Eigentlich hat in der letzten Zeit eher Joseph das Abonnement auf Politik-Kommentare. Und dennoch, liebe Grüne, ich habe ja viel Verständnis dafür, dass ihr mit der Homöopathie ringt. Und ich habe selbstverständlich Verständnis dafür verschiedene Anträge zusammenzulegen und Konsens zu suchen und auch das dabei etwas Profil verloren geht. Vielleicht hat Frau Höhne vom Spiegel recht mit der Annahme, dass Eure Partei den “unbedingten Willen zur Harmonie” hat. Und das finde ich auch schöner, als wenn sich Leute unproduktiv anschreien oder gar mit Fäusten und Farbbeuteln aufeinander losgehen. Und ja, es gibt Wichtigeres als die politische Haltung zur Esoterik. Nur, wenn das was herauskommt  so verstanden wird, dann denke ich, dass ihr den Warnschuss hören solltet. Oder habt Ihr den Druck der Homöopathie-Lobby (s. Link) da wirklich gespürt und gefürchtet?

Vor allem finde ich es auch seltsam, wenn ihr eine Kommission glaubt zu benötigen, die Fragen wie klären soll, die ich für längst geklärt halte. Es ist Ende 2019, der Metaanalysen sind Legion. Zeit politische Schlussfolgerungen zu ziehen und umzusetzen. Bayern war gestern. Was kommt nach Bielefeld?

flattr this!

Kommentare (58)

  1. #1 rolak
    18. November 2019

    nach Bielefeld?

    With a little bit of bad luck: Ukraine.

  2. #2 noch'n Flo
    Schoggiland
    18. November 2019

    Beim Klimawandel berufen sich die Grünen ja auch gerne auf die wissenschaftliche Datenlage – warum nicht auch bei der Homöopathie? Es wird Zeit für die Partei, endlich im 21.Jahrhundert anzukommen.

  3. #3 RPGNo1
    18. November 2019

    Tja, in der Furcht vor einem Shitstorm potentieller Wähler sind die Grünen im 21. Jh. angekommen. Da wird lieber vor der esoaffinen Klientel gekuscht statt offen Stellung zu beziehen.

    Ich setze mein Hoffnung daher in die jungen Mitglieder der grünen Partei, die verschiedentlich gezeigt haben, dass sie realitätsnah sind und sich auch für die Wissenschaft aussprechen

    https://www.tagesspiegel.de/politik/von-gentechnik-bis-homoeopathie-die-doppelten-massstaebe-der-gruenen-im-umgang-mit-der-wissenschaft/25230920.html

  4. #4 Alisier
    18. November 2019

    Viele der Alten unterstützen sie übrigens mit einem erleichterten “Endlich!”, RPGNo1
    Aber das Ringen ist hart, und es ist das erste Mal, dass ich eine Chance sehe, die Esos in die Defensive zu bringen.

  5. #5 Beobachter
    18. November 2019

    Den Grünen geht es um Wählerstimmen, und sie sind auf dem besten Wege zu einer “Partei der Mitte”.
    Sie wollen ihre Homöopathie-affine, mittlerweile gutbürgerliche, gutsituierte Klientel nicht vor den Kopf stoßen bzw. vergraulen.
    Da kann die Wissenschaft schon mal hintan stehen.

    In schwierigen Fällen bzw. immer dort, wo man klare Kante zeigen müsste, hilft dann ein “klares Jein”.
    D. h., man setzt Kommissionen ein, gründet Arbeitskreise und veranlasst (Langzeit)Studien (die x-ten) – das kann dauern …

    Und bzgl. der “politischen Haltung zur Esoterik” bzw. zur Pseudomedizin liegt so Manches im Argen – bei allen Parteien.
    Offenbar hat z. B. niemand etwas gegen die “heilende” Tätigkeit von “Geistheilern”, die dafür nur einen Gewerbeschein benötigen, nicht mal eine Heilpraktiker-Zulassung:

    https://www.dgh-ev.de/presse/geistiges-heilen-als-beruf-erst-seit-zehn-jahren-deutschland-legal.html

    (seit 2004)

    • #6 Christian Meesters
      18. November 2019

      Und bzgl. der “politischen Haltung zur Esoterik” bzw. zur Pseudomedizin liegt so Manches im Argen – bei allen Parteien.

      In der Tat.

      N.B. Das es hier die Grünen traf ist dem Zufall geschuldet, dass sie als erste in meiner Blog-Zeit einen Bundesparteitag bzw. BDK abhielten und hier anderweitig unkommentiert waren. Außerdem halte ich es für demokratisch nicht unwichtig sich a) zu äußern und b) den Finger in die Wunden zu legen.

  6. #7 RPGNo1
    18. November 2019

    @Alisier

    Viele der Alten unterstützen sie übrigens mit einem erleichterten “Endlich!”

    Um Missverständnisse zu vermeiden: Mit “sie” meinst du die Junggrünen, nicht wahr?

