Ich nehme an dass Georg da noch näher drauf eingehen wird, aber mir steht schon den ganzen Tag der Mund offen. Da hatte ich gedacht, ich hätte alles an Niedertracht gesehen, das von den selbst ernannten Skeptikern der Erderwärmung kommt. Aber das jetzt…unglaublich…

Der Mailserver der Klimaforschungsabteilung der University of East Anglia ist gehackt und eine große Anzahl von Mails zwischen bekannten Klimaforschern gestohlen worden. Jetzt nässen sich buchstäblich Tausende ein vor Freude, lesen da alles raus was sie gerade wollen und verbreiten die gestohlenen, privaten Emails munter weiter, anscheinend nicht eine Sekunde nachdenkend ob man sowas macht. Bei Real Climate geht man phantastisch damit um, obwohl Hundertschaften an Kommentatoren ankommen und Erklärungen für Sachen verlangen, die in der Kommunikation anderer Leute stehen. Stellt euch das doch mal vor! Was für Leute sind das, die
1) Gestohlene Mails lesen die sie nichts angehen
2) Diese Mails weiterverbreiten
3) Die Dreistigkeit haben dann noch Erklärungen für Zitate aus diesen Mails zu verlangen
4) Die Mails als Beweis der Nichtexistenz wissenschaftlicher Fakten zu halten

Punkt 4 kann man z.B. bei diesem Telegraph-Blogger erleben oder bei Watts Up With That?.

Ich bekomme mein Hirn nicht drum herum, wie Menschen zu sowas im Stande sind. Erklärts mir, bitte. Müssen Klimainstitute jetzt ihre Mülltonnen abschließen damit niemand drin rumschnüffelt?

Kommentare (189)

  1. #1 Saidiph ex omnes
    11/21/2009

    Diese Leute halten sich für Batman. Der hat auch nur “Gutes” im Sinn und verprügelt deshalb Leute. Wenn der Zweck die Mittel heiligt muss man sich halt fragen, ob der Zweck selbst geheiligt ist.

  2. #2 rolak
    11/21/2009

    citation mining 2.0?

    Nur eine kleine Bemerkung: das war kein hack, sondern ein crack. Genausowenig wie Rififi {nur} eine logistische oder ingeneurstechnische Leistung, sondern schlicht ein Einbruch war [bzw sein sollte]. (=»ref)

  3. #3 mounty76
    11/21/2009

    okay, so ein einbruch ist scheiße.

    aber alles was bisher so an die öffentlichkeit geraten ist, ist es auch ziemlich scheiße, was in den mails stand. denk auch da mal drüber nach

  4. #4 Jörg
    11/21/2009

    Ich werde NICHT darüber nachdenken, weil ich keine gestohlenen Privatmails anderer Leute lesen werde!

  5. #5 David Harnasch
    11/21/2009

    Ob man “sowas” macht, ob es also moralisch in Ordnung ist, hängt von den Inhalten ab. Würden die werten Klimatologen nur privaten Tratsch austauschen, wäre es in der Tat höchst verwerflich. Wenn aber Missstände nur durch Indiskretionen aufzudecken sind, ist das völlig OK. In den USA findet dieser Umstand sogar juristische Berücksichtigung: http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower
    Leider wirst Du Dich zumindest in Punkt 1 schuldig machen müssen, um bei Punkt 4 mitreden zu können.

  6. #6 SK
    11/21/2009

    Als Nichtklimaforscher stehe ich relativ neutral zur menschengemachten Klimaerwärmung. Ich schicke das vorweg, weil ich keine Absichten hege, die globale Erwärmung zu beweisen oder zu widerlegen. Persönlich halte ich einen menschengemachten Anteil, in welchem Anteil auch immer, an der Klimaerwärmung für wahrscheinlich. Bei dem Thema scheint mir diese Erwähnung wichtig zu sein, da ich kein Klimaskeptiker bin, aber trotzdem aufgrund des Tenor des Beitrages, den ich nicht teile, befürchte, deswegen diskreditiert zu werden.

    1) Es handelt sich hier nicht um private E-Mails, sondern um E-Mails aus öffentlich finanzierten Accounts. Im Rahmen von Informationsfreiheitsgesetzen und des Arbeitsrechts sind diese einsehbar von anderen als den beteiligten Personen. Dies sind keine privaten E-Mails.
    2) Ob es sich überhaupt, wie von Ihnen behauptet, um einen Hack handelt, ist ungeklärt. Die Daten können auch von Mitarbeitern der Universität stammen.
    3) Sie haben Teile der E-Mails bestimmt auch gelesen, sonst hätten sie nicht entsprechende Links dazu eingefügt. Dies anderen dann auch vorzuwerfen, ist heuchlerisch.
    4) Private Informationen weiterzuverbreiten, nachdem sie einmal öffentlich sind, halte ich im Gegensatz zu Ihnen für angemessen, wie bspw. im Fall Enron, Watergate, Husseins angebliche ABC-Waffen, Siemens, Palin etc.
    5) Ich finde es äußerst merkwürdig, daß sie sich darum kümmern, wie Leute, deren E-Mails veröffentlicht werden, fühlen, sich über deren Inhalte überhaupt nicht äußern, obwohl diese viele Fragen aufwerfen.
    6) Auch wenn in der Klimaskeptikerecke neben anerkannten Wissenschaftlern auch Laien, Fanatiker und Verschwörungstheoretiker auftauchen (die vor allem durch dumme Kommentare auffallen), bedeutet das noch lange nicht, daß deren Argumente damit insgesamt anzulehnen sind. Ihr Beitrag erscheint mir als ein ad hominem Argument, welches die Informationshoheit erlagen soll, bevor das ganze durch die Massenmedien geht.
    7) In den E-Mails sind Sachverhalte enthalten, die diskussionswürdig sind.

