Auf meinen Hörtipp zur DLF-Sendung zum Thema “Methadon gegen Krebs” hier im Blog vor ein paar Tagen haben sich inzwischen auch einige Betroffene in den Kommentaren gemeldet, die kaum verstehen können, dass man das alles irgendwie kritisieren kann: Frau Friesen, die Methadon seit Jahren untersucht, Herrn Hilscher, der ihr argumentativ zur Seite steht, die ganz Berichterstattung, die die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam machte. Einige der KommentaroInnen sind selbst erkrankt oder haben Familienmitglieder, die betroffen sind. (“Mein Papa hat Krebs und hat zum Glück einen Arzt gefunden (…).”)

Ich finde es schwierig auf solche Kommentare zu reagieren. Wäre ich betroffen und hätte ich in diesem Zustand Sendungen, wie die von Plusminus, gesehen, hätte ich womöglich auch versucht, an Methadon zu kommen. Der Druck ist einfach zu groß.

Das ist menschlich verständlich, das kritisiere ich auch nicht. Selbst wenn jemand überzeugt ist, dass er dank Methadon länger lebt, ist das völlig seine Sache. Dazu könnte man zwar Dinge sagen wie: “Ja, aber sicher sein kannst Du dir rational betrachtet nicht, es gibt so viele Faktoren, die das Überleben beeinflussen.” Oder: “Vielleicht hat ja doch die Chemo alleine schon geholfen.” Oder: “Die Prognose deines Arztes ist nur ein Mittelwert. Das bedeutete, dass immer ein gewisser Prozentsatz länger lebt. Du gehörst vielleicht dazu.” Sowas in einem öffentlichen Blog in den Kommentaren zu diskutieren, in denen vieles schnell missverstanden wird und ausartet, das ist nicht so mein Ding.

Trotzdem  will ich etwas entgegnen, und auch begründen, warum es im Fall Methadon so vieles zu kritisieren gibt: Die Rolle der Medien, von Journalisten, PR-Abteilungen, von WissenschaftlerInnen und Medizinern.

Das Grundproblem dabei ist: Es gibt in dieser Diskussion zwei widerstreitende Perspektiven, die kaum zusammenzubringen sind: Da gibt es die individuelle Ebene, das Interesse des Betroffenen, der Patientin, den Tod vor Augen, dem vieles recht ist und die vieles in Kauf nimmt, wenn es bedeutet, dass er oder sie vielleicht länger leben wird.

Auf der anderen Seite gibt es die Ebene der Allgemeinheit/der Gesellschaft/uns anderen, die ein langfristiges Interesse daran haben, das erkrankte Menschen wirkungsvolle und sichere Medikamente bekommen, die vielen von uns helfen.

Um dies zu erreichen wurden (und werden weiterhin) Verfahren entwickelt, um Wirksamkeit und Risiken einer Substanz zu überprüfen und bei positiven Ergebnissen zuzulassen. Das ist langwierig, teuer und frustrierend, soll aber dem Schutz der Patienten vor Schäden oder sinnlosen Behandlungen dienen (und ich weiß selbst, dass es unzählige Fälle gibt, in denen trotzdem betrogen oder sonst wie Mist gemacht wurde). Wir alle kennen die Contergan-Geschichte, aus einer Zeit, als es diese Verfahren noch nicht gab und die als Reaktion darauf etabliert wurden (wie gesagt, nicht perfekt, aber immerhin).

Methadon nimmt da gerade aber eine “Abkürzung”, ironischerweise ausgelöst durch eine Berichterstattung, die darauf hinweisen will, dass dem Medikament der übliche, lange Weg (über große Studien) versperrt sei (angeblich/möglicherweise aus Profitgründen der Pharmaindustrie).

Aus der Sicht eines Sterbenskranken, der an ein Mittel gekommen ist, das ihm augenscheinlich das Leben gerettet hat, welches aber nicht die üblichen Hürden der Prüfung genommen hat, erscheint die Kritik an einer solchen “Abkürzung” und der auslösenden Berichterstattung darüber kaum oder gar nicht nachvollziehbar. Es klingt wie Prinzipenreiterei (oder der Kritiker muss von der Pharmaindustrie bezahlt sein).

Bei einer Arznei, die hilft, erscheint eine Verkürzung des Verfahrens vielleicht sogar nachvollziehbar und sogar wünschenswert. Tatsächlich gibt es das: So werden in eindeutigen Fällen sogar große Studien abgebrochen, weil es ethisch nicht mehr vertretbar ist, den Patienten der Kontrollgruppe, die das getestete Mittel nicht bekommen, zu verweigern.

Das Problem ist: Was ist, wenn die “Abkürzung” mit einem Mittel erfolgt, bei dem dann Menschen zu Schaden kommen? Diese Gefahr besteht ja immer, wenn man in einer frühen Phase der Entwicklung ist und sich naturgemäß nicht sicher sein kann, was eine Substanz vermag und was nicht. Und “zu Schaden kommen” heißt dann möglicherweise,  dass Patienten nicht länger leben, sondern früher sterben.

Am Ende des Radiobeitrags  äußert die befragte Krebsmedizinerin ihre Sorge, dass der Fall Methadon (in einer so frühen Phase an die Öffentlichkeit zu gehen und in dieser Form darüber zu berichten) Schule macht. Dann müsste künftig jemand nur laut genug Aufmerksamkeit erregen, um für seine “Entdeckung”, sein Medikament zu werben.

Wenn so etwas regelmäßig passiert, kommen wir in Teufels Küche, weil Menschen zu Schaden kommen werden. Und dann wird jeder fragen: “Wie konnte das passieren?”, “Wieso gibts da keine Kontrollen?”

Meine Rolle, für die ich in diesem Radiostück befragt wurde, ist es, die Rolle der Medien und des Journalismus’ zu betrachten. Und da zeigt sich leider, dass vieles schlecht gelaufen ist.

Denn wenn Berichte in den Medien den Eindruck erwecken, es gäbe eine Therapie, die Menschen retten kann, obwohl es nach dem Stand der Daten und den Regeln der Medizin eigentlich noch viel zu früh ist, das sicher zu beurteilen, dann muss man das kritisieren. Und dann muss man auch die Rollen von WissenschaftlerInnen und MedizinerInnen in der Öffentlichkeit hinterfragen,  eben weil es ein Beispiel für andere sein wird, und weil wir sonst in Verhältnisse rutschen, die wir alle nicht wollen.

Aus meiner Sicht – und der Sicht vieler anderer mit Blick auf die Daten – wissen wir derzeit nicht, ob Methadon als Wirkverstärker einer Chemotherapie Leben verlängert oder nicht.

Einige der Betroffenen werden sagen: “Das ist mir doch egal. Ohne die Berichte wäre ich nie auf Frau Friesens Forschung aufmerksam geworden und wäre vielleicht schon tot.” Andere werden sagen: ”Was interessieren mich die Regeln, die Daten, das Prinzip. Ich habe jetzt wieder Hoffnung und lebe länger. Red’ nicht so einen Stuss.”

Aber das ist genau der Moment, an dem das alles nicht zusammenzubringen ist. Dass ist das Dilemma, das nicht aufzulösen ist. Das ist das Dilemma, in das wir gerutscht sind, weil die Mehrheit der Medien die Situation zu Methadon so dargestellt haben, wie sie sie dargestellt haben.

Vielleicht geht es diesmal gut aus und Methadon erweist sich wirklich als der Heilsbringer, als der es angepriesen wird. Es wäre jedem zu wünschen.

Aber auch ein vermeintlicher Erfolg wird uns in Zukunft gehörig auf die Füße fallen, wenn wir nicht diskutieren und kritisieren, was an dem Fall um Methadon alles so problematisch ist.

Kommentare (86)

  1. #1 Laie
    12. April 2018

    Das Problem existiert nicht, wenn die Menschen vorher aufgeklärt wurden und sich für eine neue Methode zur Behandlung entscheiden.

    Die (deutsche?) Eigenart mit Menschen unmündig umzugehen ist auch bekannt bei Schmerzpatienten, denen die Dosis zur Linderung verweigert wird. Andere Länder sind da fortschrittlicher.

  2. #2 Alisier
    12. April 2018

    Heißes Eisen Marcus, sehr heißes Eisen…..
    Diskussionen in dem Bereich sind wirklich enorm schwer zu führen, und deinen Post finde ich sehr gut.
    Aber wir brauchen diese Diskussionen dringend. Leider steht sauberes Argumentieren zuweilen nicht sehr hoch im Kurs, und dann wirds haarig.

  3. #3 gedankenknick
    12. April 2018

    @Laie #1 Die (deutsche?) Eigenart mit Menschen unmündig umzugehen ist auch bekannt bei Schmerzpatienten, denen die Dosis zur Linderung verweigert wird. Andere Länder sind da fortschrittlicher.

    Ist das so, dass einer signifikaten (!) Zahl Schmerzpatienten regelmäßig die (ausreichende) Medikation verweigert wird? Gibt es dazu eine Studie?

    Oder sollte man es lieber machen wie in den USA, wo man schon mal prophylaktisch(!) höhere Dosen Vicodin (Paracetamol + Hydrocodon[!]; eine Kombination, die m.E. ziemlich beknackt ist) in den Patienten wirft, damit dieser nicht einmal VIELLEICHT Schmerzen haben wird? Zum Vergleich bitte ich, einfach mal DIESEN BlogArtikel https://www.nytimes.com/2018/01/27/opinion/sunday/surgery-germany-vicodin.html zu lesen. (Teilweise kurze Zusammenfassung: In den USA bekam der Blogschreiberin Teenager-Kind nach ner Zahn-Restriktion 30 Vicodin auf die Hand. Ibuprofen wird mit “pflanzlichem Tee” verglichen, weil es das in den USA schließlich in Jumbo-Packungen im Supermarkt gibt.) Und sich danach zu fragen, wieso die in den USA derzeit so ein wahnsinniges BtM-Problem haben…

    Ich möchte noch mal betonen, dass ich hier ausdrücklich NICHT dafür plädiere, Schmerzpatienen unbehandelt zu lassen. Wer mich so versteht, missversteht mit absichtlich. Aber eine Pauschalaussage, in D würden prinzipiell (allen?) Schmerzpatienten adäquate Medis verweigert, ist einfach… unrichtig.

  4. #4 noch'n Flo
    Schoggiland
    12. April 2018

    @ Laie:

    Das Problem existiert nicht, wenn die Menschen vorher aufgeklärt wurden und sich für eine neue Methode zur Behandlung entscheiden.

    Falsch! Wenn ich als Arzt ausserhalb einer genehmigten Studie ein Medikament abgebe, welches für seine Krankheit nicht zugelassen und ausreichend getestet wurde, und der Patient kommt dadurch zu Schaden, stirbt eventuell sogar, bin ich dafür haftbar, komme vor Gericht – egal ob der Patient der Medikation zugestimmt (bzw. sie sogar aktiv von mir erbeten) hatte oder nicht.

  5. #5 noch'n Flo
    Schoggiland
    12. April 2018

    @ Marcus:

    Wäre da eigentlich nicht mal eine Rüge des Presserates angebracht gegen Plusminus und SternTV? Ich meine: verzweifelten Menschen in dieem Stadium der Forschung so viele falsche Hoffnungen zu machen und dabei jegliche journalitische Sorgfaltspflicht ausser Acht zu lassen – das sollte doch eigentlich Grund genug sein (vor allem im Vergleich zur Meditonsin-Story in der Wilhelmhavener Zeitung, die kürzlich abgemahnt wurde: https://blog.gwup.net/2018/04/04/presserat-ruegt-schleichwerbung-fuer-globuli-homoeopathen-greinen-von-verschwoerung/ ), oder?

