Gesellschaft für kritisches Denken

Wir über uns

Die Gesellschaft für kritisches Denken (GkD) ist die Wiener Regionalgruppe der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP). Die GkD setzt sich wie die GWUP für Aufklärung und kritisches Denken, für sorgfältige Untersuchungen von parawissenschaftlichen Behauptungen und für die Popularisierung von wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen ein. Sie informiert auf fundierter wissenschaftlicher Grundlage über Para- und Pseudowissenschaften und verwandte Überzeugungssysteme sowie über esoterische Heilslehren und Sektierertum.

Weiterführende Infos finden Sie auf der Webseite der GkD, wo auch einige unserer bekannteren Mitglieder vorgestellt werden.

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Präsident der GkD ist der Mathematiker Univ.Prof. Dr.Dr. Ulrich Berger, Vizepräsident ist der Physiker und Wissenschaftsredakteur Dr. Florian Aigner. Die postalische Zustelladresse der GkD lautet: c/o Schriftführerin Dr. Krista Federspiel, Wolfersberggasse 12/3, 1140 Wien, Österreich. Die GkD oder das Blog betreffende e-mails schicken Sie bitte an kritischgedacht@gmail.com (geht an Ulrich Berger). Anonyme Drohmails schicken Sie bitte an salzamt@kritisch-gedacht.at.

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Kommentare

  1. [...] des “Goldenen Bretts” ist die Gesellschaft für kritisches Denken (GkD), die Wiener [...]

  2. #2 Stojanovic, Gabriela
    Berlin
    21. August 2013

    Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

    aus eigener Lebenserfahrung unzähliger
    Gespräche mit sehr gebildeten Menschen
    kann ich Ihnen mit besten Gewissen versichern,
    dass die Macht der Gedanken grenzenlos ist.
    Was aus Ihren Kommentaren spricht, ist der
    pure Neid und nichts weiter. Ich bin mir sicher,
    dass nicht einer von Ihren Mitarbeitern reich oder
    besonders schön, gesund und glücklich ist.
    Angenommen die ‘Bücher, die ich übrigens alle
    gelesen habe, entsprechen nicht der Wahrheit
    (realität), so bringen diese eine überaus große
    positive ‘Veränderung in die Welt, und nur Menschen
    von sehr schlechter Gesinnung versuchen diese
    Botschaft (in welcher Art und Weise auch immer)
    zu beeinträchtigen.

  3. #3 Ulrich Berger
    21. August 2013

    Sehr geehrte Frau Stojanovic,
    über den Gesundheitszustand oder die Finanzlage meiner skeptischen Mitarbeiter weiß ich nicht im Detail Bescheid, aber ob eine/r von ihnen “besonders schön” ist, können Sie gerne selbst beurteilen: http://www.skeptiker.at/weiterfuehrende-links-mitglieder/gkd-mitglieder-im-web

  4. #4 Michael Semson
    5. März 2014

    Nette Idee, aber extrem langweilig. Warum sollte man über Parawissenschaften schreiben? Einen “believer” werden sie nicht überzeugen, da er a) sich auf anderen Seiten “informiert” oder b) sich nicht überzeugen lässt. Alle anderen können nur den Kopfschütteln und sich wieder interessanteren Themen zuwenden.

  5. #5 Basilius
    A Certain Magical Index II
    5. März 2014

    @Michael Semson

    Alle anderen können nur den Kopfschütteln und sich wieder interessanteren Themen zuwenden.

    Warum tun Sie’s dann nicht einfach?

  6. #6 Adent
    6. März 2014

    @Basilius
    Weil Michael Semson zu allem seinen Senf dazugibt, in der Regel in negativer Form.
    Also merke lieber Basilius, bloß nicht was über Parawissenschaften schreiben oder eine Online-Petition bewerben (z.B. bei Joseph Kuhn) oder gar zeichnen, das ist alles Quark und bringt eh nichts. Diese tiefe Weisheit verdanken wir Michael Semson.

  7. #7 HofRob
    6. März 2014

    Nette Idee, aber extrem langweilig.

    Wer zwingt dich hier mitzulesen? Oder ist dir vielleicht einfach langweilig?

    Einen “believer” werden sie nicht überzeugen

    Doch. Das passiert regelmäßig. Siehe zum Beispiel die Dame in der BR Sendung laVita vom 24.2.2014.

