Westerwelle macht mich wahnsinng. Kann man den ungebildeten Trottel nicht zur Ruhe bringen? Lassen wir sein Gebrabbel über die Armen im Lande und schauen nur auf seinen Satz, daß es vor allem auf Bildungspolitik ankomme, was sicher auch meint, auf Bildung der Politiker. Nun hat sich die FDP durch Sprüche wie “Leistung muss sich wieder lohnen” bekannt gemacht, und es ist anzunehmen, daß Westerwelle meint, schon in der Schule mit dem Leistungsprinzip anfangen zu müssen. Schuster, bleib bei deinen Leisten, kann man dem eitlen Mann nur zurufen, wobei die Hoffnung besteht, daß er merkt, was die Leisten meinen, nämlich ein einheitliches Maß, um das es gerade in der Bildung nicht gehen kann. Bildung kann nur gedeihen, wo keine Leistung verlangt wird. Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen. Es ist für Schüler nicht wichtig, etwas zu leisten. Es ist nur wichtig, daß die verstehen, wofür es sich lohnt, etwas zu leisten. Westerwelle versteht wenig und leistet nur, nämlich sich einen Blödsinn nach dem anderen. Weg mit solchen Bildungspolitikern. Sie machen mich wahnsinnig.

Kommentare (79)

  1. #1 pogobi
    Februar 14, 2010

    Jep. Mich würde vor allem interessieren, ob Westerwelle selbst bewusst ist, was er hier verlangt. Sein Englisch (und ich wage mal zu behaupten, seine mathematischen Kenntnisse ebenfalls) ist so unglaublich schlecht, der hätte nach seiner eigenen Aussage doch schon früh aussortiert gehört :p

  2. #2 Christian
    Februar 14, 2010

    …wobei ich mir eine Schule ganz ohne Leistungsprinzip auch nur sehr, sehr schwer vorstellen kann…

  3. #3 danker
    Februar 14, 2010

    Hey wie sprecht ihr so abwertend über Deutschlands witzigsten Politiker?
    Mit seinen Ausspruch zur “alt Römischen Dekadenz” hat er die Spaß-Politik auf ein neues bis dato unerreichtes Hoch katabultiert.
    Zumindest ich hatte einen Lachanfall von 30 Minuten, das hat bisher noch kein anderer Politiker geschaft.

  4. #4 Unsachlich
    Februar 14, 2010

    @danker: Ich hoffe nicht, dass viele Westerwelle-Kritiker Ihrem Beispiel folgen und den Mann einfach nicht Ernst nehmen.

  5. #5 bauer
    Februar 14, 2010

    Nur weil es gegen (oder um) Westerwelle geht, sollte man den Verstand nicht ausschalten.

    Zunächst: Hat Westerwelle tatsächlich angedroht, dass es um Bildung gehen soll? Und falls ja, wäre das nicht eh egal, weil das (1) ein anderes Ressort und (2) Ländersache wäre?

    “Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen.” Nein, also nicht im Mathe-, Deutsch-, Sport- und Sprachunterricht? Ich dachte, in der Schule sollte etwas gelernt werden, ist das keine Leistung (von Lehrern wie Schüler)? Wie sieht denn das “nicht leisten” genau aus? Ob wir Schüler dadurch motivieren, indem wie das Notenprinzip (als belohnende wie bestrafende Instanz) abschaffen?

    “Es ist für Schüler nicht wichtig, etwas zu leisten. Es ist nur wichtig, daß die verstehen, wofür es sich lohnt, etwas zu leisten.” Aha, Schüler sollen in der Schule, in der Leistung nichts zu suchen hat, lernen, wofür es sich lohnt, etwas zu leisten. Wofür lohnt es sich denn? Und wann und wo?

    Weg mit solchen platten, unreflektierten und unzulässig verallgemeinernden Forderungen von mit Steuergeldern bezahlten Personen. Sie machen mich wahnsinnig.

  6. #6 Frank Quednau
    Februar 14, 2010

    Dass ein paar wenige raffgierige “Finanzexperten” in der Lage sind, die gesamte Welt in eine Wirtschaftskrise zu stürzen, und unser System dies zulässt, halte ich für sehr dekadent. Wenn ich die Definition des Wortes Dekadenz so in der wikipedia betrachte, ist es ein äußerst vielschichtiges Wort, weshalb es für unsere aktuelle Situation durchaus verwendbar ist. Wikipedia bietet auch einen interessanten Überblick zum Untergang des römischen Reiches. Dekadenz hin oder her, es ist ein interessanter Text, es kann einen nachdenklich stimmen, aber lustig ist es irgendwie gar nicht.

  7. #7 danker
    Februar 14, 2010

    Nun man sollte sich bewusst machen wie unser Ausenminister den Vorwurf der “alt römischen Dekadenz” gebraucht, den er wirft sie nicht Bänkern vor sondern Hartz4 Empfängern. Er will nicht das Arbeiter mehr Geld bekomen sondern das Hartz4 Empfänger weniger bekommen damit es einen Leistungsunterschied gibt und Hartz4 nicht dekadender Weise fast so viel Geld bekommen als ehrliche Arbeiter. Auf die Idee den ehrlichen Arbeitern mehr zu geben scheint abwegig für ihn.

    Das die Dekadenz welche (u.a.) Roms Undergang war nicht die Dekadenz des Volkes sonder der Eliten war ist dann aben nur der absolute Brühler der aufzeigt wessen Geistes Kind hier Witze reist.

    PS: Mir ist sehr wohl bewusst das es nicht zum lachen ist, aber ich habe keine Tränen mehr über.

  8. #8 Sven Türpe
    Februar 15, 2010

    Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen. Es ist für Schüler nicht wichtig, etwas zu leisten. Es ist nur wichtig, daß die verstehen, wofür es sich lohnt, etwas zu leisten.

    Um das zu verstehen, müssen sie es aber erfahren und erleben und nicht nur darüber belehrt werden. Am besten gleich als Komplettprogramm mit allem, was sie im späteren Leben brauchen werden. Neben der Freude am Erfolg sollten die Kids auch gleich den Umgang mit dessen Schattenseiten kennenlernen, damit sie sich später nicht runterziehen lassen. Von der weit verbreiteten Zufriedenheit im Mittelmaß zum Beispiel. Oder von einer Bedürfnismentalität, die nach den Quellen des Wohlstandes nicht nur nicht fragt, sondern sie rundweg abschaffen will — der armen Kinder wegen, wie es heißt.

    Leistung ist weder unanständig noch schädlich, sondern äußerst befriedigend. Daran kann nicht einmal unsere Sesselpupsergesellschaft etwas ändern. Es macht glücklich, etwas vollbracht zu haben. Manche von uns jedenfalls.

  9. #9 Webbaer
    Februar 15, 2010

    Machen wir mal eine kleine Bestandsaufnahme “D in 2010”:
    – 43% des Bundeshaushalts gehen in den Sozialstaat, 15% in den Schuldendienst, 11% in die Bundeswehr
    – 3% in die Bildung, dazu noch einmal ein ähnlich hoher Gesamtbeitrag in die Familien, Gesundheit und Umwelt
    – der EURO steht auf der Kippe, da er schlecht skaliert (und deshalb per se untauglich ist, wie sich der eine oder andere Ökonom immer wieder mal erlaubte anzumerken), D als Zahlmeister, die EU demokratisch unzureichend legitimiert
    – die Geburtenrate geht gegen 1/Frau, die Bevölkerung halbiert sich also je Generation; die Immigration verläuft wenig günstig, da sie ungesteuert verläuft
    – die Bevölkerung ist von Angst getrieben, Zukunfts- und Technikängste werden von staatlicher Seite für die Zwecke der Machtausübung genutzt, D als eines der Kernländer der europäischen Aufklärung ist kaum noch dementsprechend erkennbar
    – bis auf die FDP ist das Parteienspektrum “sozial” bzw. sozialdemokratisch aufgestellt, die Bevölkerung teilt diese Sozialsichten zwar nicht durchgehend, hat aber als ausweichende Wahlmöglichkeit nur die traditionell eher schwache FDP
    – Leute wie Prof Fischer und der Webbaer haben das Land zeitweise oder abschliessend verlassen, u.a. weil sie den Dreck nicht mitfinanzieren wollen; die Leistungsträger gehen herdenweise
    – die Bildungssysteme sind leistungsschwach, die Wirtschaft überreguliert, die Sozialsysteme zum Zusammenbruch verurteilt

    Und dann kommt da sowas:
    “Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen. Es ist für Schüler nicht wichtig, etwas zu leisten. Es ist nur wichtig, daß die verstehen, wofür es sich lohnt, etwas zu leisten.”,
    um dem Guido Westerwelle ans Bein zu pissen.

    Hatte Prof Fischer bisher als Leistungsträger auf der Rechnung, aber (wenn es kein einmaliger Rappel war) da hat sich der Webbaer wohl schwer geirrt.
    Ein äusserst leistungsschwacher und schmerzender Vortrag mit beleidigenden Tendenzen.

    MFG
    WB

  10. #10 Winfried Sobottka
    Februar 15, 2010

    Das “Leistungsprinzip” sieht bei uns so aus, dass ein kleiner Teil der Gesellschaft sich mit Trug, Ausbeutung und Korruption den größten Teil vom Kuchen holt, während der Rest sich nach einer Decke strecken muss, die er nie erreichen kann. Selbst der Silbermedaillengewinner ist schon ein Verlierer, im Medaillenspiegel der Nationen ist eine Goldmedaille mehr wert als hundert Slbermedaillen. Kein Wunder, dass wir ein Volk von Psychotikern sind.

    Der Natur des Menschen entspricht das nicht – sonst hätten wir uns evolutionär zu einer Art der Einsteins mit der Kraft der Klitschkos entwickelt. Die breiten Streuungen z.B. der Intelligenz und der Körperkraft um die jeweiligen Mittelwerte machen deutlich, dass die Natur auf etwas anderes als individuelle Konkurrenz zielte: Der Mensch als Gemeinschaftswesen. Für die Sippe reichte es, ein paar sehr kluge und sehr kräftige Mitglieder zu haben, die ihre Gaben im Sinne aller einsetzten.

