Zu meinem Eintrag gestern zu Bin Laden kamen absehbare Kommentare: Ich würde halt einfach alles glauben und es fehle mir am Willen, Dinge zu hinterfragen. Das ist aber ein Irrtum. Darum hier eine kleine Spekulation im Zusammenhang von Osama Bin Laden: Was wusste der pakistanische Geheimdienst?

Auch auf die Gefahr hin, den Verschwörungen zugeneigten mitlesenden schon im zweiten Absatz zu vertreiben, aber ich muss wohl damit anfangen, das es sehr wahrscheinlich ist, dass der ISI (Inter Service Intelligence), der pakistanische Geheimdienst also, seine Verbindungen zum islamistischen Terror hat. Die Organisation scheint Anschläge als ein probates Mittel für die Erreichung ihrer Ziele zu sehen. Auch unabhängigere Quellen sind schon zu entsprechenden Schlüssen gekommen. Nun muss man das auch ein wenig relativieren. Niemand hatte ein Problem damit als es noch gemeinsam gegen die Sowjetunion ging. Die Jihadis in Afghanistan hat man auch gemeinsam unterstützt. Der ISI hat es einfach noch nicht geschafft sich von den nun “falschen” Terroristen zu distanzieren.

Aber die Frage über die ich hier spekulieren wollte, ist eigentlich eine ganz spezifische: In den Medien wurde in den letzten Tagen generell gesagt, dass die Tatsache, dass Bin Laden vermutlich mehrere Jahre in der Garnisonenstadt Abbottabad gelebt hat, buchstäblich in direkter Nachbarschaft der pakistanischen Elite-Miltärakademie, es unmöglich macht, dass zumindest Teile des offiziellen Pakistans über den Aufenthaltsort von Bin Laden nicht informiert gewesen wären. Ich habe zumindest nirgendwo gesehen, dass dieses Argument in einem seriösen Medium in Frage gestellt wurde.

Mich überzeugt das nicht so ganz. Man könnte durchaus argumentieren, dass dies vielleicht das beste Versteck überhaupt war. Ein Fall von was man auf Englisch hiding in plain sight nennt (so in etwa: Sich im vollen Blickfeld verstecken). Alle haben ihn im Grenzgebiet zu Afghanistan vermutet. Nicht dort zu sein, war daher bestimmt nicht das dümmste. Nur weil in Abbottabad so viel Militär anwesend ist, heisst das doch nicht zwangsläufig, dass eine Auffliegen unvermeidlich ist. Es heisst zwar, dass in der Stadt häufiger Kontrolle durchgeführt würden als anderswo, aber Bin Laden hat das Haus wohl kaum verlassen. Alles was es braucht, ist ein paar wenige Gehilfen, die den Behörden unbekannt sind und einen Namen, der als Besitzer des Gutes auftritt. Ich sehe nicht, wie dies schneller Auffliegen soll, wenn das Versteck 1 Kilometer von einer Militärakademie entfernt ist.

Bei 880’000 Einwohnern ist es unwahrscheinlich, dass man wirklich kontrollieren kann, wer alles dort lebt. Sein Haus war auch nicht die Villa oder die Festung als die sie manchmal dargestellt wurde. Ich nehme an, hohe Mauern und Stacheldraht sind nicht ungewöhnlich. Auch die Pläne (sollten sie denn echt sein) weisen nicht auf etwas sehr extravagantes hin.

Das überzeugendste Argument bisher habe ich heute in der New York Times gefunden: Anscheinend gibt es einen Sicherheitskordon um die Stadt. Den musste Bin Laden irgendwie passieren. Aber das ist nur einmal ein Problem. In einem Land mit endemischer Korruption sicherlich nicht unvorstellbar.