    Alle anderen können nur den Kopfschütteln und sich wieder interessanteren Themen zuwenden.

    Falsch gedacht. Es gibt genug Menschen die erstmal offen sind für Neues und sich allerlei pseudowissenschaftlichen Unsinn anhören mit der Absicht sich noch andere Meinungen zu holen. Und diese sollen sie natürlich bekommen.

  8. #8 Basilius
    A Certain Scientific Railgun S
    6. März 2014

    @Adent

    Weil Michael Semson zu allem seinen Senf dazugibt, in der Regel in negativer Form.

    Naja, letzten Endes ist es jedermanns Privatsache, was er für Hobbies hat. Ich muss ja nicht nachvollziehen können, warum man so etwas machen möchte.
    Aber danke für den Hinweis, dann halte ich mich also in Bezug auf die Kommentare des werten Herrn Semson fürderhin auch an diese Leitlinie:

    das ist alles Quark und bringt eh nichts.

    -_-

  9. #9 Emil Schütz
    56410 Montabaur
    9. November 2014

    Also ich finde, dass kritisches Denken ein sehr wichtiges Thema ist. Ich kann nur die Ansicht von Alfred Tarski stützen, der meinte, dass durch Vervollkommnung und Verschärfung der Denkmittel – und damit bezieht er sich auf die Fähigkeit der logischen Analyse – es hilft, die „Irreführung durch all die Pseudo-Argumente zu verhindern“, denen wir Menschen „heute in vielen Teilen der Welt unaufhörlich ausgesetzt sind.

    Ich wundere mich nicht nur ein bisschen über die Voreingenommenheit manche Kommentare!

  10. #10 Bullet
    10. November 2014

    Welche Kommentare wären das?

  11. #11 Emil Schütz
    10. November 2014

    Hallo,
    ich mag Kommentare über philosophische Themen – allgemeine und spezielle, ernste und lustige, wie z.B. diesen den ich gerade im Zentrum Philosophie gelesen habe.

    Milly sagte vor 1 Minute zum Thema: Braucht man zum Philosophieren Vorkenntnisse? (13 Antworten)

    Der Ausdruck „einfach drauflos denken“ im ersten Kommentar, hat mich wohl während meines heutigen Mittagsschläfchen leicht inspiriert. – Da es der 13. Kommentar zum vorgegebenen Thema ist, sollte er ernst und lustig sein; ernst, weil es der 13. ist und lustig, weil er nicht durchgehend ernst gemeint ist.
    Denken kann jeder, wenn er mit einem einigermaßen gesunden Menschenverstand ausgestattet ist. Das braucht dann niemand zu lernen. Was man aber lernen kann, ist „richtig“ zu denken.
    Der Menschenverstand eines gesunden Menschen denkt nicht selten schon bei einigermaßen einfachen Problemen nicht unbedingt richtig – und das nicht zuletzt deswegen, weil eine Frage (in der Philosophie werden derer ja viele gestellt) missverstanden wurde, wie des erste der beiden folgenden Beispielen erkennen lässt.
    Da beschwerte sich eine Frau bei der Lehrerin ihres Kindes. Sie, die Lehrerin, habe sich sicherlich geirrt, als sie ihrem Sohn in einem Test eine Antwort mit „falsch“ bewertet hat (na ja, sie sagte wohl „angestrichen“ habe). Die Lehrerin hatte die Frage gestellt: Wie viele Schläge macht eine Turmuhr in drei Tagen, wenn sie nur ganze Stunden schlägt?
    „Es ist doch klar“, sagte die Frau, „dass ein Tag vierundzwanzig Stunden hat und dass die Turmuhr dann in drei Tagen 72 mal schlagen wird“. – Die nachsichtige Lehrerin hat daraufhin verdeutlicht, dass die Gesamtzahl der Schläge zu bestimmen waren und die ist wesentlich größer.
    Die gute Frau schüttelte verständnislos den Kopf. – Daraufhin hat sich die Lehrerin die Zeit genommen, die Frau zum „richtigen“ Denken anzuleiten. Sie sagte:
    „Nehmen wir den ersten Tag, dann schlägt die Turmuhr um 1 Uhr einmal, um zwei Uhr zweimal, um drei Uhr dreimal und nach 12 Stunden zwölfmal. Das sind dann 1+2+3+ … +10+11+12 mal und das ergibt so viel wie 6 mal 13 ist gleich 78 mal. Das verdoppelt sich in den nächsten zwölf Stunden auf 156 Schlägen. Nach drei Tagen sind das insgesamt 468 Schläge“. – Die einsichtige Frau entschuldigte sich bei der Lehrerin, die nur wohlwollend lächelte.
    Aber nicht jeder Mensch ist so einsichtig wie diese Mutter. Der Logiker Tamás Varga erzählt die Geschichte, die wie die meinige oben fiktiv ist, von jener alten Dame, die im Lotto fünf Richtige hatte. In Ihrem Traum sah sie ein fliegendes Schaf mit Tupfen auf den Flügeln. Sie sagte: „Vier Beine hatte das Schaf und sieben Tupfen auf den Flügeln, gerade wie ein Maikäfer. Ich kreuzte folgende Zahlen auf dem Lottoschein an: die 4, die 7, die 47, dann die 11, wegen 4+7 = 11; und weiter die 32, weil nämlich 4 mal 7 gleich 32 ist“. – Als jemand zu ihr sagte: „Gute Frau, 4 mal 7 ist doch 28“, antwortete sie: „Aber geh, wie kann es 28 sein? Glauben Sie mir, es ist bestimmt 32. Ich weiß das, ich habe ja mit 32 das viele Geld gewonnen.“
    Mir kommt es manchmal vor, dass, wenn man so „einfach drauflos denkt“, so manche Böcke schießt. Ich, für meinen Teil, würde jenes Verfahren des Einfachen-Drauf-Los-Denkens jedenfalls nicht „philosophieren“ nennen.