    Mehr wäre hinderlich gewesen: Intelligente Hirne und kräftige Körper sind Energiefresser, und Hunger war stets der Todfeind. Die Motivation erfolgt im natürlichen Schema nicht über Konkurrenzdruck, sondern über ein Prinzip, wie gute Mütter es bei ihren Kindern anwenden: Wer gern seine Bestes im Sinne der Gemeinschaft gibt, wird mit Liebe und Fürsorge belohnt. So können in natürlichen Gemeinschaften alle gleichermaßen geschätzt und geachtet werden.

    Gefühlte Realität bei uns: “Spieglein, Spieglein, an der Wand, wer ist der/die Schönste, Klügste, Schnellste, Stärkste usw. im ganzen Land?” Es ist wie ein Windhundrennen, bei dem die Hunde einem unerreichbaren Holzhasen nachlaufen, aber ohne, dass es jemals endete: So pressen die, denen alles gehört und die die Hälse nicht voll bekommen können, alles aus uns heraus. Sie selbst aber sahnen ab – mit Lug, Korruption und Ausbeutung. Dafür steht Westerwelle samt seiner FDP.

    Winfried Sobottka, United Anarchists

  11. #11 jule
    Februar 15, 2010

    westerwelle ist unerträglich. bitte lieber gott, lass ihn irgendwo aus versehen aus einem bundeswehrflugzeug fallen, oder so.

  12. #12 suffragium
    Februar 15, 2010

    Typisch, das einer aus der Riege der staatlich abgesicherten Akademiker sich echauffiert über einen Politiker, der zur Abwechslung mal Tacheles geredet hat und nicht dem Mainstream-Kuschelsozialismus der deutschen Gesellschaft huldigt.

  13. #13 Sven Türpe
    Februar 15, 2010

    Für die Sippe reichte es, ein paar sehr kluge und sehr kräftige Mitglieder zu haben, die ihre Gaben im Sinne aller einsetzten.

    Dann ist es also ganz natürlich, dass sich der Rest auf diese Leistungsträger verlässt und gerne nimmt, was ihm gegeben?

  14. #14 skeptiker
    Februar 15, 2010

    Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen.
    Ein 68-er? Wäre niedlich, wenn nicht der Fakt, dass genau dieses Denken Deutschland kaputt gemacht hat…

  15. #15 YeRainbow
    Februar 15, 2010

    lar sollte ein SChüler gut lernen.
    Die Frage ist, ob man ihm mit Druck das Lernen beibringt…
    (Die Motivationspsychologie und die lernpsychologie haben da schon vor Jahren Erkenntnisse geliefert…)

    Westerwelle hingegen schwallt. Ob ihm die wisssenschaftlichen Ergebnisse zum Thema bekannt sind?
    Zweifelhaft.

    Übrigens, ein überbordendes Sendungsbewußtsein und entsprechender Größenwahn zuzüglich zu den kognitiven und edukativen Minderleistungen sind doch auch eine Leistung.

    nach Westerwlle werden die Deutschen also ein Volk der Großmäuler, ohne entsprechendes Grundwissen.
    oder werden es noch mehr als jetzt schon. ja, Dummheit ist doch auch was. Großspurige Dummheit noch viel mehr….

  16. #16 YeRainbow
    Februar 15, 2010

    Und, nein, Intelligenz hat sich evolutionär beim Menschen als positives Selektionsmerkmal durchgesetzt.
    Es hat seine Gründe, daß die Kultur genau das hemmt und die Dummheit fördert.

    Dennoch ist es so, daß Dummheit und Sterblichkeit miteinander korrelieren. Zumindest bei den Armen.
    Die Reichen können ruhig dumm sein, die sterben deswegen nicht gleich eher. Warum das so ist, ist doch ne gute Frage.
    Westerwelle kann man sicherlich nicht als Arm bezeichnen. Er wird uns also noch lange erhalten bleiben….
    Freut euch doch mal.

  17. #17 Alexander
    Februar 15, 2010

    @ Winfried Sobottka,

    bevor Sie so einen darart hirnlosen Schmarrn über Evolution daherreden, sollten Sie sich vielleicht mal “Das egoistische Gen” von Richard Dawkins durchlesen.

    Nach denken kommt dann vielleicht verstehen. Ich drücke Ihnen jedenfalls die Daumen.

    😉

  18. #18 Adran
    Februar 15, 2010

    was nützen einem Kinder, die auf dem Zeugniss nur einser haben, aber das wissen nur auswendig lernen/müssen?
    Sie sollen wissen erlernen, verstehen, hinterfragen und auch anwenden können.
    Jeder hat sich doch gefragt, warum brauch ich Mathe?
    Warum muss ich wissen, was eine Dreiecksfunktion ist?
    Bringt man den Kinder nicht bei, dass man das sehr oft anwenden wird, an hand von bsp oder anwendungsfunktionen, dann sind es Dumbe Wissensanalphbeten, aber mehr auch nicht..
    Zeugnissnoten sagen da also absolut garnichts drüber aus, ob sie das wissen, dass sie erlangt haben, auch wirklich verstehen, und daher ist der Leistungsgedanke in der Bildung nun mal ein schwieriges Thema..
    So betrachtet hat der Prof ja auch Recht, wenn er das anmerkt..

  19. #19 JV
    Februar 15, 2010

    “dass die Natur auf etwas anderes als individuelle Konkurrenz zielte:”

    Die Natur zielt auf gar nichts.

  20. #20 Sven Türpe
    Februar 15, 2010

    Jeder hat sich doch gefragt, warum brauch ich Mathe?

    Nein. Mir hat Mathe einfach Spaß gemacht.

  21. #21 Microfilosof
    Februar 15, 2010

    Ich bin überzeugt, dass Kinder die ohne Leistungsdruck zur Schule gehen, die Fähigkeit entwickeln festzustellen ob das was man ihnen gerade beibringen versucht auch mal im Leben helfen wird. Sollte das der Fall sein dann können sie es auch leichter lernen . In diesem Sinne ist Leistung(sdruck) schädlich.

  22. #22 Sven Türpe
    Februar 15, 2010

    Ich bin überzeugt, dass Kinder die ohne Leistungsdruck zur Schule gehen, die Fähigkeit entwickeln festzustellen ob das was man ihnen gerade beibringen versucht auch mal im Leben helfen wird.

    Diese Wunderkinder wissen wahrscheinlich sogar besser als ihre Eltern, was gut für sie ist.

  23. #23 Popeye
    Februar 15, 2010

    Unglaublich, wie sehr in unserer Zeit der Begriff Leistung schlechtgeredet wird.
    Westerwelle fordert mehr Aufmerksamkeit für die Leistungsträger der Gesellschaft, die Steuerzahler und überall wird so getan, als würde er über Hartz IV-Empfänger herfallen, er fordert mehr Leistung in der Bildung und der Herr Professor reagiert, als hätte er die Einführung der Prügelstrafe gefordert.
    Total fassungslos machen mich Sätze wie:

    “Bildung kann nur gedeihen, wo keine Leistung verlangt wird. Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen. Es ist für Schüler nicht wichtig, etwas zu leisten.”

    Kindern ihre Fähigkeiten, ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen aufzuzeigen, Interessen zu wecken und ihnen damit beizubringen, etwas zu leisten, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Schule. Und diese Leistungen müssen natürlich auch abgefordert werden, denn so lernt der Schüler von seinen Erfolgen und seinen Niederlagen.

    “Es ist nur wichtig, daß die verstehen, wofür es sich lohnt, etwas zu leisten.”

    Also ist es unwichtig zu lernen, wie man etwas leistet, sondern nur “wofür es sich lohnt”?
    Und Sie erlauben sich tatsächlich, so über Westerwelle herzuziehen?

  24. #24 Christian Reinboth
    Februar 15, 2010

    Habe mir gerade nochmal Westerwelles Aussagen im Original durchgelesen:

    In vielen aufstrebenden Gesellschaften andernorts auf der Welt wird hart gearbeitet, damit die Kinder es einmal besser haben. Bei uns dagegen wird Leistung schon im Bildungssystem gering geschätzt: Wir debattieren Einheitsschulen und das Ende der Notengebung. Dabei muss doch gerade die Jugend lernen, dass Leistung keine Körperverletzung ist.

    http://www.welt.de/debatte/article6347490/An-die-deutsche-Mittelschicht-denkt-niemand.html

    So verkehrt finde ich das gar nicht – mal abgesehen von dem äußerst undiplomatischen Körperverletzungs-Verleich… Zum einen soll die Schule ja auch irgendwo aufs Leben vorbereiten – und da wird nun mal ebenfalls eine Leistung erwartet. Zum anderen steckt doch hinter der Idee von der notenfreien Einheitsschule eine etwas überzogene Vorstellung von der Selbstmotivation der Schüler. Die bildungspolitische Ausgangssituation ist doch aber teilweise eine ganz andere:

    Im Mathematikunterricht für Achtjährige stehen zwei Gläser auf dem Tisch, beide gleich hoch mit unterschiedlich gefärbtem Wasser gefüllt. Der Lehrer schiebt ein Glas näher an das Kind und fragt: “Was glaubst du, gibt es jetzt immer noch gleich viel rotes wie blaues Wasser?” Viele seiner Schüler scheiterten an dieser Frage, sagt Christoph Graffweg, Leiter der Fröbelschule in Wattenscheid.

    http://ekd.de/aktuell/68964.html

  25. #25 Unsachlich
    Februar 15, 2010

    Käme die Diskussion nicht in ruhigere Fahrwasser, wenn man den Begriff “Leistung” durch “Leistungsbereitschaft” ersetzen würde.

    Das Wort “Leistung” macht uns unterschwellig Angst, weil es zeitlich verbunden ist mit dem Moment, da die Hürde schon übersprungen, die gute Note schon geschrieben ist – ja die Leistung erbracht.

