Das Gegenteil von Fuel Dumping – Betankung in der Luft – kommt nur bei Militäreinsätzen und Übungsflügen vor und bei Regierungsmaschinen (Airforce One kann in Notfällen tagelang über irgendwelchen abgeschiedenen Gebieten kreisen).

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*Zwar dispensiert die Flüssigkeit sehr fein in die umgebende Luft…

Technik hat in ihrer Vollendung oft viel mit Schönheit und Ästhetik gemeinsam. Und vielfach auch mit Kunst. Wir wollen hier vom Fuel Dumping den Bogen zu einer Ausstellung im Mumok (Museum Moderner Kunst) in Wien spannen. Die Ausstellung “and Materials and Money and Crisis” ist noch bis 2. Februar 2014 im Mumok zu sehen.

05_MariaEichhorn_Meer_Salz_Wasser__1991

Bild: Mumok

Die Künstlerin Maria Eichhorn mit ihrer Installation einer adaptablen Klimakammer:
Meer. Salz. Wasser. Klima. Kammer. Nebel. Wolken. Luft. Staub. Atem. Küste. Brandung. Rauch. (1991):

Kondensstreifen, wie Wolken und Nebel sind sichtbare, in der Luft schwebende Ansammlungen von winzigen Wasser- und Eisteilchen, beinhalten aber auch Elemente von Rauch, Staub und Abgasen. Sie befinden sich in einem ständigen Entwicklungsprozess und sind somit kein Gegenstand, sondern ein Vorgang.

Die normale Zusammensetzung der Luft beträgt: 78,084 Volumenprozent Stickstoff, 20,946 Volumenprozent Sauerstoff, 0,934 Volumenprozent Argon, 0,033 Volumenprozent Kohlendioxid. Luft enthält außerdem wechselnde Mengen von Ozon, Stickstoffdioxid, Abgase, Staub und Schwebstoffe, pflanzliche und tierische Mikroorganismen, sowie an bereits vorhandenen Schwebstoffe sich anlagernde radioaktive Substanzen.

Ausgeatmete Luft wird in kalter Außenluft infolge Kondensation des in ihr enthaltenen Wasserdampfes sichtbar. Das durchschnittliche Atemvolumen von Erwachsenen beträgt 0,5 Liter bei einer Atemfrequenz von 12 bis 14 Atemzügen pro Minute. Dabei werden täglich etwa 10 Kubikmeter Luft mit einem Gewicht von 13 Kilogramm verbraucht.

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Kommentare (8)

  1. #1 Max Erwengh
    9. Januar 2014

    Falls ich beim erneuten durchlesen herausfinde um was es geht, melde ich mich.

    • #2 Helga Kleisny
      10. Januar 2014

      🙂 Tja, wie man sieht, ist die Bandbreite der Leser wohl groß…
      …genauso wie der inhaltliche Anspruch der Blogs…

  2. […] Bei Flug und Zeit habe ich gelernt, was es mit dem Fuel Dumping, also dem absichtlichen Ablassen von Benzin auf sich hat. […]

  3. #4 Stefan
    Aachen
    10. Januar 2014

    Danke für die Informationen!
    Bisher dachte ich, Treibstoff würde nur vor drohenden Bruchlandungen abgelassen…

  4. #5 elvin
    13. Januar 2014

    Meines wissens kommt es in notfällen zu unterschreitung der 5000 fuss regel, zusätzlich zu den 5000 fuss gibts auch noch ablassgebiete die von regularien und dem Tower vorgegeben werden.
    JP66 und andere Treibstoffe zersetzen sich in der luft recht schnell in komponenten die weniger schädlich sind (hörensagen).
    Und ich war schon in einem Flugzeug wo duch Vogelschlag es zu einen Totalausfall eines Triebwerkes kam im steigflug und Fueldump und anschliessende Notlandung eben notfallmässig vom Piloten initiert und erfolgt sind (ohne grössere Anfrage)

    • #6 Helga Kleisny
      13. Januar 2014

      (ohne grössere Anfrage)

      Woher weißt Du als Passagier, welche Absprachen, Anfragen der Pilot im Cockpit mit ATC (den Flugkontrollern) macht?