  7. #8 Beobachter
    18. November 2019

    Die Grünen heute –
    alles andere als “linksgrünversifft”, “links” oder gar “alternativ” …

    Lesenswerte, aktuelle Kolumne im SPIEGEL:

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-gruenen-unter-baerbock-und-habeck-die-staatspartei-a-1297140.html

    “Grüne auf dem Weg zur Macht
    Die Staatspartei
    Wenn die Grünen nach der nächsten Bundestagswahl in der Regierung sitzen, dann nicht etwa, weil sie dieser Gesellschaft Veränderung aufzwingen wollen: Grün ist der Wunsch nach Stabilität.
    … “

  8. #9 Zucker?Zucker!
    18. November 2019

    Die Homöopathielobby hat eine Drohkulisse aufgebaut, 50000 Stimmen gesammelt, passend zu 43000 Heilpraktikern und 7000 homöopathischen Ärzten. Die Grünen sind darauf hereingefallen. Zusätzlich sympathisieren ältere Grüne mit allen möglichen Alternativen, weil die ihre Herkunft sind. Die Homöopathielobby feiert das Einknicken der Grünen und wird verstärkt auf fragwürdige Petitionen setzen. Das zeichnet sich jetzt schon ab.

  9. #10 Alisier
    19. November 2019

    Entgegen weit verbreiteter Annahmen sind die Bauchschmerzen vieler älterer Grünen bei Esothemen immer erheblich gewesen. Es gibt aber nun mal einen gewissen Anteil an esoaffinen Mitgliedern, und die werden auch nicht von heute auf morgen verschwinden.
    Ja, ich meinte die Junggrünen, RPGNo1. Diese dabei zu unterstützen den Einfluss der Wissenschaftsverächter einzudämmen ist mir und anderen eine Ehre.
    Und es geht immer um den Diskurs, und nicht darum ob jemand meint, dass man einknickt, oder jemand den reinen Glauben einfordert, nur weil nicht gleich “Basta!” geschrien wird.
    Diskussionskultur ist nicht nur für mich ein Wert, den hoch zu halten sich lohnt.

  10. #11 RPGNo1
    19. November 2019

    @Alisier
    Danke für die Klarstellung.

    Und als Ergänzung: Grün ist nicht gleich grün. Zwischen einem eher wertkonservativen Winfried Kretschmann und einer esoaffinen Birgit Raab liegen Welten.

  11. #12 Beobachter
    19. November 2019

    Man kann in der Politik/in den Parteien/bei den Grünen über die Wirksamkeit und Berechtigung von pseudomedizinischen Verfahren wie Homöopathie weiterhin und noch jahrelang gepflegt oder ungepflegt, mit oder ohne “Bauchschmerzen” “diskutieren” –
    allein deshalb, weil man keine klare Stellung beziehen will und schlicht den Schwanz einzieht angesichts einer mächtigen Lobby und eines drohenden Verlustes an Wählerstimmen.
    Es geht um Macht und Marktanteile.

    Die Pseudomedizin-Branche hat gute, parteiübergreifende Kontakte in “die Politik” –
    auch z. B. zur CSU, Bayern ist eine Hochburg der sogenannten “Alternativmedizin”.
    Vielleicht haben dort deshalb ein paar Jung- und Alt-CSU-ler auch “Bauchschmerzen” …

    Der Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit liegt seit einiger Zeit leider so sehr auf dem “Homöopathie-Streit”, dass darüber oft viele andere wichtige, allgemeinere gesundheitspolitische Aspekte fast “vergessen” werden.
    Wie z. B. Vernachlässigung des ÖGD, “Zwei-Klassen-Medizin”, Pflegenotstand, Armut und Gesundheit, Ökonomisierung des Gesundheitswesens, Krankenhausfinanzierung, usw..
    DAZU gäbe es wahrlich dringenden Diskussionsbedarf im Überfluss …- in allen Parteien !

    Bsp.:
    zu Krankenhaus-Finanzierung, der “marktgerechte Patient”:

    https://www.fr.de/ratgeber/gesundheit/totalschaden-10966265.html

    “DR. HONTSCHIKS DIAGNOSE

    Totalschaden

    von Bernd Hontschik

    Kurze Liegezeiten, gnadenloser Arbeitsdruck für Ärzt*innen und Pfleger*innen – wie die Krankenhausfinanzierung die Medizin zerstört.
    … “

  12. #13 Beobachter
    20. November 2019

    Anmerkung:

    Mich erschreckt vor allem auch diese Inszenierung der Bielefelder BDK der Grünen:

    Das Führungstrio gekleidet in Schwarz-Rot-Gold. Baerbock mit Merkel-Macht-Raute-Gestik, Habeck am Mikro als Charming Boy und Hahn im Korb –
    und alles vor dem Hintergrund eines stilisierten, virtuellen grünen Waldes.

    Welches PR-Beraterteam hat das grüne Führungspersonal wohl ?

    Man schaue sich nochmal die Fotos im SPIEGEL-Artikel an (# 8)

  13. #14 Alisier
    20. November 2019

    Stimmt, das hatte ich schon fast vergessen:
    Inhalt ist denen, die für Inszenierungen der Presse anfällig sind, immer schon egal gewesen.

  14. #15 Beobachter
    20. November 2019

    zu # 14:

    Wo ist denn der “Inhalt”, die klare Stellungnahme bei den Grünen zur Homöopathie (das ist hier das Thema, s. o.)?
    Ja, wo ist sie denn ?

    Und diese Bundesdelegiertenkonferenz wurde nicht “von der Presse inszeniert”, sondern von den derzeit führenden Grünen selbst bzw. von deren PR-Abteilung/-Berater.

