Da kann man nur noch sagen “Holy Jesus”: Der Rabattmarken-Anbieter “Groupon” hat heute Ehrendoktorwürden im Sonderangebot — zwischen Designerunterwäsche und einem Trip im Flugsimulator.

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Preis für einen angeblich auch in Deutschland verwendbaren “Dr. h.c.” aktuell: 39 Euro — wenn das mal kein Schnäppchen ist, müssen sich wohl auch die über 300 Kunden gedacht haben, die seit heute früh auf “Kaufen” geklickt haben. Ungefähr jede Minute kommt ein neuer dazu. Wie weit wird die Entwertung akademischer Titel noch gehen? Und wie war nochmal der aktuelle Stand bei SchavanPlag? :-o

NACHTRAG (15.05.)
Das Gruselkabinett der Pseudotitel

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Ein ‘Ehrenheilpraktiker
Solange es nur “Revolutionierte”und nicht “Revolutionäre Homöopathie” ist…

* * *

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Ein ‘Freibeuter
Da hat sich jemand mit erstaunlichem Selbstverständnis für Transparenz unter die Piraten gemischt…

* * *

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Unterwegs auf ‘dunklen Feldern
Eine “Institutsleiterin”, die beweist: In Miami sind auch ‘Ehrenprofessuren’ günstig zu haben…

* * *

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Hauptsache Stethoskop
Wäre interessant zu wissen, welche vier “Likes” dahinter stecken…

* * *

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Völlig ‘verGauckelt
Eva Ihnenfeldt schwadroniert sogar noch öffentlich darüber (“mit gutem Gewissen, mit Leidenschaft und Überzeugung” — Glückwunsch!) und sieht keinen Unterschied zwischen ihrem Ramsch-Doktor und den Ehrendoktorwürden dreier deutscher Univesitäten für unseren Bundespräsidenten Joachim Gauck…

Kommentare (32)

  1. #1 tom
    14. Mai 2012

    Die Liste der angebotenen Fachgebiete ist wirklich sehenswert. Ein “Doctor of Divinity” schindet sicher massig Eindruck. Die Nahaufnahme der Urkunde lässt allerdings an der Ernsthaftigkeit des Angebots zweifeln. “Doctor Nick Riviera” hat ja (besonders in Springfield) keinen guten Ruf…

  2. #2 keinDoktor
    14. Mai 2012

    Viel stärker finde ich da den Dr. h.c. of Feng Shui!

  3. #3 Chris
    15. Mai 2012

    Das Angebot gibt es nicht zum ersten Mal bei Groupon. Zuletzt wurde glaube ich eine fünfstellige Anzahl verkauft und der Anbieter durfte sich danach in der Bild-Zeitung rühmen.

  4. #4 teekay
    15. Mai 2012

    Als Party-Gag und Geschenkidee für Mutter- oder Vatertag ist das doch ganz nett. Aber mal im ernst: Hat schon mal jemanden einen ‘echten’ CV gesehen in dem ein Bewerber seinen Dr. h.c. in Divinity Studies als besondere Leistung aufführt?

  5. #5 Alexander Gerber
    15. Mai 2012

    @teekay: Naja, ich würde vermuten, dass viele derjenigen, die sich solch einen Pseudo-Titel besorgen, ihn einfach als Dr. h.c. Heinz Müller auf der Visitenkarte führen und im Falle einer Nachfrageeinfach nicht reagieren… ;-)

  6. #6 Crash
    15. Mai 2012

    Mir persönlich hat sich ein solcher Würdenträger gegenüber bereits einmal geoutet. Kann sich dann jeder selbst ausrechnen, wieviel Glauben er einem Postbeamten mit Dr. h.c. of Theology dann schenken wird…

    Schlimmer wäre dann eher der Typ “Young Professional” mit Karriere-Nachbrenner, der sich diesen Titel dann aufs Kärtchen schreibt…

  7. #7 Peter B.
    15. Mai 2012

    Serviervorschlag: http://goo.gl/fOqzO ;-)

  8. #8 Moko
    15. Mai 2012

    Man bemerke: Der Name auf dem Beispiel ist “Nick Riviera”, der unqualifizierte Arzt aus den Simpsons! ;D

  9. #9 Klaus
    15. Mai 2012

    @Peter B.:
    Für alle mit wenig Zeit: Googelt man bei dem “h.c.” Heilpraktiker nach der Herkunft seines Titels, kommt man recht schnell zu ” doktortitel-kaufen.net”
    Sind des “Doctors” Kunden wirklich so deppert, dass sie nicht auch auf diese Idee kommen, mal nachzuschauen was hinter dem “h.c.” des Heilpraktikers steckt? Ich glaube: ja.

