Harald Zur Hausen bekommt in diesem Jahr den Nobelpreis in Medizin für seine Entdeckung, dass Gebärmutterhalskrebs durch Papillomviren ausgelöst wird. Noch am Tag der Bekanntgabe lobte er die nicht unumstrittene HPV-Impfung. Der FAZ-Blog Planckton veröffentlichte heute, am Montag, seine Replik auf das Manifest von 13 Fachleuten, in denen sie u.a. eine “Neubewertung der Wirksamkeit” der Impfung forderten.

Wir hatten auf einen Artikel in der SZ über ein Manifest zur Neubewertung der HPV-Impfung hingewiesen und ausgiebig daraus zitiert.

Heute der Verweis auf eine sehr umfangreiche Replik von Nobelpreisträger Harald zur Hausen, der im renovierten FAZ-Wissenschaftsblog Planckton exklusiv (Fett und Unterstreichung von den Planckton-Kollegen, ist ja gut ;-), seid willkommen in der Runde) auf die Kritik der Manifestschreiber reagiert. Allerdings explizit nur auf das, was er im SZ-Artikel lesen konnte. Das Manifest lag ihm nicht vor (Warum eigentlich nicht?)

Auch hier ein paar Auszüge, für die, denen die Replik zu lang ist. Zur Hausen weist übrigens darauf hin, dass er “keine persönlichen Bezüge von den beiden hier zitierten Pharmaunternehmen erhalte.

“Es ist in einem gewissen Sinne richtig, dass alle Untersuchungen über die Wirksamkeit der Papillomvirus-Impfstoffe beim Menschen in Bezug zu den beiden Herstellerfirmen stehen. Wie könnte es auch anders sein, da nur diese Impfstoffe umfangreiche klinische Prüfungen durchlaufen haben und damit auch eine Lizenz für deren Anwendung beim Menschen vorliegt? Den sicherlich in diesem Fall sehr ausgewiesenen Experten (…) pauschal zu unterstellen, dass diese deshalb im Interesse der Firmen agieren, ist für mich nicht nachvollziehbar und sicherlich ungerechtfertigt.”

“Eine Falschmeldung ist die leider in Deutschland oft wiederholte Aussage, dass eine große Studie die Wirksamkeit der Impfung in der Verhinderung von Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses nur für 17% erwiesen habe. Hier empfehle ich den Experten, die zitierte Arbeit sorgfältig zu lesen. Richtig ist, dass nur 17% weniger HPV 16 und 18 bedingte Krebsvorstufen bei bereits sexuell aktiven Frauen auftraten, während bisher nicht sexuell aktive Frauen zu 98% geschützt waren. Zumindest der Zeitungsbericht gibt hier ein völlig verzerrtes Bild wieder.”

“Wie Herr Windeler zu der Aussage kommt, dass die Belege für eine Rolle der HPV Typen 16 und 18 für etwa 70% der Gebärmutterhalskrebse verantwortlich sind, dünn seien, bleibt mir unklar. Ich empfehle ihm, die zahllosen inzwischen weltweit durchgeführten Untersuchungen zur Prävalenz dieser Virustypen im Gebärmutterhalskrebs sorgfältig zu lesen.(…) Richtig ist, dass in annähernd 20-30% dieser Krebserkrankungen andere HPV Typen gefunden werden, die zum Teil relativ nahe mit den Prototypen 16 und 18 verwandt sind, so dass (…) sogar eine gewisse Kreuzneutralisierung schon theoretisch vorausgesetzt und erwartet werden darf. (…) Dies dürfte eher dafür sprechen, dass der Impfschutz höher als die erwarteten 70% sein wird.”

“Führt wirklich kaum eine HPV-Infektion zu Krebs? In Deutschland sind es immerhin – auf einen 50-Jahreszeitraum des Erwachsenenalters bezogen – nach eigenen Berechnungen etwa 1,1% der infizierten Frauen, die später an Gebärmutterhalskrebs erkranken. (…) Sicherlich entscheidender aber ist – was von den Experten im wiedergegebenen Bericht nicht diskutiert wird – nämlich die hohe Zahl operativer Eingriffe aufgrund von Krebsvorstufen. (…) Auf die psychologische Belastung der betroffenen Frauen, die sich zahlreichen Nachuntersuchungen unterziehen müssen, wird ebenfalls in dem Bericht über das Manifest nicht eingegangen.”

“In der Tat habe ich auch selber bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hingewiesen, dass der Impfstoff zurzeit zu teuer ist. Dies gilt in besonderer Weise für Entwicklungsländer, in denen Gebärmutterhalskrebs zum Teil die häufigste Krebserkrankung von Frauen darstellt.”

“Auch wenn in der Tat die Verhütung von Gebärmutterhalskrebs selbst durch die Impfung noch nicht belegt werden kann (Fettung durch uns), da die Impfstoffe erst seit etwa 2 Jahren zur Verfügung stehen und die Latenzzeit zwischen Infektion und Krebsentwicklung etwa 2-3 Jahrzehnte in Anspruch nimmt, ist inzwischen die Verhütung der notwendigen Vorstufen dieses Krebses durch die Impfung eindeutig belegt.”

“Sollen die Mütter, wie ihnen im Zeitungsbericht empfohlen wird, wirklich die 20-30 Jahre warten, in denen nicht nur wie bisher die Vorstufen dieses Krebses verhütet werden, sondern auch der endgültige Nachweis der Wirksamkeit dieser Impfung beim Gebärmutterhalskrebs erbracht wird?”

In den Kommentaren zu unserem “Manifest-Beitrag” vom Mittwoch merkte Leser Wolfgang (wir vermuten den Impfexperten Wolfgang Maurer) an, (mit einem gewissen Bezug zum vorletztem Zitat zur Hausens):

“Ein weiterer Punkt des “Manifestes” verstört mich weit mehr, es wird kritisiert, dass der klinische Endpunkt der Prüfung nicht Vermeidung von Cervixkarzinom war, sondern das Vermeiden höhergradiger cervikaler Dysplasien.
Das ist zwar richtig, die Kritik ist aber zutiefst unethisch. Cervikale Dyplasien werden und müssen konisiert werden, man kann Frau ja nicht warten lassen (look and see) bis sie ein invasives Cervixkarzinom +/- Metastasen hat? Wer so etwas fordert hat massive ethische Defizite.”

Und wir sagen es nochmal: Wir sind froh, dass wir uns derzeit nicht darüber Gedanken machen müssen, ob wir unsere Tochter gegen HPV impfen lassen sollen. Obwohl sie ansonsten das volle Impf-Programm erhält. Nein, wir schicken sie nicht auf dämliche Masern-Partys … Nein, Catherina (wir nehmen an Frau Becker), wir sind keine Impfgegner.

Nachtrag:
Laut Planckton wird Herr zur Hausen am Mittwoch eine Pressekonferenz zum Thema geben. Dann wird er sich wahrscheinlich nicht nur auf den SZ-Beitrag, sondern auch auf den Originaltext beziehen. Danke für die Info, liebe Kollegen.

Nachtrag 4.12.:
Es gibt einen ersten Bericht von der zur Hausen PK in Heidelberg, beim morgenweb vom Mannheimer Morgen.

Nachtrag 5.12.:
SZ-Autorin Christina Berndt hat Nobelpreisträger Harald zu Hausen interviewt: zum Thema Nobelpreis, den er am 10.11. verliehen bekommt, zum Thema Krebs und wie er ihn versucht zu vermeiden und zum Streit über die HPV-Impfung. Hier ein Ausschnitt der HPV-Passage:

SZ: In einem Manifest haben 13 Wissenschaftler soeben darauf hingewiesen, dass die Wirksamkeit der Impfung nicht genügend belegt sei.

zur Hausen: Ich habe mich über einige Punkte in diesem Manifest sehr geärgert.

SZ: Haben Sie das Manifest denn inzwischen gelesen? Mit Verlaub: Sie haben ohne Kenntnis dieses Manifests eine fehlerhafte Antwort verfasst.

zur Hausen: In einer neueren Antwort habe ich eine fehlerhafte Bewertung herausgenommen. Aber es ist umgekehrt mein Eindruck, dass sich die 13 Experten nicht genügend mit den biologischen Hintergründen der Infektion beschäftigt haben. Ich ärgere mich, dass nun vielleicht bei einer großen Zahl von Frauen Krebs auftritt, weil sie sich nicht impfen lassen.

SZ: Auf den Kernpunkt der Kritik gehen Sie nicht ein: Entscheidende Daten zur Wirksamkeit fehlen.

zur Hausen: Die Daten sind meiner Ansicht nach gut. Aber natürlich gibt es noch Verbesserungsbedarf. So wäre es gut, wenn die Impfstoffe gegen mehr HPV-Typen wirken würden. Bisher schützen sie vor zwei krebserregenden Virenstämmen, weshalb geimpfte Frauen weiterhin zur Früherkennung gehen sollten. In Zukunft kann man hoffentlich mit einem einzigen Impfstoff alle HPV-Typen erfassen.

Hat zufällig jemand mitbekommen, an welcher Stelle Herr zur Hausen seine Kritik korrigiert hat? Sachdienliche Hinweise bitte einfach in den Kommentaren posten.

Nachtrag 6.12.:
Wolfgang hat schon gestern in den Kommentaren darauf verwiesen: Die Stiko hat in einem Leserbrief auf die Vorwürfe der Manifestschreiber geantwortet.

Außer dem Hinweis, dass die STIKO ihre Entscheidung auch auf Grundlage von Daten traf, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht waren äußert sie sich zu den 17% Effektivität, die für die Kritiker einer der Gründe ist, von nicht gut belegter Wirksamkeit zu sprechen.

“Die in ihrem Artikel erwähnte Wirksamkeit von 17% bezieht sich auf Frauen und junge Mädchen, bei denen bereits eine Infektion mit HPV und zum Teil auch Zellveränderungen aufgetreten waren. Zum Teil waren dies Infektionen mit Virustypen, gegen die die Impfung gar nicht entwickelt worden ist und gar nicht wirken kann. Insofern kann man eine Wirksamkeit von 17% immer noch als positiv einschätzen.

Insgesamt führten diese Erkenntnisse jedoch zu der Einschätzung, dass die Impfung die größtmögliche Wirksamkeit erzielt, wenn die Frauen noch nicht mit den entsprechenden Virustypen infiziert sind. Aus diesem Grund sprach sich die STIKO dafür aus, Mädchen noch vor ihrem mutmaßlich ersten Geschlechtsverkehr (möglichst früh im Zeitfenster 12-17 Jahre) zu impfen, denn dieser gilt als entscheidende Voraussetzung für eine Infektion.”

Im FAZ-BLog Planckton verweist Kollege Joachim Müller-Jung auf eine neue Studie im BMJ zum Thema Sicherheit der HPV-Impfung inpunkto allergische Reaktionen:

“Insgesamt sei das Allergierisiko als sehr gering einzuschätzen, so die Wissenschaftler …”

Desweiteren kritisiert er die Kritiker:

… Der Gedanke, dass die behauptete Unsicherheit womöglich vor allem darin besteht, mit dem Manifest Verunsicherung zu schüren, war den Initiatoren dabei offenbar nicht gekommen.” …

… Wenn man diese und andere Stellungnahmen, etwa auch die neuen Berichte aus der Heidelberger Pressekonferenz mit Nobelpreisträger zur Hausen liest, kommt man – die Richtigkeit der Aussagen vorausgesetzt – zu dem Schluß, dass da auf Seiten der Impfskeptiker doch offenbar um der Vergewisserung der eigenen kritischen Überzeugung willen manche Lücke bewußt nicht geschlossen wurde. …

In der Debatte um die HPV-Impfung zwischen den wissenschaftlich-medizinischen Kontrahenten entwickelt sich auch ein publizistischer Streit zwischen den beiden großen Tageszeitungen/den beiden großen Wissenschaftsredaktionen/den beiden Wissenschafts-Redakteuren der SZ und der FAZ. Beide haben sich eindeutig auf eine Seite geschlagen.

Laut Müller-Jung haben auch die beiden Hersteller in Pressemitteilungen auf die Vorwürfe reagiert. Leider hat er nicht verlinkt, in den deutschen Pressebereichen von MSD und GSK findet sich erstmal nichts. Da müssen wir mal weiter suchen …

Kommentare (174)

  1. #1 sil
    1. Dezember 2008

    Das deckt sich mit dem, was Wolfgang immer schreibt. Ich finde die Argumentation von zur Hausen schlüssig, auch viel schlüssiger, als das was vom “AT” dazu kommt.
    Ich habe das und die “Gute Pillen-Schlechte Pillen” im Abo.
    Bei denen ist aber immer alles Neue zu teuer und zu schlecht untersucht.
    Eine wichtige und seriöse Quelle ist das AT trotzdem.

    Der Verursacher (das Virus) ist klar, die Impfung schützt sehr gut und an der Nebenwirkungsfront ist es auch ruhiger geworden.

    Wenn ich eine Tochter hätte, würde sie den “Shot” kriegen.
    Als “Impfgegner” habe ich Euch nie gesehen.
    Weiter so!

  2. #2 wolfgang
    1. Dezember 2008

    Also die Vermutungen hinsichtlich meiner Person sind richtig- wenigstens etwas.

    Ich habe mir aber auch Gedanken gemacht ob meine Kinder zu impfen sind. Nur ich hab 2 Buben. Die sind geimpft- der eine war bei Impfung 17, der andere 21. Genitalwarzen sind nicht so ohne (90% Schutz) , Peniskarzinome auch nicht lustig und bei der derzeitigen Impfpolitik wird die Infektionskette (Männer) nicht unterbrochen. Daher beide Buben ausserhalb der Indikation des Beipackzettels geimpft.

    Nich ein Argument zu den Kosten.
    Der Impfstoff ist teuer aber nur scheinbar. Mein Credo ist, dass sämmtliche Prävetionsmassnahmen die eine Todesfall verhindern gleich viel wer sind d.h. gleich viel kosten dürfen.

    Österreich ist derzeit wegen Lawinengefahr partiell (Osttirol) gesperrt . Um einen Lawinentoten zu verhindern wird es als sehr kostenwirksam erachtet, wenn bis zu 3 Mio € pro Vermiedenem Todesfall investiert werden.
    In Ö hätten wir 120 durch Impfung vermeidbare Todesfälle an Cervix Ca pro Jahr. Wären das vermeidbare Lawinentote würden locker 360 Mi EUR investiert und alls sin happy. Nur ein Geburtsjahrgang mit HPV-4 Impfstoff impfen würde max 25 MIo € kosten- da heist es zuviel- könne wir uns nicht leisten.
    Der gender Aspekt dabei 80% der Lawinenopfer sind Männer 100% der Cervixca Toten sind Faruen. Fazit Diskriminierung funktioniert bestens.
    Nur sollen wir Männer uns darüber feuen?

  3. #3 strappato
    2. Dezember 2008

    “keine persönlichen Bezüge von den beiden hier zitierten Pharmaunternehmen erhalte.”

    An wen gehen denn die Royalties, die die beiden Impfstoffhersteller zahlen? Nur an das DKFZ?

  4. #4 Marcus
    2. Dezember 2008

    Ich finde ein kritischer Punkt sind die Aussagen beider Seiten zu den 17 % statt 70%. Das müsste geklärt werden, wer da Recht hat.

    Dass man nicht warten kann, wie es in 20 Jahren aussieht, finde ich erstmal einen berechtigten Einwand. Das ist aber ein methodisches Problem, das man erst mal so festhalten muss, weil das ja auch nicht jeder weiß. Es wird nämlich immer der Eindruck erweckt, als sei gezeigt worden, dass der Impfstoff Krebs verhindere. Dass dies nur indirekt geschlossen wird (eben aus diesem methodischen Zwang heraus) erklärt die Impfstoff-Seite nicht (was auch nachvollziehbar ist in gewisser Weise).

    Also geht es um die (höhergradigen) Krebsvorstufen: Aber wer hat da Recht? Zur hausen oder Mühlbauer et.al.?

  5. #5 Wolfgang
    2. Dezember 2008

    @Marcus,

    zu den 17% versus 70 bzw 98% hat ja zur Hausen schon Stellung genommen.

    Und es geht natürlich auch um die Krebsvorstufen und um deren Früherkennung und Therapie .Früherkennung ist der PAP Abstrich eine alte bewährte aber nicht sehr zufriedenstellende weil unzuverlässige Methode.

    Therapie ist die Konisation – dabei wird ein keilförmiges Stück des Uterushalses herausgeschnitten und anschließend histologisch untersucht, ob das Ca bereits invasiv war.
    Ca 5000 Konisationen in Österreich pro annum
    Konisation bewirkt bei nachfolgender Schwangerschaft (und Frau bekommt ja immer später Kinder) eine erhöhte Frühgeborenenrate und eine verdoppelte neonatale Sterblichkeit- das ist das Ende einer Kausalkette einer persitierenden HPV Infektion.

    Und alle die Damen und Herren die sich jetzt gegen die HPV Impfung aussprechen sind natürlich gegen Genitalverstümmelung in Afrika und anderswo. Ich auch. Ich bin aber auch dafür durch eine wirksame Impfung belastende stigmatisierende Genitalwarzen zu reduzieren und Konisationen um 70% zu reduzieren. Konisation ist, wenn auch medizinisch indiziert- eine genitalverstümmelnde Opaeration. Ich bin generell für Organerhalt nicht nur in Afrika sondern auch hierzulande.

  6. #6 Marcus
    2. Dezember 2008

    das meinte ich ja: Beide haben dazu Stellung bezogen, zur Hausen wirft der anderen Seite vor, falsch informiert zu sein (gelinde gesagt). Jetzt interessiert mich, wie die Gegenseite darauf reagiert, weil das ein schwerwiegender Vorwurf an einem kritischen Punkt ist. Und eigentlich kenne ich die Leute als sonst sehr gewissenhaft und kompetent (zwei der Autoren sind Mitherausgeber des arznei-telegramms.)

    Ich habe gerade diesbezüglich eine E-Mail an einen der Manifest-Autoren geschickt. Mal sehen, ob was kommt.

  7. #7 Volker Stollorz
    2. Dezember 2008

    Hi Marcus,
    ich finde wir Wissenschaftsjournalisten sollten nicht nur Moderatoren einer angeblichen Debatte sein, sondern auch prüfen, welche Argumente stichhaltig sind und welche nicht und warum. Hier haben sich die 13 Autoren des HPV-Manifestes meiner Meinung nach nicht mit Ruhm bekleckert und der wichtigen Bewegung der Evidenced Based Medicine einen Bärendienst erwiesen. Auf der Webseite der EMEA kann jeder in den beiden EPARs nachlesen, welche Wirksamkeit bisher bewiesen ist und welche nicht und welche Studien derzeit noch laufen. Auch auf der Webseite des Paul Ehrlich Institut finden sich viele hilfreiche Informationen, dort wurde schließlich die WIrksamkeit bewertet. Und es gibt eine gute Bundestagsdrucksache unter https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/093/1609302.pdf , in der viele wesentlichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet werden.

  8. #8 Marcus
    2. Dezember 2008

    Hallo Volker,
    immer wieder schön von dir zu hören. Und Du hast Du wie so oft nicht Unrecht. Nur übersteigt das in dem Fall meine Kapazität. Da muss ich im Moment passen. Das läuft ja hier nur so nebenher. Da kann man natürlich sagen: Dann lass es besser ganz, aber da wir (also ich) da zuvor schon darauf hingewiesen hatte, fand ich das zumindest erwähnenswert. Und solche Kommentare wie die von Wolfgang Mauer und dir sind ja auch schon erhellend und helfen dem einen oder anderen das einzuordnen.

  9. #9 Marcus Anhäuser
    4. Dezember 2008

    (Dieser Kommentar stammt von Dagmar Landsberger. Allerdings handelt es sich nur um einen Teil des Kommentars. Durch ein Versehen habe ich ihren vollständigen Kommentar auf den sich Wolfgang bezieht gelöscht. Tut mir leid. Anhäuser, 24.7.2009)
    In über 20 Jahren klinischer Arbeit mit Krebspatienten als Psychologin habe ich nur eine Patientin mit Gebärmutterhalskrebs sterben gesehen, die vorher regelmäßig zur Vorsorge gegangen war. Diese hatte trotz eines sehr bedenklichen Befundes 2 Jahre bis zur Operation gewartet. Ansonsten habe ich in all den Jahren nicht EINE Patientin gehabt, die regelmäßig zur Vorsorge ging und an Gebärmutterhalskrebs starb. Herr zur Hausen propagiert die Impfung und hat meines aktuellen Wissens nicht ein einziges Mal darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, daß ALLE geimpften Mädchen zur PAP-Untersuchnung gehen, und zwar regelmäßig. Es gibt nämlich Hinweise in den veröffentlichten Studien, das es sogar mehr Dysplasien geben kann, wenn bei Impfung schon eine Infektion vorgelegen hatte, und dies wird vor der Impfung nicht untersucht. Falls es sich herausstellen sollte, das die Impfung nicht funktioniert wie erträumt, (keineswegs erwiesen!) dann könnte eine Welle von Todesfällen der Lohn der Bemühung sein, wenn die Mädchen sich in der falschen Hoffnung durch die Impfung geschützt zu sein, nicht untersuchen ließen. Die Impfung zu verkaufen, OHNE den Warnhinweis, daß der PAP-Test weiterhin die einzige SICHERHEIT vor einem lebensbedrohlichen Gebärmutterhalskrebs darstellt, ist zutiefst unethisch, und verstärkt meine Zweifel an den guten Absichten der offenen und verdeckten Werbestrategien der Impfvertreter. Im schlimmsten aller Fälle war die Verleihung des Industriepreises von Nobel an Harald zur Hausen eben nur das- eine verdeckte Werbestrategie. Zum aggressiven Vorgehen der beteiligten Firmen würde es passen.

  10. #10 Wolfgang
    4. Dezember 2008

    Landsberger Dagmar· 04.12.08 · 14:47 Uhr

    In über 20 Jahren klinischer Arbeit mit Krebspatienten als Psychologin habe ich nur eine Patientin mit Gebärmutterhalskrebs sterben gesehen, die vorher regelmäßig zur Vorsorge gegangen war.
    Diese hatte trotz eines sehr bedenklichen Befundes 2 Jahre bis zur Operation gewartet.
    Ansonsten habe ich in all den Jahren nicht EINE Patientin gehabt, die regelmäßig zur Vorsorge ging und an Gebärmutterhalskrebs starb.

    Anekdoten zählen nicht- Es gibt die Studien wieviel Frauen an Cervix Ca sterben.

    Herr zur Hausen propagiert die Impfung und hat meines aktuellen Wissens nicht ein einziges Mal darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, daß ALLE geimpften Mädchen zur PAP-Untersuchnung gehen, und zwar regelmäßig.

    wie wärs wenn du das mal googlest?

    Es gibt nämlich Hinweise in den veröffentlichten Studien, das es sogar mehr Dysplasien geben kann, wenn bei Impfung schon eine Infektion vorgelegen hatte, und dies wird vor der Impfung nicht untersucht.

    Beleg ? Wie soll das gehen?

    Aber: bislang hat NIEMAND Daten, die belegen, das dies mit Sicherheit so sein wird.Falls es sich herausstellen sollte, das die Impfung nicht funktioniert wie erträumt, (keineswegs erwiesen!)

    Die klinischen Studien sind nicht erträumt sondern harte Arbeit.

    dann könnte eine Welle von Todesfällen der Lohn der Bemühung sein, wenn die Mädchen sich in der falschen Hoffnung durch die Impfung geschützt zu sein, nicht untersuchen ließen.

    Ich habe bislang noch keinen Impfbefürworter kennengelernt, der gesagt hat nach dem Impfen kein screenen.
    Es gibt jedoch Studien, die zeigen, dass bei Geimpften die Screeningintervalle verlängert werden können, die sind jetzt schon international sehr unterschiedlich.

    Die Impfung zu verkaufen, OHNE den Warnhinweis, daß der PAP-Test weiterhin die einzige mögliche SICHERHEIT vor einem lebensbedrohlichen Gebärmutterhalskrebs darstellt, ist zutiefst unethisch, und verstärkt meine Zweifel an den guten Absichten der offenen und verdeckten Werbestrategien der Impfvertreter.

    Deswegen steht auch in der Fachinformation von Gardasil Punkt 4.4 besondere Warnhinweise… bleiben Routineuntersuchungen zur Zervixkarzinom Früherkennung äußerst wichtig und sollen entsprechend den lokalen Empfehlungen durchgeführt werden.

    Im schlimmsten aller Fälle war die Verleihung des Industriepreises von Nobel an Harald zur Hausen eben nur das- eine verdeckte Werbestrategie.
    Zum aggressiven Vorgehen der beteiligten Firmen würde es passen.

    Im besten Fall hättest du dir wenigstens einmal die Fachinformation besorgen sollen.

    Aber: bislang hat NIEMAND Daten, die belegen, das dies mit Sicherheit so sein wird.

    Ich habe in mehreren Reaktionen auf die Kritik gelesen wie schrecklich die Konisationen seien, der Gipfel war ein Vergleich mit Genitalverstümmelungen.

    Ja das hab ich in die Diskussion eingebracht- nach der Konisation ist die natürliche Form des Uterushalses nicht mehr da- was soll daran falsch sein.

    Hast was gegen korrekte Informationen?

    Solche Panikmache ist vollkommen unverantwortlich.

    Wieso Panikmache.

    Eine Konisation ist ein Organerhaltender Eingriff,

    wie bitte? Wenn da aus dem Organ ein Stück herausgeschnitten wird – das soll Organerhaltend sein?

    der weder generell zu Schmerzen, noch sexuellen Funktionsstörungen führt. Und auch die Fertilität bleibt in der Regel erhalten.

    Ja die Fertilität beleibt erhalten. Kommt es aber dann zur Schwangerschaft einer konisierten Frau hat diese wg Cervixinsuffizient (das Organ ist halt nicht mehr so wie früher) eine erhöhte Frühgeburtlichkeit und das Kind eine doppelt so hohe neonatale Sterblichkeit. Das ist das Ende einer Kausalkette.

    Es wäre wundervoll, wenn die Impfung gegen HPV_Viren solche Eingriffe – egal wie leicht sie auch sein mögen, verhindern können.

    Die sind nicht leicht unter Vollnarkose- aber es ist belegt, dass die Impfung genau das bei HPV Typen 16 und 18 zu fast 100% kann- und wenn man gegen 6 und 11 auch noch impft- hat Mädchen sein genitalwarzen Risiko um 90% reduziert.

    Bis wir das wissen, vergehen mit vollkommener Sicherheit mehr als ein Jahrzehnt. Und das bedeutet, bevor die Impfung auch nur eine Konisation überflüssig gemacht hat, wäre es doch nett, wenn man den mehreren Hunderttausend Frauen, deren Leben und Fertilität bis dahin von einer möglichst rechtzeitigen Konisation abhängt KEINE PANIK einreden wollte.

    ist doch keine Panik, sondern verpflichtende Aufklärung. Da wird doch gesagt Konisation welche Risken, was passiert und was danach ist.

    Die PAP-Kontrolle rettet Leben. Eventuell sind die Konisationen in 2-3 Jahrzehnten durch die Impfung überflüssig.

    Die PAP Kontrolle ist keine Kontrolle sondern eine Früherkennung. Konisationen werden in 5-20 Jahren nicht überflüssig sein, da die derzeitige Impfung “nur” vor 70% der onkogenen Viren schützt. Es kann die Häufigkeit von notwendigen Konisationen um 70% gesenkt werden. Es muss die zahl der nicht auswertbaren PAP Befunde (60.000 in Ö) durch Impfung stark zurückgehen und auch die PAP positiven (incl der falsch positiven) das wird viele Frauen erleichtern und zu einer guten lebensqualität beitragen.

    Dann werden wir uns alle freuen.

    Aber die PAP- Kontrollen werden selbst in dem Fall, das die Impfungen über 90 Prozent der Erkrankungen verhindern sollten, nicht überflüssig werden.

    Der Impfstoff kan nur 70% der Erkrankungen verhindern.

    Gell und bis wir das alles wissen empfehle ich noch ein wenig über Anatomie zu lernen und was organerhaltend ist.
    Dipl. Psych.

    Aber: bislang hat NIEMAND Daten, die belegen, das dies mit Sicherheit so sein wird.

  11. #11 H. Werner
    4. Dezember 2008

    “Eine Konisation ist ein Organerhaltender Eingriff,

    wie bitte? Wenn da aus dem Organ ein Stück herausgeschnitten wird – das soll Organerhaltend sein?

    […]

    Gell und bis wir das alles wissen empfehle ich noch ein wenig über Anatomie zu lernen und was organerhaltend ist.”

    Selbstverständlich gilt die Konisation – im Gegensatz zur Hysterektomie – als organerhaltender Eingriff. Jedenfalls in Deutschland und der Schweiz.

    Warum diese unnötige Polemik, mit der du dich selbst disqualifizierst?

  12. #12 Landsberger Dagmar
    4. Dezember 2008

    Hallo Wolfgang,

    durch eine Konisation wird eine Erhaltung des Uterus erreicht.

    Ja, es ist tatsächlich eine Organerhaltende Operation, auch wenn ein Stück des Gebärmutterhalses herausgeschnitten wird. Und zumeist bleibt auch noch die Funktion diese Organs erhalten.
    Meinten Sie vielleicht Zervixinsuffizienz? ;) Jemand hat eine Insuffizienz, oder etwas ist Insuffizient.

    Die Pap-Untersuchung rettet Leben, weil durch sie die Notwendigkeit eines Eingriffs festgestellt werden kann.

    Die Fachinformation wird von sehr wenigen Menschen gelesen. Ich habe Sie gelesen.

    Den Warnhinweis, das es insbesondere für geimpfte Personen wichtig ist die PAP-Untersuchungen vornehmen zu lassen, weil es bei einer vorbestehenden Infektion eventuell zu einer ERHÖHTEN Anzahl von Dysplasien kommen kann ist ganz sicher nicht in den Warnhinweisen bis letzte Woche gewesen.

    Dies sind Ergebnisse aus den von den Impffirmen selbst veröffentlichten Studien.

    Natürlich sind die Ergebnisse dazu noch sehr vorläufig, aber das trifft leider auch auf die Positiven Ergebnisse der Impfstudien zu.

    Ich verstehe den Ton Ihrer Erwiderungen nicht. Sie sind so erregt.

    Habe ich vielleicht irgendjemandem geraten sich nicht impfen zu lassen?

    Ich rate nur dazu, sich nicht alleine auf die Impfung zu verlassen.

    Auch Harald zur Hausen gibt zu, das wir erst in vielen Jahren wissen, was diese Impfung letztlich leistet.

    Noch einmal: bis die ersten Generationen von Geimpften das Gebärmutterhalskrebs-Alter erreichen, ist es nicht angebracht die momentan existierenden Methoden, die heute existierenden sexuell aktiven Frauen zu untersuchen und zu behandeln zu diffamieren, nur um die Bedeutung der Impfung noch ein bißchen zu steigern.

    Harald zur Hausen sagte in einem seiner Interviews, daß eine Teilpopulation aus den Studien (die noch nicht sexuell aktiv gewesenen) 90% weniger Dysplasien zeigten.

    Das bedeutet, das das best case scenario eine 90% Verminderung der Cervix-Carcinom-Rate zeigen könnte.

    Im schlimmsten Fall könnte es sein, das die Impfung nicht einen einzigen Fall von Gebärmutter-Halskrebs verhindern kann, aber die Frauen zu der Annahme verleitet haben, sie bräuchten die lästigen Untersuchungen beim Frauenarzt nicht mehr.

    Und da ich in den letzten Monaten immer und immer wieder genau dies von Mädchen als ihr Impfziel gehört habe, ist es doch sicher nicht zuviel verlangt, daß auch Harald zur Hausen mal ganz deutlich darauf eingeht, und die regelmäßige PAP-Untersuchung ALLEN Frauen, geimpft oder nicht empfiehlt?

    Bisher hat sich nur jede zweite Frau regelmäßig auf Dysplasien untersuchen lassen.

    Die viele Millionen Euro schwere Impfkampagne hat zu keinem Zeitpunkt darauf abgezielt, das dieser Umstand sich ändert.

    Wenn es wirklich darum geht Leben zu retten, dann wäre dies aber leicht möglich gewesen.

    Das macht mich der Kampagne nicht gewogen.

    Als die Kampagne anlief, und ich immer wieder hörte, das Gebärmutterhals-Krebs so außerordentlich häufig sei, war ich doch erstaunt.

    Zwanzig Jahre in klinischer Arbeit, und ich hatte nichts davon gemerkt?

    Bis man mir dann sagte: in den Entwicklungsländern, oder in einer bestimmten Altersgruppe. Aha.

    Meine Erfahrung sagt mir: der PAP-Test rettet Leben.

    Was hast Du dagegen? Widerspricht meine Anekdote irgendeiner wissenschaftlichen Erkenntnis?

    Vielleicht können wir irgendwann sagen: Die HPV-Impfung rettet Leben. Die HPV_Impfung verhindert zwischen 70% und 90% der Dysplasien.

    Im Moment ist das nicht ausreichend belegt.

    mit freundlichen Grüßen
    Dagmar Landsberger

    Noch mal, das würde uns doch alle freuen, aber erst in mehreren Jahrzehnten werden wir es genau wissen.

