Am Wochenende erreicht der Sternschnuppenschauer der Perseiden seinen Höhepunkt. Wenn die Nächte dann klar sind und der Himmel dunkel, kann man mit etwas Glück ein paar Dutzend oder sogar Hunderte Sternschnuppen pro Stunde beobachten. Ich habe im Laufe der Zeit schon viele Artikel zum Thema Sternschnuppen geschrieben und nutze die Gelegenheit, sie hier nochmal zusammenzufassen.

Die Sternschnuppenschauer waren heute übrigens auch das Thema beim Webcomic xkcd. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob der Zeichner Randall Munroe da nicht die eine oder andere Sache ein wenig falsch verstanden hat 😉

Ich wünsche mir und allen anderen Sternschnuppenfans jedenfalls ein paar schöne und dunkle Nächte. Die Beobachtung von Sternschnuppen im Sommer gehört sicherlich zu den angenehmsten Beschäftigungen. Man braucht sich nicht mit komplizierter Technik herumschlagen; muss keine großen Fernrohre durch die Gegend karren oder in Büros vor dem Computer sitzen und Großteleskope steuern. Man braucht nur einen schönen und dunklen Ort, eine warme Decke und am besten noch ein bisschen was zu essen und trinken. Dann legt man sich gemütlich hin, blickt zum Himmel und genießt das Schauspiel.

Kommentare (25)

  1. #1 Bullet
    9. August 2013

    “Chelyabids, 15th February – only one meteor per shower, but it’s big” … hähähä

  2. #2 Alderamin
    9. August 2013

    Vorteil dieses Jahr: Der Mond ist früh weg. Und die Wetteraussichten sind ganz gut.

    Man sollte allerdings kein Feuerwerk erwarten. Alle paar Minuten eine Sternschnuppe. Und die sind auch nicht unbedingt sehr hell. Man kann natürlich Glück haben und mal eine Feuerkugel von der Helligkeit der Venus oder mehr sehen. Dazu muss man aber viel Geduld mitbringen.

    Man sieht die meisten Sternschnuppen übrigens erst nach Mitternacht. Dann befindet man sich bis zum folgenden Mittag auf der Seite der Erde, die auf der Bahn um die Sonne voraus geht. Wie beim Auto, das im Regen auf der Windschutzscheibe mehr Regentropfen abbekommt als auf der Heckscheibe, wird die vorausgehende Seite der Erde von mehr Meteoren getroffen als die abendliche, nachfolgende Seite.

    Außerdem sieht man mehr Sternschnuppen, wenn der Radiant des Schwarms, also der Punkt, von dem sie auszugehen scheinen, hoch am Himmel steht. Und der krebst zu Beginn der Dunkelheit noch am Horizont herum, wenn er in unseren Breiten auch nie ganz untergeht. Erst wenn es schon hell ist, steht er am höchsten, fast senkrecht über dem Beobachter. Früh aufstehen bringt also mehr als lange aufbleiben. Oder gleich Durchmachen 😉

  3. #3 klauszwingenberger
    9. August 2013

    Ein gutes haben sie, die Perseiden. Man friert sich beim Beobachten nicht den Bürzel ab. Bei Geminiden sieht das schon anders aus.

  4. #4 Alderamin
    9. August 2013

    @klauszwingenberger

    Dafür sind die Geminiden schon abends gut zu sehen und im Schnitt viel heller. Meine Favoriten.

    Dieses Jahr am 14. Dezember leider kurz vor Vollmond 🙁

  5. #5 klauszwingenberger
    9. August 2013

    Sach ich doch : eingutes.

  6. #6 SkeptikSkeptiker
    Randpolen
    9. August 2013

    “…Man friert sich beim Beobachten nicht den Bürzel ab.”

    Dann lieber im Winter warm in ´ne Daunenjacke einpacken. Bei knapp 30°C und sirrenden Schwärmen von Blutsaugern in den letzten Tagen hielt sich das mit dem “Genießen des Nachthimmels” schon arg in Grenzen….

  7. #7 JaJoHa
    9. August 2013
  8. #8 Florian Freistetter
    9. August 2013

    @JaJoHa: Ts… Dabei wurde doch Jurassic Park am 11. Juni 1993 veröffentlicht und nicht am 12.

  9. #9 Michael Jensen
    wissfo.org
    10. August 2013

    Sehr schöne Zusammenstellung von Artikeln. Besonders der Post über die Resonanzen gefällt mir. Da darf ich dieser langen Liste vielleicht noch zwei Artikel andernorts über die Geschichte der Forschung hinzufügen.

