In einer für die heutige Zeit typischen Zurschaustellung kollektiver inkompetenz des gesamten deutschen Nachrichtenjournalismus geht gerade eine Meldung durch die Medien. In Krefeld sei ein Stickstofftank explodiert. Egal ob N-TV, die Westdeutsche Zeitung, RP-Online, Der Westen oder jede andere Pressemeldung die ich gefunden habe. Alle melden den selben Unsinn.

Stickstoff ist nicht brennbar. Stickstoff kann nicht explodieren. Stickstofftanks können nicht explodieren.

Das ist simpelstes Schulwissen. Jeder verantwortungsvolle Redakteur müsste diese Meldung sofort als offenbaren Unsinn stoppen. Aber wie immer wird es nicht getan. Alle Medien geben die gleiche Meldung weiter, in keiner Redaktion wurden die Pressemeldungen auf sachliche Stimmigkeit geprüft. Kein Redakteur hatte entweder die Kompetenz oder den Mut, diesen offensichtlichen unerhörten Schwachsinn in seinem Medium nicht weiter zu verbreiten.

Das ist die moderne Form der Gleichschaltung der Medien. Nicht gesteuert durch ein zentrales Organ, nicht angewiesen durch eine zentrale Partei, welche die Macht über Deutschland an sich reissen will. Nein. Die neue Gleichschaltung der Medien funktioniert aus reiner kollektiver Unfähigkeit.

In solchen Meldungen zeigt sich immer wieder, wie überflüssig Nachrichtenjournalismus geworden ist. Es ist dort sowieso niemand, der irgendeine journalistische Arbeit noch durchführen würde. Der Nachrichtenjournalismus hat keine journalistische Funktion mehr. Er dient nur noch der reinen Durchreichung von Meldungen ohne jeden Sinn und Verstand.

Kritisches und sachliches Hinterfragen selbst simpelster Zusammenhänge, wie der Frage: Kann es sein, dass ein Stickstofftank explodiert, gibt es nicht mehr. Diese “Journalisten” machen keine journalistische Arbeit. Diese “Journalisten” braucht niemand.

Unter solchen Umständen kann man dem Nachrichtenjournalismus in seinem jämmerlichen Abgleiten in den Tod noch nicht einmal nachtrauern. Vielmehr möchte man ihn mit einem kräftigen Tritt in den Hintern noch viel schneller in sein Grab befördern. Aus der vierten Gewalt ist längst eine reine Journalismussimulation geworden, die noch so aussieht. Ein reiner Cargokult, der sich noch immer gesellschaftliche Relevanz einbildet, wo längst keine relevante Leistung mehr entsteht.

Nunja. Wie beim echten Cargokult in der Südsee werden auch die Journalisten feststellen müssen, dass es nicht reicht Radaranlagen aus Baumstämmen nachzubauen und Kokosschalen anstatt Kopfhörer auf die Ohren zu halten. Die Flugzeuge werden nicht kommen, wenn man nur noch so tut als ob.

Genauso wie ein echter Flughafen echte Funkanlagen und echte Radaranlagen braucht, braucht Journalismus echte journalistische Arbeit. Er braucht echtes Hinterfragen von Meldungen, echtes Nachdenken und echten Mut von Redakteuren.

Kommentare (57)

  1. #1 INCO
    5. August 2015

    Ich ärgere mich zwar auch gerne über Fehler in Berichterstattungen, hier muss ich die Frustwelle aber mal etwas brechen:
    Eine Explosion setzt keine chemische Reaktion voraus, es gibt auch kerntechnische oder rein physikalische Explosionen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Explosion#Druckbeh.C3.A4lter

    Die Beschreibung von plötzlich freiwerdender gespeicherten Energie scheint mir persönlich auf einen berstenden Stickstoffbehälter gut zu passen.

    • #2 wasgeht
      5. August 2015

      Auch physikalische Explosionen setzen eine Kettenreaktion voraus. Bei Dampfexplosionen braucht man eine Druckwelle, die Dampfblasen im Wasser zum Kollaps bringt, die Druckwelle weiter verstärken und noch mehr Blasen kollabieren lassen und so weiter. Sonst bekommt man keine Explosion.

      Ansonsten müsste man jedes Platzen eines Ballons als Explosion bezeichnen.

      Ganz abgesehen, wenn RP-Online davon schreibt: “Nach Angaben von Currenta kam es zu der Explosion, als kurzzeitig Titandioxid und Stickstoff austraten. Titandioxid ist ein weißes Farbpigment, das unter anderem in Zahnpasta enthalten ist. ”

      Dann ist völlig klar, dass die glauben, dass dort Stickstoff explodiert ist.

      P.S: Noch davor meldete man dort: “Die Firma Huntsman, bei der sich die Explosion ereignete, stellt Farbpigmente her. Es handelt sich um eine Stickstoff-Explosion.”

