Er tobt wieder, der Streit um was Satire darf und was nicht. Die Politik ist empört, der Karikaturist verschanzt sich hinter der Meinungsfreiheit und die diversen Interessengruppierung veurteilen die Veröffentlichung aufs schärfste. Nur dieses Mal geht es um eine Karikatur des israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu.

Die Karikatur zeigt ihn beim Bau einer Mauer, mit blutrotem Mörtel, beim vermauern von Palästinenserinnen und Palästinenser. Die Kritik liess nicht auf sich warten. Dies sei ein bedienen klassischer antisemtischer Klischees und dass es am Holocaust Gedenktag veröffentlicht wurde belege den kompletten Mangel an Respekt. Rupert Murdoch hat sich inzwischen als Besitzer der Zeitung entschuldigt. Der Karikaturist Gerald Scarfe hat sich damit verteidigt, dass es sein Stil sei (und führt eine wahrhaft garstige Karikatur von Assad als Beleg dafür an).

Nun bin ich bereit ihm zu glauben, dass er keine antisemtischen Absichten hegte. Es gibt ja auch gute Gründe, die dagegen sprechen (wie zum Beispiel ein Kommentar in der Haaretz erklärt). Gleichzeitig halte ich es auch für etwas naiv, so zu tun als ob diese Assoziationen völlig aus der Luft gegriffen wären. Ich habe auch bei der verlinkten Karikatur von Assad sofort an die Ritualmordlegende denken müssen (wohl auch weil er vormals angedeutet hat, tatsächlich an diesen Hetzmythos zu glauben). Nur wenn es um Assad geht, verläuft sich diese Assoziation aufgrund fehlendem historischem Kontext im Sand. Wenn hingegen eine ähnliche Assoziation mit dem Premierminister von Israel auftaucht, liegt es nahe die Karikatur in einem historischen Kontext zu sehen. Das hätte sich der Karikaturist halt auch überlegen müssen, er scheint aber davon eher überrascht worden zu sein.

Aber völlig unabhängig wo man sich nun positioniert, ich schreibe diesen Eintrag weil mir etwas anderes aufgefallen ist (und hier muss ich Kenan Malik für seinen Blogpost danken, der wie so oft, den Finger auf einen wunden Punkt legt): Beim Streit um die Mohammed-Karikaturen in Dänemark und auch später, haben sich viele hinter die Veröffentlichung gestellt. Es dürfe nicht angehen, dass die Meinungsfreiheit beschränkt wird. Ob nun komisch oder nicht, ob gerechtfertigte Kritik oder nicht, Satire müsse unbedingt von der Meinungsfreiheit geschützt werden. Präsidenten und Premiers, Bloggerinnen und Gute Achsen warfen sich mit Vehemenz in die Schlacht zur Verteidigung der Meinungsfreiheit. Ich stimme all jenen in dem Fall auch gerne zu, fühlte mich aber immer etwas unwohl in ihrer Gesellschaft, da ich den Verdacht hegte, dass viele mehr aus Ablehnung gegen den Islam und weniger aus Freiheitsliebe, diesen Standpunkt vertraten.

Heute herrscht aber seltsamerweise Schweigen. Der wahre Test für Meinungsfreiheit kommt dann, wenn die Freiheit jener verteidigt werden muss, die einen Standpunkt vertreten, den wir für wirklich falsch halten und der gegen unsere eigenen Prinzipien geht. Es ist nicht der Doppelstandard der erschreckt. So ist Politik nun mal. Mich erschreckt, wie sehr Meinungsfreiheit ein Gefälligkeitsargument ist. Eigentlich würde ich hoffen, dass sie tiefer verwurzelt ist, als nur ein nützliches Argument, wenn man unterschwellige Ressentiments bedienen möchte.

P.S.: Ich möchte hier betonen, dass mir die historische sensible Natur des Problems hier sehr bewusst ist und ich denke, dass Scarfe sich besser ein anderes Motiv hätte ausdenken sollen. Aber gerade deswegen muss man sich, wie auch bei den Mohammedkarikaturen auf die Seite der Meinungsfreiheit stellen.

 

Kommentare (30)

  1. #1 Stefan W.
    demystifikation.wordpress.com
    Januar 30, 2013

    Dein Disclaimer straft den Text darüber Lügen. Wenn man eine Meinung hat, dann sollte man sie ohne Disclaimer vertreten. Wenn ich gegen Atomkraftwerke polemisiere entschuldige ich mich auch nicht 3x, dass ich Strom selbst nicht schlecht finde oder Wissenschaft oder Industrie.

    Außerdem gibt es nichts, außer Deiner Phantasie, was eine Verbindung zu Ritualmorden herstellt. Weder gibt es Hinweise auf ein Ritual, noch auf Mord, denn – vielleicht täuscht mich ja auch meine Bildinterpretation, aber – bei mir leben die verbauten Palästinenser noch und schreien, rudern mit den Armen. Sie werden eingemauert, nicht ermordet, oder? Außer Zeile 2, links, der sieht nicht mehr ganz fit aus. Würde ich aber eher, wenn die Mauer nicht wär, als besoffen oder high interpretieren, das Gesicht. Aber die Männer haben alle den Mund aufgerissen, nur die zwei Frauen vielleicht – man müßte das Bild in besserer Auflösung sehen.

    Ich stimme aber zu, dass die Meinungsfreiheit oft Montags von Partei A hochgehalten wird, wenn ihre Meinung bedroht wird, und Dienstags von Partei B, und selten von jemandem parteiübergreifend.

    Eklatant hat man das bemerkt an der Zunahme des Überwachungsstaates, seit man keine DDR mehr hat, der man ständig Stasiaktivitäten vorhält. Kaum ist die DDR untergegangen wird bei uns die Überwachung vorangetrieben.

  2. #2 rolak
    Januar 30, 2013

    Heute .. Schweigen

    Generell dubios, meiner einer hat erst hier davon gelesen..

    Ja, die Grenzen für Satire sind klar definiert (in Kurz- und Langform kombiniert): Satire darf alles {was das Gesetz nicht verbietet}. Gilt halt (emotional: leider) auch für mir eher bis gräßlich unangenehme Exponate bzw Aktionen, genau wie bei Redefreiheit, Demonstrationsrecht etc. Um mal nicht Rosa Luxemburg zu zitieren: Freiheit ist keine Wellness-Oase.

  3. #3 Andreas74
    Januar 31, 2013

    Auch ich kann hier beim besten Willen keine Verbindung zum Ritualmord-Mythos sehen. Die Karikatur ist auch nicht überspitzt, schließlich wird die Mauer ja tatsächlich gebaut.
    Ich finde die Karikatur auch nicht antisemitisch, da sie sich ausschließlich gegen Netanjahu richtet und nicht gegen Juden im allgemeinen.
    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Satire alles dürfen sollte, solange die Grenze zu Rassismus / Sexismus etc. nicht überschritten wird.
    Gar nicht mehr witzig finde ich beispielsweise “Pardon, wir haben gewonnen” des hochgelobten, mit internationalen Preisen überschütteten Satirikers und Karikaturisten Ephraim Kishon, das eindeutig belegt, unter welchem menschenverachtendem Zynismus die Palästinenser schon vor einem halben Jahrhundert leiden mussten. Dagegen wirkt Scarfes Karikatur wie ein von Kinderhand gezeichnetes Bild einer Blumenwiese.

    Andreas

  4. #4 Dr. Webbaer
    Januar 31, 2013

    Dass ausgerechnet Sie sich um die Meinungsfreiheit so besorgt geben…

    Zum durchgehenden Aushalten kritischer Kommentare hat es im Blog jedenfalls nicht gereicht.

  5. #5 Spoing
    Januar 31, 2013

    an den Bären:
    Ein Blog ist kein öffentlicher Raum. Was man da in den Kommentaren stehen lässt in einem selbst überlassen und hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.

    Auch hier wird ja nur die Geschmacklosigkeit der Bilder von den Betroffenen Kritisiert und kein Verbot gefordert oder mit Gewalt gedroht. Somit läuft die Kritik an der Karikatur ja noch im Rahmen der Meinungsfreiheit.

    Bei Karikaturen sehe ich auch weniger ein Problem, da sie ja allgemein als Kunst aufgefasst werden. In der Comedy finde ich die Grenze schon schwieriger zu ziehen.
    Viele derbe Witze sind satirischer Natur, aber dennoch würde ich mich hüten all diese unter Meinungsfreiheit laufen zu lassen. Somit würde ich sie auch nicht unbedingt in größeren Zeitungen abdrucken lassen.

  6. #6 Buck Rogers
    Januar 31, 2013

    Danke!
    Das hat mich glatt mal auf die Idee gebracht zu schauen, was denn der coole Zeichner von Pink Floyd – The Wall sonst so gemacht hat…

  7. #7 DH
    Januar 31, 2013

    Das Unglückliche an der Karikatur ist , daß das Gesicht Netanyahus ein wenig erinnert an die üblen Zeichnungen aus der Nazizeit.
    Wahrscheinlich unbeabsichtigt , zumindest muß davon ausgegangen werden , solange nicht das Gegenteil bestätigt ist.
    Der Zeichner hätte sich manches ersparen können , hätte er das anders gemacht , denn natürlich ist es möglich , Israelis und deren Politiker mal deftig auf die Schippe zu nehmen, nur wer wirklich akzeptiert ist , kann auch Ziel einer Satire werden.

    In Dänemark waren die etablierten Parteien zu feige , um die Meinungsfreiheit zu verteidigen , Nutznießer war die rechtspopulistische Dänische Volkspartei , und die Motivationen waren in der Tat fragwürdig.

    Ein Lehrbeispiel , wohin es führen kann , wenn sich die Demokraten einer völlig falsch verstandenen politischen Korrektheit verschreiben.

  8. #8 Stefan W.
    demystifikation.wordpress.com
    Februar 1, 2013

    @DH: Ich habe viel gehört von Karrikaturen der Stürmerzeit, alleine gesehen habe ich sie nie. Was am gezeichneten Gesicht Netanyahus erinnert denn ein wenig an die üblen Zeichnungen? Ich habe auch viel von der jüdischen Nasenform gehört, ohne je eine zu sehen, und auch nur zu ahnen, was nun konkret gemeint sei, bis im Zuge der Beschneidungsdebatte jemand auf eine spezielle Karrikatur hinwies – da war die Nase, deshalb meine Frage, ganz anders geformt als hier, kein Vergleich!

