Nach ausführlichen Diskussionen um die vermeintlich schlimmen Nebenwirkungen des in Deutschland verwendenten Pandemie-Impfstoffs hier ein Update zur Lage an der Schweinegrippefront.

Die jüngsten Zahlen von heute zeigen einen weiteren starken Anstieg der Zahl der Infizierten in Deutschland. Rund 15000 neue Fälle wurden gemeldet. Ein Mitarbeiter des Robert-Koch-Insituts hat der Süddeutschen Zeitung bestätigt, das dies nur die laborbestätigten Fälle seien, und der Großteil der Fälle nicht per Laboranalyse erfasst würde.

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Es bestätigt sich weiter, dass vor allem junge Menschen an der Grippe erkranken. In der ersten Abbildnug sind die H1N1-Grippeinfektionen nach Alter aufgeschlüsselt. Gut die Hälfte aller gemeldeter Infektionen entfällt auf Kinder und Jugendliche. Das ist ungewöhnlich, da an der saisonalen Grippe hauptsächlich ältere Menschen erkranken.

Ein Vergleich mit den Grippewellen der beiden Vorjahre zeigt, dass die pandemische Form derzeit zu einer deutlichen Erhöhung der Fallzahlen beiträgt (rote Kurve).

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Das Robert-Koch-Insitut hat heute einen ausführlichen Leitfaden zur Influenza publiziert. Grundlagen zu Influenzaviren werden erklärt und spezifische Informationen zur saisonalen Grippe und zur Schweinegrippe gegeben. Wer nach der Lektüre noch Fragen hat, kann diese hier gerne stellen.

Abildungen via RKI (1, 2)

Kommentare (52)

  1. #1 fee
    16. November 2009

    Du hälst uns nach wie vor exzellent auf dem Laufenden.
    Habe gerade einen interessanten Artikel bei The New Scientist gefunden (http://www.newscientist.com/article/mg20427345.100-common-cold-may-hold-off-swine-flu.html), der die Hypothese formuliert, ob die anfänglich stagnierenden Fallzahlen der Pandemie auf eine Blockierung der H1N1-Viren durch die typischen im Spätsommer/Herbst auftretenden Erkältungserreger (Rhinoviren) zurückzuführen ist. Dieser Annahme liegt die sogenannte “viral interference” zugrunde. Das kann man sich so vorstellen, dass eine bereits stattfindende Infektion mit Rhinoviren einen antiviralen Status des Immunsystems vermittelt, der es für weitere Viren bedeutend schwerer macht, eine Infektion zu etablieren. Ist natürlich alles hypothetisch, aber Ich fand es einleuchtend!

  2. #2 Tobias
    16. November 2009

    Ja, habe ich auch gelesen. Hier: http://scienceblogs.com/effectmeasure/2009/11/the_common_cold_and_influenza.php

    Die These ist dies hier:

    When the virus infects host cells they respond in a general way, releasing chemical alarm signals (chemokines and cytokines). Thus people infected with rhinovirus have an immediate generic defense reaction already in motion. Does this protect people against an attack by the flu virus if it occurs in close relation with it?

    Klar ist nichts und wie die Pandemie fortschreitet steht auch in den Sternen. Es ist ein neues Virus, schon alleine deshalb lass ich mich impfen.

  3. #3 Tobias
    16. November 2009

    fee, ich war übrigens am Freitag hier im CAP. Es gibt keinen Impfstoff. In Deutschland scheint das ja auch zum Problem zu werden, dass zuwenig Impfstoff ausgeliefert wird.

    Wäre mal an den Verträgen zwischen den Ländern und GSK interessiert, ob es garantierte Ausliefermengen gibt und wie die Strafen aussehen.

  4. #4 BakteriusFloh
    16. November 2009

    Kannst du was dazu sagen inwieweit die Balken und die Kurven tatsächlich vergleichbare Werte abbilden. Auf den ersten Blick würde ich da von nem Bias im Testverhalten ausgehen. Sowohl der jetzige Anstieg (und möglicherweise auch die Verteilung auf Altersgruppen) kann mit dem Start der Impfkampagne zu tun haben die die Leute in die Arztpraxen treibt und auch der Anstieg im Vergleich zu den anderen Jahren kann möglicherweise auf eine entsprechendes Test- und Meldeverhalten der Ärzte zurückzuführen sein.

  5. #5 Jane
    16. November 2009

    Ich mache in meiner Umgebung die Erfahrung, dass den ganzheitlichen Homöofans, die vor einer Woche noch voll auf dem Pharmaverschwörungstrip waren, jetzt langsam etwas mulmig wird – blöd nur, dass es mittlerweile gar nicht mehr so einfach ist sich impfen zu lassen. Ich sage immer wieder gern den Satz. “Also ich bin ja schon geimpft” 😉

  6. #6 RabenAas
    16. November 2009

    @BakteriusFloh
    Über Verzerrungen der Statistik gegenüber den Vorjahren kann man natürlich immer spekulieren. Ganz sicher hat sowohl die Charakteristik der Erkrankung als auch die Präsenz in den Medien einen Einfluss auf die Zahl an Laboranalysen.

    Aber den Satz “Auf den ersten Blick würde ich da von nem Bias im Testverhalten ausgehen” versteh ich ehrlich gesagt nicht. Gehst du nicht vielleicht schon vor dem ersten Blick von einem Bias aus?