    Ich will hier nichts über den Inhalt der Mails lesen oder diskutieren!!

    Anstatt Falsifizierbarkeit als hohes Gut anzuerkennen, wird Kollegen jeder Stein, den man irgendwo findet, in die Beine geworfen; hauptsache kein Fremder kann die eigenen Ergebnisse erschüttern.

    Wenn ich mir die ganzen Folgen betrachtet, verwundert mich ihr Blogeintrag. Da haben Wissenschaftler geschönt, manipuliert und integriert. Ihr Beitrag versucht die Leute in einem schlechtem Licht erscheinen zu lassen, die sich mit den Folgen beschäftigen. Über den Skandal der aufgedeckt wurde, verlieren sie aber kein Wort.

    Ihrem Blogeintag fehlt jegliche Grundlage, die man an Wissenschaftlichkeit richten könnte. Es ist schlimm genug, daß bekannte Forscher den Begriff der Wissenschaft diskreditieren. Hören sie auf, solchen falschen Götzen nachzueifern.

  7. #7 Jörg
    11/22/2009

    Es handelt sich hier nicht um private E-Mails, sondern um E-Mails aus öffentlich finanzierten Accounts. Im Rahmen von Informationsfreiheitsgesetzen und des Arbeitsrechts sind diese einsehbar von anderen als den beteiligten Personen. Dies sind keine privaten E-Mails.

    Was ein Schwachsinn. Selbstverständlich wird private Kommunikation nicht zugänglich. Und ja – arbeitsbezogene Mails über öffentliche Server sind selbstverständlich privat und gehen niemanden etwas an. Ernsthaft, was Leute wie Sie wegen ein paar mickrigen Cent die ihre Steuern beitragen für Sklaverhalter-Phantasien ausleben ist einfach nur noch widerlich.

    2) Ob es sich überhaupt, wie von Ihnen behauptet, um einen Hack handelt, ist ungeklärt. Die Daten können auch von Mitarbeitern der Universität stammen.

    Das stimmt. Das macht die Weiterverbreitung nicht weniger moralisch verwerflich.

    3) Sie haben Teile der E-Mails bestimmt auch gelesen, sonst hätten sie nicht entsprechende Links dazu eingefügt. Dies anderen dann auch vorzuwerfen, ist heuchlerisch.

    Sie behaupten einfach mal etwas. Ich habe keine der Mails gelesen, die erkennt man ja gut im Schriftfluss. Ich hab etwas der Diskussion über Stellen aus den Mails gelesen, aber keine Lust mich damit zu befassen weil es mich echt nichts angeht.

    4) Private Informationen weiterzuverbreiten, nachdem sie einmal öffentlich sind, halte ich im Gegensatz zu Ihnen für angemessen, wie bspw. im Fall Enron, Watergate, Husseins angebliche ABC-Waffen, Siemens, Palin etc.

    Sie haben eine seltsame Moralvorstellung, und die private Kommunikation von Wissenschaftlern mit Watergate etc. zu vergleichen….ohne Worte…

    6) Auch wenn in der Klimaskeptikerecke neben anerkannten Wissenschaftlern auch Laien, Fanatiker und Verschwörungstheoretiker auftauchen (die vor allem durch dumme Kommentare auffallen), bedeutet das noch lange nicht, daß deren Argumente damit insgesamt anzulehnen sind.

    Andersrum wird ein Schuh draus: Nur weil die Klimaskeptiker ununterbrochen mit Fäkalien werfen um Leute persönlich zu diskreditieren, ändert das nichts an der Wissenschaft.

    Ihr Beitrag erscheint mir als ein ad hominem Argument, welches die Informationshoheit erlagen soll, bevor das ganze durch die Massenmedien geht.

    In meinem Beitrag ist noch nicht mal ein Name gefallen, da kann das wohl kaum ad hominem sein.
    Es ist schön, dass Sie mein Blog als so bedeutend ansehen, dass ich Einfluss auf kommende Berichterstattung hätte.

    7) In den E-Mails sind Sachverhalte enthalten, die diskussionswürdig sind.

    Ich werde keine “Sachverhalte” aus privater Kommunikation diskutieren.

    Ihr Beitrag versucht die Leute in einem schlechtem Licht erscheinen zu lassen, die sich mit den Folgen beschäftigen.

    Mein Beitrag versucht die Leute als die Stinktiere hinzustellen, die sich hundertfach einen drauf runterholen.

    Über den Skandal der aufgedeckt wurde, verlieren sie aber kein Wort.

    Ich werde keine Informationen aus der privaten Kommunikation von Wissenschaftlern diskutieren.

    Ihrem Blogeintag fehlt jegliche Grundlage, die man an Wissenschaftlichkeit richten könnte.

    Ich pflege meine wissenschaftlichen Beiträge in Journals als Paper einzureichen. Dies ist ein Blog und ein Meinungsbeitrag.

    Hören sie auf, solchen falschen Götzen nachzueifern.

    Bruhahaha, ja ne is klar…

  8. #8 Jörg
    11/22/2009

    Übrigens:

    http://www.e-recht24.de/news/sonstige/359.html

    Weiß zwar nicht wie das mit englischen Mails in Deutschland aussähe, aber ich werde unabhängig davon hier nicht den Inhalt der Mails diskutieren oder lesen.

  9. #9 TheBug
    11/22/2009

    Datenverarbeitungsanlagen zu manipulieren, unter anderem zu dem Zweck sich Informationen zu verschaffen zu denen man kein Zugriffsrecht hat ist in Deutschland und den meisten anderen Ländern strafbar.

