Der letzte Dies und Das Thread ist wieder bei stolzen 631 Beiträgen angelangt.Gibt es also nun nichts mehr zu diskutieren? Weit gefehlt! Wie sieht es zB hiermit aus: Der Beitrag des Klimawandels zur Revolution in den arabischen Ländern. Genau. Nordafrika ist eine der Hauptweizenimporteure, der Ägypter isst fast nur Brot, Sandsturm versaut Weizenernte in China, Preise explodieren und weg ist der Mubarak. Etwas feiner formuliert findet man dieses Thema in der NY Times von Thomas Friedman, vom american progress think tank, von denen, die die ganze Idee im Wesentlichen in die Welt gebracht haben, nämlich dem Climate and Security Institute, und dann schliesslich und endlich auch der Spiegel. Vor einiger Zeit hatte ich mich auch schon mal am Thema Klima und Konflikte versucht: Hier und hier. Frage wäre jetzt , ob der arabische Frühling zu den positiven oder den negativen Konsequenzen des Klimawandels gezählt wird und wie das dann in die Kosten des Klimawandels insgesamt eingerechnet wird. So oder so, es gibt wieder etwas zu diskutieren.

Kommentare (522)

  1. #1 Martin Gisser
    Madhousen
    März 6, 2013

    Kommt leicht spät.

    Klima/Brotpreise waren/sind natürlich nur ein Faktor. Ein anderer wesentlicher Faktor ist Peak Oil: Hätte Ägypten noch genug Öl zu exportieren, könnten auch die Brotpreise weiter subventioniert werden. Und dann ist da noch die Bevölkerungsexplosion. Das alles habe ich vor 2 Jahren schon kurz angemerkt (http://florifulgurator.wordpress.com/2011/02/14/global-populaion-speak-out/ )

    In Ägypten und Tunesien ist (bis jetzt) noch alles halbwegs glimpflich verlaufen.

    Syrien ist schlimmer dran: Hier hatte der Klimawandel unmittelbar im Land verheerende Auswirkungen, indem er fast 1Million Bauern ihrer Existenzgrundlage beraubte.

    Wenn das eine Bestätigung der Klimaprognosen für den Mittelmeerraum ist, dann gute Nacht…

  2. #2 Andreas Brecht
    März 6, 2013

    Und dafür, dass ich mir heute Morgen fast die Füße abgefroren habe, als ich die Asche aus dem Kaminofen in unserem Garten verteilt habe, ist der Klimawandel auch verantwortlich.

  3. #3 Klimarealist
    März 6, 2013

    @GHoffmann
    Der Klimaschmock war ja mal ganz schnell weg 😀
    shit happens ?

  4. #5 Klimarealist
    März 6, 2013

    ach, hat Pause gemacht 😀

  5. #6 axel
    März 6, 2013

    “CO2 is plant food”

    (Christy vor dem US-Kongressausschuss)

  6. #7 Karl
    März 7, 2013

    Herr Gisser,

    geben Sie doch irgendeine plausible Erklärung für die Fürchterlichkeiten in Syrien an! Wollen Sie uns ernsthaft erklären, dass das Klima daran schuld sei? Das halte ich doch für einen sehr einfältigen Versuch.

  7. #8 Bleyfuß
    März 7, 2013

    Revolutionen sind immer multifaktioriell. (Klinge schon fast wie Wb :-)
    Wäre nur noch zu beweisen, dass der Klimawandel die Brotpreise negativ beeinflusst habe. Plausibel ist das schon, man denke an die Missernten in USA und ihr unterstellter Einfluss auf den Brotpreis. Es gibt Theorien, die dafür sprechen, dass das zusammenhängt, und dass zB “Texas drought” mit den Veränderungen der Luftströmungen (Rossby-Wellen heißen diese Muster, glaube ich,) zusammenhängen, aber einen Beweis in mathematischer Strenge qed. ist nicht hinzubekommen.

    Damit bleibt fast alles beim alten und jeder kann nach Herzenslust auf die andere Meinung eindreschen. Ist halt nur so, dass die Risikofaktoren schwer wiegen; der “Großversuch” ist daher nicht verantwortbar, gell.

  8. #9 Spoing
    März 7, 2013

    Naja ähnlich wie im Mittelalter die klimatischen Ereignisse zu den Kreuzzügen bei getragen haben werden sie auch in den Nordafrikanischen Staaten eine Rolle gespielt haben. Solange ein Volk zufrieden ist wird es kein Feindbild brauchen.
    Je schlechter die Bildung eines Volkes ist, desto leichter ist es ja auch zufrieden zu stellen. Explodierende Nahrungsmittelpreise sind allerdings für alle ein Ärgernis. Dass ist ja eines der Ziele von Sanktionen (Böse Zungen, sagen das Einzige) Das es aber nicht reicht muss man z.B. in Nordkorea sehen. Denn wen sich Volkes Zorn als Ziel aussucht kann man vorher ja nicht wissen. Fest steht nur, es ist jemand der auch bis dato noch nicht beliebt war. Das muss keinesfalls immer “der Schuldige” sein. In Nordafrika trifft es zur Abwechslung mal welche die es Verdient haben (nicht weil sie Schuld am Klima haben, aber weil die Gründe wieso sie unbeliebt waren richtig waren.) Ob das nun besser oder schlechter wird da unten, wird sich erst noch zeigen müssen.

    Achja und dem Klimawandel kann man das Einzelereignis nicht zusprechen, denn ein Wandel ist ja nur die Summe vieler Ereignisse, der Einzelfall hätte ja genau so gut ohne passieren können.

  9. #10 Spoing
    März 7, 2013

    Witzig fände ich mal eine Studie:
    Klimawandel und sein militärischer Nutzen.
    Am stärksten werden vom Klimawandel ja die Schwellenländer und dritte Welt Länder betroffen sein. Da kann man doch bestimmt eine Verschwörungstheorie draus basteln, nach der die USA nur deshalb so viel CO2 emittieren weil die Weltregierung einen langfristigen Plan aufgestellt hat. (Nachdem viele ja den Ökoterror schon von der Weltregierung als gesteuert ansehen)

    Irgendwie ein interessantes Thema stelle ich gerade Fest. Einerseits hat alles einen diskussionswürdigen Kern andererseits ist man, sobald man auch nur etwas ins Spekulieren kommt sehr schnell bei Stoff für einen Dan Brown Roman.

  10. #11 Spoing
    März 7, 2013

    Da ich gerade nur aufs essen Warte Hier noch mal eine Aufstellung was nun gut/schlecht ist. (Für Pro Arabischer Frühling, sollte sich das ganze als schlecht herausstellen bzw. empfunden werden, einfach die Vorzeichen umdrehen)

    Klimawandel: Bereits besprochen: Gut
    EU-Agrarsubvention ->zu Billiger Weizen in Afrika. Teils schlecht, aber auch teils gut, da dort keine rentable Infrastruktur aufgebaut werden kann.
    Spekulanten: Perfekt, starke Preisschwankungen.
    Gen-Weizen: Schlecht, macht den Weizen unanfälliger gegen das Klima.
    Fair Trade: Im kleinen Stil schlecht, da es den Bauern erlaubt weiter an zu bauen. Im Großen wäre er zu gebrauchen, da er den Marktpreis erhöhen würde.
    Bioethanol: Perfekt!
    Steigende Bierpreise/Nachfrage: auch sehr gut.

    Also: Manche Feindbilder muss man als Befürworter des arabischen Frühlings wohl neu überdenken, andere kann man als verfestigt ansehen. Gab es in der Vergangenheit eigentlich irgendetwas für das nicht der oben genannten Sachen verantwortlich war?

    PS: Gibt es eigentlich eine Bemühung das Schengenabkommen mit Holland auf zu kündigen, bevor der Wasserstand uns niederländische Migrationswellen rüber spült? Das einzige in der Richtung was ich kenne ist: Hannover soll Küstenstadt werden.

  11. #12 ali
    März 7, 2013

    Im Moment wo Tom Friedman eine Idee (zumindest im Zusammenhang mit Aussenpolitik) aufgreift, verliert sie einen grossen Teil ihrer Glaubwürdigkeit.

    Ich glaube er könnte mich inzwischen sogar an der Schwerkraft zweifeln lassen mit einer Kolumne über ballistische Raketen.

  12. #13 Dr. Webbaer
    März 7, 2013

    @Arbia

    Es sei die Prognose erlaubt, dass die in jenen Ländern vorherrschende Kultur keine wirklich Verbesserung erlauben wird. Man muss schon froh sein, wenn nicht die Bärte kommen. (Quelle)

    Dieser Kommentar zum “Arabischen Frühling” bleibt richtig, gell?

    Der “Arabische Frühling” hatte nichts mit dem Klimawandel zu tun.

    MFG
    Dr. W (der Sie aber bewundert wie schmerzfrei Sie auch heute noch um Rashid al-Ghannushi und andere herumspringen – wobei niemand mehr zu kommentieren mag)

    DrWB, ich weiss um ihr Straeusschen mit Ali. Sie haben hier immer frei kommentieren koennen und so soll es auch bleiben. Ich werde aber sehr genau hinschauen, wenn Sie sich hier an Ali wenden, sehr genau. Ich hoffe wir verstehen uns. Georg

  13. #14 Klimarealist
    März 7, 2013

    @Bleyfuß #8

    Es gibt Theorien, die dafür sprechen, dass das zusammenhängt, und dass zB “Texas drought” mit den Veränderungen der Luftströmungen (Rossby-Wellen heißen diese Muster, glaube ich,) zusammenhängen,

    Da gibt es eine Theorie, dass die UV Stahlung die Ozonschicht beeinflußt und damit die Jet-Stream verändert. Die UV Strahlung steht im direkten Zusammenhang mit der Sonnenaktivität – und hat einen viel stärkeren Einfluß auf das Klima als die TSI.

  14. #15 Leugnerentlarver
    März 7, 2013

    Ich persönlich glaube auch, dass die Zunahme der Selbstmordrate im Grossraum Tokyo mit dem Klimawandel zu tun hat.

  15. #16 Leugnerentlarver
    März 7, 2013

    @axel

    “CO2 is a molecule” (Wikipedia)

  16. #17 Leugnerentlarver
    März 7, 2013

    Frage an alle Klimawandelexperten:

    Ist es zur Zeit ratsam in Hurghada Badeferien zu buchen?

  17. #18 Georg Hoffmann
    März 7, 2013

    @Leugnerentlarver
    “Ist es zur Zeit ratsam in Hurghada Badeferien zu buchen?”

    Nein. Politisch sowieso nicht, es gibt eine Heuschreckenplage in der Region, die Straende sind beschissen (wurde mir gesagt).

  18. #19 ali
    März 7, 2013

    @webbaer

    Ich will hier Georg auch überhaupt nicht den Thread mit marginalem zumüllen, darum hier nur ganz kurz (sorry, Georg) in der Hoffnung, dass der Internetpetz vielleicht doch auch zu Reflexion fähig ist: “Kultur” war das problematische Stichwort nicht “Bart”.

  19. #20 Bleyfuß
    März 7, 2013

    @Klimar.
    Die UV Strahlung steht im direkten Zusammenhang mit der Sonnenaktivität – und hat einen viel stärkeren Einfluß auf das Klima als die TSI.

    ????????????????

  20. #21 MJ
    März 7, 2013

    Ist CO2 jetzt ein Molekuel oder Pflanzennahrung? Bestehen die Molekuele, aus denen wir zusammengabaut sind, aus Nahrung? Das wuerde zumindest erkaleren, warum wir dauernd essen muessen…

  21. #22 Klimarealist
    März 7, 2013
  22. #23 axel
    März 7, 2013

    @ Bleyfuß

    Die UV Strahlung steht im direkten Zusammenhang mit der Sonnenaktivität – und hat einen viel stärkeren Einfluß auf das Klima als die TSI.

    Ja, Einfluss von UV-Strahlung auf Wetterlagen ist tatsächlich gerade ein aktueller Forschungsgegenstand. Im zweiten Teil des Zitats schießt Krishna (oder präziser: der Skeptikerszene, Krishna hat grundsätzlich nie eigene Gedanken, Original siehe jeweils WUWT) natürlich weit übers Ziel hinaus, das ist der Hype der Szene.

    Interessant ist etwas anderes:
    Vor kurzem war es bei Skeptikern noch ein Tabu, dass sich Wetterlagen etc. verändert werden können, alles war per Dogma genauso normal wie immer.

    Wird nun ein geordneter Rückzug eingeleitet und die nächste Verteidigungslinie aufgebaut? Klingt nun ja eher wie: Ja, es verändert sich etwas, aber die Ursachen haben natürlich niemals etwas mit anthropogenem CO2 zu tun. Es ist die Sonne, das ist natürlich, alles ist wieder gut.

    Als skeptischer Skeptiker würde ich mich nun fragen: Wenn schon eher kleine solare Einflüsse Wetter und Klima beeinflussen können, warum sollte es dann unmöglich sein, dass 40% mehr CO2 ähnliche Folgen haben könnte? Da hat Willard Tony echt Glück, dass es kaum skeptische Skeptiker gibt, seinen Anhängern (samt Krishna) kann man ja alles erzählen, die hängen an den Lippen eines Demagogen, man sehe sein jüngster Fauxpas. Unsereins lacht sich schlapp über Willard Tony und so viel Dreistigkeit oder Dummheit, und die Anhänger in den Kommentaren, hm, ohne Worte.

  23. #24 axel
    März 7, 2013

    @ Leugnerentlarver

    ““CO2 is a molecule”

    Auch nicht schlecht. Vielleicht macht Christy das ja bei seinem nächsten Auftritt beim US-Kongress zu seinem Hauptargument, CO2 is plant food hatte er ja schon beim letzten Auftritt.

    CO2 ist ein Molekül, deshalb sind CO2-Reduktionen unnötig. Nicht schlecht, da soll erst mal einer drauf kommen.

  24. #25 Klimarealist
    März 7, 2013

    @Axel
    Die Auswirkungen der UV Strahlung sind eben nicht klein.
    Siehe Russlands Hitzestau vorletztes Jahr, oder wann das war.
    Sie reden einmal mehr wie ein Blinder über die Farbe

    Demnach beeinflusst die niedrigere UV-Einstrahlung den Wärmehaushalt der mittleren Atmosphäre und der Ozonschicht. Dadurch wiederum verändern sich die Luftströmungen über der Arktis und auch die Jetstreams, starke Höhenwinde, werden gestört. Das Klima der Nordhalbkugel und damit auch Europas werde dadurch vor allem im Winter kühler, windiger und regenreicher, sagen die Wissenschaftler.

  25. #26 Klimarealist
    März 7, 2013

    (oder präziser: der Skeptikerszene, Krishna hat grundsätzlich nie eigene Gedanken,

    Errare humanum est, und auch immer wieder axelesk 😀

  26. #27 Dr. Webbaer
    März 7, 2013

    @Arbia

    “Kultur” war das problematische Stichwort nicht “Bart”.

    Insofern richtig als dass es die Kultur ist, die die Probleme verursacht, nicht der Bart. Der Bart ist das Symptom.

    Danke aber noch für die Zensur ob dieser Feststellung!


    Nichtsdestotrotz hat die vermutlich auch nicht ganz ernst gemeinte Artikelüberschrift bzw. Diskussionseinladung (die natürlich auch zurückgenommen werden dart) eine gewisse Komik, idT klingen manche politischen Analysen der Qualitätsmedien nicht viel anders.

    MFG
    Dr. W

  27. #28 axel
    März 7, 2013

    Ach Krishna,

    wenn dir ein Thema plötzlich wichtig ist, kann man sicher sein, dass es kürzlich in irgendeinem Skeptikerblog aufbereitet wurde, meistens WUWT. Soll ich googeln?

    Ups, das war aber wieder einmal leicht, hier ist es:
    http://wattsupwiththat.com/2013/02/12/uv-shift-in-the-leaked-ipcc-report-more-inversion-of-the-scientific-method/

    Da du zur Tarnung ja inzwischen nicht mehr direkt auf deine Leseproben verlinkst, sondern nur noch auf die enthaltenen Links, scheint das Thema danach auch von einem deutschsprachigen Blog übernommen worden zu sein, wer will jetzt googeln?

    PS:
    Das Zitat wäre ok gewesen, wenn du von REGIONALEM Klima gesprochen hättest. Unter Klima versteht jeder erst mal global, und das ist auch der primäre Kontext für die TSI.

    PPS:
    So, jetzt hast du für diese Woche nur noch 2 Antworten gut. Teile es dir gut ein.

  28. #29 Thomas
    März 7, 2013

    [X] The regulation of Carbon Dioxide in our atmosphere should be left to God and not government and I oppose all measures of Cap and Trade as well as the teaching of global warming theory in our schools.
    Kein Witz!
    https://weatherdem.wordpress.com/tag/conservative-hypocrisy/

  29. #30 Dr. Webbaer
    März 7, 2013

    @Thomas
    Sowas könnte wieder mal ein Hoax sein, lol, klicken Sie mal im frickin Guardian-Artikel auf die relevanten Links…

    MFG
    Dr. W (der wie so oft empfiehlt bei derartigen Artikeln zur Urquelle zu gehen)

  30. #31 Dr. Webbaer
    März 7, 2013

    Weil’s gerade passt:
    1.) Paul Krugman Blames Global Warming for Middle East Uprisings (Quelle)
    2.) “Capter 11”, Krugman busto
    3.) die Quelle – und nochmal die Quelle

    MFG
    Dr. W

  31. #32 Klimarealist
    März 8, 2013

    @Axel, Sie sind ein Dummschwätzer erter Güte,
    Sie wissen dass das Thema UV schon lange eins ist, das die TSI, auf der Alarmisten rumreiten nicht reicht, irgendetwas am Klima zu ändern, dass dafür eben UV der Hauptfaktor war und ist.
    Dass die Betrachtung eines “globalen Klimas” Humbug ist, erzähle ich seit mindestens ca 2002 – gut, da haben Sie in Sachen Klima noch Ihre Windeln vollgeschissen, oder eine Reihe ” i ” geschrieben.
    Insofern war Ihr Gedanke mit meinem “Denken” so verkehrt nicht – es gibt für mich nichts neues <b<mehr zu denken, es ist alles bereits gesagt -in Sachen Klima – im Augenblick.
    An Hand der Zimen RLP Daten und zusätzlich im Vergleich zu den Grafiken der Potsdamer Säkularstation habe ich schon damals auf die sinkenden SO2 Werte hingewisen, dem gleichzeitigen Anstieg der durchschnittlichen Sonnenscheindauer und damit einhergehend Anstieg der Temperatur / Globalstrahlung – das Abschalten der Braunkohleschleudern im Ostblock wirkte sichnoch einmal vergleichbar aus. Wenn man Temperaturkurven zu sehr glättet fallen diese Veränderung nicht so auf, wie sie es an Hand der Datenlage könnten.
    Sinn macht es festzustellen, daß diese meine / Skeptiker Gedanken solangsam aber sicher Einzug finden in das, was Leute wie Sie Klimaforschung nennen / nannten.
    So gesehen liegen die Gedanken seit Jahren neben den Fakten auf dem Tisch und ich muß sie nicht noch einmal entwickeln
    Dass man so manchmal einen “hint” als Erinnerungsschubs bekommt ist doch nicht verkehrt, nur müßten die Alarmisten solch einen “hint” bekommen, der schon wie ein Punch wirkt, Gehiernerschütterung eingeschlossen, so Gehirn vorhanden.

  32. #33 Bleyfuß
    März 8, 2013

    @Klimar.
    Da geht wohl ein Hype an mir vorbei. UV-Einfluss..

    Mein letzter Stand war die Solaraktivität von Svensmark mit den Kondensationskeimen der Wolkenbildung.

    Echt ein Faszinosum, was skeptickerseitig für Klimzüge unternommen werden, um sich vor der Erkenntnis zu drücken, dass die Klimaerwärmung (gibt’s die eigentlich???) von CO2 verursacht werden könnte, was per se nicht sein darf.

  33. #34 axel
    März 8, 2013

    @ Krishna

    Ach, es war also nicht krishnatypisch bewusst zweideutig formuliert, sondern du meinst wirklich, dass UV und Veränderung von Windströmungen die globalen Temperaturen massiv beeinflussen?

    Sei’s drum, blöd nur, dass du zur Tarnung in #25 einen seriösen Link gesetzt hast, in dem ganz klar von der regionalen Bedeutung die Rede ist. Wäre übrigens auch interessant gewesen zu erfahren, wie durch Umverteilung von Energie in der Atmosphäre sich der Energiegehalt derselben substanziell verändern kann 😉

    PS:
    Das war #2 in dieser Woche. Du hast nur noch einen einzigen Beitrag gut, wähle deine letzte Frage also mit Bedacht.

  34. #35 Klimarealist
    März 8, 2013

    @axel

    …in #25 einen seriösen Link gesetzt hast, in dem ganz klar von der regionalen Bedeutung die Rede ist

    Wie oft noch, Globales Klima ist Quatsch.
    In DE haben wir mindestens 3 Klimazonen, die interessant sind, alpine, kontinentale und atlantische.
    Wobei sich letztere 2, je nach NAO verschieben, heißt, wir haben z. B. in Berlin feucht / warme (atlantisch) oder trocken / kalte (kontinental, mit Russland – Hoch) Winter.
    Alles andere ist globaler Murks, mit den Ihr Alarmisten meint punkten zu können.
    So gesehen ist eine globale Erwärmung nur shitstorm, denn wenn es irgendwo, durchschnittlich, wird es woanders kälter, daher kann nur die lokale Variante von Bedeutung sein.
    Sagt seit Jahren eigentlich jeder Skeptiker mit einer Mütze voll Verstand.
    Allerdings gibt es auf Eurer Seite mindestens einen Ober-Deppen, der vom Globalen Wetter schwätzt.
    Fourzimm oder so heißt dieser Schwachmat.

    Weil dieser so genannte Murks “Klimaerwärmung” nicht mehr zieht, kommt man ja jetzt auch auf “Klimawandel” !
    Toll, hat es vor der Industriegesellschaft nie gegeben, Wahnsinn !
    Axel, der Gaul ist tot und stinkt.

  35. #36 Klimarealist
    März 8, 2013

    @axel

    Das war #2 in dieser Woche. Du hast nur noch einen einzigen Beitrag gut, wähle deine letzte Frage also mit Bedacht.

    Dummdödel, dämlicher.
    Als würde mich das im Geringsten jucken, von Ihnen kommt doch seit Sie hoer sind nur Schwachfug, und das erster Güte.
    😀

  36. #37 axel
    März 8, 2013

    #3, das war’s.
    Bis zum nächsten Wochende

    Wegen Benutzung von Schimpfwörtern wird das Kontingent auf 2 pro Woche reduziert.

  37. #38 Klimarealist
    März 9, 2013

    Na, axel, dann bin ich ja ernsthaft beruhigt, ich habe schon befürchtet, Sie würden weiter Ihr dummes Zeug in meine Richtung ergießen. 😀
    Sie kneifen doch nur, haben Angst, man würde Sie als das erkennen, was Sie sind, ein Hohlphrasen dreschender, warm duschender Dünnbrettbohrer.
    😀

  38. #39 shader
    März 9, 2013

    @Klimarealist, sie lesen auch nur das, was sie lesen wollen, oder warum bekommen sie das jahrelange DDR-Bürger-Bashing von Herrn Heinzow erst jetzt mit? ^^

    Ihre Kenntnisse zur DDR-Mikroelektronik und Computertechnik sind auch gerade mal rudimentär.

  39. #40 Klimarealist
    März 10, 2013

    @Hader
    Heulen Sie sich woanders aus, Thema verfehlt, Blog verfehlt, setzen, Sechs

    Der Rest, wie immer, rudimentäres Hohlgeschwätz.

  40. #41 shader
    März 10, 2013

    Gell, Krishna Gans, das gefällt Ihnen nicht. Kritik! :)

  41. #42 Klimarealist
    März 10, 2013

    @SHader
    Wo Sie hingehört schon, hier gehört sie nicht hin, ganz einfach – sülzen Sie doch auf EIKE rum.
    Ansonsten kann ich empfehlen, die Links zu lesen, dann wüssten Sie, dass Sie einmal mehr von etwas schwafeln, von dem nur ansatzweise die Rede war – aber nochmal, eben nicht hier.

  42. #43 Georg Hoffmann
    März 11, 2013

    @Krishna
    Nur damit ich das jetzt richtig verstehe: Sie pampen hier andere Kommentatoren auf meinem Blogg an, weil diese im Open Discussion Thread nicht das richtige Thema gewaehlt haben?
    Jetzt echt?

  43. #44 Klimarealist
    März 11, 2013

    @GH
    Zu aller erst pampt er mich mal an zu einem Kommentar in einem anderen Blog.

  44. #45 Georg Hoffmann
    März 11, 2013

    @Krishna
    Na ja, gut und schoen. Aber es waere schon ganz gut, wenn der open thead open bleiben koennte, denn dafuer ist er da.

  45. #46 Klimarealist
    März 11, 2013

    @GH
    Soweit OK, aber alles hat seine Grenzen, Hader soll mich da anpflaumen wo es hingehört, und das ist definitiv nicht hier, denn es geht ihm ja nicht um die Sache sondern um’s Pflaumen zum Zwecke des Miesmachens, und da bin ich eben nicht mit einverstanden.
    Das hat nichts mit einem Open Thread zu tun, den ich auch begrüße.

  46. #47 Georg Hoffmann
    März 11, 2013

    @krishna
    Tut mir leid. Solange hier nicht beleidigt wird oder NS Vergleiche gezogen werden, kann man hier sogar über die Vorzuege von Diaetbier sprechen. Und wenn es nicht gefällt, einfach was anderes lesen.

  47. #48 Günther Vennecke
    März 11, 2013

    “Sagt seit Jahren eigentlich jeder Skeptiker mit einer Mütze voll Verstand.”

    “Skeptiker” = Klimaleugner mit Verstand? Das gibt es genau so wenig wie einen schwarzen Schimmel. :-) :-) :-)

  48. #49 Physiker
    März 12, 2013

    Ganz anderes Thema:
    Ich würde gerne aus aktuellem Anlass Vince Ebert als Kandidaten für einen Klimaschmock vorschlagen – auch wenn die Kategorie “Klimaschmock des Monats” nicht wirklich passt, da er mit seinen klimaskeptischen Thesen ja bereits seit Jahren durch die Medien geistert…

  49. #50 Georg Hoffmann
    März 12, 2013

    @Physiker
    Ich hatte ihn schon einmal short gelistet, weiss aber nicht mehr, warum er dann aber keine weitere Beachtung gefunden hat. Das Komitee hat eine Sondersitzung einberufen.

  50. #51 Physiker
    März 12, 2013

    @Georg Hoffmann:
    … im verlinkten Blog-Artikel habe ich in den Kommentaren schon ein paar Stellen verlinkt… leider sind die aber schon etwas älteren Datums…
    Ausserdem scheint es nicht ganz so einfach zu sein, seinen Standpunkt zu erfassen, denn je nach Zielgruppe leugnet er mal die Erderwärmung (AchsedesGuten) oder bekennt sich zu ihr. Und dann ist auch nie wirklich klar, wann er sich auf seine Narrenfreiheit als Komiker berufen kann und wann seine Aussagen ernst gemeint sind (hier noch ein Ausschnitt aus einem Essay von V. Ebert). Aber gerade diese Mischung aus Kabarett, Zielgruppenanbiederung und dem Salonfähigmachen von verschiedensten Klimaskeptikerthesen finde ich inzwischen nicht mehr lustig…

  51. #52 Klimarealist
    März 12, 2013

    @Vennecke
    Ausgerechnet Sie, dessen Hirn nicht reicht, den Boden eines Fingerhuts annähernd zu bedecken äußert sich derart zu so sachfremden Themen ?
    Und wovon verstehen Sie nun wirklich was ?
    Richtig, nichts

  52. #53 MJ
    März 13, 2013

    H/T Chris Hope, Special Issue von “Climatic Change” (weiss nicht, ob paywalled):

    “Special Issue: Improving the Assessment and Valuation of Climate Change Impacts for Policy and Regulatory Analysis”:

    http://link.springer.com/journal/10584/117/3/page/1

  53. #54 axel
    März 14, 2013

    Ein anderer, der völlig abgedreht ist, schreibt im Telegraph folgendes über den CRU-Hacker:

    “I hope one day that FOIA’s true identity can be revealed so that he can be properly applauded and rewarded for his signal service to mankind. He is a true hero, who deserves to go on the same roll of honour as Norman Borlaug, Julian Simon and Steve McIntyre: people who put truth, integrity and the human race first and ideology second. Unlike the misanthropic greenies who do exactly the opposite.”

    Äh, Signale aus einem Paralleluniversum? Ob Delingpole auch so reden würde, wenn der Hacker Delingpoles emails veröffentlicht hätte?

    PS:
    Anlass ist wohl, dass weitere (oder die restlichen?) climatgate-emails freigegeben worden sind. Gähn. Immerhin haben wir durch climategate2 erfahren, was Susan Solomon zum Geburtstag bekommen hat. Was bekommt Michael Mann? Wen’s interessiert, kann ja fleißig emails lesen und hier berichten.

  54. #55 shader
    März 22, 2013

    Um mal ein ganz anderes Thema zu bringen, Aronjan oder Carlsen, wer wird das Rennen machen? Ich finde, die Sache ist noch nicht entscheiden, auch wenn die Papierform einen klaren Favoriten sieht.

  55. #56 Georg Hoffmann
    März 22, 2013

    @shader
    Carlsen macht Werbung fuer H&M. das kann an sich nicht gut gehen.

  56. #57 axel
    März 22, 2013

    Ich hoffe mal Carlsen. Gelfand spielt ja exzellentes Schach, aber der letzte WM-Kampf war eine einzige Enttäuschung.

  57. #58 shader
    März 23, 2013

    @Klimarealist, mal aus EIKE zitiert: “@Chris Frey
    Ich halte es für einigermaßen anmaßend einen Text aus dem Englischen zu übersetzen ohne den Inhalt verstanden zu haben.
    Und ihn zu übersetzen, “nur weil er hier her gehört”, damit ist niemanden gedient, im Gegenteil, das schadet maßlos”

    Wow, sowas hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut. Aber wo Sie Recht haben, haben Sie Recht.

  58. #59 axel
    März 23, 2013

    Ja, weise Worte von einem, der selber nur Links setzt, die er nicht versteht.

  59. #60 Dr. Webbaer
    März 23, 2013

    Derartige Veranstaltungen sollte es im März nicht mehr geben:
    -> http://www.spiegel.de/fotostrecke/wm-qualifikation-usa-gegen-costa-rica-fotostrecke-94776.html

    ‘Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben’ (-> http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/winter-ade-nie-wieder-schnee-a-71456.html (jaja, hat Latif nicht so gesacht gehabt, alles ein Missverständnis, er hat auch nur vergessen sich um eine Gegendarstellung zu bemühen, und der Osterhase ist eigentlich der Weihnachtsmann)

    Vgl. auch:
    -> http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Winterwetter-Dieser-Maerz-war-der-Kaelteste-ueberhaupt

    MFG
    Dr. W

  60. #61 Leugnerentlarver
    März 26, 2013

    Aus dem aktuellen Spiegel (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dsw-watchlist-diese-firmen-vernichteten-am-meisten-geld-an-der-boerse-a-890992.html)

    “Vor allem Unternehmen aus der Solarbranche waren große Kapitalvernichter: Gleich fünf der ersten zehn Plätze werden von ihnen belegt. Wer etwa vor einem Jahr in die Centrotherm Photovoltaik Chart zeigen investierte, hat 91,7 Prozent der Summe verloren – und sogar 98,7 Prozent, wer vor fünf Jahren Aktien des Unternehmens kaufte. Centrotherm ist inzwischen insolvent, soll aber saniert werden und damit weiter am Markt bleiben. Auf Rang zwei der Liste folgt mit Solarworld Chart zeigen aus Bonn ein weiteres Unternehmen der Branche. Ebenso wie die auf Rang drei platzierte Firma Phoenix Solar Chart zeigen kämpft es der DSW zufolge ums Überleben”

    Das zeigt, dass die Bürger, die in diese Schrottfirmen investiert haben, ihr Geld gleich hätten vernichten können, oder gescheiter noch ein ordentliches Auto stattdessen gekauft hätten. Da hätten sie wenigstens noch etwas für ihr Geld gehabt.

    Investitionen in PV oder Windräder ist reine Geldvernichtung.

  61. #62 MJ
    März 26, 2013

    The Onion:”Actual Expert Too Boring For TV”

    “When asked to address nuclear power’s potentially disastrous consequences, however, Canton launched into a well-reasoned lecture that balanced modern energy demands against safety and environmental concerns.”

    “I told him to address the fears that the average citizen might have about nuclear power, but he still utterly failed to mention meltdowns, radiation, or mushroom clouds.”

    “MSNBC chose Skip Hammond, former Arizona State football player, MBA holder, and author of Imprison The Sun: America’s Coming Nuclear-Power Holocaust. Hammond is best known for his “atomic domino” theory of chained power-plant explosions and his signature lavender silk tie.”

    “Atoms are not only too tiny to be seen, they’re too powerful to be predicted. Three Mile Island? Remember it? I do. Don’t they?”

    Und der “Bericht” koennte ziemlich genau so auch in der NYT stehen und duerfte ungefaehr beschreiben, was beim Guardian in der Environment-Sparte abgeht, wenn sie den obligaten Energie-Experten von Greenpeace befragen, aber keinen, der tatsaechlich etwas auf dem jeweiligen Gebiet publiziert hat (voellig zurecht, nachdem wir dank Joe Romm und Skeptical Science wissen, dass die zu bloed zum Gehen sind).

  62. #63 MJ
    März 26, 2013
  63. #64 MJ
    März 26, 2013

    Hey, und heute beim Guardian, in der Environment-Sparte:

    “Craig Bennett, at Friends of the Earth, said: “The nuclear industry has always over-promised and under-delivered and it is extremely risky for this government to bet the UK’s energy future on new designs of nuclear reactors that we don’t know the cost of and we don’t know will ever be built. In contrast, there are huge opportunities for the government to throw its weight behind renewable and energy efficiency technologies that already exist and are proven to work.””

    “Greenpeace’s policy director, Doug Parr, said: “In 2010, the Climate Change Committee identified the low-carbon technologies the UK should develop and deploy in order to become world leading. The list included offshore wind and marine energy. It did not include nuclear. With the cost of offshore wind predicted to be on par with or cheaper than nuclear by 2020, there is no rationale for distorting policy to prop up the nuclear dinosaur.””

    Beides im selben Artikel, wohlgemerkt. Satire ist tot.

  64. #65 MJ
    März 26, 2013

    Und Chris Hope mit einem kurzen Essai ueber die Vorzuege einer Emissionssteuer (gegenueber Cap and Trade):

    http://www.cpsl.cam.ac.uk/Resources/Finance-and-Economy.aspx

    Was natuerlich eventuell manchen, die den momentanen Durcheinander ernsthaft fuer die Wegbereitung zu einer nachhaltigen Zukunft halten, nicht ganz passen koennte:

    “A tax like this also avoids the need for the government to pick ‘technology winners’; rather, it allows regulation to get out of the way and enable the market to operate efficiently.”

  65. #66 shader
    März 26, 2013

    “Das zeigt, dass die Bürger, die in diese Schrottfirmen investiert haben, ihr Geld gleich hätten vernichten können, oder gescheiter noch ein ordentliches Auto stattdessen gekauft hätten. Da hätten sie wenigstens noch etwas für ihr Geld gehabt.”

    Auf der Börse sollte man nur mit Geld spekulieren, auf welches man auch verzichten kann. Ich würde mir da echt keinen Kopf drum machen, wofür sie stattdessen das Geld hätten ausgeben können. Das ist doch deren Sache.

  66. #67 shader
    März 28, 2013

    Scheinbar gibt es bei EIKE mehrere Admins, die anonym auftreten und sich auf wunderbare Weise durch Widersprüchlichkeit selbst ergänzen. Zu sehen in der Rubrik “Der „Masterplan 100% Klimaschutz“ der Stadt Heidelberg” (http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/der-masterplan-100-klimaschutz-der-stadt-heidelberg/)

    aus #35: Kommentar: Dass der erhöhte CO2-Anteil in der Atmosphäre anthropogen ist kann durch Isotopenanalysen belegt werden. Ist erfolgt. Das bestreitet niemand.[…] Admin

    später heisst es in #41: Kommentar: […]
    Da gibt es verschiedene Interpretationen. Auch bei uns Admins. Das CO2 aus Vulkanen – terrestrischen wie unterseeischen- unterscheidet sich in Nichts vom fossilen CO2. Deren Anteil – insbesondere der untereeische- ist riesig. Grobe Schätzungen (Ian Plimer) ergeben ein Volumen das mindestens 10 x größer ist als das der antropogenen Emissionen, mit zudem völlig unbekanntem Zeitverhalten.

    Da musste ich irgendwie an das Buch von Richard David Precht “Wer bin ich und wenn ja, wie viele?” denken.

  67. #68 MJ
    März 28, 2013

    Emissionssteuer her, weg mit dem Cap – Editorial von Richard Tol:

    http://www.intereconomics.eu/archiv/jahr/2013/2/848/hu/

  68. #69 axel
    März 28, 2013

    @ MJ

    Obwohl ich immer ein Anhänger des Zertifikatehandels war, bin ich inzwischen umgeschwenkt. Tol bringt meine Gründe auf den Punkt: Das Instrument ist zu kompliziert, um vom noch komplizierteren Wesen namens EU beherrscht zu werden, wie der Verfall der Preise während der Finanzkrise eindrucksvoll belegt.

    PS: Werde langsam zum Tol-Fan.

  69. #70 Leugnerentlarver
    März 28, 2013

    Um Gottes Willen keine CO2 Steuern. Die helfen niemandem, aber richten überall Schaden an. Der deutsche Beitrag zur CO2 Reduktion der Atmosphäre wirkt sich nicht aus. CO2 steigt weiter und den Temperaturen ist das auch egal.

  70. #71 axel
    März 28, 2013

    @ Leugnerentlarver

    Sie haben den Link in #64 nicht gelesen, stimmt’s?

    PS:
    Für Schwafler und Dummköpfe hat der liebe Gott die Kommentarforen von Skeptikerblogs erfunden.

  71. #72 Wolfgang Flamme
    März 29, 2013

    @Axel (#70)

    Aha. Cap and Trade ist also furchtbar volatil und unberechenbar, mit lächerlichen Preisen um 10€/t_CO2, die niemandem weh tun. Ein Steuerkonzept von ca. 100€/t_CO2 wäre da doch viel besser und vor allem viiiiel weniger volatil und vor allem schön schmerzhaft.

    Anvisiertes Ziel ist also nicht eine möglichst starke CO2-Reduzierung mit minimalen Wohlstandseinbußen, sondern eine möglichst starke Wohlstandsreduzierung mit minimalen CO2-Einbußen.

    Endlich mal Klartext … wie erfrischend!

  72. #73 axel
    März 29, 2013

    @ Wolfgang

    sondern eine möglichst starke Wohlstandsreduzierung mit minimalen CO2-Einbußen.

    ??
    Auch Ihnen empfehle ich die Lektüre des Links in #64. Sorry, aber so ist es mir echt zu dämlich. Vielleicht wird’s ja danach was.

  73. #74 shader
    März 29, 2013

    “Anvisiertes Ziel ist also nicht eine möglichst starke CO2-Reduzierung mit minimalen Wohlstandseinbußen, sondern eine möglichst starke Wohlstandsreduzierung mit minimalen CO2-Einbußen.”

    Wolfgang Flamme, ihre Schlussfolgerung verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Momentan ist es ziemlich billig, Tonnen von CO2 in die Atmosphäre zu pusten. Egal welches System man heranführt, es bietet kaum Anreiz Emissionen einzusparen. Und ja, ich bevorzuge lieber ein System, wo es im Geldbeutel weh tut, wenn man übermässig CO2 produziert. Dieses System sollte aber auch breit aufgestellt sein.

  74. #75 Dr. Webbaer
    März 29, 2013

    @Hoffmann

    Ich hatte ihn [Vincent Ebert] schon einmal short gelistet, weiss aber nicht mehr, warum er dann aber keine weitere Beachtung gefunden hat. Das [Klimaschmock-]Komitee hat eine Sondersitzung einberufen.

    Ebert ist intelligent, hat Humor und ist nicht unbissig. Irgendwo hier mögen die Gründe gelegen haben sich gerade nicht Vincent Ebert als Klimaschmock auszuerwählen.

    MFG
    Dr. W

  75. #76 Wolfgang Flamme
    März 29, 2013

    “Momentan ist es ziemlich billig, Tonnen von CO2 in die Atmosphäre zu pusten.”

    Momentan ist es auch billig, gerade das zu unterlassen, oder?

  76. #77 Leugnerentlarver
    März 29, 2013

    @axel: “Für Schwafler und Dummköpfe hat der liebe Gott die Kommentarforen von Skeptikerblogs erfunden”

    Ja, nun verstehe ich auch besser, warum Sie so viel auf EIKE kommentieren, während Ihr Schwafler- und Dummkopf-Kollege Vennecke sich da sehr viel stärker zurückhält.

  77. #78 shader
    März 30, 2013

    Wer hätte das gedacht. Kramnik führt zwei Runden vor Schluß. Ich hatte ihn schon gar nicht mehr auf dem Schirm. Erst 7 Remis in der Hinrunde und dann ein Zwischenspurt von 4½/5 gegen die stärksten Schachspieler der Welt und hat jetzt die besten Chancen, nach zwei restlichen Runden Carlsen noch hinter sich zu lassen. Heute ist Ruhetag.

  78. #79 axel
    März 30, 2013

    @ shader

    Jep, hab’s gestern live verfolgt. Carlsen war völlig von der Rolle (die Nerven?), verkorkste Eröffnung (Sb3 kam mir komisch vor, normal ist Sde2), danach ein Spiel auf ein Tor (Carlsens) und in 7 Stunden noch etliche Remischancen verpasst. Frustrierend.

    Übrigens verloren gegen denselben Ivantschuk, der zwei Runden zuvor gegen Kramnik mit Schwarz Budapester Gambit spielte und sang- und klanglos in unter 30 Zügen auf Zeit verlor.

    Respekt aber vor Kramnik, insbesondere sein Sieg mit Schwarz mit der Berliner Verteidigung gegen Grischuk war positionell wunderschön.

  79. #80 shader
    März 31, 2013

    Einfach mal auf den Ostersonntag-Nachmittag-Tisch wirft:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/psychologie-was-die-klimawandelleugner-bewegt-a-891707.html

    Also wenn es mir mal arg langweilig wird, schaue ich auch in die über 900 Kommentare bei Spiegel-Online rein oder bei ScSk vorbei.

  80. #81 MJ
    April 1, 2013

    Neues Paper von Acemoglu und Robinson (A/R), das bald im Journal of Economic Perspectives erscheinen wird:”Economics versus Politics: Pitfalls of Policy Advice”. Dem Paper liegt die an sich nicht neue Idee zugrunde, dass wirtschaftlich betrachtet sinnvolle Massnahmen ineffektiv bis nachteilig sein koennen, wenn der politische Rahmen nicht bedacht wird (als Beispiel, wie das bisher gehandhabt wurde, wird ein “second-best” politischer Rahmen angefuehrt – ganz im Geiste des (nicht erwaehnten) Avinash Dixit:”Everything is second-best at best.”).

    Wie dem auch sei, A/R bringen einen Aspekt ein, der in der Literatur noch nicht vertreten ist. Angenommen wird ein Zwei-Perioden-Modell, wobei keine wirtschaftlichen Zusammenhaenge zwischen den Perioden bestehen, aber politische – der politische Rahmen in Periode 2 haengt also vom politischen Rahmen in Periode 1 ab. Der politische Rahmen in Periode 1 ist dabei beeinflussbar. Ein Oekonom, der dann etwa sagt, dass ein staatliches Monopol auf irgendwas als Marktversagen weg muss, nimmt auch Einfluss auf die politische Ordnung in Periode 2, und damit deren Wohlfahrtsfunktion, die explicit von einem Input “policy in period i = 1,2” abhaengt. D.h.: a) Wohlfahrtsmaximierung in Periode 1 ist einfach eine Maximierung der Wohlfahrtsfunktion in Abhaengigkeit einer Variable “policy in period 1”; b) Wohlfahrtsmaximierung in beiden Perioden zeigt allerdings eine Abhaengigkeit der Wohlfahrtsfunktion in Periode 2 vom politischen Rahmen in Periode 1. Beispiele sind:

    a) Gewerkschaften. Wirtschaftlich kontraproduktiv, ist hinlaneglich dokumentiert und resultiert aus der Theorie. Aber: Gewerkschaften sind, historisch gesehen, oft Katalysatoren fuer Demokratie gewesen: Europa prae-WK1 (also die Demokratisierungswellen), Polen im Kommunismus, Suedafrika in der Apartheid, Lula da Silvas Gewerkschaftsbewegung. Der springende Punkt: jede Massnahme, die die Faehigkeit von Gewerkschaften mindert (also nicht per se Verbote), hoehere Loehne fuer ihre Mitglieder zu verhandeln, verringert ihre Mitgliederzahlen (Grund fuer den Beitritt ist ja die Aussicht auf einen hoeheren Lohn). Inwieweit das im heutigen “Westen” eine Rolle spielt, wird nicht eroertert, aber die historischen Beispiele geben zu denken. Und Demokratie ist Grundvoraussetzung fuer einen inklusiven politischen Rahmen, der allein nachhaltiges Wachstum garantiert (siehe A/Rs “Why Nations Fail”, fuer eine popularisierte Version der Literatur dazu).

    b) Ressourcen-Reichtum anhand eines Vergleichs des Goldrauschs in Australien um die Jahrhundertwende und des Diamanten-Rauschs in Sierra Leone ein halbes Jahrhundert spaeter. In Australien hat die Krone an jeden Lizenzen zum Goldminen erteilt, der eine gewisse Abgabe geleistet hat (hauptsaeclich, um Arbeitskraefte von den immer staerker werdenden lokalen Wirtschaft abzuleiten, die langsam drohte, zur Bedrohung der kolonionalen Ordnung zu werden). Das fuerte dazu, dass die Miner ein Interesse an einer effizienten Ausbeutung hatten – der dazu notwendige institutionelle Rahmen stellte wiederum eine treibende Kraft zur Demokratisierung der Region dar. In Sierra Leone hingegen war die Diamant-Minerei von Anfang an monopolisiert, und dieser extraktive Rahmen wurde auch nach Unabhaengigkeit beibehalten.

    c) Atlantischer Handel: In England war dieser nicht dem Monopol der Krone unterworfen, woraus eine Reihe reicher Haendler resultierte, die spaeter ein Gegengewicht zur Krone und eine Kraft pro Demokratisierung darstellten. Portugal/Spanien dagegen hatten auch hier ein Handelsmonopol unter der Krone. Der Ausgang ist bekannt.

    d) Ohne weitere Details: die (rein wirtschaftlich gesehen vernuenftige) langsame Deregulierung des Finanzsektors nach dem zweitern WK, und die folgende Entwicklung von “too big too fail”-Banken (also ein riesiges “moral hazard”-Problem, dessen Folgen wir zur Zeit geniessen). Die Privatisierungswelle in Russland unter Jelzin und die resultierenden Oligarchen – also wiederum eine wirtschaftlich sinnvole Massnahme, aber mit politischen Folgen, die die Wirtschaft heute behindern.

    Das alles beruht in weiten Teilen auf den akkumulierten Ergebnissen von A/R in den letzten 15+ Jahren, in denen sich Acemoglu zu einem der bedeutendsten Oekonomen der Gegenwart aufgeschwungen hat. Das Gewicht liegt also sehr stark auf der Frage der fuer nachhaltiges Wachstum richtigen Institutionen (angefangen mit A/R’s Klassiker “The Colonial Origins of Comparative Development: An Empirical Investigation”). Mit dieser Literatur haben sie dazu beigetragen, aeltere Theorien zu verwerfen, die eher die Geographie oder “Kultur” eines Landes mit Wachstum in Verbindung bringen (etwa Jeffrey Sachs, man google auch “Sachs Acemoglu”, um den oft stuermischen Austausch zwischen den beiden via Internet zu verfolgen) oder ein ueberlegenes anglosaechsisches Rechtsverstaendnis (etwa Hayek, nach wie vor sehr einflussreich in libertaeren Kreisen). Vieles aus dem Artikel wirkt entsprechend bekannt aus frueheren Werken (vor allem ihr Buch “Economic origins of dictatorship and democracy”), ist hier aber explizit dargestellt. Ein paar lose Gedanken:

    a) Die Geschichte des Kolonialismus und spaetere Versuche des Westens (etwa ueber den IWF) Einfluss auf die wirtschaftliche Lage in den armen Regionen der Welt zu nehmen wirken vor dem Hintergrund von A/R eher schlechter als bisher. Eine oft vorgebrachte ex-post Rechtfertigung fuer den Kolonialismus ist, dass man zumindest moderne Technik/modernes Wirtschaften etc in rueckstaendige Regionen gebracht hat. Ganz explizit haben das kuerzlich Heldring und Robinson (Acemoglus haeufiger Coautor) in “Colonialism and Economic Development in Africa” (NBER working paper 18566) betrachtet, mit dem Ergebnis, dass die kolonionale Phase einen netto-negativen Einfluss hatte. Ob man mit den schwierig zu konstruierenden “plausible counter-factuals” einverstanden ist, die zu so einer Analyse noetig sind, sei dahingestellt – aber die gaengige, jedoch nie empirisch gerechtfertigte Hypothese, dass – bei allem moralischem Unrecht – zumindest oekonomisch “entwickelt” wurde, aber letzendlich Afrika die falsche Kultur/Geographie etc hat oder seine Bewohner schlicht zu bloed sind, ist vor diesem Hintergrund nicht mehr ohne weiteren Beleg anzufuehren. Das neue A/R-Paper hier zeigt schliesslich, dass so ziemlich alles, was der IWF post WK2 gemacht hat, politisch derartig kontraproduktiv gewesen sein duerfte, dass es gelegentliche direkte wirtschaftliche Effekte mehr als zunichte gemacht hat.

    b) In ihrem Kapitel “The Role of Institutions in Growth and Development” fuer die Growth Commission der Weltbank schreiben A/R folgenden, nicht weiter eroerterten Satz:”After suffering under King Leopold and the Beligan colonial state, the Congolese were faced with Patrice Lumumba, Joesph Mobutu, and Laurent Kabila.” Wie ist dieser angesichts des neuen Papers zu sehen?

    c) Ganz generell und nur vage relevant zum Paper: Was folgt daraus? Spielt die Frage in die Unterscheidung normativ/positiv rein? Es ist ein weiterer Beitrag zu einer Literatur, die hilft, den politischen Rahmen bei oekonomischen Entscheidungen mitzubedenken (siehe wiederum “second-best policies”). Nun scheint mir folgendes plausibel: ein Regierungschef, der ein politisch sehr labiles Land zusammenhaelt, indem er seine Gegner schlicht aus Einnahmen eines marktverzerrenden, staatlichen Diamantenmonopols besticht, sollte nicht etwa vom IWF gezwungen werden, diese Monopol unmittelbar aufzugeben (siehe das Sierra Leone-Beispiel im Paper), wenn die Alternative Buergerkrieg und ein totaler Zusammenbruch des Landes ist. Das Monopol ist hier Symptom des falschen institutionellen Rahmens, der tatsaechlich der Misere dieses Landes zugrundeliegt – die Symptombekaempfung alleine evtl kontraproduktiv. Andererseits: ein westliches Land, das etwa, konfrontiert mit AGW, nicht faehig ist, die first-best policy zu installieren (Emissionssteuer), sollte sich nicht damit rausreden koennen, dass es hier ja nur Myriarden von Partikularinteressen verfolgt. Wo liegt die Grenze zwischen den Extremen? Wann ist “politische Realitaet” ein zwingender Grund, oekonomische Erwaegungen einzuschraenken, und wann lediglich eine Ausrede? (Uebrigens: offizielle Rechtfertigungen aus GB fuer den juengsten Atomdeal mit EDF lauten: Arbeitsplaetze, Energiesischerheit, Energieautarkheit. Damit werden nun Shale gas, ein Atomdeal, und die Energiewende mit exakt denselben Argumenten gerechtfertigt. Heisse Luft, um zu verdecken, dass sich hinter all diesen Entscheidungen tatsaechlich Partikularinteressen verstecken – und ein weiteres Argument, endlich eine Emissionssteuer zu installieren; wichtig: und alles andere zu unterlassen, es wuerde die Massnahme verzerren)

    Das Paper: http://economics.mit.edu/files/8741

  81. #82 MJ
    April 1, 2013

    Alternativ kann ich auch anbieten:

    https://www.youtube.com/watch?v=_Z5-P9v3F8w

    Dass das Video schon ein paar Jahre alt ist, erkennt man nicht nur daran, dass Justin Bieber (J. B.) noch keinen Stimmbruch hatte. Oder daran, dass die Selbstverteidigungs-Ausbildung Jayden Smiths (“J Smith”, “lil’ bro”, muss rappen, was sonst) im Video offenbar an den Karate Kid-Fim aus 2010 erinnern soll (eine Ewigkeit in Internet-Zeit). Nein auch diese Textzeile ist ein Hinweis:

    “And there’s just no turning back
    When your heart’s under attack”

    Offenbar wussten die Schreiber damals noch nicht, dass die “École polytechnique fédérale de Lausanne” um Giovanni de Micheli offenbar ein Implantat entwickelt haben, mit dem Herzinfarkte vorhergesagt werden koennen, Stunden vorher – wodurch die Textzeile hinfaellig wird. Take that, Bieber!

