Klimaleugner und Klimahysteriker

Ich bin kein Klimatologe, kann also per se nicht beurteilen, ob momentan eine außergewöhnliche Klimaerwärmung stattfindet und ob sie menschgemacht ist.

Die gängige Meinung

Klar ist, dass die Presse in Deutschland die letzten Monate ausführlich über Klimaveränderungen berichtet hat, und fast immer neue Indizien für eine Klimaerwärmung angeführt hat. Klar ist auch, dass das Gas CO2 als Hauptverursacher der menschen-
gemachten Klimerwärmung angesehen wird.
Meine Wahrnehmung ist auch, dass die Debatte trotz internationaler Konferenz in Bali im Dezember 2007 und einer Serie von United Nations IPCC-Berichten nirgends so intensiv geführt wurde und wird wie in Deutschland.

Der jüngste Artikel in Spiegel online betitelt “Konferenz der Klimawandel-Leugner”, wurde hier auch schon von Ali Arbia in seinem neuen “zoon politikon” Blog aufgenommen (jetzt auch bei ScienceBlogs.de, herzlich willkommen auf diesem Wege). Auch Christian Reinboth hier bei ScienceBlogs hat schon mehrfach über Klima und Klimapolitik geschrieben.

Einer der Leitautoren des IPCC Berichts, und der wohl prominenteste Klimafolgenforscher hierzulande ist der Physiker Stefan Rahmstorf aus Potsdam. Seine Publikationsliste auf Pubmed liest sich beeindruckend: PNAS, Science, Science, Science, Nature, Nature, Science, Nature. Über seine private Homepage vertreibt er CO2 Pins.

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Eisbär, der auf seine missliche Lage aufmerksam machen will. (via flickr, cc)

Kritische Stimmen

Aus reiner Freude am Konflikt habe ich mich in letzter Zeit sporadisch mit Quellen im Internet beschäftigt, die nicht in das gemeinsame Horn der menschengemachten Klimaveränderung stoßen.
Die Ausbeute war gering: Es ist Benny Peiser, ein Anthropologe, der auf der “Achse des Guten” schreibt, und es ist Tomislav Rus, ein Diplomingenieur, der Oekologismus.de betreibt.
Ich konnte nicht alle dort vorgebrachten Argumente entkräften.

Ich habe mal ausgerechnet, wie viel CO2 freigesetzt würde, wenn die bekannten Kohle- und Erdölreserven der Welt verbrannt würden. Es sind zusammen etwa 2,4 * 10¹² t.
Die Masse des CO2 in der Luft liegt etwa 3,0 * 10¹² t.

Vielleicht kann mir jemand hier also folgende Frage beantworten:
Was genau bewirkt eine Erhöhung des CO2 Gehalts in der Atmosphäre von 0,038% auf 0,069%?

Die benutzten Werte sind aus dem Internet (Stichwörter: Luft, Kohle, CO2, Erdöl, etc. bei Wikipedia und Google) und hier in der Fußnote angegeben. Der Rechenweg kann auf Anfrage zugeschickt werden.
1,2 * 10¹² barrel Erdölreserve
1 barrel = 159 l
d(Erdöl) = 0,9 kg/ l
Erdöl = C1H1,5
1 t Erdöl = 3,26 t CO2
1 * 10¹² t Kohlereserve
1 t Kohle = 1,83 t CO2
Masse Luft: 5135,2 * 10¹² t
Masse CO2 in der Atmosphäre: 3,0 * 10¹² t (0,058 Massen%)

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Kommentare

  1. #1 Ulf
    10. März 2008

    @ Tobias,
    wenn man davon ausgeht, dass Co2 nach Wasser das treibhaurelevanteste Gas unserer Atmosphäre ist, so ist eine Verdoppelung dieser Menge nun nicht gerade eine vernachlässigbare Größe. Der Salzgehalt der Meere liegt bei rund 3 %. Verdoppelst Du diesen, wären die Meere keine vielfältigen Lebensräume und die Wiege des Lebens, sondern wegen Versalzung geschlossen.
    Bei Deiner Rechnung fehlt außerdem das Methan, das aufgrund der Erwärmung der Permafrostböden vermehrt in die Atmosphäre gelangen wird und nochmal mächtig nachheizt.

    Außerdem ist das wahrlich Erstaunliche m. E. nicht, dass im September die deutsche Presse eine Massenhytserie ausgelöst hat, sondern, dass die Fakten und Prognosen seit mehr als zwanzg Jahren ungehört verhallt sind, ohne große Veränderung im Verhalten. Dann fallen ein paar Brocken in den Alpen herab, es stürmt ein bisschen und schon sind alle in heller Aufregung. Ah, humans! Fest steht, ob Mensch gemacht oder nicht, die Erde erwärmt sich. Ich denke man tut gut daran, sich auf die Folgen einzustellen, und m.E. am sinnvollsten mit einer Kombination aus Adaption und Mitigation. Wege zu finden, weniger Energie zu verbrauchen und trotzdem an der Spitze dabei zu sein, war bis jetzt noch immer eine sehr erfolgreiche evolutive Strategie.