    Und wieso muss davon ausgegangen werden, etwas sei unbeabsichtigt, bei einem professionellen Zeichner, dessen Metier die gezielte Übertreibung und Verarbeitung von Clichees ist?

    Glaubst Du auch, dass bei Mozart manche Noten nur zufällig da sind?

  9. #9 Anonym
    Februar 1, 2013

    “Nur wenn es um Assad geht, verläuft sich diese Assoziation aufgrund fehlendem historischem Kontext im Sand.”

    Bitte die beiden Fehler korrigieren. Oder ist der Blogbeitrag selbst eine Karikatur?

  10. #10 ali
    Februar 1, 2013

    @Alle

    Ich muss etwas klären, da ich mich unklar ausgedrückt habe. Ich habe keine Assoziation mit Ritualmord-Hetze bei der Netanyahu-Karikatur (die habe ich nur bei der Assad-Karikatur, die Verbindung ist aber vermutlich vom Karikaturisten dort sogar bewusst gewählt worden). Ich habe mich hingegen an weniger spezifische antisemitische-Karikaturen erinnert gesehen. Dies hat aber vermutlich auch mit dem Zeichenstil zu tun. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass es bewusst oder unbewusst von Scarfe so gezeichnet wurde, ich sage nur, dass es diese Assoziationen geschaffen hat (zu recht oder zu unrecht).

    @Stefan W.

    Mein Disclaimer reflektiert was ich denke. Dass ich dies so betone ist nur, weil man erstaunlich schnell Motive für Aussagen unterstellt kriegt und ich in diesem Fall einen guten Grund habe, dass sich die Diskussion tatsächlich um den Inhalt und nicht um Verdächtigungen mir gegenüber dreht.

    @Anonym
    Ich verstehe nicht was das Problem ist. Ich befürchte da liegt ein Missverständnis vor.

    Ausser es geht darum, dass Assad angeblich selber an die Ritualmordlegende glaubt (oder sie zumindest schon kolportiert hat).

    Was ich sage ist, dass mich der Stil und das Explizite an gewisse antisemitische Hetzkarikaturen erinnert hat, dass dies aber 3 Sekunden später wieder vergessen war, weil es kontextbedingt nichts zu bedeuten hatte.

  11. #11 DH
    Februar 1, 2013

    @ Stefan W.

    Ich habe selber erst vor kurzem das erstemal Zeichnungen aus dem Stürmer gesehen ,es gibt da schon so eine typische Art von Darstellung , besser Du schaust es Dir bei Gelegenheit mal an , mit Worten schwer zu beschreiben.

    Mich hat die Zeichnung eben spontan – ein wenig , wie ich es ja schließlich auch geschrieben habe – an diese Zeichnungen erinnert, das kannst Du natürlich auch völlig anders sehen.

    “Und wieso muss davon ausgegangen werden, etwas sei unbeabsichtigt, bei einem professionellen Zeichner, dessen Metier die gezielte Übertreibung und Verarbeitung von Clichees ist? ”

    Ganz einfach , weil das ein heftiger Vorwurf ist , der schon sehr stichhaltig begründet werden muß und erst dann wirklich in die Welt gesetzt werden kann.

    Im Übrigen machen auch Profis Fehler.

  12. #12 Stefan W.
    demystifikation.wordpress.com
    Februar 1, 2013

    @DH: Vom Zeichenstil, vom Humor, von Farbe, Licht, Raumaufteilung, Strich? Das kann doch nicht so schwer sein die Gemeinsamkeiten zweier Gegenstände zu verbalisieren?

    Und wenn ich diese ansehe, wer sagt denn, dass ich das gleiche sehe wie sie? Sind die Stürmerkarrikaturen auch koloriert? Das ist Aquarell, hier, oder? Tusche und Aquarell.

    Wo kommt man denn an solches Material – Bibliothek?

    Das Problem ist ja auch, dass jemand, der sich nicht mit Karikaturen beschäftigt, für den sieht leicht eine Karikatur wie die andere aus. Aber jemand, der das Metier nicht kennt, auf dessen Aussage würde man nicht viel geben, so wie man wenig auf das Urteil eines Menschen, der kein Weinkenner ist, bezüglich Weinen gibt. Das ist nicht böse gemeint, aber wer keinen Überblick hat, der … – umgekehrt erwarte ich aber von jemand, der diesen hat, dass er dann auch sagen kann, worin eine Ähnlichkeit besteht. Was soll denn eine Diskussion, wenn man nichts aussagen kann, außer dass man sein Bauchgefühl der Welt mitteilt.

    Das Problem an dem Bauchgefühl ist, dass seine Konsequenz das ist, was dieser Blogeintrag zeigt: Es werden aus Angst vor Missverständnissen nur noch Karikaturen mit Stützrädern veröffentlicht. Es kann doch 100 Merkmale geben, die eine rechte Stürmerkarikatur mit einer linken oder einer israelkritischen gemein hat, erstens etwa, dass es überhaupt eine Karikatur ist, zweitens Stil und Farbe, drittens Größe, viertens Schärfe usw. Ist das ein Grund auf solche zu verzichten?

    Zu sagen “es gibt Gemeinsamkeiten” sagt garnichts. Daraus kann nur folgen überhaupt keine Karikaturen mehr zu machen. Aber auch überhaupt keine Bilder mehr – Nazis hatten auch Bilder. Auch keine Texte mehr. Das ist doch keine Argumentationsbasis!

    “Ich fühle mich erinnert” – dieses Herumfühlen im Ungefähren verblödet uns zusehends.

  13. #13 Dr. Webbaer
    Februar 2, 2013

    @Spoing
    Sie machen mit einer Kommentarmöglichkeit rein technisch gesehen einen Kommunikationskanal des Internets auf, der in der Regel so beschaffen ist, dass einfache Gegenrede nicht moderativ bearbeitet wird; zumindest darf das dementsprechend auf Kommentatorenseite erwartet werden.

    Der Eigentumsgedanke, auf den Sie anzuspielen scheinen, ist im Web nicht der üblicherweise gepflegte Gedanke.
    Aus einem wohltemperierten, wohlzensierten Webbiotop heraus empfiehlt es sich zumindest nicht allgemeine “antizionistische” oder antisemitische Gegenrede zu rechtfertigen.

    HTH
    Dr. W

  14. #14 Künstler
    Februar 2, 2013

    Also ich sehe die Gemeinsamkeiten weitgehend nicht. Beim Stürmer wurde der Schwerpunkt auf eine übergroße Hakennase, deren Spitze nach unten geht, gelegt. Zudem dieser stets verbissen zornige Blick – das könnte eine Gemeinsamkeit zu scarfe sein. Ach so, für eine eigene Meinungsbildung bei einer Suchmaschine in der Bildersuche “jude stürmer” eingeben.

  15. #15 DH
    Februar 2, 2013

    @ Stefan W.

    So ein Quatsch.
    Natürlich kann sich auch jeder Laie ein Bild dazu machen , ganz ohne Vorkenntnisse.
    Haben Sie Politik studiert? Nein? Warum äußern Sie sich dann dazu?
    Hanebüchene Argumentation….

    Schauen Sie halt selber , daß Sie irgendwo was finden im Netz , warum soll ich Ihnen das jetzt groß beschreiben, bin ich Ihr Kindermädchen?

  16. #16 Stefan W.
    Februar 3, 2013

    warum soll ich Ihnen das jetzt groß beschreiben, bin ich Ihr Kindermädchen?

    Wenn Du’s, wie Du geschrieben hast, nicht mit Worten (und ich vermute auch sonst nicht) beschreiben kannst, dann lässt Du es besser, ja. Und wenn Du nicht sagen willst, wo man sowas sehen kann, ist auch recht.
    Für eine Diskussion ist es aber immer schlecht, wenn man inhaltlich nichts beitragen kann, außer Polemik. Das würde ein gutes Kindermädchen nicht machen.

  17. #17 Statistiker
    Februar 3, 2013

    Ali, ich gebe Dir voll und gabz recht. Und solche Störer wie den imaginären Dr. Braunbär und seiner Partei sowei dem Stefan W,. sollte man nicht ernst nehmen. Diese personen hetzen nur und wollen polemisieren.

    daher schreibe ich “personen” auch klein, mir fiel grad kein besseres Wort… jetzt doch “Amöbenuntervölkler” ein…..

  18. #18 Stefan W.
    Februar 3, 2013

    @Statistiker: Hm – ad hominem – ist das guter Stil?

    Wenn ich einfordere, dass man einen Vergleich mit dem Stürmer konkretisiert ist es Polemik, und ich hetze nur? Wogegen – gegen die Ignoranz? Von mir aus.

  19. #19 BreitSide
    Februar 3, 2013

    Also ehrlich gesagt finde ich keine besonderen Ähnlichkeiten zwischen dem “Stürmer” und Scarfes Netanyahu-Karikatur. Es ist verständlich, dass nach der Geschichte des Holocausts die Nerven auch nach 70 Jahren die Nerven blank liegen.

    Aber – wie der Autor sagt – ein zweites Nachdenken ist trotzdem notwendig.

    Dass der braune Titelgeile www und Blogs nach all den Jahren immer noch nicht verstanden hat, verwundert nun nicht wirklich.

    Aber dass StefanW nicht zwischen Assad und Netanjahu unterscheiden kann? Das kommt davon, wenn man den Text vor lauter Schaum vor dem Mund nicht richtig liest…

  20. #20 DH
    Februar 3, 2013

    @ Stefan W.

    Sie haben – wie könnte es anders sein ? – Recht – und ich meine Ruhe.

  21. #21 Stefan W.
    Februar 3, 2013

    @BreitSide: Dann helfen Sie mir bitte bei meiner Textinterpretation:

    Ich habe auch bei der verlinkten Karikatur von Assad sofort an die Ritualmordlegende denken müssen (wohl auch weil er vormals angedeutet hat, tatsächlich an diesen Hetzmythos zu glauben). Nur wenn es um Assad geht, verläuft sich diese Assoziation aufgrund fehlendem historischem Kontext im Sand. Wenn hingegen eine ähnliche Assoziation mit dem Premierminister von Israel auftaucht, liegt es nahe die Karikatur in einem historischen Kontext zu sehen.