  82. #83 MJ
    April 1, 2013

    Mein Fehler! Offenbar ist das das offizielle Soundtrack-Video zum Karate Kid-Film! Zur Strafe wieder einmal niederlaendischer Rap:

    https://www.youtube.com/watch?v=BmVDr93UJQQ

    Frohe Ostern!

  83. #84 MJ
    April 1, 2013

    Wonkette macht jetzt Wissenschaftsberichterstattung? Offenbar. Letztes mal ueber die Bedeutung von Salzwiesenrestaurierung in der Klimawandelmitigation, und Donald Trumps Problem mit Windfarmen:

    http://wonkette.com/508825/wind-farms-wetlands-and-all-the-tentacle-porn-your-weekly-sci-blog-can-hold

  84. #85 shader
    April 1, 2013

    Mal zum dem Spiegel-Online-Artikel. Man muss ja gar nicht einen Querbezug zwischen Klimaskeptismus und Alienverschwörung oder Mondlandung ziehen. Es genügt ja einfach mal die Beiträge von Klimaskeptikern durchzulesen. Bei aller Vorsicht würde ich mich schon soweit aus dem Fenster wagen, dass es da im Grunde zwei große Gruppen gibt. Die einen versuchen tatsächlich mit wiss. Kriterien Ergebnisse aus der Wissenschaft zu hinterfragen, vielleicht mehr noch, dass sie politische Entscheidungen äußerst kritisch sehen. Allerdings vermuten Sie keine Verschwörung innerhalb der Klimawissenschaften, oder das diese massiv von außen manipuliert werden. Die zweite Gruppe hingegen sieht die Ursache tatsächlich in eine Art Verschwörung. Entweder die Wissenschaftler selbst manipulieren die Daten, um das richtige Ergebnis zu bekommen und stellen absichtlich grundfalsche Theorien über das Klima auf, damit Ihnen auch weiterhin Forschungsgelder erhalten bleiben und/oder es gibt Mächte in der Politik, die die CO2-Reduzierungsziele nur deshalb erfunden haben, um den Bürger noch tiefer in die Tasche zu greifen, wenn nicht sogar die Absicht dahintersteht, Deutschland wirtschaftlich zu vernichten.

    Allein bei letzterer Gruppe schüttelt man als Nicht-Verschwörungsgläubiger verständnislos den Kopf und das dürfte wohl auch mit der Grund sein, warum trotz jahrelanger Existenz von Skeptikerforen kaum ein Zulauf von Akademikern stattfindet. Peter Heller ist beispielsweise der Ansicht, dass diese zweite Skeptikergruppe keine Relevanz besitzt, aber die öffentliche Wahrnehmung ist eine andere, wenn man eben in besagte Foren schaut. Dr.Paul, Rassbach, Zuber und Eng sind die heimlichen Führer bei EIKE und ScSk. Sie bestimmen dort den Ton und nicht die richtigen Physiker und anderen Naturwissenschaftler, die immer versuchen (meist) sachorientiert zu argumentieren und deren Ton wesentlich moderater und angenehmer ist. Dieses Phänomen kann ich auch in anderen Themenforen beobachten, wo eine handvoll Rowdys durch eine hohe Postingpräsenz und Wortgewalt ganze Communitys im Griff haben und nicht umgekehrt.

  85. #86 axel
    April 1, 2013

    @ S. Hader

    Bei ScSk blendet man einen anderen Aspekt völlig aus:
    Anhänger einer freien Marktwirtschaft, für die der regulierende Staat eine Art von Bedrohung darstellt, neigen in verstärktem Maße dazu, die Ergebnisse der Klimaforschung zu leugnen.

    Treffer, versenkt, Heller (und sein Blog) ist da ja selbst das beste Beispiel. Dazu schreibt keiner dort etwas, lieber über Mondlandungen.

    Bei EIKE wird man dagegen schon fast im Übermaß fündig mit Verschwörungstheorien.

    PS:
    Die Studie von Lewandowski ist bemerkenswert. Eine Studie, die nach Veröffentlichung selbsttätig stets neue Daten generiert, wow. Genial.

    PPS:
    Carlsen wirkt völlig überspielt und fertig mit Kräften und Nerven, hat heute sang- und klanglos verloren. Kurios: Ivantschuk war wieder mal in irrer Zeitnot, hat diese aber dieses Mal überstanden und Kramnik geschlagen.

    Carlsen ist der neue WM-Herausforderer!!

    Frohe Ostern

  86. #87 shader
    April 1, 2013

    axel, libertär oder ein radikaler Marktbefürworter zu sein, macht einen zum Glück nicht zum Verschwörungstheoretiker. Aber schon verständlich, dass man dann die bisherigen Ergebnisse aus der Klimaforschung nur ungerne zur Kenntnis nimmt, wenn man generell staatliche Maßnahmen und Regulierungen ablehnt, aber einem das Gewissen sagt, eigentlich müsste man was tun. Lustig finde ich einfach, dass dann gesagt wird, naja, in Wissenschaften werden ja keine Wahrheiten verkündet und das sind nur Theorien und man könne das alles nicht so genau wissen, was in der Zukunft passiert……….absolut richtig! Nur wenn es darum geht, eine andere Entscheidung zu befürworten, dann heisst es, das ist vernünftig, plausibel, die Fakten sprechen dafür, kurzum, die Wissenschaft sieht das auch so. Die Wissenschaft ist für einen Klimaskeptiker und für viele Politiker nur Mittel zum Zweck, beliebig einsetzbar.

    Wie dem auch ist, ich verfolge das Geschehen bei ScSk über diesen SPON-Artikel weiter mit Interesse. 😉

    London, ich musste jetzt echt nachschauen, unglaublich. Ich hatte heute zugegebenermaßen nur online das Neckar-Open verfolgt. 13 Spieler mit 7 aus 9 vorne (gewonnen hat Rapport (Ung), Bacrot Zweiter, Naiditsch Vierter), war auch super spannend. Dann schaute ich kurz live nach London. Iwantschuk stand mit allen Figuren aktiv, tolles Läuferpaar, da dachte ich mir schon, das ihn noch mal der persönliche Ehrgeiz packt, wenn es gegen Carlsen oder Kramnik geht. Aber das Carlsen noch mal verliert…….trotzdem Glück gehabt. Schlußrunden scheinen ihre eigenen Gesetze zu haben, egal ob bei einem WM-Herausforderer-Turnier oder bei der eigenen Vereinsmeisterschaft. Doch ein Spiel der Psyche und nicht des Verstandes. 😉

  87. #88 MJ
    April 1, 2013

    @ shader

    Ich glaube, mit laissez-faire-Marktliberalen ist es noch schlimmer. Da ist kein Gewissen, das irgendiwe in Konflikt ist ziwschen freier Markt-Ideologie und dem Wissen, das gehandelt werden muss. Die Idee ist wohl eher, dass es keine Externalitaeten in dem Sinne gibt: der Konsument ist da ein 100 Prozent rationaler Akteur und immer im Vollbesitz aller Informationen. Wenn also ein Produkt Umweltschaeden verursacht, dann preist der Konsument diese ein, und ordnet seine Praeferenzen neu – und schwupss, das Marktgleichgewicht verschiebt sich Richtung weniger umweltschaedlicher Produkte. Staat? Brauchen wir nicht! Steuern? Diebstahl!!! Windraeder? STALIN!!!!!!!!!!!!!!!!!! So oder so aehnlich…

  88. #89 MJ
    April 1, 2013

    Und wird in Frankreich die Post bald mit Drohnen ausgetragen? (bereits am 31. Maerz veroeffentlicht, franzoesische Medien scheinen sich dennoch nicht sicher zu sein, ob es nicht ein Scherz ist):

    http://www.theatlantic.com/technology/archive/2013/03/newspapers-delivered-by-drone/274506/

    Das waere ja geradezu trotzig pazifistisch… und das, wo Frankreich im Kriegszustand ist…

  89. #90 axel
    April 1, 2013

    @ S.Hader

    “libertär oder ein radikaler Marktbefürworter zu sein, macht einen zum Glück nicht zum Verschwörungstheoretiker.”

    Nö, das sicherlich nicht, aber es reicht schon, um mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit Klimaforschung abzulehnen. Die Diskussion bei ScS ist grottig, weil verdrängt wird, dass diese beiden Zugänge unabhängig voneinander sind.

    Ja, ja, beim Nachspielen sieht Iwantschuks Partie sehr gut und sauber aus. Was Sie wohl nicht wissen, Iwantschuks hatte wieder ein horrendes Zeitmanagement, weniger als 20min für die letzten 15 Züge, ich dachte, er verliert wieder mal auf Zeit oder wird am Königsflügel mattgesetzt. Carlsen verbrauchte ebenfalls unglaublich viel Zeit, und das in einer normalen Stellung, und ohne, dass etwas bemerkenswertes dabei herauskam.

  90. #91 MJ
    April 1, 2013

    OMG, die groesste Troll-Attacke seit Entstehung des Internets, ein Troll-GAU – beinhaltet einen Oekonomen aus Berkeley, einen Anarchisten von der LSE, und “Sub-Turing Evocations”:

    http://delong.typepad.com/sdj/2013/04/david-graeber-april-fools-day-post.html

  91. #92 axel
    April 2, 2013

    Wow, Pielke jr demontiert sein “honest broker”-Gedöns:
    http://rogerpielkejr.blogspot.co.uk/2013/03/fixing-marcott-mess-in-climate-science.html

    Es geht um die Marcott et al.-Rekonstruktion des Holozäns. Pielke beginnt den Artikel mit einer Definition von scientific misconduct, um den Artikel damit abzuschließen, dass er betont, niemandem dasselbe vorzuwerfen.

    Ich verstehe seine Argumentation ehrlich gesagt nicht ganz (was womöglich nicht an mir liegt 😉 ), ich versuche mal eine kurze Wiedergabe:

    Er schreibt, dass die Autoren nun bei Real Climate “concede”, dass der Uptick am Ende nicht robust ist. Oh, sensationell, “concede” ist ein klasse Verb, dafür dass dies schon im Paper stand und Shakun in einem Interview bei Revkin ebenfalls gesagt hat.

    Daher sei es äußerst beklagenswert (oder gar schon scientific misconduct?), dass der robuste Teil die jüngste Erwärmung nicht beinhaltet, in der Presseerklärung und gefolgt von den ach so dummen Journalisten aber dennoch Bezüge zur aktuellen Temperatur hergestellt wurden.

    Hä? Seit wann ist es Journalisten verboten, ein Paper in einen weiteren Kontext einzubetten und Vergleiche mit der gegenwärtigen Erwärmung anzustellen? Selbst wenn der Uptick in Marcott et al. nicht robust ist, ich meine, ich hätte mal gehört, dass inzwischen Thermometermessungen möglich sind.

    Alles in allem beklagt sich Pielke also darüber, dass in der Presseerklärung und in Zeitungsartikeln nicht explizit genug darauf hingewiesen wurde, dass der Vergleich der Holozäntemperaturen mit den gegenwärtigen nicht auf den Marcott-Proxies, sondern den Thermometerdaten basiert. Oh mein Gott, Skanda! Misconduct!

    Das ganze kulminiert dann in diesem Ausbruch Pielkes in den Kommentaren:

    There are a few bad eggs, with the Real Climate mafia being among them, who are exploiting climate science for personal and political gain. Makes the whole effort look bad.

    Wow, Mafia, diese Bezeichnung für Klimaforscher kenne ich bislang eher von Leuten wie Lüdecke (pikant: Lüdecke möchte ach so gerne auch dazugehören). Da fällt die Maske bei Pielke plötzlich herunter:

    Hat er nicht selbst eine Agenda und stört sich wie die Skeptiker daran, dass der Vergleich der Holozäntemperaturen mit der gegenwärtigen Entwicklung eine ganz einfache Botschaft vermittelt, die jeder in der Öffentlichkeit auch sofort versteht. So einfach, dass laut Pielke diesbezügliche Vergleiche ab sofort verboten werden sollten?

  92. #93 axel
    April 2, 2013

    Ergänzend dazu und gut auf den Punkt gebracht ein Blogpost von David Appell: http://davidappell.blogspot.de/2013/04/is-marcott-et-al-gross-misrepresentation.html

    (Andere – not axel to be sure – schreiben auch darüber mit der Überschrift “RP is a tosser”)

  93. #94 shader
    April 2, 2013

    Das Interessante bei den Verschwörungstheorien ist ja, finde ich, dass immer neue dazukommen. Soziologen meinten, dass ein Verschwörungstheoretiker eine große Portion Kreativität entwickeln muss und seine Arbeit mit der eines Schriftstellers vergleichbar ist.

    Und wie axel sagte, die Studie von Lewandowski erzeugt neue Daten nach ihrer Veröffentlichung. Z.B. in http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/das-wahlprogramm-der-gruenen-2013-und-die-wahrheit/#comment_22

    Warum sind Splitterparteien so erfolglos bei Wahlen? Wer da jetzt meinte, weil sie versplittert sind, liegt naturlich vollkommen falsch. Es sind natürlich Wahlfälschungen, die in Deutschland stattfinden. Was denn sonst? Achja, und natürlich leben wir in einem faschistischen System, laut Posting. Noch Fragen?

    P.S.: Iwantschuks Spiel hat manchmal was sehr geniehaftes. Anfang der 90er wurde er schon als Nachfolger von Kasparow gesehen, was er selbst nie verstehen konnte und ihn psychisch sehr unter Druck setzte. 3/4 gegen Carlsen&Kramnik, das ist wirklich schon weltmeisterhaft, aber 3/10 gegen die restlichen Gegner auch lapidar unterdurchschnittlich. Mit den Partien werde ich mich mal in den nächsten Tage und Wochen beschäftigen. Schön war wenigstens beim Turnier zu sehen, dass man vom Remistod noch weit entfernt ist.

  94. #95 Georg Hoffmann
    April 2, 2013

    @shader
    Danke fuer die letzten News aus der Welt des GM Schachs.

    @axel
    Nur gut das Pielke kein advocat scientists. Was wuerde er sich dann erst fuer Stories zusammenspinnen?

  95. #96 E-O
    April 2, 2013

    @Hader von und zu Schwafeln
    Zitat:
    “”” Dr.Paul, Rassbach, Zuber und Eng sind die heimlichen Führer bei EIKE und ScSk…..”””

    Hihi…..als einer der wenigen Nichtakademiker uff´n Blog soll ausgerechnet ick der heimliche Führer sein……tust Du da nich wat überbewerten?
    Oder könnte das daran liegen, dat ick meine eigene Meinung ungeschminkt….oft nur geduldet……den werten Lesern um die Ohren haue, wat wiederum Dein empfindliches Laber-Seelchen im tiefsten Mark erschüttert……oder aber, das viele ähnlich empfinden wie meinereiner, es aber aus Anstand nicht so ausdrücken mögen?

    Übrigends…eine Verschwörungstheorie ist solange eine Theorie…bis sie mit Fakten belegt worden ist. Belegt sind viele Fälle in der Medizin die von Lug und Trug zeugen…..vielfach mit menschlichen Schwächen oder Geltungssucht zu erklären…….warum soll das ausgerechnet in der Klimawissenschaft ausgeschlossen sein?

    Lass gut sein, bleib lieber beim Schach……denn da scheinste ausnahmsweise sogar mal etwas Ahnung zu haben.
    E-O…..Ekel Olfred uff Kurzbesuch

  96. #97 axel
    April 2, 2013

    @ Heinz

    Nee, Verschwörungstheoretiker gibt es bei ScS weniger, da wird man bei EIKE reichlich fündig. Mir fällt da vielleicht unsere beste Waffe “Dr. Paul” ein, der ausgesandt wurde, die Skeptikersysteme von innen zu zerstören. Heller hat die Gefahr erkannt 😉

    Nein, aber für den anderen Zugang ist Heller und sein Blog doch exemplarisch: Wer libertäre Vorstellungen hat und ein regulierender Staat ein Greuel ist, der neigt eher dazu, wissenschaftliche Erkenntnis abzulehnen. Da gibt es auch andere Studien dazu jenseits von Lewandowski, EIKE hatte kürzlich eine verlinkt, wo Geowissenschaftler aus Alberta befragt wurden. Hey, oder meint jemand, es wäre rein wissenschaftliches Interesse, das Singer zum Experten für Ozon, Rauchen und Klimawandel gemacht hat *lol*.

    Da gäbe es reichlich Diskussionsstoff für euch drüben, aber dieser Aspekt wird geflissentlich verdrängt in eurer Scheindiskussion.

    PS:
    Das Thema SPIEGEL hatten wir hier auch zuletzt mehrfach. Unsere Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll wäre zu prüfen, ob der SPIEGEL die Studie überhaupt richtig wiedergibt. Kipps Überschrift ist jedenfalls schon dämlich genug, wobei mir nicht ganz klar ist, ob der SPIEGEL oder Kipp daran schuld ist.

  97. #98 axel
    April 2, 2013

    Bei WUWT sind bislang sage und schreibe 17 (!) Beiträge zu Marcott et al. verfasst worden. Das wissenschaftliche Interesse daran scheint riesig zu sein 😉

  98. #99 E-O
    April 2, 2013

    @Haxel vom Axelhaar

    Ach weißt Du……inzwischen amüsiert mich der ganze Kram nur noch……und wenn ick ganz ehrlich bin…..könnt Ihr mich mit euern Klimakram mal kreuzweise.

    Warum?
    Weil es große Teile der Menschheit einfach voll am Arsch vorbeigeht, wat man an den beständig steigenden CO2 Ausstößen weltweit erkennen kann.
    Deutschland ist so vermessen für den ganzen Globus babbeln zu wollen, ist aber gerade mal mit 2,5% am weltweiten CO2 Ausstoß beteiligt…….wenn wir uns im Anfall einer Hysteritis gemeinsam, in einer konzentrierten Aktion, alle suizid an die sterbenden deutschen Bäumen bammeln…..ist dat klimatisch für Gaia nix weiter als ein Fliegenschiss.
    Tja….zum Glück haben hier ja einige Teilnehmer schon begriffen, dat die deutsche Energiewende ein voller Schuss in den Ofen war und ist……….aber auch die Besteuerung (in welcher Form auch immer) von CO2 bringt rein garnix…..höchsten den klammen Staaten etwas zusätzlich Knete in die Kassen……..aber was solls, wenn ihr unbedingt am Sinn der Massnahme glauben wollt, dann macht doch…..da bin ick sowat von tolerant.
    Jedem Tierchen sein Plesirchen…..zumindest seid Ihr ja von der Straße weg, is ja auch schon ganz nett.

    Brot und Spiele…..und wir sind allesamt mit einem Feuereifer dabei…..uns gegenseitig die Messer in den Bauch zu rammen ohne mitzukriegen, dat anderswo sich ein paar Leutchen lachend auf die Schenkel klopfen…ups, klingt ja auch wieder nach VT, macht nix……..ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert.
    Spiegel….naja, beim dem säuft auch ab und zu der Kölner Dom ab…..die Typen sollte man nicht überbewerten, gelle.

    Aua……gleich gibbet Haue von Cheffe……Duck und Wech
    E-O

  99. #100 shader
    April 2, 2013

    @axel: Nee, Verschwörungstheoretiker gibt es bei ScS weniger, da wird man bei EIKE reichlich fündig. Mir fällt da vielleicht unsere beste Waffe “Dr. Paul” ein, der ausgesandt wurde, die Skeptikersysteme von innen zu zerstören. Heller hat die Gefahr erkannt 😉

    Erkannt, ja. Aber wie ich unsere Waffe “Dr.Paul” kenne, wenn der sich irgendwo festbeisst, lässt der nicht mehr so schnell locker. Also auf ein paar Jahre mit ihm wird sich Herr Heller schon einrichten müssen. 😉

    Etwas anderes was mir aufgefallen ist: Manche Klimaskeptiker gehen so weit, dass sie regelrechte Untergangswünsche entwickeln. Wohlgemerkt, den Untergang der deutschen Wirtschaft und des Euros. Warum? Ja, damit die Welt dann sieht, dass sie mit ihrer Meinung im Recht waren. ^^

    Wenn ein radikaler Atomkraftgegner schreibt, dass er sich eine Kernschmerze in Deutschland wünscht, damit man endlich mal sieht, wie gefährlich diese Technologie ist, dann würde man ihn mit Recht als Alarmisten beschimpfen. Oder das wäre so, als wenn ich sagen würde, ich wünsche mir für die kommenden Jahrzehnte einen Temperaturanstieg von mind. 3°C, damit die Klimaskeptiker sehen, wie unrecht sie haben. Sorry, aber wenn man sich einen extrem großen Schaden herbeisehnt, nur damit man sich nachher moralisch im Recht fühlen kann, hat man jeden Sinn für Relationen verloren. Sich selbst und anderen einen großen Schaden zu wünschen, ist einfach gaga.

    Ich selbst wünsche mir sogar, dass die Durchschnittstemperatur der Erde auf dem heutugen Niveau ungefähr bleibt, auch wenn keine CO2-Emissionen reduziert werden. Ich wünsche mir, dass negative Zukunftsprognosen nicht eintreffen werden. Jeder prognostizierte Schaden, der nicht eintrifft, macht mich froh. Ja klar! Nur Wünsche ersetzen keine Realitäten. Das was man in der Wissenschaft für das wahrscheinlichste Szenario annimmt, sollte man ernsthaft zur Kenntnis nehmen und sich nicht immer damit rausreden, man könne ja gar nicht wissen, was genau in der Zukunft passieren wird. So argumentieren auch Raucher, die ihr persönliches Gesundheitsrisiko nicht wahrhaben wollen. Das ist verantwortungslos, wenn man so denkt und handelt.

  100. #101 E-O
    April 2, 2013

    @Schwafel-Hader

    “radikaler Atomkraftgegner”….die hatten doch ihren gewünschten Gau…in Fukushima, wat dann ausgereicht hat, das in Deutschland Jodtabletten und Geigerzähler ausverkauft waren……obwohl von den Käufern keiner wusste wann man Jodtabletten wirklich nehmen sollte und die meisten keine Ahnung haben, wat ihr Geigerzähler da so anzeigt.

    Du bist intellektuell dermaßen weichgespült…..unter Garantie gibbet in Deiner Wohnung auch kein Möbelstück, das ein scharfe Ecke oder Kante hat….man könnte sich ja daran stoßen.

    Energiewende……dat sollte nun langsam auch den dümmsten Schachspieler aufgehen, dat die Wende so nicht funktionieren kann, dat der Saftladen eines Tages zusammenbricht, ist keine Drohung sondern ein Versprechen.

    Raucher……uns ist dat Risiko durchaus bewusst, wer das im Alter nicht mehr tragen will….hört eben uff…….oder ihm/Ihr ist dat völlig Wurscht.
    Lieber vorzeitig am Krebs verrecken als mit Alzheimer/Demenz irgendwo in so´n Altenschließfach (am besten noch in den Karpaten) vor sich hinzuvegetieren.

    “wahrscheinlichstes Szenario”…….wird so oder so kommen….oder auch nur in entschärfter Variante, dagegen könnt weder Ihr noch Wir was unternehmen…..gewöhn Dich endlich dran.
    Vermeidung ist gescheitert…….sieh dieser grausamen Tatsache endlich ins Angesicht, denn verschließt Du davor die Augen……leugnest Du die Realität.

    Weeßte…….Bei Dir hab ick folgenden Eindruck:
    Ich schreibe…also bin ich.
    Man, such Dir endlich ne Frau…….ersatzweise Genderneutral….einen Mann, damit de endlich mal uff andere Gedanken kommst.

    Vorabzitat Hader:
    “mit ihnen spreche ich nicht….Sie sind ..*beliebiges einsetzen*…..heul, schluchz…….

    Viel Spass noch beim Labern…….soll ja sogar welche geben, die Deinen Mist sogar lesen.
    E-O

  101. #102 MJ
    April 2, 2013

    Doch nur ein Aprilscherz, keine Post mit Dronen :(((((((

    http://www.laposte.fr/legroupe/Actualites/Air-Drone-Postal-poisson-d-avril-!-Et-pourtant

  102. #103 axel
    April 2, 2013

    Kein Aprilscherz:

    McIntyre bezichtigt Tamino auf A. Revkins Blog des Plagiarismus. Bizarr.

    Grund:
    Revkin lobte Taminos Posts als erhellend. McIntyre meint, Tamino hätte die Idee, dass dir Nichtrobustheit des Upticks bei Marcott et al etwas damit zu tun haben könnte, dass nur sehr wenige Proxydaten bis zur Gegenwart reichen, von ihm geklaut, und daher dürfe niemand etwas darüber schreiben ohne ihn, den großen McIntyre zu nennen.

    Mehr als bizarr. McIntyre hat’s ja nun auch nicht durch einen brillianten Geistesblitz erraten, sondern einfach durch Lesen des Marcott-papers. Traut McIntyre anderen diese enorme Geistesleistung nicht zu? Oder hat am Ende McIntyre Marcott et al. plagiiert?

    Fragen über Fragen. Am Marcottschen Hockeystick (bzw. wheelchair) macht sich zuerst Pielkes jr. lächerlich, und jetzt noch McIntyre.

    PS:
    Wegmann wurde wegen seines Reports über Manns Arbeit des Plagiierens überführt. Er hatte auch mächtig bei McIntyre geklaut, ohne dass es diesen gestört hätte. Das aber nur so nebenbei.

  103. #104 axel
    April 2, 2013

    @ E-O

    Ich dachte, du wolltest Lewandowski diskutieren? Irgendwie scheint euch das Thema unangenehm zu sein, du springst plötzlich auch nur noch von einem Thema zum nächsten.

  104. #105 axel
    April 2, 2013

    Auch kein Aprilscherz:

    James Hansen verlässt die wissenschaftliche Bühne und wird sich morgen von NASA-GISS zurückziehen.

    “At 72, he said, he feels a moral obligation to step up his activism in his remaining years.”
    (siehe NYT oder Guardian)

    Hut ab!

  105. #106 axel
    April 2, 2013

    Hier die NYT:
    http://www.nytimes.com/2013/04/02/science/james-e-hansen-retiring-from-nasa-to-fight-global-warming.html

    Das hat mir besonders gefallen, kurz und treffend:

    “Jim has a real track record of being right before you can actually prove he’s right with statistics,” said Raymond T. Pierrehumbert, a planetary scientist at the University of Chicago.

    Das unterscheidet ihn z.B. von Lindzen, der seine ganze Karriere darauf baute, auf originelle Weise falsch zu liegen (ebenfalls Pierrehumbert letztens in seinem AGU-Vortrag).

  106. #107 E-O
    April 2, 2013

    @Axel
    Lewandoofsky……man nehme alle Idioten dieser Erde, werfe sie in einen Topp, rühre kräftig die psychologische Keule……und siehe da……Klimaskeptiker sind komplette Spinner und der Abschaum der Menschheit.

    Sorry……über solchen Menschen rede ich nicht, der kriegt höchstens eins aufs Maul, wenn ick den mal persönlich treffen würde.
    Sorry, Onkel Georg….

    Tut mir echt leid Alder…….ick hab nun meine Hassmaschine seit meinen letzten Ausraster gewaltig runtergefahren……und ick weiß, dat es auf beiden Seiten der Medaille ein Haufen Spinner und Fanatiker gibt, aber ick lass mich von solche Psycho-Klempner nicht in den Dreck ziehen, basta.
    Ein Idiot fordert die Todestrafe für Klimaleugner….ein anderer stellt sie in die VT-Ecke……manche würden uns auch gerne im Umerziehungslager sehen……..ick gloobe, ihr solltet erstmal in euren Reihen aufräumen, bevor ihr uns anpisst.

    So, nun bist Du wieder dran……
    E-O……ersatzweise…Onkel Heinz

  107. #108 axel
    April 2, 2013

    @ E-O

    “und siehe da……Klimaskeptiker sind komplette Spinner und der Abschaum der Menschheit.”

    Solch einen Schwachsinn schreibt Lewandowski gar nicht. Du scheinst es offensichtlich nicht für nötig zu halten, mal zu schauen, was wirklich im Paper steht. Eine wahrhaft skeptische Geisteshaltung…

    Und jetzt wein dich ruhig aus, du zerfließt ja förmlich vor Selbstmitleid.

  108. #109 E-O
    April 2, 2013

    @Axel
    Eh Alder, nun enttäuschte mich aber echt a bisserl…..
    http://pss.sagepub.com/content/early/2013/03/25/0956797612457686.abstract

    Ähm……lese dat Original, und dat mir…der ausgewiesenen Englisch-Niete……haste nich was Ausführliches in Deutsch?
    Sorry Du Feigling……dat war jetzt echt zu primitiv…..Du bist hier nich bei EIKE, also komm mal mit wat Konkretem.
    Weeßte, Onkel Georg nehm ick ja noch so einiges ab, wat er so erzählt…….aber Du?……hast voll nix drauf, wat mir intellektuell weiter helfen könnte.

    Im Spiegel hab ick nur eins verstanden…wie Millionen andere Leser auch, dat Klimaskeptiker einen an der Waffel haben……beweis mir dat Gegenteil…..aber Dalli.
    E-O

  109. #110 axel
    April 2, 2013

    Heinz,

    nun mal ganz langsam, rege dich nicht unnötig auf.

    Kipps Überschrift ist grottenfalsch, da er (oder der SPIEGEL) die Reihenfolge umdreht: “Spiegel-Online: Wer den Klimawandel leugnet glaubt auch an Alien-Verschwörungen”

    Kipp sagt A => B

    Lewandowski hat aber gesagt B => A, bei Folgerungen sollte man schon ein wenig auf die Reihenfolge achten.

    Im Klartext:
    Wer libertäre Vorstellungen hat, lehnt mit höherer Wahrscheinlichkeit Klimaforschung ab. (Dazu gibt es auch weitere Studien, so überraschend ist dies ja nun wirklich nicht).

    Wer an Verschwörungstheorien glaubt, hält mit höherer Wahrscheinlichkeit auch den Klimawandel für eine Verschwörungstheorie (finde ich jetzt auch nicht gerade sensationell).

    Und nu? Sich weiterhin über die falsche Überschrift echauffieren? Im Grunde ist Lewandowski also ziemlich langweilig. Witzig wurde es damals erst, als man bei WUWT und climate audit auf die Studie reagierte, indem man L. vorwarf, er hätte die Daten gefälscht. Witzig, eine Studie, die selbsttätig neue Daten kreiert. L. hatte sobald auch genügend Stoff für ein 2. Paper *grins*

    Zurück zu Marcott et al:

    Da findet der gute McIntyre heraus, dass das Nature-Paper auf der Doktorarbeit von Marcott basierte und im Unterschied dazu nun einen Hockeyschlägerblatt am Ende zeigt. Könnte es sein, dass es an neuen Methoden liegt? Dass man sich weiterentwickelt und verbessert hat?
    Nicht doch: McIntyre weiß es sofort: Es ist Manipulation und Fälschung!

  110. #111 E-O
    April 2, 2013

    @Axel-Haar-Rasierer
    Genau dat werf ich auch Onkel Georg vor, der immer sagt, lies den AR4…..nöö.
    Ich lese die Zusammenfassung für Entscheidungsträger…und wenn da was drin steht, wat die Klimaforscher nicht so gemeint haben……dann ist es die verdammte Schuldigkeit der Klimaforscher, dat zu korrigieren, Punkt um und Basta.

    Und wenn ein irrer Australier behauptet, man könne Klimaskeptiker in den selben Sack stecken wir Mondlandungsleugner…..dann flppp ick eben mal aus.
    Mensch Kleener……hier gehts schon lange nich mehr um Wissenschaft, sondern um die richtige Ideologie…hasste dat denn immer noch nich begriffen?

    Hockey-Schläger……na dann zieht eure Proxis einfach mal durch bis 2012…und pappt nicht einfach mittenmang plötzlich gemessene Werte mit rein………oder seid ihr so geil auf auf den Mannschen-Trick?

    Sorry….es gibt ne Menge, die man an den Rekonstruktionen bemängeln könnte……aber ihr tragt die Daten wie ne Bibel vor euch her und wehe einer zweifelt daran…..sofort steht derjenige in der Idiotenecke.
    Ähmm, konkrete Frage……wie war das Klima vor 3500 Jahren……besonders im Bezug auf die natürlichen Gegebenheiten im Zweistromland,……und ab die Luzie…..oder haste dafür keine klimatologische Wichsvorlage?
    E-O

  111. #112 E-O
    April 2, 2013

    @Axel
    Nachtrag…mich interessiert kein McIntyre, ick mach mir ne eigene Waffel…..also verlang ick von Dir, dat auch Dein eigenes Hirnschmalz auf meine Fragen reagiert.
    Wenn ick ein Wiederkäuer will, dann bestell ick mir ne Kuh…und keinAxel-Haar.
    Nur zur Klarstellung………ick will keinen Paper, sondern eigene Meinungen.
    MfG
    E-O

  112. #113 MJ
    April 3, 2013

    Hansen!

    Also bitte, zur Feier des Tages Hansens Paper fuer Atomkraft (und gegen Shale) von Mitte Maerz in Environ Sci Tech (kuerzt man das so ab?), “Prevented mortality and greenhouse gas emissions from historical and projected nuclear power”, von mir ungelesen:

    http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/es3051197

    Ist zwar englisch, und damit nicht konkret, aber was soll’s…

  113. #114 axel
    April 3, 2013

    Ich hab’s gelesen, absolut lesenswert::

    James Hansen, Storms of my Grandchildren”

    Ein großartiger Wissenschaftler verlässt die Bühne. Einer, der zum Ärger vieler, insbesondere der honest broker, seine Erkenntnisse und Ansichten offensiv in der Öffentlichkeit kommunizierte. Ich finde, wir bräuchten nicht weniger, sondern mehr James Hansens.

    PS:
    Was ist das für eine Amaon-Ausgabe für knapp 1800 € im Link ganz unten??

  114. #115 MJ
    April 3, 2013

    @ axel

    Handgeschrieben?

  115. #116 axel
    April 3, 2013

    Und auf jeder Seite ein Originalhaar.

    Hier ein Vorgeschmack, was vom “Aktivisten” James Hansen in Zukunft häufiger zu erwarten sein wird. Ein Beitrag in der HuffPost, Doubling down on our Faustian Bargain

    Einfach erklärt mit dem Blick auf das große Ganze. Klasse.

  116. #117 axel
    April 3, 2013

    Da horcht Lewandoski auf:

    “About one in four Americans suspect that President Barack Obama might be the antichrist, more than a third believe that global warming is a hoax and more than half suspect that a secretive global elite is trying to set up a New World Order, according to a poll released on Tuesday.”

    http://www.guardian.co.uk/world/2013/apr/02/americans-obama-anti-christ-conspiracy-theories

  117. #118 axel
    April 3, 2013

    Verdammt, die Spinner haben Recht, Obama ist der Antichrist, hier der Beweis:
    http://www.youtube.com/watch?v=l-MzdJ-VE6w

    Oder will mir jemand erzählen, die Ähnlichkeiten seien rein zufällig?

  118. #119 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    @axel

    Ich hab’s gelesen, absolut lesenswert::

    James Hansen, Storms of my Grandchildren

    Nehmen Sie gerne auch die Hansenschen Ausführungen zum Runaway Greenhouse Effect und zum Venus Syndrome zur Kenntnis:
    -> http://www.ecoversity.org/books-Storms.html

    Wer da noch keine Angst bekommt, ist wohl noch nicht in der Klimakirche…

    MFG
    Dr. W

  119. #120 MJ
    April 3, 2013

    James Delingpole verlangt, dass Klima-“Arlamisten” vor Gericht gestellt werden mit der Moeglichkeit der Todesstrafe:

    http://www.theaustralian.com.au/national-affairs/opinion/deluged-with-flannery-and-covered-with-viner/story-e6frgd0x-1226611185281

    Wenn ich jetzt nicht zumindest denselben Shitstorm auf Seiten der Klimaskeptiker losbrechen sehe wie damals bei dem “Musikologen” aus der Donaumonarchie… dann bin ich nicht im geringsten ueberrascht.

  120. #121 axel
    April 3, 2013

    @ Bärchen

    Lesen Sie das Buch, da erfahren Sie mehr über den Runaway greenhouse effect der Venus.

    PS:
    ” I’ve come to conclude that if we burn all reserves of oil, gas and coal, there is a substantial chance we will initiate the runaway greenhouse. If we also burn the tar sands and tar shale, I believe the Venus syndrome is a dead certainty.”

    Hat jemand vor, sämtliche fossilen Rohstoffe zu verbrennen und es auszutesten?

  121. #122 axel
    April 3, 2013

    @ MJ

    Da ist ne Paywall. Können Sie die entsprechende Passage mal zitieren, damit ich wenigstens weiß, worüber ich empört bin? 😉

    PS:
    Ich weiß, ein guter Skeptiker würde sich auch so schon empören, ich bin halt Anfänger.

  122. #123 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    @Axel
    Halten wir fest: Hansen hat der Prognostik eine Hölle (“Venus Syndrome”) gegeben, eine Erlösungserwartung existiert ebenfalls seit Längerem – und nach Macht wird auch gestrebt von politisch gewordenen Klima-Pfaffen.

    In diesem Zusammenhang sind auch die ablehnenden Äußerungen von Rahmstorf zum sogenannten Geo-Engineering von Interesse, denn Abschatten über Installationen in geostationären Umlaufbahnen sei auch zu verwerfen, wie Rahmstorf findet.

    Zusammenfassend hat das eben einen starken postreligiösen Touch…

    MFG
    Dr. W

  123. #124 axel
    April 3, 2013

    Sicher, Bärchen, ist schon gut. Und jetzt bitte den Winterschlaf fortsetzen.

    PS:
    Falls es sie beruhigt: Die Verbrennung aller (wohlgemerkt: aller, nicht nur der gegenwärtig förderbaren) ist ein sehr hypothetischer Fall, so weit kommt’s nicht. Und falls Sie der Meinung sind, dass selbst in diesem Fall ein runaway-Effekt ausgeschlossen ist, dann fühlen sie sich eingeladen, hier ihre Erkenntnisse darzulegen und ihre Meinung zu begründen.

  124. #125 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    @Axel
    Nun, Sie meinen also, dass die Hansenschen Überlegungen rein hypothetisch sind, in etwa so hypothetisch wie die Überlegungen der ersten Teams in New Mexico bei den Atomwaffentests, die eine Kettenreaktion mit der Atmosphäre befürchteten und dementsprechend rechneten?

    Hmm, kann sein, nichtsdestotrotz fragt man sich warum Hansen derart theoretisiert.

    MFG
    Dr. W (der heute noch Schneeschippen war)

  125. #126 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    BTW, Rahmstorf geht anscheinend wegen dieses “Schneeschippens” schon in Defensivhaltung, will das aktuelle Wetter nun doch irgendwie klimatologistisch erklären, als “Es wird kälter, weil es wärmer wird.” – so richtig cool scheint das aber nicht nachdem lange Zeit Wetter und Klima strengstens aus dem Hause PIK als trennenswert behandelt worden ist.

    Die Webbaersche Vermutung kennen Sie, oder?

    MFG
    Dr. W

  126. #127 E-O
    April 3, 2013

    Eigentlich hatte er sich längst entschieden. James E. Hansen war schon seit Jahren mehr Aktivist als Wissenschaftler. Jetzt hat der Direktor des Nasa Goddard Institute for Space Studies in New York den überfälligen Schritt getan. Der 72-Jährige tritt von seinem Posten zurück, um sich ganz dem Aktivismus widmen zu können. “Als Angestellter der Regierung kann man nicht gegen die Regierung aussagen”, sagte er.
    http://www.klimaretter.info/protest/hintergrund/13396-der-aktivist-von-der-nasa

    Eure Kumpels ham den alten Mann auch wat gewidmet…….und mir kommen fast die Tränen…….Krokodilstränen.

    Ist dat Altersstarrsinn und setzt da schon die EIKE-Senilität ein?
    Ups…ich muss wech

  127. #128 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    Hansen ist ja stark an den Klimawandel persönlich gebunden, nun, wenn die Daten nicht mehr so ganz dem prädiktierten Erwärmungstrend folgen, tatsächlich laufen Ist, also die Datenlage, und Soll, also die Theoretisierung, das Stochastische oder die Prädiktion, ein wenig auseinander, um den Faktor 7, ist es vielleicht der richtige Zeitpunkt um in die Altersversorgung zu gehen.

    MFG
    Dr. W

  128. #129 axel
    April 3, 2013

    @ Bärchen

    Ablenkungsmanöver? Offensichtlich sind sie nicht in der Lage, Hansens Ansicht zu widersprechen.

    Ja, ich halte das Verbrennen sämtlicher vorhandener fossiler Rohstoffe für rein hypothetisch. Falls Sie dies anders sehen, dann läge es nahe, dass Sie sich etwas tiefer mit runaway-Effekten beschäftigen.

    PS:
    Samoa-Airlines hat einen kg-Preis für jedes Personenticket eingeführt. Es wird für Bären teurer. Empören Sie sich ruhig.

  129. #130 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    Sowas bleibt unwissenschaftlich und Angstmacherei:

    I’ve come to conclude that if we burn all reserves of oil, gas and coal, there is a substantial chance we will initiate the runaway greenhouse. If we also burn the tar sands and tar shale, I believe the Venus syndrome is a dead certainty. [scheidender GISS-Direktor Hansen]

    Das Erstellen von End of the World-Prognosen für erkennbar nicht eintreten könnende Szenarien ist demagogisch.

    Ansonsten ist es natürlich gut, dass eine Mischung aus Aktivist und Wissenschaftler nun ausscheidet.

    Weitere Mischungen bleiben aber verfügbar, insofern scheint es wichtig die Aktivisten zukünftig noch besser zu benennen und aus Ämtern ausscheiden zu lassen, die Objektivität benötigen, vgl. auch:
    -> Hans Joachim *Manchmal könnte ich schreien* Schellnhuber
    -> Anders *Das Klima bebt* Levermann
    -> Stefan *Karbonschmuck* Rahmstorf

    MFG
    Dr. W (der Webverweise hier nicht setzte wegen der “Moderation”)

  130. #131 Georg Hoffmann
    April 3, 2013

    @axel,Web
    Ich moechte Axel mal widersprechen. Warum sollte das Verbrennen aller Vorraete unwahrscheinlich sein?

    @EO
    Ich bin sicher mit einigen Sachen, die Hansen gesagt hat, nicht einverstanden. Aber ich moechte auch mal auf seine rein wissenschaftliche Seite hinweisen. Die meisten Methoden, Klimamodelle systematisch zu analysieren, gehen in irgendeiner Weise auf ihn zurueck. Seinen Veroeffentlichungsrekord zwischen 65 und 72 Jahren haette ich gerne. Hansen ist einer der ganz Groszen, was auch immer politisch zu ihm meint.

  131. #132 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    @Hoffmann

    Warum sollte das Verbrennen aller Vorraete unwahrscheinlich sein?

    Weil es eine unerfüllbare Bedingung ist, die Hansensche Vortrag demzufolge nicht sachnah, sondern Agitation ist?!

    Leute wie Hansen sind durchaus als schlau anzunehmen, wenn sie wie erfolgt Angst machen.

    MFG
    Dr. W

  132. #133 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    PS: Sie, Herr Hoffmann, dürfen übrigens gerne Ihre Moderationsfilter [1] so setzen, dass sie auch Nachrichten mit drei oder mehr Webverweisen durchlassen, wenn deren quantitatives Setzen erforderlich ist.

    MFG
    Dr. W

    [1] die dbzgl. Moderation erfolgt hier anscheinend zumindest in Teilen auch zentral, eine gewisse ‘Circonia’ hat sich an anderer Stelle für zuständig erklärt – deren Moderationskompetenz aber nicht getestet werden muss

  133. #134 axel
    April 3, 2013

    @ Georg

    “Warum sollte das Verbrennen aller Vorraete unwahrscheinlich sein?”

    Weil ein Großteil der Vorräte in Gegenden verborgen sind, die nach heutigen Maßstäben unerschließlich sind. Und selbst wenn das eines Tages technisch möglich sein sollte, dann sicherlich zu astronomischen Preisen, die erneuerbare Energien locker unterbieten können.

    Auf der anderen Seite stehen Ölsände, Schieferöl und -gas, Vorräte, die man vor einem Jahrzehnt noch nicht so auf der Rechnung hatte. Auch Japans jüngster Vorstoß, Methanhydratförderung zu erproben, hat Potenzial, die pessimistischsten aller CO2-Szenarien auszutesten, keine Frage.

    PS:
    Warum gab es noch nie einen Physik-Nobelpreis für die Klimaforschung? Weil keine neue Physik gemacht wird, sondern “nur” vorhandene Physik in immer ausgefeiltere Modelle implementiert wird? Ansonsten: Hansen wäre ein Kandidat, vielleicht auch Manabe oder Ramanathan? Was wären deine Favoriten?

  134. #135 E-O
    April 3, 2013

    @Georg
    Grins……fein das Du meine kleine Spitze bemerkt hast.
    Wir stellen einfach mal fest, das Menschen im Pensionsalter noch lange nicht zum alten Eisen gehören und noch durchaus respektable Leistungen erbringen können, zumindest solange dat böse Alzheimer oder die Demenz zugeschlagen hat.
    Ick betone dat extra, weil gerade die Warmaholics das Alter ihrer Gegner gerne mal als K.O.-Kriterium in ihrer Argumentation verwenden.

    Nun ja…. Hansen…..zumindest ist er in seinen Klimaalarmismus so konsequent, die Kernkraft als CO2 arme Energieerzeugerart zu favorisieren…….wat wohl hier den einen oder anderen Anti-Atomkämpen die Zornesröte in den Kopp schießen lässt, gelle Günni.

    Ach übrigens…..wir werden alle mal alt……und wünschen uns bestimmt mal, nicht so behandelt zu werden, wie manch heutiger Zeitgenosse auf jetzige Pensionäre eindrischt.
    MfG
    E-O

  135. #136 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    Ansonsten: Hansen wäre ein Kandidat [für den Nobelpreis für Physik], vielleicht auch Manabe oder Ramanathan? Was wären deine Favoriten?

    Spekulatius sollte diesen Preis nicht gewinnen, oder?

    MFG
    Dr. W

  136. #137 axel
    April 3, 2013

    @ Bärchen

    Geht zur Abwec hslung mal ein Post mit Inhalt oder haben Sie ihr Gehirn auf Diät gesetzt? Apropos Diät: Keine Sorge, es gibt auch andere Fluglinien als Samoa Airlines.

  137. #138 Georg Hoffmann
    April 3, 2013

    @wb
    “Weil es eine unerfüllbare Bedingung ist,”
    Das war die Frage. Man beantwortet Fragen nicht indem man die Behauptung wiederhohlt. Nochmal: Warum kann man nicht alle Fossilen Brennstoffe foerdern und verbrennen?

    “Sie, Herr Hoffmann, dürfen übrigens gerne Ihre Moderationsfilter [1] so setzen”
    Wie? Ich sehe ueberhaupt keinen einstellbaren Filter.

  138. #139 Georg Hoffmann
    April 3, 2013

    @axel
    “Weil ein Großteil der Vorräte in Gegenden verborgen sind, die nach heutigen Maßstäben unerschließlich sind. Und selbst wenn das eines Tages technisch möglich sein sollte, dann sicherlich zu astronomischen Preisen, die erneuerbare Energien locker unterbieten können.”

    Na ja, du gibts ja das Gegenargument selber. Ich sehe nichtmals grundsaetzliche Gruende warum in einer gar nicht mal so fernen Zukunft nicht sogar ozeanische Methanhydrate gefoerdert werden koennten. Selbst Gegenden die vormals unzugaenglich waren, sind heute in greifbarer Naehe. Groenland strebte hauptsaechlich deshalb seine Unabhaengigkeit von Daenemark an, um die entsprechenden Foerderrechte unter dem Eis zu erhalten.

  139. #140 Georg Hoffmann
    April 3, 2013

    @acel
    “Ansonsten: Hansen wäre ein Kandidat, vielleicht auch Manabe oder Ramanathan? Was wären deine Favoriten?”

    Mein Ex Chef (der auch schon die Medaille d’or des CNRS erhalten hatte) Jean Jouzel
    Wally Broecker
    Isaac Held (?)
    hmm soweit erstmal.

  140. #141 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    @Hoffmann

    Warum kann man nicht alle Fossilen Brennstoffe foerdern und verbrennen?

    Man kommt halt nicht an die Lithosphäre umfänglich ran?

    Was war da schwierig zu verstehen?

    Sie können ja bspw. auch nicht das gesamte Barvermögen der Doitschen abschöpfen, wenn die den Euro “retten” wollen.

    Oder an die versammelte Intelligenz der hiesigen Kommentaristen, sondern nur an einen Teil.

    MFG
    Dr. W (der die hiesige “Moderation” auch als fremdartig empfindet)

  141. #142 Georg Hoffmann
    April 3, 2013

    @EO
    “Ick betone dat extra, weil gerade die Warmaholics das Alter ihrer Gegner gerne mal als K.O.-Kriterium in ihrer Argumentation verwenden.”

    Kostet das nicht unheimlich viel Extra Arbeit so zu schreiben?

    Das Argument gegen bzw der Hohn gegenueber all den Pensionaeren und ruestigen Rentner innerhalb der Klimaskeptikerbewegung ist nicht, dass der jeweilige Pensionaer nicht zum Nachdenken in der Lage waere, sondern das die ganze Bewegung aus fast nichts anderem besteht. Es ist also Hohn ueber dieses (fast 100% maennliche) Skeptiker-Hospiz und nicht ueber den einzelnen, der brillant oder dumm sein kann, und zwar mit 20 wie mit 70 Jahren.
    Der idealtypische deutsche Skeptiker ist maennlich, 70, Ingenieur, Euro-Gegner, glaubt das der Staat ihm etwas verheimlicht und alle Medien zu seinem Joche “gleichgeschaltet” sind. Es ist dieses Gesamtpaket, worueber ich mich lustig mache, nicht darueber, ob da nun schon wieder ein 70jaehriger entscheidende Fehler in den Klimamodellen gefunden hat.

  142. #143 Georg Hoffmann
    April 3, 2013

    @WB
    “Man kommt halt nicht an die Lithosphäre umfänglich ran?
    Was war da schwierig zu verstehen?”

    Weil sie nichtmals das Wort Lithosphaere oder ueberhaupt das Foerderproblem erwaehnt haben?

    Welche und wieviele relevanten fossilen Brennstoffe gibt es denn wo in der Lithosphaere, an die man nicht herankaeme? Wie gesagt, die Probleme mit den Saenden ist auch schon geloest und nie waren sie so billig wie heute.

  143. #144 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    @Hoffmann

    Welche und wieviele relevanten fossilen Brennstoffe gibt es denn wo in der Lithosphaere, an die man nicht herankaeme?

    Wirtschaftlichkeitsüberlegungen setzen hier bestimmte Grenzen und wenn Sie mit dieser demagogischen Meisterleistung vergleichen:

    I’ve come to conclude that if we burn all reserves of oil, gas and coal, there is a substantial chance we will initiate the runaway greenhouse. If we also burn the tar sands and tar shale, I believe the Venus syndrome is a dead certainty. [scheidender GISS-Direktor Hansen]

    …dann kommt man eben nicht näherungsweise an die Hansensche Forderung ran und diese bleibt eben: demagogisch.