  13. #13 Dagmar Landsberger
    5. Dezember 2008

    Hallo,

    Ergänzend zu meinen Ausführungen möchte ich gerne Auszüge eines Interveiws mit Herrn zur Hausen vom 5. 12. 08 aus Sueddeutsche.de vorbringen:

    “SZ: Wenn Krebs durch Viren ausgelöst wird, hat das einen Vorteil: Man kann versuchen, Impfstoffe zu entwickeln. Aus Ihrer Forschung sind Impfstoffe entstanden, die gegen zwei krebsauslösende Typen von HPV wirken und wahrscheinlich Gebärmutterhalskrebs hemmen. Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung?

    zur Hausen: Ich bin froh, dass die HPV-Impfung existiert und bei noch nicht infizierten Frauen eine hohe Wirksamkeit hat. Gebärmutterhalskrebs ist vor allem in Entwicklungsländern ein großes Problem. In Deutschland wird dagegen zu viel davon geredet, dass die Impfung den Krebs verhindern soll. Hier werden häufig die Vorstufen des Krebses rechtzeitig erkannt und operiert. Doch diese Operationen sind oft mit Komplikationen verbunden, mit Blutungen zum Beispiel. Die Impfung kann im Gegensatz zur Früherkennung helfen, die Vorstufen zu verhindern.”

    Wiederum finde ich einfach ungut, das Harald zur Hausen für keine Sekunde an die Frauen denkt, die die nächsten Jahre NUR die Option PAP-Test und OP haben – weil die Impfung, selbst wenn sie wirkt, nicht bei Frauen die bereits sexuell aktiv und fraglich infiziert sind schützen kann.

    Und sehr merkwürdig finde ich, das diese Eingriffe, die über Jahrzehnte als nicht problematisch gesehen wurden jetzt so von Herrn zur Hausen gewertet werden.

    Es war eine Werbekampagne die mit Zahlen Panik verbreitete, die für die Entwicklungsländer wohl stimmig sein können. Und jetzt wird eine Panik vor Eingriffen aufgebaut, die seit Jahrzehnten als wenig belastend gesehen wurden.

    Habe ich die Kampagne denn falsch verstanden? Es ging doch um die Senkung von STERBLICHKEIT durch Gebärmutterhals-Krebs?

    Dagmar Landsberger

  14. #14 sil
    5. Dezember 2008

    @Dagmar:
    Es hat doch niemand behauptet, dass die Untersuchungen unnötig werden. Wo lesen Sie das raus?

    Wenn es viel seltener zu positiven Befunden und seltener zu Konisationen kommt, ist das doch positiv zu sehen. Die Impfung rettet aber sogar noch Leben. Was ist daran schlecht?

  15. #15 sil
    5. Dezember 2008

    Zitat Dagmar Landsberger:
    “Wiederum finde ich einfach ungut, das Harald zur Hausen für keine Sekunde an die Frauen denkt, die die nächsten Jahre NUR die Option PAP-Test und OP haben – weil die Impfung, selbst wenn sie wirkt, nicht bei Frauen die bereits sexuell aktiv und fraglich infiziert sind schützen kann.”

    Nun ja, Herr zur Hausen hat keine göttlichen Kräfte und kann die Uhr nicht zurückdrehen. Außerdem finde ich das etwas widersprüchlich.
    Eine spätere oder weniger beworbene Einführung des Impfstoffes hätte dafür gesorgt, dass noch mehr Frauen nur die OP als Option haben.
    Der PAP-Test wird doch sowieso nicht abgeschafft.

    Was wollen Sie eigentlich?

  16. #16 wolfgang
    5. Dezember 2008

    also gut

    ich habe ursprünglich gesagt “genitalverstümmelnd” weil das Genitale ja nach dem Eingriff nicht mehr das ist, was es vorher war. Vorhautbeschneidung bei Buben ist ja auch genitalverstümmelnd. Einverstanden?

    Organerhaltend – kommt auf die Sichtweise an. Ein Konus ist weg. Und die Funktion ist partiell eingeschränkt- daher höheres Frügeburtsrisiko.

    da ist die offizielle Fachinfo der Europ Arzneimittelagentur S 4 unten “Screenen äußerst wichtig”:

    https://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/gardasil/H-703-PI-de.pdf

    Und die auf meinem PC im Jahr 2006 gespeicherte Gebrauchsinformation sagt hinsichtlich des PAP Screenens dasselbe.

    Ich hab wirklich noch keinen getroffen, der/die behaupten würde Geimpfte können sich den PAP-Test ersparen. Ganz im Gegenteil.

    Aus ethischen Gründen ist auch nichts anderes zu erwarten.

  17. #17 Wolfgang
    5. Dezember 2008

    Wiederum finde ich einfach ungut, das Harald zur Hausen für keine Sekunde an die Frauen denkt, die die nächsten Jahre NUR die Option PAP-Test und OP haben – weil die Impfung, selbst wenn sie wirkt, nicht bei Frauen die bereits sexuell aktiv und fraglich infiziert sind schützen kann.

    Das ist so nicht richtig. Es gibt sexuell aktive Frauen, die sind nicht infiziert, bei denen wirkt die Impfung voll. Im übrigen gabs in den Studien auch true virgins die waren HPV positiv.
    Maximal ein % der sexuell aktiven Frauen sind mit HPV 6,11,16,18 infiziert- bei denen ist der Impfstoff nicht wirksam. Ist Frau nur mit einem Stamm infiziert zB 6 schützt die Impfung noch gegen Infektionen mit 11,16,18.

    Und sehr merkwürdig finde ich, das diese Eingriffe, die über Jahrzehnte als nicht problematisch gesehen wurden jetzt so von Herrn zur Hausen gewertet werden.

    Konisation unter Vollnarkose- hat ja schon allein die Vollnarkose ein Risiko bzw Problem.

    Es war eine Werbekampagne die mit Zahlen Panik verbreitete, die für die Entwicklungsländer wohl stimmig sein können.

    Wenn Sie sich durch Fakten in Pnik versetzen lassen ist das doch nicht das Problem zur Hausens

    Habe ich die Kampagne denn falsch verstanden? Es ging doch um die Senkung von STERBLICHKEIT durch Gebärmutterhals-Krebs?

    Dagmar Landsberger

    Ja offenbar falsch verstanden. Es geht um Reduktion von nicht bewertbaren PAP Befunden, es geht um Reduktion pathologischer PAP Befunde, um Reduktion von Konisation, dann auch um Reduktion Chemotherapien dann auch um der Todesfälle.

    Und nicht zu vergessen 90% Reduktion der Genitalwarzen ist auch noch möglich. Genitalwarzen: stigmatisierend, hohe Rezidivrate schwer zu behandeln. 1% der sexuell aktiven Bevölkerung hat das

  18. #18 Hannes
    5. Dezember 2008

    Weia…Entwicklungsländer in die Argumentation mit einzubeziehen, wie es scheinbar getan wird (habe die meisten Kommentare nur überflogen), ist ja mal Zynismus pur.
    Als wenn diese sich die Impfung jemals leisten könnten.

    Außer die hohen Preise würden genutzt, um es in Entwicklungsländern kostenlos abzugeben…das würde ich gut finden. Aber kann mir nicht vorstellen, dass das passieren wird.

    Grüße, Hannes

  19. #19 wolfgang
    5. Dezember 2008

    Und nun hat die Stiko auf das Manifest bzw die Artikel in der Süddeutschen geantwortet

    https://www.rki.de/cln_091/nn_199596/DE/Content/Infekt/Impfen/Leserbrief__STIKO__HPV,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Leserbrief_STIKO_HPV.pdf

    Bemerkenswert ist wie höflich die STIKO formuliert hat, als sie auf den Vorwurf eingeht, dass nicht das Karzinom als klinischer Endpunkt gelten darf.

  20. #20 wolfgang
    5. Dezember 2008

    Und nun hat die Stiko auf das Manifest bzw die Artikel in der Süddeutschen geantwortet

    https://www.rki.de/cln_091/nn_199596/DE/Content/Infekt/Impfen/Leserbrief__STIKO__HPV,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Leserbrief_STIKO_HPV.pdf

    Bemerkenswert ist wie höflich die STIKO formuliert hat, als sie auf den Vorwurf eingeht, dass nicht das Karzinom als klinischer Endpunkt gelten darf.

    Und ich hatte schon am 27.11.08 darauf hingewiesen, dass die Feststellung, dass noch nicht alles publiziert war, als die HPV-Impfempfehlung kam einerseits durchaus berechtigt ist, dass aber der STIKO eben auch vertrauliche Daten vorliegen- was im übrigen üblich ist.

  21. #21 Dagmar Landsberger
    5. Dezember 2008

    Hallo Sil,
    was ich will

    ist ganz einfach:

    eine Kampagne, die mit Sterbedaten von Frauen aus den Entwicklungsländern, in Deutschland die Bedeutung der momentanen medizinischen Möglichkeiten einfach totschwieg,

    und jetzt, nachdem der Widerstand sich formiert, plötzlich zugibt, das hier in Deutschland die Frauen nicht reihenweise an Gebärmutterhalskrebs sterben, plötzlich die “untragbaren Risiken” der rettenden Therapien betont,

    OBWOHL es erst in 20 bis 30 Jahren, und auch nur dann, wenn die Impfungen so helfen wie erhofft, unnötig wird die Frauen zu ERMUTIGEN sich den Testsa und den Eingriffen zu stellen,

    eine solche Kampagne willich als das zeigen was sie ist: eine unzulässige Form der Beeinflussung.

    Liebe Leute, es scheint Euch vollkommen egal zu sein, das hier Menschen vor wichtigen Eingriffen Angst gemacht wird, damit die Notwendigkeit einer Impfung subjektiv größer wird.

    Wer heute älter ist als 20 Jahre, hat keine realistische Chance auf eine Impfung.

    Also: Alle Frauen im Alter ab 20 müssen sich dem Gedanken an PAP-Test und eventueller Konisation noch vertrauensvoll zuwenden können.

    Bis Heute sind es nur 50 % der Frauen die sich regelmäßig untersuchen lassen.

    Habt Ihr eigentlich eine Ahnung wie wenig dazu gehört, Menschen von notwendigen Medizinischen Maßnahmen abzuschrecken?

    Wieso mußte erst das Manifest der Kritiker kommen, bis die Wahrheit auf den Tisch kommt, das mit Sterbe-Daten der Entwicklungländer Angst gemacht wurde?

    Ich möchte , lieber Sil, das alle Frauen, ohne Übertriebene Angst, mit Vertrauen in die möglichen Maßnahmen, das Richtige für ihre Gesundheit tun.

    Und ich hasse es, wenn Menschen mit Tricks vor scheinbaren Gefahren gewarnt werden, um besser ausnehmbar zu sein.

    Muß bei mir eine Berufs-Krankheit sein.

    Ich bin den Ängsten meiner Patienten ganz nah, und kenne auch ihre Hoffnungen.

    Wenn mit diesen Gefühlen gespielt wird, damit Profit gemacht werden kann, dann werde ich sehr, sehr böse.

    Das kann man verstehen, muß man aber nicht,
    mit herzlichen Grüßen,

    Dagmar Landsberger
    Dipl.Psych.

  22. #22 sil
    5. Dezember 2008

    Hallo Dagmar!
    Keine Ahnung, was die Kampagne bei manchen Leuten angerichtet hat.
    Arzneimittelwerbung fliegt in den Papierkorb und im Fernsehen schaue ich mir keine Spots an.
    Das ist Schrott.
    Mit Sterbedaten wurde doch sicher nur in Fachkreisen geworben, oder?
    “Krebs in Deutschland “(RKI):
    https://www.ekr.med.uni-erlangen.de/GEKID/Doc/kid2008.pdf
    Auf Seite 13 sind die geschätzten Neuerkrankungen für 2004 angegeben.
    Es waren ca. 6000 Fälle von Krebsneuerkrankungen.
    Wenn sich das auf 30% verringert, sind das dann nur noch 1800 Neuerkrankungen, wenn sich bei der Vorsorge nichts ändert.
    Die relative Überlebenswahrscheinlichkeit liegt zur Zeit bei 61% für fünfünf Jahre.

    Zitat:
    “Habt Ihr eigentlich eine Ahnung wie wenig dazu gehört, Menschen von notwendigen Medizinischen Maßnahmen abzuschrecken?”

    Ja habe ich. Ich kloppe mich seit über einem Jahr mit Impfgegnern im Netz. Die Schule meines Kindes war durch Nichtimpfung mehrerer Kinder kurz vor der Schließung und meine Familie ist kurz am “Hausarrest” vorbeigeschrammt.
    Den kleinen ungeimpften Keuchustenpatienten wurde auch noch elterlicherseits die Antibiose vorenthalten. Die kriegten Globuli.

    Ich mag Unseriosität, irreführende Werbung, ganzheitliches Medizin-Bashing und ähnlichen Mumpitz überhaupt nicht. Da ziehen wir beide hoffentlich an einem ähnlichen Strang.

    Können wir uns auf ein: “Die Kampagne war irreführend, aber die Impfung ist gut” einigen?

  23. #23 Dagmar Landsberger
    5. Dezember 2008

    Lieber Sil,

    Das ist meine Hoffnung.

    Das es bloß eine gierige Kampagne war und die Wissenschaft dahinter seriös.

    Schließlich kann auch ein wirksames Mittel von unseriösen Herstellern vertrieben werden.

    Herr zur Hausen möchte die HPV-Viren ausrotten.

    Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, das mir ein wenig unrealistisch vorkommt. Aber : Glück damit.

    Bis das geschehen ist: Alle Formen der Vorsorge sollten den Menschen ihren Risiken und Möglichkeiten entsprechend nahegebracht werden.

    Wenn man die Sterberate an Gebärmutterhals-Krebs hier in Deutschland innerhalb der nächsten 20 Jahren senken will, muß allerdings man um die Frauen werben, die bisher den PAP-Test nicht oder nicht regelmäßig machten.

    Auch wenn die HPV-Impfung alle Erwartungen noch übertrifft, kann sie erst die Erkrankungsrate senken, wenn die Impfgenerationen in das Alter für Gebärmutterhalskrebs kommen. Und das ist eben erst ungefähr zwischen 30 und 50 Jahren.

    Die meisten Menschen glauben jetzt sei die Impfung da, und es würde sich alles ändern.

    Es wurde sogar schon von Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen gesprochen, weil die teuren Untersuchungen und Operationen überflüssig würden.

    Und keiner scheint sich so richtig klar zu machen:

    Das wird die Realität, wenn die Impfung wie gewünscht wirkt, IN 20 JAHREN, und zwar frühestens.

    Ganz sicher lohnt es sich in die Zukunft zu investieren, aber die inzwischen real existierenden Patienten mit ihren real existierenden Bedürfnissen sollten dann auch noch in die Rechnung miteinbezogen werden.

    Mit herzlichen Grüßen,
    Dagmar Landsberger

  24. #24 Hans-Jürgen Schrörs
    6. Dezember 2008

    Hallo an alle, die ernsthaft mit der notwendigen Sachkenntnis und emotionslos
    diskutieren wollen.
    Der Imbrief-Online hat seit der HPV-Empfehlung der STIKO regelmäßig
    über die wissenschaftlichen Hintergründe informiert. Aus gegebenen Anlass
    können alle zurückliegenden Artikel frie zugänglich eingesehen
    werden (https://www.impfbrief.de/index.php?nav=5).
    Viele der hier im Forum diskutierten Fragen wurden bereits im IB-online behandelt.

    Übrigens: Der IB-online ist Mitghlied des WHO
    Vaccine Safety Net,
    was für die Neutralität der Berichterstattung
    spricht.

    Hans-Jürgen Schrörs (Mitherausgeber des IB-Online)

  25. #25 sil
    6. Dezember 2008

    Vielen Dank Herr Schrörs.
    Aus dem Kommentar des Impfbriefes vom 16.05.07:
    “Wir brauchen dringend ein effizientes PAP-Screening – und die HPV-Impfung. Gleichzeitig eignet sich die HPV-Impfung gut, um Impfungen im Jugendalter insgesamt zu fördern.”

    Das ist eine der angenehmsten und zielführendsten Diskussionen, die ich seit langer Zeit im Netz erlebt habe.

    @Dagmar: Verzeihen Sie mir bitte meinen anfangs etwas rüden Ton.
    Wir haben anscheinend mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund aneinander vorbeigeschrieben.

  26. #26 Dagmar Landsberger
    7. Dezember 2008

    Lieber Sil,

    ich empfand Sie nicht als rüde, eher als konstruktiv.

    Lieber Wolfgang,

    wußten Sie, daß die Beschneidung des Mannes, wie sie in den mosaischen Gesetzen vorgeschrieben ist, wahrscheinlich die erste Maßnahme war, die zur Senkung der Lethalität von Frauen mit Gebärmutterhalskrebs führte?

    In Ländern in denen die Beschneidung üblich ist, ist das Vorkommen dieser Krebsart halbiert gegenüber anderen Ländern.

    Man führt dies auf eine erleichterte intim-Hygiene des Mannes zurück.

    Mir wurde dies in meinem Studiem vor vielen Jahren als ein Beispiel für Zusammenhänge zwischen religiösen Verhaltensvorschriften und Gesundheitvorsorge vorgestellt.

    In diesen Ländern fühlen Männer mit Beschneidung sich anscheinend nicht in großer Zahl verstümmelt, es gibt die Vermutung, (sozusagen ein interkulturelles Gerücht) das aus der Beschneidung ein stärkeres sexuelles Durchhaltevermögen resultiert. (ist aber wohl noch nicht wissenschaftlich belegt, vermute ich zumindest ;))

    Also sind die ersten Wurzeln der heutigen Vorsorge gegen den Gebärmutterhals-Krebs vermutlich schon ein paar tausend Jahre alt.

    Die weiblichen Genitalverstümmelungen in ihrer unvorstellbaren Grausamkeit und dem Verlust sexueller Funktion, sowie der Erschwernis aller natürlichen Funktionen vom erschwerten Urinieren bis hin zur erschwerten Geburt sind meines Erachtens eine andere Dimension.

    Ich kann Ihr Engagement dagegen nur begrüßen.

    Mit herzlichen Grüßen,
    Dagmar Landsberger

  27. #27 Birgit Immenroth
    7. Dezember 2008

    Was halten eigentlich alle davon, die Jugendlichen vor den Gefahren ungeschützten Sexes aufzuklären. Es gibt nicht nur HPV!!! Wer geimpft ist, fühlt sich unverständlicherweise geschützt und es wird ein promiskuitives Verhalten gefördert. Und das auf Kosten der Allgemeinheit, die diese Impfung finanzieren muss, damit die Hersteller reicher und reicher werden.

  28. #28 Birgit
    7. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger, es befremdet mich, dass sie anscheinend für diese Imfung sind, wo doch bekannt ist, dass das in den neuen Impfstoffen enthaltene Aluminium Autismus verursacht.

  29. #29 Marcus
    7. Dezember 2008

    @Birgit
    Sie haben jetzt aber den Ironie-Smilie vergessen, oder?

  30. #30 Dagmar Landsberger
    7. Dezember 2008

    Liebe Frau Immenroth,

    natürlich ist es wichtig, daß Kinder möglichst umfassend über ihre Möglichkeiten sich vor ungewollten Schwangerschaften, Aids oder anderen Gefahren zu schützen informiert werden.

    Meine Tochter ist jetzt widerholte Male zwischen Klasse 4 und Klasse 8 aufgeklärt und informiert worden.

    Ein wahlloses Sexualverhalten entsteht nach meiner Meinung nicht durch die Sorglosigkeit vor Erkrankungen, sondern durch mangelndes Selbstvertrauen, mangelndes Selbstwertgefühl oder mangelnder familiärer Geborgenheit.

    In seltenen Fällen steckt auch eine seelische Erkrankung dahinter, wie z. B. eine krankhafte Geltungssucht, oder eine Persönlichkeitsstörung.

    Das Aluminium Autismus verursacht, ist mir neu, ich weiß jedoch, das es wissenschaftliche Diskussionen über mögliche Zusammenhänge mit Alzheimer-Erkrankungen gibt.
    Aber das ist meines Wissens noch nicht über das Diskussionsstadium hinausgekommen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dagmar Landsberger

  31. #31 birgit immenroth
    7. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger,
    ich wünschte mir so sehr, es gäbe eine unabhängige Forschung zu diesem Thema. Das viele Geld, das mit Gardasil und Cervarix eingenommen wird, verhindert aber leider jegliches Vertrauen in die Aussagen der Forscher. Würden Sie gerne auf 260.000.000,00 € verzichten? Das ist die Summe, die jährlich durch die Impfstoffe eingenommen wird. Gäbe man zu, dass die Impfempfehlung ein Fehler war, wäre das ein Riesenverlust. Es gibt also kein Zurück. Nur – was soll ich als Mutter einer 15jährigen machen? Ich kann keine Entscheidung treffen, wenn mir die Empfehlunge so fragwürdig und das ganze Gebahren der Pharmaindustrie schon Mafia-ähnlich vorkommt. VieleB Grüße B.Immenroth

  32. #32 Frank Podowski
    7. Dezember 2008

    Die Kritiker der HPV-Impfung schießen mit Kanonen auf Spatzen. Es gibt niemanden, der behauptet, sie diene der Therapie ein HPV-Infektion. Sie ist ein prophylaktische Impfung, so wie jede andere Impfung auch, sei es gegen FSME, Hepatitis B oder Tollwut. Niemand käme auf die Idee, einem Patienten, der an Tetanus leidet, die Tetanusimpfung zu verabreichen, um dann zu schreien: “Skandal, die wirkt ja gar nicht!” Weshalb das die sogenannten Experten jetzt plötzlich in ihrem Manifest behaupten, dass dem so wäre, zeugt entweder von vollkommener Unkenntnis über die Zulassung der HPV-Impfstoffe bzw. über der Genese des Cervix-Ca, oder ist eine vorsätzliche Desinformation.

    Man muss die prophylaktische Impfung vor einer HPV-Infektion erhalten. Die Infektion der Cervix erfolgt durch Penetration der Vagina, also vorwiegend sexuell, aber nicht ausschließlich. Die Hochrisiko-HPV können können sich schon vor der Infektion der Cervix an den äußeren Genitalen befinden, die Penetration sorgt aber erst dafür, dass sie die Infektion am Cervixepithel machen können. Die Übertragung auf die äußeren Genitale muss nicht zwingend sexuell erfolgen, das geht auch über die Hand. Nicht invasive sexuelle Praktiken wie Petting können auch zur Übertragung führen, also schlicht jeder direkte Haut-Haut-Kontakt.

    Ein allgemeine Impfempfehlung für Frauen in einem Alter, in dem sie schon länger sexuell aktiv sind, macht epidemiologisch keinen Sinn, weil in hohem Maße bereits Infektionen mit HPV 16 und/oder 18 vorliegen. Umgekehrt kann natürlich eine “Spätentwicklerin” von der Impfung profitieren, auch wenn sie älter als 17 ist.

    Es hat sich gezeigt, dass eine vollständige Impfung vor der Kohabitarche der effektivste Schutz vor einer Infektion mit den jeweiligen HPV-Typen ist. Es gibt aufgrund struktureller Verwandtschaft zwischen den HPV-Hochrisikotypen auch einen gewissen Schutz vor einer Infektion mit zu HPV 16 und 18 ähnlichen HPV, wie weit das aber zur Wirksamkeit der Impfung beiträgt, ist nicht geklärt.

    Die zeitgerechte vollständige Impfung verhindert mit hoher Sicherheit Infektionen mit HPV 16 und 18. Diese beiden HPV-Typen werden in über 70% der Cervix-Ca in Deutschland nachgewiesen. Ob ein Replacement durch andere Hochriskio-HPV stattfindet, wird vor allem in der Laienpresse eifrig diskutiert. Offensichtlich ist den wenigsten der Diskutanten bekannt, dass ein Infektion mit HPV 16 und/oder 18 nicht vor einer Infektion mit 31 oder 45 schützt. Offensichtlich liegt hier ein Missverständnis über die Biologie der HPV vor. MAn schient Bakterien und Pilze mit Viren zu verwechseln. Ich habe noch keine wirkliche Begründung gelesen, die einleuchtend erklärt, wieso das so sein soll.

    Sicher, in den Zulassungsstudien wurde nicht gezeigt, dass die Impfung tatsächlich Krebs verhindert. Kann man auch nicht, denn spätestens beim Auftreten eines CIN3 musste ja therapeutisch sowohl bei der Verum- als auch bei der Placebogruppe eingegriffen werden. Es ist ethisch nicht vertretbar, dass man zuschaut, wir jemand unter kontrollierten Studienbedingungen an einer Krebsform erkrankt, an der die Patientin eher verstirbt als dass sie geheilt werden würde. Nach Ausschwitz und Buchenwald hat man sich glücklicherweise von solch einer angeblich wissenschaftlichen Forschung verabschiedet, umso verwunderlicher, dass das jetzt von selbsternannten Kritikern bemängelt wird. Man scheint nicht ganz zu realisieren, was für ein Unsinn da behauptet wird.

    Der Pap-Test ist mies, sein negativ-prädiaktiver Wert ist schlecht, man könnte genauso gut eine Münze werfen. Außerdem ist er als zytologischer Test nicht objektivierbar, was der einer als normal ansieht, könnte ein anderer schon als auffällig bewerten. Der Pap-Test wird zu selten durchgeführt, die Patientinnencompliance ist leidlich. Er stellt also alles andere als das Nonplusultra der Krebsvorsoge dar, man hatte über die Jahre schlicht nichts besseres. Trotzdem wird von niemandem gefordert, nach Impfung auf den Pap-Test zu verzichten. Im Gegenteil, die HPV-Impfung hat das Thema Krebsvorsorge wieder auf die Titelseiten gebracht, ein Bewusstsein für das Problem geschaffen. Und diese Aufmerksamkeit kann sollte dazu führen, dass noch mehr Frauen die Krebsvorsorge ernst- und wahrnehmen.

    Das eine Beschneidung des Mannes die Übertragungsraten gewisser Erreger reduzieren kann, ist ja bekannt. Allerdings muss man dabei die hygienischen Bedingungen beachten, unter denen die Beschneidung erfolgt. Wenn die nämlich nicht den westlichen Standards entspricht, ist das Risiko, dass es bei der Beschneidung zu einer Infektion kommt, deutlich hoher als der Nutzen einer Beschneidung. Außerdem sind die Todesfallzahlen des Cervix-Ca in Afrika besonders hoch, wo aber bekanntlich gerne und viel herumgeschnippelt wird, bei Männlein wie Weiblein. Also, von der Afrikamystik ist nicht viel zu halten, sie versagt in der Realität.

  33. #33 Rincewind
    7. Dezember 2008

    birgit schrieb:”Liebe Frau Landsberger, es befremdet mich, dass sie anscheinend für diese Imfung sind, wo doch bekannt ist, dass das in den neuen Impfstoffen enthaltene Aluminium Autismus verursacht.”

    Es ist unglaublich ermüdend, wenn eine Behauptung hundertfach widerlegt wurde, jahrelang diskutiert mit gleichen Ergebnis und dann wieder eine kommt, die das Hase und Igel-Spiel von vorne beginnen will.
    Wussten Sie schon, dass Sie Dihydrogenmonoxid im Hirn haben? Kümmern Sie sich doch bitte darum.

  34. #34 Dagmar Landsberger
    7. Dezember 2008

    Liebe Birgit Immenroth,

    haben Sie eine Frauenärztin, der Sie vertrauen?

    Dann würde ich an Ihrer Stelle mit Ihr zusammen eine Entscheidung, natürlich mit ihrer Tochter treffen.

    Sehr geehrter Herr Podowski,
    es liegt mir sehr fern die Beschneidung des Mannes gegen HPV zu propagieren.

    Es war lediglich eine Bemerkung zur Beschneidung des Mannes als “Verstümmelung”, wie es Wolfgang sah.

  35. #35 Marcus
    7. Dezember 2008

    @Rincewind
    ich dachte wirklich, Birgit meint das ironisch …

  36. #36 Rincewind
    7. Dezember 2008

    @Marcus: Es mag sein, dass mein Ironiedetektor von Esoterikblasen und Universumsrüttlern etwas verbeult ist. In dem Fall hoffe ich es.

  37. #37 Rincewind
    7. Dezember 2008
  38. #38 birgit
    8. Dezember 2008

    Lieber Rincewind, wenn du zu deinem Witz stehen willst, kannst du ja mal deinen echten Namen bekanntgeben. Leute, denen es hier darum geht, eine lebenswichtige Entscheidung für ihre Kinder zu treffen zu verhöhnen finde ich ziemlich mies. Du bist nicht witzig und befindest dich im falschen Forum.

  39. #39 birgit immenroth
    8. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger,
    von Vertrauen kann leider nicht mehr die Rede sein, nachdem ich erfahren musste, dass meine Frauenärztin zwar für die Imfpung wirbt, ihren eigenen Töchtern jedoch die Impfung verbietet. Vielleicht können Sie herausfinden, ob die 16-jährige Enkelin von Herrn Prof. zur Hausen schon geimpft wurde?
    Viele Grüße B. Immenroth

  40. #40 Marcus Anhäuser
    8. Dezember 2008

    Liebe Birgit,
    zunächst eine Verständnisfrage:
    1. War dies eine ernst gemeinte Aussage (Aluminium und Autismus)?

    2. Wenn ja, könnte Sie bitte erklären, wie Sie dazu kommen, was sind Ihre Belege?

    3. Vielleicht erklären Sie uns aber auch erst, ob Sie Wissenschaftlerin sind oder nicht? Das hilft uns bei der Beurteilung Ihrer Einschätzung.

    4. Wer hier kommentiert und wer nicht, darüber lassen Sie bitte mich entscheiden.

  41. #41 sil
    8. Dezember 2008

    @Birgit:

    (Ich setze jetzt mal voraus, dass die verschiedenen Birgits die gleiche Birgit sind.)

    Wahrscheinlich müssten Sie dazu aber auch das Sexualverhalten der Töchter Ihrer Frauenärztin erfragen. Den besten Schutz gibt es nur, wenn noch keine Infektion besteht. Das fließt in die Entscheidungsfindung mit ein.
    Nach der Diskussion hier ist für mich mittlererweile alles klar. An so einer guten und sachdienlichen Diskussion zum Thema HPV-Impfung habe ich noch nie teilgenommen.
    Meine geringen Restzweifel wurden komplett ausgeräumt.
    Lesen Sie doch bitte auch mal die weiterführenden Links, die weiter oben stehen.
    Sie würden Ihrer Tochter mit der Impfung wirklich etwas gutes tun.

    Umsätze des Herstellers und die vermeintliche Förderung von Promiskuität haben mit der Wirksamkeit und der Sicherheit der Impfung überhaupt nichts zu tun.

  42. #42 Marcus Anhäuser
    8. Dezember 2008

    Okay, stimmt. Birgit und Birgit Immenroth sind diesselbe Person (IP Adresse und E-Mail, das kann ich ja hier nachsehen).

  43. #43 Jane
    8. Dezember 2008

    @Birgit: “Leute, denen es hier darum geht, eine lebenswichtige Entscheidung für ihre Kinder zu treffen zu verhöhnen finde ich ziemlich mies.”

    Niemand hat hier irgendwen verhöhnt. Sie kommen hier mit uralten Lügenmärchen an (Autismus/Aluminium), die bereits unschuldigen Kindern das Leben gekostet haben!

    Googeln Sie mal SSPE!
    Und dann informieren Sie sich mal über Herrn Dr. Andrew Wakefield und seine finanziellen Interessen bei der Vebreitung seiner Impflügen. DAS ist mafiös.

    Eltern wie Sie, die keine Ahnung von irgendwas haben und sich einer rationalen Diskussion völlig verweigern machen mit Angst. Die armen Kinder, die so einer Mutter ausgeliefert sind.

  44. #44 Rincewind
    8. Dezember 2008

    Liebe Birgit,
    ich habe keinen Witz gemacht. Mir ist das sogar sehr ernst gewesen. Und zu meiner zynischen Bemerkung am Schluß mit Dihydrogenmonoxid stehe ich: Es ist lediglich eine Persiflage zum Niveau Aluminium -> Autismus.

    Hier ist der, der den Unsinn in die Welt gesetzt hat:
    https://esowatch.com/index.php?title=Andrew_Wakefield

    Es ist eine Katastrophe, was heutzutage von fanatisierten Impfgegnern alles so an Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt wird. Sind auch die seltsamsten Hypothesen längst widerlegt, sie werden trotzdem gebetsmühlenhaft immer und immer wieder wiederholt.

    Über die HPV-Impfung kann und muss man diskutieren, aber sicher nicht so, dass von der Impfung eine krankheitsverursachende Wirkung ausgeht, sondern mehr um epidemiologische Probleme. Z.B. ob dann Vorsorgeuntersuchungen zurückgehen, sich ein falsches Sicherheitsgefühl einstellt etc.

    Das sind alles berechtigte Einwände, die man diskutieren muss. Ich bin jedenfalls – auch aufgrund der Diskussion hier – zum Schluss gekommen, das meine Tochter HPV geimpft wird.

