Gesellschaft? Was könnte man ggf. tun, um sie anpassungsfähiger zu machen und unter welchen Umständen wollen wir das tatsächlich tun? Was könnte uns noch alles zustoßen? Oder eben konkret für plausible Szenarien: welche Anpassungsleistung würde eine ungebremste Erwärmung von uns in welchem Zeitraum erfordern? Welche im Vergleich dazu eine gebremste? Welche Anpassungsmöglichkeiten lässt das Problem, welche schafft es vielleicht auch erst?

    Solche Fragen gehen unter, wenn wir uns auf die Umwelt konzentrieren und von deren Konstanz träumen.

  22. #22 Karl Mistelberger
    August 26, 2010

    Eine aufmerksame und offensichtlich sehr gut qualifizierte Leserin und Agrarexpertin hat mich auf einen Fehler im Artikel aufmerksam gemacht. “Blight” wurde mir per leo.org als Mehltau übersetzt und der Wiki-artikel schwurbelt viel von echtem und falschen Mehltau herum, sodass ich dachte, das wird schon so passen.

    Jetzt bin ich aber beruhigt. Ich dachte schon, die Kartoffelfäule hätte eine ganz andere Ursache als bisher angenommen und ich müßte mein in den sechziger Jahren erworbenes Wissen total vergessen.

    Ich weiss nicht, was du in der Schule gelernt hast oder ob du überhaupt eine Schule besucht hast und gleich zum AGW-Ideologen ausgebildet wurdest. Auf jeden Fall war früher einiges besser und die Gesellschaft konnte es sich noch leisten, nebenbei ihren Nachwuchs unter anderem zu qualifizierten Agrarexperten auszubilden.

  23. #23 Georg Hoffmann
    August 26, 2010

    @Karl
    Natuerlich hatte ich Agrarologonomie auf dem Gymnasium. Ich kann mich aber noch genau erinnern, dass ich mich nicht in die Aufbau AG Kartoffel II eingeschrieben habe. Drum.

    @Energietechniker
    Das sind alles recht steile Thesen. Aus welcher vorgeschlagenen IPCC Masznahme (Seite, Kapitel) folgt denn die gewollte (?) oder in Kauf genommmene (?) Unterentwicklung Afrikas. Da haette cih mal gern mehr als Stammtischreden.
    Ich bin hier ja ein froehlicher Austeiler und Zuruecktreter. Da geht es doch aus Stefan Rahmstorfs Blog deutlich gesitteter zu. Von daher haette ich auch mal gerne belegt, welchen seiner Beitraege (ich hab nicht alle gelesen), denn den Tatbestand “widerlicher Propaganda” erfuellen.

  24. #24 Karl Mistelberger
    August 26, 2010

    Natuerlich hatte ich Agrarologonomie auf dem Gymnasium. Ich kann mich aber noch genau erinnern, dass ich mich nicht in die Aufbau AG Kartoffel II eingeschrieben habe. Drum.

    Auch da hatten wir es damals einfacher: Das Fach hieß “Naturgeschichte”, acht Jahre lang zwei Wochenstunden. Neben der Kartoffelfäule gab es da auch das Experiment von Stanley L. Miller and Harold C. Urey und viele andere interessante Sachen und dafür aber keine superkritische Esoterik.

    Apropos, statt Leo gucke ich lieber hier: http://www.thefreedictionary.com/blight

    blight [blaɪt]
    n
    1. (Life Sciences & Allied Applications / Plant Pathology) any plant disease characterized by withering and shrivelling without rotting See also potato blight

    potato blight
    n
    (Life Sciences & Allied Applications / Plant Pathology) a devastating disease of potatoes produced by the oomycete Phytophthora infestans and the cause of the Irish potato famine of the mid 19th century

  25. #25 energietechniker
    August 26, 2010

    “Das sind alles recht steile Thesen. Aus welcher vorgeschlagenen IPCC Masznahme (Seite, Kapitel) folgt denn die gewollte (?) oder in Kauf genommmene (?) Unterentwicklung Afrikas.

    Da haette cih mal gern mehr als Stammtischreden.

    Ich bin hier ja ein froehlicher Austeiler und Zuruecktreter. Da geht es doch aus Stefan Rahmstorfs Blog deutlich gesitteter zu. Von daher haette ich auch mal gerne belegt, welchen

    seiner Beitraege (ich hab nicht alle gelesen), denn den Tatbestand “widerlicher Propaganda” erfuellen.”

    na, da sollten sie sich mal die aussagen und broschüren anschauen die ihr “forscher”-kollege Rahmstorf und seine freunde so ablassen, sie werden sofort fündig:

    schaun wir zb mal in das WBGU-pamphlet “Armutsbekämpfung durch Umweltpolitik” das Rahmstorf unlängst anpriess:
    eine selbstbeweihräucherung der selbst ernannten Gutmenschenkaste (mit dabei der autor und kulturreformator , äh ..transfomator Schellnhuber).
    Ich kann nur hoffen das der Menschheit -insbesondere in den Schwellen und -Entwicklungsländern- die Politik in dieser Marketingbroschüre für erneuerbare Energien erspart bleibt.

    Teilweise wirds aber auch in diesem Pamphlet ganz konkret. Z.B. Seite 126: “Armutsbekämpfung in den Entwicklungsländern geht notwendigerweise mit einer Steigerung des Energie- und Ressourceneinsatzes pro Kopf und daher in der Regel auch mit einer Zunahme der Treibhausgasemissionen einher.”
    Im Klartext: Wer nicht genug Energie hat, der hat auch nicht genügend zu Essen. Und ohne aussreichend Energie ist jedes Klima tödlich. Egal wie warm oder kalt oder feucht oder trocken. In allen Klimazonen dieser Welt gibt es reiche und bettelarme Gesellschaften.