    Im Rahmen eines Strafprozesses oder auch in begründeten Fällen bei einem Zivilprozess kann durchaus Zugriff auf solche Daten genommen werden, aber nur mit entsprechendem richterlichen Beschluss und nicht zur allgemeinen Veröffentlichung.

    Jeder Anspruch auf Rechtmäßigkeit dieses Hacks ist also schon mal absurd.

    Was nun den Inhalt der Mails angeht bin ich mir sicher, dass dort vieles enthalten ist was diskussionswürdig ist, bzw. war und auch diskutiert wurde, zwischen Personen die den dazugehörigen Kontext kennen und mit der Materie vertraut sind. Da werden dann in der Kommunikation natürlich Vereinfachungen und flapsige Formulierungen verwendet.

    Auf den Vorwurf der Unrechtmäßigkeit der Aneignung der Inhalte kann man somit nur noch den Vorwurf oben drauf packen, dass man sich einer Urteilsbildung enthalten sollte wenn man das Thema nicht wirklich versteht.

  10. #10 H.M.Voynich
    11/22/2009

    Wenn ich nun so eine Mail mit brisanten Inhalt lesen würde: wie könnte ich denn dann feststellen, ob diese überhaupt authentisch ist, und kein Fake?
    Wer in öffentliche Server einbrechen kann, kann auch Mails fälschen. Mal darüber nachgedacht?

  11. #11 TSK
    11/22/2009

    > Erklärts mir, bitte.

    Das Gedankenexperiment, das natürlich überhaupt nichts mit der Realität zu tun hat:

    Angenommen, wir haben eine Gruppe von Wissenschaftlern, die in einem Spezialgebiet arbeiten und als Fachleute gelten. Diese sind auch für die Peer-Reviews zuständig, denn man braucht ja Fachleute dafür. Die Crux ist: Das Fachgebiet ist so klein, dass nur wenige Leute überhaupt als Peer-Reviewer arbeiten.
    Nun bauen die Wissenschaftler richtig ordentlich Scheiße. Jemand weist darauf hin und anstatt den Fehler anzuerkennen, nutzen die Fachleute ihre Macht, um diese Mißstände gar nicht in die Peer-Review Literatur eingehen zu lassen (Irgendeiner von ihnen wird immer als Reviewer gebraucht).
    Der Bock ist also der Gärtner.

    Da Wissenschaftler und unter anderem so ziemlich alle Blogger hier denken, Peer-Review ist das Höchste aller Gefühle, ist es praktisch unmöglich, die Praktiken ans Tageslicht kommen zu lassen.

    Externe Kritik von Nichtwissenschaftlern ?
    “Sie sind nicht kompetent genug, um das zu beurteilen ! Halten sie Ihre Klappe, vertrauen sie den Wissenschaftlern und irgendwelche Inhalte auf Webseiten stellen kann jeder !”

    Externe Kritik von fachfremden Wissenschaftlern ?
    “Sie sind nicht auf dem Fachgebiet ausgebildet und können das nicht beurteilen ! Ich beurteile sie ja auch nicht auf ihrem Gebiet ! Außerdem können sie ja Kritik veröffentlichen, wenns Ihnen nicht paßt ! (Natürlich werde ich das zu verhindern wissen, denn ich bzw. einer meiner Kollegen kriegt das Paper).

    Interne Kritik ?
    “Sie wissen doch, dass wir ein Wörtchen über die Mittelvergabe mitzureden haben ?
    Und sie möchten doch in diesem Feld Karriere machen und nicht ihre Reputation/ihren Arbeitsplatz kaputtmachen ?”

    Damit ist das Bollwerk komplett und die ganzen nichtsahnenden Wissenschaftler und Blogger fressen quasi kritiklos jede Erklärung.

    Wenn Du mir *eine* Möglichkeit nennen konnst, diese Mißstände irgendwie auf normalem Wege aufzuzeigen, gehe ich völlig konform damit, dass diese Mails nicht gelesen und publiziert werden sollten.

    Wenn es jedoch keine Möglichkeit gibt….dann solltest Du tief über die Konsequenzen
    nachdenken.

    > kann man somit nur noch den Vorwurf oben drauf packen, dass man sich einer
    > Urteilsbildung enthalten sollte wenn man das Thema nicht wirklich versteht.

    Ich verstehe das Thema und weiß auch, dass man in Mails flapsig ist. Ich weiß auch, dass das Urteil über die Realität der Erderwärmung nicht durch die (In-)Kompetenz
    von Fachwissenschaftlern entschieden wird.
    Mein Urteil bleibt vernichtend.

  12. #12 MoritzT
    11/22/2009

    Der Jörg hat recht.

    Mails, die nicht an einen selbst gerichtet sind, werden nicht gelesen. Und man hat sich dafür auch nicht zu interessieren. Das ist alles echter, großer Mist.

    Und ad TSK: peer review hat Schwächen. Die größte Schwäche ist aber eher die, dass ein Paper bei einem Rezensenten hängen bleibt und dann schlimmstenfalls von ihm selbst eingereicht wird. Das kommt vor, und es ist nicht lustig. Leider gibts außer peer review im Moment kein sinnvolles und einigermaßen praktikables Verfahren, die eingereichten Artikel vor Veröffentlichung auf groben Unfug, falsche Statistiken und komische Argumentationslinien zu prüfen. Auch das funktioniert nur leidlich gut, aber immerhin.
    Dass die Rezensenten miteinander reden, liegt in der Natur der Sache, dass diese dann vielleicht auch abwegige Thesen untereinander diskutieren (ich kenne den Inhalt der Mails nicht), ist möglich. Diese Mails dann zu zitieren, den Inhalt aus dem Zusammenhang zu reißen, ist UNMÖGLICH DREIST.