  45. #45 birgit
    8. Dezember 2008

    Lieber Herr Anhäuser, wenn das so ist und man sich hier beleidigen lassen muss, nur weil man mal ein paar pharma-unabhängige Infos sammeln will, bitte ich Sie, meine von Ihnen gesammelten Daten aus Ihrem BLOG zu löschen. Ich werde mich auch sicher nicht mehr melden. DANKE

  46. #46 Rincewind
    8. Dezember 2008

    Liebe Birgit,
    wenn Sie einer Meinung widersprechen als persönliche Beleidigung empfinden, kann man nur noch wenig sagen, was hilfreich sein könnte.

    Ich weiß, für Manche ist es schockierend, wenn sie plötzlich von Anderen in einer Art zurechtgewiesen werden, dass die eigene Meinung wohl doch nur auf dünnem Grund basiert. An diesem Punkt unterscheiden sich die Menschen enorm: Die einen sind sauer und blasen Rückzug ins Schneckenhaus, andere sind froh, etwas dazugelernt zu haben.

  47. #47 birgit
    8. Dezember 2008

    Lieber Rincewind! Wenn ich mir deinen netten Link aus Youtube ansehe, kann ich leider keine Meinung sondern nur eine Beleidigung erkennen.

  48. #48 Marcus Anhäuser
    8. Dezember 2008

    Liebe Birgit,

    zunächst mal: Wie vertraut sind Sie mit Blogs?

    Dann: Wir sammeln hier keine Daten, sondern es gibt für mich als Betreiber dieses Blogs die Möglichkeit minimale Kontrolle über die Kommentierenden zu bekommen. Da hier jeder anonym kommentieren kann, setzt uns das einem gewissen Risiko aus, weil Blogbetreiber auch schon mal gerichtlich verfolgt werden für Sätze, die von Kommentierenden stammen.

    In Ihrem Fall habe ich nur auf die von Ihnen selbst eingetragene E-Mail Adresse und die von Ihrem Computer übertragene IP Adresse zurückgegriffen, um herauszubekommen, ob Sie und Birgit Immenroth ein und diesselbe Person sind oder nicht. Sie hatten leider nicht auf meine Frage geantwortet. Sie wissen vielleicht, dass Sie im Internet Spuren hinterlassen?

    Wir hatten hier schon Fälle von Personen, die sich unter verschiedenen Namen angemeldet hatten, sich im Kommentar gegenseitig die Bälle zu absurden Behauptungen zuspielten, bis wir feststellten, dass es sich um ein und diesselbe Person handelt.

    Zum Vorwurf an Rincewind:
    Da müssen Sie Verständnis haben. Er ist einer der Autoren von esowatch.de, einer empfehlenswerten Quelle, wenn es um Pseudowissenschaft und obskure, unbelegte Behauptungen geht. Wie er schon sagte: Irgendwann kommt man wahrscheinlich an einen Punkt, wenn man es schon so oft erklärt hat, das man bei bestimmten Behauptungen einfach sehr kurz angebunden ist. Sehen Sie Ihm das nach.

    Grundsätzlich weht in den Kommentare von Blogs öfter schon mal ein etwas rauherer Wind. Daran gewöhnt man sich mit der Zeit.

    Erzählen Sie doch einfach mal, woher Sie das mit dem Autismus wissen. Vielleicht hilft Ihnen ja esowatch bei dem Thema weiter.

  49. #49 Jane
    8. Dezember 2008

    @Rincewind: Vergiss es, bei Leuten wie Birigit ist Hopfen und Malz verloren. Die will nur in ihrer Meinung bestätigt werden und wird natürlich sofort agressiv wenn sie merkt, dass ihre “Meinung” nur bornierten Vorurteilen besteht. Immer schön alles nachplappern was der geldgeile Heilpraktiker vorplappert und sich dann ganz toll unabhängig und klug vorkommen.

    Das Schlimme daran ist nur, dass unschuldige Kinder den Preis für dieses Verhalten zahlen müssen. Und einige mussten schon mit dem Leben für die Lügen der Impfgegner bezahlen.

  50. #50 Rincewind
    9. Dezember 2008

    Birgit schrieb:
    “Lieber Rincewind! Wenn ich mir deinen netten Link aus Youtube ansehe, kann ich leider keine Meinung sondern nur eine Beleidigung erkennen.”

    Liebe Birgit,
    wenn ich jemanden wirklich beleidigen will, dann scheibe ich ihm überhaupt nichts.

  51. #51 Dagmar Landsberger
    9. Dezember 2008

    Liebe Birgit,
    liene Rincewind,

    ich fühle mich bei dem hier ausgebrochenen Streit aus mehreren Gründen sehr unwohl.

    1. Birgit hatte die Frage bezüglich des Aluminiums an mich gestellt.

    Ich habe sie nach bestem Wissen beantwortet, und Birgit hat dies sehr friedlich aufgenommen.

    2. Das Birgit ANGST hat, nachdem sie das Erlebnis mit der Frauenärztin hatte, ist sehr einfühlbar. Auch hier hat sie eine Frage gestellt, die mich tief berührt: wem kann sie dann noch vertrauen?

    3. Einem Menschen zum Vorwurf zu machen, daß er verunsichert ist, und Angst hat, und eine Frage stellt, von der man denkt sie wäre längst beantwortet, ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Für Birgit war eine Antwort, die ihr die Angst nahm noch nicht zugänglich gewesen.
    Hier in diesem Medium danach zu suchen ist doch wohl legitim?

    Und lieber Rincewind, da waren Sie nicht gerade hilfreich.

    Liebe Birgit, mein Rat an Sie: gehen Sie noch einmal zu Ihrer Frauenärztin, und fragen sie warum. Vielleicht ist die Antwort so klar wie Sil vorgeschlagen hatte. Vielleicht finden SIe beide zusammen die Antwort – oder die Notwendigkeit einen anderen Arzt zu konsultieren.

    Wir alle werden in Zukunft hart an uns arbeiten müssen, wenn wir auf verschiedene gesellschaftliche Fragen die auf uns zukommen mit menschlicher Kompetenz reagieren wollen.

    Der Gedanke, das Krebs durch Viren ausgelöst werden könnte, ist sehr alt. Meine Mutter, Krankenschwester und heute hoch betagt, hatte in ihrem Beruf im Umgang mit Krebs-Patienten noch starke Ängst vor Ansteckung.

    Birgit ist keine IMPFGEGNERIN, dann hätte sie keinen Bedarf für Antworten.

    Sie hat Angst, vor einer falschen Entscheidung.

    Ich habe gestern einen befreundeten Arzt um seine Meinung gefragt:

    “Seine Antwort: jedes neue Medikament beobachtet er erst einmal 5 Jahre auf dem Markt, bevor er es an sich selbst oder an seiner Familie ausprobieren würde.”

    Autsch.

    Verunsicherung scheint also nicht nur “Wasserköpfe zu betreffen”.

    Die Sahne von Heute ist der Käse von Morgen ist so ein Satz, dem man immer näher kommt, je älter man in der Medizin wird, und das gilt auch für die Randgebiete.

    Ich kenne einen Psychiater, der ist in seiner Jugend aus einem Seminar geflogen, weil er widersprach, als eine Mutter eines autistischen Kindes nach einer Vorführung als Kühlschrankmutter bezeichnet wurde….

    Hätte ihn damals fast seine Laufbahn ruiniert.

    Ein bißchen Demut ist angebracht.

    Wir wissen so wenig. Und das wenige das wir wissen, kann sich auch noch jeden Moment als falsch herausstellen.

    Gefühle wie Angst, vor allem um das eigene Kind, sind legitim, da dürfen wir dann auch eine Frage einmal zuviel stellen finde ich.

    Laßt uns miteinander ringen, aber im Bewußtsein daß wir alle irren können, bei noch so viel Sorgfalt.

    Zu einer Entscheidung brauchen wir Vertrauen.

    Zumindest das Vertrauen das wir ungestraft Fragen stellen dürfen.

    Herzliche Grüße,

    Dagmar Landsberger

  52. #52 Jane
    9. Dezember 2008

    @Frau Landsberger:
    Wahrscheinlich bringt es Ihr Beuf mit sich, dass man so eine Engelsgeduld hat. Das respektiere ich.
    Wer mit uralten Lügen über Autismus und Impfungen ankommt ist ein Impfgegner und wird sich auch so nennen lassen müssen.
    Bei dem Gedanken, wie viele selbsternannte “Experten” wie Birgit durch die Gegend rennen und diesen Stuß im Bekanntenkreis verbreiten wird mir schlecht. Wenn es dann so weit gekommen ist:
    https://blog.esowatch.com/index.php?itemid=94&catid=8
    dann will es wieder keiner gewesen sein.
    Einfühlsam reagiere ich auf so was schon lange nicht mehr.

  53. #53 wolfgang
    9. Dezember 2008

    Dagmar L schrieb: Es war lediglich eine Bemerkung zur Beschneidung des Mannes als “Verstümmelung”, wie es Wolfgang sah.

    Na was ist denn das sonst? Die Vorhaut des Mannes ist von der Natur so vorgesehen, ebenso wie der Gebärmutterhals bei Frauen. Schneidet man daran herum, so wird das Organ verstümmelt. Ist ja kein Problem solange es medizinisch indiziert ist zB bei Phimose, oder zB bei einem pathologischen PAP Test (der sollte natürlich nicht falsch positiv sein).

    Kürzlich gabs in der Fachzeitschrift (Monatsschrift für Kinder-Jugendheilkunde) eine rechtliche Beurteilung der Vorhautbeschneidung aus nicht-medizinischen Gründen. Es kam klar heraus, dass die Zustimmung der Eltern ungültig ist und ArztInnn sich im Bereich der vorsätzlichen Körperverletzung befinden. Das Recht der Kinder auf höchstmögliche Gesundheit steht über dem Recht auf freie Religionsausübung.

    Wenn die Kids dann 18 Jhr sind, können sie sich piercen lassen wo auch immer, Genitalbeschneidungen durchführen lassen oder andere Dinge- van Gogh hat halt das Ohr gewählt- das war dann auch verstümmelt.

    Und Ärzte sollten für den kompletten Organerhalt sein, soweit sich das machen läßt. Und da kann man beispielsweise Konisationen um 70% verringern.

    Ich stelle hier mal eine Hypothese auf: HPV 16 und 18 würden bei Männern im Infektionsfall die Ohren aussehen lassen wie bei van Gogh- ich bin ziemlich sicher, dann gäbe es überhaupt keine Diskussion über Kostenersatz- nirgendwo in der EU.
    So aber sinds ja “nur” Frauen die betroffen sind.
    Gender aspekt: Um einen Lawinentoten zu vermeiden (80% Männer) wird 14 mal mehr Geld als “(sehr kostenwirksam bezeichnet)” investiert als zur Vermeidung von Cervixkarzinomen (100% Frauen)- die Diskriminierung funktioniert doch- und wird auch noch durch Argumente von Frauen unterstützt, die behaupten es wäre zu befürchten, dass geimpfte Mädchen einem zügellosen Geschlechtsleben verfallen. Oder die bestreiten, dass eine Konisation eine Genitalverstümmelung darstellt.Irgendwie bizarr.

  54. #54 birgit immenroth
    9. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger,
    vielen Dank! Es ist wahr, ich habe nur Sie nach Ihrer Meinung gefragt, weil ich bei Ihnen das Gefühl habe, dass Sie sich wirklich mit meinen Fragen auseinandergesetzt haben, um mir bei der Entscheidung zu helfen. Ich bitte Sie zu entschuldigen, dass ich zu Anfang etwas unfreundlich war, aber da wusste ich noch nicht an was für eine kompetente, hilfsbereite Frau ich da geraten bin.
    Ihre Birgit Immenroth

  55. #55 sil
    9. Dezember 2008

    Hallo Birgit,

    was meinten Sie eigentlich mit “pharma-unabhängig”?

  56. #56 Dagmar Landsberger
    9. Dezember 2008

    Hallo Wolfgang,

    Ich kann es leider nur mit Zähneknirschen sagen, weil ich auch nur ein Mensch bin: Sie hatten recht.

    Ihre Beharrlichkeit ist mir so auf den Keks gegangen, das ich zum letzten Mittel gegriffen habe, das ich normalerweise nutze um etwas zu entscheiden, ich habe visualisiert, eine Beschneidung visualisiert.

    Und zwar habe ich mir einen jüdischen Beschneidungsritus mit meinem Sohn, 7 Tage alt vorgestellt. Ist es nicht der 8. Tag, der vorgeschrieben ist?

    Da war also mein Söhnchen, alles so wundervoll und so wie es sein soll, und sein vertrauensvolles Gesichtchen, und sein Lachen… und ein Messer… und dann war mir klar: nicht mit meinem Sohn. Und wenn mir da jemand quergekommen wäre mit Gequatsche das ist doch nur ein bißchen Haut, und dann gibt es weniger Infektionen, ich glaube, das wäre demjenigen nicht bekommen.

    Ich bin sehr froh, das ich keinerlei solche Entscheidungen zu treffen hatte.

    Das Leben ist ein Abenteuer. Es gibt soviel zu lernen.

    Lieber Wolfgang, ja, es ist eine Verstümmelung.

    Wenn ich sie meinem Sohn nicht ohne Not zumuten wollte, dann kann ich das auch nicht einfach für andere bagatellisieren.

    Wie einem Denk und Seh-Gewohnheiten im Weg stehen können…

    Bißchen freundlicher von Ihrer Seite wäre toll gewesen, aber jeder wie er mag.

    Mit herzlichen Grüßen,
    Dagmar Landsberger

    Herzliche Grüße,

  57. #57 Rincewind
    9. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger,
    weil Sie gerade Visualisierung erwähnten, schauen Sie sich doch mal diese Bilder an:

    https://www.ratbags.com/rsoles/vaxliars/pictures.htm

    Sowas wollen Impfgegner. Ich gebe zu, dass mir zu dem Thema die Freundlichkeit schon lange abhanden gekommen ist.

  58. #58 dagmar Lansdberger
    10. Dezember 2008

    Liebe(r) Rincewind,

    mein inneres Kino ist voll von Bildern die mich sehr traurig, demütig und manchmal verzweifelt machen.

    Die Bilder aus Ihrem Link stehen für etwas, was ganz sicher kein Mensch wirklich will.

    Dennoch geschieht es. Warum?

    Wodurch entscheiden sich Menschen, die ihre Kinder impfen lassen, von denen, die dies nicht tun?

    Die, deren Kinder geimpft werden, haben das Vertrauen, daß ihre KInder durch die Impfungen vor schweren Erkrankungen geschützt sind. Dass Nebenwirkungen, wenn sie auftreten, vorübergehend und beherrschbar sind.

    Und die Anderen? Die haben mehr Angst vor den Nebenwirkungen der Impfung, als vor den Krankheiten, vor denen diese schützen sollen.

    Also: Letztlich geht es um Vertrauen.

    Warum gibt es immer mehr Impfverweigerer?

    Da ich es nicht ablehne mit Menschen, die so denken zu kommunizieren, kenne ich einige ihrer Probleme:

    Bedenken vor Mehrfachimpfungen,
    Angst vor Hilfs-und Zusatzstoffen,
    erlebte Nebenwirkungen verbunden mit dem Gefühl vom Arzt nicht ernst genommen zu werden. “Erlebte” heißt, dass diese Menschen es so erlebt haben. Eine objektive Prüfung ist da schwierig.

    Klopfe ich das ganze vorsichtig ein wenig ab, dann stellt sich eigentlich immer heraus: Medizin wird als anonym, undurchsichtig und kalt erlebt. Es fehlt das solide tragfähige Vertrauen, die emotional tragfähige Beziehung zu einem glaubwürdig erlebten Mediziner.

    Nein, ich glaube nicht, dass es an den Medizinern liegt.

    Aber an der wenigen Zeit, die sich ein Mediziner heute für einen Patienten nehmen kann, wenn er noch von seinem Verdienst leben will.

    Das Anwachsen der Impfverweigerung ist also Ausdruck einer Vertrauenskrise in der Gesundheitsversorgung.

    Wenn ich im Netz die verschiedenen Seiten betrachte, dann komme ich manchmal zum Schluss, dass sich hier ein regelrechter Glaubenskrieg mit ziemlich verhärteten Fronten entwickelt.

    Und auf beiden Seiten sind Eltern, die das Beste für ihre Kinder wollen, aber unterschiedliche Hoffnungen und Ängste haben. Und unbarmherzig aufeinander einschlagen.

    Leute, die ihre Kinder vernachlässigen, denen ist das Thema Impfung ja wohl eher egal.

    Das Merkwürdige ist, dass es unter den Impfverweigerern nur ganz selten Menschen gibt, welche die Impfungen zur Gänze ablehnen.

    Ich habe vor vielen Jahren einmal einen Sozialarbeiter kennengelernt, der mit Jugendlichen arbeitete, und mir ganz stolz mitteilte, dass er es ablehne sich mit rechtsradikalen Jugendlichen zu unterhalten.

    Da fehlten mir damals einfach die Worte. Er hatte diese Menschen einfach aufgegeben. Punkt.

    Der Endpunkt einer Fehlentscheidung ist manchmal fatal.

    Wenn diese Fehlentscheidung das Produkt intensiver Bemühung um die richtige Entscheidung war, bei der der Bemühende aber nicht fand was er suchte, dann ist das kein Mord, sondern eine Tragödie.

    Wenn wir mit Geduld, wissenschaftlicher Gründlichkeit, gesundem Misstrauen gegenüber Geschäftemachern und mitmenschlichem Engagement Tragödien vermeiden können, dann ist das sicherlich ein lohnendes Ziel.

    Die weitere Verhärtung von Fronten hilft niemandem.

    Nein liebe(r) Rincewind, das ist nicht fair, und vor allem: Nicht hilfreich.

    So etwas WILL NIEMAND.

    Und das Mittel dagegen heißt: Vertrauen schaffen.

    Verhärtende Fronten sind da wirklich keine Hilfe.

    Zugegeben, das Beispiel mit dem Sozial-Arbeiter hinkt, denn der wurde dafür bezahlt, Jugendlichen beizustehen.

    Und hier wird niemand für seine Beiträge bezahlt.

    Mein Rat ist: wenn wir etwas ändern wollen, dann müssen wir uns um Vertrauen bemühen.

    mit herzlichen Grüßen,
    Dagmar Landsberger

  59. #59 sil
    10. Dezember 2008

    Ein Cartoon von dort:
    “Vaccines cause autism. Ban vaccines!”
    Cool.

  60. #60 Dagmar Landsberger
    10. Dezember 2008

    Hallo Sil,

    Cartoon läßt sich nicht aufrufen.

    Konnte es auch nicht googeln.

  61. #61 Wolfgang
    10. Dezember 2008

    Dagmar schreibt:

    Ihre Beharrlichkeit ist mir so auf den Keks gegangen, das ich zum letzten Mittel gegriffen habe, das ich normalerweise nutze um etwas zu entscheiden, ich habe visualisiert, eine Beschneidung visualisiert.

    steter Tropfen ;)

    Und zwar habe ich mir einen jüdischen Beschneidungsritus mit meinem Sohn, 7 Tage alt vorgestellt. Ist es nicht der 8. Tag, der vorgeschrieben ist?

    Da war also mein Söhnchen, alles so wundervoll und so wie es sein soll, und sein vertrauensvolles Gesichtchen, und sein Lachen… und ein Messer… und dann war mir klar: nicht mit meinem Sohn. Und wenn mir da jemand quergekommen wäre mit Gequatsche das ist doch nur ein bißchen Haut, und dann gibt es weniger Infektionen, ich glaube, das wäre demjenigen nicht bekommen.

    Ich bin sehr froh, das ich keinerlei solche Entscheidungen zu treffen hatte.

    Mein jüngerer Sohn hatte eine Phimose -medizinische Indikation. Vollnarkose. Er war ganz tapfer mit so ca 3 Jhr. Aber es ist eine ganz schön blutige Geschichte.

    Lieber Wolfgang, ja, es ist eine Verstümmelung.

    Ja so wie die Konisation. Die gibts auch nur mit Vollnarkose. 2-7% Komplikationen- bis hin zur Uterektomie.

    Und jetzt gibt es einen Impfstoff- bestens auf Wirksamkeit hinsichtlich Vermeidung der Konisation untersucht- und da nutzt es auch nichts wenn 13 Wissenschaftler ein “Manifest” schreiben. Marcus hat mich ganz oben ja schon zitiert:

    “Ein weiterer Punkt des “Manifestes” verstört mich weit mehr, es wird kritisiert, dass der klinische Endpunkt der Prüfung nicht Vermeidung von Cervixkarzinom war, sondern das Vermeiden höhergradiger cervikaler Dysplasien. Das ist zwar richtig, die Kritik ist aber zutiefst unethisch. Cervikale Dyplasien werden und müssen konisiert werden, man kann Frau ja nicht warten lassen (look and see) bis sie ein invasives Cervixkarzinom +/- Metastasen hat? Wer so etwas fordert hat massive ethische Defizite.

    Diese Kritik der 13 Wissenschaftler ist daher für mich nicht zulässig. Der HPV-4 Impfstoff ist hochwirksam und unbedenklich- wie Marcus allerdings auf die Idee kommt er sei umstritten, das ist auch für mich nicht nachvollziehbar- ich hoffe er meint nicht die von seinem Journalistenkollegen Bert Ehgartner vom Zaun gebrochene Diskussion um das Aluminiumsalz als Adjuvans, weil die war nicht wissensbasiert.

  62. #62 sil
    10. Dezember 2008

    Tja, Wolfgang.
    Das “Arzneitelegramm” ist eigentlich eine gute Quelle. Ich hatte Dir ja schon mal einen Artikel geschickt. Die machen neuerdings auf Impfskeptiker (HPV und auch Windpocken).
    Vom Cochrane-Institut kommen auch Fragen.

    Da wird es für jemanden, der nicht voll in der Materie steht schon ein bisschen mulmig.

  63. #63 Marcus
    10. Dezember 2008

    (Liebe Dagmar), ich hab mich verguckt, der Beitrag war von Wolfgang, tschuldigung,aber es das sicher für beide interessant.

    Lieber Wolfgang,

    nur um Missverständnisse auszuschließen. Mit “Umstritten” meine ich nicht die Aluminiumsalze. Es geht um die Diskussion, die schon etwas länger andauert, und die jetzt in diesem Manifest als derzeitigem Höhepunkt kulminiert.

    Es gibt schon seit geraumer Zeit Kritik von durchaus ernstzunehmenden Leuten, die sich bisher eigentlich als zuverlässig, verlässlich und kompetent erwiesen haben. Das sollte man nicht einfach so vom Tisch wischen. Wenn es um den Faktor Autorität geht, können die mit dem Nobelpreisträger, der kein Public Health-Experte ist, sicher mithalten. Laien haben ja als Orientierung meist keine Chance die eigentlichen Zahlen dahinter zu verstehen, sondern können nur den Aussagen der Experten vertrauen.

    Aber natürlich können sich auch diese Leute irren.

    Nach meinen Gesprächen die ich in letzter Zeit geführt habe, stimmt dieser Vorwurf übrigens nicht, dass die 13 das nicht sähen, dass man nicht warten kann bis der Krebs tatsächlich auftritt, so theorieverbohrt sind die auch nicht. Im Manifest wurde das einfach beschrieben, dass das so ist, es wurde nicht kritisiert.

    ich versuche gerade heraus zu bekommen, wo der entscheidende Knackpunkt liegt, aber ich merke immer wieder, dass ich das ganze Thema noch nicht “gefressen” habe, wie man so sagt. Unbenommen sind die Daten bezüglich Future 2, die PPT 98% bei den mit HPV 16 und 18 noch nicht infizierten überzeugend.

    Soweit ich mich bisher durchgekämpft habe geht es bei der Kritik aber nicht um diese Zahl, sondern um die ITT Zahl von 16,9% nach zwei Jahren (nicht Future2) und nach 3 und 4 Jahren in den FDA Unterlagen und die für die späteren Jahre tauchen nicht mehr auf. Aber genau diese Zahlen wären wichtig, so die Kritik.

    Ihr bemerkt hoffentlich, dass ich mich wirklich bemühe da durchzusteigen, aber neben dem Blog hier, muss ich ja auch erstmal mein Geld verdienen, was als Freier nicht gerade leicht ist.

    Gebt mir noch ein bisschen Zeit …

  64. #64 Marcus
    10. Dezember 2008

    @sil,
    das ist ein nicht unwichtiger Punkt. Komme ich noch darauf zurück. da wir als Journalisten auch nicht alle Themen bis ins Detail durchblicken sind wir natürlich immer auf der Suche nach vertrauenswürdigen, kompetenten, unabhängigen Leuten. Die a-t Leute und Cochrane (EbM gehören da dazu). Dieser Fall ist insofern eben auch wichtig, weil sich zeigen kann, wie verlässlich deren Urteil ist.

  65. #65 Dagmar Landsberger
    10. Dezember 2008

    Hallo, an alle,

    so ganz alleine stehe ich mit meinen Überlegungen jetzt nicht mehr da,

    bitte erinnern, es geht mir darum daß die lebenswichtigen Maßnahmen PAP-Test und Konisation nicht voreilig schlechtgemacht werden, (und natürlich dürfen Konisierungen auch nicht bagatellisiert werden) Danke Wolfgang.

    Hier Auszüge aus dem Bericht, der Link darunter.

    Expertenbericht: “Würde man 85 Prozent der zwölf­jährigen Mädchen impfen, gäbe es über 52 Jahre hinweg trotzdem nur zehn Prozent weniger Krebs-Fälle”

    “Durchimpfung” bringt nur zehn Prozent weniger Krebsfälle

    Für die Gesamtbevölkerung der Frauen kommt die Expertin zu folgendem Schluss: Würde man von 2008 bis 2060 85 Prozent der Mädchen mit 100-prozentiger Wirksamkeit und lebenslangem Schutz impfen, gäbe es über 52 Jahre hinweg nur zehn Prozent weniger Gebärmutterhalskrebs-Fälle in Österreich und nur um 13 Prozent weniger Todesfälle.

    Ausgangspunkt wäre die Impfung zwölfjähriger Mädchen, da die Immunisierung am effektivsten ist, wenn sie vor den ersten sexuellen Kontakt erfolgt.

    https://derstandard.at/?url=/?ressort=GesundHPV

    Übrigens,
    ich würde mir ein Bein ausfreuen, wenn ich Unrecht gehabt hätte.

    mit herzlichen Grüßen,
    Dagmar Landsberger

  66. #66 Rincewind
    10. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger,
    Respekt vor Ihrer moderierenden Art, aber bei Diesem Thema halte ich Sie ein klein wenig für naiv. Bei Impfgegnern (ich meine hier stets die Standard-Impfungen für Kinder) muss man sicher zwei Gruppen unterscheiden: Die einen, die unverantwortlichen Unfug aktiv verbreiten, und zweitens Eltern, die auf diesen Unfug reinfallen. Bei ersterer Gruppe bleibe ich dabei, was diese Leute zu verantworten haben, ist kriminell und besondere Höflichkeit zweck- und gegenstandslos.
    Dass NIEMAND behinderte und tote Kinder will würde ich bei bestimmten Leuten noch nicht mal unbedingt glauben, aber gehen wir mal davon aus. Nur ist halt Wollen das eine, die Realität oft eine andere. Wenn ich mit einem Feuerzeug in einem Benzinkanister nachschaue, wie viel noch drin ist, will ich auch nicht, dass der in die Luft geht

    Ihre Ursachenvermutung, es läge an mangelndem Vertrauen in die moderne Medizin, greift zu kurz. Wenn überhaupt, dann ist das auch nur eine Folge einer zunehmenden Wissenschaftsfeindlichkeit oder besser Geringschätzung, und hier oft ein gravierender Mangel an naturwissenschaftlicher Bildung. Ich finde es immer verblüffend, wenn z.B. Akademiker, die locker einen Goethe rezitieren können, fast mit Stolz verkünden, von Mathe und Physik keine Anung zu haben.

    Das führt dann zum nächsten Punkt: Die Entscheidung für das Impfen (Wie gesagt, ich spreche nur von den von der STIKO empfohlenen Impfungen) ist heute eine intellektuelle Entscheidung. Für die braucht man wenigstens eine Grundahnung von Statistik und Epidemiologie. Wenigstens eine kleine Ahnung, die man sich aber schnell erarbeiten kann. Ein Problem ist eben der riesige Erfolg der Impfungen. Kaum jemand der jüngeren Eltern weiß noch, wie Kinderkrankheiten aussehen. Und die heißen eben nicht Kinderkrankheiten, weil sie harmlos sind, sondern weil sie Kinder bekommen. Solche Eltern stellen sich also die Frage, warum soll ich mein gesundes Kind mit modifizierten Krankheitserregern infizieren lassen, wo doch von den Krankheiten weit und breit nichts zu sehen ist? Um diese Entscheidung trotzdem zu treffen, braucht es eben eine gewisse Grundintelligenz wie oben beschrieben.

    An dieser Stelle kommen die aktiven Impfgegner ins Spiel, die oft mit simplen aber falschen Beispielen die Eltern massiv verunsichern. Ein besonders perfides Beispiel steht in Martin Hirtes verbreitetem Buch “Impfen, pro und contra”, nur als Erläuterung, was ich meine. Da er als Kinderarzt vorsichtig sein muss, empfiehlt er die Masernimpfung erst mit ca. 14-Jahren, *wenn das Kind bis dahin keine Masern hatte*. Und das ist der Punkt: Würden alle dieser Empfehlung folgen, bräuchte man die Impfung tatsächlich nicht mehr, weil Masern dann fast alle gehabt hätten und es dann wie früher wäre mit all den Toten, Behinderten, von SSPE gar nicht zu reden. Herr Hirte ist Anthroposoph. Anthroposophen sehen in Kinderkrankheiten was Gutes, eine Art Test: Wer es nicht überlebt oder Behindert bleibt, hatte ein schlechtes Karma und, sehr praktisch, kann im Todesfall schneller wieder reinkarnieren. Mit so einer Argumentation hätte man natürlich bei den meisten Eltern nur wenig Erfolg.

    Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ich kann zu Leuten freundlich sein, die auf sowas reinfallen, aber ganz sicher nicht zu solchen, die das aktiv verbreiten und mit längst widerlegten Märchen Menschen angst machen wollen um ihre Ideologie oder Verschwörungstheorie an die Frau bringen wollen.

    Ihrer Sicht, dass da ein Glaubenskrieg stattfindet, will ich widersprechen. An den Erfolg von Impfungen muss man nicht glauben. Glauben muss man an Verschwörungstheorien und irrationale Ideologien der Impfgegner.

    Und ob meine Beiträge dazu nicht hilfreich sind, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ein deutliches Wort manchmal mehr hilft, als eine Konversation, deren Hauptziel Höflichkeit und die Bemühung, bloß niemanden zu verletzen ist. Und: Nicht freundlich sein heißt noch lange nicht, dass man jemanden persönlich beleidigen muss.

  67. #67 Dagmar Landsberger
    10. Dezember 2008

    Liebe(r) Rincewind,

    Hilde Domin hat mir Weihnachtén vor 16 Jahren ihre größte Stärke und ihre größte Schwäche verraten.

    Ihre größte Stärke wäre “ihr sich von selbst regenerierendes Vertrauen.”

    Und ihre größte Schwäche?

    “Ihr sich von selbst regenerierendes Vertrauen.”

    Ich habe in ihrer neuesten Biographie gelesen, daß eine ihrer Freundinnen dies als kindliches Wesen beschrieb.

    Ich glaube in dieser Art sind alle Menschen naiv, die daran glauben, das es dem Menschen grundsätzlich möglich ist sich zum Guten zu entwickeln.

    Allerdings habe ich eine sehr solide Audsbildung in Statistik- da müssen wir Psychologen durch. Da bin ich wirklich nicht im mindesten naiv. Und da ist gnadenlos manipuliert worden.

    Aber andere Frage:

    Warum ist diese Impfung eigentlich so teuer?

    Ich habe darüber mit befreundeten Medizinern diskutiert, und ich finde die Meinung die sich dabei herauskristallisierte sehr interessant.

    Der Preis dieser Impfung erkläre sich hauptsächlich daraus, das sie als “Impfung gegen Krebs” eingeführt wurde. Als Impfung gegen Feigwarzen wäre sie wahrscheinlich ein sehr billiges Produkt geworden.

    Das erklärt dann auch, warum die Werbung und das ganze Drumherum immer auf Krebs abhob, jetzt, nachdem aber die Markteinführung erfolgt ist, der Preis steht, niemand etwas gesagt haben will.

    Also, es wäre wirklich schön, wenn immer alle rationalen Entscheidungen auf Seiten der Verfechter einer medizinischen Maßnahme stünden, alle irrationalen auf Seiten der Patienten.

    Aber meine solide statistische Ausbildung ermöglicht es mir, z.B. bei großen Errungenschaften auf dem Gebiet der Krebsbehandlung die statistischen Größen umzurechnen, und da kommen dann manchmal Dinge zu Tage wie:

    “Durchbruch in der Behandlung des Pankreas-Karzinoms…Die Patienten haben ein signifikant verlängertes Langzeitüberleben.”

    Und in Zeit ausgedrückt waren es: ausgerechnete 17 Tage.

    “Die Gesamt-Überlebenszeit habe sich jetzt im Median auf 6 Monate verlängert.”