    Weiter auf der gleichen Seite wirds dann aber extrem pervers:”Die Investoren erhalten Emissionsminderungszertifikate,die mit ihren heimischen Reduktionsverpflichtungen verrechnet werden oder in den Emissionshandel einfließen können. Der CDM bietet damit die Chance, insbesondere im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienzzusätzliche Mittel für Entwicklungsländer zu mobilisieren.”

    Man sagt also tatsächlich dass Entwicklungslänger die teuerste und ineffizienteste Energie nutzen sollen, und sich gleichzeitig finanziell von einem Heissluft-Zertifikatehandel abhängig

    machen sollen. Eine solche “Entwicklungshilfe” ist einfach nur pervers angesichts von unzähligen Menschen in Hunger und Elend.

    usw usf…. lesen sie das ding mal durch. es tut zwar weh, aber eventuell öffnet es ihnen die augen.

    leider ist herr Rahmstorf zu feige eine offene diskussion auf seinem blog zu erlauben und zensiert alles weg was ihm unangenehm ist.

    schauen wir doch mal zum IPCC und errinnern uns an den vielflieger-treff deren vertreter und freunde in kopenhagen:

    da gabs einen sog synthesis report:
    gleich am anfang: “Inaction is inexcusable”.
    das ganze wird garniert mit weltkarten die auftauende frostböden und dem üblichen bullshitt.
    haltlose aussagen wie “…impacts on water resources in many parts of the world will be severe with climate change associated with only 1.0 to 1.5oC rises…”.
    dazu bildchen mit ausgemergelden afrikanern die auf halbtoten eseln über ausgetrocknete flussbetten reiten oder auf dahinpokelnden müllkippen nahrung suchen…

    aber rettung naht: auf seite 24 wird eine wohlgnährtes afrikanische mädchen im blütenweissen kleid gezeigt, dass stolz -na was wohl- ein photovoltaik panel zeigt…

    im PIK & IPCC wird keine wissenschaft gemacht oder ausgewertet, sondern im sinne selbstverliebter idologen und weniger pr

  26. #26 energietechniker
    August 26, 2010

    der letzte satz ist wohl hängengeblieben, soll heissen:

    im PIK & IPCC wird keine wissenschaft gemacht oder ausgewertet, sondern im sinne selbstverliebter idologen und weniger profiteure missbraucht

  27. #27 Georg Hoffmann
    August 27, 2010

    @energietechniker
    Also mal abgesehen von der Formulierung, die zusammen mit der spuerbaren Erregung auf die unmitelbare Naehe eines Chateau Noaillac 2003 schliessen läesst: gehts nur mir so? Wo sind die Belege? Weil irgendwo ein Photo eines Einwohner Afrikas mit Photovolatik Anlage im Hintergrund gezeigt wird, ist der IPCC eines geplanten Genozids schuldig? Das soll es gewesen sein?

    Also, das versuchen wir nochmal. Konkrete Masznahme vorgeschlagen im IPCC (Seite), warum sie meinethalben Afrika benachteiligt, wo der Fehler liegt etc. Und ganz grundsaetzlich, wenn Sie mal was aus dem eigentlichen Report zitieren (und nicht nur aus der Zusammenfassung), dann haetten Sie mich ausserdem noch en passant ueberzeugt, dass Sie denn den Rapport mit der “widerlichen Propaganda, die Afrikaner umbringt (oder waren es kranke Kinder?)” auch wirklich gelesen haben.

  28. #28 Jan
    August 27, 2010

    @ET

    Im Klartext: Wer nicht genug Energie hat, der hat auch nicht genügend zu Essen. Und ohne aussreichend Energie ist jedes Klima tödlich. Egal wie warm oder kalt oder feucht oder trocken. In allen Klimazonen dieser Welt gibt es reiche und bettelarme Gesellschaften.

    Tinnef. Der Reichtum orientiert sich so glasklar an der Klimazone wie nur was. die erwartbaren Auswirkungen eines AGW auch. Und witzigerweise verfügen ja gerade die armen/unproduktiven Länder über die Energieressourcen, die eine technische Ausstattung der nördlichen Hemissphäre ermöglicht, how’s that? Ich meine, die haben den ganzen Sprit, und tun was damit? Verscherbeln ihn an uns. Haben sie mal überlegt, welche Energiekosten diese Länder haben? Zu Preisen, die sie selbst gar nicht berappen könnten? Iran kämpft enorm mit seinen Spritpreisen, der zweitgrößte Erdöllieferant der Welt (und die Ölqualität erst). Fangen sich auch noch die dutch desease dabei ein, und wozu? Schalten sie die Birne ein, sie sind doch ein energietechniker, das sollte möglich sein. Warum nochmal benutzen die den Sprit nicht einfach selber?

    Ich kann nur hoffen das der Menschheit -insbesondere in den Schwellen und -Entwicklungsländern- die Politik in dieser Marketingbroschüre für erneuerbare Energien erspart bleibt.