    Der Schreiber dieser Zeilen sieht hier weder einen besonderen Dissens, noch einen besonderen Erörterungsbedarf, er stellt sich insbesondere nicht gegen das, was Sie im Allgemeinen aussagen oder gar predigen.

    MFG
    Dr. W

  144. #145 MJ
    April 3, 2013

    Mein Gott, jetzt lassen die SB noch nicht mal mehr einen einzigen Link durch und den Kommentar hat auch der Cyber-Hund gefressen. Zitiere ich eben alles.

    @ axel

    Delingpoles money quote ist:“The climate alarmist industry has some very tough questions to answer: preferably in the defendant’s dock in a court of law, before a judge wearing a black cap.” Verbunden mit dem da (Wikipedia):

    “In English law, the black cap was worn by a judge when passing a sentence of death.”

    Im uebrigen bin ich mir mit angeblich nicht-zugaenglichen Fossilen auch nicht so sicher. Bisher haben wir folgendes gesehen: a) so ziemlich alle, die sich dachten, dass man ohne weitere Gedanken voll auf EE setzen kann, weil die Preise von Fossilen sowieso jeden Augenblick in die Hoehe schiessen wie nur was (wegen peak everthing!! NOW NOW NOW!!!), haben voellig verschlafen, wie Shale gas dieses erwartete guenstige Umfeld unterminieren – und ich sehe nicht, warum das nicht wieder passieren sollte; b) es gibt keinen Preis auf Emissionen, und von daher haben Fossile vorerst keinerlei Probleme mit erhoehten Erschliessungskosten, entweder weil sie dennoch billiger als EE sind (mittelfristig – und das ist mehr als genug), oder weil EE irgendwo den Preis ueber eine verminderte Nachfrage woanders druecken (selbst Staaten wie Deutschland haben unveraendert hohe CO2-Abdrucke im Konsum. Man sollte sich vor Augen halten, dass das einfach nur heisst, dass sie nicht einmal annaehernd die Kosten einer Subsitution von Fossilen durch EE sehen, sondern einfach nur Fossile nach aussen verlagert haben!); c) es wird mE unterschaetzt (Vaclav Smil weist immer darauf hin), was fuer ein traeges System unsere aktuelle Elektrizitaetsversorgung (und erst recht Energieversorgung ganz alglemein) ist, die ganz und gar auf “dispatchable” Energiequellen mit relativ hoher Energiedichte ausgerichtet ist – was Fossilen selbst bei hohen Erhscliesungskosten einen Vorteil im System verschafft.

    Mit einer Emissionssteuer natuerlich…

  145. #146 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    @MJ
    Fassen Sie sich bitte ein wenig und beachten die Regeln der Rechtschreibung.
    Ihr Engagement in allen Ehren, aber es muss lesbar bleiben.

    Sie werben nicht nur für sich, sondern auch für die oder Ihre Sache.

    OK, danken wir sozusagen abschließend Dr. Hansen für sein Bemühen, er hat -je nach Sichtweise- viel Gutes getan oder massiven wirtschaftlichen Schaden angerichtet:
    De mortuis nil nisi bene

    MFG
    Dr. W

  146. #147 MJ
    April 3, 2013

    @ wb

    MJ Fassen Sie sich bitte ein wenig und beachten die Regeln der Rechtschreibung. Ihr Engagement in allen Ehren, aber es muss lesbar bleiben. Sie werben nicht nur für sich, sondern auch für die oder Ihre Sache. OK, danken wir sozusagen abschließend Dr. Hansen für sein Bemühen, er hat -je nach Sichtweise- viel Gutes getan oder massiven wirtschaftlichen Schaden angerichtet: De mortuis nil nisi bene MFG Dr. W.

    What is fertilizing?

  147. #148 axel
    April 3, 2013

    @ Bärchen

    “…dann kommt man eben nicht näherungsweise an die Hansensche Forderung ran…

    Forderung? Hansen fordert, sämtliche fossilen Energieträger zu verbrennen???

    Vielleicht fangen Sie mal bei sich selbst an und schärfen ihre Lese- und Schreibkompetenz. Muss ich jetzt schon den Bärchentransponder bedienen, um ihnen zu übersetzen, was andere klar verständlich formuliert haben?

    Hansen hält einen runaway-Effekt auf der Erde für möglich oder sogar wahrscheinlich, falls man eine Menge von CO2 in die Atmoshäre befördert, die theoretisch möglich ist, nämlich falls man auf die Idee käme, alle vorhandenen fossilen Energieträger zu verbrennen. Ich hab da meine Zweifel, aber ich bin eben kein Hansen.

    Warum lesen Sie nicht einfach das Buch? Dann müssten Sie hier nicht so wild drauflos spekulieren, was Hansen meint oder nicht. Abgesehen von der Ausgabe für 1800€ halte ich die Investition für vertretbar, auch für Bärchen (es sei denn, er fliegt mit Samoa Airlines)

  148. #149 MJ
    April 3, 2013

    Hmmm… das Lewandowsky-Paper ist “provisionally removed” “due to complaints”, was auch immer das heissen mag:

    http://retractionwatch.wordpress.com/2013/04/03/update-lewandowsky-et-al-paper-on-conspiracist-ideation-provisionally-removed-due-to-complaints/

    Das Paper hat offenbar schon vorher “Probleme” gemacht, mit diesem Kommentar von retractionwatch:

    “Second, ask yourselves whether letting an article disappear without notice or explanation is really the most transparent way to go — and whether it only makes readers not inclined to trust you even less likely to do so.”

  149. #150 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    @Axel

    Forderung? Hansen fordert, sämtliche fossilen Energieträger zu verbrennen???

    Das ist eben die Forderung, um so etwas schreiben zu können:

    I’ve come to conclude that if we burn all reserves of oil, gas and coal, there is a substantial chance we will initiate the runaway greenhouse. If we also burn the tar sands and tar shale, I believe the Venus syndrome is a dead certainty. [scheidender GISS-Direktor Hansen]

    Was ja auch nicht schlimm ist, aber Hansen hat’s halt gesagt gehabt.

    Nun isser weg, danke, es war schö-ön.

    MFG
    Dr. W

  150. #151 axel
    April 3, 2013

    @ MJ

    Das ist doch eine prima Nachricht. Die Vorwürfe werden geprüft, und nach der Untersuchung steht das Paper wieder da oder ist zurückgezogen. Ich bin mir sicher, jeder wird das Ergebnis der Untersuchung akzeptieren (äh, fast jeder, ich hatte die Skeptiker bei WUWT und CA vergessen), alles andere wäre ja fast schon eine neue Verschwörungstheorie 😉

  151. #152 axel
    April 3, 2013

    @ Bärchen

    Wow, da bin ich ja echt froh, dass ich noch nie etwas darüber geschrieben habe, mit welchen Schäden man hierzulande für den Fall eines Super-GAUs zu rechnen wäre. Es soll ja Idioten (ach ne, nur einer) geben, die daraus schließen, ich würde einen Super-GAU fordern. Puh, echt Glück gehabt.

    PS:
    Was ist ihr Brain-Mass-Index? Der BMI ist übrigens definiert als IQ durch Körpermasse in kg. Ich tippe mal auf einen Wert <1.

  152. #153 axel
    April 3, 2013

    Zu Hansens Abschied von Nasa-GISS eine Würdigung in Nature:
    http://www.nature.com/news/james-hansen-retires-from-nasa-1.12725

  153. #154 Dr. Webbaer
    April 3, 2013

    Der Dicke war im Vergleich hierzu noch gehemmt:
    -> http://www.mopo.de/politik—wirtschaft/familienurlaub-hier-planscht-die-kanzlerin–auf-ischia,5066858,22252244.html

    Scheint es nur dem Schreiber dieser Zeilen so oder ist Merkel wild tobend auf Kosten der Doitschen im Euroland unterwegs, nur keiner sagt was?!

    MFG
    Dr. W (der nicht in D investiert sein mag,auch weil die korpulente Dame nach der Wahl erst richtig anfangen wird zu saugen)

    PS: Ja-a, hat auch was mit dem Klima bzw. dessen Prognosis zu tun.

  154. #155 MJ
    April 3, 2013

    @ axel

    Ja, aber die Informationspolitik da ist wirklich grottig. Sie betonen, dass es nicht zurueckgezogen wurde. Aber was genau soll eine “Beschwerde” sein, die zum vorlaeufigen Zuruecknehmen fuehrt? Wenn die Ergebnisse in diesem Bereich mit so hohen Unsicherheiten behaftet sind, dass es wegen solcher “Beschwerden” offenbar schon mal zu eingehenderen Ueberpruefungen kommen kann – warum machen sie’s dann nicht wie in anderen Bereichen: “working papers” oder “discussion papers” ein paar Jahre lang durch die Welt geistern lassen, bevor es zum technischen peer-review kommt (oder dann eben auch nicht)? Dass manchmal derart schwerwiegende Fehler durch den peer review schluepfen, dass man das Paper zurueckziehen muss (oder trotzig dazu steht, oder es beim Journal eh schon egal ist…), ist bei der Masse an Publikationen klar. Aber dass man sich nach peer review – wiederholt – nicht so ganz sicher ist, ob man das jetzt akzeptieren soll oder nicht, ist schon erstaunlich…

  155. #156 axel
    April 3, 2013

    So, Bärchen, jetzt gut festhalten:

    If Canada proceeds, and we do nothing, it will be game over for the climate.
    Canada’s tar sands, deposits of sand saturated with bitumen, contain twice the amount of carbon dioxide emitted by global oil use in our entire history. If we were to fully exploit this new oil source, and continue to burn our conventional oil, gas and coal supplies, concentrations of carbon dioxide in the atmosphere eventually would reach levels higher than in the Pliocene era, more than 2.5 million years ago, when sea level was at least 50 feet higher than it is now. That level of heat-trapping gases would assure that the disintegration of the ice sheets would accelerate out of control. Sea levels would rise and destroy coastal cities. Global temperatures would become intolerable. Twenty to 50 percent of the planet’s species would be driven to extinction. Civilization would be at risk.
    That is the long-term outlook. But near-term, things will be bad enough. Over the next several decades, the Western United States and the semi-arid region from North Dakota to Texas will develop semi-permanent drought, with rain, when it does come, occurring in extreme events with heavy flooding. Economic losses would be incalculable. More and more of the Midwest would be a dust bowl. California’s Central Valley could no longer be irrigated. Food prices would rise to unprecedented levels.
    If this sounds apocalyptic, it is.

    Quelle: http://www.nytimes.com/2012/05/10/opinion/game-over-for-the-climate.html?_r=0

    Für solche Dinge möchte Hansen in Zukunft mehr Zeit haben, ihr Abgesang erscheint verfrüht. Sich verhaften lassen geht ja auch nicht gerade mal in der Mittagspause bei GISS…

  156. #157 axel
    April 3, 2013

    Oh, Judith Curry zum Thema Marcott et al.
    Sie hat Fragen, Bedenken und Ratschläge, großartig. Und wie Pielke bringt sie den nicht minder großartigen Financial Post-Artikel von Ross McKitrick. Eine der Fragen:

    “Are there still no checks and balances in the paleoclimate community (outside of the efforts of Steve McIntyre, JeanS et al.)?”

    Ohne Worte. McIntyre, Pielke jr, jetzt Curry. Das nenne ich ein coming out, wow.

  157. #158 MJ
    April 3, 2013

    Naomi Oreskes und Erik Conway haben einen philosophischen Artikel herausen, “The Collapse of Western Civilization: A View from the Future“ – eine Betrachtung der Welt von heute, wie sie offenen Auges ins Verderben AGW laeuft, aus der Zukunft.

    Ich bin bin zwar etwa 200 Prozent sicher, dass sie die Entstehungsgeschichte des Begriffs “market failure” – als Konzept und als Terminus – phaenomenal verpatzen. Aber bei Ihrer Diskussion um Neoliberalismus berichtigen sie wenigstens die weit verbreitete, aber voellig bloedsinnige Vorstellung von Neoliberalen, Hayek sei irgendwie ein laissez-faire-Marltliberaler gewesen. Sie weisen darauf hin, dass Hayek Argumente vorgebracht hat, wann eine Staatsintervention gerechtfertigt ist. Und weil er es selbst besser ausdrueckt als die Autoren des Artikels, zitiere ich aus “The Road to Serfdom”:

    “Where, for example, it is impractical to make the enjoyment of certain services dependent on the payment of a price, competition will not produce the services [das, was wir heute als “free rider”-Problem bei oeffentlichen Guetern bezeichnen]; and the price system becomes similarly ineffective when the damage caused to others by certain uses of the property cannot be effectively charged to the owner of that property [eine negative Externalitaet, also ein Marktversagen!]. In all these instances there is a divergence between the items which enter in private calculation and those which affect social welfare; and whenever this divergence becomes important some method other than competition may have to be found to supply the services in question. Thus neither the provision of signposts on the roads, nor, in most circumstances, that of the roads themselves, can be paid for by every individual user. Nor can certain harmful effects of deforestation, or of some methods of farming, or of the smoke and noise of factories, be confined to the owner of the property in question or to those who are willing to submit to the damage for an agreed compensation. In such instances we must find some substitute for the regulation by the price mechanism.”

    Das fasst ziemlich genau die Arbeitsdefinition eines Marktversagens zusammen – und das lange vor der Zeit, wo es Oreskes/Conway ansetzt (und lange, nachdem etwa Pigou das Konzept betrachtet hat):”When scientists discovered the limits of planetary sinks [etwa fuer Treibhausgase], they also discovered market failure.”

    Hier eine Version des Oreskes/Conway-Artikels (non-gated, glaube ich):

    http://mahb.stanford.edu/wp-content/uploads/2013/01/A-View-from-the-Future.pdf

    Hayek als angeblichen Bezugspunkt heutiger Neoliberaler im Original zu lesen zeigt wie weit ins Gaga-Land die Typen abgedriftet sind, die sich einbilden, dass die Gesellschaft/Parteien allesamt “sozialdemokratisiert” sind und linkslinke, gleichgeschaltete Medien die Welt beherrschen.

  158. #159 MJ
    April 3, 2013

    Ha! Und einen Absatz weiter wird Hayek zum Linksradikalen:

    “To create conditions in which competition will be as effective as possible, to supplement it where it cannot be made effective, to provide the services which, in the words of Adam Smith, “though they may be in the highest degree advantageous to a great society, are, however, of such a nature, that the profit could never repay the expense to any individual or small number of individuals”, these tasks provide, indeed, a wide and unquestioned field for state activity. In no system that could be rationally defended would the state just do nothing. An effective competitive system needs an intelligently designed and continuously adjusted legal framework as much as any other. Even the most essential prerequisite of its proper functioning, the prevention of fraud and deception (including exploitation of ignorance), provides a great and by no means yet fully accomplished object of legislative activity.”

    Wunderbar! Ohne Staate geht genau: gar nichts! (Hey, denn einen Klammersatz, “including exploitation of ignorance”, sollten wir den boeswillig als Aufforderung lesen, Klimawandelleugner vor Gericht zu stellen, oder?.) Uebrigens, siehe auch das Adam Smith-Zitat hinsichtlich der Annahme, “market failure” sie irgendwie mit AGW entdeckt worden…

    Ich muss wieder einmal ein bisschen Hayek lesen, ich glaube, der wusste ein oder zwei Sachen…

  159. #160 E-O
    April 3, 2013

    @Georg
    “””Kostet das nicht unheimlich viel Extra Arbeit so zu schreiben?””””

    Nöööö, wenn ick in Laune bin und die Tagesform stimmt, dann flutscht dat janz aleene aus de Finger.

    “””””Der idealtypische deutsche Skeptiker ist maennlich, 70, Ingenieur, Euro-Gegner, glaubt das der Staat ihm etwas verheimlicht und alle Medien zu seinem Joche “gleichgeschaltet” sind. “”””

    Du hast noch wat vergessen………Raucher, Fleischfresser, SUV-Fahrer, dem Alkohol zugeneigt….und wenn ihm mal danach ist, schubst er olle Omas die Treppe hoch oder bläst Laubfrösche uff bis se platzen……..nebenbei werden noch Dirndel-Inhalte nach Brauchbarkeit geprüft……dat Internet nach Potenzmittel abgesucht…….oder andere nette Sachen, die man so als Skeptiker gewöhnlich durchzieht.
    Eeeeh Alder, dat musste ooch mal probieren……die kommen hier auch ne Weile ohne Dich aus, gönn Dir mal ne Runde Spasssssss.

    Bloss gut, dat ick keen Ingi bin…….
    E-O…..viel Spass noch beim Gegenbesuch, *grins*

  160. #161 axel
    April 3, 2013

    @ MJ

    Ja, Delingpole droht mit der Todesstrafe für “Alarmisten”.

    Nun ja, warten wir also mal in Ruhe auf den Aufschrei der stets Empörten. Ich meine, von uns kommt nix, wir wissen, dass Delingpole ein Idiot mit idiotischen Meinungen ist.

    Aber da gibt’s ja diese Berufsempörten, die sich über jede Idiotie jedes Idioten (wie hieß der Professor aus Graz?) fürchterlich empörten.

    Wie lange sollen wir warten? Ich denke, wir können das Warten auch jetzt schon einstellen, da kommt nix.

    PS:
    Spannender ist, was den “Australian” bewegt, Idioten aus England bei sich schreiben zu lassen. Ein weiteres Beispiel:

    In that story in May last year, Delingpole quoted an un-named sheep farmer as saying that the wind farm industry was ”bloody well near a pedophile ring. They’re f . . king our families and knowingly doing so”.
    The APC [der australische Presserat] said this was “highly offensive” and “the level of offensiveness is so high that it outweighs the very strong public interest in freedom of speech”.
    But rather than heed the blunt-toothed press council’s finding, Delingpole was given more space by The Australian to respond. He wrote: “I stand by every word of the piece – especially the bit about pedophiles. I would concede that the analogy may be somewhat offensive to the pedophile community.”

  161. #162 MJ
    April 3, 2013

    @ axel

    Sowieso, da kommt nichts.

    The Australian, eine Murdoch-Zeitung. Regelmaessige Angriffe auf “far left” economists wie Quiggin und Krugmqn, klar. Und dafuer Beitraege von so grossen Intellektuellen wie Delingpole, und so wichtigen Okeonomen wie Oliver Hartwich, der Hausoekonom von der Achse des Guten. Das ist The Australian.

  162. #163 axel
    April 3, 2013

    Oh, Murdoch. Na dann.

  163. #164 shader
    April 3, 2013

    @axel: “Nun ja, warten wir also mal in Ruhe auf den Aufschrei der stets Empörten. Ich meine, von uns kommt nix, wir wissen, dass Delingpole ein Idiot mit idiotischen Meinungen ist.

    Aber da gibt’s ja diese Berufsempörten, die sich über jede Idiotie jedes Idioten (wie hieß der Professor aus Graz?) fürchterlich empörten.”

    Hab erst gedacht, Sie meinten das, was immer in islamischen Ländern passiert, bis ich merkte, huch, ging ja um Klimaskeptiker. 😉

  164. #165 shader
    April 4, 2013

    Mal was anderes, mit Interesse verfolge ich den EIKE-Thread über Naturschutz und die konkrete Gefährdung der Vögel durch Windräder. Der Autor befürchtet durch die Installation neuer Windparks und einzelner Windräder, dass noch mehr Vögel umkommen werden. Um es vorwegzunehmen, ich nehme ihm diese Sorge vollkommen ab und halte sie für echt. Genauso wie es wohl unter den EIKE-Lesern besorgte Naturschützer gibt.

    Interessant finde ich an der Diskussion die Eigendynamik. Die Gefährdung der Tiere durch den Ausbau der Windenergie wird von allen Lesern gar nicht angezweifelt. Die Beiträge zeigen mit der Zeit ein volleres Bild von der Situation. In Relation gesehen sind Autoverkehr, Hochhäuser und Strommasten für Vögel um einige Größenordnungen gefährlichere Todesfallen. Das wird auch dem einfleischten EIKE-Fans so langsam bewusst. Deren Antworten klingen dann immer mehr nach, ja, Sie haben ja Recht, durch die Zivilisation kommen noch viel mehr Vögel um, aber die Windenergie ist doch nutzlos und deshalb sind alle Vögel, die an Windrädern verenden einfach zuviel. Und genau da zeigt sich die eigentliche Motivation, Vogelschutz ist nur das Vehikel und nicht das eigentliche Anliegen, zumindest für die meisten Lesern dort. Würde es tatsächlich um Vogelschutz gehen, müsste man wesentlich mehr zivilisatorische Bauwerke in Frage gestellt werden und das geht für die meisten dann doch zu sehr in die Substanz.

  165. #166 axel
    April 4, 2013

    Natürlich, Zivilisation geht immer auf Kosten der Natur, man muss halt abwägen. Ich nehme diese Bedenken ernst, in meinem letzten Urlaub in Tirol habe ich eine Diskussion über einen dort geplanten Windpark verfolgt. Der Kompromiss sah vor, dass eine Radarinstallation geplant war, die bei Detektion eines Vogelschwarms die Windräder automatisch abschaltet.

    Nicht ernst nehme ich “Bedenkenträger”, denen Vogel- und Naturschutz in Kohleabbaugebieten oder bei oil spills scheißegal ist.
    Ähnlich “nachvollziehbar” ist auch die ablehnende Haltung gegen CO2-Verpressung im Boden (kein Gift in unserem Boden!!) bei gleichzeitigem Werben für Fracking.

    PS:
    Ich interessiere mich für Klimaschutz, bin aber beileibe kein Tier- oder Naturschützer. Deren Engagement zolle ich höchsten Respekt, allerdings sieht man sich halt manchmal auf entgegengesetzten Seiten, siehe Windparks.

  166. #167 axel
    April 4, 2013

    Amusing,

    Delingpole war angewidert und empört wegen Parncotts “Todesdrohungen”, siehe http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100196238/why-we-fight/

    Lassen wir ihn gelassen seinen Kampf bzw. Hirnkrampf weiterführen, Don Quijotes sollte man nicht aufhalten.

  167. #168 axel
    April 4, 2013

    Oh, EIKE bringt heute einen Delingpole-Artikel.

    Delingpole rät einem “Alarmisten”:

    “Was ich tatsächlich tun würde ist, mich in mein Studio zurückzuziehen mit einer Flasche Whisky und meiner vertrauten Dienstpistole.”

    Nun ja, Geschmacklosigkeiten überraschen nicht mehr bei Delingpole, nur weird, dass EIKE so etwas bringt und ein Kommentator gerade diese Stelle mit der Dienstpistole besonders gelungen fand.

    PS:
    Schluss jetzt aber, das war schon viel zu viel Aufmerksamkeit für einen Idioten.

  168. #169 Georg Hoffmann
    April 4, 2013

    @Heinz
    “Du hast noch wat vergessen………Raucher, Fleischfresser, SUV-Fahrer, dem Alkohol zugeneigt….und wenn ihm mal danach ist, schubst er olle Omas die Treppe hoch oder bläst Laubfrösche uff bis se platzen”
    Noe, oder zumindest kann ich das eben nicht bestaetigen. Das aber schon:
    “Der idealtypische deutsche Skeptiker ist maennlich, 70, Ingenieur, Euro-Gegner, glaubt das der Staat ihm etwas verheimlicht und alle Medien zu seinem Joche “gleichgeschaltet” sind.”

    Welcher dieser Punkte stimmt denn bei dir nicht? Ach, erst in den Sechzigern. Na denn.

  169. #170 E-O
    April 4, 2013

    @Georg
    Ick muss Dir wieder enttäuschen……ick hab noch nich mal die 5 genullt….also bis zur Rente, die ich übrigens erst ab 67 antreten darf, noch ne Weile zu ackern und mich mit den Folgen der bekloppten Energiewende rumzuärgern.
    Medien……70% der heutigen Medienschaffenden geben freiwillig zu, den Grünen positiv zugetan zu sein…..ergo babbeln se janz freiwillig dat Gewünschte zusammen.
    Staat und Verheimlichung……warum eine Verschwörung vermuten, wenn man es auch mit Blödheit/Unfähigkeit erklären kann.
    EURO…..ok, da gebe ich freiwillig zu, dat mir dieses Spielgeld nicht ganz geheuer ist…..und mal ganz ehrlich, im Urlaub ein oder zweimal ne Wechselstube zu bemühen, war als Urlauber nicht wirklich hinderlich sich im freien Europa herumzutreiben.
    Grins…….nun musste Dir doch noch ne neue Schublade ausdenken, in die Du mich anschließend stopfen kannst.
    Onkel Heinz…….unfassbar

  170. #171 Georg Hoffmann
    April 4, 2013

    @Heinz
    Nein, das bracuhe ich wohl nicht, 4 von 6 ist ganz gut. Und wir haben ja noch nicht bei EIKE nachgefragt.

  171. #172 shader
    April 4, 2013

    Schon interessant, was man so alles hinter den Kulissen mitbekommt. Genauer gesagt, wenn es mal an die Öffentlichkeit kommt. So geschehen bei ScSk über die Lewandowski-Debatte (hab mich übrigens auch geärgert, dass er gestern in Malaga freistehend das Tor nicht traf ;), aber ein anderes Thema).

    Wirklich pikant, was da Herr Michael Krüger machte. Ich kann mich daran erinnern, dass er vor anderthalb Jahren bei einer ScSk-Diskussion (http://www.science-skeptical.de/blog/prof-richard-dronskowski-zum-klimawandel/006091/ – #148,#160) als Opfer von Ausspioniermassnahmen fremder User darstellte. Wie es aussieht, war er genauso mal Täter, indem er eine Mail an den Arbeitgeber von Georg Hoffmann schrieb. Wirklich, das finde ich schon echt krank. Aber als Frührentner hat man ja Zeit für sowas. ^^ Und dann noch so eine Rechtfertigung von ihm: “Wie du mir, so ich dir. Oder Auge um Auge und Zahn um Zahn. … Steht schon in der Bibel. *kopfschüttel*

    Übrigens ein ziemliches Rumgeeiere von Herrn Heller, statt mal klar zu sagen, dass er sich von so einem Verhalten distanziert.

  172. #173 axel
    April 4, 2013

    @ Heinz

    Wer sich neckt, der mag sich 😉

    PS:
    Jep, Zustimmung, die Zeit der Fanatiker ist endgültig vorbei (wenn sie denn jemals da war). Ein bisschen ruhiger, gelassener und plötzlich kann man sogar miteinander auskommen.

  173. #174 E-O
    April 4, 2013

    @Haxe mit Senf

    Nun ja, damals bei ökologismus.de/R-E war ick ähnlich krass drauf…..weil eben manche Warmaholics gerne mal ihre Identität vervielfacht haben um eine große Anzahl zu suggerieren…..da fängt man irgendwann vor lauter Wut an, etwas tiefer zu bohren, janz normal.
    Oh man, wat hab ick mich mit Georg damals gefetzt……..Stierkampf ohne Stier sozusagen….aber irgendwann wird man älter, Familie und andere Sachen treten mehr in der Vordergrund…..Feindbilder ändern sich…..und manchmal ist es halt viel lustiger, wenn man sich im Freundlichen beharkt und dabei sein Gegenüber respektiert, auch wenn man seine Meinung nicht teilt, als sinnlos aufeinander einzudreschen.
    Funktioniert nicht bei jeden…..aber immerhin ist es schon mal ein Anfang.

    Oh man……ick werd alt…….is mir dat jetzt peinlich.
    Onkel Heinz………ein Stück weit….abgeklärter

  174. #175 axel
    April 4, 2013

    Georg scheint mit den Jahren auch weiser geworden zu sein. Ich glaub, ich hab damals echt was verpasst 😉

  175. #176 E-O
    April 4, 2013

    @Axel
    Da hatte er auch noch nicht seinen eigenen Blog….soweit ich weiß……wir ham ihn rund gemacht wie ein Buslenker, er fühlte sich angepisst und hat mit selber Münze zurückgezahlt, hätte man Messer durchs Netz teleportieren können, hätte man nur noch in Rüstung vorm Monitor sitzen dürfen……daher hat der “Energie-Ossi” auch seinen Ruf her, personifizierter ätzender Kotzbrocken in Vollendung.

    Mehr durch Zufall….oder doch einen gesetzten Link, keine Ahnung, ist schon so lange her, bin ick uff diesen Blog hier aufmerksam geworden.
    Anfangs dachte ick…..ok, nun kotzt sich Georg hier so weiter aus wie früher….bis er dann seine Kernkraftartikel schrieb und mir doch mal die Kinnlade runterfiel.
    Und plötzlich pissten ihn die Leute an, die ihn sonst immer am Rockzipfel hingen……da kommt man doch mal langsam ins Grübeln.

    Egal….Du hast damals echt ne Menge verpasst, kannste mir glooben.
    E-O

  176. #177 nlp
    http://myselfhelp.org/
    April 4, 2013

    In all honesty this was an incredible detailed article even so as with every great copy writers there are a few details that might be worked well about. But in no way your a smaller amount it turned out exciting.

  177. #178 Georg Hoffmann
    April 4, 2013

    @axel,heinz
    ja, alt und weise und zwei Kinder mehr. Aber das waren noch Zeiten! Jetzt schwebe ich praktisch ueber den Dingen in voellig vergeistigter Form ….. es sei denn, es geht mir was richtig auf den Geist.

  178. #179 axel
    April 4, 2013

    Ja, auf den Geist gehen…

    Also, mir geht gerade diese Pseudodebatte über Marcott auf den Geist. Bin ja nicht so lange dabei und habe die Hockeystick-Diskussion in eurer wilden Phase völlig verpasst. Die Honest Broker meinen ja, das Mauern gegen McIntyre und die Darstellung der Kurve im TAR wären daran schuld gewesen, dass die Dinge so eskalierten, kurz: Die Klimaforschung hatte völlig versagt, selber schuld. Mann meint, er hätte einfach Pech gehabt, dass seine Daten einen Hockeystick ergaben und er es eben war, der diese Daten erstellt hat, sonst hätte es halt einen anderen erwischt.

    Jetzt würde ich ja gerne mal von den Honest Brokern hören, was Marcott und Shakun so alles falsch gemacht haben. Oder hat Mann recht, und alles liegt nur in diesem einfachen, symbolträchtigen Graphen?

    Wissenschaftlich ist die Kurve nicht gerade spektakulär, sie bestätigte nur bestimmte vorhandene Vorstellungen.
    Soziologisch dagegen hochinteressant, wann kriegt man schon mal solche Einblicke, wie die skeptische Blogosphäre funktioniert?

    PS:
    Bei WUWT habe ich das Zählen aufgegeben. Jetzt schon 20 plus x Beiträge über Marcott et al. McIntyre müht sich immer noch damit ab, immer wieder nachzuweisen, dass der Uptick im Paper nicht robust ist, obwohl die Autoren auf Seite 1 schreiben, er sei nicht robust. Für Shakun ist es jetzt ja schon die 2. Begegnung der seltsamen Art binnen eines Jahres, wow.

  179. #180 shader
    April 4, 2013

    “Unsere Zivilisation wird durch lügende „Wissenschafts“-Eliten zerstört” – die nächste Verschwörungstheorie wird bei EIKE aufgetischt, zudem eine mit einer Extraportion Alarmismus. 😉

  180. #181 axel
    April 5, 2013

    Marcott admitted he was apprehensive about charging into the fully-mobilized troll army, but said he was grateful scientists like Mann had “gone through hell” before him to build a support network for harassed climate scientists.
    “When Michael came along there was a lot more skepticism about global warming, but the public has come a long way,” he said. “I’m curious to see how the skeptics are going to take this paper.”

    (Quelle: The Atlantic, 11.03.13

    Kooperation mit McIntyre half da auch nichts, jedes Bit an Information ist ein Bit mehr Beweis für Manipulation und Betrug. Womit wir wieder bei Lewandowsky (ab jetzt bei mir mit y am Ende) wären.
    Trotzdem macht das Höchstmaß an Transparenz und Dialogbereitschaft einen mächtigen Unterschied aus. Es ist für jeden offensichtlich, was da gerade abgeht, das war damals bei Mann anders.

  181. #182 S.Hader
    April 6, 2013

    Dr.Paul mischt ja tatsächlich jeden und alles im ScSk auf. Unsere “Waffe” gerät dort langsam außer Kontrolle. So war der Trojaner nicht geplant gewesen. 😉

  182. #183 axel
    April 6, 2013

    Bitte, tut mir nur einen Gefallen: Falls er hier mal auftauchen sollte, never, never, never auch nur einmal auf ihn antworten.

  183. #184 MJ
    April 6, 2013

    Kann mir jemand erklaeren, wer Dr Paul ist, und was es mit dieser Geschichte bei ScSk und ihm auf sich hat?

  184. #185 E-O
    April 6, 2013

    @Axel
    Nun ja…..das Paulchen is von seiner These zu 108% überzeugt und will darum seine These auch an den unmöglichsten Orten unterbringen…….wie dat nun mal bei Fanatiker so die Regel ist.
    Aber keine Bange…..Onkel Heinz schiebt dem ein Riegel vor…..dummerweise bin ick gerade selber Opfer unseres Spam-Filters geworden, also musste Dich etwas gedulden.

    @Georg
    Da es mich selber oft genug erwischt hat mit den Filter…hab ick versucht hinter die Logik des Filters zu kommen……um am Ende festzustellen, das ick die Logik immer noch nich kenne.
    Inzwischen weiß ick aber eins…..wenn die ersten zwei Kommentare im Spam landen…..dann versuch nicht, noch ein Kommentar los zu lassen…denn der landet automatisch auch drin, muss wohl so ne Art “Aufdringlichkeits-Indikator” drin haben.
    Wenn wieder wat versackt…….einfach um Freigabe bitten und warten.

    Ähm, als Autor kann ick zwar nach der Anmeldung den Spam-Filter durchforsten…..aber leider nicht Spams fremde Artikel freigeben, dat darf nur der jeweilige Autor oder einer der beiden Admins.

    Und noch mal janz eindrücklich……es ist keine böse Absicht….denn der bekloppte Filter frisst auch gerne mal meine Kommentare….selbst ganz ohne Fäkalien.
    MfG
    H.E.

  185. #186 axel
    April 7, 2013

    Ah, “Dr. Paul” bringt zu jedem Thema (das könnten auch Palindrom-Zahlen sein) ein, dass der Treibhauseffekt gar nicht existiert und CO2 sogar kühle. Blöderweise finden sich dann immer welche, die meinen, es ihm erklären zu müssen und schwupp ist der Thread mit 50-100 Kommentaren zugemüllt, die Diskussion des Artikelthemas kaputt. Frustrierend für die Leser und Autoren des eigentlichen Artikels.

    PS:
    Nächste Woche beginnt das global warming, früher Frühling genannt 😉

  186. #187 S.Hader
    April 7, 2013

    Tja, den nächsten “Dr.Paul” müssen wir halt etwas kompromissbereiter und subtiler programmieren, damit er die Skeptikerszene effektiver unterhöhlen kann. Das sind halt die Kinderkrankheiten, die man aus der KI halt kennt. 😉

  187. #188 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 7, 2013

    Georg und die Ringkampfscene von anno dazumal :
    Wo is denn der Kai?

  188. #189 MJ
    April 7, 2013

    @ axel, shader

    Naja, koennen Sie beweisen, dass Palindrom-Zahlen NICHT den kuehlenden Effekt von CO2 belegen?!?!?

    Ich wuerde mir aber nicht zu sehr den Kopf ueber seine Effektivitaet zerbrechen: die misst sich bei einem Troll immer daran, in welchem Ausmass er einen Thread entgleisen lassen kann. Und offenbar ist er da ganz gut, nicht?

  189. #190 axel
    April 7, 2013

    Nee, kann ich nicht. Vielleicht frage ich mal den Volker Doormann.

  190. #191 axel
    April 7, 2013

    Willard A. Watts wieder at his best bei WUWT:

    “In 2012, a surprising twist and without ever ratifying it, the United States became the first major industrialized nation in the world to meet the United Nation’s original Kyoto Protocol 2012 target for CO2 reductions.”

    3 schwere Fehler in nur einem Beitrag, kulminierenden im zitierten Satz:
    Die USA beabsichtigten eine Reduktion von 7%, nicht 5,2.
    Bezugsjahr war 1990, nicht 1997
    Und Länder, die das Ziel bereits erreicht haben, gibt es jede Menge.

    Mal anders herum gefragt: Warum dieser heftige Widerstand gegen Kyoto in den USA, wenn das selbstgesteckte lächerlich geringe Ziel (von ca. 20t CO2 pro Kopf auf rund 19(!!)t/capita) so einfach zu erreichen ist?

    PS:
    Ein Watts ist nur ein Watts, wenn er trotz zahlreicher Kommentare zur Richtigstellung bei seiner Meinung bleibt. Punkt, basta.

  191. #192 axel
    April 7, 2013

    @ MJ

    Eigentlich wollte ich das Thema Delingpole ja meiden. Aber, hm, er hat sich heute zu seiner Todesdrohung im Australian geäußert. Hm, entschuldigt wäre zu viel gesagt, eher ein verbaler Amoklauf:
    http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100210866/an-english-class-for-trolls-professional-offence-takers-and-climate-activists/

    Oh Mann, wie krank ist Delingpole? In jedem seriösen Blog würde er gesperrt werden, im Telegraph erhält er einen eigenen.

  192. #193 MJ
    April 7, 2013

    @ axel

    Naja, ich muss zugeben, Richard Tol als “man of the left” charakterisiert zu sehen, ist doch einigermassen lustig. Aber OK, insgesamt wuerde ich sagen, dass man wohl ein wenig uebertrieben hat, wenn man 100 Prozent Klimacrank ist und sich Watts von einem distanziert:

    http://wattsupwiththat.com/2013/04/07/the-battle-of-the-pointless-nuremberg-insults-romm-vs-delingpole/

    Ich sehe zwar nicht wirklich, was Romm und Mann in diesem Fall getan haben, um Haue von Watts zu bekommen (Mann wohl gar nichts, und Romm befuerwortet entgegen Watts’ Behauptung den zitierten Beitrag gar nicht; und die Anschuldigungen gegen SkSc sind mir zu schwammig belegt, um sie auch nur nachvollziehen zu koennen), aber insgesamt ist das ein nicht voellig behaemmerter Beitrag von Watts, denke ich, was bei Watts wohl durchaus schon eine positive Nachricht ist…

  193. #194 MJ
    April 7, 2013

    @ axel

    Tamino findet wohl die passendsten Worte:

    https://tamino.wordpress.com/2013/04/07/i-dont-know-what-to-say/

  194. #195 MJ
    April 8, 2013

    Beeindruckend:

    http://qz.com/58763/the-chart-that-proves-being-a-soccer-fan-really-is-heart-wrenching/

    Ich habe ausserdem so ein unerklaerliches Beduerfnis nach oakley polarized pit boss sunglasses, in grau oder poliertem braun – bin ich da alleine?

  195. #196 axel
    April 8, 2013

    Oh, schade. Im WUWT-Beitrag zu Delingpole sind die Kommentare gesperrt. Angeblich, weil Watts am Sonntag keine Zeit hat, aber heute ist Montag und bei den neueren Beiträgen kann auch fleißig kommentiert werden.

    Vermutlich hatte Watts dieselbe Vorstellung wie ich, was von seinen Leuten kommen würde. Schade, den Spaß hätte ich gerne gehabt.

  196. #197 kai
    April 8, 2013

    willbaldleo, der hoffi ist seeehr empfindlich geworden (sein ferien in nicaragua haben ihm offenbar nicht gut getan) und hört sich lieber den unendlichen scheiss seines unterirdischen volltrottels und gefolgsakolyten vennimdreck an, als anspruchsvolle relativierung seines falschen götzenglaubens agw. aus dem axel und %&k.a234r.s&%t)(e66n*? kriegst ja auch nix gscheids mehr raus. diese knochen sind langweilig bis zum abwinken, lecken nur noch ihre wunden, weil es nicht wärmer wird, diese armen schweine. du siehst also, eine himmeltraurige angelegenheit hier. und dann noch der schaudererer mit seinem ewigen gelabere, und immer noch der mj, der immer nur von seiner langweiligen betriebswirtschaft daherschwafelt. arme tröpfe …

  197. #198 axel
    April 8, 2013

    Peter Neururer soll den VfL Bochum retten!
    Peter Neururer?

  198. #199 shader
    April 8, 2013

    Solang es nur eine Fussballmannschaft ist und nix wichtiges. 😉 Wünsche ihm viel Erfolg dabei.

  199. #200 Georg Hoffmann
    April 8, 2013

    Shader
    Nur Fussball? geht’s noch?

    Axel
    Der Pedda reißt das raus!

  200. #201 Georg Hoffmann
    April 8, 2013

    Kai
    Hatte ich dich nicht gesperrt? Ist so lange her, ich wusste schon nicht mehr warum. Jetzt weiß ich es wieder.
    Ich nehme an, es gibt keine Moeglichkeit, dass du hier normal schreibst und argumentierst, oder?

  201. #202 MJ
    April 9, 2013

    Bei den Freiheitsliebenden scheint gerade ein eventuell Gehirnimplosionen ausloesender Konflikt vorzuherrschen, wie man dem Orakel Thatcher huldigen kann, obwohl es offenbar AGW ernstgenommen hat (Zyniker meinen, um ein Argument gegen Kohleminen zu haben). Klar ist natuerlich, dass das weniger mit einer Betrachtung Thatchers zu tun hat, als mit der Geschkacklosigkeit, die Aufmerksamkeit um die gerade Verstorbene zu missbrauchen, um politisches Kleingeld zu schlagen. Denn eines ist mit Sicherheit nicht relevant zu der Frage der Realitaet von AGW: ob Thatcher sie akzeptiert hat, oder nicht. Aber bitte, offenbar hat sie 2002 eine weltsozialistische Verschwoerung gesehen, und damit ist alles wieder gut bei der GWPF, AGW gilt nicht, ThatcherReagan alles muss immer so bleiben wie in den 80ern:

    http://www.thegwpf.org/margaret-thatcher-hot-air-global-warming/

  202. #203 MJ
    April 9, 2013

    Macht die australische Emissionssteuer 100 Prozent EE bis 2030 billiger als fossile Alternativszenarien? Ja, sagt dieses Paper, “Least cost 100% renewable electricity scenarios in the Australian National Electricity Market” (veroeffentlicht ins Energy Policy):

    http://www.ies.unsw.edu.au/sites/all/files/profile_file_attachments/LeastCostElectricityScenariosInPress2013.pdf

  203. #204 MJ
    April 9, 2013

    Uhm, und weil ich es in letzter Zeit immer wieder beanstandet sehe (chris Hope hat genau im Zusammenhang mit diesem Paper heute jemanden auf Twitter korrigiert): mit EE ist in diesem Zusammenhang natuerlich nur die Elektrizitaetsversorgung gemeint, nicht Energieversorgung.

  204. #205 MJ
    April 9, 2013

    In der Zwischenzeit ist noch immer nicht klar, warum genau manche glauben, ein effizienter Uebergang in Form eines Marktprozesses lasse sich irgendwie staatlicherseits organisieren (ich haette gedacht, das Thema ist seit ein paar Jahrzehnten abgehakt). Plus die offensichtliche Sinnlosigkeit installierte Kapazitaeten zu vergleichen:

    http://carboncounter.wordpress.com/2013/04/09/german-solar-or-new-coal-plants-which-will-produce-more-electricity/

  205. #206 Dr. Webbaer
    April 9, 2013

    Herr Hoffmann, Sie haben hier:

    Man wird sehen, ob am Ende [aus dem “New Atheism”] eher so eine Art Kricketclubsnobismus daraus wird oder etwas, womit man wirklich Rassismus ins Herz der Gesellschaft tragen und gesellschaftsfaehig machen kann, nach dem Motto: Wir haben ja nicht die Araber rausgeschmissen, sondern nur die Auswuechse primitiven Goetzenglaubens eingeschraenkt.

    …etwas nicht verstanden.

    Der strenge Atheismus, dem sich der Schreiber dieser Zeilen in dieser Form nicht anschließt, ist antireligionistisch und humanistisch, vertritt bestimmte und bekannte Positionen der Aufklärung und ist kein Gourmet-Verein.

    Zudem steht der Islam diametral zu der Aufklärung, arbeitet mit Wertzuweisungen für Menschengruppen und pflegt die Gewaltanwendung als Gottesdienst.
    “Islamistische” konsequente Gruppen sind keineswegs isoliert, sondern besetzen die heiligen Stätten und können als Wahhabiten, als Anhänger der Khomenei-Schia, sunnitischerseits auch noch als Salafiten und Moslembrüder, jeweils mit globalem Machtanspruch, klar bezeichnet werden. Dazu kommen noch regionale Gruppen wie die Taliban oder Boko Haram, die Hisballah und unzählige (weltweit betrachtet) kleinere Gruppen wie die Gülen-Bewegung oder Dschihadisten mit eher regionaler Anbindung.

    Kurzum, absehbarerweise wird diese Kraft oder Kräftebündelung absehbarerweise die politisch für Unruhe sorgende Kraft des 21. Jahrhunderts werden.

    MFG
    Dr. W (der hier angemerkt hat, weil es dort nicht möglich ist, es hier aber auch nicht vertiefen muss=

  206. #207 axel
    April 9, 2013

    @ Georg

    “Der Pedda reißt das raus!”

    Hm, er hatte ja schon viele Stationen, unter anderm auch bei uns in Köln (“mach et, Otze!”). Nun ja, vielleicht schafft er’s ja, er war aber irgendwie immer einer, der nur für kurze Zeit ein Strohfeuer entfachen konnte. Ok, so was wie Strohfeuer braucht der VfL, aber selbst das ist lang her.
    Der Fußball hat sich verändert, Peter Neururer auch?

    PS:
    Schau lieber mal ein paar km weiter nach Dortmund heute. Immerhin fährt der Regionalexpress noch durch Bochum, wenn ich den BVB besuche 😉

  207. #208 Georg Hoffmann
    April 9, 2013

    @Axel
    “mach et Otze” war von dem Rutemoeller.
    So oder so passt der Neururer aber zu uns. Kleiner Prolet, groszes Herz oder so.

  208. #209 axel
    April 9, 2013

    Oh, verdammt. Rutemöller, klar, das ist mir jetzt aber mehr als peinlich, so was darf eigentlich nicht passieren. Ich sperre mich zur Strafe erst mal selbst. Und jetzt ab in den Keller zur Selbstkasteiung.

  209. #210 shader
    April 9, 2013

    Okay, Fussball kann auch schön sein. Gratulation an den BVB – ist ja auch Ruhrpott. 😉

  210. #211 axel
    April 10, 2013

    Klima? Scheißegal – was zählt sind 4 Minuten, einfach mal 4min zuhören: https://soundcloud.com/90elf/nachspielzeit-bvb-malaga

  211. #212 axel
    April 10, 2013

    Oder wahlweise BVB-Netradio (Norbert Dickel?)
    Fast schon brasilianisch 😉

  212. #213 Dr. Webbaer
    April 10, 2013

    Herr Hoffmann,
    darf in diesem Feedback-Bereich noch auf eine Reaktion Ihrerseits zur Kritik an Ihrer erkennbar schlichten Sicht auf den New Atheism (Dawkins, Dennett, Harris & Hitchens) gehofft werden? – Ischt ja kein unwichtiges Thema und eine Antwort wäre nett.

    MFG
    Dr. W (der sich natürlich mit Ihnen freut, dass ein “Ruhrpott”-Verein, ein Verein der kleinen Leute sozusagen, ins Halbfinale der Champions-League hat vorstoßen können)

  213. #214 MJ
    April 10, 2013

    Onkel Feynman erklaert, warum ein Zug nicht entgleist, wenn er um die Kurve faehrt. Die science editor bei boingboing erklaert extrem akkurat:”it’s more about mechanics than physics.” Im Link findet sich uebrigens der Feynman Beitrag in audiovisueller Form, kein Video:

    http://boingboing.net/2013/04/10/why-do-trains-stay-on-the-trac.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

  214. #215 Georg Hoffmann
    April 10, 2013

    @WB
    Super. Kannte ich noch nicht!

  215. #216 Dr. Webbaer
    April 10, 2013

    Herr Hoffmann, wie ist das genau zu verstehen?:

    @WB
    Super. Kannte ich noch nicht!

    Als Ablehnung sich mit bestimmten Thesen der sogenannten Neuen Atheisten zu beschäftigen oder als “Ich kann nicht mehr, Ärmchen zu kurz, ich hab da ja nur mal in einem anderen WebLog was gesagt gehabt.”?

    Ihr Kommentatorenfreund bleibt interessiert, lauscht Ihrem politischen Vermögen sozusagen weiterhin.

    MFG
    Dr. W

  216. #217 Georg Hoffmann
    April 10, 2013

    @WB
    “Herr Hoffmann, wie ist das genau zu verstehen?”

    Als peinliches Versehen. Lies @WB als @MJ.
    Die Feynman Videos sind super und lohnen sich alle, nicht nur mit dem mit der Eisenbahn.

  217. #218 Georg Hoffmann
    April 10, 2013

    @WB
    Jetzt sehe ich, dass Sie hier was kommentieren, was ich gestern beim Ali stehengelassen habe. Ich werde bei Gelegenheit mal einen laengeren Beitrag dazu schreiben. Nur soviel.
    Der Erfolg einer Ideologie (und das ist der Atheismus. Ich halte ihn sogar aus soziologischer Sicht fuer eine Religion im weitesten Sinne) haengt nicht davon ab, ob diese Ideologie logisch besonders elegant daherkommt oder besonedrs humanitaer. Ihr Erfolg haengt (unter anderem) davon ab, ob man mit ihr Distinktionsgewinne machen kann, sich also als soziale Gruppe effektiv von anderen Unterscheiden und am besten abheben kann. Siehe etwa die Geschichte der Manieren von Norbert Elias oder die bekannte Geschichte der Vornamenswahl (Jenny/Kevin geht bei der bildungsnahen Mittelschicht gar nicht etc siehe den exczellenten Artikel in Freakonomics http://www.youtube.com/watch?v=R9TWt_9ARrg).
    Kurz all diese Ueberlegungen gelten auch fuer den neuen Atheismus, der erstmal als sozialer Gewinn beim entsprechendem bekennenden und sich organisierenden Atheisten verbucht werden kann. Dann aber reagiert der Markt und die gerade errungene Domaene muss verteidigt werden (sonst ergeht es einem wie dem Hollywood-Buddhismus in den 90ern). Unter Druck bleibt dann abzuwarten, wohin die Reise bei den neuen Atheisten geht: Religionsplacebo fuer die urbanen Kopfarbeiter oder gar aggressive Ideologie, um nach unten auszuteilen. Schaun mer mal.

  218. #219 Dr. Webbaer
    April 10, 2013

    Herr Hoffmann, gerne mal ein wenig, und vielleicht auch im gesetzten Zustand, vielleicht am WE, wenn Duisburg, Dortmund, Schalke oder Wadersloh gewonnen haben, mal janz entspannt reflektieren.

    Der Schreiber dieser Zeilen findet die aggressiven Atheisten auch nicht so töfte, aber beim Islam haben sie den Braten gerochen, der will ans Eingemachte, woll?

    MFG
    Dr. W (der weiterer publizistischer Nachricht harrt, aber gerade auch bei diesem Thema vorab den Rat gibt nicht doof zu werden)

  219. #220 MJ
    April 10, 2013

    Und jetzt kommt’s: Wer hat recht? Hope? Nordhaus? Tol? Der Olle mit den 1400 Dollar auf die Tonne CO2? Keiner von denen? Na, einfach selber nachrechnen! Als Start vielleicht “My Little Integrated Assessment Model”?

    Zur Verfuegung gestellt von Tol, implementiert in Excel, Anweisungen und Uebungen in seinem Klimawandeloekonomie-Lehrbuch (dort verlinkt, frei zugaenglich). Warnhinweis:”Note that you can cheat your way to a perfect result. In fact, I made it so easy that cheating does not pose an intellectual challenge or even require any effort. If you want to be lazy and dumb, that is your problem.”

    https://sites.google.com/site/climateconomics/mfiam

    P.S.: Warum steht in der url “mfiam”?

