Unter dem Titel “Atomkraftwerke in Taiwan: Neue Diskussion nach Japan?” hat gerade der in Taiwan lebende deutsche Journalist Klaus Bardenhagen einen interessanten Bericht

auf seinem Blog www.intaiwan.de veröffentlicht. In diesem berichtet er unter anderem über die gefährlichen Standorte taiwanesischer Kraftwerke an der Tsunami-gefährdeten Nordküste des Landes. Außerdem ist der Bericht in Zeiten der medialen Ungewissheit über das Geschehen in Japan eine seriöse Quelle, die weitere Fragen der Sicherheit aufwirft – für ganz Asien.

http://www.intaiwan.de/2011/03/13/atomkraftwerke-in-taiwan-neue-diskussion-nach-japan/

Kommentare (13)

  1. #1 Klaus
    März 13, 2011

    Ja die sind aber so was von sicher! Und unsre erstmal. Die werden jetzt lt. Murksel überprüft,ob sie wirklich sicher sind.
    Letzte Woche Mittwoch waren sie jedenfalls noch sicher!

  2. #2 Hans Brandl
    März 13, 2011

    Ja was soll das jetzt ? Da wird ein grüner Politiker zitiert und zudem beschrieben wo die Kraftwerke stehen und das reicht für eine Sicherheitsaussage ? Fürs Zeilenhonorar und für Greenpeace Propaganda reichts wohl allemal.
    Für welche Störfälle sind die KKW ausgelegt, welcher Typ, wie alt sind sie, welche Firma hat sie entwickelt ?
    Sie könnten ja auch einmal untersuchen wieviele Tonnen Uran die Kohlekraftwerke auf Taiwan pro Jahr emittieren und anschliessend etwas Begründung liefern, wieso denn Strahlung von solchem Uran harmlos, aber die von Uran aus KKW höchst gefährlich ist. Vielleicht fragen sie mal Ihren grünen Politiker danach?

  3. #3 peer
    März 13, 2011

    @Hans Brand
    Ich kann nicht alle Fragen beantworten, die letzte aber schon: Uran das aus der Erde gezogen wird, wird erst einmal angereichert, bevor es in AKWs eingesetzt wird. Dadurch ist es deutlich radioaktiver und damit auch gefährlicher.
    Zu dem genauen Mechanismus fragen Sie den Physiklehrer ihres Vertrauens 😉

  4. #4 paule
    März 14, 2011

    @Hans Brandl

    Uran hat eine Halbwertszeit von ca. 4,5 Mrd Jahren. Daher ist 1 kg Uran genauso gefährlich wie 0,3 Milligramm Strontium90, welches überhaupt erst durch die Kernspaltung entsteht. Dabei sind die freigesetzten Energien bereits berücksichtigt.

    Daher sind die Kohlekraftwerke ungefährich.

    Man könnte vielleicht auch so sagen: 1 Million Kohlekraftwerke sind nicht gefährlicher als der kleinst denkbare atomare Versuchsreaktor und einer Uni.

  5. #5 Hel
    März 14, 2011

    Wenn es nach Hans Brandl ginge, dürften Grüne oder Greenpeace-Aktivisten weder etwas sagen noch schreiben noch zitiert werden. Wer gegen Atomkraft ist, kann per definitionem nur zu einer dieser beiden Gruppen gehören oder aber er ist bereits Opfer ihrer omnipräsenten Propaganda *gähn*

  6. #6 Hans Brandl
    März 14, 2011

    @peer:
    Nicht einmal diese eine Frage können Sie fehlerfrei beantworten: Auch das “natürliche” Uran ist instabil und zerfällt : Hauptbestandteil U238 ist auch ein instabiler Alphastrahler mit ca. 13 KBq/g spezifischer Aktivität. U235 ist ebenfalls Alphastrahlerund hat nur eine geringere Halbwetszeit. Und dabei gibt es kaum Unterschiede ob U235 mit 0.7 oder 3% für KKW angereichert ist.
    Si tacuisses, philosophus mansisses!.
    Vielleicht sollten Sie nicht von Ihrer Kompetentenz auf die Anderer schliessen .