    Ja klar, sie möchten gerne, das die afrikanische Erfolgsgeschichte weitergeschrieben wird, schon klar. Aber mal von diesem ganzen Ökonomiequatsch abgesehen: Ihnen ist vielleicht aufgefallen, das der IPCC eine gewisse thematische Affinität zu Fragen des Klimas hat, er geht (psst, nicht weitersagen) von einer Erhöhung des globalen Klimas aus. Ich kann überhaupt nicht erkennen, wie sie diesen Tatbestand eigentlich handlen wollen. Es sieht so aus, das sie Hinweise darauf prinzipiell mit so tiefschürfenden statements wie:

    im PIK & IPCC wird keine wissenschaft gemacht oder ausgewertet, sondern im sinne selbstverliebter idologen und weniger profiteure missbraucht

    von sich geben. Also zusammengefasst: Sie haten den AGW für Blödsinn, weil sie gerade mal fehlten, als Ressourcenökonomie in der Schule dran war, und halten es für völloig daneben, wenn einer das Wort Tranformation benutzt. Und überhaupt, Schellnhuber ist doof und so. Ich bin eigentlich auch interessiert: Wieso genau sollte eine Klimaerwärmung keinen Impakt auf die Wasserverfügbarkeit in vielen (vielleicht meint er ja aride Klimate) Gegenden der Welt haben? Weil es ihn nicht gibt?

    Btw.: Ich finde ihr quasisozialistisches Gefasel von der fiesen Zensur bei Rahmstorf ermüdend. Es ist sein Blog, any problems with that? Wenn sie das gerne vergesellschaften möchten, warum dann nicht auch gleich seinen Benz? Glauben sie im Ernst, die Demokratie ist in Gefahr, wenn sie ganz persönlich nicht jeden virtuellen Ort bespammen oder zubrüllen dürfen? Es ist ja nicht so, das die Proleten keinen Platz für die Expression ihrer irrsinnig wichtigen Gedankenwelt hätten.

  29. #29 energietechniker
    August 27, 2010

    @GH:
    tun sie doch nicht naiver als sie sind. natürlich steht im IPCC report nicht explizit drin das uns die afrikaner am a… vorbeigehen beim streben nach macht und profit.
    oder glauben sie dass im parteiprogramm einer rechtsextremen partei drinsteht man solle ausländer anpöpeln?

    sagen sie doch einfach was sie vom WBGU pamphlet und den synthesis report halten, anstatt hier rumzueiern. ist das science? haben sie es gelesen? zugegeben: ich habe nur eine geringen teil des ipcc reports eher random gelesen. viel wichtiger ist die politik die sich daraus angeblich zwingend ableiten soll. oder wozu war der copenhagen vielflieger-treff denn gedacht?

    @jan
    “Der Reichtum orientiert sich so glasklar an der Klimazone wie nur was. die erwartbaren Auswirkungen eines AGW auch.”
    hmm… die in finland sind reich, die in nordkorea bettelarm, die in somalia auch, die in arizona steinreich….. was ist den nun glasklar das reichmachende klima?

    und ich habe auch nicht über energieresourcen oder die qualität von super bleifrei gesprochen, sondern davon vieviel energie jeder mensch pro tag umsezen kann.
    sorry, in zukunft erklär ich es auch für sie verständlich

    und analysieren sie doch mal welche afrik. und andere staaten in den letztwen jahren wohlstand und gesundheit ihrerer bürger spürbar steigern konnten. sie werden staunen

    btw: ich bin das gewgenteil eines sozialist und bevorzuge den 2003 aloxe corton

  30. #30 Jan
    August 28, 2010

    @ET

    hmm… die in finland sind reich, die in nordkorea bettelarm, die in somalia auch, die in arizona steinreich….. was ist den nun glasklar das reichmachende klima?

    Haben sie in Arizona ein somalisches Klimat entdeckt? Und Finnland, was mag mir das jetzt sagen? Das Handys ein Glück sind? Das war und ist ein recht erfolgreicher Landwirtschafts- und v. allem Forstwirtschaftsproduzent, und sie meinen ernstlich, die wären durch ihr Klima gehandicapt? Wow. Da es wohl kaum der Mühe Wert ist, sich mit diesem Stuss auseinanderzusetzen, und sie hier eh eine, bezogen auf das Objekt ihrer Abneigung, völlig überflüssige Baustelle aufmachen, machen wir auf die Schnelle den Gelbraith-Test, OK? Also, sie nehmen ihren Globus, stecken rund um den Äquator ein 3000km großes Areal ab, komplett, einmal ganz rum, und dann sagen sie mir, wieviel entwickelte Länder sie entdecken. Wenn sie das einfach so machen, wird ihr Antwortpost super kurz. Wenn sie mir aber anbei noch mal erklären, warum das halt bloss so ein doofer Zufall ist, ja denn wird das eine verdammt lange Antwort.

    und ich habe auch nicht über energieresourcen oder die qualität von super bleifrei gesprochen, sondern davon vieviel energie jeder mensch pro tag umsezen kann.

    Tinnef. Sie wollten sagen, das die Bereitstellung von incentives in der entwickelten Welt (hier namentlich die CDM’s) auf irgendeine ungeheuerliche Weise schon wieder nur Lug und Trug an der nichtentwickelten Welt wäre, nachdem sich die fossilen Energieträger doch so unheimlich positiv auf diese Volkswirtschaften ausgewirkt hätten, insbesondere in Afrika. Die übliche Mär vom AGW-Leugner als Menschenfreund. Aber ehrlich gesagt, ich habe nicht den Eindruck, sie hätten davon schon mal was gehört. Die CDM’s stehen nämlich wirklich in der Kritik, nur dürfen sie ihre Kritik dabei als außergewöhnlich originell betrachten. Wahrscheinlich wußten sie selber nicht, was sie eigentlich sagen wollten.

    sorry, in zukunft erklär ich es auch für sie verständlich

    Verstehen sie doch erstmal, was sie erklären wollen.

    btw: ich bin das gewgenteil eines sozialist und bevorzuge den 2003 aloxe corton

    Ich lasse euch Weinfreunde unter euch, nur: Wenn sie dem libertären Geist wirklich so verpflichtet wären, würden sie ja kaum anderen Leuten vorschreiben wollen, was die auf ihre Kappe zu veröffentlichen haben. Wenn sie oder ich hier rausfliegen, ist das GH’s Sache, bei SR gilt das ebenso für ihn, sie scheinen sich da schwer zu tun. Ich bin mir ziemlich sicher, diese Praxis ist ganz normal, das sie ausgerechnet hier darüber lamentieren, ist schon seltsam.

