Der Begriff “Schrödinger’s Katze” bezieht sich auf eine Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger aus dem Jahre 1935. Dabei beschrieb er eine geschlossene Kiste mit einem darin befindlichen Atomkerrn, der mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit zerfällt. Ein ebenfalls in der Kiste vorhandener Geigerzähler nimmt den Zerfall wahr und setzt daraufhin Giftgas frei, was die ebenfalls in der Kiste befindliche Katze töten würde. Laut Quantenmechanik befindet sich der Atomkern in einem Zustand der Überlagerung, er ist also sowohl stabil wie auch zerfallen. Dies würde für die Katze bedeuten, dass sie sich ebenfalls im Zustand der Überlagerung befindet und sowohl tot als auch lebendig ist. Dies ist ein Paradoxon und lässt sich heranziehen um die Eigenartigkeiten der Quantenmechanik zu verdeutlichen. Dabei ist die Übertragung quantenmechanischer Regeln auf ein makromolekulares System wie die Kiste mit der Katze stets problematisch. In der sogenannten Kopenhagener Deutung wurde es wie folgt erklärt: Beim Öffnen der Kiste fällt der Atomkern, der sich vor dem Öffnen im Zustand der Überlagerung befand, in einen der beiden Zustände. Und das liegt am Einfluss des Beobachtens oder der Messung. Und genau an diesem Punkt steige ich auch ganz klar aus der Materie aus. Egal, ich wollte hier auch nur auf ein wunderbares Nerd-Spielzeug aufmerksam machen, das ich bei ThinkGeek entdeckt habe, den “Schrödinger’s Cat Executive Decision Maker”. Dabei handelt es sich um einen nachbau des Gedankenexperimentes, wobei man ein Türchen an der Kiste öffnen kann um den Zustand der Katze im inneren zu untersuchen. Diese befindet sich dann erst noch einige Sekunden im Zustand der Überlagerung und fällt dann in einen der beiden Endzustände. Habt ihr also jede menge schwere Entscheidungen zu terffen und braucht dafür eine Hilfe, ist dies optimal, denn die Quantenmechanik erlöst euch aus dem Dilemma. Hier noch ein Filmchen wie das ganze aussieht

Ich glaube ich brauch so was, und bei der nächsten wichtigen Entscheidung wie zum Beispiel das Tagesessen in der Mensa, Schniposa oder Ratatouille, werd ich Schrödinger’s Katze befragen.

Kommentare (6)

  1. #1 Manea-K
    Februar 21, 2012

    Schroedingers Idee hinter der Katze war eigentlich nicht die Eigenartigkeit der Quantenmechanik zu verdeutlichen, sondern die Kopenhagener Interpretation als absurd zurueckzuweisen. Hier schoen veranschaulicht: http://www.smbc-comics.com/index.php?db=comics&id=2524#comic

  2. #2 Felix Bohne
    Februar 21, 2012

    @Manea-K: Ahhh, danke! So versteh das sogar ich!

  3. #3 nihil jie
    Februar 21, 2012

    @Felix Bohne

    Ich glaube ich brauch so was, und bei der nächsten wichtigen Entscheidung wie zum Beispiel das Tagesessen in der Mensa, Schniposa oder Ratatouille, werd ich Schrödinger’s Katze befragen.

    kein Problem… ich verkaufe Dir eine Katze. das ist eine gemeine heisenbergsche unschärfere-kurzharr-Katze und sie lebt am liebsten in einem Sack. Den Sack bekommt man natürlich inklusive. und sie lässt sich auch gelegentlich befragen… 😉

  4. #4 rolak
    Februar 21, 2012

    Tacos!

    Gut daß mein Abendessen gleich fertig ist, sonst würde ich wieder (gefühlt) ewig Kohldampf schieben…

  5. #5 BreitSide
    Februar 21, 2012

    Man kann den Zustand der Katze auch von außen erkennen: Lass das Kästchen fallen, und wenn es auf die Füße fällt, lebt die Katze.

  6. #6 Theres
    Februar 23, 2012

    Wie schön!
    Ich brauch immer Geschenktipps :)))
    @Felix Bohne
    Müsst ihr so schnell machen? Da ist man ein paar Tage unaufmerksam und vergisst, auf eure Homepage zu schauen (weil die Kommentare nicht im allgemeinen Feed erscheinen und ich ja was schreiben muss um neue mitzukriegen und dazu muss ich hinschauen ;), und jetzt komme ich kaum noch nach.
    Toll, ich bin begeistert, meine ich doch, macht so weiter … ^^