  2. #2 L. Carone
    10. März 2008

    Das ist auch eine Frage für Björn von “tiefes Leben”. Denn schließlich gab es solche Fälle in der Vergangenheit, auch wenn die nicht Menschen gemacht waren. Das ist einer der Hauptpfeiler in der Klimatologie: Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen. So toll waren die früheren Klimaerwärmungen für die damals vorherrschende Fauna und Flora wohl nicht. Klar, das Leben ging irgendwie weiter. Aber eben nicht für viele der damals vorhandenen Spezies. Aber da kann Björn sicherlich mehr zu sagen.

    Im Übrigen kann ich als Planetologe sagen: Kosmische Strahlung oder irgendeine sonstige Veränderung der Sonneneinstrahlung sind definitiv nicht der Auslöser für die globale Erwärmung – wie wir inzwischen wissen. Es gab da mal in den 90ern einen Wissenschaftlerstreit, der sich aber inzwischen eigentlich erledigt hat – aufgrund einiger Daten-Manipulationen seitens der Hauptbefürworter der Kosmische-Strahlung-Hypothese und weil die neueren Daten nicht den Verlauf nahmen, der vorhergesagt wurde und sogar der Kosmische Strahlung-Hypothese widersprachen. Pech gehabt, ab in die Mülltonne der Wissenschaftsgeschichte damit! Auch wenn ab und an Leute meinen, ein totes Pferd treten zu müssen.

    Und die anderen Planeten in unserem Sonnensystem zeigen auch keine Anzeichen globaler Erwärmung, wie sie die Erde zeigt.

    Ich fand zu dem Themenkomplex folgende Seiten sehr hilfreich: realclimate.org und auch das hier: http://environment.newscientist.com/channel/earth/dn11462

    Der Zusammenhang zwischen CO2 und Erwärmung ist nach allem, was ich gelesen habe ein selbstverstärkender und ein nichtlinerarer. Zum einen: kleine Ursache-> große Wirkung, insofern sagt die Promillezahl an sich erst mal gar nichts aus.

    Und zum anderen: Je wärmer es wird, desto mehr CO2 wird frei. Wenn z.B. Pole und Gletscher abschmelzen, dann kann das darunter vorher luftdicht verpackte Gestein verwittern und das darin gebundene CO2 wird auch frei. Wenn empfindliche Organismen aufgrund geringfügiger Temperaturerhöhung und weil die Meere saurer werden, schließlich löst sich auch mehr CO2 in den Ozean, absterben (siehe Korallen) und der Verlust an der Fauna und Flora höher ist als der Gewinn – dann verschwinden auch die CO2-Senken und damit gelangt wieder mehr CO2 in die Luft.

    Dass das ganze menschengemacht wird. Dafür gibt es mehrere Nachweise: Z.B. Isotopenmessungen aus der Zeit vor dem Kalten Krieg, zum anderen ist die Zeitskala der Veränderungen heutzutage eine ganz andere als dass sie durch “natürliche” Ursachen verursacht sein kann. Die derzeitige Erwärmung ist eine Sache, die sich eher über einen Zeitraum von Jahrzehnten abspielt. Dinge wie Eiszeiten und die Erholung davon oder Schwankungen im Erdorbit oder eine effektive Zunahme der Sonneneinstrahlung, das sind alles Effekte, die sich über Jahrtausende und länger abspielen. Hier hat einer kräftig auf die Tube gedrückt – und als Übeltäter bleibt alleine schon nach dem Ausschlussprinzip nur noch der Mensch übrig.

  3. #3 Eirakel
    10. März 2008

    @Tobitas – Hallo, Gruß aus Hamburg. Möchte mal explizit nicht naturwissenschaftlich ausgebildete Gedanken beitragen ;)

    Ich finde Ulfs Hinweis wichtig, dass unabhängig von Mensch-gemacht oder Naturphänomen entscheidend ist, Folgen einer Klimaveränderung zu identifizieren und sich zu überlegen, wie man damit umgeht. Die natürliche Umwelt wird sich irgendwie anpassen und durchkommen, nur ob uns die Ergebnisse passen, ist nicht gesagt. Die Erschliessung/Verdichtung von küsten- oder wüstennahen Siedlungsgebieten, die steigender Nachfrage nicht nur nach Fleisch und Fisch, der Mangel an Süßwasser u.v.m. sind Faktoren, die die status-quo liebende Menschheit vor größere soziale resp politische Aufgaben stellt.

    Diese Aufgabe(n) mag geeignet sein – jetzt wirds ein wenig romantisch – als eine weltweite Herausforderung wahrgenommen wird und ein wenig dabei hilft, globale Probleme auch global Anzugehen. Ein wenig Hoffnung für multilaterale Zusammenarbeit und One World schwingt für mich im Klimawandel mit.

    Eine Frage habe ich noch: Nehmen wir an, der Klimawandel sei Mensch-gemacht, und wir stehen an einem Punkt, an dem zumindest ein Abmildern von Folgen noch denkbar wäre – Wie hoch wären dann die Kosten des Nicht-Handelns?