  6. #6 Floh
    12. April 2018

    Bei Methadon war doch das große Problem, dass es keine Studie geben sollte. Die Pharmaindustrie wollte lieber ihre eigene Mittel testen. So der Vorwurft, ob es stimmt weiß ich nicht.
    Meine Frage daher, gibt es mittlerweile eine Studie über Methadon? Wie lange würde es im positiven Fall (der Studie) dauern bis Methadon zugelassen werden könnte?

  7. #7 noch'n Flo
    Schoggiland
    12. April 2018

    @ Floh:

    Die Pharmaindustrie wollte lieber ihre eigene Mittel testen. So der Vorwurft, ob es stimmt weiß ich nicht.

    Natürlich werden die Pharmaunternehmen weiterhin ihre eigenen Medikamente testen. Das müssen sie auch, denn des Methadon soll die bisherige Chemo lediglich unterstützen. Es wurde nie behauptet (auch nicht von Frau Dr. Friesen), dass Methadon alleine gegen Krebs wirksam sei, nur als Wirkverstärker.

    Meine Frage daher, gibt es mittlerweile eine Studie über Methadon?

    Gibt es. Im Reagenzglas hatte Methadon tatsächlich positive Wirkungen auf Krebszellen, in Studien über die Anwendungen am Menschen (dessen Organismus wesentlich komplexer ist als eine Petrischale) konnten diese jedoch bislang nicht reproduziert werden.

    Wie lange würde es im positiven Fall (der Studie) dauern bis Methadon zugelassen werden könnte?

    Bei einer Phase-3-Studie (also Anwendung am Menschen) würde bei einem positiven Effekt bereits innert Wochen die Zulassung erfolgen. Sogar wenn die Studie noch gar nicht abgeschlossen ist. Siehe auch den Artikel von Marcus oben.

  8. #8 Lara
    12. April 2018

    Haben sie meinen Kommentar gelöscht Herr Anhäuser? Da weiss man wie sie Menschen beeinflussen und das rechtliche, was Sie betrifft, einfach löschen

    • #9 Marcus Anhäuser
      12. April 2018

      Sie haben drei Mal denselben Kommentar gepostet, ich habe ihn beim anderen Post frei geschaltet. Das sollte reichen. Und jetzt kriegen Sie sich mal ein. Sie bewegen sich hier in meinem Blog. Und wie oft ich mich von Ihnen beleidigen lasse, müssen sie schon mir überlassen. Wenn es ihnen nicht passt, gehen sie halt wieder.

  9. #10 Christian
    12. April 2018

    @Floh:
    „Die Pharmaindustrie wollte lieber ihre eigene Mittel testen. So der Vorwurft, ob es stimmt weiß ich nicht.“

    Studien sind sehr teuer und wieso sollte die Pharmaindustrie dafür die Kosten übernehmen, wenn sie im Zulassungsfall dann nichts daran verdienen würde? So eine Studie müsste eben von jemand anderen finanziert werden.

  10. #11 Laie
    12. April 2018

    @gedankenknick
    Weder das eine Extrem, wie in den USA, noch das bei uns ist optimal und zielführend. Dazwischen findet sich die Position, die ich meine für Betroffene vorteilhaft zu sein.

    @noch’n Flo
    Das ist die Sicht der Gesetzeslage. Nicht immer bildet das Gesetz die Wirklichkeit sinnvoll ab, bzw. regelt diese sinnvoll… (Das ist dann ein Auftrag an den Gesetzgeber, die Regelungen zu verbessern)
    Betrachtet man das unabhängig von der Gesetzeslage von den möglichen positiven und negativen Wirkungen, so bin ich der Meinung, dass bei richtiger Aufklärung des Patienten und der schriftlichen Entbindung des Arztes von den gesetzlichen Einschränkungen bei zurechnungsfähigen Patienten mehr Freiheit gewährt werden soll.

  11. #12 noch'n Flo
    Schoggiland
    12. April 2018

    @ Laie:

    Warum gehst Du dann nicht gleich morgen vor Gericht, um mehr Therapiefreiheit einzufordern (anstatt hier weiterhin Deinen geistigen Dünnschiss auszubreiten)?

    Schicke mir einen höchstrichterlichen Beschluss, dass ich jedes auch nur durch Gerüchte potentiell wirksame Krebsmedikament ohne Rechtsfolge verordnen darf, dann werde ich das (so es meine Patienten wünschen) mit Freuden tun.

    Es muss Dir allerdings klar sein, dass DU im Falle eines Scheiterns der Therapie dafür vollumfänglich verantwortlich bist. Aber wenn Dir das egal iat…

  12. #13 noch'n Flo
    Schoggiland
    12. April 2018

    @ Christian:

    Studien sind sehr teuer und wieso sollte die Pharmaindustrie dafür die Kosten übernehmen, wenn sie im Zulassungsfall dann nichts daran verdienen würde?

    Zu diesem Thema habe ich bereits in dieem Blog eine Kosten/Nutzen-Rechnung aufgemacht – siehe hier:

    http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/hoertipp-dlf-der-fall-methadon-ueber-hoffnung-und-krebs/#comment-25338

    Meinst Du immer noch, dass “Big Pharma” daran nichts verdienen könnte?

  13. #14 Laie
    12. April 2018

    @noch’n Flo
    Bei ihrem hier und anderswo vorgebrachtem Niveau würde ich, selbst wenn sie der letzte Arzt auf der Erde wären, auf ihren ärztlichen Rad verzichten. Da ist mir jeder Hokus-Pokus-Esoteriker lieber! Hoffentlich sind sie ein besserer Arzt, als das was verbal so von ihnen kommt, zum Wohle ihrer Patienten! Ihren geistiger Dünnschiss behalten sie besser für sich, nicht dass da jemand ausrutscht.

  14. #15 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ Laie:

    Bei ihrem hier und anderswo vorgebrachtem Niveau würde ich, selbst wenn sie der letzte Arzt auf der Erde wären, auf ihren ärztlichen Rad verzichten.

    Ich hätte so einen Troll wie Dich auch ungern als Patient.

    Was mein “ärztliches Rad” angeht: das würde ich Dir auch niemals ausleihen.

    Da ist mir jeder Hokus-Pokus-Esoteriker lieber!

    Zu denen gehst Du ja sowieso gerne.

    Hoffentlich sind sie ein besserer Arzt, als das was verbal so von ihnen kommt, zum Wohle ihrer Patienten!

    Ich bin sogar ein hervorragender Arzt, da kannst Du meine Patienten gerne fragen. Zumindest jene, die mit meiner offenen Art, Pseudomedizin auch als solche zu benennen, umgehen konnten und mich nicht wegen Voodoo-Gläubigkeit verlassen haben. Ist aber nicht schade um die, die finden eh’ genügend Schrott-Anbieter auf dem Ärztemarkt.

    Ihren geistiger Dünnschiss behalten sie besser für sich, nicht dass da jemand ausrutscht.

    Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn ein Schwein sich an ihr reibt?

  15. #16 Laie
    13. April 2018

    Da müssen sie die Eiche schon selbst fragen!

  16. #17 Laie
    13. April 2018

    Das müssen sie die Eiche schon selbst fragen!

  17. #18 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ Laie:

    Die Eiche sagt: “gar nicht”. Danke, Miss Piggy!

  18. #19 Laie
    13. April 2018

    Sie waren mit Miss Piggy im Wald? Eine Romanze?

  19. #20 Lara
    13. April 2018

    noch’n Flo

    Sie treiben auch hier ihr Unwesen?. Müssen Sie alle Teilnehmer immer beleidigen. Sie kennen meine Meinung über Sie. Kann man hier nachlesen.

    http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/hoertipp-dlf-der-fall-methadon-ueber-hoffnung-und-krebs/#comment-25314

    Auch hier sind Sie zu finden.
    https://blog.gwup.net/2017/09/23/wie-clickbait-schleudern-den-methadon-hype-ausnutzen/#comment-134998

  20. #21 Kermit
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ Laie:

    Oh, Piggy! Warum wehrst Du Dich noch?

    Wir gehören doch zusammen.

  21. #22 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ Lara:

    Was treibt einen Mitmenschen wie Dich nur?

    Naja, wieder einmal besten Dank für das nächste Futter für Deinen persönlichen PPB.

  22. #23 Oliver Gabath
    13. April 2018

    Wenn ich die Contergan-Geschichte richtig interpretiere, dann waren damals in Deutschland ja gerade ungenügende (fehlende?) Tests bzw. Vorschriften im Zulassungsprozess ein Faktor, der die schnelle Einführung des Produktes mit den bekannten Folgen begünstigte.

    Contergan wurde damals sehr beworben, weil es praktisch kaum zu überdosieren ist und damit sowohl in Bezug auf Unfälle als auch Suizide deutlich handhabungssicherer war. In den USA mit ihrer (damals noch) sehr strengen FDA und insbesondere dem großen persönlichen Einsatz der Sachbearbeiterin Frances Kelsey wurde die Zulassung ohne ausreichenden Nachweis der Unbedenklichkeit verweigert, weswegen es dort nicht zu einer so furchtbaren Katastrophe kam.

    Die Probleme, die das Einfordern des Rechtes auf Wahl mit sich bringt, sind nicht von der Hand zu weisen. Orac schreibt in seinem Blog ziemlich oft darüber, z.B. hier.

  23. #24 Marcus Anhäuser
    13. April 2018

    Ich habe jetzt gerade nochmal zwei Links zum Contergan-Fall gesetzt, falls es doch nicht jedem präsent ist. Ausschnitt aus dem Kapitel #Nachwirkungen:
    “Mit dieser Gesetzesänderung wurde erstmals ein Nachweis für die therapeutische Wirksamkeit gefordert, die in geeigneten, kontrollierten Studien nachzuweisen war. Zuvor war es ausreichend gewesen, die pharmazeutische Herstellungsqualität und die Unbedenklichkeit nachzuweisen.”

  24. #25 dzp-nerd
    13. April 2018

    Danke für den Artikel!

    Ich denke dieser Fall kann ein erneuter Anstoß für eine Debatte um unabhängige Studienfinanzierung sein. In Deutschland werden einfach zu viele Studien durch Pharmafirmen finanziert, die natürlich Profit erzielen wollen. Anstatt auf die Pharmafirmen einzuschlagen, sollten vermehrt unabhängige Studien finanziert werden, die diesen “Spezialfällen” wie Methadon nachgehen. Das Geld steht übrigens bereits zur Verfügung.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/196616/Klinische-Studien-Ruf-nach-mehr-Unabhaengigkeit

  25. #26 borstel
    13. April 2018

    @ dzp-nerd: Wichtiger Hinweis! Ganz interessante Ansätze, wie das Problem gelöst werden könnte, finden sich auch hier: https://www.brandeins.de/corporate-publishing/hilfe/hilfe-klinische-studien/wer-hat-so-viel-geld.