    Und bei alledem: Da haben wir ja noch gar nicht über das Schadenspotential einer globalen T-Erhöhung gesprochen, das in dem von ihnen angemahneten “Pamphlet” im Wesentlichen behandelt wird, nicht wahr? Also (sie haben es beim letzten Posting wohl übersehen): Würde eine solche die Entwicklungsländer nun treffen oder nicht, Oder gibt es gar kein AGW? Denn was sie wurmt, ist doch: das es den AGW gibt, ist in der besprochenen Publikation ja gar keine Frage mehr, die Frage lautet: Wie kann man sich angesichts dessen am besten verhalten. Und ihre Linie hier lautet offenbar: NÖ, muss man gar nix machen, ist ja schließlich nur ein Schabernack von überbezahlten Klimafuzzis. Aber nur mal hypothetisch: Wenn es doch einen gäbe, warum genau gäbe es dann keinen Zusammenhang zwischen Armutsbekämpfung und Umweltpolitik?

  31. #31 energietechniker
    August 28, 2010

    “..machen wir auf die Schnelle den Gelbraith-Test, OK? Also, sie nehmen ihren Globus, stecken rund um den Äquator ein 3000km großes Areal ab, komplett, einmal ganz rum,…”

    keine ahnung was ein gelbraith test ist (klingt aber irgendwie schlau) und was ein 3000km areal sein soll…

    aber schauen wir uns doch mal in der nähe des aquators um:
    hauptsächlich wasser, an steinreichen staaten entdecke ich da zb brunei und singapur.
    an reichen bzw in letzter zeit stark aufstrebenden zb brasilien und angola (auch wenn da der reichtum noch nicht bei allen angekommen ist) oder auch franz guyana.
    hawaii (ok fast 3000km vom aquator weg) ist auch nicht grade ein armenhaus.
    und ne menge bettelarme (meist in afrika).

    was soll uns das sagen? was ist denn nun das optimale reichwerd-klima??? sagen sie es mir. da werd ich hinziehen.
    tipp: plotten sie mal lebenserwartung/pro kopf energieverbrauch einiger staaten

    was sie zu CDM oben sagen wollen hab ich nicht wirklich verstanden.

    zu rahmstorf kann man nur sagen: wer politik machen will, sollte nicht zu feige sein, sich der politischen diskussion zu stellen. schauen sie nur seine jüngste medienschelte an: nur noch peinlich. was meinen sie dazu ?

    “Da haben wir ja noch gar nicht über das Schadenspotential einer globalen T-Erhöhung gesprochen”
    in der tat! wie hoch ist denn das schadenspotential (oder das nutzenpotential)?
    das weiss natürlich keiner. doch wenn sie an das grosse schadenspotential glauben, müssten sie eigentlich sofort auf die strasse und gegen die dümmliche IPCC / PIK politik demostrieren.
    wieviel delta T hat uns alle klima-polik dieser welt in den letzen 20a denn erspart?
    nennen sie doch mal eine globales problem dass eine UN unterorganisation in der vergangenheit erfolgreich gelösst hat.

  32. #32 energietechniker
    August 28, 2010

    der neuste propaganda coup von Rahmstorf:

    http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article9159352/Was-0-8-Grad-Erwaermung-aus-dem-Sommer-machen.html

    die leserkommentare sind das beste

  33. #33 Jan
    August 29, 2010

    @ET

    keine ahnung was ein gelbraith test ist (klingt aber irgendwie schlau) und was ein 3000km areal sein soll…

    Das wird wohl am Tippfehler liegen, es muss natürlich Galbraith heißen, das Gedächtnis. Der hat das schon 1953 vorgeschlagen, und bei all den gigantischen Veränderungen in der Weltwirtschaft in den letzten 50-60 Jahren haben sie nix als das hier:

    hauptsächlich wasser, an steinreichen staaten entdecke ich da zb brunei und singapur.
    an reichen bzw in letzter zeit stark aufstrebenden zb brasilien und angola (auch wenn da der reichtum noch nicht bei allen angekommen ist) oder auch franz guyana.
    hawaii (ok fast 3000km vom aquator weg) ist auch nicht grade ein armenhaus.
    und ne menge bettelarme (meist in afrika).

    Ja, Singapur ist in der Tat das einzige Land, das ins Raster passt. Brunai ist ein Miniland mit Riesenölvorkommen, derzeit noch sehr geringe Produktivitätsraten, wie es sich für ein Rentierstaat gehört. Angola ist ein Bettelarmes Land, obwohl Luanda die teuerste Stadt der Welt für Touris ist, insgesamt katastrophale Zustände, ein Inbegriff dessen, was ihnen mitzuteilen war, alldieweil die Wasserversorgung dieses Beispiel immer geeigneter erscheinen lassen wird. Guyana überrascht, kann es sein, das sie seine Wirtschaftsleistung einfach komplett mit F verrechnen? Und ist es anbei nicht seltsam, das es selbst mit einem derart großen Bruder nicht in die Puschen kommt?

    Und dann: Tusch, Brasilien, der Wachstumsmeister in Südamerika, und auch noch das einzige Land, das einen nennenswerten Dienstleistungssktor bzw. Industrie aufbaut, während alle andern in Ressourcen oder Landwirtschaft machen (oder in Drogen). Zwar schmälert das die mittelfristige Prognose (ja, da braucht man auch noch Infrastruktur für, da wird die Luft dann schon dünner), und selbstredend ist das Land nach wie vor max. ein Schwellenland, meist als Entwicklungsland aufgeführt, aber immerhin. Wir wollen auch nicht die belastende Landflucht oder die extreme Incomegap überbetonen, die klassische Kennzeichen für Entwicklungsländer sind.