    Wieso soll die “Impfkampagne” (welche eigentlich? Bisher werden offiziell nur besondere Bevölkerungsgruppen geimpft, von einer Kampagne kann man da wohl kaum sprechen) zu einer steigenden Zahl an positiven Testergebnissen führen? Wer eine Impfung will wird doch nicht vorher getestet. Und wieso soll das einen Einfluss auf die Altersverteilung haben?

  7. #7 Tobias
    16. November 2009

    BakteriusFloh,

    ja, ein Bias (in beide Richtungen) ist nicht auszuschließen. Es kann sein, dass mehr getestet wurde, da die Leute “wachsamer” sind. Andererseits ist es wohl auch so (wie oben geschrieben), dass momentan nur noch die postiven PCR-Tests in die Statistik mit einfließen und viele Ärzte nicht mehr testen, sondern bei Symptomen direkt Bettruhe und Hühnersuppe verordnen ohne einen Rachenabstrich zu machen (Kosten PCR-Test: 23 Euro als Kassenleistung).

    Die Altersverteilung ist tatsächlich untypisch, sie spiegelt sich auch bei den Fällen wieder, die im Krankenhaus stationär behandelt werden müssen.

  8. #8 Dagda
    16. November 2009

    Der Praxisindex stellt die beobachteten akuten respiratorischen Erkrankungen (Influenza aber auch Rhino- Adeno- Coronaviren etc) in Reverenzpraxen (im sog Sentinel) dar. Damit ist er unabhängig von der Testfrequenz.

  9. #9 Dagda
    16. November 2009

    Äh damit meine ich spezifische Tests auf die “neue Grippe”, natürlich kann es durch vermehrte Arztebesuche etc zu einer verzerrung der Statistik kommen

  10. #10 fee
    16. November 2009

    @Tobias: bei uns am Hospital Clinic gibt es ein Impfprogramm für Angestellte, Ich erfahre hoffentlich die Tage, ob auch wissenschaftliches Personal zugelassen ist! Ansonsten ist auch abwarten angesagt!

  11. #11 uweih
    16. November 2009

    @Tobias:Mit was für ein Impfstoff willst Du Dich impfen lassen?

    Hat Spanien nicht die Auswahl zwischen Focetria (MF59) und Pandemrix (AS03)?

    Kann einem der kleine Unterschied in der Zusammensetzung beim Wirkverstärker egal sein oder beruhigt es bei MF59 mehr das dieser bereits zum Massenhaften Einsatz kam?

  12. #12 Tobias
    16. November 2009

    uweih,

    ja, laut AFP 22 Millionen Shots Focetria und 14.7 Millionen Shots Pandemrix (beide mit Squalen als Adjuvans).

    Mir ist es ehrlich gesagt komplett egal, da beide wirksam sind. Wenn ich aber die Wahl hätte, würde ich mir Pandemrix spritzen lassen. Jetzt habe ich schon so viel hier darüber geschrieben, da will ich es auch ausprobieren.

  13. #13 Jens Christian Heuer
    16. November 2009

    Wieder ein informativer und sehr interessant geschriebener Beitrag auf Deinem Blog, der mir bei Internetrecherchen zum Thema Schweinegrippe kürzlich aufgefallen ist und mir überaus gut gefällt.

    Meine Frau und ich, beide Apotheker, haben uns schon vor 14 Tagen mit Pandemrix impfen lassen. Nur geringe Nebenwirkungen: vorübergehnde Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle im Arm und im Oberschenkel(!), allgemeines Schwächegefühl und Schweissausbrüche über 2-3 Tage. Unsere Tochter (5 Jahre)wurde vor 4 Tagen geimpft, ebenfalls mit Pandemrix und vertrug den Impfstoff sogar noch besser: kurzzeitig leichte Schmerzen an der Einstichstelle (Gesäß)und “oben im Bein” (Oberschenkel !!), ansonsten nichts.
    Im Umfeld unserer Apotheke bestätigen unsere persönlichen Erfahrungen den von Dir hier geschilderten Trend. Eine rasch zunehmende Anzahl von Erkrankungen, wobei jüngere Menschen und Kinder ungewöhnlich schwere Krankheitsverläufe erleben. Die Älteren erkranken milder und erholen sich deutlich schneller.Zum Glück bisher noch keine Todesfälle. Ob das neue Grippevirus, ähnlich (wenn auch bisher in deutlich geringerem Ausmaß) wie das Virus der Spanischen Grippe, bei Jüngeren mit einem noch aktiveren Immunsystem einen “Zytokinsturm auslöst”?

    Beste Grüße
    Jens Christian Heuer
    http://pharmakologie.wordpress.com/

  14. #14 MoritzT
    17. November 2009

    Hier ist grad eine junge schwangere Frau mit H1N1-Grippe in die Präeklampsie gerutscht … kein schöner Anblick, am wenigsten noch das 28.-Woche-Frühchen. Sie werdens wohl beide schaffen.

    Für Europa gibts übrigens beim ECDC in Stockholm schöne Daten: ecdc.europa.eu

  15. #15 Dipl. Ing. Wilfried Soddemann
    17. November 2009

    Schweinegrippe durch Trinkwasser übertragen

    Kommentar wurde schon mehrfach hier gepostet. Verschwörungstheorien haben einen eigenen Artikel bekommen.
    Tobias 17.11.09 08:35

  16. #16 fee
    17. November 2009

    Ich habe gerade (vor 20 min) meinen Shot Pandemrix bekommen! Bislang keine Nebenwirkungen ausser leichten Einstichschmerzen. Hat eben doch Vorteile wenn man in einer Klinik arbeitet, auch wenn man nur wissenschaftlicher Angestellter ist. Ich halte dich auf dem Laufenden!

