Update 22.4.: Der Text meiner kurzen Ansprache und weitere Infos habe ich jetzt nochmal separat online gestellt:

#ScienceMarch: Wissenschaft mit Klauen und Zähnen verteidigen

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Hier wird dann der Text der kurzen Rede stehen – wenn ich sie denn fertig habe – die ich am Samstag freundlicherweise auf dem ScienceMarch in Dresden halten darf …

Im Kern wird’s bei der kurzen Ansprache um Dinge gehen, die ich hier, hier und hier schon thematisiert habe: Ich finde, das sich WissenschaftlerInnen mehr einmischen sollten, wenn andere sich auf Wissenschaft berufen, dabei aber Stuss verzapfen.

Bis dahin könnt ihr ja schon mal bei Florian vorbeischauen, der sich so seine Gedanken gemacht hat.

Wir sehen uns dann vielleicht am Samstag …

Infos zum Marsch in Dresden gibt es hier:

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Kommentare (16)

  1. #1 Bernhard
    19. April 2017

    Warum denn nur die Forscherinnen? Sind die etwas schwerer zu erreichen als die Männer? Was für ein Blödsinn.

    • #2 Marcus Anhäuser
      19. April 2017

      Komm, streng dich ein bisschen an. Das kannst Du besser.

  2. #3 Michael Mannheimer
    19. April 2017

    So einen inhaltsleeren Stuss kann nur eine linke “WissenschaftlerIn” verzapfen. Und ihre Schreibweise entlarvt sie zudem als Genderistin.

    Damit ist sie keine Wissenschafterin mehr… denn nichts ist unwissenschaftlicher als die Gender-Ideologien, nach der die Geschlechtszugehörigkeit angeblich frei gewählt werden kann.

  3. #4 CM
    19. April 2017

    @M.Mannheimer: Wie kommen Sie jetzt auf diesen Zusammenhang? Ernsthaft jetzt: Einjeder, der ein Binnen-I verwendet verfährt ideologiegetrieben? Und ehrlich (müssen Sie ja nicht hier beantworten, aber vielleicht mal zu Hause im Bett vor dem Einschlafen, wenn Sie sich abgeregt haben): Wer von “Genderistin” und “Gender-Ideologien”-Ideologien schreibt, wo es um etwas ganz Anderes geht, diffamiert der nicht gerade die Wissenschaft, für die demonstriert werden soll – und zwar ungeachtet dessen, was man an Details einwenden könnte, weil man alles über einen Kamm schert mit Begriffen die eben diffamieren sollen?

  4. #5 CM
    19. April 2017

    PS Für mich als Mann und Naturwissenschaftler ist das Binnen-I hier eine erweiterte Einladung und Zeichen von Höflichkeit.
    PPS Genderwissenschaft mag Unsinn sein oder nicht: Ich habe weit mehr Genderwissenschaftsbashing gelesen (von Leuten, die keine Belege bieten) als über Genderforschung. Seltsam … ;-)

  5. #6 RPGNo1
    19. April 2017

    @CM
    Da hat wohl ein Hardcore-Männerrechtler seinen Such-Bot nach Binnen-Is Ausschau halten lassen. Eine wirklich “sinnreiche” Beschäftigung.

  6. #7 Ingo
    19. April 2017

    Bestimmt keine leichte Aufgabe eine Rede zu diesen Thema schreiben.
    Hier muessen Dinge angesprochen werden die eigentlich so selbstverstaendlich sein sollten, wie das Verbot des Kanibalismus in der Kantiene.
    Es gibt (gab) Dinge die so selbstverstaendlich erschienen, dass sie nie ausgesprochen werden mussten.

    Jetzt ploetzlich wird aber alles in Frage gestellt.
    “Den sogenannten Experten” wird misstraut, und stattdessen auf ein difuses Bauchgefuehl gesetzt. Ein Bauchgefuehl dass seit der Steinzeit unveraendert geblieben ist und ganz gerne mal “alles Fremde” verteufelt.
    Der Fortschritt wird nicht mehr als erstrebenswert wahrgenommen, sondern stattdessen ein merkwuerdiges “Altes Weltbild” hervorgekramt.
    Ein merkwuerdiges “Frueher war alles Besser”,- wobei dieses “Frueher” soviel mit der Wirklichkeit zu tun hat wie ein Mittelaltermarkt mit der Wirklichkeit des 11 Jahrhunderts.
    Abschottung anstatt Zusammenarbeit ist wieder In Mode gekommen.
    Starke Persoenlichkeiten anstatt demokratische Diskussionskultur.
    “Hurra-Gefolge” anstatt kreatives Gestalten.

    Fakten werden ignoriert oder geleugnet wenn es nicht in dieses neue Weltbild passt.
    Gesundheit wird in Magie anstatt der ärztlichen Wissenschaft gesucht.
    Klimaerwaermung wird zur Erfindung des boesen Feindes umgedeutet.

    Jetzt fragen wir uns wie wir dagegen anreden koennen?
    Wir muessen uns wieder fragen wie wir begeistern koennen, anstatt als “merkwuerdige unantastbare Elite-Expoerten” darzustehen.
    Wir muessen begeistern, solange bis aus orientierungssuchenen Menschen wieder interessierte Zukunfstgestalter werden.
    Wir muessen so lange begeistern, bis aus arbeitslosen Juegentlichen neugierige Studenten werden.
    Wir muessen so lange begeistern bis die Zukunft wieder hell erscheint, und die Vergangenheit vergangen ist.