  15. #16 RPGNo1
    20. November 2019

    @Alisier
    Na, spielst du wieder ein klein wenig Provokateur? Eine Person hat prompt angebissen. 🙂

  16. #17 Alisier
    20. November 2019

    Ist halt für die kleinen fische, RPGNo1
    Ernsthafte Diskutanten schlucken solche Köder nicht.
    Trotzdem wirds für die Erkenntnis wie leicht man manipulierbar ist nicht reichen. Denn schließlich ist immer wer anders Schuld.

  17. #18 echt?
    20. November 2019

    Ich wähle die Grünen wegen deren Hang zur Esoterik schon lange nicht mehr.

    • #19 Christian Meesters
      20. November 2019

      <sarkasmusversuch>Und überhaupt: Parteien sollten alle monothematisch sein – da ist die Entscheidung für uns Wähler leichter!</sarkasmusversuch>

  18. #20 Beobachter
    20. November 2019

    @ Alisier, RPG und Co.:

    Alisier ein “Provokateur”, der “Köder” für die “kleinen fische” (sic!, # 17) auslegt ?!
    Aber niemals, nie und nimmer, denn er ist ja (angeblich) ein vehementer Verfechter einer “Diskussionskultur”, in der “sauber” und “ohne rhetorische Tricks” “argumentiert” werden soll, jawoll !:

    Siehe # 10:

    ” … Diskussionskultur ist nicht nur für mich ein Wert, den hoch zu halten sich lohnt.”
    LOL !

  19. #21 Alisier
    20. November 2019

    Klar, und in anderen Parteien gibts natürlich keine Esos…..und bei den Grünen denken alle gleich, so wie die Deutschen alle Nazis sind und die Franzosen alle Froschfresser.
    Weißt du was, echt? Geh lieber gar nicht wählen. Besser für alle.
    Echt jetzt.

  20. #22 Joseph Kuhn
    20. November 2019

    @ Alisier:

    Jedenfalls sind mehr Franzosen „Froschfresser“ als Frösche Franzosenfresser. Das könnte schon eine gewisse Verallgemeinerung legitimieren.

    Im Ernst: Ich bin ja mal auf die Zusammensetzung der Kommission gespannt.

  21. #23 Beobachter
    20. November 2019

    @ Alisier, # 20:

    Also, wer die Grünen nicht mehr wählen will, soll lieber/besser gar nicht mehr wählen ?!
    Na sowas, man soll doch in unserer Demokratie informiert und aktiv mitgestalten, sich beteiligen !
    Aber natürlich nur bei den Grünen, zumal die Grünen im Großen und Ganzen und überhaupt und eigentlich gar nicht so sind wie es derzeit aussieht … – stimmt`s?
    Das wird ja alles nur “von der Presse inszeniert” (# 14) … !

    @ Joseph Kuhn, # 21:

    Da könnte ich wetten, dass in dieser Kommission auch einige etablierte Vertreter der Homöopathie und der sogenannten “Alternativmedizin” (vielleicht sogar welche vom Dachverband Geistiges Heilen, DGH e. V.) sitzen –
    von wegen der “Ausgewogenheit” … !

    Man muss ja schließlich alle “Experten” zum Thema hören und sie maßgeblich miteinbeziehen/-beteiligen:

    (DGH-Link siehe # 5 oben)

    ” … An der Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zugunsten der Heiler war der Dachverband Geistiges Heilen e. V. maßgeblich beteiligt. … “

    • #24 Christian Meesters
      20. November 2019

      Bitte mäßigen: Gerne in der Sache hart sein, aber zwischendurch mal durchatmen, ja?

  22. #25 Alisier
    20. November 2019

    @ Joseph Kuhn
    Die Zusammensetzung der Kommission könnte Signalwirkung haben, und sollte es aus meiner Sicht auch.
    Zudem die Bildung der Kommission allein dem Umstand geschuldet war, dass man den Zoff nicht direkt beim Parteitag haben wollte. Verständlich, aber dann muss jetzt auch Butter bei die Fische.
    Es gibt nämlich noch ein paar Zerreißthemen, die anstehen, und wenn die Partei sich zunehmend wissenschaftlich orientieren möchte, wird man gepflegt streiten müssen, auch über Crispr/Cas9 und Weiterentwicklungen.
    Dass die Partei sich solcher klassisch eher grünfernen, früher nicht wirklich thematisierten Bereichen endlich vernünftig annimmt wäre auch ein Signal, und zwar ein sehr wichtiges.

  23. #26 Beobachter
    21. November 2019

    Deutsches Ärzteblatt, Artikel vom 18.11.19:

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/107484/Gruene-uebergeben-Entscheidung-zur-Homoeopathie-an-Fachkommission

    “Grüne übergeben Entscheidung zur Homöopathie an Fachkommission
    … ”

    ” … Fachkommission der Grünen soll sich nicht nur mit Homöopathie befassen
    Die Fachkommission soll jetzt die Weichen dafür stellen, die Fragestellungen ergebnis­offen zu behandeln und ein zukunftsfähiges gesundheitspolitisches Konzept für das grüne Grundsatzprogramm zu erarbeiten. Die noch zu bildende Kommission soll sich im nächsten Jahr aber nicht nur mit der Homöopathie, sondern auch grundsätzlicher mit aktuellen Fragen um die Gesundheitspolitik und die Komplementärmedizin befassen.