  4. #4 Tobias
    10. März 2008

    Vielen Dank für die ausführlichen Kommentare!
    @Ulf:
    Du gehtst ja auch schon davon aus, dass die Gase, sei es Methan oder CO2 zur Erderwärmung führen. Mein Frage ist aber leider noch nicht beantwortet: Was bewirkt eine Erhöhung der CO2 Konzentration in der Atmosphäre von 0,038% auf 0,069%?
    @Ludmila:
    Danke fürs Abhaken der Sonneneinstrahlungshypothese. Ich habe immer wieder gelesen, dass vermehrte Sonnenaktivität mit einer Erwärmung der Erdatmosphäre einhergeht. Würde mich wirklich auch interessieren, was Björn von “Tiefes Leben” zu den CO2 Konzentrationen erdgeschichtlich meint.
    Wenn die Erderwärmung mit einer Änderung des pH der Meere und einem Massenaussterben von Organismen mit Kalkschale einhergeht, frage ich mich, warum die dann überhaupt noch leben, Korallen haben ja definitiv schon die eine oder andere Warm- (und Kaltzeit) mitgemacht.
    @Eike:
    Gruß zurück zu erlebnisraumdesign.de nach Hamburg. Die “Awareness” für globale Probleme ist sicher wichtig, aber um deinen letzten Satz umzukehren: Nehmen wir an, der Klimawandel ist nicht menschgemacht, wir uns aber einreden würden, die Folgen (und vermeintliche Gründe) ändern zu müssen. Was sind denn die Kosten des Handelns? Vor allem in Relation dazu, was man mit x-Milliarden sonst alles Gutes tun könnte.

  5. #5 Eirakel
    11. März 2008

    @Tobi – Aus der bunten Presse zum Thema Gutes mit Geld tun: Hochgerechnete Kosten der Irakkrieges bis 2017: 5.000.000.000.000. Nur für den US Haushalt.

    Aber unlauterer, unangemessener Vergleich beiseite. Du spielst auf die Lomborg Thesen an, dass letztendlich der investierte Dollar mit dem besten ROI nicht im Klimawandel, sondern zB in der Malaria-Bekämpfung landen sollte. Es gibt eine regelmässige Konferenz in Kopenhagen, die sich der Frage der Prioritätenliste der Globalen Herausforderung stellt. Und dann – im Wesentlichen mit Methoden der ökonomischen Analyse – zu einer Lösung kommt. Klimawandel ist nicht dabei. Diese Aussage wird aber stark kritisiert, da dort einer globalen Erwärmung von 2 Grad ein positiver Nutzen beigemessen wird. Zumindest Bewohner Bangladeshs dürften anderer Meinung sein.

    Man kann über den naturwissenschaftlichen Zusammenhang möglicherweise streiten und auch sich an der gestreamlineten Debatte stören. Aus Sicht eines Ökonomen ist allerdings die Tatsache das “externe Effekte”, also bisher nicht berücksichtigte Kosten ökonomischen Handelns, auf die Agenda gekommen sind, ist eine sehr positive Entwicklung.

    Entscheidend ist, dass die “wissenschaftliche” Debatte in erster Linie eine politische ist, ob im Klimawandel oder bei der Gentechnik.

  6. #6 NochEiner
    11. März 2008

    Masse CO2 in der Atmosphäre: 3,0 * 10¹² t (0,058 Massen%)
    Sind nur ~750 Gt!
    Entsprechend höher würde der Anstieg der Konzentration ausfallen.

    Höhere CO2 Konzentrationen und Temperaturen als bald herrschen werden gab es zwar vor Jahrmillionen aber, Evolution sei dank, die damaligen Organismen sind nicht dieselben wie heute.
    Das “Argument” vergangener Klimata ist allerdings danebem. Das Problem, wie jeder weiß, ist der Klimawandel, (wahrscheinlich?) nicht das neue Klima.
    Geschwindigkeit und Ausmaß des Wandels, der ohne mildernde Maßnahmen enitreten würde, wird keine Zeit für Evolution lassen.

  7. #7 Tobias
    11. März 2008

    Hi NochEiner,
    hast du ne Referenz zu den 7,5 * 10¹¹ t, die du angibst?
    Ich habe folgende Werte benutzt: Masse Luft: 5135,2 (+/- 0.3) * 10¹² t
    Davon 0.058 massen% = 2,978 * 10¹² t CO2
    Die Frage bleibt aber immer noch: Was passiert, wenn sich die CO2 Konzentration erhöht, sei es auf 0.069% nach meinen Zahlen oder auf 0.12% nach deinen Zahlen.

  8. #8 Marie
    11. März 2008

    Was passiert?
    Ich nehme mal an, dass der Meeresspiegel steigt: um 3 mm oder vielleicht auch 70 m.
    Eisbären werden ertrinken – oder auch nicht.
    Ostsee-Seehunde sterben aus – oder sie überleben.
    Die Meeresströmungen versiegen – oder auch nicht.
    Die Meere versauern, die Korallen sterben; es kann aber auch anders sein.
    Es wird wärmer, wobei es sein kann, dass es auch nicht wärmer wird.

    Das ist die Quintessenz aus einer Vielzahl von Beiträgen, die sich auf die “menschgemachte Klimakatastrophe” beziehen. Und das alles kommt vom menschgemachten CO2….