  2. #3 INCO
    5. August 2015

    Ich möchte auch gar nicht ausschließen, dass hier bei den Journalisten ein Verständnis für die Abläufe fehlt.
    Allerdings ist es halt nicht so einfach zu sagen, dass hier sei keine Explosion.
    Ein Beispiel für das Prinzip einer physikalische Explosion, die auch durch Titandioxid und LN2 entstehen könnte, findet sich z.B. hier in Abb. 2.2 auf Seite 10:
    http://www.baua.de/cae/servlet/contentblob/679820/publicationFile/46954/F2097.pdf
    Hier ist natürlich das “heiße” Medium natürlich das Titandioxid, da es hier um die relative Temperatur zum LN2 geht.

  3. #4 LasurCyan
    5. August 2015

    Dem Artikel stimme ich prinzipiell gern zu, doch im speziellen Fall würde ich glatt ein Auge zudrücken. Wenn was mit richtig Bums auseinanderfliegt, kann man das übertragen schon als Explosion bezeichnen.

    Als Zumutung empfinde ich es aber auch, dass fast alle den gleichen Text raushauen (SZ und Zeit übrigens auch). Mit Journalismus hat das nichts zu tun.

    Was mich aber nebenbei interessieren würde: Wozu ist das TitanDiOxid in dem Tank gewesen? Falls das nicht die nächste Ente war (oder ich das komplett missverstanden habe)..

  4. #5 rolak
    5. August 2015

    jedes Platzen eines Ballons als Explosion bezeichnen

    Schon, denn es trifft die übliche Definition:

    ..der physikalische Vorgang des plötzlichen Freisetzens von großen Energiemengen, die zuvor auf kleinem Raum konzentriert waren, in Form einer plötzlichen Volumenausdehnung von Gasen.

    Stickstoff ist nicht brennbar

    Falls Du meinst ‘reagiert nicht exotherm mit Sauerstoff’, dann ja, allerdings gibt es (brennbar im weiteren Sinne) einige exotherme Reaktionen mit Stickstoff, angefangen mit dem Anfängerversuch ‘Magnesium abfackeln’, bei dem mangels Sauerstoff (ansonsten bevorzugt wg größerer Energiefreisetzung) im Inneren des üblichen Häufleins “3Mg+N₂→Mg₃N₂+Energie” abläuft.

    Durchreichung von Meldungen

    nee nee, n-tv ist schlimmer, die verlinken die Pressemeldung des Betreibers und ‘zitieren’ daraus das dort nicht vorhandene “Demnach explodierte ein Stickstoff-Tank”.

  5. #6 rolak
    5. August 2015

    Boah, war ich langsam – doch zwischendurch mußte ich wirklich ganz dringend mal -äh- etwas loswerden. In Ruhe…

    Wozu ist das TitanDiOxid in dem Tank gewesen?

    Die besagte Pressemeldung verlautete, “Aus bisher unbekannter Ursache kam es (..) zu einer Explosion. (..) Bei dem Ereignis traten kurzzeitig Titandioxid und Stickstoff aus”. Da ist nichts in Richtung wer und mit wem erkennbar, LasurCyan.

    Aus diesen dürren Worten und -wenn ich raten darf – einigen saftigen Flüchen und erschrockenen Mutmaßungen von mehr oder weniger indirekt Teilhabenden des Geschehens ist der große Wirbel zusammengerührt.

  6. #7 LasurCyan
    5. August 2015

    Da ist nichts in Richtung wer und mit wem erkennbar,

    Ich ahnte es schon, rolak. Da hab ich fahrlässig zwei Dinge in den Tank getan, wo wahrscheinlich nur Stickstoff..bleibt aber abzuwarten, ob nicht in Kürze getitelt wird: !VORSICHT beim Zähneputzen! usw..

  7. #8 BreitSide
    5. August 2015

    Schaumama, was Wiki sagt:

    “Eine Explosion ist der physikalische Vorgang des plötzlichen Freisetzens von großen Energiemengen, die zuvor auf kleinem Raum konzentriert waren, in Form einer plötzlichen Volumenausdehnung von Gasen.”

    Es kann also durchaus ein einfacher Druckbehälter explodieren. Für Dampfexplosionen braucht man keinerlei Druckwelle, sie ist vielmehr die Folge der Explosion:

    “Die plötzliche Volumenausdehnung verursacht eine Stoßwelle, die bei einer idealen (von einer Punktquelle ausgehenden) Explosion durch das Modell der Detonationswelle beschrieben werden kann.”

    Eine Kettenreaktion ist dafür überhaupt nicht notwendig.

    Der Unterschied zum platzenden Ballon (oder der platzenden Seifenblase) ist nur die Geschwindigkeit.