    Und dann bitte ich meinen Schwiegervater um ein altes Lehrbuch, und da wird beim Pankreas-Karzinom ein mittleres Überleben von 6 Monaten angegeben.
    Und das Lehrbuch ist dann über 20 Jahre alt.

    Dabei muß man dann noch beachten, daß heute das Pankreas-Karzinom im Durchschnitt etwas früher diagnostiziert werden kann. Und das müßte sich eigentlich in verlängertem Überleben niederschlagen….

    Dann ist man doch etwas bestürzt, mit welcher Vehemenz die Vorzüge neuer Medikamente an den Patienten gebracht werden. Die immer etwas teurer sind als die “Alten”.

    “Sie wollen doch gesund werden?”

    Nein, ich bin sicher naiv, aber an einem Punkt bin ich es eben nicht: mit Statistik wird getrickst, aber das bekomme ich mit.

    Ein Mensch, der mich täuschen will, indem er ausnutzt, das ich an seine Entwicklungsmöglichkeiten glaubt, ja, das will ich zugeben, der hat gute Chancen.

    Was mich auch überhaupt nicht glücklich macht, ist das Getrickse mit Placebos.

    Eine Placebo-kontrollierte Studie, in der das Placebo nicht Kochsalzlösung, sondern die Impflösung inklusive der Hilfs-und Konsevierungsstoffe lediglich exklusive der HPV-Materialien war, das war keine wirklich Plazebo-kontrollierte Studie.

    Dahinter steckt eine Idee, die mir der Hersteller mal erklären müßte.

    Eine dreizügige Studie: Impflösung, Impflösung minus HPV-Materialien, sowie Placebo (kochsalzlösung), das hätte großen Sinn gehabt.

    Dann hätten wir zu der Frage, ob Hilfs-Und Begleitstoffe Probleme machen sogar Daten gehabt.

    Drittmittel bestimmen heute die klinische Forschung in einem Ausmaß, wie es vor 30 Jahren unvorstellbar gewesen wäre.

    Stiftungs-Professuren, aus der Industrie, Besetzungen neuer Professoren-stellen nach dem Ausmaß, in dem eine Forscher-Persönlichkeit Drittmittel heranbringt….

    Und das hauptsächlich im Fach Medizin.

    Und das soll auf die Patienten keinen Einfluß haben?

    Als vertrauensbildende Maßnahmen würde ich das alles nicht verstehen.

    Also: naiv – ja, aber Statistik geht noch.

    Mit herzlichen Grüßen,
    Dagmar Landsberger

  68. #68 Ludmila
    10. Dezember 2008

    Also Frau Landsberger,

    1. Sie haben sicherlich Recht, dass Drittmittelförderung heute überall immens wichtig ist. Dann sollten Sie aber mal Ihren Patienten auch verklickern, dass sie das teilweise mit Schuld sind. Denn diese Drittmittelförderung ist eine direkte Folge davon, dass unsere Gesellschaft Forschung für Gedöns hält und spart, spart, spart. Wer nicht bereit ist, einen müden Pfennig für Forschung auszugeben, sollte sich nicht an anderer Stelle drüber beschweren, dass es kaum unabhängige Forschung gibt. So seh ich das. Das ist nämlich auch so ein Zusammenhang.

    Forschung wächst auch nicht von Lust und Liebe sondern findet in der Gesellschaft statt. Da muss man auch was für tun, nicht?

    2. Im Übrigen bedeutet Drittmittelförderung von Projekten noch lange nicht, dass automatisch die Pharmafirmen hinter stehen. Drittmittel kann auch einfach heißen, dass die Mittel aus der DFG kommen oder aus gemeinnützigen Stiftungen. Das sollte man dann auch bitte benennen. Nicht wahr? Ganz so einfach sollte man es sich dann doch nicht machen.

    3. Ich habe darüber mit befreundeten Medizinern diskutiert, und ich finde die Meinung die sich dabei herauskristallisierte sehr interessant.

    Der Preis dieser Impfung erkläre sich hauptsächlich daraus, das sie als “Impfung gegen Krebs” eingeführt wurde.

    Sagen Sie mal, argumentieren Sie hier mit Anekdoten? Ich will Ihnen nicht zu Nahe treten, aber informelle Gespräche zwischen Leuten, die hier keiner kennt, kann ich nicht als Argument für irgendetwas ansehen.

    4. Dann hätten wir zu der Frage, ob Hilfs-Und Begleitstoffe Probleme machen sogar Daten gehabt.

    Sind das denn andere Hilfs- und Begleitstoffe als bei anderen Impfungen üblich sind? Denn für die liegen ja Daten vor.

    5. Was ich mich regelmäßig frage ist: Wieso schlägt eigentlich diese kritische Haltung Pharmafirmen gegenüber oftmals in eine undifferenzierte Dämonisierung und Entmenschlichung um?

    Diese Frage würde ich gerne auch mal Birgit stellen.

    Schließlich arbeiten in den Pharmafirmen auch keine Monster und bloß weil jemand Geld verdienen will, heißt das noch lange nicht, dass Pharmafirmen bereit sind dafür über Leichen zu gehen.

    Ganz abgesehen davon, dass diese Firmen immer noch in einen Rechtsstaat eingebaut sind mit unabhängigen Kontrollen auf EU-Ebene z.B. und es auch noch so etwas wie Medien gibt. Und die Firmen wollen ja auch längerfristig Geld verdienen. Das System hat sicherlich seine Fehler hat, aber soweit ich sehen kann, fällt es noch nicht auseinander.

    Rein rational besteht auch keine Veranlassung für eine Firma ihre Kunden zu vergiften oder krass zu belügen. Die Gefahr ist schließlich zu hoch, dass es rauskommt und diese Firma würde weiterhin gar nichts mehr verkauft bekommen. Wegen dem Imageschaden. Ganz abgesehen von den Schadensersatzansprüchen international, wenn es den schief geht. Keine Pharmafirma ist mehr national begrenzt. Bei Fehlern müssen die also immer Sammelklagen aus den USA fürchten.

  69. #69 Rincewind
    10. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger,

    Sie dürfen bei dem “liebe(r)” die Klammern weglassen. Dass menschliche Stärken gleichzeitig auch Schwächen sein können, halte ich als eine wichtige Erkenntnis, alleine, ich weiß gerade nicht, was Sie mir damit sagen wollen. Möchten Sie ev. auf das Thema Willens”freiheit” hinaus? Möchten Sie ev. sagen, dass es sinnlos ist, sich über andere aufzuregen? Ich verstehe es wirklich nicht.

    Was das Naive angeht: Ich habe Ihnen das sicher nicht im Bereich Statistik unterstellt. Mir ist das Psychologiestudium bekannt, und das Herumreiten auf Statistik ist sicher einer der unzweifelhaften Vorteile dieses Studiums, alleine durch die Siebfunktion.

    Naiv finde ich Ihre Vorstellung (so kommt es wenigstens bei mir an), man müsse nur mit allen Menschen verständnisvoll und höflich sprechen, und schon denken sie anders.

    Ich bin der Meinung, dass wir in Deutschland eine Unterversorgung an Psychiatern haben, dass manche Menschen in Behandlung gehören, statt ihren Wahn dadurch auszuleben, andere mit in den Abgrund zu reißen. Ich bitte diese Aussage jetzt nicht völlig misszuverstehen. Ich sehe das nur als Realität, ohne zu wissen, wie damit umzugehen ist.

    Zu Ihren Ausführungen bez. HPV-Impfung kann ich nichts sagen. Da bin ich kein Fachmann. Ich vertraue hier auf die Aussagen von Wolfgang.

    Allerdings kann ich Ihre Bedenken wegen “Placebo, das war doch gar kein Placebo!” nicht nachvollziehen. Nennen Sie es doch einfach Kontrollgruppe. Da ist es höchst sinnvoll, die Behandlung so ähnlich wie nur möglich, aber eben halt exclusiv des eigentlichen Stoffes zu machen. Wo ist das Problem, zumal dabei sogar noch potentielle Probleme der Nebenstoffe zum Vorschein kommen könnten?

    Ihre Kritik am generellen momentanen Forschungsbetrieb teile ich. Leider fließen Forschungsgelder oft nur am besten, wenn es heißt “zum ersten mal wurde nachgewiesen, dass …” dabei wäre ebenso wichtig ein “Bereits zum zweiten Mal wurde nachgewiesen, dass ..) , aber dafür gibt es wenig Geld. Eine Kritik an dem Betrieb ist dringend nötig, aber das ist ein gesellschaftliches Problem. Wenn die meisten Menschen nicht mehr begreifen, was z.B. Grundlagenforschung bedeutet, und immer nur sofort verwertbare Ergebnisse sehen wollen, dann wird es halt schwierig. Ebenso eben, wenn viele meinen, eine Studie genüge zu einem Thema. Es fehlt dazu an Wissen in der Gesellschaft.

    Sei es, wie es sei, dass die HPV-Impfung unwirksam wäre, werden Sie wohl auch nicht behaupten wollen. Solche Zitate aus dem Standard-Artikel als Beleg “ist nur mit 10% weniger zu rechnen”, halte ich aber sogar für obszön. 10% sind eine gewaltige Menge. Wenn bei einem Neubau eines Kraftwerkes 3% mehr Leistungsgrad erreicht werden, feiert man das als Durchbruch – nur so zum Vergleich.

    Auch die moderne Medizin befindet sich langsam in den Randbereichen des Möglichen, wo die Pareto-Regel langsam besagt, dass der Aufwand ab einer bestimmten Optimierung eben nicht mehr eher linear ansteigt, sondern die Kurve steil nach oben geht.

  70. #70 birgit immenroth
    10. Dezember 2008

    Liebe Ludmilla, liebe Rincewind,
    Ihr versteht einfach nicht, dass wir in einem Land Leben, in dem freie Meinungsäusserung ein Grundrecht ist und ich lasse mir von Euch nicht verbieten, meine Meinung mitzuteilen. Ihr verbreitet ja schließlich auch Eure Meinungen, mit denen ich nicht einverstanden bin. Mir geht es inzwischen darum, eine Diskussion anzuregen, denn gerade das wird hier nicht gewünscht. Die Wahrnehmungsschwelle der Bevölkerung wird bald überschritten sein. Die Menschen hier sind nicht so dumm, wie Ihr vielleicht glaubt oder es gerne hättet. Und hörta uf, uns als Imfpgegner zu bezeichnen. Wir wollen doch nur die Wahrheit über diese Kampagne der Pharmaindustrie rausfinden. Warum wird so viel verschleiert? Warum wird so massiv geworben? Da muss doch was faul sein. So einfach ist das – das Interesse großer Teile der Bevölkerung ist geweckt und die Spannung steigt, wie es wohl ausgeht.

  71. #71 Ludmila
    10. Dezember 2008

    Entschuldigen Sie bitte, Birgit, wo habe ich denn bitte jemals Ihnen Ihre Meinung verbieten wollen?

    Ich wollte nur wissen, ob Ihnen nicht bewusst ist, dass hinter Pharmafirmen auch Menschen stecken. Sie scheinen das Wort “Pharmafirma” mit so einer Verachtung zu benutzen. Das verwundert mich. Das tun übrigens viele Leute, nur macht es das nicht wirklich richtiger. Es mag bequem sein, die Pharma als den Teufel an die Wand zu malen, aber so richtig rational ist es nicht. Pharmafirmen sind wohl kaum durchweg nur von wahren Monstern beseelt, denen man alles mögliche zutrauen muss.

    Und es gibt nun mal die Regelmechanismen unserer Demokratie. Vertrauen haben Sie dazu anscheinend nicht. Oder wie sehe ich das? Worauf vertrauen Sie aber dann? Wie suchen Sie sich als Laie Ihnen glaubwürdig erscheinende Information aus? Würde mich wirklich mal interessieren.

    Außerdem möchte ich bitte wissen, wenn es den Recht ist, was Ihrer Meinung verschleiert wird? Und woher sie diese Information beziehen? Wenn etwas verschleiert wird, dann kann man eigentlich davon nichts wissen, oder sehe ich das falsch?

    Na ja, das mit der “massiven” Werbung, ist wohl denke ich eine Geschmacksfrage. Wie sähe denn Ihrer Meinung nach angenehme Werbung aus?

    Außerdem stand hier immer noch der gute Rat im Raum: Sprechen Sie Ihre Frauenärztin mal darauf an, warum diese ihre Tochter nicht impft. Man muss ja nicht immer nur das Schlimmste von seinen Mitmenschen annehmen.

  72. #72 Ludmila
    11. Dezember 2008

    Übrigens liebe Birgit.

    Sie haben zwar ein Recht auf Ihre eigene Meinung, aber nicht auf Ihre eigenen Fakten. In der Wissenschaft geht es nun mal nicht um Meinungen sondern um Fakten um Daten. Offen und schonungslos und subjektiv.

    Hier sind nun mal auch Wissenschaftler anwesend. Da hätten wir schon Quellen für außergewöhnlichen Behauptungen. Sie sind nun mal nicht die erste hier, die die Behauptung “Aluminium führt zu Autismus” im Brustton der Überzeugung aber ohne irgendwelchen Belege oder Quellen oder gar Erklärungen als Wahrheit verkündet. Durch Wiederholung wird es aber nun mal leider auch nicht wahrer.

    Solche Behauptungen haben von unserer Warte her so einen Bart und wurden jetzt schon ein paar Mal diskutiert und auseinander genommen.

    Wir haben hier alle keine Ahnung, woher Sie diesen Zusammenhang zwischen Aluminium und Autismus herhaben. Eine Quelle wäre da sicherlich hilfreich gewesen und nur so ein Tipp; Ein Buch oder ein Forumsbeitrag erfüllt unsere hohen Erwartungen nicht. Eine einzige wissenschaftliche Studie sollte es schon sein.
    Denn wir hier in unseren Fachzeitschriften finden keinen seriösen, wissenschaftlichen Beleg dafür.

    Das mag Ihnen nicht gefallen, aber so ist die Wissenschaft nun mal. Sie ist nicht da, um Ihnen oder mir zu gefallen. Sie ist wie sie ist. Und das ist auch gut so. Wo kämen wir denn sonst hin, wenn Medikamente nach der persönlichen Weltanschauung bewertet werden? Die Viren und Bakterien interessiert es ja auch einen Dreck, was ich so persönlich über die kleinen Viecher denke.

    Wir wären mitten im Mittelalter und da wollen wie ja ganz sicherlich nicht wieder zurück, oder?

  73. #73 Jane
    11. Dezember 2008

    Die einzige Person, die hier jemals jemandem den Mund verbieten wollte war Birigt. Widerspruch gegen ihre kruden Thesen ist nämlich “Beleidigung”. Naja, Birgit glaubt ja auch nicht an die Demokratie…Da weiß man schon woher der Wind weht. In vielen Leuten steckt noch eine Menge totalitäres Denken.

  74. #74 Malte Landsberger
    11. Dezember 2008

    Da meine Frau sich gegen den Rat zur Enthaltsamkeit an diesem Blog beteiligt hat, konnte ich meine Neugierde nicht unterdrücken.
    Beim Lesen der Kommentare musste ich an einen Satz von Harry Lime aus dem Film “Der dritte Mann” nach dem Buch von Graham Greene denken.
    Harry verdient ein Vermögen mit gefälschten Antibiotika (genauer: gestrecktem Penicillin), wodurch viele Menschen schwere Schäden davontragen. Auf die Frage, ob er deswegen keine Gewissensbisse hätte, antwortet er mit Blick auf die Menschenmenge im Prater aus einer Gondel des Riesenrades:
    “Would you feel any pity if one of those dots stopped moving forever?”
    Und das sind wir nicht nur für Harry Lime, sondern auch für skrupellose Fleischgroßhändler, für Milchpanscher, Medikamentenfälscher, für geltungssüchtige Fanatiker, für Kriegs-, Wirtschafts- oder Gesundheitsstrategen, prinzipbedingt für Statistiker, für Streubombenhersteller genauso wie für viele Forscher oder Entscheider in Pharmakonzernen.
    Klar, hin und wieder fliegt mal einer auf. Dumm gelaufen. Es gibt einen Skandal, neue Gesetze werden gefordert, der Umsatz kriegt eine Delle, der Aktienkurs auch, vielleicht erzwingt man ein Bauernopfer oder mistet gar einen ganzen Augiasstall aus.
    Und dann? Dann geht es genauso weiter wie zuvor. Oder sogar noch raffinierter. Man lernt ja zu. Normalerweise erfahren wir doch nichts von den wirklichen Problemen, und wenn wir ihnen im Job begegnen, schweigen wir, um die Karriere nicht zu gefährden. Das WWW mit seinen Freiheiten ist ein kleiner Unfall in der Zeitgeschichte. Aber keine Sorge, an den Riegeln wird schon geschmiedet. So viel zum Thema Naivität.
    Noch eine persönliche Erfahrung aus fast zwanzig Jahren ärztlicher Praxis: wer felsenfest von seiner Unfehlbarkeit überzeugt ist, handelt meist am wenigsten menschlich.

    Reaktionen erübrigen sich. Ich werde nicht darauf eingehen. Ich schreibe lieber lustige Geschichten, damit wir Punkte wenigstens hin und wieder mal was zu lachen haben.

    Fröhlichen Tag auch

    Malte

  75. #75 sil
    11. Dezember 2008

    @Dagmar:
    Hier ist nochmal ein anderer Link zu dem Cartoon:
    https://cectic.com/055.html
    Er ist von dieser Seite:
    https://cectic.com/

  76. #76 Dagmar Landsberger
    11. Dezember 2008

    Lieber Rincewind,

    genau darum hacke ich ja auf Placebo-kontrolliert herum, weil so wie es gemacht wurde NICHT herauskommen kann wie verträglich der Impfstoff ist.

    Placebokontrolliert wird von Ärzten so verstanden:
    Auf der anderen Seite ein Medikament , auf der anderen Siete eine Zuckerpille, oder eine Spritze mit Kochsalzlösung. Also: ausgesprochen nichts drin, was eine Reaktion “rechtfertigen” könnte.

    Wenn der Patient auf der Placebo- Seite dann reagiert, wird das so verstanden daß es auf Faktoren zurückzuführen sei, die auf der Seite des Patienten liegen.

    Hier sind aber sämtliche Hilfs-und Konsevierungsstoffe minus des Virusmaterials im “Pseudoplacebo” enthalten.

    Ein Mediziner der das “kleingedruckte” nicht liest wird also alle Reaktionen auf der Placebo-Seite anders beurteilen als wenn er wüßte, das dort Materialien enthalten sind, auf die durchaus eine Reaktion erfolgen kann. Wie die Hilfs-und Zusatzstoffe auf das Wohlbefinden der Probanden einwirken hätte man aber nur über einen echten Placebo- Arm in der Studie herausfinden können.

    Schon das die Firma so vorgeht ist eine Aussage. Der Arzt, dem nicht bewußt ist das es sich um ein Pseudoplacebo handelt wird manipuliert.

    Aber: das ist jetzt für mich unwichtig geworden.

    Mit Ludmillas Beitrag sind alle meine “Dämonen” vor Entkräftung gestorben.

    Sie haben gelacht, bis sie keine Luft mehr kriegten, und das wars dann auch.

    Hallo Ludmilla, ich fasse mal zusammen:

    “Wie mißtrauisch auf klare Daten zu bestehen, es will hier schließlich niemand jemanden vergiften.”

    Ich gratuliere, dies ist in meiner Anekdotensammlung ein Prachtexemplar.

    Ich wußte ja das es um Vertrauen geht, aber das Vertrauen jetzt auch blind gefordert werden muß…Doppelblind ist ja wohl der Standard?

    Es gibt Kontroll-Instanzen, und was mir Ihr Beitrag sehr deutlich gezeigt hat ist: wie wichtig diese sind.

    Ich bin Psychologin, ich verschreibe keine Medikamente, ich vertreibe keine Medikamente, ich verabreiche keine Medikamente und ich habe das Glück gesund zu sein: ich nehme keine Medikamente.

    Allen anderen kann ich nur raten ganz genau hinzusehen, und die Kontrollinstanzen zu betrachten und gesellschaftlich zu unterstützen. Unabhängigen Journalismus brauchen wir jetzt sehr dringend. Unabhängige Forschung wird immer schwieriger. Der einzelne Mediziner immer mehr entmachtet.

    Noch einmal: ich habe nicht vom Impfen abgeraten, ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß PAP-Test und die Konisationen bitte nicht abzuwerten sind, bevor sie ihre Bedeutung verloren haben. Und da hatte ich mich geirrt. ich ging von 20 Jahren aus, hatte aber natürlich nicht alle nötigen Daten.

    Es sind aber wohl eher 50 Jahre, bis wir die Notwendigkeit auf PAP-Tests und Konisationen mit der Impfung wesentlich reduzieren können.

    Zu KEINEM ZEITPUNKT habe ich gesagt, das es sich nicht LOHNE zu impfen.

    Das macht mich sehr wütend, denn das ist eine Unterstellung. So etwas gehört sich nicht Ludmilla.

    Ich verabschiede mich,
    ich nehme eine andere Einstellung zur Beschneidung mit, Danke Wolfgang,
    das klare Bewußtsein das ich Menschen naiv liebe, Danke Rincewind,
    und eine mordsmäßige Anekdote, Danke vielmals Ludmilla,
    das Cartoon sind Sie mir leider schuldig geblieben, trotzdem Danke Sil,
    ich hoffe Sie finden Ihre Entscheidung, mit der Sie sich wohlfühlen, Danke Birgit,

    Ich würde Euch ja alle gerne mal zum Kaffee einladen,
    aber das ist wohl in diesem Medium nicht üblich ;))

    dieser kleine Ausflug ins Netz war spannend,

    macht bitte für mich weiter, ich arbeite mit meinen Patienten an den Problemen bei denen ich behilflich sein kann.

    Ehrlich, die Anekdote

    Ludmilla sagt: was soll das Mißtrauen, es will hier schließlich niemand jemanden vergiften!

    Die hat das Zeug zum Kult.

    Ich bin mir sicher, damit kriege ich jede verbissene Mediziner-Runde aufgeheitert.

    Also: DANKE

    und allen ein frohes Fest

    Auf die “Unzuverlässigen” PAP-Tests und die ”

  77. #77 Dagmar Landsberger
    11. Dezember 2008

    Hallo Sil,

    tolles Cartoon,

    Danke!

  78. #78 Lena
    11. Dezember 2008

    Kennt ihr schon die Broschüre des Nationalen Netzwerkes Frauen und Gesundheit? Die haben sich meiner Meinung nach fundiert mit dem Thema auseinandergesetzt und eine für Laiinnen und Laien verständliche Information über Gebährmutterhalskrebs und alle damit zusammenhängenden Fragen herausgegeben, auch die Impfung wird behandelt:

    https://www.nationales-netzwerk-frauengesundheit.de/

    Nach der Lektüre bin ich nicht mehr so sicher, ob eine Impfung wirklich sinnvoll ist und das viele Geld rechtfertigt, das dafür ausgegeben wird. Zum Glück ist meine Tochter erst 4 und ich kann mir die ganze Diskussion wirklich noch ein paar Jahre anschauen, bevor ich für sie eine Entscheidung treffe.

  79. #79 Jane
    11. Dezember 2008

    @Malte: Aja, wir sind also alle Mörder. Danke für den Hinweis ;)

    Ich hoffe, Sie erinnern sich an Ihr lamoryantes Geschreibe, wenn Ihnen, Ihrer Frau oder Ihrem Kind nächstes Mal ein Arzt das Leben rettet.

    Ich habe ich mich bereits in Weltgegegenden aufgehalten, in denen die böse Pharmaindustrie und die schlimme Schulmedizin nichts zu melden hatten. So ganz ohne Impfungen, ohne Antibiotika, ohne Brutkästen, viel zu wenig Ärzte etc. Glauben Sie mir, das ist keine schöne Erfahrung.

    Es spricht für die Ärzte und die Wissenschaftler in der med. Forschung, dass Leute wie Sie sich schon gar nicht mehr vorstellen können, wie so ein Leben ist.

    Und nein, ich bin weder Medizinerin, noch arbeite ich für Pharmaindustrie und auch sonst niemand in meiner Familie) ;)

  80. #80 Ludmila
    11. Dezember 2008

    Kann mir jemand mal erklären, warum Frau Landsberger hier so austickt? Was habe ich denn bitte Böses gesagt?

    Ich hab lediglich gebeten in die Überlegungen mit einzubeziehen, dass die Pharmafirmen, um die es hier geht, ausnahmsweise vielleicht in diesem speziellen Fall keine Mörder, Betrüger und Lügner sind. Bislang hat noch kein wütender Mob die Apotheke in meiner Straße angezündet, um die bösen Pharmaprodukte dort auszumerzen.

    Es wurde von verschiedenen Seiten beteuert, dass es den Leuten nur um “die Wahrheit” geht. Diese Beteuerung sind allerdings wohlfeil, wenn Argumente und Daten im Spamfilter “Pharmafirmen sind böse” hängen bleiben. Damit läuft man Gefahr eínen Teil der Wahrheit komplett auszublenden und das was dann hinterher rauskommt ist dann wohl kaum “die ganze Wahrheit”.

    Es irritiert mich wirklich maßlos, dass Menschen hier allen Ernstes behaupten auf Wahrheitsfindung aus zu sein, im gleichen Atemzug aber ihre Vorurteile verteidigen. Und sich sogar in einem Fall eine krude Weltverschwörungstheorie zusammenphantasieren. Wenn das alles eine Verschwörung ist, dann können wir es eigentlich ganz bleiben lassen. Also bitte!

    Es ist ein Vorurteil, wenn man einem Part des Ganzen von vornherein nur Böses unterstellt, ohne dass man dafür irgendwelche Belege hat. Und nur weil es hier ein gesichtloses “Pharmaunternehmen” trifft, die als Projektsfläche für alles Übel der Medizin herhalten muss, kann ich das nicht gut finden.

    Und Sätze wie “Da kann doch was nicht stimmen” und “Da wird was verschleiert” natürlich ohne Belege, sondern begründet mit Gefühlen, das erhöht nun wirklich nicht mein Vertrauen in die Rationalität der Diskutanten.

    Könnten wir also bitte, bitte mal auf die Ebene der Rationalität zurückkehren? Sonst wird das Ganze hier nämlich extrem sinnlos.

  81. #81 sil
    11. Dezember 2008

    Ja Ludmilla,
    leider ist die Stimmung irgendwie ganz schön häßlich gekippt.
    Der Thread fing vielversprechend an und ließ dan heftig nach, schade.

  82. #82 Jane
    11. Dezember 2008

    @Ludmilla: Schön gesagt!
    Einfach gestrickte Leute bringt es massiv auf die Palme, wenn man ihnen ihre heiß geliebten Vorurteile wegnimmt. In der Schlichtheit des Denkens liegt ja auch (vermeintliche) Sicherheit und die wollen viele partout nicht aufgeben.
    Anders kann ich mir so ein irrationales Verhalten nicht erklären.

  83. #83 wolfgang
    11. Dezember 2008

    bitte erinnern, es geht mir darum daß die lebenswichtigen Maßnahmen PAP-Test und Konisation nicht voreilig schlechtgemacht werden, (und natürlich dürfen Konisierungen auch nicht bagatellisiert werden) Danke Wolfgang.

    Der PAP Test wie er derzeit durchgeführt wird ist eine 50 Jahre alte methode, er gehört grundlegend verbessert (HPV-PCR) damit wird er besser und aber auch viel teurer.

    Expertenbericht: “Würde man 85 Prozent der zwölf­jährigen Mädchen impfen, gäbe es über 52 Jahre hinweg trotzdem nur zehn Prozent weniger Krebs-Fälle”

    “Durchimpfung” bringt nur zehn Prozent weniger Krebsfälle

    Für die Gesamtbevölkerung der Frauen kommt die Expertin zu folgendem Schluss: Würde man von 2008 bis 2060 85 Prozent der Mädchen mit 100-prozentiger Wirksamkeit und lebenslangem Schutz impfen, gäbe es über 52 Jahre hinweg nur zehn Prozent weniger Gebärmutterhalskrebs-Fälle in Österreich und nur um 13 Prozent weniger Todesfälle.

    Ausgangspunkt wäre die Impfung zwölfjähriger Mädchen, da die Immunisierung am effektivsten ist, wenn sie vor den ersten sexuellen Kontakt erfolgt.

    Das ist der schwerst getürkte HTA Bericht des Ludwig Boltzmann Institutes. Warum rechnen die den Benefit für ein 12 Jähriges Mädchen nur bis 2060 durch. Die richtige Methode wäre Lebenslang durchrechnen. 2060 ist die Dame dann 64 Jahre fast die Hälfte der Cervixcas sind in einem höheren Lebensalter.Das wird verschwiegen.

    Übrigens,
    ich würde mir ein Bein ausfreuen, wenn ich Unrecht gehabt hätte.

    mit herzlichen Grüßen,
    Dagmar Landsberger

    Schad ums Bein, jetzt ists weg.

  84. #84 wolfgang
    11. Dezember 2008

    Warum ist diese Impfung eigentlich so teuer?

    Ich habe darüber mit befreundeten Medizinern diskutiert, und ich finde die Meinung die sich dabei herauskristallisierte sehr interessant.

    Der Preis dieser Impfung erkläre sich hauptsächlich daraus, das sie als “Impfung gegen Krebs” eingeführt wurde. Als Impfung gegen Feigwarzen wäre sie wahrscheinlich ein sehr billiges Produkt geworden.

    Zweifelsohne ist die Impfung teuer. Die Argumentation der befreundeten Mediziner ist mir neu und ich halte sie für naiv.

    Ist aber die Impfung wirklich teuer?
    In Österreich können wir langfristig 120 Cervixcatote durch Impfung vermeiden. Wären das 120 vermeidbare Lawinentote (zB durch Lawinenschutz) würden pro Jahr 360 Mio EUR investiert und alle wären zufrieden. Um eine Jahrgang Mädchen und Buben zu impfen bräuchten wir ca 25 Mio EUR- da heisst es es ist kein Geld da.
    Warum ? Meine Interpretation: Es sind ja “nur” tote Frauen, weil für Lawinenschutz 80% der Toten sind da Männer ist je eh genug Geld da. Man sieht also dass die Diskriminierung der Frauen noch wundervoll funktioniert.
    Ist nur die Frage wollen wir das wirklich?

    Was mich auch überhaupt nicht glücklich macht, ist das Getrickse mit Placebos.

    Eine Placebo-kontrollierte Studie, in der das Placebo nicht Kochsalzlösung, sondern die Impflösung inklusive der Hilfs-und Konsevierungsstoffe lediglich exklusive der HPV-Materialien war, das war keine wirklich Plazebo-kontrollierte Studie.

    Nein das ist falsch- genau das ist ein richtiges Placebo. Placebo doppelt blind bedeutet gleiches Aussehen, gleiches Handling- nicht unterscheidbar.

    Eine dreizügige Studie: Impflösung, Impflösung minus HPV-Materialien, sowie Placebo (kochsalzlösung), das hätte großen Sinn gehabt.

    Da gabs auch eine sehr aufwändige Studie die wurde Impfung versus Kochsalz durchgeführt. Da merkt man schon beim injizieren den Unterschied- also ein pseudo Placebo.

    Dann hätten wir zu der Frage, ob Hilfs-Und Begleitstoffe Probleme machen sogar Daten gehabt.

    Die Daten haben wir doch so auch. Und welche Probleme Aluminiumsalze als Adjuvans machen, dass hat ja gerade der Impfgegnermedizinjournalist Bert Ehgartner unter dem Titel “Aluminium muss raus aus Impfstoffen” gezeigt, was er als Evidenz aufgeboten hat, hat gereicht ihn aus den science blog zu verabschieden- es gibt nämlich keine Evidenz dafür, dass das schädlchih sei.

    Was ja nicht davon abhalten soll, andere Adjuvantien zu beforschen, mit denen man das Immunsystem besser manipulieren kann.

  85. #85 Rincewind
    11. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger,

    “genau darum hacke ich ja auf Placebo-kontrolliert herum, weil so wie es gemacht wurde NICHT herauskommen kann wie verträglich der Impfstoff ist.”

    Bei den Wirksamkeitsstudien geht es nicht um die Verträglichkeit der Zusatzstoffe (Das sind dann andere Studien), sondern des eigentlichen Wirkstoffes. Ein Placebo ist dann ideal, wenn es sich möglichst nur in dem zu untersuchenden Stoff unterscheidet. Da Sie sich mit Statistik auskennen, müsste Ihnen die Problematik der zunehmenden Fehlerhäufigkeit mit zunehmenden Untersuchungsparametern bekannt sein.

    “Placebokontrolliert wird von Ärzten so verstanden:”
    Ich bin ziemlich sicher, dass das von den beteiligten Ärzten/Forschern nicht so verstanden wird.

    Es sind wirklich zwei paar Schuhe: Man kann die Nebenwirkungen von Zusatzstoffen erforschen, aber nicht gleichzeitig den eigentlichen Wirkstoff. Ok, kann man, aber die Studie wird dann weniger gut, weil deutlich fehleranfälliger.

