Schneekristalle wachsen immer in sechseckiger Form. Und sie bilden dabei – wenn Temperatur, Druckverhältnisse und andere Bedingungen stimmen – filigrane Kunstwerke. Bis heute gilt Wilson Bentley als der Ahnherr aller Fotografen, die sich mit diesen eisigen Miniaturgebilden beschäftigten. Seine Aufnahmen sind mehr als hundert Jahre alt und immer noch beeindruckend.

Dieses Foto zeigt allerdings einige Kristalle, die mit moderner Elektronenmikroskopie dargestellt werden. Die Farben sind übrigens – wie immer – sogenannte Pseudofarben, also Kolorationen.

Bildquelle: Beltsville Electron Microscopy Unit, http://emu.arsusda.gov/snowsite/default.html

Kommentare (3)

  1. #1 efferle
    Januar 22, 2010

    Was für ein beeindruckendes Bild… =:-) Allerdings stellt sich mir gleich die Frage: Warum sind die Schneekristalle immer sechseckig, warum ist nicht etwa auch mal ein Achteckiges dabei? Oder eines mit Stücker Zwölf? Könnte das jemand hier beantworten?

  2. #2 Marc Scheloske
    Januar 22, 2010

    @efferle:

    Das liegt daran, daß es ja Wassermoleküle sind, die aneinander andocken. Und das machen die jeweils in einem Winkel von 60° Grad. Deshalb die hexagonale Struktur. Ursache wie gesagt die H2O-Moleküle, die eben bereits die winklige Struktur haben (hat auch was mit der Verteilung der elektrischen Ladungen innerhalb der chemischen Verbindung zu tun). Naja, jedenfalls ordnen sich die Moleküle immer in einem sechseckigen Muster an.

  3. #3 Engywuck
    Januar 23, 2010

    Wikipedia hat das zu der Frage passende Bild:
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Cryst_struct_ice.png&filetimestamp=20060618180717

    Wenn Wasser kristallisiert ordnen sich die Moleküle aufgrund Form und Ladungsverteilung so an, dass ein hexagonales Kristallgitter entsteht.
    Grund dafür ist letztlich die Wasserstoffbrückenbindung – also dass die Wasserstoffatome aufgrund der größeren Elektronegativitt des Sauerstoffs positive Teilladung haben und dann das Molekl so ausrichten, dass sie möglichst zwei Sauerstoffatome (ihr eigenes und ein anderes) “sehen”.
    Das klappt aber natürlich nur dann besonders schön, wenn – wie im Artikel esagt – “Temperatur, Druckverhältnisse und andere Bedingungen stimmen”