  9. #9 Klima-Fraktal
    11. März 2008

    Das die Sonneneinstrahlung keinen Einfluss auf das Klima haben soll, sehen US-Wissenschaftler ein wenig anders.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/neue_studie_bis_zu_zweidrittel_der_erderwaermung_durch_die_sonne/

    Die globalen Temperaturen gemessen von 4 verschiedenen Instituten zeigen für die letzten 10 Jahre keine bzw. nur eine sehr geringe Temperaturänderung.
    Von einem verstärkten Klimawandel kann also nicht unbedingt die Rede sein.

    http://wattsupwiththat.wordpress.com/2008/03/08/3-of-4-global-metrics-show-nearly-flat-temperature-anomaly-in-the-last-decade/

    Übrigens gibt es schon einige Quellen im Internet, die eine kritische Betrachtung des Mainstream bei den Ursachen und Folgen des Klimawandels durchaus angebracht erscheinen lassen.

  10. #10 Stefan
    11. März 2008

    @NochEiner

    Keine Zeit für Evolution? Ich glaube, da ist ein kleiner Denkfehler. Es ist nicht zwangsläufig ein gigantischer Zeitraum nötig, um geno- und phänotypische Veränderungen zu sehen. Dazu reichen (abhängig vom Organismus) auch schon wenige Generationen aus, wenn sich die Lebensumstände deutlich verändert haben.

    Im Extremfall wird die Population extrem dezimiert und es bleiben nur wenige Individuen übrig, die aufgrund ihrer genetischen Vorraussetzungen besser angepasst sind. Ein Aussterben ganzer Arten ist natürlich auch möglich.

    Unstrittig dürfte sein, dass die Art und Weise dieser Veränderungen sich möglicherweise von denen einer sehr langsamen und langfristigen Entwicklung unterscheiden wird.

  11. #11 Klima-Fraktal
    12. März 2008

    @Tobias

    Noch eine Ergänzung zum Einfluss der Sonnenzyklen auf globale Temperaturveränderungen.

    Festgestellt wurde bisher eine direkte Korrelation zwischen den vergangenen Sonnenzyklen (Anzahl der Sonnenflecke) und den globalen Temperaturveränderungen. Eine nachvollziehbare Begründung dafür steht aber noch aus.
    Vermutet wird ein Zusammenhang zwischen Solarstrahlung und Wolkenbildung, welche dann einen Einfluss auf die Temperatur hätte.

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/02/25/die-sonne-und-die-kosmische-strahlung/

    Die Kommentare dazu geben zumindest einen Eindruck darüber, dass zu dieser Hypothese kein wissenschaftlicher Konsens besteht.

  12. #12 L. Carone
    13. März 2008

    @Klima-Fraktal: Dieser Zusammenhang wurde in den 90ern postuliert und wurde inzwischen widerlegt. Bzw. der Zusammenhang ist wenn überhaupt so schwach, dass der Einfluss auf das Klima gleich Null ist. Das zeigen die neueren Daten. Was hier von einigen wenigen Wissenschaftlern betrieben wird, ist Datenselektion nach Gutdünken und das ignorieren von besseren und neueren Ergebnissen.

  13. #13 Marie
    13. März 2008

    @ L. Carone
    Das ist schon eine aberwitzige Behauptung: “Einfluss der Sonneneinstrahlung auf das Klima gleich Null”.
    Wie ist das zu widerlegen? Gibts Versuchsreihen? Doppel-Blind-Versuche? Mit Placebo-Sonneneinstrahlung?

  14. #14 Klima-Fraktal
    14. März 2008

    @ L. Carone

    Wo und von wem wurde die Korrelation der Daten von Solarstrahlung und Globaltemperaturveränderungen widerlegt?
    Der Zusammenhang zwischen Strahlung und Wolkenbildung wurde in der Fachpresse in letzter Zeit öfters diskutiert. Von wem sollte diese Hypothese widerlegt worden sein?
    Selbst im letzten IPCC-Bericht wird ein bisher nicht erklärbarer Zusammenhang vermutet, der aber in den Modellrechnungen der Klimaprognose noch keine Berücksichtigung gefunden hat.

    “Was hier von einigen wenigen Wissenschaftlern betrieben wird, ist Datenselektion nach Gutdünken und das ignorieren von besseren und neueren Ergebnissen.”

    Datenselektion nach Gutdünken ist ja bei den Wissenschaftlern die den AGW befürworten auch nicht ganz unbekannt.
    Da wird von Herrn Rahmstorf mal ganz fix der Golfstrom zum Erliegen gebracht und aus unbewiesenen Temperaturrekonstruktionen Behauptungen für heute angeblich höhere Temperaturen als zur Zeit der Wikinger aufgestellt, Eisbärenpopulationen sind am Aussterben begriffen – egal ob mit mehr oder weniger Eis, historische Zeiträume werden passend zum gewünschten Klimatrend geordnet, CO2-Emissionsraten liegen seit Jahren niedriger als die Werte für die Modellrechnungen und ein Herr Grassl versteigt sich schon mal zu Behauptungen, dass Kohlekraftwerke Ursache für die afrikanischen Flüchtlingsproblem und bis zur Jahrhundertwende 30% aller Arten ausgestorben sind.