    Sie haben vielleicht eine neue Bedeutung des Wortes “auch” im Köcher, die sie mir hier in Bezug auf den ersten Satz erklären können.
    Ich habe das so verstanden, dass “diese Assoziation” die des Ritualmordes sei. Sind Sie da schon nicht mehr bei mir? “Eine ähnliche Assoziation” ist, wenn ja, dann bitte was?

    Ich habe mir jetzt wirklich den Schaum vom Mund gewischt.

    Ali Arbia selbst hat geschrieben, dass die Darstellung missverständlich sei, aber ich glaube nicht, dass die Sätze mehrdeutig sind, sondern dass sie umformuliert werden müssten, wenn man das von mir verstandene nicht aufrechterhalten will.

    Für mich liegt der Verdacht nahe, dass der Autor sich bezüglich des Zeichners an dessen Aussagen zu Ritualmorden, die letzterer für einen Fakt hält, gedacht hat, und deshalb etwas zu entdecken glaubte, was gar nicht da ist. Kein Problem für mich.

    Das heißt ja auch nicht, dass Gerald Scarfe kein Antisemit ist. Nur wenn jemand dieses Blatt hervorholt um daran Antisemitismus in der Karikatur zu erklären, dann geht es meiner Meinung nach schief.

    Es geht auch schief wenn man erst 20 Ausgaben des Stürmer anschauen muss in einer Zeit und einem Umfeld, in dem das quasi niemand getan hat.

    Eine Insiderkarikatur für einen kl. Zirkel ist zwar nichts, was grundsätzlich ausgeschlossen ist, aber wenn man die Massen beeinflussen will, dann muss man diese erreichen, dann müssen diese die Zeichen auch erkennen und verstehen.

    Wenn man vorher wissen muss, dass der Zeichner Antisemit ist, um den Antisemitismus i.d. Zeichnung zu erkennen, dann ist er nicht in der Zeichnung, sondern im Kontextwissen des aufgeklärten Betrachters.

  22. #22 yoram hartmann
    Februar 3, 2013

    Ich verstehe nicht so ganz wo eigentlich die Parallelen zwischen dieser Kontroverse und dem Konflikt um die Mohammed-Karikaturen liegen soll. Dass Karikaturen wie andere Meinungsäußerungen kritisiert werden, auch polemisch kritisiert werden, ist normal. Auch dass sich ein Verleger wie Murdoch von einer in einer von ihm herausgegeben Zeitung erschienen Karikatur distanziert, ist nicht verwerflich, sondern sein gutes Recht,.
    Im Gegensatz dazu gab es im Fall der Mohammedkarikaturen Forderungen nach staatlicher Repression gegen Zeitung und Zeichner, Demos mit gewalttätigen Ausschreitungen, Mordaufrufe, mindestens einen tatsächlichen Mordversuch, niedergebrannte oder gestürmte dänische Botschaften …
    Also nochmal: Ich sehe da überhaupt keine Parallelle zwischen dem Fall der dänischen Mohammed-Karikaturen und der aktuellen Debatte. Oder habe ich da irgendwas übersehe, und irgendjemand hat zur Inhaftierung oder Ermordung von Herrn Scarfe aufgefordert ?

  23. #23 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com
    Februar 4, 2013

    Ich habe jetzt mehrere Stürmerkarikaturen, allerdings in erbärmlicher Qualität, hier http://www.calvin.edu/academic/cas/gpa/sturm28.htm und hier http://www.calvin.edu/academic/cas/gpa/sturmer.htm angeschaut und frage mich erneut, wo die Gemeinsamkeit ist. Ist es vielleicht “politische Karikatur”, was die Gemeinsamkeit ausmacht?

    Der Wikipediaartikel zum Karikaturisten des Stürmers, Philipp Rupprecht, listet auch eine verbale Beschreibung der von diesem benutzten Klischees auf:

    Er visualisierte das Stereotyp vom kollektiven Juden zu einer Gestalt mit abstoßenden körperlichen Eigenschaften, die als Ausdruck einer in jeder Hinsicht abstoßenden Persönlichkeit zu sehen waren: fettleibig, unrasiert, aufgedunsenes Gesicht, vor sexueller Gier geifernde wulstige Lippen, gekrümmte Großnase, hervorstehende Augen.

    Von diesen Merkmalen finden wir allenfalls “fettleibig” und “aufgedunsenes Gesicht”, aber vergleicht man die Karikatur mit Photos https://www.google.de/search?q=Netanjahu&hl=de&client=ubuntu&hs=yjV&tbo=d&channel=fs&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=Xv0OUeCDCojYtAa7hIGADw&ved=0CAoQ_AUoAA&biw=1057&bih=678&sei=aP0OUbinKoHWtAay54CABg dann ist er kein schlanker, hagerer Mensch, und die Übertreibung nicht bemerkenswert. Der halbnackte Oberkörper ist ganz durch das Bild des Bauarbeiters entschuldigt.

    Dann habe ich den gelobten Blogartikel gelesen und wundere mich, weil er mit genau der Dekonstruktion des Ritualmordvorwurfs beginnt. Nicht nur das – er besagt auch, dass die Kritik jener Karikatur die Ritualmordtradition anlastet, und nicht der Assadkarikatur.

    Hier passt also manches nicht ganz zusammen. Muss ich auch dies bezweifeln:

    wohl auch weil er vormals angedeutet hat, tatsächlich an diesen Hetzmythos zu glauben

    ?

    @yoram hartmann:
    Ja, diese Unterschiede sind m.E. nicht unerheblich. Man hat schon Verleger gesehen, die sich vorbehaltlos vor ihre Mitarbeiter gestellt haben, nicht, aber natürlich hat ein Verleger das Recht andere Gesichtspunkte höher zu gewichten.

  24. #24 ali
    Februar 4, 2013

    Ich muss mich jetzt doch nochmals melden.

    Erstens, wie ich schon geschrieben habe, aber anscheinend selbst in meiner Richtigstellung nicht klar genug, ich hatte keine Ritualmord-Assoziation bei der Netanjahu Karikatur. Ich habe den Post relativ schnell geschrieben und dachte an antisemitische Karikaturen aber nicht spezifisch an Ritualmord (bei Assad drängt sich die Referenz hingegen auf). Ich hoffe das war jetzt klar genug. Ich kann sonst auch den Text entsprechend ändern, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, meine missverständliche (oder meinetwegen falsche) Formulierung richtig zu stellen.

    Zweitens, nur weil es eine Assoziation ist, sagt das nichts darüber aus, wie gut sie begründet ist. Wenn sich jemand hinsetzt und den israelischen Premier in einem blutigen Kontext karikiert, weiss sie/er dass diese Karikatur auch unter dem Gesichtspunkt des Antisemitismus diskutierte werden wird. Das ist nunmal einfach so, ganz egal ob man das nun gerechtfertigt findet oder nicht. Für jeden Eintrag den ich zum Israelisch-Palästinensischen Konflikt schreibe, überlege ich mir jede Formulierung in der Regel genau. Nicht weil man Dinge “nicht sagen darf” sondern schlicht weil es ein Minenfeld ist (und das gilt für alle Seiten) und eine unklar formulierter Satz schnell dazu führen kann, dass man nicht mehr über die Sache sondern über eine vermutetet Ideologien des Autors diskutiere.

    Drittens, was den Zusammenhang mit dem Mohamed Karikaturen betrifft: Die Verbindung ist, dass die Reaktionen sehr unterschiedlich ausfielen. Man kann genau mit den gleichen Argumenten Scarfe verteidigen, mit denen man die Mohammed-Karikaturen verteidigt hat. Man scheint in diesem Fall aber wenig Lust zu haben, dies zu tun (vermutlich weil es politisch weniger opportun ist). Und das ist m.E. ein Hinweis darauf, dass eben auch als “fundamental” wahrgenommene Rechte in den Köpfen von vielen nur “fundamental” sind, wenn sie der eigenen Agenda dienen.

  25. #25 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com
    Februar 4, 2013

    Was überhaupt fehlt, ist die Pointe der Karikatur, die ich hiermit unters Volk bringe, für die, die den Links nicht gefolgt sind:

    The cartoon was captioned: “Israeli elections. Will cementing peace continue?”

    @Ali: Ich habe da 2 Probleme: Wenn mir jemand sagt, dass es einen neuen Wettskandal im Fußball gibt, dann würde ich nicht sagen, dass meine unmittelbare Reaktion darauf ist, dass ich Fußball mit Wettskandal assoziiere. Nur eine Verbindung, die noch nicht explizit im Raum ist, würde ich als “Assoziation” bezeichnen. “Da muss ich an Radsport denken” wäre eine Assoziation.

    Im von Dir verlinkten Artikel zu Murdoch/BBC http://www.bbc.co.uk/news/uk-21239917 steht

    The Board of Deputies of British Jews said the cartoon was “shockingly reminiscent of the blood libel imagery more usually found in parts of the virulently anti-Semitic Arab press”.

    und eine Spalte fasst die Ritualmordlegende zusammen.

    Im Link zu Kenan Malik http://kenanmalik.wordpress.com/2013/01/30/gerald-scarfe-anti-semitism-and-the-danish-cartoons/

    The cartoon instantly created international outrage. The Board of Deputies of British Jews, which has complained to the Press Complaints Commission, denounced the cartoon as ‘shockingly reminiscent of the blood libel imagery more usually found in parts of the virulently anti-semitic Arab press’.

    Auch da wird also direkt dieser Zusammenhang, wenn auch aus der gleichen Urquelle, thematisiert.

    Deine Erklärung, Du hättest die Assoziation nicht gehabt, verbunden mit der Aussage einer Ähnlichkeit, erscheint in der Tat nicht plausibel. Ich weiß nicht ob Du erst die Karikatur im Original gesehen hast, bevor Du die Reaktionen darauf begegnet bist, und mit Deinen Reaktionen vergleichen konntest, oder ob Du überhaupt nur auf einen bereits am köcheln befindlichen Konflikt hin die Karikatur quasi zeitgleich mit ihrer Rezeptionsgeschichte bemerkt hast.

