Gerade eben, ein mystischer Moment, bei dem ich mir noch nicht sicher bin, ob und was er bedeutet:

Ich zu meiner Frau:Ich habe hier heute Kartoffelsuppe gegessen, allerdings aus der Dose.

Sie zu mir:Ach guck an, ich auch. In der Kantine gab es heute auch Kartoffelsuppe.

Tochter zu uns beiden:Im Kindergarten auch. Da gab es auch Kartoffelsuppe, mit Würtschen.

Kann das Zufall sein? Es gibt wahrscheinlich unendlich viele Speisen, die man essen könnte. Und wir Drei essen heute an völlig unterschiedlichen Orten genau das gleiche Gericht: Kartoffelsuppe.

Und wir wissen noch nicht, was unser Sohn gegessen hat. Er kennt das Wort Kartoffelsuppe noch nicht, er wird jetzt erst 2. Wer weiß? Dann wären Es sind vier Personen, an vier unabhängigen Orten, die das Gleiche gegessen hätten hatten.

Das kann kein Zufall sein …
Das muss etwas bedeuten …

… wenn es nicht gerade Kartoffelsuppe wär’.

dann wär’s einfacher mit der Bedeutung ….

Spaghetti-Monster?

Update 6.7.:
Witz lass’ lass nach. Meine Frau erzählte mir gestern (ich war eine Woche in London, Konferenz), dass mein Sohn in der Krippe ebenfalls Kartoffelsuppe gegessen hat. Zufälle gibt’s. Der aber in diesem Fall keiner ist, denn: Krippe und Kindergarten (da is(s)t meine Tochter) haben denselben Zulieferer.

Kommentare (22)

  1. #1 sil
    26. Juni 2009

    Es könnte bedeuten, dass Du in Deutschland lebst.

    Wie oft passiert dieser Zufall in Japan?

  2. #2 Marcus Anhäuser
    26. Juni 2009

    das ist mir zu profan. bisschen mehr Bedeutung fände ich für drei Mal Kartoffelsuppe schon angebracht. Du musst ein bisschen mehr Sinn für Mystik entwickeln.

  3. #3 Marcus Anhäuser
    26. Juni 2009

    Spürst Du das nicht … das müsste uns was sagen…

  4. #4 Michael Hauss
    26. Juni 2009

    Stell dir mal vor wie viele Menschen in China gleichzeitig Reis essen ;) Vll ist auch in deiner Umgebung die Marktlücke für Innovative Köche ? Oder die Kartoffelsuppenindustrie wollte dir ihre Macht demosntrieren. Ich würde dir empfehlen dich nicht weiter mit dem Thema zu befassen – es könnte gefährlich werden ;)

  5. #5 Marcus Anhäuser
    26. Juni 2009

    @Michael Haus
    Reis, was ist denn das für ein Vergleich. Der wäre angebracht, wenn ich gesagt hätte, wir Drei hätten Kartoffeln oder Nudeln gegessen. Aber Kartoffelsuppe …

    Und klar:Big Kartoffelsuppenindustrie, das musste ja kommen. Immer dasselbe.

    Ihr habt einfach keinen Sinn für Mystik …

  6. #6 rolak
    26. Juni 2009

    Was mystisches hätte ich nicht im Angebot, aber was Statistisches: Seit einiger Zeit habe ich Kohlenhydratbunker fast ganz (zugunsten von mehr Gemüse) aus dem Speiseplan gestrichen. Da jetzt allerdings der durchschnittliche Verbrauch gehalten werden muß, steigt natürlich die Auftischrate bei den Übrigen ;)

    ok – doch noch was mystisches: Es könnte die Rache der heiligen Kartoffel aus Terry Gillams Jabberwocky sein.

  7. #7 HL
    26. Juni 2009

    Das fliegende Spaghettimonster! Oh meine Gottheit, es hat uns ein Zeichen gegeben…

    Hm. Ob das Klima besser wird, wenn die Piratenpartei in den Bundestag kommt?

