Bildquelle: smarte Mobilität auf der CeBIT 2016

Die CeBIT ist im vollen Gange und ein zentrales Thema ist das Internet der Dinge. Noch ist es etwas zu früh, um eine Zusammenfassung zu präsentieren, aber ein Blick in das Programm und auf ein paar Links ist dennoch lohnenswert.

Surft man durch die Liste der Aussteller und Vorträge finden sich auch einige Kandidaten, die anscheinend auf den Zug mit aufspringen wollen. Ein recht offensichtliches Beispiel sind irgendwelche Haushaltsgeräte, die zu bestimmten Uhrzeiten Funktionen auslösen oder per Smartphone auf dem Heimweg geschaltet werden können. Das ist kein IoT, sondern einfach nur eine aufwendigere Fernsteuerung oder Wecker.
Das Internet der Dinge beginnt bei Geräten, die auf unser Verhalten reagieren und es nachvollziehen, um sich in Zukunft darauf einzustellen. Es geht eben nicht darum, Dinge mit dem Smartphone zu steuern, sondern darum, dass Dinge bzw. Systeme sich miteinander austauschen, um selbständig Entscheidungen zu treffen (das Schlagwort ist “Systems of Systems”, ich werde das nächste Mal genauer darauf eingehen).

Bildquelle: Big-Data und Cloud auf der CeBIT 2016

In meinem letzten Beitrag habe ich bereits beschrieben, wie wichtig das Sammeln von Daten für diese Technologie ist, so ist es nicht verwunderlich folgende Zeile in einer Rede zu hören: “Daten sind die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts“. Natürlich stellt sich bei “Big Data” sofort die Frage nach der Datensicherheit. Wirtschaft und Politik nehmen das Thema sehr ernst, wir werden sehen, ob während der Messe neue Strategien präsentiert werden. Vor knapp einer Woche hat sich die Kanzlerin bereits zu dem Thema geäußert.
Ein Begriff ist mir bei den bisherigen Diskussionen im Gedächtnis geblieben: IT-Forensik

Ein weiterer Aspekt des IoT besteht darin, die virtuelle und reale Welt immer weiter zu verschmelzen, und das funktioniert in beide Richtungen: durch immer bessere Sensoren, “spüren” Rechner z.B. das Wetter, und andersherum werden durch Augmented Reality (AR) unsere eigene Umgebung immer virtueller.
Die meisten werden bei AR an die Google-Brille denken, die Inhalte und Displays in das Sichtfeld des Trägers eingeblendet hat, aber AR geht noch ein ganzes Stück weiter. Hier ist die Wirtschaft jedoch noch nicht ganz soweit, vielleicht weil noch die richtige Hardware fehlt. Es  präsentieren sich hauptsächlich Institute und halten Vorträge. Ich bin aber davon überzeugt, dass AR die Zukunft sein wird – auch wenn es aktuell eher bei Kinderspielzeug und Logistik eine Erwähnung findet.
Ein nettes Beispiel, wie es sich etwas überspitzt entwickeln könnte zeigt Magic Leap in der ersten halben Minute dieses Videos (der Rest ist zugegeben dann etwas doll):

 

Viel Spaß allen, die die Chance haben, die CeBIT zu besuchen,
und denkt an eure Daten! :-)

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