Illustration von Hans Traxler
Illustration von Hans Traxler

Der ehemalige MPI und ECMWF Direktor Prof.Lennart Bengtson ist jetzt auch im Club; und zwar im Club der hochdistinguierten, das-muss-man-doch-wohl-mal-übers-Klima-sagen-dürfen-Benny-Peiser-Buddys, genannt GWPF, the global warming policy foundation . Es handelt sich um einen britischen Think Tank, der nach eigenen Angaben schon viel erreicht hat:

 

  • encouraged media to become more balanced in its coverage of climate change
  • opened the debate on climate policies among opinion formers and MPs
  • contributed to the climate debates among MEPs in the European Parliament
  • attracted some of the world’s top scientists and economists as members of our Academic Advisory Council
  • created a popular website that is subjecting climate policies and claims by governments and campaigners to dispassionate analysis based on hard evidence and economic rigour
  • incorporated and expanded CCNet, the world’s leading climate policy network, which is providing an outlet for news, intelligent analysis and in-depth reports by members of our Academic Advisory Council and others begun to shape the climate and energy debates in the UK and abroad.

Oder mit anderen Worten: Sie haben Bennys Gehalt per Spenden zusammenbekommen. Das hat er auch redlich verdient, denn es war er, der vor langer Zeit mal meinen 1.April Scherz über den unaufhaltsamen Auftieg des Claude Allegre zum französischen Umweltminister in die Welt getragen hatte .

bengtsson_welcome

Bild: Professor Lennart Bengtsson ist jetzt Benny Peisers GWPF beigetreten und kann dort endlich objektiv und frei von IPCC geleiteter Bevormundung zusammen mit Vincent Courtillot und Bob Carter die englische Öffentlichkeit informieren.

 

 

 

Im advisory board sitzt Lennart Bengtson zusammen etwa mit Vincent Courtillot, einer der chevalier de l’ordre de la terre plate , ein begnadeter Kurvenerfinder ,-normierer und –verbieger (einer der wenigen Fällen, in der das Wort Fälschung und Betrug (i.e. fraude) im Zusammenhang mit veröffentlichten Arbeiten von Mitgliedern der academie des sciences es bis in Tagespresse (Le Monde) geschafft hat, der diese mit grosser Kreativität erdachten Kurven dann aber auch gerne mehrfach veröffentlicht. Ferner etwa der auch allgemein bekannte australische Klimaexperte Prof.Bob Carter, der seinen Ruf auf einen wahrhaft beeindruckenden Sockel von Verdrehungen, Lügen und vollständiger Leugnung wissenschaftlicher Inhalte und Vorgehensweisen errichtet hat (etwa hier und hier ). Schönstes Zitat: “There’s no evidence at all that any of these changes had anything to do with human activity or influence. These are natural climatic changes.”

Kurz, da ist  vielleicht noch ein bisschen Raum nach oben und ich hoffe, dass Lennart Bengtsson, den ich noch persönlich aus seiner Zeit beim MPI Hamburg kenne und schätze, diesen Raum zur Verbesserung und Verschönerung des GWPFs nutzen wird. Offensichtlich braucht es so eines 100% politisch getriebenen Think Tanks, um frei über das Klima sprechen zu dürfen, eine Freiheit, die Bengtsson bei der Unterdrückungsmaschine IPCC anscheinend nicht gegeben sieht.

Sei es, wie es sei, Primaklima wünscht Prof. Bengtsson auf jeden Fall viel Glück dabei, zusammen mit Richard Lindzen, Bob Carter und Vincent Courtillot zu einer angemessenen und objektiven Darstellung der Klimaforschung innerhalb des GWPF zu kommen. Euer Primaklima Reporter aber erinnert sich (eines der Vor- respektive Nachteile, wenn man so lange im Geschäft ist) noch an Bengtssons Dankesrede zur Verleihung irgendeiner EGS Medaille Ende der 90er. Es war eine Warn- und Mahnrede der Extraklasse (Mahnen und Warnen vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels), während der er unter anderem die Mannsche Hockeyschlägerkurve auflegte und sie zu einer der wichtigsten Wissenschaftkurven des 20ten Jahrhunderts erklärte.

So kann es kommen. Die schärfsten Kritiker der Elche, waren früher selber welche.

 

Kommentare (139)

  1. #1 Dr. Webbaer
    Mai 2, 2014

    Es benötigt jedenfalls eine Opposition zur zeitgenössischen Klimatologie mit ihren Modellierungen und ihrer Prognostik.
    Auch derartiges – ‘There’s no evidence at all that any of these changes had anything to do with human activity or influence. These are natural climatic changes.’ – darf schmerzfrei behauptet werden, denn die IPCC-Sachstandsberichte sprechen in der V5 davon, dass es zu 95% [1] wahrscheinlich ist, dass der menschliche Einfluss der Hauptgrund für die bisher festgestellte Erwärmung in Höhe von ca. + 0,75 K seit 1880 ist.
    Ältere Sachstandsberichte sprechen von 90% (V4) und von noch niedrigeren Werten, die jeweils Irrtumswahrscheinlichkeiten implizieren, nämlich dass man klimatologisch ganz falsch liegt.

    Selbst Herr Schellnhuber sieht eine Irrtumswahrscheinlichkeit im Prozentbereich.

    MFG
    Dr. W

    [1] es darf hier mit der sogenannten Statistischen Signifikanz verglichen werden, die ebenfalls 95% meint, damit sie behauptet werden kann – in der Physik wird typischerweise mit dem “Sigma” (Standardabweichung) gearbeitet und es gibt dort wesentlich höhere Ansprüche

  2. #2 vernecke 2.0
    Mai 2, 2014

    Das schöne Zitat von F. W. Bernstein … mußte auch mal erst danach goggeln, Schande über meine Bildungslücke … regt an:

    Herr Elch ist groß
    sein Hirn ist klein
    und sein Verhalten
    sehr gemein.

  3. #3 MJ
    Mai 2, 2014

    Langer Artikel ueber die Situation in der Zentralafrikanischen Republik – bzw. spezifisch ein Lokalaugenschein von Bangui:

    http://www.newrepublic.com/article/117519/central-african-republic-conflict-africas-bloodiest-fight

  4. #4 MJ
    Mai 2, 2014

    Upps… ich dachte, dies sei ein neuer Dies-und-Das-Thread, Entschuldigung.

  5. #5 axel
    Mai 2, 2014

    “…dass Lennart Bengtsson, den ich noch persönlich aus seiner Zeit beim MPI Hamburg kenne und schätze,…

    Ich denke, das ist es wert, hervorgehoben zu werden. Über Carter und Courtillot muss man nicht reden, aber Bengtsson ist ein respektierter und anerkannter Wissenschaftler. Er könnte tatsächlich dort einiges verbessern, aber ich fürchte, das advisory board ist bei der GWPF ähnlich inaktiv wie z.B. bei EIKE oder Heartland.

    Die Klimazwiebel präsentierte vor einem Jahr einen Text von Bengtsson, siehe http://klimazwiebel.blogspot.de/2013/03/lennart-bengtsson-global-climate-change.html

    Nicht schlecht, aber man spürt allenthalben, dass sich Bengtsson damals schon auf der “slippery road to hell” befand. Mir fiel damals auf, dass sich Bengtssons Wahrnehmung der Klimadebatte in den Medien von meiner deutlich unterscheidet, z.B. zum “hiatus”:

    “Such results, scientifically very puzzling as they are, have hardly received any media attention…”

    Das fett hervorgehobene Resümee passt jedenfalls ganz gut zur GWPF, wo er jetzt im Board nicht nur mit Carter und Courtillot zusammen ist, sondern auch mit Richard Tol.

  6. #6 Zoe
    Mai 2, 2014

    Ein Experte ändert seine Meinung. Die Verlassenen versuchen, ihn lächerlich zu machen. So weit, so Schulhof.

  7. #7 shader
    Mai 3, 2014

    “Es benötigt jedenfalls eine Opposition zur zeitgenössischen Klimatologie mit ihren Modellierungen und ihrer Prognostik.”

    Schon allein den ersten Satz in der Kommentarenliste finde ich bumskomisch. Wenn wir schon dabei sind, sollte man auch eine Opposition zur Aussagenlogik, organischen Chemie, Quantenmechanik und Infinitesimalrechnung aufbauen.

  8. #8 Dr. Webbaer
    Mai 3, 2014

    ‘Bumskomisch’ ist vor allem diese Aussage:
    ‘Wenn wir schon dabei sind, sollte man auch eine Opposition zur Aussagenlogik, organischen Chemie, Quantenmechanik und Infinitesimalrechnung aufbauen.’

    Denn die beispielhaft genannte Aussagenlogik und Infinitesimalrechnung sind mathematische Systeme, die tautologischer Bauart, und insofern streng von den Naturwissenschaften zu unterscheiden sind.


    Ob politische Opposition zu Ergebnissen und Vorschlägen der Naturwissenschaft sinnvoll ist, ist eine interessante Frage.
    Für einige gilt sie als beantwortet.
    Das alte Kipphardt-Stück ‘In der Sache J. Robert Oppenheimer’ ist hier als frühe literarische Bearbeitung dieser Fragestellung zu nennen, hint: es ging dort um Waffentechnik.

    MFG
    Dr. W

  9. #9 shader
    Mai 3, 2014

    “Ob politische Opposition zu Ergebnissen und Vorschlägen der Naturwissenschaft sinnvoll ist, ist eine interessante Frage.”

    Es ist vor allem für diejenigen eine interessante Frage, die die Wissenschaft für dasselbe halten wie die Politik und die glauben, ein wissenschaftlicher Diskurs läuft wie eine Debatte im Parlament ab.

  10. #10 axel
    Mai 3, 2014

    Interview von HvS in der Klimazwiebel mit Bengtsson über seine jüngste Entscheidung: http://klimazwiebel.blogspot.de/2014/05/interview-with-lennart-bengtsson.html

    Für mich klingt es so, als wäre Klimapolitik der für Bengtsson entscheidende Punkt. Irgendwie werde ich nicht ganz schlau aus Bengtsson: Ist es logisch, eine “Politisierung der Klimawissenschaft” zu beklagen und dann sich dann einer politischen Lobbyismustruppe anzuschließen?

  11. #11 Georg Hoffmann
    Mai 4, 2014

    @WB
    “darf schmerzfrei behauptet werden, denn die IPCC-Sachstandsberichte sprechen in der V5 davon, dass es zu 95% [1] wahrscheinlich ist, dass der menschliche Einfluss der Hauptgrund für die bisher festgestellte Erwärmung in Höhe von ca. + 0,75 K seit 1880 ist.”