  8. #8 H.M.Voynich
    27. Juni 2009

    “Kartoffelsuppe” hat 14 Buchstaben, also zwei mal 7.
    Die Zahlencodes für die einzelnen Buchstaben im deutschen Alphabet lauten
    11 1 18 20 15 6 6 5 12 19 21 16 16 5
    … was in der Summe genau 171 ergibt!!!!!
    Wenn das kein Zeichen ist …
    Aber das ist noch nicht alles. Das Produkt der 14 Zahlen lautet
    65527418880000
    Und das läßt sich – tätäää – restlos durch 171 teilen!
    Man kann sogar die 4 Nullen hinten wegstreichen, und es ist immer noch durch 171 teilbar!
    Mach das mal mit Spaghetti …

  9. #9 H.M.Voynich
    27. Juni 2009

    Aber mal im Ernst – betrachten wir das ganze doch als Fermi-Aufgabe.
    Was sind die vernünftigen Annahmen? Sagen wir, der Durchschittsdeutsche ißt alle 100 Tage eine Kartoffelsuppe. Und dann tun wir mal so, als bestünde Deutschland aus 20 Millionen dreiköpfigen Familien. Dann passiert dies täglich in 20 deutschen Familien (7305 Familien im Jahr).
    Aber vielleicht hätte die dritte Person gar nicht die Tochter sein müssen, sondern die Oma oder der Opa? Das wären dann nochmal je 20 Fälle pro Tag = 60 Familien.
    Und warum Kartoffelsuppe? Eine Tomatensuppe pro 100 Tage bringt weitere 60 Fälle jeden Tag = 120.
    Und das für jede der weiteren maximal 100 Speisen, die wir nur 4mal im Jahr essen. 60 * 100 = 60.000 Fälle jeden Tag.
    Wenn wir stattdessen Dinge nehmen, die man öfter als alle 100 Tage ißt – sagen wir, alle 50 Tage, so beläuft sich deren Wahrscheinlichkeit schon auf jeweils 20.000.000/50^3 = 160 (statt der 20 von oben).
    Einwände?

  10. #10 Marcus Anhäuser
    27. Juni 2009

    Ihr seid einfach nicht fähig zu glauben.

  11. #11 Andrea N.D.
    29. Juni 2009

    Die Kartoffelsuppenverteilung wird von einem Mann mit weißem Bart organisiert. Dessen eigentlich Ziel ist jedoch nicht, ein Überangebot an Kartoffelsuppe an den Mann/die Frau/das Kind zu bringen, sondern Wissenschaftler zum Glauben zu bewegen. Wie man hier sieht, wurde das Ziel übererfüllt :-). Wahrer (?) Glaube wäre jedoch, an die Wiederholung des Ereignisses zu glauben …

  12. #12 Gluecypher
    30. Juni 2009

    @Voynich

    Mach das mal mit Spaghetti …

    KETZER! Seine Nudelige Heiligkeit wird Dich mit Fleischbällchen strafen bis in’s 4. und 5 Glied! Bereue!

  13. #13 knorke
    30. Juni 2009

    Wenn es unendlich viele Speisen gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer von euch an einem bestimmten Tag Kartoffelsuppe isst 1/unendlich
    Bei vier Leuten wärs genauso wahrscheinlich, nämlich (1/unendlich) hoch 4 ==> egal welchen Exponent ich draufsetzt, ich kommt immer auf knapp vor 0.

    :-)

    Also nicht wirklich spektakulär. Erstaunlich finde ich, dass Du dich für Kartoffelsuppe entschieden hast. Gabs keinen Broiler? Grünkernbratling? oder als Kompromiß ‘ne Kolhroulade?

  14. #14 Sarah
    2. Juli 2009

    vielleicht gibt es überall Kartoffeln vom Vorjahr im Angebot, die sich (nur noch) für Kartoffelsuppe eignen, diese wollen die Supermarktmenschen und andere Verantwortliche loswerden, weil die Kartoffelernte mit schönen, neuen Kartoffeln vor der Tür steht und die alten Kartoffeln sich dann nicht mehr verkaufen lassen. Womöglich ist es einfach eine marktwirtschaftlich bedingte Kartoffelsuppenzeit.