    Und nun der Klops: ca. 85% des Stroms aus erneuerbaren Energien, 40% des Sprits aus Ethanol, und nach Indien und China der, na was: Größte CDM-Partner der entwickelten Welt. Was genau wollten sie noch mal sagen? Ich meine, sie wollten Brasilien doch genau vor sowas schützen, die armen Schweine.

    was soll uns das sagen? was ist denn nun das optimale reichwerd-klima??? sagen sie es mir. da werd ich hinziehen.

    Ich tippe mal, sie brauchen gar nicht umziehen. Irgendwas in den gemäßigten Breiten, vielleicht ein wenig maritim (vgl. sie mal die Produktivitätsraten in den Staaten in Abhängigkeit zur Entfernung von der Küste, geradezu gespenstisch, in der USA versteht man genau, welche Assoziation mit “Coastal” gemeint ist), auf alle Fälle mit gesunder Niederschlagsverteilung (ganz wichtig) und bitte ohne eine Kombination hoher Luftfeuchte mit fehlenden Wintertemperaturen. Und mit Ausnahme von Norwegen meiden sie rohstoffreiche Länder, Rentierstaaten machen sie nur reich, wenn sie da schon jemanden kennen, der jemanen kennt, sie wissen schon. Wenn das gegeben ist: Volltreffer, besser wirds nicht.

    tipp: plotten sie mal lebenserwartung/pro kopf energieverbrauch einiger staaten

    Strange, haben sie eigentlich noch ihr Oropax drinnen? Den Zusammenhang kaufe ich ihnen sofort ab, aber dann bleibt ja noch die Frage: Wieso verbrauchen die rohstoffreichen Länder die Energie nicht einfach selber? Wieso spricht man da ständig vom Ressourcenfluch? Fakt ist, sie haben, insbesondere in Afrika einige Länder mit grßen Energievorkommen, und einige mit geringen. Für die Lebensqualität der Menschen bedeutet das in der Regel gar nichts. War vorher mies, ist immer noch mies. Botswana fällt aus dem Rahmen, ich nehme an, das liegt an den reichen Energieressourcen?

    was sie zu CDM oben sagen wollen hab ich nicht wirklich verstanden.

    Das liegt daran, das sie immer noch nicht wissen, was CDM eigentlich heißt. Guggeln sie es halt.

    zu rahmstorf kann man nur sagen: wer politik machen will, sollte nicht zu feige sein, sich der politischen diskussion zu stellen.

    Ja klar sollte er das, und das er das beim Frühstück mit der Kanzlerin macht, kann man ja auch als Erfolg werten, oder? Nur, wenn er sich jetzt mit jedem Proleten höchstselbst rumschlagen muss, wird dafür wohl keine Zeit mehr bleiben, das leuchtet ja wohl ein.

    schauen sie nur seine jüngste medienschelte an: nur noch peinlich. was meinen sie dazu ?

    Na, das werden sie sich denken können. Auf einen groben Klotz, sie wissen ja, und Freund Stefan ist da noch lange nicht grob genug. Ich weiß auch nicht, warum ihr Camp immer so rumnölt, permanent fühlt man sich verfolgt. Wieso finden sie es eigentlich so lustig, das es viele Zeitgenossen gibt, die eine T-Erhöhung von, sagen wir, 3°C, gar nicht so komisch finden? Ich meine, wo doch jeder Durchblicker auf dem Planeten es ihnen versichert? Ich steige da überhaupt nicht mehr durch. Was wenn es um was ganz anderes geht, als beknackte Arten, seine Zeit in Blogville totzuschlagen?

    in der tat! wie hoch ist denn das schadenspotential (oder das nutzenpotential)?
    das weiss natürlich keiner.

    Und wenn sie sich nun ins eigene Knie schießen, wissen sie dann auch wirklich ganz sicher, ich meine, 100%ig, ohne jeden noch so kleinen Zweifel, das sie dann anschließend humpeln müssen? Und wenn ja, vielleicht ja nur 14 Tage? Na, das müssen wir jetzt mal unbedingt rauskriegen. Und lassen sie sich nicht von der Medizinerpropagande abhalten, die wollen nur ihr Geld.

    doch wenn sie an das grosse schadenspotential glauben,…

    Tue ich, kein Scherz, sowas gibt’s auch. Und ich habe auch noch Nachwuchs.

    …müssten sie eigentlich sofort auf die strasse und gegen die dümmliche IPCC / PIK politik demostrieren.

    Mir ist nicht aufgefallen, das der politische Impakt dabei nachhaltig wäre. Da müsste ich doch wohl eher dafür protestieren, das derern Vorschläge wenigstens mal irgendwie beherzigt würden.

    wieviel delta T hat uns alle klima-polik dieser welt in den letzen 20a denn erspart?
    nennen sie doch mal eine globales problem dass eine UN unterorganisation in der vergangenheit erfolgreich gelösst hat.

    Welche Klimapolitik denn? das IPCC wurde 1988 gegründet, Kyoto erst vor wenigen Jahren abschließend ratifiziert (und läuft ohne bisherigen Nachfolger in 2 Jahren aus), die Steigerung der Energieeffizienz ist eine Zahl mit einem minus davor. Was die Mahnungen zur Klimapolitik angeht: Seien sie Stolz, ihr Team spielt hervorragend, ist eigentlich alles wie an Teflon abgeprallt.