    Mit wohlüberlegten Grüßen
    Milly

  12. #12 Basilius
    Yūsha ni Narenakatta Ore wa Shibushibu Shūshoku o Ketsui Shimashita
    10. November 2014

    @Emil Schütz
    Äh…kann sein, daß ich heute ein wenig langsam denke, aber was bedeutet jetzt dieser lange Text von Ihnen kurz zusammengefasst?

  13. #13 Adent
    11. November 2014

    @Emil Schütz
    Aber auf #10 von Bullet wollen sie nicht antworten? Sie sagen, sie wundern sich über die Voreingenommenheit mancher Kommentare. Des weiteren sagen sie in ihrem Kommentar, das einfach drauflosdenken führt oft in die Irre, demonstrieren aber genau das in ihrem langen Post, da er ohne Bezug zumindest zu diesem Thread steht. Das ist mal ein gelungener Einstieg in eine Diskussion.
    Vielleicht fangen wir noch mal von vorne an, was genau wollen Sie uns sagen?

  14. #14 Emil Schütz
    11. November 2014

    Liebe Kritiker/innen,
    kommt alles noch – also etwas Geduld. Bedauerlicherweise kann ich auch meine Zeit nich “dehnen” wie das etwas jener Zenon tat, bei dem es nicht möglich war, dass Achilles die Schildkröte hat einholen können.

    Bis bald
    Emil

  15. #15 Emil Schütz
    11. November 2014

    Ein freundliches Hallo an alle kritischen Denker!

    Zunächst einmal freue ich mich, dass ich, wenn ich mich nicht täusche, im Club – pardon – in der Gesellschaft für kritisches Denken aufgenommen wurde. Nun, als Neuling muss ich mich zunächst ein bisschen zurecht finden. Aber das wird schon werden – hoffe ich.

    Ich war gerade im Begriff auf Bullets Frage zu reagieren, da kam auch schon der Kommentar von Adent. – Nun ja, bei mir geht das alles nicht so schnell – und das hat seine Gründe. – Ich will also meine Bestes (was vermutlich nicht gut genug ist) tun, um auch auf die Frage von Basilius zu antworten.

    Also was mir als ein bisschen voreingenommen erschien – und hier möchte ich nur kurz exemplarisch vorgehen – sind Bemerkungen wie etwa „Ich bin mir sicher, dass nicht einer von Ihren Mitarbeitern reich oder besonders schön, gesund und glücklich ist“ (Kom. 2) Aber vielleicht ist das nur dann zu verstehen, wenn man daran glaubt „dass die Macht der Gedanken grenzenlos ist“. – Auch Meinungen wie „das ist alles Quark und bringt eh nichts“ (Kom. 7) scheint mir ein bisschen wenig differenziert zu sein. Ich mag Quark und esse jeden Morgen eine Portion – das bringt mir jedenfalls was.