  10. #10 Alexander Gerber
    15. Mai 2012

    Echt jetzt? Ein ‘Ehrenheilpraktiker’. ;-)
    Habe ich gleich ins Posting hinzugefügt, danke. Können ja hier mal ein kleines Gruselkabinett aufmachen…

    @Moko: Es wäre lustig, wäre es nicht so traurig.

  11. #11 simop
    15. Mai 2012

    1347. 1348. Der Bedarf scheint hoch zu sein… :D

    Ansonsten kann ich nur zustimmen: Es wäre lustig, wäre es nicht so traurig…

  12. #12 M
    15. Mai 2012
  13. #13 Spoing
    15. Mai 2012

    Mal nen bischen gegoogelt.

    Die Inhaberin des “Institut für Gesundheit und Ernährungsberatung Leipzig”
    hat auch ein paar Titel schwer erarbeitet.
    http://www.institut-gesundheit-leipzig.de/kontakt/
    Prof. h.c. of Homeopathy (MLDC Institute, Miami, USA)
    Dr. h.c. of Alternative Therapy (MLDC Institute, Miami, USA)

  14. #15 Alexander Gerber
    15. Mai 2012

    Genial! Danke für die vielen Fundstücke aus der Crowd. Habe das oben im Posting alles schon mal eingepflegt.

    Please keep diggin’

  15. #16 Ingo
    15. Mai 2012

    Zufall? Die Lübecker Nachrichten haben erst letzte Woche darüber berichtet, die MDLC bekommt hier auch ein Gesicht:
    http://www.ln-online.de/lokales/luebeck/3440176/luebeck-dieser-mann-macht-jeden-zum-doktor
    Und hier noch einer für die Galerie:
    http://www.unternehmensethischeberatung.de/index.html
    Aber Vorsicht, der Versuch, die Links auf der Seite zu entziffern, verursacht Augenschäden.

  16. #17 Martina
    15. Mai 2012

    Die Seite titel-kaufen.de ist auch witzig, man schaue ins kleingedruckte am Ende der Seite!

  17. #18 LetsGoWestside
    17. Mai 2012

    Die Website ist einfach mal schwer dumm, wie viel Langeweile muss man haben eine Seite zu eröffnen wo nur um den heißen Brei geredet wird mit der Motivation, dass es tatsächlich Leute gibt die es für möglich halten man könnte sich einen echten Universitäts-Doktortitel instantan im Internet kaufen???

  18. #19 Richard K.
    17. Mai 2012

    Verstehe nicht, warum Leute für sowas Geld ausgeben. Beim Thunderwood College (http://thunderwoodcollege.com/) gibt es einen Doktor ganz umsonst und innerhalb von Sekunden.
    Mein Favorit: Doctor of Sciences in Intelligent Design. :-))

  19. #20 Alexander Gerber
    18. Mai 2012

    …haben es (dank eurer Tipps) gerade in den BILD-Blog mit diesem Posting geschafft.

    ;-)

    >> http://www.bildblog.de/38769/dapd-inflationsalarm-dr-h-c/

  20. #21 x
    21. Mai 2012

    Der Heilpraktiker hat die 39 Euro mittlerweile abgeschrieben…

  21. #22 Iwanda
    21. Mai 2012

    …naja, bei ebay kann man sich auch nen Adelstitel kaufen samt Schlossanteilen. Gut, das Schloss ist dann meistens nur ne Ruine und der Anteil beträgt gerade mal 30×30 cm aber immerhin. Oder man verzichtet auf alle Titel und lässt sich einfach heilig sprechen (http://www.geschenkeprofi.com/heiligsprechung.php) und lässt sich fortan nur noch mit “Heilige” + Vornamen anreden – letzteres würde ich auch bevorzugen ;o) – ist doch schön, da ist für jede Profilneurose was dabei. Grüße die heilige Iwanda

  22. #23 noch'n Flo
    21. Mai 2012

    Es juckt mich ja in den Fingern, mal in Florida anzurufen, ob mir diese Titelmühle einen “Doctor of Skepticism”, wahlweise auch einen “Doctor of Debunking” verleihen würde… (den würde ich selbstverständlich nur scherzeshalber auf Skeptikertreffen verwenden!)