    Jetzt kann man sagen “was ist das denn für ein Streit um Kaisers Bart!”, aber für die Frage, ob die Karikatur die Grenze zur Hetze überschreaitet oder nicht ist, meine ich, genau die Frage der Lackmustest: Ob sie an diese Legende anschließt, oder nicht; ob vielen, unvoreingenommenen Betrachtern diese Assoziation kommt oder nicht kommt.

    Und mit einem zufälligen Assoziieren kann man hier natürlich nicht argumentieren. Wenn man sich gerade intensiv mit der Blutrituallegende und Stürmerkarikaturen beschäftigt hat, dann mag einem die Assoziation kommen, aber doch nur, um große Gemeinsamkeiten dann zu verneinen. Die Frage ist ja, wie zwingend die Assoziation ist.

    Ich lese jetzt das “auch” im ersten Satz anders:

    Ich habe auch bei der verlinkten Karikatur von Assad sofort an die Ritualmordlegende denken müssen

    Auch heißt hier also nicht “bei Netanjahu und auch Assad” sondern “andere und auch Du haben an Ritualmorde denken müssen”?

    Dadurch, dass das Thema “Ritualmorde” in die Diskussion eingeführt wurde besteht jetzt natürlich auch in meinem Hirn eine Verbindung. Aber das kann ja nicht im Ernst der Punkt der Diskussion sein. Deswegen reagiere ich auch so allergisch auf Leute, die einfach ihr Bauchgefühl als Argument präsentieren – sie fühlen sich an den Stürmer erinnert, und haben keine weiteren Argumente, können es auf Nachfrage nicht verbalisieren. Für eine politische Diskussion ist das natürlich untauglich.

  26. #26 BreitSide
    Februar 6, 2013

    @StefanW: In der Tat, das Wörtchen “auch” kann man schnell falsch verstehen.

    Das “auch” in Alis Text heißt eben NICHT, dass er auch bei Netanjahu an Ritualmorde dachte. Sondern dass er auch bei der Assad-Karikatur eine reflexhafte Assoziation hatte. Aber eben eine andere.

    Das wird klar, wenn man im richtigen Zusammenhang zitiert:

    “Gleichzeitig halte ich es auch für etwas naiv, so zu tun als ob diese Assoziationen (es ging dabei um “bedienen klassischer antisemtischer Klischees”) völlig aus der Luft gegriffen wären. Ich habe auch bei der verlinkten Karikatur von Assad sofort an die Ritualmordlegende denken müssen (wohl auch weil er vormals angedeutet hat, tatsächlich an diesen Hetzmythos zu glauben).”

    Die Sage von den Ritualmorden in SYRIEN war vor relativ kurzer Zeit hochgekocht und hat nichts mit denen der “Weisen von Zion” zu tun, die Du vielleicht assoziiertest.

    Du solltest vielleicht wissen, dass Ritualmorde speziell an Säuglingen schon immer dem Gegner unterstellt wurden. Das taten schon die Römer mit den Karthagern, und auch die USA hatten erst dann die UN-“Genehmigung” der UN für den Kuwait-Krieg, als eine tränenüberströmte Schauspielerin von Babys fantasierte, die die Iraker angeblich aus kuwaitischen Brutkästen gerissen hätten.

    In diesem Sinne siehst Du also wirklich Gespenster. Bei genauerem Durchlesen hättest Du auch selbst drauf kommen können.

  27. #27 BreitSide
    Februar 6, 2013

    “Auch heißt hier also nicht “bei Netanjahu und auch Assad” sondern “andere und auch Du haben an Ritualmorde denken müssen”?”

    Nein, ich lese das so: “Sowohl bei Netanjahu als auch bei Assad hatte ich eine spontane Assoziation. Die ich dann nochmal überdenkan musste (oder so).”

    Ali sagte ja nicht, dass das “der Punkt sei”, sondern dass es halt so passiert ist. Er führt ja weiter aus, wie er die Sache weiter dachte. Und es eben nicht bei der einfachen Assoziation bleiben ließ.

    Wenn ich das richtig verstanden habe…

  28. #28 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com
    Februar 7, 2013

    @Breitside:

    Das “auch” in Alis Text heißt eben NICHT, dass er auch bei Netanjahu an Ritualmorde dachte. Sondern dass er auch bei der Assad-Karikatur eine reflexhafte Assoziation hatte. Aber eben eine andere.

    Das steht da aber nicht. Richtig ist, dass meine zweite Lesart nicht gut begründet ist. Man würde, wenn man sich in die Reihe derer einordnen wollte, die bei der Assadkarrikatur an Ritualmorde denken, schreiben “Auch ich habe …” und nicht “Ich habe auch”. Der Satz geht aber nicht weiter, mit “Assoziationen gehabt” (Ich habe auch Assoziationen gehabt) sondern “Ich habe auch bei der verlinkten Karikatur von Assad sofort an die Ritualmordlegende denken müssen”.

    Und dann kommt “Nur wenn es um Assad geht, verläuft sich diese Assoziation aufgrund fehlendem historischem Kontext im Sand.” – das stellt indirekt ganz klar den Zusammenhang Netanjahu – Rufmordlegende her. “Dort verläuft es im Sande – hier nicht.”

    Wo ich da Gespenster sehen soll erschließt sich mir nicht.

    Übrigens ist nicht jeder Kindermord ein Ritualmord.

    Die Sage von den Ritualmorden in SYRIEN war vor relativ kurzer Zeit hochgekocht und hat nichts mit denen der “Weisen von Zion” zu tun, die Du vielleicht assoziiertest.

    Aha. Woher weißt Du, oder woraus ergibt sich, dass die Ritualmordsage in Syrien nichts mit der christlichen zu tun hat, oder meinst Du etwas anderes mit den Weisen von Zion? Die Ritualmordlegende ist doch Äonen älter als die Protokolllegende.

    P.S.: Dass die Beiträge etwas springen liegt, glaube ich, an der verzögerten Freischaltung – ich hatte 26 geschrieben ohne 25 gelesen zu haben.

  29. #29 mackage sale
    http://www.mackagesale.com/mackage-women-c-2/
    März 23, 2017

    Noch ein Karikaturenstreit – zoon politikon
    mackage sale http://www.mackagesale.com/mackage-women-c-2/

  30. #30 Periander
    November 14, 2019

    Haben die Juden die Erzählung von der Genesis an, über Noah und Moses nur ‚geklaut’?
    Allen Anschein nach wurde uns mit der Thora ein dreistes Plagiat weitaus älterer Schriften untergeschoben. In seinen liederlichen Verkürzungen und Fälschungen gelten die Bücher AT neben dem Talmud nunmehr zu den heiligen Schriften der Juden, und als Anhang der Bibel auch für die christliche Gemeinde.
    … Aber, die Bibel hat doch recht! Lüge ist allein das, was das Judentum daraus gemacht hat.
    Hinter Gleichnissen und Symbolen, Namen und Zahlen verbirgt sich durchweg wahre Geschichte. Wir wollen uns daran machen, sie unter dem Schutt der Geschichtslügen und rabbinischen Verdrehungen wieder aufzudecken und den Menschen ihre Herkunft und Bestimmung offenlegen, wie die wahre Bibel sie verheißt. Es ist nun an der Zeit, die Schätze der Überlieferung der Schöpfungsgeschichte den schmutzigen Händen der unberufenen Juden wieder zu entwinden, und den Völkern der Welt wieder zurückzugeben – Gottes Volk Israel? Sie waren damit nicht gemeint! Schon die Behauptung eines „Königreich Zion“ auf eigenen Grund, der zu keiner Zeit je ihr eigen gewesen ist, ist eine platte Anmaßung, da bereits in einer frühen vorbuddhistischen chinesichen Chronik ‚Botschafter des Himmels’ erwähnt wurden, die die Menschen vornehme Künste gelehrt hätten, und sich selbst als von „Tizon“ herkommend bezeichnet hatten. Hier findet sich, wie in vielen Schriften des Altertums erstmalig die Erwähnung von den Botschaftern (=angelus) Gottes, bzw. des Himmelsturzes und Fall auf die Erde der ‚Gefallenen Engel’, die sich selbst für Götter ausgegeben hatten, und sich von den Menschen huldigen ließen; im Gegenzug für die Vermittlung technischer und wissenschaftlicher Künste. Möglicherweise deutet die Prometheus-Sage auf einen vorzeitigen ‚unerlaubten Raub’ himmlischen Wissens hin, und den Verrat brisanter Informationen und zündender Ideen an den Menschen (Raub des ‚himmlischen Feuers’ durch Prometheus, Bruch des Tabus, vom ‚Baum der Erkenntnis’ zu kosten).
    In altindischen Überlieferungen wird berichtet von Kämpfen der Heerscharen am Himmel, im Ringen um die Vorherrschaft in der Führung der menschlichen Zivilisation. Dorthin seien sie auch wieder auf ‚fliegenden Wagen’ entrückt worden (dieses Bild von einem beräderten Himmelsfahrzeug hat wiederum Eingang in die Vision bei Ezechiel gefunden). Die Juden haben lediglich die uralten Schriften göttlicher Wahrheit, die den Weisen einer längst untergegangenen Welt darin offenbart worden war, gleichsam ‚auf eigene Flaschen gezogen, und umetikettiert’, als wären sie selbst die Adressaten göttlicher Offenbarung. Die Synagoge Satans hat Namen und geographische Bezeichnungen ausgetauscht oder entstellt; Zeitangaben verkürzt, und Ereignisfolgen verdreht. Zur Rechtfertigung eines angemaßten Exklusivrechts der Juden wurden sämtliche Nationen als ‚gottlos’ diffamiert und Ihre Erinnerung durch Geschichtsverfälschung verdüstert. Ein Muster, das sich übrigens bis zum heutigen Tage nachvollziehen ließe.