    Frei jeder Logik. Aus einer Irrtumswahrscheinlichkeit groeszer null folgt natuerlich nicht, dass es “no evidence at all” gibt.

  12. #12 Dr. Webbaer
    Mai 4, 2014

    Einen schönen Tag des Herrn, erstmal, werter Herr Dr. Hoffmann.
    ‘Schmerzfrei’ war eine Metaphorik, die an dieser Stelle wohl nicht näher erklärt werden muss, außer mit dem Hinweis, dass Formulierungen wie ‘It is extremely likely [der IPCC-Code für: 95%] that human influence has been the dominant cause of the observed warming since the mid-20th century.’ (AR5) und ‘Most of the observed increase in global average temperatures since the mid-20th century is very likely IPCC-Code für: 90%] due to the observed increase in anthropogenic greenhouse gas concentrations.’ (AR4) zu “schmerzfreien” Reden einladen, und zwar ohne dass die Männer in der weißen Kitteln zwingend kommen müssen.

    Schellnhuber ‘hofft’ zum Beispiel, ‘dass sich die Wissenschaftsgemeinschaft in der Klimafrage kollektiv geirrt hat.’ – Was auch irgendwie – Jenau! – schmerzfrei zu sein scheint.

    MFG
    Dr. W

  13. #13 Georg Hoffmann
    Mai 4, 2014

    @WB
    Also war das Unsinn, was Sie da sagten, aber Sie duerfen das sagen, weil irgendwo in einem anderen Zusammenhang irgendwer anderes etwas gesagt, was Sie als schlecht fomuliert erachten. So ganz schmerzfrei.

  14. #14 Dr. Webbaer
    Mai 4, 2014

    Das hier noch Zitierte :

    Auch derartiges – ‘There’s no evidence at all that any of these changes had anything to do with human activity or influence. These are natural climatic changes.’ – darf schmerzfrei behauptet werden (…)

    …war kein Unsinn und es ist auch versucht worden zu erklären, warum nicht.
    MFG
    Dr. W (der’s aber nicht vertiefen muss, noch einen schönen Tag wünscht)

  15. […] he opened the debate door to let in skeptics and announced he was joining GWPF. The reaction from the alarmists is proving to be harsh, as expected. But already it’s going below the […]

  16. #16 Dr. Webbaer
    Mai 4, 2014

    I dont understand your argument, Hans. If Lennart Bengtsson thinks that he has to better understand “people with different views” he has not necessarily to join their club. I am also interested in understanding racism but I wouldnt join the Ku Klux Klan just for better empathy. (Quelle)

    Uiih-Juiih-Juiih – womöglich als Reaktion auf diese Aussage Bengtsson’s:

    I am not joining in order to learn any meteorology but to rather to teach.

    MFG
    Dr. W

  17. #17 peer
    Mai 4, 2014

    Wenn ich Webbär richtig verstehe, dann so: Wir brauchen eine Opposition, die sich nicht auf das stützt, was die Wissenschaftler für extrem (bzw. sehr) wahrscheinlich erachten und was katastrophale Folgen haben kann, wenn es eintritt, sondern auf den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass alle Wissenschaftler sich geirrt haben und nichts passiert, wo wir auch nichts verloren haben (außer dass wir eine nachhaltigere Politik gemacht haben)?
    Oder habe ich was falsch verstanden oder wars nur Blabla?

  18. #18 axel
    Mai 4, 2014

    “Wenn ich Webbär richtig verstehe, …”

    Vorsicht! Um Bärchen zu verstehen, bedarf es jahrelanger Erfahrung und eines Transponders.

  19. #19 Brösel
    Mai 4, 2014

    Ein Elch kennt das typische Elch-Revier und versteht auch das Elch-Latein.
    Daher ist es für den “alten” Elch ein leichtes die Spinnereien von Nachwuchs-Elchen zu entlarven.

  20. #20 peer
    Mai 4, 2014

    @Axel: Den Eindruck habe ich auch. Ich hab seine Kommentare mehrfach durchgelesen, aber was er sagen will, weiß ich nicht..

  21. #21 axel
    Mai 4, 2014

    @ Peer

    Zum Trost: ich habe jahrelange Erfahrung und verstehe ihn immer noch nicht. Das einzige, was hilft, ist: seine Kommentare zu ignorieren.

  22. #22 Joseph Kuhn
    Mai 4, 2014

    @ axel:

    Hier ein Übersetzungsversuch. Ähnliche Themenlage wie hier übrigens.

  23. #23 Dr. Webbaer
    Mai 4, 2014

    +++ +++ +++ Moderationshinweis +++ +++ +++ Moderationshinweis +++ +++ +++

    Dies ist ein bereitgestellter Feedback-Bereich, der dem Thema des WebLog-Artikels dient; plaudern Wollende sind im “Dies und Das”-Bereich dieses Inhaltsangebots willkommen.

    +++ +++ +++ Moderationshinweis +++ +++ +++ Moderationshinweis +++ +++ +++

  24. #24 Joseph Kuhn
    Mai 4, 2014

    +++ +++ +++ Moderationshinweis +++ +++ +++ Moderationshinweis +++ +++ +++

    Der Webbär kann sich auch verständlich ausdrücken. Leider nur OT.

    +++ +++ +++ Moderationshinweis +++ +++ +++ Moderationshinweis +++ +++ +++

  25. #25 axel
    Mai 4, 2014

    @ Joseph Kuhn

    Wie haben Sie das mit dem bläulichen Kommentarfeld gemacht? Ich dachte, das können nur Moderatoren.

    PS:
    In der Klimazwiebel habe ich (aus Scham) verschwiegen, dass sich hier auch Bärchen herumtrollen. Hoffentlich schaut niemand hier rein 😉

  26. #26 Joseph Kuhn
    Mai 5, 2014

    @ axel: Wenn Scienceblogger eingeloggt kommentieren, schattiert das System automatisch das Kommentarfeld, egal auch welchem Blog sie kommentieren.

  27. #27 E.Teufel
    Mai 5, 2014

    @Axel: “Wie haben Sie das mit dem bläulichen Kommentarfeld gemacht? Ich dachte, das können nur Moderatoren.”
    Wieso ist das Feld blau? Ich dache es ist grau.

  28. #28 E.Teufel
    Mai 5, 2014

    Ich wollte ja noch was zum Inhalt schreiben.Das Interview auf SPON hat sicher jeder gelesen.
    Die Aufgabe: “Machen wir ein Gedankenexperiment und bewegen uns zurück in den Mai 1914: Versuchen wir aus der Sicht von früher einen Aktionsplan für die nächsten hundert Jahre – es wäre sinnlos! ”
    Da bleibt die Frage, was und warum war es sinnlos. Irgendwie bleibt das s im leere Raum stehen.

  29. #29 peter scherf
    berlin
    Mai 5, 2014

    trauriger beitrag!

    linzen und bengtsson sind jedenfalls über jeden zweifel erhaben und seriöse wissenschaftler. leider ist das mittlerweile ein kulturkampf und rahmsdorf und schellnhuber sehen da aus meiner sicht nicht wirklich gut aus. da ist jede menge ideologische verbohrtheit dabei. und religiöse eiferei hat noch nie gutes bewirkt und schon gar nicht in der wissenschaft.

  30. #30 Georg Hoffmann
    Mai 5, 2014

    Endlich nimmt sich auch Axel Bojanowski der Geschichte an. Das dauerte aber.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-meteorologe-lennart-bengtsson-wird-klimaskeptiker-a-967602.html

    Irgendwie habe ich Probleme die drei Interviews noch zu unterscheiden. Hier ist noch das dritte mit dem Hollaender Marcel Crok
    http://www.staatvanhetklimaat.nl/2014/05/01/lennart-bengtsson-the-whole-concept-behind-ipcc-is-basically-wrong/

    Ich finde den EIndruck, den Bengtsson von der aktuellen Klimaforschung gibt, schon sehr irritierend.

    Ich habe großen Respekt für die wissenschaftliche Arbeit hinter den IPCC-Berichten. Aber ich sehe keine Notwendigkeit für das Bestreben des IPCC, einen Konsens herbeizuführen. Ich halte es für essentiell, dass es Gesellschaftsbereiche gibt, wo kein Konsens erzwungen wird. Gerade in einem Gebiet, das so unvollständig verstanden ist wie das Klimasystem, ist ein Konsens sinnlos.

    Es gibt unzaehlige Stellen im IPCC, die darin bestehen, dass man sich einig ist, dass keine Einigung besteht. Oder bei denen Einigung eben aus quantitativ sehr weiten Bereiche besteht.
    Wenn es um Teil ii und Teil iii geht, dann finde ich die Forderung auch sehr eigenartig, es sei denn, mann verbietet der Wissenschaft grundsaetzlich meinethalben Mitigation Strategien zu diskutieren.

    Frage AB

    Sie beklagen die starken Tendenzen zur Politisierung in der Klimaforschung. Warum treten Sie denn nun ausgerechnet einer politischen Organisation bei?

    Antwort Bengtsson

    Ich war mein Leben lang fasziniert von Vorhersagen und frustriert von unserer Unfähigkeit, Prognosen zu treffen. Ich glaube nicht, dass es Sinn ergibt für unsere Generation zu glauben, dass wir die Probleme für die Zukunft lösen – aus dem Grund, dass wir die Probleme nicht kennen. Machen wir ein Gedankenexperiment und bewegen uns zurück in den Mai 1914: Versuchen wir aus der Sicht von früher einen Aktionsplan für die nächsten hundert Jahre – es wäre sinnlos!

    Taeusche ich mich oder ist das nichtmals ungefaehr eine Antwort auf die Frage? Kann da jemand helfen?

  31. #31 shader
    Mai 5, 2014

    @E.Teufel: “Da bleibt die Frage, was und warum war es sinnlos. Irgendwie bleibt das s im leere Raum stehen.”

    Man muss ja bei der Klimadebatte wirklich aufpassen, dass man nicht ständig mit lauter Analogieschlüssen um sich wirft, auch wenn man das Ziel hat, ein Problem dem breiten Publikum verständlicher zu machen. Lennart Bengtsson sagt ja, dass ihn Vorhersagen immer wieder fasziniert haben. Kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ist allerdings schon ein Unterschied, ob man menschliches Verhalten (inklusive Gruppendynamik) vorhersagen will oder ein physikalisches System. Ich halte es für weitaus schwieriger die CO2-Emissionsentwicklung der kommenden 100 Jahre vorherzusagen, als bei einem konkreten Emissionsszenario die Temperaturentwicklung mit Modellen abzuschätzen. Ersteres hängt einfach von vielen politischen und technischen Randbedingungen ab.