  23. #24 noch'n Flo
    22. Mai 2012

    Der Ehrenheilpraktiker hat mittlerweile den “Doktortitel” wieder von seiner Homepage entfernt.

  24. #25 Detlef Rathmer
    24. Mai 2012

    Ja, das ist richtig! Der “Ehrenheilpraktiker”‘ hat bis zur endgültigen rechtlichen Klärung den Titel abgelegt, ist jedoch entgegen der hier einseitig vorgetragenen Mehrheitsmeinung nach sie vor der Auffassung, dass er diesen Titel verdient trägt im Gegensatz zu vielen, die für diesen Titel nur bezahlt haben, aber kein gesellschaftlich anzuerkennendes Äquivalent in die Waagschale werfen können. Sofern man sich einmal die Mühe machen würde, die zahlreichen Publikationen dieses sog. Ehrenheilpraktikers in Augenschein nähme, könnte man vielleicht nachvollziehen, warum sich jemand dafür entscheidet, eine kirchliche Ehrung seiner Verdienste in Empfang zu nehmen, ohne sich gleich den Vorwurf machen zu müssen, dass er täuschen oder betrügen möchte. Das 6. Buch dieses “Ehrenheilpraktikers” ist beispielsweise das umfangreichste Nachschlagewerk der Geist-/Gemütsrubriken in der Homöopathie weltweit mit über 20.000 Rubriken, an dem er 6 Jahre seines Lebens gearbeitet hat. Jeder halbwegs gebildete Mensch müsste wissen, dass es so etwas wie einen “Doktor der Homöopathie” überhaupt nicht gibt. Was läge da also näher, durch einen solchen kirchlichen Ehrentitel auf besondere Verdienste im Bereich der Homöopathie hinzuweisen, zumal eine Verwechselungsgefahr zu akademischen Titeln nun wirklich nicht gegeben ist. Sollte also die rechtliche Überprüfung ergeben, dass der Titel geführt werden darf, wird er weiterhin geführt, ansonsten wird er nicht mehr erscheinen!

  25. #26 Ethylether
    24. Mai 2012

    @ Detlef Rathmer
    Auch wenn (vielleicht) keine Verwechslungsgefahr zu existenten Titeln oder Graden besteht, so taugt Ihr “Ehrendoktor” doch dazu, bei Kunden bzw. Patienten eine gewisse Gewogenheit herzustellen, die Sie als Heilpraktiker so gar nicht, oder kaum erfüllen können. Das ist doch der einzige Grund warum Sie es nötig haben diesen gekauften “Titel” vor Ihren Namen setzen.

    Es ist irrsinnig zu Glauben, dass man für jedes Geschreibsel eine akademische Würdigung zu Erwarten hat, nur weil man selbst von einer “gesellschaftlichen Relevanz” überzeugt ist.

  26. #27 Detlef Rathmer
    24. Mai 2012

    Wenn man dieser Ihrer Auffassung ist, dann macht jeder Ehrendoktor überhaupt keinen Sinn mehr, denn wer kann schon von sich behaupten, dass man die Erwartungen an eine einmal verliehene Ehre immer voll erfüllen könnte.

    M.E. ist es noch irrsinniger zu glauben, über andere Menschen ohne genaue Überprüfung urteilen zu können, man könnte auch hier einmal nach den dahinterstehenden Motiven forschen und wird dann auch dort einiges ans Licht bringen können!

    Gleichwohl ist es pure Spekulation despektierlich zu behaupten, jemand hätte eine derartige Ehrung “nötig”, und selbst wenn es so wäre, ist es denn so verwerflich, sich möglichst genau bezeichnen zu wollen und auf seine besonderen Kenntnisse und Leistungen aufmerksam machen zu wollen?

    Angemessene Kritik ist schon o.k., aber einseitige negative Kritik wie “Geschreibsel” sagt wohl mehr über den Kritiker aus als über den Kritisierten!

  27. #28 Ethylether
    25. Mai 2012

    Hallo Herr Rathmer,

    äh ja… Sie haben u.a. an einem Buch über “Geist-/Gemütsrubriken in der Homöopathie” gearbeitet. Mit Verlaub, aber einen passenderer Begriff als “Geschreibsel” kommt mir dazu nicht in den Sinn.

