Das mit dem Spiel Minecraft amüsante Experimente durchgeführt werden können, hat Florian bei Astrodicticum Simplex ja schon vor einiger Zeit mit einem Video gezeigt. Man kann damit aber nicht nur Welle-Teilchen-Experimente mit Hühnern durchführen, sondern auch komplette Rechner nachbauen. Ein besonders beeindruckendes Exemplar findet sich seit neuestem im Netz (und ja, ich weiß: es ist nicht der erste); Ein Nutzer hat hier nicht nur einen Taschenrechner mit Funktionalität für die Grundrechenarten und trigonometrischen Funktionen gebaut, sondern dem Gerät auch gleich eine optische Anzeige verpasst und ihm sogar die Fähigkeit gegeben, Funktionen zu zeichnen!

Hier kann das Wunderwerk der Minecraft-Technik bestaunt werden:

Über den Sinn, einen Computer im Computer nachzubauen, kann man sich nun natürlich streiten – beeindruckend ist es allemal. Und Spaß hat es sicherlich auch gemacht.

Kommentare (9)

  1. #1 Arnd
    April 2, 2012

    Super cool!

  2. #2 AndreasM
    April 2, 2012

    Jemand hat auch mal in Dwarf Fortress einen Computer gebaut:
    http://mkv25.net/dfma/map-8269-razorlength

  3. #3 BreitSide
    April 2, 2012

    Der Sinn, einen Computer im Computer zu bauen, könnte ja im Didaktischen liegen?

    Oder in der Simulation für weniger leistungsfähige Computer?

  4. #4 AndreasM
    April 2, 2012

    Der Sinn liegt denke ich hauptsächlich in der fraktalen Schönheit. Hat man einen Turing-vollständigen Rechner Y in X implementiert und lässt dann X auf Y laufen, kann man im Prinzip immer so weiter machen.
    Ein Dwarf Fortress, dass einen Rechner simuliert, kann darauf dann wieder Dwarf Fortress laufen lassen, was wiederum …

  5. #5 awmrkl
    April 2, 2012

    “Sinn, einen Computer im Computer nachzubauen”

    -> Emulation
    Kenne ich aus den 80er-90er Jahren, kommerziell vermarktet, und da war der Sinn, zB auf (damals) modernen Unix-Rechnern betagte Betriebssysteme, Skripte, Prozeduren nicht einfach wegschmeißen zu müssen, sondern sie langsam umstellen zu können.
    Meine Erfahrung stützt sich dabei auf BULL GCOSxxx und IBM3xxx Betriebssysteme, die auf zB IBM AIX-Rechnern fast komplett emuliert wurden.

  6. #6 Aasaas
    April 2, 2012

    Ich persönlich glaube, dass es sehr sinnvoll sein kann, einen Computer in Minecraft nachzubauen, denn wenn man in der Lage ist einen Computer, mit den Mittel, die einem in Minecraft zur Verfügung stehen nachzubauen, dann hat man definiv die Funktionsweise des Computers grundlegend verstanden.

  7. #7 Marcel
    April 2, 2012

    Der Sinn? Weil man es kann.

  8. #8 rolak
    April 5, 2012

    Ein echter Kracher ist mir heute nahegebracht worden: Da Linux 32bit-Architektur erwar­tet, er aber im Prinzip nur einen wönzigen 8bit-ATmega mit ner SD-Card und nem Speicher­rie­gel verbun­den hat, hat Dmitry Grinberg, geschätzt Mitte 20, eben einen ARM-Emulator für den Controller gehackt und die Kiste ans Laufen gebracht. Blöderweise hat der ARM dann eine Taktfrequenz unter 7kHz, da kann sich Gewohntes schon mal etwas hinziehen:

    2 hours to bash prompt, then 4 more hours to boot up the entire Ubuntu

    including (if you have the time) X and gnome

    🙂

  9. #9 Sepp
    April 6, 2012

    Das sollte doch relativ schnell gemacht sein. Man schreibt das alles kurz in VHDL, nimmt den Output und lässt die Karte generieren. Man muss eigentlich nur wissen, wie man die Tools richtig zusammenklebt. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass eine Umsetzung an sich schon eine super Idee ist.