    Bemerkenswert finde ich die anschließende Aussage: “In einer Welt von neun bis zehn Milliarden Menschen in den kommenden 25 Jahren, die doppelt so viel Primärenergie wie heute erfordern wird, müssen wir neue Wissenschaft und Technologie fördern. Wir brauchen gerade in Europa dafür einen offeneren Zugang, einschließlich der Themen Kernenergie und Gentechnologie, um die wachsende Weltbevölkerung mit Energie und Nahrung versorgen zu können.” Ist da nicht auch ein stückweit naive Vorstellung von Seiten eines Naturwissenschaftlers (ich zähle mich ja im weiteren Sinne auch dazu), dass die Ernährung der Weltbevölkerung mit Lebensmitteln und Rohstoffen immer nur ein technologisches Problem ist und keines, was auch auf politischer Ebene stattfindet? Schon heute produzieren wir auf pflanzlicher Basis ca. 4000 kcal pro Tag und Mensch, was die doppelte Menge am normalen Tagesbedarf ist. Das ist (auch) ein Erfolg der Technologie und Wissenschaft, aber ein Misserfolg der Politik, diese Menge nicht flächendeckend an den Mann zu bringen.

  32. #32 MJ
    Mai 5, 2014

    OK, das ist ja alles nett, was er da sagt, wenn ich einiges auch nicht verstehe – aber was fuer Positionen vertritt er denn nun selbst? Wenn sein Standpunkt ist, dass Mitigationspolitik einen Versuch darstellt, Probleme zukuenftiger Generationen zu loesen (was soll das ueberhaupt heissen), was will er dann tun? Einen “offeneren Zugang” zu haben ist eine nette Devise, aber keine Massnahme. Wenn er den Versuch, den Stand des Wissens zu diversen Feldern, die sich mit AGW auseinandersetzen, zusammenzufassen, als das Herbeifuehren eines Konsens versteht (auch wieder etwas konfus, aber bitte), was will er dann tun? Versteht er die GWPF als Club von nihilistischen Pluralisten, deren Hauptbotschaft ist, dass man nichts nicht genau sagen kann? Denn ausser einer Meta-Botschaft hat er, wenn ich’s recht sehe, bisher nicht viel vertreten…

    Und was genau soll das IPCC tun, um “kritisch” zu sein, ausser den Probleme im Detail zu betrachten? Herumspringen und “Wir sind kritisch! Wir sind kritisch!” schreien?

  33. #33 axel
    Mai 5, 2014

    @ MJ

    Er sagte irgendwo: Adaption statt zu viel Mitigation,

    wobei er anstelle von “adaptation” den Begriff “adjustment” verwendet hat.

    @ Georg
    Nein, die Antwort verstehe ich auch nicht. Ganz im Sinne der Selbstaffirmation 😉

  34. #34 MJ
    Mai 5, 2014

    @ axel

    Na, dann hat er sich das ja offenbar im Detail angesehen…

    Mehr Proteine, weiniger Kohlenhydrate!

    Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe kotzen!

    Ich bin reif fuer die GWPF!

  35. #35 Joseph Kuhn
    Mai 5, 2014

    Erst sagt Bengtsson, Prognosen seien schwierig, o.k., das hat ja Bonmot-Wert (“… vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen”), dann sagt er, er glaube “(…) die beste und vielleicht einzige vernünftige Politik für die Zukunft ist, die Gesellschaft mit Anpassung auf einen Wandel vorzubereiten.” Den Wandel und die notwendige Anpassung kann er dann doch prognostizieren?

  36. #36 axel
    Mai 5, 2014

    @ MJ

    Aus dem SPIEGEL-Interview:

    SPIEGEL ONLINE: Rufen Sie etwa zum unreflektierten Weitermachen auf, nur weil Prognosen kompliziert sind?
    Bengtsson: Nein, aber ich glaube, die beste und vielleicht einzige vernünftige Politik für die Zukunft ist, die Gesellschaft mit Anpassung auf einen Wandel vorzubereiten. In einer Welt von neun bis zehn Milliarden Menschen in den kommenden 25 Jahren, die doppelt so viel Primärenergie wie heute erfordern wird, müssen wir neue Wissenschaft und Technologie fördern. Wir brauchen gerade in Europa dafür einen offeneren Zugang, einschließlich der Themen Kernenergie und Gentechnologie, um die wachsende Weltbevölkerung mit Energie und Nahrung versorgen zu können.

    Wie? Sie haben nicht verstanden, wo der Unterschied zu einem “weiter so!” liegt? Ich übrigens auch nicht.

    Meine Arbeitshypothese:
    Bengtsson schreibt hier unter dem Pseudonym “Webbaer”

  37. #37 axel
    Mai 5, 2014

    @ Josef Kuhn

    Klimawandel gab es doch immer schon, muss also nicht groß vorhergesehen werden. Können Sie in jedem Skeptikerblog nachlesen, wenn Sie mir nicht glauben 😉

  38. #38 Joseph Kuhn
    Mai 5, 2014

    @ Axel: Jetzt, wo Du’s sagst.

    @ MJ: Der Arbeitshypothese möchte ich widersprechen. Bengtsson denkt nicht, aber kann sich verständlich machen. Der Webbär …

  39. #39 MJ
    Mai 5, 2014

    @ Joseph Kuhn

    Moment! Das ist nicht meine Arbeitshypothese, sondern axels. Meine Arbeitshypothese ist, dass der Webbaer ein Bot ist, mit dem die Scienceblogs einen langangelegten Turing-Test mit ihren Kommentatoren durchfuehren. Des Waebbaeren Kommentare, die an mich gerichtet sind, werden daher von mir direkt und ungelesen in meinen Sekraeter “Cleverbot” eingespeist, der in aller Regel passende Antworten generiert.

  40. #40 E.Teufel
    Mai 5, 2014

    @shader:
    Und als Leser muss man aufpassen, dass man auf falsche Analogien nicht herein fällt. Irgendwie ist das gesamte Interview verkorkst. Hat das vielleicht etwas mit Alterssenilität zu tun?

  41. #41 E.Teufel
    Mai 5, 2014

    @GV, Axel:
    Der Thread auf EIKE wird ja immer spannender. Jetzt haben sie den Korken knallen lassen.

  42. #42 E.Teufel
    Mai 5, 2014

    Entschuldigung, der Kommentar war falsch platziert.

  43. #43 axel
    Mai 5, 2014

    Bojanowski schreibt über Bengtsson? Da musste er kräftig pushen, um das Thema zu einem “Aufreger” aufzuplustern:

    Streit über Erderwärmung: Angesehener Meteorologe wechselt zu den Klimaskeptikern
    Eine heikle Personalie erschüttert die Umweltforschung

    Wir wär’s stattdessen mit den wirklichen Aufregern gewesen? Z.B:

    Deutscher Klimaforscher vergleicht gemeinnützige Organsisation mit Ku Klux Klan
    Hans von Storch: “Ätzende Rhetorik”

    oder

    Phänomen Webbaer erschüttert die Scienceblogs
    Scienceblog-Wissenschaftler hilflos angesichts der Bot-Attacke, chinesischer Geheimdienst in Verdacht

  44. #44 Dr. Webbaer
    Mai 6, 2014

    Das hier klingt recht weise:

    Ich habe großen Respekt für die wissenschaftliche Arbeit hinter den IPCC-Berichten. Aber ich sehe keine Notwendigkeit für das Bestreben des IPCC, einen Konsens herbeizuführen. Ich halte es für essentiell, dass es Gesellschaftsbereiche gibt, wo kein Konsens erzwungen wird. Gerade in einem Gebiet, das so unvollständig verstanden ist wie das Klimasystem, ist ein Konsens sinnlos. (Lennart Bengtsson, Hervorhebungen: Dr. W)

    Es gibt ja regelmäßig ein politisches Gezerre bevor der Sachstandsbericht rausgeht. Vermutlich daraus resultierte die Idee von den starren Sachstandsberichten Abstand zu nehmen und eine andere Berichtsform zu wählen.

    MFG
    Dr. W

  45. #45 Karl Mistelberger
    Mai 6, 2014

    > Euer Primaklima Reporter aber erinnert sich noch an Bengtssons Dankesrede zur Verleihung irgendeiner EGS Medaille Ende der 90er. Es war eine Warn- und Mahnrede der Extraklasse, während der er unter anderem die Mannsche Hockeyschlägerkurve auflegte und sie zu einer der wichtigsten Wissenschaftkurven des 20ten Jahrhunderts erklärte.

    Diese Rede scheint nicht für die Nachwelt bestimmt zu sein. Auf derHomepage von Bengtson ( http://www.mpimet.mpg.de/en/mitarbeiter/lennart-bengtsson/ ) findet sich ein Verweis zu Deutschen Umweltstiftung. Dort ist Bengtson aber unbekannt: https://www.google.de/search?q=site%3Aumweltstiftung.de+Bengtsson

  46. #46 Karl Mistelberger
    Mai 6, 2014

    Hurra, obiger Beitrag enthält zwei Links erscheint aber trotzdem sofort. Georg wurde geholfen: http://scienceblogs.de/aboutcontact/#comment-16681

  47. #47 Bleyfuß
    Mai 6, 2014

    @Wb
    [Denn die beispielhaft genannte Aussagenlogik und Infinitesimalrechnung sind mathematische Systeme, die tautologischer Bauart, und insofern streng von den Naturwissenschaften zu unterscheiden sind.]
    Kapieren Sie eigentlich Ihre eigenen Sätze? Mich dünkt, dass Sie genug verschwurbeln, damit das Wortgeklingel nicht so leicht implodiert.

  48. #48 E.Teufel
    Mai 6, 2014

    Hurra, obiger Beitrag enthält zwei Links erscheint aber trotzdem sofort.

    Löschen Sie mal alle Cookies!

  49. #49 E.Teufel
    Mai 6, 2014

    @WB: Wie weit geht denn der Nichtkonsens auseinander?

    Nur weil bspw. verschiedene Wettermodelle unterschiedliche Vorhersagen für morgen treffen, wäre es dann richtig gar keinen Wetterbreicht herauszugeben. Oder sollte man mit dem Wahrscheinichsten aufwarten.
    Oder kann man zu dem Wahrscheinlichsten noch die Sicherheit angeben bzw. einen Min-Max-Bereich (Kachelmann hat das mal so gemacht)

  50. #50 Dr. Webbaer
    Mai 6, 2014

    @ ‘Bleyfuss’ :

    Denn die beispielhaft genannte Aussagenlogik und Infinitesimalrechnung sind mathematische Systeme, die tautologischer Bauart, und insofern streng von den Naturwissenschaften zu unterscheiden sind. (Dr. Webbaer)

    Kapieren Sie eigentlich Ihre eigenen Sätze?