    Und nochmal grundsätzlich: Dass Ihr “Dr. h.c.” eine kirchliche Würdigung sein soll (augenscheinlich: ist) mag zwar ein rechtliches Schlupfloch sein, aber Sie wollen doch hier nicht ernsthaft glaubhaft machen, dass diese Church/Institution/Firma in Miami Sie in irgend einer Weise gewürdigt, belobigt oder geehrt hat. Sie haben gezahlt, die haben “geliefert”. Ihre Verdienste um die “revolutionierte Homöopathie” gehen dem Kontoinhaber am Allerwertesten vorbei.

    Und unter diesem Gesichtspunkt sprechen Sie von “kirchliche Ehrung in Empfang nehmen”. Sowas ist doch schäbig. Das mag von Ihrem Standpunkt aus vll. keine angemessene Kritik sein, aber wie kann man dem etwas positives abgewinnen?

    Zum nötig haben oder nicht: Nennen Sie sich wie Sie wollen, aber wundern Sie sich nicht, dass Ihnen “einseitig negative Kritik” entgegenweht, wenn sie mit so einem Pseudotitel in der Öffentlichkeit auftreten. Ausserdem weisen Sie mit “Homöopathie nach Segahl” doch bereits zur Genüge auf Ihre Leistungen und Kenntnisse hin. Da finde ich ist es nicht weit herassoziert, dass Sie mit diesem Titel etwas zu kompensieren haben…

    Trotzdem ein schönes Wochenende!

  28. #29 Alexander Gerber
    26. Mai 2012

    Mit Verlaub, lieber Herr Rathmer, aber auch kann mich Ihrer Position noch nicht einmal in “homöopathischer” Dosis anschließen, egal wie oft wir das durchschütteln.
    Ich glaube Ihnen sofort, dass Sie tatsächlich der Meinung sind,…

    diesen Titel verdient

    …zu haben, und ob das wirklich so ist oder nicht, will und kann ich gar nicht beurteilen. Auch sollten wir Ihnen zunächst einmal zwei Dinge zugutehalten, nämlich dass Sie im Gegensatz zu hunderten anderer Titelkäufer so viel Problem- (wenn auch nicht Unrechts-)bewusstsein aufbringen, sich hier im Blog öffentlich der Diskussion zu stellen und zudem sogar den Titel b.a.w. nicht mehr verwenden wollen. Solche Reaktionen waren letztlich auch das Ziel dieses Beitrags. Es ging mir darum, ein Stück weit Transparenz in diese Titelkauferei zu bringen und gerade denjenigen, die nicht unterscheiden können oder wollen zwischen einer aufgrund wissenschaftlich-gesellschaftlich herausragender Leistungen “verliehenen” Ehrendoktorwürde und einem Pseudotitel, deutlich zu machen, dass sie damit letztlich dem gesamten System schaden. Jeder gekaufte Titel — ob berechtigt oder nicht, spielt keine Rolle — entwertet die Institution Promotion. Und das ich sage ich aus vollster Überzeugung als jemand, der auf seinem beruflichen und familiären Weg leider nie die Zeit und Gelegenheit hatte, sich einer Dissertation wirklich so zu widmen wie es mir mein Selbstanspruch geboten hätte. So landet man dann letztlich im Wissenschaftsmanagement und in der Rolle eines Intermediärs oder “Zwischenschaftlers”, wie mich eine Kollegin kürzlich auf einem Panel vorgestellt hat…geschadet hat mir das noch nicht. ;-)
    Also: Respekt für die Transparenz und Einsicht, die Sie hier gezeigt haben, aber uneingeschränkter Widerspruch in der Sache!

  29. #30 Detlef Rathmer
    26. Mai 2012

    sehr geehrter Herr Gerber,

    ich danke Ihnen für Ihren Beitrag, da er zeigt, dass man auch sachlich mit den Themen des Lebens umgehen kann!

    Die konträren Überzeugungen sind weitestgehend dargestellt und die rechtlichen Klärung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ich halte jedoch eine genaue Differenzierung in dieser Debatte zwischen dem echten Promotions-Doktortitel einer wissenschaftlich anerkannten Hochschule wegen wissenschaftlicher Leistungen besonderer Art und dem Dr. h.c. -Titel einer Hochschule wegen i.d.R. gesellschaftlich anzuerkennenden Leistungen differenzieren. Letzterer, und nur dieser, könnte mit dem in Rede stehenden kirchlichen Ehrentitel verglichen werden. Und auf diesem Gebiet gibt es, wie durch die Presse hinlänglich bekannt sein dürfte, ebenso weiße wie schwarze Schafe, als Beispiel für ein solches schwarzes Schaf möchte ich Carsten Maschmeyer nennen (siehe den nachfolgenden Link!)