    Heute fangen wir an.
    Willkommen im “march for science”

  7. #8 Matthias
    20. April 2017

    Zum Binnen-I

    Sehr geehrter Herr Annhäuser!
    Sie müssen sich nicht wundern, wenn Sie hier heftigen Gegenwind bekommen.
    Ein Binnen-I ist eine Zumutung. Es stört den Lesefluss und außerdem bekommt man statt Inhalt die politische Einstellung des Autors (generisches Maskulinum!) serviert. Ich will aber keine Politik, sondern Wissenschaft oder einfach nur informative Neuigkeiten aus Naturwissenschaft und Technik. Solche Blogs wie diese hier sind praktisch der letzte Rest dessen, was vom bunten und informativen Internet der Zehner Jahre noch übrig ist. Seiten wie SPON, Zeit, Süddeutsche und ander sind längst nicht mehr lesbar und nicht zuletzt auch deswegen schaue ich hier täglich vorbei. Und Sie beschädigen das nun auch noch.

    Die Annahme, dass ein Binnen-I irgend etwas positives bewirkt, ist geradezu albern. Es zeigt mir vor allem, dass dem Autor eine vermeintlich politische Botschaft wichtiger ist als ein gut und flüssig lesbarer Text für die ihm unbekannten Leser.
    Texte mit Binnen-I lese ich nur bis zum ersten solchen und dann ist Schluss. Das betrifft auch andere Blogs hier, was ich wirklich bedauere, aber ich will mich nicht jedes Mal ärgern. Dazu kommen Autoren, die so viele Fehler in ihren Texten haben, dass es richtig nervt – Herr Freistätter z. B. Der kommt praktisch ohne Kommata aus, was sehr vom vom Inhalt ablenkt, weil ich manche Sätze mehrmals lesen muss. Aber das mache ich auch nicht mehr und bleibe lieber ganz weg. Frau Wurche schreibt da erheblich besser, weil anschaulich und praktisch fehlerfrei.
    Wer als Schreiber nicht so viel Höflichkeit aufbringt, sich um den Leser und die Lesbarkeit seiner Ergüsse zu kümmern, der möge bleiben, wo der Pfeffer wächst.
    Wer die äußere Form missachtet, beschädigt den Inhalt. So ist das, egal wie man es findet.

    Zum Binnen-I. Die Annahme, dass die irgend etwas sinnvolles bewirkte, ist grotesk. Es erzeugt bei mir nur sofortigen Zorn gegen den Autor und verändert in der Tat mein Verhalten, aber ganz anders, als vermutlich beabsichtigt. Ich gebe innerlich richtig Kontra. Vor allem, weil in diesem Land seit Jahren Jungen und Männer gezielt benachteiligt werden. Auch, weil Männer in den Medien, einschließlich im ÖR, praktisch durchgehend als Deppen dargestellt werden. In meinem Alltag sieht es aber so aus, dass ich kluge und fähige Leute beiderlei Geschlechts kenne (wenige) und viele Vollpfosten, wiederum beiderlei Geschlechts.
    Und dann gibt es noch die Frauen, die die Gleichberechtigung nutzen, wo sie können (legitim), aber bei jeder Gelegenheit, wo sie sich einen Vorteil versprechen, auf Weibchen umschalten und hoffen, hofiert zu werden und eine Extrawurst gebraten zu bekommen. Auch das schlägt sich inzwischen in meinem Verhalten nieder, aber wiederum nicht so, wie sich die Absenderinnen sich vermutlich wünschen.

    Das ist mein Hintergrund. Und dann soll ich verstümmelte Texte mit Binnen-I lesen? Nein danke.

    Matthias

  8. […] Redebeiträge von GWUP-Mitgliedern gibt es in Berlin, Frankfurt und Bonn. In Hamburg spricht unter anderem Alexander Waschkau von Hoaxilla, in Dresden  Marcus Anhäuser vom Science-Blog Plazeboalarm. […]

  9. #10 Joseph Kuhn
    21. April 2017

    @ MatthIas:

    Ja ja, das BInnen-I. Schön Ist es nIcht. Aber noch wenIger schön Ist, wenn eInem sonst nIchts mehr auffällt, was nIcht so schön Ist.

  10. #11 tomtoo
    22. April 2017

    @Matt

    Fremdsprachen müssen ja heftig für dich sein. Wenn dich schon ein Binnen I an die Grenze deiner Leistungsfähigkeit führt.

  11. #12 Sim
    Dresden
    22. April 2017

    Ich hoffe mal, dass ich heute dabei sein kann :)

    for science!

  12. #13 Ursula
    22. April 2017

    @ tomtoo
    *ggg*
    Wollt mir gerade etwas Kurzes, Knackiges zu Matts Beitrag einfallen lassen. Kann ich mir jetzt sparen. Danke!

  13. #14 Sim
    Dresden
    22. April 2017

    Jap war ne ganz gemütliche Veranstalltung. Gute Rede @ Marcus Anhäuser

    Das mit den r und K-Strategien ist mir auch schonmal vor ein paar Jahren im Spiegel-Forum über den Weg gelaufen. So einen Pseudowissenschaftlichen Unsinn kann man natürlich nicht stehen lassen.

  14. #15 Marcus Anhäuser
    22. April 2017

    Danke Sim. Wetter hat ja auch gepasst. Hab den Text der Rede hier online gestellt: http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/sciencemarch-wissenschaft-mit-klauen-und-zaehnen-verteidigen/

  15. #16 Earonn
    2. Mai 2017

    #8 Matthias
    Oh mann, Du ärmster! Schnell, sag uns wer der böse Mensch ist, der dich mit Gewalt zwingt, hier Texte zu lesen, noch dazu solche mit Sachen, die Du doch nicht willst (was, wie wir alle wissen, das Maß aller Dinge ist!). Wir helfen doch gern!

    #11 tomtoo
    BURN! :)