    Naja, da gibt es nicht so-o viel zu kapieren, von Primaten erdachte Systeme wie bspw. die Mathematik oder die Philosophie spielen in der Welt des Geistes, die nicht der Naturwelt entspricht.
    Darum gibt es ja auch die bekannte Unterscheidung zwischen N- und G-Wissenschaft, für einige zudem die Formalwissenschaft:
    Hier mal eine recht brauchbar erscheinende d-sprachige Gliederung:
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Geisteswissenschaft#Wissenschaftsgliederung

    MFG
    Dr. W (der, insbesondere: sollte Persönliches gemeint sein, in den “Dies und Das”-Thread einlädt)

  51. #51 Georg Hoffmann
    Mai 6, 2014

    @Karl1
    Es sollten jetzt bis 5 Links alles durchkommen. Wenn jmd meint man sollte mehr setzen duerfen, bitte melden.

    Kannst du das einmal ausprobieren?

    @Karl2
    Tatsaechlich suche ich diesen Beitrag auch schon. Es muesste an sich die EGS Medaille 1996 sein, allerdings ist der Mann Artikel erst 1998 erschienen. Hmm.

  52. #52 Dr. Webbaer
    Mai 6, 2014

    @ Teufel :
    Es sollte aus Sicht Ihres Kommentatorenfreundes bezogen auf die Klimatologie, auf die Modellierung & Prognostik ein IPCC-Berichtsformat geben, das offen ist.
    Es sollte also von Abgleichsprozessen, wie sie zurzeit politisch in regelmäßigen zeitlichen Intervallen stattfinden, siehe oben, Abstand genommen werden, auch wenn es nur um die Feststellung von Dissens (es gibt ja eine ganze Menge von Dissens in den sogenannten Sachstandsberichten, wie Hr. Dr. Hoffmann ja auch anmerkt) geht.
    MFG
    Dr. W

  53. #54 shader
    Mai 6, 2014

    “Es sollten jetzt bis 5 Links alles durchkommen. Wenn jmd meint man sollte mehr setzen duerfen, bitte melden.”

    Ich fürchte, dass jetzt echte Linkschlachten entstehen, aber mal schauen, wie sich das entwickelt. Ich denke weiterhin, wenn man eine Sache mit einem Link genauso gut erklären kann wie mit fünf, dann sollte man lieber bei einem Link bleiben und hoffen, das wenigstens der halbwegs durchflogen wird.

  54. #55 Bleyfuß
    Mai 6, 2014

    [von Primaten erdachte Systeme wie bspw. die Mathematik oder die Philosophie spielen in der Welt des Geistes, die nicht der Naturwelt entspricht.]

    Echt? Wohin Sie die Mathematik stecken.. Also ich hab mit ihr auch keinen Vertrag, aber die Mathematik stellt sich geistigen Höhenflügen oft genug schmucklos in den Weg. Die Zahl Pi hat sich keiner ausgedacht und sie gehört insoweit zur Natur. Aber ich höre jetzt auf, bevor ich mich blamier, wenn’s nicht schon zu spät ist.

  55. #56 axel
    Mai 6, 2014

    Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch …… = ?

    Na? Welcher Primat schafft’s?

  56. #57 shader
    Mai 6, 2014
  57. #59 axel
    Mai 6, 2014

    @ S.Hader

    Ja? Ergebnis?

  58. #60 K.a.r.S.t.e.N
    Mai 6, 2014

    Ach der gute Lennart. Ja mei, mit 80 kann es einem wahrlich piepegal sein, wie die Welt in 50 Jahren aussieht. Hauptsache er selbst kann seine letzten Jahre noch ohne unangenehme Mitigationsversuche verbringen. Den guten Ruf zu verspielen ist es allemal Wert, wenn man sich plötzlich in so guter Gesellschaft befindet. So braucht man ihn wenigstens auch offiziell nicht mehr ernst zu nehmen. Praktisch eigentlich …

  59. #61 Dr. Webbaer
    Mai 6, 2014

    @ Herr Haustein :

    So braucht man ihn wenigstens auch offiziell nicht mehr ernst zu nehmen. Praktisch eigentlich …

    Sie sind ja ganz schön enthemmt für einen Klimatologen.

  60. #62 Dr. Webbaer
    Mai 6, 2014

    FYI:
    Der ganz rechts sitzende Elch zwinkert mit den Augen.
    MFG
    Dr. W (der’s erst gerade bemerkt hat, man sieht ja nur, womit man rechnet, nice one!)

  61. #63 sowhat
    Mai 6, 2014

    @WB
    “Der ganz rechts sitzende Elch zwinkert mit den Augen.”

    Das hat aber gedauert. Und zur Ergänzung:
    Er hat als einziger die Augen unverdeckt.

    Schöne Symbolik, besonders wegen der etwas gehäßigen Kommentare zu Hr. Bengtson. Aber so sind “Fachleute” unter sich halt.

  62. #64 Dr. Webbaer
    Mai 6, 2014

    Yo! – Hat lange gedauert und ist auch nicht durch die 2k x 1k-Monitorauflösung zu entschuldigen…
    Sehr nett, wirklich.

  63. #65 shader
    Mai 6, 2014

    Ich merke gerade, wie sich meine Einstellung zu mathematischen Fragestellungen verändert hat. Heute genügt es mir völlig, rein empirisch sich dem Ergebnis anzunähern, früher wollte ich das exakte Ergebnis auch beweisen. Nach einigen Schritten konvergiert diese Potenzkette gegen 2 und das wird wohl auch das richtige Ergebnis sein. Aber beweisen…..^^ Vermutlich kann man durch geschickte Schreibweise von Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch …… = (2^1/2)^((2^1/2)^((2^1/2)^(2^1/2)^(…))) die vielen 2 und 1/2 irgendwie wegkürzen. Man muss natürlich beachten, dass die Rechenreihenfolge von rechts nach links geht, also a^b^c^d = a^(b^(c^d)). Wenn man von links nach rechts rechnet, dann wächst das Ergebnis über alle Grenzen.

  64. #66 axel
    Mai 6, 2014

    Hader, Respekt!!

    “Man muss natürlich beachten, dass die Rechenreihenfolge von rechts nach links geht, also a^b^c^d = a^(b^(c^d)). Wenn man von links nach rechts rechnet, dann wächst das Ergebnis über alle Grenzen.”

    Da stand ich blöderweise etwas länger auf dem Schlauch, Sie waren definitiv schneller.

  65. #67 Bleyfuß
    Mai 6, 2014

    @Axel
    Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch Wurzel(2) hoch …?
    ergibt das immer Wurzel 2, egal wie oft man potenziert?
    (Das wär’ die Krönung meines Daseins)

  66. #68 axel
    Mai 6, 2014

    @ Karsten

    “Ja mei, mit 80 kann es einem wahrlich piepegal sein, wie die Welt in 50 Jahren aussieht. Hauptsache er selbst kann seine letzten Jahre noch ohne unangenehme Mitigationsversuche verbringen.”

    Ist es ihm aber nicht. Wäre es ihm egal, dann hätte er gar nichts gemacht und sich mit seiner Pension einfach vergnügt. Er muss sich ja offensichtlich auch um die Zukunft seiner Nachkommen Gedanken gemacht haben.

    An der Stelle hört meine Empathie aber auch schon auf, den Rest verstehe ich einfach nicht. Ja, warum den Ruf verspielen? Als Mitglied der GWPF ist sein Wort doch schlagartig weniger wert geworden. Auf alles, was er sagt, werden viele jetzt einfach achselzuckend “Ist halt ein Lobbyist” antworten.

    Manchmal muss ich an den alten Revelle denken, ihr wisst schon, welche Geschichte. Ich hoffe nur, Bengtsson wird es schneller bemerken.

  67. #69 Bleyfuß
    Mai 6, 2014

    Ich dachte sämtliche Exponenten kann man bequem miteinander multiplizieren. Wurzel 2 entspricht 2 hoch 0,5. Die Exponenten ergeben dann immer 1 als Produkt, sodass sich an Wurzel 2 im Prinzip nichts ändert, egal wie oft man die Kurbel dreht.

  68. #70 axel
    Mai 6, 2014

    @ Bleyfuß

    Es ist =2. Ich begann wie shader, brauchte aber peinlicherweise länger, um zu begreifen, dass man von rechts anfangen muss. Geht aber nicht so gut, das hört ja rechts nie auf. Dann habe ich endliche Beispiele probiert, und mich hoffnungslos in Potenzgesetzen verheddert.

    Die (hoffentlich schöne) Beweisidee kam mir, als ich mich an Kettenbrüche erinnert habe. Man nennt das Ergebnis des ganzen Kettenbruchs x, aber denselben Kettenbruch hat man dann ja ab der 2. Stufe, und setzt dort das Ergebnis ein.

    Angewandt auf das Beispiel mit der unendlichen Potenz:
    Wir nennen das Ergebnis des ganzen Bildes einfach mal x.
    Dann ist das Bild aber auch dasselbe wie Wurzel(2) hoch x.
    x = Wurzel(2) hoch x.
    2 ist eine Lösung. Wer jetzt noch nachträgt, warum nur eine Lösung existieren kann, hat den Beweis komplettiert.

    PS:
    Die Aufgabe habe ich von Thilos Wandkalender, siehe http://scienceblogs.de/mathlog/files/2014/04/Foto-3.jpg.
    Im Unterschied zu euch kannte ich also das Ergebnis.

  69. #71 axel
    Mai 6, 2014

    @ shader

    “irgendwie wegkürzen”

    Grins, das war auch mein Gedankengang, aber das “irgendwie” habe ich nicht aufgelöst gekriegt. Vielleicht “irgendwie” durch “den Rest überlasse ich Ihnen als triviale Übung”, dann ist es wie früher an der Uni 😉

  70. #72 axel
    Mai 6, 2014

    @ Bleyfuss

    “Die Exponenten ergeben dann immer 1 als Produkt, sodass sich an Wurzel 2 im Prinzip nichts ändert, egal wie oft man die Kurbel dreht.”

    An der 2 ändert sich im Prinzip nicht, weil man die “hoch 0,5” schon mit der nächsten 2 verwurstet hat zu 1 und “die Kurbel dreht”. Ihre und Haders Idee sind im Prinzip identisch.

  71. #73 Vennecke 2.0
    Mai 6, 2014

    Ich wage es auch mal und stimme Bleyfuß #69 zu. Er hat es kompakt formuliert, ich zeigs mal ganz einfach.

    sqrt(2)^sqrt(2) usw. soll 2 ergeben

    Kann man auch so schreiben
    2^0,5^2^0,5 usw

    Jetzt rechnen wir mal
    2^0,5 = 1,414213562
    1,414213562^2 = 2
    2^0,5 = 1,414213562
    usw.