    Aktuell war ich auf der Suche nach Informationen zur gplanten klinischen Studie von Prof. Wick, leider ist derzeit noch nichts im Netz zu finden (?). Man bleibt gspannt…

  26. #28 borstel
    13. April 2018

    Danke hierfür! Eine ganz hilfreiche Zusammenfassung diverser Medienberichte findet sich hier: https://www.forum-substitutionspraxis.de/substitutionsmittel/methadon/methadon-in-der-krebsmedizin

    • #29 Marcus Anhäuser
      13. April 2018

      Oh, die kannte ich noch nicht, danke dafür. Die führt ja auch Fachartikel auf. Praktisch. Danke

  27. #30 RPGNo1
    13. April 2018

    Darf ich die werten Mitstreiter und auch Marcus Anhäuser einmal auf die Personen hinweisen, die die genannten DAZ-Artikel #27 kommentieren? Es tauchen einige bekannte Namen auf, die sich seit ein paar Tagen auf Plazeboalarm mit großen Tönen hervortun.

    Ich denke, der Fall ist damit klar. Bei den Verteidigern von Frau Friesen, Herrn Hilscher und ihrer Methadotherapie handelt es sich offensichtlich um eine organisierte Aktion mit dem Zweck, die “bösen” Kritiker ihrer Helden/des Wundermittels konzertiert zu überfahren. An einer ehrlichen Diskussion war ihnen nie gelegen.

  28. #31 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ RPGNo1:

    Luschtig vor allem die Aussage der Kommentatorin “Mag. Ingrid Prohaska”:

    Ich verwehre mich ausdrücklich als Herdenmitglied bezeichnet zu werden!

    Dabei schlägt sie doch immer pünktlich mit den anderen Schreibschafen in den diversen Kommentarteilen auf. ROFL!

  29. #32 gedankenknick
    13. April 2018

    @Laie #11
    Weder das eine Extrem, wie in den USA, noch das bei uns ist optimal und zielführend.
    Aha. Unser (deutsches?) System ist also “extrem”. Da in den USA (leider) extrem übertrieben wird, wird bei uns im Umkehrschluss (“anderes Extrem”) Ihrer Meinung nach extrem UNTERtrieben. Haben Sie da genaue Daten? Meine BtM-Kartei beschert mir da andere Werte…

    Dazwischen findet sich die Position, die ich meine für Betroffene vorteilhaft zu sein.
    Aha. Für JEDEN Betroffenen ist genau Ihre definierte Mittelposition vorteilhaft? Das ist erstaunlich, da Ihre “Mittelposition” ja nicht mal wirklich fest definiert ist. Nur am Rande, in Deutschland gibt es “Fachärzte für Anästhesie” – auch solche, die sich durchaus auf Behandlung von Schmerzen ambulanter Patienten spezialisiert haben. Schauen Sie doch mal als Beispiel (ohne Werbecharakter!) z.B. hier: http://www.praxis-gastmeier.de/index2.htm

    Übrigens dürfen Sie Ihren Ruf nach “Mehr Schmerzmittel!” gerne mal ein paar schmerzmittelabhängigen Patienten vorstellen, wie ich auch ein paar kenne. Die werden sich freuen, wenn sie zu ihrem regelmäßigen (und falschen) Gebrauch von NSAR von Ihnen auch noch ein paar Opioide dazu bekommen, die aber gegen den NSAR-induzierten Kopfschmerz nichts ausrichten werden, weswegen sie anschließend Opioide UND NSAR nehmen werden. Sehr gute Idee.

    Zum aktuellen Verschreibungsverhalten und RX-Schmerzmittelverbrauch der unterschiedlichen Stufen der WHO finde ich leider keine aussagekräftigen Zahlen. (Übrigends der UMSATZ ist das KEINE aussagekräftige Zahl, da manche Opiate z.B. preiswerter sind als manche COX-2-Hemmer.) Alles, was mir da vorliegt, ist mindestens 10 Jahre alt und damit wenig aktuell. Aber ich lasse mich mit aktuellen Studien – auch welche von der gKV – gerne vom Gegenteil überzeugen.

  30. #33 Laie
    13. April 2018

    @gedankenknick
    Da mir einige Fälle bekannt sind, bei denen trotz Schmerzen die Ärzte nicht in ausreichendem Masse lindernde Mittel zu verschreiben dürfte dies hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet ein wichtiger Sachverhalt für Betroffene sein.

    Eine “Mittelposition” ist nicht im Sinne einer Verllgemeinerung und Reduzierung auf einen genauen statistischen Mittelwert zu verstehen. Nicht gemeint ist:Dass für JEDEN Betroffenen die Mittelposition die richtige wäre.

    Der Trend war gemeint, dass im Mittel, die Mittel unzureichend eingesetzt sind. Nicht gemeint ist der falsche Einsatz von starken Schmerzmittel, auf den Sie hinweisen.

    Der Eine Fakt, der übertriebene Einsatz irgendwo gleich ja nicht den anderen Fakt, des Fehlenden Einsatzes anderswo aus. Auch nicht im Mittel.

  31. #34 gedankenknick
    13. April 2018

    @Laie #33:
    Da mir einige Fälle bekannt sind, bei denen trotz Schmerzen die Ärzte nicht in ausreichendem Masse lindernde Mittel zu verschreiben dürfte…
    Einzelfallberichte? Ich vermisse eine (echte) Statistik, die Ihre Aussage untermauert.

    …dürfte dies hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet…
    Einzelfallberichte hochgerechnet? Fällt das unter “Traue nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!” ? Ich vermisse immernoch eine (echte) Statistik, die ihre Aussage untermauert. Könnte das eventuell ein regionales Problem sein? Kann man – so als Beispiel – bei einem regionalen Masern-Durchimpf-Mangel (weil da DER Impfverweigerer-Kinderarzt Deutschlands haust) auf ein generelles deutschlandweites Masernimpfproblem schließen?

    Der Trend war gemeint, dass im Mittel, die Mittel unzureichend eingesetzt sind.
    Auswertung der Statsitik aufgrund hochgerechneter Einzelfälle – denke ich jetzt mal. Nach dem, was ich mal an Statistik im Studium büffeln musste, ist so eine Betrachtung mehr als unzulässig. Aber wer bin ich schon… Ansonsten einfach bitte noch mal den letzten Absatz im Kommentar #3 (meinerseits) repetieren.

    Der Eine Fakt, der übertriebene Einsatz irgendwo gleich ja nicht den anderen Fakt, des Fehlenden Einsatzes anderswo aus.
    Ich wüßte nicht, dass ich dies irgendwo behauptet, dargestellt oder sonst wie angemerkt hätte. Ihre Anmerkung sollte aber auch umgekehrt gelten: Aus dem übertriebenen Gebrauch von Schmerzmitteln anderswo sollte man nicht den (prinzipiell) untertriebenen Gebrauch hierzulande schließen. Logisch, oder? Einfaches Beispiel: Es wird immer wieder lautstark behauptet, in D hätten wir viel zu viele Apotheken. In Deutschland kamen auf 100.000 Einwohner 2017 ca. 24 Apotheken, im EU-Mittel ca. 31 Apotheken (offizielle Zahlen der ABDA). Und verstummen deswegen die Rumkrakehler?
    Ansonsten einfach bitte noch mal den letzten Absatz im Kommentar #3 (meinerseits) repetieren.

    Übrigens, und dies nur so nebenbei, machen starke Schmerzmittel oft auch starke Nebenwirkungen. Ich kenne mehrere Schmerzpatienten (Achtung! Einzelfälle!), die nicht die ihnen mögliche Dosis nehmen, weil sie dann mit den Nebenwirkungen nicht klar kommen – sondern lieber die Dosis der Nebenwirkungen halber reduzieren und mit einem “Restschmerz” leben. Und nun? Verpflichten Sie diese jetzt zu ein MEHR an Schmerzmittel?

  32. #35 Lara
    13. April 2018

    # 28 Herr Anhäuser und alle Blog user, die Daten von Frau Dr. Friesen konnten von externen Wissenschaftler sowohl in vitro als auch in vivo im Tiermodell bestätigt werden. Leider wurden diese Artikel in der Stellungnahme von Prof. Wick bzw. der DGN nicht aufgeführt. Diese Publikationen finden Sie alle auch in dem Kommentar der DAZ, den Frau Friesen geschrieben hat. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/03/08/im-falschen-zellsystem-kann-methadon-nicht-wirken
    Hier die Artikel der wissenschaftlichen Daten von Frau Dr. Friesen, die externe Wissenschaftler bestätigen können:

    Singh et al Leukemia Research 2011:
    Induction of apoptosis in pediatric acute lymphoblastic leukemia (ALL) cells by
    the therapeutic opioid methadone and effective synergy with Bcl-2 inhibition

    Kang et al Oncogene 2017:
    Genome-wide loss-of-function genetic screening identifies opioid receptor μ1 as a key regulator of L-asparaginase resistance in pediatric acute lymphoblastic leukemia

    Michalska M et al Anticancer Res 2018
    Impact of Methadone on Cisplatin Treatment of Bladder Cancer Cells
    Stadelbauer et al The Journal of Urology 2017:

    Co-treamtent with L-Methadone significantly increases the efficacy of cytostatic drugs in prostate cancer cells ( prostate cancer, renal cell carcinoma RCC-26 und Glioblastoma A-172)

    Die Verträglichkeit bei Glioblastompatienten wurde dann in einer Studie mit der Charite nachgewiesen.:

    Onken et al Anticaner Res 2017
    Safety and Tolerance of D,L-Methadone in Combination with Chemotherapy in Patients with Glioma .

    Somit war die Kritik der Stellungnahme der DGN von 2015, die vor den gefährlichen Nebenwirkungen und Risiken warnen, beim Glioblastom widerlegt.

    Aber bitte alle hier im Blog diese Studie nicht wieder diskutieren als wenn es eine Wirksamkeitsstudie ist. Es ist eine Verträglichkeitsstudie, was man schon aus der Überschrift entnehmen kann, die viele Kritiker anscheinend noch nicht einmal lesen, geschweige denn den gesamten Artikel.

    Frau Friesen geht auf alle Kritikpunkte, die man ihr vorwirft , in ihren Vorträgen ein. Man kann bei ihr auch Fragen stellen und sie hat für alles eine Antwort zur Hand, die sie mit wissenschaftliche Publikationen belegen kann. Mittlerweile werden ihre Ergebnisse bei Vorträgen sogar falsch dargestellt, um ihr wissenschaftlichen Leistungen schlecht zu machen. Auch auf diese Punkte geht Frau Friesen in den Vorträgen ein.

    Sie hat auch andere Krebsarten untersucht. Welche Krebsarten finden sind in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie von 2017 und man findet die Literatur in Research Gate. Diese Krebsarten und ihre Untersuchungen stellt sie auch bei ihren Vorträgen vor. Auch sollte man sich mal ins Archiv der Universität Ulm begeben, da findet man Diplomarbeiten, Doktorarbeiten und Bachelorarbeiten zu den verschiedenen Krebsarten, die mit Methadon in der Kombination mit verschieden Chemotherapeutika untersucht wurden. Die Titel der Arbeiten findet man auch auf der Homepage der Rechtsmedizin Ulm. Man muss sich nur mal die Mühe machen und nicht immer mit Unterstellungen und Behauptungen arbeiten, ohne von der Materie eine Ahnung zu haben.