    Und hier fallen alle diejenigen ab, die gescheitert sind, die mit den schlechten Noten und umgekippten Hürden. Unter den Leistungsbereiten wären sie aber noch zu finden.

    Wenn ich einen Westerwelle-Wunsch frei hätte, dann den, dass er “Leistungsbereitschaft muss sich lohnen” propagiert hätte.

    Immer sachlich bleiben.

  26. #26 Jörg Friedrich
    Februar 15, 2010

    Eine Schule, in der “Leistung nichts zu suchen hat” führt genau zu dem entgegengesetzten Ergebnis als die Verfechter einer solchen Idee annehmen. Wenn Leistungs-Forderung seitens der Schule ausbleibt, werden nur diejenigen Kinder zu Leistungen motiviert (oder auch getrieben) bei denen das Elternhaus das verlangt. Somit reproduzieren sich die sozialen Schichten ideal.

    Nur wenn eine Schule von allen Kindern Leistungen fordert haben auch diejenigen Kinder eine Chance im Leben, denen das Elternhaus weder Motivation noch Antrieb ist.

  27. #27 Webbaer
    Februar 15, 2010

    “Leistungsbereitschaft muss sich wieder lohnen” ist natürlich diejenige politisch korrekte und deutsch-zeitgemässe Version des alten FDP-Slogans, der seinerzeit zusammen mit dem dicken Gesicht Bangemanns plakatiert worden ist – LOL, die schlagartig die ganze Perversion der Debatte offenlegt.

    Nein, es geht schon um die Leistung oder die Arbeit, beide Begriffe dürfen hier verwendet werden. Und selbstverständlich hat auch ein Leichtmatrose wie Guido Westerwelle das Recht die deutschen Missstände im Bereich Bildung und Leistung polemisch anzugehen, nichts spricht gegen den Vergleich mit einer Körperverletzung – die Kritik von bestimmter bildungs- und leistungsfeindlicher Seite an Westerwelle hat ja auch “irgendwie” Vernichtungscharakter.

    Nein, seien wir Prof Fischer dankbar für diesen Tiefpunkt, besser könnte man das Versagen der bürgerlichen Eliten in D kaum auf den Punkt bringen!

    Wenn schon so einer bei diesem Thema dumm und beleidigend wird, dann ist wohl Hopfen und Malz verloren. In D. LOL

    Beste Grüße!
    WB

  28. #28 michael
    Februar 15, 2010

    @webbaer

    1. In der Zahl zum Sozialhaushalt fliessen ja wohl auch die Beamtenpensionen, Renten und weiteres ein oder ?

    2. Was hat denn Bildung mit Leistung zu tun? Mißt man das daran, wie schnell man ein Gedicht von Goethe aufsagen kann?
    Können die Leistungsträger nicht zwischen Bildung und Ausbildung unterscheiden?

    3. > die Bevölkerung halbiert sich also je Generation < Stimmt nicht gerade mit den Graphiken überein, die man so im Netz findet. 4. > die Leistungsträger gehen herdenweise < Kann ich nicht bestätigen. Die, die hart arbeiten und was leisten, bleiben überwiegend. Über die, die sich in die Schweiz oder sonst wohin verziehen, will ich mich nicht äußern. Im übrigen kann ich an den Artikel nichts beleidigendes finden.

  29. #29 S. Müller
    Februar 15, 2010

    Ich als Schüler bin über eben jene Leistungsabfrage(zumindest im Abi) froh.
    Warum? Weil manche Lehrer einfach willkürliche Soziopathen sind!

  30. #30 Webbaer
    Februar 16, 2010

    @michael:
    Man nehme einfach mal die Zahlen zum Staatshaushalt zur Kenntnis, gerne auch die Entwicklung, die Richtung “Soziales=50%” geht, und auch der Schuldendienst kann jederzeit expandieren – wir stellen uns hier einfach einmal eine EURO-Krise vor, die die Finanzierung des Staates, man lebt ja über seine Verhältnisse und kriegt nicht mehr genug vom Steuerzahler, schwierig werden liesse.
    Lassen wir mal die Detailfragen beiseite (ob die Fertilitätsrate nun bei 1 oder 1,3 Kindern pro Frau liegt, wie dabei die Immigranten einzurechnen sind, und ob der ab ca. 2030 zu erwartende Verfall durch ungesteuerte Immigration kompensiert werden kann), das Kernanliegen des Bloggenden scheint, wie Sie auch meinen, in der Tat irgendwo bei Bildung und Leistung zu, äh, liegen. 🙂

    Der Leistungsbegriff ist in D pervertiert, Leistung ist nicht mehr Arbeit oder Schaffen, sondern etwas ganz Abstraktes geworden. So wie auch die Bildung (vs. Ausbildung).

    Hier rubbelt sich der geschätzte Inhaltemeister und kommt doch im Konstruktiven keinen Millimeter weiter.

    Wichtig ist heutzutage in der verfallenden bundesdeutschen Gesellschaft bzw. Kultur nicht die Leistung und das Können, sondern bspw. die Leistungsbereitschaft (die zwar signalisiert werden kann, aber wesentlich schwieriger zu messen ist als die Leistung selbst) oder vergleichbare Leistungschancen (die je nach pol. Ausrichtung bewertet werden und abstrakt bleiben) oder auch die Bildung.

    Die Bildung im humanistischen Sinne, es gilt böse formuliert: Man kann zwar nichts, aber hat einen teueren Ausbildungsgang genossen und ist auch ethisch “einwandfrei” aufgestellt. Wenn dann noch sprachliches Talent da ist, dann ist man Wer.
    Auch wenn der Job nicht da ist. Man hat eben keinen gefunden, der passt. Scheiss Gesellschaft!

    Es spricht übrigens grundsätzlich nichts dagegen mit einem abstrakten Bildungsbegriff zu arbeiten, ABER bitteschön nicht, wenn dabei Hr. Westerwelle ans Bein gepinkelt werden soll. Das klappt nämlich nicht, das passt nicht.

    Ansonsten gilt: Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat, korrekt!

    MFG
    WB

  31. #31 Redfox
    Februar 16, 2010

    Man nehme einfach mal die Zahlen zum Staatshaushalt zur Kenntnis, gerne auch die Entwicklung, die Richtung “Soziales=50%” geht

    Im Sozialetat ist so zimlich alles verrechent was sonnst nirgens reinpasst.

    Zum Beispiel Subventionen für Firmen die Langzeitarbeitslose einstellen:

    http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/staat-wird-ein-euro-jobs-mit-500-euro-foerdern-358865/

    Was dann auch direkt zu Missbrauch führte:
    http://www.myvideo.de/watch/26333/1_Euro_Job_Mafia
    http://www.zeit.de/2006/23/Ein-Euro-Jobs-neu_xml?page=all

    Im Vergleich dazu ist der Hartz 4 Mißbrauch durch die Betroffenen gering:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/695/501935/text/

  32. #32 Stargazer
    Februar 17, 2010

    Wer sollen eigentlich diese “Leistungsträger” sein, die (nicht nur) die FDP so sehr ins Herz geschlossen hat? Diese – “von unseren Steuergeldern”, um die Formulierung auch mal zu verwenden – gutbezahlten Professoren, die einem vorrechnen, daß man sogar mit 200 Euro im Monat klasse leben könne? Die Wirtschaftsmathematiker, die sich die windigen Schwarzer-Peter-Finanzprodukte ausgedacht haben, denen wir die Finanzkrise zu verdanken haben? Die Journalisten, die jeden neoliberalen und “Leistung-muß-sich-wieder-lohnen”-Unfug nachbeten, weil ihnen nicht einmal bewußt ist, daß ihr Job – wenn überhaupt – nur so lange sicher ist, wie sie das verbreiten, was den Anzeigenkunden ihrer Blätter genehm ist? Die PR-/Marketing-/Werbedesigner-/Telefondesinfizierer-Bagage, die man auf einem Planeten wie Golgafrincham schon längst in ein Raumschiff gesetzt und ins All geschossen hätte????

    Den Westerwelles & Co. wiederum täte es vielleicht mal ganz gut, weniger zu “leisten”, also einfach mal länger auszuschlafen, statt zu jeder sich bietenden Gelegenheit zur Hatz auf die Abgehängten der Gesellschaft zu blasen. Vielleicht würde dann auch der übermäßige Speichelfluß und die Kommunistenparanoia nachlassen …

  33. #33 michael
    Februar 17, 2010

    > Die Bildung im humanistischen Sinne, es gilt böse formuliert: Man kann zwar nichts, aber hat einen teueren Ausbildungsgang genossen und ist auch ethisch “einwandfrei” aufgestellt. < 1. das Ideal der humanistischen Bildung ist jedenfalls NICHT die Verwertbarkeit durch die Wirtschaft . Und das finde ich in Ordnung. 2. 'hat einen teueren Ausbildungsgang genossen' . Na und! Die Leistungsträger, die zu Scharen das Land verlassen haben, zahlen das doch nicht. Und dann sollen die doch erstmal ihre Ausbildungs- , Schul- , und Studienkosten an unseren armen Finanzminister überweisen. Der freut sich. 3. 'auch ethisch "einwandfrei" aufgestellt' Genau, wenn Schule und Universität was den Leuten beibringen soll, dann jedenfalls ein Minimum an Hilfsbereitschaft, Rücksichtsnahme oder Solidarität und auch Moral. Geldgier rechtfertigt nicht alles und dir Wirtschaft ist nicht das Mass der Dinge. Ausserdem gefällt mir das Zitat (aus Wikiquote) besser. "Bildung ist für die Jungen Weisheit, für die Alten Ermutigung, für die Armen Reichtum und für die Reichen Schmuck." - Diogenes von Sinope

  34. #34 Webbaer
    Februar 17, 2010

    @michael:
    Nun, je vager die Bildungsdefinition desto besser!
    Man hat aus gutem Grund eine Schicht auf die Befähigung gelegt, die dann Bildung genannt wurde und recht unbestimmt ist.