  17. #17 vogel
    17. November 2009

    Hallo,

    weiß jemand, wie die Wirkstoffverstärker bei Leuten wirken, die autoimmun vorbelastet sind?

    Die Verstärker triggern das Immunsystem ja unspezifisch. Wenn das Immunsystem aber auf den “Inhaber” selbst losgeht, dürfte das ein Problem sein, oder?

    Das dürfte Leute mit Allergien, Rheuma, Schuppenflechte, Fibromyalgie, usw. betreffen. Oder verstehe ich da was falsch?

    Die entsprechenden Reaktionen treten leider erst viel später auf, sodass man dazu heute noch nichts wissen kann und wahrscheinlich kaum ein ursächlicher Zusammenhang nachweisbar ist.

    Danke vorab für Info und Meinungen.

  18. #18 sil
    17. November 2009

    Ich bin auch gerade mit RFID-Nanochips verchippt und mit Thiomesral und Squalen vollgepumpt worden.
    Wie immer bin ich viel zu grobstofflich für irgendwelche Nebenwirkungen.
    Sogar der übliche muskelkaterähnliche Schmerz an der Einstichstelle will sich diesmal noch gar nicht einstellen.

  19. #19 chil
    17. November 2009

    wir sind alle geimpft….trotzdm wir nicht zu den Risikopatienten gehören war das eine Sache von ein paar Minuten. Hingehen…Fragen….Ärmelhochkrempeln…fertig. Keine Warteliste…kein Termine

    Sohn: Außer am Arm keinerle Beschwerden
    Tochter: 2 Tage relativ krank mit Kopfweh, Übelkeit und Temperatur
    Ich selber: mattgkeitsgefühl, Gliederschmerzen, Ganzkörpermusklelkater…am nächsten tag wieder weg
    Vater: nur Armschmerzen
    Oma: Durchfall

    alles in allem auszuhalten…..und wir sind froh jetzt geimpft zu sein. Bei manchen Begründungen von Impfgegnern, und ich meine jetzt noch nichtmal solche die Squalen ins Felde führen, können wir nur den Kopf schütteln

    LG

  20. #20 vogel
    17. November 2009

    @chil: woher weißt du jetzt schon, welche nebenwirkungen du in wochen, monaten, jahren haben wirst?

    ein etwas kritischerer umgang hat noch niemandem geschadet. man muss ja nicht gleich an nanochips und spaghettimonster glauben.

  21. #21 roel
    17. November 2009

    Hallo Herr Maier,

    ich bin zufällig auf Ihren Blog gestoßen. Die Schweinegrippe und die Medienkampagne hierzu interessieren mich sehr. Leider sind die Informationen, die von den beiden Seiten Pro-Impfung und Contra-impfung gestreut werden wiedersprüchlich, auch in sich. Ich neige eher dazu, der Impfung skeptisch gegenüber zu stehen.

    Was mich an Ihrem Blog stört, und auch in meinen Augen Ihre Glaubwürdigkeit senkt, sind die Übernahme reißerischer Schlagzeilen (Verdopplung der Schweinegrippe-Fälle in Deutschland) und suggestiver Bilder (die Hennen und die Ente unter “Die Squalen-Debatte: Wer hat Recht und wie kann ich das beurteilen?”). Verdoppelungen gibt es immer in den Anfandgszeiträumen. Und ein Bild, das an die Vogelgrippe als Vorläufer der Schweinegrippe erinnert, soll nur Ängste generieren.

    Ich würde es auch nicht überbewerten, daß an öffentliche Stellen nicht sehr viel Negatives über Sqalem zu finden ist. Durch Rechtsanwälte kann man das sehr gut steuern. Es gab in der Vergangenheit etliche Kampagnen, bei denen Nebenwirkungen verschwiegen und geleugnet wurden. Das bekannteste Beispiel ist Contergan.

    Ich finde es verantwortungslos von Wissenschaftlern, zu behaupten, die Impfung und der neuartige Impfstoff seien ungefährlich. Es gab schon Todesfälle, die anscheinend auf die Impfung zurückzuführen sind. Und nebenbei bemerkt, gibt es anscheinend Todesfälle, die der Schweinegrippe zugeordnet werden, aber ohne Vorerkrankung wohl nicht zu beklagen wären.

    Mit freundlichen Grüßen.

  22. #22 fee
    17. November 2009

    Zu dem vorigen Kommentar sag Ich lieber nichts. Wen es interessiert: ich habe einen life Blogticker zu meinen Schweinegrippeimpferfahrungen am laufen (und bitte nicht zu ernst nehemen!). http://blog.science-meets-society.com/?p=1431

  23. #23 JLT
    17. November 2009

    @ Vogel:
    Ein paar Punkte dazu.
    – man kann nicht generell sagen, ob alle adjuvansverstärkten Impfstoffe in allen Auotimmunerkrankungen gefährlich oder ungefährlich sind. Je nach Erkrankung (welche? wie schwer? aktiv oder stabil?), Behandlung (z. B. Immunuppressiva? Cortison? TNFa-Blocker?) und Impfstoff kann die Antwort sehr unterschiedlich ausfallen.
    Ich bin kein Arzt, aber ich bin sicher, dass es eine ganze Reihe von Bedingungen gibt, bei der eine Impfung (ob nun mit oder ohne Verstärker) bei Autoimmunerkrankten von vorneherein ausgeschlossen ist.