    Aber Umweltpolitik gibt es schon, was möchten sie denn? Montreal-Abkommen, Luftreinhaltungsgesetze, sie können sogar im Rhein schwimmen. Rio 92 ist zwar nicht der Bringer, aber auch nicht zu verachten. Gab es auch schon früher, im 19.Jahrh., da war die Themse eine Kloake mit letalen Folgen, ist alles eine Frage des Leidensdruckes. Oder im Jahrh. davor, da wurde eine nachhaltige Fortwirtschaft eingerichtet, geht alles, auch wenn sich das vorher keiner Vorstellen konnte (machen die Finnen noch heute so). Wenn sie hier in der Gegend leben, seien sie den Ökofutzis besser dankbar.

    der neuste propaganda coup von Rahmstorf:

    Ich weiß irgendwie nicht, was sie eigentlich stört. Meinen sie den schwer zu erbringenden Nachweis des Zusammenhanges zwischen Wetter und Klima? Das erwähnt er doch ausdrücklich. Nur, das Klima und Wetter deshalb nix miteinander zu tun hätten, wo haben sie das denn her? Meinen sie vielleicht, die Zunahme von Waldbränden wäre, wenn es eine Erwärmung geben würde, eine lineare Funktion? Gosh. Es ist ein fucking-heißes Jahr bisher, und wenn dan Pakistan absäuft: Das darf nicht in einem Satz erwähnt werden?

    Wissen sie was: Ich lege noch einen drauf. Das ergibt sich ganz zwanglos, da ich in einer Mini-Großstadt im Westen D’s lebe, die seit dem WWII derzeit gerade ihren ersten Katastrophenalarm erlebt. Wir haben hier niederschlagsbedingte Hochwasser gehabt, so etwas gab es noch nie. Kein Flusswasser, Niederschlag. Keine Warnung, keine Vorbereitung, es fängt an zu schiffen, und 20std. später weiß hier keiner mehr, was abgeht. Versichert ist dagegen niemand hier, galt als so sinnig wie gegen Vulkanausbrüche, die Versicherer reiben sich schon mal die Hände warm (bis zum Auszahlungstermin).

    Aber unabhängig von dem CC-Einfluss auf so etwas: So eine Nacht beim Kellerauspumpen, wenn man dann die Feuerwehr ruft, aber keine kommt, das erhöht die Sensibilität nachhaltig. Auf jeden Fall senkt es die Bereitschaft deutlich, Beiträge wie den von Rahmstorf ohne jeden Sachverstand oder Angabe von Gründen als “Propaganda” zu deklarieren. Und wenn das auf dem Globus gehäuft vorkommt: Jenu.

    die leserkommentare sind das beste

    Very luschtig, indeed. Wie gesagt, meine Stadt ist da vermutlich unterrepräsentiert.

  34. #34 Gunnar Innerhofer
    August 29, 2010

    @ energietechniker,

    ja, das neue PIK Medien Propagandapapier ist sensationell, derat überzogen, polemisch und heuchlerich, dass mich selbst der Alarmist der Deutschen Nation überrascht. Er schreit um Hilfe, aber niemand will im helfen und das ist verdammt gut so.
    Übrigens ist der Artikel voll mit Fehlern, er ist mittlerweile am Al Gore Niveau gelandet.
    Man merkt, dass er vom Wetter nicht die geringste Ahnung hat und das Klima schlecht reden muss, da er sonst ja seine Existenzberechtigung verliert.

    Geil sind auch die Kommentare, ich habe nur ca. 50 überflogen, fast alle, mehr als 95% schätze ich sind ganz klar gegen diese dümmlichen Aussagen des Rahmstorf und bei der Bewertung liegen diese Kritiken ungefähr mit 100:25 als “guter Kommentar”.
    Das gibt Hoffnung, dass sich die Menschen nicht länger von Propheten wie Rahmstorf und Consorten verarschen lassen.

  35. #35 energietechniker
    August 29, 2010

    @jan
    “Angola ist ein Bettelarmes Land,”
    bullshit. angola ist die wirtschaftslokomotive afrikas und erwartet diese jahr ca. 24% wachstum. ja, der reichtum ist (noch) ungleich verteil. liegt vermutlich am pösen klima

    “sie können sogar im Rhein schwimmen”
    das war ein offensichtlicher erfolg aus einer zeit als sich umweltpolitk(er) noch um umwelt gekümmert hat.
    bei klimapolitik wagt keiner den effekt auf das klima zu hinterfragen.

    “Seien sie Stolz, ihr Team spielt hervorragend, .
    klar, die pösen klimaskeptiker haben erfolgreich glühbirnenverbot, solarsubvention, ökosteuer usw verhindert. ohne die pösen skeptiker wäre es schon heute viel kälter…

    “meine Stadt ist da vermutlich unterrepräsentiert.”
    wieso schreiben die denn nicht, schliesslich wird da nicht zensiert wie bei “ihrem freund” rahmstorf? ich glaube auch in ihrer stadt merken die leute langsam dass die prognosen von rahmstorf, latif kompletter bullshit sind.
    diese fachlichen pfeifen habe keine ahnung wie sich das klima entwickeln wird.
    rahmstorf pfeift im wald

  36. #36 Jan
    August 30, 2010

    @ET

    bullshit. angola ist die wirtschaftslokomotive afrikas und erwartet diese jahr ca. 24% wachstum. ja, der reichtum ist (noch) ungleich verteil. liegt vermutlich am pösen klima

    Zuviel Marietta Slomka geguckt, oder was? Es gibt Öl, und das Metzeln ist weitgehend beendet. Das wars auch schon, bettelarm, wie schon gesagt.