    Die Erforschung der Meteorströme im 19. Jahrhundert.
    https://wissfo.org/2013/07/09/meteorstromforschung-19-jahrhundert/

    Meteore sind hausgemacht.
    https://wissfo.org/2013/08/10/meteore-sind-hausgemacht/

  10. #10 Christian der 1.
    10. August 2013

    @Alderamin
    angeblich sind die perseiden bzgl. feuerbälle der stärkste meteorströme

    https://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2013/26jul_perseids/

  11. #11 Jürgen
    Wien
    10. August 2013

    Hmm … der ganze Dreck in unserem Sonnensystem kreist um die Sonne … Planeten, Zwergplaneten, Asteroiden, Meteoroiden, bis zum Staub
    Eigentlich müsste sich doch auch Dunkle Materie in unserem Sonnensystem befinden.
    Eigentlich müsste diese doch auch um die Sonne kreisen.
    Aber eigentlich tut sie das nicht – denn die äußeren Planeten bewegen sich langsamer als die inneren, ganz anders als die Sonnen um die Milchstraße.
    Weiß jemand warum? Fehlt in unserem Sonnensystem wirklich die Dunkle Materie? Oder kümmert sie sich nicht um so profane Dinge wie Planeten?

  12. #12 Alderamin
    11. August 2013

    @Jürgen

    Ich hatte in einem anderen Artikel in den Kommentaren mal überschlagen, dass die Dunkle Materie, die sich innerhalb der Plutobahn befinden sollte, ungefähr die Masse eines 60-km-Asteroiden haben sollte. Das ist viel zu wenig, um sich auf die Bewegung der Planeten bemerkbar zu machen. Das Sonnensystem ist im kosmischen Maßstab ein sehr kleiner Ort.

  13. #13 bfr
    11. August 2013

    Danke für den Hinweis. Und danke für den Link auf den zweiten Artikel mit dem (Zitat):

    Sie entstehen, wenn ein Komet sich auf seinem Weg um die Sonne langsam in seine Bestandteile auflöst. Je näher ein Komet der Sonne kommt, desto mehr Material verliert er (der Kometenschweif ist ja nichts anderes als Gas und Staub, das vom Kometenkern stammt). Dieses Material verteilt sich also entlang der Kometenbahn und wenn die Erde dann so eine “Staubspur” kreuzt, kommt es zu einem Sternschnuppenschauer.

    Ich habe diese Erklärung schon oft gelesen, habe sie immer falsch gefunden, und trotzdem nie eine bessere gefunden:

    Wenn ich im All mit einem Spazierstock fliege, und ihn loslasse (ohne ihn zu schubsen) , bleibt er bei mir und ich kann ihn nach einer halben Stunde wieder packen.

    Wenn Asteroiden Materie abgeben, sollte diese auf derselben Bahn (im wesentlichen) weiterfliegen und sozusagen nicht auf der Erdbahn geparkt werden, wo wir sie dann jährlich als Sternschnuppen bewundern können.

    Das Bild in der Erklärung funktioniert nur auf der Erde mit Reibung, wo ein von Fahrzeugen verlorenes Stück auf dem Weg liegenbleibt und von einem in der Folge kreuzenden Fahrzeug bewundert werden kann.

    Es ist im Sonnensystem in meinen Augen unmöglich, dass Materie eines Asteroiden an dem Punkt, den die Erden im August passiert, geparkt ist, damit wir Sternschnuppen bewundern können. Sie kann da nicht dauerhaft verweilen.

    Und nein, ich weiss keine Erklärung, bin aber auf eine mit der Gravitationstheorie im Einklang befindliche gespannt.

  14. #14 Florian Freistetter
    11. August 2013

    @bfr: “Es ist im Sonnensystem in meinen Augen unmöglich, dass Materie eines Asteroiden an dem Punkt, den die Erden im August passiert, geparkt ist, damit wir Sternschnuppen bewundern können. Sie kann da nicht dauerhaft verweilen.”

    Die Teilchen werden ja auch nicht “geparkt”. Natürlich bewegt sich der Kram um die Sonne herum. Aber erstmal lässt der Komet den Staub ja nich einfach so los. Der wird durch das verdampfen des Eises ins All geschleudert. Und dann wirkt auch noch der Strahlungsdruck der Sonne auf die kleinen Teilchen und ändert ihre Bahn/Geschwindigkeit. Zuerst ist da tatsächlich nur eine Stauwolke die den Kometen umgibt und mit dem Kometen um die Sonne wandert. Aber im Laufe der Zeit sorgen oben genannte Effekte wie der Strahlungsdruck dafür, dass sich die Wolke immer weiter verteilt und am Ende entsteht eine dicke Staubspur die sich durchs ganze Sonnensystem zieht (abe sich selbst natürlich auch um die Sonne bewegt).