  13. #13 TSK
    11/22/2009

    > Mails, die nicht an einen selbst gerichtet sind, werden nicht gelesen. Und man
    > hat sich dafür auch nicht zu interessieren. Das ist alles echter, großer Mist.

    Drastisches Beispiel:
    Angenommen, Du bist Funker und Soldat bei der (beliebige Nationalität) Armee. Während eines Übungsfluges über ein Zeltlager mit der (beliebige Nationalität) Flagge bekommst Du bei dem Test der Geräte folgendes mit:
    < Herr (Anrede Staatsführer), der Scheißer will nicht reden>
    <(im Hintergrund) Bitte aufhören... < (Stimme des Staatsführers): Foltert ihn weiter und bringt ihn dann um. <(im Hintergrund: entsetzliche Schreie) Willst Du mir allen Ernstes bei diesem Beispiel mit dem Argument kommen: "Sachen, die nicht für meine Ohren bestimmt sind, haben mich nicht zu interessieren ?" Ja ? Denk mal an die Halloween-Dokumente oder die Pentagon Papers. Was jetzt die Brisanz der fraglichen Mails angeht... Da ihr nicht lesen wollt: Ich lese seit mehreren Stunden und es ist eine Katastrophe. Eure Argumente (Niedertracht, Privatheit) werden niemanden einen feuchten Scheißdreck mehr interessieren, es ist verdammt ernst. Wenn jemand einen Vorschlag hat, wie man es hätte ohne Briefelesen aufdenken können: bitte, ich höre.

  14. #14 TSK
    11/22/2009

    Ich vergaß, dass man keine Klammern bei wörtlicher Rede benutzen darf.
    Der Funker bekam eine Folterung und Tötung mit.

  15. #15 H.M.Voynich
    11/22/2009

    @TSK:
    Ich wiederhole meine Frage: woher weißt Du, daß sie echt sind?

  16. #16 Webbaer
    11/22/2009

    Schlimm, schlimm. Illegal. Verurteilenswert.
    Für die öffentliche Debatte dagegen sicherlich die Fundgrube schlechthin.
    Man darf von einer lang anhaltenden öffentlichen Erörterung ausgehen.

    Allerdings dürfte es schwer fallen die Inhalte angemessen aufzuarbeiten, den Veröffentlichungen und “Aufdeckungen”, die in den nächsten Tagen zu erwarten sind, muss mit Misstrauen begegnet werden.

    MFG, WB

  17. #17 Webbaer
    11/22/2009

    @H.M. Voynich:
    Schau mal rein, ca. 60MB Daten, kaum oder nur mit hohem Aufwand so zu fäschen, dass die Fälschung nicht direkt offenbar wird.
    MFG, WB

  18. #18 antiangst
    11/22/2009

    Jeder weiß, dass allein der Staat und Steuerbehörden das Recht haben kriminellen Datendiebstahl anzuleiern und zu finanzieren, wie beim Diebstahl der Bankdaten in Lichtenstein. Ansonsten, was soll in den Mail schon an bemerkenswerten Erkenntnissen drin sein? Maximal haben die ein wenig cherry picking bei der Datenerfassung gemacht, an den Temperaturen selbst können die nicht drehen.

  19. #19 Andrea N.D.
    11/22/2009

    Seit Katharina Blum hatte ich etwas gegen Journalisten, also schon sehr lange. Da können sie Watergate noch so sehr aufplustern. Der Titel Climategate ist schon total daneben für diesen Wichtigtuer.
    Aber seine Beschreibung sprengt dann doch alles :”James Delingpole is a writer, journalist and broadcaster who is right about everything.” Hä? Gibt es Gott doch?
    Woher nehmen die Journalisten (Wissenschaftsjournalisten, Wirtschaftsjournalisten etc.) eigentlich diese unglaubliche Überheblichkeit? Woher nehmen sie sich das Recht, dass sämtliche ethische Konventionen für sie nicht gelten? Um dann herauszufinden, dass Wissenschaftler Menschen sind? Was für ein Aasgeier.
    Ein weiteres trauriges Beispiel für Journalismus – da benötige ich nicht einmal die Vermutung, dass die Amerikaner mit Klimaschutz sowieso nichts am Hut haben.

  20. #20 Andrea N.D.
    11/22/2009

    Die Amerikaner nehme ich zurück, war ja UK.

  21. #21 Thilo Kuessner
    11/22/2009

    Also, um einigen Kommentierern hier mal etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen: ich habe mir jetzt mal zwar nicht die gehackten Mails, aber den von Jörg verlinkten Artikel im Telegraph-Blog angesehen. Der Autor dort hat offensichtlich aus den Mails zitiert, die er besonders schlimm findet. Und da muß ich nach Lesen des Artikel sagen, daß alles doch ziemlich harmlos ist und sich nicht von e-Mail-Konversationen in anderen Fächern unterscheidet.
    Zum Hauptvorwurf, der Einflußnahme auf den peer-reviewing-Prozess: in der fraglichen Mail ging es nicht um Beeinflussung des peer-reviewing, sondern darum, daß 5 (von 10) Herausgebern des “Climate Research Journal” sich aus dem Herausgeber-Gremium zurückziehen wollten, weil ihrer Meinung nach diese Zeitschrift von Klimaskeptikern übernommen worden sei und sie mit manchen veröffentlichten Arbeiten nicht einverstanden seien. Dieser Rückzug von 5 Herausgebern fand 2003 statt und er ist natürlich auch seitdem öffentlich bekannt – man kann schließlich nicht heimlich als Herausgeber einer Zeitschrift zurücktreten. Ob man diesen Rücktritt als Beeinflussung des peer-reviews wertet mag Interpretationsfrage sein. Aber jedenfalls gibt es in den gehackten e-Mails dazu keine neuen Informationen. Der “Skandal” war seit 2003 öffentlich bekannt.