    Jehova, oder Jahve sind Variationen der möglichen Aussprache des im hebräischen rein konsonantisch geschriebenen Namen Gotte: JHW. Yahva war indes die Bezeichnung des phönizischen Mysteriengottes, der seinerseits seine Wurzeln in Chaldäa besitzt. Im arabischen Nysa wurde die Höhle des vermeintlichen Aufenthalts des Osisris als Kultplatz verehrt, aus dem in der griechischen Mythologie der Sohn des Zeus (dyos) Dionysos (Bacchus) werden sollte (Dio-Nysos). Euripides gibt an, daß dieser ursprünglich eigentlich aus Indien stamme, und sich zu den aufstrebenden Völkern nach Westen gewandt hatte. Dies solle sich ereignet haben, als die Pyramiden Ägyptens noch nicht gebaut worden waren. Auf ihn stieß das aus Ägypten ausgezogene Volk Israel unter Mose später am Berg Sinai. Moses selbst hatte der jüdischen Überlieferung gemäß, den Namen Gottes als Jehovah-Nissi, bzw. Iao-Nisi empfangen. Die nomadische Sippe Abrahams hat die Gegend von Ur in Chaldäa verlassen müssen, als das Zweistromland von dem arischen Stamm der Kossäer gewaltsam erobert worden war. Das Schicksal Abrahams steht beispielhaft für ein massenhaftes Exil semitischer Stämme aus den fruchtbaren Gegenden zwischen Euphrat und Tigris. In den Überlieferungen der Völker im Norden der iranischen Berge (aryan), und jenseits von Medo-Persien galten die Semiten und Araber als Unwürdige und Verstoßene (Chandala), und wurden mit Verächtlichkeit a-bram (nicht-Brahma/ göttlich) genannt. Sie wären dazu verurteilt, nirgends verweilen zu können, in nomadischer Unstetigkeit sich von Raub und Diebstahl zu nähren. Ihr Geschick läge allein im Handel mit Waren, die sie selbst nicht hergestellt haben, mit Sklaven und Kitschkunst aus sämtlichen Kulturen, mit denen sie in Berührung gekommen waren. Unter den großen Völkern der alten Zeit galten besonders die semitischen Phönizier (die in der römischen Geschichtsschreibung als Karthager geführt wurden) als äußerst geschickte Seefahrer. Ohne je selbst irgendeine eigenständige Kultur geschaffen zu haben, machten sie sich an den Küsten des Mittelmeeres bis in den Norden seit tausenden Jahren einen Schreckensnamen als Piraten und betrügerische Wucherhändler. Ihre Hafendependancen befanden sich u.a. auf Kreta und Zypern, in Ägypten und in Spanien. Ihre Schriftzeichen und Zahlen hatten sie jedoch ihrerseits einst aus dem indischen Sanskrit entlehnt. Als Kanaaniter und Philister sollten sie schließlich von großer Bedeutung in der Geschichte des jüdischen Brudervolkes werden.
    An ihrem historischen Beginn, mögen sich die noch kaum als ‚Volk’ konstituierten Israeliten unter den Hochkulturen des Altertum zunächst aus wilden Haufen und unkultivierten Sippen ausgestoßener ‚Unberührbarer’ formiert haben, denen zunächst die Verurteilung des ‚Untermenschentums’ gemeinsam war. Die herausragende Betonung spezieller Reinigungsriten, die phobische Besetzung des ‚Aussätzigen’ läßt unmittelbar darauf schließen, daß Reinlichkeit nie ein Kennzeichen der Juden gewesen ist. Bis in die Formulierungen des Koran, der mit seiner Entstehung in der direkten Tradition des Talmud steht, finden sich die obsessiven Ermahnungen zur Sauberkeit an ein notorisch schmutzigen Geschlecht.
    Während seit undenklichen Zeiten die Wissenschaft in Indien, Babylonien und Ägypten zur Blüte der Hochkultur gedieh, und deren Weltanschauungen sich zu komplexen Spekulationen erhoben, hat sich die semitische Kultur an den archaischen Dämonenkulten verschrieben. Dem Marduk, Mammon und Baal wurden noch nachweislich bis in die Zeit der römischen Eroberungen im Nahen Osten in Nordafrika, Syrien, Libanon und Palästina, von Palmyra, Tyros, Byblos bis Karthago mit Menschenopfern gehuldigt. Bei der Eroberung Karthagos förderten die Römer in den Tempeln hunderte Kinderleichen zutage. Für das jüdische Volk bedeutete die ‚Hinwegführung in die babylonische Gefangenschaft’ eine verordnete Lehrzeit im Zentrum der Macht Babels für die Eliten der Synagoge (die Geschichten von Joseph, Daniel und Esther zeugen von der instinktiven Fähigkeiten der engen Anbindung des ‚Hofjuden’ an die jeweilige Zentrale der Macht). Wie anders als mit der Begründung eines Baalskultes in Jerusalem ist die freimütige Genehmigung aus Babylon an Nehemia zu erklären, die zudem auch die Rückführung reicher Schätze beinhaltete – von einer ‚feindlich’ gesinnten Übermacht gewährt?.
    In dem grauenvollen Geheimnis eines blutigen Baalskultes mag demnach ein Grund für die nachmalige völlige Zerstörung des Tempels von Jerusalem durch die Römer gewesen sein (nachdem die Zeloten zuvor Verwüstungen ohne Maß angerichtet hatten). Die Zerstörungen (70 n.Chr.) werden bei Flavius Josephus offiziell mit einem verheerenden Brand begründet. Das geschichtliche Ruinenfeld befindet sich heute unter der Al-Aksa-Moschee mit ihrer goldenen Kuppel, die als Wahrzeichen Jerusalems gilt. Die jüdische Verwaltung läßt es sich gerne gefallen, daß diese für das Judentum so bedeutsame Stätte nun ausgerechnet dem Islam überlassen bleibt, wohl wissend, das der archäologischen Forschung damit der endgültige Nachweis unmöglich gemacht ist, durch Leichenfunde, die die Tatsache von Menschenopfern im Baalstempel von Jerusalem bestätigen würden. Historisch belegt ist der barbarische Sittenzustand und Charakter der Judäer nach den Berichten des Zeitzeugen Flavius Josephus, von deren Bereitschaft zum Verrat um eine Hand voll Schekel und viehischer Rohheit selbst gegenüber den eigenen Angehörigen, sogar die Römer Vespasian und Titus angewidert wurden (deren durchweg integerer Charakter im Übrigen frei von jeglicher cäsarischer Willkür gewesen ist). Im völligen Gegensatz zur Begegnung mit den Judäern hat die nordische Kultur den Römern nicht nur Schrecken eingeflößt, sondern auch anerkennenden Respekt vor der natürlichen Sittlichkeit der Völker, ihrer Ehrbegriffe, ihres Familiensinns (besonders die treue Bindung an Versprechen, die Verächtlichkeit des Verrats, und ein natürliches Gerechtigkeitsempfinden der Germanen ohne einen schriftlichen Kodex, nahmen römische Geschichtsschreiber wie Tacitus mit Anerkennung wahr). Das römische Rechtswesen war hingegen geprägt von einer feinen Abwägung der Motive des Vorsatzes und der Fahrlässigkeit einer Tat, oft sogar von Milde bestimmt. Die Grausamkeit des Strafwesens galt zwar in sämtlichen Kulturen noch bis an die Schwelle der Neuzeit, ist in der islamischen Scharia allerdings bis zum heutigen Tage gängige Praxis, ebenso die Beschneidung und Genitalverstümmelung bei Kindern, als Sublimation früher real praktizierter Erstlingsopfer, wovon die Isaak-Erzählung Kunde gibt. Kaum verhohlen kommt hierbei die sadistische Charakteristik einer anal fixierten unentwickelten Kulturbildung. Gleichfalls kann das rituelle Schächten, und lebend-Ausblutenlassen von Tieren für die koschere/ halal-Küche als ein Produkt neurotischer Verdrängung ursprünglich kannibalischer Impulse gewertet werden) war jeweils ein zeittypischer Umstand, der im Verhältnis der Ruchlosigkeit des allgegenwärtigen Bandenunwesens, Piraterie, der mörderischen Verschwörungen und nicht zuletzt des damals endemisch verbreiteten Raubmordes als ruchloses Habgierverbrechen zu bewerten ist. Man bedenke jedoch, über welchen oft ausgesucht verwerflichen Verbrechen das Rädern oder Vierteilen überhaupt verhängt worden ist. Wohingegen die Verstümmelung und Kastration im Einflußbereich des islamischen Rechts bis heute unwidersprochen anerkannte Praxis ist.
    Geradezu sprichwörlich ist die Grausamkeit der Assyrer gewesen, auf dem Boden semitischer Barbarei, deren Zügelung allein durch ein barbarisches Rechtssystem möglich gewesen war. Die später auf tönerne oder steinerne Tafeln niedergelegten Gesetze des jus talionis („Auge um Auge, Zahn um Zahn“), sowie der Codex Hamurabi, haben das Muster für die mosaischen Gesetzestafeln gegeben. Den nomadischen Stämmen und Judäern müssen die damals noch gegenwärtigen Steinstelen an Wegkreuzungen mitten in karger Landschaft mit den eingravierten Gesetzen wie ein Numinosum erschienen sein, wie gleichsam ‚vom Himmel gefallen.’. Sie selbst haben solche nie besessen, da es keine Überlieferung solcher Texte im Hebräischen gibt. In die prophetischen Bücher und rückwirkend für die Konstruktion der Moses-Legende, ist z.T. der Wortlaut von sehr viel älter datierten babylonischen Steinfragmenten lediglich abgeschrieben worden.
    Was im Rechtswesen auf dem Boden des christlichen Abendlandes mit dem christlichen Menschenbild verwirklicht werden konnte, gelang allein aus dem Potential des Edelsinnes der europäischen Völker, die das Erbe der klassischen Antike übernommen haben. Vielfach befinden wir uns sogar noch auf einer Basis der Familien- und Gemeinschaftsrecht der Germanen in der Berührung mit der römischen Verwaltungspraxis. Was hier gelang, war und ist auf dem Heimatboden der semitischen Stämme vergebliche Saat geblieben. Es bewahrheitet sich das Gleichnis Jesu vom vierfachen Ackerfeld, und speziell seiner verstockten Unfruchtbarkeit unter den Juden. Es gibt in der islamischen Welt kein einziges Beispiel eines funktionstüchtigen bürgerlichen Gemeinwesens. Die Verfassung des Staates Israel gründet auf dem Völkermord an den Palästinensern Wenn der Westen wiederum in eine Barbarei auf höheren Niveau taumelt, ist dies dem Zugeständnis voller Bürgerrechte an die Juden zu verdanken, die ihnen niemals hätten zugestanden werden dürfen. Die Frucht eines verfehlten ‚Humanismus’ ist der Sieg eines schrankenlosen globalen Profitstrebens und Raubbau an Umwelt und Menschennatur.