    Weil Sie dauernd betonen, Psychologin zu sein und stets zur Freundlichkeit aufrufen: Ihr letzer (und nicht nur dieser) Satz

    “Ich bin mir sicher, damit kriege ich jede verbissene Mediziner-Runde aufgeheitert.”

    zeugt eigentlich von ziemlichen beleidigt sein. Jedenfalls nicht von dem, was Sie vorher dauernd von den Anderen eingefordert haben, einem umfassenden Verständnis.

    Ich verkneife mir nicht einen deutlichen Satz, weil er sich immer wieder bestätigt: Gerade diejenigen, die stets auf Verständnis und Freundlichkeit herumreiten, sind meist die, welche als erstes ausflippen, sobald man auf einen kleinen wunden Punkt in der dargestellten Schale hinweist.

    Und: Ich finde, mit freundlichen Worten kann man noch viel böser sein, als mit offenkundigem Klartext. Aber das wissen Sie ja bestimmt selber.

  86. #86 birgit
    11. Dezember 2008

    Jane, Ludmilla und Rincewind und was ihr euch alle für schöne Pseudonyme zugelegt habt. Ich kann Euch ganz genau sagen, warum jemand wie Frau Landsberger austickt: weil sie Eure grenzenlose Dummheit nicht mehr ertragen kann!!!

  87. #87 Jane
    11. Dezember 2008

    @Birgit: Eins muss man Dir lassen, Du hast Argumente, die überzeugen. Übrigens: Ludmilla ist kein Pseudonym, Sie hat hier auch einen Blog ;)

  88. #88 wolfgang
    12. Dezember 2008

    Grenzenlose Dummheit?….

    Da redet jemand von Placebo Trickserei, und hat keine Ahnung.

    Ist dabei ganz einfach: 1 Glas Milch soll verkostet werden von Molkerei A. Wird doppelt-blind verkostet gegen Milch von Molkerei B. Und Landsberger (Realname?) will Milch von A gegen Mineralwasser verkosten.

    Das funzt noch nicht mal bei Blinden.

  89. #89 Dagmar Landsberger
    12. Dezember 2008

    Hallo an Alle,
    ich bin nicht beleidigt, auch eigentlich nicht wirklich ausgetickt,

    und ICH HALTE AUCH NIEMANDEN FÜR DUMM.

    Ich konnte wirklich nicht mehr, weil ich die Welt nicht mehr verstand.

    NATÜRLICH WILL NIEMAND JEMANDEN VERGIFTEN:

    Ist Euch wirklich nicht klar, dass seit der Antike der Arzt mit GIFT therapeutisch wirkt, immer in der Hoffnung seinem Patienten zu helfen, immer in der Gefahr zu schaden?

    Ich habe bei Patienten gesessen, während sie Infusionen bekommen haben, die auf keinen Fall para laufen durften, weil sonst der Arm amputiert hätte werden müssen.

    Das haben wir in der Hoffnung gemacht, diesen Patienten mit dieser Maßnahme ein wenig Zeit zu erkaufen. Natürlich zu hohem Preis. Und das hat auch geklappt.

    Ich habe Pharmaproduzenten Händchen gehalten, wenn ein Produkt nicht in die Produktion gehen konnte, weil es wegen Nebenwirkungen nicht auf den Markt konnte. Einen davon habe ich sehr, sehr gemocht, er war ein feiner Mensch, an dem man sich immer wenden konnte wenn es ein finanzielles Problem gab- wenn Patienten etwas brauchten, aber die Kasse nicht zahlte.

    Ihr wißt, ich liebe Ankdoten:

    Mein Schwiegervater ist Prof. Dr. med. emer. und war schon bei den Anfängen der Chemotherapie-Entwicklung dabei.

    Als junger Habilitant stand er bei der Sektion eines Mädchens mit einer Tumor-Erkrankung, die an einer neuentwickelten Chemotherapie verstorben war.

    Der für die Behandlung verantwortliche Prof. erließ sich bei der Sektion voller Begeisterung über die geschrumpften Tumore, alle Umherstehenden wurde es immer mulmiger, bis einer den Mut fand zu sagen: Herr Professor, die Patientin ist tot.

    Viele Patienten sind damals gestorben, und die Begeisterung des Profs war ungebrochen und er hatte gewissermaßen auch recht: in der Kinderheilkunde war dann plötzlich ein Tag gekommen an dem mehr Patienten geholfen werden konnte als man umbrachte, und eines Tages der Tag, an dem man so gut mit den neuen Medikamenten (GIFTEN) umgehen konnte, das man nur noch sehr selten die Dosierung verfehlte. Und viele Patienten geheilt werden konnten. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie schmerzlich so ein Prozeß für einen sensiblen Menschen ist. All das Leid mit anzusehen, immer in der Hoffnung zu helfen.

    Die Gifte, die damals eingesetzt wurden, kannte mein Schwiegervater auch schon alle bevor er Medizin studierte, er war als 16 jähriger zum Krieg eingezogen weorden, und diese Gifte gehörten zum entsetztlichsten was der Krieg zu bieten hatte. Z:B: Phosgen. Und nun wurden sie eingesetzt um Menschenleben zu retten.

    Medizin mit Medikamenten die gleichzeitig auch Gifte sein können, ist vergleichbar mit einem Drahtseilakt, du kannst jederzeit zu einer Seite hinunterfallen: ZU viel Zu wenig, das Falsche.

    Und wißt Ihr, was die Studien sind?

    Die Studien sind das Netz, das Netz, das verhindern soll, das jemand aus lauter Begeisterung vergißt, das es eben auch die Gift-Seite gibt.

    Auf diese Studien muß man sich verlassen können.

    Als Patient, als Arzt, aber auch als Pharma-Produzent.

    In der jüngeren Vergangenheit war das manchmal nicht der Fall.

    Wenn ihr wissen wollt, wie sich ein Mediziner fühlt, der sich vom Sicherungsnetz verraten fühlt, dann lest den Beitrag meines Mannes.
    So fühlt man sich, wenn man erlebt, das man fehlinformiert wurde. In der Onkologie müssen sich die Ärzte auch mit einer unschön hohen Zahl von gefälschten Studien herumschlagen.

    Jane, er ist Arzt, auf dem Gebiet der Onkologie, und das seit 20 Jahren. Und er hat mehrere Gruppen genannt, denen er es zutraut, das wir einzelne Menschen für die nicht mehr Bedeutung haben als Pünktchen… und kann es sein, das Du zu keiner der Gruppen gehörst?
    Er hat Angst davor, das die Freiheit des WWW verlorengehen könnte.

    Lieber Wolfgang, ich habe Studien begleitet, und Studien ausgewertet. Für die Placebos gibt es Spezialisten die dir ein super-Konzept für JEDES Placebo-Problem liefern. Das sind Künstler. Die kriegen die feinsten Nuancen hin. Es gibt ganze Firmen dafür.

    Zu den PAP-Tests. Ja sie sind seit 50 Jahren existent. Haben viele Leben gerettet. Und sind durch einen Virus-Test nicht ersetzbar, weil nicht ALLE Gebärmutter-Halskrebs Erkrankungen m it einem Virusbefall in Verbindung stehen.

    Eine Kombination beider Methoden wird erwogen.

    Ich hoffe ich habe die richtigen Zahlen- es wird geschätzt, das zwischen 2 – bis 10 % der Erkrankungen nicht mit einem Virus in Zusammenhang steht.
    Bei diesen Fällen kann aber nur der PAP-Test, der die Veränderung des Epithels anzeigt, ungeachtet dessen, was die Veränderung auslöst, Alarm geben.

    Der PAP-Test hat sich in den Jahren ebenso wie viele andere alte Methoden den neuen Möglichkeiten angepaßt.

    Noch eine Anekdote, oder sozusagen eine Ketten-Anekdote.

    Als meine Mutter mit mir schwanger war, da hatte sie Schlafstörungen.

    Und ihr Arzt verschrieb ihr Thalidomid.

    Aber da sie Krankenschwester war, holte sie eine zweite Meinung ein. Und dieser Arzt sagte ihr, er hätte da so merkwürdige Gerüchte gehört – sie solle die Schlaflosigkeit lieber aushalten.

    Es vergingen mehrere Jahre, bis meine Mutter erfuhr, was das für merkwürdige Gerüchte waren.

    In meiner Arbeit mit Ärzten kam Thalidomid immer mal wieder zur Sprache, und dabei hörte ich immer wieder etwas, das mich sprachlos vor Wut machte, aber das ich natürlich nicht entkräften konnte.

    Es gab unter Medizinern das Gerücht, das nur Mütter, die zum Thalidomid Alkohol getrunken hätten mißgebildete Kinder bekommen hätten.

    Als vor einigen Jahren Thalidomid in der Krebsheilkunde “entdeckt” wurde, hat man neue Versuche mit Primaten gemacht, die auch prompt Deformitäten aufwiesen- m.a. W. ohne Alkohol.

    Es gab einige, die sich wunderten, warum man diese Versuche noch gemacht hatte? Man wußte doch schon gesichert? Nein, manchmal macht man sich eben etwas vor.

    Und deswegen, Ihr Lieben, und deshalb weil ich immer Hänchen halten muß und mitfühle: Bitte, bitte arbeitet daran, das die Schutzmechanismen nicht außer Kraft geraten.

    Man kann Impfkritiker sein und schaden, aber bedenkt bitte: man kann auch zum Impfromantiker werden- und schaden.

    Daß wir Firmen aus der Pflicht lassen uns erst mal zweifelsfreie Daten vorzulegen, nur weil wir große Hoffnungen mit ihrem Produkt verbinden, kann sich sehr nachteilig auswirken. Vor allem auf das Vertrauen, das der Patienten, das der Ärzte.

    Noch etwas zum Vertrauen.

    Nicht nur die Dosis macht das Gift, sondern es gibt emotionale modulierende Faktoren.

    Bei Tierversuchen hat man herausgefunden, das die Tiere die vom Versuchsleiter liebevoll und freundlich behandelt wurden, erst bei höheren Dosierungen von Giften verstarben, als die Tiere die ohne diese Zuwendung behandelt wurden.

    Das Vertrauen in den Arzt, das Vertrauen in unser Medizin-System ist für mich ein kostbares Gut.

    Wir sollten es sehr sorgsam behandeln.
    Ist es einmal zerstört, durch eine Voreiligkeit, durch überschießende Hoffnungen die uns Vorsichtsmaßnahmen überflüssig erscheinen lassen, dann ist es nur mit sehr viel Zeit und Behutsamkeit wieder aufzubauen.

    Und hallo,
    Rincewind – wo war ich denn unfreundlich?

    Könnt Ihr jetzt verstehen, warum ich einfach nicht mehr konnte als jemand sagte, das man doch nicht so mißtrauisch sein sollte, es wolle einen schließlich niemand vergiften?

    Nein, natürlich will einen niemand vergiften, man will uns helfen, gut, auch verdienen, aber im Umgang mit Medikamenten gibt es da ein par Fallen: Dosisfindung, Indikation, Kreuzreaktionen ….. Und das selbst für Medikamente die durch Studien sehr gut in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen belegt sind.

    Für Medikamente, die das nicht sind, bedeutet das für den Medziner der damit umgeht:
    Drahtseilakt ohne funktionierendes Netz.

    Und er stürzt genauso ab wie der Patient, auch wenn er überlebt, einem Arzt ist es nicht gleichgültig was er bei seinen Patienten auslöst.

    Nein, ich habe noch keinen Pharma- Hersteller kennengelernt, dem ich zutraue, das er seine Kunden vergiften will.

    So einfach ist das Problem wirklich nicht.

    Und so einfach ist das mit dem Impfen auch nicht: Impfkritiker sind Mörder und Impfromantiker retten Leben.

    Jeder der die Kontrollmechanismen schwächt, schwächt die Sicherheit aller Beteiligten vor unerwünschten Folgen.

    Und das ohne bösen Willen auf irgendeiner Seite.

    Ich mag ja einfach gestrickt sein, aber es gibt Zeiten, da möchte ich Dumbledore um sein Denkarium bitten, um einige Bilder und Erlebnisse aus meinem Kopf zu kriegen, und nichts davon hatte irgend etwas mit bösem Willen auf irgendeiner Seite zu tun.

    Aber: auch der Versuch zu Heilen kann töten. Und es braucht viel, viel Wissen, und manchmal sogar Glück um beim Versuch das eine zu tun nicht das andere zu tun.

    Ludmilla: War Ihnen das wirklich nicht bewußt?

    Und was ich am liebste nicht glauben würde, es widerspricht einfach meiner Grund-Einstellung: es gibt nun mal nicht nur den Selbstbetrug, es gibt auch den Betrug.

    Und wie bitter es für Mediziner ist, wenn sie den Folgen solchen Betrugs gegenüberstehen, das ist für einen Außenstehenden wahrscheinlich nicht nachvollziehbar.

    Verzeiht bitte meine unordentliche SChrift, aber eigentlich habe ich gar keine Zeit.

    Ich hatte mich ehrlich bedankt, das war kein Sarkasmus, auch wenn es vielleicht so klang, aber ich mußte mir erst mal klarmachen, das Ihr vielleich wirklich nicht wissen könnt, warum ich auf den Satz von Ludmilla mit absoluter Fassungslosigkeit reagiert habe.

    Es ist doch nun mal das Wesen der Medizin, das in jeder Maßnahme Gefahr lauert – bei bestem Willen von allen Seiten.

    Deshalb muß man so hohe Anforderungen stellen an die Ausbildung, an den Ethos, an der Bereitwilligkeit auch an sich selbst und an seiner Lieblingstheorie Kritik und Zweifel zuzulassen.

    Ja, bei Ludmillas Beitrag hat mich meine naive Menschenliebe vielleicht im Stich gelassen, aber wo war ich beleidigend?

    NOch mal Wolfgang: Auch wenn in Zukunft alle Menschen HPV- geimpft sind, Männlein wie Weiblein, wird es nicht überflüssig werden die Gebärmutterhals-Schleinhaut auf Gewebsveränderungen zu untersuchen die nicht durch Viren verursacht sind. Und es ist egal wie man diese Untersuchung dann nennt, sie wird egal wie alt die Methode der Abstriche ist, den medizinischen Entwicklungen angepaßt sein.

    Das war mein Punkt, der mir wichtig war, als ich in diese Diskussion geriet.

    Und jetzt muß ich wieder an die Arbeit.

    Herzliche Grüße, Dagmar Landsberger

    Natürlci wollen Pharma- Produzenten nicht schaden, aber es gibt auch die Selbsttäuschung. Und dagegen helfen nur gutgemachte unverfälschte Studie auf hohem Niveau.

    Und wenn die Sicherheitsnetze versagen, dann häufig deswegen, weil die Leute dachten es fällt sowieso niemand.

  90. #90 Dagmar Landsberger
    12. Dezember 2008

    Hallo Wolfgang, ich habe Ihren neuesten Beitrag gelesen,
    und ich muß mich korrigieren.

    Jetzt fühle ich mich beleidigt.

    Ja, es ist mein realer Name, und gehen Sie bitte so mit mir um, daß ich es nicht bereuen muß so viel Vertrauen in Euch gesetzt zu haben.

    Halten Sie die Medizin für wirklich so primitiv, das es für solche Probleme nicht längst Lösungen gäbe?

    Wenn ich das nicht gesichert wüßte, das es für solche Placebo-Probleme Experten, ich betone: Künstler gibt, dann hätte ich nicht daran Anstoß genommen.

    Dagmar Landsberger

  91. #91 Wolfgang
    12. Dezember 2008

    Ja, es ist mein realer Name, und gehen Sie bitte so mit mir um, daß ich es nicht bereuen muß so viel Vertrauen in Euch gesetzt zu haben.

    ????

    Halten Sie die Medizin für wirklich so primitiv, das es für solche Probleme nicht längst Lösungen gäbe?

    ich halte die Medizin überhaupt nicht für primitiv. Aber Sie hatten ja vorgeschlagen den homogen milchig trüben HPV-4 Impfstoff gegen Kochsalz zu prüfen und das ist halt nicht Placebo doppelt blind.

    Wenn ich das nicht gesichert wüßte, das es für solche Placebo-Probleme Experten, ich betone: Künstler gibt, dann hätte ich nicht daran Anstoß genommen.

    Ich brauch keine Künstler- die dürfen machen was sie wollen. Ich möchte eine qualitätsgesicherte strukturierte Impfstoffentwicklung- das ist harte Arbeit.

    Und für Aluminiumsalze als Adjuvans in Impfstoffen- das hat noch keiner zusammengebracht, dass eine unbedenkliche Flüssigkeit milchig trüb genauso ausschaut wie der Impfstoff nur ohne Antigen und ohne Al-Salz.

  92. #92 DAgmar Landsberger
    12. Dezember 2008

    Hallo, Wolfgang,

    ich muß annehmen, das Sie meine längere Ausführung weiter oben nicht gelesen haben.

    Anders als bei Medikamentenfälschern hat der Hersteller des Placebos die Mitarbeit des Herstellers des Original-Produktes. So ist es z.B. möglich Verum und Placebo für die Studie durch eine identische Verpackung so zu verblenden, das man gar nichts von der Lösung sieht. Das ist die einfachste Lösung, die ich schon mehrfach erlebt habe bei Studien.
    Warum ich das weiß, siehe weiter oben.

    Und es sind zwar Künstler (in dem Sinne, das sie unglaubliche Feinheiten erfassen, aber auch Fachleute auf dem Gebiet der Medizin-Forschung. Wer ein Placebo will, der kriegt auch eins. Diese Leute haben da Ideen, wo andere von Milch reden. =)

    Seien Sie bitte so lieb meinen Beitrag von oben zu lesen, bevor wir wieder in Kontakt treten, vielleicht verstehen wir uns dann besser. Die Länge meines Beitrages oben, ist wahrscheinlich eine Zumutung, aber vielleicht erhellt er doch einiges.

    Mit herzlichen Grüßen,
    wenn auch schon wieder etwas zähneknirschend,
    Dagmar Landsberger

  93. #93 wolfgang
    12. Dezember 2008

    Ist Euch wirklich nicht klar, dass seit der Antike der Arzt mit GIFT therapeutisch wirkt, immer in der Hoffnung seinem Patienten zu helfen, immer in der Gefahr zu schaden?

    Die wissenschaftliche Medizin gibt ja erst seit ca 120 Jhr- und das ist wesentlich.

    Ich habe bei Patienten gesessen, während sie Infusionen bekommen haben, die auf keinen Fall para laufen durften, weil sonst der Arm amputiert hätte werden müssen.

    Und ich hab solche Infusionen angelegt-so what. Und wenns danebenginge wäre Hyaluronsäure eine Option.

    Ich habe Pharmaproduzenten Händchen gehalten, wenn ein Produkt nicht in die Produktion gehen konnte, weil es wegen Nebenwirkungen nicht auf den Markt konnte.

    90% der normalen Entwicklungen auf dem Bereich Pharmazeuitika gehen daneben.

    Mein Schwiegervater ist Prof. Dr. med. emer. und war schon bei den Anfängen der Chemotherapie-Entwicklung dabei.

    Als junger Habilitant stand er bei der Sektion eines Mädchens mit einer Tumor-Erkrankung, die an einer neuentwickelten Chemotherapie verstorben war.

    Da ist die Frage war das ursächlich. Ich war auch als junger Arzt in der Patho. Leukämie in Vollremission. Patient tot wegen Sepsis in der Aplasie. Das ist das Risiko.

    Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie schmerzlich so ein Prozeß für einen sensiblen Menschen ist. All das Leid mit anzusehen, immer in der Hoffnung zu helfen.

    bedeutet das dass wir alle total unsensibel sind?

    Die Gifte, die damals eingesetzt wurden, kannte mein Schwiegervater auch schon alle bevor er Medizin studierte, er war als 16 jähriger zum Krieg eingezogen weorden, und diese Gifte gehörten zum entsetztlichsten was der Krieg zu bieten hatte. Z:B: Phosgen. Und nun wurden sie eingesetzt um Menschenleben zu retten.

    Das war zwar etwas anderes aber bitte. Zytostatika abber bitte nicht in eine Impfstoffdiskussion einbringen. Impfstoffe sind Biologika- andere Baustelle.

    Und wißt Ihr, was die Studien sind?

    Die Studien sind das Netz, das Netz, das verhindern soll, das jemand aus lauter Begeisterung vergißt, das es eben auch die Gift-Seite gibt.

    Bei ordentlichen Placebo doppelt blinden Studien nützt Begeisterung nicht, weil ich ja nicht weiß, wer das Placebo bekommt.

    Wenn ihr wissen wollt, wie sich ein Mediziner fühlt, der sich vom Sicherungsnetz verraten fühlt, dann lest den Beitrag meines Mannes.

    als Onkologe sollte der doch froh sein, wenn es jetzt einen HPV Impfstoff gibt, da spart er sich ne Menge Chemotherapien.

    So fühlt man sich, wenn man erlebt, das man fehlinformiert wurde. In der Onkologie müssen sich die Ärzte auch mit einer unschön hohen Zahl von gefälschten Studien herumschlagen.

    gefälschte Studien- warum zeigt er die Typen nicht an?

    Zu den PAP-Tests. Ja sie sind seit 50 Jahren existent. Haben viele Leben gerettet. Und sind durch einen Virus-Test nicht ersetzbar, weil nicht ALLE Gebärmutter-Halskrebs Erkrankungen m it einem Virusbefall in Verbindung stehen.

    Das ist falsch es besteht internationaler Konsens, dass eine persitierende HPV Infektion eine notwendige Voraussetzung für ein Cervix Ca ist.
    Gleichwohl ist ein Screenen weiter erforderlich weil der derzeitige Impfstoff nur 70% der CervixCas verhindert.

    Eine Kombination beider Methoden wird erwogen.

    auch falsch das wird nicht nur erwogen, das muss gemacht werden, siehe Gebrauchsinfo- das hatten wir doch schon mal…..

    Nein die HPV-PCR wird noch nicht routinemäßig gemacht.

    Als meine Mutter mit mir schwanger war, da hatte sie Schlafstörungen.

    Und ihr Arzt verschrieb ihr Thalidomid.

    Aber da sie Krankenschwester war, holte sie eine zweite Meinung ein. Und dieser Arzt sagte ihr, er hätte da so merkwürdige Gerüchte gehört – sie solle die Schlaflosigkeit lieber aushalten.

    Das war Anfang der 60er Jahre- wegen dieser Katastrophe wurden Arzneimittelgesetze massiv verschärft- das ist heute ein sehr stark reguliertes Gebiet.Studien fälschen? Kann ich mir schwer vorstellen.

    Und deswegen, Ihr Lieben, und deshalb weil ich immer Hänchen halten muß und mitfühle: Bitte, bitte arbeitet daran, das die Schutzmechanismen nicht außer Kraft geraten.

    Die Kontrollmechanismen firmenseitig und behördenseitig sind seit Thalidomid massiv verschärft worden.

    Man kann Impfkritiker sein und schaden, aber bedenkt bitte: man kann auch zum Impfromantiker werden- und schaden.

    die leute die sich in DE Impfkritiker nennen haben keine Ahnung und bestreiten dass es Viren gibt.

    Bei Tierversuchen hat man herausgefunden, das die Tiere die vom Versuchsleiter liebevoll und freundlich behandelt wurden, erst bei höheren Dosierungen von Giften verstarben, als die Tiere die ohne diese Zuwendung behandelt wurden.

    Gibt es da eine Quelle (medline)- oder ist das auch so ein Gschichtl/Anektode
    eit und Behutsamkeit wieder aufzubauen.

    Und so einfach ist das mit dem Impfen auch nicht: Impfkritiker sind Mörder und Impfromantiker retten Leben.

    was soll eigentlich ein Impfromatiker sein?

    Verzeiht bitte meine unordentliche SChrift, aber eigentlich habe ich gar keine Zeit.

    wenn sie keine Zeit haben warum schreiben sie dann so viel belangloses Dinge?

    NOch mal Wolfgang: Auch wenn in Zukunft alle Menschen HPV- geimpft sind, Männlein wie Weiblein, wird es nicht überflüssig werden die Gebärmutterhals-Schleinhaut auf Gewebsveränderungen zu untersuchen die nicht durch Viren verursacht sind.

    falsch, es muss auf Krebsvorstufen untersucht werden, die durch HP-Viren verursacht werden vor denen die Impfung nicht schützt.

    Etwas weniger schreiben und besser informieren wäre auch eine Option.

  94. #94 Dagmar Landsberger
    12. Dezember 2008

    Hallo Wolfgang:

    Du irrst Dich:
    in verschiedenen Quellen habe ich Zahlen von 2-!5% von Gebärmutterhalskrebs-Formen gefunden, die nach Ansicht der Forscher NICHT auf Virusbefall zurückgeführt wurden. Der niedrigste Wert stammt vom DKFZ- die sprachen von 98% Virusbefall. Aber auch Zur Hausen spriccht keineswegs davon, das es nur einen Gebärmutter-halstumor geben könne mit Viren. Er sagt: 2%.

    Hier ein Auszug aus dem Net-doctor, link darunter.

    Verschiedene Unterarten des humanen Papilloma-Virus (HPV), einer sexuell übertragbaren Infektion, verursachen mehr als 95 Prozent der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses. Dazu zählen die so geannten “High-Risk-Gruppen” Untergruppen 16, 31, 18, 33, 35, 52 und 73. Auch andere Genitalinfektionen und Rauchen scheinen den Ausbruch der Erkrankung zu begünstigen.

    https://www.netdoktor.de/Krankheiten/Gebaermutterhalskrebs/Ursachen/

    Aber ich habe mir auch die Mühe gemacht bei PUBMED reinzuschauen:

    Epidemiology of cervical intraepithelial neoplasia: the role of human papillomavirus.
    Although most cervical cancers contain high risk HPV types, up to 15% of such cancers test negative for HPV, raising the possibility that a few, usually more aggressive, cervical cancers may arise from from a non-viral source.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7600720?ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DiscoveryPanel.Pubmed_Discovery_RA&linkpos=4&log$=relatedreviews&logdbfrom=pubmed

    In dieser Publikation sprechen sie von 15% Zervixkarzinomen, die nicht durch Viren verursacht zu sein scheinen.

    Es herrscht KEINESFALLS international Konsens darüber, das es diesen Krebs NUR durch Viren gäbe. Nicht einmal zur Hausen sagt das

    Und was die Biologica angeht, die eine andere Baustelle sind:

    Sie erinnern sich noch an die 6 Patienten in einer Studie in England?
    Die denen Finger unsd Zehen schwarz wurden, die sie zum Teil verloren haben.

    Das war ein Biologica. Es war ein Antikörper.

    In den letzten Jahren hat die Medizin ziemliche Probleme mit genau diesen Biologica gehabt, wieso andere Baustelle?

    Hier hatte das Netz versagt.

    Die Impfung schützt eventuell vor 70% der Zervixkarzinome, die durch Viren verursacht werden.
    Die Zervixkarzinome, die nicht durch Viren verursacht werden bleiben durch die Impfung natürlich unberührt.

    Was ein Impfromantiker sein soll?

    Jemand, der sich um die Realität nicht schert, weil er sich durch eine Impfung die Ausrottung des ganzen Problems erhofft.

    Im Fall HPV-Impfung kommst Du mir allmählich wie ein Impfromantiker vor.

    Immer noch mit herzlichen Grüßen,
    aber mein Zahnarzt wird sich freuen,
    Dagmar Landsberger

  95. #95 wolfgang
    12. Dezember 2008

    Hallo Wolfgang:

    Du irrst Dich:
    in verschiedenen Quellen habe ich Zahlen von 2-!5% von Gebärmutterhalskrebs-Formen gefunden, die nach Ansicht der Forscher NICHT auf Virusbefall zurückgeführt wurden. Der niedrigste Wert stammt vom DKFZ- die sprachen von 98% Virusbefall. Aber auch Zur Hausen spriccht keineswegs davon, das es nur einen Gebärmutter-halstumor geben könne mit Viren. Er sagt: 2%.

    Das war früher so, inzwischen findet man bei praktisch jedem CervixCa HP-Sequenzen.Methode verbessert.

    Aber ich habe mir auch die Mühe gemacht bei PUBMED reinzuschauen:

    Epidemiology of cervical intraepithelial neoplasia: the role of human papillomavirus.
    Although most cervical cancers contain high risk HPV types, up to 15% of such cancers test negative for HPV, raising the possibility that a few, usually more aggressive, cervical cancers may arise from from a non-viral source.

    In dieser Publikation sprechen sie von 15% Zervixkarzinomen, die nicht durch Viren verursacht zu sein scheinen.

    Ich bezweilfe ja nicht die Ergebnisse. Das ist ein 13 jahre altes paper- inzwischen ist das anders- bessere Methodik.

    Es herrscht KEINESFALLS international Konsens darüber, das es diesen Krebs NUR durch Viren gäbe. Nicht einmal zur Hausen sagt das

    Ja aber andere….

    Und was die Biologica angeht, die eine andere Baustelle sind:

    Sie erinnern sich noch an die 6 Patienten in einer Studie in England?
    Die denen Finger unsd Zehen schwarz wurden, die sie zum Teil verloren haben.

    Das war ein Biologica. Es war ein Antikörper.

    Das war eine (schlecht durchgeführte) Phase I Studie. HPV-Impfstoffe sind zugelassen.

    In den letzten Jahren hat die Medizin ziemliche Probleme mit genau diesen Biologica gehabt, wieso andere Baustelle?

    Hier hatte das Netz versagt.

    welche Probleme denn? Bei Impfstoffen sind beim Rotavirusimpfstoff von Wyeth (nicht mehr am markt) selten 1:9.000 Invaginationen (Darmeinstülpungen) vorgekommen, die als ursächlich angenommen werden mußten. Das gibt es bei den jetzt erhältlichen Rotavirusimpfstoffen nicht.

    Die Impfung schützt eventuell vor 70% der Zervixkarzinome, die durch Viren verursacht werden.

    Nein nicht eventuell- das ist so evidence based.

    Die Zervixkarzinome, die nicht durch Viren verursacht werden bleiben durch die Impfung natürlich unberührt.

    Mir reichen die 30% Zervixcas durch HPViren, die durch die Impfung nicht verhindert werden. Es ist zu bezweifeln, ob es Cervixcas gibt die nicht durch HPV verursacht werden.

    Was ein Impfromantiker sein soll?

    Jemand, der sich um die Realität nicht schert, weil er sich durch eine Impfung die Ausrottung des ganzen Problems erhofft.

    ist mir noch nicht begegnet

    Im Fall HPV-Impfung kommst Du mir allmählich wie ein Impfromantiker vor.

    also wenn sich hier jemand um Realitäten nicht schert, was die HPV Impfung betrifft bist du das. Warst nicht du das

    Die Impfung zu verkaufen, OHNE den Warnhinweis, daß der PAP-Test weiterhin die einzige mögliche SICHERHEIT vor einem lebensbedrohlichen Gebärmutterhalskrebs darstellt, ist zutiefst unethisch, und verstärkt meine Zweifel an den guten Absichten der offenen und verdeckten Werbestrategien der Impfvertreter

    Das was du da forderst steht seit eh und je in der Fachinfo und ist unter Fachleuten völlig unbestritten.

    Du willst ja auch jetzt noch den PAP Test weiterführen, um die nicht durch HPV verursachten CIN2/3 zu finden- nur die gibts nicht. Ich will den PAP Test weiter führen, weil die Impfung nur vor 70% der behandlungsbedürftigen CINs schützt.

    Du bist ein Fortbildungsromatiker- nur sehr oberflächlich Ahnung, aber lange schreiben und viel Falsches. Etwas mehr evidence based würde gut tun, aber das bekommt man nicht durchs Händchen halten, wobei Händchen halten ja auch mal ganz gut tuen kann- zumindest vom Bauchgefühl.

  96. #96 Jane
    12. Dezember 2008

    @Dagmar: “Jane, er ist Arzt, auf dem Gebiet der Onkologie, und das seit 20 Jahren. Und er hat mehrere Gruppen genannt, denen er es zutraut, das wir einzelne Menschen für die nicht mehr Bedeutung haben als Pünktchen… und kann es sein, das Du zu keiner der Gruppen gehörst?”

    Da kann ich Dir auch einige Gruppen nennen: AIDS-Leugner, Impfkritiker und die unzähligen Krebs-“Heiler” (siehe Hamer).

    Es ist genau die Sorte Leute, die berufsmässig “Pünktchen” um die Ecke bringt um daran Geld zu verdienen oder, im Falle AIDS-Leugner in Südafrika, die eigene Macht zu sichern.
    Da wird mit Dein Mann sicher zustimmen.

    Wenn genau solche Leute dann Ärzte-Bashing betreiben, dann kriege ich zu viel (nochmal: Ich bin keine Medizinerin, ist also keine persönliche Eitelkeit).

  97. #97 Catherina
    12. Dezember 2008

    Ich seh den daemlichen Seitenhieb auf mich jetzt erst, Marcus. Ist doch fein wenn Deine Tochter noch zu jung ist geimpft zu werden. Medizinische Entscheidungen fuer die Kinder zu treffen ist nie leicht. Besonders schwierig ist es, wenn einem das Rumzicken den Blick aufs Wesentliche erschwert. Also bitte keine Kommentare im Stil von “When did you stop beating your wife?”.

