Geistes- & Sozialwissenschaften
SocioKommunikativ
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Derzeit ist Semesterende und die Abschlussarbeiten von Lehrveranstaltungen trudeln ein bzw. deren erste Entwürfe, um sich vorab ein Feedback zu holen. Auffällig, wenn auch nicht ungewöhnlich: Viele Studierende haben Schwierigkeiten mit der Schreiberei. Etwas direkt zu sagen fällt scheinbar schwerer als vorab einige Worthülsen zu verwenden bevor der tatsächliche Inhalt kommt. Einige kleine Beispiele aus…
Normalität, Natur oder Natürlichkeit wird gern als Konstrukt verwendet, um Dinge absolut zu setzen. Dazu gibt es diverse soziologische Diskurse. Aufgreifen möchte ich dies, weil in einem Kommentar folgendes thematsiert wurde: “Im Zusammenhang mit ihrem Ausdruck “Konstrukt” aber drängt sich auf, dass man das reelle Leben natürlich gestalten muß.” Natürlich gestalten, heißt nichts anders als unhinterfragt,…
Österreichs Medienlandschaft ist etwas eigen. Die Kronen Zeitung dominiert und hat eine Reichweite, die es sonst nirgendwo gibt. Seit einigen Jahren existiert das Gratisblatt ‘Heute’ von dem lange Zeit niemand wusste wie genau die Besitzstrukturen aussehen. Beide Blätter erreichen 3/4 der Wiener Leser und Leserinnen. Die Leitung der beiden Blätter hat ein Ehepaar inne, die…
Zugegeben: Das Thema finde ich müßig. Sicherlich aber aus anderen Gründen als jene, die geschlechtergerechte Schreibe vielerorts kritisieren. In den Kommentaren eines meiner letzten Blogpostings wurde dies höflich, aber doch, kritisiert: „Aber auf die Gefahr, als Macho wahrgenommen zu werden: es stört (bestimmt nicht nur) mich, dass ständig von …Innen die Rede ist. Die deutsche…
Eine Aufklärungsbroschüre des Vereins selbstlaut im Auftrag des österreichischen Unterrichtsminsteriums sorgt aktuell für Debatten: In dieser Broschüre kommen abseits der ‘Kernfamilie’ auch andere Lebenskonzepte vor. Huch, hach, das geht in den Augen einiger gar nicht. Die von außen sicherlich recht unterhaltsam wirkende Debatte möchte ich der Scienceblog-Gemeinde nicht vorenthalten. Die öffentliche Debatte offenbart wieder einmal,…
Gestern, eine Veranstaltung der Wohnbauforschungstage in Wien: Am Ende eine Diskussion über BewohnerInnen, die ja in diesen Kontexten immer NutzerInnen genannt werden – allein der Begriff ließe schon einiges an Nachdenken zu. Ein Architekt meint (sinngemäß, kein wörtliches Zitat), dass er “den Sinn nicht darin sieht warum ArchitektInnen mit NutzerInnen reden sollten. Denn wo würde…
Zeitlich ists grad ein unglaubliches Kuddelmuddel, weshalb ich ärgerlicherweise ganz und gar nicht zum Schreiben komme. Beruflich bedingt bringen einige neue Projekte wenig Zeit zu schreiben mit sich, dafür darf ich mich wieder mit SPSS, einem Statistikprogramm, beschäftigen. Buttercreme und SPSS füllen derzeit meinen Alltag.
Nach einer viel zu langen Pause, bedingt durch viel Lehre, Seminare und schlicht Sommer, nun endlich wieder eine Fortsetzung. Offen ist noch die Frage wie die Dateninterpretation eigentlich vor sich geht und was daran wissenschaftlich ist. Was also validiert interpretative Sozialforschung? Wie auch bei allen anderen Wissenschaften laufen die ersten Schritte ähnlich ab. Die Forschungsanträge…
Ein Transkript gibt die Aussagen umgangssprachlich wieder. Insofern ist es in diesem Fall für Nicht-WienerInnen vielleicht gar nicht so einfach den Sinn exakt zu verstehen bzw. die mitschwingenden Bedeutungen in weiterer Folge zu interpretieren. (Meinungen dazu würden mich in den Kommentaren natürlich interessieren.) Ich versuche die Gedankengänge während einer Interpretation transparent zu machen – in…
‘Gschichtln drucken’ ist wienerisch und meint ‘Geschichten erzählen’. Und das ist es im Prinzip um das es beim interpretativen, qualitativen Forschen geht: Geschichten von Menschen zu sammeln und daraus eine große Geschichte zu machen. Nachdem ich derzeit hauptsächlich mit dem Endspurt des Semesters beschäftigt bin – Blockseminare sind doch recht zeitintensiv – komme ich nicht…