    Shah sagte bereits im Vorfeld: Es gelte das Recht der Beitragszahler und der Solidarge­mein­schaft, auf die Finanzierung menschengerechter Gesundheitspolitik einzufordern. Auch Müller stellte klar, dass das Interesse der Patienten Vorrang erhalten müsse.

    „Wenn 72 Prozent derjenigen, die Homöopathie genutzt haben, gute Erfahrungen laut Forsa-Umfrage 2017 gemacht haben, dann gehört Homöopathie als alternatives Konzept in die grüne Gesundheitspolitik und macht auch aus versorgungswissenschaftlicher Sicht einen Sinn“, sagte der Dozent für Gesundheits- und Pflegeberufe und Leiter eines ambu­lante Pflegdienstes aus Halle/Saale. … ”

    Man beachte die Formulierung: “menschengerechte Gesundheitspolitik”.
    Wie soll sie denn sonst sein – etwa “marktgerecht”?
    Man kann die Menschen ja auch zu “marktgerechten Patienten” machen … (s. o., Bernd Hontschik, # 12)

    Es wird also eine “Fachkommission” entscheiden –
    und man wird sich darum prügeln (bildlich gesprochen), wer dabei sein darf und welche Lobby sich dann dort durchsetzen kann.
    Und alles im “vorrangigen Interesse der Patienten” ?!

  24. #27 Alisier
    21. November 2019

    Und manche können anscheinend nicht gut schlafen, ohne immer gleich ganze Gruppen in Sippenhaft nehmen zu müssen.
    Einer aus einer Gruppe ist böse? Dann sind alle böse, ist doch klar.
    Einfache Weltbilder mögen praktisch sein, hilfreich sind sie nicht.
    Und ehe jetzt der nächste Rant kommt: ich werde ihn so oder so ignorieren, außer es ist kein Rant, sondern eine halbwegs vernünftige, mit Bedacht geschriebene Replik.
    Ist ja bald Weihnachten, da darf man ja mal was völlig Unwahrscheinliches für möglich halten.

  25. #28 Joseph Kuhn
    21. November 2019

    @ Alisier:

    Naja, hier ist “Beobachter” doch recht sachlich. Ich denke auch, dass die Grünen aufpassen müssen, dass die Fachkommission nicht auch nur einen Lobbygruppenkompromiss produziert.

  26. #29 Alisier
    21. November 2019

    @ Joseph Kuhn
    Ich stimme zu.
    Dass das Thema auf diese Weise hochkommt ist aber eben den Nichtlobbygruppen zu verdanken. Und zu suggerieren es gäbe diese nicht, ist nur noch dämlich.
    Außerdem sind die Homöopathiefernen als Pharmalobbyisten verschrien, wie Du nur zu genau weißt.
    Mich stören diese Vereinfachungen extrem, egal woher sie kommen, egal gegen wen sie gerichtet sind.
    Diskussionen gehen regelmäßig nur deswegen den Bach runter, weil Extrempositionen nicht in Frage gestellt werden. Und wir brauchen echte, faire Diskussionen dringend, nicht nur bei den Grünen.

  27. #30 Beobachter
    22. November 2019

    ” … Der Heidenheimer Arzt Ulrich Geyer betonte zudem: „Eine Vielzahl von Studien und Meta-Analysen konnten eine Wirksamkeit der Homöopathie zeigen.“ Den vom bayerischen Land­tag in der vergangenen Woche gefassten Beschluss, eine klinische Studie zur Homö­o­pathie durch­zuführen, um die Resistenzbildung durch unnötigen Antibiotika-Einsatz zu verhindern (Drucksache 18/4286), sieht Geyer als „starkes Zeichen für eine patienten-zen­trierte Medizin, die das Beste aus zwei Welten vereint.“ … ”
    (aus Link # 26)

    Das ist nicht “das (vereinte) Beste aus zwei Welten”, und schon gar nicht für die Patienten, sondern Irrsinn und lebensgefährlich bis tödlich (z. B. bei homöopathisch behandelter Sepsis !).

    Ich kann nur hoffen, dass in dieser “Fachkommission” auch (kompetente, lautstarke) Vertreter von Patientenschutz-Organisationen sitzen werden.

    Denn Homöopathie-Gegner ignorieren häufig die unsachgemäße, missbräuchliche ärztliche Verordnung von Antibiotika (und somit das große Multiresistenz-Problem) –
    und die Homöopathie-Befürworter ignorieren die Wirkungslosigkeit (Wirkstofflosigkeit) ihrer “Medikamente”.
    Beides geht auf Kosten der Gesundheit der Patienten.
    Und die haben keine mächtige Lobby … !

    Wenn sich diese “Fachkommission” zu einem “klaren Jein” und zur großen “Vereinigung des Besten aus zwei Welten” “durchringen” sollte –
    sind daran natürlich nicht die Grünen schuld, sondern die “Fachleute”, die das schließlich “fachkompetent” so entschieden haben.

  28. #31 Beobachter
    22. November 2019

    Bei “bento” ein Interview mit Tim Demisch, Jung-Grüner, grüne Galionsfigur der Homöopathie-Gegner, 19-jähriger Politikwissenschaft-Student:

    https://www.bento.de/politik/homoeopathie-bei-den-gruenen-ich-schaeme-mich-und-finde-das-schade-a-acf3bd7c-e8d1-4933-85dc-585abf0a40bc

    ” … bento: Du sagst, die Wissenschaft stehe hinter euch. Dann sollte die Fachkommission sich in jedem Fall gegen Homöopathie entscheiden. Was lässt dich noch zweifeln?