    Aber nein Basilius, Sie denken vermutlich nicht langsamer als ich, jedenfalls teile ich jenes Gefühl heute Morgen mit Ihnen, wenn es denn so sein sollte, wie sie befürchtet haben.

    Kurz gefasst, es geht mir um das „kritische Denken“ und daher wende ich mich ein bisschen gegen die „Schnellschüsse“ des Drauflosdenkens. Das wollte ich damit – zugegebener Maßen in nicht so kurzer Form, wie hier zusammengefasst – illustrieren. Außerdem teile ich nicht jenes Klischee: In der Kürze liegt die Würze. – Manchmal ist es schon so, dass, was länger währt, sich besser bewährt.

    Schöne Grüße
    Milly

  16. #16 Adent
    11. November 2014

    @Emil Schütz
    Vielen Dank für ihre ausführlichere Antwort. Da sie #7 ansprechen, den ich verfasst habe möchte ich dazu anmerken, dass “alles Quark und bringt nichts” im ironischen Sinne gemeint war, und zwar als Reflektion auf Michael Semsons wertvollen (Achtung schon wieder Ironie!) Beitrag #4. Dies haben andere als Ironie erkannt (wage ich zu behaupten), sie anscheinend ernst genommen, so war es aber nicht gemeint.
    Es ist natürlich immer ein gewisses Problem mit geschriebener Ironie, man muss den Kontext dazu kennen oder benötigt Emoticons, diese wiederum entwerten meines Erachtens nach den ironischen Beitrag erheblich.

  17. #17 Bullet
    11. November 2014

    Ich staune etwas. (passiert beim Lesen von Kommentar #11 von Emil Schütz)
    1)

    Der Ausdruck „einfach drauflos denken“ im ersten Kommentar

    Man schaue sich den ersten Kommentar an und denke dann: WTF?
    2)

    Milly sagte vor 1 Minute zum Thema: Braucht man zum Philosophieren Vorkenntnisse? (13 Antworten)

    Zu diesem Zeitpunkt stellte sich mir die Frage: wer zum Schnitzel ist “Milly”?
    3)

    Da es der 13. Kommentar zum vorgegebenen Thema ist

    Und noch ein “WTF?” – dieser Kommentar war – wie erwähnt, Kommentar 11.
    4)
    Zurück zum Anfang des Kommentars. Hab ich was verpaßt?

    ich mag Kommentare über philosophische Themen

    Und wo ist das “philosophische” Thema? Ich kann keins erkennen.
    5)
    na klar: welche Kommentare denn nun? Ich stellte die Frage in #10. Eine unzusammenhängende Textwand folgte. Keine Antwort jedoch. Auch in #15, in der der Kommentator erwähnte, daß er “gerade im Begriff war”, auf meine Frage zu antworten (was auch immer das in einer lagbehafteten schriftlichen Kommunikation in der Kommentarspalte eines Blogartikels auch immer bedeuten mag), ist keinerlei Antwort zu erkennen.
    So erlaube ich mir die Frage: wer schreibt eine halbe Stunde lang einen Kommentar in einen Blogartikel, der erkennen läßt, daß kein Zusammenhang zum Blogartikel geboten wird (und mich damit sofort animierte, an einen Kommentarirrläufer zu denken) und dann auch noch im nachfolgenden Kommentar gleicher Qualität “mit wohlüberlegten Grüßen” zu schließen?
    Der Credibility-Vorschuß ist jedenfalls in Rekordgeschwindigkeit abgebrannt.

  18. #18 Emil Schütz
    11. November 2014

    Hallo Bullet,
    ich weiß das war schwierig zu erkennen – macht aber nichts; das kriegen wir schon hin. Jenes war ein Frage aus einem anderen Forum – und mein Kommentar war der 13. Hoffentlich haben Sie kein Vorurteil gegen diese Primzahl. – Manchmal stecke ich etwas in eine andere als die, die dafür vorgesehene Tasche. Das ist ärgerlich! – Was “Milly” angeht, kann ich nur sagen, das ist mein “innerer Dämon” und der unterschreibt manchmal für mich.