    – Bei vielen Autoimmunerkrankten sind Impfungen weniger effektiv als in Gesunden, entweder wegen der Krankheit selbst oder aufgrund der Behandlung. Um einen ausreichenden Schutz durch eine Impfung zu erreichen, sind diese Menschen umso mehr auf adjuvansverstärkte Impfstoffe angewiesen.
    Gleichzeitig ist eine virale Infektion bei vielen Autoimmunerkrankungen mit einem erhöhten Risiko verbunden, schwerwiegende Komplikationen zu erleiden. Beispielsweise sind bei vielen Autoimmunerkrankungen Lunge oder Herz in Mitleidenschaft gezogen, so dass bei Betroffenen z.B. eine Grippeinfektion viel gefährlicher ist als bei Menschen, bei denen dies nicht der Fall ist.

    – Während Autoimmunreaktionen in Folge von adjuvanshaltigen Impfstoffen höchstens vereinzelt vorkommen, ist sehr gut belegt, dass virale Infektionen Autoimmunreaktionen auslösen können und in Autoimmunerkrankten häufig zu einer Verschlechterung der Erkankung führen.
    Man muss also immer abwägen, ob das Risiko möglicher Nebenwirkungen einer Impfung oder die Gefahr einer Infektion und der damit verbundenen Komplikationen größer ist.

    – Jede Infektion erzeugt eine stärke “unspezifische”* Aktivierung des Immunsystems als eine Impfung. Die meisten Adjuvantien stimulieren Rezeptoren des sogenannten angeborenen Immunsystems. Dies reagiert nicht auf bestimmte Krankheitserreger, sondern auf generelle Warnsignale einer Infektion. Die Rezeptoren (sog. Toll-like-Rezeptoren), die auch von den Adjuvantien stimuliert werden, erkennen normalerweise z. B. virale RNA oder DNA oder Bestandteile von Bakterienmembranen, werden also auch bei einer Infektion stimuliert. Anders als das Adjuvant vermehren sich Viren aber aktiv, d. h. die Stimulation bleibt länger bestehen und durch die Vermehrung der Viren werden auch Zellen zerstört. Die dabei freigesetzten Zellinhaltsstoffe können ebenfalls zur “unspezifischen” Aktivierung beitragen.

    * unspezifisch in Anführungsstrichen, weil die Stimulierung sehr wohl spezifisch ist, allerdings nicht spezifisch für einen bestimmten Erreger, sondern spezifisch für bestimmte Strukturen.

    – Es ist theoretisch möglich, dass ansonsten sehr gut verträgliche und unbedenkliche Adjuvantien in manchen Autoimmunerkrankten stärkere Nebenwirkungen haben als die Infektion selbst, weil bei diesen ein bestimmter Teil des Immunsystems dysreguliert ist, der spezifisch durch das Adjuvans, aber nicht oder im geringeren Maße durch die Infektion stimuliert wird. Ich halte diese Möglichkeit für gering, aber sie kann nicht ausgeschlossen werden.

  24. #24 JLT
    17. November 2009

    Und ein Bild, das an die Vogelgrippe als Vorläufer der Schweinegrippe erinnert, soll nur Ängste generieren.

    Lustig. Ich habe das Bild als einen Hinweis auf das Geschnatter der Impfgegner verstanden.
    Und wieso soll die Vogelgrippe überhaupt ein Vorläufer der Schweinegrippe sein? Die Vogelgrippe gibt es immer noch und hatte mit der Entstehung der Schweinegrippe, soviel ich weiß, nichts zu tun.

  25. #25 roel
    17. November 2009

    medial gesehen. Das Geschnattere ist auf beiden Seiten ziemlich groß. Reaktion und Gegenreaktion…

  26. #26 Brigitte
    17. November 2009

    Die Vogelgrippe gibt es immer noch und hatte mit der Entstehung der Schweinegrippe, soviel ich weiß, nichts zu tun.

    Soweit ich weiß, setzt sich das Erbmaterial der pandemischen Grippe aus Genen der humanen, der aviären (Vogel-) und der porcinen (Schweine-) Grippe zusammen.
    Einen Beleg im Internet habe ich dafür aber leider nicht, weil ich es von einer Virologin gehört habe, die anlässlich der 3.Nacht des Wissens einen Vortrag hielt.
    Über die momentane Gefährlichkeit der pandemischen Grippe sagt das aber auch nichts aus. Es zeigt nur, wie wandelbar und anpassungsfähig Viren sind.
    Sie haben den Sprung vom Schwein auf den Menschen geschafft und können sich auch noch weiter verändern.

  27. #27 RabenAas
    17. November 2009

    @Brigitte:
    Eine Art “Stammbaum” hat Tobias schon vor längerer Zeit hier gepostet.

  28. #28 vogel
    17. November 2009

    @roel: Man muss Tobias zu Gute halten, dass er hier seine Meinung durchaus mit wissenschaftlichen Ansichten untermauern kann. Und sein Blog ist kein Nachrichtenmagazin, sondern spiegelt immer mehr oder weniger seine persönliche Meinung wider.

    Ich warte auf den Moment, wo ihm vorgeworfen wird, dass er an einer Einrichtung arbeitet, die teils von Big Pharma bezahlt wird und er gleichzeitig hier über die Impfung bloggt.