    Tim: Der Kompromiss, auf dessen Grundlage die Fachkommission eingerichtet wird, ist inhaltlich relativ neutral formuliert. Es wird keine Richtung vorgegeben. Das heißt, dass wir in der Fachkommission nur erfolgreich sein werden, wenn wir uns auch richtig ins Zeug legen, gute Argumente liefern und damit andere überzeugen.
    … ”

    Info zu Tim Demisch:

    https://de.linkedin.com/in/timdemisch

  29. #32 Beobachter
    22. November 2019

    @ Christian Meesters:

    Heute Mittag habe ich nochmal kurz gepostet – inkl. 2 Links.
    Auch nach wiederholtem Abschicken ist der Kommentar nicht erschienen.
    Könnten Sie mal bitte nachsehen?

    • #33 Christian Meesters
      22. November 2019

      Der Kommantar ist im Filter hängengeblieben. Ich betreue den Blog in meiner Freizeit – nachfragen beschleunigt das Freischalten leider nicht.

  30. #34 Beobachter
    22. November 2019

    Ich habe nur höflich nachgefragt, sorry –
    hätte ja vielleicht sein können, dass Sie es übersehen haben …

    • #35 Christian Meesters
      24. November 2019

      schon klar – Zwischentöne gehen in einem Thread leider oft verloren.

  31. #36 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    23. November 2019

    Nix neues seit 1835: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2014/09/24/homoeopathie-zurueck-zu-den-anfaengen/#comment-269782

    Inventing the randomized double-blind trial: the Nuremberg salt test of 1835

    … At the time, homeopathy had garnered considerable support among the upper classes in the then Kingdom of Bavaria. In Nuremberg, one of Bavaria’s largest and most affluent cities, Karl Preu and Johann Jacob Reuter had treated some of the most prominent families with homeopathy, including members of the high aristocracy. In 1834, annoyed by homeopathy’s rising popularity, Friedrich Wilhelm von Hoven, the city’s highest ranking public health official and head of the local hospitals, published a devastating critique of homeopathy under the pseudonym ‘E_.F_.Wahrhold’, which he had used previously in a way that allowed readers to identify the true author. Von Hoven accused homeopathy of lacking any scientific foundation. He suggested that homeopathic drugs were not real medicines at all and alleged homeopathic cures were either due to dietetic regimens and the healing powers of nature, or showed the power of belief. He called for an objective, comparative assessment by impartial experts. If, as he expected, homeopathic treatment proved ineffective, the government would need to take drastic measures to protect the lives of deceived patients.

  32. #37 Beobachter
    24. November 2019

    Spaßes- und interessehalber habe ich mal nachgesehen, ob es von der AfD eine Stellungnahme zur Homöopathie und Kostenübernahme durch die Krankenkassen gibt.
    Die gibt es:

    https://www.afdbundestag.de/gehrke-nicht-homoeopathie-verbieten-sondern-buerokratie-abbauen/

    ” … Homöopathie ist nicht wirkungslos: ganz im Gegenteil zeigen auch wissenschaftlich fundierte Studien, dass Homöopathie, angewendet im Placebo – Bereich ausgesprochen effektiv und kostensparend sein kann. Placebo heißt nicht etwa wirkungslos, sondern beschreibt die psychologische Wirkung, dass sich der Patient mit seinen Beschwerden ernst genommen fühlt, und der Arzt, obwohl er eine Behandlung eigentlich nicht für notwendig hält, dennoch ein therapeutisches Mittel zur Hand hat.

    Daraus folgt zwangsläufig, dass homöopathische Medikamente nur von Ärzten verschrieben werden sollten, die sich dieser Problematik bewusst sind. Abzulehnen ist Einsatz von Homöopathie im Sinne von ‚Heilsversprechen‘. In diesem Bereich wäre ein Erstattungsverbot diskutabel.“ ”

    Damit zeigt sich die AfD (auf dem Papier) “aufgeklärter” bzgl. der Homöopathie als der bayerische Landtag, der auf Antrag der CSU und mit den Stimmen der Grünen und Freien Wähler untersuchen lassen will, ob man Antibiotika durch Homöopathie ersetzen kann:

    http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/bayerischer-landtag-stimmt-fuer-homoeopathie/

    Alles in Allem: Einfach irre – “da fällt einem wirklich nix mehr ein … !” (frei nach M. Anhäuser; 😉 )

  33. #38 Beobachter
    schon fast in den Federn
    24. November 2019

    @ Christian Meesters:

    Tut mir leid, ich möchte schon wieder nachfragen:
    Heute Vormittag habe ich zum Thema gepostet, und wieder mit 2 Links und wieder mit vergeblichem wiederholtem Versuch.
    Liegt es an der Anzahl der Links, wenn Kommentare im Filter hängenbleiben und dann händisch freigeschaltet werden müssen ?

    • #39 Christian Meesters
      25. November 2019

      Ja. Mehr Links -> höhere Wahrscheinlichkeit auf Spam.

