Morgen fliege ich nach Saudi-Arabien. Ich bin zu einem Symposium an die King Abdullah University for Science and Technology (KAUST) eingeladen und gebe dort einen Vortrag über meine aktuelle Forschung. Ein Freund von mir, UIi Stingl, ist dort Professor für Meereswissenschaften.
Die Vuvuzelas kommen in der öffentlichen Berichterstattung nicht gut weg. Sie stören die Spieler auf dem Rasen und die Zuschauer zu Hause vor penetrant summenden Fernsehgeräten. So ist eben eine WM.
Wir jammern nicht. Auch wenn es die FAZ anders sieht. Wir haben auch nicht alle Angst, auch wenn in der ZEIT ein junger Prof mit Burn-Out die Folgen seiner Krankheit schildert. Akademiker der Generation 30 haben aber andere Lebensumstände als die Generation vor uns, und wir sind nicht zufrieden. Was sind die veränderten Anforderungen an…
Kaum ist der Bundespräsident zurückgetreten, machen sich die Medien hyänengleich über den Nachlass her. Wilde Spekulationen über mögliche Nachfolger schießen ins Kraut, obwohl die Bundesversammlung den Nachfolger erst am 30. Juni wählt – terminlich günstig in einer Spielpause zwischen Achtel- und Viertelfinale der Fussball-WM.
Im SZ-Magazin wird ein neues Wundermittel angepriesen. Allen wird geholfen dank der Selbstheilungskräfte des Körpers: Unfallopfer, Diabetiker, Verbrennungsopfer, Tumorpatienten, Nervenkranken und Menschen mit Infarkt oder Schlaganfall. Es fehlen nur noch ein paar ganz und gar nebensächliche klinische Studien zur Revolution der modernen Medizin.
Roland Koch fordert Kürzungen bei den Ausgaben für die Bildung auf Bundesebene und er stellt das Ziel in Frage bis 2015 10% des BIP für das sogenannte Bildungsbudget aufzuwenden. Koch will doch nur provozieren, es gibt viel kreativere Ansätze das Bildungsbudget anzupassen, ganz ohne sparen zu müssen.
Wie gewinnt man eine öffentliche Debatte zu kontroversen wissenschaftlichen Themen? Indem man auf seinem Standpunkt beharrt und auf Argumente der Kontrahenten nicht eingeht. Was in zahllosen Kommentaren zu Artikeln auf Nachrichtenseiten und in Blogs vorgeführt wird, wurde jetzt durch probabilistische Modelle untersucht und präzisiert und soll helfen Diskussionsstrategien zu verbessern.