      Und ein Notfall ist ein Notfall und wie der Name sagt, nicht der tägliche Usus. Und da gilt als oberestes Gebot: Sicherheit der Pasagiere an Bord und der Menschen am Boden. Egal, was das Gesetz für den “Normalfall” mit ausreichend Zeit vorschreibt.

  5. #7 Flugkapitän
    13. Januar 2014

    @ elvin:
    Es gibt sicher denkbare Scenarien von katastrophalen Notfällen (z.B. Ausfall mehrerer Triebwerke direkt nach dem Abheben oder starker Widerstandsanstieg durch offene Reverser) in denen das Flugzeug nur durch sofortige Reduzierung des Gewichts in der Luft gehalten werden kann. Hier würde ein Fuel Dumping auch ohne Freigabe und unter Missachtung der 5000 Fuß stattfinden. Für das betreffende Gebiet gäbe es ja dann auch nur die Wahl zwischen vom Fuel getroffen zu werden oder gleich vom ganzen Flugzeug. Mir ist aber kein dokumentierter Fall bekannt. Der Ausfall eines Triebwerkes nach dem Start zählt aber ganz sicher nicht zu solchen katastrophalen Notfällen, die ein sofortiges Ablassen von Treibstoff nötig machen.
    Ferner möchte ich an dieser Stelle ein vielleicht vorhandenes Missverständnis bezüglich Absprachen/Anfragen zwischen Pilot und Fluglotse klären. Solche Absprachen/Anfragen werden nicht wie etwa in einem Bürobetrieb zwischen zwei Firmen umständlich und langsam sondern von Entscheidungsträger zu Entscheidungsträger unter Abwägung aller Spezialitäten des betroffenen Einzelfalles innerhalb weniger Sekunden adhoc entschieden UND umgesetzt. Wobei die Verantwortung von den handelnden Personen jederzeit voll übernommen wird. Dies unterscheidet diese Berufsgruppen damit stark von anderen (BWLer oder Politiker). Wenn etwas schief geht, dann werden die handelnden Personen von großen Experten-Kommissionen in monatelangen Beratungen hinterfragt und letztlich zur Verantwortung gezogen – ein weiterer Gegensatz zu o.g. anderen Berufsgruppen. Doch in der Praxis kommt es selten dazu, dass etwas von einer Unfall-Kommission aufgearbeitet werden muss. Dass ist nur deshalb möglich, weil die handelnden Piloten und Fluglotsen über sehr restriktive Auswahlverfahren für diesen Beruf ausgewählt und danach streng ausgebildet wurden. Welch haarsträubende Dinge passieren, wenn man diese Qualitätsansprüche vernachlässigt, das zeigen Unfälle, wie die Totalverluste der B737 in Kazan oder der B777 in San Francisco.
    Andersherum wird allerdings auch ein Schuh draus: Wie gut könnte es uns allen auf der Welt gehen, wenn auch BWLer und Politiker solchen Qualitätsanvorderungen standhalten müssten.

  6. #8 Mr_Horn
    13. Januar 2014

    Wie so ein Fueldump normalerweise abläuft, konnte man auch mal bei einer Folge von Pilotseye (nach Shanghai) verfolgen, sehr interessant. Der Kommandant Thomas Frick erzählte dazu noch im Audiokommentar, dass die Umweltbelastung bei einem Fuel Dump in etwa genauso groß sei, als würde man das Kerosin ganz normal im Flug verbrauchen. Nur leider komprimiert verteilt auf eine einzige Region.
    In jedem Fall ist das Ablassen eine unschöne, aber notwendige Maßnahme.