    Dem Schreiber des Artikels ist das natürlich klar, seine Artikel kreisen gelegentlich um dieses Thema und bisher waren sie OK, oft sogar sehr lustig.
    Moment, …, gleich wieder da, …, das hier ist bspw. gut: das da

    Ansonsten, darauf ging der Webbaer noch gar nicht ein, das Thema und die Abwägungen sind konstruiert, es gibt hier nichts, das Guido Westerwelle gesagt hat, das im getätigten Sinn interpretierbar wäre, gar nüscht:
    http://www.google.de/#hl=de&source=hp&q=westerwelle+leistung+schule&meta=&rlz=1W1GGLL_de&fp=79550cdc1e855ba7

    Demzufolge fehlt es auch am Zitatverweis und das nur leicht getarnte Argumentationskonstrukt dieser Wutrede offenbart sich dem aufmerksam lesenden und gebildeteten Konsumenten problemlos:

    Nun hat sich die FDP durch Sprüche wie “Leistung muss sich wieder lohnen” bekannt gemacht, und es ist anzunehmen, daß Westerwelle meint, schon in der Schule mit dem Leistungsprinzip anfangen zu müssen.[1]

    Es ist anzunehmen, dass der Tiefpunkt absichtlich gesetzt wurde, schade, dass Hr.Fischer seine Artikel nie ergänzt bzw. nie reagiert, gerade bei substanzarmen Leichtreden wäre das wünschenswert.

    MFG
    WB

    [1] Man kann den Salat als Teil der aktuellen Kampagne gegen Westerwelle verstehen, hier werden die Aussagen Westerwelles zur deutschen Umverteilung krampfhaft verdreht um ihm bildungspolitisch einen reinzuwürgen. Die Motivlage täte den Webbaeren interessieren, warum macht man so etwas?

  35. #35 Sven Türpe
    Februar 17, 2010

    Wer sollen eigentlich diese “Leistungsträger” sein, die (nicht nur) die FDP so sehr ins Herz geschlossen hat?

    Du gehörst offensichtlich nicht dazu, sonst würdest Du nicht fragen.

  36. #36 Sven Türpe
    Februar 17, 2010

    1. das Ideal der humanistischen Bildung ist jedenfalls NICHT die Verwertbarkeit durch die Wirtschaft .

    Wer hat den immer wieder auftauchenden Strohmann von der Verwertbarkeit durch die Wirtschaft eigentlich ursprünglich in die Diskussion eingebracht, und mit welcher Motivation? Meine Vermutung: das waren Bildungsverweigerer im Versuch, ihrem Unwillen den Anschein der Ignoranz zu nehmen. Schließlich handelt es sich um eine Ablehnung der Bildung, wenn auch scheinbar nur einer bestimmten Form. Aber eben nur scheinbar, denn es gibt genau gar keine Form der Bildung, die für eine wirtschaftliche Betätigung generell unnütz wäre. Wer eine Bildung möchte, die nicht verwertbar ist, möchte gar keine Bildung.

  37. #37 Popeye
    Februar 17, 2010

    @Stargazer
    Hier eine kleine und bestimmt auch unvollständige Liste von Leistungsträgern, die Du “vergessen” hast.

    http://www.berufeliste.de/

    Man kann übrigens mit 200€ nicht klasse, aber gut leben, ich habe während meiner Umschulung von 150€/Monat gelebt und dabei nicht zu Hause gesessen.

    ” statt zu jeder sich bietenden Gelegenheit zur Hatz auf die Abgehängten der Gesellschaft zu blasen. ”

    Dies aus den Aussagen Westerwelles herauszuziehen, ist schon eine beachtliche interpretatorische Höchstleistung!

    Und kannst Du mir bitte den Unfug im Neoliberalismus und am “Leistung muss sich lohnen”-Gedanken erklären?

    PS: Nach welchen Kriterien wird eigentlich das Zitat der Woche ausgewählt?

  38. #38 Stargazer
    Februar 17, 2010

    @Popeye: Daß die “Deregulierung” der Finanzmärkte geradewegs dazu geführt hat, die Weltwirtschaft an die Wand zu fahren, sollte mittlerweile jeder bemerkt haben, der nicht so verbissen an der neoliberalen Ideologie festhält wie der Ufologe an seinen fliegenden Untertassen. Und die Deregulierung des hiesigen Arbeitsmarkts hat einen gigantischen Niedriglohnsektor geschaffen, auf dem sich die Hartz-IV-Aufstocker tummeln. (Was das betrifft, sind es die Unternehmen, die dem Staat auf der Tasche liegen, wenn sie sich weigern, existenzsichernde Löhne zu zahlen.)

    Und noch einmal: Welche “Leistung” soll denn überhaupt gemeint sein? Um nur mal willkürlich ein paar aus der genannten Berufeliste herauszupicken: “Volkswirt, Versicherungsberater, Verkaufsleiter, Vorstandssekretär, Versuchsingenieur (Automotive), Vermögensberater (Privatkunden), Verkäufer, Vertriebsassistent, …” – der gesellschaftliche Nutzen der meisten dieser Tätigkeiten darf getrost in Frage gestellt werden.
    Grundsätzlich leben wir in einer Gesellschaft, der dank Fortschritt langsam die Arbeit ausgeht – was ja eigentlich ein Grund zum Feiern und dafür wäre, endlich den längst überholten Arbeitsfetisch über Bord zu werfen. Mehr Freizeit & Freiheit für alle wäre doch ein schönes Ziel. “Es ist genug Arbeitslosigkeit für alle da – sie ist bloß ungerecht verteilt.”

    PS: Die Schiene “Ich habe selbst schon von soundsowenig Euro gelebt” ist ein klassisches Totschlagargument. Da kann ich nur meine eigenen Erfahrungen dagegenhalten: Auch ich habe schon von ähnlich wenig Geld gelebt, und das hieß, daß ich mich teilweise von einem einzigen Billigstbrötchen mit Quark pro Tag ernährt habe. Und schon allein der Preis meiner derzeitigen Brille (kein Designermodell, medizinisch notwendige Spezialgläser) übersteigt das genannte 200-Euro-Budget. Aber wozu soll die Unterschicht auch gut gucken können … – oder sich eine neue Waschmaschine leisten oder ähnliches. Sollen gefälligst per Hand waschen …

  39. #39 Webbaer
    Februar 17, 2010

    PS: Nach welchen Kriterien wird eigentlich das Zitat der Woche ausgewählt?

    Die Redaktion, jedenfalls Teile derselben, die dem Webbaeren schon aufgefallen sind, könnte nach Knackigkeit entschieden haben. Das scheint nicht unplausibel, es wäre auch nicht das erste Mal, dass – dezent formuliert – Wirres die hiesigen “Charts” erreicht.

    Abschliessend, es wurde ja schon alles gesagt, wenn auch noch nicht von allen, scheint es wichtig sich bewusst zu sein/zu werden, dass die Bildung eine politische Schicht ist, die auf die Befähigung oder Leistung gelegt worden ist, um bestimmten sozialen/politischen Anforderungen zu genügen.

    Vergleiche auch mit der Schicht der “sozialen” Gerechtigkeit, die auf die Gerechtigkeit im Sinne der Richtigkeit gelegt worden ist, oder mit dem “Kapitalismus”, der auf die Marktwirtschaft, also auf das freie und besonders auch ismus-freie wirtschaftliche Handeln gelegt worden ist, bieten sich an.

    Wäre man nicht selbst hochgebildet, wäre man am liebsten auch ein “ungebildeter Trottel”, jedenfalls in der vom hier betrachteten “Trottel” erreichten Position.
    Als Gebildeter ist man allerdings weitgehend frei von Machtstreben.

    MFG
    WB

  40. #40 YeRainbow
    Februar 17, 2010

    Boah, ich bin ja auch immer sehr sparsam gewesen, aber von 150 eu hätte ich nicht mal die Miete bezahlen können…
    Mich hatten ja schon die Kopierkosten für ein Seminar immer in Schwierigkeiten gebracht, man mußte gut duchplanen, immer nur ein Referat in einem Monat, wenns geht…

    150 Eu?
    Meinen Respekt.
    Ich wäre verhungert, und meine minderjährigen Kinder auch. Pech, wa?

    Ich kann die SChulsysteme Ost/West vergleichen.
    Nicht daß es im Osten keine Leistungskontrollen gegeben hätte, die gab es massenhaft.
    Und die Noten wurden auch nicht geheim gehalten, sondern waren bekannt.

    Es geht aber vielmehr um die Lernangebote, und wenn sie nicht viel taugen, dann kann man Leistung verlangen wie man will, man kann Leistungsdruck ausüben – von nix wird nicht viel.

    Dabei lernen Kinder gern und gut, zumindest bis sie in die SChule kommen.
    Auch das kein Zufall.

    Würde man Kindern ihre Mutterspache so beibringen, wie derzeit der SChulunterricht läuft, die würden ihre sprache nicht lernen können.

    Die forderung von Osterwelle geht also ganz und gar am Problem vorbei.
    Soviel zur Fachexpertise dieses mannes in diesem Bereich.