    Unschön daran ist natürlich, das die letzte Potenz eine 2 und keine sqrt(2) sein darf. Das Bild läßt diese Möglichkeit aber offen.
    http://scienceblogs.de/mathlog/files/2014/04/Foto-3.jpg

    Bei Thilos Wandkalender ist es oft so, daß nicht komplizierte Mathematik für die Lösung notwendig ist.

  72. #74 Vennecke 2.0
    Mai 6, 2014

    Ups! Natürlich “der letzte Exponent” und nicht Potenz.

  73. #75 axel
    Mai 6, 2014

    Nun auch “skeptische” Mathematik?

    Die Parallelen (im euklidischen Raum natürlich) sind jedenfalls frappierend:

    Man ignoriert, dass der Kalender samt Ergebnis von Mathematikern erstellt wurde.
    Man ignoriert die Hinweise in den Kommentaren, wie die Potenz zu lesen ist.
    Man hat nicht den leisesten Hauch von Selbstzweifeln, Die “skeptische” Lösung erfordert nicht einmal komplizierte Mathematik.
    Man liegt einfach falsch.

    PS:
    Sorry, Georg, ich ahnte nicht, dass mein OT-Angebot solche Resonanz erfahren würde. Machst du uns bitte einen neuen Dies-und-das-Thread, der alte hat schon wieder einen overflow error.

  74. #76 Vennecke 2.0
    Mai 6, 2014

    @axel
    Knalltüte.
    Siehe hier: http://scienceblogs.de/mathlog/2014/04/08/raetsel-v/

    Dann erkennst sogar du die Art der Lösungen. Mal sehen ob Thilo einen Kommentar abgibt.

  75. #77 axel
    Mai 6, 2014

    Wenn Sie Thilo in seinem Blog einfach mal fragen, wird er sich sicherlich zu ihrer Frage äußern. Ist das zu einfach?

  76. #78 Vennecke 2.0
    Mai 6, 2014

    “Mal sehen ob Thilo einen Kommentar abgibt.”

    Für sie ist selbst Lesen zu schwierig.

  77. #79 shader
    Mai 6, 2014

    @axel: “Es ist =2. Ich begann wie shader, brauchte aber peinlicherweise länger, um zu begreifen, dass man von rechts anfangen muss. “

    Ja, blöderweise hilft einen “Punkt- vor Strichrechnung” bei der Aufgabe nicht wirklich weiter und hab dann mal rumprobiert. 😉 Glaubte dann, hmm, vielleicht konvergiert Wurzel(n)^Wurzel(n)^Wurzel(n)^…. gegen n. Für n=1 und 2 funktioniert das sogar. Naja, aber wirklich nur da. :/

    “Angewandt auf das Beispiel mit der unendlichen Potenz:
    Wir nennen das Ergebnis des ganzen Bildes einfach mal x.
    Dann ist das Bild aber auch dasselbe wie Wurzel(2) hoch x.
    x = Wurzel(2) hoch x.
    2 ist eine Lösung. Wer jetzt noch nachträgt, warum nur eine Lösung existieren kann, hat den Beweis komplettiert.”

    Durch diese einfache Nebenbedingung kommt man elegant auf die Lösung, wenn es genau eine gibt. Nicht schlecht.

  78. #80 Vennecke 2.0
    Mai 6, 2014

    Verfluch, falscher Thread.
    rolak hat das sqrt(2) Problem geklärt: http://scienceblogs.de/mathlog/2014/04/28/kias-kalender-mrz-und-april/#comment-16163

  79. #81 Vennecke 2.0
    Mai 6, 2014

    Jetzt hat auch Thilo selbst geantwortet: http://scienceblogs.de/mathlog/2014/04/28/kias-kalender-mrz-und-april/#comment-16165
    Damit sollte alles klar sein.

  80. #82 axel
    Mai 6, 2014

    @ Vennecke 2.0

    Aha, Sie haben also bei Thilo nachgefragt, ich zitiere:

    “Könnten sie uns bitte auf die Sprünge helfen?”

    Äh, “uns”? Ich bitte Sie, warum der Plural? Sie waren es doch, der es nicht kapiert hat und hier Blödsinn geschrieben hat, ich z.B. war längst fertig mit der Aufgabe. Und mal ganz nebenbei: Thilos Lösungsweg ist identisch mit meinem hier in Kommentar #70, einziger Unterschied: ich bin von Ihnen als “Knalltüte” bezeichnet worden und Sie haben mir nichts geglaubt.

    Apropos “glauben”: Das Tolle an der Mathematik ist ja, dass man nicht glauben muss, man kann die Lösungswege einfach auf Fehler überprüfen. Warum haben Sie das nicht getan? Sie glauben Thilo einfach etwas, was Sie mir nicht geglaubt haben? Mathe ist doch keine Religion 😉

    PS:
    Sie hätten ja auch in ihrem Beitrag das Ergebnis nennen können: Sie hatten unrecht, die “Knalltüte” hatte recht. Danke für die Bestätigung von #75, die fällige Entschuldigung können Sie sich schenken.

  81. #83 K.a.r.S.t.e.N
    Mai 6, 2014

    @axel:

    Egal im Sinne von “nach mir die Sintflut”, wofür er dann schon mal kräftig auf die Pauke trommelt um den Status quo so lange wie möglich zu erhalten.

    Dass er nicht realisiert, dass er sich damit seiner Glaubwürdigkeit beraubt hat, dürfte ideologische Ursachen haben. Diesbezüglich scheint auch ein heller Kopf keinen dauerhaften Schutz zu bieten. Stelle ich mir wie ein Coming Out vor. Endlich darf man so sein, wie man schon immer sein wollte, aber aufgrund des eher seriösen (wissenschaftlichen) Umfeldes nicht sein konnte … siehe Georgs treffenden Kommentar: “das-muss-man-doch-wohl-mal-übers-Klima-sagen-dürfen”

  82. #84 axel
    Mai 6, 2014

    @ shader

    Ja, mir ist heute abend bei einer Veranstaltung in einer Kneipe über den Beweis Zagiers des Fermatschen Zweiquadratesatzes in Verbindung mit klassischer Musik und Malerei (was es nicht alles gibt 😉 ) das Problem nochmals durch den Kopf gegangen (während der Musik) und siehe da: Die Lösung ist gar nicht eindeutig, x = 4 ist eine zweite Lösung. Thilo liefert mit dem Hinweis auf Existenz eines Grenzwertes das fehlende Puzzlestück. (Wie bei Highlander: Es kann nur einen geben.)

    PS:
    Fermats 2-Quadrate-Satz: Jede Primzahl mit p = 4n+1 lässt sich darstellen als Summe zweier Quadratzahlen, z.B.:
    13 = 2^2 + 3^2

  83. #85 axel
    Mai 6, 2014

    @ Karsten

    Wir spekulieren. Lassen Sie mich mitspekulieren:

    Ich denke, Bengtsson hat sich einfach von der dunklen Seite der Macht verführen lassen. Und wie bei Anakin war auch bei Bengtsson immer schon etwas da, was der dunklen Seite einen Angriffspunkt für den Hebel geliefert hat.

    Und ich spekuliere weiter:
    Unser Held wird es irgendwann bemerken. Aber wird er es dann öffentlich eingestehen oder lieber durchziehen? Darth Bengtsson kann wieder zu Anakin werden. Möge die Macht mit ihm sein.

  84. #86 Vennecke 2.0
    Mai 6, 2014

    Lesen lohnt sich, axel. Haben sie es auch ganz verstanden, na ja:

    2 ist eine Lösung. Wer jetzt noch nachträgt, warum nur eine Lösung existieren kann, hat den Beweis komplettiert.

    Folge – Grenzwert – 2. Welche 2.te Lösung?

    Gebe gerne zu, daß ich hier bei ihren Ausführungen nicht mitgekommen bin. Sie können es mir aber erklären, falls es ihnen möglich ist. Ist ja ihre Logik.

    Der einzige auf der richtigen Fährte war shader in #65 (hätte ich ihn nur genauer gelesen und vorallem auch nachgerechnet). Offenbar haben sie ihn so sehr verwirrt, daß er sich selbst in #79 wieder in Frage stellte.

    Die Lösung an sich ist wiederum erstaunlich einfach. Siehe hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Tetration#Extension_to_infinite_heights

    Offenbar war aber niemand in der Lage sie auch so einfach zu kommunizieren. Liegt vielleicht auch daran, daß sie niemand wirklich verstanden hat (shader in #65 mal ausgenommen).

    PS: Mir ist schon klar, daß meine eigenen Mathematik-Kenntnisse bestenfalls noch Matura-Niveau haben. Ein Ruhmesblatt hat sich aber hier niemand erworben.
    Sonderbarerweise fühle ich mich ihnen noch immer haushoch überlegen. Warum nur?

  85. #87 axel
    Mai 7, 2014

    @ Vennecke2.0

    Sie sind ja vielleicht naiv. Mich beschimpfen und dann einfach mal davon ausgehen, dass ich mich mit Ihnen weiter abgebe. Tss, tss.

    Vergessen Sie es. Mein Beitrag richtete sich an shader, der hat’s verstanden.

    Tipp: Sie können sich ja einfach bei Thilo melden und sagen, dass sein Ansatz die 2. Lösung x = 4 hat (fühlen Sie sich frei und tun Sie einfach so, als wären Sie selbst draufgekommen) und fragen, warum das aber keine Lösung der Aufgabe sein kann. Bitte verwenden Sie dieses Mal dann aber die Ich-Form dort.

  86. #88 Vennecke 2.0
    Mai 7, 2014

    @axel
    Idiot, die Lösung ist vorgegeben (mit 2). Jetzt wundert mich nichts mehr. Ihnen fehlt es definitiv an Verstand.

    Zitat Thilo:

    Der Grenzwert existiert, weil die Folge monoton wachsend und durch 2 nach oben beschränkt ist.

  87. #89 axel
    Mai 7, 2014

    *lol*

    Merken Sie denn nicht, dass Sie sich gerade komplett der Lächerlichkeit preisgeben?

    PS:
    “Die Lösung an sich ist wiederum erstaunlich einfach. Siehe hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Tetration#Extension_to_infinite_heights
    Und merken Sie nicht, dass jeder merkt, dass Sie den Link von Rolak nicht ansatzweise verstanden haben? Sie finden das also “erstaunlich einfach”. Wikipedia offensichtlich nicht, es wird ja Thilos und mein Ansatz genannt und direkt dabei steht “[why?]”. Das why hatte ich hier beantwortet, Sie fanden es aber zu kompliziert. Also gut, bei Wikipedia ist es einfacher erklärt *facepalm*

    “Mir ist schon klar, daß meine eigenen Mathematik-Kenntnisse bestenfalls noch Matura-Niveau haben.”
    Tja, und weiter oben meinten Sie, das Problem sei so leicht, dass diese elementaren Kenntnisse locker ausreichen. War wohl nix.