In meinen Augen ist die Frage aber nicht, ob der ISI etwas wusste, sonder wie hoch rauf in der Hierarchie man Informationen hatte. Da lohnt es sich über Motive nachzudenken. Den grössten Vorteil, den Pakistan von einem freien Bin Laden hatte, war wohl, so lange die Jagd am Laufen war, als Alliierter unentbehrlich zu sein. Aber Pakistan ist auch sonst strategisch von Bedeutung, alleine schon wegen seiner geographischen Lage. Bin Laden war zudem auch eine Hypothek. Das Verhältnis war und ist immer wieder gespannt zwischen den USA und Pakistan. Warum also nicht Osama ans Messer liefern und sich einen grossen Preis dafür aushandeln (zum Beispiel eine Anerkennung als Nuklearmacht)? Daher habe ich eher eine Tendenz zu vermuten, dass man in den obersten Schichten der Hierarchie vermutlich nicht wusste wo Bin Laden sitzt.

Warum erhöhen die USA nun plötzlich Druck auf Pakistan? Selbst wenn ich falsch liege, muss man trotzdem vermuten, dass Überraschung über eine ISI Involvierung vermutlich geheuchelt ist. Es ist aber eine gute Gelegenheit zu insistieren, wo man bisher auf taube Ohren stiess.

Das ist aber alles viel Spekulation. Was meinen andere?

Update: Im New Yorker Magzine war ein interessanter Artikel der einige der erörterten Fragen diskutiert. Er liefert einen guten historischen Rückblick auf die strategische Kooperation zwischen USA und Pakistan. Der Autor meint, dass das Nicht-Finden von Bin Laden für den ISI lukrativ genug war, um ihn zu decken.

Kommentare (25)

  1. #1 cydonia
    Mai 7, 2011

    Das, was du gerade abgeliefert hast, ist alles andere als eine Verschwörungstheorie. Das sind vernünftige, nachvollziehbare Gedanken, auf deren Basis man weiterdenken kann. Ich bin mir auch noch unschlüssig, was ich von dem Ganzen halten soll. Die USA werden wohl auch gerade aktiv, was den pakistanischen Geheimdienst anbelangt. Warten wir doch mal zwei Tage ab. Vielleicht lichtet sich der Nebel teilweise. Ich halte mich mit Spekulationen erstmal zurück, aber danke für die Anregungen!

  2. #2 paule
    Mai 7, 2011

    Dies erscheint mir viel nachvollziehbarer als obiges Auftragsgeschwurbel. Quelle Muslim Markt:

    Es ist weltweit sicherlich mindestens als “problematisch“ einzustufen, dass man einen unbewaffneten Mann erschießt, aber warum muss es die Welt wissen?

    Eigentlich weiß die Welt so ziemlich gar nichts von der “Operation“ gegen USAma. Und das was sie zu wissen glaubt, z.B. das 45-minütige Gefecht auf fremden Boden, ohne dass es die Einheimischen weiter interessiert hat, kann so nicht stimmen. Jetzt erfährt die Welt aber vom Weißen Haus ein neues “Detail“. USAma sei unbewaffnet gewesen, als er in seinem Schlafzimmer erschossen wurde.

    Sofort stellt sich die Frage, warum die Welt diese Information erhalten muss? Warum “belastet“ sich das Weiße Haus selbst mit solch einer unglaublichen Information? Und warum lässt das Weiße Haus alle seine Verbündeten so sehr im Regen stehen, die sich doch allesamt über die Erschießung gefreut haben. Jetzt steht die Bundeskanzlerin als Bejublerin der Erschießung eines Unbewaffneten da.

    Um dieses besser verstehen zu können, muss man sich mit der sehr komplexen Propagandafront besser auskennen. Wenn man jemanden 8-9 Jahre nach seinem eigenen Ableben sterben lassen will, bedarf es “glaubhafter“ Beweise. Jene Beweise können naturgemäß nicht von dem Toten stammen. Denn was ist es für ein Beweis, dass irgendwer behauptet, dass die DNA mit irgendeiner anderen Person übereinstimmt?! Da waren doch angeblich 23 Kinder.