  41. #41 Popeye
    Februar 17, 2010

    Habe mir schon gedacht, das solch eine Antwort kommt, was anderes war echt nicht zu erwarten.
    Neoliberalismus ist keine Ideologie, sondern eine Wirtschaftsordnung, die zwar einen schlanken, aber starken Staat fordert, hat also mit der angeblichen Deregulierung des Finanzmarktes wenig zu tun. Und wenn Du Dich mal ein bisschen mit der Materie beschäftigen würdest, wüsstest Du, das nicht De- sondern Fehlregulierung das Problem ist. Bestes Beispiel sind deutsche Landesbanken sowie die Immobilienkreditpolitik der USA (Stichworte Ninja, Fannie Mae und Freddie Mac)

    Dein zweiter Absatz ist ein einziges Armutszeugnis! Wonach machst Du eigentlich den gesellschaftlichen Nutzen von Berufen eigentlich fest? Jeder dieser Berufe ist an Wertschöpfung beteiligt und damit auch von gesellschaftlichen Nutzen.
    Und ich weiß ja nicht, in welcher Märchenwelt Du lebst, aber in der realen Welt geht die Arbeit nicht aus, sondern wandelt sich.

    http://www.quoka.de/kleinanzeigen/waschmaschinen-gebraucht/cat_09_0906_1129.html

    Kleiner Tipp noch: Schau Dir mal das Bürgergeld der “unsozialen” FDP an…

  42. #42 Popeye
    Februar 17, 2010

    @ YeRainbow
    150€ zum Leben, also ohne Miete, für eine Person und das auch nur, weil die Informationspolitik der Ämter eine Katastrophe ist, ich hätte nämlich mit HartzIV aufstocken können.

    “Ich wäre verhungert, und meine minderjährigen Kinder auch. Pech, wa?”

    Ich habe nirgendwo geschrieben, das die Menschen davon leben sollen, die aktuellen HartzIV-Sätzen sind ja höher und reichen meiner Meinung zum Leben. Das Urteil, das Kinder nicht 60%ige Erwachsene sind, ist sehr begrüßenswert und ich hoffe, das die Berechnungen Bildung und Freizeitangebote mit einschließen.(Und das Kinder schnell wachsen, nicht zu vergessen.(-;)
    Das alles in Ordnung ist, behauptet auch keiner, wer einmal durch diese bürokratischen Mühlen gegangen ist, kann ein Lied davon singen. Und dies ist nur einer der vielen Kritikpunkte.

    ” Bei uns dagegen wird Leistung schon im Bildungssystem gering geschätzt: Wir debattieren Einheitsschulen und das Ende der Notengebung. Dabei muss doch gerade die Jugend lernen, dass Leistung keine Körperverletzung ist”
    http://www.welt.de/debatte/article6347490/An-die-deutsche-Mittelschicht-denkt-niemand.html

    Natürlich muss man auch die Voraussetzungen schaffen, die Leistungsbereitschaft schaffen, Westerwelle zu unterstellen, er würde meinen, es reiche, Leistung nur einzufordern, ist recht billig.

  43. #43 Webbaer
    Februar 17, 2010

    @Popeye
    Man kann es in der Tat drehen wie man will, aber es sieht definitiv so aus, als ob sich der vom Webbaeren bisher sehr geschätzte Hr.Fischer auf die Argumentation einliess, die Du skizziert hast.

    Westerwelle hat sich für das Erbringen und die Anerkennung von Leistung ausgesprochen – und für eine entsprechende Bewerbung in den Schulen.

    Fischer unterstellt jetzt (“es ist anzunehmen” – LOL), dass Westerwelle Leistungsdruck in der Schule machen will. Oder würde, wenn man ihn liesse. LOL

    Und Leistungsdruck in der Schule geht wohl aus Sicht des gebildeten Hr.Fischer gar nicht. Da hat ers dann in die falsche Röhre bekommen, da schwoll der Hals und dann kam die Wutrede.

    Anders kann ich mir diese unfaire Argumentation nicht erklären.

    MFG
    WB

  44. #44 jörg
    Februar 17, 2010

    dann schauen wir uns das “Bürgergeld” mal an.662euro für ledige,wo alles von bezahlt werden soll.dann muss ich nach zypern ziehen,um damit auszukommen.bitte lest nicht soviel bild.das hat unser aussenminister auch immer gemacht.das ganze gerede ist sowas von falsch,weil hier die niedriglöhner gegen die Harzer” ausgespielt werden.es müssen mindestlöhne her,damit der abstand grösser wird.aber mit der 15prozentpartei und ihrem herrscher geht das nicht.wo gibt es das ,das eine kleine partei die geschicke eines landes bestimmt?wir haben 900000offene stellen in deutschland,aber 4millionen arbeitslose.damit ist das problem benannt.

  45. #45 Popeye
    Februar 17, 2010

    @Jörg
    Die 662€ sind ein Durchschnittswert, je nach Bundesgebiet und den unterschiedlichen Miet- und Lebenskosten kann er höher oder auch niedriger ausfallen. Du kannst mit dem Geld hier nicht leben? Komisch, der Satz entspricht fast genau dem Betrag, den ich bekommen habe.
    Außerdem ist das der Grundstock, auf dem sich durch Zuverdienste etwas aufbauen soll.

    In Deutschland herrscht Tarifautonomie, Löhne sind Sache der Tarifpartner. In vielen Branchen gibt es bereits Mindestlöhne.
    Die Höhe von Mindestlöhnen ist übrigens eine heikle Sache, wie man es nicht macht, kann man in Frankreich sehen.

    “wir haben 900000offene stellen in deutschland,aber 4millionen arbeitslose.damit ist das problem benannt.”

    Aha, und diese Zahlen sind natürlich in Stein gemeißelt und unveränderlich? ROFL!

    @Webbaer
    “weil hier die niedriglöhner gegen die Harzer” ausgespielt werden”

    Nicht nur an diesem Zitat kann man schön die Beißreflexe der Westerwellebasher sehen.
    Er fordert mehr Aufmerksamkeit für den Steuerzahler, das Leistung sich lohnen muss und schon flippen alle aus.
    Außerdem muss die Aufmerksamkeitsfähigkeit seiner Kritiker sehr eingeschränkt sein, wenn sie meinen, mehr Beachtung für den Einen bedeutet weniger für den Anderen.
    Kam eigentlich schon irgendwas Konstruktives von seinen Kritikern?

  46. #46 Webbaer
    Februar 17, 2010

    @Popeye:
    Kam schon jemals etwas Konstruktives von Guido Westerwelle, möchte man gegenfragen. In diesem Fall hat er wohl, nicht zuletzt aus Gründen der politischen Opportunität, es läuft ja nicht so rund und liberale Ziele lassen sich mit der SPDfizierten Fr.Merkel nun gar nicht umsetzen, zudem stimmen die Zahlen nicht, einfach mal eine liberale Standardposition genommen und diese ein wenig gewürzt in den Raum gestellt.

    Die Position ist an und für sich unkritisch und für Widerspruch schlecht geeignet – das Sich-Nichtlohnen von Leistung ist kaum zu übersehen. Wichtige Medienleute (wichtigere als Hr.Fischer, aber der kompensiert das typischerweise durch Kompetenz, auch wenn er manchmal ein wenig lau badet, bisher war es ganz vorzüglich) haben die Chance erkannt der FDP so zu sagen a tergo ans Fell zu gehen. Westerwelle ist nun einmal ein Liberaler light.

    Die Datenlage ist zurzeit so, dass ein Drittel der Bevölkerung keine Steuern auf Einkommen zahlt und der Leistungsempfängerschicht (wohlgemerkt: es geht hier nicht mehr wie früher primär um Bedürftigkeit, sondern nur noch ganz untergeordnet) zugerechnet werden muss, ein weiteres Drittel zahlt 10% der Steuern auf Einnahmen und das letzte Drittel den Rest, LOL.
    Das mittlere Drittel kandidiert zurzeit so zu sagen für das erste Drittel, wenn die Entwicklungen in dieser Form fortlaufen. [1]

    Auf diesen unübersehbaren Sachverhalt hat Guido W. in leicht kämpferischer Wortwahl aufmerksam gemacht. Es ist hier einfach sehr schwer Konstruktives dagegen vorzubringen, wenn man das Niveau nicht senken will (“Niedriglöhner gegen die Hartzer ausspielen”). Hr.Fischer musste ja selbst konstruieren, der hätte was gefunden, wenn es was gegeben hätte.

    Es ist halt der absolute Traum der o.g. wichtigen Medienleute die FDP zu knacken und die von ihnen möglicherweise angestrebte Homogenisierung der Parteienlandschaft zu erreichen. Ein Austausch rationaler Argumente ist hier kaum zu erwarten.

    MFG
    WB

    [1] Das dürfen Sie sich gerne merken, der Knall kommt innerhalb der nächsten drei Legislaturperioden. BTW, eventuell könnte es Sinn machen für Westerwelle sich darauf vorzubereiten und zurzeit unpopuläre Positionen einzunehmen; das Problem ist hier aber, dass die Politik kurzlebig ist und der Knall noch ein paar Jährchen auf sich warten lassen kann. Guido Westerwelle wird hier, wie der Webbaer ihn kennt, zurzeit sicherlich nichts riskieren, insofern macht sein Essay bei der WELT politisch kaum Sinn.

  47. #47 Popeye
    Februar 17, 2010

    “Kam schon jemals etwas Konstruktives von Guido Westerwelle, möchte man gegenfragen.”

    Die Chance hat er vertan, als er aus Prestigegründen Außenminister wurde, anstatt etwas Innenpolitisches, um dort liberale Politik zu betreiben.

    Ich denke, meine Zustimmung zu Westerwelle in diesem Fall liegt eher in der Reaktion seiner Gegner begründet als in seinen Aussagen. Seine Position ist vielleicht für Widerspruch ungeeignet, doch sie bietet genug Raum für richtige Kritik:
    Was hat Schwarz-Gelb bis jetzt gemacht?
    Welche Lösungen haben sie anzubieten usw.

    Auf Steuern will ich gar nicht eingehen, da könnte ich nur mit dem Kopf gegen die Wand schlagen. Genauso gehts mir, wenn ich an die Kleinstaaterei, die Befugnisüberschneidungen, Bürokratiemonster usw. denke.

  48. #48 YeRainbow
    Februar 18, 2010

    Es ist ein frommer wunsch , daß man meint, wenn leistung in der SChule “wieder” mehr gefordert werden muß (ich bin absolut FÜR leistungskontrollen als evaluatives Mittel – für den einzelnen Schüler, nicht für das Aussondern von Mißliebigen)… dann würde auch das ANGEBOT besser.