    Der Satz mit dem “kam es zu der Explosion, als kurzzeitig Titandioxid und Stickstoff austraten.” ist natürlich hanebüchen;-)

  8. #9 BreitSide
    Beim Deich
    5. August 2015

    War das Titandioxid die weiße Außenlackierung des Tanks?

  9. #10 frank quednau
    5. August 2015

    Steile Thesen auf Basis anekdotischer Evidenz formulieren ist auch ein gern gesehenes Stilmittel.

  10. #12 DH
    5. August 2015

    Was für ein wunderbar entlarvendes Beispiel für journalistischen Herdentrieb , als wenns jemand mit Absicht lanciert hätte.

  11. #13 Sax76
    Sax
    5. August 2015

    Wenn ein Gasttank erhitzt wird solange explodiert er wenn der Druck im inneren zu Groß wird, ganz ohne das der Inhalt brennbar sein muss. Ich denke das entspricht dem was im allgemeinen unter einer Explosion verstanden wird.

  12. #14 Remixet
    5. August 2015

    Nun mag man dem Herdentrieb von Journalismus bemängeln. Den es schon seit Beginn aus gesellschaftlicher Sicht als wichtig erachteter Informationen gibt. Genauso bemängele ich aber die Verallgemeinerungen, Generalisierungen und populären “Verschwörungsvokabularia” welche der Autor/die Autorin hier im Artikel/Beitrag gebraucht. Der Kritik am heutigen Journalismus erweist er/sie damit einen Bärendienst.

    • #15 wasgeht
      5. August 2015

      Ich glaube ich habe mich deutlich von allen “Verschwörungsvokabularia” distanziert.

  13. #16 Logik
    Grefrath
    5. August 2015

    Was ist eine Implosion? Das plötzliche zusammenfallen eines Raumes. Dabei spielen keine reversen pyrotechnischen Vorgänge eine Rolle. Ergo muss beim Gegenteil die Energie sich nicht aus chemischen oder kerntechnischen Vorgängen stammen, sondern kann durchaus auch anderen Quellen gespeist sein.

    De fakto beweist der Autor seine Ahnungslosigkeit nur, in dem er versucht, anderen Ahnungslosigkeit vorzuwerfen… Mieser Stil….

    • #17 wasgeht
      5. August 2015

      Worte haben Bedeutungen und die hängen durchaus auch vom Kontext ab.

      Wenn ein Druckbehälter in einer Chemieanlage zerplatzt, dann sollte das so beschrieben werden. Der Begriff der Explosion hat in dem Kontext eine sehr spezifische Bedeutung:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Explosionsgefahr

      Es gibt für solche Anlagen aus gutem Grund eine Explosionsschutzverordnung und völlig getrennt davon eine Verordnung für Druckbehälter. Wenn man in dem Kontext einer chemischen Anlage unqualifiziert von einer Explosion spricht und nicht von einem geplatzten Druckbehälter, dann impliziert eine chemische Explosion. So wie die Nachrichten geschrieben waren, war es sehr viel wahrscheinlicher, dass der Behälter eine explosive Stickstoffverbindung enthielt, als dass ein Stickstofftank geplatzt ist. Aber gut, reden wir eben überall von Explosionen. Egal ob es eine einfache Verpuffung, ein geplatzter Behälter oder vielleicht doch Explosion war.

      Am Ende wird Kommunikation so unmöglich werden, weil niemand mehr wissen kann, was tatsächlich passiert ist.

  14. #18 Henning
    5. August 2015

    Geht das, diesen Beitrag auch noch in Medizin, Umwelt und Politik zu posten? Ich finde Deine Beiträge wirklich lesenswert, aber reicht es nicht, EINE Rubrik zu belegen?

    • #19 wasgeht
      5. August 2015

      Ist korrigiert. Kommt so nicht mehr vor.

  15. #20 Friedhelm Franz
    5. August 2015

    Meine Güte.

    Wie das mit den Agenturmeldungen funktioniert, ist offenbar auch noch nicht bei jedem angekommen.

  16. #21 bruno
    5. August 2015

    nice!
    kann man schon “pamphlet” nennen.

    and as always:

    …und Kokosschalen anstatt Kopfhörer

    nnnnnn n nn n nnn n : Köpfhörern
    die akkupunktur oder wie das heisst lassen wir mal aussen vor… (interpunktion)
    :)
    un nu: was issn nu explodiert oder auseinandergefallen oder auseinander gefallen oder -gebröselt oder mit druck zerfallen oder schnell deintegriert oder heftig desintegriert oder fix verflüchtigt? das fehlt mir bei deinem guten journalismus: was war nu wirklich (deiner meinung nach :)

  17. #22 Ludger Weß
    Hamburg
    5. August 2015

    Das erinnert mich schwer an den Giftgasalarm in Fallingbostel im Jahr 2012. http://ludgerwess.com/giftgasalarm/

  18. #23 bruno
    5. August 2015

    …und wasgehtn:
    mein bester freund arbeitet als redakteur beim “kölner express” – der sich üblicherweise nicht durch dezente schlagzeilen prädestiniert…

    http://www.express.de/duesseldorf/ursache-noch-unklar-explosion–zwoelf-verletzte–so-lief-der-unfall-im-chempark-in-krefeld-ab,2858,31397546.html

    das finde ich für die von dir verschmähte (boulevard) presse einen erstaunlich vernünftigen bericht.
    oder?