  98. #98 Dagmar Landsberger
    12. Dezember 2008

    Hallo Wolfgang,
    Eine Information der Deutschen Krebsgesellschaft:

    Eine Infektion mit HP-Viren ist zwar die bedeutendste, jedoch nicht die einzige Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Außerdem kann sich, da die Entwicklung des Impfstoffs noch nicht lange her liegt, erst innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre erweisen, ob der Schutz vor HPV-Infektionen tatsächlich die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs senken kann.

    https://www.krebsgesellschaft.de/db_gebaermutterhalskrebs_hpv_impfung,79814.html

    Information aus dem DKFZ:

    Die derzeit verfügbaren Impfstoffe befinden sich erst seit etwa sechs Jahren in der Erprobung. Die Frage danach, ob die Impfung auch Schutz vor Gebärmutterhalskrebs bietet, kann daher erst in 10 bis 15 Jahren mit Sicherheit beantwortet werden. Die Studien zu den HPV-Impfstoffen belegen aber deutlich: Eine Impfung verhindert wirksam die Entwicklung von Vorstufen einer Gebärmutterhalskrebserkrankung. Heute weiß man, dass aus diesen Vorstufen, bleiben sie unbehandelt, eine bösartige Tumorerkrankung hervorgehen kann. Fachleute schließen daraus, dass geimpfte Frauen nicht nur vor den frühen Formen des Tumors, sondern auch vor Gebärmutterhalskrebs selbst geschützt sind.

    Hallo Jane,
    an welchen Punkt hat Malte Ärzte-Bashing betrieben? Lies doch bitte noch mal.

    Er hatte geschrieben:

    skrupellose Fleischgroßhändler, für Milchpanscher, Medikamentenfälscher, für geltungssüchtige Fanatiker, für Kriegs-, Wirtschafts- oder Gesundheitsstrategen, prinzipbedingt für Statistiker, für Streubombenhersteller genauso wie für viele Forscher oder Entscheider in Pharmakonzernen.

    Wo hast Du da bitte ein Ärzte-Bashing gefunden? Mein Mann weiß ganz genau, wie sich die Lage der Mediziner verschlechter hat, und er ist mit seiner Berufs-Gruppe hoch-solidarisch.

    Und Jane, Du unterstellst jetzt nicht, daß mein Mann seine Patienten als Pünktchen empfindet? Wenn das so wäre, dann hätte er bestimmt nicht so bitter geschrieben.

    Und Hamer und Konsorten hast Du bei den geltungssüchtigen Fanatikern.

    Aber ich gebe es jetzt auf.

    Ich habe erklärt, warum mir Ludmillas Beitrag meine Fassung raubte, und ich glaube nicht, das es irgendjemand begriffen wollte.

    Ich werde alles jetzt einfach in aller Ruhe abwarten. Die nächsten 20-20 Jahre.

    Alles was ich gefordert habe, waren absolut legitime Dinge

    Placebo-kontrolliert, und zwar mit einem regelrechten Placebo,

    und der Erhalt des guten Rufes aller Maßnahmen die außer dem Impfen noch zur Vermeidung der Zervixca-Toten zur Verfügung stehen.

    und außerdem möchte ich nicht, daß irgendjemand zu blindem Vertrauen aufruft, weil bei irgendeiner medizinischen Maßnahme die notwendigen Vorsichtmaßnahmen nicht nötig seien,

    nur weil man zum Beispiel denkt:

    Biologica sind einfach nicht so gefährlich.

    Positive Vorurteile sind auch Vorurteile. Und können gefährlich wewrden.

    Wolfgang, hast Du nicht noch ein letztes Wort zum Placebo?

    Dann schließe ich das Thema HPV für mich ab.

    Denn, das ist sicher: Händchenhalten kann ich ganz sicher besser, und es macht mir auch mehr Spaß.

    Dagmar Landsberger

  99. #99 wolfgang
    12. Dezember 2008

    Alles was ich gefordert habe, waren absolut legitime Dinge

    Placebo-kontrolliert, und zwar mit einem regelrechten Placebo,

    seufz- sie kapierts nicht- das war ein korrektes Placebo.

    und der Erhalt des guten Rufes aller Maßnahmen die außer dem Impfen noch zur Vermeidung der Zervixca-Toten zur Verfügung stehen.

    Der PAP Test mag einen guten Ruf bei laien haben- aber Sensitivität von 55% – stark verbesserungswürdig.

    und außerdem möchte ich nicht, daß irgendjemand zu blindem Vertrauen aufruft, weil bei irgendeiner medizinischen Maßnahme die notwendigen Vorsichtmaßnahmen nicht nötig seien,

    hier hat keiner zu blindem Vertrauen aufgerufen.

    nur weil man zum Beispiel denkt:

    Biologica sind einfach nicht so gefährlich.

    Also klassische Intoxikationen oder mögliche Embryopathien gibts bei Impfstoffen bislang nicht.

    Positive Vorurteile sind auch Vorurteile. Und können gefährlich wewrden.

    ja Händchenhalten statt impfen zB

    Wolfgang, hast Du nicht noch ein letztes Wort zum Placebo?

    Dann schließe ich das Thema HPV für mich ab.

    Nein zu Plazebo hab ich alles gesagt. Wenn Thema HPV abgeschlossen, trotzdem den (schlechten) PAP test nicht vergessen.

    Denn, das ist sicher: Händchenhalten kann ich ganz sicher besser, und es macht mir auch mehr Spaß.

    jeder wie er kann- am besten evidence based

  100. #100 Jane
    12. Dezember 2008

    @Dagmar: Ja, ich hatte Deinen Mann auch teilweise mit Brigitte verwechselt seh ich gerade.
    Wenn ich mich recht entsinne, hatte er den hier anwesenden und kommentierenden Medizinern und Wissenschaftlern unterstellt, sie wären Menschenfeinde oder etwa nicht?
    Er hat doch diese Pünktchen-Story aufgebracht.
    Findest Du es ok, dass er so was den hier Schreibenden (und da sind auch Mediziner drunter) unterstellt?

    Genrell ist das Gejammere über unser ach so grausames Gesundheitssystem schon ziemlich lächerlich, angesicht der Verhältnisse auf unserer Welt.

    Die Ärtze ohne Grenzen brauchen immer Leute, wie wärs? Danach sieht er bestimmt eingies anders.

  101. #101 Dagmar Landsberger
    12. Dezember 2008

    Hallo Jane,

    NEIN du erinnerst Dich nicht richtig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Vielleicht liest Du den Beitrag meines Mannes IN ALLER RUHE nochmal.

    Nein, er hat kein Ärztebashing betrieben,
    nein, er hat den Ärzten nicht unterstellt, daß sie Menschenfeinde seien, nein, er ist kein Impfgegner, nein, er hat Wissenschaftler auch nicht gebasht…, nein, er sagt auch nicht daß alle Mörder seien, er hat allerdings ein gerütteltes Maß an Mißtrauen gegenüber MANCHEN Pharmamitarbeitern.

    Ja, er hat die Geschichte mit den Pünktchen geschrieben….Aber er hat niemals den Schreibenden unterstellt, das sie so denken.

    Und ich weiß außerdem, das er das nicht einmal denkt, geschweige denn, das er sowas schreiben würde.

    Und seine Patienten brauchen ihn hier.

    Arbeitest Du in diesem Gesundheitssystem? Wir schon.
    Ist die Forderung nach Sorgfalt und Wahrhaftigkeit in der Wissenschaft jetzt ein Vergehen?

    Können die medizinischen Verhältnisse irgendwo in der Welt die Rechtfertigung für weniger Sorgfalt hier sein?

    Schickst Du gleich alle Leute deren Beiträge Du mißverstanden hast in die Verbannung?

    Darf ich bleiben, weil Du meine Beiträge gar nicht gelesen hast?

    Ein bißchen Sorgfalt wäre nett.

    Dagmar Landsberger

  102. #102 Ludmila
    12. Dezember 2008

    Frau Landsberger,

    wie kommt es eigentlich, dass Sie und andere hier ständig Kritik mit Zensur verwechseln. Keiner hier will Ihnen den Mund verbieten. Wir geben Ihnen nur contra. Das ist schon ein Unterschied. Können Sie damit nicht umgehen, dass andere Leute andere Meinung sind als Sie?

    Frau Landsberger, es gibt Studien zu den Themen, die Sie angesprochen haben. Herrjeh, es geht hier um eine dieser Studien. Und deren Ergebnis scheint Ihnen nicht zu gefallen oder Sie verstehen es nicht. So scheint es auszusehen.

    Im Übrigen beschweren Sie sich ständig, dass man Sie nicht versteht. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten:
    1. Entweder Sie und Ihr Mann sind nicht in der Lage, Ihre Gedanken schriftlich so niederzulegen, dass diese auch Außenstehende verstehen.

    2. Wir sind alle kollektiv zu doof, um Sie zu verstehen.

    Das, was insbesondere Ihr Mann verfasst hat, ist dermaßen krude. Alles, was ich daraus lesen konnte, war eine Weltverschwörung. Und ich bin – denke ich – nicht die einzige, die das so verstanden hat.

    Und was Sie von sich geben, verläuft nach einem sehr seltsamen Muster: Sie behaupten einfach nur wieder und wieder: Ich und mein Mann arbeiten in diesem System, wir haben den totalen Durchblick. Damit implizieren Sie, dass wir totale Idioten sind, weil wir Sie nicht verstehen. (Siehe oben, Punkt 2.)

    Aber wie ist es denn um Ihre Argumente bestellt? Sie verwechseln das Fehlen an Daten mit Daten, Anekdoten mit Studien. Erklärungen lassen Sie einfach an sich abprallen. Studien, die Sie präsentieren, erweisen sich als nicht zutreffend oder einfach veraltet. Und Sie wiederholen wieder und wieder die gleichen alten bereits mehrfach aufgegriffenen Argumente. Als ob wir begriffsstutzig wären und es durch ständige Wiederholung irgendwie richtiger würde.

    Also bitte! Was wollen Sie eigentlich von uns? Dass wir Ihnen zu Füßen fallen und Ihre Weisheit begierig aufsaugen, ohne es nachzuprüfen? So wie ich das sehen, interessieren Sie unsere Argumente nicht. Wir interessieren Sie als Menschen nicht. Dann erübrigt sich aber auch jegliche Diskussion.

  103. #103 Dagmar Landsberger
    12. Dezember 2008

    Ja, Ludmilla,

    alle die nicht eurer Meinung sind sind Weltverschwörungstheoretiker.

    Dies wollte ich Euch nicht vorenthalten:

    10.12.2008 | 19:13 Uhr
    Südwest Presse: Kommentar zum Nobelpreis

    Ulm (ots) – Keine Frage, Harald zur Hausen ist ein Mediziner, der für seine Forschung hohe Auszeichnungen, auch den Nobelpreis, verdient hat. Ihm ist abzunehmen, dass er eine Impfempfehlung gegen Gebärmutterhalskrebs aus seinen Erkenntnissen über die Erkrankung ableitet. Weitaus haariger steht es um die Reputation derjenigen, die Nobelpreisträger aussuchen. Wenn zwei Herren des fünfköpfigen Komitees mit einem Pharmakonzern verbandelt sind, der gewaltige Summen mit Patenten und Lizenzgebühren für den Impfstoff gegen diesen Krebs verdient, kann die Wahl nicht als unbeeinflussbar gelten. So naiv kann kein Juror sein, dass er den Interessenkonflikt zwischen seinem Aufsichtsratposten bei dem Unternehmen und als Preisverleiher nicht wahrnimmt. Die These, dass die Jury in einer Welt ohne Geld lebt, reicht nicht aus, um den Verdacht der Einflussnahme zu entkräften. In Schweden wie Deutschland mischt sich die Pharmaindustrie massiv in die Zulassung von Medikamenten ein. Sie zieht alle Register, um Ärzte, Politiker, Beamte oder Medien für sich zu gewinnen. Wissenschaftlern kann dies etwa beim Impfstoff zum Gebärmutterhalskrebs nicht entgangen sein. Will die Nobel-Stiftung daher das Renommee ihrer Preise erhalten, muss sie Regeln finden, um den bitteren Beigeschmack der Bestechlichkeit loszuwerden. Sie schadet sich selbst, vor allem aber den Preisträgern und deren Lebensleistung.

    Pressekontakt:
    Südwest Presse
    Lothar Tolks
    Telefon: 0731/156218

    Geht doch Herrn Tolks auf den Nerv.

    Der hat sogar seine Telefonnr. angegeben.

  104. #104 Jane
    12. Dezember 2008

    @Dagmar: Nimand hat hier irgendwen in die Verbannung geschickt. Ich finde es unverschämt und rassistisch, wenn Du Entwicklungsländer mit “Verbannung” gleichsetzt. Ich war selbst schon in der “Verbannung” und mir hat es wirklich nicht geschadet

    Du musst wirklich lernen, Deinen Tonfall zu mäßigen und höflicher zu formulieren.

    “Beim Lesen der Kommentare musste ich an einen Satz von Harry Lime aus dem Film “Der dritte Mann” nach dem Buch von Graham Greene denken.
    Harry verdient ein Vermögen mit gefälschten Antibiotika (genauer: gestrecktem Penicillin), wodurch viele Menschen schwere Schäden davontragen. Auf die Frage, ob er deswegen keine Gewissensbisse hätte, antwortet er mit Blick auf die Menschenmenge im Prater aus einer Gondel des Riesenrades:
    “Would you feel any pity if one of those dots stopped moving forever?””

    So viel zu den Äußerungen Deines Mannes.

    Zeit für ein Entschuldigung, würde ich sagen.

  105. #105 birgit immenroth
    12. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger, ich kann sehr gut verstehen, wenn Sie irgendwann entnervt diesen Blog verlassen. Ich habe inzwischen alle Ihre Beiträge gelesen und eine Menge gelernt. Sehr berührt hat mich Maltes Beitrag. Er hat in aller Kürze deutlich gemacht, wie es um unsere Welt steht.
    Grüßen Sie ihn von mir. Mir war gar nicht bewusst, dass Sie beide zusammengehören. Ich bin ne alte Klassenkameradin von ihm aus dem “schrecklichen Gümmi” Sandhausen und habe ihn seit 30 Jahren nicht mehr gesehen. (Birgit Z.)
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und danke nochmals für so viel Hilfe bei der Entscheidungsfindung.

  106. #106 Malte Landsberger
    13. Dezember 2008

    Hallo allerseits. Ich wollte mich ja eigentlich nicht mehr äußern, aber anscheinend haben einige meinen Beitrag völlig missverstanden, haben ihn als “bashing” oder sogar kränkend empfunden und halten mich jetzt für einen Ärztefeind oder Verschwörungstheoretiker. Sorry, aber ihr liegt wirklich völlig falsch.
    Das Bild mit dem Punkt bezog sich in erster Linie auf Leute wie mich. Ich bin ein gewöhnlicher Doc, mache brav meine Medizin nach Leitlinie und hoffe, damit keinem zu schaden und möglichst vielen zu helfen. Genau wie meine Patienten, eigentlich jeder von uns, muss ich mich darauf verlassen, dass einzig und allein wissenschaftliche Evidenz die Fortentwicklung der Medizin bestimmt. Manchmal aber beschleicht mich – und ich bin da keineswegs alleine – das Gefühl, dass da noch ganz andere Kräfte wirken. Und je mehr Power in Lobbyarbeit und Werbung gesteckt wird, desto stärker wächst dieses Misstrauen. Ändern kann ich daran aber genau gar nichts; bin eben nur ein winziger Punkt.
    Vielleicht ist unter Euch ja jemand, der richtig Einfluss hat und den Überblick über alle Fakten. Dann ist er mit dem “Punkt” natürlich nicht gemeint.
    Mit meinem Einwand wollte ich nur vorschlagen: entspannt Euch. Fortschritt ist toll, mal bringt er Verbesserung, mal führt er in eine Sackgasse. Schlauer ist man immer erst hinterher (deshalb gibt es ja eine post-marketing surveillance). Wer’s nicht glaubt, der soll einfach mal nachschauen, wie viele der in jüngerer Vergangenheit mit dem Etikett höchster Wissenschaftlichkeit eingeführten Neuerungen längst wieder verschwunden sind. Einer meiner früheren Chefs (übrigens großes Tier in der Krebsforschung) sagte dazu in seiner Abschiedsrede: “Der Standard von heute ist der Kunstfehler von morgen.”
    Also lasst uns doch einfach zusammen freuen, dass das Portiokarzinom demnächst Geschichte ist, aber seid auch nachsichtig mit jenen, die noch nicht so recht daran glauben. Dafür dürfen die dann auch nicht über uns lachen, wenn’s vielleicht nicht geklappt hat.

    Sanfte Grüße, beste Gesundheit
    und frohe Weihnachten
    Malte

  107. #107 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    @Jane,

    Eine Entschuldigung ist ganz sicher nötig.
    Ich muß mich bei meinem Mann entschuldigen, der mich intensiv gewarnt hatte,mich in diesem Medium mit Euch auseinanderzusetzen.

    “In die Verbannung schicken”, kommt aus unserer russischen Familiengeschichte damit gleich, das man etwas mißliebiges sagt, und dann nach Sibirien kommt.
    Nichts gegen Sibirien. Es leben dort noch immer viele Menschen, deren Vorfahren jemandem mißliebig wurden. Das sind nicht immer die Schlechtesten.

    Jetzt sind wir also schon Rassisten.

    Jane,
    jeder der auch nur ein winziges Stückchen von Eurer geheiligten Meinung abweichlert, ist in dem Moment nur noch eine Projektionsfläche.

    Auf die wird einfach alles nur erdenkliche Projiziert, was IIhr gerade für besonders EKLIG findet.

    Damit werft ihr dann um Euch, und in Eurer Vostellung haftet es an der Person an und damit ist damit dann schon genug getan, um jemanden als den FEIND zu identifizieren.

    Diese gnadenlose Polarisierung macht nicht davor halt einen Beitrag wie den meines Mannes so zu verzerren, das er zu einem Angriff auf Gruppen wird, die mein Mann niemals angesprochen hat.

    Die Pünktchengeschichte ist eine Metapher für Gleichgültigkeit.

    Und die Gruppen, bei denen er diese Gleichgültigkeit vermutet hat er genannt.

    Wenn Sie Streubomben herstellen, Milch panschen oder derartiges, und sich deshalb als eine Vertreterin der angesprochenen Gruppen empfinden, werden Sie verstehen, daß ich dann keinen Sinn sehe, mich bei Ihnen zu entschuldigen.

    Falls Sie zu keiner der von meinem Mann angesprochenen Gruppen gehören, dann verstehe ich ihre Empörung nur dadurch, daß sie sich unbedingt empören wollen, und die Gelegenheit dazu an den Haaren herbeiziehen.

    Auch dann sehe ich keinen Grund zur Entschuldigung.

    @Birgit,

    Ist ja toll, Du könntest ja dann wirklich mal zum Kaffee kommen!

    Ich denke Du weißt, wie Du uns finden kannst?

    Der Artikel über den Nobelpreis scheint keinen zu interessieren?

    Hier noch einmal ein Auszug,

    Die These, dass die Jury in einer Welt ohne Geld lebt, reicht nicht aus, um den Verdacht der Einflussnahme zu entkräften. In Schweden wie Deutschland mischt sich die Pharmaindustrie massiv in die Zulassung von Medikamenten ein. Sie zieht alle Register, um Ärzte, Politiker, Beamte oder Medien für sich zu gewinnen. Wissenschaftlern kann dies etwa beim Impfstoff zum Gebärmutterhalskrebs nicht entgangen sein. Will die Nobel-Stiftung daher das Renommee ihrer Preise erhalten, muss sie Regeln finden, um den bitteren Beigeschmack der Bestechlichkeit loszuwerden. Sie schadet sich selbst, vor allem aber den Preisträgern und deren Lebensleistung.

    https://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2643248.html

    Irgendwie habe ich den Eindruck vor lauter Keilerei hier im Blog verlieren wir den Blick für das Wesentliche.

    Ich wünsche allen die

    notwendige Entspannung,

    und ein frohes Fest,

    Dagmar Landsberger

  108. #108 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    Hallo,
    ich habe wirklich gedacht, das wir viele Jahre warten müßten,
    bis jemand was unternimmt…
    Aber jetzt freue ich mich doch, denn es ist ein gutes Zeichen, das es so schnell eine Reaktion gibt.

    Es gibt also noch funktionierende Kontrollfunktionen.
    Hier ein Auszug aus der Badischen Zeitung:

    Möglicher Interessenkonflikt
    Korruption beim Nobelpreis für Harald zur Hausen?

    “Wenn ich nachdenke, kann ich sehen, dass es ein finanzielles Interesse der beteiligten Firmen an dem Nobelpreis gibt.”

    Bertil Friedholm

    https://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/korruption-beim-nobelpreis-fuer-harald-zur-hausen–9115687.html

  109. #109 sil
    13. Dezember 2008

    Jetzt wird es langsam aber sicher bizarr.
    Was hat die Vergabe des Preises mit der Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung zu tun?
    Sie bauen Strohmänner auf.

  110. #110 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    Meine Argumentation war gegen die Strategien der Firma.

    Es scheint so zu sein, daß diese Strategien sehr unseriös waren.

    Das hat seine SChatten in einer sehr unseriösen Werbung geworfen.

    Die wissenschaftliche Dikussion um HPV-ist durch Manipulationen der Firma sagen wir “in eine Richtung intensiviert” worden.

    Ich hoffe auf mehr Daten durch die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft.

    Wenn Euch das kalt läßt,
    dann ist es ja gut.

    Die Strohmänner sind nicht meine.

    Und bizarr ist es wohl nicht dadurch, das ich Euch diese Artikel zeige?
    Bizarr ist ja wohl, daß solche Dinge existieren.

  111. #111 wolfgang
    13. Dezember 2008

    @sil es ist doch schon bizarr.
    Richtigstellungen ihrer falschen Aussagen ignoriert Dagmar. Ihr Mann – ist ja vom Fach- schwafelt vom Traum des Verschwindens des Cervixkarzinoms- das kann der HPV-4 Impfstoff nicht. Selbst bei 100%iger Durchimpfung von Mädchen und Buben ist derzeit “nur” eine 70%ige Reduktion der Konisationshäufigkeit möglich.
    Ich kenne keine Marketingleute des Herstellers (und ich kenne eine Menge) die so etwas sagen würden, oder die behaupten würden, PAP Teste seien für Geimpfte übeflüssig. Wäre da eine/r die so einen Unsinn behaupten würden, wäre die Kündigung sicher.

  112. #112 Jane
    13. Dezember 2008

    @Sorry Dagmar, wer die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen mit der Tätigkeit des stalinistischen KGB gleichsetzt, der ist für mich kein ernstzumehmender Gesprächspartner mehr.

    “Wenn Sie Streubomben herstellen, Milch panschen oder derartiges,”

    Na jetzt wird es ja immer netter.

    Typem wie Du und Dein Mann, die immer einen auf empörte Weltretter machen aber entsetzt aufschreien, wenn ihnen nahe gelegt wird ihren Worten auch mal Taten folgen zu lassen, sind für mich aufgeblasene Sesselfurzer.

    Waren Sie oder Ihr Mann schon mal in einem Gebiet, in dem Streubomben und Minen rumliegen? Ich schon.

  113. #113 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    Harald zur hausen hat in mehreren Interviews und Vorträgen dargelegt, das in der Studien-Teilgruppe der Mädchen die noch Jungfrauen waren 90% der Läsionen verhindert worden seien. Zudem har er angekündigt, daß man über Impfungen von Jungen und Mädchen direkt nach der Geburt und die Erweiterung des Impfstoffes auf noch mehr Risiko-Viren Hofft virtuel ALLE Fälle von Gebärmutterhalskrebs verhindern zu können.
    Des weiteren hat er angekündigt, das er vermute, daß noch sehr viele andere Tumor-Arten mit Viren in Verbindung stünden und vor dem Verzehr von rohem Fleisch in diesem Zusammenhang gewarnt.

    Das ist einfach zu überprüfen, praktisch jedes Wort das Herr zur Hausen in den letzten Wochen gesprochen hat ist auch im Netz gelandet.

    Das Ziel zur Hausens ist die Impfung aller um in der fernen Zukunft virtuell ALLE Zervixca zu verhindern.

    Derzeit ist keine Verhinderung von Konisationen um 70% möglich, das sist frühestens der Fall, wenn diese Mädchen in das Alter solcher Erkrankungen kommen, und dann gilt es nur für den geimpften Jahrgang, d.h. sind diese Mädchen 30 dann wird das Aufkommen dieser Mädchen an Zervix-ca um 70 % gemindert sein, aber die Jahrgänge der 31, 32 ,33, Jahre alten, und so weiter, bis zu sagen wir 70 Jahren hätten noch dasselbe Risiko.

    ZUr Hausen betonte in einem Interview wie belastend die Operationen seien – gut, aber für die nächsten Jahre ändert sich an deren Notwendigkeit NICHTS.
    UNd solange laßt Ihr mal schön die Hände von der Reputation der einzigen Methoden um diese Menschenleben zu retten.

    Dein Vergleich mit den Genitalverstümmelungen der Frau finde ich nach wie vor sehr schädlich.

    Das war mein Einstieg in den Blog, weil ich esa nicht aushalten konnte, daß Frauen Angst gemacht wird vor einem lebensrettenden Eingriff, damit Ihr Euch eure heile Impfwelt basteln könnt.

    Die Studien und das Marketing der Firma sind mir nicht seriös genug.

    Wenn die Staatsawaltschaft tätig wird, wie es ja aussieht, werden wir ja eventuell mehr Infos bekommen.

    Bevor wir die Infos haben, ist dies ein Glaubenskrieg und nichts anderes.

  114. #114 dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    @ Jane, mit Geschichte hast Du es nicht, kann das sein?

    Russland, meine Liebe, Russland. Das war die Zeit mit dem Zaren.

    Das war vor dem KGB, Da gab es Sibirien auch schon.

    Das mit dem gewollten Mißverstehen ist entweder wirklich Absicht, oder Du kannst wirklich nichts dazu, weil Du … nun sagen wir mal… dazu neigst die Dinge unzulässig zu vereinfachen?

    Vielleicht geht es ja so besser:

    Ihr habt Eure schöne neue Impfwelt, und ich gucke wo ich Informationen herkriege, auf die ich mich verlassen kann.

    Ihr leistet dazu aber auch GAR KEINEN BEITRAG.

    Nix KGB, ZAR.

    Und da Ihr keinerlei Interesse an Informationen rund um HPV zu haben scheint, sonst hätte ich ja wohl ernsthafte Reaktionen auf die Artikel über die Nobelpreisvergabe bekommen,

    wende ich mich jetzt Informationsquellen zu, die ein wenig ergiebiger sind als Ihr.

  115. #115 Ludmila
    13. Dezember 2008

    Eigentlich ging es hier ursprünglich um die Studie oben. Es ging um Viren, es ging um Impfstoffe und es ging um Daten.

    Interessant finde ich von Frau Landsberger folgende Aussagen:
    gäbe es über 52 Jahre hinweg nur zehn Prozent weniger Gebärmutterhalskrebs-Fälle in Österreich und nur um 13 Prozent weniger Todesfälle.

    “Nur” 13% weniger Todesfälle? Nur 13% mehr lebende Menschen. Menschen! Keine Punkte, keine Prozentpunkte, keine Zahlen! Menschen, Himmelherrgott.

    Also wenn von 100 Betroffenen 13 nicht sterben, dann ist es also die Mühe nicht wert? Bei 1000 Betroffenen wären es dann schon 130 Menschen. “Nur”? Nur 130 Menschen?

    Wie kann jemand, der sich selbst als Menschenfreund bezeichnet, in Zusammenhang von verhinderten Todesfällen von “nur” reden.

    Die Person Harald von zu Hausens tut hier absolut nichts zur Sache. Es geht immer noch um die Studien. Es geht auch nicht um die Werbemaßnahmen. Es geht um die Studien. Es geht auch nicht darum, dass hier jemand Geld verdienen möchte und sich irren könnte. Gerade für letzteres gibt es Studien.

    Ich seh schon, es braucht einige mehr Studien. Alleine schon um das schrille Geschrei derjenigen zu übertönen, die “Pharma böse” schreien.

    Mich würde wirklich mal interessieren, wer dann bitte sonst einen Impfstoff entwickeln soll. Der Staat kann es anscheinend nicht mehr, weil er sich die Investitionen darin nicht leisten kann, oder wie seht Ihr das? Wobei ich mich frage, ob das was bringt. Wetten, dass dann die Leute schreien, die dem Staat nichts zutrauen?

    Und Frau Landsberger hat völlig Recht. Der Thread hier ist zu einem Forum von Irrationalität verkommen. Schade drum.

  116. #116 sil
    13. Dezember 2008

    Es soll ja auch noch Mitbürger geben, die sich freuen und stolz sind, wenn ein Nobelpreisträger aus dem eigenen Land kommt. Mir geht es jedenfalls so.
    Die Aufdröselung der Kausalkette der Krebsentstehung und die Entwicklung des Impfstoffes wird viele Frauenleben retten.
    Dafür muss man in Deutschland natürlich öffentlich rundgemacht werden. Das ist einfach nur abartig.

  117. #117 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    Ludmilla,
    Das Spiel mit dem Herauszerren einzelner Sätze ist unschön. Wie kann ich noch ein häßliches Mißverständnis herbeizaubern?

    Hier ging es mir einzig und alleine, zu betonen, das wir die Konisationen und die PAP-Tests nicht zum alten Eisen werfen können.

    Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesagt, das sich die Impfung deshalb nicht LOHNE.

    Und genau dies habe ich schon einmal klargestellt.

    Sie macht nur auf viele Jahre hinweg noch nötig, daß man die Reputation der alten Methoden nicht zerstört, bevor man sie nicht mehr braucht.

    Und daneben geht es um Kontrollinstanzen, von dénen Sie behauptet haben, das sie noch existieren.

    Ist es nicht schön, daß Sie an diesem Punkt Recht behalten könnten?

    13 Wissenschaftler haben mehr Daten gefordert.
    Sie haben sie bis jetzt noch nicht bekommen.

    Wenn die Firma jetzt unter Druck kommt. dann könnte es sein, daß wir diese Daten doch noch kriegen.

    Ich finde das wichtig.

    Geht es Euch denn wirklich darum mehr zu erfahren?

    Noch einmal:

    Firmen entwickeln Medikamente.

    Firmen machen unter bestimmten Auflagen Studien in bestimmter Art.

    Haben sie alle geforderten Parameter nachgewiesen, werden Medikamente zugelassen.

    Aber bei HPV- ging alles ein bißchen schneller.

    Und offenbart wie geschmiert.

    Kann sein, daß dies etwas zu bedeuten hat, muß es aber nicht.

    Wir werden es scheinbar viel schneller erfahren, als ich gedacht habe.

    Das könnt Ihr ja wohl auch in Ruhe abwarten, bei Euch wird die Staatsanwaltschaft ja wohl nicht vor der Tür stehen?

    also, bis dann

  118. #118 Jane
    13. Dezember 2008

    @Meine liebe Dagmar: Es ist ein bisschen schwer, Deinem wirren Geschreibsel zu folgen. Ich fasse mal zusammen: Da irgendwer aus Deiner Familie von Iwan dem Schrecklichen nach Sibirien verbannt wurde sind die Ärtze ohne Grenzen scheiße.

    Hab ich das jetzt richtig verstanden? :D

    Ludmilla bringt es ansonsten gut auf den Punkt: Für Dich und Deinesgleichen sind Menschen nur Zahlen, nur Punkte. Ob tot oder lebending interessiert Dich nicht die Bohne. Deswegen Deine Verachtung für Menschen wie zu Hausen oder die Ärtze ohne Grenzen.

    Vielleicht ist in der Streubomben-Industrie noch ne Stelle für Dich frei? :D

  119. #119 birgit immenroth
    13. Dezember 2008

    Liebe Frau Landsberger,
    die Einladung beruht auf Gegenseitigkeit. Sollten Sie mal nach WL (ca. 600 km immer Richtung Norden) kommen, freue ich mich über Ihren Besuch.
    Und wenn der o.g. Verdacht der Staatsanwaltschaft nicht im Sande verläuft, kommen sicher noch interessante Enthüllungen ans Licht.
    Schönen 3. Advent und noch viel Erfolg bei den Nachforschungen.
    B. Immenroth

  120. #120 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    Meine liebe Jane,
    was wirres Geschreibsel angeht, scheins Du aktiver Experte zu sein.
    Die Ärzte ohne Grenzen habe ich nie angesprochen.

    Und das irgendwas scheiße sei ist Deine Ausdrucksweise.

    Ich verachte Herrn zur Hausen?

    WOHER NIMMST DU DAS?

    Ich verachte Ärzte ohne Grenzen?

    Woher nimmst Du das?

    Du hast ein Problem.

    Du verwechselst was Du denkst mit dem was ich schreibe.

    Das könnte ein sehr ernsthaftes Symptom sein, mit dem ich Dir nur raten kann Dich in Fachärztliche Behandlung zu begeben.

    Für die Ärzte ohne Grenzen habe ich die größte Hochachtung und den größten Respekt. Für jeden Arzt, für jede Krankenschwester oder Pfleger der sein Leben und seine Gesundheit riskiert um unter schwierigen Umständen zu helfen.

    Diejenigen, die ich bis jetzt kennengelernt habe, waren bescheidene, freundliche Leute, die auch nichts gegen die Forderung nach sauberer Forschung oder Sorgfalt im eigenen Land hatten.