    Das sind unabhängige Sachen. bisher war es immer umgekehrt.
    Schlechte Didaktik, fehlendes Grundwissen in der Psychologie des Anspornes wie auch des unterbindens unerwünschten verhaltens (kurz, Lob und Tadel), um nur mal beispielhaft was aufzuzählen.
    Da sind die INHALTE des lernstoffs noch gar nicht mal mit erwähnt…
    Auch da können einem die Augen nur tränen…

    Und dann der fromme Wunsch, das wird sicher verbessert, weil man jetzt ja Leistung fordert.
    Oha, ich sehe schon.
    Vielleicht wirds ganz von selbst besser, ohne alles.

  49. #49 Popeye
    Februar 18, 2010

    @YeRainbow
    Ich sehe keinen, der hier irgendwas gegenteiliges behauptet, also so weiß ich nicht, gegen wen sich Deine Polemik richtet.

    Oder hast Du das hier überlesen?

    “Natürlich muss man auch die Voraussetzungen schaffen, die Leistungsbereitschaft schaffen, Westerwelle zu unterstellen, er würde meinen, es reiche, Leistung nur einzufordern, ist recht billig.”
    (Entschuldigung für das doppelte “schaffen” (-;)

  50. #50 YeRainbow
    Februar 19, 2010

    Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

    Wir leben in einer Beschißkultur, und Politiker versprechen schon immer eine menge…

    nein, ich habs nicht überlesen. Ich habe nur genügend Erfahrung im Umgang mit Schule und Lehrern (und die sind überwiegend nicht gut…).

    Hingegen halte ich Westerwelles Spruch für eine reine Polemik.
    Denn fordern ist immer ganz leicht.
    Vor allem von anderen. Vor allem wenn sie sich eh nciht wehren können…

    Statt Angebote durchzusetzen, die dann von sich aus eine Verbesserung antriggern.
    Bin jedenfalls sehr skeptisch.
    am Glauben mangelt es mir eh.
    Aber Du darfst gern….

  51. #51 Stargazer
    Februar 19, 2010

    @Popeye: “Jeder dieser Berufe ist an Wertschöpfung beteiligt und damit auch von gesellschaftlichen Nutzen.” Damit entlarvt sich die Ideologie selbst als solche. “Wertschöpfung” = “gesellschaftlicher Nutzen” ist schon mal deshalb viel zu kurz gegriffen, da dieser Mehrwert höchst unterschiedlich verteilt werden kann. Man kann davon z.B. Kindergärten bauen – ODER aber der der FDP-Klientel Steuergeschenke machen.
    Und generell müßte man, diese “Logik” konsequent zu Ende gedacht, auch den Heroinhandel erlauben, denn auch damit wird – nicht nur in Afghanistan, auch hierzulande – eine Menge Mehrwert geschaffen. Also weg mit diesem bürokratischen Hindernis Betäubungsmittelgesetz?

    Aber auch in der legalen Wirtschaft gibt es eben einen Haufen völlig unsinniger Arbeit, die nur innerhalb der absurden Logik der selbstzweckmäßigen Mehrwertververtung “Sinn” ergibt. Beispiel Marktforschung: Man geht Leuten mit Umfragen auf den Wecker, damit man ihnen anschließend mit Werbung auf den Wecker gehen kann. Überflüssig wie ein Kropf – und das habe ich auch in Zeiten gesagt, als ich selbst meine Billigbrötchen damit verdient habe. Und das gilt für eine ganze Reihe von Branchen.

  52. #52 Popeye
    Februar 20, 2010

    Du willst also davor beschützt werden, von Umfragen und Werbung belästigt zu werden und Berufe nach Deiner Definition von “Sinn” erlauben.
    Also besser kannst Du gar nicht klarmachen, aus welcher ideologischen Ecke Du kommst.

    Gesellschaftlicher Nutzen erschöpft sich nicht darin, das diese Wertschöpfung Steuern einbringt, sondern das Menschen Arbeit haben und Gewinne investiert werden oder zum Konsum genutzt werden, was wiederum anderen Menschen nutzt.

    Nachdem Du oben schon ausgeführt hast, das Du Deine Produkte beim Erzeuger kaufen willst, wobei Du offen lässt, wie Ausgangs- und Zwischenprodukte zu ihnen kommen sollen, Dir wohl egal ist, ob Dein Auto z.B. sicher ist und wenn dadurch jemand zu schaden kommt, wer für den Ausgleich des Schadens sorgt, würde mich interessieren, welche Berufe Du noch für sinnlos hältst…

    Ach ja, die böse Klientelpolitik – wo war der Aufschrei bei der Abwrackprämie? Wer hat da nach den Millionenspenden der Automobilindustrie geguckt?
    Die Absenkung der Mehrwertsteuer für das Hotelgewerbe steht bereits im FDP-Wahlprogramm 2005 und oh je, was steht denn da auf Seite 19:
    http://die-linke.de/fileadmin/download/wahlen/pdf/Beschluss_Bundestagswahlprogramm_redTB_revMS_final.pdf

    Und willst Du wirklich, das ich auf Deinen Schwachsinn mit dem Heroin antworte?

    Da Du im Internet bist, nehme ich nicht an, das Du auch hinter Deinen Worten stehst und in einem völlig autarken Dorf wohnst, indem nur Tauschhandel herrscht?

  53. #53 YeRainbow
    Februar 20, 2010

    Das sind doch dußlige Unterstellungen.
    Ich hab das jedenfalls nicht so verstanden, daß man autark sein eigenes leinen weben müßte.

    und ich sehe auch diese in der Binnenlogik stimmigen Berufe (die völlig überflüssig sind… nur Beschäftigungstherapie…).

    Und selbstverständlich ist es immer eine Frage größter Wichtigkeit, wie und wohin die Investitionen fließen…
    und was damit gemacht wird.
    Daher die Existenz des Begriffs “Fehlinvestition”. Nun kann ein Schmiergeld… tschuldigung, eine Parteienspende, durchaus im kleinen Kreis sehr sinnvoll sein.

    Das streite ich nicht ab.
    Aber auch hier wieder die Frage, wem nützt es?

    und – was entwickelt sich draus?
    Kurzfristig scheint dem organismus ein Kropf ja sinnvoll zu sein, und langfristig ist er es dann doch nicht…
    SChöne SChei*e, hm?

  54. #54 YeRainbow
    Februar 20, 2010

    ja, und was die Schulpolitik und den Lehrplan angeht, so ist das alles kein Zufall. Wünschte man gut ausgebildete Schulabsolventen, würde man das Angebot entsprechend gestalten.
    Die Finnen machen es vor.
    Die haben die Lehrpläne DDr übernommen. Nun, ohne die Rotlichtbestrahlung, was bestimmt sehr angenehm ist.
    Die BRD hat sich lieber auf ihre eigenen Dingens verlassen…

    Aber aus guten Gründen. Ein gebildetes Volk ist schwierig für die Obrigkeit…
    Und was, wenn massenhaft gut gebildete und hochmotivierte Arbeitslose zu viel zeit haben… oha.
    die haben dann nur irgendwelche ideen.

    nein, heir mal das Lob der Dummheit. Es ist nicht gut, wenn das Volk, das Stimmvieh, zu schlau ist. Dummheit ist so angenehm ruhig.

    Schulpflicht gibts, weil die Industrie ein gewisses Maß an garantierter Bildung verlangte.
    Nicht, um Kinder und Eltern glücklich zu machen.

  55. #55 Webbaer
    Februar 21, 2010

    @Stargazer

    Aber auch in der legalen Wirtschaft gibt es eben einen Haufen völlig unsinniger Arbeit, die nur innerhalb der absurden Logik der selbstzweckmäßigen Mehrwertververtung “Sinn” ergibt. Beispiel Marktforschung: Man geht Leuten mit Umfragen auf den Wecker, damit man ihnen anschließend mit Werbung auf den Wecker gehen kann. Überflüssig wie ein Kropf – und das habe ich auch in Zeiten gesagt, als ich selbst meine Billigbrötchen damit verdient habe.

    Das Auf-Den-Wecker-Gehen macht schliesslich wirtschaftlich [1] Sinn, d.h. es gäbe kein Auf-Den-Wecker-Gehen, wenn dem nicht so wäre.
    Q: Wer bestimmt den Sinn? A: Richtig, der Markt, also Du, der Webbaer und natürlich auch Professor Fischer (primär also die Leistungsträger, diejenigen, die die Kohle haben und sich dennoch auf dem Markt informieren).

    Es wäre doch schlimm, wenn bspw. ein einfacher Schreiber (von der SZ bspw. 😉 bestimmen würde, was “überflüssig” ist und was nicht. [2]
    Denke bspw. mal an die lieben Stochastiker, die in der Marktforschung aufgehen.

    Also nicht vergessen: Darwin ackert auch hier und unsereins sollte nicht so schnell werten, sondern suchen zu verstehen…

    Beste Grüße!
    WB

    [1] Die Wirtschaft [i] ist die Summe der zwischenmenschlichen Beziehungen n-lateraler Art.
    [i] Wie “Ökonomie” ist “Wirtschaft” ein Unwort, es gibt dort nur selten einfache Wirt-Kunden-Beziehungen, jedenfalls wenn es um Kooperationen geht, die über ein “Dieter fährt Taxi” hinausgehen.
    [2] Der Trend geht in der Tat ein wenig in diese Richtung, die BRD könnte noch im Sozialmist (u.a. “soziale Gerechtigkeit” und andere gefährliche Esoterik) landen und ein böses Ende nehmen.

  56. #56 YeRainbow
    Februar 21, 2010

    ja, die Idee war ja schon mal da, nannte sich ARbeitsdienst.
    Ist das schon vergessen?

  57. #57 Popeye
    Februar 22, 2010

    “Das sind doch dußlige Unterstellungen.
    Ich hab das jedenfalls nicht so verstanden, daß man autark sein eigenes leinen weben müßte.”