  19. #24 dgbrt
    5. August 2015

    Der WDR schreibt: “Laut Krefelder Feuerwehr kam es am Mittwoch (05.08.2015) gegen 14 Uhr zu einer Verpuffung in einem Stickstofftank im Krefelder “Chempark” im Stadtteil Uerdingen.”

    Das Wort Explosion ist natürlich falsch, aber bei einem unter Druck stehenden berstenden Behälter von einer Verpuffung zu sprechen verharmlost das dann auch wieder.

    Wenn ein Dampf-Kessel hochgeht spricht man auch von einer Kessel-Explosion. Der Vorgang hier wird aber natürlich im Sommerloch durch die Blöd-Presse übertrieben. Man sollte das einfach nicht lesen. Verhindern kann man einen solchen Quatsch sowieso nicht.

  20. #26 demolog
    6. August 2015

    Für mich war der Cargo-Kult das Schmankerl.

    Die Nachricht über den Unfall habe ich heute früh auf N24 gesehen. Bei mir ist einfach nur hängen geblieben, dass es einen Unfall gab – und ausgerechnet in einer Chemieanlage. Aber viel aufregender fand ich den Kranunfall in den Niederlanden. Sehr abenteuerlich das Ganze da gewesen.
    Und die Bibelplage vor deren Küste – als ob die in Ungnade fielen.

    • #27 BreitSide
      Beim Deich
      6. August 2015

      Was heißt “ausgerechnet in einer Chemieanlage”?

      Du kannst praktisch nirgendwo sicherer arbeiten als in einer Chemieanlage. Oder meinst Du genau das?

      Oder ist ein so seltener Unfall eben gerade deswegen eine Meldung wert? Die Bahn ist auch 100-mal sicherer als Pkws, deswegen wird jeder Unfall (wann war nochmal der Letzte mit Toten?) auf die Titelseite gebracht.

      Oder ist es einfach die Ungleichung 1×100>>100×1? Hundert Unfälle mit je 1 Toten geben keine Schlagzeile, ein Unfall mit 100 Toten bleibt jahrelang im Gedächtnis. Siehe Eschede…

      Deshalb wird ja auch jeder Bus- oder Bahnunfall im hinteren Hindukusch mit mehr als 1 Toten in die Tagesschau gebracht.

  21. #28 Logik
    Grefrath
    6. August 2015

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Explosion
    Dort steht die Wortbedeutung hinreichend erklärt. Explosionen durch plötzliche Oxydationsvorgänge sind nur ein Teil aller Explosionen.ebenso wie nicht alle Ottomotoren mit Benzin betrieben werden (LPG, Erdgas). Auch wenn man wahrscheinlich zunächst ab eine bestimmte Untergruppe denkt, kann der Begriff dennoch generischer sein. Die Energie kann übrigens durchaus vergleichbar sein, eine Atem flasche mit 200 bar kann die kinetische Energie von 2 Handgranaten haben. Wenn dann der Druck z.B. durch Sonneneinstrahlung und Material Fehler zum bersten führt, ist bersten auch nicht das richtige Wort für die plötzlich freigesetzte Energie und die Folgen.

    • #29 wasgeht
      6. August 2015

      Spätestens wenn man über eine Chemiefabrik spricht, sollte man klar machen worum es geht.

      Im Explosionsschutz, in der Technik und der Chemie, hat das Wort Explosion eine sehr eindeutige Bedeutung, die das zerplatzen eines Druckbehälters nicht einschließt.

      Der Punkt ist, ich bin sofort davon ausgegangen, dass es sich um eine sehr viel Größere Explosion handelte. Zumal von einem “teilweise Eingestürzten Gebäude” geschrieben wurde. Das stellte sich dann als abgeflogene Wellbleche heraus.

  22. #30 BreitSide
    Beim Deich
    6. August 2015

    Ein Druckbehälter kann eben auch explodieren. Auch wenn er in einer Chemieanlage steht.

    Dass bei der Verquickung mit einer Chemiefabrik gleich die Assoziation einer chemischen Reaktion kommt (auch bei mir…), heißt noch lange nicht, dass sie gerechtfertigt ist.

    Das mit dem “teilweise eingestürzten Gebäude” ist allerdings ein Ding. Die abgeflogenen Welblechdachteile waren wahrscheinlich sogar Teil des Explosionsschutzmanagements. Die auch wunderbar funktioniert haben.