    Ihr Motor ist Nr. 18 auf dem HDI von Afrika, achten sie auf die Nr. 23, die fangen auch bald an. Und die Sache mit den Lebensbedingungen (wir reden hier immer noch über die Nr. 18 von Afrika) hat schon was mit derm Klima zu tun, ja, besonders da, das Wasser habe erwähnt? guggeln sie es. Ist ein hartes Brot da.

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_African_countries_by_Human_Development_Index

    bei klimapolitik wagt keiner den effekt auf das klima zu hinterfragen.

    Nur sie, der letzte aufrechte. Wissen sie, es schlimm genug, das sie eigentlich in jedem Fall, bei dem sie sich äußern, noch nie etwas vom Thema gehört zu haben scheinen. Aber auch noch oede sein, da hört es echt auf.

    Was waren das noch für Zeiten, als man das Altöl im Wald entsorgt hat. Schräger Vogel.

    ich glaube auch in ihrer stadt merken die leute langsam dass die prognosen von rahmstorf, latif kompletter bullshit sind.

    Ich lasse es jetzt gut sein, auch das sie jetzt für die Einordnung der Expertise zuständig sein wollen. Stellen sie sich zur Wahl:

    http://www.parteidervernunft.de/

    EOD

  37. #37 Rudi
    August 30, 2010

    Ich versteh die sehr ausführlichen Beiträge nicht ( ok weil ich sie nicht lese)
    Ein Knochen und jeder Hund ist sich sicher, dass er die Wahrheit in der Schnauze hat.

  38. #38 S.S.T.
    August 31, 2010

    Im übrigen ‘sorgte’ der Mehltau dafür, dass John F. Kennedy Präsident der USA wurde.

  39. #39 BreitSide
    September 2, 2010

    SST, wodurch? Dadurch, dass die Kennedys überhaupt nach Amiland auswanderten?

    Aber Du hast Recht, aus allem Leid kann man etwas Gutes herausdestillieren, wenn man denn will…;-)))

  40. #40 Ebel
    September 3, 2010

    @Sven Türpe· 25.08.10 · 22:21 Uhr

    Die Frage ist, wo man den Schwerpunkt der Lösungsdiskussion setzt. …

    Eine ähnliche Diskussion kennen wir aus der Terrorismusbekämpfung. Auch dort gibt es zwei Schulen.

    Die eine möchte Terrorismus verhindern.
    Die andere Schule geht davon aus, dass wir Anschläge letztlich nicht verhindern können.

    Tatsächlich existieren gewisse Parallelen – in der Engstirnigkeit des Denkens. Ihre genannten zwie Schulen führen nur zu gegenseitiger Aufrüstung. Wenn die eine Seite aufrüstet, zieht die andere Seite nach – und kluge Köpfe finden sich auf allen Seiten. Wir kennen das aus der Aufrüstung:
    Gegen Schwerter helfen Festungen und Panzerung
    Gegen Festungen und Panzerung helfen Geschütze
    Raketen
    Atomwaffen
    usw.

    Mal unsymmetrisch, mal symmetrisch

    Um aber die Auseinandersetzung zu beenden hilft nur Ausgleich – siehe Nordirland und Südafrika.

    Also fehlt in Ihrer Aufzählung die wichtigste Schule: Wie organisiert man den Ausgleich, damit das wechselseitige Aufrüsten gestoppt wird.

    Hinterher ist man immer schlauer – besser ist es aber sich vorher schlau zu machen und klug zu handeln. Sowohl in der Wirtschaft ( http://www.nachdenkseiten.de/?p=3662 ) als auch bei Umweltfragen.

    Voraussagen des wirtschaftlichen Mainstreams und Ergebnisse lagen schon immer weit auseinander, z.B. 1848 ( http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm#K02 ):

    Euch allen ist die Zehnstundenbill bekannt, oder vielmehr die Zehneinhalbstundenbill, die seit 1848 in Kraft ist. Dies war eine der größten ökonomischen Veränderungen, die unter unsern Augen vorgegangen. Es war das eine plötzliche und unfreiwillige Lohnsteigerung nicht etwa in einigen lokalen Geschäftszweigen, sondern in den führenden Industriezweigen, durch die England den Weltmarkt beherrscht. Sie brachte eine Lohnsteigerung unter ausnehmend ungünstigen Umständen. Dr. Ure, Professor Senior und all die andern offiziellen ökonomischen Wortführer der Bourgeoisie bewiesen – und ich muß sagen, mit viel durchschlagenderen Gründen als Freund Weston -, daß sie die Totenglocke der englischen Industrie läuten werde. Sie bewiesen, daß sie nicht bloß auf eine gewöhnliche Lohnsteigerung hinauslaufe, sondern auf eine durch die Abnahme des Quantums der angewandten Arbeit veranlaßte und darauf gegründete Lohnsteigerung. Sie behaupteten, daß die 12. Stunde, die man dem Kapitalisten wegnehmen wolle, gerade die einzige Stunde sei, woraus er seinen Profit herleite. Sie drohten mit Abnahme der Akkumulation, Steigerung der Preise, Verlust der Märkte, Schrumpfung der Produktion, daher entspringendem Rückschlag auf die Löhne und schließlichem Ruin. In der Tat erklärten sie Maximilien Robespierres Gesetze über das Maximum für eine Lappalie im Vergleich damit; und in gewissem Sinn hatten sie recht.

    Schön, was war das Resultat?

