Dank günstiger Wetterbedingungen und eines günstigen Orbits der ISS konnten die Astronauten dieses beeindruckende Foto vom Ausbruch des Sarychev auf den Kuril-Inseln (russisch, liegt nordwestlich von Japan, daher wohl nicht so einfach):

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Das Bild (klicken für die große Version) zeigt eine Explosion, die eine Wolke aus Asche und Dampf gerade nach oben geschossen hat. Das zeigt, dass kaum WInd geherrscht haben kann, sonst würde die Säule nicht so schön gerade nach oben stehen bleiben. Oben kann man erkennen, dass die Wolkendecke kreisförmig weggedrückt wurde, dafür hat sich aber oben auf der Säule weißer Dampf gebildet, vermutlich kondensiertes Wasser aus Luft, die durch die Explosion schlagartig nach oben mitgezogen wurde.
An der Seite des Vulkans sieht man eine weitere, eher graue Wolke, das ist ein pyroklastischer Strom, der den Hang hinunterrast. Ein solcher Strom besteht aus einer sehr heißenGas-Asche-Mischung, die sich wie eine Flüssigkeit verhält.

(Bildquelle: NASA Earth Observatory)

Kommentare (10)

  1. #1 Marc
    06/24/2009

    Ja, wirklich beeindruckend. Ich war gestern Nacht schon dabei, das Photo für unser SciencePicture aufzubereiten. Aber vielleicht stelle ich es dort dennoch ein.

    Was mich ein wenig verwundert: der Ausbruch war am 12. Juni. Wieso hat man (außer winzigen Notizen auf int. Websites am 16.6.) davon nichts mitbekommen. Nur weil die Inseln zu Rußland gehören?

  2. #2 Jörg Friedrich
    06/24/2009

    Täuscht das oder hat sich die Wolkendecke um den Vulkan herum kreisrund aufgelöst? Wahrscheinlich sind die Wolken da verdampft?

  3. #3 JörgR
    06/24/2009

    Die Wolken sind wahrscheinlich nur die die aufsteigende Luft zur Seite gedrückt worden, daher auch das runde Loch.
    Und der Vulkan ist schon weit ab vom Schuss und spuckt keine Lava – dann hört man da nichts weiter drüber, genau wie bei dem in Alaska
    http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2009/03/vulkanausbruch-in-alaska.php

  4. #4 Quh
    06/24/2009

    [quote]Die Wolken sind wahrscheinlich nur die die aufsteigende Luft zur Seite gedrückt worden, daher auch das runde Loch.[/quote]

    Das ist eher unwahrscheinlich. Die Aschesäule saugt Luft an und zieht sie mit nach oben. Wenn zuviel Material eruptiert wird (und die Luft nicht mehr ausreicht) brechen solche Säulen in sich zusammen und erzeugen pyroklastische Ströme. (eine von vielen Möglichkeiten Pyroklastische Ströme zu erzeugen!)

    Ich könnte mir eher vorstellen die Wolken sind durch die Druckwelle vorher schon weggedrückt worden!

    P.S. wie zitiert man hier??? ist meiner erster Kommentar in diesem genialen Blog 😉

  5. #5 Alex
    06/24/2009

    Laut Nasa wurden die Wolken entweder von der Stoßwelle des Ausbruchs beiseite gedrückt oder von der Luft, die an den Seiten der Rauchsäule nach unten strömt und sich dabei erwärmt, aufgelöst.

  6. #6 rolak
    06/24/2009

    @Quh: mit <blockquote>…</blockquote>

  7. #7 JörgR
    06/24/2009

    Druckwellen, genau, das wollte ich eigentlich sagen. Hab ich nichtm ich weiß 😛

  8. #8 Michael Hauss
    06/26/2009

    Einfach unglaublich !

  9. Das ist wirklich beeindruckend. Das würde aber auch bedeuten das man mit druckwellen das Wetter beeinflussen könnte. Ich erzeuge eine Druckwelle (wie auch immer) und die Gewitterwolke über meinem Haus ist weg 🙂