    Auch bei der DAZ-Stellungnahme hat Frau Friesen, wenn sie etwas geäußert hat, immer die wissenschaftlichen Publikationen als Referenzen dazu zitiert. Dies zeigt, dass sie für ihre Aussagen den wissenschaftlichen Beweis hat.
    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/03/08/im-falschen-zellsystem-kann-methadon-nicht-wirken

    Frau Friesens Schlusssatz bei ihren Vorträge ist immer der gleiche: Ist Methadon ein Wirkverstärker in der Tumotherapie? Ihre Antwort: Um das evidenzbasiert zu beweisen, brauchen wir evidenzbasierte klinische Studien und nichts anderes möchte Frau Friesen.

    Hört Euch doch alle ihre Vorträge an. Ich war bei zahlreichen Vorträge von ihr und kann das nur bestätigen. Auch für Laien stellt sie ihre Daten dar, so dass es wirklich jeder verstehen kann.

    Und hier noch die Studien zur Verträglichkeit von Methadon in der Schmerztherapie bei Tumorpatienten. Ist für alle vielleicht hilfreich. Auch das führt Frau Friesen bei Ihren Vorträgen mit auf und hat sie auch beim DAZ Artikel zitiert.

    Switching From Morphine to Methadone to Improve Analgesia and Tolerability in Cancer Patients: A Prospective Study. Journal of Clinical Oncology 2001;

    Outpatient methadone initiation and rotation for cancer pain treatment were safe, with high success rates and low side effect profiles. Cancer 2010;

    Methadone is superior to fentanyl in treating neuropathic pain in patients with head-and-neck cancer European Journal of Cancer 2016

    The Effect of Oral Methadone on the QTc Interval in Advanced Cancer Patients: A Prospective Pilot Study. Journal of Palliativ Medicine 2010

    Opioid Switching from Transdermal Fentanyl to Oral Methadone in Patients with Cancer Pain Cancer. 2004

    Switching Methadone: A 10-Year Experience of 345 Patients in an Acute Palliative Care Unit. Pain Medicine 2012

  33. #36 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ Lara:

    Die Verträglichkeit bei Glioblastompatienten wurde dann in einer Studie mit der Charite nachgewiesen.:

    (…)

    Somit war die Kritik der Stellungnahme der DGN von 2015, die vor den gefährlichen Nebenwirkungen und Risiken warnen, beim Glioblastom widerlegt.

    Aber bitte alle hier im Blog diese Studie nicht wieder diskutieren als wenn es eine Wirksamkeitsstudie ist. Es ist eine Verträglichkeitsstudie, was man schon aus der Überschrift entnehmen kann, die viele Kritiker anscheinend noch nicht einmal lesen, geschweige denn den gesamten Artikel.

    Es wurde aber lediglich gezeigt, dass Methadon grundsätzlich begleitend zur Chemo verträglich ist, nicht jedoch, ob das auch in der Dosierung, die letztlich wirksam wäre (und die wir noch nicht kennen) der Fall ist. Somit ist diese Studie recht wertlos.

    Ich war bei zahlreichen Vorträge von ihr

    Soso, Du bist also ein Groupie. Oder sogar eine Jüngerin?

  34. #37 Lara
    13. April 2018

    # 31 RPGNo1
    „Es handelt es sich offensichtlich um eine organisierte Aktion mit dem Zweck,…

    Es stellt sich die Frage, wer hier organisiert schreibt? Hier nochmal die Links wo man folgenden Teilnehmer bei diesem Blog auch findet: u.a. noch’n Flo, Borstel, RPGNo1

    https://blog.gwup.net/2017/09/23/wie-clickbait-schleudern-den-methadon-hype-ausnutzen/#comment-134998

    Auch hier wird nicht sehr wissenschaftlich diskutiert.

    Das Wort “ehrliche Diskussion” zu verwenden, ist schon sehr sonderbar. Sie selbst sollten, wenn man diskutiert und es in den Raum stellt auch die wissenschaftlichen Studien, den evidenzabsierten Beweis auch in Grundlagenforschung anfügen.

  35. #38 Marcus Anhäuser
    13. April 2018

    @Lara meine Kritik zielt gar nicht auf Friesens wissenschaftliche Arbeit. Mein Problem ist einerseits, dass sie in diesem frühen Stadium offenbar aktiv die Öffentlichkeit aufgesucht hat, obwohl es bis dahin nur Hinweise gab und bisher gibt. Warum hat sie das getan? Hast Du darauf eine Antwort? Ich kritisiere, dass sie, obwohl es keinen harten Beleg gibt, (was sie selber zugibt), Patienten Empfehlungen gibt. Stell dir vor, das würde jeder so machen. Zudem kritisiere ich die Art, wie die meisten Medien im letzten Jahr darüber berichtet haben (viel zu positiv, viel zu suggestiv, unkritisch). Solange der harte Beleg aber fehlt, sollten sich alle mit Empfehlungen und Berichten zurückhalten.

    Es ist normal, dass jemand von seiner eigenen Forschung überzeugt ist, das treibt einen ja an, macht einen aber auch befangen, was die eigene Forschung angeht.

    Und wenn sie recht hat? Das wäre super für die Behandlung von Krebs. Nur leider wird die ganze Geschichte Vorbild sein für viele andere, die in dem gleichen frühen Stadium an die Öffentlichkeit gehen und erzählen, sie hätten eine Therapie, die eine schwere Krankheit heilt, und da werden sicher mehr Personen dabei sein, die Unrecht haben und es werden Menschen zu Schaden kommen. Im alternativmedizinischen Bereich passiert das übrigens dauernd.

  36. #39 Lara
    13. April 2018

    #37 noch’n Flo
    Flo: „Es wurde aber lediglich gezeigt, dass Methadon grundsätzlich begleitend zur Chemo verträglich ist, nicht jedoch, ob das auch in der Dosierung, die letztlich wirksam wäre (und die wir noch nicht kennen) der Fall ist. Somit ist diese Studie recht wertlos.“

    Floh Sie wissen überhaupt nichts von Studien. Man muss immer zuerst beweisen, dass das Medikament verträglich ist, bevor man in die weiteren kinischen Phasen geht. Die Studie ist vielleicht für Sie wertlos, weil Sie sie nicht verstehst. Sie ist aber für einen Fachmann essentielle und die Grundlage für weitere Studien. Oder geben Sie Ihren Patienten, sofern Sie ein Arzt überhaupt sind, einfach Medikamente in Dosierungen ohne wissenschaftliche Grundlage und ohne dass Sie wissen, wie sie der Patient verträgt. Was meinen Sie wie man zu den Dosisbereichen bei einem Medikament kommt. Umsonst gibt es nicht die Phase I, bei klinischen Studien. Wenn Sie Arzt wären, was ich immer weniger glaube, müssen Sie das wissen. So dumm und unwissend kann kein Arzt sein, der Medikamente bei Patienten einsetzt. Sie können dann auch gar keine Wechselwirkungen beurteilen, wenn Sie diese einfach Grundlage nicht kennen.

    Flo sagt: „Soso, Du bist also ein Groupie. Oder sogar eine Jüngerin?“

    Es wäre gut Flo, wenn Sie sich auch informieren würden, anstatt so dumm daherzureden. Die Vorträge von Frau Friesen wären für ihr Schmalspurwissen gerade gut, um ihren Horizont zu erweitern.

    Sie sind aus dem Schoggiland, dann beschäftigen Sie sich lieber mit der Herstellung von Schokolade anstatt sich mit wissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Aber bitte auch bei der Schokolodenherstellung aufpassen, dass Sie die richtige Mischung wählen, sonst wird es bei Ihnen noch nicht einmal etwas mit der Schokolodenherstellung. Vielleicht verpacken Sie nur die Schokolade ein, da reicht ihr Wissen gerade noch aus. Aber bitte die Schokoladeneier für Ostern nicht mit den Weihnachtsmännern vertauschen. Bitte die richtige Packung wählen.

  37. #40 Lara
    13. April 2018

    # 39 Herr Anhäuser, woher wissen Sie, dass Frau Friesen aktiv die Medien aufgesucht hat? So große Medien kann man nicht aufsuchen. Die großen Medien kommen auf die Personen zu. Das wissen Sie doch auch. Selbst den Deutschlandfunk kann man nicht aufsuchen, oder haben Sie ihn aufgesucht, damit diese Sendung zu Methadon vorn Frau Keller gemacht wird und haben da andere Erfahrungen?

    Bei der Immuntherapie ist man vor ein paar Jahren, einfach an die Presse gegangen ohne das Risiko abschätzen zu können und den evidenzbasierten Beweis zu haben und hat gesagt: Hier wird man Erfolge sehen. Dies wurde behauptet ohne ein klinische Studie durchgeführt zu haben. Die Videos dazu findet man im Netz. Hier hat aber keine etwas dazu gesagt, sondern man hat es stillschweigend akzeptiert. Vielleicht weil die Hersteller der Immuntherapie zu mächtig sind und man sich hier nicht traut, etwas zu sagen?

    Frau Friesen forscht schon seit 10 Jahren an Methadon. Nach 9 Jahren war es groß in den Medien, weil ungewöhnliche Patientenfälle vorhanden waren. Auch in den Medien hat man deutlich gesagt, dass der evidenzbasierte Beweis noch fehlt. Eher die Kritiker haben es immer wieder in den Medien aufgefasst und da frage ich mich auch warum? Ein Vorteil haben aber diese Beiträge gehabt, dass es jetzt nach 10 Jahren endlich klinische Studien geben wird.

    Frau Friesen gibt auch keine individuellen Dosisempfehlung, wie Frau Hübner Frau Friesen unterstellt. Methadon verschreiben Ärzte, die diese Patienten damit behandeln und nicht Frau Friesen. Sie behandelt keine Patienten. Und Methadon kann man nicht einfach in der Apotheke kaufen, sondern es wird über eine BTM Rezept verschrieben, das nur ein Arzt ausstellen darf, der über diese Rezepte verfügt.

    Kenne Sie Frau Friesen und ihre Vorträge? Oder urteilen Sie nur darüber, vom hören sagen? Das wäre schade.

    Es werden mit so vielen Unterstellungen mittlerweile gearbeitet, um Menschen u.a. auch Frau Friesen in der Öffentlichkeit schlecht zu machen. Sie selbst kann sich hierzu nicht rechtfertigen. Mittlerweile artet es schon in Rufmord aus, dass man eigentlich dagegen iuristisch vorgehen muss.

  38. #41 borstel
    13. April 2018

    @ Lara: Es tut mir leid, eigentlich sollte ich (weil nicht angesprochen) auf Deinen Kommentar nicht anspringen. Aber so etwas unsachliches werde ich nicht stehen lassen. Es ist jedenfalls beleidigend, daß Du hier einige der Diskustanten für offensichtlich zu dumm zum Umwerfen des berühmeten leeren Eimers Wasser hältst. Etwas (Selbst-) Reflexion wäre angebracht.

    Darf ich zunächst noch einmal Deine Qualifikation erfahren?

    Du trägst gerade die sprichwörtliche Studie nach Athen:: Ein jeder hier wird wissen, was eine Phase-I-Studie ist. Und dass bei sorgfältigem Gebrauch mit vorsichtiger Dosierung auch Methadon als Schmerzmittel einsetzbar ist, hat hier keiner bestritten. Daß man auch einen Nichtschmerzpatienten mit einem Opiat “anfüttern” kann, ohne daß er lebensbedrohliche Nebenwirkungen zeigt, ist nun auch keine besondere Erkenntnis (und dabei denke ich ausdrücklich nicht an Opiatabhängige, obwohl auch das ein geeignetes Beispiel wäre). Ob es ethisch vertretbar ist, so etwas zu tun, ist ja ein anderer Punkt – wenn, dann bitte im Rahmen einer Studie.