    Hier noch was von den “wenigen” Wissenschaftlern:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/neue_studie_bis_zu_zweidrittel_der_erderwaermung_durch_die_sonne/

    http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6V61-4MM8BMG-1&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=5b8527eb39f6019b8473ccfc5188ffec

    http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=10251

    http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=10252

  15. #15 L. Carone
    14. März 2008

    @Klimafraktal: Ich sehe schon. Ich muss einen alten Beitrag von mir recyceln, der sich auf die Originalpublikationen bezieht. Die ganze hässliche Geschichte, bis hin zu dem Zeitpunkt als einer der Hauptautoren der Kosmische-strahlungs-Hypothese seine Daten zurückgezogen hat.

    Demnächst bei mir ;-)

  16. #16 NochEiner
    19. März 2008

    @Tobias
    Das ist jetzt peinlich. Die 750Gt waren Blödsinn. Deine Zahl stimmt völlig.
    Grund für meinen Fehler war “gefährliche Halbbildung”. Die maximale Konzentration auf die du kommst ist nämlich viel niedriger als die in anderen Quellen (z.B. IPCC). Beim flüchtigen Googeln auf der Suche nach dem Grund hab ich dann, ohne die Seite richtig zu lesen, eine falsche Zahl geholt.
    Naja…
    Inzwischen hab ich richtig nachgeschlagen. Der Haken liegt in der Definition von (Öl-/Kohle-)”Reserve”. Als solches zählt nämlich nur das was unter gegenwärtigen wirtschaftlichen und technologischen Bedingungen abbaubar ist. Nicht nur Fortschritt lässt also die Reserven steigen, sondern auch ein höherer Preis.
    Laut BGR Energiestudie 2006 gibt es ~1,6 Gt Ölreserven (was sich mit der Angabe hier deckt), aber ein verbleibendes Potential von 2,4 Gt. Wohlgemerkt, das ist konventionelles Öl, also Ölsande, usw nicht eingeschlossen.
    Bei Kohle ist das Verhältnis zwischen Reserve und Ressource noch krasser.
    Hartkohle Reserve 736 Gt ->verbl. Potenzial 9554 Gt
    Weichbraunkohle 283 Gt -> 3358 Gt

  17. #17 nullmeridian
    22. März 2008

    Bin eben bei technorati.com auf deinen Beitrag und Blog gestoßen, da er die gleiche Überschrift trägt, die ich als erstes für meinen gestern geschrieben Beitrag gewählt hatte. Naja, fast: Ich hatte die beiden Charaktere vertauscht.

    Werde den Blog mal schön in meinen del.icio.us-Katalog packen und weiter verfolgen. ;) Wenn dich mein Beitrag zum selben Thema interessiert:

    http://nullmeridian.wordpress.com/2008/03/21/uber-klimahysteriker-und-deren-gegner/

  18. #18 Dieter Enger
    2. Mai 2008

    Sehr geehrte Damen und Herren.

    Meine Frage ist, warum ersticken Pflanzen im geschlossen Einmachglas, an ihrem Eigenen erzeugten CO2 und an Sauerstoffmangel.

    Sollte eine Pflanze nicht Sauerstoff produzieren, stattdessen produziert die Pflanze, mit dem richtigen Licht nur CO2.

    Außerdem habe ich eine CO2 Messung beim Rasen durchgeführt. Auch der Rasen gab keinen Sauerstoff ab, sondern nur CO2.

    Danach geben die Pflanzen nur CO2 ab und außerhalb der Pflanzen wird CO2 abgebaut.

    Der Stoff der CO2 abbaut wird oder kann wieder als Kohlenstoffverbindung von der Pflanze aufgenommen werden. Das wäre ein immer wieder neu entstehender Kreislauf. Siehe Internet http://www.fehler-der-wissenschaft .de.

    Hiermit bitte ich Sie, meine Aussage mit dem Einmachglas zu überprüfen und mir Ihre Ergebnis bald mitzuteilen.

    Zusammengefasst heißt das.

    Pflanzen nur CO2 ab und außerhalb der Pflanzen wird CO2 abgebaut.

    CO2 ist am Klimawandel nicht beteiligt, von großer Bedeutung ist. Wenn die nachgewiesen CO2 Werte 0,03 Vol.-% von den Pflanzen erzeugt werden und somit CO2 als Klimakiller ausgeschlossen werden kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieter Enger

  19. #19 Tobias
    2. Mai 2008

    Sehr geehrter Herr Enger,
    vielen Dank für Ihr Interesse an biologischen Fragen. Ihrem Irrtum liegt eine Verwechslung zugrunde, die ich hier versuche, kurz aufzuklären. Wenn meine Erklärungen für Sie nicht befriedigend sind, würde ich sie bitten, entweder ein Lehrbuch zur Botanik zu konsultieren, oder Artikel zur Photosynthese und zur Zellatmung auf Wikipedia zu lesen.
    Hier also ganz kurz:
    1. Pflanzen betreiben Photosynthese. Sie binden also die Energie, die im Sonnenlicht steckt, und nutzen sie zur Synthese von reduzierten Kohlenstoffverbindungen. Der Baustein dafür ist CO2, dass sie aus der Luft assimilieren.
    2. Pflanzen betreiben, wie alle Lebewesen, auch Zellatmung, genauso wie alle eukaryontischen Lebewesen. Also auch Sie und ich. Dabei werden reduzierte Kohlenstoffverbindungen zu CO2 oxidiert und Sauerstoff als terminaler Elektronenakzeptor zu Wasser reduziert. Hierbei wird Energie gewonnen.
    3. Eine Pflanze kann nur überleben und wachsen, wenn netto mehr CO2 fixiert wird, als durch die Zellatmung wieder abgegeben wird.