  220. #221 MJ
    April 10, 2013

    Passend zu Freakonomics, das “neue” Fryer/Levitt paper im “American Economics Review” (“neu”, weil es als NBER-Arbeitspaper schon seit mindestens 2006 durch die Gegend geistert, als solches auch ungated zu finden) – “Testing for Racial Differences in the Mental Ability of Young Children”

    http://www.aeaweb.org/articles.php?doi=10.1257/aer.103.2.981

    Aus der Discussion (mit allen danach angebrachten caveats, selbstverstaendlich):

    “The debate over racial differences in intelligence is among the most divisive in the social sciences. Utilizing a newly available, nationally representative data set with measures of mental function among children before their first birthday, we find little evidence of systematic racial differences. Some substantively small, but statistically significant differences are present in the raw data. Including controls for age, socioeconomic status, home environment and prenatal environment largely erase these small differences. A simple calibration exercise suggests that many of the basic facts in the data can be generated from a model in which there are small mean differences in intelligence across races, but large environmental differences across races that become increasingly important as children age.”

    Das fuegt sich in die Forschung zu “Humankapital” James Heckmans ein (fuer die er den Nobelpreis bekommen hat), der aus diesem Grund schon seit geraumer Zeit fuer “early childhood education” wirbt. So aus dem Kopf (aus meinem) schaetzt er, das der IQ nach dem 10. Lebenjahr nur noch extrem schwer zu beeinflussen ist, davor aber sehr viel gemacht werden kann – je frueher, desto besser.

    h/t marginalrevolution

  221. #222 MJ
    April 10, 2013

    Und hier ein relativ recentes (Feb 2013) Interview mit James Heckman:

    “Say you have unmotivated black kids living in the middle of the ghetto and white kids from Scarsdale or some other upper-class neighborhood. You give each kid who gets a successful answer one M&M — just give them an M&M — and you say for each point extra on the IQ test, each correct answer, I’ll give you one more M&M. It turns out that the gap between the black and white student in the IQ test scores vanishes — vanishes completely.”

    Und ich habe richtig geraten:

    “But we do know roughly that the early years are very important and the later we wait, the harder it is. After age 10, IQ becomes very, very hard to change.”

    http://www.pbs.org/newshour/rundown/2013/02/it-pays-to-invest-in-early-education-says-a-nobel-economist-who-boosts-kids-iq.html

  222. #223 Georg Hoffmann
    April 10, 2013

    @mj
    Wie geht das denn genau? Muss man die Excel Files runterlasen und loslegen oder muss man erst die quizzy Fragen beantworten? Oder muss ich erst was lesen?

  223. #224 MJ
    April 10, 2013

    @ Georg Hoffmann

    Ich habe mich selbst noch nicht damit herumgespielt, erst vor ein paar Stunden gefunden, und ich habe hier noch nicht einmal Excel – soweit ich es verstanden habe, ist es als Lehrbehelf fuer IAMs gedacht, sollte also vermutlich gemeinsam mit Kapitel 14 des Buches angegangen werden (das wiederum auf eine Idee Anthoffs zurueckgeht). Die Quizz-Fragen sind meines Wissens vor allem fuer Twitter entstanden, und koennen ignoriert werden. Ich habe vor allem deswegen keines gemacht, weil er keine M&Ms rausrueckt…

  224. #225 MJ
    April 11, 2013

    Ein Photo von Hal Varian mit einem violetten Pullover mit V-Ausschnitt:

    https://twitter.com/pkedrosky/status/322400347102539776/photo/1

  225. #226 MJ
    April 12, 2013

    George Monbiot identifiziert heute das Problem “carbon leakage”:

    http://www.guardian.co.uk/environment/georgemonbiot/2013/apr/12/escalating-consumption

    Ein paar lose Gedanken:

    a) Das Kyoto-Protokoll und aehnliche Ansaetze gehoeren zu den Lieblingsideen auf der Seite, die viel zur Emissionsreduktion beitragen will. Die Evidenz, dass es nichts gebracht hat, ist nun schon seit Jahren verfuegbar – wenn sie nach wie vor ignoriert wird, liegt es einfach an Denial, wie beim naechstbesten Klimacrank.

    b) Es herrscht eine starke Tendenz vor, das Problem zu moralisieren. Nach dem Motto: es kann nicht (nur) ums Geld gehen, wenn so etwas Wichtiges auf dem Spiel steht. Aber das ist falsch. Es geht ausschliesslich ums Geld – da steckt klassische Konsumtheorie dahinter: Leute praeferieren etwas (“saubere Energie”, oder schlicht das Gefuehl, etwas beigetragen zu haben) und geben entsprechend Geld dafuer aus (und, wenn es politisch organisiert laeuft, zwingen auch alle anderen, mehr Geld fuer ihre Lieblingsdinge auszugeben). Es ist der Homo oeconomicus katexochen. Und entsprechend feindselig die Reaktion, wenn darauf hingewiesen wird, dass es nichts bringt (im besten Fall). Im Gegenteil, es handelt sich EXAKT um die Art von Konsumverhalten, das uns erst in unsere Lage versetzt hat. Gekoppelt mit der seltsamen Illusion, dass man da nicht reinfaellt, sondern irgendwie ueber durch Komsumtheorie beschriebenes Verhalten steht, wenn man andere Konsum-Praeferenzen hat als der naechstbeste Klimacrank. (Dahinter steckt im Grunde, glaube ich, der Gedanke, dass Okeonomie nicht etwas beschreibt, was wirklich passiert, sondern eher eine Art politische Theorie ist, bei der man sich aussuchen kann, ob man da mitmacht oder nicht.)

    Die Loesung, rein technisch gesehen, waere, dass der Preis eines Produktes einfach die Kosten wiederspiegeln muss, die die Emissionen verursachen, die bei seiner Produktion entstehen (mangels anderer Instanzen waere der Staat diejenige, die das durchsetzt.) Und wie auch immer man da hinkommt, es gibt nun lange genug Evidenz dafuer, dass das Hinstellen eines Windparks auf Subventionsbasis ohne Rucksichtnahme auf die Effekte dieser Marktverzerrung kontra die eigentlich vorgegebenen Ziele laeuft. (NB: Und das, nur um’s klar zu sagen, ist kein Argument gegen Windkraft per se.)

    3) Ebenfalls weit verbreitet ist die Vorstellung, dass die momentane Herausforderung in der Wahl der “richtigen” Energieformen besteht. Es tut mir leid, wenn ich mich da wie Benny Peiser anhoere, aber das ist reinstes staatsplanerisches Gedoens (kontra Peiser mit Sicherheit kein kommunistisches). Wenn sich in der Geschichte irgendeine wirtschaftliche Wahrheit herauskristallisiert hat, dann ist es die, dass der Staat in solchen Dingen die denkbar schlechteste Urteils-Instanz ist. Case in point ist Shale gas. Damit meine ich keine irgendwelche mehr oder weniger spektakulaeren Emissionsreduktionen etc durch Shale gas, sondern die einfache Tatsache, dass Shale gas die “Preisstruktur” gewaltig zugunsten Fossiler verschoben hat, und kein noch so elaboriertes handwaving macht das ungeschehen. Da auf Fossile fast nirgends ein Preis besteht, sondern man eher mit der Etablierung von EE-Zielen beschaeftigt war, ist das ein Problem. Man dachte sich, man koenne den “Energiemix der Zukunft” hier und heute einfach qua ueberlegener Einsicht installieren und hat dabei den Preis (und mit ihm den Markt) ignoriert.

    Und das ist wirklich seltsam: es herrscht heute keineswegs ein freies Markt-Dogma vor (weder akademisch, noch gesellschaftlich)- im Gegenteil, wir identifizieren mehr und mehr Missapplikationen von Maerkten, wo keine sind. Gut so. Aber nach wie vor ist Marktskepsis oft nur Ausdruck einer Position, die darauf aus ist (bewusst oder nicht) irgendwelche Partikularinteressen durchzusetzen – als ob das Fehlen eines Marktes die Sache leichter, nicht schwieriger, gestalten wuerde. Die Frage nach Emissionsreduktion ist ziemlich offensichtlich ein Problem, das eng mit Ressourcenallokation verkuepft ist. Solange, die, die es dauernd besser wissen, nicht mit einer nachweislich ueberlegenen Loesung antanzen, sollte man mit ihnen verfahren wie mit dem naechstbesten Klimacrank.

    4) Das Problem sind erst einmal Emissionen, die muessen wir runterkriegen. Weder Monbiots Jetset-Schickaria-Bashing zu Beginn des Artikels (als ob Jetsetter im grossen Ganzen ein auszumachendes Problem waeren), noch die (implizite) Moral am Ende, dass wir eine Art Sozialrevolution brauchen, weil dieses sinnlose Konsumieren lalalala consumerism etc etc etc Wachstumsdogma usw usf nicht mehr geht, bringen uns da einer Loesung weiter. Zuerst Emissionen, die Revolution koennen wir dann immer noch machen, wenn sie noch noetig ist.

  226. #227 MJ
    April 12, 2013

    Weil ich es angepsrochen haben: ja, wie verfaehrt man nun am besten mit Klimacranks? Ganz einfach die Hoechststrafe aussprechen: man bindet sie an einen Sessel und zwingt sie niederlaendischen Rap anzuhoeren:

    https://www.youtube.com/watch?v=hsTYev-jiII

    OMG, jetzt sind sie schon in Frankreich!

  227. #228 MJ
    April 14, 2013

    Gibt es eigentlich noch irgendeinen relevanten Unterschied zwischen Joe Romm und Glenn Beck? Heute:”Martin Luther King And The Call To Direct Action On Climate”:

    http://thinkprogress.org/climate/2013/04/14/1696191/martin-luther-kings-advice-to-climate-activists-2/

  228. #229 MJ
    April 14, 2013

    So, und nach einigem Nachdenken, und weil es bei Ali drueben ja heftige Diskussionen gegeben hat, die sogar hierhergeschwappt sind, moechte ich hier einmal eine Lanze fuer die New Atheists brechen. Das heisst, teilweise. Ich denke naemlich, obwohl ihr Anliegen vollumfaenglich zu befuerworten ist, sie nicht die Wurzel des Problems identifizieren: Monotheismus. Normalerweise wird dieser mit den Abrahamitischen Religionen identifiziert, was nicht ganz korrekt ist, aber den quantitativ relevanten Teil erfasst. Dabei wird uebersehen, dass die Abrahamitischen Religionen nicht die Quelle, sondern Konsequenz des Monotheismus’ sind. Die Quelle ist der Aten-Kult Akhenatens und Nefertitis (im deutschsprachigen Raum offenbar als Echnaton und Nofretete bekannt).

    Die Verbindung zu den Abrahamitischen Religionen sowie die historische Bedeutung Akhenatens sind dabei bekannt. Freud und Thomas Mann haben sie verarbeitet, und Philip Glass hat aufgrund seiner einschneidenden Bedeutung in der Menschheitsgeschichte eine ganze Oper ueber Akhenaten geschrieben (die anderen beiden waren “Einstein on the beach” und “Satyagraha”, uber Einstein und Gandhi). Und doch wird dies von den New Atheists voellig ignoriert. Aber, so meine Ueberzeugung, wer das Uebel asurotten will, muss es an der Wurzel packen. Und die Wurzel ist lebendig, aber fuer das durch moderne Monotheismen verwirrte Auge nicht sichtbar. Betrachten wird also Akhenatens ‘Hymne an den Aten” und die Verbindungen, die hier von religioesen Phanatikern hergestellt werden:

    http://www.aldokkan.com/religion/aten.htm

    Die Aussage etwa ueber den Aten (manifestiert in der Sonnenscheibe) “With your rising, they live. // With your setting, they die.” ist also hier als total genau dasselbe wie “The solar energy is the main reason for life, without it life will immediately cease to exist on earth.” interpretiert – um zu zeigen, dass der Aten-Kult moderne wissenschaftliche Erkenntnisse vorwegnimmt. Wie laecherlich! Aber vor allem: Wie gefaehrlich! Das ist genau die Art von Vergleich, uber die sich PZ Myers in ungefaehr 10000 Blogposts lustig gemacht hat – voellig zurecht! Es ist so wichtig, so etwas zurueckzuweisen! Ich meine also, jemand sollte seine Aufmerksamkeit darauf lenken. Und Myers sollte dann seine Leser dorthin schicken, um die Umfrage (74 Proezent fuer “Yes, Atenism makes more sense than traditional religions and other sacred texts”, unertraeglich!) zunichte zu machen. Denn wenn im Kampf gegen Religionen etwas wichtig ist, dann, dass irgendwelche Kultfiguren wie Myers ihre Leser, deren Kritik hauptsaechlich im Reflex besteht Myers Anweisungen zu folgen (oder Dawkins’, oder Hitchens, einer der groessten Intellektuellen unserer Zeit!!!), anweisen irrelevante Aktionen im Internet zu starten und den intellektuellen Kampf gegen ein paar Pausenclowns aufzunehmen!

    Auch die Aktion damals, aus dem Koran ein paar Seiten rauszureissen, ihn dann mit ein paar Sachen in den Mistkuebel zu werfen und ein Photo davon online zu stellen, reicht nicht – so wichtig diese Geste gewesen ist. Myers sollte die Hymne an den Aten ausdrucken, draufscheissen, verbrennen, auf die Asche onanieren, und sie dann an den Papst schicken. Wenn das nicht endgueltig beweisst, wie sehr wir New Atheists brauchen, dann weiss ich auch nicht…

  229. #230 MJ
    April 14, 2013

    Aber eines muss man schon sagen: Akhenaton war eine echt coole Sau! Nicht nur, dass er und Nerfertiti ihren Buesten zufolge so etwas wie Supermodels gewesen sein muessen (wenn man von den uebertriebenen einmal absieht). Nein, wenn man dieses youtube-Video aus obigem Link als Grundlage hernehmen kann (und ich sehe keinerlei Grund warum nicht), dann muss der Aten-Kult irgendwo zwischen Saturday Night Fever und einem LSD-Trip angesiedelt gewesen sein:

  230. #231 MJ
    April 14, 2013

    Damit aus dem ganzen Unsinn vielleicht doch noch ein Funke Brauchbares rauskommt, hier ein Link zu einem mitgeschnittenen Livestream der erwaehnten Oper “Akhnaten” von Glass, die offenbar zur Zeit an der Indiana University aufgefuehrt wird (einfach unten das Video auswaehlen):

    http://music.indiana.edu/iumusiclive/streaming/

    Achtung: Die Rolle des Akhnaten ist eine Countertenor-Partie. Erfahrungsgemaess fuehrt das vor allem bei Maennern zu Verwirrungen, die weit ueber ein Ueberraschtsein hinausgehen und die sexuelle Identitaet betreffen.

  231. #232 michael
    April 14, 2013

    @MJ

    Hast Du Frühlinsgefühle oder bist Du nur faul, einen eigenen Blog aufzumachen ?

  232. #233 MJ
    April 14, 2013

    @ michael

    Ich habe keine Fruehlingsgefuehle und bin zu faul meinen eigenen Blog aufzumachen.

    Haben Sie Fruehlingsgefuelhe oder sind Sie zu daemlich etwas zu ignorieren, wenn Sie es nicht moegen?

  233. #234 axel
    April 15, 2013

    @ MJ

    Einfach weitermachen!

    Zu Monbiot:
    Interpretieren Sie da nicht ein bisschen viel hinein? Ich lese da nur folgendes heraus:
    Es ist eine Lebenslüge unserer westlichen Konsumgesellschaften, mann könne einfach so weiter konsumieren und gleichzeitig Klimaschutzziele erreichen. Ich denke, da hat Monbiot recht. Eine unbequeme Wahrheit, die so wirklich niemand ansprechen möchte.

    Zum Carbon leakage:
    Wir hatten das schon. Klar, CL wird es immer geben, so lange nicht alle Länder Klimaschutz betreiben oder alternativ Klimastrafzölle gegen solche Länder verhängt werden. Trotzdem kein Grund, verschämt zu sein, es liegt halt nicht in unserer, sondern in der Verantwortung von z.B. China, ob man dort CO2-verträglich oder nicht produziert. Wenn China das ganze unfair findet, können sie auch auf die Produktion von Exportkonsumgütern verzichten, niemand zwingt jemanden.

  234. #235 Günther Vennecke
    April 15, 2013

    Der Guardian hat jetzt die Fragestellung zum Arabischen Frühling neu aufgegriffen und kommt definitiv zu dem Ergebnis, dass dieser eine Konsequenz des Klimawandels ist:

    “When the Tunisian street vendor, Mohamed Bouazizi, set himself on fire on 17 December 2010, it was in protest at heavy-handed treatment and harassment in the province where he lived. But a host of new studies suggest that a major factor in the subsequent uprisings, which became known as the Arab spring, was food insecurity.”

    “http://www.guardian.co.uk/environment/2013/apr/13/climate-change-threat-food-supplies

    Interessant sind auch die Kommentare zu dem Artikel, wenn auch der eine oder andere dümmliche des typischen Klimaleugners nicht vermieden werden kann, die anscheinend zu nichts anderem fähig sind, als ihr sinnloses Mantra “das Klima hat sich schon immer geändert” in den Kommentarspalten und Blogs zu verbreiten.

    Aber solche Typen bekommen dort kräftig contra.

  235. #236 MJ
    April 15, 2013

    @ axel

    Da habe ich mich missverstaendlich ausgedrueckt, das war nicht, oder nicht nur, eine Interpretation Monbiots, sondern so allerlei, das mit dazu eingefallen ist, hauptsaechlich an mich selbst, um meine Gedanken zu ordnen.

    Ja, das mit der Konsumgesellschaft ist schon angekommen bei mir. Nur a) sollte das Problem wiederum ueber den Preis gesteuert werden, und nicht ueber Kaffeesudleserei. Man will, dass die Leute weniger konsumieren, und kann das auch rechtfertigen – dann sollte man die Preise erhoehen! Und b) liegt das Problem nicht bei Jetsettern, sondern beim 0815-Verbraucher, dam man idR nicht vorwerfen wuerde, sonderlich ueberbordend zu leben. Bei Ihnen und mir, nicht bei Ivana Trump. Ich weiss nicht, was dies Einleitung Monbiots signalisieren soll, ich vermute mal es dient hauptsaechlich zur Identifikation mit der Leserschaft.

    Carbon leakage: die Herausforderung besteht darin, den carbon footprint im Konsum zu reduzieren, so bescheiden das eben moeglich ist in Absenz eines internationalen Abkommens. Momentan passiert das gar nicht – man konsumiert wie eh und je oder schlimmer, zahlt aber oben drein fuer eine Energietransition, die in der Form nichts bringt, oder aber mit dem Verprechen, dass sie dann was bringen wird, wenn selbst Tol nervoese Zustaende bekommt. (Man beachte in diesem die Diskrepanz zwischen dem Herumgebruelle, dass es am besten ein negativer Diskontsatz sein soll, aber man sich andererseits wegen kurz- un mittelfristiger Emissionserhoehungen nicht so anstellen soll, weil EE SIND DIE ZUKUNFT!!!) Ein Kohlekraftwerk (oder AKW), das “ersetzt” wird, aber in Wirklichkeit nur in China neu gebaut, ist vergeudete Anstrengung. Besser es waere gleich in Europa geblieben, oder unter einer Steuer hier durch ein Gaskraftwerk ersetzt worden (oder was auch immer die Steuer bewirkte). Das sieht weniger gruen aus, aber was soll’s: man soll sich ja ueber die Zukunft den Kopf zerbrechen, aber momentan brauchen wir einmal eine Energieversorgung der Gegenwart. Die Aussicht, dass in einem halben Jahrhundert unter allerlei Annahmen 100 EE moeglich waeren, hilft uns da nicht, und hat sich als denkbar schlechter Wegweiser erwiesen. Die internationalen Energiepreise bei der Planung nicht willentlich zu ignorieren (weil EE SIND DIE ZUKUNFT!!!) waere schon ein Vorteil. Bei Leuten, die “Effizienz” fuer eine aestetische Macke von Oekonomen halten, die man mit gutem Willen ueberkommen kann, redet man da gegen die Wand.

  236. #237 MJ
    April 15, 2013

    @ Günther Vennecke

    Vielleicht koenne Sie mir weiterhelfen. Vidal spricht von einem “host of new studies”, verlinkt dann allerdings auf eine Seite eines progressiven Think Tanks mit einer Diskussionsankuendigung ziwschen einem NYTimes-Journalisten und einer Professorien im Bereich Politikwissenschaften. Einleitungsvortrag und Moderation vom CEO und einem “senior fellow” des Think Tanks.

    Nach ein bisschen Durchklicken komme ich auf das, was Vidal, glaube ich, meint, und es ist dies hier:

    http://www.americanprogress.org/wp-content/uploads/2013/02/ClimateChangeArabSpring.pdf

    Dabei ist keine einzige Studie, sondern 5 Essais ohne wissenschaftichen Anspruch und ohne Qualitaetskontrolle. Und der Essai ueber den Arabischen Fruehling bahauptet ausdruecklich nicht, dass dieser “Konsequenz des Klimawandels ist”, sondern beschraenkt sich auf so Aussagen wie:”Global warming may not have caused the Arab Spring, but it may have made it come earlier.” Oder das:

    “While some academics have sought to demonstrate direct causal links between higher food prices and political unrest historically,48 it is important not to overstate the case in respect to the recent Arab Spring. We agree with experts in Tunisia and Egypt and World Bank President Robert Zoellick, who all described food prices as an “aggravating factor” in the turmoil rather than the principal cause.”

    Die Argumentationskette laeuft so, sofern ich richtig verstehe: heftige Wetterereignisse, die durch Klimawandel verursacht wurden -> Nahrungsknappheit/hohe Nahrungsmittelpreise -> einer von mehreren Grunden, die vermutlich eine Rolle gespielt haben, aber keine ursaechliche. Die volle Evidenz des Zusammenhangs zwischen Klimawandel und Arabischen Fruehling wie er im Essai praesentiert wird zitiere ich im folgenden:

    “But individual events can never be unambiguously attributed to climate change by definition, and the severe weather of 2010–2011 is exactly what we should expect to happen with increasing frequency as the world’s temperature warms. There is, moreover, increasing confidence that weather extremes over the past decade are linked to anthropogenic global warming—for example, one calculation derives an 80 percent probability that the July 2010 heat record in Moscow would not have occurred in the absence of such warming.”

    Das heisst, null Evidenz.

    Vielleicht habe ich da falsch geklickt, und ich habe die Studien einfach nicht gefunden. Falls doch, koennen Sie mir erklaeren, wovon zum Teufel Vidal da redet?

  237. #238 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 15, 2013

    @kai : Na endlich heute erster Tag für die “Warmisten”.
    Ist ja zum Grausen gewesen .Ich habe schon von Verschwörung an ganzen Völkern gesprochen,die man aushungern will.Und habe dazu aufgefordert:
    Bienenvölker aller Länder vereinigt euch, auf daß derart langanhaltende Kälte im Frühling ab dato unterbleibe.

  238. #239 MJ
    April 15, 2013

    Oh, und wie ich gerade feststelle, ist das, wovon Vidal da redet, genau die american progress-Diskussion, zu der Georg Hoffmann im Eingangspost schon verlinkt hat…

  239. #241 axel
    April 16, 2013

    @ MJ

    “Man will, dass die Leute weniger konsumieren,…”

    Genau an der Stelle liegt der Hund begraben. Wer ist ihr “man”? Die regierenden Politiker, der ökonomische Mainstream sicherlich mit. Man sage das laut, und das Abschneiden bei der nächsten Wahl ist vorhersehbar.

    Da liegt der Hund halt ganz tief begraben. Jeder, der mit Klimapolitik ernst macht, muss sich mit dieser Frage befassen. “Man” will es aber nicht, die Gründe liegen auf der Hand. Exakt an dieser Stelle hakt Monbiot nach, ich schätze, “man” wird ihn nicht hören wollen.

    (Nur so ganz kurz, ist gerade alles ein wenig turbulent bei mir zu Hause)

    Viele Grüße

  240. #242 MJ
    April 16, 2013

    @ axel

    “Man” ist erst einmal niemand. Die Begruendung ist die Internalisierung einer Externalitaet. Technisch ist der Staat dafuer zustaendig. Politisch sind diejenigen, die an dieser Internalisierung interessiert sind. Und momentan verspielen diese Gruppen ihr gesamtes politisches Kapital um irgendwelche alten politischen Forderungen umgesetzt zu sehen (siehe Umweltschutz-NGOs, die meisten Gruenen Parteien) . Der Ihnen beim Klimawandel als Argumentationsplattform dienende akademische Konsens und “Evidenz” gehen Ihnen genau ab dem Zeitpunkt sonstwo vorbei, wo es gegen diese Interessen geht. Damit sind sie nicht besser als die GWPF (oder suchen Sie sich irgendwelche neoliberalen Parteien aus). Das mag politische Realitaet sein, kritisiert sollten sie dennoch dafuer werden.

    Anders gesagt: Wie kann es sein, dass politische Koalitionen fast ueberall ihre Waehler davon ueberzeugt haben, das man diverse Arten von EE-Zielen braucht, aber sich all die Jahre niemand darum geschert hat, die grundlegende Notwendigkeit einer (einnahmeneutralen) Emissionssteuer zu kommunizieren? Und es geht hier noch nicht einmal um eine wirtschaftliche Frage, die prinzipiell ins gesellschaftliche Spektrum reinspielt, wie etwa was man von Gewerkschaften halten soll, oder so. Das Problem ist vorgegeben, die wirtschaftliche Seite rein technisch. Die quantitative Betrachtung einmal beiseite – das Problem ist klar: AGW. Die Loesung ist klar: runter mit den Emissionen. Und der Rest ist eine rein technische Frage, auf die wir die Antwort kennen: Emissionssteuern. Der letzte Teil wurde aus irgendwelchen Gruenden nicht kommuniziert, inklusive bei denen, die vorgeben AGW ernst zu nehmen – stattdessen irgendetwas anderes. Und so kann es passieren, dass man nie und nimmer von EE-Zielen abruecken wuerde, was da auch komme; Dinge wie den Atomausstieg in den Vordergrund stellt als handle es sich um eine Frage “biblischer” Relevanz; Shale gas verbietet und Kohle verbrennt etc.- aber gleichzeitig zulaesst, dass das ETS als einziger Mechanismus, der einen Emissionspreis etabliert (bei allen prinzipiellen Problemen damit), den Crash des Jahrhunderts hinlegt ohne die geringste Idee zu haben, wie der Plan B aussehen soll.

  241. #243 MJ
    April 16, 2013

    Weil davon gestern die Rede war: Wer will einen Beitrag ueber eine Podiumsdiskussion beim Center for American Arogress lesen, von jemandem, der seine Mission so beschreibt:

    “Recently unemployed sequestration victim with lots of time, little money, and an unhealthy knowledge of DC’s think tanks, Hill receptions, and speaker series. They can kick me out of the club, but they cant stop me from crashing their free events, eating their free food, totally ignoring their discussions, and then anonymously making fun of them on the internet.”

    Hier (ein Eintrag weiter ist ueber eine Veranstaltung beim AEI):

    http://panelcrashing.blogspot.fr/2013/04/day-2-center-for-american-progress.html

  242. #244 axel
    April 16, 2013

    Da hätte ich ja fast die Meldung des Tages verpasst:

    Gescheiterte Reform des Emissionshandels: “Das ist das Ende einer europäischen Klimapolitik”
    (Quelle: Spiegel

    Folgende Passage von Matthes habe ich nicht verstanden:

    Sie verkennen aber, dass wir Ansätze brauchen, die globalisierungsfähig sind. CO2-Steuer und Erneuerbare-Energien-Gesetz sind interessante Instrumente, sie sind aber letztlich nicht globalisierungsfähig.

    Warum ist eine CO2-Steuer nicht globalisierungsfähig? Koordinierte Einführung sollte doch sogar leichter sein als die eines Emissionshandels. Oder meint Matthes, dass der CO2-Steuer die Möglichkeit fehlt, Emissionsminderungen grenzüberschreitend (durch Ankauf/Verkauf ausländischer Zertifikate) zu erzielen? Das ist in der Tat ein Plus des Zertifikatehandels, Minderungen werden dort erzielt, wo sie am billigsten zu erreichen sind.

    Zurück zum EU-Parlament:
    Bin sehr überrascht,weil ich intensiv die Debatte im Umweltausschuss verfolgt habe (Grüße an Holger Krahmer, FDP). Nach dem positiven Entscheid dort galt die heutige Abstimmung eigentlich als gegessen, die entscheidende Hürde war das Ministerratstreffen kommenden Monat und da insbesondere die deutsche Position, ohne deren Votum man kaum auf Ministerebene erfolgreich sein konnte. Noch mehr überrascht bin ich, weil das Backloading ja nur ein Aufschieben der Zertifikatsausgabe, aber keine grundsätzliche Verknappung darstellte. Von einer Rettung des Instruments ETS konnte sowieso nie die Rede sein, es war ein Minimalkompromiss, um den ETS nicht ganz absterben zu lassen. So also lieber statt auf die Intensivstation direkt in die Friedhofskapelle, hm, verstehe das, wer will.

  243. #245 MJ
    April 17, 2013

    “Geoengineering and abatement: A ‘flat’ relationship under uncertainty”

    Emmerling/Tavoni praesentieren die Resultate eines (Arbeits)Papers (im Link referenziert), mit der doch recht eindeutigen Schlussfolgerung, dass wir erst einmal Emissionssteuer einfuehren sollten, bevor wir uns ueber andere Dinge den Kopf zerbrechen, bitte jetzt endlich:

    “Our research provides a strong argument for maintaining mitigation policies even when considering a very optimistic viewpoint on the potential of geoengineering. Even if we were to attach a 50% probability to the possibility that geoengineering will work at large scale, at low costs and with no side effects, the optimal carbon tax today should decrease only from 29 $/tCO2 to 19$/tCO2 if geoengineering is possible”

    http://www.voxeu.org/article/geoengineering-and-abatement-flat-relationship-under-uncertainty

    Die optimale Steuer bringt eine recht gute Wahrscheinlichkeit mit sich, jenseits der 600 ppm CO2e zum Stillstand zu kommen, was Umweltschuetzer seit jeher als Affront empfinden (“Bjorn Lomborg AND Richard Tol, or ‘Dumb & Dumber’, to give them their full title in climate science circles…” twittert John Gibbons heute) – und doch sehe ich Greenpeace nicht vor Parlamenten protestieren, weil wir nicht einmal das haben.

    Gestern ist das ETS baden gegangen, wieder einmal.

    Bündis 90/Die Gruenen haben heute unter der fixen Rubrik “Atomausstieg & Energiewende” Fukushima, Endlagerprobleme und wie die Industrie den Strompreis manipuliert, weil EE an sich eigentlich gratis sein muessten. Greenpeace Deutschland hat Endlager als Aufmacher auf der Homepage, aber auch Bienensterben. Greenpeace France “révèle les cinq centrales nucléaires à fermer en priorité” (Fessenheim ist beleidigt, weil es noch ganz allein ist). Friends of the Earth Europe hat zum Thema auf der Startseite nur Energiepreise nach 2020 (aber auch Stop the Crop gegen Gen-Food).

    Prioritaeten, halt, und Klimawandel gehoert nicht dazu.

  244. #246 axel
    April 17, 2013

    @ Bärchen

    Hansen zum runaway-effect, brandneu:
    http://www.columbia.edu/~jeh1/mailings/2013/20130415_Exaggerations.pdf

    Viel Vergnügen

  245. #247 Dr. Webbaer
    April 18, 2013

    Herr Hoffmann könnte diesen Hansenschen Holocaust, auch verbunden mit einer Erlösungserwartung, mal auf höherem Niveau, beispielsweise in Form eines Blogeintrags, reflektieren.

    Der 08/15-Bürger kennt ja in der Regel gar nicht die Leute, die ihm die wissenschaftliche Prognosis i.p. Erwärmung der terrestrischen Oberflächentemperaturen bescheinigen.

    Wer würde Ozzy Osbourne zum Abt machen, wer Harald Juhnke zum Helden der Anonymen Alkoholiker, wer Bushido zum Integrationspreisträger?

    Niemand. Aber in der Klimatologie geht es, dass offensichtlich Befangene zu primären Meinungsträgern werden.

    MFG
    Dr. W

  246. #248 axel
    April 18, 2013

    Braucht Bärchen Vordenker oder kann er sich selbständig zum Text äußern? Wie viel hat er davon überhaupt verstanden?

  247. #249 shader
    April 19, 2013

    Heute bei Wikipedia ist der Artikel des Tages ein Eintrag über die “Deutsche Physik”. Gemeint ist damit nicht Physik, die von deutschen Wissenschaftlern über die Jahre gemacht wurde, sondern der Versuch Einsteins Relativitätstheorie und Quantenmechanik als jüdisch motivierten Unsinn hinzustellen. Man wollte die Beobachtungen neurer physikalischer Experimente mittels der Äthertheorie erklären. Bemerkenswert, dass auch zwei Physik-Nobelpreisträger federführend waren, Philipp Lenard, Mitentwickler der Elektronentheorie und Johannes Stark, Entdecker des selbennamigen Effektes in der Atomphysik. Wirklich eine interessante und lehrenswerte Nebenepisode der Wissenschaftsgeschichte. Das hätte wirklich mal einen eigenen Thread verdient. Vermutlich würden nicht nur mir Parallelen zur Klimaskeptikerdebatte auffallen. 😉

  248. #250 Dr. Webbaer
    April 19, 2013

    Das hätte wirklich mal einen eigenen Thread verdient. Vermutlich würden nicht nur mir Parallelen zur Klimaskeptikerdebatte auffallen.

    Der skeptische Begleiter der aktuellen Klimatologie als Nazi sozusagen, ja das hätten einige wohl gerne.

    Übrigens scheint die Borniertheit, die aus einigen Vorträgen aus dem Hause PIK hervorlugt, typisch doitsch.

    Ansonsten: Eine Zusammenfassung zum Tiefpunkt der Doitschen Physik wäre wünschenswert. Sie spielt auch heute noch eine Rolle bei sogenannten Einstein-Kritikern, die auch heute noch ungünstig getrieben sind. Und davon gibt es eine ganze Menge, die reisen konzentriert kommentarisch an und verhunzen immer wieder Kommentarbereiche.

    MFG
    Dr. W

  249. #251 MJ
    April 19, 2013

    Oh, da war ich ja erschreckend nahe dran:

    http://freethoughtblogs.com/pharyngula/2013/04/19/oh-look-what-im-going-to-be-doing-in-october/

    Na, da halte ich mal die Daumen. Wenn Myers die Masse an pharaonen-glaeubigen Daeniken-Verschnitten nicht zur Vernunft bringt… ich will gar nicht wissen, was dann alles passieren koennte…

  250. #252 axel
    April 19, 2013

    Neururer!

  251. #253 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 20, 2013

    Neu Ruhrer?

  252. #254 Georg Hoffmann
    April 20, 2013

    Neururer! Ahhhh.

  253. #255 Leugnerentlarver
    April 20, 2013

    Gottseidank ist der europäische CO2 Zertifikatehandel zusammengebrochen. Das ist eine sehr gute Nachricht für europäische Arbeitnehmer, Männer und Frauen, die ihre Familien durch eigene Arbeit ernähren wollen, und deren Jobs nicht durch den eingebildeten CO2 Klimawahnsinn gefährdet werden sollen. Es besteht also noch Hoffnung für Europa, vom AGW Bazillus und der daraus verursachten kollektiven Geisteskrankheit geheilt zu werden.

  254. #256 shader
    April 20, 2013

    “Der skeptische Begleiter der aktuellen Klimatologie als Nazi sozusagen, ja das hätten einige wohl gerne.”

    Lieber Webbaer, jetzt tun selbst Sie den Vertretern der sogenannten Deutschen Physik massiv unrecht. Das waren keine Nazis, auch wenn unter Ihnen sicher welche waren. Die Ansichten zur Deutschen Physik existierten schon seit den 20er Jahren. Den späteren Nazis kam so eine Sammlung nur ziemlich Recht und nutzten das für ihre Zwecke aus.

  255. #257 Leugnerentlarver
    April 20, 2013

    @shader “Vermutlich würden nicht nur mir Parallelen zur Klimaskeptikerdebatte auffallen”

    Meinen Sie das etwa so, dass heutige Klimaskeptiker, so wie früher Juden, Zigeuner, Slawen von den Nazis, in faschistischer Weise vom heutigen Mainstream als Untermenschen gesehen werden?

  256. #258 shader
    April 20, 2013

    @Leugnerentlarver, kann es sein, dass Sie gerade keine Ahnung haben, worum es in der “Deutschen Physik” ging?

  257. #259 Leugnerentlarver
    April 20, 2013

    @shader, Sie brachten doch die “Klimaskeptikerdebatte” ins Spiel, nicht ich. Was hat das mit der “Deutschen Physik” zu tun?

  258. #260 shader
    April 20, 2013

    Dann informieren sich mal darüber. Ich bin sicher, dass auch Ihnen Parallelen in der Argumentationsweise von so manchen Klimaskeptiker auffallen werden.

  259. #261 axel
    April 20, 2013

    Selbstanzeige von Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe, ts, ts, ts.

  260. #262 Dr. Webbaer
    April 20, 2013
    Der skeptische Begleiter der aktuellen Klimatologie als Nazi sozusagen, ja das hätten einige wohl gerne. (Dr. Webbaer)

    Lieber Webbaer, jetzt tun selbst Sie den Vertretern der sogenannten Deutschen Physik massiv unrecht.

    Shader, der Schreiber dieser Zeilen hat sich über die Jahre durchaus ein wenig mit der Doitschen Physik beschäftigt. dem ersten Satz des Wikipedia.de-Artikels kann von hier aus zugestimmt werden:

    Die Deutsche Physik, auch Arische Physik, war eine nationalsozialistisch geprägte Lehre, die einige deutsche Physiker in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vertraten und die Physik mit rassistischen Ansichten vermischte. (Quelle)

  261. #263 Dr. Webbaer
    April 20, 2013

    Selbstanzeige von Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe, ts, ts, ts.

    Dreistellige Millionenbeträge sollen’s sein. Uli wird wohl nicht am Knast vorbeikommen, wenn tatsächlich jahrzehntelang unversteuerte Einnahmen p.a. in Millionenhöhe vorlagen.

    Das traurige Ende einer großen Fußball-Managerkarriere…

  262. #264 Leugnerentlarver
    April 21, 2013

    @shader, ich finde es keine gute Idee, wenn Sie hier über nationalsozialistische Physik diskutieren wollen. Die Parallelen zu heutigen doitschen Physikern mit autoritären gesellschaftlichen Transformationszielen (aus dem Hause PIK) sind zu heikel und führen möglicherweise zu unbeabsichtigten strafrechtlichen Konsequenzen.

  263. #265 E-O
    April 21, 2013

    Autsch……eine Richtung, die Onkel Georg bestimmt zuwider läuft.

    Wozu den schnöden Nazi hervorkramen, wenn man es auch mit der deutschen Blockwartmentalität erklären kann.
    Wer in Wohngebiete Kindergärten weg klagt, weil er sich von schreienden Kindern gestört fühlt……..hat ansonsten auch vor andere feine Sachen keine Skrupel.

    Man mag ja auf die Südländer schimpfen……aber die behandeln ihre Kinder nicht so grottig.
    Reisen bildet…….an deutschen Grenzen ist die Welt noch nicht zu Ende……..hab ick auch erst vor Jahren lernen müssen.

    Onkel Heinz……….mag seine Mittelmeerinsel und dessen Menschen

  264. #266 axel
    April 21, 2013

    Xie Zhenhua, Chinas stellvertretender Vorsitzende der nationalen Reform- und Entwicklungskommission zum chinesischen Emissionszertifikatemarkt:

    He said China would learn from mistakes made in Europe, especially when it comes to prices, with Shanghai set to include a mechanism by which carbon credits can be taken off the market when supplies are too high and prices too low.

    Man sehe, Europa taugt immer noch als Beispiel, selbst wenn es nur darum geht zu demonstrieren, welche Fehler man vermeiden sollte. Vielleicht könnten chinesischen Offizielle mal den FDP-EU-Parlamentariern erklären, wie Zertifikatsmärkte funktionieren und wie nicht 😉

  265. #267 Dr. W
    April 21, 2013

    Ja, Shader hat hier in den Mistkübel gegriffen. Aber man kann auch sehen: Böse gemeint war’s nicht, er war einfach wieder mal uninformiert.

  266. #268 axel
    April 21, 2013

    Wäre es nicht naheliegend, einfach mal S. Hader zu fragen, welche Parallelen er meint? Ach nee, als Skeptiker weiß man das ja alles besser als Hader selbst, ich vergaß.

  267. #269 Dr. W
    April 21, 2013

    Wäre es nicht naheliegend, einfach mal S. Hader zu fragen, welche Parallelen er meint? Ach nee, als Skeptiker weiß man das ja alles besser als Hader selbst, ich vergaß.

    Wieso? – Der Bursche ist doch schon gefragt worden und hat sich erklärt…

  268. #270 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 21, 2013

    Richtig informiert sein. ?
    Ob bei Vergangenem oder Gegenwärtigem , bleibt selbiges sehr oft (nicht immer)ein Problem allerorten.

    Vor allem wenn Interessen großer Gruppen dahinterstehen.
    Die Russen sollen sehr viel erfunden, haben was Andere wiederum bestreiten.

    Ein Beispiel aus Europa/Amerika:
    Den Gebrüdern Wright soll 1903 der erste Motorflug
    in Amerika gelungen sein.

    Dabei haben diese Gebrüder, offensichtlich , von Gustav Weißkopf (alias Gustave Whitehead)(geb in Leutershausen in Franken) dem 1901 der erste Mororflug gelungen ist, “abgekupfert ” und 1903 “nur” das gut lenk und steuerbare weiterentwickelte Motor Flugzeug abheben lassen.
    (Auch eine große Leistung)

    Sicher ,der Motorflug lag in jener Zeit in der Luft und viele
    haben sich darin versucht ,der 1. zu sein dem selbiges gelänge.

    Übrigens:Bei vielen Entwicklungen und Erfindungen dürfte der “Assistent” (ein Anderer)den eigentlichen “Geistesblitz”gehabt haben.

  269. #271 MJ
    April 21, 2013

    “The U.S. could soon be home to a lot more ammonia factories — not a comforting thought after a deadly explosion at an ammonia fertilizer plant in Texas on Wednesday evening. You can blame the fracking boom.”

    Oh NEEEEEIIIIIIIN, Ammoniak! Fracking immer schlimmer!

    http://grist.org/news/americas-fracking-boom-driving-an-ammonia-boom/

    Ich denke, man muss sich das ein bisschen wie nukleare Proliferation vorstellen, nur mit Ammoniak. Ammon-murmelmurmel, nicht beherrschbare Technologie, kuenstliche Duenger, Explosionen, Tote, unmenschlich, rueckstaendig etc. etc. Und mit den Waffen, jetzt? Also: Von Ammoniak leiten sich Amine ab. Und welche Amin-Derivate kennen wir? Genau: N-Loste! Hoechste Zeit den ammoniak-nuklearen Komplex zu stoppen!

  270. #272 MJ
    April 21, 2013

    Als Strafe fuer diesen Unsinn von Doktor Grist gibt es “Indian Song” von “Two in One”, der ehemaligen Band von David Alabas Vater George (rappt da, glaube ich):

    https://www.youtube.com/watch?v=VefNgCprdQU

    War in Oesterreich in den 90ern angeblich Nummer 2 in den Charts, voellig zurecht. Und bevor sich jemand ueberlegen fuehlt, will ich an “Coco Jambo” und “Dur dur être bébé” erinnern.

  271. #273 Dr. W
    April 21, 2013

    MJ, tun Sie sich und anderen endlich den Gefallen nicht gleichzeitig hier zu kommentieren und Wirkstoffe zu konsumieren…

  272. #274 axel
    April 21, 2013

    @ MJ

    Ohne Amine gäbe es kein Leben. Explodierende Fabriken sind somit in Kauf zu nehmen. Und überhaupt: Mehr Ammoniak, mehr Wohlstand!!!

    Sorry, ich bin Skeptiker, daher die schlichte Logik.

    @ Bärchen
    Tun Sie mir den Gefallen und kommentieren Sie woanders. Danke für ihr Verständnis.

  273. #275 MJ
    April 21, 2013

    @ wb

    MJ, tun Sie sich und anderen endlich den Gefallen nicht gleichzeitig hier zu kommentieren und Wirkstoffe zu konsumieren….

    Please avoid Unicode, or visit http://international.jabberwacky.com/.

  274. #276 shader
    April 22, 2013

    “Wieso? – Der Bursche ist doch schon gefragt worden und hat sich erklärt…”

    Ja Webbaerchen und Sie haben es wieder mal nicht verstanden.

  275. #277 shader
    April 22, 2013

    Um vielleicht mal ein paar konkrete Beispiele zu nennen, die Vertreter der Deutschen Physik hielten die neuesten Theorien wie die Relativitätstheorie und Quantenmechanik für politisch motiviert, beschimpften deren Vertreter und bedienten sich des Tricks, die wissenschaftlichen Theorien soweit zu vereinfachen oder zu verfälschen (statt Relativitätstheorie wurde daraus ein allgemeiner Relativismus gemacht), um sie dann zu widerlegen. Hinzu kommt, dass Artikel und Bücher wie beispielsweise “Hundert Autoren gegen Einstein“ herauskamen, wo gerade mal ein Physiker und drei Mathematiker zu Wort kamen. Zudem wurde dort einige Autoren vereinnahmt, wie beispielsweise Emanuel Lasker, der in seiner Berliner Zeit sehr gut mit Einstein und Planck befreundet war (Quelle: KARL 1/2008) und als interessierter und kritischer Diskutant galt, aber nie die Methoden der Wissenschaftler in Abrede stellte.

  276. #278 MJ
    April 22, 2013

    Ich habe zwar nichts spezifisch zur “deutschen Physik” zu sagen, aber hier haette ich einen anderen Relativitaetstheorie-“Einstein war ein Plagiarist!!!”-Leugner der alten Garde, seinerseits Physiker und Oekonom, Nobelpreistraeger fuer letzeres. Sein groesstes Verbrechen war allerdings seine Homepage:

    http://allais.maurice.free.fr/Science.htm

  277. #279 axel
    April 22, 2013

    Empörung ist auch relativ. Man vergleiche mal die Reaktionen auf Hader und Delingpole, und dabei hatte Hader noch nicht mal ‘ne waschechte Todesdrohung von sich gegeben *grins*

    Fühlten sich manche vlt. deshalb angesprochen, weil sich jeder halbwegs seriöse Skeptiker für einen Einstein hält, der die Mainstream-Klimaforschung über den Haufen werfen wird?

  278. #280 axel
    April 22, 2013

    Wurst-Case-Szenario für Hoeneß, jetzt auch noch böse Witze und alte Zitate.

    “Mir ist inzwischen egal, ob ich 20, 50 oder 100 Prozent Steuern zahle. Mir geht es um die kleinen Leute.” (Hoeneß, AZ-Interview 2002)

    Noch’n Witz?
    Die ersten Journalisten fragen beim OLG München schon an, ob sie ihre NSU-Tickets gegen den Hoeneß-Prozess tauschen können.

    Einen eigenen hätte ich auch noch:

    Uli Hoeneß glaubt an global warming. Sie auch?

  279. #281 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 22, 2013

    Wer den Schaden hat…….
    Uli : Der Lottar Matheus wird solange ich bei Bayern München was zu sagen habe…..!

    Kriegt der Lothar doch noch eine Chance?

  280. #282 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 22, 2013

    Nachtrag :Wie konnte man damals den Lothar 2 Minuten vor Spielende auswechseln! Für mich waren das damals
    Lothartore, die dieser verhindert hätte!

  281. #283 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 22, 2013

    Und ich warte unabhängig von” global warming ” schon 30 Jahre auf einen edlen Stifter ,der auf dem “Kapplbuck”,
    eine zweitürmige Kirche errichtet ,in der Mitte der beiden Türme , ein sehr hoher Turm, mit einem Windrad ,darunter eine Drehrestaurant, damit jeglicher Don Quichote, ob Kathole oder Evangelale oder auch Atheale gegen die sich drehenden Windräder anreiten könne.

    Und was machen die Leute :Die schmeißen dem Staate in der Schweiz ihr Geld in den Rachen ,damit dieser selbiges nach Griechenland transferiere die Akropolis wiederaufzubauen.

    Ich weine, ich weine, um meine um die nicht mehr vorhandene Kapelle auf dem Kapplbuck!

  282. #284 Gast
    April 22, 2013

    Die Macht in dumpfen Hirnen,
    die unfähig sind komplexere Zusammenhänge zu durchschauen und plumb den Mob mit ihrer angedachten Pseudogerechtigkeit auf alles was ihnen im Wege steht, zu hetzen, können diesen Staat nicht wirklich den Weg in die Zukunft weisen.
    Achtet auf die geistigen Nieten, verhindert deren Machtergreifung. Es könnte uns im Nachhinein alles was mühsam aufgebaut wurde kosten.
    Das Hühnchen hat mit ihrer damaligen Macht schon mal 1000 Rinder keulen lassen, die Frau ist das brutalste was mir gerade mal so einfällt.

  283. #285 Leugnerentlarver
    April 23, 2013

    Herr Gast, ich sehe die Gefahr viel mehr bei der Machtergreifung durch den strohdummen grün-braunen Mob. Aber einverstanden, dass die Rinderkeule auch ungeheuer furchteinflössend ist. Was halten Sie von der AfD? Wäre das etwas für Sie?

  284. #286 MJ
    April 23, 2013

    Studie des Grantham Institute (Nicholas Stern) ueber die Gefahr einer Investment-Blase bei Fossilen Energietraegern, wenn ein Emissionslimit bindend wird:

    http://www.carbontracker.org/wp-content/uploads/downloads/2012/08/Unburnable-Carbon-Full1.pdf

  285. #287 MJ
    April 23, 2013

    Und Nick Butler kommentiert mit Zweifeln an den Voraussetzungen der Studie, sieht aber andere Gruende, warum die Schlussfolgerungen plausibel sind (koennte man sagen “right for the wrong reasons”?):

    http://blogs.ft.com/nick-butler/2013/04/23/the-value-of-energy-assets/

  286. #288 MJ
    April 23, 2013

    “If the continent wants to rediscover its ambition on climate change, individual member states will probably have to do it on their own. But European governments have proved themselves to be incompetent central planners, counter-productive and wary of thinking pragmatically.

    Germany is irrationally shutting its nuclear power plants — which produce lots of steady, reliable electricity and no carbon dioxide emissions — and promising that renewables will somehow pick up the slack. Perversely, that approach has led power companies to ramp up coal burning, the dirtiest fossil fuel, in a country that has also lavished its public money on the solar industry. Spain, too, has over-invested in expensive renewables. To its credit, France hasn’t decided to shutter its nuclear plants, but it is one of many countries that refuse to open up natural gas reserves, a resource that could help wean the continent off coal.”

    http://www.washingtonpost.com/opinions/europe-is-becoming-a-green-energy-basket-case/2013/04/21/4b1b81d0-a87e-11e2-b029-8fb7e977ef71_story.html

    Chris Hope twitter dazu:

    ‘Put a price on #carbon emissions that is simple, predictable, aggressive and comprehensive’

  287. #289 MJ
    April 23, 2013

    Die Stern-Studie nun auch auf der Klimazwiebel, mit (negativem) Kommentar von Tol:

    http://klimazwiebel.blogspot.co.uk/2013/04/carbon-bubbles.html

  288. #290 MJ
    April 25, 2013

    Frankreich unsterstuetzt EE-Ziele fuer 2030:

    http://www.businessgreen.com/bg/news/2263541/france-backs-plan-for-eu-2030-renewables-targets

    Der Artikel zitiert Oettinger dazu, der “has warned that without a specific target, the share of renewables in the EU energy mix could actually decrease post 2020.”

    Frage: Worin laege das Problem? So weit ich sehe, stellen sich folgende Fragen:

    a) Werden in einem Szenario mit EE-Ziel Emissionen staerker reduziert als ohne EE-Ziel?
    b) Werden in einem Szenario mit EE-Ziel Emissionen effizient reduziert?