  23. #31 Jürgen Schönstein
    6. August 2015

    Als Leser (und Journalist) bin ich nun ziemlich ratlos, was denn nun geschehen oder nicht geschehen ist, wenn ich die Überschrift (und auch den Text) lese:
    1. Eine mögliiche Lesart wäre, dass (wider Erwarten) in Krefeld KEIN Sickstofftank explodiert ist, oder
    2. dass überall sonst, in Köln, Düsseldorf, Hamburg, Bremen, München, Wuppertal, Niederhumpelshausen und auch Kleinkleckersdorf jeweils Stickstofftanks explodiert sind, aber in Krefeld nicht (was dann den Nachrichtenwert ausmachen könnte), oder
    3. dass in Krefeld zwar etwas explodiert ist, aber das war kein Stickstofftank.

    Was gemeint war, dass der Stickstofftank in Krefeld nicht explodiert ist, sondern … ja, was nun? Hier habe ich als Journalist schon die Frage zu stellen: Was schlägst Du als korrekte, aber grifffige Formulierung für das vor, was da passiert ist? Ich habe nämlich keine Ahnung (in den USA hat diese Meldung bisher keine Schlagzeilen gemacht), und wüsste nun doch ganz gern, was da passiert ist, denn wenn es den Niedergang des Journalismus einleitet, muss es ja schon etwas Weltbewegendes gewesen sein…

    Ich bitte um Verständnis, wenn ich hier sarkastisch überempfindlich reagiere, aber ich bin mir sicher, dass für das Verständnis des Vorgangs (ich nehme an, der Tank ist aus irgend einem Grund “zerplatzt”) die allgemeinverständiiche Bedeutung von “Explosion” – auch wenn sie nicht allen wissenschaftlichen Ansprüchen genügt (ich sage nur: Stundenkilometer) – durchaus ausreichend ist. Wenn ich lese “In Krefeld ist ein Stickstofftank explodiert”, weiß ich in etwas, was passiert ist. Und mehr will man vielleicht über platzende Druckbehälter in Krefeld erst mal gar nicht wissen. Was vielleicht auch erklärt, warum die deutschen Medien nicht sofort ihre Sonderkorrespondenten vor Ort geschickt haben und stattdessen lieber eine (dann weitgehend gleichlautende) Agenturmeldung übernommen haben. Das tun Zeitungen und Rundfunksender nämlich, damit sie an anderen – wichtigeren -Stellen unter Umständen selbst recherchierten Qualitätsjournalismus bieten könne (okay, andere tun’s nur, um Kosten zu sparen), anstatt ihre Ressourcen and platzende Druckbehälter zu verschwenden.

    • #32 wasgeht
      6. August 2015

      Ich kann auch nicht im Ansatz behaupten, dass ich auf diesen Artikel stolz wäre.

      Neben dem Tank in Krefeld ist da vor allem mir der Kragen geplatzt. Und wie das meistens so der Fall ist, natürlich nach einem nichtigen Anlass.

  24. #33 Struppi
    6. August 2015

    https://de.wikipedia.org/wiki/Explosionsgefahr
    Diese (veraltete) Zeichen ist ein Warnsignal dafür, dass eine Substanz explosionsfähige Gemische bilden kann. Das ist aber kein Zeichen dafür was alles explodieren kann. Nicht mal eine Wasserstoffflasche trägt dieses Symbol.

    Natürlich kann ein Ballon oder eine Gasflasche explodieren, da der Inhalt aber normalerweise nicht explosiv reagiert, ist darauf nicht dieses Warnsymbol.

    Genaueres hier https://de.wikipedia.org/wiki/Explosivstoff

  25. #34 Karl Mistelberger
    6. August 2015

    Der Stickstofftank ist zweifellos geplatzt oder zerknallt und nicht explodiert. Umgangssprachlich ist er dennoch explodiert. Einige Leute sagen auch Kilowatt und meinen dabei Kilowattstunden.

    Dennoch bleibt es dabei: Eine für die heutige Zeit typische Zurschaustellung kollektiver Inkompetenz ist der Normalfall bei der Berichterstattung über technische Zusammenhänge. Nur das obige Beispiel ist unglücklich ausgewählt.