  22. #22 David Harnasch
    11/22/2009

    @Andrea
    Delingpole hat nicht nur “immer recht” – er hat auch Humor. Was man aber nur versteht, wenn man selbst über diese Begabung verfügt.

  23. #23 Jörg
    11/22/2009

    @TSK: Was für ein selbstgerechter Sermon, wie schön das Suhlen im Schlamm unter dem eigene Heiligenschein doch sein muss. Wer das mit Watergate vergleicht, muss echt einen an der Klatsche haben.

  24. #24 Jörg
    11/22/2009

    @David Harnasch: Wenn Sie nur pöbeln wollen, suchen Sie sich ein anderes Blog.

  25. #25 Andrea N.D.
    11/22/2009

    @David Harnasch:
    Dann wirst Du aus dem verlinkten Artikel bestimmt 2-3 Beispiele für seinen besonderen Humor bringen können? Ich bin gespannt.
    Im Journalismus ist die Begriffsbildung ziemlich inflationär geworden. Von super, hyper, gau über Jahrundert- sogar Jahrtausendereignisse jetzt zu -gate. Wie würde dieser Schmalspurjournalist denn dann ein echtes Ereignis bezeichnen? Was für eine arme sprachliche Welt, welch billige Eyecatcher.

  26. #26 David Harnasch
    11/22/2009

    @Andrea: Ich bringe gerne das einzige Beispiel: “James Delingpole is a writer, journalist and broadcaster who is right about everything.”

  27. #27 Andrea N.D.
    11/22/2009

    @David Harnasch:

    “James Delingpole is a writer, journalist and broadcaster who is right about everything. He is the author of numerous fantastically entertaining books including Welcome To Obamaland: I’ve Seen Your Future And It Doesn’t Work, How To Be Right, and the Coward series of WWII adventure novels. ”

    Ich kann die Selbstironie darin nicht finden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Humor
    Ansonsten läuft es wohl kaum unter der Rubrik “Humor”. Und wenn dieser eine Satz für Dich als Rechtfertigung bzw. als Freibrief gilt moralisch und ethisch verwerflich zu handeln, ist das auch eine seltsame Definition von Humor.

    “numerous fantastically entertaining books…” – mir ist bekannt, dass der britische Humor seltsam ist, aber das ist einfach nur trostlose Selbstbeweihräucherung, vor allem weil er ja nicht zu Monty Python gehört, sondern sich als seriöser Journalist und Autor etabliert wissen will. Ein journalistischer Aasgeier ohne ethische Grundsätze eben. Das Ziel sich bekannt zu machen wird über alles gestellt. Armselig. Das kann Paris Hilton besser.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Humor

  28. #28 David Harnasch
    11/22/2009

    Ich kann die Selbstironie in dem Satz auf den ersten Blick finden. Übrigens auch in den Buchtiteln. Dass das ein Freibrief für verwerfliches Handeln wäre, habe ich nachweislich nie behauptet. Im Gegenteil habe ich oben erklärt, wieso ich sein Handeln im konkreten Fall moralisch opportun finde. Nicht gelesen, gell?

  29. #29 TheBug
    11/22/2009

    Na die netten Buchtitel zeigen doch schon mal genau in welcher Ecke der Herr denken lässt: Amerikanische konservative Fundamentalisten. Mit der Sorte Leute ist es überflüssig zu diskutieren, da sie keine Standpunkte sondern Dogmen vertreten und keinerlei Kontakt zur Realität unterhalten.

    Lustig finde ich solche Leute nur wenn sie keinen Einfluss haben, da ihre Ansichten schlicht comicreif sind.

  30. #30 Webbaer
    11/22/2009

    Bzgl. der Korrespondenz muss man ganz ruhig Ergebnisse abwarten, schnell erhobene Vorwürfe sind zwar einerseits nutzbringend, da mit Stellungnahmen zu rechnen sind, aber vorläufig, also ohne tiefgehende Betrachtung, wird es erst einmal nur Vermutungen und Vorhalte geben.
    “Klimaskeptiker” überzeugen manchmal gar nicht.

    Insgesamt aber sehr spannend…

    @Andrea:

    mir ist bekannt, dass der britische Humor seltsam ist, aber das ist einfach nur trostlose Selbstbeweihräucherung…

    Der deutsche Humor ist herzhaft und kraftvoll.

  31. #31 Michael Geiger
    11/22/2009

    Was ist krimineller?

    Der Hacker od. die Klimaelite um das IPCC?

    Es sollte mal jeder Anhänger des AGW alle E-Mails od. viele von den “brissanten” lesen. Dann erst sollte man den Fehler begehen, ein gutes Haar an Mann, Rahmstorf, Schmidt, Briffe & Co zu lassen. Was ich lesen und sehe musste, ist kriminell. Defamierungen, Datenmanipulationen und IPCC “gerechte” Darstelungsmethoden” sind nur die Spitze des Eisberges. Keiner von uns ja je behauptet, es wurde nicht wärmer. Keine von uns sagt, der Mensch hätte Null Einfluß und es wäre besser, weniger CO2 zu emittieren. Nur sind wir der Ansicht, dass die neue Erwärmung nichts besonderes ist, die natürlichen Variationen sind viel höher als von der eingschworenen IPCC Gemeinschaft dargestellt und es wird wegen CO2 Emissionen keine dramatische Erwärmung ausgehen. Panikmache, Angsmache und Übertreibungen für die Geld und Machtansprüche einiger Interessensgruppen sind Methoden dieser “Klimahelden”.
    Zum Kotzen ist das alles, was ich lesen musste und wenn einer von euch die Scheuklappen ablegen würde, dann muss man eingestehen, dass es sich hier um ein abgekartetes Spiel handelt. Zensur, Manipulation und Deffamierung = Methoden des IPCC und seinen Klimafundamentalisten, Schande über euch, Kopenhagen ist tot!