    So, nun aber mal an die Studie von Vajkoczy et al.: Die Autoren stellen sebst fest, daß aufgrund der kleinen Gruppe, welche überdies noch sehr heterogen ist, keine Aussage zur Wirksamkeit getroffen werden kann. Es handelt sich bei der Studie aber auch ganz gewiß nicht um eine Phase-I-Studie, denn sie ist als solche nicht deklariert. Und das kann sie auch gar nicht sein, denn eine Phase-I-Studie ist auch anders definiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie#Phasen_einer_Arzneimittelstudie. Außerdem ist die die Studie gar nicht Teil eines Arzneimittelzulassungsverfahrens gewesen.
    Dazu aber noch einmal eine Frage an Dich, Lara: Hast Du diesen ganzen Kram, den Du da verbreitest, 1 zu 1 von Frau Dr. rer. nat. Friesen übernommen? Dann allerdings wäre diese Person noch skrupelloser, als ich es bislang angenommen habe.

  39. #42 Marcus Anhäuser
    13. April 2018

    @Lara Okay, also ist sie nicht auf die Medien zugegangen. Kannst Du uns denn mal erklären, in welchem Verhältnis Du zu Frau Friesen stehst? Bist Du Betroffene, Bekannte, Verwandte, Mitarbeiterin?Vortragszuhörende? Musst Du nicht drauf antworten, das ist klar und auch völlig okay. Aber ich spiele hier mit offenem Visier, da wäre es nur fair, wenn Du uns zumindest ein kleinen Hinweis gäbest, wie Du an Sie gekommen bist (Vortrag?) und was uns erklärt, wie Du so detailliert über sie und und all die Studien berichten kannst. Wie gesagt: Es steht dir völlig frei.

  40. #43 Lara
    13. April 2018

    #42 Borstel, ich habe nur aufgeführt, dass es sich hier um eine Wirksamkeitsstudie handelt. Dass es eine Phase I ist, habe ich nicht behauptet. Nur dass man in der Phase I genau das auch untersucht, bevor man in die Phase II, III und in die Zulassungstudie geht. Die Studie von Onken et al ist eine Verträglichkeitsstudie, das steht in der Überschrift und sie ist nicht mehr. Deshalb wird auch erklärt, dass man sie nicht als Wirksamkeitsstudie nehmen kann, weil die Patientzahlen zu gering. Es ging auch nicht um Arzneimittelzulassungsverfahren. Bitte lesen Sie meinen Kommentar genau durch, bevor Sie schreiben und mich kritisieren.

  41. #44 borstel
    13. April 2018

    Ergänzend, Lara, weil sich Dein Anwurf gegen Marcus Anhäuser hier zwischenzeitlich eingefunden hat, noch ein kleiner Hinweis: Frau Friesen verschreibt zwar keine Medikation, aber sie arbeitet eng mit Herrn Hilscher zusammen, der Dosierungsanweisungen gibt. Sie selbst hat Therapieempfehlungen gegeben. Also, wenn Frau Friesen (oder Du, Lara) jetzt alle Schuld von sich weist und dann auch noch auf so einer Formalie herumreitet, dann ist das überaus unredlich und feige.

    Daß Methadon nur auf ein gelbes Rezept in Deutschland erhältlich ist, das (darauf verwette ich meinen nächsten Stuhlgang) wußten wir alle schon – schön, daß Du es auch eben bemerkt hast.

    Und zu guter Letzt der Umgang mit den Medien: Ob Frau Friesen auf PlusMinus zugegangen ist oder umgekehrt, ist Banane! Tatsache ist, daß Frau Friesen hier nicht das Opfer einer Manipulation ist. Stattdessen mischt sie hier fleißig mit, und zwar über Monate, mit erkennbarem Genuß. Wenn Du dieser Frau so bedingungslos hinterherrennst, meine liebe Lara, dann muß sie wirklich sehr gut sein im persönlichen Kontakt bzw. auf Vorträgen. Nein, Friesen ist nicht ein mißverstandener Labornerd, die weiß ganz genau, was sie tut…

  42. #45 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ Lara:

    Tja, wenn einem die Argumente ausgehen, geht’s ad hominem. Strohmänner und Galileo-Gambit hatten wir auch schon. Du hast das Crankhandbuch wirklich gut verinnerlicht, Glückwunsch! Aber ernst nimmt Dich und Deine geistige Dünnsäure hier niemand.

    Geh lieber wieder in Deine Friesen-Fans-FB-Gruppe, da kannst Du Dich so schön überlegen fühlen und Dir von den anderen Methadon-Fanboys/-girls den ganzen Tag auf die Schulter klopfen lassen.

    Gruss aus dem Schoggiland, a.k.a. “Schweiz”!
    (Nebenbei: dass ich Arzt bin, werden Dir hier jede Menge Leute bestätigen können. Aber die sind in Deiner Denke ja wahrscheinlich auch nur Teil der grossen Anti-Friesen-Verschwörung. Merkst Du eigentlich gar nicht, dass die Frau für Dich inzwischen zum Guru geworden ist, Du gehirngewaschen wurdest?)

  43. #46 Lara
    13. April 2018

    #43 Lieber Herr Anhäuser, man muss nur bei den Vorträgen mit dabei sein, um die Frau Friesen kennenzulernen. Sie war auch gerade in Berlin in der Urania und ein Videovortrag von ihr gibt es von Mamazone im Netz wie auch Abbildungen. Hier kann man die Informationen auch bekommen, wenn man möchte. Je öfters man die Vorträge hört, um so besser versteht man Ihre Wissenschaft. Es sind alles Infos aus den Vorträgen. Wenn man dann noch mit den Patienten spricht, die von Methadon profitiert haben und die schlechte Prognosen hatten und denen es jetzt gut geht, versteht man viel und übt nicht mehr diese Kritik, die man zu Anfang geübt hat. Das sieht man vieles von einer ganz anderen Sichtweise.

  44. #47 RPGNo1
    13. April 2018

    @Lara

    Es stellt sich die Frage, wer hier organisiert schreibt? Hier nochmal die Links wo man folgenden Teilnehmer bei diesem Blog auch findet: u.a. noch’n Flo, Borstel, RPGNo1

    Kennst du das Sprichwort, wer den Schuh findet, zieht ihn sich an? Du fühlst dich wohl von mir ertappt, obwohl dein Name gar nicht unter den Kommentatoren der DAZ-Artikel auftaucht.

    Im übrigen habe ich zu Marcus Anhäusers Fragen noch folgende Ergänzung:
    – Welche fachliche Ausbildung/Studium/Abschluss hast du?
    – In welcher Branche arbeitest/forscht du, dass du meinst befähigt zu sein, Fr. Friesens Ergebnisse nicht nur zu beurteilen, sondern auch befürworten zu können? Oder umgekehrt, die fachkundigen Entgegnungen eines Onkologen oder Arztes hier auf SB verwerfen zu können? Pharmazie, Medizin, Zellbiologie, Biochemie, Immunologie etc?

  45. #48 Lara
    13. April 2018

    # 46 noch’n Flo: Auch, wenn Sie Arzt sind, was ich immer noch nicht glaube, ist Ihr Niveau beschämend und lässt zu wünschen übrig. Ich werde Ihnen nicht mehr antworten. Es ist gruselig, was Sie von sich geben und was für Gedanken Sie haben. Wo habe Sie das gelernt, bestimmt nicht bei einem Humanmedizinstudium. Aus Ihrem ganzen Schreiben spricht der Neid. Aber nochmal Sie tun mit richtig leid, dass sie sich so in der Öffentlichkeit präsentieren. Sie brauchen jetzt hier nichts mehr schreiben. Ihr Niveau ist mir einfach zu niedrig.

    • #49 Marcus Anhäuser
      13. April 2018

      Sie brauchen jetzt hier nichts mehr schreiben.

      Ich glaube nicht, dass Du hier in meinem Blog entscheidest, wer hier schreibt und wer nicht. Das musst Du schon noch mir überlassen. Ob Du ihm antwortest ist deine Sache.

  46. #50 RPGNo1
    13. April 2018

    @Lara

    Aus Ihrem ganzen Schreiben spricht der Neid.

    Auf dich muss garantiert keiner neidisch sein. Im Gegenteil, du bist eher zu bemitleiden.
    Du bist eine typische Gläubige. Statt Vater, Sohn und heiligem Geist betest du Friesen, Hilscher und Methadon an. Und deine Heiligen Bücher sind die Friesen’schen Forschungspapiere.

  47. #51 borstel
    13. April 2018

    @ Lara: Stichwort Immuntherapie; Was genau verstehst Du jetzt darunter, und warum soll es da keine Studien geben – Du weißt schon, daß diejenige, die eine Behauptung aufstellt, diese auch belegen muß?

    Aber damit hast Du Dich ja bislang nicht sonderlich hervorgetan. Trotzdem vielen Dank für Dein überraschend ehrliches Statement zu Frau Friesens Außenwirkung – erklärt einiges.

  48. #52 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ RPGNo1:

    Lass mal gut sein, Laras Kommentare sind jetzt auf dem Niveau einer Vierjährigen angekommen (verbales mit-dem-Fuss-aufstampfen), die ist am Ende. Von ihr selber kommt nichts, die kann nur abschreiben und nachplappern – weswegen sie auch kaum auf Fragen und Kritik eingeht. Qualifiziert ist sie für diese Diskussion sowieso nicht. Und der Neid liegt ganz auf ihrer Seite, das trieft regelrecht aus jeder Zeile. Und dass sie der personifizierte Dunning Kruger Effekt ist, haben wir ja bereits festgestellt. Grosse Klappe und mächtig stolz darauf. Die lohnt die Mühe nicht. Perlen vor die Säue.

    Aber schon gruselig, welche sektenartigen Züge der Methadonkult inzwischen entwickelt. Ich habe eine ganz ähnliche Diskussio vor 3 Monaten in einem Reiseforum erlebt, da wurden das Zeuch und Frau Friesen ebenfalls mit Klauen und Zähnen verteidigt.

    So langsam müsste man Frau Friesen mal wegen unerlaubter Heilsversprechen verzeigen.

  49. #53 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    Und noch ein Klassiker zur Erinnerung:
    https://xkcd.com/1217/

  50. #54 Alfons Hertel
    Kaiserslautern
    13. April 2018

    Mein Gott, wo bin ich denn hier gelandet?
    Was für ein journalistisches Niveau wird denn hier präsentiert?
    Ärzte, die einen unglaublich herablassenden, ja schon grenzwertig beleidigenden Ton nutzen, nur die eigenen Ansicht als das einzig Richtige ansehen und jede andere Ansicht diffamieren und sich über andere, im Zweifel sogar Krebskranke Menschen lustig machen, lassen mich schaudern. Denn wenn dies das hinter einer anonymen Maske verborgene, wahre Gesicht ist und das wahren Gedankengut und die im Beruf sicherlich krampfhaft versteckte Art dem Umgang mit kritischen Themen ist, dann gute Nacht.
    Ich bin mit sicher, dass auch hierzu kein bisschen Selbstkritik funkt, sondern auch ich wie alle anderen angegangen werde.
    ich habe dank dem Chemozusatz Methadon meine Lebenserwartung jedenfalls extrem weit bei guter Lebensqualität verlängert, und das, nachdem ich mit der Chemo allein auf dem schnell absteigenden Ast saß, der täglich kürzer wurde.
    So, nun haut mal kräftig drauf, denn ohne geht’s hier ja anscheinend nicht.