    @paule:
    Das ist eine seltsame Rechnung die sie da aufstellen, ok führen wir das einmal fort:
    In DE fallen pro Jahr ca. 150 t Uran aus Kohlekraftwerken im Normlbetrieb an (von denen ca 1.5 t Lungengängig in der Luft verteilt werden, Alphastrahler) Damit entspricht das ihrer Rechnung nach insgesamt etwa 45 g Strontium 90 .

    Und dazu jetzt ihr schöner Satz leicht gemäß Ihrer Aussage modifiziert: “Daher sind Emissionen aus Reaktor-Störfällen en ungefährlich.”

    Und wenn sie jetzt noch Ihren Schlussatz entsprechend umrechnen: 1 Mio Kohlekraftwerke würden pro Jahr ca. 5 Mio t Uran emittieren, das entspricht also Ihrem famosen Dreisatz nach etwa 1.5 t Sr90 ! und das ist Ihrer Meinung nach nicht gefährlicher als der Inhalt eines kleiner Versuchsreaktor?

    Lesen Sie eigentlich noch was Sie da so schreiben oder Kopieren Sie hier einfach Greenpeace-Gesülze ein, weil Sie es nicht besser verstehen, aber unbedingt auch etwas zur grossen Angst-Ideologie beitragen wiollen ?

    @Hel:
    Auf Ihre Rabulistik hier und im Forum einzugehen, erspare ich mir !

    @Christian Jung:
    Es geht hier um ganz etwas anderes: würde ein KKW auch nur grammweise Uran emittieren (welches Isotop auch immer ) , dann wäre das Geschrei der Journaille gross, und alle Schreiberlinge würden wieder Ihre Angst-Phantasien als Fakten verkaufen, ungetrübt von den geringsten physikalischen Kenntnissen. Uran aus der Erde ist natürlich Bio-Uran und gesundheitsfördernd wenn es von den Kohlekraftwerken verteilt wird?
    Aber damit kann man ja auch nicht das miese Geschäft mit der Angst und Dummheit der Zielgruppe machen. Historisch gesehen haben Sie natürlich recht, Der Einsatz von Heilsgestalten und das Schüren von Ängsten haben nicht nur im Mittelalter sondern auch in der Neuzeit bemerkenswerte Erfolge gebracht, da drauf baut man natürlich gerne auf.

    Und grosskotzig nennt man das dann “Außerdem ist der Bericht in Zeiten der medialen Ungewissheit über das Geschehen in Japan eine seriöse Quelle” .

    Gehts nicht noch inkompetenter und peinlicher?

  7. #7 paule
    März 14, 2011

    @Hans Brandl

    In Deutschland haben wir ungefähr 20 GW Kohlekraftwerke für rund 80 Mio Menschen. Auf die Welt hochgerechnet, bei demselben Standard, sind das etwa 2000 GW Kohlekraftwerk mit dann insgesamt 15000 t Uran, entsprechend Ihren Daten. Macht dann je Kraftwerk 0,015 t Uran und die mittlere Kraftwerksleistung beträgt dann 2 MW, wobei wir dann die 1 Million Kraftwerke haben.

    Ein kleiner Uni- Reaktor hat rund 100 kW thermisch und erzeugt dann jährlich rund 1,5 g SR90. Damit kann man theoretisch zusätzlich rund 1 Millionen Menschen töten, nicht jedoch mit den hierfür verbrauchten 25 g Uran.

    Mit den 15000 t Uran kann man keinen einzigen Menschen zusätzlich töten.