  29. #29 Helmut E.
    17. November 2009

    Ich würde es auch nicht überbewerten, daß an öffentliche Stellen nicht sehr viel Negatives über Sqalem zu finden ist. Durch Rechtsanwälte kann man das sehr gut steuern. Es gab in der Vergangenheit etliche Kampagnen, bei denen Nebenwirkungen verschwiegen und geleugnet wurden. Das bekannteste Beispiel ist Contergan.

    Quelle? Ich finde hier nichts über “Vertuschung durch Rechtsanwälte”. Da steht nur was über “Aufdeckung durch Wissenschaftler”.

    Ich finde es verantwortungslos von Wissenschaftlern, zu behaupten, die Impfung und der neuartige Impfstoff seien ungefährlich..

    Wo genau wird das behauptet? Bitte Link posten. Ich lese in den Scienceblogs nur, dass das Risiko einer Erkrankung durch Ansteckung größer ist als das Risiko einer Erkrankung durch Impfung.

    Es gab schon Todesfälle, die anscheinend auf die Impfung zurückzuführen sind

    Quelle? Bitte nur Fakten, kein Geschwafel ala “es könnte unter Umständen sein, dass ein Zusammenhang zum heutigen Zeitpunkt möglicherweise noch nicht auszuschliessen ist…”

    Und nebenbei bemerkt, gibt es anscheinend Todesfälle, die der Schweinegrippe zugeordnet werden, aber ohne Vorerkrankung wohl nicht zu beklagen wären.

    Meinst du, diese Menschen wären im selben Zeitraum auch ohne Schweinegrippe gestorben? Wenn ja, dann bitte: Quelle. Wenn nein, dann verstehe ich das Argument nicht.

  30. #30 roel
    17. November 2009

    …ich schreibe nicht über Vertuschung durch Rechtsanwälte. Bitte genau lesen!

    Eine (!) Quelle http://www.tagesschau.de/inland/schweinegrippe538.html
    “”Schweinegrippe-Impfstoff ist unbedenklich”

    Die sich in einer Testphase befindlichen Impfstoffe gegen die Schweinegrippe sind nach Meinung des Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, für die Patienten unbedenklich. Bislang seien bereits mehrere Hundert Testimpfungen durchgeführt worden.
    Löwer, hält den Impfstoff gegen die Schweinegrippe für unbedenklich. ]
    Abgesehen von lokalen Reaktionen, wie etwa Schmerzen an der Impfstelle, habe es keine Nebenwirkungen gegeben, sagte Löwer”

    Eine (!) Quelle: Ärzte Zeitung online, 13.11.2009

    “Tod nach Schweinegrippe-Impfung – Obduktion angeordnet

    DÜSSELDORF (dpa). Die Behörden in Nordrhein-Westfalen lassen den Tod eines 46-jährigen Wuppertalers untersuchen, der einen Tag nach der Schweinegrippe-Impfung gestorben ist. “Wir haben eine Obduktion angeordnet”, bestätigte Wolf-Tilmann Baumert, Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft, am Freitag Informationen der “Westdeutschen Zeitung”.

    Der Mann war einen Tag nach der Impfung tot auf der Toilette seines Unternehmens entdeckt worden. Nun soll geprüft werden, ob ein Zusammenhang zur Impfung besteht. So werde geprüft, ob der Wuppertaler möglicherweise allergisch auf die Impfung reagiert hat. Auf dem Fragebogen zur Grippe-Impfung hatte er selbst eine Allergie-Anfälligkeit verneint.

    Ein internationales Forscherteam hatte bereits Ende Oktober mit Blick auf die Impfung gemahnt, dass unerklärliche schwere Erkrankungen und Todesfälle in einer ausreichend großen Bevölkerungsgruppe immer wieder vorkommen. Das gelte auch für Geimpfte, ohne dass der Impfstoff damit irgendetwas zu tun haben müsse. Unter zehn Millionen geimpften Menschen seien schon rein statistisch sechs plötzliche unerklärliche Todesfälle innerhalb von sechs Wochen zu erwarten, die nichts mit der Impfung zu tun haben, erläuterte Steven Black im Fachjournal “The Lancet” (The Lancet, online vorab, Oktober 2009).

    Schweden, das bereits seit Mitte Oktober gegen die Schweinegrippe impft, hat fünf Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Spritze gemeldet. Ein ursächlicher Zusammenhang wurde bislang nicht festgestellt, betonte das Paul-Ehrlich-Institut, das die Daten vorstellte. Alle fünf Patienten hatten laut Institut chronische Erkrankungen. Die Ereignisse müssten vor dem Hintergrund von 200 bis 250 Todesfällen pro Tag in Schweden gesehen werden, wobei die Mehrheit der Fälle ältere Menschen mit chronischen Grunderkrankungen betrifft, also die Gruppe, die derzeit bevorzugt geimpft wird.”

    Wie gesagt das ist eine Quelle. Bitte weitere selber googlen. Es wird zwar immer darauf hingewiesen, daß ursächlich bisher kein Zusammenhang gesehen wird. ABER genau dieser Zusammenhang wird bei Todesfällen von Schweingrippeinfizierten IMMER gesehen! Bitte auch selber googlen.

    Ich meine das Imunsystem vorbelasteter Menschen hat mit jedem zusätzlichen Krankheitserreger seine Probleme. Ohne Lungenentzündung hätte das Imunsystem bessere Chancen gegen Schweinegrippe zu kämpfen. Mit Lungenentzündung hat es bei einer Vielzahl von Erregern schon Schwierigkeiten (nein keine Qelle welche das sind). Bei starken Vorbelastungen Tod durch Schweinegrippe festzustellen ist Schwarz/Weiß-Malerei.