    Denen hätte man doch zumindest ein Haar ausreißen können, um einen DNA-Abgleich zu machen. Und vor der Versenkung im Meer hätte man ja irgendeinen wirklich unabhängigen Arzt eine Probe ziehen lassen können. Das geht aber alles nicht, weil weder der Tote USAma ist, noch die Verwandten, Verwandte sind. Alles in allem ist es eine Lügengeschichte, die selbst die hartgesottenen Hofberichterstatter in die Bredouille bringen, da ihre Leserschaft die Märchen satt sind. Was also ist zu tun?

    Man erfindet eine neue Lüge! Diese Lüge ist selbstbelastend, und zwar derart selbstbelastend, dass sie wahr sein muss! Denn wer belastet sich schon selbst so schwer mit einer Lüge? OK, man hat ihn also unbewaffnet erschossen, aber man hat ihn jetzt erschossen und er war bis jetzt am Leben! Das ist die Information, die den Lesern eingetrichtert werden MUSS! Sonst würde das gesamte Lügengebilde zusammenbrechen!

    Denn wenn USAma schon seit 8 Jahren oder länger tot ist, dann wären alle Video-Botschaften erstunken und erlogen. Wenn sie alle erstunken und erlogen sind, wer hat sie dann erstellt und wofür? Selbst seine Selbstbezichtigung zu den Anschlägen hätte er dann posthum von sich gegeben haben. Am Ende ließe sich nicht einmal die Lügengeschichte des 11. Septembers weiter aufrecht erhalten.

    Ist es denn weiter schlimm, dass jetzt selbst eine so treue Untergebene, wie die Bundeskanzlerin im Regen stehen, weil sie sich über die Erschießung eines Unbewaffneten lautstark gefreut haben? Nein, ganz im Gegenteil! Das ist Methode! Hier geht es nicht um Wahrheit oder Falschheit. Hier geht es um Unterwerfung und Demütigung. Das ist das Guantanamo-Prinzip. Guantanamo wird nur und nur deshalb nicht geschlossen, um weltweit klar zu machen, wer das Gesetz ist, wer die Regeln in dieser Welt bestimmt und wer das Sagen hat, über allem Recht, über allen Gesetzen über aller Menschlichkeit.

    Deutsche Politiker haben uneingeschränkt jedes Verbrechen mitzutragen! Basta! Und wer sich den USA widersetzt, wird enden, wie jenes Phantom, er wird auch erschossen, selbst wenn er unbewaffnet ist. Dass soll jeder wissen. Und die “Weltmeinung“ interessiert niemanden in den USA!

    Diese Art des Denkens hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Einstmals nannte man diese Art von Gedankengut Herrenmenschendenken.

    Wir haben keinen Einfluss auf das, was in den USA geschieht, aber eine Kanzlerin zu haben, die die Ehre und Würde der gesamten deutschen Bevölkerung dem Freudenjubel zur Tötung eines Unbewaffneten unterwirft, dafür sind wir selbst verantwortlich durch unsere Stimme der Menschlichkeit bei Wahlen und auch außerhalb von Wahlen.

  3. #3 KommentarAbo
    Mai 7, 2011

  4. #4 cydonia
    Mai 7, 2011

    Gut, ich kanns nicht lassen. Zu deiner Frage: Ich denke, dass bis in höchste Kreise bekannt war, wer dort wohnte, und man sich vielleicht in zwei Richtungen absichern wollte. Einerseits sind Islamisten in Pakistan ein Riesenproblem. Wenn man Bin Laden schützt, gibt man den Islamisten Zucker, und wenns dann doch rauskommt, kann man gegenüber den USA behaupten, man habe nichts geahnt, und in Richtung Radikale mit den Augen zwinkern. Und dann konnte man eben auch Bin laden als Faustpfand nutzen.
    Sind die USA vielleicht manchmal ein klein wenig naiv? Vielleicht weil sie Probleme haben sich in andere hineinzuversetzen? Pakistan als zuverlässiger Partner scheinen die teilweise ernstgemeint zu haben.
    Meine Hoffnung: Die ganzen undemokratischen Machthaber werden nach und nach von den Völkern weggespült, und die Islamisten haben dann in wenn auch nur teildemokratischen Regimes keine echte Chance mehr. Ich wage zu träumen, nachdem wir alle nicht im Traum mit der nordafrikanischen Welle gerechnet hätten.

