Jena_AbendIm Umfeld der TELI-Jahrestagung (dieses Jahr in Jena) werden für Journalisten etliche exklusive Laborbesichtigungen, Fachvorträge und Hintergrundgespräche in gut 20 Forschungsinstituten und Unternehmen angeboten.

>> Programm <<

Zum Besuchsprogramm (Di 16.04. ganztägig) sind auch Nicht-Mitglieder herzlich willkommen, sofern diese sich bis Freitag 5. April kurz anmelden.

Kommentare

  1. #1 Eheran
    27. März 2013

    … aber nur für Journalisten?

  2. #2 Alexander Gerber
    31. März 2013

    @ Eheran: Vorrangig eigentlich schon, wobei sich das Spektrum durch den Medienwandel ja immer mehr weitet: “Wissenschaftskommunikatoren”, die hier teilnehmen, um sich vor Ort zu informieren und diese Informationen dann in der einen oder anderen Form weitertragen, können genauso gut Blogger oder immer stärker auch Wissenschaftler selbst sein, die in ihrem jeweiligen Spezialgebiet den aktuellen Diskurs eben auch für eine Laienöffentlichkeit reflektieren und somit “öffnen”. Alle klassischen Fachjournalistenverbände (und dazu zählen eben auch TELI, WPK, HPC, DFJV, VDM usw.) sehen sich diesem Trend gegenüber, dass immer mehr Kommunikations-Quereinsteiger ins Spiel kommen, die oft sogar aus reinem Fachinteresse (also ohne finanzielle Gegenleistung) ihre private (und berufliche) Zeit der Wissenschaftskommunikation spenden. Interessierte Laien goutieren die Authetizität mit entsprechender Nachfrage; ihr Informationsverhalten wandelt sich rasant. Für den (Wissenschafts-)Journalismus ist diese vermeintliche Deprofessionalisierung allerdings zunehemend ein Problem, da damit bekanntlich auch die Geschäftsmodelle vor allem in der klassischen Medienindustrie erodieren. Ein hochbrisanter, geradezu existenzieller Diskurs für den gesamten Berufsstand. Ich selbst bin gerade deshalb umso mehr ein Freund offener Systeme und sehe die besagten Fachjournalistenverbände eher in Richtung “Fachgesellschaft” wachsen, und dann informieren sich eben vor Ort nicht nur “Journalisten”, sondern auch Redenschreiber und Buchautoren, Forscher und (Hochschul-)Lehrer mit eigenen Kommunikationskanälen (Blogs etc.), Multiplikatoren aus Verbänden und den unterschiedlichsten zivilgesellschaftlichen Organisationen, ja letztlich jeder interessierte Laie — immer wie gesagt unter der Prämisse, dass die Information einer Verbreitung und idealerweise auch dem Diskurs dient. Sorry für die Predigt, aber diese vermeintlich harmlose Frage treibt die Kolleginnen und Kollegen wirklich um. Wird übrigens auch Thema unserer Jahrestagung sein, genau auf solche Fragen künftig noch stärker Antworten zu geben.

  3. #3 Eheran
    31. März 2013

    Erstmal danke für die ausführliche Antwort.
    Ich kann mir gut Vorstellen welche Probleme es dort gibt.

    Ich selbst bin einfach nur eine interessierte Privatperson, ohne Blog o.ä.
    Ich will mich in jeder erdenklichen, für mich interessanten, Richtung weiterbilden.
    Leider gibt es dafür fast garkeine Angebote, so dass es letzlich im Selbststudium endet.
    Das ist zwar auch nicht verkehrt, weil man dabei gleich noch einen Haufen anderer Dinge lernt, aber es sollte eben auch andere Möglichkeiten geben.
    Zumal bei weitem nicht jeder Zeit, Raum und Geld hat, sich selbst das Wissen anzueignen.
    Demgegenüber sollten Unternehmen viel mehr Interessierte Personen eine mögliche Zukunft aufzeigen und schmackhaft machen.
    So kann man qualifizierte Menschen an sich Binden und die Arbeitsleistung am maximum abschöpfen, inkl. der möglichen Inovationen durch den frischen Wind.
    Leider ist mir bislang noch kein Unternehmen begegnet, in dem es auch nur annähernd so zugeht.
    Dazu kommt für gewöhnlich eine geringe Zahlungsbereitschaft und möglichst starre Arbeitszeiten – alles Faktoren, die eine einzigartige Person davon abhalten, in dem Unternehmen mit zu wirken.
    Google und andere Unternehmen zeigen neue und produktivere Wege auf, wie man die Arbeitswelt gestalten kann.
    Aber das ist der falsche Ort soetwas zu bereden – aka OT.