Bei der schon lange überfälligen Vereinigung der drei Verbände “Arbeitskreis Medizinpublizisten“, “Kollegium der Medizinjournalisten” und “Vereinigung Medizinische Fach- und Standespresse” zu einem “Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten” knirscht es offenbar mehr denn je. Bei den langwierigen Verhandlungen mussten schwierige Kompromisse geschlossen werden, denn die Mitgliederstrukturen sind sehr unterschiedlich: Der “Arbeitskreis” erlaubt nur hauptberufliche Journalisten, in der “Vereinigung” sind auch Hochschullehrer willkommen, die nebenher ein Fachblatt redigieren oder auch PR-Leute aus der Pharmabranche.
Lesenswerte Einblicke und Ausblicke hierzu von Kollege Reiner Korbmann, der die Geburt des “Arbeitskreises” als Abspaltung vom “Kollegium” vor mehr als drei Jahrzehnten sogar noch persönlich miterlebt hat, in seinem Blog.

Ach ja: Neben diesen drei Verbänden gibt es übrigens noch einen vierten — den Verband Deutscher Medizinjournalisten (VDMJ), soweit ich weiß sogar der größte von allen.

Kommentare

  1. #1 Thilo
    5. April 2012

    Hmm, im Artikel von Korbmann ist auch vom “Verband der Medizin und Wissenschaftsjournalisten” die Rede, genau wie hier. Soll der wirklich so heißen oder nicht doch eher “Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten”? Oder sind solche Feinheiten im Wissenschaftsjournalismus nicht so wichtig?

    Und warum wird bei Korbmann ständig über Freier geredet?

    Kaum ein Freier kann heute noch ohne “Nebeneinnahmen” aus PR-Aufträgen leben.

  2. #2 Axel
    6. April 2012

    Medizin-Journalisten? Das ist sicher einer der lukrativsten Journalisten-Jobs, wenn man zuhause die Spiegel abhängt. Wenn man bedenkt, wie sich diese Spezies in anderen Bereichen Vorteile verschafft, dürfte das bei den pharmafiösen Strukturen wahrhaft ein Gewinn bringender Job sein.

  3. #3 Alexander Gerber
    7. April 2012

    Ergänzenden Ergänzungsstrich ergänzt, danke Thilo.

    warum wird bei Korbmann ständig über Freier geredet?

    Ist natürlich als Kurzform für “Freier Journalist” gemeint. Also:

    Kaum ein Freier [JOURNALIST] kann heute noch ohne “Nebeneinnahmen” aus PR-Aufträgen leben.

  4. #4 Thilo
    7. April 2012

    Wenn so ein Freier dann einen Artikel in der Zeitung schreibt über ein Thema, mit dem er gleichzeitig auch Nebeneinnahmen aus PR-Tätigkeit (und damit meine ich jetzt nicht das Redigieren eines Fachblattes) erwirbt, dann wird er doch sicher immer unter dem Artikel auf diese seine Nebentätigkeiten hinweisen, oder?