  26. #35 Hobbes
    6. August 2015

    Das Problem ist ja das diese sprachlichen Verallgemeinerungen sachlich oft nicht unkorrekt sind, bei dem Leser aber ein falsches Bild vermitteln.
    Während man in anderen Bereichen da eine Gewisse Sensibilität entwickelt hat fehlt diese bei Naturwissenschaftlichen Themen größtenteils. Natürlich ist die Pflicht das ein Journalist keine falschen Assoziationen weckt bei Flüchtlingsthemen etc. wichtiger als bei den naturwissenschaftlichen Themen. Ärgerlich ist es aber trotzdem. Vor allem wenn es wie bei Kernkraft Fracking (oder hier “Chemie”) um politisch relevante Themen geht. Sicherlich kann man alles davon auch vernünftig begründet ablehnen aber 90% der Diskussionen drehen sich eben aus diesen Gründen nicht um vernünftige Argumente sondern um Nonsens. “Da ist Chemie/ sind Gene drin” und “das ist unnatürlich” sind da nur die dämlichsten Beispiele. Der Flugzeugblog kann da auch ein Lied von Singen wenn mal wieder nur “5 Minuten bis Kollision” gefehlt haben. Wer Ahnung von der Materie hat weiß das hier etwas nicht so ganz passt. Wenn jetzt dutzende Journalisten das abtippen ohne das auch nur einem da etwas auffällt muss man sich fragen ob die alle keine Ahnung, keine Lust oder keine Zeit haben.

  27. #36 BreitSide
    Beim Deich
    6. August 2015

    @Karl Mistelberger: Doch, es war eine Explosion, wie Einige Fachkundige vorher schon belegt hatten.

    Worte wie “Stundenkilometer” oder “Tagwerk”, “Wochenlohn”, “Monatsumsatz”, “Jahresbilanz” sind zwar nicht wirklich korrekt, aber völlig eindeutig. Jeder weiß exakt, was gemeint ist.

    “kW” und “kWh” dagegen sind etwas völlig Anderes.

  28. #37 rolak
    6. August 2015

    nicht wirklich korrekt

    nicht wirklich korrekt ;-)

  29. #38 BreitSide
    Beim Deich
    6. August 2015

    Hehe, sehr schön!

    Sag ich doch…;-)

  30. #39 bruno
    6. August 2015

    #37 lustig. wieder was gelernt.
    und trotzdem weiss der duden noch immer nicht, wo mein haus wohnt…

    • #40 rolak
      7. August 2015

      Der Duden gibt den Zustand der Sprache nicht vor, er widerspiegelt ihn nur – daher kann er Dir auf jeden Fall sagen, daß kein Haus wohnt, mithin diese Wortkombination typischerweise irgendeine verborgene Botschaft kodiert (aka ‘dichterische Freiheit’.)
      Wir wissen nicht, was Dir bisher empfohlen wurde, bruno, wir empfehlen OSM.

  31. #41 IO
    6. August 2015

    Grundsätzlich stimme ich dem Artikel zu.

    Aber einerseits Journalisten Schlamperei vorzuwerfen und selbst den bekanntlich schwer historisch belasteten Begriff “Gleichschaltung” zu verwenden, das fasse ich nicht.

    Man sollte so einen Begriff und seinen Hintergrund kennen oder recherchieren können (!) und dann vermeiden, wenn man sich nicht mit gewissen Typen ins Boot setzen will.

  32. #42 IO
    6. August 2015

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichschaltung

    “Gleichschaltung ist ein Begriff, der der nationalsozialistischen Terminologie entstammt. Das Wort entstand 1933, als der Prozess der Vereinheitlichung des gesamten gesellschaftlichen und politischen Lebens in der Machteroberungsphase in Deutschland eingeleitet wurde. Ziel war es, bis 1934 den als Zerrissenheit verstandenen Pluralismus in Staat und Gesellschaft aufzuheben. Praktische Anregungen konnte das NS-Regime in Italien gewinnen. Dort hatte nach seinem erfolgreichen Marsch auf Rom (Oktober 1922) Benito Mussolini die Macht ergriffen und vieles zur Gleichschaltung der italienischen Gesellschaft durchgesetzt.

    Mit der Gleichschaltung strebte man an, alle Bereiche von Politik, Gesellschaft und Kultur gemäß den nationalsozialistischen Vorstellungen zu reorganisieren. Dies hatte oftmals die Eingliederung bestehender Organisationen in die NS-Verbände zur Folge. …”

    So ein Begriff, der heutzutage bei der AfD, Pegida und anderen Wutbürgern und schlimmerem populär ist, sollte schleunigst durch präzise Sprache ersetzt werden.

    Vor allem sollte man dann sehr gut belegen können, was man mit dem falsch verwendeten Begriff eigentlich meint.

  33. #43 Karl Mistelberger
    7. August 2015

    > #36 BreitSide, 6. August 2015
    > Doch, es war eine Explosion, wie Einige Fachkundige vorher schon belegt hatten.

    Die “Fachkundigen” verweisen auf die Definition in der Wikipedia:

    “Eine Explosion ist der physikalische Vorgang des plötzlichen Freisetzens von großen Energiemengen, die zuvor auf kleinem Raum konzentriert waren, in Form einer plötzlichen Volumenausdehnung von Gasen.”

    Diese Definition macht keine näheren Angaben darüber was mit “plötzlich”, “groß” und “klein” gemeint ist.