  51. #55 RPGNo1
    13. April 2018

    @Alfons Hertel

    Denn wenn dies das hinter einer anonymen Maske verborgene, wahre Gesicht ist und das wahren Gedankengut und die im Beruf sicherlich krampfhaft versteckte Art dem Umgang mit kritischen Themen ist, dann gute Nacht.

    Oh, Alfons Hertel ist dein wahrer Name? Und du wohnst tatsächlich in Kaiserslautern? Nice try, pal.

    Ich bin mit sicher, dass auch hierzu kein bisschen Selbstkritik funkt,

    Wie wäre es, sich an die eigene Nase zu fassen, bevor man hier aufschlägt und einen auf dicke Hose macht?

    ich habe dank dem Chemozusatz Methadon meine Lebenserwartung jedenfalls extrem weit bei guter Lebensqualität verlängert

    Langweilig, immer wieder dieselben Anfängerfehler:
    1) Korrelation ist nicht Kausalität.
    2) Eine Anekdote ist kein Beweis.
    Ich würde eine Rückerstattung von der Person verlangen, die mich so schlecht in Argumentation geschult hat.

  52. #56 RPGNo1
    13. April 2018

    @noch’n Flo

    Aber schon gruselig, welche sektenartigen Züge der Methadonkult inzwischen entwickelt.

    Schau dir die Homöopathiefans an. Oder die Anhänger des MMS-“Bischofs” Jim Humble.
    Immer das gleiche Schema.

  53. #57 Alfons Hertel
    13. April 2018

    Ich habe keine Argumentationsschule besucht, das gebe ich gerne zu, und habe auch nicht studiert. Aber mir das zum Vorwurf zu machen ist ja genau das, was ich meine. Aber vermutlich reicht meine einfache Sprache nicht aus, aber ich kann nun mal nicht intellektuell argumentieren, freue mich aber trotzdem des Lebens, wohl wissen, dass ich an dieser Krankheit sterben werde.
    Ich habe mal nachgeschaut, was sie meinen und finde folgendes:
    Eine Anekdote ist eine kurze Geschichte mit humorvollem Hintergrund.
    Das ist meine Krankheit mit Sicherheit nicht, seien sie gewiss.
    Meine Geschichte als humorvollen Hintergrund zu bezeichnen ist eine bodenlose Unverschämtheit, die sicherlich auch beabsichtigt war.
    Bei uns in Rheinland-Pfalz sagt man dazu: Schämen Sie sich, sie merkwürdige Nr.1

  54. #58 noch'n Flo
    Schoggiland
    13. April 2018

    @ A. Hertel:

    Siehst Du, Du hast keine Ahnung. Zur Info: in der Wissenschaft bezeichnet man mit dem Begriff “Anekdote” eine Einzelfallschilderung. Und die hat nun einmal keinerlei Aussagekraft.

  55. #59 Alfons Hertel
    13. April 2018

    Ich habe ja bereits geschrieben dass ich kein Wissenschaftler bin, aber auch kein Dappschädel, aber auch als einfacher Mensch ist es für mich befremdlich, dass mir hier vorgeworfen wird, dass ich “einen auf dicke Hose” mache, wenn mich diese Art des journalistischen Umgangstones mehr als irritiert und befremdet.

  56. #60 Alfons Hertel
    13. April 2018

    Und ich bin es auch nicht gewohnt von einem Arzt, mit dem ich nicht wenigstens ein Bitburger getrunken habe, gedutzt zu werden und der sofort einem Patienten schreibt, dass er keine Ahnung habe. Das mag ja sein, das ich Ihre Fachbegriffe nicht verstehe, wie vermutlich die meisten der Patienten, aber sich so erhaben zu präsentieren, und ihnen zu sagen, dass sie keine Ahnung haben, ist…. tja, jetzt fehlen mir die Worte, weil mir so etwas so fremd ist wie nur irgend was.
    Mein Arzt würde nie so mit mir reden, obwohl er weiß das ich nicht studiert habe.

  57. #61 RPGNo1
    13. April 2018

    @Alfons Hertel
    Du bist auf einem öffentlichen Blog, wo normale Menschen einen Artikel kommentieren und diskutieren. Das hat nix mit Journalismus zu tun. Wenn du dir eine gepflegte Ausdrucksweise wünschst, dann empfehle ich dir das Feuilleton der FAZ.

    Übrigens: Du warst derjenige, der andere Personen in deinem ersten Kommentar angegangen hat (“herablassend”, “beleidigend”, “diffamieren”) und dann ebenso ohne Nachzudenken (und wahrscheinlich ohne den Artikel gelesen zu haben) dasselbe pro-Methadon-Mimimi verbreitet, wie ein halbes Dutzend Personen vor dir.

  58. #62 Alfons Hertel
    13. April 2018

    Nr1, ich habe mir noch einmal angeschaut, mit welchen Worten sie Menschen mit einer anderen Ansicht angehen, und ja, ich habe das als Beleidigung empfunden, deshalb habe ich es geschrieben.
    Wenn das der Umgangston von “normalen” Menschen sein soll, habe ich eine gänzlich andere Ansicht von Normalität.
    Das ist ein Blog eines Herrn Anhäuser, der, soweit ich weiß, als Medizinjournalist tätig ist. und in der Sendung des DLF als auch in seiner einleitenden Beschreibung, die ich als erstes gelesen habe, benutzt er eine gänzlich andere, nicht diffamierende, wohl aber kritische Ausdrucksweise als Sie hier in diesem Blog sich leisten.

  59. #63 Laie
    13. April 2018

    @gedankenknick, #34
    Es gibt keine Grantie, dass die Realität (diesmal der der Patienten) zu jedem Zeitpunkt ordentlich und ortnungsgemäss durch Statistiken erfasst wird.
    Die mir bekannten Fälle sind Einzelberichte, da ich sie kenne bzw. kannte (dort wo jemand verstarb).
    Diese Fälle schliessen ja nicht grundsätzlich andere Fälle aus, in denen zuviel an Schmerzmittel gegeben wurde.

    Nicht erfasste Fälle, Umstände und Statistiken können nicht ausgewertet werden…

    Ob Deutschland zuviele oder zu wenig Apotheken hat kann ich nicht bewerten, mir wird zuviel esoterischer Mist dort angeboten, das ist sicher zuviel.
    Das sage ich, als Einzelfall, ohne mit einer Statistik das untermauern zu können.

    Über die Nebenwirkungen starker Schmerzmittel ist die Bildung einer Abhängigkeit bekannt.
    Das hindert manche Ärzte, dort wo es angebracht ist, ordentlich Mittel einzusetzen – dort wo aufgrund der verbleibenden Lebenszeit die Frage nach einer möglichen Abhängigkeit sowies keine Rolle mehr spielt.

    Unabhängig davon ist es genauso in Ordnung wenn Schmerzpatienten weniger Mittel nehmen, damit die Wahrscheinlichkeit einer Abhängigkeit reduziert wird.
    Sehen Sie, es geht auch darum nicht alles von oben zu regeln, sondern die persönliche Situation des Patienten sowie seine eigene Entscheidung gelten zu lassen.

    @Lara
    Bitte ärgern Sie sich nicht all zu sehr über noch’n flo. Was er schreibt langweilt mich meistens. Widerspruch verträgt er gar nicht, da wird er sehr unruhig und man erkennt das an seinem verbalen Niveau. Er braucht Aufmerksamkeit und Bestätigung, dann geht es ihm gut.

  60. #64 noch'n Flo
    Schoggiland
    14. April 2018

    @ Laie:

    Astreine Projektion.

  61. #65 Laie
    14. April 2018

    Von einigen Usern wurde Kritik an der Pharmaindustrie geäussert. Dazu passend scheint mir die jüngste Marktstudie von Goldman-Sachs in der der Pharma-Industrie empfohlen wird Patienten nicht zu heilen.

    Man vertritt dort die Auffassung, dass es mit der Gentechnik möglich werde, Patienten mit nur einer Behandlung zu heilen, dies aber den Gewinn reduziert, weil ja nicht über einen längeren Zeitraum am Kranken verdient werden kann.

    Aus der unten verlinken Quelle steht

    Und so ist die Antwort ihres Berichts vom 10. April mit dem Titel “Die Genom-Revolution” auf die Frage, wie lohnenswert es ist, Menschen zu heilen, eben nicht natürlich. Sondern: Nein.

    Weiters steht:

    Eine Gen-Behandlung gegen Hepatitis C namens GILD habe dazu geführt, “dass die Verfügbarkeit von behandelbaren Patienten immer geringer wurde” – gerade auch, weil mehr gesunde Menschen dafür sorgen würden, dass sich weniger Menschen mit Hepatitis C anstecken würden.

    Quelle:
    https://www.huffingtonpost.de/entry/goldman-sachs-bank-investment-gesundheit-studie_de_5acf9309e4b0edca2cb79917

  62. #66 gedankenknick
    14. April 2018

    @Laie #63 Über die Nebenwirkungen starker Schmerzmittel ist die Bildung einer Abhängigkeit bekannt.
    Hmm… das ist alles? Schon mal Berichte von starken Verstopfungen, Schwindelanfällen, langwährender Übelkeit mit Erbrechen, Müdigkeit, Apatie gehört? Dies ist nur eine kleine Auswahl der durchaus bekannten und mehr oder weniger häufig auftretenden Nebenwirkungen opioidartig wirkender Schmerzmittel. Gerade NW wie schwerste Verstopfungen und/oder ständiger Übelkeit mit Erbrechen bewegen Patienten dazu, selbsttätig die Dosis zu reduzieren. Aber – ich wiederhole mich – was weiß ich schon…

  63. #67 gedankenknick
    14. April 2018

    @Laie:
    Und um zum Ursprungsthema zurückzufinden: Gerade Methadon als SCHMERZmittel ist für seine enge therapeutische Breite bekannt und berüchtigt. Das besagt, dass die Dosisdifferenz zwischen “wirkt hinreichend gegen Schmerzen” und “Atemvermindrung führt zum Tod” im Verhältnis sehr klein ist, so dass schon kleine Dosierungsfehler zu sehr unangenehmen Nebenwirkungen führen können. Und genau DAS habe ich meinen Methadon-Schmerzpatienten auch jedes Mal eingebleut, bis es ihnen zu den Ohren heraus kam, damit denen das Problem bewußt war und eben NICHT fehldosiert wurde… Aber das fällt vielleicht auch unter Esotherik, für eine Rezeptur, für deren Ausführung ich ca. 30min brauche, und für die ich zusätzlich nochmals jeweils 15-30min berate, ingesamt 20€ inclusive Materialkosten bekomme. Das könnte man nämlich unter “homöopathische Bezahlung durch die Kranken Kassen” laufen lassen…

  64. #68 noch'n Flo
    Schoggiland
    14. April 2018

    @ Laie:

    Naja, wer schon die HuffPost zitieren muss…

  65. #69 borstel
    14. April 2018

    Morjen,

    @ Laie/Gedankenknick: In den letzten Jahren wurde seitens verschiedener Fachgesellschaften eine Unter-/Fehlversorgung mit Opiaten in Deutschland beklagt. Einher ging dies mit der Forderung nach einer Aufwertung der Schmerztherapeuten. Insofern ist es gut möglich, daß ihr in diesem Punkt beide recht habt: Einerseits eine unkritische Verschreibung von Opiaten, z.B: bei Nichttumorschnerzen, andererseits gerade bei Tumorpatienten ein zu zögerliches Vorgehen. Lehrbuchmeinung ist aber auch, daß Opiate in der Schmerztherapie die am besten verträglichen Medikamente sind, da sie einerseits kalkulierbare und gut bekannte Wirkungen und Nebenwirkungen haben und andererseits keine dauerhaften Schäden im Langzeitverbrauch zeigen, Relevant ist hierbei, sich für die Dosisfindung Zeit zu nehmen, Retardpräparate zu verwenden (um nicht ein High und seelische Abhängigkeit durch eine rasche Anflutung zu verursachen) und bei Wegfall der Schmerzursache eine langsame Dosisverringerung (“Ausschleichen”) bis zum Absetzen durchzuführen, damit es nicht zum körperlichen Entzug kommt. Und natürlich sollte ein Opiat normalerweise nicht das Einstiegsmedikament zur Schmerzbehandlung sein.
    Aus meiner Erfahrung mit der Verordnung bei Patienten (Achtung: keine Studie…) von Morphin, Oxycodon, Hydromorphon, Fentanyl und Buprenorphin kann ich sagen, daß fast alle Patienten eine gute Verträglichkeit haben und auch das Absetzen kein relevantes Problem darstellt, wenn die Schmerzursache verschwunden ist. Vor Opiaten habe ich den nötigen Respekt, aber keine Angst, sie anzuwenden. Es sind normale Medikamente.