    Steigerung des Geldlohns der Fabrikarbeiter trotz der Verkürzung des Arbeitstags, große Zunahme der Zahl der beschäftigten Fabrikarbeiter, anhaltendes Fallen der Preise ihrer Produkte, wunderbare Entwicklung der Produktivkraft ihrer Arbeit, unerhört fortschreitende Ausdehnung der Märkte für ihre Waren. Zu Manchester 1861 auf der Tagung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft, hörte ich selber Herrn Newman eingestehn, daß er, Dr. Ure, Senior und alle andren offiziellen Leuchten der ökonomischen Wissenschaft sich geirrt hätten, während der Instinkt des Volks recht behalten habe. Ich nenne Herrn W. Newman – nicht Professor Francis Newman -, weil er eine hervorragende Stellung in der ökonomischen Wissenschaft einnimmt als Mitarbeiter und Herausgeber von Herrn Thomas Tookes “History of Prices”, diesem prächtigen Werk, das die Geschichte der Preise von 1793 bis 1856 verfolgt.

    Irgendwie klingen leider auch heute die damaligen Argumente gegen Änderungen irgendwie vertraut – oder?

    MfG

  41. #41 Sven Türpe
    September 7, 2010

    Also fehlt in Ihrer Aufzählung die wichtigste Schule: Wie organisiert man den Ausgleich, damit das wechselseitige Aufrüsten gestoppt wird.

    Stimmt, jene Spinner habe ich unterschlagen, die den Planeten durch Abschaffung der Menschheit, den Frieden durch Kapitulation und die Gesellschaft durch Kollektivierung retten wollen. Wir können uns ja vielleicht auf die realistischen Ansätze konzentrieren.

  42. #42 BreitSide
    September 7, 2010

    Richtig, Svenni, es gibt nur Krieger und Spinner in Deiner vielfältigen Welt.

  43. #43 Ebel
    September 7, 2010

    Sven Türpe· 07.09.10 · 11:15 Uhr

    Stimmt, jene Spinner habe ich unterschlagen, die … Wir können uns ja vielleicht auf die realistischen Ansätze konzentrieren.

    Also sind nach Ihrer Meinung die Nordiren und Südafrikaner Spinner? Z.B. der Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu?

    Aber durch gegenseitigen Respektierung sind Konflikte in beiden Ländern beendet worden. Wenn Sie diese Bevölkerungen als Spinner bezeichnen, läßt das tief blicken. Natürlich ist der Frieden in diesen Ländern natürlich nicht in der Realität – oder??, wir wollen uns ja auf die Realität konzentrieren?

    MfG

  44. #44 Jarred Schraeder
    März 14, 2011

    Im Fernseher sah ich heute, dass es eine “kontrollierte Explosion” gab. Es sind dabei 11 Menschen verletzt worden. Wie kann das eine “kontrollierte Explosion” gewesen sein? Ich hoffe das diese endlich das aus für die industriell genutzte Kernenergie ist. Der Glaube an die Beherrschbarkeit einer Kernschmelzung ist fassungslos. Wir sehen in den Nachrichten, wie ein Block nach dem anderen außer Kontrolle gerät. Aber zum Glück sind ja unsere Kraftwerke sicher, wenn es kein Tsunami oder Hochwasser gibt – wenn es kein Menschliches Versagen gibt und wenn es kein Technisches Versagen gibt.

  45. #45 Buck Braver
    März 16, 2011

    Im Radio hörte ich heute morgen noch, es habe eine “kontrollierte Explosion” gegeben, wohl auch nach Aussage der Betreiber/Regierung. “11 Arbeiter wurden verletzt” – hmm, da frage ich mich, wie das eine “kontrollierte Explosion” gewesen sein konnte. Ich hoffe das wir aus dieser Katastrophe etwas lernen und das dies das Ende der Kernenergie ist. Der Glaube an die Beherrschbarkeit einer Kernschmelzung ist fassungslos. Wir sehen im Fernsehen zu, wie ein Block nach dem anderen außer Kontrolle gerät. Dafür sind unsere Kraftwerke sicher, wenn es keinen terrorischtischen Anschlag gibt – wenn es keinen Luftangriff oder Absturz auf diese Dinger gibt, denn sie sind ja sehr toll aus der Luft zu erkennen und wenn es kein größeres Erdbeben gibt.

  46. #46 Buck Braver
    März 16, 2011

    Im Radio hörte ich heute morgen noch, es habe eine “kontrollierte Explosion” gegeben, wohl auch nach Aussage der Betreiber/Regierung. “11 Arbeiter wurden verletzt” – hmm, da frage ich mich, wie das eine “kontrollierte Explosion” gewesen sein konnte. Ich hoffe das wir aus dieser Katastrophe etwas lernen und das dies das Ende der Kernenergie ist. Der Glaube an die Beherrschbarkeit einer Kernschmelzung ist fassungslos. Wir sehen im Fernsehen zu, wie ein Block nach dem anderen außer Kontrolle gerät. Dafür sind unsere Kraftwerke sicher, wenn es keinen terrorischtischen Anschlag gibt – wenn es keinen Luftangriff oder Absturz auf diese Dinger gibt, denn sie sind ja sehr toll aus der Luft zu erkennen und wenn es kein größeres Erdbeben gibt.

  47. #47 Leon Steinharter
    März 29, 2011

    Der Zustand in dem Kraftwerk in Fukushima gerät außer Kontrolle und überall auf der Welt beten Menschen für die Menschen in Japan. Jetzt macht die Twittermeldung einer Tochter die Runde: Ihr Vater hat sich freiwillig für den Helfereinsatz angemeldet und setzt so sein Leben für Viele aufs Spiel. Jetzt gibt es auf dieser Website eine aufschlussreiche Diskussion, wie man selbst handeln würde. Würde jeder sein eigenes Leben opfern für sehr viele unbekannter Leute?

  48. #48 dresses el paso
    http://www.zoomgroups.com/userProfile/7178413
    Dezember 14, 2013

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