    Wer wie Stargazer so viele Berufe für sinnlos hält, sollte sich erstmal im klaren sein, was diese Berufe überhaupt leisten. Indem ich auf das hier:

    “Und noch einmal: Welche “Leistung” soll denn überhaupt gemeint sein? Um nur mal willkürlich ein paar aus der genannten Berufeliste herauszupicken: “Volkswirt, Versicherungsberater, Verkaufsleiter, Vorstandssekretär, Versuchsingenieur (Automotive), Vermögensberater (Privatkunden), Verkäufer, Vertriebsassistent, …” – der gesellschaftliche Nutzen der meisten dieser Tätigkeiten darf getrost in Frage gestellt werden.”

    eingegangen bin, habe ich gezeigt, das er sich dessen nicht im geringsten bewusst ist.
    Wer sich so ahnungslos äußert, muss sich auch meine Anspielung auf das Dorf gefallen lassen.

    “Und selbstverständlich ist es immer eine Frage größter Wichtigkeit, wie und wohin die Investitionen fließen…
    und was damit gemacht wird.
    Daher die Existenz des Begriffs “Fehlinvestition”.”

    Entschuldigung, aber das ist völliger Blödsinn. In welches Projekt ein Investor sein Geld steckt, geht keinen etwas an und solange diese Projekt erfolgreich ist, wird es auch Nutzen z.B. durch Schaffung von Arbeitsplätzen generieren.
    Natürlich gibt es absichtliche Investitutionsruinen und bloße Abschreibungsmodelle, aber das ist eine Frage der Steuergesetzgebung und berührt den eigentlichen Punkt nicht.
    Etwas als Fehlinvestition zu bezeichnen, weil man nicht einverstanden ist, “wie und wohin die Investitionen fließen…und was damit gemacht wird.” ist schon ein geiler Brüller!
    Ich hoffe, ich muss nicht tatsächlich ausführen, was Fehlinvestitutionen sind und welche Ursachen sie haben.

    “Und was, wenn massenhaft gut gebildete und hochmotivierte Arbeitslose zu viel zeit haben… oha.”

    Also das ist Deine absolut beste Granate! Was ist wohl wahrscheinlicher, das sie der “Obrigkeit” Schwierigkeiten machen oder das sie Erfindungen machen, Firmen gründen, Arbeitsplätze für sich und andere schaffen?

    Und bei dem hier:

    “ja, und was die Schulpolitik und den Lehrplan angeht, so ist das alles kein Zufall. Wünschte man gut ausgebildete Schulabsolventen, würde man das Angebot entsprechend gestalten…Aber aus guten Gründen. Ein gebildetes Volk ist schwierig für die Obrigkeit…nein, heir mal das Lob der Dummheit. Es ist nicht gut, wenn das Volk, das Stimmvieh, zu schlau ist. Dummheit ist so angenehm ruhig.”

    könnte man denken, Du bist Wahlkampfhelfer von Herr Matschiner! (-;

  58. #58 hans
    Februar 24, 2010

    Kommentarvorschau:

    Hallo Westerwelle wird derzeit ganz schön verprügelt von allen,

    Warum , weil er gesagt hat das man die Hartz 4 Empfänger besser zu gemeinnützige Arbeiten ranziehen soll.
    Es wäre sicher wichtiger das endlich das Lohndumping ein Ende hat, wenn ich für 8 h Nichtstun vom Staat mehr bekomme als das ich für einen Lohn von 7 € mich 8-10h schuften muss und dann habe ich weniger als ein Harz 4 Empfänger der seinen Arsch nicht aus dem warmen Bett um 05.00 in der Früh rausbewegen muss und auch nicht am Wochenende arbeiten braucht weil ja unser Stat eh alles bezahlt vom Doktor,Mietzuschuss,Kleiderzuschuss etc….
    Das Reduzieren des H4 Beitrags ist auch falsch da dann sicher in unserem Land die Kriminalität ansteigt.

    Hoffe die Leute wachen endlich auf und die Politik macht richtige Politik.
    Anregung:
    Wer als H4 Empfänger eine Arbeit annimmt bekommt ein zinsloses Darlehen über 5000 €(als Gutschein) für ein Auto und könnte somit auch enen Arbeitsplatz in einem Einzugsbereich von 100 km wahrnehmen.
    Es gibt kein Geld sondern nur noch Einkaufsgutscheine die mit entsprechender H4 Bescheinigung eingelöst werden.

    Es gäbe da sicher viele Möglichkeiten die unser Staat mache könnte aber derzeit keine lust hat.
    Gruss hans

  59. #59 Stargazer
    Februar 25, 2010

    @Popeye: Aus welcher ideologischen Ecke ich komme? Ich arbeite bei einer Zeitschrift, in der unter anderem auch der von dir geschätzte Tilman Tarach schon publiziert hat, in der man Mehrwertmullahs aber nicht besonders schätzt.

    Und ich will nicht nur von Umfragen nicht belästigt werden, ich will vor allem, daß niemand gezwungen sein muß, mit dieser erniedrigenden Tätigkeit sein Geld zu verdienen.

  60. #60 pantoffelpunk
    Februar 25, 2010

    Popeye ist doof.

  61. #61 Popeye
    Februar 25, 2010

    “Und ich will nicht nur von Umfragen nicht belästigt werden, ich will vor allem, daß niemand gezwungen sein muß, mit dieser erniedrigenden Tätigkeit sein Geld zu verdienen.”

    Das ist jetzt nicht wirklich Deine wahre Meinung?!
    Also erstmal ist niemand gezwungen, eine Tätigkeit auszuüben, die er für erniedrigend hält. Aber wie ich Dich “kenne” und daraus, das Du Umfragen als erniedrigend erachtest, dürfte Deine Liste der “erniedrigenden Tätigkeiten” so lang sein, das die meisten der Stellenangebote der ARGE darauf vertreten sind!

    Wenn Du es schon für erniedrigend hältst, fremde Leute anzusprechen/anzurufen und ihnen Fragen zu stellen, würde mich interessieren, welche Tätigkeiten Du noch als erniedrigend einstufst.

  62. #62 jörg
    Februar 26, 2010

    gutscheine ausgeben ist eine tolle idee hans.warum nicht essensausgaben?das kann man doch nicht ernst nehmen,was hier erzählt wird.hier wird eine neiddebatte geführt,das ist zum kotzen.und popey;wir haben 4mill.arbeitslose.das ist nicht in stein gemeisselt,aber eine tatsache.und die mindestlöhne ,jaja.in england klappt es.übrigens sind nicht die arbeitslosen dafür verantwortlich das leute für 5euro arbeiten gehen.die unternehmen nutzen die situation so aus,das man sagt,du kannst ja aufschüttung kriegen.da bezahlt der staat gehälter.und das ist toll?

  63. #63 Helga Boye
    Februar 27, 2010

    Salve,
    Cäsar Guido Caligula,
    das war der Ahnherr mit dem Stiefelchen und auch einer dieser dekadenten Leistungsträger, der nicht nur Roms Untergang beschleunigte, sondern auch letztlich den Spartakusaufstand hervorrief. Sind doch Klasse Aussichten….

  64. #64 Popeye
    Februar 28, 2010

    @Jörg
    Wer behauptet, das Arbeitslose an niedrigen Löhnen schuld sind?
    Und vielleicht sollte man sich dann doch mal Westerwelles Aussagen ansehen,
    denn das mit den Aufstockunternehmen spricht auch er an.

    Dies sind ja eigentlich alles Ersatzdiskussionen, solange die Rolle des Staates nicht endlich überdacht wird.
    Bürokratie, Behördenwahnsinn, Kleinstaaterei, Sozialisierung von Verlusten, Förderung von Monopolen und vieles mehr gehört aufgearbeitet und er muss seinen eigentlichen Aufgaben in der sozialen Marktwirtschaft nachkommen:
    Dazu gehört, allen Menschen die Teilnahme am Markt ermöglichen (Bildung ist da der erste Schritt), klare Richtlinien für den Markt schaffen und Menschen unterstützen, die nicht am Markt teilnehmen können.

    @Helga
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wie_dekadent_waren_die_roemer/

  65. #65 Stargazer
    März 5, 2010

    @Popeye: “Niemand ist gezwungen, eine Tätigkeit auszuüben, die er für erniedrigend hält”?
    Aha, all die Putzfrauen, Hamburgerverkäufer, Telefoninterviewer (ja, auch die) – oder auch die Leute, die die Mülltonnen nach Pfandflaschen durchstöbern, die machen das wahrscheinlich alle, weil sie darin persönliche Erfüllung finden.

    Und noch mal zum Thema Ideologie: Kaum etwas bringt die Ideologie des Neoliberalismus besser auf den Punkt als ein Kalauer von Richard Rogler:

    “Wie viele FDPler braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? – Keinen. Das regelt der Markt.”

  66. #66 Popeye
    März 6, 2010

    @Stargazer
    Wirklich schön, wie Du meine Vorhersage bestätigst! (-;
    Für Dich kommt nach “arbeiten aus persönlicher Erfüllung” also sofort “erniedrigend”? Wow, welch differenzierte Abstufung, Dein Leben muss ja die Hölle sein, bei all der Erniedrigungen, die Du so erleiden musst!
    Und wieder ein klares Zeugnis davon, wie abgehoben Du bist, aus welcher “erhabenen” Position Du über Menschen urteilst! Mh, hatten wir solche Fürsprecher für die “arbeitende, unterdrückte Masse” nicht schon einmal?
    Ich bin übrigens Altenpfleger, nur gut, das ich mein berufliches Selbstverständnis nicht von Leuten wie Dir abhängig mache, die den Dienst für und am Menschen so furchtbar erniedrigend finden.
    Was “die Leute, die die Mülltonnen nach Pfandflaschen durchstöbern”, in Deiner Aufzählung zu suchen haben, ist wohl Dein Geheimnis?! Oder sollte es, wie schon so oft, nur billige Stimmungsmache sein?

    Das einzige, was Richard Rogler auf den Punkt bringt und was Dich mit einbezieht, da Du ihm so begeistert zustimmst: Ihr beide habt keinen blassen Schimmer vom Neoliberalismus.