  31. #31 Sebastian
    17. November 2009

    Dass der Zusammenhang zwischen Schweinegrippe und Todesfällen IMMER(!!!!!!) gesehen wird, ist (natürlich) falsch:
    http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/panorama/tod-durch-schweinegrippe–20633527.html

  32. #32 Tobias
    17. November 2009

    Vogel,
    ich habe mit Sicherheit in den letzten Tagen gelesen, dass vorhandene Auto-Immunkrankheiten kein erhöhtes Risiko bei der Impfung darstellen, ich finde momentan aber die Quelle nicht.

    Der Vorwurf, ich sei von “Big Pharma” gekauft kam schon mehrfach, ich habe hier versucht darauf zu antworten.

    roel,
    Die gemeldeten neuen Fälle haben sich letzte Woche im Vergleich zu der davor verdoppelt (siehe erste Abbildung). Das steht in der Überschrift. Das Foto der Ente bezieht sich auf Quackery, davon abgeleitet das deutsche Wort Quacksalber. Wenn Sie die Kommentare der letzten fünf Blogposts verfolgen, wissen Sie warum.

    Wir haben in diesen Artikeln die wissenschaftliche Literatur zu den Inhalststoffen von Pandemrix gesichtet.

  33. #33 grimbo
    18. November 2009

    Tobias,
    auch auf die Gefahr, dass ich wiederhole, was Andere bereits mehrfach gepostet haben – aber das soll hier ja öfter vorkommen 🙂 freue ich mich ausgesprochen, lesender und mitverfolgender Teil deiner Informationen und den darauffolgenden konträren Diskussionen sein zu können. Durch Zufall (= Radio youfm – nighttalk mit Holger) kam ich auf diesen Blog, der mich 1. bei der von mir organisierten Impfung innerhalb unseres Unternehmens (für unsere Mitarbeiter auf freiwilliger Basis gegen “beide” Grippen) und den darauf folgenden Fragen vieler Kollegen sehr unterstützt hat und 2. meine größten Ängste vor einer Impfung beseitigt hat (ich werde mich heute selbst impfen lassen).
    Hierfür meinen großen Dank. Alle Kollegen haben mittlerweile Kenntnis von deinem Blog und ich weiß von vielen, dass sie ihn auch besucht haben.

    Weiter so!

  34. #34 Helmut E.
    18. November 2009

    @roel
    Du hast 2 Quellen gebracht, die eigentlich für eine Impfung sprechen.

    Was genau ist “verantwortungslos” an den Aussagen von Herrn Löwer? Sind sie falsch? Hast du Gegenbeweise?

    Wie kann man behaupten

    Es gab schon Todesfälle, die anscheinend auf die Impfung zurückzuführen sind.

    und als “Beweis” eine Quelle zitieren in der erklärt wird, dass genau das nicht der Fall ist? Die Statistik im Artikel klingt logisch.

    Ich meine das Imunsystem vorbelasteter Menschen hat mit jedem zusätzlichen Krankheitserreger seine Probleme.

    Diesen Punkt sehe ich genauso. Die relevante Frage bei den Todesfällen ist aber: Hätte der Patient X mit Vorbelastung Y (z.B. Lungentzündung) überlebt, hätte er sich nicht zusätzlich Schweinegrippe eingefangen? Wenn ja, ist das ein weiteres Argument für die Impfung. Vor allem als gesunder Mensch sollte man verantwortungsvoll handeln, um nicht Menschen mit Vorbelastung anzustecken.

  35. #35 petra
    18. November 2009

    Ich habe eine Frage zu der “Statistikfindung” der Schweinegrippefälle. Ich arbeite als MTA in einer niedergelassenen hausärztlichen Praxis im ländlichen Gebiet. Mein Chef macht bei allen Verdachtsfällen Abstriche, PCR-Analyse folgt und positive Fälle (vor einigen Tagen auch noch die Verdachtsfälle) werden dem Gesundheitsamt gemeldet. So läuft das bei uns und ca. 80% der Abstriche sind tatsächlich H1/N1 positiv. Aber das machen nicht alle Ärzte hier im Umkreis. Wir hören von Patienten, dass z.-B. einige Kinderärzte die Kinder gar nicht in die Praxis kommen lassen (wegen der Ansteckungsgefahr) es wäre sowieso immer Schweinegrippe, Medis werden verschrieben. Wir setzen Patienten bei V.a. natürlich nicht ins Wartezimmer!
    Meine Frage ist jetzt: Werden dann die Schweinegrippefälle hochgerechnet? Wenn gar nicht alle Ärzte Abstriche machen?? Oder werden nur die gemeldeten Zahlen aufgeführt?

  36. #36 Tobias
    18. November 2009

    petra,
    in die Statistik des RKI fließen nach oben im Text verlinkten Angaben nur noch die tatsächlich per PCR-Test positiven H1N1 Fälle ein.

  37. #37 roel
    19. November 2009

    Sebastian, ich hätte wohl nicht IMMER schreiben sollen. Aber schau dir mal die Liste der Todesfälle auf http://www.schweinegrippe-h1n1.seuchen-info.de/service/zahlen-tote/deutsche-schweinegrippe-tote.html an. Den fünfjährigen Jungen findest als Nr. 2.
    Heute lese ich http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,661029,00.html

    Neue Zählmethode
    Mehr Schweinegrippe-Tote in den USA als gedacht … Demnach werden jetzt auch Todesfälle durch Sekundär-Infektionen nach Schweinegrippe-Erkrankungen mitgezählt und solche, bei denen eine Infizierung mit dem H1N1-Virus nicht explizit nachgewiesen wurde. Insgesamt liegt der CDC zufolge die Zahl der Todesfälle zwischen April und Mitte Oktober nach der neuen Zählmethode sechs Mal höher als bislang angenommen.