    “Sonderbarerweise fühle ich mich ihnen noch immer haushoch überlegen. Warum nur?”
    Da muss dann auch Thilo passen. Aber vielleicht liest ja ein Psychologe mit?

    Ja, Sie spiegeln hier sehr schön meine Erfahrungen mit den meisten Skeptikern wider. Strohdoof, kapieren nichts, aber stets felsenfest davon überzeugt, alles besser zu wissen. Die Idioten sind grundsätzlich die anderen. Um dann wiederum zu beklagen, dass man überall nur ausgelacht und Skeptiker nirgendwo ernst genommen werden. Oh Mann…

  88. #90 Vennecke 2.0
    Mai 7, 2014

    Erkären sie das Thilo, aber nicht mir. Offenbar setzt ihr Verstand jetzt vollkommen aus. Wenn Thilo ihren Ausführungen zustimmt soll es mir recht sein. Bis dahin halte ich sie einfach nur für wirr.

    Es sind immerhin ihre Behauptungen. Da sind auch sie in der Beweispflicht … auf nachvollziehbare Art und Weise … oder konkurireren sie jetzt schon mit dem Webbären?

  89. #91 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2014

    @ Hr. Dr. Haustein :

    Dass er [Lennart Bengtsson – Anmerkung: Dr. W] nicht realisiert, dass er sich damit seiner Glaubwürdigkeit beraubt hat, dürfte ideologische Ursachen haben. Diesbezüglich scheint auch ein heller Kopf keinen dauerhaften Schutz zu bieten. Stelle ich mir wie ein Coming Out vor. Endlich darf man so sein, wie man schon immer sein wollte (…)

    Diese Psychologisierung ist deplatziert. Woher wollen Sie wissen, was Herr Dr. Bengtsson ‘realisiert’ oder wie er ‘schon immer sein wollte’? – Tss, tss…

    Es kann schon sein, dass Dr. Bengtsson die grundsätzliche Problematik des aktuellen klimatologischen Vorhabens, nämlich den Gebrauch leistungsfähiger zeitgenössischer IT für die Modellerierung und Prädiktion eines hoch komplexen Systems der Natur, ähnlich sieht wie viele andere, dabei auch die grundsätzliche Nichtfalsifizierbarkeit der Prognose im Auge hat, auch weil die Modelle fortlaufend und erforderlicherweise angepasst werden.

    Und sich insbesondere auch für das Politische, für die politische Bearbeitung der Sache interessiert, darum derart gewählt hat. Dies kann er durchaus bei einer Skeptiker-Institution leisten und zwar ohne sich durchgehend gemein zu machen mit all deren Sichten.
    Er will angekündigterweise dort sein meteorologisches Wissen einbringen, sicherlich auch ein wenig fitten.

    MFG
    Dr. W

  90. #92 shader
    Mai 7, 2014

    #86: “Der einzige auf der richtigen Fährte war shader in #65 (hätte ich ihn nur genauer gelesen und vorallem auch nachgerechnet). Offenbar haben sie ihn so sehr verwirrt, daß er sich selbst in #79 wieder in Frage stellte.”

    Vennecke 2.0, wer hat wen verwirrt? Momentan bin ich nur durch Ihre Aussage leicht irritiert. Ich hatte nach dem Lesen der Aufgabe selbst angefangen zu rechnen (denn nur selber rechnen macht groß und stark ^^) und meine Ergebnisse dann hier hingeschrieben.

    “Die Lösung an sich ist wiederum erstaunlich einfach. Siehe hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Tetration#Extension_to_infinite_heights

    Offenbar war aber niemand in der Lage sie auch so einfach zu kommunizieren. Liegt vielleicht auch daran, daß sie niemand wirklich verstanden hat (shader in #65 mal ausgenommen).”

    Wirklich schöne Seite. Aber wie ich schon sagte, im Unterschied vor 20 Jahren, gebe ich mich heute meist schon mit numerischen Lösungen zufrieden und kümmere mich schon gar nicht mehr um mathematische Beweisschritte. Das macht wohl die berufliche Praxis, dass das numerische Ausprobieren von möglichen Lösungen pragmatischer ist, als strenge Beweisführungen aufzustellen.

    “PS: Mir ist schon klar, daß meine eigenen Mathematik-Kenntnisse bestenfalls noch Matura-Niveau haben. Ein Ruhmesblatt hat sich aber hier niemand erworben.
    Sonderbarerweise fühle ich mich ihnen noch immer haushoch überlegen. Warum nur?”

    Das wiederum erinnert mich an eine Schachanekdote, die sich vor über 100 Jahren abgespielt hat. Der Kaffeehausspieler Burletzki sollte ein Match über 6 Gewinnpartien gegen einen anderen Meister spielen und fühlte sich gegenüber dem Gegner haushoch überlegen. Das Duell verlief aber nicht so wie gewünscht, was Burletzki zu immer neuen Aussagen verleiten ließ.

    1.Partie verloren: “Ich habe einen dummen Fehler gemacht.”
    2.Partie verloren: “Alle Partien kann man nicht gewinnen.”
    3.Partie verloren: “Ich bin heute nicht in guter Form.”
    4.Partie verloren: “Er spielt nicht schlecht.”
    5.Partie verloren: “Ich habe ihm unterschätzt.”
    Endstand, 0:6: “Ich glaube, er ist mir ebenbürtig.”

  91. #93 axel
    Mai 7, 2014

    @ shader

    Hübsche Anekdote. Immerhin gab es bei Burletzki eine Entwicklung in Richtung einer zunehmend realistischeren Einschätzung, auch wenn der Weg zur Realität noch weit ist.
    Bengtsson glaubt, ebenfalls in diese Richtung zu laufen, viele meinen dagegen, er hätte im Nebel die Orientierung verloren.

  92. […] vor diesem Hintergrund verständlich. Viel Aufregung verursachte der Vorgang in den letzten Tagen, Georg Hoffmann äußerte sich ebenso, wie Hans von Storch und Pierre Gosselin. Einmal mehr ist es die […]

  93. #95 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2014

    @ Dr. Peter Heller :

    Es ist daher nicht die Forschung an sich, die Skeptiker wie mich auf den Plan rief. Es ist ihre Vereinnahmung durch die Politik, ihre Instrumentalisierung für Partikularinteressen, von der Gefahr ausgeht.

    Die Klimaforschung ‘an sich’ ist eine Spezifität und ist wegen der Besonderheit des Vorhaben, es liegt ein erstmaliges Vorhaben dieser Art vor, schon Grund genug “hellhörig” zu werden, die Modellierung und Prädiktion hoch komplexe System der Natur betreffend.
    Dass sich Ökologisten und Post-Religiöse aller Art, die es auch unter den Klimatologen gibt, zusammenfinden, liegt im Vorhaben selbst begründet, muss nicht herabgesetzt werden.
    Auch gegensätzliches Vorhaben, im Kritiker-Sinne müsste OK gehen.

    MFG
    Dr. W (der nichts gegen das Gesamtvorhaben hat, dieses auch unterstütz; der sich auf spätere wissenschaftssoziologische Betrachtung abär sozusagen freut)

  94. #96 shader
    Mai 7, 2014

    @Webbi, danke für das Zitat. Heller und Co. haben schon des öfteren betont, dass nicht die Wissenschaft sie zu Skeptikern gemacht haben, sondern die Politik. ScSk oder auch EIKE sind ja letztlich politische Veranstaltungen und beschäftigen sich eher so nebenbei auch mit der wissenschaftlichen Seite. Nur mich als Naturwissenschaftler im weitesten Sinne erzeugt das nicht wirklich, wenn ein Skeptiker beispielsweise die Existenz des atmosphärischen Treibhauseffekt deshalb ablehnt, weil die EEG-Umlage auf mehr als 6 Cent ansteigen wird. ^^

  95. #97 shader
    Mai 7, 2014

    Ähm überzeugt und nicht erzeugt sollte das natürlich heißen. ^^

  96. #98 Rudolf Kipp
    Mai 7, 2014

    @ shader
    “Nur mich als Naturwissenschaftler im weitesten Sinne überzeugt das nicht wirklich, wenn ein Skeptiker beispielsweise die Existenz des atmosphärischen Treibhauseffekt deshalb ablehnt, weil die EEG-Umlage auf mehr als 6 Cent ansteigen wird.”

    Da baut wohl jemand an einem Strohmann. Die Existenz des Treibhauseffektes wird bei Science Skeptical schließlich keinesfalls in Frage gestellt. Ich hatte letztens hier einen Artikel von Peter Heller verlinkt, in dem dieser für Laien verständlich erklärt wird.

    Woran die meisten bei uns ernsthafte Zweifel haben sind die Katastrophen-Szenarien, welche ein sofortiges handeln erforderlich machen, und sei es noch so kopflos (siehe Energiewende).

    Auch halten die meisten bei uns des Vorsorgeprinzip und das Konzept der Nachhaltigkeit weder für zielführend noch sinnvoll.

    Sorry, aber in die Schublade “Klimawandel-Leugner” oder “Einfluss des CO2 Negierer” passen wir nicht. neues Argument bitte.

  97. #99 shader
    Mai 7, 2014

    “Da baut wohl jemand an einem Strohmann. Die Existenz des Treibhauseffektes wird bei Science Skeptical schließlich keinesfalls in Frage gestellt.”

    Lieber Rudolf Kipp, fragen Sie doch mal die User W.Rassbach, Dr.Paul, Hofmann,M, U.Langer oder besso keks, wie die das sehen. Die Liste liesse sich mit weiteren EIKE-Usern beliebig erweitern.

    “Woran die meisten bei uns ernsthafte Zweifel haben sind die Katastrophen-Szenarien, welche ein sofortiges handeln erforderlich machen, und sei es noch so kopflos (siehe Energiewende).”

    Die Reihenfolge, zuerst starke Skepsis bzgl. den politischen Maßnahmen und dann kam die Skepsis an den wissenschaftlichen Ergebnissen der Klimaforschung, wird ja selbst in ScSk nicht bestritten. Hans von Storch hat das mal gut auf den Punkt gebracht, nachdem seiner Ansicht nach Skeptiker “befürchten, Klimaschutzmassnahmen seien lediglich ein Mittel der Politik zur Disziplinierung der Gesellschaft und zum Abbau persönlicher Freiheiten. Und weil das nicht sein darf, müssen die Erkenntnisse der Wissenschaft falsch sein.”

