Demnächst ist mein anstehender Umzug hoffentlich erfolgreich abgeschlossen und ich habe wieder mehr Zeit für Artikel. In der Zwischenzeit ein amüsant- bis interessantes Video über einen Mini-Supercomputer, der aus Legobausteinen und dem Raspberry Pi zusammengebaut wurde:

Wer den Raspberry Pi nicht kennt: es handelt sich hierbei um einen Einplatinencomputer, also einen Rechner, dessen Komponenten alle auf einer einzelnen Platine untergebracht sind. Der Raspberry Pi besticht durch seinen niedrigen Preis und die geringe Leistungsaufnahme (bei natürlich entsprechender Rechenleistung) und wird insbesondere von Hobbybastlern/-programmierern gern eingesetzt, um ihr Heim elektronisch aufzurüsten – oder eben, um kleine Supercomputer zu bauen.

Kommentare (6)

  1. #1 CM
    Januar 30, 2014

    Cool!

    Und eine Anleitung gibt es auch: http://www.southampton.ac.uk/~sjc/raspberrypi/

    Das Preis-Leistungsverhältnis kann man als Bastler sicher noch etwas verbessern – aber warum eine teures Fertigcluster kaufen, wenn es auch im Selbstbau geht? Und schön ist dieser “Supercomputer” allemal!

  2. #2 bfr
    Januar 31, 2014

    Wasser in diesen Wein:
    (Quelle: Iridis-pi: a low-cost, compact demonstration cluster)
    Eine Hardware aus 64 RBP für 2600 Pfund (mit Ethernet) liefert eine Leistung von 55 Mflops im single precision Benchmark bei einer elektrischen Leistungsaufnahme von 216 W.
    Das gibt es um Größenordnungen günstiger.

  3. #3 bfr
    Januar 31, 2014

    Korrektur: Die Zahl 55 Mflops bezieht sich auf einen einzelnen Knoten; der gesamte Cluster hat eine Performance im Linpack von 1,14 Gflops (32% der theoreitschen peak performance). Tut mir leid, ich habe zunächst die falsche Zahl genommen. Der Cluster bleibt immer noch in der Größenordnung eines aktuellen single core processors.

  4. #4 ulfi
    Februar 1, 2014

    @bfr darum gehts nicht. Es geht darum, einen günstigen _cluster_ zu kriegen, um massiv parallele programme entwickeln zu können. So eine Hardware ist sicher toll, um Studenten darauf etwas bizubringen, denn wenn man die auf nem normalen cluster rechnen lässt, ist dann eben mal nen kompletter rechenmonat clusterzeit für den Kurs weg – und das ist garantiert teurer als 2500 Pfund.

  5. #5 bfr
    Februar 2, 2014

    @ulfi: Man nehme einen normalen Rechner mit 2/4/8/12 core, Linux und openMPI (openMP ist in jedem gcc/icc schon drin; coarray Fortran auch schon sein 2008), wahlweise MPICH und hat eine hervorragende Umgebung, um Programme zu entwickeln und zu testen.
    Zwei solche Rechner mit einem Switch und Ethernet testen die Programme auch in einer distributed Umgebung wesetlich billiger und bei einer deutlich höheren Leistung.

  6. #6 ulfi
    Februar 2, 2014

    @bfr Nein. Das fnktioniert nicht gut, zum Beispiel wiel einfach die Latenzzeiten zwischen den Nodes fehlen. Es lässt sich einfach keine massiv verteilte Umgebung damit emulieren, weil der Netzwerkgraph bipartit ist.