    Aber: Wie hier schon mehrfach ausgeführt, stellt Methadon einen speziellen Fall dar. Es ist aufgrund seiner speziellen Verstoffwechselung deutlich komplizierter handzuhaben. Ich persönlich habe es noch nicht angewandt, aber ich weiß, daß Kollegen, die es regelmäßig benutzen, hier viel mehr Vorsicht walten lassen, als bei anderen Opiaten. Und daß kein Opiat einfach so ohne gute Datengrundlage off label verordnet werden sollte, halte ich für selbstverständlich. Und es ist daher aus meiner Sicht auch nicht hilfreich, darauf zu verweisen, daß die Dosen, die von Hilscher und Friesen empfohlen werden, deutlich niedriger sind, als bei der Schmerzeinstellung oder der Opioidsubstitution.

    • #70 anderer Michael
      22. April 2018

      Moin moin Borstel
      Halten wir mal fest. Mit dir als Person spricht jemand, der durchaus Ahnung hat.
      Das meine ich positiv und ernst, keine Ironie oder versteckte Anmache.
      Weiter so :-)

  66. #71 borstel
    14. April 2018

    Und noch mal ich @ Laie:

    Gerade eben hast Du Dich mit Deinem HuffPost-Link komplett disqualifiziert – nicht weil Du die HuffPost als Quelle in Betracht gezogen hast, sondern weil die HuffPost völligen Blödsinn verbeitet hat: Die Mädels und Jungens haben einen (ziemlich unaufgeregten) Beitrag von CNBC (https://www.cnbc.com/2018/04/11/goldman-asks-is-curing-patients-a-sustainable-business-model.html) aufgegriffen. Goldman Sachs hat Gilead Pharma mit Verweis auf die fallenden Margen bei der Therapie von Hepatitis C empfohlen, andere Geschäftsfelder aufzumachen. Und Goldman Sachs weist zu Recht darauf hin, daß “one shot cures” in der Gentherapie bei Krankheiten mit niedriger Indizienz (Neuerkrankungsrate) finanziell unattraktiv sein können (angesichts der hohen Entwicklungskosten in diesem Bereich logisch nachvollziehbar). Danach kommen Empfehlungen, welche Geschäftsfelder in Zukunft profitabel sein könnten.
    Das heißt aber nicht daß Gilead die Produktion seiner Virustatika einstellen soll oder daß hier jemand aufgefordert worden ist, aktiv innovative Ansätze zu blockieren. Über die ethischen Implikationen kann getrost gestritten werden. Aber neu ist das Problem nicht: Schon mal überlegt, weshalb es für diverse infektiöse und häufig auftretende Tropenerkrankungen keine oder nur inadäquate Medikamente gibt? Richtig, weil die Märkte angesichts der hohen Entwicklungskosten wenig Profit abwerfen werden. So weit, so ärgerlich. Trotzdem, solange wir private Pharmaunternehmen in einem marktwirtschaftlichen System zulassen, ist es legitim, wenn sie sich profitable Geschäftsfelder suchen.

    Und jetzt kommt der Knaller: Die HuffPost behauptet, daß “eine Gen-Behandlung gegen Hepatitis C namens GILD” existiere! WHAT THE FUCK!!! Hepatitis C ist noch immer eine Infektionserkrankung, kein Gendefekt! Und Gilead hat noch nie eine Gentherapie dafür angeboten, das würde ja auch gar keinen Sinn haben!! Und zu guter Letzt: GILD ist nicht das Akronym für ein Therapieverfahren, sondern die ABKÜRZUNG FÜR DAS UNTERNEHMEN GILEAD AN DER NASDAQ!!!
    Die HuffPost-Redaktion hat nicht nur einfach abgeschrieben von CNBC, nein, sie hat auch noch den Artikel manipulativ mit Fehlinformationen aufgefüllt. Von den tendenziösen Wertungen mal ganz zu schweigen.

    Und Du, Laie, hast das nicht mitbekommen, aber uns dafür mit diesem Scheiß erster Güte beglückt. Für das nächste Mal: Folge den in Artikel vorhandenen Links, suche, falls möglich, nach einer Originalquelle, und falls Du sie nicht verstehst, ziehe Wikipedia, den Brockhaus oder auch gerne Experten (und damit meine ich richtige Experten) zu Rate. Und komme mal raus aus Deinem ideologischen Sumpf. Erspart Dir eine grandiose Blamage.

  67. #72 noch'n Flo
    Schoggiland
    14. April 2018

    @ borstel:

    Touché!

    • #73 tomtoo
      14. April 2018

      Borstel hat Laie geistig überfordert.
      Abwarten.

  68. #74 Laie
    14. April 2018

    @borstel, #70
    Als ich den Satz über ein Heilmittel gegen Hepatitis C las kam mir vor, dass das entweder nicht stimmen kann, oder umgekehrt ein Skandal wäre. Daher bin ich froh, dass sie in diesem Zusammenhang Klarheit reinbringen konnten. Ich bin kein Mediziner, um das richtig zu bewerten.

    • #75 tomtoo
      14. April 2018

      Aber erst mal den doofen Mediziner anmachen ?
      Du solltest mal den Unterschied zwischen Inhalten und Wörtern bzgl. der Informationsübertragung lernen. My 2 cent.

  69. #76 Laie
    14. April 2018

    @gedankenknick, #67
    Danke für die Informationen bezüglich der Gefahren durch eine fehlerhafte Methadon-Dosierung. Dann hoffe ich sehr, dass es für Schmerzpatienten verhältnismässig sichere und bessere Substanzen gibt, wie von borstel in #69 beschrieben.

  70. #77 Laie
    14. April 2018

    @tomtoo, #74
    Bitte nach oben scrollen bis Beitrag #12 und nachlesen und prüfen, ob die Anmache von mir oder vom doofen Mediziner ausging.

    • #78 tomtoo
      14. April 2018

      Wieso ?
      @nnF hatte doch Recht. Du hast null Plan von dem Thema. Und jetzt ? Weil er direkt ist, mimimi ?
      Willste lieber in Rosenblätter gebettet sein ?

  71. #79 borstel
    14. April 2018

    Gemach, auch wenn ich ebenfalls gerne schimpfe und sehr schön fluchen kann, wäre es doch recht angebracht, die Gemüter wieder zu beruhigen.

    @ Laie: Wenn es Dir komisch vorgekommen ist, dann hättest Du doch einfach mal hier nachfragen können, ob das, was da stand, auch stimmen kann.

    Weil Du selbst auf Deine älteren Postings verweist (und das bringt uns wieder an das eigentliche Thema des Beitrags von Marcus Anhäuser): Es gibt gute Gründe, warum in Deutschland der Patient seinem Arzt nicht so einfach eine Generalvollmacht geben kann, zu tun, was immer er therapeutisch für richtig hält:
    Zunächst kann ein unerprobtes Verfahren an sich schon einmal massive Risiken bei fraglichem Nutzen haben (s. der Fall Brüggen-Bracht).
    Dann wird deutlich in die Autonomie des Patienten eingegriffen mit der Gefahr, daß ihm im Rahmen einer solchen Vollmacht auch Therapien aufgedrängt werden, die er gar nicht will.
    Und es besteht die Gefahr, daß der Patient in blindem Vertrauen gegenüber seinem Arzt sich gar nicht richtig darüber informiert, was der Arzt eigentlich vorhat – also das Gegenteil eines mündigen Patienten.
    Dann kann es außerdem sein, daß tatsächlich ein Arzt irgendwelche Eperimente mit seinem Patienten veranstaltet, ohne das Patientenwohl im Auge zu behalten.
    Dann haben wir das Problem, dass eine Behandlung außerhalb eines Protokolls keinen wissenschaftlichen Fortschritt bringt (worum es sich u.a. beim Thema Methadon dreht) – wir wissen ohne sauberes Studiendesign und Vergleichsgruppe einfach nicht, ob ein experimentelles Verfahren einen Nutzen hat (von seltenen Ausnahmen abgesehen).

    Es gibt also in ethischer, wissenschaftlicher und juristischer Hinsicht gute Gründe, daß wir in Deutschland deutliche Beschränkungen im Arzneimittelrecht, BGB und StGB haben. Daß wir trotzdem in ein Dilemma geraten können, wenn verzweifelte Patienten um einen Behandlungsversuch bitten, und wir ihn ablehnen müssen, weil die Studienlage mehr als unbefriedigend ist, bestreite ich ja gar nicht. Wenn ich den Patienten empfehle, derlei nicht zu tun, und eine Methadonverordnung ablehne, dann fühlt es sich gelegentlich nur wie die zweitbeste Lösung des Falles an, aber eine beste Lösung gibt es nicht.

    Medizinischer Fortschritt ist mitunter quälend langsam, Menschen sterben, weil er nicht schnell genug kommt. Und wenn Studien aus Desinteresse der Geldgeber nicht erfolgen, ist das besonders bitter (wobei ich dabei bleibe, daß ich in der Causa Friesen weiter mehr als skeptisch bin). Aber es bleibt uns in dieser Hinsicht nicht viel übrig.

    Eine persönliche Anmerkung: Selbst in der Pilotstudie von Vajoczy mußten Patienten die Therapie mit niedrig dosiertem Methadon aufgrund von Nebenwirkungen abbrechen. Ich werde schwerkranken Menschen nicht damit Lebensqualität und -zeit rauben.

  72. #80 Jürgen Walther
    Dresden
    16. April 2018

    Lara
    13. April 2018

    # 39

    Herr Anhäuser, woher wissen Sie, dass Frau Friesen aktiv die Medien aufgesucht hat? So große Medien kann man nicht aufsuchen. Die großen Medien kommen auf die Personen zu. Das wissen Sie doch auch. Selbst den Deutschlandfunk kann man nicht aufsuchen, oder haben Sie ihn aufgesucht, damit diese Sendung zu Methadon vorn Frau Keller gemacht wird und haben da andere Erfahrungen?