  98. #100 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2014

    @ Dr. S. Hader :

    Nur mich als Naturwissenschaftler im weitesten Sinne (…)

    Sie sind als Informatiker und Ingenieur weder Naturwissenschaftler noch Wissenschaftler.

  99. #101 shader
    Mai 7, 2014

    Bin Dipl.-Inf. und Dr.rer.nat., den ich nicht ständig vor mir hertragen muss, wie andere bärige Zeitgenossen. Genügt Ihnen das als Antwort? Wie sieht es eigentlich bei Ihnen aus? Haben Sie vielleicht einen Doktor in Bärologie? Das würde vieles erklären. :)

  100. #102 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2014

    @ Dr. S. Hader :
    Wollen Sie jetzt als promovierter Informatiker und werktätig als Ingenieur auch noch unbedingt Wissenschaftler sein?
    Sie sind es nicht.

  101. #103 E.Teufel
    Mai 7, 2014

    Na WB, was ist denn für Sie ein Naturwissenschaftler? Nur jemand, der an der String Theorie arbeitet? Oder vielleicht doch jemand der ein “nat” hinter seinem Dr. rer. hat?

  102. #104 Dr. Webbaer
    Mai 7, 2014

    @ Teufel :
    Hat Opa Webbaer doch alles weiter oben schon erklärt: #50
    Und damit Shader nicht traurig ist: Ja, er hat zumindest eine wissenschaftliche Leistung erbracht…

    BTW, wenn Sie gerade schon dran sind: Ist es korrekt, dass man nach dem Tod im Paradies nichts mehr zu tun hat, dass es saulangweilig wird, höllisch langweilig sozusagen – und dass insofern die Hölle günstiger ist, auch wegen Aufstiegschancen?

    MFG
    Dr. W

  103. #105 Leck Michdoch
    Mai 7, 2014

    Warum der Hassprediger Vennecke den Herrn Professor Bengtsson noch nicht als senilen Trottel und korrupten, von der Ölindustrie geschmierten Ganoven hier denunziert hat, ist ein ganz grosses Rätsel. Hat man jetzt endlich dem Vennecke einmal sein vorlautes Lästermaul gestopft?

  104. #106 Leck Michdoch
    Mai 7, 2014

    @shader

    Ein akademischer Grad bedeutet nicht, dass jemand auch Wissenschaftler ist. Wenn ein Dr. rer. nat. zur Zeit als Gärtner arbeitet, ist er Gärtner und nicht “Gartenwissenschaftler”. Wenn ein Doktor der Anglistik in einem Gymnasium als Englischlehrer arbeitet ist er Lehrer und nicht Wissenschaftler. Haben Sie das verstanden?

  105. #107 shader
    Mai 7, 2014

    @Leck Michdoch, einfach wie ein erwachsener Mensch benehmen, vielleicht werden Sie dann hier auch ernst genommen.

  106. #108 axel
    Mai 7, 2014

    Noch ein Mathematikerwitz?

    Ist eigentlich keiner, ich musste trotzdem herzlich lachen, Zitat:
    “An abstract for this item is not available.”

    Warum ein Paper ohne abstract? Der Titel verrät’s. Gefunden hier.

    PS: Das unleserliche nach prime steht für “1 modulo 4”.

  107. #109 axel
    Mai 7, 2014

    Sorry, falscher Thread.

  108. #110 Günther Strauss
    Bayern
    Mai 8, 2014

    er wird nicht der Letzte sein!

    nicht der erste und nicht der letzte Wissenschaftler, welcher dem IPCC Dogma den Rücken kehrt. Wo kommen wir denn hin, wenn teils fachfremde tagelang darüber diskutieren müssen, wie dramatisch man gewisse Arbeiten der Arbeitsgruppen formulieren darf?
    GWPF kann sich bei politischer Einflussnahme beim IPCC noch einiges abschaun und ich habe vollen Respekt für Dr. Bengtsson, wenn er ausspricht, was zu sagen ist und einem Lager beitritt, welches sich klar vom AGW Wahnsinn distanziert. Auch wenn ein paar dort Sachen behaupten, die nicht nachvollziehbar sind, nur, diese Schafe gibt es wiederum überall.

  109. #111 Rudolf Kipp
    Mai 9, 2014

    @ shader #99

    Lieber Rudolf Kipp, fragen Sie doch mal die User…

    Mir ging es um die Einstellung der Autoren bei Science Skeptical. Dass der eine oder andere Leser das anders sieht liegt wohl an der Meinungsfreiheit…

    Die Reihenfolge, zuerst starke Skepsis bzgl. den politischen Maßnahmen und dann kam die Skepsis an den wissenschaftlichen Ergebnissen der Klimaforschung, wird ja selbst in ScSk nicht bestritten.

    Es gibt sicher viele, bei denen das so herum gelaufen ist. Bei mir war es umgekehrt.

  110. #112 axel
    Mai 9, 2014

    prima Klima! Georg hat es sogar schon in den Schweizer Tagesanzeiger geschafft: http://www.tagesanzeiger.ch/hintergrund-und-analyse/Der-Ueberlaeufer/story/17338168

    “Ein deutscher Physiker verglich den Schritt mit einem Beitritt zum Ku-Klux-Klan.”

    Und über Bengtsson:
    “Anfeindungen hageln auf ihn herunter.

    Wo? Vermutlich in der Schweiz, hier habe ich nichts dergleichen wahrgenommen. Merkwürdiger Artikel.

  111. #113 Dr. Webbaer
    Mai 9, 2014

    ‘Ein deutscher Physiker verglich den Schritt mit einem Beitritt zum Ku-Klux-Klan.’ (Quelle)

    Vielen haben das noch andere doitsche Physiker getan, die zudem eigentlich den Nazi-Vorhalt raus lassen wollten?

    Man weiß es nicht, die Quellenlage ist zu unklar.

    MFG
    Dr. W

  112. #114 Dr. Webbaer
    Mai 9, 2014

    * Vielleicht haben das …

  113. #115 Dr. Webbaer
    Mai 9, 2014

    * Vielleicht haben das …

  114. #116 axel
    Mai 9, 2014

    Oh nein, unser Bärchen ist in einer Zeitschleife gefangen!

    Warum hilft ihm denn niemand? Ach ja, jetzt fällt’s mir wieder ein 😉

  115. #117 Dr. Webbaer
    Mai 9, 2014

    @ ‘axel’ :
    Sind Sie sicher, dass Herr Dr. Hoffmann mit demjenigen Physiker gemeint war, der den GWPF-Beitritt Bengtssons mit dem Beitritt in den Ku Klux Klan verglich?

    Also der Schreiber dieser Zeilen ist sich nicht sicher, dass der “Tagi” auf Herrn Hoffmann Bezug nahm, es könnten auch andere doitsche Klimatologen derart rausgehauen haben, oder?

    MFG
    Dr. W

  116. #118 axel
    Mai 9, 2014

    Stimmt, Bärchen. Ich hatte vergessen, dass jeder zweite deutsche Physiker täglich mindestens 3x den Ku-Klux-Klan und Bengtsson erwähnt.

  117. #119 Dr. Webbaer
    Mai 9, 2014

    @ ‘axel’ :
    Könnte bei doitschen Klimatologen üblich sein, korrekt, der Klimaskeptiker, den es für einige legitimerweise gar nicht gibt, der in Anführungszeichen geschrieben wird, wie bspw. vom Top-Dog Rahmstorf…

  118. #120 axel
    Mai 9, 2014

    Ah, der Ku-Klux-Klan ändert seine Organisationsstruktur. War ja schon lästig, dass der Preis für Steuerbegünstigung Wissenschaftlichkeit und Abstinenz von politischen Kampagnen bedeutete.
    http://www.theguardian.com/environment/2014/may/09/nigel-lawson-climate-sceptic-thinktank

  119. #121 gast
    Mai 9, 2014

    “eine Freiheit, die Bengtsson bei der Unterdrückungsmaschine IPCC anscheinend nicht gegeben sieht.” [GH]

    “the science is settled” [ die Helden vom AGW]

    Ein Heer von Mitläufern, die an der Sache partizipiert.

    Bengtsson muss sich geekelt haben, sonst hätte er diesen Schritt nicht gemacht.

  120. #122 axel
    Mai 9, 2014

    Aus welcher Stelle der diversen Bengtsson-Interviews entnehmen Sie dies? Ohne Beleg ist dies nichts als eine kühne Vermutung.

  121. #123 shader
    Mai 10, 2014

    So weit sind wir schon gekommen, dass die Phantasie eines Menschen nicht mehr als Beweis akzeptiert wird..

  122. #124 gast
    Mai 10, 2014

    #122
    “Ohne Beleg ist dies nichts als eine kühne Vermutung.”
    So ist es
    – auch mit der Klimawandeltheorie bestellt

    Die Forschung hätte zunächst mal ihre Modelle verifizieren müssen bevor sie die Welt in Angst und Schrecken setzt.

  123. #125 shader
    Mai 10, 2014

    Nein gast, auf den Gedanken sind die in der Forschung bestimmt noch nicht gekommen. Wer denkt da schon an sowas, seine Modelle mit der Wirklichkeit zu vergleichen? Ziemlich revolutionärer Ansatz.

  124. #126 Dr. Webbaer
    Mai 10, 2014

    @ gast :

    Die Forschung hätte zunächst mal ihre Modelle verifizieren müssen bevor sie die Welt in Angst und Schrecken setzt.

    Die zeitgenössische skeptizistische Wissenschaftlichkeit ‘verifiziert’ aus guten Gründen nicht, sie falsifiziert regelmäßig.

    Und zwar Theorien (“Sichten”), die nicht empirisch adäquat (das Fachwort) sind; bei der zeitgenössischen Modellierung des Klimas ergibt sich das grundsätzliche Problem, dass die Modellerei, auch weil sie fortwährend angepasst wird, nicht einmal mehr falsifizierbar ist.

    Insofern lädt Ihr Kommentatorenfreund dazu ein, die bekannte Modellierung mit der sich anschließender Prognostik, hoch komplexe Systeme betreffend, freundlich-skeptisch zu begleiten.