  34. #40 Joseph Kuhn
    25. November 2019

    @ CM:

    Die Zahl der Links, die zum Filtern eines Kommentars führen, kannst du einstellen (Kommentarmoderation unter Settings/Diskussion).

    @ Beobachter:

    Herr Gehrke spricht übrigens von 110,5 Mio. Ausgaben für homöopathische Arzneimittel durch die Krankenkassen, Herr Spahn sprach kürzlich von 20 Mio. Anteilig an den Gesamtausgaben der Kassen ist natürlich beides marginal, aber in absoluten Zahlen und mit Blick darauf, was man alternativ davon bezahlen könnte, doch eine erhebliche Differenz.

  35. #41 rolak
    25. November 2019

    eine erhebliche Differenz

    Und das sind ja immer nur die HomöopathikaKosten. Ists irrelevant, ein fieser/guter Trick oder findet die Benennung bzw Einberechnung der HomöopathenKosten fast außerhalb meiner Wahrnehmung statt?

  36. #42 Beobachter
    25. November 2019

    @ Joseph Kuhn, # 40:

    Danke für den Hinweis – das hatte ich überlesen.
    Es ist eine sehr erhebliche Differenz.
    Welche Zahlenangabe ist denn nun richtig ?

    Die Krankenkassen könnten davon z. B. Brillen, Hörgeräte, Zahnersatz, notwendige Hilfsmittel, “Essen auf Rädern” bezahlen bzw. die Eigenanteile senken oder streichen … !
    usw. …

    @ Christian Meesters, # 39:

    Wenn man wüsste, wie viele Links höchstens ein Kommentar enthalten darf, damit er problemlos “durchgeht”, könnte man sich als KommentatorIn darauf einstellen.
    Vielleicht könnten Sie dazu eine Regel bekanntgeben, damit man Bescheid weiß und Sie weniger Arbeit haben.

    • #43 Christian Meesters
      26. November 2019

      Eine nachhaltige Lösung wäre eine gute Spam-Erkennung. Mir geht es nicht um weniger “Arbeit”: Ein Post mit mehreren Links kann ein legitimer Diskussionsbeitrag sein, ein Post ohne kann Spam sein. So lange das Scienceblogs-WP nur insb. über Zahl der Links und blacklisting arbeitet, werde ich im Zweifel lieber Beiträge “begutachten”. Dabei lasse ich auch durch, was mir nicht schmeckt — so lange ich Fairness und Netiquette nicht verletzt sehe. Ich kann mir auch vorstellen die Zahl der Links ab welcher ein Beitrag freigeschaltet werden muss zu ändern — und nicht jedes Mal zu posten, wie jetzt die Einstellung ist.

  37. #44 Joseph Kuhn
    25. November 2019

    @ Beobachter:

    “Welche Zahlenangabe ist denn nun richtig ?”

    Gute Frage. Weitere Auswahlmöglichkeiten:

    Beim ZDF konnte man im Sommer lesen: “Der GKV-Spitzenverband hat keine Aufstellung darüber, wie viel Krankenkassen für Homöopathie ausgeben.”

    Einer anderen Meldung zufolge waren es 2017 ca. 11 Mio.

    Das BMG informiert wie folgt: “Rezeptfreie Arzneimittel werden in der Regel nicht von der Krankenkasse erstattet.”

  38. #45 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    26. November 2019

    > #43 Christian Meesters, 26. November 2019
    > Eine nachhaltige Lösung wäre eine gute Spam-Erkennung. Mir geht es nicht um weniger “Arbeit”: Ein Post mit mehreren Links kann ein legitimer Diskussionsbeitrag sein, ein Post ohne kann Spam sein. So lange das Scienceblogs-WP nur über Zahl der Links und blacklisting arbeitet, werde ich im Zweifel lieber Beiträge “begutachten”.

    Diese Lösung gibt es. Bei meinem Gratis-Account ist sie sogar geschenkt: https://akismet.com/wordpress/ Scienceblogs müsste dafür bezahlen und darum hat es sie nicht.

    • #46 Christian Meesters
      26. November 2019

      Wie Joseph Kuhn schon schrieb, das gibt es bereits. Zusätzlich ist es aber notwendig (leider) über Blacklisting Spams zu entfernen.

  39. #47 Joseph Kuhn
    26. November 2019

    @ Karl Mistelberger:

    akismet

    … ist bei den Scienceblogs aktiv. Die Filterung über die Zahl der Links oder eine Blacklist kann zusätzlich händisch gesteuert werden. Bei mir hat Akismet inzwischen mehrere hunderttausend Spamkommentare abgehalten, die ich gar nicht sehe.

  40. #48 Beobachter
    26. November 2019

    @ rolak, # 41:

    Danke für den Hinweis und den interessanten Link:

    https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Homoeopathie-wird-fuer-Kollegen-immer-attraktiver-390830.html
    (2007)

    “Homöopathie
    Homöopathie wird für Kollegen immer attraktiver
    NEU-ISENBURG. Homöopathisch tätige Ärzte können die Behandlung von Kassenpatienten seit kurzem direkt mit vielen gesetzlichen Kassen abrechnen – zu einem durchaus attraktiven und festen Honorar in Euro. Angestoßen hat das vor allem der Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte.
    … ”

    Homöopathika-Kosten UND Homöopathen-Kosten belasten die Krankenkassen.