  15. #15 Alderamin
    11. August 2013

    @bfr

    Deswegen sind die Leoniden auch nur alle 33 Jahre von nennenswerter Stärke, weil sie sich noch nicht genug über die Bahn verteilt haben. Alle 33 1/3 Jahre fliegt der Komet Temple-Tuttle wieder an der Erdbahn vorbei und wenn dann die Erde an dieser Stelle vorbei kommt, gibt es in den Jahren kurz davor und danach besonders intensive Leoniden. Dazwischen herrscht Meteor-Flaute.

    Mittlerweile ist man sogar schon ganz gut darin, vorherzusagen, wo die verschiedenen Filamente der Tempel-Tuttle-Hinterlassenschaften liegen und wann die Erde durch welchen hindurch geht. Hin und wieder werden sie auch vom Jupiter verschoben, wenn dieser bei ihrer Passage des Jupiter-Orbits irgendwo in der Gegend ist.

  16. #16 DeLuRo
    Südostniedersachsen
    11. August 2013

    Gestern Nacht kurz vor Mitternacht habe ich einen sehr schönen und ca. 5 sec anhaltenden Feuerball gesehen. Er schien allerdings aus dem Bärenhüter bzw. der Deichsel des “Großen Wagens” aka Ursus Major zu kommen, ungefähr von West nach Ost. Der Feuerball war hell wie eine Silvesterrakete oder wie die Landelichter eines Flugzeuges in ca. 1000m Höhe. Er war von konstant gelboranger Farbe und erzeugte einen deutlichen Schweif, schien sich aber nicht eindeutig zu teilen. In seiner Leuchtzeit überstrich er mehr als 100 Grad meines Blickfeldes.

    Es lohnt sich zu schauen und zu warten. Gestern allerdings zogen im Anschluss die leichten Wolken wieder zu, danach war nix mehr.

  17. #17 Rokel
    11. August 2013

    @DeLuRo

    Ich hab Ihn auch gesehen!! Das war wirklich ein wahres Spektakel! Mal sehen ob mein Wunsch in Erfüllung geht…;)

  18. #18 Christian der 1.
    12. August 2013

    @Florian, oder andere die das wissen.

    Hängt das an der Forumssoftware, dass Links meist (immer) im selben Fenster wie das Forum aufgehen, ist nämlich ziemlich nervig.
    Oder handelt es sich da um Browsereinstellungen. Wobei bei anderen Seiten werden automatisch neue Tabs aufgemacht ?.

  19. #19 Andreas
    12. August 2013

    Gestern habe ich innerhalb einer Stunde und mit eingeschränktem Sichtfeld (Hauswand über Balkon) 5 sehr schöne und helle Sternschnuppen gesehen. Eine davon hat sogar einen kleinen Funkenschweif erzeugt.

    Und das alles in der Stadt mit hoher Lichtverschmutzung. Es lohnt sich also trotzdem zu schauen. Gegen 23:30 zogen allerdings Wolken auf. Ich hoffe, dass sich heute Abend trotz schlechter Vorhersage noch die eine oder andere Wolkenlücke findet.

  20. #20 Florian Freistetter
    12. August 2013

    @Christian: “Hängt das an der Forumssoftware, dass Links meist (immer) im selben Fenster wie das Forum aufgehen, ist nämlich ziemlich nervig.”

    Naja, es ein Blog, kein Forum. Und ich bin nur Blogautor und hab auf die Technik keinen Einfluss. Ich kann dir das also leider nicht sagen. Ich öffne Links die ich in nem neuen Tab geöffnet haben will sowieso immer mit Rechtsklick…

  21. […] finden “einfach so” statt wohingegen die Objekte Meteorströme (was das ist habe ich hier genauer erklärt) alle zu ganz bestimmten Zeiten im Jahr einschlagen. Die Sternschnuppen der Perseiden oder Leoniden […]

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  23. […] des diesjährigen Sternschnuppenschauers der Perseiden erwartet. Über dieses Phänomen habe ich in der Vergangenheit ja schon oft und ausführlich berichtet. Jedes Jahr um den 12. August herum sind am nächtlichen Himmel der Erde deutlich mehr […]

  24. […] Sternschnuppen am Himmel sehen kann als sonst. Über Meteorströme habe ich schon oft geschrieben (hier ist eine Übersicht) und es ist überraschend dass die WAZ in ihrem Artikel dafür tatsächlich den korrekten Begriff […]

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