  5. #5 cydonia
    Mai 7, 2011

    @paule
    Ja, du machst das gar nicht schlecht! Man könnte meinen, du wärst ein echter Verschwörungstheoretiker. Es wäre allerdings schade, wenn du deine Denkfähigkeiten wirklich fürs Zusammenschustern derartig abstruser Konstrukte nutzen würdest.

  6. #6 ali
    Mai 7, 2011

    @cydonia

    Der Aufmacher war ja auch nicht ganz ernst gemeint. Aber ich glaube schon, dass man zeigen sollte, dass es möglich ist ohne grosses Hintergrundwissen zu spekulieren. Als Übung für den gesunden Menschenverstand halt. Aber echte Verschwörungstheoretiker interessiert das nicht. Ist schliesslich langweillig, alle diese “vielleicht”, “vermutlich”, “eventuell”, “spekulativ” und so weiter. Verschwörungstheoretiker benutzen solche Relativierungen nie. Sie wissen schliesslich.

    Zu deinen Spekulationen: Ich vermute die USA wussten schon was sie mit Pakistan hatten. Es kam ja auch immer wieder zu Verstimmungen. Jetzt hat man sie auch im Dunkeln gelassen. Ich glaube man machte gute Miene zum bösen Spiel, weil es keine Alternative gab. Man musste mit Pakistan kooperieren.

    Was den Islamisten-Zucker betrifft: Also Pakistan war ja trotzdem immer auch Anschlagsziel der Islamisten. Deine These bedingt auch, dass Bin Ladens Leute wissen mussten, dass er gedeckt wird, damit das Zuckerbrot auch geschätzt werden kann. Ich vermute alle Beteiligten hatten ein grosses Interesse daran, dass es so wenig Eingeweihte gibt wie möglich. Dem stehen eben die Probleme mit den USA gegenüber. Ich zweifle eben, dass da viel rauszuholen war für Pakistan.

    @paule

    Könntest du versuchen beim Thema zu bleiben? Deine Bewusstseinsströme und Assoziationsschlangen sind gerade noch knapp nachvollziebar. Eines sind sie aber ganz sicher nicht: Irgendwie überzeugend. Kannst du dich auf ein Argument konzentrieren. Vielleicht den einen oder andern seriösen Link beisteuern? Das alles on-topic natürlich (nicht dass du wieder mit Nanothermit kommst).

  7. #7 HaDi
    Mai 7, 2011

    Ja, du machst das gar nicht schlecht! Man könnte meinen, du wärst ein echter Verschwörungstheoretiker.

    Es ist ja nicht von ihm sondern aus dem Muslim-Markt Forum. Das macht die Sache natürlich wahnsinnig glaubwürdig. Für eine bestimmte Zielgruppe zumindest.

    Zum Muslim-Markt gehört auch ein Internetforum. Die Betreiber des Muslim-Markts beteiligen sich an den Diskussionen und vertreten dabei einen Standpunkt, der weitgehend identisch mit der offiziellen Linie der iranischen Regierung ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Muslim-Markt

  8. #8 Martin
    Mai 7, 2011

    Was wissen wir überhaupt?

    Als Jurist ist für mich äusserst unbefriedigend, dass Bin Laden mutmasslich exekutiert wurde. So wird man leider nie rechtssicher wissen, ob und inwiefern Bin Laden an den Anschlägen von 9/11 beteiligt war. Ich bedauere wie schon in all den « Guantanamo»-Fällen, dass die USA nicht mehr Rechtsstaat genug sind um Terrorismus mit rechtlichen Mitteln aufzuarbeiten.