    Explodiert ein Fahrradreifen oder platzt er? Die obige Definition ist bei Beantwortung dieser Frage so nützlich wie die Aussage ℼ ≠ 4 zur Durchführung von konkreten Berechnungen. Sie ist zwar richtig aber in den meisten Fällen nutzlos. Falsch aber nützlich ist ℼ = 3,15.

    Die Formulierung der Zeitungen “Explosion in Chempark”, ” Horrorunfall im Chemiepark” sowie “Austreten der Chemiestoffe Stickstoff und Titandioxid” (!) sind wenig geeignet, den meist eher flüchtigen Leser sachlich zu informieren. Berichte mit solchen Formulierungen als “erstaunlich vernünftig” zu bezeichnen ist abwegig.

    Der Standard hingegen spricht zwar auch von Explosion, erläutert aber: Die Explosion wurde demnach durch ein geplatztes Druckgefäß ausgelöst. Anders als von Jürgen Schönstein vermutet hat der Autor des Berichts nicht “Ressourcen an platzende Druckbehälter verschwendet”, sondern kurz und prägnant beschrieben was passiert ist.

    Beispiel für Berichterstattung: Die Masche ist einfach. Da wird im Fall von Glyphosat nicht nur Inkompetenz demonstriert. Die gezielte Falschinformation wird zum Selbstzweck.

  34. #44 rolak
    7. August 2015

    Diese Definition macht keine näheren Angaben darüber was mit “plötzlich”, “groß” und “klein” gemeint ist

    Dieser Satz ist völlig sinnleer, Karl, schon weil im wikiArtikel mangels Möglichkeit überhaupt keine Definition enthalten sein kann, sondern, genauso wie im Duden, nur eine Beschreibung des allgemeinen Wortgebrauches. Und auch die von Dir als fehlend rsp zu ungenau bemängelten Angaben würden, falls vorhanden rsp genauer, diese Beschreibung nicht zu einer Definition machen, sondern diese allgemeine Beschreibung zu einer genaueren Beschreibung eines Teilgebietes bis Einzelfalles.

    Falls Dir diese Nutzung des Begriffes ‘Explosion’ nicht paßt, bietet sich ein Sprachwechsel an.

  35. #45 Karl Mistelberger
    7. August 2015

    > und denkt lieber selber statt anderen zu glauben

    Rolak ist sehr ambitioniert, kämpft aber mit Risiken und Nebenwirkungen. ;-)

    > Dieser Satz ist völlig sinnleer, Karl, schon weil im wikiArtikel mangels Möglichkeit überhaupt keine Definition enthalten sein kann, sondern, genauso wie im Duden, nur eine Beschreibung des allgemeinen Wortgebrauches.

    Na ja, so unwidersprochen kann dieser Satz nicht bleiben:

    Eine Definition (lateinisch definitio „Abgrenzung“, aus de „(von etw.) herab/ weg“ und finis „Grenze“) ist je nach der Definitionslehre, der hierbei gefolgt wird, entweder

    1. die Bestimmung des Wesens einer zu erklärenden Sache,
    2. die Bestimmung eines Begriffs,
    3. die Feststellung eines tatsächlich geübten Sprachgebrauchs oder
    4. die Festsetzung oder Vereinbarung eines solchen.

  36. #46 rolak
    7. August 2015

    unwidersprochen kann dieser Satz nicht bleiben

    So isses, Karl, denn damit (das einzig annähernd passend klingende) 3. für wiki zuträfe, müßte Ort & Zeitpunkt angegeben sein, da sich ein und dieselbe Sprache andauernd ändert und überall anders sein kann. So bleibt es keine Feststellung (=exakt), nur eine Beschreibung (≈genau) – beim Duden wäre es diskutabel, doch imho nicht exakt zutreffend.

  37. #47 rolak
    7. August 2015

    Ganz am Rande: Da Du mittlerweile (fast unauffällig, daher ZweitKommentar) vom Begriff auf die Beschreibung des Begriffs ausgewichen bist – entspricht das einem Verwerfen Deines Einspruches gegen den Begriff?

  38. #48 Karl Mistelberger
    7. August 2015

    Der eine fitzelt lieber herum, andere machen bedeutendere Aussagen und leben ganz unproblematisch mit der Unvollkommenheit der Sprache: http://scienceblogs.de/arte-fakten/2009/05/14/natur-und-naturwissenschaft/#comment-223

  39. #49 BreitSide
    Beim Deich
    7. August 2015

    Bedeutendere Aussagen, hört, hört!

    Vielleicht mag es Dir helfen, dass ein Zerbersten eines Druckbehälters bei “hohem” Druck als Explosion bezeichnet wird, bei geringeren Drücken als Platzen, bis hinunter zur Seifenblase.

    Bei Verbrennungen spricht man ja auch von Deflagration und Verpuffung, alles mit einem wachsweichen Grenzbereich zueinander bzw. zur Explosion.

