Wissenschaftsfeuilleton

Archives for November, 2009

Fernsehklage

Das Fernsehen wird immer schlechter und überflüssig. Wann schaut endlich niemand mehr hin? Zwei Bespiele: Gestern (25.11.09) hat sich die als politisch brisant eingestufte Sendund “Hart aber fair” mit Fernsehköchen beschäftigt. Gibt es keine andere Themen, etwa aus der Wissenschaft den Neustart des Genfer Beschleunigers? Die Themen gibt es, aber dafür sind die Leute beim…

Sprachblasen

Naturwissenschaftlern wird oft und gerne vorgeworfen, unverständlich zu sprechen. Ich habe noch nie gehört, daß man Wirtschaftsfachleuten oder -journalisten ähnliches vorwirft. Sie scheinen alles verständlich zu sagen und zu schreiben. So heute zum Beispiel in der FAZ (25.11.09, S. 17). Das teilt ein Ökonomieprofessor mit, ohne hohe Verschuldung würden Hedge-Fonds nicht rentabel arbeiten; sie könnten…

Nichts

Der Literaturwissenschaftler Peter von Matt hat sich in einem Vortrag “über die Wissenschaft in der literarischen Phantasie” geäußert und sich dabei Gedanken über die Fragen gemacht, warum Wissenschaftler zum einen nur als Verbrecher (wie Faust), Narren (wie Dr. Strangelove) oder Heilsbringer (wie Robert Koch) gesehen werden, und was eigentlich zum zweiten das unausrottbar scheinende Mißtrauen…

Ein gutes Gesetz

Die katholische Kirche bringt immer wieder bösartigen Blödsinn hervor. Das scheint ein Gesetz zu sein. Kürzlich meinte ein Kardinal, der Biologe Dawkins sei wie der Führer Hitler, da beide im Menschen nur Vehikel für Gene sähen. Zum Glück aber gibt es noch ein Gesetz, und zwar ein gutes. Es heißt Godwins Gesetz (nomen est omen)…

Generosity

Ich habe das Buch noch nicht ausgelesen – aber ich will es jetzt schon empfehlen. Der Autor heißt Richard Powers, und sein Roman trägt im amerikanischen Original den Titel “Generosity”, was wichtig ist, weil in diesem Wort – erst unauffällig und dann deutlicher – das Wort “Gen” – “Gene” steckt. In der deutschen Übersetzung –…

Schuld und Gene

Im Jahre 2007 hat ein Mann gestanden, einen anderen erstochen zu haben. Er wurde zu neun Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt, wobei mich solche Strafen als Laien immer verwundert haben. Warum nicht neun Jahre, zwei Monate, zwölf Tage und vier Stunden oder so? Was ist, wenn der letzte Monat ein Februar ist? Doch solche…