  9. #9 rolak
    Mai 7, 2011

    Wir sollten paule für sein hiesiges Orakeln dankbar sein, immerhin erwähnt er die OBL seit x Jahren tot-Fraktion.
    Er ist aber nicht konsequent genug: AlKaida gibt es überhaupt nicht!

  10. #10 paule
    Mai 7, 2011

    @rolak

    Ob es eine Al-Kaida Organisation gibt oder nicht, spielt tatsächlich keine Rolle. Weil sie mit den Anschlägen sowieso nichts zu tun haben konnten. Weil 911 ein Insidejob war.

    Tatsache ist auch, daß zumindest ein Teil wenn nicht gar sämtliche “Selbstmordanschläge” nur Anschläge der üblichen Verdächtigen waren. Also von den “Amerikanern” selbst durchgeführt wurden.

    Es gibt da zumindest eine nette Geschichte, wo solch ein “Selbstmordattentäter” den Anschlag überlebt hat. Er hatte sich im Irak zum Polizisten ausbilden lassen und dazu gehört auch der Führerschein. Um zu “sehen”, ob er sich auch alleine mit dem Wagen bewegen kann, bekam er den Auftrag zu einem bestimmten Ort zu fahren und von dort anzurufen.

    Am Ort angekommen versuchte er dies, bekam über sein Handy aber keine Verbindung, stieg aus und fand an der nächsten Ecke eine Funkverbindung. Kaum hatte er sich gemeldet, flog sein Wagen in die Luft.

    Daher wissen wir, wie diese “Selbstmordattentate” funktionieren.

    Auch andere Anschläge funktionieren ebenso. Man versteckt einen Sprengsatz an geeigneter Stelle und wenn das Publikum geeignet erscheint, wird gezündet. Dann sucht man sich aus den Leichen den besten Selbstmordattentäter heraus.

    Beim Unterhosenbomber und bei den Sauerlandbombern hat man sich eben etwas Neues einfallen lassen.

    Das Phantom Al-Kaida benötigt man nur deshalb, weil man schließlich kaum zugeben kann, selbst den ganzen Terror durchgeführt zu haben. Irgendjemand muß das schließlich gemacht haben: Al-Kaida.

  11. #11 Matze_B
    Mai 7, 2011

    Der Pakistanische Geheimdienst betont immer wieder man hat ja bereits 2009 den CIA auf dieses Objekt aufmerksam gemacht und als mögliches Versteck v. OBL vermutet. Die ganze Diskussion der letzten Tage ist daher für mich nicht nachvollziehbar. Unabhängig davon ist es auch für d. CIA peinlich und kaum vorstellbar das OBL dort 6-7 Jahre sein ‘Versteck’ gehabt haben soll und die amerikanischen Dienste es nicht bemerkt haben ..

  12. #12 ali
    Mai 7, 2011

    @Matze_B

    Sie haben auch gesagt, sie hätten das Haus schon 2003 einmal gestürmt (aber gemäss den verlinkten Plänen scheint es nun als ob es damals noch gar nicht stand). Der ISI steht mit dem Rücken zur Wand im Moment wegen der Kritik und ich würde da doppelt vorsichtig sein bei allem was sie behaupten. Hier ein gab ein anonymer ISI Mann einem BBC Journalisten ein Interview. Er erzählt m.E. so viel Quark, dass es offensichtlich ist, dass man krampfhaft das Gesicht zu wahren versucht (inwiefern der irgendwas repräsentiert ist natürlich eine andere Frage).

    Ich glaube ganz allgemein ist es nicht so einfach jemanden zu finden. Geheimdienste werden allgemein Überschätzt. Aber das wollen sie ja auch.