  67. #67 Pit
    März 8, 2010

    Werter Westerwelle,
    ich bekomme seit zwei Monaten ALG II / Hartz. Davor habe ich monatelang gehungert und gefroren. Bin runter auf 66 kg, 57, und nicht krankenversichert.
    Ich möchte gerne arbeiten und wieder Sinn im Leben sehen. Gib mir Arbeit, egal was. Außer Tiere totmachen.

  68. #68 Tiberius Iulius Caesar Augustus
    März 10, 2010

    Herr Westerwell Sie sind einfach nicht schlau genug, 1000€ für eine Woche Lateinamerikareise? Andere Minister habe auch Ihre Partner auf Koster der Steuerzahler mitgenommen, diese aber wussten genau wie man das anstellt. Denken Sie eigentlich über Ihren Rücktritt nach?

    Tiberius Iulius Caesar Augustus

  69. #69 Fuzzi
    März 11, 2010

    Ich denke, dass es uns allen richtig gut gehen muss, dass wir für jemanden wie Herrn Westerwelle Geld ausgeben.

  70. #70 Holger M.
    März 16, 2010

    …wobei ich mir eine Schule ganz ohne Leistungsprinzip auch nur sehr, sehr schwer vorstellen kann…

    Schauste dir mal UNESCO-Projektschulen an. Dort werden bis einschließlich der 11. Klasse keine Noten vergeben und die Schüler können sich aussuchen, was, wie und wann sie etwas lernen wollen. Abgänger dieser Schulen schreiben das gleiche Abitur wie alle anderen und gehören jedes Jahr zu denen, die am besten abschneiden.

  71. #71 Popeye
    März 16, 2010

    @Holger M.

    Du verwechselst Bewertung von Leistung mit der eigentlichen Leistung.
    Wie glaubst Du, haben diese Schüler die Befähigung bekommen, unter die besten Abiturienten zu kommen?
    Einige scheinen noch zu denken, Leistung hat zwangsläufig etwas mit Strenge, Drill und Kadavergehorsam zu tun.

  72. #72 Daniel Müller
    März 18, 2010

    “Leistung soll sich wieder lohnen”.. “Wer arbeitet, muss mehr haben als der, der nicht arbeitet” Alles lustige FDP-Floskeln. Hab grad 2 Wochen in ner Fabrik gearbeitet und sage und schreibe 1,20 Euro mehr erhalten, als wenn ich daheim geblieben wäre.

  73. #73 Tante Teggi
    März 24, 2010

    Der Mann muss weg, und zwar schnellstens! Ich habe längere Zeit über ihn einfach nur gelacht und meinte zwischendurch zu meinem Freund, Mr. Wester-Tsunami hätte wohl pünktlich nach der letzten Bundestagswahl eben DIE Pillen abgesetzt, die ihn bis dahin zumindest halbwegs auf dem Teppich gehalten hätten… Ich lache mittlerweile nicht mehr! Kennt jemand irgendwelche Personen, deren Anblick und Äußerungen einem regelrecht körperliche Übelkeit verursachen? SO geht es mir mittlerweile mit Herrn Westerwelle.
    Nicht genug, dass er mit seinen menschenverachtenden Äußerungen à la “spätrömische Dekadenz” usw. ein Zeugnis für seine Selbstherrlichkeit und Dummheit im eigenen Land abgegeben hat – sein neuester “Coup” scheint ja jetzt der Wille nach einer Einführung der deutschen Sprache als EU-weit zu sein!
    Ja , neee, is’ klaaaaaar… Wer sollte auch sonst eine solche Forderung stellen? Guido, der Große Deutsche??? “Jääääädämmm Deutschännn seinänn Schäferrrrrrrhund!”, sage ich dazu und klebe mir ein kleines dunkles Bärtchen auf die Oberlippe. Das ist meiner Ansicht nach eine subtile Form des Rechtspopulismus at its worst! Und SO jemand vertritt Deutschland im Ausland? Ich dachte bis jetzt, dass die Ballermann-Touristen auf Mallorca so ziemlich das Peinlichste seien, was Deutschland je ins Ausland geschickt hat – ich korrigiere gerade… Dazu kommt noch, dass er seine eigenen Unzulänglichkeiten in Bezug auf die englische Sprache damit scheinbar unter den Tisch kehren will – ach…?! Und sowas will ein “Leistungsträger” dieser Gesellschaft sein???
    Und apropos “Leistungsträger”: Ich bin Diplom-Psychologin und musste mich leider Gottes nach meinem Studium erst mal bei der ARGE melden, um meinen Lebensunterhalt zu sichern. Da gibt es doch diesen schönen Leitsatz des “Förderns und Forderns”… Haha!!! Arbeitsangebote der ARGE habe ich nie erhalten, statt dessen wollte man mich binnen kürzester Frist auf einen 1-Euro-Job setzen! Als ich mich erfolgreich dagegen gewehrt hatte, begann der Terror dieses offensichtlich zutiefst gekränkten Sachbearbeiters, der daraufhin meinte, mich jede Woche einmal wieder neu mit meinen (seit langem vorhandenen) Bewerbungsunterlagen antanzen zu lassen, und das völlig ohne sinnigen Grund. Meine Frage dazu an Herrn Westerwelle: Wenn sogar eine Akademikerin, die nur ALG II zur Überbrückung einer kurzen Durststrecke in Anspruch nimmt SO behandelt wird, nur um die paar Piepen, von denen man sich eigentlich nur eine Linsensuppe 7 Tage in der Woche leisten kann, zu bekommen – WIE geht man dann mit Menschen um, die lange Zeit ihres Lebens keine/kaum Chancen haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten? Ich habe erfahren können, was dann passiert: Die schickt man in völlig unnütze “Bildungsmaßnahmen”, die ihr Elend auch nicht beiseite räumen und ihre Arbeitsmarktchancen nicht einmal im Ansatz verbessern! Unnütz ausgegebenes Geld, von dem die Arbeitslosen ÜBERHAUPT nichts haben! Aber für einen solchen sinnlosen Schwachfug müssen sie sich dann einmal in der Woche bei der ARGE melden – und wehe! sie tun das nicht! Dann wird das sowieso schon armselige Geld gnadenlos gekürzt. Hat eigentlichen schon jemals jemand versucht, diesen Zustand vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte überprüfen zu lassen?
    Naja, ich hatte Glück – ich bin jetzt wieder ein “Leistungsträger”, auch wenn ich damals nur gefordert, aber sicher nie “gefördert” worden bin. Aber was ist mit denen, die eben nicht meine “Chancen” haben?
    Lieber Herr Westerwelle, wie wäre es mit besseren Bildungschancen, Mindestlöhnen und vor allen Dingen einer tatsächlichen EFFEKTIVEN Förderung und damit Weiterbildungsmaßnahmen für all jene, die in Ihrer “spätrömischen Dekadenz” leben und es tatsächlich auch noch wagen, auf dieser Erde zu wandeln, auch wenn sie keine “Leistungsträger” sind?
    Herr Westerwelle, ich erlaube mir zu bemerken, dass ich gar nicht so viel essen kann, wie ich bei ihren Worten k******* möchte!
    Kann sich nicht einfach der Boden unter Ihnen öffnen…?

  74. #74 Popeye
    März 24, 2010

    @Tante Teggi

    Und die nächste, die nur rumpöbelt, ohne sich im geringsten informiert zu haben!
    Aber das ist natürlich bequemer, als mal ins Wahlprogramm der FDP zu gucken oder sich näher damit zu befassen, was Westerwelle mit spätrömischer Dekadenz gemeint hat.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wie_dekadent_waren_die_roemer/

  75. #75 kajsnfje
    März 31, 2010

    Wer andere als “ungebildete[n] Trottel” beschimpft, sollte wissen, dass der Spruch
    “Schuster, bleib bei deinem Leisten”
    und nicht
    “Schuster, bleib bei deinen Leisten”
    heißt.

  76. #76 roseline jones
    Februar 22, 2011

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  77. #77 Rudolf Deutsch
    April 1, 2011

    Es hat sich schon in den letzten 18 Monaten spürbar herausgestellt, dass Westerwelle nicht das Format hat, ein Staat wie die BRD als Außenminister zu repräsentieren. Aber auch innenpolitisch hat er sich durch seine Hartz4-Aussagen disqualifiziert. Als Bürger dieses Landes neigt man bereits zum Fremdschämen für unseren Außenminister. Die Fragestellung ist lediglich, wann erlöst uns Westerwelle und tritt zurück?

  78. #78 Jonah Duong
    April 4, 2011

    Man sieht es an allem was Westerwelle macht und die Umfragen bestärken das. Habt Ihr schon nicht mehr daran gedacht, das er seine komplette Entourage auf Geschäftsreisen mitgenommen hat? Falls er der Bundesrepublik Deutschland einen Gefallen tun will, dann sollte er auch als Außenminister seinen Hut nehmen. Mit dieser Enthaltung im UN-Sicherheitsrat hat er die Bundesrepublik Deutschland global bloßgestellt und abgekapselt. Am besten für ihn wäre es an den Herd von der Website shop.cookmax.de zu kochen oder sich eine NaehmaschinenHV.de-Nähmaschine zu kaufen und damit zu nähen.

  79. #79 Celesta Rozelle
    April 12, 2011

    Man sieht es an allem was Westerwelle tut und die Befragungen bekräftigen das. Ist schon nicht mehr daran gedacht, dass er seine gesamte Entourage auf Geschäftsreisen mitgenommen hat? Sofern er Deutschland eine Wohltat tun will, dann sollte er ebenfalls als Außenamtschef seinen Hut nehmen. Mit seiner Abstinenz im Weltsicherheitsrat hat er uns global blamiert und abgekapselt. Besser für ihn wäre es an den Shop Cookmax Herd zu gehen oder sich eine Maschine zum Nähen von http://www.naehmaschinen-hv.de zu kaufen und damit zu nähen.