Picks: Fotos, Dokus und viele wilde Tiere

Was gab es spannendes im letzten Monat? Abgesehen von unglaublichen Ergebnissen aus der Physik, eigentlich gar nicht so viel. Trotzdem habe ich ein paar unterhaltsame und interessante Links zusammengetragen. Viel Spaß!
(Wie immer, einige Links davon sind ausschließlich auf Englisch und gesondert gekennzeichnet (ENG), um unnötiges Klicken und möglicherweise eine große Enttäuschung zu ersparen.)


Die Sieger der British Wildlife Photography Awards stehen fest. Meine Favoriten sind ja der äußerst lebendige Baum, der gähnende Fuchs, aber vor Allem der walisische See. (Hm, das waren schon fast alle.) Fotograf Alex Wild ist allerdings unzufrieden mit der Wahl zum besten Foto in der Kategorie “Verstecktes Großbritannien”: Er findet die Spinne im Netz wesentlich gelungener. Seht ihr das auch so?

Eine Motte mit einem unfassbaren Gemälde auf den Flügeln: Zwei Fliegen, mit von den Flügeln reflektierendem Licht, fressen Vogelkot. Adaption oder Pareidolie?

Die Rettungsaktion eines kleinen Löwenjunges durch eine Löwenmama – festgehalten in einer Reihe toller Fotos.

Ein Fisch, der Werkzeuge benutzt? Tatsächlich, wie man in diesem Video sehen kann:

Bei dem Fisch handelt es sich um einen Lippfisch. Etwas mehr Details finden sich in dieser kleinen Publikation (ENG).

Obduktionen der größten Tiere dieses Planeten. Wer einmal einen Elefant, eine Giraffe, ein Krokodil oder sogar einen Wal von innen sehen will, der kann dies in diesen großartigen Dokumentation vom BBC Channel 4 tun: Inside Nature’s Giants. Einige Folgen finden sich für uns Deutsche glücklicherweise auf Youtube (ENG).
Spiegel Online hatte derweil einst eine Fotostrecke dazu. Wann kommt diese Serie endlich nach Deutschland? Oder hat sie schon jemand gefunden?

Die Physik eines fallenden Slinkys (ENG). Was ist ein Slinky? Ein Spielzeug aus Philadelphia. Gibt’s auch als Hund …

Ein lehrreiches Video über das Fotografieren von Sternen (ENG). Nicht ganz einfach, erfordert eine teure Fotoausrüstung, aber die Ergebnisse sind einfach beeindruckend.

Und zu guter Letzt, eine Erfindung aus einem anderen Universum: Das sogenannte “Infinite Purpose Access Device.” Es gibt nichts, was man damit nicht machen kann – außer Zeichnungen mit korrekten RGB-Werten anfertigen.

So, das reicht erst mal. Ich hoffe da war für jeden etwas dabei …

Kommentare

  1. #1 Sascha
    September 30, 2011

    “Inside Nature’s Giants” heißt auf deutsch “Autopsie XXL” und kommt auf N24 hin und wieder. Z.B. heute, 22:15 die Giraffe.

  2. #2 MartinB
    September 30, 2011

    Und die Giraffenfolge hat Richard Dawkins und den Laryngealnerv (oder wie das ding heißt), und so’n Giraffenherz hat eine Wandstärke, die einen vom Sockel haut. Lohnt sich auf jeden Fall.

  3. #3 Nils
    September 30, 2011

    @Sascha:
    Oh, klasse. Danke für den Hinweis. Ich hatte schon den Eindruck ich hatte was verpasst. Glücklicherweise habe ich die Folgen ja auf Youtube entdeckt. Die Giraffenfolge war meine erste und hat mich dermaßen vom Hocker gehauen, dass ich mich gleich an die anderen Folgen gemacht habe. Wirklich großartige Idee für eine Sendung …

  4. #4 Christian Berger
    September 30, 2011

    Da ist ein kleiner Fehler, es gibt kein “BBC Channel 4″. Es gibt nur “BBC four” und “Channel 4″, das sind getrennte Institutionen. Hier sprechen wir anscheinend von “Channel 4″ einem werbefinanzierten Sender.

  5. #5 Nils
    September 30, 2011

    @Christian:
    Au, danke. Ich hatte angenommen, alles was aus Großbritannien kommt ist vom BBC. ;-) Ich hab’s verbessert.

  6. #6 Christian Berger
    Oktober 1, 2011

    Vielleicht noch mal ein wenig Korinthenkackerei, aber (fast) alles was in Großbritannien im Fernsehen läuft, ist dank Satellit auch innerhalb von wenigen Sekunden in Deutschland empfangbar. Somit kommen diese Serien quasi sofort nach Deutschland. Die nötige Spiegelgröße hängt davon ab, wie nahe man am Zentrum des Strahlungskegels des Satelliten ist. In Nürnberg braucht man ca. 80 cm, in Berlin fast 200 cm. Ich schätze mal, dass das in Bielefeld, sofern die Angaben zur Position in der Wikipedia stimmen, schon 60cm reichen.

  7. #7 knackbock
    Oktober 5, 2011

    Das Foto der Skorpionsfliege ist gegenüber dem der Spinne tatsächlich ein Witz… ähnliche Fotos habe ich beim Grillen zwischendurch gemacht, kein Vergleich mit dem Aufwand (physisch & psychisch) der hinter dem Bild der Spinne steckt. Allerdings sieht es in der Tat etwas sehr künstlich aus.

  8. #8 Nils
    Oktober 5, 2011

    @knackbock:
    Ich hatte, ehrlich gesagt, den gleichen Eindruck, aber mittlerweile sehe ich das nicht mehr ganz so. Die Spinne wirkt echt zu verzerrt und künstlerisch. Ich finde das Skorpionsfliegenfoto ist dagegen einfach gelungen, wenn auch nichts besonderes. Die dezenten grünen “Muster” im Hintergrund passen da gut hin und legen zusätzlich den Schwerpunkt auf die Skorpionsfliege. ABER: Ist da nicht ein schrecklicher Blaustich in dem Bild? Ich finde an den schwarzen Bereichen auf dem Körper kann man das gut erkennen. Das wäre für mich klar ein Grund, das Foto nicht zu wählen …

  9. #9 knackbock
    Oktober 5, 2011

    @Nils: Genau, das Fliegenfoto ist ein gutes – aber nichts besonderes. Das Spinnenfoto ist aber eben etwas besonderes. Jemand hatte eine gute Idee und hat diese umgesetzt, statt sich einfach in seinen Garten zu setzen… und allein schön wie lange man suchen muss um ein geeignetes Netz samt Spinne zu finden…

    p.s.: Einen Blaustich sehe ich da nicht (die Reflektionen des Himmels/Tageslichts wirst Du ja nicht meinen?)

  10. #10 Nils
    Oktober 5, 2011

    Bei dem Spinnenfoto stört mich nach längerem Hinschauen der runde Horizont am Meisten. Ich kann verstehen warum die Spinne nicht gewonnen hat, aber kreativer als die Skorpionsfliege ist es allemal.
    Ja, der Blaustich … vielleicht hast du Recht und es ist nur die Reflektion des Himmels. Der Blauanteil im Abdomen ist auf jeden Fall doppelt so groß wie die anderen Farben und irgendwie störte mich das. Aber wahrscheinlich sehen Skorpionsfliegen einfach so aus und ich bin einfach zu pingelig … ;-)