  13. #13 s.s.t.
    Mai 7, 2011

    Um mal gewisse Kommentare hier und nebenan zusammenzufassen:
    – Die amerikanischen (Geheim-)Dienste sind allmächtig.
    – Sie kontrollieren jede Regierung der westlichen Welt und auch noch ein paar andere.
    – Im Zweifelsfall stecken eh alle Regierungen unter einer Decke.
    – Alle Befehle gehen von der Wallstreet aus, deren (angebliche, wahren) Hintermänner man ‘leider’ nicht ganz laut zu nennen wagt; Spitzen müssen reichen.
    – Die Weltgeschichte wird ausschließlich durch das Streben nach Profit der Allmächtigen vorangetrieben.
    – Sie kontrollieren alle sog. Mainstream-Medien und zahllose weitere.
    – Sie sind jedoch nicht in der Lage Photoshop brauchbar zu verwenden.
    – Die Drehbuchschreiber ihrer Machenschaften sind ausschließlich gescheitetere Existenzen.
    – Jeder DuDoof-Dauerkonsument kann innerhalb von Minuten die sinistren Machenschaften dieser Gottgleichen aufdecken.
    – Gelingt eine Geheimdienstopperation ist das höschst verdächtig, misslingt eine solche, ist das ebenfalls höchst verdächtig.

    Und selbstverständlich stehen alle die Blogger hier auf deren Lohnliste.

  14. #14 rolak
    Mai 7, 2011

    Hmm, warum sollen die Versteckten keine Seilschaften genutzt haben – zum Ausspionieren des Aufenthaltsortes werden sich die USA (bzw die entsprechenden Dienste) doch auch irgendwelcher Kontakte in Pakistan bedient haben. Als kaum über den Rand von Europa Hinausgekommener ist natürlich all mein Wissen über die Gegend ange-lesen/-hört/-sehen, doch mir kommt PK nicht gar so monolithisch wie D vor, starke, um irgendwelche Pfründe konkurrierende Gruppen. Letzteres ist hier natürlich auch so, aber eben graduell unterschiedlich – zumindest kann sich z.B. Köln nicht mal eben ein eigenes stehendes Heer zulegen. Das war früher so (zum Glück! Sonst gäbe es keine roten Funken 🙂 aber seitdem haben sich die Methoden etwas geändert.
    Diese Einschätzung wird ja durch den blogpost etwas gestützt, durch den mir neuen und hübschen Begriff

    endemische Korruption

    Das war ja angeblich hierzulande zu Reichs- bzw Bund-Zeiten auch typisch. Genauso wie Intrigen und lokale Geheimnisse.

  15. #15 BreitSide
    Mai 7, 2011

    Naja, gaaanz so unkorrupt sind wir in D ja nun nicht. Schon allein die verschiedenen Namen lassen das vermuten:
    – Klüngel in Köln,
    – Filz in Bayern,
    – Seilschaften in der Ex-DDR,
    – was sagt man in Hamburg?
    – Netzwerke als neuer, positiver besetzter Begriff für die selbe Tatsache (ok, das ist ein klein wenig übertrieben).

    D steht in der Rangliste der korrupten Staaten nicht unbedingt auf einem sehr schmeichelhaften Platz.

    Aber das findet zugegebenermaßen auf einem ganz anderen Level statt, Warlords haben wir wirklich nicht. Maximal manche Zuhälter und die Hells Angels.

    PS: bei OBL frag ich mich immer, wo TILL bleibt…

  16. #16 Karl Siegfried
    Mai 8, 2011

    Na ja, es dürfte ziemlich klar sein, dass Osama bin Laden vom pakistanischen Geheimdienst geschützt wurde. Es gab nie irgendwelche Beweise, dass er hinter 9/11 steckt. Und das ist auch nicht verwunderlich, konnte doch aufgrund der Mossadanschläge in New York ein weltweiter Anti”terror”kampf angezündet werden. Und jetzt wurde er also getötet. Dass er nicht gefangen genommen wurde, spricht abermals Bände.

    Sorry. Kommentar hing im Spamfilter. Bitte nächstes mal einfach kurze Mail an mich.