  20. #20 Dieter Enger
    2. Mai 2008

    Bevor Sie weiter falsche Aussagen verbreiten, sollten Sie erst mal den Versuch nach stellen.
    Außerhalb der Pflanze wird CO2 abgebaut, die Stoffe die CO2 abbauen, verbinden sich mit dem Kohlenstoff und das kann die Pflanze wieder aufnehmen über die Wurzeln.
    Auch das die Pflanze im Einmachglas CO2 produziert und keinen Sauerstoff.

    Das die Pflanzen CO2 produzieren entspricht nicht der wissenschaftlichen Lehrmeinung, das ist mir bekannt.

    Auch der Versuch mit dem Aquarium ist schnell nach zu vollziehen. Man stellt mehre Topfblumen auf den Tisch, mit dem CO2 Messgerät und stülpt das das Aquarium darüber und kann dann die CO2 Werte mit dem richtigen Licht für die Pflanzen im Aquarium ablesen.

    (Die Wurzeln der Topfblumen sollten vorher von der Erde abgewaschen werden und in ein passendes Glas mit Wasser gestellt werden, damit keiner nachher sagen kann, die gemessen CO2 Werte stammen von Bakterien aus der Erde).

    Kommen auch Sie zu dem gleichen Ergebnis, wovon ich ausgehe dann bedeutet das, CO2 ist am Klimawandel nicht beteiligt. Weil die nachgewiesen CO2 Werte 0,03 Vol.-% von den Pflanzen erzeugt werden und somit CO2 als Klimakiller ausgeschlossen werden kann. Weil das Kreisläufe sind, die sich immer wieder erneuern, die aber in diesem Zusammenhang erstmal keine Rolle spielen.

    Mit freundlichen Grüßen

    D. Enger

    http://www.fehler-der-wissenschaft.de
    Hauptstr. 41.
    28857 Syke
    Tel.: 04242 930770
    Fax.: 04242 1083
    eMail: d.enger@fehler-der-wissenschaft.de

  21. #21 Tobias
    2. Mai 2008

    Hehe, Sie sind ja ein Witzbold.
    Bewerben Sie sich doch mit Ihren Experimenten mal bei Jugend forscht!

  22. #22 Christian
    2. Mai 2008

    Endlich mal wieder ein Versuch mit Spaßfaktor für den Bio-Unterricht!

    Auf der Webseite gibt es auch noch diesen Klasse-Versuch: “Ich bin in einem kleinen Raum, wo kein Sauerstoff nachkommt. Auch dann ersticke ich an meinem eigenen CO2, welches ich ausatme, wenn die Stoffe fehlen, die CO2 wie in meinem Versuch sofort abbauen und den vorhandenen Sauerstoff immer wieder freigeben.”

    Nicht zum Nachmachen empfohlen :-)

  23. #23 PeterPan
    14. August 2008

    Spannende Sache! Für polemisch und völlig deplaziert halte ich indes den Begriff “Klimaleugner”. Denn geleugnet wird wohl selbst nicht von einem Skeptiker, dass es ein Klima gibt und in der Regel auch nicht, dass sich das Klima wandelt. Infrage gestellt wird vielmehr, wie groß der menschliche Einfluss auf das Klima ist. Und ganz zuvorderst, dass wissenschaftliche Forschung nicht mehr objektiv betrieben werden kann, sondern Andersdenkende (die man vielleicht bestensfalls als CO2-These-Leugner bezeichnen könnte) inquisitorisch verfolgt werden. Die Zeitschrift “ZeitGeist” ( http://www.zeitgeist-online.de ) hat übrigens kürzlich eine Ausgabe herausgebracht, in der die Machenschaften rund um die “Klimakatastrophe” kritisch betrachtet werden, ja sogar, wie ich finde treffend, mit einer Religion verglichen werden. Denn verrückterweise zeigen sich tatsächlich zahlreiche Parallelen, wie etwa Angstmache, Schuldeinredung, Prophetie, Höllenvorstellung und ganz offensichtlich der Ablasshandel. Ideologie wäre vielleicht treffender gewesen, Religion bringt dafür noch den Faktor Glaube (und damit die Möglichkeit der Manipulation) mit ein … Hat jemand hier zufällig das Heft gelesen?

  24. #24 Fischer
    14. August 2008

    Achtung, PeterPan ist ein Copy/Paste-Werbespammer.

    Wortgleicher Post auch bei mir im Blog:
    http://fisch-blog.blog.de/2007/11/10/klima_leugner_von_wissenschaft_keine_ahn~3275033#c7512064

  25. #25 PeterPan
    14. August 2008

    Stimmt nicht, Fischer hat mich aus seinem Blog ausgesperrt und den Diskussionsbeitrag von mir gelöscht, weil er keine Andersdenkenden duldet. Jetzt will er sich auf diese Weise rächen. Wie kindisch.

  26. #26 Müller
    10. März 2009

    Wann hört in den Zeitungen endlich das dämliche Katastrophengeschwafel der IPCC
    Sektierer auf.

