Homöopathie ist Voodoo. Ihre Prinzipien entbehren nicht nur offensichtlich jeder Grundlage, sondern auch eingehende wissenschaftliche Studien haben eindeutig gezeigt, dass Homöopathie nicht anders als ein Placebo wirkt. Das Belügen von Patienten zum Zwecke der Wirkung eines Placebos aber ist unethisch. Es ist ist nicht vereinbar damit, dass wir Selbstverantwortung der Patienten fordern und auch nicht damit, dass wir kritisches und rationales Denken verbreiten möchten.
Daher ist es nicht hinnehmbar, dass Krankenkassen dennoch für homöopathische Leistungen bezahlen. Selbst wenn sie dadurch Geld sparen, ich zahle dann lieber ein bißchen mehr Krankenkassengebühr. Und deswegen wird es jetzt Zeit, diese ePetition an den Bundestag mitzuzeichnen, nur noch 4 Tage lang ist Zeit. Ja, der Text der Petition hätte besser formuliert werden können, ja das ePetitionssystem ist derart schlecht dass es als brauchbare Alternative erscheint sich einen rostigen Nagel ins Auge zu stecken; aber helft jetzt mit ein Zeichen zu setzen. Dieses Jahr scheint sich endlich etwas mehr öffentliche Meinung für Aufklärung zu Homöopathie eingestellt zu haben, halten wir den Dampf im Kessel! Ihr wisst ja: Nur 17% der Deutschen wissen, was Homöopathie ist: Wasser, Zucker und Zauberei.

Kommentare (106)

  1. #1 BreitSide
    10/30/2010

    1. scheinen sie jedwegliches chemisches und biochemisches Wissen zu entbehren oder einen Beruf im Pharmaziebereich auszuüben und versuchen so die lästige Konkurrenz, die nicht nur Symptome bekämpft, zu beseitigen.

    Hehe, der ist gut:
    – entweder hat der Andere keine Ahnung vom Thema,
    – oder er hat eine.
    Also
    – entweder ist er nicht ernst zu nehmen,
    – oder er ist böse.

    Und das war nur der Anfang! Der Näxte ist noch besser:

    “…die lästige Konkurrenz, die nicht nur Symptome bekämpft…”

    Da ist doch eindeutig ein “nicht” zuviel. Gilt es nicht nach Hahnemanns Organon als alleinige Aufgabe, nur die Symptome und sonst nix Anderes zu bekämpfen?

    Nicht vergessen: die Homöo-Paten kennen keine Bakterien. Und keine Viren. Nur “Miasmen”.

  2. #2 roel
    11/01/2010

    @Breitseite aus http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2005/0201/006_placebo.jsp “Jede Arznei nutzt auch den Placeboeffekt. Der kann zwischen 20 % und 80 % betragen.” und “Experten schätzen, dass fast die Hälfte aller Arzneimittel, die verabreicht werden, keinerlei pharmazeutische Wirkung haben.” Ups was nun, am besten keine Arzeneimittel mehr nehmen? Oder vielleicht doch: “Der Anteil dieser so genannten Pseudoplacebos am Gesamtbestand der Arzneimittel nimmt allerdings dank neuer und verbesserter Wirkstoffe immer weiter ab.”

  3. #3 BreitSide
    11/01/2010

    roel: ja, und? Wundert Dich das? Sind diese Erkenntnisse neu für Dich?

    Dass es allerdings 50 % sein sollen, die unwirksam sind, bezweifle ich. Sollte mal einer den Dr. Berndt fragen…

  4. #4 roel
    11/02/2010

    @BreitSide Nein ich wundere mich so schnell nicht mehr. Die Zahlen waren schon neu für mich, aber ich habe mich noch nie intensiv damit beschäftigt. Das die Pharmaindustrie auf soviel Plazebo gesetzt hat ist doch beachtlich.

  5. #5 BreitSide
    11/02/2010

    roel, ich würde das nicht so hart ausdrücken. Die Farmaindurtrie macht Vieles, was illegitim bis schlichtweg illegal ist. Aber absichtlich Nichtwirksames verkaufen und auf den Placeboeffekt hoffen? Alten Wein in neuen Schläuchen, das geht immer: “neue” Mischungen teurer verkaufen, das wird gerade gern praktiziert.

    Bei neuen Medikamenten geht schon gar nix mit somatischer Wirkungslosigkeit. Der Vorwurf kann also eigentlich nur die (ur-)alten Medikamente betreffen, die noch nicht genügend untersucht worden sind.

    Aber welche sollen das sein? Und welchen Marktanteil haben die aktuell? Das würde ich dann schon mal gerne wissen.

  6. #6 roel
    11/02/2010

    @breitside Marktanteil in 2005 ca. 50%, Tendenz abnehmend (sihe link)