  17. #17 ma_il
    Mai 8, 2011

    Anscheinend hat ja die CIA auch ein Safe House in Abbottabad unter den Augen der ISI betreiben koennen. Und wenn jene dann wirklich irgendeine Verbindung/Sympathie zu UBL gehabt haetten, haetten sie ja auch genug Zeit gehabt, diesen zu warnen.
    Ich glaube auch, dass es sich eher um einen Fall von “hiding in plain sight” handelt.
    s.a. http://www.washingtonpost.com/world/cia-spied-on-bin-laden-from-safe-house/2011/05/05/AFXbG31F_story.html

  18. #18 ZielWasserVermeider
    Mai 8, 2011

    Der Terrorist im Wandschrank

    ab 5:30

    Macht Obama den gleichen Fehler wie G.W. Bush Junior?

    Gruß
    Oli

  19. #19 ali
    Mai 8, 2011

    Ich habe ein Update hinzugefügt mit einem Link zu einem interessanten Artikel im New Yorker.

  20. #20 nihil jie
    Mai 8, 2011

    was mich aber an der geschichte am meisten ärgert, dass tote keine aussagen mehr machen können. ich denke dass einige menschen durchaus gerne gehört hätten was er selbst so zu all den vorwürfen und anschuldigungen zu sagen hat.

  21. #21 Statistiker
    Mai 8, 2011

    Verschwörungstheorie her, Verschwörungstheorie hin….. eklig, wie wenig HIRN gebraucht wird…… das ist eklig…… ich kotz gleich ab….. ich benutzte mein Hirn und lass Euch im Regen stehen…..

  22. #22 jitpleecheep
    Mai 8, 2011

    @ma_il: Den WP-Artikel wollt ich auch grad posten. 🙂

    Ich find den aber irgendwie etwas halbgar.
    Erstmal geht der eigtl. Artikel dann nur in anderthalb Sätzen auf das Safe-House ein.
    Dann wurde mehrfach berichtet, dass die Operation sehr risky war, weil sie anscheinend wohl immer noch nicht 100% sicher war, dass OBL sich dort aufhielt.

    Irgendwo wirft das doch noch mehr Fragen auf: Also da sitzen sich OBL, die CIA und der ISI über mehrere Monate direkt gegenüber, und am Ende weiß trotzdem keiner, was der andere so treibt?

    Diese ganze Aktion ist und bleibt irgendwie skurril…

  23. #23 s.s.t.
    Mai 8, 2011

    @Kaizer Karl, @Siegfried der GROSSE (ja, diese Namen hättest Du gern gehabt, Adi Schickelgruber war Dir nie genug.)

    Und das ist auch nicht verwunderlich, konnte doch aufgrund der Mossadanschläge in New York ein weltweiter Anti”terror”kampf angezündet werden

    Die Antisemiten kriechen aus ihren Rattenlöchern. Da hilft nur eines, haut sie auf die Schnauze.

    Was kommt als nächstes?

    Der Kandidat hat 100 Punkte.

    Die Holocaustleugnung.

    @ali, dieser Schmonzes ist unerträglich.

    (Auch wenn dieser Dämlack mit Sicherheit nur eine Taube ist, so etwas kann man evtl. stehenlassen, als schlechtes Beispiel z.B., aber nicht unbeantwortet.)

  24. #24 ali
    Mai 8, 2011

    @s.s.t.

    Habe ich überlesen. Habe den Kommentar im Spamfilter gefunden, überflogen und dann freigeschaltet.

    Schon interessant wie sich da einige Rechte, Linke und Islamisten plötzlich einig sein können. Es geht doch nichts über ein gemeinsames Feindbild. Aber ob das den Weltfrieden sichern wird, bezweifle ich.

  25. #25 paule
    Mai 14, 2011

    @Ali
    “Schon interessant wie sich da einige Rechte, Linke und Islamisten plötzlich einig sein können. Es geht doch nichts über ein gemeinsames Feindbild. Aber ob das den Weltfrieden sichern wird, bezweifle ich.”

    Na, wenns gegen die Christen geht: Einigkeit macht stark. Dann herrscht Ruhe 🙂