    Weil es genauso nachher wie auch vorher da ist. Es hat sich durch die Verarbeitung nicht geändert. Oder wollen Sie dem Wüstenwind etwa anlasten, daß er jährlich soundso viele Tonnen Uran in die Luft pustet und Uran vielleicht zu Radon zerfällt?

  8. #8 BreitSide
    März 15, 2011

    Während der BrandlHannes noch rabulisiert, hat sich eine dritte Explosion ereignet, größer als alle bisherigen.

    Und selbst die japanischen Behörden werden nervös: der Regierungschef persönlich ging ans Mikro, was für Kundige offfenbar bedeutete, dass nun etwas besonders Schlimmes zu erwarten sei. Das macht er anscheinend sonst nie.

  9. #9 BreitSide
    März 15, 2011

    Und was empfiehlt Prof. Sandner, Chef der Physikalischen Gesellschaft?

    FEUCHTE TÜCHER!

    Das ist Spitzentechnik!

  10. #10 klaus
    März 15, 2011

    Ich glaube verstanden zu haben, dass niemand wirklich weiß, wie sich eine Kernschmelze verhält. Soweit ich es verstanden habe, ist sie in Tschernobyl in die Atmosphäre verbrannt, oder ist dort der Kern noch in 20 km Tiefe aktiv oder lagert da ausgebrannt oder wie? Vielleicht können uns die Atomphysiker mal ihre schwarzen Wissenslöcher erklären?

  11. #11 BreitSide
    März 15, 2011

    klaus, was Du so alles glaubst. Grab mal ein Wenig im www, dann wirst Du finden:
    – Tschernobyl hatte einen Grafit-Kern, der verbrannt ist und die Radioaktivität hoch in die Atmosfäre geworfen hat,
    – Fukushima hat kein Grafit und ist gerade am Schmelzen (mehrere Reaktoren),
    – Schmelzen heißt eben “flüssig werden”, und diese 2.000 Grad heiße Flüssigkeit ist auch nicht durch Granit aufhaltbar,
    – im Endeffekt ist das radioaktive Inventar einfach nicht mehr eingeschlossen und verdampft in die Atmosfäre.

    Die Physiker haben da keine schwarzen Wissenslöcher, die liegen ganz auf Deiner Seite.

  12. #12 retiree
    März 27, 2011

    Sehr interessant, die AKW’s in Kalifornien, eine extremes Erdbebengebiet liegen näher an Europa, was ist mit denen?
    Schweigen wir über unsere Freunde in den Vereinigten Staaten? Die haben auch schon Erfahrung mit Kernschmelze, schon vergessen????
    Wo bleibem den die Kommentare, wie ein leben mit ca.20% weniger Strom in Europa sein könnte?
    Das “Grid”, europäische Stromnetz ist komplett verbunden, fast schon ganzheitlich, damit es auch die Esos und Grünen verstehen, eine Auftrennung ist nicht mehr möglich. Daher ist die derzeitige kleinstaaterei ein Nonsens, noch dazu die glorreiche Idee, die Autos mit Batterien zu betreiben.
    Von Wissenschaftlern erwarte ich schon, dass sie seriöse Alternativen aufzeigen, und von den Grünen Realitätssinn. Das heisst jedoch nicht AKW’s bis zur Ewigkeit.
    Die scheinheilgen Österreicher importieren Strom in der Größenordnung eines AKW’s, das AKW in Österreich ist ein Museum! Es gibt wie überall nur Gegnerschaften anscheinend gegen alles, daher geht nichts weiter mit den sogenannten alternativen Energien.

  13. #13 CrisisMaven
    April 3, 2011

    Bei uns ist es aehnlich:
    Ich habe mal versucht, das gesamte Ausmass der Japan-Atomkatastrophe, Risiken und Gefahren der Atomkraft und was sie fuer Europa bedeuten hier uebersichtlich zusammenzufassen:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=208864
    Dort auch Hinweise zum Umgang mit radioaktiv verseuchtem Wasser.