    Ich hoffe so viel des nachgereichten Kontexts reicht Ihnen, da ich Ihnen eine gewisse Flexibilität gerne zugestehe. Sollte das ein nicht angebrachter Vorschuss an Ihre Glaubwürdigkeit sein, oder sollte ich lieber Ihren Ausderuck “Credibility” benutzen, dann werde ich sicher eine Alternative finden.

    Aber Sie haben schon verstanden, dass ich auf jene mysteriöse Frage, ob man beim Philosophieren Vorkenntnisse braucht oder (wie es weiter heißt) „einfach darauf los denken“ kann, meine Antwort dahingehend präzisiert habe, dass ich das “Einfach-Drauflos-Denken” als sehr problematisch ansehe, wie meine zwei Beispiele illustriert haben.

    Ich hoffen, dass Sie jetzt nicht mehr verwirrt vor einer Textwand stehen – vor der Sie mein „Credibility-Vorschuss“ verbrannt haben – „what the fuck“, das war doch wohl Ihre illustre Abkürzung – oder nicht? -, hat Sie bewogen, das auch noch in Rekordzeit zu erledigen. Ich stelle jedenfalls fest, dass Sie ein ganz Schneller sind, hoffentlich ist das kein Indiz dafür, dass Sie zu jenen gehören die „schnell drauf los denken“ und Ihre „bullets“ allzu schnell verschießen.

    Es wäre mir recht, wenn Sie nunmehr auf die Frage antworteten, die ich Ihnen stelle und die lautet: Was sind Ihre Meinung nach die entscheidenden Kriterien, die dem Anliegen der GkD entsprechen? Oder anders gefragt: Was macht „kritisches Denken“ produktiv kritisch?

    Beste Grüße
    Milly

  19. #19 Emil Schütz
    11. November 2014

    Hallo Bullet,

    weil dein Kommentar so ergötzlich war, will ich noch einmal „quasi in die falschen Tasche greifen“ und eine kleine Geschichte zum Besten geben, die ursprünglich ebenfalls zu einem anderen Forum gehörte.

    – Hier der Kontext: Ein Spatz sucht Rat bei der weisen Eule. Er fragte sie – da er (der Spatz) Elektriker werden will, wie er mit der Aufgabe umgehen soll, die ihm sein Ausbilder aufgebeben hat. Der sagte nämlich zum Spatz: Hier hast du einen Zylinder, der als Spulenkörper dienen soll, er ist 50 mm lang und hat einen Durchmesser von 20 mm. Geh und kaufe einen Kupferdraht von 0,5 mm Durchmesser. Es müssen 15 Lagen von diesem Kupferdraht auf den Zylinder aufgewickelt werden.

    Der Spatz stand zunächst vor so etwas wie einer „Wort-Wand“. Er fragte die weise Eule also um Rat, da er nicht wusste wie viel Meter Draht er kaufen sollte – um nicht mehr Geld als nötig auszugeben. Das hätte ihm ein Rüge seitens des Ausbilder eingebracht – und WTF – das wollte er nicht.
    Ich hoffe, lieber Bullet, der Kontext reicht, um den nachfolgenden Dialog zu verstehen. – Ich bin sicher, allerliebster Bullet, Sie ziehen die richtige Lehre aus dem Dialog, auch wenn er sich nicht mit einem der Dialoge des Sokrates messen lässt.

    ***

    Spatz: Hallo Eule. Ich habe meine Elektro-Spule jetzt gewickelt und von den 130 m Kupferdraht sind nur ca. 400 mm übriggeblieben. Logisch! Ich habe 129,6 m gebraucht.

    Eule: Gut Spatz. Aber weißt du auch warum, das so ist. Hast du wirklich logisch Gedacht.

    Spatz: Spatzenehrenwort! Ich habe meine VOR-Kenntnisse aufgefrischt. Denkst du jetzt, könnte ich auch Philosophie studieren und so weise werden wie du?

    Eule: Das ist nicht ausgeschlossen, obschon du nur ein Spatzenhirn hast; aber denk’ daran, es heißt „Philosophieren gilt auch als eine sehr schwierige Beschäftigung, da kann man nicht einfach so drauflosen denken“ und ich weiß nicht, ob du dir das antun willst.