    Solange nicht zumindest die Antwort auf a) ein eindeutiges Ja ist, verstehe ich nicht, wozu ein EE-Ziel nuetzlich sein soll. Die Frage taucht auch kaum in Diskussionen aus – EE-Ziele werden diskutiert, als haetten sie ans und fuer sich bereits einen Wert. Angenommen eine Verminderung des EE-Anteils, unter irgendeinem anderen Energiemix, fuehrte zu einer Emissionsreduktion, dahingegen ein EE-Zielauf jeden Fall zu einer Steigerung (oder geringerer Emissionsreduktion): Warum waere diese Reduktion an EE in dem Fall ein Problem? Damit sage ich nicht, dass es so waere. Aber EE-Ziele werden in keinerlei Kontext ausser gelegentlichem Kaffeesudlesen, wenn ueberhaupt, praesentiert. Der verlinkte Kommentar vom Greenpeace Energy Desk ist diesbezueglich aufschlussreich: erstens geht’s wieder einmal nur um Atomkraft, wenn sie EE diskutieren – wie gesagt, Klimawandel ist keine Prioritaet. Das Tolle an der Entscheidung Frankreichs scheint nicht ein Engagement in punkto Emissionen zu sein, sondern dass das auf Kosten von Atomkraft geht und Atomkraft damit auch im UK schwieriger zu rechtfertigen waere. Zweitens die nicht substantiierte Aussage im letzten Absatz, Kategorie “bitte, weiss doch jeder…”.

    Sollte b) zutreffen, ist ein EE-Ziel unnoetig, das Ziel wuerde sich dann unter einen Pigou-Steuer auf Emissionen einstellen, die nebenher aber den Markt nicht verzerrte und etwa Kohle kaum zuliesse.

  289. #291 axel
    April 25, 2013

    @ MJ

    Was halten Sie von “carbon bubbles”? Interessanter Punkt, mir fehlen aber Kenntnisse, um es beurteilen zu können.

    Jetzt mal ein paar Nummern kleiner: Ich beobachte natürlich hierzulande den Neubau diverser Kohlekraftwerke. Nimmt man die Klimaschutzziele ernst und bleibt bei der Ablehnung von CCS, dann sind dies natürlich Investitiionsruinen, die sich nicht amortisieren werden. Muss mich das interessieren? Scheint ja eher dann ein Problem der Firmen und Aktionäre zu werden.

    Unternehmerisches Risiko, man kann natürlich darauf wetten, dass es nix wird mit Klimapolitik. Man soll aber bloß nicht auf die Idee kommen, eines Tages für die Stilllegung Schadensersatzansprüche einzufordern, das wäre dann schon etwas dreist…

  290. #292 Leugnerentlarver
    April 26, 2013

    @axel, die Kraftwerksbetreiber führen nur ihren Beruf aus, dass auch Sie sich so lange wie politisch möglich den ideologisch gewollt immer teureren Strom leisten können. Damit vollbringen diese eine hochanständige wirtschaftliche Leistung im Dienste der Allgemeinheit. Wie jedermann dürfen sie natürlich auch ein wenig verdienen und betriebswirtschaftlich rechnen. Das ist soziale Marktwirtschaft, die man nicht verteufeln sollte.

  291. #293 MJ
    April 26, 2013

    @ axel

    Zu den carbon bubbles kann ich Ihnen auch nichts sagen. Mal sehen, ob sich daraus eine Literatur entwickelt. Soweit ich die Grantham-Studie sehe, handelt es sich um eine starke Schlussfolgerung, die hauptsaechlich aus ein paar arithmetischen Ueberlegungen stammen, ohne irgendein zugrundeliegendes Modell – mehr so ein Anreiz zum Nachdenken?

    Das mit der Kohle ist so eine Sache. Einerseits ist das wirklich ein politisches Versagen, gemessen an der Rolle, die man in Anspruch nimmt: man hat die internationalen Energiemaerkte voellig ignoriert, und nun sitzt man da und hat Kohle als billige Quelle, weil man es unterlassen hat, der Etablierung eines Preises auf Emissionen Vorrang zu geben.

    Das die Betreiber ein Risiko eingehen, in der Hoffnung, dass die Politik weiter so sklerotisch bleibt… naja. Ich wuerde dem eher geneigt sein zuzustimmen, wenn nicht Altmaier und Co bei offiziellen Veranstaltungen die Eroeffnungen neuer, “gruener” Kohlekraftwerke als einen Meilenstein deutscher Umweltpolitik feiern wuerden – sondern klar Warnungen ausgaeben, dass man plant, hier bald aktiv zu werden (etwa ueber eine Steuer). Dass da nun politischerseits ploetzlich angekuendigt wuerde eine Emissionssteuer einzufuehren, die all die Unternehmungen, die man eben nocht gefoerdert hat, zu Verlutsgeschaeften machte, waere nicht alleine Schuld von Unternehmen: es gibt hervorragende Gruende Maerkte zu regulieren; es gibt keine, sie zu foppen. Wenn der Ausbau von Kohle von politischer Seite gutgeheissen und sogar gefoerdert wird, sollte die Industrie gute Gruende haben davon auszugehen, dass sie da in einem profitablen Kostenumfeld arbeiten. Nebenher ist einzuwenden, dass – zumindest so nach aussen getragen – der Atomausstieg, so wie durchgefuhert, von den Betreibern nicht gutgeheissen wurde. Und man so manche Fossile gerne vom Netz nehmen wuerde, aber nicht darf, weil man sie als backup braucht. Wie gesagt, alles das ist hochanekdotisch, und vor allem die letzten Punkte koennen einfach nur Strategien sein, irgendwie an Geld via “Kompensation” zu kommen. Letztendlich ist das aber der springende Punkt: man ist staatlicherseits weit, weit ueber eine Marktregulierung hinausgegangen zu einer wirklichen Planung des Energiesektors. Wenn man den Markt aber nicht “frei” (also mit beseitigten Marktversagen) agieren lassen will, kann man sich dann auch nicht hinstellen und verlangen, dass Private das Risiko alleine tragen und sich da nachher nicht beschweren duerfen. Ich meine im uebrigen, dass das auch im EE-Sektor gilt: wenn einem Sektor, der fix mit Foerderungen rechnet, diese ploetzlich abhanden kommen (Ueberkapazitaeten etc) und Unternehmen pleite gehen, kann man ja auch nicht sagen, dass das alles Schuld der Unternehmen sei, weil Unternehmer Risiko privat auf sich nehmen muessen. Es handelt sich hier nicht um eine “moral hazard”-Problem, es ist der Staat selbst, der sich da eingemischt hat.

    Kurz: ich wuerde die Frage nicht so moralisch stellen. Marktverzerrungen haben Konsequenzen – zu viel EE an den falschen Orten, Kohlekraftwerke, die sich (evtl.) nicht amortisieren, Gaskraftwerke, die nicht profitabel laufen, aber am Netz bleiben muessen, gehoeren dazu. Entweder man steht staatlicherseits zu diesen Eingriffen, dann muss man auch die Konsequenzen auch finanziell mittragen. Oder man laesst und fuehrt eine Emissionssteuer ein.

  292. #295 MJ
    April 26, 2013

    Keine Sorge wegen des ETS, alles OK. Sagt Doktor Grist, und der weiss schliesslich, wovon er redet:

    http://grist.org/climate-energy/everybody-chill-out-carbon-trading-is-doing-fine/

  293. #296 axel
    April 26, 2013

    Ja, das ist die Argumentation, die man z.B. von deutschen FDP-MEP gehört hat. Liefert auch gleich Argumente mit, warum wohl eine carbon tax die bessere Alternative ist.

  294. #297 axel
    April 27, 2013

    Sogar der EON-Chef versteht die Regierung nicht mehr:

    Eon-Chef will Emissionshandel beibehalten
    Nach Eon-Chef Teyssen gibt Deutschland eine lächerliche Figur in Fragen des Klimaschutzes ab. Er spricht sich für strengere Klimaziele aus, sonst drohe ein Stillstand im Kampf gegen die Erderwärmung.

    Quelle: Das grüne Parteiorgan Handelsblatt

  295. #298 axel
    April 27, 2013

    Und zusätzlich noch diese Passage, die das Problem auf den Punkt bringt (hört her, grist und ep):

    Mitte April hatte das Europäische Parlament dem Handel mit Kohlendioxid-Zertifikaten einen schweren Schlag versetzt. Die Abgeordneten stimmten überraschend gegen den zeitweisen Entzug von Verschmutzungsrechten aus dem Markt. Dadurch sollten die stark gesunkenen Preise für CO2-Zertifikate wieder nach oben getrieben werden und Unternehmen zu klimafreundlichen Investitionen bringen. Diese rentierten sich nun nicht mehr, argumentierte Teyssen: “Geld fließt wieder in eine Wirtschaft, die eigentlich bald Geschichte sein sollte.”

  296. #299 Dr. Webbaer
    April 27, 2013

    Nach Eon-Chef Teyssen gibt Deutschland eine lächerliche Figur in Fragen des Klimaschutzes ab. Er spricht sich für strengere Klimaziele aus, sonst drohe ein Stillstand im Kampf gegen die Erderwärmung.

    Klingt voll glaubwürdig.

    MFG
    Dr. W

  297. #300 axel
    April 27, 2013

    Ob Teyssen jetzt ein glühender Anhänger des 2°-Ziels ist, weiß ich auch nicht. Worum es ihm geht, ist aber klar.

    Egal, welche Ziele sich die Politik setzt, soll sie diese gefälligst kontinuierlich und verlässlich verfolgen. Wie soll man als Energieunternehmer sonst langfristig planen können?

  298. #301 MJ
    April 27, 2013

    Kann mir schnell jemand erklaeren, warum die beiden nicht Hartz IV-Empfaenger sind:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/sei_ein_frosch

  299. #302 axel
    April 27, 2013

    Keine Ahnung. Meine Lieblingsstelle ist
    Die Stelle aus „Mein Kampf“, wo er schreibt, dass jedes Tier sich Paarungspartner innerhalb seiner Art sucht, ist eine der bis heute am häufigsten zitierten.
    Da wo ich lese, habe ich noch nie ein Zitat aus diesem Werk gesehen. Wo lesen die? Vielleicht sollten sie doch besser zum Klima salbadern.

  300. #303 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 27, 2013

    In der Staatsbibliothek darf genanntes Werk gelesen, aber nicht ausgeliehen werden.
    Das ist fast wie beim Index der Katholischen Kirche ,da wird ein Martin Luther auch erst nach tausend Jahren heiliggesprochen.Bis dahin mag es noch viele Päpste geben
    die sich Franziskus nennen.

  301. #304 Dr. W
    April 28, 2013

    MJ, anscheinend deshalb sind die beiden keine Empfänger von Sozialleistungen, weil sie ihre nonkonformen Texte verkaufen können, beispielsweise an die WELT.

    HTH
    Dr. W

  302. #305 MJ
    April 28, 2013

    @ axel

    Was mich immer wieder ueberrascht, ist diese schier unglaubliche Inhaltslosigkeit, mit der die beiden es schaffen einen Text zu fuellen.

    Es ist wie der “Essai” eines Mittelschueulers, der sich denkt – weil er dem nicht zu ueberhoerenden Munkeln entgegenwirken will, er zerreisse sich nicht gerade, um sich von rassistischem Gedankengut in seinem Umfeld zu distanzieren – er schreibt jetzt einmal etwas total Antirassistisches. Etwa wie dass Hitler nicht wirklich Recht hatte und auch nicht sonderlich wissenschaftlich arbeitete, oder Weisse und Schwarzen sich untereinander fortpflanzen koennen (obwohl das besser nicht explizit erwaehnt wird) – wie wir nun dank eines Froschexperiments endlich wissen. Da er rechts von ihm nichts anderes als “Mein Kampf” findet, nimmt er einmal das als Negativbeispiel. Dann faellt ihm noch was ueber Froesche aus dem Biologieunterricht ein (aufgepasst, Rassisten!). Das passt zwar nicht wirklich – aber das biegt er hin, indem er den Artenbegriff Hitlers einmal als Wort uebernimmt, “prueft” (so wissenschaftlich!) und findet: es funktioniert also doch! “Mein Kampf” haelt einer buchstaeblichen Ueberpreufung nicht stand! Und ich hatte mir schon Sorgen gemacht! Take that, Hitler! Auch so provokativ, wie sie da so locker und nicht-hysterisch ueber Hitler reden, echt cooooool, klassisch Achse. Und schliesslich errinnert er sich dann noch an den brasilianischen Porno, der ihm letzten Abend gefallen hat, also nimmt er auch das, entschaerft, rein, zur Auflockerung nach all der kompizierten Wissenschaft (vielleicht etwas unfair, die Copacabana koennte auch eine Aufforderung sein, nur auf lyrisch-philosophische Art ueber Schoenheit des Weiblichen nachzudenken – ich bin mir nur nicht sicher, ob sie die Frauen am Strand der Copacabana meinen, oder die Prostitutierten in den Favelas, muesste ich nachfragen, sind ja dann oft auch dieselben).

    Dass sie gleichzeitig eine Plattform bieten, auf der schon einmal Theorien ueber Rasse und IQ aus demselben Umfeld kommen, die fuer eugenische Massnahmen an diesen dummen Schwarzen aufrufen, weil sie sonst den National-IQ druecken, geschenkt. Geil sind sie, die Promendadenmischungen, dass sie intelligent sind, hat ja keiner gesagt.

    Nur, dass es sich hier nicht um einen Mittelschueler handelt, sondern um zwei Erwachsene, einer davon Ressortleiter Forschung, Technik und Medizin beim Focus. Voilà die selbsternannte Alternative zum angeblich linkslinken Mainstream. Und hier ist ihr Argument fuer “Durchmischung”: Titten. Das Thema ist zwar argumentativ seit Jahrzehnten gegessen, nur leider auf der Seite des politischen Spektrums, der sie nun wirklich nicht recht geben koennen: bei stalinistischen Antikapitalisten, Feminazis, und sozialhilfeabhaengigen, alleinerziehenden Muettern, die sich bei haschisch-abhaengigen Rastafaris AIDS und Babys holen, BEVOR das mit den Froeschen Hitler sicher widerlegt hat! Jetzt haben sie endlich ein eigenes Argument. Warum nur finden die sich nicht in den Parlamenten vertreten?

    Was will uns Mutter Natur damit sagen? Dass die echt Bloeden mitunter recht fit sind im journalistischen Wettbewerb?

  303. #306 axel
    April 28, 2013

    Ach, hätte doch nur Hitler den brasilianischen Porno gesehen, wie viel Wahnsinn wäre uns erspart geblieben.

  304. #307 axel
    April 28, 2013

    @ MJ

    Ach so, M&M bezogen sich wahrscheinlich hierauf und reichen nur die fehlende Hintergrundinformation nach (Mein Kampf etc.).

  305. #308 MJ
    April 28, 2013

    @ axel

    Ja, man muss Mierscheiner fuer ihre Aufklaerungsarbeit schon wirklich dankbar sein, weniger intelligente Menschen wuerden nie und nimmer sehen, wie das alles zusammenhaengt…

  306. #309 Wilhelm Leonhard Schuster
    April 28, 2013

    Also kann mir einer sagen wie das rechtlich ausschaut:
    Angenommen: !!!!!

    Mir leiht einer 20 Millionen (Die gehören doch gar nicht mir sondern dem ,der mir dieselben geliehen hat.)

    ICH bringe die( versteuert)? in die Schweiz.
    Ich zahle dies Geld sofort zurück! Nachdem ich:

    Durch “Spekulation” an ….
    erwirtschafte ich in der ganzen Welt 6oo ooo ooo. -Euro.

    Was habe ich an Steuern zu zahlen?
    Habe ich Steuern zu zahlen?
    Wem habe ich Steuern zu zahlen?

  307. #310 axel
    April 28, 2013

    Der Uli ist voll unschuldig. Die Selbstanzeige war ein Irrtum, da muss der Uli sich vertan haben. Und außerdem hat er dass alles nur getan, um sich eines Tages Leute wir Martinez oder Götze leisten zu können. Für uns also!!!

    Bitte mehr Respekt.

  308. #311 axel
    April 28, 2013

    Hansen wird politisch. Legt sich gerade mit einem kanadischen Minister an und nennt die kanadische Regierung eine “Neandertal-Regierung”. *kicher*

    http://www.cbc.ca/news/politics/story/2013/04/26/pol-hansen-oliver.html

    Ja, für so was ist es gut, kein amerikanischer Staatsangestellter mehr zu sein…

  309. #312 Dr. Webbaer
    April 29, 2013

    Der Uli ist voll unschuldig. Die Selbstanzeige war ein Irrtum, da muss der Uli sich vertan haben.

    Der Uli scheint aber nach einer Warnung seiner Bank, dass die Journaille bereits recherchiert, fein raus zu sein.

    D.h. sein Steuerdelikt wird ungestraft bleiben, wenn es stimmt, dass die Ermittler noch nicht dran waren, als Uli seine Selbstanzeige gestellt hat.

    MFG
    Dr. W (der sich auch ein wenig über diesen Neid-Kommentar amüsiert hat)

  310. #313 E-O
    April 29, 2013

    @Axel #291
    Zitat:
    “””Unternehmerisches Risiko, man kann natürlich darauf wetten, dass es nix wird mit Klimapolitik. Man soll aber bloß nicht auf die Idee kommen, eines Tages für die Stilllegung Schadensersatzansprüche einzufordern, das wäre dann schon etwas dreist…””””

    Nu enttäuscht Du mich aber so richtig, haste denn immer noch nix von mir gelernt?
    Viele Kohlekraftwerke sind Ersatzneubauten füer alte Dreckschleudern, die Aufgrund des höheren Wirkungsgrades weit weniger CO2 in die Luft blasen für die selbe Menge an kWh als vorher.
    Nur weil Du zu glauben denkst, dat wir zukünftig ohne konventionellen Kraftwerkpark europaweit auskommen werden, holst Du wieder mal die Konzernkeule raus und bedienst dat primitve Neid-Denken der nationalistischen linksgrünen Klimaweltretter.

    Laut Energiekonzept sollten ja die tollen Gaskraftwerke die Kastanien aus dem Klimafeuer holen……und sind schon heute überholt, weil nicht mehr Wettbewerbsfähig. Nun dürfen die Übertragungsnetzbetreiber einen zweistelligen Millionenbetrag hinblättern, damit EON wenigstens sein nagelneues Gaskraftwerk (Irsching) weiter betreibt, auf das in Bayern nicht dat Stromnetz die Hufe reisst.

    Sorry Alder…..Du tust immer Hyperintelligent und versagst bei den einfachsten Milchmädchenrechnungen…….bist Du nur zu faul zum Nachdenken oder reicht Dir dat hirnlose Nachbabbeln von grünen Realitätsverweigerungs-Parolen?

    Ich bin ein Stück weit traurig…….das meine Worte anscheinend bei Dir ins Leere gegangen sind.
    E-O

  311. #314 MJ
    April 29, 2013

    OK, wenn man dann aber einmal von der “Implosion” von Australiens Kohle-Wirtschaft, sollte man dann vielleicht doch zumindest irgendetwas vorzuweisen haben, dass nicht von einem Think Tank stammt, oder wenigstens eine Qualitaetskontrolle gesehen hat:

    http://www.guardian.co.uk/environment/2013/apr/28/carbon-bubble-australia-coal-industry

    Ich hoffe, dass wird jetzt nicht das neuseste Meme bei Umweltschuetzern. Wenn’s stimmt, stimmt’s natuerlich. Aber die momentan praesentierte Evidenz betrachtend: ist es eine tolle Idee, waehrend einer nicht ausgestandenen Wirtschaftskrise die Welt mit starken Worten vor dem Platzen einer neuen Blase zu warnen, sobald eine Emissionssteuer, die ihren Namen verdient, eingefuehrt wird (genauer: sobald auch nur ernsthaft darueber gesprochen wird)?

  312. #315 axel
    April 29, 2013

    @ E-O

    Nee, falsch verstanden. Ich halte Investitionen für neue Kohlekraftwerke für eine Risikoinvestition. Das liegt gar nicht mal an der Kohle selbst, sondern an der Bundesregierung, deren Schlingerkurs verlässliche, langfristige Planung unmöglich macht. Da bin ich voll und ganz auf der Seite des E-ON-Chefs Teyssen bei dieser Kritik.

    Überschlage doch einfach mal selbst, wie viele Kohlekraftwerke maximal noch laufen dürfen, wenn 2050 rund 85-90% weniger CO2 emittiert werden soll. Das könnte man übrigens auch mit Kohle Chef mit einem klaren Kurs Richtung CCS, aber da hat die Regierung ja sogar die Forschung eingestellt.

    Und dann der Schlingerkurs beim ETS. Schon in wenigen Jahren mit einem neuen Klimaschutzziel könnte der Zertifikatepreis wieder in die Höhe schnellen. Gaskraftwerke, die heute stillgelegt oder verkauft werden, würden sich plötzlich richtig lohnen, die Rendite von Kohlekraftwerken geht in die Knie.

    Verlässlichkeit tut not!

  313. #316 E-O
    April 29, 2013

    @Axel
    Ok, dann war Deine Anspielung anders als ich dachte.
    Natürlich ist die Politik zum größt möglichen Risikofaktor geworden…..die Absetzbewegungen der Energieriesen ist also eine folgerichtige Reaktion.

    Wir investieren meist für 20 Jahre und länger ins Energiesystem……wo im Gegensatz so manche politische Lobbygesetzgebung gerade mal ne Halbwertzeit von Monaten besitzt……..wir puschen gleichzeitig den Ausbau der EE UND den Zertifikatshandel…..bis uns die EU-Kommissare wieder ein vor die Fresse hauen, wie gerade beim Biosprit geschehen.

    Dat Schlimme…..egal wer ab September das Ruder übernimmt…..der idiotische Irrsinn wird bleiben, der Stromkunde muss es am Ende komplett ausbaden.

    Die einzige Frage diesbezüglich bleibt nur……..wie leidensfähig ist die deutsche Bevölkerung noch?
    Ok Axel……anscheinend ist doch a bisserl von meinen Worten bei Dir hängen geblieben.
    MfG
    E-O

  314. #317 Wolfgang Flamme
    April 29, 2013

    axel,
    die Essenz aus Deinem #315 unterschreibe ich und stelle fest: Wir sind schon mit der Bewältigung der gegenwärtigen Probleme erkennbar überfordert; und gerade deshalb nimmt das Engagement zur bestimmten Gestaltung der Zukunft von 2050 (oder so) schon religiöse Züge an. Soll heißen: Ein in der Zukunft fest verankerter Fundamentalismus soll es dann rückwirkend auch für die unsichere Gegenwart richten. Alternativlos, Scheideweg, müssen endlich, Leitlinie, Bekenntnis zu. Schlagwörter einer immer ratloseren und unübersichtlicheren Zeit.

  315. #318 axel
    April 29, 2013

    Wolfgang,

    dass ein extrem langfristiges Problem eine langfristige Zielsetzung voraussetzt, daran kann ich nichts “religiöses” finden, das erscheint mir logisch. Nur das “alternativlos”, das nehmen wir doch alle nicht ab.

    In der Stromerzeugung stehen doch schon alle Technologien bereit, um rasch 80-90% Reduktion zu erzeugen: Kernkraft, erneuerbare Energien. Womöglich geht sogar Kohle in Verbindung mit CCS, da müsste man halt mit dem Erproben mal beginnen.

    Schwierig wird’s, wenn man das Ziel erreichen möchte und gleichzeitig zwei von drei Möglichkeiten ausschließt. Ja, das macht die Energiewende zu einer Art “deutschen Mondlandung”, meinetwegen, aber ist der Umweg um den Jupiter wirklich nötig? Hey, Stromerzeugung ist easy, mit CCS und Mitverbrennung von Biomasse könnte man sogar negative CO2-Salden erzielen. Schwieriger Verkehr und Heizen, mal ehrlich, da tut sich ja gerade gar nichts.

    Klingt jetzt nach einer harschen Kritik an der gegenwärtigen Regierung. Ist es auch, aber die Regierung davor hat natürlich auch nicht mehr gemacht. Der Weg zu den Klimazielen ist unbequem, da muss man die Wähler überzeugen, diesen mitzugehen. Man scheint sich derzeit langfristige Ziele zu setzen und sich darauf zu verlassen, dass ja noch viel Zeit für kommende Regierungen verbleibt, Maßnahmen dafür zu ergreifen. Sehr bequem. Einen Politiker, der den unbequemeren Weg gehen würde, sehe ich gegenwärtig nicht. In allen Parteien.

    Aber lassen wir das. Für innenpolitische Energiediskussionen gibt es andere Blogs 😉

  316. #319 Dr. Webbaer
    April 30, 2013

    Ein in der Zukunft fest verankerter Fundamentalismus soll es dann rückwirkend auch für die unsichere Gegenwart richten.

    Hübsch auf den Punkt gebracht, ein echter Gag in diesem Zusammenhang auch immer die Forderung, dass sogenannte Endlagerstätten für radioaktives Material Hunderttausende von Jahren halten müssen.

    MFG
    Dr. W

  317. #320 E-O
    April 30, 2013

    @Axel-Haar-Anbeter

    Religiöser Eifer………den zelebrierst Du ja klimatisch für alle sichtbar, gelle.
    Im Prinzip müsstest Du aber konsequenter Weise im gleichen Maß wie die Skeptiker auch, die Öko-Ultras aus den eigenen Reihen bekämpfen, die Deutschland der Möglichkeiten beraubt haben, eine CO2 arme Erzeugerart weiter auszubauen.
    Das tust Du aber nicht besonders beherzt, sind doch Leute wie Günni die Guten, die ja auch an den modellhaften Klimaquark glauben.
    Tja…..und nun beisst sich die Katze selber in den Schwanz……wie es auch Skeptiker gibt, die ihrerseits die Kernkraft ablehnen.

    Religiöser Eifer……ist auch die Tatsache zu ignorieren, das weltweit die Kohlekraftwerke wie Pilze aus den Boden schießen und Du denkst….Deutschland versucht mit seiner Energiewende eine “Mondlandung”. Dummerweise war die nur ein primitiver Klacks gegen das, was wir in unseren Wahn hier versuchen…..ohne auch nur eine einzige Kleinstadt komplett mit EE zu versorgen und dabei den Stromanschluss zum öffentlichen Netz gekappt zu haben….mit den Strommix aus Wind, Solar und Bioenergie samt Speicher.
    Nöö, wie bauen erst mal und gucken dann, wie wir aus dem gesammelten Mist ein funktionierendes System zusammenbasteln……lassen uns dann so schön einlullen von kunterbunten Machbarkeitsstudien von diversen Öko-Instituten, die heute schon nicht mehr Wert sind als Altpapier.

    Die Politik soll den unbequemen Weg gehen…..soll heißen, den Bürger noch viel tiefer in die Taschen zu greifen um ein Wahngebilde zu basteln, dat so nie funktionuieren kann.
    Dat willst Du also……die deutsche Bevölkerung mit dem Holzhammer einen überbraten, damit wir in den nächsten 1000 Jahren dat Klima im Promille-Bereich schützen können, wie doof is dat denn.
    Ick weiß, dat Du gerne dieses Thema meiden möchtest……aber ihr Klimaschreihälse habt uns genau den Müll eingebrockt, den jetzt Deutschland mit der so-genannten Energiewende ausbaden soll.
    Ergo……Du kannst Dich nicht vor diesem Thema drücken, da musste durch als E-Laien- Lurch.
    E-O……..Klima-Atheist

  318. #321 axel
    April 30, 2013

    @ E-O

    Warum versteht mich der MJ immer, du aber nie?

    Der “unbequeme Weg” ist der, wo man den Bürgern klar macht, dass es ohne Kernkraft oder wahlweise Kohle mit CCS kaum gehen wird.

  319. #322 MJ
    April 30, 2013

    @ axel

    Auch ich bin ein post-religioeser Klimafanatiker, wir erkennen uns am Geruch!

  320. #323 MJ
    April 30, 2013

    Lomborg kommt heute mit der alten Geschichte:

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151668373423968&set=a.221758208967.168468.146605843967&type=1&theater

    Hat er auch verstanden was “sunk costs” oder “benefits” sind, und dass das, worauf er da hinweist, keinerlei Relevanz fuer die Grenzkosten von Emissionen hat?

  321. #325 E-O
    April 30, 2013

    @Axel
    Ach nöööö, komm jetzt nicht mit der Kernkraft…..jeder Politiker der die wieder einführen will, hängt doch morgen am nächsten Baum, dafür werden die Grünen, SPD, Greenpeace, BUND, NABU und Günni schon sorgen.

    Dat ist in DE keine “unbequeme Wahrheit” sondern ein absolutes NO-GO.
    Wenn es Euch hier wirklich mit dem Klima ernst wäre……macht doch einfach mal ne Pro-Kernkraft-Demo………so aber schwänzelt ihr lieber nur mit der globalen CO2-Steuer rum……die so nie kommen wird.

    E-O

  322. #326 Günther Vennecke
    April 30, 2013

    @axel,

    “Der “unbequeme Weg” ist der, wo man den Bürgern klar macht, dass es ohne Kernkraft oder wahlweise Kohle mit CCS kaum gehen wird.”

    Ich will nicht schon wieder dieses Fass aufmachen, aber obige Aussage ist so nicht haltbar. Eine vollständige Umstellung unserer Energieversorgung auf EE ist möglich und schon vielfach durchgerechnet.

    Was nicht aufgeht, ist die Gegenrechnung: Wie viele AKWs will man denn in welcher Zeit und mit welchen Kosten bauen, um CO2-Emissionen zu reduzieren?

    Und was ist mit CCS, wenn die (vielleicht) geeigneten Lagerstätten voll sind? Dann ist man wieder genau so weit, wie am Anfang.

    AKWs und CCS können nur in die Sackgasse führen. Das wäre nicht einmal mittelfristig ein Weg, langfristig schon gar nicht, da bleiben nur die EE und die gibt es reichlich!

  323. #327 Günther Vennecke
    April 30, 2013

    @Karl Mistelberger,

    der Artikel stellt die Situation wieder aus dem für Laien typischen Tunnelblick dar: Sie meinen Strom und sagen Energie.

    Was ist denn mit den Emissionen aus den Hausheizungen und den vielen Auspuffen der Autos?

    Es ist zwar durchaus begrüßenswert, dass es einen Rückgang gibt, aber man hätte auch erwähnen müssen, dass es ohne die eingemotteten AKWs keinen Zuwachs an Atomstrom gegeben hätte, weil Neubauten sich schon lange nicht mehr rentieren (und möglicherweise politisch auch nicht durchzusetzen wären).

    Mithin ein Beispiel, dass nirgendwo Schule machen kann und auch in Ontario nicht wiederholbar ist.

  324. #328 Günther Vennecke
    April 30, 2013

    Nur, um meine Ausführungen mit ein paar unbestreitbaren Fakten untermauern:

    In den letzten 6 Jahren hat die Anzahl der AKWs weltweit um zwei Einheiten abgenommen, die installierte Leistung gerade mal um ca. 4000 MW zugenommen. Das ist ein winziger Bruchteil dessen, was im gleichen Zeitraum an EE dazu gebaut wurde.

    http://www.world-nuclear.org/info/Facts-and-Figures/World-Nuclear-Power-Reactors-Archive/Reactor-Archive-May-2007/#.UX_15KJ7I4I

    In Zukunft wird es für die Atomkraft noch schlimmer kommen.

  325. #329 MJ
    April 30, 2013

    @ Günther Vennecke

    Wenn es eine Durchrechnung einer Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent EE unter Einhaltung eines Carbon-Constraint gibt, die den peer review ueberlebt hat, bitte verlinken. Das wuerde ich gerne sehen.

    Der akademische Konsens (!) ist, dass ein scharfes Emissionstarget ohne Atomkraft nicht erreicht werden kann – und das schon vor ein par Jahren. Jedes einzelne der im EMF-22 enthaltenen Models enthaelt Atomkraft als “key supply technology” (abgesehen von FUND, das keine Technologien spezifiziert)

    http://emf.stanford.edu/files/res/2369/EMF22OverviewClarke.pdf

    Spezifischere Papers mit Zeitraeumen und Kostenszenarien habe ich hier im Laufe der Zeit verlinkt, Sie haben sie ungelesen als Unsinn abgetan.

  326. #330 MJ
    April 30, 2013

    Richard Tol hat ueber die EMF22-Ergebnisse uebrigens damals einen Kommentar auf der Klimazwiebel geschrieben:

    http://klimazwiebel.blogspot.fr/2010/03/richard-tol-feasibility-of-two-degrees.html

  327. #331 axel
    April 30, 2013

    @ Günther Vennecke

    Technisch machbar, aber glauben Sie, dass die Politik die Kosten vermitteln kann? Wir stoßen doch schon heute an eine (politische) Grenze der öffentlichen Akzeptanz, und haben mit CO2-Reduktionen noch gar nicht richtig begonnen.

    @ E-O
    Ja, für grüne Politiker wäre das wohl noch schwieriger ihren Wählern zu vermitteln als für andere.

  328. #332 axel
    April 30, 2013

    @ MJ

    Aber ich rieche besser!

  329. #333 MJ
    April 30, 2013

    @ axel

    Wie jetzt? In dem Sinn, dass Sie einen besseren Geruchssinn haben, oder in dem, dass ich mehr stinke? Oder beides?

  330. #334 E-O
    April 30, 2013

    @Axel
    Grüne????…..Bähhhh
    Ach Du meinst die neuerdings dunkelrote Truppe um Trittin….die sich mit den Linken darum prügeln, wer denn noch mehr Steuern erheben will……..ick hab ein Stückchen von deren Parteitag gesehen……..Umwelt und Klima sind neuerdings Nebensache…..nun miemt man endlich das, aus dem man sich anfangs gegründet hat…..westdeutsche K-Gruppen der finstersten Sorte.

    @Günni……rosaroter Realitätsverweigerer
    Ach ja, die vielen tollen 100% EE-Machbarkeitsstudien……..wo dann der Strompreis auf max 27 Cent/kWh steigen sollte und dann wieder sinken soll…….wenn dat Zeuch nich so hart gewesen wäre, hätte ick dat wenigstens noch als Klopapier verwenden können.

    Deine ach so geilen EE-Hersteller gehen gerade voll den Bach runter und ziehen nebenbei auch gleich noch ein Haufen chinesische Hersteller in den Abgrund…Solarword hat gerade seine Eigner enteignet…..und Windkraft scheint wohl letzte Zeit auch nur noch heiße Luft von sich zu geben…….die Blase platzt gerade mit einen deutlich zu vernehmenden Gestank…….Dot.com.bubble 2.0.

    Tja…..Kohle ist wieder voll im Trend und die Amis verbrutzeln lieber ihr billiges Shale-Gas als sich mit einem teuren KKW-Neubau rumzuärgern…….da guckste aber blöd aus der Wäsche, gelle.

    Da ick aus Erfahrung weiß, dat fachliche Argumente bei Dir eh nur zu einem Ohr rein und zum anderem wieder raus gehen, (wahrscheinlich stoßen die Innen auf keinen merklichen Widerstand) werde ick Dich also mit solch unwichtigen Daten nicht weiter behelligen.

    Die Sonne schickt keine Rechnung…….und bei Günni kommt jedes Jahr der Weihnachtsmann und schenkt Ihm eine kleine Sockenpuppe……mit der er dann seine Klimakumpels verarschen kann.

    Gott sei Dank, dat es hier uff´n Blog noch einen Axel oder Georg gibt, damit man sich wenigstens mal mit normalen Menschen unterhalten kann, wenn man dann mal etwas stänkern möchte.
    Grins und….winke, winke….Po

    E-OOOOOOO

  331. #335 Günther Vennecke
    April 30, 2013

    @axel,

    “Technisch machbar, aber glauben Sie, dass die Politik die Kosten vermitteln kann?”

    Nun, in Punkt 1 sind wir ja schon einen Schritt weiter, insofern als jetzt immerhin die technische Machbarkeit konstatiert wird.

    Blieben noch die Kosten, wobei natürlich die Frage erlaubt sein muss, wie teuer denn die Alternative – die es zudem real gar nicht gibt! – werden würde?

    Vor ein paar Jahren kostete der Strom noch deutlich unter 20 cent/kWh, heute mit etwas mehr als 5 cent/kWh EEG-Umlage sind wir bei deutlich über 25 cent. Ergibt sich also die Frage, woher denn die anderen Kosten kommen sollen? Ist es wirklich sicher, dass der Strompreis ohne EEG heute niedriger läge oder ist es nicht vielmehr so, dass die Stromversorger dann andere Faktoren zur Begründung von Strompreiserhöhungen erfunden hätten?

    Solange wir quasi Strommonopoöe haben, wird der Endverbraucher über den Tisch gezogen, mit EEG und erst recht ohne.

    MIttel- bis langfristig werden die Erneuerbaren jedenfalls zur Stabilisierung der Strompreise beitragen, während Strom aus atomar-fossilen Quellen nur noch teurer werden kann.

  332. #336 Günther Vennecke
    April 30, 2013

    @MJ,

    “Spezifischere Papers mit Zeitraeumen und Kostenszenarien habe ich hier im Laufe der Zeit verlinkt, Sie haben sie ungelesen als Unsinn abgetan.”

    In der Tat, Unsinn bleibt Unsinn.

    Man kann doch leicht ausrechnen, dass eine nennenswerte Reduzeirung der CO2.-Emissionen durch Atomkraft nicht möglich ist und das gleich aus mehreren Gründen.

    Da Atomkraft heute rund 2% der Endenergie stellt, müsste man innerhalb kurzer Zeit die derzeitige Flotte der AKWs durch ein Vielfaches an technisch überhaupt nicht verfügbaren Neuanlagen (so genannte Generation IV) ersetzen, dazu mit einem in keiner Weise abschätzbarem Kostenrisiko.

    Es ist doch auch nicht von ungefähr, dass selbst nach mehr als 50 Jahren technischer Entwicklung heute kein AKW ohne massivste staatliche Subventionen gebaut werden kann.

    Geben Sie der Solarenergie 50 Jahre insgesamt und Sie haben den billigsten überhaupt vorstellbaren Strom.

    Wenn ein paar Atomfreaks es schaffen, in eine Studie wirklichkeitsferne Utopien über die Einsatzmöglicheiten von Atomkraft hinein zu schmuggeln, dann sind die Studien halt nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind.

  333. #337 E-O
    Mai 1, 2013

    @Günni…..Mathematikunkundiger

    5,27 C/kWh EEG-Umlage + 19 MwSt = 6,27 C/kWh Brutto
    1,7 C/kWh gestiegene Netzkosten + 19% = 2,2 C/kWh Brutto
    Dann noch die eine oder andere wendebedingte Zulage und wir sind knapp bei 9 C/kWh die wir mehr blechen dürfen, damit Ihr Eure braungrünen Nationalträume ausleben könnt.

    Geh wieder in Dein Erdhöhle……..und quatsch mit den Wurzeln…….vllt hören die Dir wenigstens zu.

    Leute schickt die Öko-Fromt……tsssss.
    E-O

  334. #338 MJ
    Mai 1, 2013

    @ Günther Vennecke

    Möglich. Nur abgesehen davon, dass es relativ uninteressant ist, was Sie persönlich meinen ausrechnen zu können, beantwortet das die Frage nicht.

    Die einzige Studie, die ich zur Möglichkeit einer 100% EE-Welt kenne, sind die beiden Jacobson/Delucchi-Papers, die – wie ebenfalls verlinkt – in Fachkreisen sehr umstritten ist: die Diskussion wird in Journals geführt. Abgesehen davon macht die Studie keinerlei, stringend formulierte Aussage uber Emissionen.

    Sie sagen:”Eine vollständige Umstellung unserer Energieversorgung auf EE ist möglich und schon vielfach durchgerechnet.” Wenn es dabei um irgendetwas anderes als Deutschland geht – gibt es irgendeine dieser vielfachen Durchrechnungen, die eine Qualitaetskontrolle gesehen hat?

    Wichtiger: gibt es eine einzige Studie, die unter einen nicht-lapidaren Emissionstarget auf 100% Prozent EE gekommen ist? Und schliesslich: gibt es eine einzige Studie, die unter einem Constraint optimiert auf 100% EE gekommen ist?

    Wie gesagt, was Sie perönlich glauben, können Sie natuerlich erkläaren, aber das ist nicht meine Frage. Meine Frage ist, ob sie das, was Sie hier behaupten mit Quellen belegen können, die eine Qualitaetskontrolle als Mindestanforderung gesehen haben, also ein Paper. (Ich weise darauf hin, dass ich, so weit ich sehe, die Quellen fuer meine Behauptungen durchwegs liefere, Sie ignorieren Sie nur.)

  335. #339 E-O
    Mai 1, 2013

    Ups…..2,02 C/kWh….wollen ja exakt bleiben, gelle.
    E-O

  336. #340 Günther Vennecke
    Mai 1, 2013

    @MJ,

    um auf Ihre Frage einzugehen, hier ist eine peer-reviewed study zu 100% erneuerbar:

    http://www.ies.unsw.edu.au/sites/all/files/profile_file_attachments/LeastCostElectricityScenariosInPress2013.pdf

    Im Übrigen warte ich schon seit Jahren darauf, dass jemand meine Rechnung widerlegt, die unbezweifelbar zeigt, dass es nahezu undenkbar ist, dass Atomkraft innerhalb der nächsten 50 Jahre auch nur in die Nähe von mageren 10% der Weltendenergieversorgung kommt.

    Solange diese Widerlegung nicht erfolgt, werde ich weiterhin alle “Studien”, die der Atomkraft eine wichtige Rolle bei der CO2-Emissionsreduzierung beimessen, als kompletten Unsinn betrachten.

  337. #341 shader
    Mai 1, 2013

    Es ist ja eigentlich unstreitbar, dass der Strompreis ohne jegliche EE-Förderung steigen würde und zwar deutlich über der Inflationsrate. Ein Blick in EU-Länder, wo praktisch kaum EE-Förderung stattgefunden hat, würde das belegen. Das kann auch kaum verwunderlich sein, wenn Öl-, Gas- und Kohlepreise dermassen wie in den letzten zwei Jahrzehnten ansteigen.

    Nur wird das unter Schwarz-Gelb nicht weiter thematisiert, so dass man immer noch den Eindruck haben muss, dass die Energiewende, was ja eigentlich schon in den 90er Jahren angestoßen wurde, ein ungeliebtes Kind ist.

    @MJ, bisher ist es mit der Atomkraft nur gelungen, die CO2-Emissionen bei der Stromproduktion zu senken. Was aber noch fehlt, sind Einsparungspotentiale im Bereich Mobilität und Gebäudeklimatisierung. Da gibt es bisher kaum neue Impulse, die von der Atom-Industrie kommen. Aus dem Grund stagniert beispielsweise die CO2-Emissionsquote bei Frankreich seit Jahren bei knapp über 6 Tonnen pro Kopf (Warenimporte nicht mitgerechnet). Nachhaltig wäre aber eine Quote von 2 Tonnen. Inwieweit diese Lücke mit zusätzlicher Atomenergie zu schließen ist, wäre zu klären. Ich bin da aber recht skeptisch diesbezüglich.

  338. #342 MJ
    Mai 1, 2013

    @ Günther Vennecke

    Danke, das Paper ist interessant, aber es beantwortet die Frage nicht. Was Sie verlinken, ist eine Studie zu Australien allein (ein aehnliches habe ich weiter oben schon verlinkt), die einfach ein reines EE-Szenario annimmt und dann die Kosten dafuer optimiert. Fossile und nukleare sind explizit nicht aufgenommen und fuer “weiter Forschung” reserviert. Das Paper spezifiziert kein Emissionszenario.

  339. #343 MJ
    Mai 1, 2013

    @ shader

    Frankreich hat kein Emissionsziel, wahrscheinlich hat es auch deswegen keine Senkkungen. Abgesehen davon: koennen Sie mir irgendjemanden auf dieser Welt nennen, der gesagt hat, Frankreich solle seinen Atomkraftanteil ausbauen, um Emissionen zu senken? Irgendein Szenario, das besagt, irgendein Land dieser Welt solle einen Anteil von > 70 Prozent Atomkraft haben, oder auch nur irgendwas nahe dran? Was hat die Frage nach Gebaeudeisolierung etc mit der Frage zu tun, ob und wieviel Atomkraft fuer irgendein Emissionstarget noetig sind? Warum sollte die Atomindustrie dafuer Impluse geben??

    “Nachhaltig wäre aber eine Quote von 2 Tonnen.”

    Was heisst das? Wer sagt das?

    Worum es mir hier hauptsaetzlich geht, ist herauszufinden, ob meine Ansichten wirklich so abstrus sind, wie ich manchmal den Eindruck habe, wenn ich diverse Umweltschutz-Blogs lese. Irgendwas Essentielles, das ich uebersehe. Aber es ist immer dasselbe: eine komplexe Frage wird in der Literatur behandelt, das Ergebnis ist immer dasselbe (Atomkraft im Modell, dann tauch sie auch im Ergebnis auf; ist das Emissionstarget streng, ist sie essentiell). Und als “Gegenbeweis” kommen dann irgendwelche Rechenuebungen auf Grundschulniveau, von der sich die Schreiber einbilden, dass sie mehr demonstrieren, als dass sie nicht wissen, wovon sie reden.

  340. #344 MJ
    Mai 1, 2013

    Uebrigens, wie von Carboncounter hier festgehalten, haben auch Greenpeace/WWF eine Studie fuer GB publiziert, die (neue) Atomkraft enthaelt, auch wenn sie sich darueber totschweigen:

    http://carboncounter.wordpress.com/2012/12/10/how-much-gas-does-greenpeace-want/

    Nicht, dass ich sonderlich viel auf solche Studien gaebe – aber nicht einmal Greenpeace/WWF schaffen es einen atomfreien Weg zu zeichnen, der weniger Emissionen hat als der mit (auch, wenn sich eine Repraesentantin im Kommentarteil versucht rauszuschlingen – Wilsons Angebot fuer einen Gastbeitrag hat sie nach wie vor nicht angenommen.)

  341. #345 MJ
    Mai 1, 2013

    Um das nochmals klar zu sagen, ich trete nicht dafuer ein irgendwo infolge von Papers Atomkraft zu installieren. Das sind Studien, die einen Energiemix unter einem durch ein vorgegebenes Emissionstarget entstehenden Marktpreis simulieren. Ob der dann tatsaechlich so entscheidet, ist eine andere Frage. Aber wie noetig ein Emissionspreis ist, zeigt der heute ernuechternde Blick auf Wonkblog:

    http://www.washingtonpost.com/blogs/wonkblog/wp/2013/05/01/wonkbook-north-dakota-has-way-way-more-oil-and-gas-than-we-thought/

    Schaetzungen fuer Methangasleaks bei Shale runter, wieder ein Argument weg. Wieder einmal ein regelrechter Durchbruch bei unkonventionellem Oel. Wonkblog verlinkt auch auf Charles Manns sehr langem Essai, dass sich ueber Methan-Clathrate auslaesst – und Japans Vorpreschen diesbezueglich (ein Klassiker: Japan steigt aus der Atomkraft aus). Mit dem Hinweis, dass die, die da drueber lachen, wie das nie und nimmer profitabel zugaenglich ist, sich an die vor zehn Jahren erinnern sollen, die ueber Shale gas gelacht haben.

    Alles in allem: die Annahme, dass man Fossile ignorieren kann, weil sie ohnehin bald zu teuer sind oder ueberhaupt zur Neige gehen, ist ein einziger, prolongierter Fall auf die Nase. Wo man sich fuer Emissionsreduktion interessiert, sollte man endlich Druck machen fuer einen Preis auf Emissionen und EE und alles andere so in die Hoehe gehen lassen, wie es dieser Preis vermittelt.

  342. #346 Günther Vennecke
    Mai 1, 2013

    @MJ,

    “Und als “Gegenbeweis” kommen dann irgendwelche Rechenuebungen auf Grundschulniveau, von der sich die Schreiber einbilden, dass sie mehr demonstrieren, als dass sie nicht wissen, wovon sie reden.”

    Seit wann muss eine Rechnung auf Grundschulniveau fehlerhaft sein? Sie verlangt lediglich keine speziellen, über das Normale hinausgehende Kenntnisse, die an anderen Orten nötig wären, um die bewusst eingebauten und dann verschleierten Fehler zu entdecken.

    M. a. W.: Wenn ein Atomszenario, das “nur” mit Grundrechenarten gerechnet ist, schon in sich zusammenbricht, wie will man dann ehrlicherweise mit anspruchsvolleren “Rechnungen” zu einem gegenteiligen Ergebnis kommen?

    Ich denke, aus unserer Meinungsverschiedenheit ergibt sich nur eine Konsequenz: entweder ist das Emissionsproblem völlig ohne Atomkraft lösbar oder es ist gar nicht lösbar. Wo soll bei der marginalen Bedeutung der Atomkraft heute (ca. 2%) und in absehbarer Zukunft (<2%) denn auch eine Lösung durch Atomkraft herkommen?

    Bezeichnend ist doch, dass Sie auch dieses Mal nicht in der Lage sind, meine Rechnung zu widerlegen und deshalb dadurch ablenken wollen, dass Sie sie einfach zu Grundschulniveau erklären. Netter Versuch, aber völlig wirkungslos.

  343. #347 MJ
    Mai 1, 2013

    Günther Vennecke

    Nein, es gibt keine “Meinungsverschiedenheit”. Es gibt akademische Literatur, und dann gibt es Sie. Das ist dieselbe Art “Meinungsverschiedenheit” wie zwischen Michael Mann und dem Krishna Gans. Wenn Sie nicht wissen, wie man unter einem Constraint optimisiert, haben Sie zum Thema nichts beizutragen.

  344. #348 MJ
    Mai 1, 2013

    Cas in point, der MIT Technology Review zum Thema Methan Clathrate, Atomkraft, und Emissionssteuern:

    “In general, people will get at and use whatever energy sources make economic sense.

    The only way to keep methane hydrates in the ground is for other sources of energy to make more economic sense. Doing that would require research to make sources like nuclear power cheaper, and likely taxing carbon emissions to make sources like methane more expensive.”

    http://www.technologyreview.com/view/513946/doe-to-push-development-of-huge-potential-source-of-greenhouse-gas-emissions

  345. #349 shader
    Mai 1, 2013

    @MJ, Frankreich hatte in den 70er und 80er Jahren auch keine CO2-Emissionsreduktionsziele, trotzdem gingen die Zahlen zurück. Es war ein Nebeneffekt des Ausbaus der Atomenergie, aber kein vordergründiges Ziel. Ich denke deshalb, dass einer Senkung nicht immer die Folge eines politischen Zieles sein muss.

    Nun, wenn man die Atomenergie für unverzichtbar hält, um die Emissionsziele zu erreichen, dann sollte man auch dazu sagen, in welchem Umfang man sie nutzen will, beispielsweise in Deutschland. Da höre ich von Befürwortern immer wenig konkretes.

    Bzgl. den 2 Tonnen Emissionen pro Jahr und Mensch hatten wir uns vor Monaten hier mal unterhalten. Ich will das im einzelnen nicht alles wiederholen. Nur in der Kurzfassung, man geht bei der gegenwärtigen Bevölkerungsentwicklung davon aus, dass grob gesehen eine solche Emssionsrate global notwendig wäre, um den Anstieg des CO2-Anteils in der Atmosphäre nennenswert zu stoppen.

  346. #350 shader
    Mai 1, 2013

    Als Nachtrag: Ich lehne nicht zu allen Zeiten und in allen Orten Atomenergie ab. Ich versuche die Sache wenig dogmatisch und lieber etwas pragmatischer zu sehen. Dazu versuche ich bestehende Konzepte und reale Entwicklungen der letzten Jahre zu vergleichen und zu beobachten. Es gibt da auf beiden Seiten recht extreme Ansichten, die aber in der Praxis nicht viel weiterhelfen. Zum Pragmatismus gehört es nämlich auch zu erkennen, dass beispielsweise ein Neubau eines AKWs in Deutschland kaum durchsetzungsfähig wäre und nicht ohne Grund die Energieunternehmen die Finger davon gelassen haben. Also muss man sich mit Alternativen beschäftigen. Und wenn man meint, wir brauchen die Atomenergie hierzulande weiterhin, dann muss man auch sagen, wie!

  347. #351 MJ
    Mai 1, 2013

    @ shader

    Ja, klar braucht man keine Ziele per se, zufaellig kann man immer Emissionen reduzieren. Aber Frankreich tut ja zur Zeit genau gar nichts, a priori ist “keine Emissionsreduktion” genau, was man erwarten wuerde. Also verstehe ich auch nicht, warum Atomkraft in Frankreich jetzt Emissionen reduzieren sollte – wie Sie gesagt haben, das hat sie vor Jahrzehnten getan, aber unabsichtlich. Dass in Frankreich nicht passiert, ist weder ein Argument fuer, noch gegen Atomkraft. Und niemand fordert einen Ausbau des Atomanteils in Frankreich, oder glaubt damit Emissionen reduzieren zu koennen.