    Herr zur Hausen ist bei den momentanen Untersuchungen NICHT ins Zwielicht geraten.

    Die Zweifel betreffen die FIRMA die den Impfstoff herstellt. Herr zur Hausen hat damit zunächst gar nichts zu tun.

    Daß ich von der Umsetzbarkeit der Ausrottung von Viren im Moment nicht überzeugt bin, schmälert nicht Herrn zur Hausens Verdienste.

    Ich habe seine Zukunftsvorstellungen lediglich wiedergegeben.

    Jane, die Frage, ob in der Streubombenindustrie noch ein Platz für mich frei ist, ist so weit unterhalb jeder Verhaltens-Grenze, daß ich wirklich fragen muß, ob Du Dir sicher bist, daß Du Dich im Moment öffentlich äußern solltest?

    Noch einmal:

    Ich habe den größten Respekt, vor Ärzten ohne Grenzen, oder jeder Organisation, die Ärzten hilft, Menschen in schwierigen Regionen oder Situationen zu helfen.

    Und die Streubomben-Industrie wird ohne mich auskommen müssen, Du weißt ja, ich halte beruflich Händchen.

  121. #121 Jane
    13. Dezember 2008

    @Dagmar: Danke für die Klarstellung, da bin ich ja etwas beruhigt.

    “Jane, die Frage, ob in der Streubombenindustrie noch ein Platz für mich frei ist, ist so weit unterhalb jeder Verhaltens-Grenze”

    Du hast mir doch unterstellt, dass ich solchen “Gruppen” angehöre, oder etwa nicht?
    Nochmal: Ich was schon mehrmals in der “Verbannung”, auch an Orten, an denen Streubomben rumlagen. Daher erfreute mich diese Unterstellung nicht so sehr.

    Denk mal drüber nach ;)

    Dass ich Deine Art insgesamt unmöglich finde, dürfte klar sein, aber wenigstens sind wir uns bei den ÄoG und zur Hausen einig.

    Es gibt übrigens sehr wohl “Kritiker der Schulmedizin”, die die Arbeit der ÄoG ablehnen, AIDS-Leugner z.B. Die meisten, die hier bloggen und kommentieren gehen gegen solche Auswüchse an. Bist Du sicher, dass Du das schlecht findest?

    Da Dein Mann Onkologe ist, kannst Du ihn mal nach “Dr. Hamer” fragen. Dann verstehst Du vielleicht, warum die Leute hier auf Pharma-Bashing und dieses Gerede von der korrupten Schulmedizin so gereizt reagieren. Das kommt nich von ungefähr.

  122. #122 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    Hallo Jane,

    nein, wir haben NIEMANDEM von Euch unterstellt, das Ihr einer solchen Gruppe angehört, deswegen konnte ich mir schon die ganze Zeit überhaupt nicht vorstellen was los ist. Wie oft habe ich das denn schon geschrieben?

    Die Pünktchen, klein und machtlos, das sind wir und unsere Patienten in den Augen derer, die nur Geld an uns verdienen möchten.
    Pardon, aber dazu kannst Du doch unmöglich gehören, oder Du hättest Dich n icht ohne Bezahlung in Gefahr gebracht, um ein par anderen Pünktchen zu helfen?

    Ehrlich, Entspannung, Friede, lies es einfach noch mal.

    Hier noch einmal etwas zu einem Medikament, das in der Tumor-Therapie aggressiv beworben wurde und jetzt wird klar, daß es Metastasen FÖRDERT

    Das sind die Dinge, die uns so wehtun.

    Hamer ist wirklich nur ein Problem von VIELEN.

    Und die äußerste Sorgfalt ist wichtig, wenn wir unseren Patienten nach der Therapie noch ins Gesicht sehen wollen.

    https://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9201-2008-12-03.html

    Metastasen durch neues Krebsmedikament?

    Überraschender Fund in der Krebsforschung
    Schadet eine neue Generation von Medikamenten gegen Krebs, die sich zurzeit noch in der Testphase befindet, möglicherweise mehr als sie hilft? Eine Entdeckung Würzburger Wissenschaftler legt diesen Verdacht nahe. Weitere Untersuchungen sind deshalb dringend nötig, so die Forscher in der Fachzeitschrift „Nature Cell Biology“.

    Proteine als Ziel neuer Medikamente
    Proteine als Ziel neuer Medikamente
    © Institut für Medizinische Strahlenkunde Proteine als Ziel neuer Medikamente
    Wenn Zellen des menschlichen Körpers nicht mehr so funktionieren, wie sie sollen, verhindert normalerweise ein ausgeklügelter Mechanismus, dass sich die defekten Zellen vermehren: der programmierte Zelltod oder Apoptose. Bei Krebszellen ist dieser Mechanismus außer Kraft gesetzt. Sie produzieren in großer Menge Proteine, so genannte IAPs, die ihrerseits den Start des Zelltodprogramms verhindern.

    Unerwartete Nebenwirkungen
    Für Mediziner sind diese Proteine deshalb von großem Interesse. Ihre Hoffnung ist es, Tumore am Wachsen zu hindern, indem sie die Bildung dieser Proteine blockieren. Denn dann müssten die Tumorzellen dank des Selbstschutzmechanismus des Körpers zerstört werden. Entsprechende Medikamente befinden sich zurzeit in der klinischen Testphase.

    Doch die Hoffnung auf ein neues Anti-Krebs-Medikament hat jetzt einen Dämpfer erhalten: „Wir haben herausgefunden, dass es für die Betroffenen möglicherweise äußerst negative Konsequenzen hat, wenn man die Bildung der IAPs unterdrückt“, sagt Ulf R. Rapp, Professor am Institut für Medizinische Strahlenkunde und Zellforschung der Universität Würzburg, der gemeinsam mit Dr. Krishnaraj Rajalingam, inzwischen Leiter der Emmy-Noether-Gruppe am Institut für Biochemie II der Frankfurter Universität, das Protein genauer untersucht hat.

    Deutliches Warnsignal für die Ärzte
    Wie die beiden Wissenschaftler, unterstützt von Kollegen von Universitäten in Frankfurt und Philadelphia, USA, entdeckt haben, besitzen die Proteine noch eine weitere Funktion im Körper. Fehlen sie, steigt an anderer Stelle die Aktivität einer Signalkaskade deutlich an, die unter anderem für die Wanderung von Zellen entscheidend ist.

    „Wenn wir gezielt Gene ausschalten, die für die Produktion der IAPs verantwortlich sind, führt das dazu, dass sowohl gesunde als auch Krebszellen ihre Form ändern und sich schneller bewegen“, sagt Rapp. „Das bedeutet als Konsequenz für den Patienten, dass das Medikament möglicherweise die Bildung von Metastasen begünstigt.“ Deshalb ist diese Entdeckung nach Rapps Ansicht ein „deutliches Warnsignal für die Kliniker“.

    „Diese Ergebnisse sind für uns sehr überraschend“, erklärt Rajalingam. „Bisher kannten wir diese Proteine nur in ihrer Rolle als Unterdrücker der Apoptose, und jetzt stellen wir fest, dass sie auch einen Einfluss auf die so genannte MAP-Kaskade und Zellwanderung haben“.

    Balanceakt von guten und schlechten Eigenschaften
    Unbrauchbar sind die neuen Medikamente nach Ansicht der Beiden deshalb nicht unbedingt. „Es handelt sich um einen Balanceakt von positiven und negativen Eigenschaften“, sagt Rapp.

    Nun sei die Forschung gefragt und müsse für jede Tumorart gezielt untersuchen, welche der Eigenschaft jeweils überwiegt – die gute oder die schlechte. Die Therapie automatisch verordnen, sei zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht mehr möglich, so die Forscher.
    (idw – Universität Würzburg, 03.12.2008 – DLO)

    Ich habe Patienten betreut, die auf Hamer gehört haben, und sich mit Riesendosen Cortison langsam umgebracht haben. Er ist nach meiner Ansicht schwer krank.

    Jane, das habe ich mit Projektionsfläche gemeint.

    Ihr habt so ziemlich alle nicht gelesen was wir geschrieben haben, sondern was Ihr Euch vorgestellt habt, was wir schreiben würden.

    AIDS zu verharmlosen oder zu verleugnen ist ein Verbrechen.

    Warum denkst Du, das wir das tun?

    Wir kritisieren doch nicht die Schulmedizin an sich, wir wollen doch nur, daß die Kontrollfunktionen gesichert bleiben, und das wird immer schwerer, weil die Forschung nicht mehr grundsätzlich unabhängig ist..

    Ich bin sehr froh, daß ich in dem Problem nicht unmittelbar stecke, mich würde das vollkommen überfordern.

    Noch mal zu Ärzte ohne Grenzen, ich bin überhaupt nicht auf die Idee gekommen, das man daran etwas ablehnen könnte.

    Harald zur Hausen ist nicht mein Held, das müßt Ihr verzeihen – das bedeutet aber nicht, daß ich ihn verachte. Noch daß ich seine Verdienste schmälern möchte.

    Noch, daß ich die Impfung grundsätzlich schlecht machen möchte.

    Medizin ist ein gefährliches Gebiet – du möchtest helfen, und wenn Du nicht wahnsinnig aufpaßt zerstörst Du mehr als Du aufbaust.

    Die Verbannung war einzig auf den Umstand ausgerichtet, daß Du jemanden, der etwas für Dich mißliebiges äußert FORTSCHICKST, und für so etwas steht bei uns eben seit Generationen das “nach Sibirien geschickt werden”.

  123. #123 Wolfgang
    13. Dezember 2008

    Dagmar schrieb Ich hoffe auf mehr Daten durch die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft

    Was soll den da die Staatsanwaltschaft untersuchen? Ein behördlich zugelassener Impfstoff, der hochwirksam placebo-doppel blind kontrolliert 70% der Cervixkarzinome verhindert?

    Na ja evtl könnte die Staatsanwaltschaft ja gegen Eltern ermitteln, die ihre Töchter vernachlässigen, in dem sie Ihnen die Impfung vorenthalten.
    Vernachlässigung ist ja eine Form der Kindesmisshandlung, solten auch händchenhaltende Psychologinnen wissen

  124. #124 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    Wolfgang,
    mehr Daten, die uns Aufschluß geben, wie mit Geld Wissenschaftliche Erkenntniswege und Kontrollmechanismen verändert worden sind.

    Wenn so etwas geschehen ist, willst Du es dann gar nicht wissen?

    Wenn es nicht geschehen ist, wäre es nicht auch schön für Dich das zu wissen?

    So lange es keine Impf-Pflicht gibt, erfüllt nicht impfen keinen Straftatbestand, also laß diesen Blödsinn.

    Ich bin gegen jede Zwangsbehandlung, daher gegen eine Impfpflicht.

    Du hast das Recht zur Deiner Meinung, aber die ist noch nciht Gesetz.

    In England hat jetzt ein Mädchen, ich glaube 11 oder 12 Jahre vor Gericht das Recht auf Verweigerung einer Herztransplantation erkämpfen müssen.

    Bei diesem Kind , das an einer schwer behandelbaren Form der Leukämie leidet, hatte die Chemo-Therapie zwar den Krebs weitgehend unter Kontrolle gebracht, aber das Herz des Kindes zerstört. Nach einer Herz-Transplantation hätte sie eine Behandlung zur Unterdrückung der Abwehr gebraucht, welche den Tumor wieder hätte aufflammen lassen.

    Das Gericht hat vernünftig entschieden.

    Kaum vorstellbar, wenn diese Kind ZWANGSWEISE behandelt worden wäre.

    Dies ist ein Extrem-Fall.

    Aber ich bin gegen jede Form der Zwangsbehandlung.

    Wir müssen schon um das Vertrauen unserer Patienten werben, und es uns verdienen.

    Mit größter Sorgfalt ist dazu schon ein wesentlicher Schritt getan.

  125. #125 sil
    13. Dezember 2008

    Und was hat das jetzt mit dem Ignorieren von Fakten und der Impfung zu tun?

  126. #126 Jane
    13. Dezember 2008

    @Dagmar: Ja, Sorgfalt in der Forschung ist natürlich extrem wichtig. Aber ich glaube das sehen hier wirklich alle so.

    Mir ist schon klar, dass Du kein AIDS-Leugner oder ein Hamer-Anhänger bist. Aber viel zu oft instrumentalisieren solche Leute (berechtigte) Kritik an der Pharmaindustrie und verzerren sie ins Extreme. Und ich (so wie die meisten anderen hier) bin eben der Meinung, dass die HPV-Impfung gerade wieder für so eine Angstkampagne missbraucht wird. Du hast oft gefragt, was die Motivation der Kommentatoren und Blogger hier ist: Der Kampf gegen solche Leute dürften bei den meisten ganz oben auf der Agenda stehen.

    PS: Finde ich übrigens sehr korrekt von Deinem Mann, dass er sein erstes Posting noch mal näher erläutert hat.

  127. #127 DAgmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    @sil :Es war eine Antwort auf Wolgangs Frage.
    Und eine Reaktion auf seine unschöne Schlußbemerkung.

    Da er Nicht-Impfen mit einem Straftatbestand gleichsetzte, hat er eine Impfpflicht impliziert.
    Ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn die Antworten auf Wolfgangs Fragen oder Bemerkungen Deine nicht beantworten.

  128. #128 Dagmar Landsberger
    13. Dezember 2008

    Jane,
    an dem Punkt verstehe ich Dich besser als Du denkst:

    Was für ein Dilemma, wenn Du spürst, das die Patienten Vertrauen in ein Medikament brauchen, aber du Bedenken hast?

    Ab welchen Punkt bist du berechtigt deine eigenen Bedenken deinem Patienten mitzuteilen.
    AB WANN MUSST DU ES SOGAR?

    Wann zerstöre ich dem Patienten das lebensnotwendige Vertrauen in eine Therapie, und wann rettet ihn mein Bedenken vor einem SChaden?

    Ab wann muß ich bei einem Verdacht etwas tun?

    Ich verdanke meine gesunden Gliedmaßen einem Arzt, der meine Mutter vor der Einnahme von Talidomid gewarnt hat, mehrere Jahre vor der Veröffentlichung der Warnungen.

    Ich kann keinen Menschen mit den entsprechenden Schäden sehen, ohne daß mich die Frage quält, wieviele von einer früheren Warnung hätten profitiern können.

    Wann ist man ein wissenschaftlicher Querschläger, ein Ignorant, wann ein mutiger Kämpfer für die Gesundheit seiner Patienten?

    Da gibt es kein Netz oder doppelten Boden.

    Der Impfgedanke ist nach wie vor in der Bevölkerung sehr positiv verankert.
    Der sicherste Weg, das zu zerstören, wäre es einen Fehler zu machen, der mit Sorgfalt zu vermeiden gewesen wäre.

    Klar, mit einer Impfpflicht ließe sich eine Mitarbeit wieder erzwingen – aber das ist absolut nicht das gleiche.
    Auf diese Weise würde die positive Grundeinstellung zur Impfung zerstört.

  129. #129 wolfgang
    13. Dezember 2008

    @ Dagmar

    Schon mal was von elterlichen Fürsorgepflichten gehört?

    Von der Kinderrechtskonvention? Die ist übrigens ratifiziert- also Gesetz.

    Und schon mal was von der Einteilung der verschiedenen Formen der Kindesmisshandlung gehört?

    Eine davon ist Vernachlässigung.

    Wie die sich manifestiert ist hier nachzulesen

    https://www.kindesmisshandlung.de/mediapool/32/328527/data/VN-KJA-2005.pdf

    Besonders Tab 1a beachten. Keine oder unzureichende Impfungen sind eine Form der Vernachlässigung.

    So jetzt ist die HPV Impfung von der STIKO allgemein empfohlen- das ist Stand der Wissenschaft state of art.
    Wird sie Töchterchen (ich lass jetzt mal die Buben draussen, meine sind HPV-4 geimpft) vorenthalten, so ist das eine Vernachlässigung, die gelegentlich mit einer Konisation, einer medizinisch indizierten Form der Genitalverstümmelung endet.

    Die Impfung verhindert zu einem gewissen Grad übrigens auch Vulva Karzinome. Und die chirurgische Therapie des Vulva Karzinoms ist anatomisch nicht unähnlich der verbrecherishen afrikanischen Genitalverstümmelung- auch eine Form der Kindesmisshandlung.

    Ist mir schon klar, dass dir das Wort Genitalverstümmelung bzw Kindesmisshandlung nicht gefällt- ich bin aber für meine klare Sprache bekannt- und ich bin in der Lage meine fachgerechten Argumente zu belegen. Das ist der Unterschied zwischen uns. Nicht mehr und nicht weniger.

  130. #130 birgit
    13. Dezember 2008

    Für alle, die jetzt wirklich wissen wollen was abgeht:
    https://www.zdf.de/zdfmediathek/Frontal21 – da könnt ihr euch genau anschauen, wie das Pharma-Kartell funktioniert!

  131. #131 Jane
    13. Dezember 2008

    @Birgit: Ich würde dem zdf nicht alles glauben ;)

    Aber das ist auch nicht der springende Punkt. Es ist doch offensichtlich, auch für Laien, dass es sehr viele Medikamente gibt, die heilen und Leben retten. Das heißt dann wohl, dass das “Pharmakartell” schon oft sehr viele nützliche Dinge produziert hat. Wenn man also Zweifel z.B. an einer Impfung hat, dann reicht es nicht einfach zu argumentieren: Die sind eh alle korrupt/profitgeil, es muss wohl schlecht sein. Denn warum gibt es dann die vielen guten Medikamente?

    Man muss beweisen, dass die Impfung nicht wirkt, schädlich ist, was auch immer. Jetzt ist es schon so, dass es sehr, sehr (!) strenge Vorgaben gibt, bevor ein Meidkament überhaupt auf den Markt darf. Studien noch und nöcher, deren Ergebnisse publiziert werden müssen etc.

    Und so muss man an die Sache rangehen: Die Daten unter die Lupe nehmen, die Studien überprüfen. Es reicht einfach nicht, allen Beteiligten “Korruption” oder andere böse Absichten zu unterstellen. Ist auch ein bisschen heftig, denn an so einer Medikamenten-Entwicklung sind sehr viele Menschen beteiligt.

    Kurz gesagt: Selbst wenn es ein Pharmakartell gäbe, das sagt nichts über die Wirkung/Schädlichkeit der HPV-Impfung aus.

    Übrigens: Für homöpathische “Medikamente” gelten weit weniger strenge Vorgaben. Das nur als Warnung.

  132. #132 Rincewind
    13. Dezember 2008

    @birgt: Da machen Sie jetzt aber ein dickes Fass auf. Der Frontalbericht geht gerade durch alle Blogs und Foren von Betroffenen und man ist ob der miserablen Recherche und extrem einseitigen Berichterstattung extrem sauer. Das war walich kein Highlight von Frontal21. Zumal mal wieder der Anschein erweckt wurde, dass es kein ADHS gibt und man Kinder nur ruhig stellen will. Eine Verhöhnung aller Betroffenen, denen man zu der Problematik auch noch unterstellt, sie wären Rabeneltern.

    So sehr ich manche Beiträge dieser Sendung schätze, so sehr haben sie diesmal ins Klo gegriffen.

    An Pharma-Verschwörungen zu glauben, scheint gerade wieder in große Mode gekommen zu sein.

  133. #133 Jane
    13. Dezember 2008
  134. #134 wolfgang
    14. Dezember 2008

    Ich hab mal 10 Jahre lang gegutachtet im Zulassungsverfahren. Da sind mir drei homöopathische Arzneien zugewiesen worden.

    Da wurde aus einem Eiterdippel Material gewonnen und daraus das Hmöopathikum hergestellt.

    Ich hab nur den Hersteller gefragt nach dem Status des Spenders hinschtlich
    HIV-AK, HBsAg und HC-AK. Fehlanzeige.

    Mein Sachverständigengutachten war dann negativ. Klare Sache.

  135. #135 Dagmar Landsberger
    14. Dezember 2008

    @Wolfgang,

    Friewilligkeit ist für einen medizinischen Akt ungeheuer wichtig.

    Was Du willst ist eine Impf-Zwangsmaßnahme – die kann ich nur ablehnen und da ist es mir auch völlig gleichgültig wie gut Deine Absichten dabei sind.

    Deine Art der Medizin hat etwas vom Einfühlungsvermögen eines Vorschlaghammers.

    Auf die Dauer kommt das nicht so gut an bei den Patienten.

    Vertrauensbildend ist es auf keinen Fall.

    Das Vertrauen in Impfprogramme war merkwürdigerweise in früheren Jahren, als es noch ziemlich problematische Impfstoffe gab, und dementsprechend viele Nebenwirkungen HÖHER.

    Wir müssen uns fragen, was sich seitdem geändert hat. Wieso ist das Vertrauen geringer geworden?

    Und da ansetzen, wo wir das Vertrauen wiedergewinnen können.

    Wolfgang – mach Dich mal mit dem Gedanken vertraut, daß ich auch gerne ein reges Impfinteresse und ein großes Impfvertrauen sehen möchte.

    Oder liebst Du es mit dem Vorschlaghammer auf Eltern loszugehen, DIE ZU ÄNGSTLICH SIND, IHRE KINDER IMPFEN ZU LASSEN? Da werden Sie geholfen.:)

    Wir haben schlicht absolut verschiedene Vorstellungen vom Weg den man gehen könnte, um es zu erreichen.

    Das Beispiel Hömoöpathie, das Du gewählt hast, ist ein gutes Beispiel.
    Homoöpathie gilt im Volksmund als “Absolut unschädlich”, was schlicht ein Vorurteil ist.
    Es ist gut und Richtig, wenn alle Arzneimittel gleich gründlich untersucht werden.

    Die Pharmaindustrie unterliegt schwerem Druck. Die Entwicklung und Einführung neuer Medikamente ist ein ungeheuer langwieriger und schwieriger Prozeß, der in 9 von 10 Fällen scheitert. Und manchmal bedeutet ein Scheitern den Niedergang der Firma.

    Bei dem Krebsmittel, das jetzt “Neu beurteilt” werden muß handelt es sich um eine Präparate-Gruppe auf die man sehr große Hoffnungen gesetzt hatte.

    Alle daran arbeitenden hatten das Gefühl einen bahnbrechenden Erfolg erzielt zu haben, und jetzt?

    Hier ein Auszug:

    Diese Ergebnisse sind für uns sehr überraschend“, erklärt Rajalingam. „Bisher kannten wir diese Proteine nur in ihrer Rolle als Unterdrücker der Apoptose, und jetzt stellen wir fest, dass sie auch einen Einfluss auf die so genannte MAP-Kaskade und Zellwanderung haben“.

    https://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9201-2008-12-03.html

    Hier ist es gut gegangen, denke ich. Auf die Mediziner wurde kein Druck ausgeübt ihre Befürchtungen zu verschweigen – oder sie haben es trotz Druck getan.

    Es geht für die Firmen manchmal um ALLES ODER NICHTS, und da kann die Versuchung groß werden, einmal etwas unter den Tisch fallen lassen.

    Wir müssen darauf achten, daß unsere Kontrollinstanzen den Entwicklungen der Firmen Schritt halten.

    Ich fand die Aussagen von Mitgliedern der Nobel-Jury interessant: daß in den letzten 10 Jahren die Lobby-Arbeit so viel stärker geworden sei.

    Wenn ein großes Pharma-Unternehmen mit schlechten Sitten anfängt und durchkommt, dann wird der Druck auf die anderen Firmen groß, dieselben Strategien zu fahren.

    Das ist wie beim Doping.

    Das läßt sich auch nur unterbinden, wenn man den Entwiklungen ständig hinterherläuft.

    @Liebe Jane,

    mir ist dann heute morgen plötzlich klargeworden, warum Ihr alle auf den Beitrag meines Mannes so empfindlich reagiert habt.

    Ich habe den Beitrag mal versucht mit der Einstellung: Jetzt kommt ein aggressiver Angriff ,zu lesen.

    Der Beitrag ist dann wie ein Vexierbild.

    Die Erklärung zur Pünktchengeschichte liest sich dann so, als ob wir unterstellen würden, das jetzt, mit dieser Impfung so etwas wie “Penicillin-Pantschen” gelaufen wäre. Das verändert dann natürlich alles.

    Aber das konnte ich nicht sehen, da mir die Geschichte als Metapher füe Zwischenmenschliche Gleichgültigkeit bekannt ist, und ich wußte, daß mein Mann etwas erklären wollte, und nicht Euch angreifen.

    Wenn die Kommunikation zwischen Menschen so kompliziert wird, wie ich es in meinem Leben noch nie erlebt habe, dann frage ich mich natürlich WARUM?

    Ihr veteidigt die Impfungen vor sozusagen “Jedem möglichen Makel” um sie glaubwürdig zu machen.

    Aber, manchmal muß auch eine Impfung kontrovers diskutiert werden, DAMIT die Glaubwürdigkeit erhalten bleibt.

    Je offener und fairer dabei die Diskussion ist, umso mehr Vertrauen kann wachsen.

    Impfungen von vorneherein als sakrosankt zu erklären kann die notwendige Diskussion ersticken.

    Und würde die Firmen ermutigen, daß sie hier weniger Sorgfalt zeigen müßten.

    Genauso wenig wie Homöopathie “Absolut unschädlich” ist, ist es “Das Impfen”

    Heute dauern die Prozesse für Impfschäden viele Jahre, häufig ein ganzes Jahrzehnt.
    Das war früher anders.

    Schnelle Entscheidungen und anständige Abfindungen überzeugen mehr Menschen, daß sie im Falle des Falles nicht im Stich gelassen werden.

    Aber, wenn wir zusammen darüber nachdenken, kommen wir bestimmt auch noch auf viele andere Ideen wie man die Impfmüdigkeit behandeln könnte.

    Impfpflicht halte ich für die schlechteste aller Möglichkeiten.

  136. #136 GeMa
    14. Dezember 2008

    @Wolfgang : worin besteht denn nun die ganz konkrete Nebenwirkung, wenn ich meine beiden Töchter gg. HPV impfen ließe?

    Genau die Argumente hier in der Diskussion, hatte uns veranlaßt, die ältere (19) nicht impfen zu lassen. Die jüngere ist noch nicht alt genug.

    Erkundigt haben wir uns übrigens nicht nur bei 3 Gynäkologinnen (eine davon in der Familie), sondern noch bei einer absolut pro-impfen eingestellten Medizinerin. Die 17% waren es wohl (?), denn stets wurde gesagt, bei so “alten” Mädels bringt das gar nichts. Erst mal abwarten … der Impfstoff ist noch so neu und die Nebenwirkungen nicht ausreichend betrachtet.
    Mich ärgert so eine Desinformation. Meine Kinder sind alle durchgeimpft und mir fällt kein guter Grund ein, wozu das nicht gut sein sollte. Für die jüngere Tochter hatte ich noch eine BCG Impfung durchgesetzt, obwohl die gerade zu der Zeit vom Markt genommen war.

    Wobei hier keine der HPV Nichtempfehlungen aus der Richtung Pharmabashing kam, sondern wohl eher den widersprüchlichen Informationen, die überall kursier(t)en.

    Was ich übrigens absolut nicht und wirklich nirgendwo gehört habe, dass die Pap Tests überflüssig wären. Ganz im Gegenteil. Das die weiterhin erforderlich sind, haben auch alle 3 Gynäkologinnen betont und hierauf auch die Nichtempfehlung teilweise gestützt. A lá wozu impfen, wenn doch regelmäßig der Abstrich sein muß.

  137. #137 Dagma Landsberger
    14. Dezember 2008

    Hallo GeMA,
    das finde ich schlimm, daß die Ablehnung darauf begründet wurde, denn das ist doch gerade wichtig, daß eine friedliche Koexistenz der Neuen und alten Methoden angestrebt wird.

    Das hätte ich nicht für möglich gehalten.

  138. #138 GeMa
    14. Dezember 2008

    Nicht, dass mich genau dieses Argument interessiert hätte, Frau Landsberger. Wirklich nicht. Nur das wird ja nicht nur uns so gesagt worden sein, es gibt ja schließlich noch mehr Patienten.
    Für uns waren es die 17% und das Argument, dass es bei einer damals 18 jährigen nichts bringt. Zumal die Nebenwirkungen noch so ungeklärt und der Impfstoff noch nicht genügend lange geprüft sei.

  139. #139 wolfgang
    14. Dezember 2008

    Dagmar schreibt: “Was Du willst ist eine Impf-Zwangsmaßnahme – die kann ich nur ablehnen und da ist es mir auch völlig gleichgültig wie gut Deine Absichten dabei sind.”

    Nein will ich nicht, hab ich nirgends gesagt. Es gibt nur Kinderechte, das sind Menschenrechte-ganz wichtige.

    ich verstehe auch nicht, dass behauptet wird es seinen mit der HPV-Impfung noch nicht genügend Erfahrungen gemacht worden.

    Bislang sind mehr als 30 Mio Dosen verimpft worden. Und es zeigt sich keinerlei Signal welches Befürchtungen in Hinblick ernster Nebenwirkungen erwarten liesse.

    Der Impfstoff ist in klinischen Studien an über 25.000 Personen meist Frauen geprüft worden.

    Klar Schmerzen, Schwellung, Rötung.

    Aufpassen muss man aber auf eines besonders. Mädchen, junge Frauen ängstigen sich leicht eher als junge Männer, da gibt es dann selten Ohnmachtsanfälle, vor oder nach dem impfen. In USA wurde eine junge Frau im Stehen geimpft, ist umgekippt und hat sich eine Schädelfraktur zugezogen. Daher immer im Sitzen impfen.

    Wenn eine 19 jährige bereits infiziert ist mit einem der 4 HP Viren bringt ihr die Impfung mit den verbleibenden drei Viren noch den vollen Schutz. Mit allen 4 Viren infiziert sind weniger als 1% der Frauen- für die ist die Impfung überflüssig.

    Bei so “alten” Mädels bringts nichts mehr, ist also für 99% der jungen Damen nicht zutreffend.

  140. #140 wolfgang
    14. Dezember 2008

    Da ist die Fachinfo von Gardasil in Deutsch

    auf der HP der Europ Arzneimittelagentur

    https://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/gardasil/H-703-PI-de.pdf

    Da sind die Nebenwirkungen detailliert nach Häufigkeit aufgelistet.

  141. #141 GeMa
    14. Dezember 2008

    Aha, vielen Dank. Also nichts dramatisches.

    Da fällt mir noch eines der wichtigen Argumente dagegen ein, wenn ich Ihrem Link folge : es wurde uns auch mehrfach gesagt, dass nicht sicher ist, wie lange es immunisiert und begründet mit dem Hinweis, dass nicht bekannt ist, ob ggfs. eine spätere Nachimmunisierung erforderlich sei. Im Grunde eine trügerische Sicherheit vorgegaukelt wird. Das deckte sich auch mit der Info von Gardasil zur Nachimmunisierung.

    Das wäre so die Zusammenfassung der allgemeinen Informationen, die man vergangenes Jahr auf Nachfragen zu hören bekam. Irgendwie eine Schieflage, die durch ganz allgemein verbreitetes Mißtrauen ggü. der schröcklichen Pharmagewinnler sicher auch deutlich mit beeinflusst war.

    Dann also Impfung und gut ist´s.

  142. #142 wolfgang
    14. Dezember 2008

    Nein es ist nicht klar, wie lange die Immunität andauert- das ist bei jeder Impfung so.

    Die Schutzdauer der Masernimpfung (2x MMR) ist ja auch noch nicht bekannt.Die 90 jährigen, die vor 88 oder 89 Jahren 2xMMR geimpft wurden gibt es erst in 50 Jahren.

    Bei HPV gibt es die Gruppe die an klinischen Studien teilgenommen hat ist derzeit 6 Jahre in Beobachtung. Wenn es da zu Impfdurchbrüchen kommt, hat man immer noch 6 Jahre Zeit, um zu überlegen was zu tun ist.

    Der Impfschutz brauch ja auch nur 60 Jahre halten, weil eine geimpfte 70 jährige mit HPV- Infektion erlebt ihr Cervixca üblicherweise eh nicht mehr.

    Die Antikörperspiegel durch Impfung sind um 2-3log Stufen höher als bei natürlicher Infektion.

  143. #143 birgit
    14. Dezember 2008

    Lieber Wolfgang, was hältst du von folgendem Deal? Ich betrachte demnächst die Sendungen den öffentlich RECHTLICHEN Fernsehens kritischer und du betrachtest die Infos von GARDASIL kritischer.

  144. #144 GeMa
    14. Dezember 2008

    Tja, da bleibt mir nur eines übrig : mal wieder kurz in mich gehen, wie leicht man doch zu verunsichern ist.
    An Argumente, wie bspw. Ihre 2x MMR und die fehlenden 50 Jahre hab ich natürlich überhaupt nicht gedacht. Und auch nicht an Normalitäten wie die Polioauffrischung im Erwachsenenalter. Deswegen lässt man die ja auch nicht sein. Wie dumm von uns. Na gut – wieder dazu gelernt.