  32. #32 Jörg
    11/22/2009

    @Geiger: Ok, machen wir einen Deal, Sie senden mir Ihre privaten Mails der letzten 13 Jahre damit ich einen Überblick drüber bekomme wie Ihre Aussagen zu bewerten sind und dann schauen wir weiter, ok?

  33. #33 Webbaer
    11/22/2009

    Sowas meine ich. 🙁
    Auf der anderen Seite weiss ich allerdings nicht, was von sowas hier zu halten ist:
    http://pdf.zeit.de/2009/14/DOS-Schellnhuber.pdf
    Der Mann ist “Merkel-Berater”. Welch eine Sprache für einen Wissenschaftler, gell?

    Insofern ist der geschätzte Inhaltsmeister gebeten kritische Meinungen nicht einfach abzukanzeln; anscheinend stehen auf beiden Seiten um die Sache Unbemühte.

    MFG, WB

  34. #34 ali
    11/22/2009

    Das Whistleblower Argument zieht hier nicht. Bezieht sich das Konzept doch auf jemanden, der von innen nach Aussen die Alarmglocken läutet

    Aber auch der Vergleich mit journalistischer Aufklärung mit ursprünglich illegalem Erwerb von Dokumenten ist deplaziert:

    Wären Belege für illegale/unlautere Machenschaften vorhanden könnten die betreffenden Mails einfach an die Behörden weitergeleitet (oder an eine Zeitung) weitergegeben werden (und meinetwegen wenn es das Ego braucht die relevanten Stellen zusätzlich selber veröffentlichen). Hier wurden aber alle Daten einfach ins Netz gestellt, nun wird Quotemining betrieben und Dinge völlig aus dem Kontext zitiert. Das ins Netz stellen aller Daten zeigt auch schön, dass die Urheber die Mails und Dokumente gar nie gesichtet haben, sondern einfach davon ausgingen, dass die ‘grosse Verschwörung’ darin zu finden sein muss. Sehr neutrale und ausgewogen! Das passt doch wunderschön ins bekannte Muster: Am Anfang steht die Meinung, dann werden die Belege in Funktion dieser ausgewählt. Evidenz-Rosinen-Picken.

    Warum? Weil nichts strafrechtlich relevantes oder unlauteres drin steht aber so die Klimaverschwörungstheoretiker wunderbar an ihrem Mythos weiterbasteln können, mit dem halbverstandenen und den logischen Fehlschlüssen, die sie zu ziehen so gewohnt sind. Hätte man wirklich etwas handfestes müsste man doch nicht

  35. #35 Geiger
    11/22/2009

    @Jörg:

    meine e-mails sind nicht von nationalem od. internationalem interesse und würden nicht mal sie interessieren. ich weiß zudem, dass alles was ich im web od. meiner festplatte hinterlasse, irgendwie reproduzierbar ist und bleibt. auch deshalb schreibe ich nicht alle gedanken nieder. menschen allerdings, welche sich verhalten wie ein al gore, m.mann, briffa und co. gehören aus meiner sicht der dinge hinter gitter. sie schaden der gesamten menschheit und jeder der physik studiert hatt, müsste eigentlich merken, was an der agw theorie alles falsch bzw. überzogen ist, außer man beschäftigt sich eben nicht damit und glaubt seinen helden alles, vor allem, dass es einen konses gab od. gibt. das ist propaganda a la goebbles und ich würde nochmals empfehlen, sich durch die mails und daten zu wühlen, denn es könnte sich auzahlen, schon heute nicht zu den loosern zu halten. sie sind alles andere als seriöse wissenschafter, sie sind gauner, keine und große ganoven, heute wissen wir es scharz auf weiß, vor wenigen tagen haben wir es nur behauptet!

  36. #36 Jörg
    11/22/2009

    @Geiger: Ich dulde keine Nazivergleiche. Sie sind in meinem Blog nicht mehr als Gast erwünscht. Weitere Beiträge von Ihnen werden ungelesen gelöscht.

  37. #37 David Harnasch
    11/22/2009

    @ali
    Du widersprichst Dir selbst: NUR, wenn der Volltext vorliegt, kann die interessierte Öffentlichkeit überprüfen, ob Zitate sinnentstellend aus dem Zusammenhang gerissen wurden und ob Quotemining betrieben wird. Würde man wie von Dir vorgeschlagen vorgehen, würde einem genau das zu recht sofort vorgeworfen werden.

  38. #38 Webbaer
    11/22/2009

    @ali:
    Bei einem weltumspannenden Projekt/Prozess, das in dieser Grössenordnung ungekannte Kosten verursacht, besteht ein ausserordentlich grosses öffentliches Interesse.
    Die ethische Bewertung zum Vorfall teilt der Webbaer, allerdings ist es nun einmal geschehen und die öffentliche Erörterung der Korrespondenz ist nun unvermeidbar.

    Nu ist zu spät den Deckel drauf zu machen.