  15. #15 klauszwingenberger
    2. Juli 2009

    @Sarah:
    Kartoffelsuppe hat eigentlich immer Saison. Wegen des Püriervorgangs ist das eine einfache Art der Resteverwertung, keiner kann mehr erkennen, was alles drin endgelagert wurde. So ähnlich wie Leberwurst, das “graue Geheimnis”…

  16. #17 Andreas
    2. Juli 2009

    Vielleicht hat ja auch nur jemand bei Dr. Knaggy das MHD einer Charge Kartoffelsuppe auf den 3. Juli datiert. ;)

    off-topic: Cool, daß es auch Scienceblogs auf deutsch gibt. Bis jetzt habe ich nur bei Dr. Free-Ride mitgelesen. (http://scienceblogs.com/ethicsandscience/) Heute bin ich über die Kochwerkstatt (http://koch-werkstatt.de/) auf euer Blog gestoßen.

  17. #18 Cherokee
    3. Juli 2009

    OMG .. lasst einfach alle Berechnungen und Zahlenspiele weg und schaut nur auf die Fakten denn es kommt noch viel schlimmer … es gab an 3 verschiedenen Orten Kartoffelsuppe .. halten wir die 3 Fest .. dein Sohn ist 2 Jahre alt .. halt wir die 2 fest und lesen die Zahlen rückwärts … so etwas kann kein Zufall sein !

    .. 23 ..

    die Illuminaten sind hinter euch her ! ;)

  18. #19 Marcus Anhäuser
    6. Juli 2009

    das ist schlichtweg der Hammer … gibt’s das auch auf rheinländisch?

  19. #20 Marcus Anhäuser
    9. Juli 2009

    mein letzter Kommentar bezog sich übrigens auf Sils sächsische Übersetzung.

  20. #21 sil
    9. Juli 2009

    @ Marcus:
    Es gibt noch ein paar Varianten, aber das sind alles keine Dialekte:
    http://www.parallelnetz.de/

    Ich war nur zufällig über die Übersetzungsseite gestolpert, “Müsderium” war einfach zu schön und Du bist Neudresdener- da konnte ich nicht anders.

  21. #22 Wanderer
    5. August 2009

    Da hab ich auch noch ein schönes Beispiel:

    Wir fuhren 1994 zum Gardasee (rein zufällig, weil der Arzt meiner Frau 4 Tage vor dem Urlaubsbeginn davon abgeraten hatte, zu fliegen und der Reisebüro-Tante nix anderes einfiel, als uns Limone sul Garda zu empfehlen).
    Nun ja, jedenfalls saßen wir auf dem Busbahnhof in Riva herum.
    Ein Bus kam an, ein mit uns wartender Urlauber ging hin und fragte, wann denn der Bus nach Limone komme.
    Dieser Bus sei es und wir könnten schon einsteigen, meinte der Fahrer.
    Gesagt, getan.
    Vier Leute im Bus.
    Zwei uns fremde Männer, meine Frau und ich.

    Ich stieg aus, um noch eine zu rauchen.

    Und der eine fragt meine Frau:

    Ihr klingt so märkisch, von wo kommt Ihr.
    Meine Frau sagte es ihm.
    Und er gleich ganz begeistert: “Was? Da bin ich geboren! Das glaube ich nicht.”

    Meine Frau zeigt ihm ihren Personalausweis.

    Er nickt, lacht dann und sagt:

    “Sie haben am (sagen wir mal) 15. Februar Geburtstag? Das ist ein Witz. Ich bin nämlich auch am 15. Februar geboren.”

    Und er kramt seinen Ausweis vor und siehe da, es stimmt.

    In dem Moment kommt der dritte Fahrgast nach vorn und sagt ganz locker:

    “Ich habe auch am 15. Februar Geburtstag.

    Ein Bus in Italien. Nur drei Fahrgäste drin. Alle drei Deutsche und alle haben am 15.Februar Geburtstag. Und der eine ist zudem noch in der (kleinen) Stadt geboren, in der eine der beiden anderen lebt.

    Sachen gibt’s.

    :)