    Das mit dem Umfang hatten wir auch schon. Die Frage ist nicht szenariounabhaengig (d’oh!), die Papers habe ich einmal verlinkt, dann nocht einmal, als Sie nachgefragt haben – ohne paywall. Im obigen EMF-Paper sind sie referenziert. Ich habe die Zahlen nicht im Kopf, und kenne vor allen spezifisch fuer Deutschland keine. Schaetzomative so um die 10-30 Prozent, geraten, fuer ein “lockeres” 550 ppm Target (nicht, dass wir auf dem Weg dorthin waeren…)? I.a. nichts, was wir nicht schon hatten oder haben. Aber die Frage, in welchem Umfang man sie nutzen “will”, ist falsch gestellt. Darum geht es ja eben genau nicht. Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass es da so eine Wahrnehmung gibt, nach der eine Seite 100 Prozent EE will (und ich habe keine Zweifel, dass wir da irgendwann ankommen werden) und so eine spiegelbildliche Seite von Atomfreaks irgendwie 100 Prozent, oder moeglichst viel Atomkraft wollen, weil sie irgendwas nicht verstehen, wozu man tiefere Einsichten braucht oder was weiss ich. Noch einmal: es handelt sich um szenarioabhaengige Studien, bei denen der Energiemix unter einem Constraint auf Emissionen optimiert wird – d.h. ein Markt unter einer Emissionssteuer wird simuliert. Wenn man sich ein Primitiv-Modell denkt, in dem es nur Atomkraft und EE gibt, wobei letztere Backup-Emissionen produzieren (wir lassen ausser Acht, woher die kommen), dann braucht man nicht wirklich eine explizite Rechnung anstellen, um zu sehen, warum unter einem genuegend hohen Emissionspreis das System einen gewissen Anteil Atomkraft hat – selbst wenn sie teurer ist. Wenn man explizit beruecksichtigt, woher die Backup-Emissionen kommen, naemlich von per se unrentablen Reserve-Kraftwerken, geht es noch mehr “zugunsten” von Atomkraft (aber in allen Szenarien, die ich klenne, sind es noch immer mehr EE als Atomkraft). Andererseits produziert Atomkraft nur baseload, ab 30/40 Prozent wir es echt schwierig, wenn man nicht Nachbarlaender hat, die einem das abnehmen -sprich: die Kostenfunktion fuer die Imlementierung von was auch immer ist nicht konstant. Das ist trivial, aber wird dennoch immer ausgeblendet (‘Solar kostet jetzt nur noch so viel!!!’ usw – ja, aber ab 5 Prozent Penetration ohne Speicher droht Solar Ueberkapazitaeten zu erzeugen, die Kostenfuntkion steigt). Etc. etc. Der Punkt ist: Wenn in den bekannten IAMs Atomkraft zugelassen wird, ist sie im Ergebnis drinnen, und eben nicht Null. D.h. weder, dass dies ueberall, oder ueberall im gleichen Ausmass der Fall ist (siehe oben, Australien hat offenbar ganz hervorragende Voraussetzungen fuer eine reine EE-Welt, GV hat hier schon das zweiter Paper verlinkt). Noch heisst es, dass man auf irgendeinen Atomkraftanteil abzielen sollte. Es heisst, dass man eine Emissionssteuer ansetzen sollte UND DANN KEINE ZIELE MEHR SETZEN, sei es so und so viel EE, oder keine Atomkraft. Die entsprechenden Anteile von Energiequelle XY sollen aus dem Markt erwachsen, nicht ex ante festegelegt werden. Der Gedanke, dass man irgendwie die “richtigen” Energien auswaehlen muss hat sich tief im oeffentlichen Bewusstsein verankert und geht gegen alles, was die Literatur zum Thema zu sagen hat, und mit Literatur meine ich Einfuehrungslehrbuecher. Der (regulierte, aber eben nicht geplante) Markt bestimmt das Marktgleichgewicht, nicht der Staat, oder Greenpeace.

    Von daher verstehe ich nicht ganz, was die “extremen Ansichten auf beiden Seiten” sein sollen. Es ist unter Umweltschuetzern (nicht allen) eine Ansicht vertreten, nach der es 100 Prozent EE sein muessen, so schnell wie moeglich, und NUR das, und auf gar keinen Fall Atomkraft. Wenn es eine Seite gibt, die auch nur annaehernd eine Position am anderen Extrem vertritt, dann habe ich sie uebersehen. In praktisch allen Szenarien haben EE mehr Kapazitaet als Atomkraft – es sind eben nur nicht null Prozent Atomkraft, und auch nicht 100 Prozent EE (auch nicht null Prozent Gas). Wenn das in irgendeiner Form eine extreme Ansicht sein soll, dann muessen Sie mir erklaeren, warum. Waere die Aussage:”Ohne EE koennen wir Emissionstarget XY nicht erreichen” dann auch eine extreme Ansicht?

    Mit der Praxis, schon verstanden. Aber das aendert nichts an der Kritik. Das die US-Regierung keine Steuer/kein Cap durch den Kongress bekommt, ist ja jetzt auch kein Grund nach Hause zu gehen und zu sagen: tja, kann man nichts machen, das ist halt so; und wer nicht demonstrieren kann, wie Obama diese Huerde ueberkommen kann, soll auch keine Emissionsteuer in den USA fodern.” Die Logik leuchtet mir nicht ein. Ich habe keine Ahnung wie – aber die, die zum Nachteil einer optimalen Emissionstrajektorie eine Energiequelle blockieren, sollten dafuer kritisiert werden.

    Die 2 Tonnen Emissionen pro Jahr und Mensch habe ich offenbar aus meinem Gedaechtnis geloescht. Was fuer ein Szenario ist das? D.h. welches Emissionstarget? Unabhaengig von Bevoelkerungswachstum immer 2 Tonnen? Welche Spezifizierung des Begriffs “Nachhaltigkeit”? Beibehaltung des Status quo, oder Wirtschaftswachstum, oder Kontraktion abgesetzt durch abgewandte Schaeden? Welcher Diskontsatz?

  348. #352 axel
    Mai 1, 2013

    @ MJ

    +1, mit Sternchen.

    Einzige Ergänzung:
    Warum spricht niemand CCS an? Erforschung tut not, falls es geht und sicher ist, dann hätte der Markt eine Option mehr.

    PS:
    2t/Kopf entstammen dem (verpassten) 2°-Ziel, wenn ich mich recht erinnere.

  349. #353 shader
    Mai 1, 2013

    ” In praktisch allen Szenarien haben EE mehr Kapazitaet als Atomkraft – es sind eben nur nicht null Prozent Atomkraft, und auch nicht 100 Prozent EE (auch nicht null Prozent Gas). Wenn das in irgendeiner Form eine extreme Ansicht sein soll, dann muessen Sie mir erklaeren, warum.”

    Nein, gemischte Strategien sind in meinen Augen keine extreme Ansicht. Im Gegenteil. Extreme Ansichten sind für mich Vorstellungen, dass wir allein mit Atomkraft und später Fusionsreaktoren unser Energieproblem lösen werden. Eine andere extreme Ansicht ist, wenn gefordert wird in wenigen Jahren am besten den Atomstromanteil weltweit auf Null runterzufahren.

    Sie schlagen eine hohe Emissionssteuer vor, wenn ich sie richtig verstehe und gehen dann davon aus, dass rein kostenmäßig sich dann EE und Atomstrom langfristig durchsetzen wird. Ich glaube allerdings nicht, dass die Art der Energieversorgung nur eine Frage der Kosten ist, sondern auch eine der gesellschaftlichen Akzeptanz. Und da wird es Atomstrom innerhalb von Deutschland in den kommenden Jahren und selbst Jahrzehnten recht schwer haben wird, wenn es um den Neubau geht. Die volatile Produktion der EE braucht seine Pufferung. Ich denke aber, da wird der Atomstrom im allgemeinen Rennen eher schlechtere Karten haben und man wird mehr auf Netzausbau, Gaskraftwerke und langfristig großkapazitäre Speicher setzen.

    Nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich die 2 Tonnen CO2-Emission pro Kopf und Jahr nicht im Detail wieder bespreche. Ich denke, dass man selbst auf einen Blatt Papier und mit den entsprechenden Grundgrößen (Kohlenstoffkreislauf, Gesamtemissionen, Bevölkerungszahlen in den kommenden Jahrzehnten, momentaner CO2-Gehalt, usw.) eine grobe Überschlagsrechnung machen kann, um zumindest den Zuwachs von CO2 in der Atmosphäre (momentan ca. 2-3 ppm pro Jahr) stark abzubremsen. Eine Senkung auf 2 Tonnen pro Jahr und Kopf würde die Gesamtbilanz in der Atmosphäre nicht komplett ausgleichen, aber es wäre ein Schritt in diese Richtung.

  350. #354 MJ
    Mai 1, 2013

    @ axel, shader

    Ganz ehrlich, die 2 Tonnen/Kopf-Figur habe ich noch nie gehoert. Shame on me, aber so ist es. Wenn es dem 2 °C-Ziel entspricht, naja, bye-bye, schoen war’s. In uebrigen kann ich das nicht ausrechnen (was nichts heisst), ein Haufen Laender haben ja gar keine 2 tonnen CO2 prof Jahr und Kopf – das Ziel ist voellig unabhaengig von deren wirtschaftlicher Entwicklung? Oder koennen die dann maximal auf diese Zahl kommen, in einem belibigen Zeitraum? Und den Nachhaltigkeitsbegriff, der da dahinter steckt, begreife ich auch noch nicht – 2 °C war doch das no risk-Szenario, salopp gesagt. Ist das eine Definition von Nachhaltigkeit? Das beste, was ich versuchen koennte, waere rueckrechnen, was mit den 2 Tonnen konkret gemeint ist, jetzt, wo ich weiss, dass es offenbar dem 2 °C-Ziel entspricht, und damit so 400-450 ppm CO2e, um es halbwegs sicher zu treffen… getroffen haetten zu koennen (gibt es einen konjunktivistischen Infinitiv?).

    Das glaube ich allerdings, dass Atomkraft schlechtere Karten hat. Aber das eine ist oekonomische Analyse, das andere sind politische Wuensche. Daueber wuerde ich mich ja auslassen, aber Krugman hat heute den Nagel auf den Kopf getroffen, warum Leute sich gegen Keynesianische Massnahmen sperren, mit einem Kommentar, der auf dieselbe Unterscheidung abzielt:

    http://krugman.blogs.nytimes.com/2013/05/01/not-everything-is-political/

    Die Aussage ‘Unter diesem Emissionstarget ergibt eine Optimierung (…) einen 10 Prozent-Anteil an Atomkraft’, wird nicht dadurch beeintraechtigt, dass Leute keine Atomkraft wollen. Es heisst, dass man sie nicht kriegt, und die Trajektorie damit nicht optimal ist (wenn das Model stimmt) – in Kosten, oder in den Emissionen (und ich verwette meine Grossmutter, dass es in dem Fall die Emissionen sind.) Das einzige was ich dazu sagen kann, ist, dass sich Leute da oft widersprechen. Ein 2 °C haette einer Analyse entsprochen, in der Leute keinerlei Schaeden auf zukuenftige Generationen kommen lassen wollen, zero time preference. Wenn gleichzeitig saemtliche Modelle Atomkraft als essentielle Komponente eines Energiemixes ausgeben, der noetig ist dieses Ziel zu erreichen, und dieselben Leute Atomkraft partout nicht akzeptieren, sind sie in einem Widerspruch. Es ist eine innere Zerissenheit, sie beginnen zu zerfallen und erzeugen damit genau die Strahlung, die sie durch den Atomausstieg eigentlich verhindern wollten. Oder so aehnlich.

    Investitionen zur Entwicklung von CCS waeren sicher wuenschenswert. Ich glaube, die Message, dass wir EE brauchen, ist ueberall angekommen, man braucht keine Werbung mehr dafuer machen. Die momentanen Schreckensgespenster am fossilen Horizont betrachtend waere so eine Option mit Sicherheit beruhigend (und wenn ich mich recht erinnere sind sie in den Szenarien sogar drinnen – wenn wir darauf dann auch noch verzichten…).

  351. #355 Günther Vennecke
    Mai 2, 2013

    Noch ein paar Gedanken zur Atomkraft:

    Warum sollte man auf eine Energieform setzen, die mehr Probleme schafft, als dass sie von Nutzen ist?

    Die Anfangsversprechen (“too cheap to meter”) sind gründlich in die Hose gegangen und selbst nach mehr als 50 Jahren massivster staatlicher Förderung rangiert Atomkraft immer noch unter ferner liefen.

    Alle Lösungen, die ein weiteres wesentliches Problem der Atomkraft – nämlich die begrenzten Vorkommen von Uran – lösen sollen, gibt es entweder bisher nur auf dem Papier (Generation IV) oder sie haben ihre eigenen, schwer wiegenden Probleme (Brütertechnik).

    Wozu also diesen Weg in eine wahrscheinliche Sackgasse weiter beschreiten? Atomkraft kann doch nichts anderes als Grundlast und aus neuen AKWs ist diese noch nicht einmal preiswert.

    Auch Teile der EE sind grundlastfähig (Biomasse, Erdwärme, kleine und große Wasserkraft, Meeresströmungen, – wellen). Wenn in absehbarer Zeit Solarstrom konkurrenzlos billig ist, wird sogar dieser mittels Wasserstofftechnik oder Methanisierung grundlastfähig.

    Es gibt also keinen nachvollziehbaren Grund zu behaupten, die EE könnten mittel- bis langfristig nicht anstelle der bisherigen Grundlastkraftwerke treten.

    Wenn man also die ideologische Brille abnimmt, gibt es keinen vernünftigen Grund mehr, auf Atomkraft zu setzen. Es sollte doch das höchste Gebot der Vernunft sein, eine Technik, die ihre Verheißungen nicht erfüllt und heute immer noch ein großes Gefährdungspotential hat, nicht in Pläne für ein zukünftiges Energiesystem einzubauen.

    Leider ist es so, dass die Folgegenerationen auch bei sofortigem Verzicht auf Atomkraft dann immer noch eine gewaltige Hypothek in Form von Atommüll, den wir bis dato produziert haben, abtragen müssen. Diese Hypothek ab sofort möglichst klein zu halten, sollte eine unserer vornehmsten Pflichten sein.

    Atomkraft ist und bleibt also unverantwortlich. Und es ist ebenso unverantwortlich, sich für ihren weiteren Einsatz stark zu machen.

  352. #356 E-O
    Mai 2, 2013

    @Günni
    Zitat:
    “””Wenn man also die ideologische Brille abnimmt, gibt es keinen vernünftigen Grund mehr, auf Atomkraft zu setzen.”””
    Dat sacht ausgerechnet jemand, der hier mit der dunkelgrünen Öko-Brille rumrennt, da muss ich mal ein gepflegten Lacher loslassen.
    Blöd für Dich ist ja, das die Chinesen jetzt loslegen wie die Guppies und auch andere Nationen planen, sich mit KKW einzudecken…..allein schon aufgrund des enormen Energiebedarfes der sich entwickelnden Schwellenländer. Die nehmen einfach alles was se kriegen können, nebenbei gesagt, ein vielfaches an Kohlekraftwerke wird eh gerade weltweit gebaut.
    EE können in diesen Zusammenhang ein nettes Zubrot sein, wenn man dann halt so dekadent ist sich sowas leisten zu können aber um 7-9 Mrd. Menschen eine lebenswürdige Existenz zu ermöglichen reicht die ineffiziente Umwandlung der Sonnenstrahlen noch lange nicht aus.

    Es ist Deine ideologische Brille, die Deinen Blickwinkel vernebelt…..nicht unsere.
    E-O

  353. #357 MJ
    Mai 2, 2013

    Kurzer Vortrag von Chris Hope bei der RAC Foundation zum Thema “Cars and the Climate: Are we geared up for the challenge?”

    http://player.vimeo.com/video/64593429

  354. #358 shader
    Mai 2, 2013

    @MJ: ” In uebrigen kann ich das nicht ausrechnen (was nichts heisst), ein Haufen Laender haben ja gar keine 2 tonnen CO2 prof Jahr und Kopf – das Ziel ist voellig unabhaengig von deren wirtschaftlicher Entwicklung? Oder koennen die dann maximal auf diese Zahl kommen, in einem belibigen Zeitraum? Und den Nachhaltigkeitsbegriff, der da dahinter steckt, begreife ich auch noch nicht – 2 °C war doch das no risk-Szenario, salopp gesagt. Ist das eine Definition von Nachhaltigkeit?”

    So ganz verstehe ich ihre Fragen jetzt nicht. Ich glaube auch, Sie machen sich die Sache komplizierter, als sie in Wirklichkeit ist. Es geht hier auch nicht um genauste Zahlenwerte, sondern um die Größenordnung, wie viel Kohlenstoff wir pro Jahr in die Atmosphäre pusten dürfen, damit der jährliche Anstieg von CO2 deutlich unter 1 ppm liegt und man wirklich von einem starken Abbremsen des seit der Industrialisierung gestarteten Prozesses sprechen kann.

  355. #359 shader
    Mai 2, 2013

    Mal einen Schwenker auf ein ganz anderes Thema. Bemerkenswert fand ich die Antwort von Sebastian Lüning bzgl. der Autorenschaft der “Die kalte Sonne”-Beiträge im Netz. Offiziell gelten er und Herr Vahrenholt als verantwortlich, allerdings klingt das unter http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/ipcc-berichts-chef-thomas-stocker-zeigt-im-weltwoche-interview-unerklaerliche-gedaechtnisluecken-die-gespraechsanalyse-von-vahrenholt-und-luening/#comment_22 recht merkwürdig. Gibt es da etwas, was er seinen Lesern verheimlicht?

  356. #360 Günther Vennecke
    Mai 2, 2013

    @E-O,

    “Blöd für Dich ist ja, das die Chinesen jetzt loslegen wie die Guppies und auch andere Nationen planen, sich mit KKW einzudecken”

    Muss doch schön sein, wenn man sich seine Fakten selber macht, dann kann man munter drauflos schwafeln und anderen unterstellen, sie hätten eine ideologische Brille auf.

    Dumm nur, wenn diese anderen dann besser informiert sind und sich auch nicht scheuen, einem den Quatsch, den man erzählt, um die Ohren zu hauen.

    E-O, Sie sollten besser den Mund halten, anstatt solch hanebüchenen Unfug über Atomkraft zu erzählen.

    Die Chinesen werden es VIELLEICHT schaffen, bis 2020 sagenhafte 5% ihres STROMS in AKWs zu erzeugen (aktuell 1,8%!!!), WELTWEIT gesehen befindet sich die Atomkraft auf dem Rückzug, da können sie labern, so viel Sie wollen, die Wirklichkeit richtet sich weder nach Ihren Wünschen noch nach Ihrer Ideologie.

    Hier geht’s zum Faktencheck:

    http://www.world-nuclear.org/info/Facts-and-Figures/World-Nuclear-Power-Reactors-and-Uranium-Requirements

    Wenn man also die ideologische Brille abnimmt, gibt es keinen vernünftigen Grund mehr, auf Atomkraft zu setzen. Atomkraft ist quasi schon Geschichte.

    Ich schätze mal, dass ihr Anteil an der Stromerzeugung innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre auf unter 10% sinkt. Dann kommen auch weniger als 2% der Gesamtenergie der Menschheit aus Atomkraft. Tendenz: In Zukunft noch weiter fallend.

  357. #361 Wolfgang Flamme
    Mai 2, 2013

    Lieber Herr Vennecke,
    die von Ihnen oben zitierte 100%-Studie basiert wiederum auf folgender Arbeit der Autoren:
    http://www.energy-without-carbon.org/sites/default/files/UNSW-100pcCleanEnergy.pdf

    Dort liest man: “The amount of fuel consumed
    by the gas turbines is not limited in the simulation (…) Aiming for biofuel consumption below around 15%
    of total NEM demand is therefore considered realistic.”

    Wie man den beiden exemplarischen Verläufen in Fig. 1+2 entnehmen kann, wird im australischen Sommer praktisch kein Biogaseinsatz erforderlich, während der Biogas-Einsatz im australischen Winter extensiv ist. Da die entspr. Fermenter jedoch quasi-kontinuierlich betrieben werden müssten, ergibt sich die Notwendigkeit, enorme Mengen an Biogas in saisonalen Zeithorizonten vorhalten zu müssen. Diese Problematik wird in beiden Arbeiten merkwürdigerweise unterschlagen.

    Ich finde auch keine Berücksichtigung der natürlich begrenzten Hydrospeicher-Kapazitäten und ihrer angenommenen Füllstandsveränderungen – mal ganz abgesehen davon, daß nichts zu sehen ist von saisonalen Schwankungen bei der Verfügbarkeit von Laufwasser-Energie, was ich bei dem Dürre- und Reservoirgejammer auf dem Kontinent etwas merkwürdig finde.

  358. #362 Leugnerentlarver
    Mai 3, 2013

    Herr Vennecke, können Sie hier nachvollziehbar einmal erklären, warum Sie so emotional gegen Atomkraft sind?

  359. #363 axel
    Mai 3, 2013

    @ Leugnerentlarver

    Ich denke, es gibt gute rationale Gründe, gegen Kernkraft zu sein. Diese sind allseits bekannt, warum fragen? Es gibt gute Gründe gegen Kohle und andere liefern auch gute Gründe gegen zu viel an EE.

    Jeder macht seine eigene Risikoabwägung. Wir nennen unsere Argumente, ich sehe aber kein Problem darin, andere Sichtweisen wie die von GV oder Ihnen zu akzeptieren.

    Mit meinem “Ja” zur Erforschung von CCS stehe ich auch irgendwie alleine da. 😉

  360. #364 Günther Vennecke
    Mai 3, 2013

    @Leugnerentlarver,

    “Herr Vennecke, können Sie hier nachvollziehbar einmal erklären, warum Sie so emotional gegen Atomkraft sind?”

    Wo bin ich emotional? Ich begründe meine Position mit glasklaren Fakten.

    Wie gesagt, ich warte immer noch darauf, dass jemand meine Rechnung bezüglich der Unsinnigkeit bis Unmöglichkeit, bis Mitte des Jahrhunderts einen nennenswerten Anteil (d.h. > 10% STROManteil) bereit zu stellen, argumentativ widerlegt. Bisher warte ich vergeblich und das seit mehreren Jahren.

    Interessant übrigens, dass seit dieser Zeit der Atomstromanteil von ca. 17 auf jetzt rund 12% zurückgegangen ist. Auch absolut hat die Atomkraft stagniert und ist seit einiger Zeit sogar rückläufig.

  361. #365 E-O
    Mai 3, 2013

    @Günni
    Hmm, Du präsentierst mir ne Tabelle, die genau das Gegenteil davon aussagt, wat Du mir unterjubeln wolltest…..es wird gebaut, es wird geplant wat dat Zeug hält aber Du siehst schon dat globale Ende der Kernenergie…..man, Deine Brille sollte mal zum Optiker.

    Naja…..67 Reaktoren in Bau, 164 in Planung…..und noch mehr in der Pipeline in den nächsten 15 Jahren…….ich sehe es ein, Kernkraft stirbt gerade den Heldentot.

    Ein Günni im Blog, erspart den Pausenclown.
    E-O

  362. #366 E-O
    Mai 3, 2013

    @Günni
    Ne kleine Nachklatsche…
    “”””” Kernkraft. Die Kernkraft ist eine saubere, effiziente und vorzügliche Energiequelle der modernen Zeit. Ihre Nutzung ist von großer Bedeutung für eine ausgewogene Energiestruktur und den Schutz der Energiesicherheit des Landes. Derzeit beträgt der Kernkraftanteil an der Stromerzeugung lediglich 1,8 Prozent, weit weniger als der Weltdurchschnitt von 14 Prozent. Der Sicherheit gebührt allerhöchste Priorität bei der Nutzung der Kernkraft. Nach dem Ausbruch der Nuklearkatastrophe von Fukushima (Japan) unterzog China alle Kernkraftwerke einer umfassenden und strengen Sicherheitsüberprüfung. Im Abschlussbericht heißt es: Die Kernkraftwerke Chinas sind sicher; in den im Betrieb befindlichen nukleartechnischen Anlagen ereigneten sich in den letzten 20 Jahren keine sicherheitsrelevanten Ereignisse ab Stufe 2………………….

    China ist bestrebt, die nukleartechnische Innovation, die Verbreitung fortschrittlicher Techniken, die Modernisierung der nukleartechnischen Anlagen und die Personalausbildung auf ein immer höheres Niveau zu heben. 2015 wird in bestehenden Kernkraftwerken eine Leistung von 40 Gigawatt installiert sein.””””
    http://german.china.org.cn/pressconference/2012-11/14/content_27111159.htm

    Man sollte bedenken, dat China Hungrig ist nach Energie…..weswegen man nach jeder Technologie greift die derzeit verfügbar ist…..auch Sonne, Wind und Wasser…….
    Ende Teil 1.

  363. #367 E-O
    Mai 3, 2013

    @Günni
    Teil 2

    “”””””China baut AKW mit neuartigen Eigenschaften
    China hat bei einem drei Milliarden Yuan (364 Millionen Euro) teuren Kernkraft-Projekt einen Durchbruch erzielt. Es wird der erste kommerziell betriebene Reaktor der vierten Generation sein, gab ein chinesisches Energieunternehmen am Sonntag bekannt……

    Das Atomkraftwerk steht auch für Chinas Bemühungen, die Entwicklung der Kernkraft voranzutreiben, nachdem diese nach der Atomkatastrophe von Fukushima 2011 in Ungnade gefallen war. Der Bau des Projekts in der Shidao-Bucht in der Küstenstadt von Rongcheng in der ostchinesischen Provinz Shandong begann im vergangenen Monat, meldete Xinhua mit Verweis auf Informationen der Huaneng Shandong Shidao Bay Nuclear Power Co., Ltd (HSNPC), die das Kraftwerk baut und betreibt. Das AKW soll bis zum Ende des Jahres 2017 mit einer geplanten Kapazität von 200 Megawatt und den “Eigenschaften eines nuklearen Systems der vierten Generation” ans Netz gehen, so Xinhua weiter.

    Der Reaktor, der von der chinesischen Tsinghua-Universität unabhängig entwickelt worden war, verfügt über eine “inhärente Sicherheit” und eine “passive nukleare Sicherheit”, was im Einklang mit dem Konzept der vierten Generation steht. Das heißt, es könnte bei einem Notfall sicher heruntergefahren werden, ohne dass es zu einer Kernschmelze kommt oder größere Mengen von Radioaktivität austreten……………..”””””
    http://german.china.org.cn/environment/txt/2013-01/07/content_27612536.htm

    Jaja, ick sehe es ganz deutlich…….die Kernenergie ist gerade im freien Fall……..oder doch nicht?
    Los Günni…..schnell die Greenpeace-Unterlagen rausgesucht und dann Onkel Heinz um die Ohren gehauen, kann ja wohl nicht angehen,dat die Welt anders tickt als Günni aus dem Provinz-Eck.

    Duck und wech…..
    E-O

  364. #368 MJ
    Mai 3, 2013

    David Roberts hat vor einiger Zeit einen langen Artikel auf Doktor Grist geschrieben, in dem er einen Zeit-Diskontsatz (time preference) von Null verteidigt hat. Er gehoert auch zu jener Fraktion, die Leute, die einen hoeheren Zeit-Diskontsatz ansetzen, schon einmal mit Amoklaeufern vergleicht, die Kinder erschiessen. Heute schreibt er:

    “After all, no one will be able to prevent climate disasters within their lifetime through mitigation — the next 50 years of climate change are already “baked in.” So we’re talking about the peoples of the U.S. and the world rallying around emergency measures, wartime sacrifices, on behalf of future generations. I can easily imagine that never happening. And if it does, it’s going to take some kind of shock that I can’t even really imagine.”

    http://grist.org/climate-energy/what-would-wartime-mobilization-to-fight-climate-change-look-like/

    Mit anderen Worten: Schon klar, dass Leute keinen Zeit-Diskontsatz von Null haben – aber wir sollten dennoch voellig ausrasten, wenn Okeonomen in einer Analyse mit empirisch haltbaren Diskontsaetzen arbeiten, und nicht mit dem, den ich dank meiner moralischen Ueberlegenheit als den einzig richtigen identifiziert habe.

    Braucht man eine andere Faehigkeit als Nudelsuppe zu essen, um bei Dokotor Grist zu schreiben?

  365. #369 Dr. Webbaer
    Mai 3, 2013

    Herr E-Ossi:
    Die sogenannte Energiewende findet zurzeit ganz bevorzugt in D statt, es scheint sich hier um eine Esoterik zu handeln.

    Man muss das wohl vor dem Hintergrund allgemeiner Bemühung sehen D ein wenig herunterzuschrauben.

    MFG
    Dr. W (der damit aber keine Probleme hat, von außen sieht sich sowas wesentlich leichter…)

  366. #370 MJ
    Mai 3, 2013

    Richard Tol hat einen Blogpost ueber Carbon bubbles:

    http://richardtol.blogspot.co.uk/2013/05/blowing-carbon-bubbles.html

    “In sum, there is no carbon bubble. If there were a carbon bubble, it would not be about to burst. If it would burst, the economic impact would be minimal.”

  367. #371 Thomas
    Mai 3, 2013

    Die Energiewende findet ja statt, auch und vor allem in D: Nuklear (=low Carbon) wir ersetzt durch Kohle (= not so low Carbon), billigen Preisen sei Dank – und ein paar Prozente Sonne und Wind als Placebo.

    Auch wenn Günni frohlockt, dass der Low-Carbon Anteil der Stromerzeugung zurückgeht, ist dies für mich hingegen eher Anlass zur Besorgnis, zumal ich selber Kinder habe.

    Das einzig richtige wäre gewesen, 1991 anlässlich “Rio” eine Treibhausgas-Steuer einzuführen, und deren Ertrag gleichermassen an alle Erdbürger zurückzuerstatten. Zunächst 1US$/t, dann jedes Jahr 1$ mehr.

    Auch wenn es jetzt zu spät ist, ich halte meine Idee immer noch für die beste.

  368. #372 axel
    Mai 3, 2013

    @ MJ

    Wem soll ich nur glauben? Dem von mir sehr geschätzten Guardian (der alljährliche Live-Ticker zum Eurovision Song Contest hat bei mir schon Kultstatus) oder dem Ökonomen Tol, den manche sogar für leicht skeptisch halten? Hm, von Ökonomie verstehe ich wenig, mal überlegen.

    1 Sekunde, 2 Sekunden, fertig! Richard Tol natürlich, er ist ja schließlich Ökonom.

    Frage an unsere Klimaskeptiker hier: Ist diese Entscheidung nachvollziehbar und auch rational? 😉

  369. #373 shader
    Mai 3, 2013

    “Auch wenn es jetzt zu spät ist, ich halte meine Idee immer noch für die beste.”

    Die Qualität einer Idee sollte man auch danach bewerten, wie realistisch sie umsetzbar ist.

  370. #374 Dr. Webbaer
    Mai 4, 2013

    Das einzig richtige wäre gewesen, 1991 anlässlich “Rio” eine Treibhausgas-Steuer einzuführen, und deren Ertrag gleichermassen an alle Erdbürger zurückzuerstatten. Zunächst 1US$/t, dann jedes Jahr 1$ mehr.

    Auch wenn es jetzt zu spät ist, ich halte meine Idee immer noch für die beste.

    Ischt halt nicht vollziehbar. Die Vollziehbarkeit bzw. die Nichtvollziehbarkeit einer Maßnahme ist ein KO-Kriterium.

    MFG
    Dr. W

  371. #375 Dr. Webbaer
    Mai 4, 2013

    Frage an unsere Klimaskeptiker hier: Ist diese Entscheidung nachvollziehbar und auch rational?

    Es ist nachvollziehbar dem linken und ökologistischen Guardian nicht zu glauben. Tol scheint ganz OK zu sein, jedenfalls nonkonform und originär denkend, dabei auch nicht auf den Kopf gefallen.

    MFG
    Dr. W

  372. #376 shader
    Mai 4, 2013

    Unser Programm “Dr.Paul” überhitzt sich gerade massiv. Wer kann da mal kurz die Parameter in Richtung weniger Lächerlichkeit und mehr Vernunft nachziehen? Soll ja schließlich nicht jeder mitbekommen, dass er letztlich nur ein schlecht programmierter Trojaner ist, der das System von innen heraus unterhöhlen soll.

  373. #377 MJ
    Mai 4, 2013

    @ axel

    Ja, aber der Bubble Report kommt ja von Lord Stern, und der ist auch Oekonom. Da muessten Sie dann beinhart aufs ranking achten.

    Eine andere Moeglichkeit: die Bedeutung von Okeonomen laesst sich offenbar an der Menge und Intensitaet blinden Hasses bemessen, der ihnen entgegenschlaegt. Bestes Beispiel: die regelmaessigen Hass-Attacken auf Keynes, uber 60 Jahre nach dessen Tod – dieses Mal Niall Ferguson-Edition, wenn die Story stimmt:

    http://www.fa-mag.com/news/harvard-professor-gay-bashes-keynes-14173.html

    h/t Tol (sic!), Krugman (sic!)

  374. #379 axel
    Mai 4, 2013

    Danke, Georg, das kann der FC-Anhänger jetzt mal gar nicht gebrauchen…

  375. #380 Günther Vennecke
    Mai 4, 2013

    @E-O,

    “schnell die Greenpeace-Unterlagen rausgesucht und dann Onkel Heinz um die Ohren gehauen, kann ja wohl nicht angehen,dat die Welt anders tickt als Günni aus dem Provinz-Eck.”

    Könnte es nicht auch sein, dass “Onkel Heinz” ganz schlicht und einfach auf chinesische Propaganda-Märchen hereinfällt?

    Eigentlich sollte er – aus der ehemaligen DDR kommend – doch ganz genau wissen, wie totalitäre Systeme “Erfolgs”-Meldungen produzieren.

    Traurig, traurig, traurig, dass er trotzdem noch auf so ein Sch…. hereinfällt.

    Soso, bis Ende 2017 soll er also fertig sein, superaffengeile Wunder-Reaktor. Komisch erinnert mich irgendwie an Olkiluoto 3, der auch schon 2009 hätte fertig sein sollen, jetzt aber immer noch keinen Strom liefert und die nächsten drei Jahr immer noch nicht.

    “Onkel Heinz” hat mit seinem Posting auch unzweifelhaft bewiesen, dass er keine Tabellen lesen kann und sonst auch wenig Ahnung von der Atomkraft hat, sonst hätte er die desolate Lage der Atomkraft längst erkannt, die so recht kein Bein mehr an die Erde kriegt.

    Wenn in naher Zukunft der Anteil der Atomkraft dann unter 10% gesunken ist, sprechen wir uns wieder. Bis dahin ist es mir einfach zu öde, meine Zeit mit Leuten zu verplempern, die so wenig Ahnung von der betreffenden Materie haben, dass sie auf die blödesten Propagandatricks hereinfallen.

  376. #381 MJ
    Mai 4, 2013

    Die Entschuldigung Fergusons folgt, das ist eher ungewoehnlich:

    “But I should not have suggested – in an off-the-cuff response that was not part of my presentation – that Keynes was indifferent to the long run because he had no children, nor that he had no children because he was gay. This was doubly stupid. First, it is obvious that people who do not have children also care about future generations. Second, I had forgotten that Keynes’s wife Lydia miscarried.”

    http://www.niallferguson.com/blog/an-unqualified-apology

  377. #382 Dr. Webbaer
    Mai 5, 2013

    Ein Gag vielleicht noch nebenbei:
    Der sogenannte Arabische Frühling ist dadurch möglich geworden, dass die amerikanische Regierung sukzessive Diktatoren in Nordafrika und nun auch im nah-asiatischen Bereich hat fallen lassen, um einen Umschwung zu bewegen, der dann sozusagen islamistisch ausfiel, konkret: sunnitischer “reiner” Lehre folgend.

    Das ähnelt dem Bemühen eines anderen amerikanischen Präsidenten vor ca. 30 Jahren den Schah fallen gelassen zu haben.

    Insofern ist der bald festzustellende Befund: etliche Regierungen nun sozusagen islamistisch anzunehmernderweise den amerikanischen Demokraten zuzuordnen. Die Scharia nun dankenswerterweise vor den Grenzen Europas sozusagen.

    Das aber nur nebenbei.

    MFG
    Dr. W

  378. #383 Günther Vennecke
    Mai 5, 2013

    Alle, die wie E-O immer noch an das Märchen von der “Renaissance der Atomenergie” glauben, sollten sich mal die offizielle Altersstatistik der Atomkraftwerke bei der IAEA (International Atomic Energy Agency) ansehen:

    http://www.iaea.org/PRIS/WorldStatistics/OperationalByAge.aspx

    Im Durchschnitt der letzten 20 Jahre wurden 3-4 neue AKWs pro Jahr in Betrieb genommen.

    63 AKWs sind inzwischen 39 Jahre und älter. Die gehen mit Sicherheit in den nächsten paar Jahren vom Netz. Darauf folgt denn in spätestens 10 Jahren die große Welle, wo ca. 20 AKWs pro Jahr stillgelegt werden müssen.

    Sollte in der Zwischenzeit wieder eins hochegehen, wird sich die Stilllegung der älteren Anlagen ungemein beschleunigen.

    Es ist heute schon nicht mehr zu vermeiden, dass in den nächsten 20 Jahren die Kapazität der noch am Netz verbliebenen AKWs drastisch schrumpfen wird. Ob die Atomkraft nach diesem Schrumpfungsprozess jemals wieder auf die Beine kommen kann, ist höchst zweifelhaft.

    Aber sollen E-O und seine blauäugigen Kameraden ruhig weiter den Traum von der Atomkraft träumen und damit weiterhin demonstrieren, dass sie die Realität der Energiewelt nicht zu begreifen in der Lage sind.

  379. #384 MJ
    Mai 5, 2013

    Brad Delong hat eine Liste an Kommentaren gesammelt, die auf die offenbar lange Tradition des “Keynes, der kinderlose, homosexuelle Dandy, wahrscheinlich pervers”-Themas verweist. Was bezueglich seiner Entschuldigung erstaunlich wirkt, ist, dass Niall Ferguson diese Art von Kommentaren schon lange abgibt:

    http://delong.typepad.com/sdj/2013/05/saying-more-than-when-the-storm-is-long-past-the-ocean-is-flat.html#more

  380. #385 MJ
    Mai 5, 2013

    Und nur um meine Privat-Hypothese zu pruefen, dass sich diese Art von Keynes-Bashing auf einer Seite des politischen Spektrums abspielt, habe ich das hier bei Christian Ortner gefunden (seinerseits regelmaessiger Gastautor bei der Achse, logo):

    “Da steht auf der einen Seite Keynes, ein intellektueller Dandy und Snob, Alphatier im latent homosexuellen Cambridge-Milieu und in der elitären “Bloomsbury”-Gruppe, einem Zirkel von Künstlern und Intellektuellen um die Autorin Virginia Wolfe. Es muss eine kosmopolitische, diskursfreudige und auch erotisch ziemlich hoch aufgeladene Gruppe Höchstbegabter gewesen sein, deren Epizentrum Keynes damals war (und deren Lebensunterhalt er mit Börsenspekulationen erwirtschaftete).”

    http://www.ortneronline.at/?p=21371

    Das Orner auc “global warming skeptic” der billigen Sorte ist, versteht sich von selbst, da er offenbar die Kriterien erfuellt, auf der Achse schreiben zu duerfen.

  381. #386 Georg Hoffmann
    Mai 5, 2013
  382. #387 MJ
    Mai 5, 2013

    Wobei es natuerlich nicht um eine Keynes-Idealisierung geht. Er hatte seine seine dunklen Seiten, etwa sein Antisemitismus, wie ihn hier Paul Samuelson in einem seiner letzten Essais fuers Journal of Economic Behavior & Organization charakterisiert hat:

    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167268108001352

    “In this footnote on ad hominem matters, some few additional remarks may be useful. Most of my gifted mentors, born in the nineteenth century, lacked today’s “political (and ethnic) correctness.” There were of course some honorable exceptions among both my Yankee and European teachers. Reder (2000) has provided a useful exploration of such unpleasantries. Central to his expositions were appraisals of the triad John Maynard Keynes, Joseph A. Schumpeter and Friedrich Hayek on the subject of anti-semitism.

    Unexpectedly, I was forced in the end to conclude that Keynes’s lifetime profile was the worst of the three. In the record of his letters to wife and other Bloomsbury buddies, Keynes apparently remained in viewpoint much the same as in his Eton essay on that subject as a callow seventeen-year-old.”

    Worum es am Ende aber geht, ist, dass die ganze Diskussion auch in bezug auf AGW und wir wir darauf reagieren sollen so ablaeuft: es ist die Unfaehigkeit/der Unwille ein faktisches von einem politischen Statement auseinanderzuhalten. Spezifisch die wirtschaftliche Literatur betreffend, die Unfaehigkeit positive von normativen Statements auseinanderzuhalten. ‘Die Analyse des Konsumverhaltens/Sparverhaltens (…) hat gezeigt, dass Menschen eine time preference von a bis b haben’ ist ein positives. Die Aussage ‘Wie haben kein Recht, spaetere Generationen weniger zu bewerten als die jetzige, deshalb muss die time preference gegen Null tendieren’ eine normative. Aber die Reaktion, die man in der Blogosphaere kriegt, ist ein Anschuetten derer, die nicht das normative Statement zum Mass aller Dinge erklaeren, meist ohne auch nur zu erkennen, woraus das Argument resultiert (naemlich genau nicht aus einer moralischen Ueberlegung). Ganz aehnliches gilt etwa zum “Wert eines statistischen Lebens”.

    Das Resultat ist, dass im Endeffekt dann nur noch in Termen moralischer Entruestung diskutiert wird. Und nachgerade irrsinnige Fronten entstehen: Leute, die 40 dollar/tCO2e verlangen, werden von Leuten, die 80 dollar/CO2e verlangen, als “Klimawandel-Skeptiker” bezeichnet, die Dinge machen, wie etwa glauben ‘das unsere Kidner einen Scheiss wert sind’ (Eli Rabett), oder das Equivalent zu Amoklaeufern sind. (Interessant ist auch, das Greg Mankiw, oben bei Delong als einer der “Keynes hat keine Kinder, daher sorgte er sich nicht um den ‘long run'” zitiert, selbst GEGEN einen niedrigen Diskontsatz in IAMs zur Bestimmung einer Emissionssteuer aufgetreten ist!)

    Nicht alle sind so: Paul Samuelson war Neo-Keynesianer.

  383. #388 MJ
    Mai 5, 2013

    @ Georg Hoffmann

    Dass Thema macht ja richtig die Runden! Danke fuer den Link.

  384. #389 Wilhelm Leonhard Schuster
    Mai 5, 2013

    Wie macht der das blos, daß die von Chili und kasper
    plscinxski und Konsorten keine Neu Ruhr(er) abbekommen?

  385. #390 MJ
    Mai 5, 2013

    Eher untypisch fuer kidnerlose homosexuelle Dandies, wie von Ferguson charakterisiert, hat Keynes einen Essai geschrieben “Economic Possibilities for Our Grandchildren” (heute frei zugaenglich, leicht ueber google zu finden). Richter Posner hat vor einigen Monaten in der NYTimes einen beissenden Review zu einem Buch von Robert/Edward Skidelsky geschrieben, das stark von Keynes’ Essai beeinflusst war. So charakterisiert Posner Keynes:

    “His essay is very English, because the traditional aspiration of the English upper class was not to work at all. Keynes, middle- rather than upper-class, worked hard all his life, but he was highly cultivated, a member of the Bloomsbury set, a balletomane, an admirer of the “good life” in a distinctively English sense unrelated to material comfort.”

    Lese ich da zuviel rein, wenn ich meine, dass der Absatz exakt in die Art von argumentefreien Keynes-Bashing abzielt, wie von Delong angefuehrt?

    Ich habe auch ein paar Sachen von Benny Peiser und Co. (oder was er verlinkt) gefunden. Es ist erstaunlich: die Leute kritisieren Keynes(ianismus) nicht (oder eher selten), sie flippen voellig aus. Keynesianismus wird als nichts weniger als eine Wirtschaftsdoktrin direkt aus Stalins Haenden interpretiert, die mehr oder weniger den Untergang des Staates bedeutete, der sie anwendet (ich glaube ehrlich nicht, dass ich da uebertreibe). Eine erstaunlich hysterische Reaktion fuer die Anti-Alarmisten vom Dienst.

  386. #391 axel
    Mai 5, 2013

    balletomane klingt schon ziemlich verdächtig. Bin direkt vorsichtiger geworden, was Obamas Politik angeht.

    Woher kommt diese heftige Diskussion um Keynes überhaupt? Ich dachte, das sei Geschichte. Liege ich mit meinem Tipp (Obamas Wirstschaftspolitik) richtig? Bin etwas erstaunt.

  387. #392 MJ
    Mai 5, 2013

    @ axel

    Ja, aber es stimmt. Hier Keynes tanzend (oder so) mit seiner Lebensgefaehrtin Lopokova:

    http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2008/04/29/article-1017464-00C68F9F00000578-998_468x286_popup.jpg

    Meines Erachtens ist das eine hauptsaechlich politisch motivierte Geschichte, und da wiederum eine versteckte Auseinandersetzung hauptsaechlich mit Krugman. Keynesianische Schulen haben im akademischen Bereich nie aufgehoert zu existieren und sind auch nicht entlang politischer Fronten verlaufen (wie Oekonomen wie Stiglitz, Krugman, Samuelson, Solow einerseits oder Mankiw und John Taylor andererseits beweisen). Aber in der oeffentlichen Wahrnehmung ist Keynesianismus zu einem rein politischen Kampfbegriff geworden, identifiziert mit “deficit spending”, in dem Sinn, dass der Staat permanent ueber Schulden fuer Wachstum sorgen kann – d.h. Keynesianismus wird spezifisch auch mit sozialdemokratischen Programmen aus den 70ern und 80ern identifiziert. Dass ist zwar explizit nicht Keynes’ Idee gewesen, der bestimmte Umstaende identifiziert hat, wann das moeglich ist (in “The General Theory of Employment, Interest and Money”, ebenfalls frei online zugaenglich), naemlich die “liquidity trap”. Unabhanegig davon, was das jetzt konkret ist, hat also Keynes eine konkrete Situation gefunden, in der ein wirtschaftliches Eingreifen des Staates gerechtfertigt ist. Das Konzept ist, so weit ich sehe, aus dem gleichen Grund und bei den gleichen Leuten in Ungnade gefallen wie eine Emissionssteuer: weil Diebstahl, Stalinhitler etc. (was nicht heisst, dass es nicht auch intelligente Kritik gegeben hat und gibt).

    Paul Krugman hat in den spaeten 90ern das Konzept basierend auf einer Analyse Japans revitalisiert (im Paper “It’s Baaack: Japan’s Slump and the Return of the Liquidity Trap” – ja, wirklich mit drei a). Vorerst ohne viel Aufsehen. Nur, dass dann im Zuge der momentanen Krise praktisch der gesamte Westen in eine Situation geraten ist, die – sofern man das Konzept akzeptiert – mit einer liquidity trap ident ist. D.h. it’s time for fiscal stimulus, und infolge von Krugmans Prominenz ist das nun wieder in aller Munde – wenn’s auch kaum jemand macht. Dem ganzen ist viel Literatur gefolgt, etwa Delong/Summers “Fiscal Policy in a Depressed Economy”, oder Woodfords Monster-Paper “Methods of Policy Accommodation at the Interest-Rate Lower Bound” zu NGDP-Targeting (also interessanterweise monetaere Massnahmen; die “interest-rate lower bound”, ist die “zero-lower bound”, eine Konsequenz der “liquidity trap”, wenn also die Zentralbank die Zinsen nicht mehr senken kann, weil schon bei Null, und konventionelle monetaere Massnahmen daher nicht mehr greifen), und weiter Beitraege von Krugman, wobei oft informell oder auf Arbeitspaper-Basis.

    Das alles ist natuerlich nicht mehr Original-Keynes, aber es ist noch immer ‘Keynesian economics’. Aber es sind alte politische Fronten. Und wie immer ist es natuerlich am einfachsten a) den Standpunkt des anderen zu missrepraesentieren (‘Krugman/Keynes will Wachstum auf Pump’, ‘Krugman/Keynes glauben, man kann aus einer Schuldenfalle kommen, indem man mehr Geld ausgibt’ etc.), und/oder b) dem Gegenueber eine vermeintliche Charakterschwaeche zu unterstellen, die ihn im oeffentlichen Diskurs unmoeglich machen sollen. Letzteres hat Ferguson versucht, und es war ein Schuss ins eigene Knie (hat aber etwa in den 50ern sicher ganz gut funktioniert). Aber offenbar hat die spezifische Art von Keynes-Bashing eine lange Tradition – und es ist nicht schwer zu sehen, warum die Charakterisierung Keynes’ als homosexualler, perverser Dandy, dem ‘unsere’ Kinder egal sind, in konservativen Kreisen recht gut ankommt. Ferguson ist libertaer (sofern ich sehe), und zu seinen besten Freunden zaehlt Andrew Sullivan, der auch sein Trautzeuge war und der ihn in dieser Episode auch verteidigt hat. Ich glaube Ferguson, dass er selbst erschrocken war, mit was fuer billigen Zeugs er da angekommen ist.

    Obamas Wirtschaftspolitik: ja, wird oft als Keynesianisch bezeichnet, aber nach dem urspruenglichen Stimulus ist da auch nichts mehr passiert. Ich kenne genaue Befunde zum US-Defizit nicht, aber so weit ich weiss, kommt es hauptsaechlich aus Gesundheitsausgaben, ‘automatic stablizers’ (also Arbeitslosenhilfe etwa), und Kriegskosten, nicht Fiskal-Stimulus. Der ist nach dem ARRA gestorben, kaeme ja auch nie und nimmer durch den Kongress, und ich kann mich nicht erinnern, das Obama in den letzten Jahren einen gefordert haette.

  388. #393 Leugnerentlarver
    Mai 5, 2013

    Ich bin schon gespannt wer der Nachfolger von Schellnhuber als WBGU-Präsident wird. Wird es diesmal ein Klimarealist anstelle eines Klimaalarmisten?

  389. #394 MJ
    Mai 5, 2013

    @ Leugnerentlarver

    Sie sind vielleicht naeher an der Antwort dran als Sie meinen:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/personalstreit-roesler-nimmt-schellnhuber-in-den-beirat-12173321.html

  390. #395 Georg Hoffmann
    Mai 6, 2013

    @MJ
    Gleich vorneweg. Ich habe keine Ahnung vom echten Keynes. Ich fuehre aber hier in Sevilla immer heftige Debatten zum Thema “Austeridad” und die entsprechenden Pros und Kontras ( wobei die etwas unheimliche Tendenz besteht als AuslandsXXX [also etwa Auslandsdeutscher] die Politik der ehemals eigenen Regierung zu verteidigen, selbst wenn man schon 17 Jahre nicht mehr in Deutschland lebt, selbst wenn man diese Politik entweder nicht im Detail kennt, kaum wirklich beurteilen kann oder manchmal schlicht keine Meinung hat. Unheimlich wie gesagt).
    Die Schuldenquote Spaniens ist nicht besonders besorgniserregend (ca 80%), das Defizit schon eher (fast 7% auch nach drastischen Kuerzungen). Die Sozialisten fordern laut staatliche (Keynesianische ?) Massnahmen, die mir ehrlichgesagt aussergewoehnlich schwachsinnig vorkommen. Mit 30 Milliarden Unterstuetzung soll es Unternehmen verboten werden zu entlassen, oder anders ausgedrueckt fuer ein paar Jahre tun ev untergehende Unternehmen so als gaebe es keinen Markt.
    Aber selbst wenn man die 30 Milliarden besser anlegen kann ( es sollte natuerlich schon einen gewissen Langzeiteffekt haben, selbst wenn wir langfristig alle tot sind), was waeren denn Kriterien fuer einen modernen Keynesianer, um Geld aufzunehmen und es hoffentlich intelligent in die Wirtschaft zu stecken? Spanien stand vor einem Jahr bei 6-7% Zinssatz fuer auf zehn Jahre festgelegte Staatsbonds. Das scheint mir absolut unfinanzierbar. Wie sollte man Keynesianische Massnahmen den int Finanzmaerkten verkaufen, dass es zu solchen Zisnsaetzen nicht sofort wieder hinspringt, sobald die Staatskasse neue Schulden aufnimmt?