    Und – seien wir mal ehrlich – schaden wird diese Debatte nicht. Es darf auf eine faire Gestaltung dieser gehofft werden. Womöglich wird herauskommen, dass im Grundsatz solid gearbeitet wird, dass aber der eine oder andere Mangel besteht.

    Bei anderen vergleichbaren Vorfällen würde sicherlich der eine oder andere bei diesem Topic zurzeit hier Empörte freudig, aber diskret, leicht aufgrunzen.

    Schaun mer mal.

    MFG, WB

    PS: Whistleblowing benötigt Handfestes, korrekt.

  39. #39 Jörg
    11/22/2009

    @David Harnasch, Webbär: Ich weiß nicht auf welchem Planeten ihr die meiste eurer Zeit verbringt, aber auf meinem wird überlicherweise Strafrechtliches unabhängig vom öffentlichen Interesse von Polizei, Staatsanwaltschaft und Richtern bewertet.

  40. #40 Khorne
    11/22/2009

    Zum Thema an sich:
    Die Tat sich eigenmächtig E-mails anderer unrechtmäßig zu Eigen zu machen, ist in jedem Fall verurteilenswert. Sicherlich ergeben sich moralische Zwiespälte, wenn man _zufällig_ an Informationen gelangt, die brisant sind und man sich nun entscheiden müsste, was man damit tu, da sie ja nicht für einen selbst bzw. die Öffentlichkeit bestimmt waren. Aber in diesem Fall ist das ja nicht gegeben, denn es ist ja augenscheinlich niemand aus Versehen in den Mail-Server gestolpert und am virtuellen Stiefel blieben einige megabyte Mails hängen, während sich der rechtschaffene Hacker schleunigst und unter großen entschuldigenden Gesten aus dem versehentlich betretenen Raum zurückzieht.
    In diesem Fall ist jemand mit der Intention Daten zu rauben hingegangen und hat eben dieses getan. Der Inhalt des Diebesgutes ist zur Beurteilung der Situation vollkommen irrelevant und hätte der Hacker damit die gesamte Menscheit gerettet, wäre es immer noch ein Unrecht das er begangen hat.
    Hinzu kommt noch, dass diese Daten der Öffentlichkeit auch noch unauthorisiert zugänglich gemacht wurden.
    Ich habe auf den verlinkten Seiten die zitierten Stellen gelesen, werde aber nicht auf den Inhalt eingehen, da dies ja nicht mein Blog ist und ich als guter Gast den Wünschen von Herrn Rings in soweit zu entsprechen wünsche, als das ich deren Inhalt hier auch nicht ansprechen möchte.
    Ich möchte allerdings einige Dinge zu Bedenken geben:
    Es mag sein, dass das Datenpaket authentisch ist, doch das bedeutet nicht, dass nicht hier und da ein paar Mails oder auch nur Textstellen hinzugefügt/entfernt/ bearbeitet wurden. Für einen “vernünftigen Skeptiker” ist dieses Datenpaket genauso gefährlich wie für die Vertreter des menschgemachten Klimawandels. Sollte herauskommen, dass an den Daten Manipulation betrieben wurde, dann würde dies die Skeptiker in einem sehr schlechten Licht erscheinen lassen.
    Aus meinem eigenen Leben weiß ich wie der elektronische Schriftverkehr in und zwischen Instituten mitunter aussehen kann. Und wenn ich mit jemandem in Korrespondenz stehe, der mir recht vertraut ist, drücke ich mich ganz anders aus und wähle aus den verschiedensten Gründen Formulierungen, die von Außenstehenden falsch verstanden werden können/müssen.
    Wenn man unter vier Augen ist, dann spricht man sicherlich auch über brisantere Dinge, das bedeutet allerdings nicht, dass sowas in die Tat umgesetzt wird, doch leider sind für viele Menschen schon Gedanken allein ein Verbrechen.

    Diese Daten sind jetzt da und man kann sie nicht einfach wieder verschwinden lassen. Deshalb sollte man jetzt die Frage stellen wie man mit ihnen verfahren sollte. Kann man sie einfach ignorieren? Sollte man direkt auf sie eingehen?
    In jedem Fall hoffe ich, dass man diejenigen zu fassen bekommt, die hinter dem Datenraub stehen und sie entsprechend verurteilt. Wenn man für ein paar “gestohlene” Lieder schon exorbitante Summen blechen muss, bin ich sehr gespannt was man für solche Daten bezahlen darf.

    LG,

    Khorne

  41. #41 Webbaer
    11/22/2009

    @jörg:
    Unterscheiden wir bitte zwischen der juristisch-moralischen Bewertung des Vorfalls und der sich nun zwangsläufig ergebenden öffentlichen Debatte, die nicht unter Verweis auf die (rein praktisch) Unrechtmässigkeit der erhobenen Daten unterdrückt werden kann.

    Oder sollte sie das werden? Sehen Sie Risiken für die eigene Person?
    Gerne würde dann natürlich seitens des Webbaeren an dieser Stelle entsprechende Rücksicht genommen werden. Man will ja zudem auch nicht stören.

    MFG, WB

    PS: Grüße an dieser Stelle an Hr.Harnasch für seine gute Arbeit bei verschiedenen Gelegenheiten!

  42. #42 TSK
    11/22/2009

    @Voynich:
    > Ich wiederhole meine Frage: woher weißt Du, daß sie echt sind?

    Sie sind inzwischen auf Wikileaks aufgetaucht, der Diebstahl ist auch offiziell bestätigt worden. Zur Info: Wikileaks überprüft auch die Authentizität der Dokumente, testet auf Viren etc.