    Ich weiß noch nicht welche Zählmethode in Deutschland für die Schweinegrippe-Todesfälle angewandt wird. (Bitte Info) Aber, das gleiche Zählverfahren würde ich dann auch auf Todesfälle nach der Impfung anwenden.

  38. #38 Rolf
    19. November 2009

    Hallo Tobias, ich bin gerade an einer, für Laien verständlichen Erklärung / Abhandlung zur Neuen Influenza ( H1N1 Schweinegrippe ), die dafür vorhandenen Impfstoffe und sonstige häufig gestellte Fragen am arbeiten.

    Wird allerdings wohl etwas Zeit brauchen, finde aber, daß gerade nach den Beiträgen von Herrn Seefeldt / Kettenbrief Fr. Sacher usw., man nochmal alle Fakten hier aus den Kommentaren, deinen Artikeln etc. pp. in möglichst kurzer Form auflisten und zusammen bringen sollte. Um Angst zu nehmen und Leute zu der Impfung zu ermutigen.

    Meine Frage an dich: Arbeitest du selber an solch einem “Merkblatt / FAQ sheet ( sowas ähnliches hattest du ja schon ) “, oder ali ( ich meine mich erinnern zu können daß auch er sowas wie eine Zusammenfassung schreiben zu wollen erwähnte ) ?

    Dann könnte ich mir nämlich Arbeit sparen und warten, da ich eh wenig Zeit habe – andererseits möchte ich dies eigentlich eh als Rundmail ( ebenso als Zusammenfassung für meine “Akten” ) für Freunde nur machen, oder hier dann in den Kommentaren einstellen.

    Nachsatz: Hätte heute mir meine Impfdosis abholen können und wollte, da ich aber ziemlich verschnupft bin ( seit 3 Tagen, kündigte sich schon länger an ), Hals zu, Nebenhöhlen zu, kein Fieber, etwas Reizhusten – haben Sie erstmal gesagt, ich sollte noch warten.

  39. #39 helga
    20. November 2009

    Hallo.
    Habe mich durch diesen blog gelesen und stelle vor allem eins fest, Bezug nehmend auf die Eingangsstatistik, nämlich, dass trotz der rapide steigenden Impfzahlen die Infektionszahlen noch extremer zunehmen. Ich kann keinen Zusammenhang feststellen, der eine Wirkung der Impfung belegt. Guckt denn irgendjemand nach, ob tatsächlich geimpfte Personen tatsächlich nicht erkranken? Ich weiss von einer Kollegin, die geimpft ist, dass sie jetzt mit Schweinegrippe im Bett liegt. Das kann logischerweise an dem Test liegen, der logischerweise Antikörper nachweist. Wo finde ich Infos über solche Zusammenhänge?
    MfG

  40. #40 Tobias
    20. November 2009

    Helga,
    der Impfschutz von Pandemrix H1N1 ist sehr gut. Hier auf Seite sieben unten ist eine Tabelle, die dies zeigt.

    Es dauert immer ein paar Tage nach einer Impfung, bis das Immunsystem Antikörper produziert hat. Wer sich in dieser Zeit mit dem Virus infiziert kann Grippe bekommen, wahrscheinlich jedoch mit schwächeren Symptomen und weniger lang, der Körper war ja schon “vorgewarnt” und hat angefangen Antikörper zu produzieren.

    Behauptungen, dass Impfungen unwirksam seien gehören in das Reich der Verschwörungstheorien.

  41. #41 bohnensack
    20. November 2009

    @tobias: Ist es also ungefährlich zu impfen und sich dann genau dieses Virus einzufangen was die Schwere der Krankheitssymptome angeht?

    Wie sieht es mit einer anderen Infektion aus? Also angenommen man lässt sich gegen die “normale” Grippe impfen und hat bereits die Viren für einen grippalen Infekt in sich. Verläuft dann die Krankheit schwerer, weil das Immunsystem gegen zwei Viren vorgehen muss und sich nicht voll auf den grippalen Infekt konzentrieren kann?

  42. #42 fermoll
    21. November 2009

    Als jemand, der sich seine ganze Berufszeit mit Impfgegnern und Skeptikern herumgeplagt hat, kann ich Tobias und Helfern nur ein dickes Kompliment machen, mit einer Einschränkung. Für viele Leser wird m.E. ein wenig zu viel Fachchinesisch verwendet, die davon vielleicht abgeschreckt werden können.

  43. #43 Tobias
    21. November 2009

    fermoll,

    ich stimme Ihnen zu. Es ist eine Art Gratwanderung. Wenn ich stark vereinfache verstehen Laien vielleicht mehr, dafür wird das was gesagt wird ungenauer und Leser mit Vorkenntnis langweilen sich. Wenn ich wissenschaftlicher schreibe, ist der Artikel für wenige interessant und für viele zu kompliziert.

    Ich versuche beidem gerecht zu werden, ohne komplett zu verflachen.