    • #50 wasgeht
      7. August 2015

      Es gibt eine ganz klare Unterscheidung zwischen Verpuffung und Explosion.

      Eine Verpuffung setzt sich langsam fort, indem die Verbrennungswärme an das umgebende Medium abgegeben wird und dort zu weiterer Verbrennung führt.

      Für eine Explosion braucht man eine Druckwelle, die sich dann sofort mit der für den Stoff typischen Geschwindigkeit fortsetzen. Das kann bis zum 30-fachen der Schallgeschwindigkeit sein.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Detonationsgeschwindigkeit

      Die Druckwelle komprimiert den explosiven Stoff, heizt ihn damit auf, und bringt ihn so zur Reaktion. Der Unterschied ist nicht wachsweich, sondern riesengroß. In einer Verpuffung kann man mit bloßem Augen sehen, wie sich die Flammenfront ausbreitet. Bei einer Explosion ist sofort alles vorbei – die Flammenfront bewegt sich mit mehreren Kilometern pro Sekunde.

  40. #51 Alderamin
    7. August 2015

    @Frank

    Hmm, die Definition, die Du hier erwähnst (Reaktionsfront schneller als der Schall), ist die einer Detonation, nicht unbedingt einer Explosion, das ist ein allgemeinerer Oberbegriff, der auch eine Verpuffung beschreiben kann.

    Der Druckbehälter ist keinesfalls detoniert, sein Bersten fällt aber durchaus unter das, was hier als physikalische Explosion definiert wird.

  41. #52 Karl Mistelberger
    8. August 2015

    > #31 Jürgen Schönstein, 6. August 2015
    > Was gemeint war, dass der Stickstofftank in Krefeld nicht explodiert ist, sondern … ja, was nun? Hier habe ich als Journalist schon die Frage zu stellen: Was schlägst Du als korrekte, aber grifffige Formulierung für das vor, was da passiert ist? Ich habe nämlich keine Ahnung …

    Am frühen Nachmittag ist im Uerdinger Chempark ein Stickstoff-Tank geborsten (Fachausdruck: Druck-Gefäß Zerknall) und ein Gebäude erheblich beschädigt worden. Bei dem Gebäude soll es sich um Halle N307 der Firma Huntsman (ehem. Sachtleben) handeln, welche in Uerdingen Titandioxid als Weißpigment für Farben und Lebensmittel (E171) herstellt.

    • #53 wasgeht
      8. August 2015

      Der Behälter stand unter großem Druck und ist geplatzt. Dabei wurden einige Menschen schwer verletzt und Teile der Gebäudeverkleidung zerstört.

      Bonuspunkte gibt es für Jorunalisten, die schreiben, dass die Verkleidung mit Absicht so gebaut ist, dass sie in einem solchen Fall schnell abfliegt – damit sich im inneren der Gebäudes kein noch größerer Druck aufbaut und es zu noch ernsthafteren Zerstörungen kommt.

  42. #54 BreitSide
    Beim Deich
    8. August 2015

    Falsch. Es IST eine Explosion, auch wenn es Euch nicht gefällt.

    Wie soll man die letzten beiden Posts verstehen? Wollt Ihr Euch als bessere Journalisten gerieren? Das hat schon was vom üblichen Lehrerbashing, weil ja doch jeder in der Schule war…

  43. #55 BreitSide
    8. August 2015

    Das mit dem zerstörten Gebäude ist allerdings Unsinn.

    Schwere Zerstörungen gab es sicher innen, aber eingestürzt ist es offensichtlich nicht.

  44. #56 Karl Mistelberger
    30. Oktober 2015

    Eine interessante Variante für Leute, die in der ersten Reihe sitzen:

    Detonieren ohne zu explodieren

    Detonation im BASF-Chemiewerk

    Die unterirdische Detonation im BASF-Chemiewerk in Ludwigshafen ist von einer Fliegerbombe verursacht worden, die bei Bohrungen getroffen wurde. “Durch die Arbeiten wurde der Blindgänger beschädigt, wodurch ein Teil des Sprengstoffs abbrannte, aber nicht explodierte”, teilte das Chemieunternehmen mit.

    Eine Gefahr für Mitarbeiter und Bevölkerung bestehe nicht, hieß es. Mit dem Kampfmittelräumdienst will BASF in den kommenden Wochen klären, welche Maßnahmen für die Entschärfung der Bombe nötig sind. Am Mittwoch war es im Werksteil Nord zu der Detonation gekommen.

    Gelesen im ARD-Teletext.

    • #57 wasgeht
      30. Oktober 2015

      Das ist eher üblich als unüblich. Solche Bomben haben nicht umsonst einne Zünder. Ohne den Zünder oder eine ernsthafte Explosion kann der Sprengstoff nicht gezündet werden.

      Gilt nicht für instabiles Zeugs (Nitroglyzerin) oder Schwarzpulver und ähnliches.