Zeittaucher

Sexuellen Missbrauch erkennen und verhindern

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Auf eine interessante kriminologisch-psychologische Veranstaltung der SRH-Hochschule Heidelberg am 22. September 2010 zum Thema “Sexuellen Missbrauch erkennen und verhindern” bin ich gerade hingewiesen worden. Vor kurzem hatte ich schon über einen Workshop der Hochschule berichtet, der sich mit Brandstiftern und Sexualstraftätern beschäftigte.

Veranstaltung „Sexuellen Missbrauch erkennen und verhindern”

am Mittwoch, 22. September 2010, 16.00-19.30 Uhr

SRH Hochschule Heidelberg
Großer Hörsaal
Ludwig-Guttmann-Str. 6
69123 Heidelberg

Anmeldung an Fax: +49 6221 883482
Anmeldung per E-Mail: katharina.eckstein@fh-heidelberg.de

Programm

16.00h Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Winterberg
(Rektor der SRH Hochschule Heidelberg)

Grußwort von Frau Prof. Dr. Sutter
(Dekanin der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften)

Grußwort von Herrn Kriminaloberrat Kollmar
(Leiter der Kriminalpolizei, Polizeidirektion Heidelberg)

16.20h „Einführung in die Thematik: Sexueller Missbrauch von Kindern -
Die Taten und die Täter”
(Herr Prof. Dr. Köhler, SRH Hochschule Heidelberg)

16.45h “Missbrauch erkennen: psychologische Aspekte der Befragung
und Begutachtung von Kindern”
(Frau Prof. Dr. Hosser, TU Braunschweig)

17.15h „Die Opfer von sexuellem Missbrauch: Traumatisierung und
entwicklungspsychopathologische Folgen”
(Frau Dr. Bark, Universitätsklinikum Heidelberg, Kinder- und
Jugendpsychiatrie)

17.45h „Innocence in Danger e.V.: Effektive Hilfe und Unterstützung
für Opfer” (Freifrau von und zu Weiler)

18.15h Pause

18.30h Podiumsdisskussion zum Thema “Sexueller Missbrauch”
19.30h Ende

Anmedlung/Programm als PDF

Kommentare

  1. #1 S.S.T.
    August 21, 2010

    ‘Erkennen’ ist bedauerlicherweise leichter als ‘verhindern’. Der Sexualtrieb ist bekanntlich nun mal ein sehr starker Trieb. Sieht man sich mal an, was im sog. perversen Bereich (sog.!!) schon unter ‘consensual’ abläuft, wundert einen eigentlich nichts mehr.

    Als regelmäßiger Leser der Zeitschrift ‘Kriminalistik’ (u.a.m.) wundert mich eh schon kaum noch etwas, was das sog. menschliches Verhalten angeht

  2. #2 michael
    August 24, 2010

    @S.S.T
    > Als regelmäßiger Leser der Zeitschrift ‘Kriminalistik’ (u.a.m.)

    Handelt es sich um diese Zeitschrift ? http://www.kriminalistik.de/

  3. #3 S.S.T.
    August 24, 2010

    Ja, und wie gesagt auch andere. Einige Artikel darin könnte man als ziemlich unappetidlich bezeichnen, sind aber eben Fachzeitschriften.

  4. #4 YeRainbow
    August 30, 2010

    Von “Trieben” sollte in der Wissenschaft niht mehr gesprochen werden, allenfalls von Antrieben (mit Hinweis auf hassenstein).
    Menschen handeln nicht unbedingt aus reinen Antrieben heraus, sondern vielmehr aus Motiven heraus. Zum inneren Antrieb muß also immer auch ein Ziel kommen.

    Nix “starker Sexualtrieb”. Veraltet, diese Sicht.

  5. #5 S.S.T.
    August 30, 2010

    @YeRainbow

    Wie immer man das Kind beim Namen nennen möchte, soooviel anderes kommt dabei nicht heraus. Den Unterschied zwischen ‘Trieb’ und ‘Antrieb’ müsstest Du mir mal bitte erläutern (ernst gemeint).

    Menschen handeln nicht unbedingt aus reinen Antrieben heraus, sondern vielmehr aus Motiven heraus. Zum inneren Antrieb muß also immer auch ein Ziel kommen.

    Auch zu diesem Abschnitt hätte ich gerne(!) mehr Erläuterungen. So lese ich das so, dass Menschen durchaus zu einem nicht unerheblichen Anteil aus reinem Antrieb (Trieb) handeln. Dass (an)triebsbedingte kriminelle Handlungen ein Motiv haben können, bestreite ich selbstredend nicht. Allerdings bestreite ich das ‘Motiv’ bei der überwiegenden Zahl (gefühlte 80%+) von Sexualdelikten. Um aus Wiki zu zitieren:

    Motive werden auch als Komponenten der Selbststeuerung angesehen, da sie kreative und flexible (sich an neue Situationen anpassende) Bedürfnisbefriedigung ermöglichen, und darüber hinaus das Bestreben unterstützen, Selbstbild, selbstdefinierten Zielen, individuellen und kulturellen Werten, sozialen Rollen u.a. gerecht zu werden. Sie organisieren und repräsentieren kognitiv, welche Erfahrungen im Leben im Zusammenhang mit Bedürfnissen gemacht wurden, insbesondere implizit wahrgenommene Handlungsmöglichkeiten und deren Folgen. Sie sind nicht zwingend bewusst.

    Gerade bei Sexualdelikten geht die ‘Selbststeuerung’ sehr schnell gegen Null. Und an die Folgen wird augenscheinlich nur in den seltesten Fällen gedacht. Am offensichtlichsten wird das bei den Delikten mit Todesfolge: Bei einer Aufklärungsquote von über 90% kann ich als rational denkender nicht damit rechnen davon zu kommen. Die normalerweise üppige Spurenlage beweist eigentlich, dass i.d.R. recht irrational vorgegangen wird. Beispiel: Der ‘Kanibale von Rotenburg’.

    Ob Trieb oder Antrieb, es gibt genug Leute, die auf sexuelle Signale losgehen, wie der berühmte Stier auf das rote Tuch bzw. die sich wie ein Rüde verhalten, wenn es nach Hündin duftet oder sich ein Knie ansprechend biegt. Man könnte auch Rausch dazu sagen.