    Hinter die Verworfenheit eines Nero und Caligula tritt in der historischen Erinnerung die unter vielen anderen Herrschern gar nicht seltene Verständigkeit und Wille zur Gerechtigkeit zurück. Unter Tiberius wurde Johannes auf Patmos begnadigt. Eine christlich gesinnte Dienerschaft wurde von der Aristokratie im späten Rom wegen ihrer Loyalität und Ehrlichkeit durchaus geschätzt. Das schreckliche Urteil über Jesus Christus ist durch die jüdischen Rabbiner von den Römern regelrecht ertrotzt worden (um Pontius Pilatus in dieser Hinsicht gerecht zu werden, muß bei aller Fragwürdigkeit seines Charakters, dennoch festgestellt werden, daß ihm an einer Verurteilung von Jesus durchaus nicht gelegen war, jedoch der fortgesetzten Unruhe der Zeloten in irgendeiner begegnet werden mußte. Es sind die Juden, die Jesus getötet hatten und seine Jünger verfolgt, so wie sie jeden ihrer Propheten ermordet haben.
    In der griechischen Welt haben für die christliche Lehre reichhaltige Anknüpfungspunkte bestanden, sowie die essenische Sekte mit dem Pythagoreismus, die Ideenlehre Platons und die Mystik im Neu-Platonismus. Im griechischen Kulturraum befinden sich die frühesten Gründungen von Christengemeinden, die biblischen Schriften wurden in Griechisch verfaßt.
    Die mörderische Christenverfolgung in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten geht auf das Konto der üblen Verleumdungen und Hetze der jüdischen Synagogen im römischen Reich. Im zeitgenössischen Bewußtsein hatte hingegen kaum irgendein klares Bewußtsein von der Bedeutung jener weithin unbekannten ‚Christus-Sekte’ bestanden, um ausreichende Gründe für eine Verfolgung aus eigener ideologischen Begründung aufzubringen (die christliche Lehre ist tatsächlich wohl kaum als eine reale Bedrohung aufgefaßt worden, ihre Moral für den klassischen Römer allenfalls als defaitistische Schwäche belächelt, oder sogar heimlich bewundert worden, zumal der antike Stoizismus einige lebenspraktische Analogien aufzuweisen hatte. Die Tatsache, daß Christen nicht vor dem Bild des Kaisers opferten, hätte kaum einen Römer erregt, der diese Praxis für sich selbst nur in laxer Weise hielt, wenn die progromartige Stimmung nicht allgemein durch die jüdischen Gräuelmärchen über angebliche Blutopfer {mit Verweis auf Jesu Blut im Abendmahl} in der verborgenen Christengemeinde angeheizt worden wäre. Tatsache ist jedoch, daß das Schauspiel in den Arenen nicht durchweg Billigung bei den ‚rohen Heiden’ gefunden hatte, etwa bei Seneca. Wiewohl ihre Zeit gewiß ihr Vergnügen an blutigen Kampfspielen hatte, so wurde allgemein jedoch die sinnlose Hinschlachtung von Kindern und Greisen, der feige Mord an still in ihr Schicksal sich fügenden Jünglingen und Jungfrauen verabscheut, ja sich häufig sogar mitleidig mit ihnen solidarisiert, wie zeitgenössische Berichte vermitteln, was durchaus zum größer werdenden Respekt gegenüber der christlichen Moral beigetragen haben muß). Es gehört jedoch zum perfiden Muster der jüdische Konspiration, von der Zeit Jesu an, die von einem unstillbaren Haß auf seine Botschaft erfüllt ist, und auch die menschenfeindliche Anstiftung zum Völkermord nicht scheute (siehe Samuels Aufruf zum Genozid an den Amalekitern: „tötet alles was Odem hat, schont nicht Greise und Säuglinge“). Die Synagoge bedient sich hierbei aller Mittel der Diffamierung und Zersetzung bis auf den heutigen Tage. Sie instrumentalisiert gegenwärtig den Islam als Exekutive ihrer eigenen Interessen, wie sie die fanatischen Gruppierungen der Antike als zersetzendes Ferment der öffentlichen Ordnung und der menschlichen Solidarität ideologisch aufzuladen verstanden – und für sich selbst als vermeintlich ‚leidender Gottesknecht’ den Opferstatus kultiviert.
    Für die Konstitution der Juden als ‚Volk’ war die Aneignung von Versatzstücken aus dem sehr viel älteren Fundus der Mythologien anderer Kulturen nicht eine Frage nach der Suche für einen eigenen Ausdruck eines tieferen Wesens, sondern reine Zweckhandlung, wie jede Handlung des Juden ihren Zweck in der geschäftsmäßigen Einträglichkeit besitzt. Aber auch für die Erzeugung einer schicksalhaften Bindungskraft innerhalb einer exklusiven Gemeinschaft ist die Aufladung kollektiver Schuld geeignet, die sich durch die Völkermorde an den Kanaanitern und Amalekitern, sowie die Völkermorde unserer Tage ergibt. Es ist eine stete Bestätigung für die Tatsache der gewissenlosen Opferung selbst eines ‚Bruders’ (z.B. der Palästinenser) vom eigenen Blute, durch die Juden.