  391. #396 Georg Hoffmann
    Mai 6, 2013
  392. #397 axel
    Mai 6, 2013

    “Mit 30 Milliarden Unterstuetzung soll es Unternehmen verboten werden zu entlassen,…”

    Ich dachte, die Dinosaurier wären ausgestorben. Habe von Ökonomie wenig Ahnung, aber das klingt nicht gerade modern, so wird man kaum nachhaltiges Wachstum generieren.

    Bin absolut ratlos, es ist deprimierend. Mein Mitgefühl gilt den Griechen und Spaniern, die heftig betroffen sind. Ich weiß nur eines sicher: Es ist ein groteskes Missverhältnis in der Menge der “guten” Ratschläge von außen und der Menge an wirklicher Solidarität und Hilfe. Wo ist die europäische Idee geblieben? Klar, es gab ungezählte Milliarden für diverse Rettungspakete. Doch wem hat man geholfen? Dem irischen, griechischen oder spanischen Bürger oder den deutschen Banken und Anlegern? Ich vermisse Programme, die direkt den betroffenen Bürgern helfen. Ich sehe keinen Grund, hochnäsig aufzutreten. Vielleicht sollten deutsche Politiker einfach mehr Zurückhaltung üben, auch in Wahlkampfzeiten.

    Wenn man Milliarden hat: Wäre es nicht ein kleiner und wirkungsvoller Schritt, etwas gegen die horrende Jugendarbeitslosigkeit zu unternehmen? Da wächst eine Generation ohne Perspektive heran, das kann sich auf Jahrzehnte verfestigen (Georg kennt das Ruhrgebiet, ich glaube, er weiß, was ich meine).

    PS:
    Was macht das Kinderheim, Georg? Wie wär’s mit einer neuen Spendenaktion? Eine Wette fällt uns schon ein.

  393. #398 E-O
    Mai 6, 2013

    @G-V (Günni)
    Ach Gottchen……nu fürchte ick mich aber gewaltig……..Propaganda.
    Wenn ein wohlstandsverfressener Tunichgut den cinesischen Kapitalismus-Kommunisten Propaganda vorwürft und im gleichen Zuge die Propaganda von Greenpeace unter die Leute jubeln möchte……ist dat ein Stück weit unglaubwürdig.

    Wie ick schon mehrfach betonte, bin ick Atom-Neutral.
    Ick verfechte diese Technologie nicht besonders, fürchte mich aber auch nicht vor ihr…..im Prinzip is mir dat völlig rille, ab die Grundlast nun mit Kernspaltung oder Kohleverbrennung geschieht, da bin ick sowat von tolerant, dat glaubste jarnich.
    Für mich ist es aber immer wieder ein gefundenes Fressen um Günni auf den Atompilz….ähm Palme zu kriegen, man muss Dir nur den passenden Köder vor die Nase halten und schon läuft die Sabber auf die Tastatur.
    Ach übrigens…..wenn de schon mit Tabellen um Dich wirfst…..dann vergess die hier bitte nicht:
    http://www.iaea.org/PRIS/WorldStatistics/UnderConstructionReactorsByCountry.aspx

    Wie gesagt, Tote sehen anders aus.
    Ach nochwas……..wer wie ich mit eigen Augen sehen durfte, wat die Chinesen mit Ihrem Millionenheer an Wanderarbeitern innerhalb Monaten aus den Boden stampfen…..der glaubt auch, das der neuartige Reaktortyp rechtzeitig fertig wird.
    Wir überheblichen Deutschen sollten uns langsam mal abgewöhnen, einem 1,3 Mrd. Volk zu unterstellen, dat die zu allem zu dämlich sind, nur weil wir in unserer Dekadenz inzwischen lieber jedes Infrastrukturprojekt zur Sau machen, wat uns quer vor der Nase hängt.

    Global verkommt Deutschland zur Lachnummer…..nur Günni will dat noch nich begreifen, seine neue Devise………Leben, als wäre man schon tot…….aber bitte ohne mich.

    Onkel Heinz……liebt SUV, Reisen, Fliegen……gute Zigarren, fettige Steaks, guten Whisky und schöne Frauen.

  394. #399 Günther Vennecke
    Mai 6, 2013

    @E-O,

    wenn “Onkel Heinz” nicht nur mit Tabellen um sich werfen würde, sondern diese auch lesen könnte, wären wir in der Diskussion schon ein ganzes Stück weiter.

    Was sagt also obige Tabelle?

    Nun, von rund 200 Ländern weltweit werden gerade einmal in 14 neue AKWs gebaut und nur in dreien davon mehr als je 5.

    In 5 dieser Länder befindet sich gerade mal je 1 AKW im Bau, in weiteren 4 je 2. Übrigens, dass Japan noch mit 2 Neubauten in der Tabelle auftaucht, ist doch wohl ein Witz!

    Um es noch einmal im Klartext zu sagen: diese magere Statistik belegt unzweifelhaft, dass sich die Atomkraft auf dem absteigenden Ast befindet, denn die paar Neubauten werden nicht einmal ausreichen, aus Altergründen wegfallende Kapazität zu ersetzen. So sieht’s aus. Atomkraft ist nicht nur tot, sie hat schon vor langer Zeit angefangen zu stinken.

  395. #400 E-O
    Mai 6, 2013

    @G-V
    “””UNDER CONSTRUCTION REACTORS = 68″”””
    Hmm, leide ick unter Leseschwäche oder Du?

    Ach……..Du bist ja auch einer dieser grünen Realitätsverweigerer mit dem Hang zum Größenwahn, gelle:

    “”””Vor allem in den Industrienationen basiert das tägliche Leben seit mehr als zwei Jahrhunderten auf der Nutzung von Kohle, Öl und Gas. Derzeit liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bei knapp 25%. Bereits 2030 wollen wir unseren Strom zu 100 Prozent erneuerbar produzieren. Im Gebäude- und Wärmebereich streben wir eine Umstellung möglichst bis 2040 an. Dazu wollen wir bis zum Jahr 2022, wenn spätestens die letzten Atomkraftwerke vom Netz gehen, mindestens die Hälfte der Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien decken………”””””””
    Bündnis90/Grüne….Wahlprogramm 2013, für alle die sich ein bisschen gruseln möchten.
    http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/BDK_2013/Beschluesse/B_100_Prozent_sichere_Energie.pdf

    Na dann viel Spass noch……..in Deiner feuchten Erdhöhle mit fließend Wasser an der Wand.

    E-O

  396. #401 MJ
    Mai 6, 2013

    @ Georg Hoffmann

    Eigentlich wollte ich ja gar nicht als Vertreter Keynesianischer Theorien auftreten, ich fand lediglich die Art von “Kritik” da etwas skandaloes. Was Keynes selbst gesagt hat, ist eher historisch von Interesse (wenn auch lehrreich). Was zur Zeit diskutiert wird, sind Neu-Keynesianische Theorien, wie sie Krugman exemplifiziert. Ich habe keine Ahnung, was Neo- und Post-Keynesianer zur Krise sagen.

    Speziell zu Spanien: angeblich soll Krugmans letztes Buch (ich habe es nicht gelesen) in Spanien unter dem Titel “¡Acabad ya con esta crisis!” sehr gut gehen. Da sind sicher Details. Weil man aber ein gesundes Selbstvertrauen haben soll, versuche ich mich einmal als Sprachrohr Krugmans:

    Also, Geld ist erst einmal so billig wie nie, Zinsen sind auf Rekord-Tief, wie Laender wie die USA, GB oder Japan mit vergleichbarem bzw. wesentlich schlechterem Schulden/BIP-Verhaeltnis wie Spanien zeigen. Es gibt Ausnahmen, und die haben die gemeinsame Eigenschaft, den Euro als Waehrung zu haben. Dies reflektiert einfach die Tatsache, dass die Rolle der EZB als “lender of last resort” (LOLR) nicht geklaert ist. Kann Spanien zahlungsausfaellig werden? Oder schreitet die EZB/Deutschland ein? Die Unsicherheit ueber diese Frage wird mit hohen Zinsen belohnt. Ein Land, dass einen eigenen LOLR hat, kann nicht zahlungsunfaehig sein, sofern die Schulden in eigener Waehrung sind: es kann jederzeit beliebig viel Geld gedruckt werden. Eventuell ein inflationaerer Albtraum, aber die Konsequenz ist eben, dass Laender mit unzweideutigem LOLR durch die Bank neidrige Zinsen haben, obwohl die Ausgangssituation Spanien vergleichbar war oder schlimmer war. Und die Zinsen fuer Spanien/Italien sind noch immer runter gegangen, wenn Draghi angedeutet hat, auf jeden Fall fuer Liquiditaet zu sorgen, also den LOLR gegeben hat.

    Die krude Version also: die EZB soll ein eindeutiges LOLR-Mandat haben und so lange Geld in den Markt pumpen, bis alle liquid sind (das erzeugt in einer “liquidity trap” wie jetzt im Gegensatz zu normalen Zeiten keine Inflation, und wie die extremen monetaeren Expansionen in Japan und den USA zeigen, haelt das Model). Die Zinsen fallen durch die Bank, alle koennen Geld borgen, und Stimulus, Stimulus, Stimulus, bis uns das Geld bei den Ohren rauskommt: Geld ist so billig wie nie.

    Die “verfeinerte” Version, weil es da doch ein paar politische Realitaeten gibt: Deutschland soll Stimulus machen und eine etwas hoehere Inflation akzeptieren (ueber den “expectation channel”: die EZB muesste glaubhaft versichern, so lange Geld in den Markt zu pumpen, bis ein bestimmtes Inflationsziel erreicht ist, was da auch komme). Spanien soll lediglich aufhoeren zu sparen. Warum: Momentan spart es und die Defizite steigen und die Wirtschaft kontraktiert (im Einklang mit Keynesianischer Theorie: wenn eine fiskalische Expansion in einer liquidity trap zu Wachstum fuehrt, fuehrt Austeritaet zu Kontraktion). Warum nicht gleich ausgeben?

    Es gibt ein moralische Argument: Spanien hat Mist gebaut. Genau. Und ein souveraener Staat darf Mist auf seine Art bauen und dann die finanz- und waehrungspolitischen Mittel ausnutzen, die ihm zur Verfuegung stehen, um da wieder raus zu kommen. Es gibt a priori keinen Grund, warum Spanien Mist auf spanische Art bauen darf, ihn aber dann auf deutsche Art ausbaden muss. Punkt ist: das haetten sich beide vorher ueberlegen sollen, ich sehe da keine Schuld spezifisch auf einer Seite. Es gibt nur ein machtpolitisches Argument: Deutschland ist zur Zeit in einer Position, wo es Bedingungen stellen kann, und es nutzt die Position.

    Aber das ist ein letztendlich ein politisches Problem. Keynesianische Theorien sind makrooekonomische Theorien mit politische Implikationen (das mag man als Staerke oder als Schwaeche sehen), keine politische Theorien. Die Aussage, dass ein Finanz-Stimulus in einer liquidity trap zu Wachstum fuehrt, ist entweder wahr oder falsch. Die Feststellung ist dabei, dass unter bestimmten Umstanden (Nachfrageeinbruch, liquidity trap, zero lower bound) der Staat grundsaetzlich brach liegende Ressourcen betaetigen kann, ohne dabei den privaten Sektor in die Quere zu kommen und damit den “slump” potentiell auffangen kann. Ob er einen solchen Stimulus nun tatsaechlich zustande bekommt, ist eine andere Frage. Selbst wenn wir Schulden als Grund fuer die Krise annehmen: Keynes hoechstselbst hat die Essenz der Stimulus-Theorie so formuliert, dass man im Boom sparen soll, im Bust ausgeben. Wer also mit hohen Schulden in die Krise einsteigt, ist also genau nicht Keynes gefolgt. Unter normalen Umstaenden hingegen kann der Staat nie sinnvoll expansorisch taetig werden: er wuerde nur dem privaten Sektor Ressourcen streitig machen, und sie weniger effizient benutzen.

    Dass Kuendigungen verboten werden, klingt nach Verzweiflungstat und habe ich noch nie als Keynesianische Massnahme gefordert gesehen (sicher nicht Krugman!). Ebensowenig war das deficit spending in der Nachkriegszeit eine Keynesianische Idee – GB unter Thatcher und die USA under Reagan (hinten im Cartoon) waren nicht in einer Situation, die als liquidity trap zu bezeichnen ist (Zins weit hoeher als heute und nicht annaehernd Null). Keynesianische Stimuli sind sehr rar: abgesehen von FD Roosevelt in der Weltwirtschaftskrise, dem Zweiten Weltkrieg (in den USA, wo er nicht durch direkte Schaeden abgesetzt wurde; uebrigens keine Empfehlung, aber eine der wenigen Varianten, die etwa Republikaner akzeptieren, liquidity trap oder nicht), und dann Obama gibt es kaum etwas Nennenswertes.

    Es waere natuerlich wuenschenswert, wenn das Stimulus-Geld sinnvoll verwendet wuerde (Ausbildung, Infrastruktuer, sind Klassiker – aber wo das korruptionsanfaellig ist, ist es schwierig), aber das ist keine zwingende Voraussetzung. Besser als nichts (also der Status quo) ist die einzige zwingende Voraussetzung: Geld ist billig wie nie, Defizite jetzt verbessern die Langzeit-Schulden-Situation (Sparen jetzt verschlechtert sie), und es ist sowieso kein Privater da, der die unbenutzten Ressourcen zur Zeit verwenden will – man sollte es von Hubschraubern herabregnen lassen. Keynes selbst hat angesichts der Angst, es werde verschwendet, empfohlen Geld zu drucken und einzugraben, damit es private Firmen ausgraben koennen:

    “It is curious how common sense, wriggling for an escape from absurd conclusions, has been apt to reach a preference for wholly “wasteful” forms of loan expenditure rather than for partly wasteful forms, which, because they are not wholly wasteful, tend to be judged on strict “business” principles. For example, unemployment relief financed by loans is more readily accepted than the financing of improvements at a charge below the current rate of interest; whilst the form of digging holes in the ground known as gold-mining, which not only adds nothing whatever to the real wealth of the world but involves the disutility of labour, is the most acceptable of all solutions.

    If the Treasury were to fill old bottles with banknotes, bury them at suitable depths in disused coalmines which are then filled up to the surface with town rubbish, and leave it to private enterprise on well-tried principles of laissez-faire to dig the notes up again (the right to do so being obtained, of course, by tendering for leases of the note-bearing territory), there need be no more unemployment and, with the help of the repercussions, the real income of the community, and its capital wealth also, would probably become a good deal greater than it actually is. It would, indeed, be more sensible to build houses and the like; but if there are political and practical difficulties in the way of this, the above would be better than nothing.”

    Ich gebe einmal den aergsten Link ueberhaupt:

    http://www.marxists.org/reference/subject/economics/keynes/general-theory/ch10.htm

    In normalen Zeiten waere das alles voellig verrueckt. Es sind aber keine normale Zeiten, wir sind in einer liquidity trap: Geld Borgen kostet nichts (“real interest rates” tippen in den letzten jahren oefters mal ins Negative, sofern man einen LOLR hat, natuerlich), Geld drucken fuehrt nicht zu Inflation, Schulden machen jetzt reduziert Schulden spaeter. Kurz: ein schuldenpolitisches Schlaraffenland ¡Acabad ya con esta crisis!

    Zum long run: die mir in letzter Zeit etwas ausgepraegt scheinende Sorge fuer die Kinder unserer Kinder unserer Kinder unserer Kinder scheint mir etwas seltsam angesichts der Tatsache, dass wir etwa in Spanien gerade die Haelfte der Generation unserer tatsaechlichen Kinder vor die Hunde gehen lassen – und wer auch immer “Schuld” ist an der Krise: sie koennen sicher nichts dafuer.

  397. #402 axel
    Mai 6, 2013

    Auftakt des Petersberger Klimadialog, die SZ berichtet:

    Und gerade scheitert die Idee, den Treibhausgasausstoß mit einem System handelbarer Zertifikate zu kontrollieren, an einem massiven Überschuss dieser Emissionsrechte.
    Eine Verknappung wies das EU-Parlament kürzlich zurück. Auch Merkel gab am Montag Probleme zu, verschob aber die Lösung. Der Widerstand in der deutschen Wirtschaft sei für eine Reform zu groß, sagte die Kanzlerin.

    Ja, da kann man dann natürlich als Kanzlerin nichts machen. Als Wähler übrigens auch nicht, als Wähler hat man ja nur Stimmen, recht bedeutungslos in Demokratien.

  398. #403 Wolfgang Flamme
    Mai 6, 2013

    Georg, guck mal hier – und das ist schon ein bischen her:

    http://www.americanthinker.com/blog/2010/02/spain_experiencing_debt_implos.html

  399. #404 Wolfgang Flamme
    Mai 6, 2013

    Hmm, wenn ein konstantes Kontingent von Emissionszertifikaten im Laufe der Zeit einen erheblichen Werteverfall erfährt, dann heißt das doch, daß da eine geringe Nachfrage nach Zertifikaten am Markt vorherrscht. Und das bedeutet dann doch, daß wenig Emissionen getätigt werden … womöglich sogar deutlich weniger, als man ursprünglich dachte. Ist das denn – zumindest desn Klimaschutz betreffend – kein gutes Zeichen?

  400. #405 Leugnerentlarver
    Mai 6, 2013

    @Axel: “Als Wähler übrigens auch nicht, als Wähler hat man ja nur Stimmen, recht bedeutungslos in Demokratien”

    Und haben Sie auch Ideen, wie man so eine “Demokratie” demokratischer machen könnte?

  401. #406 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2013

    Herr MJ,

    Wobei es natuerlich nicht um eine Keynes-Idealisierung geht. Er hatte seine seine dunklen Seiten, etwa sein Antisemitismus

    …es geht hier weitgreifender um die Frage, ob in der Person liegende Besonderheiten Ziel und Zweck politischer Aussagen sein dürfen.

    Grundsätzlich wird diese Frage allgemein bejaht, wenn natürlich auch nicht auf alle Besonderheiten bezogen. Die genaue Unterscheidung besorgt hier neben der Rechtslage die dbzgl. oft antizipierende Politische Richtigkeit.

    MFG
    Dr. W

  402. #407 Georg Hoffmann
    Mai 7, 2013

    @MJ
    Danke fuer die Antwort und dafuer, einen Neo-Keynesianer zu geben. Ich versuche mich mal an ein paar Gegenpunkten und versuche niveaumaeszig irgendwie auf Sichweite mit dir zu bleiben.
    Die Entscheidungen Draghis und der EZB sind Entscheidungen am Ende einer langen Kette von nationalen und europaweiten Masznahmen. Seine schliessliche Entscheidung zumindest Kurzzeitbonds ohne Ende einzukaufen waere nicht so oder so eingetreten, sondern sind im allgemeinen Machtspiel (echter und symbolischer Art) AUCH eine Konsequenz der Sparanstrengungen in Spanien. Der LOLR existiert jetzt (wenn auch eingeschraemkt) in der Form der EZB fuer Spanien eben auch WEIL vorher schon bestimmte Masznahmen ergriffen wurden. Wie gesagt war der Staatsbankrott zwar nicht imminent, aber doch irgendwie in Sichtweite.
    WIe ist es zu dieser Situation gekommen? Das ist insofern wichtig, als eben makrooekonomische Masznahmen (irgendwelche Konjunkturmasznahmen) natuerlich moeglichts vermeiden sollten die Fehler von damals neu zu alimentieren.
    1) Riesiger Immobilienbesitzer-Anteil. Es wird nur gekauft und nie gemietet. Konsequenz: Permanente Spekulation, Bankensektor hat einen zu groszen Anteil in Beton festliegen, bei Konjunktur-Schwankungen gehen erst den Leuten die Jobs aus, dann koennen die Hypotheken (meist mit flexiblen Zinssaetzen) nicht mehr bezahlt werden und dann gehen die Banken hops.
    Hypotheken sind ca 30-40% teurer als Mieten, Geld was dem Konsum nicht zur Verfuegung steht.
    http://www.sueddeutsche.de/geld/immobilien-warum-die-deutschen-mieten-statt-kaufen-1.1645266

    Kurz, eventuelles Geld erneut als Anreize zum Immobilienerwerb auszugeben, scheint keine gute Idee.

    2)Baubesessenheit. Aznar war seinerzeit stolz (das muss man sich mal vorstellen, dass in Spanien soviel gebaut wird wie in Deutschland, England, Frankreich zusammen. Die normale Reaktion haette natuerlich sein muessen: Hilfe, hier laeuft etwas gehoerig schief. Selbst wenn man nicht jedes Land in Europa in ein Badenwuertenberg mittelstaendischer Maschinenbauer verwandeln kann, Investitionen in den Bausektor sind Gift (eher Heroin) fuer Spanien.

    Kurz, eventuelles Geld erneut in die Bauwirtschaft zu druecken scheint keine gute Idee.

    3) Megalomanie der Lokalfuersten. Was hier an nutzloser Infrastruktur gebaut wurde, an pharaonischen Avantgardeprojekten, dagegen ist der Bericht deutscher Steuerzahler ein Witz. Ich will hier nicht eine grosze Liste auffuehren, komm aber doch um ein paar meiner Lieblingsbeispiele nicht herum. Spanien hat 42 Flughaefen, einiges mehr als Deutschland. Die schoensten sind der Flughafen von Castellon ( ein Kaff noerdlich von Valencia) auf dem auch nach Jahren noch nie ein kommerzieller Flug angekommen ist und der von Vigo in Galizien mit satten 300 Tagen Nebel pro Jahr.
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/spanienregionen100.html
    Vor zwei Wochen habe ich die Autopista von Lissabon nach Badajoz (in der Extramadura) und dann nach Sevilla genommen. Ich schaetze die Autobahn hatte gerade mal 5 Jahre oder so und ist ein wahrse Prachstueck. Auf 200 km und am Nachmittag sind mir insgesamt (ich habe gezaehlt) 12 Autos begegnet. Zwoelf.

    Und dann natuerlich der beruehmte Efecto Guggenheim. Hier die schoensten Bauten (nie genutzt, kaum genutzt, oder schon wieder baufaellig):
    https://www.google.com/search?q=efecto+Guggenheim&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:en-US:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&hl=en&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi&ei=C8GIUdjsDLCO7QaX54HICw&biw=1227&bih=659&sei=FcGIUYPIAqfb7Abhl4DQCA

    Jerez (80 km suedlich von hier und bekannt fuer den Cherry) hat es mit solchen Projekten auf eine Gesamtverschuldung von 1 Milliarde Euro gebracht. Wohlgemerkt, nur das Rathaus.

    Oder dieses Oekoprojekt in Soria ebenfalls bezahlt zu guten Teilem von der regionalen Junta
    http://www.publico.es/446247/el-pp-financia-un-ladrillazo-en-soria-mientras-ahoga-las-partidas-sociales
    Die Ciudad de medio ambiente hat zb 700 Anschluesse fuer Elektroautos, wobei aber in ganz Spanien nur ca 300 Elektroautos im letzten Jahr verkauft wurdem. USW USF.

    Kurz, eventuelles Geld den Regionalregierungen in die Hand zu druecken scheint keine gute Idee.

    Hier also die These. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung mit Konjunkturmassnahmen die strukturellen Probleme nur verschlimmert ist grosz. So billig das Geld auch ist, irgendeinen Sinn muss es schon haben, es auszugeben. Das gilt insbesondere, wenn ein Teil des auszugebenden Geldes nicht das eigene ist.

    Und wohlgemerkt, das schreibe ich alles in der Hoffnung, dass das hier bald besser wird, denn es schlaegt wirklich langsam aufs Gemuet.

  403. #408 MJ
    Mai 7, 2013

    @ wb

    “Herr MJ, Wobei es natuerlich nicht um eine Keynes-Idealisierung geht. Er hatte seine seine dunklen Seiten, etwa sein Antisemitismus …es geht hier weitgreifender um die Frage, ob in der Person liegende Besonderheiten Ziel und Zweck politischer Aussagen sein dürfen. Grundsätzlich wird diese Frage allgemein bejaht, wenn natürlich auch nicht auf alle Besonderheiten bezogen. Die genaue Unterscheidung besorgt hier neben der Rechtslage die dbzgl. oft antizipierende Politische Richtigkeit. MFG Dr. W.”

    Please avoid Unicode, or visit http://international.jabberwacky.com/.

    http://www.cleverbot.com/j2log-oXvYUyBQRGRQPAUKKKRG-detail

  404. #409 Wilhelm Leonhard Schuster
    Mai 7, 2013

    Wesentlich zu beachten ist hierbei :
    Die Politische Richtigkeit einer Aussage ist nicht immer gleichzeitig diplomatisch richtig!
    (Binsenwahrheit)(Stammtischwahrheit)

  405. #410 Günther Vennecke
    Mai 7, 2013

    @E-O,

    ““””UNDER CONSTRUCTION REACTORS = 68″”””
    Hmm, leide ick unter Leseschwäche oder Du?”

    Hm, des Lesens und Schreibens sind Sie wohl ein bisschen kundig, nur können Sie das, was Sie da lesen, nicht richtig einordnen.

    Dabei ist die Sache doch ganz einfach:

    Selbst wenn AKWs 40 Jahre halten sollten (was bisher nur ganz wenige erreicht haben, der Durchschnitt ausgemusterter Anlagen liegt deutlich unter 30 Jahren), dann müssten zur Bestandserhaltung jedes Jahr 10 bis 12 neue AKWs gebaut werden. Bei einer Bauzeit von irgendwo zwischen 5 (extrem optimistisch) und 10 Jahren (eher normal) müssten also allein zur Bestandserhaltung ständig zwischen 50 bis 120 Anlagen im Bau sein, nur damit Atomkraft nicht noch weiter schrumpft. Wobei im Bau noch nicht einmal bedeutet, dass ein solches AKW dann auch in Betrieb gehen wird (siehe Japan).

    Dass Sie offensichtlich noch nicht einmal diese einfachen Zusammenhänge begreifen, aber trotzdem so tun, als hätten Sie ‘ne dicke Ahnung, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass Sie zu den Klima-“Skeptikern” zählen, bei denen das Ignorieren von Fakten ja zum Programm gehört.

    Wie wollen Sie eigentlich noch bei komplexeren Sachverhalten mitkommen, wenn Sie jetzt schon keinen Durchblick mehr haben?

  406. #411 MJ
    Mai 7, 2013

    @ wb

    “Herr MJ, Wobei es natuerlich nicht um eine Keynes-Idealisierung geht. Er hatte seine seine dunklen Seiten, etwa sein Antisemitismus …es geht hier weitgreifender um die Frage, ob in der Person liegende Besonderheiten Ziel und Zweck politischer Aussagen sein dürfen. Grundsätzlich wird diese Frage allgemein bejaht, wenn natürlich auch nicht auf alle Besonderheiten bezogen. Die genaue Unterscheidung besorgt hier neben der Rechtslage die dbzgl. oft antizipierende Politische Richtigkeit. MFG Dr. W.”

    Please avoid Unicode, or visit http://international.jabberwacky.com/.

  407. #412 E-O
    Mai 7, 2013

    @MJ
    Sehr witzig Dein letzter Link…..
    “””Sorry, our servers are currently too busy to think. We are currently handling 95108 requests an hour. Please try again soon.””””
    E-O

  408. #413 MJ
    Mai 7, 2013

    @ E-O

    Das ist ein ein von einem Bot generierter Kommentar, der als mein(e) Sekretaer(in) an meiner statt antwortet. Wenn immer ich ueber Kommentare scrolle, und ein “MJ” dabei bei einem Webbaer-Kommentar sehe, antwortet dieser an meiner Stelle. Dadurch erspare ich mir, den Kommentar selbst zu lesen (kann also sein, dass ich mitunter eins uebersehe). Es hilft offenbar nicht viel: der Webbaer hat sich unsterblich in mich verliebt und kann einfach nicht mehr als eine Woche vergehen lassen, ohne mir dennoch einen Kommentar zu schreiben.

  409. #414 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2013

    MJ antwortet dem netten dicken alten Webbaeren ganz bevorzugt dadurch, dass er einen Chat-Bot einsetzt.
    Der Schreiber dieser Zeilen hat das gute Stück aber, es konnte immerhin beantworten wann die Menschheit auf dem Mond zu statten kam, dennoch als unzureichend eingestuft – die Zwecke der gehobenen Konversation meinend.

    Nichtsdestotrotz ist der Bot ganz OK, er ist nicht viel schlechter als das linkslibertäre Geschwafel eines Lady-Boahs.

    MFG
    Dr. W

  410. #415 E-O
    Mai 7, 2013

    @G-V
    Ach Günni, dat einzig komplexe wat Du hier vorführst ist, dat Du in der Lage bist in den Greenpeace Wichsunterlagen etwas zu finden, wat Du meinst, irgendwie relevant zu sein.
    Versuchs mal damit:
    http://www.world-nuclear.org/info/Country-Profiles/Countries-A-F/China–Nuclear-Power/#.UYj_e8o7dI0

    CPR-1000; Bauzeit typisch 52 Monate, Kosten 1500-2000$/kW ; geplante Lebensdauer 60 Jahre……

    Ok….der Link ist auch eher wat für die hiesigen Leser, die auch mal GP-unabhängige Quellen begutachten möchten.
    Bei Günni ist eh Hopfen und Malz verloren, da brauchen wir uns keiner sinnlosen Hoffnung hingeben.
    Tja, wenn Tote länger leben, könnte das an der Chinesischen Bau-Wut, Energie-Hunger und Mentalität liegen.
    E-O

  411. #416 E-O
    Mai 7, 2013

    @MJ
    Ach lass mal, hier hat wohl jeder seinen Lieblings-Gegenpart……nur würd ick mir den Spass nicht nehmen lassen den Typen persönlich die Meinung zu geigen, statt einen Bot einzusetzen……..obwohl, manchmal hab ick dat unbestimmte Gefühl, mit einen GV-Anrufbeantworter zu quatschen……..wo man es bis heut nicht geschaft hat, endlich mal die alte Kassette auszutauschen.
    Ups……..
    E-O

  412. #417 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2013

    MJ wird sich ja auch wieder beizeiten locker machen und die üblichen Umgangsformen anstreben. Kein Zweifel. Er ist ja explizit nicht dumm und zudem bemüht. Wie auch dickes altes Webbaer oder der olle Heinz.

  413. #418 E-O
    Mai 7, 2013

    @Bärchen
    Hihi, wat sagte meine seelige Mutter immer so schön?
    Wat sich liebt, dat neckt sich.
    MJ+WB=Love……..und ick lieg vor Lachen uff´n kalten Fussboden.
    Grins und wech
    E-O

  414. #419 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2013

    MJ+WB=Love

    Klingt jetzt nicht so-o gut, der Schreiber dieser Zeilen hat sowohl dem Drogenkonsum (Fantasie ohnehin genug vorhanden), als auch der bekannten nichtreproduktiven Bemühung frühzeitig “Nein, danke!” gesagt.

    Nichtsdestotrotz bestehen hier keine Probleme den Umgang betreffend. Jedenfalls keine tiefergehenden, der Schreiber dieser Zeilen hat jede Person, wie deformiert oder von der oder einer angeblichen Normallage auch abgekommen, immer angemessen behandelt.

    Was es auch fortzusetzen gilt. – Wobei sogar das Abgefrühstücktwerden durch einen Chat-Bot einkalkuliert ist.

    MFG
    Dr. W

  415. #420 Günther Vennecke
    Mai 7, 2013

    @E-O,

    schön, wie Sie sich hier mit Ihrem extrem verengten Tunnelblick outen:

    Ich habe die übliche Bandbreite der Bauzeiten angegeben, während Sie das Extrem China herausgreifen. Genau so gut hätte ich ein paar Reaktor-“Neu”-Bauten heraussuchen können, an denen seit 20 und mehr Jahren gebastelt wird, z. B. Watts Bar2 in den USA, dessen Bau 1972 begonnen wurde und das nun endlich 2015 – also nach mehr als VIERZIG Jahren Bauzeit ans Netz gehen soll.

    Oder nehmen wir Olkiluoto 3, begonnen 2005, geplante Fertigstellung 2009, heute immer noch im Bau. Kürzlich wurde der vorgesehene Fertigstellungstermin wieder einmal in die Zukunft verschoben, jetzt soll es wohl 2016 sein. Mit ein bisschen Glück dürfte das Ding dann 2018 oder 2020 ans Netz gehen oder auch gar nicht mehr, weil die Baukosten inzwischen um auf mehr als das Doppelte der ursprünglich veranschlagten Summe gestiegen sind.

    Bushehr im Iran ist auch ein schönes Beispiel: Bauzeit 36 Jahre.

    Während ich mich mit der Realität befasse, stellen Sie wieder einmal einen ungedeckten Scheck auf die Zukunft aus und HOFFEN, dass Ihre unrealistischen Atomträume irgendwann Gestalt annehmen.

    Dabei sollte ein Blick auf das hier:

    http://www.iaea.org/PRIS/WorldStatistics/OperationalByAge.aspx

    genügen um zu erkennen, dass die Atomkraft in den nächsten Jahren eine rasante Talfahrt hinlegen wird, weil der Kraftwerkspark total überaltert ist ohne Aussicht auf wesentliche Änderung.

    Wenn dann mit zunehmendem Alter der Anlagen auch das Unfallrisiko steigt (60 Jahre “geplante” Betriebszeit sind einfach lächerlich, wenn das Gros der Anlagen bisher nicht einmal die Hälfte dieser Zeit erreicht hat), wird natürlich die Atomkraft weiterhin unter Druck geraten.

    Noch ein Tschernobyl oder Fukushima wird diese Wahnsinnstechnik nicht verkraften!

    Übrigens kein Wunder, dass Sie sich so auf China konzentrieren, denn wenn man den “Rest” der Welt betrachtet, wird es für Atomfreaks wie Sie richtiggehend peinlich, weil sich da kaum etwas tut. Ein paar wenige Länder hängen aus dem einen oder anderen irrationalen Grund noch an der Technik, die meisten alten Atomstaaten haben sich auf den Status Quo eingerichtet und denken nicht an Neubauten. Neueinsteiger sind meist totalitäre Staaten, die vielleicht auch heimliche Bombenträume haben.

    Und was Ihr heißgeliebtes China betrifft, so haben die es tatsächlich geschafft, ihren Atomstromanteil in den letzten 6 Jahren von 2% auf 1,8% zu “steigern”. Die werden wohl auf ewig im einstelligen Prozentbereich bleiben.

    “Ach Günni, dat einzig komplexe wat Du hier vorführst ist, dat Du in der Lage bist in den Greenpeace Wichsunterlagen etwas zu finden, wat Du meinst, irgendwie relevant zu sein.”

    Ein weiterer Beweis für Ihre Realitätsferne. Da Sie die wahren Zahlen über den desolaten Zustand der Atomkraft nicht akzeptieren können, unterstellen Sie mir, ich hätte die Zahlen aus Ihnen dubios erscheinenden Quellen.

    Dabei berufe ich mich von jeher bewusst auf die Statistiken der Atomindustrie, eben um solche Unterstellungen zu vermeiden und weil diese Zahlen so schön diejenigen entlarven, die immer noch glauben, Atomkraft hätte irgendeine über ein Nischendasein hinausgehende Bedeutung.

    Ihre Realitätsverweigerung, gepaart mit Ihrer Unfähigkeit, hinter Statistiken die wirklichen Zusammenhänge zu erkennen, ist wohl der Grund für Ihre verschrobene Ansicht zum Thema Atom.

    Und damit soll es gut sein. Wir können uns ja in ein paar Jahren wieder darüber unterhalten, falls Sie sich dann noch trauen.

  416. #421 E-O
    Mai 7, 2013

    @Bärchen
    “”nichtreproduktiven Bemühung “””………und schon kniet Onkel Heinz wieder vor Lachen vor dem Schreibtisch, derart “Umschreibung” ist mir bis Dato noch nicht untergekommen.
    Egal………ick nenn dat immer “Schmerzbefreit”…..dat trifft die Sache wohl ähnlich korrekt.
    Jut, dann will ick mal nich weiter stören, Günni muss ja jetzt noch angestrengt eine Gegenstrategie entwerfen, da können wir ihn doch nicht mit Lächerlichkeiten dat Konzept versauen.
    MfG
    E-O

  417. #422 Wilhelm Leonhard Schuster
    Mai 7, 2013

    An OH ist jedenfalls eindeutig die troll ige Umgangsart mit der Norddeutsch-Preußischen Sprachmelodie zu bewundern, die, trotz einiger Ungereimtheiten, sehr oft den Nagel auf den Kopf trifft und sonderbarer Weise, nie zu einer mir bekannten Sperre geführt hat.Selbst ein Heller macht da nur kurz Schlucke!
    Da sollte ich mir ein Beispiel nehmen!
    Auf diese” Art und Weise” bleibt man im Geschäft.

  418. #423 E-O
    Mai 7, 2013

    Ups……Günni is aber fix……..wie ein chinesischer Kernreaktor.

    China……ist derzeit mein Lieblingsspielzeug, weil es die zukünftige Weltmacht sein wird und unser heißgeliebtes, dekadentes Europa dann als Ausflugsziel für asiatische Touristen dient.
    Vllt dürfen wir dann noch als globale Kornkammer dienen, da ja unsere Böden und dat Wetter ganz gut passen. Dat kommt dann auch Deinen Bemühungen entgegen, Deutschland auf NULL-CO2 zu bringen, gewöhn Dich schon mal rechtzeitig an Blasen an den Händen und lern schon mal Chinesisch.

    Dann kommste auch noch mit der Bauzeit eines “iranischen” Kernkraftwerkes, dat Dank Embargos ja ganz toll mit Teilen beliefert wurde, naja…..wenn Dir sonst nix einfällt, bin ick ja beruhigt.

    “””Und was Ihr heißgeliebtes China betrifft, so haben die es tatsächlich geschafft, ihren Atomstromanteil in den letzten 6 Jahren von 2% auf 1,8% zu “steigern”.”””””””
    Dat scheint Dein absolut liebstes Hobby zu sein, mit Prozenten rumzuwerfen, die ohne Zusammenhang im Raum stehen.
    China……hat einen jährlich ansteigenden Energiebedarf von fast 15%……..den die asiatischen Genossen damit begegnen, alle 2 Wochen ein neues Kohlekraftwerk aus dem Boden zu stanzen…….wat ja eigentlich Deinem zweiten ideologischen Standbein die Füsse wegknallen sollte….wegen den pösen CO2.
    Tut dat nicht weh??? ständig mit sich selber im Clinch zu liegen……Atom-Nein-Danke und “Klimakatastrophe, Hilfe wir werden alle sterben”…..oder wenigstens unsere Enkel?

    Ach übrigens…..auch China hat nach den Fukushima-Ereignissen ne Vollbremsung hingelegt um ihre Anlagen und Konzepte nach Sicherheitslücken abzuklopfen………auf Deutsch nennt man sowas, Lehren aus einen Unglück ziehen……..um es anschließend besser zu machen.

    Wenn wir Menschen nach dem ersten Absturz einen Passagierjets dat Fliegen eingestellt hätten, müsstet ihr eure Klimakonferenzen mit den Pferdewagen erreichen……..soweit zur tödlichen Logik eines G-V aus der dunkelsten Provinz.

    Hihi……ick hole mir in ein paar Wochen wieder meine übliche Strahlendosis mittels fliegenden Massensarg ab, dat nennt man Optimismus, Du alter Miesepeter.
    Winke winke Po
    sagt
    E-O

  419. #424 E-O
    Mai 7, 2013

    @Willi
    Sperre…..janz einfach, nie die rote Linie des hiesigen Admins übertreten, die man natürlich kennen sollte.
    Naja….und ein Übermass an Fäkalien schadet eventuell auch der Veröffentlichung des preussischen Geblubbers.
    Und nochwas, andere Länder, andere Sitten……….nur mal so als Tip.
    E-O…..H.E.

  420. #425 MJ
    Mai 7, 2013

    Kaum sauge ich mir was ueber Krugman und Keynes aus den Fingern, schreibt Krugman ueber Keynes und die liquidity trap:

    http://krugman.blogs.nytimes.com/2013/05/07/keyness-not-so-big-mistake/

    Keynes dachte also, dass nach der Weltwirtschaftskrise die Welt nicht mehr aus der liquidity trap kommt. Eine permanente liquidity trap wuerde permanenten Stimulus, also “deficit spending”, erlauben. Und das enstprach ja auch sozialdemokratischen/(demokratisch) sozialistischen Ideen: durch Schulden waechst man, dadurch kann man irgendwie auf ein konstantes Schulden/BIP-Verhaeltnis abzielen (d.h. solange die Politik ueberhaupt gerechtfertigt wurde). Wenn ich mich nicht taeusche, entspricht das auch ungefaehr den Vorstellungen von Post-Keynesianern, die sich zur General Theory besonders bibeltreu verhalten. Aber Post-Keynesianische Theorien sind nicht, was zur Zeit diskutiert wird.

    Es ist muessig sich zu fragen, wie Keynes die Nachkriegszeit gesehen haette. Klar ist, dass der Stimulus konditionell war, an das Vorhandensein einer liqyuidity trap gebunden – dass er ebenfalls geglaubt hat, dass die permanent sei, aendert nichts daran, dass ein Stimulus nicht gerechtfertigt ist, sobald die liquidity trap ausfaellt. Sie ist ausgefallen, fuer einige Zeit. Deswegen ja auch das “It’s baaack” in Krugmans liquidity trap-Paper ueber Japan.

  421. #426 MJ
    Mai 7, 2013

    Milton Friedman hat das uebrigens ganz aehnlich gesehen, und er spekuliert auch darueber, was Keynes in der Nachkriegszeit gesagt haette (Rechtschreib und Zeichensetzungsfehler in der Transkription alle von mir):

    https://www.youtube.com/watch?v=_9DH07MBG_w

    “Though some of these measures may have been useful, and indeed needed, during the Depression years, the lengths to which they have since been carried would have horrified Keynes. Keynes died in 1946. I have always regarded it as a tragedy that he did not live another decade. He was the one man who had the standing, the personality, and the force of character to persuade his disciples not to carry too far some ideas which were good for the 1930s, but which did not apply in the post-war situation. That he might have done so is suggested by an article he wrote just before his death – the last article he ever wrote – published after his death. In that article he expressed strong reservations about the lenghts to which some of his disciples had been carrying his ideas. If he had been able, if he had lived another decade the post-war inflationary explosion might have been avoided.”

    Sprich: in einer liquidity trap fuehrt das Pumpen selbst enormer Mengen von Geld nicht zu nennenswerter Inflation – ganz so, wie wir das zur Zeit sehen. Keynes haette (vermutlich) nach dem WKII erkannt, dass die Welt sich aus der liquidity trap befreit hat. Seine Schueler und Begleiter nicht (oder nicht genug von Ihnen).

  422. #427 Wilhelm Leonhard Schuster
    Mai 7, 2013

    EO ,is klar Tsing man- thau tsing man thau !
    Tschuldigung Georg ,bitte nich wie kai!
    Den ich sonderbarer weise, trotz seiner Sprache, irgendwie vermisse!

  423. #428 MJ
    Mai 7, 2013

    Hier Hayek in einem wesentlich negativeren Kommentar ueber Keynes, der aber in dieselbe Kerbe schlaegt (Rechtschreibfehler teilweise von Hayek gesprochen):

    https://www.youtube.com/watch?v=Oqhe4K1Jz-8

    “Well, I think the main point [warum er, Hayek, nun so positiv aufgenommen wird] is the decline of ze reputation of Keynes. Inouofff… thirty years ago there were only two – that may sound curious myself saying this – but I believe about 1946, when Keynes died, Keynes and I were ze best-known economists. And two things happened: Keynes died and was raised to sainthood, and I discredited myself by publishing “Ze road to serfdom”, Ooohohohoho. And that changed the situation completely, and for ze following thirty years, it was only Keynes who counted, and I was gradually almost forgotten. Now Keynes… the failure of the Keynesian system – the inflation, return of unemployment, and all that – first confirmed my predictions in the strictly economics sphere [?]. At the same time, my studies of politics provided, I believe, answers for so many problems which had begun to bother people very seriously. But there is a reason why I am being rediscovered, so to speak ohohohohoho.

    Interviewer:’If Keynes were alive today, how different do you think the political climate would be?’

    Aink [I think] very likely very different. Keynes was very capable of rapidly changing his opinion. In fact, he was already, when I talked to him last time, very critical of his pupils – who in the postwar period were still agitating for inflation -, and assured me that if his ideas wold ever become dangerous he would turn public opinion around in a moment. Six weeks later he was dead and couldn’t do it. But I wouldn’t dare to say what his development would have been. He has been so much an intuitive genius, not really a strict logical reasoner, that boozed [?] the atmosphere of the time, the needs of ze mmument. His persnl feelings might have swayed his opinions very much. He was… I regard him a real genius – but not as a great economist, you know: he is not a very consistent or logical thinker. And, he might have developed in almost any direction. Diaoui [the only] thing I am sure is that he would have disapproved of what his pupils made of his doctrines.”

    Was ich aus dem Ausschnitt nicht verstehe: Ist es jetzt, laut Hayek, “the Keynesian system”, das gescheitert ist, oder was seine Schueler draus gemacht haben?

  424. #429 Wilhelm Leonhard Schuster
    Mai 7, 2013

    MJ …führt das Pumpen großer Geldmengen nicht zu(nennenswerter) Inflation…<

    Nun die Börse, die, wie man allgemein sagt ,weit vorausschauend reagiert,tut selbiges zur Zeit offensichtlich!

  425. #430 MJ
    Mai 7, 2013

    Ok, einer geht noch. Hayeks Kommentar ueber Keynes, das Genie, das sicher seine Meinung angesichts neuer Ergebnisse geaendert ahette, allerdings nicht gerade sonderlich logisch oder konsistent, erinnert mich an Deirdre McCloskeys kurzen Essai “Other Things Equal: Keynes was a Sophist, and a Good Thing, Too”. Ausschnittsweise:

    “One piece of evidence, evident on every page of Skidelsky’s biography, is Keynes’ lifelong commitment to adversarial and sophistic styles of engagement. The most famous example is of course The General Theory itself, a dialogic book arguing against this or that, especially the classic economists, rather than stating axioms and deriving theorems as though no opponent was in view. (…)
    One sign of a sophist – a sign considered by Platonic thinkers as the chief evil of sophism – is the ability to change one’s mind. Keynes frequently changed his mind, about the desirability of free trade, to take a spectacular example. (…)
    So what? Suppose Keynes is better read as a sophist than a Platonist. Well?
    This: Keynes is misunderstood by modern Platonists, who keep trying to find his Truth, keep trying to stuff him into a stable Platonic theory. Right from the beginning Platonic thinkers like Friedrich Hayek and J.R. Hicks could not grasp his method. The method was “encompassing”, as David Hendry puts it, that is, trying to see what opponents could have thought what they thought, and then encompassing their theories in one’s own. The very title of The General Theory embodies this sophistic tactic.(…)
    The sophists believe with Keynes that truth, small ‘t’, (to which Keynes was much attached), is always contingent, always arguable, always the result of a particular set of assumptions being true for now, not forever. General theories, Keynes said, are useless – this from the writer of one – unless they are applied. (…)
    But – lest you draw the wrong conclusion from that list [von wenigen Sophisten unter Wirtschaften, etwa Adam Smith] – the Good Old Chicago tradition is sophistic. Friedman is the most obvious and famous example. He resisted and resisted and resisted the axiomatic turn in modern economics, so damaging to changing one’s mind or seeing two sides of an argument.(…)
    (…) We’d better go back to sophism, to real arguments for the real problems of the day. One way back is through that great economic sophist J.M. Keynes, compliments of Robert Skidelsky”

    http://www.deirdremccloskey.com/docs/pdf/Article_298.pdf

  426. #431 Georg Hoffmann
    Mai 7, 2013

    @ MJ
    Ich hatte oben etwas sehr stammtischmaesziges zu Spanien geschrieben. Das wurde ganz richtig vom System gesperrt (ich werde gesperrt, wie alle anderen. Ist das nicht schön).
    So oder so, mit dir fange ich an die Oekonomie zu morgen.

    @alle
    Neururer!!!!! Aaaaaahhhhh!
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/dank-peter-neururer-kann-der-vfl-bochum-klassenerhalt-sichern-a-898459.html

  427. #432 axel
    Mai 7, 2013

    Ich schließe mich dem Lob für MJ an.

    Seine Themen sind die Zukunft der Klimadebatte. Irgendwann interessieren sich nur noch ein paar Versprengte wie ich für Georgs Eisbohrkerne. Wäre eine schöne Entwicklung.

  428. #433 MJ
    Mai 7, 2013

    Haha, Danke. Vielleicht eine zweiter Karriere? Tinbergen, Koopmans, Allais: alle drei (auch) Physiker mit Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften!

    Und, wie Avinash Dixit in einer Festschrift fuer Paul Samuelson festsellt, hat dieser seine ganze Nutzenmaximierungs-Nomenklatur und -methodik auch nicht gerade erfunden:

    “In other words, the own substitution effect for any commodity has smaller magnitude (and negative sign) when the quantity of some other commodity is fixed than when it can also be varied to minimize expenditure. Roughly speaking, a quantity constraint on theconsumption of any one commodity reduces (in numerical magnitude) the price elasticity of demand for any other commodities. This is true regardless of whether the two commodities are substitutes or complements.
    This is an example of the Le Chatelier Principle in economics. While the other three theorems developed above existed in some form before Samuelson in the work of Slutsky, Hicks, and Allen, he should get the sole credit for this principle. He named it by analogy with thermodynamics, where the effect of a change in the volume of a body of gas on its pressure is less when the temperature is held constant than when entropy is held constant and the temperature is allowed to adjust and equilibrate with the surroundings. (…)
    The thermodynamics analogy prompts two remarks. First, Samuelson’s “revered teacher of mathematical economics and statistics” during his Harvard years, E. B. Wilson, had been the “favorite student” of Willard Gibbs, the theoretical physicist, physical chemist and mathematician (Samuelson 1983, 11). Gibbs was renowned for developing the theory of thermodynamics as an equilibrium system with many interrelated variables, and characterizing how the whole equilibrium changes when some exogenous conditions (parameters) change. This perspective of equilibrium and its comparative statics pervades much of Samuelson’s thinking.
    Second, Samuelson’s scientific philosophy, with its insistence on using theory to derive refutable implications or meaningful theorems, shows some influence of logical positivism. But it goes beyond that into the methodological position of “operationalism” developed by the 1946 physics Nobel laureate Percy Bridgman. For Bridgman, entities can only be defined through the operations by which they are measured. For example, “temperature” is defined by the result of measurement using a thermometer. This perspective made Samuelson a dedicated ordinalist. He could see no way in which measurement on a consumer’s behavior could lead to a measurement of utility; therefore cardinal utility was simply undefinable. Throughout his life he persisted in reexamining situations that seemed to call for cardinal utility, such as choices under risk, to recast them using measurable alternatives like “risk-corrected certainty equivalents”.”

    http://www.princeton.edu/~dixitak/home/PASLegacy2_WP.pdf

    Thermodynamik, im Prinzip.

    Fazit: als Physiker braucht man sich den Wirtschafts-Nobelpreis nur noch abholen.

  429. #434 Dr. Webbaer
    Mai 8, 2013

    MJ, das Zumüllen ernsthaft bemühter Feedbackbereiche mit Zitatmonstern gilt sozusagen als unethisch.

    Schreiben Sie doch mal was zu den letzten wichtigen Nachrichten dieses Inhalteträgers:
    [1] [2] [3]

    Das Mitteilungsbedürfnis scheint ja bei Ihnen da zu sein und die Eigenintelligenz, wenn auch durch den Zitiertrieb ein wenig verborgen, sowieso.

    MFG
    Dr. W

  430. #435 axel
    Mai 8, 2013

    Bärchen,

    frustriert, weil noch nie jemand auf die Idee kam, ihre Beiträge als bereichernd oder interessant zu empfinden?

  431. #436 Wilhelm Leonhard Schuster
    Mai 8, 2013

    @axel: Ich meine Bärchen kommentiert knapp klar und richtig.
    Deshalb kann man meist nur Ja und Amen dazu sagen.
    Dieses ist nicht spöttisch gemeint!

    Der Neu ruhrer läßt offenbar keine Ruhr zu und bringt seine Leute ohne diese auf Vordermann .
    Wenn der asou weitermecht packt er de Kölsche Geißbock bei de Hörner und läßt si nächstes Jahr vo dem in de 1.Bochum Liga schleife.Un mir in Nermberch hom widder an Angst gechner mer.