    Die Mails selbst erklären zeitlich korrekt einige Dinge, die bisher unerklärt geblieben sind bzw. nehmen Bezug auf Dinge, von denen man weiß, dass sie existieren.

    @Jörg:
    Unter welchen Voraussetzungen würdest Du unethisches/illegales Verhalten aufdecken, wenn dies die einzige Möglichkeit ist ? Solange Du das nicht beantwortest,
    halte ich *Deine* ethische Haltung für genauso fragwürdig wie Du meine.

    @Thilo:
    > Also, um einigen Kommentierern hier mal etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen
    […]

    Ich bin gerne bereit zu erklären, warum die Mails so brisant sind. Der Reporter kann mit Sciencespeak nicht so viel anfangen, ich weiß aber, warum es geht. Da Jörg es
    hier nicht haben will, müßte ich es anderswo erklären, natürlich gerne mit
    anonymisierten Namen und codiert auf ROT13, damit moralisch höherstehende Menschen als ich nicht korrumpiert werden.

    >Ansonsten, was soll in den Mail schon an bemerkenswerten Erkenntnissen drin sein?

    Ist Dir nicht klar, was es bedeutet, wenn ein Hauptteil der Fachleute sich wissenschaftliches Fehlverhalten geleistet hat ? Die gesamte Klimaforschung kommt in Verruf und die ganzen Daten, die bisher gesammelt wurden, müssen mühsam neu
    aufgearbeitet und interpretiert werden. Die Klimaforschung wird um mehrere Jahre zurückgeworfen; diese Zeit fehlt dann für Klimaschutzmaßnahmen. Und diese werden dann natürlich von Ländern, denen diese unbequem sind, mit Hinweis auf die korrumpierte Forschung gerne heruntergespielt.

  43. #43 David Harnasch
    11/22/2009

    @Jörg
    Gewiss werden sich die Behörden auch den strafrechtlichen Aspekten annehmen. Und Journalisten werden sich um die Inhalte von öffentlichem Interesse kümmern. So soll es sein im Rechtsstaat.

  44. #44 Webbaer
    11/22/2009

    Nachtrag: Das “(rein praktisch)” um fünf Wörter nach links verschieben, sorry.

  45. #45 Jörg
    11/22/2009

    @Khorne: Tja ich denke wenn da etwas strafrechtlich relevantes drinstünde, was es ja anscheinend nicht tut, werden die Behörden sich dessen annehmen. Und die haben dann wohl auch Mittel und Wege, die Authentizität zu bewerten.

    @Webbaer: Leute die in der dritten Person von sich sprechen kann ich leider nicht ernst nehmen.

    @TSK

    Unter welchen Voraussetzungen würdest Du unethisches/illegales Verhalten aufdecken, wenn dies die einzige Möglichkeit ist ? Solange Du das nicht beantwortest,
    halte ich *Deine* ethische Haltung für genauso fragwürdig wie Du meine.

    Wenn offensichtlich Staatsanwaltschaft und Polizei nicht reagieren würden obwohl strafrechtlich relevantes vorliegt.

    Ist Dir nicht klar, was es bedeutet, wenn ein Hauptteil der Fachleute sich wissenschaftliches Fehlverhalten geleistet hat ? Die gesamte Klimaforschung kommt in Verruf und die ganzen Daten, die bisher gesammelt wurden, müssen mühsam neu
    aufgearbeitet und interpretiert werden. Die Klimaforschung wird um mehrere Jahre zurückgeworfen; diese Zeit fehlt dann für Klimaschutzmaßnahmen.

    Ja, träum weiter…so sehen echte Tagträume aus…

    Gewiss werden sich die Behörden auch den strafrechtlichen Aspekten annehmen. Und Journalisten werden sich um die Inhalte von öffentlichem Interesse kümmern. So soll es sein im Rechtsstaat.

    Echt, private Mails stehlen und sofort nach Lust und Laune ausweiden, bevor klar ist ob Polizei/Staatswanwaltschaft daran Interesse hat, so soll es sein? Klingt für mich nach maximaler Ungerechtigkeit…

  46. #47 Alex
    11/22/2009

    @ Jörg

    was sagen Sie zu diesem Kommentar?

    http://canadafreepress.com/index.php/article/17102

  47. #48 Webbaer
    11/22/2009

    @alex:
    Neben der Echtheit der Dokumente, die nun bestätigt scheint, wird die Prüfung auf Vollständigkeit, zumindest in den Diskurszweigen, wichtig sein.
    Die Informationsqualiät wird deutlich von der Bestätigung dieser abhängen, ansonsten dürfte die Bewertung schwerer fallen und Missverständnissen wäre Tür und Tor geöffnet.

    Zudem ist Fachwissen und Abstraktionsvermögen gefragt, selbstverständlich muss ein “trick” (vgl. den Hinweis eines Beitragenden) kein Trick im Sinne von Täuschung sein und Metaphorisches könnte schnell sehr missverständlich werden.
    Hier ist eigentlich nur bei längerfristiger Betrachtung etwas Werthaltiges zu entnehmen, Stichproben und Abklopfen, wie es zurzeit geschieht, reichen nicht aus.
    Davon darf sich der Mitleser hier gerne überzeugen.

    Spannend isses aber…

    MFG, WB

  48. #49 Jörg
    11/22/2009

    @ Jörg

    was sagen Sie zu diesem Kommentar?

    http://canadafreepress.com/index.php/article/17102

    Bwahahaha omg rofl…

  49. #50 Alex
    11/22/2009

    @ Jörg

    wenn Sie keine Fremdsprache beherrschen versuchen Sie es doch mal mit einem Translator. Damit Sie wenigstens einigermassen verstehen was ich Sie gefragt habe.