    Jeder dieser Klimagurus dieses UNO Vereins redet eine andere Version des Weltuntergangs herbei. Ja man gibt sogar zu maßlos übertreiben zu müssen um politisch etwas zu bewegen.

    Forschung betreibt keiner dieser Herrn, dass wird auch so vom IPCC bestätigt.
    Jedes politische Ziel wird mit einer passenden Klimaprognose begründet. Steuererhöhungen, Erhöhungen von Versicherungspolicen die politische Wiederwahl etc. etc.

    Baumärkte in Deutschland warben mit “englischen” Sätzen für eine Clima Box. Nur heißt das Wort Climate und nicht Clima usw. usw.. Drin waren übrigens weltrettende Energiesparlampen.

    Und ganz besonders tut ja Solar- und Windkraft, Kfz Umweltprämien und Plaketten etc. etc. dem Klima gut.

    Meine Herren was hat man in den letzten Jahrhunderten schon alles an Weltuntergangsszenarien gehabt.
    Nach denen aus den 70er Jahren wären wir bereits alle tot. Verbrannt sozusagen, während in den 50ern eher auf den Kältetot der Welt getippt wurde.

    Wenn der Hahn kräht auf dem Mist ändert sich das Klima, oder es bleibt wie es ist.
    Traf und trifft es immer haargenau, seit Hähne krähen.

    Seit die Klimahähne der IPPC krähen ist noch keine Prognose auch nur annähernd so eingetroffen wie prophezeit.

    Sogar Hurrikan Katrina und das Abschmelzen der Alpengletscher will man als Beweis menschlich (anthropologisch) gemachter Klimaveränderung anführen.
    Dabei war Katrina eher ein normaler Hurrikan der Stufe 3 wie er häufig jedes Jahr auftritt. Nicht der Hurrikan oder Fluten sind menschgemacht sondern die Schäden. New Orleans hatte einfach sehr lange Glück gehabt.

    Wo der Menschen in historisch bekannten Flutungsgebieten baut, wird er irgendwann auch den Schäden haben. Dies passiert ja auch in Greifswald.
    Im Jahr 1872 gab es eine Sturmflut mit einer Scheitelhöhe
    von fast 3,50m. Sicher eine sehr seltene Wetterkonstellation ging dem voraus, ist aber immer wieder möglich und dann wird auch das neue Wehr nicht helfen.
    Wer tiefer gebaut hat hätte es wissen können, aber der Mensch oft nicht denkt und Tatsachen verdrängt.

    Wo heute noch Alpengletscher sind, wuchsen vor ca. 2000 Jahren als es viel wärmer als heute war Bäume.

    Für diese Zeilen wollte mich schon mal ein australischer “Klimatologe” eingesperrt wissen. Als Klimaverleugner.

    Liebe Mitbürger, bitte lesen Sie seriose Bücher über den Klimawandel in der Historie und deren Versuche diese tatsächlich dramatischen Schwankungen wissenschaftlich zu deuten und Sie werden über diese hysterischen IPCC Kasperköppe nur noch lachen.

    Übrigens, zwar weisen Wissenschaftler daraufhin, dass niemand seriös voraussagen kann, wie sich das Klima in den nächsten hundert Jahren entwickeln wird. Jedoch überwiegt die Meinung dass eine Erwärmung in der Summe eher positive Effekte für die Menschheit hätte.

  27. #27 Gerhard Katz
    18. März 2009

    DAS ENDE IST NAH !!!

    Siehe Waldsterben, Ozonloch, Feinstaub etc.

    Der “Klimawandel” ist aber ideal, weil ein schon immer stattfindendes Ereignis durch seine Zeitlosigkeit den Ideologen sehr entgegenkommt.

    A propos, wie geht es dem (einst) tödlichen Ozonloch? Es wächst und schrumpft, es wächst und schrumpft…

    Es ist immer wieder faszinierend, wie sich die (gebildete?) Menschheit verarschen lässt.

  28. #28 Gluecypher
    19. März 2009

    @Für die Katz
    Na vielleicht das hier……..komisch, dass man sich da schnell auf einen Konsens geeinigt hat und offensichtlich auch damit Positives bewirkt hat.
    http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2009/03/was-wohl-aus-dem-ozonloch-geworden-ware.php

  29. #29 kappa
    19. März 2009

    Hallo zusammen…..
    Ueberlegt aber mal richtig:
    Hätten wir den Regenwald noch den wir 1930 gehabt hätten, würde es ein CO2 Problem in diesem Ausmass wohl kaum geben.
    Würden alle Menschen noch sparsam mit den fossilen Brennstoffen umgehen wäre das Problem nochmal kleiner!

    Das Problem sehe ich eher dahingehend das es eine Ungleichheit von Verursacher und Verbraucher gibt.
    Das ist auch nicht zu lösen wenn jeder ein Bäumchen pflanzt, (was ja sicher sinnvoll und schön ist!)
    Die Fehler werden von den Leuten begangen die unsere Natur zugrunderichten, wir alle müssen zahlen dafür !
    Lösungen? Die gibt es! Hört auf die Natur nieder zu machen, erklärt die ganze Erde als Naturschutzgebiet !!! Das könnte helfen………..