    Herr Dr. Hoffmann, wie auch das “mutmaßliche Ku-Klux-Klan-Mitglied” Dr. Bengtsson, sind grundsätzlich zum Topic angemessen unterwegs, sind auch mutig, eine derartige Großprognostik ist noch nie versucht worden, und verdienen die kritische Unterstützung der Dilettanten, die als interessierte Laien [1] ein derartiges Vorhaben begleiten müssen. [2]

    MFG
    Dr. W

    [1] da ist nichts ehrenrührig, man ist ja fast überall Dilettant, qua Anzahl der eigenen Fachgebiete schon
    [2] die sogenannte Offene Gesellschaft vorausgsetzt

  125. #127 Georg Hoffmann
    Mai 10, 2014

    Es ist ja praktisch schon zu spaet um die Bengtsson versus Ku-Klux-Klan Welle noch zu stoppen.
    Aber, hach, ein verzweifelter Versuch. Ich habe den GWPF nicht mit dem Ku Klux Klan verglichen. Nichtmals ein bisschen. ZB tragen sie im GWPF ja anscheinend nicht diese Huete.

    Der GWPF ist eine demokratisch perfekt legitimierte und ganz hinreissende Organisation, die halt teilweise naturwissenschaftliche Informationen einseitig filtert und verbiegt um ihre politischen Ziele zu erreichen. Daran ist nicht viel auszusetzen, denn das machen ja nun wahrlich viele.

    Wo kommt das also mit dem Ku-Klux Klan her?
    Hans von Storch verteidigte den Schritt Bengtssons mit folgendem voellig allgemein gehaltenen Argument

    “Taking an issue seriously often requires willingness to exchange with people who hold different views and adopt different values.”
    http://klimazwiebel.blogspot.com.es/2014/05/interview-with-lennart-bengtsson.html?showComment=1399129508622#c6197248328636963626

    Ich halte das Argument nicht fuer besonders tragfaehig. “Exchanging” heisst eben nicht “becoming a member”. Hier also meine Antwort:

    “I dont understand your argument, Hans. If Lennart Bengtsson thinks that he has to better understand “people with different views” he has not necessarily to join their club. I am also interested in understanding racism but I wouldnt join the Ku Klux Klan just for better empathy.”

  126. #128 gast
    Mai 10, 2014

    #125, 126 (es geht hier nicht um binäere Aussagenlogik)
    Mal angenommen die Modelle gelten als verifiziert und liefern trotzdem falsche Prognosen
    (dann ist das wohl ein Doppel-Flop)
    Nicht nur die Modelle sind falsch, nein, auch im beim notwendigen Überprüfungsverfahren liegt Totalversagen vor.
    Kann das noch Wissenschaft sein?

    Ich räume gerne ein, dass die Wetterprognose für einen Drei-Tage-Horizont sehr gut funktioniert. Angesichts der Komplexität des Systems kann das nicht Zufall sein.

    Doch betrachten wir nun Prognosen für das Klima mit einem 100-Jahre-Horizont.
    Gewiss ist hier eine andere Zeitskala zu wählen doch im Prinzip könnte die Überprüfung ähnlich wie beim Wetter verlaufen. Nun kann man leicht zur Erkenntnis kommen, dass mangels Beobachtungszeitraum die Verifikation nicht mit der notwendigen Güte möglich ist.
    Doch das muss man den Menschen auch sagen, ansonsten gilt der Spruch von axel #122:
    “Ohne Beleg ist dies nichts als eine kühne Vermutung.”

  127. #129 Dr. Webbaer
    Mai 10, 2014

    @ gast :

    Mal angenommen die Modelle gelten als verifiziert und liefern trotzdem falsche Prognosen
    (dann ist das wohl ein Doppel-Flop)
    Nicht nur die Modelle sind falsch, nein, auch im beim notwendigen Überprüfungsverfahren liegt Totalversagen vor.
    Kann das noch Wissenschaft sein?

    Sie haben dem Anschein nach nicht die geringste Ahnung, wie die Naturwissenschaft idR bearbeitet wird, “funktioniert”.

    Hint: Einfach mal ein paar Jahre hier mitlesen, Dr. H und ein wenig auch anderen lauschen, die kommentatorisch mittunken, und vermutlich sieht es dann um 2016 besser aus.

    MFG
    Dr. W

  128. #130 shader
    Mai 10, 2014

    “#125, 126 (es geht hier nicht um binäere Aussagenlogik)
    Mal angenommen die Modelle gelten als verifiziert und liefern trotzdem falsche Prognosen
    (dann ist das wohl ein Doppel-Flop)”

    @gast, Sie sagen es schon selber, es geht hier nicht um binäre Aussagenlogik. Modelle in die Kategorien “falsch” und “richtig” zu packen, ist alles andere als eine gute Vorgehensweise. Modelle sind Abbilder der Wirklichkeit und Bilder können eher nah oder weit weg von dieser Wirklichkeit sein, oder irgendwas in graduierter Abstufung dazwischen.

    “Doch betrachten wir nun Prognosen für das Klima mit einem 100-Jahre-Horizont.
    Gewiss ist hier eine andere Zeitskala zu wählen doch im Prinzip könnte die Überprüfung ähnlich wie beim Wetter verlaufen.”

    Auf die Unterschiede zwischen Wetter und Klima wird hier, in zahlreichen anderen Foren und Blogs und hauptsächlich auch in wissenschaftlicher Literatur sehr ausführlich eingegangen. Ich möchte aber trotzdem auf eine Sache hinweisen. Ein Unterschied zwischen vielen anderen ist auch, das Wetter innerhalb der nächsten drei Tage ist von außen kaum noch beeinflussbar. Alles was man für deren Vorhersage brauchen, ist im Grunde genommen mit den heutigen Wetterdaten vorhanden. Bei einer 100 Jahre-Klimavorhersage ist das was völlig anderes. Da gibt es viele äußere Faktoren, die sich in dieser Zeit ändern können, die massiven Einfluss auf das Klima haben und ein Teil der Faktoren entstehen durch unser Verhalten. Wenn man eine 100 Jahres-Vorhersage zu den Temperaturen machen wollte, müsste man erstmal eine 100 Jahres-Vorhersage der CO2- und Methan-Emissionen inklusive der Aerosolwerte machen. Da das aber schon schwer möglich ist, geht man einen anderen Weg. Man überlegt sich, was würde denn mit dem Klima passieren, wenn die Emissionen in den nächsten Jahrzehnten die und die Entwicklung nehmen würde. Das ist auch die normale Vorgehensweise, wenn wir als Menschen Entscheidungen treffen, überlegen, was würde passieren wenn.

    Aber um nochmal auf Ihr Statement von #124 zurückzukommen, wie kommen Sie auf das schmale Brett, dass das in der Wissenschaft nicht gemacht wird?

  129. #131 axel
    Mai 10, 2014

    @ Georg

    “Es ist ja praktisch schon zu spaet um die Bengtsson versus Ku-Klux-Klan Welle noch zu stoppen.
    Aber, hach, ein verzweifelter Versuch. Ich habe den GWPF nicht mit dem Ku Klux Klan verglichen.”

    Neu in der Klimadebatte? Uns war das ja allen durchaus klar, aber seit wann kann man die skeptische Empörungsmaschinerie durch eine simple Klarstellung stoppen? Nun mal durchschnaufen: ein paar Blogs, der schweizer Tagesanzeiger. Noch mal glimpflich davongekommen.

    PS:
    Klar ist die GWPF nicht der KKK. Die GWPF hat jetzt ja auch mit Bengtsson den ersten Schwarzen ins Advisory Board aufgenommen.

  130. #132 axel
    Mai 10, 2014

    Interessantes <a href="http://files.coloribus.com/files/adsarchive/part_52/527755/file/unicum-ku-klux-klan-small-26453.jpg&quot;

    Bin nicht sicher: Entweder Bengtsson Ostern in Sevilla oder sein Amtsantritt bei der GWPF.

  131. #133 MJ
    Mai 10, 2014

    @ axel

    http://files.coloribus.com/files/adsarchive/part_52/527755/file/unicum-ku-klux-klan-small-26453.jpg

    Das hat meine Mutter immer getrunken, “wegen” “permanenter” “Magenbeschwerden” *zwinker zwinker*

    Ich weiss nicht, ich hab’ das zum Andudeln immer etwas zu brutal gefunden…

  132. #135 Dr. Webbaer
    Mai 12, 2014

    @ ‘axel’ :

    Ich habe den GWPF nicht mit dem Ku Klux Klan verglichen.

    Neu in der Klimadebatte? Uns war das ja allen durchaus klar, aber seit wann kann man die skeptische Empörungsmaschinerie durch eine simple Klarstellung stoppen? Nun mal durchschnaufen: ein paar Blogs, der schweizer Tagesanzeiger. Noch mal glimpflich davongekommen.

    Ein Vergleich lag wohl schon vor, lol, aber keine Gleichsetzung.

    Da hätte man mehr draus machen können:
    -> https://www.google.com/search?q=Bengtsson+Ku+Klux+Klan

    MFG
    Dr. W (dem hier insbesondere Visualisierungen vorschweben)

  133. #136 Karl Mistelberger
    Mai 12, 2014

    > #127 Georg Hoffmann, Mai 10, 2014
    > Es ist ja praktisch schon zu spaet um die Bengtsson versus Ku-Klux-Klan Welle noch zu stoppen.

    Hallo Georg, ungefähr 179.000 Ergebnisse bei Google für Bengtsson+Ku+Klux+Klan ist doch ein schönes Ergebnis.

    Ich kriege immer nur wenige Ergebnisse, es scheint aber auf diese Leute zu passen.

  134. #137 Dr. Webbaer
    Mai 12, 2014

    @ Karl Mistelberger :
    Ein beeindruckendes Selbst-Zitat:
    -> http://scienceblogs.de/primaklima/2010/07/26/rekordticker-juni-2010/#comment-9885

    MFG
    Dr. W (der’s schnell & korrekterweise als subversive Ironie buchen konnte, erkennbar u.a. auch daran, dass dies nicht Ihr Duktus ist – Ein Chapeau dafür gelegentlich auch mal erdig zu werden!)

  135. #138 axel
    Mai 12, 2014

    Die statistisch repräsentative Debatte (ziemlich am Ende des Beitrags):

  136. #139 shader
    Mai 14, 2014

    Ist das eine seriöse Quelle? http://www.thegwpf.org/lennart-bengtsson-resigns-gwpf-voices-shock-and-concern-at-the-extent-of-intolerance-within-the-climate-science-community/

    Bengtsson sieht sich in Zeiten McCarthys zurückversetzt. Ich würde mal sagen, so eine Art von Vergleich ist eine Verharmlosung dessen, was echte McCarthy-Opfer erleben mussten. Man kann sich natürlich darüber streiten, ob es angebracht von einem Autoren ist, wenn er wegen Bengtssons neuer Tätigkeit seine Mitarbeit aufkündigt. Aber letztlich ist das eine persönliche Entscheidung des jeweiligen Autoren, die auch ein Herr Bengtsson respektieren muss. Ehrlich gesagt kommt mir das gesamte Verhalten von Prof.Bengtsson von der Ferne betrachtet recht naiv vor.