  145. #145 wolfgang
    14. Dezember 2008

    Birgit schreibt:…..und du betrachtest die Infos von GARDASIL kritischer.

    das tue ich doch immer…Im ernst, als hier eine junge Frau 24 Tage nach der Impfung gestorben ist, und der hier einschlägig bekannte Bert Ehgartner in Verein mit Dr.Hartmann behauptet hat das wäre ein ADEM, da hab ich mir Spezialliteratur gekauft, hab mir die DNA Sequenz von HPV auf Homologien angeschaut- war eine Menge Arbeit, bis ich wirklich sicher war, dass die NACH Impfung verstorben war und nicht DURCH.

    Im übrigen bin ich als sehr kritischer Mensch bekannt. Ich habe auch, als ich noch im Zulassungsbereich für Zulassungsgutachten von Impfstoffen verantwortlich war, eine ganze Reihe negativer Beurteilungen abgegeben- und das Ding wurde dann halt nicht zugelassen. Nur hat sich seitdem natürlich die Qualität von Zulassungsunterlagen drastisch verbessert.

  146. #146 beebeeo
    14. Dezember 2008

    “Firmen machen unter bestimmten Auflagen Studien in bestimmter Art.
    Haben sie alle geforderten Parameter nachgewiesen, werden Medikamente zugelassen.
    Aber bei HPV- ging alles ein bißchen schneller.”

    Um tatsaechlich zu beweisen das die Impfung Krebstote verhindert wuerde es Jahrezehnte dauern.
    Deshalb wurden sogenannte “surrogate markers” verwendet. Das ist in der Medizinforschung eine annerkannte und akzeptierte Methode wenn zwischen dem verwendedented alternativen Endpunkt und dem eigentlichen Endpunkt eine eindeutige Kette von kausalen zusammenhaengen besteht. Dies ist ziemlich gut erwiesen fuer HPV infektion und Cervix-Karzinom. Ob ein Teil von Cervix carcinomen ohne Viren entsehen kann ist irrelevant da der Impstoff sowieso nicht vor allen Viren schutzt. Aber statt nur nach Schutz vor HPV infektion zu suchen, wurden auch andere Endpunkte wie Schutz vor Krebsvorsufen und Vorbeugung vor Konisation ermittelt. Ich weiß wirklich nicht wie einige da noch fragen koennen ob die Impfung wirklich wirkt. Auch fuer eine substitution der Infektionen mit anderen Virus Staemmen gibt es keine Anzeichen dass so etwas wahrscheinlich ist, denn eine Infektion mit einem Stamm Schuetzt nicht vor Infektion mit einem anderen.

  147. #147 birgit
    14. Dezember 2008

    Lieber Wolfgang, ich gehe davon aus, du arbeitest für die STIKO.
    Leider gehörst du auch zu den Leuten, die die Todesopfer durch HPV noch verhöhnen. Ist doch wohl logisch, dass man nach der Impfung stirbt – oder geht das auch durch die Impfung vorher zu sterben? Kannst du das bitte erklären?

  148. #148 Jane
    14. Dezember 2008

    @Birgit: Wo hat Wolfgang etwas geschrieben, dass diese Aussagen rechtfertigt?

  149. #149 wolfgang
    14. Dezember 2008

    Lieber Wolfgang, ich gehe davon aus, du arbeitest für die STIKO.

    Nein definitiv nicht

    Leider gehörst du auch zu den Leuten, die die Todesopfer durch HPV noch verhöhnen.

    Sag mal spinnst du? HPV infektionen führen uA zu Zervixkarzinom. Etwa 1200-1500 vermeidbare Todesfälle in DE proJahr.

    Ist doch wohl logisch, dass man nach der Impfung stirbt – oder geht das auch durch die Impfung vorher zu sterben? Kannst du das bitte erklären?

    Jeder stirbt- ob geimpft oder nicht-ok? Wenn jemand ursächlich durch die Impfung stirbt, gibt es ein Riesen Problem- nur warum sollte das der Fall sein und wie (welcher Mechanismus) sollte das zustande bringen.

    Im übrigen passiert es seit einigen Tagen, dass ich poste und das verschwindet im cyberspace- was sagen die Admns dazu?

    Antwort der Redaktion: Ich verstehe Dich richtig, daß Du Kommentare schreibst und diese nach dem Absenden nicht angezeigt werden bzw. ganz verloren gehen? Gibt es eine Fehlermeldung des Systems? Tut uns natürlich leid, wenn so ein Fehler auftritt.

  150. #150 birgit
    15. Dezember 2008

    Liebe Jane, lies bitte seinen Beitrag vom 14.12.08 16.50 Uhr.
    Lieber Wolfgang, du hast meine Frage nicht beantwortet, du sagst dass sie nach Impfung verstorben war und nicht durch. Bitte erkläre mir wie sie hätte vor der Impfung durch die Impfung sterben können.

  151. #151 GeMa
    15. Dezember 2008

    Zitat Wolfgang “… bis ich wirklich sicher war, dass die NACH Impfung verstorben war und nicht DURCH.”
    Nach bedeutet nicht automatisch/zwangsläufig durch.
    Beispiel : Herr xy stürzt vom Fahrrad und zieht sich eine Knieverletzung zu. 2 Wochen später verstirbt er. Todesursache Myokardinfarkt. Nicht Patellafraktur. Der Unfall 2 Wochen zuvor war eindeutig gegeben, aber davon ist Herr xy nicht verstorben. Zeitlich NACH Fahrradsturz verstorben, nicht wegen/DURCH.
    So verständlicher, Birgit?

    (aber nicht lachen, so einen Fall hatte ich vor langer Zeit wirklich mal auf dem Tisch – man wundert sich halt, was manchmal so leger alles ausgefüllt wird *hust*)

  152. #152 wolfgang
    15. Dezember 2008

    @ Birgit

    mal als Gedankenexperiment: Ich bin seit 1992 jedes Jahr gegen Influenza geimpft- das wird aus heutiger Sicht auch in Zukunft so sein. Ich werde also dereinst innerhalb eines Jahres NACH meiner letzten Influenza Impfung versterben.
    Wäre ich nicht gegen Influenza geimpft hätte ich dereinst eine bessere Chance DURCH Influenza zu versterben.

    Da zieh ich doch klar die Impfung vor.

  153. #153 Jane
    15. Dezember 2008

    @birgit: Er hat diesen Kommentar m.E. ernst gemeint, das soll keine Satire sein.

  154. #154 wolfgang
    15. Dezember 2008

    Jane schreibt: Er hat diesen Kommentar m.E. ernst gemeint, das soll keine Satire sein

    Toternst- es geht ja um Vermeidung von Krebstoten durch eine Impfprophylaxe.

    Im übrigen ist mir PISA ein Begriff.

  155. #155 birgit
    15. Dezember 2008

    Lieber Wolfgang,
    ich wurde noch nie gegen Influenza geimpft und hatte merkwürdigerweise noch nie Influenza. Meine Bekannten, die sich gelegentlich impfen lassen, bekommen aber die Influenza, wenn sie mal eine Impfung vergessen. Da bin ich doch echt froh, dass ich noch nie mit dem Erreger in Berührung gekommen bin.
    Und ich bin leider schwer von Begriff. Ich verstehe immer noch nicht, wieso ein Impfschaden erst als solcher anerkannt werden kann, wenn man vor der Impfung und nicht nach der Impfung verstirbt. Wenn man keine Imfschäden anerkennt, dann gibts halt auch keine. Das verstehe ich wiederum.

  156. #156 Dagmar Landsberger
    15. Dezember 2008

    Liebe @Birgit,

    Es ist bislang kein Todesfall nach einer HPV-Impfung aufgetreten, der klare oder eindeutige Hinweise auf eine VERURSACHUNG durch die Impfung aufwies.

    Dann sind das Todesfälle nach einer bestimmten medizinischen Maßnahme, und nicht durch eine medizinische Maßnahme.

    Lieber @Wolfgang,

    ganz sicher ist es wichtig, daß die Mädchen sich hinsetzen, und genauso richtig ist, daß es im Alter an dem die Impfungen durchgeführt werden, eine erhöhte Ohnmachtsneigung gibt.

    Ob es alleine die Ohnmachtsneigung verbunden mit Ängstlichkeit, oder die dem Virusmaterial zugefügten Hilfs-und Konservierungsstoffe sind, die diese Anzahl der Ohnmachtsanfälle erklären, wissen wir nicht.

    Solche Ereignisse waren in der Placevbo-Gruppe ähnlich häufig, wie in der Verum-Gruppe.

    Da in der Placebo-Gruppe die gleiche Lösung inklusive aller Hils-und Begleitstoffe benutzt wurde, weiß man daher nur, daß es nicht das Viren-material ist, daß dies bewirkt.

    Was man nicht weiß, ist welche Nebenwirkungen zu vermeiden wären, wenn die Hilfs-und Begleitstoffe noch stärker auf Verträglichkeit hin ausgesucht würden.

    Ob eine Reduzierung solcher Nebenwirkungen möglich gewesen wäre, hätte man nur durch ein Placebo ermitteln können, daß die möglicherweise problematischen Stoffe nicht enthält.

    Sicher wäre es hilfreich, wenn man die Hürde für solche Menschen, die im täglichen Leben problematische Stoffe vermeiden, nicht in einem Impfstoff mit Stoffen konfrontiert, die ihnen Angst machen.

    Eine hypoallergene Formulierung des Impfstoffes wäre bei dem Preis doch möglicherweise drin gewesen. (Ich kann es nicht beurteilen, es geht ja nicht nur um das Endprodukt, sondern auch um Prozess-Leittechnik, bei der Produktion. Letztlich ist es oftmals eine Frage der Produktionskosten.)

    Und dies hätte die Hürde für manche Menschen ja zu Impfung zu sagen niedriger gehalten.

    Hast Du den Eindruck, Wolfgang, daß die Firma alles in ihrer Macht mögliche getan hat Stoffe in der Formulierung zu vermeiden, die bei den Patienten SORGE auslösen?

    Hier ist Entwicklungsbedarf im Umgang mit Patienten, die eben auch KUNDEN sind, die gelernt haben selbst entscheiden zu wollen, was sie in ihren Körper lassen, und was nicht.

    mit herzlichen Grüßen

  157. #157 Wolfgang
    15. Dezember 2008

    Es ist bislang kein Todesfall nach einer HPV-Impfung aufgetreten, der klare oder eindeutige Hinweise auf eine VERURSACHUNG durch die Impfung aufwies.

    Dann sind das Todesfälle nach einer bestimmten medizinischen Maßnahme, und nicht durch eine medizinische Maßnahme.

    So ist es.

    ganz sicher ist es wichtig, daß die Mädchen sich hinsetzen, und genauso richtig ist, daß es im Alter an dem die Impfungen durchgeführt werden, eine erhöhte Ohnmachtsneigung gibt.

    Alle sollen beim Impfen sitzen nicht nur die Mädchen. Die Ohnmachtsanfälle sind aber insgesamt sehr selten.

    Ob es alleine die Ohnmachtsneigung verbunden mit Ängstlichkeit, oder die dem Virusmaterial zugefügten Hilfs-und Konservierungsstoffe sind, die diese Anzahl der Ohnmachtsanfälle erklären, wissen wir nicht.

    Solche Ereignisse waren in der Placevbo-Gruppe ähnlich häufig, wie in der Verum-Gruppe.

    Daher wissen wir nun, dass der Wirkstoff= das Antigen solche Ereignisse nicht verursacht. Im HPV-4 Impfstoff ist übrigens kein Konservierungsmittel enthalten.

    Da in der Placebo-Gruppe die gleiche Lösung inklusive aller Hils-und Begleitstoffe benutzt wurde, weiß man daher nur, daß es nicht das Viren-material ist, daß dies bewirkt.

    Deswegen heisst es ja auch Plazebo doppelt blind kontrolliert.

    Was man nicht weiß, ist welche Nebenwirkungen zu vermeiden wären, wenn die Hilfs-und Begleitstoffe noch stärker auf Verträglichkeit hin ausgesucht würden.

    Die sind doch auf gute Verträglichkeit ausgesucht worden. Der HPV-4 Impfstoff ist in Hefe kloniert und hat als Adjuvans ein Aluminiumsalz- damit ist er ganz ähnlich dem rekombinatem Hepatitis B Impfstoff, mit dem seit 25 Jahren u.a. das Spitals- und Pflegepersonal geimpft wird. Auch in dem sind 0,25 mg Aluminiumsalze drinnen.

    Ob eine Reduzierung solcher Nebenwirkungen möglich gewesen wäre, hätte man nur durch ein Placebo ermitteln können, daß die möglicherweise problematischen Stoffe nicht enthält.

    Auch so eine Studie wurde gemacht, allerdings zweifle ich, ob hier der Anwender nicht sofort merkt ob er das Verum oder das “Placebo” injiziert.

    Sicher wäre es hilfreich, wenn man die Hürde für solche Menschen, die im täglichen Leben problematische Stoffe vermeiden, nicht in einem Impfstoff mit Stoffen konfrontiert, die ihnen Angst machen.

    Das sind keine problematischen Stoffe- sowas wird einem nur u.a. von unseriösen Journalisten wie Bert Ehgartner eingeredet, der sich hier ja breit durch die nicht vorhandene Problematik (no evidence) des Aluminiummsalzes als Adjuvans blamiert hat.
    Das macht Angst- da bekommen einige mehr einen Ohnmachtsanfall.

    Eine hypoallergene Formulierung des Impfstoffes wäre bei dem Preis doch möglicherweise drin gewesen. (Ich kann es nicht beurteilen, es geht ja nicht nur um das Endprodukt, sondern auch um Prozess-Leittechnik, bei der Produktion. Letztlich ist es oftmals eine Frage der Produktionskosten.)

    Eine Verursachung einer Allergie ist prinzipiell möglich, aber selten. Klinisch ist es jedenfalls nicht relevant, da es eine zelluläre Allergie ist und keine IgE mediierte also ein echter anaphylaktischer Schock.

    Und dies hätte die Hürde für manche Menschen ja zu Impfung zu sagen niedriger gehalten.

    Das Problem ist doch wenn Laien hier Behauptungen aufstellen, die durch nichts zu belegen sind. Das Produkt samt Zulassungsantrag mit Firmeninspektion ist auf Herz und Nieren von der europäischen Zulassungsbehörde geprüft worden. Da sind u.a. auch Toxikologen dabei. Verdienen die nicht mal ein wenig Vertrauen?

    Generationen sind mit dem von der Zusammensetzung der Hilfsstoffe sehr ähnlichen Hepatitis B Impfstoff geimpft worden. Und diese Hilfsstoffe sollen jetzt auf einmal “gefährlich” sein?

    Hast Du den Eindruck, Wolfgang, daß die Firma alles in ihrer Macht mögliche getan hat Stoffe in der Formulierung zu vermeiden, die bei den Patienten SORGE auslösen?

    Wenn diese Sorge ausgelöst wird durch Laien, Impfgegner und ähnliche Gestalten, die einfach nur fachlichen Unsinn verbreiten, dem ist jede Firma ausgeliefert.

    Hier ist Entwicklungsbedarf im Umgang mit Patienten, die eben auch KUNDEN sind, die gelernt haben selbst entscheiden zu wollen, was sie in ihren Körper lassen, und was nicht.

    Wer der natürlichen HPV-Infektion (Aluminiumfrei) den Vorzug vor einem VLP (virus like partikel) mit ein wenig AlSalz als Adjuvans gibt- bitte. Das lassen die Kunden ja auch in ihre Körper- voll natürlich und Spass hat man/frau auch noch daran- momentan jedenfalls, allenfalls bis zu Konisation oder mitunter bis zur Hirnmetastase- dann ist Schluss mit lustig.

  158. #158 Dagmar Landsberger
    15. Dezember 2008

    Liebe @Birgit,
    um zu verseutlichen wie es mit Durch, im Zusammenhang, oder Nach stehen kann ein Beispiel:

    Stirbt jemand nach einer Schönheitsoperation an einer, sagen wir mal Sepsis, dann ist er DURCH eine Sch.op gestorben,

    stirbt er, weil er sich danach umbringt, weil ihm das Ergebnis nicht gefällt,
    dann ist er im ZUSAMMENHANG mit einer Sch.op verstorben. (ist vor der OP nicht genügend psychologisch betreut worden)

    Stirbt er nach der OP weil eine abgewiesene Verehrerin ihn erschlägt, dann ist er NACH der OP verstorben. Dann müßte man nachforschen, ob die Dame ihn auch schon vor der OP toll fand, sonst könnte man wenigstens noch einen gewissen Zusammenhang vermuten. :))

    Liebe Birgit, die Dinge sind in der Medizin häufig sehr kompliziert und zweifelsfrei ist da eigentlich so gut wie gar nichts.

    Für einen Laien sind die Dinge oftmals sehr schwer zu verstehen, selbst bei größter Bemühung. Als Psychologin bin ich auch medizinische Lain.

    Liebe Grüße,
    Dagmar

  159. #159 Rincewind
    15. Dezember 2008

    Zitat birgit:
    “ich wurde noch nie gegen Influenza geimpft und hatte merkwürdigerweise noch nie Influenza. Meine Bekannten, die sich gelegentlich impfen lassen, bekommen aber die Influenza, wenn sie mal eine Impfung vergessen.”

    Sie verwechseln höchstwahrscheinlich einen grippalen Infekt mit Influenza, der echten Grippe.

  160. #160 Dagmar Landsberger
    15. Dezember 2008

    Hallo Wolfgang,
    hab eben mal geschaut, was denn die restliche Welt so zur Hpv-Impfung sagt.

    In den Niederlanden wird anscheinend die Impfung wegen ungenügender Daten zur Wirkung und den Nebenwirkungen abgelehnt.

    Die scheinen das ganz anders zu sehen als Du.
    Vielleicht solltest Du mal Deinen Enthusiasmus dort einsetzen? :)

    [Insufficient basis for the inclusion of Human papillomavirus vaccination in the National Immunisation Programme in The Netherlands]
    [Article in Dutch]

    de Kok IM, Habbema JD, Mourits MJ, Coebergh JW, van Leeuwen FE.

    Erasmus MC, afd. Maatschappelijke Gezondheidszorg, Postbus 2040, 3000 CA Rotterdam. i.dekok@erasmusmc.nl

    The Dutch Minister of Health, Welfare and Sportintends to implement Human papillomavirus (HPV) vaccination for 12-year-old girls and catch-up vaccination for 13- 16-year-old girls, as part of the National Immunisation Programme from September 2009 onwards. However, due to a well-organised screening programme, cervical cancer is not an important public health problem in the Netherlands any more, which limits the possible impact of HPV vaccination. Vaccine trials thus far have involved a relatively small number ofparticipants with limited follow-up, so the efficacy of the vaccine in preventing cervical cancer is not yet known. There are no data on frequency and severity of possible adverse events and the vaccine has not yet been tested in the intention-to-vaccinate group of 12-year-old girls. Even when we assume that HPV16/18-related cervical cancer is prevented on a lifelong basis, the cost-effectiveness ratio of HPV vaccination is estimated not to be favourable. In conclusion, HPV vaccination does not seem to be urgent in the Netherlands. Therefore we advise studying the safety in 12-year-old girls first while at the same time waiting for the longer follow-up results of ongoing trials.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18825885?ordinalpos=5&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DefaultReportPanel.Pubmed_RVDocSum

  161. #161 wolfgang
    15. Dezember 2008

    In Holland ist verpflichtend, dass eine Impfung kostendeckend ist. Nur die können gar keine zusätzlichen Effekte wie Herdenimmunität messen, weil es dazu der breiten Durchimpfung bedarf. Da beisst sich die Katzte in den Schwanz.
    War bei de Pneumokokkenimpfung genauso- das wurde auch erst 2007 flächendeckend eingeführt, als aus dem Ausland die Herdeneffekte kalkulierbar waren.

    Das europäische CDC und etliche internationale Kosten/Nutzen Rechnungen haben ergeben, dass die HPV kostensparend ist.

    Und in der restlichen EU Welt schauts daher besser aus- zB in Berlin sind schon 2/3 der 12-17jährigen HPV geimpft.

  162. #162 birgit
    15. Dezember 2008

    Liebe Rincewind, ich habe nicht behauptet, noch nie einen grippalen Infekt gehabt zu haben – ich bin auch nicht Super-Woman.

  163. #163 Jane
    16. Dezember 2008

    @Birgit: Das hat rincewind auch nicht gemeint. Er meinte Du verwechselst bei Deinen Bekannten Influenza und grippalen Infekt.

  164. #164 birgit
    16. Dezember 2008

    Lieber Wolfgang, würden wir in Deutschland die Sache so vernünftig beurteilen wie die Niederländer, hätten wir vielleicht auch ein funktionierendes Gesundheitssystem. Bei der Kostenexplosion, die z.B. durch die HPV-Impfempfehlung entstanden ist, sehe ich schwarz. Die Solidargemeinschaft wird sich in Zukunft weigern, für unnötige Impfstoffe so viel Geld aufzubringen. Oder glaubst du ihr könnt das in 1-2 Jahren für die Aids-Impfung, die Brustkrebsimpfung, die Prostatakrebsimpfung, die Lungenkrebsimpfung usw auch noch durchsetzen? Und sollen dagegen auch alle gleich durchgeimpft werden? Wie soll das weitergehen? Soll man sich gegen alles, wofür in Zukunft ein Impfstoff entwickelt wird impfen lassen? Das ist ein echt krankes System, das nicht überleben wird.

  165. #165 wolfgang
    16. Dezember 2008

    @Birgit
    Die Niederländer beurteilen das nicht vernünftig.
    Der HPV-Impfstoff ist teuer ganz klar- aber er spart trotzdem Kosten ein (vom Leid möchte ich jetzt mal absehen).
    Nö die HIV-Impfung die wird noch lange dauern.
    Aber es wird in Zukunft noch eine Menge anderer Impfungen geben und Verbesserungen bei bestehenden Impfungen.
    10-20% der Karzinome werden durch Infektionserreger verursacht. 2 Krebsimpfungen gibt es- es ist noch viel zu tun.
    Aber es wird zB an einer Anti-RaucherVaccine gearbeitet. Die wär dann nicht für alle sondern nur für die Raucher- zum Abgewöhnen.

  166. #166 birgit
    16. Dezember 2008

    Das ist gut. Man könnte zwar einfach mit dem Rauchen aufhören, aber das wäre ja zu einfach.
    Gruß Birgit

  167. #167 Mort
    17. Dezember 2008

    Interessant wären follow-up-Studien, die ab sofort bei geimpften jungen Frauen erfolgen sollten und das Sexualverhalten (häufig wechselnde Partner vs. feste Beziehung) und den lokalen Status (Infektion/Kolonisation vs Immunität) durch geeignete Nachweisverfahren (PCR auf die am häufigsten vorkommenden HPV-Typen) einbeziehen.

    Astra Zeneca/GSK/Merck – there is a new Job for you to do.

    Man weiss ja nicht mal wie lange der Impschutz hält und wann aufgefrischt (geboostert) werden soll…

    Das war nur eine von mehreren Ideen, hier kann man/frau sicherlich noch gute Fragestellungen herausarbeiten.

  168. #168 tschuptschen
    18. Dezember 2008

    Mort schrieb:
    Interessant wären follow-up-Studien, die ab sofort bei geimpften jungen Frauen erfolgen sollten und das Sexualverhalten (häufig wechselnde Partner vs. feste Beziehung) und den lokalen Status (Infektion/Kolonisation vs Immunität) durch geeignete Nachweisverfahren (PCR auf die am häufigsten vorkommenden HPV-Typen) einbeziehen.

    Astra Zeneca/GSK/Merck – there is a new Job for you to do.

    Warum, Mort, sollten diese Firmen diesen Job übernehmen?

    Wäre es nicht auch ganz clever, wenn das die Behörden, das Paul Ehrlich Institut, ev. IQuiG übernehmen würden? Immerhin geben wir Deutschen für diese Impfung jetzt pro Jahr mehr als 200 Mio Euro aus. Aus dem Gesundheitsbudget. Aus dem Steuertopf. Und das machen wir alles nur, weil die STIKO die Impfung schick findet.

  169. #169 wolfgang
    21. Januar 2009

    Hier eine Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie zu der “Bielefelder Erklärung”

    Zahl der ungeklärten Todesfälle bei Mädchen deutlich gesunken

    Die Zahl der Todesfälle bei jungen Frauen im Alter von 15 bis unter 20 Jahre ist im Jahr 2007 – dem ersten Jahr nach Einführung der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs im Herbst 2006 – deutlich gesunken. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik sind im Jahr 2007 17 junge Frauen mit unbekannter Todesursache verstorben. Das ist der niedrigste Wert seit 9 Jahren. Seit 1998 waren jährlich zwischen 20 und 33 Todesfälle in dieser Kategorie beim Bundesamt für Statistik gemeldet worden. „Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) in keinem Zusammenhang mit ungeklärten Todesfällen stehen kann. Statistisch hätte man eigentlich erwarten müssen, dass es bei etwa 2 Millionen Impfungen häufiger zu einer zeitlichen Überschneidung zwischen einer Impfung und einem Todesfall mit ungeklärter Todesursache kommen sollte – aber das Gegenteil ist aber der Fall. Das ist eine sehr gute Nachricht für alle unsere Patientinnen und deren Eltern, die durch Meldungen Anfang dieses Jahres verunsichert wurden“, verweist Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) auf einen Bericht des „arznei-telegramms“, der einen Zusammenhang zwischen zwei Todesfällen mit ungeklärter Ursache und einer vorangegangenen HPV-Impfung hergestellt hatte. Viele weitere Medien hatten diesen Bericht, in dem über zwei ungeklärte Todesfälle (die sich am Tag der Impfung bzw. 3 Wochen danach ereigneten) spekuliert wurde, aufgegriffen und verbreitet.

    Impfkritiker starten neue Kampagne gegen die Krebsimpfung

    Nachdem die Daten des Bundesamtes für Statistik die Vermutungen der impfkritischen Autoren des „arznei-telegramms“ deutlich widerlegen, versucht nun erneut eine Gruppe von „13 namhaften Wissenschaftlern“ (arznei-telegramm) medial gegen die HPV-Impfung vorzugehen. Insbesondere die Wirksamkeit der Impfung wird in Frage gestellt, da die Impfung nach Aussage der Autoren „lediglich gegen das Auftreten von höhergradigen Zellveränderungen schützt, nicht aber gegen Gebärmutterhalskrebs“ (Zitat aus dem so genannten Manifest, das von 13 Wissenschaftlern unterzeichnet wurde). „Man muss sich schon fragen, ob sich diese selbsternannten Experten mit dem Thema tatsächlich auseinander gesetzt haben, oder ob es ihnen nur darum geht, populistisch gegen die Impfung zu wettern“, kritisiert Prof. Dr. Peter Wutzler, Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV). „In dieser Woche wird Prof. Harald zur Hausen für seine Forschungen mit dem Nobelpreis geehrt. Er konnte nachweisen, dass Humane Papillomviren zu Zellveränderungen am Gebärmutterhals führen und sich daraus Krebszellen entwickeln können. Diese Erkenntnisse waren die wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung von Impfstoffen, die das Eindringen von HP-Viren in die Zellen verhindern. Damit wird diese gefährliche Infektionskette unterbrochen. Dieser kausale Zusammenhang wird von den Unterzeichnern angezweifelt – mit seriöser Wissenschaft hat das nichts zu tun“ so Wutzler weiter. Und auch andere wissenschaftliche Gesellschaften schließen sich dieser Kritik an. „Die Autoren kritisieren, dass die Impfung bereits für Mädchen ab 12 Jahren empfohlen ist, „obwohl nur Daten zur Wirksamkeit für die Gruppe von 15-17-jährigen vorliegen“ (Zitat aus dem Manifest). In der Altersgruppe von 12-14 Jahren gibt es aber deshalb keine Daten zur Wirksamkeit gegen die Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses, weil die Mädchen in dieser Altersgruppe nur selten oder gar nicht mit HP-Viren in Kontakt kommen. Es ist ja die Altersphase vor dem ersten Geschlechtsverkehr“, erklärt Prof. Dr. Nikolaus Müller-Lantzsch, Präsident der Gesellschaft für Virologie (GfV). „Was die Autoren verschweigen ist aber, dass beide Impfstoffe auch bei Mädchen von 10-14 Jahren getestet wurden und die erzeugten Antikörpertiter in dieser Altersgruppe sogar noch höher waren, als in der Gruppe der älteren Mädchen. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird daher von allen HPV-Experten unterstützt. Es ist schon ziemlich anmaßend von dieser Gruppe eine „umgehende Überprüfung“ dieser Empfehlung zu fordern“, kritisiert der Präsident der GfV, deren Ehrenmitglied auch Prof. Harald zur Hausen ist.

    Unterzeichner:

    Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV) – http://www.g-f-v.org

    Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. (DVV) – http://www.dvv-ev.de

    Berufsverband der Frauenärzte e.V (BVF) – http://www.frauenaerzte-im-netz.de

    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshife e.V (DGGG) – http://www.dggg.de

  170. #170 Mort
    21. Januar 2009

    Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass im Nobelpreiskomittee Vertreter von Astra Zeneca saßen und dies maßgeblich zur Entscheidung des Komittees beigetragen haben könnte. (siehe folgender Artikel) https://www.badische-zeitung.de/korruption-beim-nobelpreis-fuer-harald-zur-hausen–9115687.html

    Die Firma profitiert durch zur Hausens Person und verbindet in psychologisch geschickter Weise den persönlichen Ruf eines Mannes mit der Popularität eines Impfstoffes. Damit wird die Debatte weiter emotionalisiert und nicht versachlicht, moralisch ist diese Verküpfung eine gezielte massenpsychologische Beeinflussung und als unethisch einzustufen.

    Wußten Sie dass Beraterfirmen der Nobelpreis-Stiftung vom Atomsprenköpfe und Kampfhubschrauber herstellenden US Unternehmen Honeywell finanziell unterstützt werden?

    Was ich deutlich machen möchte ist, dass viele Menschen dazu neigen sogenannten ehrenwerten Gesellschaften Expertise und hohe moralische Verantwortung zuzusprechen, wobei letztere defacto jedoch der Öffentlichkeit die psychologisch aufbereitete Form des “Wissens” zur Akzeptanz eines neuen Produktes darbieten.
    Letzendlich geht es um harte Martktanteile und nicht um sachliche Diskussionen.

  171. #171 Marcus
    21. Januar 2009

    @Mort
    danke für den Hinweis, aber das ist schon etwas länger bekannt. Wurde auf dieser Plattform auch schon ansatzweise diskutiert. 19.12.
    https://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2008/12/ermittlungen-wegen-nobelpreisvergabe.php

    Bisher gibt es nur den Verdacht, mehr nicht. Es sollte erst einmal nur geprüft werden, ob sich ein Anfangsverdacht erhärten lässt. Auch wenn es ein Geschmäckle hat, gleich Korruption zu rufen hilft auch nicht weiter.

    Weiß zufällig jemand, was aus der Prüfung des Staatsanwaltes wurde?

  172. #172 sil
    22. Januar 2009

    Falls es noch jemanden interessiert:

    Hier gefunden:
    https://www.impfinformationen.de/startseite/aktuelles/aktuell/article/zahl-der-ungeklaerten-todesfaelle-bei-maedchen-deutlich-gesunken.html

    etwas ausführlicher:
    https://www.g-f-v.org/inhalt_de.php?lmnop=1&modul=TEXTE&aktion=LIST&rubrik=19

    Das Manifest ist Blödsinn. Das “AT” bekleckert sich beim Thema Impfen nicht gerade mit Ruhm.

  173. #173 Karl Mistelberger
    15. Mai 2009

    Die Abstrich-Industrie: Vorsorge, Kontrollen, Früherkennung, OP

    Das deutsche Vorsorgenetz gegen den Gebärmutterhalskrebs ist dichter geknüpft als anderswo in Europa, es arbeitet aber unorganisiert. Millionen von Frauen lassen jährlich einen Abstrich bei ihrem Gynäkologen machen. Der entnimmt dabei eine Probe von Schleimhautzellen am Gebärmutterhals, in der Fachleute unter dem Mikroskop Hinweise auf verdächtige Wucherungen aufspüren sollen. Einmal entdeckt, können die Gewebsveränderungen meist entfernt werden, bevor sie zu bösartigem Krebs entarten.

    In vielen Nachbarländern schlagen Experten die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie auf das kaum qualitätskontrollierte deutsche System schauen. Immer wieder ist die Kritik an »Abstrichbuden« zu hören, die eher kommerziellen Charakter haben, als konkreten Nutzen für die Frauen zu bringen.

    Was die Frauen schützt, bedroht zugleich das Geschäftsmodell vieler Mediziner: Eine hohe Impfquote bedeutet weniger Infektionen, bedeutet weniger erforderliche Tests. Das Ergebnis: Weniger Krebsvorstufen erfordern weniger Chirurgie. Das Honorar schrumpft. Das könnte das banale Ende des Dramas sein – und zugleich sein Anfang.

    https://www.zeit.de/2009/21/M-HPV-Impfung?page=all

  174. #174 Eckhard
    23. November 2016

    Dieser Bloc endete am 15.Mai 2009, 7 Jahre später sind
    die Impfschäden erkennbar siehe unter
    https://www.impf-info.de/die-impfungen/hpv/138-hpv-die-impfung.html
    und
    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/nebenwirkungen-hpv-impfung-ia.html

    man sollte halt mal ein paar Jahre mit der Impfung warten.