Die im November 2012 von Food and Chemical Toxicology publizierte Studie “Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize” von Gilles-Eric Séralini und Kollegen steht offenbar kurz vor der Rücknahme durch den Verlag. In der Studie wurde eine zugelassene gentechnisch veränderte Maissorte mit Organschäden bei Ratten in Verbindung gebracht. Die…

Sprague Dawley Seralini

Die erste Welle der Empörung über die Studie “Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize” von Gilles-Eric Séralinie und Kollegen ist abgeebbt. Empört waren kritische Verbraucher und Anti-GMO Aktivisten ob der vermeintlich verheimlichten kanzerogenen Wirkung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und ob der kollektiven Verantwortungslosigkeit eines suspekten, von Monopolisten dominierten Industriezweigs,…

Genmais

Im Englischen gibt es einen schönen Ausdruck, für den ich kein deutsches Äquivalent kenne: Preaching to the choir. Vielleicht trifft es offene Türen einrennen am besten. Oder Eulen nach Athen tragen? Jedenfalls habe ich das Gefühl, wenn ich hier über das Séralini-Paper (hier das .pdf) von letzter Woche schreibe, sowieso schon jeder weiß worum es geht…

Gentechnisch veränderter Mais ist giftig für Leber und Niere. So zumindest versteht man eine aktuelle Publikation, wenn man man nur die Zusammenfassung überfliegt und den dazugehörigen Artikel in der Huffington Post liest. Monsanto und die Behörden für Lebensmittelsicherheit kommen zu anderen Ergebnissen. Wer hat Recht?

Zwei rationale Stimmen zur Grünen Gentechnik. Joachim von Braun in der Zeit und Pamela Ronald auf ScienceBlogs. Außerdem ein Hintergrundartikel zum dominierenden Anbieter gentechnisch veränderten Saatgutes: Monsanto.

Ich bekam gestern eine Email von einem besorgten Dokumentarfilmer. Er interessiert sich für die Gefährlichkeit von gentechnisch veränderten Proteinen für die Nahrungskette. Hier im Haupttext unsere bisherige Kommunikation:

Mir ist klar geworden: Die Feldbefreier sind eigentlich gar nicht gegen Gentechnik. Sie wollen nur jäten, eine uralte Technik um Äcker von Unkräutern zu befreien. Ich unterstütze die Bewahrung dieser schönen landwirtschaftlichen Tradition und zeige hier alternative Pflanzen auf, die anstelle des GM-Mais gerodet werden können.

In zwei Wochen ist Europawahl. Der Wahl-o-Mat verrät: Die großen Parteien haben unterschiedliche Meinungen zu Themen um Genfood, Stammzellen und Klonen. Die GRÜNEN haben die gleiche Meinung wie die Rechten und die Religiösen, und die Piratenpartei muss sich vielleicht noch mit der Meinungsbildung beschäftigen.

Ilse Aigner hat den Anbau von Bt-Mais in Deutschland verboten. Die Entscheidung stößt bei Wissenschaftlern weitgehend auf Unverständniss. Tatsächlich ist Bt-Mais sicher, ökologisch, und die Liberalisierung der grünen Gentechnik würde das Quasi-Monopol von Monsanto verhindern, eines der Hauptargumente der Gentechnikgegner. Es gibt zahlreiche weitere Gründe für die Förderung der grünen Gentechnik.

Die Entscheidung der Ministerin Ilse Aigner den Anbau von Bt-Mais in Deutschland zu verbieten hat hohe Wellen geschlagen, auch bei mir im Blog wird kontrovers diskutiert. War die Entscheidung richtig? Eine Umfrage.

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner entscheidet nächste Woche über ein Verbot der transgenen Maissorte MON810. Aktuelle Studien schließen Sicherheitsrisiken sowie einen negativen Einfluss der Maissorte auf die Umwelt aus. Ein Verbot kann also nur politisch motiviert sein. Die Fronten verlaufen nicht unbedingt entlang der Parteigrenzen.

Dies ist kein Buchtip zu Weihnachten! Torsten Engelbrecht, Autor von “Virus-Wahn”, einem Haufen unwissenschaftlichem Schwachsinn auf 336 Seiten, hat ein Blog gestartet. Mit interessanten Themen: HPV Impfstoffe, Gentechnik und dem Medizinnobelpreis. Das Buch eines “Wissenschaftsjournalisten” wird durch ein Blog mit der Mission “Kritische Analysen” zu verfassen beworben. Ein Plot, der mir bekannt vorkommt.

Zwei Portale im Internet zu den Themen Gentechnik und Stammzellen. zellux.net und wie-weit-wollen-wir-gen sind fast komplementär aufgebaut und beide haben Stärken und Schwächen: zellux.net ist statisch, informativ und wenig übersichtlich. wie-weit-wollen-wir-gen.de ist dynamisch, fachlich unterbesetzt und wenig frequentiert. Wie kann Wissenschaft thematisch fokusiert am besten kommuniziert werden?

Da steppt das Schwäbisch-Hällische Landschwein. Rock for Nature – 40 Jahre nach Woodstock ein Musikfestival für eine ökologische, gentechnikfreie Landwirtschaft: “Frieden mit der Natur – Frieden für die Menschheit – Bann für die Gen-Technik!” Dieses Wochenende. Mit dabei:aktuelle Superstars des Popgeschäfts wie Phil Collins, die Scorpions und Joe Cocker.

Die Klimaveränderung ist natürlich auch hier beim ESOF ein Thema, und die Folgen werden von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Ich war heute morgen bei einer Session über Dürreresistenz von Kulturpflanzen. Die Session wurde von Wissenschaftlern des Riken Instituts geleitet, Japans führender und bekanntester Forschungseinrichtung. Drei Vorträge von drei Foschungsgruppen aus drei Ländern, und drei komplett unterschiedliche…