    Unter den zehn vorsintflutlichen Patriarchen befindet sich der Sage nach Henoch, der mit einem Himmelswagen entrückt worden sei. Was sich auch immer tatsächlich ereignet haben mag, und jede Sage hat ihren wahren Kern unter der Last der ausschmückenden Überlieferung, Henoch war jedoch keinesfalls ein Hebräer, denn seine Erzählung findet sich bereits im Alten Ägypten, dort unter dem Namen Saurit (nach dem ägyptischen Historiker Manetho). Keine einzige Gestalt im Alten Testament bis Mose können die Juden in einer direkten Linie mir ihrer eigenen Geschichte verknüpfen. Am Stammbaum der Rassen sind sie nur ein parasitär entarteter Seitenzweig.
    Im ihm sind herausragende Persönlichkeitsbilder ebenfalls nur grobe Kopien sehr viel älterer Erzählungen. Einen ‚Hiob’ gibt es sowohl in Babylonien als auch in Alt-Ägypten, und sehr viel poetischer und tiefgründender erzählt. Der ‚weise Salomo’ hat sich seine schwermütige Daseinskritik entlehnt aus einer Sammlung von tausend Jahre älteren Klageliedern entliehen. Sein Charakter scheint im Ganzen dem Thutmosis oder Ramses des Großen entlehnt, und die sagenhafte Beziehung zur Königin von Saba (Königin vom Süden) geht originär auf die Handelswege Ägyptens den Nil hinauf bis nach dem Sudan (Königreich Punt) zurück, das wie Äthiopien zu ihrer Provinz worden war, als Herkunft reicher Rohstoffe und Schätze.
    Die Flut selbst findet als geschichtliche Tatsache ihren Niederschlag in nahezu jeder Volksmythologie. Ein Hinweis führt auf das katastrophale Ereignis eines gewaltigen Vulkanausbruches (ca. 1300 J. v.Chr.), bei der die Insel Santorin (Kykladen) im Mittelmeer gesprengt worden ist, und einen gewaltigen Tsunami ausgelöst hatte. Gleichfalls in Betracht kommt der Durchbruch am Hellespont mit der folgenden Flutung des Schwarzmeerbeckens im Zuge der nacheiszeitlichen Schmelze (vor ca. 20.000 Jahren), die immerhin auch einen geografischen Bezug zur Geschichte Noahs am Berge Ararat in der heutigen Türkei bietet. Bei den Völkern des Ostens gibt es die Noah-Legende weit abseits des räumlichen und zeitlichen Horizontes der im großen historischen Rahmen bedeutungslosen Hebräer, von ‚Gerechten’, die Gott vor der Flut gewarnt hatte, und die sich mit Hilfe einer hölzernen Barke auf die Berge gerettet hätten. So ist es etwa von Utnapischti, dem mythischen Stammvater des altbabylonischen Gilgamesch überliefert, dessen Epos selbst wiederum seine Wurzeln in den zyklischen Schöpfungslegenden besitzt, die ihrerseits aus dem tatsächlichen Erfahrungshintergrund eines versunkenen Urvolkes schöpft. In den Gebirgen des Mittleren Ostens leben nunmehr versprengte Reste der vielen Völker die in der Frühzeit einer vergangenen Schöpfung untergegangen sind. Man findet darunter edle blauäugige Physiognomien mit hellem Haar, und ihre Mythen reichen zurück bis zu vormals versunkenen Kontinenten …
    Weithin sichtbar erschien also vor den Küsten des Mittelmeers die vulkanische Rauchsäule am Tage und die Feuersäule in der Nacht, die sich in der Exodus-Erzählung wiederfinden. In diese Epoche fällt auch die einschneidende Wendung zum ägyptischen Monotheismus (oder besser Henotheismus). Der Ketzer-Pharao Amenophis IV nannte sich fortan Echn-Aton (Diener des alleinigen Sonnengottes). Nach seiner kurzen Herrschaft (mit Nofretete an seiner Seite) kehrte das Reich wieder zur Verehrung der Vielzahl alter Götter zurück, und die Sympathisanten der monotheistischen Religion waren zum Exil gezwungen. Aber die ägyptische Geschichte bietet selbst ein Bild der Wirrnis jeweils in den Kämpfen um die Vorherrschaft eines vornehmen Volkes (dem etwa der hellhäutige und rothaarige Pharao Ramses II. angehörte) und den einfallenden semitischen Hyksos-Stämmen, mit denen düstere Phasen der Barbarei Einzug hielten. Hieraus entwickelte sich das gehässige Ressentiment der Juden gegen ‚Ägypten’. Möglicherweise besitzt der ‚Auszug der Israeliten’ seinen historischen Hintergrund auch mit der Vertreibung der semitischen Hyksosstämme aus Ägypten (ca. 1500 v.Chr.). Es ist der psychologisch begründbare Affekt des Zurückgesetzten, Rückständigen gegen den Vornehmen und Edlen (Hinw.: die Bevölkerung im heutigen Ägypten entstammt den fellachischen Mischrassen zwischen Nubiern, Arabern und Osmanen, die sämtlich unter die Knute des Islam gefallen sind, und die sich naturgemäß im völligem Unverständnis gegenüber der Geschichte des Landes befindet, das nicht ihr angestammtes ist)
    Falls Moses wirklich ein vornehmer ‚Ägypter’ geworden war, der von der königlichen Familie als Findelkind aufgezogen worden war, könnte eine massenhafte Flucht aus dem solcherart zerrütteten Ägyptenland den Hintergrund für den großen Exodus gebildet haben. Tatsächlich aber besitzt die poetische Legende vom Findelkind im Bastkorb, das von einer Prinzessin im Schilf gefunden wurde, seine sehr viel älteren Wurzeln in Babylon. Denn dort ist die Geschichte vom König Sargon I. (ca. 3000 J.vhr.) belegt, der als Findelkind in einem Korb liegend im Schilf des Euphrat gefunden worden war, und am Königshof groß gezogen worden sei. Eine eigenartige Analogie liegt in der Erwähnung, daß sich dies in der Nähe der mesopotamischen Stadt Sippara ereignet haben solle, woraus in der schlampigen Übertragung auf Moses dessen Frau Zipporah werden sollte. Tatsächlich liegt in der Aneignung fremder Mythen der Wunsch zugrunde, sich selbst einer größeren Erzählung teilhaftig zu machen, um die eigene ungesicherte Herkunft und Bedeutung aufzuwerten.
    In der Zeit ~1500 v.Chr. ereignete sich auf dem Gipfel des ägyptischen Machteinflusses ein massenweiser Abfall der östlichen Provinzen (Sinai, Kanaan, Syrien) von der Tributpflicht gegen Thutmosis III (Thot-Moses; ägypt. „Thot“=Weisheit). Diese ‚Emanzipation’ bildete möglicherweise den erzählerischen Hintergrund für die ungeheuerliche Forderung an den Pharao, „laß mein Volk ziehen!“. Die darauf folgende Schlacht von Megiddo gehört zu den bedeutungsvollsten Ereignissen in der Altertumsgeschichte, und deren dramatischer Eindruck auf auf das kollektive Gedächtnis sämtlicher beteiligter Völker kaum zu bestreiten (in der Eindrücklichkeit für Vorderasien durchaus mit der Wirkung Napoleons auf die europäische Befindlichkeit vergleichbar). Als Ort des Austrags von Gefechten besitzt die Gegend um Megiddo durch alle Zeiten hindurch große Bedeutung. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn zur Vergeltung für die erlittene Schmach des Verlierers, ausgerechnet Megiddo zum endzeitlichen Treffen für eine Entscheidung im ‚letzten entscheidenden Gefecht Harmageddon ‚verhießen wird.
    Auch ist der „Durchgang des Roten Meeres“ tatsächlich einem damals beliebten ägyptischen Kinder-Märchen entnommenen, worin von zwei rivalisierenden Brüder erzählt wird; die ungerechte Verfolgung des Jüngeren durch den Älteren, wird durch ein Gottesurteil vereitelt, indem ein ‚Meer’ von flutenden Wassermassen zwischen sie tritt. Pharao Ramses II ist also, historisch korrekt, nicht mit seinen Streitwagen ertrunken, sondern nach erfolgreicher Regierungszeit als der „Große“ in die Geschichte eingegangen. Mit ihm endete hat ein halbjahrhunderte währender Krieg im Nahen Osten, der von Thutmosis über Sethos I in wechselnden Koalitionen geführt worden war. Nach einer ca. 40 Jahre währenden Wirrnis der existentiellen Unsicherheit lag am Ende die Konsolidierung zweier Machtblöcke (ägyptischer Süden/ hethitischer Norden). Hieraus leiteten die zerrissenen semitischen Stämme in der späteren heroischen Umdeutung der eigenen Nebenrolle zum Zentralereignis der Alten Welt, die Zweiteilung der judäischen Königreiche ab. Die „40 Jahre in der Wüste“ führten zur Zuteilung von Tributgebieten mit dem Zwang zur Seßhaftwerdung innerhalb scharf bewachter Grenzen, jedoch in der stets brudermörderischen Konkurrenz unter den semitischen Sippen. Aus den Frondiensten haben die Judäer bei ihrem ‚Auszug’ (ihrer Tributzuweisung) die Attribute des ägyptischen Gottes Amon mitgenommen, die da lauteten: „Der Einzig Eine, Unerkennbare, Unbegreifliche mit verborgenen Namen“.
    Das Raunen un Jammern unverständlicher Ritualformeln vor dem uneingeweihtem Volk, ist den ägyptischen Hierophanten abgelauscht. Die Kabbala und de Talmud mit ihren Bizarrerien absurder Alltagsregeln, ist vom Trümmerfeld chaldäischer und babylonischer Überlieferungen von Zaubersprüchen genommen. Gerade deren Unverständlichkeit bürgt dem Juden für einen Deut auf eine okkulte ‚Wahrheit’. Wenn der Synagogengemeinde im Ritual die Thora-Rolle gezeigt wird, so mutet diese Handlung an wie eine magische Beschwörung, wie eine Bezauberung von Kindern durch die ihnen unverständlichen Gegenstände auf dem Schreibtisch im Elternzimmer…

    Die unterworfenen Stämme und Provinzkönigtümer mögen in einer psychologisch gut begründbaren Selbst-Identifikation mit der überlegenen Herrschergestalt eine Übertragung auf eine wünschbare übermenschliche Figur als ihr eigener künftiger Führer vorgenommen haben – aus Thot-mosis, oder Ra-mesis wurde Moses geschaffen als vermeintlicher Überwinder des Pharao, mit Gottes Beistand. Dabei ist die Moses als historisches Faktum durchaus umstritten. Möglicherweise hat es ihn alos nie gegeben, sondern ist eine kollektive Selbstbezeichnung mit einem vielversprechenden Begriff zur magischen Beschwörung eines gemeinsamen Schicksals für eine hoffnungslos versprengte Truppe. In der erzählerischen Vertauschung der Rollen des Verlierers mit der des Helden der Geschichte, wird das Trauma des Verlustes in der Realität bewältigt. (Für weite Kreise des Deutschen Volkes hat zeitweilig sogar Napoleon als personifizierter ‚Weltgeist’ respektvolle Anerkennung genossen, wie z.B. durch Goethe, und später von Nietzsche). Ob nun einer der historischen Pharaonennamen, Thutmosis oder Ramses (Ra-Moses), die Faszination dieser Gestalten besitzt unbestritten Strahlkraft bis heute.
    Aus dem gut dokumentierten Alltag der dynastischen Nachfolger ist sowohl der Wandel der Gottesvorstellung unter Echnaton bis zur Abstraktion einer figürlich undarstellbaren ‚Bildlosigkeit’ belegbar, woraus die Forderung folgt „Du sollst Dir kein Bild Gottes machen“, als auch ganz profaner gesellschaftlicher „Klatsch“, wie das pikante Gerücht vom Kaananiter(!) am Hofe des Pharao, woraus die Josephs-Legende entstanden sein muß. Demnach verbirgt sich hinter ‚Potiphars Weib’ niemand anderes als die Gattin des Echnaton, Nofretete, deren anmutige Darstellung die Phantasie der der Epoche erregt haben müsse, wie Jackie Kennedy oder Lady Diana in der Ikonographie des 20. Jhrds.