    Nein, man kann wirklich nicht die Sender direkt anschreiben, um seine Forschungsergebnisse verbreiten zu lassen. Dazu bedarf es einesTüröffners, in Form von Lobbyisten oder vertrauter Journalisten die, aus welchen Gründen auch immer, dann die unausgegorene Forschung verbreiten. Eine verantwortungsvolle Wissenschaftlerin oder Medizinerin hätte sich sehr wohl zurückgehalten, bevor sie mit ihren Ergebnissen an die Öffentlichkeit geht. Frau F. scheint nicht zu dieser Sorte zu gehören. Was mich sehr wundert, dass die Redaktion von Plusminus offenbar wenig recherchiert hat. Ungewöhnlich, bei einer sonst als seriös bekannten Sendung. Danke, Marcus, dass wenigstens du auf die Mängel hingewiesen hast.

  73. #81 usschuler
    Dresden
    19. April 2018

    Man sollte immer wieder klarmachen, dass diese ganze Industrieboykott-Theorie in sich unlogisch ist.
    Friesens Thesen sind ja kurz zusammengefasst: (a) Es ist ein Wirkverstärker von Chemotherapie (die die Pharmaindustrie verkauft). (b) Es ist keine Wunderdroge, die allen Heilung bringt.
    Daraus würde folgen (wenn es richtig wäre): eine unklare Anzahl von Menschen wird länger leben, aber da nicht geheilt: wohl in vielen Fällen auch länger Chemotherapie bekommen. Es würde also keinen rationalen Grund geben warum die Industrie etwas gegen Methadon haben sollte, wäre die Wirkung so, wie sie behauptet wird, man würde mehr Chemotherapie verkaufen.
    Es gibt nur einen Grund, warum die Industrie keine Studie macht: Sie ist dafür nicht zuständig.
    Das machen in solchen Fällen unabhängige Förderer wie Krebshilfe etc..
    Der Vorwurf ist ähnlich logisch wie der, dass sich Pluminus zu wenig für den Wiederaufstieg von Dynamo Dresden in die Bundesliga einsetzt: Auch nicht zuständig.
    Eine gute Verschwörungstheorie wäre wenigstens in sich logisch. Diese ist es nicht.

  74. #82 Phospho
    22. Mai 2018

    Qualifikation:
    Medizinstudent im fortgeschrittenen Semester
    Arbeit in der onkologischen Forschung seit über 2 Jahren in einem Labor eines der großen Krebsspitzenzentren. Ein Jahr Arbeit in Vollzeit dank eines gut ausgestattetes Forschungsstipendiums. Publikation wahrscheinlich ///

    Was mich in dieser ganzen Diskussion bezüglich Methadon so wundert ist nicht nur das Ausmaß des Gegenwindes von ärztlicher Seite, sondern auch welche Mittel teilweise genutzt werden. Frau Friesen hat vor Gericht gewonnen, weil sie von einem Kritiker (Arzt) bei einem Vortrag mit eindeutigen Unwahrheiten diffamiert wurde – ohne dass sie anwesend war und sich hätte wehren können. Fallbeispiele in der Ärztezeitung, wo Patienten horrende Mengen Methadon erhalten haben sollen + anschließend eine inadäquate Intensivtherapie, weshalb Prof. Miltner, Leiter der Rechtsmedizin in Ulm, Anzeige gegen Unbekannt erstattet hat. Offenbar wäre dieser Fall, sollte er so stimmen, ein ärztlicher Kunstfehler.
    Und schließlich noch die Experimente von Prof. Wick. Die Ergebnisse des Posters gingen direkt als Pressemitteilung raus. Experimente konnten nicht reproduziert werden. Die LMU hat es mit derselben Zelllinie jedoch geschafft und andere unabhängige Arbeitsgruppen auch.
    Und zuletzt: Die mehr als eindeutige Positionierung und Ablehnung sämtlicher Verbände. Dabei ist nur eine Sache klar: niemand kann sagen, ob es wirkt.
    Nebenwirkungen werden ausgiebig betont (die so ziemlich jedem anderen Opiat gleichen, abgesehen von den kardialen). Methadon wird bereits jetzt zur Schmerztherapie eingesetzt, es ist auf der WHO Liste der unentbehrlichen Medikamente. Die Zahl der Todesfälle durch Methadon in den USA ist nicht nur vergleichsweise gering (aktuell knapp über 3300), sondern ist trotz Krise rückläufig – im Gegensatz zu den anderen Opioid-Analgetika. Wieso wird Oxygesic nicht so kritisch betrachtet? Ein Arzt sollte es schaffen, seine Patienten mit Methadon zu behandeln ohne seine Patienten umzubringen. Es wird schon jetzt bei Opioid-Rotationen und bestimmten Schmerzformen genutzt.
    Aber auch als Beispiel hier: Flo sagt, dass man nicht wisse, was für Mengen man bräuchte, um bei einem Patienten Wirkung zu erzielen. Dass es da keine Anhaltspunkte gäbe. Wieso gibt man sich keine Mühe? Tatsache ist, von Methadon sind Pharmakodynamik, Pharmakokinetik, Gewebepenetration und Verlauf der Plasmaspiegel bekannt. An dieser mit normaler Therapie erreichbaren Konzentrationen hat man sich in den Laborexperimenten orientiert – mit deutlichen Effekte. Dennoch wird hier fest behauptet, man benötige für die antitumoralen Effekte große Mengen.
    Ich sage nicht, dass Methadon das Allheilmittel sein muss. Oder ob es überhaupt etwas bringt. Und ohne Frage war diese Berichtersattung völlig daneben. Aber ernsthaft, die EMA hat Avastin weiter für Brustkrebs zugelassen, die Verbände empfehlen es und das obwohl eine Cochrane Analyse schon 2013 gezeigt hat, dass es weder aufs Gesamtüberleben noch auf die Lebensqualität Einfluss hat – und damit bringt auch die PFS Verlängerung nichts. Niemand sagt da etwas.
    Wieso gehen hier die Verbände so extrem auf die Barrikaden? Falsche Hoffnung kann es nicht mehr geben als bei Avastin und MammaCa. Sicherheit? Methadon ist von der WHO als sicher eingestuft – als zusätzliche Sicherheit könnte man Anforderungen an die erforderliche Fitness der Probanden stellen.
    Im Endeffekt ist es doch so: Niemand hat Ahnung, weil Zahlen fehlen. Aber jeder hat eine klare, stark polarisierte Meinung. Warum nimmt die Ärzteschaft so entschieden Abstand davon? Wieso freut man sich nicht, dass es einen Kandidaten gibt, der – wenn er Effekte zeigen sollte – schnell beim Patienten eingesetzt werden kann? Und wenn er wirklich nachweislich keinen Nutzen hat, dann ist das Kapitel erledigt. Ich finde es gibt zu wenig Evidenz um es so entschieden abzulehnen. Lasse mich aber gerne überzeugen.

  75. #83 noch'n Flo
    Schoggiland
    28. Mai 2018

    @ Phospho:

    Methadon wird bereits jetzt zur Schmerztherapie eingesetzt, es ist auf der WHO Liste der unentbehrlichen Medikamente.

    Es ist aber, aufgrund der geringen therapeutischen Breite, nicht das Mittel der 1. oder 2. Wahl.

    Die Zahl der Todesfälle durch Methadon in den USA ist nicht nur vergleichsweise gering (aktuell knapp über 3300), sondern ist trotz Krise rückläufig

    In absoluten Zahlen ja – weil es vergleichsweise selten eingesetzt wird.

    – im Gegensatz zu den anderen Opioid-Analgetika.

    Die aber auch sehr oft verschrieben werden. Und viel unkritischer als Methadon.

    Wieso wird Oxygesic nicht so kritisch betrachtet?

    Wie kommst Du darauf, das wäre nicht der Fall?

    Ein Arzt sollte es schaffen, seine Patienten mit Methadon zu behandeln ohne seine Patienten umzubringen.

    Es ist aber sehr viel schwieriger, weil wesentlich mehr Stolpersteine lauern.

    Warum nimmt die Ärzteschaft so entschieden Abstand davon? Wieso freut man sich nicht, dass es einen Kandidaten gibt, der – wenn er Effekte zeigen sollte – schnell beim Patienten eingesetzt werden kann?

    Weil hier viel zu früh von einem “Wundermittel” gesprochen und geschrieben wurde, so dass gleich die ersten Verschwörungstheorien ins Kraut schossen. Wie Du schon geschrieben hast: wir brauchen mehr Daten. Erst dann können wir eine Entscheidung treffen. Durch ihren verfrühten Gang an die Öffentlichkeit hat Frau Dr. Friesen aber vor allem zweierlei geschafft: 1. Hoffnung bei sog. “hoffnungslosen Fällen” zu wecken, die von deren behandelnden Ärzten nicht bedient werden kann und 2. Misstrauen gegenüber dem Medizinsystem zu säen. Beides ist wahrlich nicht gut für die Durchführung einer Therapie.

    Was “Avastin”™ angeht – das ist mal wieder ein klassischer Whataboutism.

  76. #84 borstel
    22. August 2018

    “Im Endeffekt ist es doch so: Niemand hat Ahnung, weil Zahlen fehlen. Aber jeder hat eine klare, stark polarisierte Meinung. Warum nimmt die Ärzteschaft so entschieden Abstand davon? Wieso freut man sich nicht, dass es einen Kandidaten gibt, der – wenn er Effekte zeigen sollte – schnell beim Patienten eingesetzt werden kann? Und wenn er wirklich nachweislich keinen Nutzen hat, dann ist das Kapitel erledigt. Ich finde es gibt zu wenig Evidenz um es so entschieden abzulehnen. Lasse mich aber gerne überzeugen.”

    Die Ärzteschaft nimmt Abstand davon, Methadon unkritisch einzusetzen, und ich glaube, daß nur sehr wenige Ärzte M. aus ideologischen Gründen ablehnen. Zum Rest hat ja noch’n Flo schon einiges gesagt, und ich bitte um Verzeihung, daß ich hier erst 3 Monate später poste.
    Zum geglückten LMU-Experiment: Quelle bitte.
    Zu Herrn Prof. Miltner: Der Mann hat sich nach meinem Geschmack lächerlich gemacht, als er diese Anzeige gestellt hat, oder er brauchte die mediale Aufmerksamkeit, die er sonst nicht bekommt. Es war sehr peinlich: Laut PM (die leider nicht mehr auf der völlig überarbeiteten Website seines Instituts abzurufen war) hat er erst die Autoren des Ärzteblattes angefragt, ob sie ihm Patientendaten zu den Intoxikationsfällen geben würden (sic!!) – die ärztliche Schweigepflicht spielte da keine Rolle mehr! Und dann hat er Anzeige erstattet, und wir haben nie mehr gehört, was die StA herausgefunden hat…

  77. #85 noch'n Flo
    Schoggiland
    9. November 2018

    Gerade wird in der ARD bei “Brisant” wieder einmal völlig unkritisch Werbung für Methadon in der Krebstherapie gemacht.

  78. #86 Marcus Anhäuser
    12. November 2018

    So verkehrt finde ich den Beitrag nicht, es geht ja vor allem um die Petition und den Bundestagsausschuss. Ich dachte erst, der Darmkrebspatient müsste als Beispiel für eine Krebstherapie mit Methadon herhalten, aber es heißt ja, dass er es “nur” gegen die Schmerzen bekommt.