    Wie hoch wird derzeit z. B. einem “normalen” Allgemeinmediziner/Internist/Hausarzt bei GKV-Patienten eine regelrechte Erstanamnese, eine Folgeanamnese und ein notwendiges Beratungsgespräch laut GOÄ vergütet – bei gleicher Dauer und Häufigkeit der Gespräche (falls lt. GOÄ möglich)?
    Was/wie hoch kann ein Hausarzt derzeit für einen notwendigen Hausbesuch bei nicht mobilen Patienten abrechnen ?

    Schon vor Jahren verdiente selbst ein niedergelassener Urologe bei einem notwendigen Hausbesuch (Wechsel eines Bauchdecken-Dauer-Blasenkatheters) so gut wie nichts.
    Eine Schande … !

    Wenn die “sprechende Medizin” (Anamnesen, Beratung, Aufklärung, Hausbesuche) nicht besser vergütet wird, braucht sich niemand darüber zu wundern, wenn es immer mehr Ärzte (aus ökonomischen Gründen) zur Homöopathie zieht …
    Und es immer mehr Patienten zu den Homöopathen zieht, weil die sich wenigstens (gut bezahlte) Zeit nehmen (können).

    @ Joseph Kuhn, # 44:

    Die diversen Zahlenangaben (falls überhaupt welche gemacht werden) sind sehr unterschiedlich und nebulös.
    Ein “fieser/guter Trick” (rolak) ?
    Tja, und nun ?

  41. #49 rolak
    26. November 2019

    mehrere 100k

    ^^nicht schlecht, Joseph, dieses schicksalartige Teil kann aber offensichtlich nicht verhindern, daß immer wieder Schwärme von 1-url-Spams sauber landen (wirkt dann wie ein durch den Ventilator geworfener Kuhfladen).

    Einer der Nachteile der nachträglichen, händischen Freischaltung ist, daß sie so ausgeführt werden kann (manchmal, aber nur manchmal ists anders), daß der Kommentar nicht via rss verbreitet wird (wie hier #41), sondern sozusagen unbemerkt im längst Gelesenen inkarniert.

  42. #50 Beobachter
    26. November 2019

    Wissenswert und interessant:

    Um als Arzt homöopathisch/ökonomisch unterwegs zu sein, braucht man keineswegs Homöopath zu sein –
    man kann auch homöopathische ärztliche Leistungen als IGeL-Leistungen an seine Patienten verkaufen:

    https://www.iww.de/aaa/zusatzleistungen/zusatzleistungen-abrechnung-der-homoeopathie-igel-ebm-goae-f81829

    “19.12.2014 ·Fachbeitrag ·Zusatzleistungen
    Abrechnung der Homöopathie – IGeL, EBM, GOÄ

    | Aus verschiedenen Quellen ergibt sich das Bild, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung an homöopathischen Behandlungsmethoden interessiert ist. Bei Frauen soll der Anteil sogar etwa 75 Prozent betragen. Wer als Arzt offen gegenüber diesen Methoden ist, sollte mit seinen Patienten über die Möglichkeiten der Homöopathie sprechen und kann sich über zusätzliche Umsätze freuen – denn grundsätzlich ist die homöopathische Behandlung eine IGe-Leistung (IGeL). |

    Nachfrage ist groß
    Nicht nur in haus- und frauenärztlichen Praxen ist die Nachfrage nach homöopathischen Behandlungsmethoden groß, sondern auch bei Kinderärzten. Schließlich sind es in der Regel Mütter, die die Kinder begleiten. Meist wird von den Patienten bzw. Müttern die ärztliche Kompetenz im Miteinander von Schulmedizin und naturheilkundlichen Behandlungsverfahren gesucht. Typisch dafür ist, dass gerade bei vorgesehenen Verordnungen von Antibiotika, Psychopharmaka oder Analgetika nach homöopathischen Alternativen gefragt wird.
    … ”

    Es folgen die Feinheiten des ärztlichen Abrechnungswesens.

    Quelle:

    https://www.iww.de/impressum
    “IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft GmbH”

  43. #51 Beobachter
    27. November 2019

    @ Christian Meesters:

    Gestern Abend habe ich nochmal einen Kommentar mit 2 Links versucht zu posten –
    zu den Abrechnungsmöglichkeiten ärztlicher homöopathischer Leistungen als IGeL.

  44. #52 Beobachter
    27. November 2019

    Wenn nun einzelne Landesärztekammern in ihrer Weiterbildungsordnung die Zusatzbezeichnung “Homöopathie” streichen, ist das zwar erfreulich und schon lange überfällig, aber wenig mehr als äußere “Kosmetik”.
    Denn man braucht wie gesagt keineswegs die ärztliche “Zusatzbezeichnung Homöopathie”, um Homöopathika und/oder homöopathische Leistungen verordnen und abrechnen (als IGeL) zu können.
    Z. B. können das auch Kinderärzte als “Alternative zu Antibiotika und Schmerzmittel” (!, siehe IWW), wenn homöopathie-affine Mütter für ihre Kinder das so wollen und bezahlen (!).

    M. E. werden sich die Grünen (oder ihre “Fachkommission”) hüten, gegen die Homöopathie Stellung zu beziehen und so deren Fans in den eigenen Reihen, in ihrer gutsituierten Wählerschaft und vor allem die Homöopathie-Lobby mit ihrem Geschäftsmodell zu verprellen.

