“Alle reden übers Wetter. Wir tun was!” – So könnte man vermutlich die Motivation zusammenfassen, die zum bemerkenswerten Kooperations-Projekt der Gymnasien Waldkraiburg und Vilsbiburg führte. Denn als im Jahr 2007 alle vom Klimawandel redeten, stellten sich die Schüler der bayerischen Gymnasien die Frage: “Was können wir tun?”

Auf der Suche nach Antworten studierte man natürlich auch den Bericht des Weltklimarats (IPCC). Und irgendwann gelangte man bei der Lektüre zu den Kapiteln, wo Gegenmaßnahmen zur menschenverursachten Klimaveränderung skizziert werden. Einsparungen von Energie und Emissionen stehen dort natürlich an allerhöchster Stelle – und als eine Möglichkeit wertvolle Energie einzusparen, wird dort die “Effiziente Beleuchtung von Gebäuden” genannt. Ist das vielleicht ein Ansatzpunkt für ein vielversprechendes Projekt?


Kooperationsprojekt zum Einsparpotenzial von LED-Leuchten

Und ob! Das Thema “LED – Das Licht der Zukunft” war schnell definiert. Und insgesamt 16 Schüler der beiden Gymnasien stürzten sich mit viel Engagement in die Arbeit. Unter Anleitung der betreuenden Lehrer Herr und Frau Räde recherchierten und analysierten die Schüler in vielen gemeinsamen Sitzungen das Energiesparpotenzial von Leuchtdioden für die Beleuchtung der Zukunft.

In zahlreichen Besuchen bei Kooperationspartnern informierte man sich zunächst über die technischen Grundlagen, die Einsatzmöglichkeiten und Energiespareffekte der LEDs. Und dann machte man sich selbst ans Werk: die Gruppe begann mit der Lichtplanung für ein beispielhaftes LED-Haus der Zukunft und dem Bau einer eigenen LED-Leuchte.

Auf der hervorragend gestalteten Website zum Projekt schreiben die jungen LED-Forscher:

“Mit unserem LED-Projekt haben wir uns in ein sehr zukunftsträchtiges Thema eingearbeitet und diese neue Technologie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Wir konnten zeigen, dass durch den Einsatz von LEDs der Stromverbrauch für die Beleuchtung in den verschiedensten Anwendungsbereichen so deutlich gesenkt werden kann, dass hier ein Einsparpotential von vielen Millionen Tonnen Kohlendioxid vorliegt.

Mit dem Entwurf des LED-Hauses der Zukunft gelang es uns zu zeigen, welche Möglichkeiten mit dieser Technologie im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung denkbar sind, auch wenn vieles gegenwärtig noch Zukunftsmusik ist. Durch den Bau unserer eigenen LED-Leuchte konnten wir jedoch demonstrieren, dass bereits heute manches mit dieser modernen Form der Beleuchtung möglich ist, was noch vor 10, 20 Jahren vollkommen undenkbar schien.”

Ein wirklich außerordentliches Projekt! Das fand auch die Jury des 13. Wettbewerbs “Schule macht Zukunft” und zeichnete die Schüler mit dem zweiten Hauptpreis aus. Der Lohn für die Projektarbeit: eine Reise nach Helsinki.

Und auf der Website kann man sich das “LED-Haus der Zukunft” natürlich auch ansehen. Ein Rundgang lohnt sich:


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