    http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13932431/Wie-Carsten-Maschmeyer-zum-Doktortitel-kam.html

    Zugegeben, er musste weit mehr investieren, um zu der Ehre zu kommen, aber sollten wir uns in diesem Zusammenhang nicht einmal ernsthaft die Frage stellen, wie autoritätsgläubig wir insgesamt sind? Hat jemand es also geschickt genug gemacht, gewisse nach außen anerkannte Wissenschaftler finanziell zu bewegen, ihm einen Titel zu verleihen, trägt er ihn zu Recht, weil diese verleihende Institution per se einfach das Recht hat, Titel dieser Art zu verleihen, ungeachtet dahinter liegender Seilschaften und freundschaftlicher Verbindungen zu Ex-Bundespräsidenten etc. Aufgrund zahlreicher prominenter Beispiele sollte man sich doch fragen, ob diese Menschen nicht viel mehr die Institution Promotion verwässern, ja sie gar ad absurdum führen! Dass Ehrentitel wie der Dr. h.c. entsprechend gesellschaftlicher, politischer oder sonstiger Leistungen vergeben werden sollten, darin stimme ich mit Ihnen und mit allen anderen überein, aber nicht darin, dass verliehene Titel sog. anerkannter Hochschulen einzig dazu in der Lage wären, Ehrungen dieser Art zu verleihen, zumal, wenn sich ex post herausstellt wie z.B. im Falle von Herrn Maschmeyer, dass der Titel sinnentleert und leer ist. Indem man jedoch einseitig nur die kirchlich verliehenen Dr. h.c. – Titel ins Visier der Kritik nimmt, stärkt man zugleich den blinden Glauben an Autoritäten, die in Wahrheit oftmals nicht diesen Namen.

  30. #31 noch'n Flo
    19. Juni 2012

    Sehr geehrter Herr Rathmer,

    da Sie ja, nach eigener Angabe, früher Jurist waren, dürfte Ihnen der Begriff “Betrug” ja etwas sagen.

    Würde Sie mir zustimmen, dass es ein Betrug ist, jemandem ein Produkt zu verkaufen, von dem schon lange bekannt ist, dass es nicht funktioniert, dass die Mechanismen, nach denen es funktionieren soll, nicht vorhanden sind? Würden Sie es dann nicht auch noch als dreist empfinden, sämtliche wissenschaftlichen Erkenntnisse über dieses Produkt zu ignorieren und stattdessen noch Versprechungen über das Funktionieren dieses Produktes zu machen, die nicht eingehalten werden können? Würden Sie es nicht sogar als geradezu gemeingefährlich einstufen, wenn durch dieses Produkt die Leute vom Gebrauch funktionierender Produkte abgehalten werden und dadurch zu Schaden, im schlimmsten Falle sogar zu Tode kommen?

    Herr Rathmer, Sie sollten mal ganz schnell schauen, ob man im Internet nicht irgendwo auch einen “Dr. h.c.” in Betrügerei kaufen kann. Würde irgendwie besser passen…

  31. #32 Detlef Rathmer
    19. Juni 2012

    Sehr geehrter Herr Floh,

    bedauerlicherweise kann ich Ihnen in keiner Weise zustimmen, da Ihr Versuch einer Analogie m.E. nicht logisch ist und zudem den Punkt nicht trifft und völlig überzogen dargestellt ist. Mir scheint, dass es den meisten Kritikern nicht wirklich um die Sache geht, sondern vielmehr darum, ihren eigenen angestauten Aggressionen Raum zu geben, indem sie Themen wie solche wahllos aufgreifen, um einmal “Dampf abzulassen” mit Hilfe der Projektion. Nun, das kann hier wohl jeder machen, wie er gerade möchte je nach Gefühlsnotstand, doch dienen solche ungerechtfertigten, weil nur aus leeren Behauptungen bestehende Kritiken nicht der Sache. Auch wenn Sie noch so vielen emotionale Verwirrungen ausgesetzt sind, berechtigt Sie das keinesfalls, einen anderen als Betrüger zu bezeichnen, denn Sie können sich damit wirklich strafbar machen!

    Hören Sie also auf mit Ihren Unverschämtheiten, denn die sagen letzlich mehr über Sie selbst aus und bringen Sie auf Dauer in allen Lebensbereichen in Misskredit!

    Detlef Rathmer