  45. #53 Beobachter
    28. November 2019

    Nachtrag zu # 50:

    Lieber Herr Meesters, ich warte noch immer auf die Freischaltung meines Kommentars vom 26.11.19.
    Zumal ich ihn in der Sache wichtig finde, denn es geht um die diversen Abrechnungsmöglichkeiten ärztlicher homöopathischer Leistungen ohne die ärztliche “Zusatzbezeichnung Homöopathie” .
    Es ist erstaunlich, was alles möglich ist, wenn es um`s Geld geht und man weiß, wie`s geht.

  46. #54 Beobachter
    29. November 2019

    Nachtrag zu # 26:

    ” … Es wird also eine “Fachkommission” entscheiden –
    und man wird sich darum prügeln (bildlich gesprochen), wer dabei sein darf und welche Lobby sich dann dort durchsetzen kann. … ”

    Update:

    Die grüne “Fachkommission” wird Chefsache –
    und Lobby-Verbände bieten ihre “Hilfe” an:

    https://taz.de/Die-Gruenen-und-die-umstrittenen-Pillen/!5645243/
    (28.11.19)

    “Die Grünen und die umstrittenen Pillen
    Homöopathie für den Chef
    Robert Habeck übernimmt persönlich die Leitung der Kommission, die den Globuli-Streit befrieden soll. Verbände bieten bereits ihre Hilfe an.
    … ”

    ” … Habeck, der sich schon vor dem Parteitag eingeschaltet hatte, um den Streit zu befrieden, steht vor einer großen Aufgabe. Allein wer in der Kommission sitzen darf – und wer nicht – ist umstritten. … ”

    ” … Was, wenn sich die Kommission nicht einig wird? „Dann müsste die nächste Bundesdelegiertenkonferenz über die harten Punkte entscheiden“, sagte Homöopathie-Kritikerin Piechotta. Die Grünen-Spitze bekäme also den Streit, den sie nun erstmal verschob, Ende 2020 erneut serviert – pünktlich zum beginnenden Bundestagswahlkampf.”

    Das Thema “Homöopathie” (bzw, Wissenschaftlichkeit in allen Bereichen) ist bei den Grünen also noch lange nicht “durch” … !
    Einen Kompromiss in der Sache kann es nicht geben – denn man/frau kann auch nicht “ein bisschen schwanger” sein.

    Es bieten ihre “Hilfe” an:

    U. a. Homöopathie-Verbände, Anthroposophie-Verbände, …

  47. #55 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    29. November 2019

    What does this survey tell us?

    While most consumers trust pharmacies, very few people understand what homeopathy is and the nonsensical belief system it is built upon. Few consumers read and understand product labels well enough to identify which products are homeopathic. These generally positive views carry over to oscillococcinum, at least until people learn what the product is, and how it is made. Once consumers learn about homeopathy and products like oscillococcinum, positive perceptions deteriorate.

    Perceptions of efficacy and safety decline, and people are less likely to buy homeopathy once they learn what it actually is.

    https://sciencebasedmedicine.org/what-do-consumers-think-about-homeopathic-remedies/

  48. #56 Beobachter
    29. November 2019

    Nachtrag zu # 54:

    weitere Zitate aus dem verlinkten TAZ-Artikel:

    ” … In ihrem Bemühen, alle Seiten zufrieden zu stellen, sind die Grünen in wolkige Metafragen abgedriftet … ”

    ” … „Wenn wir als Grüne die Homöopathie in Frage stellen, dann berührt das unsere programmatische DNA und ist etwa so, als wenn die CDU sich für die Abschaffung des Religionsunterrichts aussprechen würde“, sagte Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. … ”

    Sowas sagt ein grüner Landes-Sozialminister ! –
    “ein schwäbischer Grüner mit bayerischen Wurzeln”.
    In Baden-Württemberg, dem “heilig`s Blechle”-Autoindustrie-Land.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Lucha

    Vielleicht sollten die Grünen besser eine Fachkommission zum konkreten Thema “Pflegenotstand im Gesundheitswesen”, das Jeden betrifft, einsetzen –
    statt wolkig über wolkige Metafragen und ihre eigene DNA zu diskutieren/filosofieren.

  49. #57 Beobachter
    3. Dezember 2019

    Tja, und zur Belebung des Weihnachtsgeschäfts gibt es demnächst möglicherweise für gut situierte aufgeklärte Jung-/Alt-Grüne, besonders kritisch Denkende und alle Ober-Skeptiker das Anti-Homöopathie -T-Shirt für schlappe 16 €:

    https://blog.gwup.net/2019/12/03/homoeopathie-wirkt-nicht-ueber-den-placebo-effekt-hinaus-jetzt-auch-als-t-shirt/

    Welch innovative Geschäftsidee, passend zur laufenden (verengend zugespitzten) medialen Kampagne –
    und alles im Namen “der Wissenschaft” !

  50. #58 Beobachter
    4. Dezember 2019

    M. E. geht es bei diesem medial omnipräsenten “Homöopathie-Streit” weder den Befürwortern noch den Gegnern um das Wohl der Patienten, sondern um`s Geschäft.
    Statt sich mit gleicher Vehemenz um eine gute medizinische/pflegerische Versorgung für alle zu kümmern … !