  432. #437 axel
    Mai 9, 2013

    Das war sehr freundlich von Ihnen. Worte, die des Bärchens Seele schmeicheln, sind selten hier.

    Und Neururer: Ja, den hatten wir in Köln auch schon (wen hatten wir eigentlich noch nicht?). Der Neururer hatte immer was von einer Silvesterrakete. Sagenhafte Beschleunigung, aber sie bleibt nie lange oben.

  433. #438 axel
    Mai 9, 2013

    Mir fällt gerade auf:
    Wir hatten uns im Dies-und-Das-Thread noch nie über Beschneidungen geäußert. Haben wir was verpasst?

  434. #439 MJ
    Mai 9, 2013

    OMG, ich wette dieses Video haben ungefaehr genau so viele Menschen gesehen wie Bertrand Russells “Principia Mathematica” gelesen haben: Noam Chomsky diskutiert mit Michel Foucault, ersterer auf Englisch, letzterer auf Franzoesisch, moderiert von einem Niederlaender auf English, kommentiert auf Niederlaendisch (durchgehend ohne Untertitel! Wo, bitte, wurde das ausgestrahlt?):

    https://www.youtube.com/watch?v=myy3vL-QKI4

    Ich habe fuenf Minuten durchgehalten, keine einzige davon konzentriert.

  435. #440 Wilhelm Leonhard Schuster
    Mai 10, 2013

    @ axel:Dumme Frage axel :Schneiden die den ganz weg?
    Resümee :Gefährlich ist ´s den Leu zu wecken ,gefährlich ist des Tigers Zahn ,gefährlicher als all die Schrecken, das ist der Mensch, in seinem Wahn!
    Wie nun,ist diese, meine Aussage ,zu bewerten?
    Auweia axel das ist ja fast so als würde man (ICH)
    “satanische Verse” verfassen. Dabei ist das doch” nur Original Schiller!”

  436. #441 Leugnerentlarver
    Mai 10, 2013

    Wieso redet hier niemand mehr vom Klima? Hat die Alarmistenseite inzwischen eingesehen, dass der fehlende Temperaturanstieg der Atmosphäre nicht mit CO2 korreliert ist.

  437. #442 Dr. W
    Mai 10, 2013

    Das Klima ist hier zurzeit ein wenig out.

    Spaßeshalber mal hier der Verweis auf ein zeitgenössisches mediales Machwerk:
    -> http://www.welt.de/wissenschaft/article116038867/Die-Arktis-koennte-bald-warm-und-eisfrei-sein.html
    (Kotzproben: ‘Die Arktis könnte bald warm und eisfrei sein’, ‘Forscher glauben Beweise dafür gefunden zu haben, dass das heutige Klima sensibler auf Kohlendioxid reagiert als in Modellen angenommen.’)

    Man möchte da kaum noch gähnen…

    MFG
    Dr. W

  438. #443 axel
    Mai 10, 2013

    Bärchen,

    Wissenschaftler sind halt von Natur aus vorsichtig und skeptisch. Die Ergebnisse eines Papers sind immer nur ein Schritt weiter, noch ein Indiz mehr.

    Vergleichen Sie spaßeshalber mal mit der Kommunikation des Papers von Nic Lewis auf skeptischen Blogs, ich paraphrasiere:

    Die Klimasensitivität IST niedriger als gedacht. Lewis HAT Beweise dafür gefunden, dass das Klima weniger
    sensibler auf CO2 reagiert als in Modellen angenommen.

    Finden Sie das besser?

  439. #444 Klimarealist
    Mai 10, 2013

    @axel

    Die Klimasensitivität IST niedriger als gedacht. Lewis HAT Beweise dafür gefunden, dass das Klima weniger
    sensibler auf CO2 reagiert als in Modellen angenommen.
    Finden Sie das besser?

    Nun, es wirkt realistischer, es wird es wohl auch sein 😀

  440. #445 Dr. Webbaer
    Mai 11, 2013

    Axel, die Datenlage, der Erwärmungstrend von +0,75K zwischen 1880 und 2013/03 wie auch die bald 15jährige Stagnation bei der Erwärmung legen nun gerade nicht nahe, dass die sogenannte Klimasensivität ordentlich bestimmt ist, den Einfluss des anthropogenen sozusagen zusätzlichen CO2-Ausstoß betreffend, dass man hier zu hoch angesetzt hat.

    Insofern haben Arbeiten und deren Wiedergabe in den Populärmedien, die eine noch höhere Klimasensivität nahelegen, durchaus etwas Lustiges.

    MFG
    Dr. W

  441. #446 shader
    Mai 11, 2013

    Liebes Webbärchen, vergleichen Sie doch mal den CO2-Gehalt von 1880 und heute und sagen Sie, wie viel da noch an einer Verdoppelung fehlt.

  442. #447 Dr. Webbaer
    Mai 11, 2013

    Shader, eine Verdoppelung mag da sein, auch wenn noch unbelegt, aber gerade diese legte ja nahe, dass die terrestrische Oberflächentemperatur zeitnah nicht “abgeht wie Zäpfchen”, wenn der atmosphärische CO2-Gehalt, teilweise auf den Menschen (und Bären) zurückzuführen, wie beschrieben deutlich steigt.

    Die Klimatologisten scheinen hier ein wenig zu forsch. Es ist halt ungünstig das berufliche Fortkommen von Wissenschaftlern an die Forschheit der Prognosis zu binden.

    Generationen von Wissenschaftssoziologen werden der aktuellen Hysterie noch nachspüren unter der Fragestellung “Wie konnte das nur passieren, wie konnten nur Wissenschaftler auf die Idee kommen das hoch komplexe terrestrische Klimasystem seinerzeit auf eine einzige Merkmalsausprägung zu reduzieren?”.

    MFG
    Dr. W

  443. #448 Dr. Webbaer
    Mai 11, 2013

    Vgl. auch:
    -> http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article116080573/CO-Dichte-so-hoch-wie-nie-in-Menschheitsgeschichte.html

    ‘Lebewesen könnten sich an langsame Veränderungen ihrer Lebensbedingungen anpassen, bei dieser rasanten Veränderung sei dies aber nicht zu erwarten.’

    Klimaforschung und Klimafolgenforschung sozusagen in einem…

  444. #449 shader
    Mai 11, 2013

    “eine Verdoppelung mag da sein, auch wenn noch unbelegt”

    Was heißt da, mag da sein? Rechnen, nicht schwadronieren.

  445. #450 axel
    Mai 11, 2013

    @ Bärchen

    Und was ist nun ihre Antwort auf meine Frage in #443? Bitte nicht salbadern.

  446. #451 Dr. W
    Mai 11, 2013

    Die Klimasensitivität IST niedriger als gedacht. Lewis HAT Beweise dafür gefunden, dass das Klima weniger
    sensibler auf CO2 reagiert als in Modellen angenommen.

    Aha.

  447. #452 axel
    Mai 11, 2013

    aha

  448. #453 Dr. W
    Mai 11, 2013

    Das hat also eine Person eben mal so in einer Studie nachgewiesen und gilt nunmehr als klimatologistisches Grundwissen, also:

    anthropogener CO2 -Ausstoß überschätzt, Erwärmungsprognosen generell zu hoch

    Dr. W könnte mit dieser Einsicht leben und sein Verhältnis zur Klimafroscherei somit als versöhnt ansehen…

    MFG
    Dr. Webbaer

  449. #454 MJ
    Mai 11, 2013

    Neuer Post von Carboncounter ueber des deutschen Atomausstieg:

    http://carboncounter.wordpress.com/2013/04/29/germanys-nuclear-phaseout-the-timetable/?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

    Er bringt auch den Begriff “reliability” in Verbindung mit EE ins Spiel. EE-Befuerworter… naja, sind wir das nicht alle? Also sagen wir, die, die keinerlei Probleme mit EE sehen, fuehren oft an, dass “der Wind immer irgendwo blaest” u.a., dass also die meiste Zeit ueber eine gewisse Basis von Wind geliefert wird, und damit das intermittency-Problem eher ein Ablenkungsmanoever sei. (Obwohl, es ist ein Problem: naemlich dadurch, dass im intermittenten Fall ueber aktivierte Kaltreserven in dem Fall CO2 ausgestossen wird). Das Problem ist den Output mit der Nachfrage in Uebereinstimmung zu bringen. EE sind nicht “dispatchable”, und man kann mit quasi-Null EE-Strom rechnen (ein Fall, der selten auftritt, aber eben nicht niemals), voellig unabhaengig ob wir Tage im Vorhinein schon wissen, wie die Wind- oder Sonnenverhaeltnisse sein werden. Quasi die gesamte Nachfrage muss also ueber (fossile) Kapazitaet als Kaltreserve abgedeckt werden koennen. Was der Punkt von Wilson ist:” In fact Germany can probably rely on just a bit above zero wind power, so this lost nuclear production could be made up by building a large number of wind turbines and solar panels. However the lost capacity cannot be, a distinction many fail to recognise. Fossil fuelled (or biomass) power plants will need to be built.”

    Das ist teuer. Ein Systemoptimierer wuerde irgendwann damit aufhoeren und ein Atomkraftwerk bauen.

  450. #455 shader
    Mai 11, 2013

    ” Das Problem ist den Output mit der Nachfrage in Uebereinstimmung zu bringen. EE sind nicht “dispatchable”, und man kann mit quasi-Null EE-Strom rechnen (ein Fall, der selten auftritt, aber eben nicht niemals), voellig unabhaengig ob wir Tage im Vorhinein schon wissen, wie die Wind- oder Sonnenverhaeltnisse sein werden. Quasi die gesamte Nachfrage muss also ueber (fossile) Kapazitaet als Kaltreserve abgedeckt werden koennen.”

    Das ist falsch. Egal welches durchgerechnete Szenario an EE-Ausbau man heranzieht, es wird immer eine Mindestleistung produziert, weil EE mehr als nur Wind und Solar ist.

    “Das ist teuer. Ein Systemoptimierer wuerde irgendwann damit aufhoeren und ein Atomkraftwerk bauen.”

    Systemoptimierer bauen keine Kraftwerke. ^^ Die werden von Energieunternehmen gebaut. Und die wissen schon, warum sie seit ca. 30 Jahren in Deutschland kein neues mehr gebaut haben.

  451. #456 MJ
    Mai 11, 2013

    @ shader

    Ja, Danke. Mit EE meinte ich durchsichtigerweise Wind und Solar, auf die ich mich wie der velinkte Blogpost bezogen habe. Ich kann das uebrigens auch:

    “es wird immer eine Mindestleistung produziert”

    Das ist falsch. Wenn sie die alle Sozialhilfe komplett abschaffen, gibt es keine Mindestleistung mehr.

    Es ist irrelevant fuer meinen Kommentar, was in den letzten 30 Jahren passiert ist, da ich mich wie der verlinkte Blogpost auf eine bestimmte Situation mit hoher Durchdringung von EE bezogen habe. Die Aussage ist damit bezogen auf eine Situation, die in den letzten 30 Jahren nicht gegeben war.

  452. #457 MJ
    Mai 11, 2013

    @ shader

    OK, das mit dem Systemoptimierer war vielleicht unklar. Worauf ich mich damit beziehen wollte, war der “(benevolent) social planner” aus der Wohlfahrtsoekonomie. Das ist eine fiktive Entitaet, die sich zur Aufgabe sellt, soziale Wohlfahrt zu maximieren und dann Dinge festsellt wie dass das Optimum, das aus dem Marktprozess resultiert gleichzeitig auch soziale Wohlfahrt maximiert. Oder der feststellt dass, wenn eine negative Externatlitaet vorliegt, der das Marktoptimum eben NICHT soziale Wohlfahrt maximiert (also nicht mit dem sozialen Optimum uebereinstimmt) – sondern ein paar Private auf Kosten anderer Private einen Gewinn machen, der geringer als diese Kosten ist – und der daher eine Steuer einfuehrt, die ein neues Marktgleichgewicht induziert, dass dem Optimum entspricht. Aus Greg Mankiws Einfuehrungslehrbuch:

    “To evaluate market outcomes, we introduce into our analysis a new, hypothetical character called the benevolent social planner. The behavior social planner is an all-knowing, all-powerful, well-intentioned dictator. The planner wants to maximize the economic well-being of everyone in society. What do you suppose this planner should do? Should he just leave buyers and sellers at the equilibrium that they reach naturally on their own? Or can he increase economic well-being by altering the market outcome in some way.
    To answer this question, the planner must first decide how to measure the economic well-being of a society. One possible measure is the sum of consumer and producer surplus, which we call total surplus. Consumer surplus is the benefit that buyers receive from participating in a market, and producer surplus is the benefit that sellers receive. It is therefore natural to use total surplus as a measure of society’s economic well-being.”

    Sprich: das Optimum wird durch den Markt erreicht, bereinigt von Externalitaeten etc. (falls moeglich, d.h. sie koennen nicht das soziale Optimum an Freundlichkeit in der Gesellschaft am Markt erreichen, weil der Markt einfach nicht existiert). Im Markt sind auch Unternehmen, und die wissen auch was sie tun: naemlich ihren Profit maximieren. Und das ist nun einmal kein Beitrag zum Optimum, wenn sie Subventionen erhalten. Sonst waere auch der Butterberg eins gewesen, weil die Landwirte schon wissen, was sie tun. Oder die Kohle, die jetzt verbrannt wird, sollte auch verbrannt werden, weil die Unternehmen wissen schon, was sie tun.

    Unnoetig zu sagen, dass mein Kommentar rein konzeptuell war.

  453. #458 shader
    Mai 12, 2013

    @MJ: “Es ist irrelevant fuer meinen Kommentar, was in den letzten 30 Jahren passiert ist, da ich mich wie der verlinkte Blogpost auf eine bestimmte Situation mit hoher Durchdringung von EE bezogen habe. Die Aussage ist damit bezogen auf eine Situation, die in den letzten 30 Jahren nicht gegeben war.”

    Was hat es in den letzten 30 Jahren nicht gegeben? Einen so Anteil bei den EE? Ja. Nur verstehe ich nicht ganz, was das mit den AKWs zu tun hat.

  454. #459 Dr. W
    Mai 12, 2013

    Das waren konzeptuelle Betrachtungen, Kollego Shader, ein “Systemoptimierer” würde idT in Anbetracht der politischen Herausforderungen AKWs bauen, wobei auch Anlagen die fossile Verbrennung betreffend, reichten.

    ‘MJ’ hat insofern, wenn auch wieder hochtrabend und wenig gemeinverständlich, die tatsächliche Sachlage zusammengefasst, auch auf die Inkonsistenzen oder die fehlende Gesamtkohärenz beim speziell doitschen Bemühen hinweisend.

    Dass es bei Ihnen “klonk” macht, Herr Shader, ist aber nur natürlich.

    MFG
    Dr. W

  455. #460 MJ
    Mai 12, 2013

    @ shader

    Dann verstehen Sie’s halt nicht und wir haben einfach ein Kommunikationsproblem. Ich kann nicht jede Woche dieselbe Diskussion mit Ihnen von vorne beginnen.

  456. #461 axel
    Mai 12, 2013

    Seit wir hier auch Beschneidungen machen, ist es echt voll.

    Noam Chomsky, Hawking, Israel, hier wird alles zusammengeführt: http://www.guardian.co.uk/world/2013/may/10/noam-chomsky-stephen-hawking-israel-boycott

  457. #462 MJ
    Mai 12, 2013

    @ axel

    Keine Ahnung dazu, ich weiss zwar, dass Chomsky da sehr aktiv ist, aber ich habe nie was von ihm zum Thema gelesen. Und von Hawking habe ich ueberhaupt noch nie irgendwas gelesen. Aber ich haette da was von jemandem, der sich irgendwie auch zum Thema geaeussert hat. Kennen Sie Jean-Paul Sartres Blog (englisch)? Habe ich eventuell schon einmal verlinkt, aber hier:

    http://www.newyorker.com/online/blogs/shouts/2012/10/le-blog-de-jean-paul-sartre.html

  458. #463 Dr. Webbaer
    Mai 12, 2013

    Chomsky ist ein schönes Beispiel für einen streng linken “antizionistischen”/antisemitischen Juden.
    Ist auch geil auf Klimawandel:
    -> http://www.nationofchange.org/can-civilization-survive-capitalism-1362758281

  459. #464 shader
    Mai 13, 2013

    Mich würde ja mal interessieren, was aus diesem Bürgerschutz-Tag gestern in Nürnberg geworden ist, wo der Eintritt bis zu 15 EUR kostete und EIKE mitveranstaltet hat:

    http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/erinnerung1-buergerschutz-tag-am-12513-in-nuernberg/

    War jemand zufällig da? Ich weiss, ein blöde Frage. 😉

  460. #465 MJ
    Mai 13, 2013

    Bupp–Derian–Komanoff–Taylor-Hypothese!

    Jetzt hab ich’s endlich gefunden. Eingefuehrt hat sie Amory Lovins (Titel muss her:”The Origins of the Nuclear Power Fiasco”. Nicht uebertrieben, direkt danach ist naemlich in Frankreich eine Hungersnot ausgebrochen, die in der Revolution endete, Marie-Antoinette soll gesagt haben:”Dann sollen sie doch mit Atomstrom heizen!”, bevor sie in einen Reaktor gestossen wurde.).

    Es handelt sich um den Begriff fuer die negative Lernkurve beim Bau von Atomkraftwerken, die nun seit den 80ern bekannt ist und alle paar Wochen “wiederentdeckt” wird als Grund, warum Atomkraft “unwirtschaftlich” ist, neben unverantwortlich und unmenschlich, und ganz zu Schweigen vom von Oekonomen straeflich vernachlaessigten Konzept der “Ewigkeitskosten” – ALS OB NICHT JEDER EINZELNE DIESE PUNKTE REICHTE UAAAAA!!!

    Wer den Begriff, oder auch nur teile davon, googelt, eroeffnet sich ein Anti-Nuklear-Paradis.

    Aber im Ernst: der Effekt ist real. Hier ein Paper (schon einmal verlinkt):

    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301421510003526#bib26

  461. #466 axel
    Mai 13, 2013

    @ MJ

    Ich fand ihren Kommentar im Beschneidungsthread ganz gut, leider hatte er zwischen all den Empörungsritualen nie eine Chance der Diskussion. Erfahrene Primaklimaleser wollen unter sich sein und posten daher lieber im Arabischen-Frühling.

    Ja, gutes Argument. Es geht aber auch anders herum. Die Debatte wird verstärkt, weil manche Nazigedankentum wittern und im Hinblick auf die besonderer Verantwortung deutscher Geschichte.

    Aber egal wie herum man es betrachtet: Es ist unmöglich, das Thema ohne den historischen Kontext in Deutschland zu diskutieren. Das Ergbnis ist allerdings – erwartbar- ernüchternd.

  462. #467 E-O
    Mai 13, 2013

    @Axel
    Vorsicht
    Ab morgen gilt das rasieren des Kinnbärtchens als Zeichen der religiösen Missachtung des Brauchtums der Religion XYZ.
    Ab Übermorgen sind Ohrlöcher vor dem 18 Lebensjahr…..wegen mir auch 21…..verboten.
    Und in einer Woche wird jede Frau gesteinigt, die sich wagt, ihre Titten all zu sehr in die Sonne zu halten.
    In einen Monat wird jede Frau erschossen, bei der noch ein Stückchen Kopfhaar zu erkennen ist……….aber Hauptsache die Vorhaut ist am rechten Platz.

    Während in Deutschland über Quoten gequasselt wird, dürfen Frauen in manchen Ländern offiziell kein Auto führen………und weibliche Kinder nicht zusammen mit den Papa die Mahlzeiten einnehmen.
    Wenn es eine Diskussion gibt, die an Verlogenheit nicht mehr zu übertreffen ist….dann sind es geschnippelte Vorhäute der Juden.
    Und ja….die böse Saat ist immer noch im deutschen Boden………kapiert ihr das nicht?
    E-O

  463. #468 axel
    Mai 13, 2013

    Ganz ehrlich? Nein, ich kapiere gerade nichts, ich verstehe nur noch Kreisverkehr. Ich schlage vor, wir diskutieren lieber über Brust- und Achselhaarentfernung. Pro und Kontra.

    Eins gilt festzuhalten: Gegen Vorhaut- hat die Klimadiskussion keine Chance.

  464. #469 E-O
    Mai 13, 2013

    @Axel
    Stimmt…meine Frau fragt schon an, wann ick endlich wieder mal zum Friseur…..Friseuse, frigide Haarschneiderin, gehe.
    Nun jut, wo se recht hat, hat se recht………meine Tolle verbaut mir den Blick aufs Wesentliche.
    PS. A Stück weit fetzen is aber erlaubt…oder?
    E-O…..mag seine europäischen Nachbarn….zumindest die kleinen arbeitsamen, die trotzdem ihre Kinder wie Menschen behandeln

  465. #470 E-O
    Mai 13, 2013

    @Axel-Nach-Haut
    Probleme eines Unbeschnittenen….

    “””Wie zieht man die Vorhaut sein Penis zurück, wenn sich ein Stück Haut zwischen Vorhaut und Eichel befindet und es schmerzt, wenn man die Vorhaut zurückzieht, und man es daher auch nicht reinigen kann.?””””
    http://de.answers.com/Q/Wie_zieht_man_die_Vorhaut_sein_Penis_zurück,_wenn_sich_ein_Stück_Haut_zwischen_Vorhaut_und_Eichel_befindet_und_es_schmerzt,_wenn_man_die_Vorhaut_zurückzieht,_und_man_es_daher_auch_nicht_reinigen_kann.

    Eichel…war der nich mal Finanzminister?
    E-O

  466. #471 axel
    Mai 13, 2013

    Ach so, jetzt sehe ich’s:
    Du hast dich wild hüpfend ins Minenfeld des Beschneidungsthreads begeben. Hm, ich bleibe lieber der stille Beobachter.

  467. #472 Leugnerentlarver
    Mai 14, 2013

    Leider sinkt das Niveau dieses Klimaalarmistenblogs bedenklich. Ich werte dies als Zeichen, dass auch beim Blogmaster inzwischen Langeweile und Desinteresse am Klima ausgebrochen ist. Kein Wunder nach den Jahren ausbleibenden Temperaturanstiegs.

  468. #473 Dr. Webbaer
    Mai 14, 2013

    Wer erkennt sofort die Parallele zur Klimahysterie?:
    ‘Angelina Jolie hat sich Brüste amputieren lassen’ (Quelle)

    A: Korrekt! – Günter Vennecke hat sich schon 1993 kastrieren lassen um sicherzustellen, dass kein Nachwuchs mehr sein persönliches CO2-Konto belasten wird.

  469. #474 Dr. Webbaer
    Mai 14, 2013

    +++ EILMELDUNG +++ BREAKING NEWS +++ EILMELDUNG +++ BREAKING NEWS +++ EILMELDUNG +++ BREAKING NEWS
    Der dreizehnwärmste April! – Das NASA Goddard Institute for Space Studies vermeldet den dreizehnwärmsten April seit Beginn der Aufzeichnungen 1880. Axel Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung kommentiert: ‘Eine sehr besorgniserregende Entwicklung.’, der bekannte Klimatologe Georg Hoffmann ergänzt: ‘Ich kann da nur meinem Kollegen beistimmen, die Sorgen gehen nicht weg, wenn es einmal 15 Jahre lang nicht wärmer wird.’
    +++ EILMELDUNG +++ BREAKING NEWS +++ EILMELDUNG +++ BREAKING NEWS +++ EILMELDUNG +++ BREAKING NEWS

  470. #475 E-O
    Mai 14, 2013

    @Axel-Tretmine

    Nun ja….da drüben ergibt sich ein erschreckendes Bild von besserwisserischen Typen, die bis heut nicht begriffen haben, wie der Rest der Welt tickt.

    Im Glauben, den Stein der Weisen in den kleinen Patschehändchen zu halten…..verführt zum Ersatz-Glaubenskrieg per Vorhaut, die nich mehr zurückhauen kann………pöbelt man Georg an, weil der sich gewagt hat dieses Thema kritisch zu hinterfragen.

    Ich finds lustig……und ick liiieeeebe Tretminenfelder, wo einen die verbale Kacke um die Ohren fliegt wie der Spinat eines wiederkäuenden Babys……da muss ick natürlich mein unbeschnittenes Schandmaul auch mal mit einbringen……..ist doch Ehrensache.

    Eins is aber komisch an der Sache……den armen Juden und Moslems müsste eigentlich der Spass am Sex für immer verdorben worden sein (so als halber Mann)……blöderweise vermehren die sich aber besonders schnell weiter……hmmmm?
    Kopfkratz……ein weiteres Mysterium, das auf Enträtselung wartet.

    E-O

  471. #476 MJ
    Mai 14, 2013

    Paper ueber CCS:

    “Even with these four challenges resolved, CCS clearly represents the option with the slowest actual mitigation effects and correspondingly reduced temperature, when compared with wind-, solar PV-, nuclear-, and solar thermal-energy (Myhrvold and Caldeira, 2012). The window for significant contributions from CCS is therefore closing fast given the urgency generated by current trends (Rockström et al., 2009). CCS might have an important role as a low carbon technology in the long term, but expectations for contributions in the coming 10–20 years envisioned by some actors are currently far higher than what developments to date can support. The challenges, or alternatively put, the level of commitment needed in order for CCS to contribute significantly, are an order magnitude greater than often recognized. The interpretation is that policy makers must either increase their efforts substantially to close this gap, or, consider CCS as an option for mitigation only in the long term.”

    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301421512010713

  472. #477 shader
    Mai 14, 2013

    Was ich mich gerade frage, wenn Dr.W ein Posting schreibt und keiner es liest, ist es dann trotzdem falsch?

  473. #478 MJ
    Mai 14, 2013

    Ich mache Karriere: jetzt bin ich auch Klima-Crank drueben bei Juergen Schoenstein und verteidige Pierre Gosselin, so weit ist’s gekommen. Meines Erachtens verwechselt die Kritik an Gosselin dort die Evaluierung der Frage, ob man mit dem Auto zur Arbeit zu fahren soll oder lieber zu Hause bleiben/Oeffis nehmen (evtl bei sehr schwer einzuschaetzender Hurrikan-Gefahr), mit der Evaluierung der Frage, ob man mit 100 km/h frontal gegen eine Betonmauer fahren soll. Fragen sehr unterschiedlicher Natur, oder nicht?

    Wobei, einen Link von bishophill, zwei von WUWT, einen von climateaudit, und einen von der kaltensonne wie der andere Kommentator, uiui… da muss ich noch ueben.

    http://scienceblogs.de/geograffitico/2013/05/14/klimawandel-auch-leisererer-alarm-ist-noch-immer-eine-warnung/

  474. #479 Dr. Webbaer
    Mai 15, 2013

    Die Frage, ob eine falsche naturwissenschaftliche Aussage auch dann falsch ist, wenn sie niemand zur Kenntnis nimmt, ist philosophisch interessant und entspricht der Frage, ob der Mond da ist, wenn niemand hinguckt.

    Weil dieser Erkenntnisprozess Erkenntnissubjekte wie Sachen und Sachverhalte voraussetzt, also n:m-Beziehungen zwischen den o.g. Subjekten und Gegenständen, lauten die Fragen und Antworten:

    Q: Ist der Mond da, wenn keiner hinschaut?
    A: Nein.

    Q: Ist der Mond nicht da, wenn keiner hinschaut?
    A: Nein.

    Bonusfrage: In welchem Seinszustand befindet sich der Mond, wenn keiner hinschaut?

    MFG
    Dr. W

  475. #480 Dr. Webbaer
    Mai 15, 2013

    Ich mache Karriere: jetzt bin ich auch Klima-Crank drueben bei Juergen Schoenstein und verteidige Pierre Gosselin, so weit ist’s gekommen.

    Bei Jürgen ist es halt so schrecklich anspruchslos, seine “progressive” Sicht ist richtig und Gegenrede bleibt idR unverstanden.

    Bleiben Sie ruhig hier.

    MFG
    Dr. W

  476. #481 axel
    Mai 15, 2013

    @ MJ

    Gosselins Blog ist einer der dümmsten Skeptikerblogs. Eine Entschuldigung Gosselins ist unentschuldbar.

    Das passt zum selben Thema:
    http://wattsupwiththat.com/2013/05/14/the-beginning-of-the-end-warmists-in-retreat-on-sea-level-rise-climate-sensitivity/
    Der Wahnsinn beginnt dann, wenn man die eigene Propaganda irgendwann für die Realität hält. Ich glaube, bei Watts ist es so weit.

  477. #482 Leugnerentlarver
    Mai 16, 2013

    Axel, Sie glauben den Propagangasprüchen des AGW Polittheaters vom angeblichen Meeresspiegelanstieg tatsächlich?

  478. #483 Leugnerentlarver
    Mai 16, 2013

    Reine Männerthemen: Beschneiung, Klima

  479. #484 MJ
    Mai 16, 2013

    @ axel

    Ich weiss. Zu meiner Verteidigung: ich habe ja Gosselin gar nicht wirklich entschuldigt. Nur die Antwort Gillis ist schlicht keine Antwort. Weder ist der Hinweis, dass wir bei einer Vervierfachung der CO2-Konzentration in die Katastrophe laufen der srpingende Punkt, warum AGW ein Problem darstellt. Noch, denke ich, sollte Arrhenius in der Debatte aktueller Fragestellungen eine derart prominente Position einnehmen.

  480. #485 axel
    Mai 16, 2013

    Arrhenius ist nirgendwo fehl am Platze, er war grandios.

    Ich finde Gillis Artikel ganz gut, das mit der Vervierfachung ist m.E. auch nicht das Entscheidende Argument. Immerhin hat es Gillis im Unterschied zur skeptischen Blogosphäre geschafft, Annan korrekt wiederzugeben. Der Punkt ist ja der, dass die Skeptiker unter niedriger Sensitivität etwas völlig anderes verstehen als Annan.

    Etwas schwächer fand ich lediglich das Argument, dass die Paper von Lewis usw. noch geprüft werden müssen. Sicherlich richtig, mir fehlt aber das Hauptargument: Selbst wenn richtig, dann sind diese Ergebnisse Ausreißer im Hinblick auf die Gesamtheit der Ergebnisse. Das ist der Punkt.

  481. #486 axel
    Mai 16, 2013

    @ Georg

    Eine neue Broschüre vom UBA (http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4419.pdf), und dein Primaklima wird zweimal als Quelle aufgeführt (Strahlungstransfer und Vahrenholt waren die Themen deiner Blogeinträge).

  482. #487 MJ
    Mai 16, 2013

    Heute bei “Doktor Grist” David Roberts bzw. auf seinem Twitter: David Roberts tweeted einen Artikel ueber das kalifornische Cap-and-Trade-Programm, weil Kalifornien aus den Einnahmen offenbar einen Teil seiner Schulden tilgen will und nicht alles fuer Investitionen zur Treibhausgasemissions-Reduktion verwenden (wie eigentlich vorgesehen). Chris Hope, weist ihn darauf hin, dass Wirtschaftstheorie ja eigentlich auch sagt, dass das Geld an die oeffentliche Hand gehen soll (wie auch bei einer Steuer), nicht per se an Subventionen. Doktor Grist dazu:”So much the worse for economic theory.” Tja, eindeutig 1:0 fuer Doktor Grist.

    Danach entspinnt sich ein Gespraech mit Richard Tol, in dem Doktor Grist zeigt, dass er, sagen wir, eher so intuitiv weiss, was eine Externalitaet ist. Und dann versteht er eine Anspielung auf das Konzept “Optimalitaet” nicht (aus demselben Grund, aus dem er “Externalitaet” nicht versteht). Folgerichtig wirft er Tol vor, nur Econ 101 zu verstehen. Nachdem Tol langsam durchbringt, dass eine negative Externalitaet besteuert werden soll, und nicht ihre Vermeidung subventioniert, urteilt Doktor Grist:”I disagree w/ the quasi-theological, ahistorical adherence to classical Econ 101, but we won’t settle that on twitter.”

    Das ist verstaendlich, in einem ordentlichen Setting haette er den fuehrenden Oekonomen auf dem Feld (zur Zeit uebrigens Nummer 76 auf repec) fertig gemacht, gegrillt, intellektuell das Genick gebrochen. Wobei mich auch interessieren wuerde, was “classical” Econ 101 sein soll – ist das das, was Adam Smith in einem Einfuehrungskurs gelehrt haette?

    Wie bitte? Nein, das ist wirklich passiert:

    https://twitter.com/RichardTol/status/335093221719932928

    Jetzt koennte man sich wundern, warum jemand, der einen gefuehlt unendlich langen Post geschrieben hat, um den Diskontsatz des Stern Reviews zu vertreidigen, dabei allerdings von Kommentatoren darauf hingewiesen musste, dass er den Diskontsatz falsch angegeben hatte (0,1 statt 1,4), und dann die optimale Emissionsteuer von Nordhaus falsch berechnete, zum Thema Klimawandeloekonomie ueberhaupt noch den Mund aufmacht. Aber das erklaert er uns vielleicht ein anderes Mal. Jaja, das ist auch derselbe, der meinte, dass es uberhaupt kein Problem mit dem ETS gibt, weil das Cap eingehalten wurde.

    Jetzt gibt es fuer den Austausch oben zwei moegliche Erklaerungen: a) er weiss nicht, wer Richard Tol ist (oder er weiss es von Eli Rabett), was wohl ein Grund mehr waere, sich nicht zum Thema Klimawandeloekonomie zu aeussern oder b) er ist von einem aehnlichen Groessenwahn wie Joe Romm befallen. Oder, um es in den Worten von Chris Hope zu sagen:”@drgrist It’s OK to accuse me of Econ 101, but not @RichardTol . I don’t always agree with him, but he knows economics backwards.”

  483. #488 MJ
    Mai 16, 2013

    Upps, meinen Diskontsaetzen fehlen die Prozent – und ich wage es, mich ueber Doktor Grist zu beschweren…

  484. #489 Dr. Webbaer
    Mai 17, 2013

    +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++
    Verfilmung der Lebensgeschichte der Panzerknacker geplant, Altmaier erfolgreich gecastet. – Der ehemalige Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und jetzige Bundesumweltminister Peter Altmaier bestätigt gegenüber der DPA: ‘Ja, ich werde bei der Verfilmung der Panzerknacker-Biographie dabei sein, ich mach et.’
    +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++

  485. #490 shader
    Mai 17, 2013

    Es geschehen tatsächlich kleine Wunder bei EIKE. Herr Limburg hat zum ersten Mal eingeräumt, dass er in eine Sachfrage evtl. geirrt haben könnte (http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/pik-professor-schellnhuber-bevorzugt-ideologie-statt-fakten/#comment_64). Was auch erstaunlich ist, in den letzten Wochen wurden alle meine Beiträge dort freigeschaltet. Macht sich dort unter den Verantwortlichen sowas wie Normalität breit? ^^

  486. #491 axel
    Mai 17, 2013

    @ Hader

    Es war aber auch schon peinlich genug. An seinen unterseeischen Vulkanen hält er beharrlich fest, was ähnlich absurd ist. Man führt sich als “Europäisches Institut” auf, präsentiert aber Vorstellungen, die eher zum Mitglied eines Kleintierzuchtvereins passen könnten. Nun denn…

  487. #492 shader
    Mai 17, 2013

    @Axel:

    So bin ich halt, ich versuche bei sowas immer noch das Gute und Positive zu sehen. ^^ Aber Sie haben ja Recht. In Wirklichkeit verstehe ich auch nicht, warum jemand selbst offensichtlichste Zusammenhänge versucht abzustreiten. Man kann doch Klimaskeptiker sein, ohne zu behaupten, dass der jahrzehntelange CO2-Anstieg wahrscheinlich nichts mit dem Menschen zu tun hat. Warum setzt man auf die Art unnötig sein fachliches Ansehen aufs Spiel? Naja, wie gesagt, ich versteh’s halt ned.

    Im übrigen habe ich EIKE zu früh gelobt. Prompt drei Postings, die heute Abend nicht freigeschaltet wurden. Vielleicht hat sich da jemand herausgefordert gefühlt…

  488. #493 MJ
    Mai 17, 2013

    Ich kenne EIKE wenig, und Science Skeptical, aber Diskussion dort stelle ich mir so vor:

    https://www.youtube.com/watch?v=pLv129Y7BAQ

    Das ist uebrigens gelogen. Ich wollte nur das Video posten.

  489. #494 axel
    Mai 17, 2013

    Seltsames Video, suchen Sie gezielt nach so etwas?

  490. #495 MJ
    Mai 18, 2013

    In dem Fall nicht. Das hat mich gefunden, und ich musste es irgendwie verarbeiten.

  491. #496 Leugnerentlarver
    Mai 18, 2013

    mj: “Ich kenne EIKE wenig, und Science Skeptical, aber Diskussion dort stelle ich mir so vor …”

    Ist dies typisch für Sie, dass Sie etwas wenig kennen und sich dann SO vorstellen?? Halten Sie das für seriös?

  492. #497 MJ
    Mai 18, 2013

    @ Leugnerentlarver

    Ja.

  493. #498 Günther Vennecke
    Mai 18, 2013

    @SHader,

    Dr. Paul sagt: “Aber ich gehöre zu den vielen Kritikern, die versuchen Hypothesen auf ihre Möglichkeit oder Unmöglichkeit zu überprüfen.”

    Schade, dass seine Versuche wiederholt so kläglich scheitern. So hat er noch nicht gemerkt, dass die CO2-“Rekonstruktionen” eines gewissen E. G. Beck reine Fanatasie-Produkte [sic] sind. Paul behauptet immer noch, dass in den letzten 200 Jahren die CO2-KOnzentration mehrfach 400 ppm deutlich überschritten hätte.

    Die Unmöglichkeit eines solchen Konzentrationssprungs hat sich ihm bisher nicht erschlossen.

  494. #499 shader
    Mai 18, 2013

    “Dr. Paul sagt: “Aber ich gehöre zu den vielen Kritikern, die versuchen Hypothesen auf ihre Möglichkeit oder Unmöglichkeit zu überprüfen.””

    Ja, der war gut. 😉

    “Paul behauptet immer noch, dass in den letzten 200 Jahren die CO2-KOnzentration mehrfach 400 ppm deutlich überschritten hätte.

    Die Unmöglichkeit eines solchen Konzentrationssprungs hat sich ihm bisher nicht erschlossen.”

    Ja, da scheint es noch einige mehr zu geben und ich bin da immer wieder erstaunt. Gerade wenn da einige Ingenieure dabei sind, die schon aus der Berufserfahrung wissen müssten, dass man Messwerte stets nach Plausibilität prüfen sollte. Ich verstehe nicht, warum sich manche so hartnäckig an der These festbeißen, dass im 19. und 20. Jahrhundert schon mehr als 400ppm waren. Die tun sich damit keinen Gefallen.

  495. #500 Günther Vennecke
    Mai 18, 2013

    @shader,

    “Die tun sich damit keinen Gefallen.”

    Sich selber nicht, aber allen rational denkenden Menschen.

    Wer schon bei solch einfach zu überprüfenden Fakten absurde Thesen ungeprüft hinnimmt, der ist wohl ein wahrer “Skeptiker”. :-)

    Ist doch toll, wenn man diese Naivlinge so einfach vorführen kann.

  496. #501 Dr. W
    Mai 18, 2013

    Ja, beim Thema Klima sind viele schwer borniert.
    Anzunehmenderweise der hier gern zitierte Dr. Paul, aber auch ganze Institutionen scheinen bei diesem Thema auszuklinken:
    -> http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4419.pdf (‘Ist die globale Erwärmung seit 1998 zum Stillstand gekommen?’ – ab Seite 52)

    Die klar für jeden ersichtliche 15jährige Stagnation bei der Erwärmung der terrestrischen Oberflächentemperaturen wird dort einfach abgestritten.

    MFG
    Dr. W

  497. #502 Leugnerentlarver
    Mai 18, 2013

    Hat Herr Hoffmann nun genug vom Klima und kümmert sich nur mehr um Verschneidungen.?

  498. #503 Rudi
    Mai 19, 2013

    Der Hoffmann hat den Glauben an den Klimawandel verloren, vermute ich mal

  499. #504 Adent
    Mai 20, 2013

    Nanu, noch kein einziger Kommentar zur doch wahrscheinlich etwas geringer ausfallenden Erwärmung im 21ten Jahrhundert? Wie es aussieht liegen die Prognosen jetzt eher bei 0,9 bis mximal 2 Grad.

  500. #505 Rudi
    Mai 20, 2013

    @Adent
    ” Wie es aussieht liegen die Prognosen jetzt eher bei 0,9 bis mximal 2 Grad.”
    Und das ohne CO2 Einsparung.
    Vahrenholt u. Lüning liegen demnach richtig.
    Nun stehens aber deppert da unsere Klimaexperten.
    .

  501. #506 Klimarealist
    Mai 20, 2013

    @Leugnerentlarver
    Wer Hader oder gar Vennecke in seinen Reihen erdulden muß schreibt besser weder was zum Klima, noch was zu den AKW 😀
    Folglich hält sich der Mod hier wohl raus.
    😀

  502. #507 Georg Hoffmann
    Mai 20, 2013

    @Rudi
    Der RWE Klimakasper kann ein wissenschaftliches Argument nicht von einem Pornofilm oder einer Beule am Kopf unterscheiden. Auf keinem Niveau und in keiner Weise. Es ist alles nur sehr oberflaechliche Sinneseindruck.

  503. #508 Günther Vennecke
    Mai 20, 2013

    @Leugernentlarver,

    der Klima”realist” gehört übrigens auch zu den weggetretenen Typen, die den gleichen wirren Thesen anhängen wie w.paul.

    Vor Kurzem hat er noch bei readers-edition den absurden Blödsinn von E. G. Beck verteidigt, allerdings ohne konkret auf irgendwelche Kritik einzugehen, wie das so seine Art ist.

    Er bringt niemals Gegenargumente, die wenigstens etwas Substanz haben, sondern negiert mit Unflätigkeiten alles, was von anderen kommt, die nicht mit seiner irren und wirren Weltsicht sympathisieren.

  504. #509 Rudi
    Mai 20, 2013

    @Georg Hoffmann
    Selbst wenn das wäre darf man nicht übersehen, dass die gewagte Prognose (von V&L) zum Klimaverlauf schon nach etwas mehr als einem Jahr eine wissenschaftliche Bestätigung erhält.

    Ob nun die Physik im Sinnesorgan stimmt ist doch zunächst mal unwichtig, Hauptsache wir haben eine realistische Einschätzung für dien menschlichen Einfluss auf das Klima.

    Anderes Thema
    Einige Pseudoexperten aus B-Ämtern müssen erst mal lernen dass sich selbst eine Division von Wissenschaftlern irren kann.wenn dieser Irrtum für sie nützlich ist.

  505. #510 Georg Hoffmann
    Mai 20, 2013

    @rudi
    Ehrlichgesagt weiss ich gerade nichtmals, ob die Klimakasper ueberhaupt eine Wert im gleichen Sinne wie die Wissenschaft fuer die gleiche Groesze genannt Klimasensitivitaet vorgelegt haben. Aber sagen wir mal “doll wuenschen” oder “wuerfeln” sind keine wissenschaftlichen Methoden, die helfen wuerden, eine Groesze bei bestehenden Unsicherheiten einzuengen, selbst wenn auch mal eine wissenschaftliche Arbeit erscheinen wuerde, die nahe an dem Wuerfewurf waere.
    Aber wie gesagt, ich erinnere mich eigentlich ueberhaupt nicht daran, dass die Klimakasper irgendwie die Groesze Klimasensitivitaet im gleichen Sinn wie die Wissenschaft gebraeuchten. Kann mich da aber taeuschen.

  506. #511 Rudi
    Mai 20, 2013

    @Georg Hoffman
    Meine Erinnerung
    Sie sagten, die Klimawissenschaft irrt sich in der CO2 Wirkung um Faktor zwei. Nicht 2 bis 4,5 Grad wird sich die Temperatur (bei 2x CO2) erhöhen sondern bestenfalls um die Hälfte womit die Klimasensitivität nur halb so groß ist wie von ….gewünscht.
    Diese Erkenntnis lässt sich aus dem Temperaturverlauf der letzten hundert Jahre ablesen unter Vernachlössigung von Aerosolen aber Einbindung einer natürlichen Schwankung.

    Konsistente Deutung der Realität

    Der nächste Schritt ist dann die “physikalische Konsistenz”
    das Hinbiegen auf ein phys. interpretierbares Modell.
    Das Hinbiegen ist nun gelungen siehe

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neue-studie-klimaerwaermung-langsamer-als-erwartet-a-900784.html

    Zusammenfassung
    Wir können uns zurücklehenen. Die Klimawissenschaft hat sich um Faktor zwei geirrt.
    Wenn Politiker in Zukunft mit dem Fahrd nach Berlin fahren ist genügend CO2 eingespart um die Welt zu retten.

  507. #512 Georg Hoffmann
    Mai 20, 2013

    @rudi
    ich hab Probleme Ihnen zu folgen.
    Ich weiss nicht was die methode derr Klimakasper gewesen sein soll (auf Kurve draufgucken?), ich weiss nicht, was siese unbekannte Methode mit der jetzt veroeffentlichten gemein haben soll, ich weiss nicht warum Sie die jetzige Methode ackzeptieren (und die vielen anderen teils von den gleichen Leuten zuvor veroeffentlicht) eben nicht, und ich weiss schliesslich nicht, warum sie nicht schon vorher mal sich ueber die eine oder andere Arbeit gefreut haben, die mal eine niedrigere Sensitivitaet errechnet hatte. Kurz, ich habe ein bisschen den Verdacht, sie betrachten das Ganze wie eine Loterie und meinen jetzt waere aber echt mal ihre Nummer dran.
    So oder so, hier noch ein bisschen zu den wiss Hintergruenden ( nicht dass sie sich dafuer interessierten):
    http://scienceblogs.de/primaklima/2013/05/20/klimasensitivitat-relativ-niedrig-der-spiegel-berichtet/

  508. #513 Günther Vennecke
    Mai 21, 2013

    Die Trickser, Täuscher und Betrüger bei den Klimaleugnern schlagen wieder einmal zu.

    Man vergleiche einmal diesen “Artikel” des berüchtigten Michael Krüger:

    http://www.readers-edition.de/2013/05/20/die-erde-erwarmt-sich-langsamer-als-erwartet/#comment-30315

    mit der Quelle, aus der er sich offensichtlich bedient hat:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neue-studie-klimaerwaermung-langsamer-als-erwartet-a-900784.html

    Wie kommt es nur, dass ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass hier jemand bewusst die Aussagen des Original auf “brauchbare” Satzfetzen durchkämmt hat, hier und da etwas in der Diktion verändert um es dann sinnentstellend in den “eigenen” Text einzubauen und alles, aber auch ALLES, was nicht ins Konzept passt, schlichtweg unterschlagen hat?

    Dies scheint mir ein klassisches Lehrstück für den betrügerischen Umgang mit Quellen zu sein, wie man es vor allem von Kreationisten und sonstigen Verschwörungstheoretikern zur Genüge kennt. Dass die Klimaleugner da keine Ausnahme machen, überrascht nun wirklich nicht.

    Man sollte Herrn Krüger eigentlich dankbar sein, dass er so offen die Methoden der Klimaleugner zur Schau stellt.

  509. #514 Klimarealist
    Mai 21, 2013

    @Vennecke
    Sie Klimakreationist wissen ja nicht mehr, um was es geht, Sie lallen ja nur noch dummes Zeug 😀
    Es soll Leute geben, die lesen die Original-Paper.
    Sie lesen hingegen nichts, und noch weniger raffen Sie.
    Einen schönen Abends noch 😀
    Und nicht vergessen, die Ärmel schön wieder runter krempeln, Schnee ist in höheren Lagen angekündigt, Klima erwärmter Schnee 😀

  510. #515 shader
    Mai 23, 2013

    Böser Hoffmann, sowas macht man doch nicht.

    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/unbequeme-wahrheiten-die-biologisch-geologische-co2-sackgasse/0010011/#comment-269148

    Andere Leute darauf aufmerksam machen, dass die 20-fache CO2-Konzentration nicht eine 20-fache-Klimasensitivität bedeutet. 😉

    Aber jetzt ganz im Ernst, zeigt nicht dieses letzte Posting (#61) von Herrn Müller, warum manche zu Klimaskeptikern werden? Er schreibt: “Sie als Person sind für mich aufgrund Ihres ganzen Auftretens und Ihrer Arroganz inzwischen nicht mehr besonders glaubwürdig, da vertraue ich eher denjenigen Wissenschaftlern, die diesbezüglich anderer Meinung sind.” Könnte es nicht sein, dass viele den Wahrheitsgehalt von wissenschaftlichen Aussagen mittlerweile danach beurteilt, ob jemand freundlich oder arrogant auftritt? Ich rede jetzt nicht von der schwäbischen Hausfrau oder dem Rentner, der vorher 40 Jahre lang Kraftfahrer war und ohne das böse zu meinen, sich inhaltlich kaum mit solchen Themen befassen können. Ich meine ganz normale Studenten und Akademiker. Krass, die Vorstellung, wenn Studenten aus der Vorlesung herausgehen und meinen, ja, die Quantenmechanik scheint allgemein anerkannt zu sein, aber der Prof. hat das heute so unfreundlich rübergetragen, ich glaube lieber doch den Anhängern der Äthertheorie.

  511. #516 Georg Hoffmann
    Mai 23, 2013

    @hader
    Wohlgemerkt habe ich vielleicht nicht den nettesten Ton angeschlagen, aber ich sehe mich nicht als der groeszte Unsymp der Klimageschichte. Aber solche Abgruende wie bei dem Herrn Fred Mueller loesen dann doch Beissreflexe aus.

  512. #517 shader
    Mai 23, 2013

    Ganz ehrlich, Georg Hoffmann, worüber sich Herr Mueller aufregt, halte ich für lächerlich. Er sollte sich mal als “AGW-Anhänger” verkleiden und einige Skeptikerforen besuchen und dort mal mitmischen. Dann erlebt er mal, wie arrogantes und unfreundliches Auftreten tatsächlich aussieht. Oder einfach mal die Beiträge von Dr.Paul, Zuber und Kramm lesen, das genügt schon. Bei zwei von denen muss man sich echt fragen, woher die Ihre Arroganz nehmen und nicht weinend davonlaufen.

    Wer sich über sowas beschwert, wenn Sie mal etwas “härter” auf mathematische Grundlagen hinweisen, der hat aus meiner Sicht noch keinen richtigen Matheunterricht in der Schule bzw. an der Uni erlebt. Mathelehrer und -profs können sooooo gemein sein. ;-( Aber gerade bei denen, die mit viel Selbstbewusstsein und auch spitzen Bemerkungen gegenüber Schülern auftraten, habe ich fachlich einiges gelernt.

  513. #518 axel
    Mai 23, 2013

    @ S. Hader

    Danke für den Link, selten so viel gelacht. Da gibt es ja von diesem F.Mueller herrliche Perlen:

    Wissen Sie, ich kenne den Unterschied zwischen linearen und Exponentialfunktionen durchaus. Da uns die Klimaalarmisten jedoch ständig mit unzulässigen Vereinfachungen bombardieren, die dann von der Presse aufgebauscht werden, habe ich den Spiess eben mal umgedreht.

    Die These vom Radiative Forcing oder Strahlungsantrieb ist umstritten. Deshalb gehe ich auch gar nicht erst auf diesbezügliche Flohknackereien ein.

    Was Wikipedia angeht, so ist immer wieder festzustellen, dass die dortigen Einträge von AGW-Vertretern stammen oder zumindest von dort stark beeinflusst wurden. Das gilt vermutlich auch für die vereinfachte Rechenregel, die ich von dort herangezogen habe.
    Klar, und genau deshalb wimmelt es in seinem Beitrag vor Wikipedia-Quellen.

  514. #519 axel
    Mai 23, 2013

    Spaß beiseite:

    Wie ist es möglich, dass so viele Skeptiker noch nie etwas von den beiden zentralen Mechanismen Verwitterung und Vulkanismus auf geologischen Zeitskalen gehört haben?

    Erinnert man sich noch an Geologieprof. Ewert von Eike, der dort behauptete, Verwitterung setze CO2 frei? Und sich auch durch viele Quellen nicht vom Gegenteil überzeugen ließ?

    Heller passt auch, er müsse dazu erst recherchieren.

    Ganz ehrlich: Da bleibt mir das Lachen im Halse stecken, so etwas erschreckt mich.

  515. #520 lulus evening dresses
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    Juli 11, 2013

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