  44. #44 Martin Eckart
    21. November 2009

    Hallo Tobias,

    kennst du den Artikel von Google Science in dem sie Grippewellen anhand Suchwörterbenutzung vorhersagen? Die Graphik erinnert mich schwer dran. Das könnte dem ganze noch ein wenig Bioinformatik geben hier 🙂 Danke für den Blog, kenn ihn erst kurz (Stichwort Squalen) und frag mich grade, wieviel Zeit du hast 😉
    http://www.google.org/flutrends/

  45. #45 roel
    21. November 2009

    Tobias,
    Ich habe nicht nur die letzten 5, sondern alle Kommentare des Blogs verfolgen und weiß jetzt warum. Viel Respekt für die Arbeit, die Sie in diesen Blog stecken, ehrlich! Aber Objektivität ist etwas ganz anderes!!!
    Nehmen Sie die Zweifler ernst! Das gilt auch für die Kommentatoren, die sich gerne lustig machen über andere Meinungen! Wenn das Bild mit dem Geflügel Quacksalberei ausdrücken soll, wäre ein Bild der Lemminge auch sehr angebracht, Sie wissen schon warum!
    Wie eingangs erwähnt, würde ich es nicht überbewerten, daß an öffentliche Stellen nicht sehr viel negatives über z.B. Squalem zu finden ist. Es ist immer die Frage: Wo kommt der Forschungsauftrag her und wie ist er formuliert! Und was passiert mit Forschungsergebnissen, die nicht das gewünschte Ergebnis erreichen. Ich spreche hier nicht insbesondere von Squalem, sondern generell über von Industrie und Regierungen in Auftrag gegebenen Forschungen. Oder denken Sie Marlboro würde von sich aus publizieren, dass Rauchen Krebs erzeugen kann. Es haben sich lange Zeit Wissenschaftler gefunden, die das bestritten. Und was würden Sie sagen wenn ein Atommülllager als sicher dargestellt wird, aberPannen und Unfälle fast an der Tagesordnung waren. Und was meinen Sie wie viele Wissenschaftler, insbesondere in den USA, den Klimawandel in Frage stellen und warum? Und das traurige ist, es wird alles wissenschaftlich dargelegt! Wissen Sie warum? (Tolle Floskel übrigens!)

  46. #46 Albina
    24. November 2009

    Eine Frage…
    Weiss jemand etwas mehr über Cystus 052 Infektblocker? Hat jemand Erfahrung?

    Pressemitteilung:
    http://www.blogspan.net/presse/schweinegrippe-phytopharmakon-blockiert-aufnahme-von-influenzaviren-wissenschaftliche-stellungnahme-zum-phytopharmakon-cystus052/mitteilung/65357/

    Gebrauchsanweisung:
    http://www.urheimische-medizin.de/produkte/03-Cystus-052-Infektblocker-Tabletten.htm

    Einerseits also “begleitende Behandlung”, andererseits – “Eigenschaften:
    Bakterien und Viren werden physikalisch weitgehend gebunden und so am Eindringen in die Körperzellen gehindert. Aufgrund dieses Wirkmechanismus sind Re­sis­tenz­ent­wick­lung­en sowie eine Beeinträchtigung des Immunsystems nicht zu erwarten.”

    Ist das etwas Innovatives und Effektives oder bloß eins von den vielen Nahrungsergänzungsmitteln? Wenn ich die Zusammensetzung sehe, kann ich nur schwer nachvollziehen, wie dieses Mittel als Infektblocker wirken kann?

    Aufmerksam bin ich darauf deswegen geworden, weil diese Tabletten ganz schnell der Tochter meiner Kollegin geholfen haben, wieder auf die Beine zu kommen… Ob das Schweinegrippe oder die saisonale war – unklar, die Klasse, wo das Mädchen lernt, besuchen jetzt 6 Schüler von den 25….

  47. #47 Frank Abel
    30. November 2009

    Hallo zusammen,

    die Berichterstattung ist lobenswert. Allerdings sollte man die aktuelle Entwicklung nicht aus den Augen verlieren, nämlich dass die erste Welle schon hinter uns zu liegen scheint.

    Extrem sehenswert auch dieser Bericht des WDR-Magazins “Monitor”, in dem einige Dinge wieder in das rechte Lich gerückt werden.

    Gruß und entspannen
    Frank

  48. #48 Frank Abel
    30. November 2009

    Natürlich war “Licht” gemeint.

    Gruß
    Frank

  49. #49 LostinNL
    30. November 2009

    @Frank Abel
    Und natürlich wurde die Hysterie nur von der Bild-Zeitung und den Privatsendern geschürt. Während die ARD ihre Hände in Unschuld wäscht. Hmm.

  50. #50 Frank Abel
    30. November 2009

    @LostinNL,

    den Einwand verstehe ich nicht. Es gab keine Konnotation in meinem Kommentar, die die ARD in einem besseren Licht darstellen sollte, nur weil ich “Monitor” erwähnt habe. ARD ist ja seiner Eigenschaft nach auch nicht gleich ARD an jeder Ecke.

    Bitte nicht zu viel hinein interpretieren.

    Gruß
    Frank

  51. #51 LostinNL
    1. Dezember 2009

    Damit wollte ich sagen: Der extrem sehenswerte Bericht ist m.E. nicht nur extrem lauwarmer Kaffee, sondern auch ein extrem durchsichtiger Versuch öffentlich-rechtlicher Selbstbeweihräucherung.

  52. #52 Frank Abel
    1. Dezember 2009

    Es wird gegen die Privaten geschossen, das ist wahr, @LostinNL . Aber zu Recht, und der Kern der Aussage ist das Wesentliche. Was gibt es hier schon wieder zu kritisieren?