  30. #30 WoKi
    11. Juni 2009

    Mal zurück zur eigentlichen Frage:

    Umrechnung: 1 kg Kohlenstoff C = 3,67 kg CO2

    Ungefähr 8,5 GigaTonnen Kohlenstoff in der Atmosphäre stammen vom Menschen im Jahr 2008. Rund 750 GigaTonnen Kohlenstoff sind in der Atmosphäre vorhanden. Der vom Menschen verursachte Prozentsatz an Kohlenstoff in der Atomsphäre beträgt somit 1,1%.

    Zwei Verfahren können zur Bestimmung der Verdoppelung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre verwendet werden, einmal über die Extinktions-Messung und die Diathermansie-Messung (Diathermansie = Wärmedurchlässigkeit eines Körpers/Stoffes).

    Das Lambert-Beer-Gesetz kann man für die Extinktions-Berechnung verwenden. Wenn man dafür die entsprechenden Werte einsetzt, erhält man eine Temperaturänderung von ca. 0,6K. Über Diathermansie-Messungen ergibt sich ein Wert für die Temperaturänderung von 0,34K (Hier wird ein grauer Strahler betrachtet. Siehe auch VDI-Wärmeatlas).

    Bei diesen beiden Verfahren wird nur der Strahlungs-Einfluss bestimmt. Der thermodynamische Einfluss und der konvektive Wärmetransport in der Atmosphäre wird dabei nicht berücksichtigt.

    —–
    Exkurs: Wärmestromdichten im Wasser und der Luft
    + Wärmestromdichte des konvektiven Wärmetransports im Wasser bei dT=1K
    qi = v * r(Wasser) * cp(Wasser) * [T - T(0)]
    = 2 m/s * 998,20 kg/m³ * 4190 J/kgK * 1K
    = 8,4*10^6 J/m²s = 8,4*10^6 W/m² (Wärmestromdichte im Wasser)

    + Wärmestromdichte des konvektiven Wärmetransports in der Luft bei dT=1K
    qi = v * r(Luft) * cp(Luft) * [T - T(0)]
    = 5 m/s * 1,204 kg/m³ * 1005 J/kgK * 1K
    = 6*10^3 J/m²s = 6*10^3 W/m² (Wärmestromdichte in der Luft)

    Wie man sieht, sich diese Wärmestromdichten im Vergleich zur solaren Einstrahlung von 1,368*10^3 W/m^2 doch um einiges grösser.
    —–

    Wenn man jetzt noch die Gesetze der Kinetischen Gastheorie hinzunimmt, ergibt sich folgenden Bild. Die Strahlungs-angeregten CO2-Moleküle haben ungefähr 100-Mal mehr Zeit zur Re-Emission der Energie durch Strahlung, als durch eine Energie-Abgabe mittels Zusammenstoss mit anderen Molekülen (N2 u. O2). Oder anders, es ist 100-Mal wahrscheinlicher, dass ein angeregtes CO2-Moleküle seine Energie durch Stoss mit einem anderen Molekül abgeben tut, als die Re-Emission der Energie durch Strahlung.

    Wenn man diese Aspekte mit den anderen Berechnungen/Messungen kombinert, erhält man eine Temperaturänderung bei Verdoppelung vom CO2-Gehalt in der Atmosphäre von 0,012K.

    Wer sagt denn, dass die gemessene Temperatur auf Erden NUR von der Strahlung bestimmt wird.

    In der Wissenschaft muss der Grundsatz von “Kausalität und Korrelation” bewiesen werden. Er besagt, dass ein Zusammenhang zwischen Variablen noch nichts darüber aussagt, ob die unabhängigen Variablen die Zielvariable ursächlich beeinflusst. Den Beweis für die “Kausalität und Korrelation” der Variablen anzutreten, ist das schwierigste Unterfangen in der seriösen Wissenschaft. Eine nur mathematische Korrelation ist kein Beweis für den kausalen Zusammenhang der Variablen.

    Aber viele Wissenschaftler ignorieren diesen Leitsatz beharrlich.

    Deshalb kann man immer wieder irgendwelche Graphiken betrachtet, die einen
    Zusammenhang vortäuschen, wo kein Zusammenhang in bezug auf die Kausalität besteht.

    Deshalb
    Merke 1: nicht jeder Titel zeugt auch von Kompetenz.
    Merke 2: nicht jeder, der etwas veröffentlicht, versteht auch was von der Materie.

  31. #31 Laber
    11. Juli 2011

    Soviel ich weiss, ist die IR/NIR – Absorption des CO2 bereits seit ‘Goethes Zeiten’ abgesättigt, d.h. die Gesamt-Wärmemenge, die durch diese Absorption des CO2 in die Atmosphäre abgegeben wird, ist ebenfalls seit langer Zeit fast konstant (es ist lediglich mit einer leichten Absorptionserhöhung an den Flanken z.B. der 15 Mikrometerbande des CO2 zu rechnen). Da jedoch die Konzentration des CO2 in den letzten Jahrzehnten offenbar zugenommen hat, verteilt sich diese konstante Wärmemenge möglicherweise auf eine geringere Atmosphärenschichthöhe über dem Boden. Dies könnte dann vielleicht doch zu einer Temperaturerhöhung in Bodennähe führen. Aber dies bedarf natürlich einer sorgfältigen wissenschaftlichen Überprüfung

    weiter hinzukommendes