    Die in der Schöpfungsgeschichte bedeutsame Siebenzahl findet sich bereits in den altindischen Schriften aus dem Umkreis der vedischen Kosmologie (Aufeinanderfolge der Schöpfungszyklen in sieben Brahmajahren), und ist von dort bis in die Berge Tibets gelangt. Aber auch in die Kulturen Mesopotamiens, wo die 7-Tage-Schöpfungslehre sich in der Kalenderwoche wiederfindet. Die sieben Tage der Woche haben ihren Bezug zu jeweils einem der damals 7 Himmelskörper, wohingegen der ‚Sonnentag’ als schabattu bezeichnet wurde, an dem keine Arbeit verrichtet werden durfte.
    Im Wirkungskreis der indischen Philosophie befanden sich die Gnostiker des Mittleren und Nahen Ostens, Ägypten und Griechenland. Aus den sog. „Sieben Wahrheiten“ sind die sieben Schöpfungszyklen entlehnt, die jeweils einem Brahma-Tag entsprechen. Wenn man die vedische Annahme der Länge eines Brahma-Tages von 100 Mill. Jahren(!) zugrunde legt, erhält sogar die Sieben-Tage-Schöpfung der biblischen Genesis ihre naturwissenschaftliche Plausibilität.
    Jesus wurde mitten unter den Ausschuß und Abhub der alten Völker gesandt, nicht zu dessen Rechtfertigung, sondern zur Mahnung. Im alten Indien wäre das Wirken Jesu wohl nicht als eine Besonderheit weiter aufgefallen, unter all den Yogis und Sadhus, in einer Kultur, die die Selbstopferung als eine Tugend verstand. Die Integrität der christlichen Haltung hätte milde Akzeptanz selbst im konfuzianisch geprägten China finden können, die Zuneigung der buddhistischen Landbevölkerung und respektvolles Verständnis der lamaistischen Mönche. In der slawischen Welt wäre er auf das Verständnis einer mystischen Frömmigkeit gestoßen, bei den germanischen Stämmen auf die unverstellte Empfänglichkeit für seine schlichte volkstümliche Botschaft. Wo überall Christus auf Vorbehalte stößt, ist es der Machenschaften der Talmud-Eliten geschuldet, insoweit die christliche Gemeinde als vermeintlich ‚messianisch’ (der sog ‚Meschiach’ ist in seiner Bedeutung für das Judentum nicht gleichzusetzen mit Christus als der „Menschen-Sohn Gottes“) ihr Schicksal an deren Absichten zur Erlangung der Weltherrschaft der Synagoge knüpft, und sie sich als ‚nützliche Idioten’ dafür vereinnahmen läßt – und sich zugleich die Diskreditierung ihres missionarischen Anliegens durch das Rabbinat gefallen läßt, das die antichristliche Medienlandschaft und Kampagnenbüros beherrscht.
    Wo in irgend in der Welt Christen unter Verfolgung zu leiden haben, ist dies dem nicht unbegründeten Verdacht des Versuches der politischen Einflußnahme messianisch ausgerichteter Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) geschuldet, die sämtlich im Interesse des globalen Exklusivanspruches des Volkes Israel verpflichtet sind. Es ist bei allem Verständnis für die Bedrängnis, in der bekennende Christen weltweit zu leben haben, dennoch verständlich, daß, solange die christliche Gemeinde ihr Schicksal an die Überlieferung des ‚auserwählten Volkes’ der Juden knüpft, und sich für deren Ruchlosigkeit in stellvertretende Haft nehmen zu läßt, und sich endlich der allegemeine Unmut über den Umstand regt, daß das Schicksal der gesamten Weltgemeinschaft unter die Fuchtel des Zionismus gezwungen werden solle, auf dem Wege einer vermeintlich messianisch-christlichen Mission, die nicht erkennen will, daß sie als trojanisches Pferd für die Ideologie des liberalen Freihandels einer talmudistischen Finanzelite wahrgenommen wird. Hiervon sich endlich deutlich zu emanzipieren ist von essentieller Bedeutsamkeit für die wirksame Vermittlung des unverstellten Evangeliums nach Jesu Wort. Jesu Menschenfreundlichkeit, frei von jeglichen Zwecken der Vorteilsnahme und Bereicherung, hätte ihm bei allen Völkern die Türen der aufrichtigen Gottessucher geöffnet, jedoch bei den Juden „klopfte ich an, aber ihr habt mir nicht aufgetan“.
    Wenn Jesus die Schriftgelehrten auf die wahren Quellen ihrer eigenen Schriften hinweist, die diese entweder nicht mehr kannten, oder arglistig vor den ‚Uneingeweihten’ verbargen, so bestand das Sakrileg in Jesu Wirken darin, deren Weisheit jedermann zur Verfügung zu stellen. Jesu Gleichnisse und Worte zeigen eine auffällige Analogie zu einigen indischen und sogar buddhistischen Weisheiten. Einige apokryphe Schriften der Bibel, unter ihnen das Thomas-Evangelium weisen deutliche Züge einer unverkennbaren Verwandtschaft zu den gnostischen Lehren des Osten auf. Die Begründung für ein oft inniges Verständnisses für die christliche Botschaft liegt im unmittelbaren Bezug auf den Mensch als Kind Gottes, dem sich Gottes Sohn in direkter Weise offenbart. Überall dort, wo der jüdische Geist der Berechnung sein verderbliches Werk noch nicht vollendet hat, stoßen Missionare auf jenes natürlich innige Verständnis für die fundierte Wahrheit der christlichen Botschaft. Gründe für den Widerstand gegen die von dämonischer Bindung befreiende Lehre Jesu können unmittelbar auf den Zusammenhang mit dem Exklusivanspruch der Juden auf die Weltherrschaft zurückgeführt werden, der mit dem Alten Testament begründet wird. Wie zu zeigen ist, sind für die weltgeschichtlich bedeutsamen Ereignisse weitaus frühere Schriftquellen aus indischer, babylonischer und ägyptischer Zeit authentisch nachweisbar. Einem zweitausend Jahre währenden Mißverständnis zufolge wurden die biblischen Aussagen umetikettiert und mit dem jüdischen Volk als ausgezeichneten Adressaten in der Übertragung für die Kirchengemeinden versehen, was ursprünglich ein Vermächtnis der Menschen bedeutet hatte. Selbst nach Belegen aus dem AT, hat das Judentum allerdings zu keiner Zeit mehr vermocht, als bestehende Kulturen zu zersetzen ohne je eine eigene hervorgebracht zu haben, die Klage der Propheten über den Götzendienst der Juden ist hierfür ein beredtes Beispiel. Mit der Vernichtung des Bibliotheksbestandes von Alexandria sind vorsätzlich unschätzbare Quellen im Original (Papyri, Tontafeln) vernichtet worden, die diese These unterstützen hätte können. Das jüdische Wesen ist von der totalen Bemächtigung bestimmt, einer Weltaneignung unter der Gschaftlhuberei einer ‚Machenschaft’ des Mammondienstes, dem alle Völker unterworfen werden sollen. Darin liegt eine schwere Hypothek für die christliche Mission, solange sie sich einer Tradition des jüdischen Messianismus verpflichtet glaubt. Jedwede christlich motivierte Mission trifft nun auf einen nur allzubegründeten Vorbehalt bei den Menschen, sie sollen etwa mit der Einbindung in der Gemeinde in die ausbeuterische ökonomische Abhängigkeit eines globalen Verwertungssystems gebannt werden – und dies in Jesu Namen? Gewißlich nicht, aber im Namen einer jüdisch-messianisch Talmud-Ideologie im Gewande der Religion, für die die offizinale Kirchengemeinde sich bedauerlicherweise hergegeben hat. (ist es denn zu verdenken, wenn die Indianer Nordamerikas den weißen Missionar mißtrauisch betrachteten: erst sollten sie sich unter dem Kreuz versammeln, dann kämen die Geschäftsleute, um ihnen das Land ihrer Ahnen zu nehmen; zuletzt wehrlos gemacht und mit dem Jenseits vertröstet ihrer Existenz im Diesseits beraubt)
    Um wieviel offenherziger könnte die „Frohe Botschaft“ (eu-angelum) allen Völkern von der Berufung zur Freiheit verkündet werden, wenn dies unbelastet vom unseligen Zionsgeist der jüdischen Handlungsreisenden und Blaumilchpanschern geschehen könnte. Denn Christus kündet allein vom Menschen-Sohn Gottes als die einzige Wahrheit, und anerkennt gegenüber Juda niemandes Pflicht und Schuldigkeit.
    Die Bibel enthält die volle Wahrheit über die Geschichte der Welt und die Bestimmung des Menschen mit jedem Wort – allein in der Deutung und willkürlichen Verkürzung auf das Judentum wird die reine Lüge daraus. Wieso drängt sich uns heute die biblische Geschichte als eine reine Rechtfertigung des Exklusivanspruches der Juden als das „Volk Gottes“ und sog. ‚leidender Gottes’ auf? Faktum ist, daß noch selten dem Urheber eines ‚Produktes’, dem Autor einer Geschichte selbst, die sensationelle Aufmerksamkeit gegolten hat, sondern den markschreierischen Händlern und Vertriebsleuten, denen auch die ‚Wahrheit’ doch nur eine Ware ist.
    Unsere Aufgabe soll es nun sein, diese lebendigen Quellen, vom Schachergeist des Judentums befreit, den Völkern in aller Welt zu erschließen, und die okkulte Praxis der kabbalistischen Esoterik unter der dem Weltherrschaftsanspruch der jüdischen Synagoge zu beenden. Der semitische „Geist“ des Judentums müßte richtiger als ‚jüdischer Witz’ im Sinne von gewitzt, gerissen bezeichnet werden. Das Judentum selbst ist seelenlos und rein rechenhaft. Seinen schmalzig rührseligen Ausdruck findet es in den poetischen Versatzstücken der Wirts-Völker, und aus den Mythen und Märchen, die von der ursprünglichen Volkstümlichkeit entkernt worden sind. Aus sich heraus hat das Judentum nichts erfunden oder geschaffen, weder Rechtsempfinden noch ästhetisches Gespür. Als spekulativer Sammler von Kunstwerken gilt er für einen Förderer von Kunst im Allgemeinen, wobei sich der Künstler selbst jeweils am Schluß der Verwertungskette befindet, wohin die spekulativen Gewinne wohl kaum gelangen.
    Mit der Übernahme und Nutzenbindung von Schrift- und Zahlzeichen aus dem Sanskrit, haben sich die semitischen Händler des Altertums ihre Geschäftssprache destilliert, ohe je darauf eine Mathematik oder Naturwissenschaft zu begründen. Im Wesen ist das Judentum ist eine gründliche Verachtung der Natur und Abwertung der menschlichen Würde zur Marktware verwurzelt. Deren Ausdruck bildet die ganze Bizarrerie einer toten Gesetzlichkeit. Allein das Hebräische ist für die Vornehmheit des feinen Ausdrcuks, der differenzierten Gedankengänge, der komplexen Theoriebildung, in seiner vokallosen Simplizität vollkommen ungeeignet. Allein die biblischen Bücher haben erst in der griechischen Übertragung ihre poetische Qualität gewonnen. Auch sind Nachweise darin enthalten, daß sie aus den reichen Quellen der östlichen Weisheit geschöpft sein müssen. Ins Hebräische wurde allein der sog. Pentateuch als Thora in Grobschmiedmanier gehämmert. Es fehlte darin das Hohelied und die Psalmen, sowie einige mißliebige Propheten, die Zeugnis von der Verworfenheit Isreals abgegeben haben. Da dem Hebräischen die melodische Vokalisation abgeht, die den neutestamentarischen Versen mit ihrem Rhythmus im Griechischen belebt haben, eignet es sich lediglich dafür in felsiger Schlucht ins Shofar-Horn gepustet zu werden, oder bei der Torwache als rauhe Parole gebellt zu werden. Von der sog. jüdischen ‚Kultur’ gibt es kein Zeugnis bildnerischer Kunst noch höherer Wissenschaft, keine medizinischen Erkenntnisse, keine mathematischen Sätze, und noch nicht einmal eine adäquate Sprachtradition. Welche Aufschwünge wären den Völkern der Welt schon früher möglich gewesen, welche dunklen Epochen erspart geblieben, wenn die griechische und lateinische Noblesse sich mit indogermanischem Tatsachensinn, die slawische Frömmigkeit mit der indischen Mystik, sich zur gegenseitiger Wertschätzung hätten entwickeln können (die ‚Barbarisierung’ aller nichtjüdischen Völker gehört zu den populären Verzerrungen einer messianischen Geschichtsschreibung), ohne die unselige Maklertätigkeit und Zinsknechtschaft des jüdischen Mammondienstes im Schachergeist und Wuchersinns – und nicht zuletzt der jüngsten Frucht des Talmudismus, dem Islam als ihr Exekutivorgan, die Abrißbirne sämtlicher Kultur.
    Ein spätantiker Autor vermerkte mit schmerzlichem Bedauern, welches Unglück mit der Eroberung Judäas über die Welt hereinbrach, durch die unselige Öffnung einer Pestbeule, die zur Verbreitung des Erregers des Talmudismus in die Diaspora geführt hatte.