    Spatz: Es kann nicht anstrengender sein, als sich täglich mit anderen Spatzen um die schönste Spätzin herumzuschlagen. Und da ich jetzt ins Alter gekommen bin, …. Na ja, du weißt schon.

    Aber sag mal, das mit der Logik des Aristoteles ist schon eigenartig. Da soll der Schluss kein logischer sein, der da lautet:

    „Wenn alle Quadrate Vierecke sind und wenn alle Rechtecke Vierecke sind, dann sind alle Quadrate Rechtecke.“

    Das klingt doch recht logisch, da stimmen die Voraussetzungen, also die Prämissen, und es stimmt auch der Schlusssatz.

    Eule: Nun, ich sagte ja, in der Logik geht es weder um geometrische Figuren noch geht es um Eulen, um Spatzen, Katzen oder sonst was. Es geht nur um die Struktur, wenn du willst: Es geht um die Denkweise, also nicht um das Was, sondern um das Wie. – Daher kann man die Begriffe wie Quadrat, Viereck, Rechteck problemlos durch andere Begriffe ersetzen, z.B. durch die Begriffe: Spatzen, Katzen, Tiere. Dann heißt der Schluss mit derselben Struktur:

    „Wenn alle Spatzen Tiere sind und wenn alle Katzen Tiere sind, dann sind alle Spatzen Katzen.“

    Spatz: Das wäre ja furchtbar. Ja, ich sehe, da muss ein schwerer DENKFEHLER vorliegen! Andererseits denke ich, als angehender Philosoph, es wäre gar nicht so übel mal eine Katze zu sein, ich meine für kurze Zeit, dann würde ich meine Spatzenrivalen einfach wegfressen.

    Guten Appetit!
    Milly

  20. #20 Emil Schütz
    11. November 2014

    Hallo Adent,

    also das mit dem „ironischen Quark“ ist ja wirklich kein Problem. Nun, ich werde mich schon an ironische Bemerkungen gewöhnen – als Neuling braucht man eben eine gewisse Eingewöhnungszeit, um das Atmosphärische richtig zu erfühlen.

    Die sogenannte „Emoticons“ kenne ich nur als jene „Strichgesichter“, die, wenn ich mich einer Ortschaft zu nähere, die seitlichen Mundfalten nach unten ziehen. – Aber verstehen Sie mich nicht falsch, ich fahre eher so, wie ich auch denken: gewissermaßen langsam; dann freue ich mich aber auch, wenn jene Mundwinkel sich nach oben bewegen.
    – Als Kind mochte ich diese Mundwinkel-Stellung bei meiner Mutter am liebsten – dann wusste ich, dass der Zeitpunkt gekommen war, wo ich sie um ein Stück Schokolade bitten konnte. – Als Schokoholic mag ich das Zeug heute „gar nicht“, ich verfluche es stets, nachdem ich es genossen habe. – War das nun auch Ironie?

    Grüße
    Milly

  21. #21 Basilius
    Yūsha ni Narenakatta Ore wa Shibushibu Shūshoku o Ketsui Shimashita
    11. November 2014

    @Emil Schütz
    Okay, ich habe immer noch nicht verstanden was Sie eigentlich sagen wollen. Macht aber eigentlich nichts. Muss ich ja auch gar nicht.

  22. #22 Bullet
    12. November 2014

    @Basi: is auch nicht so wichtig, weil Emil ja – zwar etwas verschwurbelt, aber erkennbar – bestätigt hat, daß seine Textwand #11 ein Kommentarirrläufer war und somit komplett wegkann. Alles nachfolgende waren nur viele Worte. Fast wie bei Frank Wappler.

  23. #23 Bullet
    12. November 2014

    Ach ja, da war ja noch eine Frage.

    Was sind Ihre Meinung nach die entscheidenden Kriterien, die dem Anliegen der GkD entsprechen? Oder anders gefragt: Was macht „kritisches Denken“ produktiv kritisch?

    Das sind zwei Fragen. Unterschiedliche dazu. Da isses doch nur angemessen, wenn meine Antwort eigentlich zu einer dritten Frage gehört.
    Die Antwort lautet:
    Effizient kritisch denken/handeln tut man dann, wenn man seine Energie nicht verschwendet, indem man sich endlos mit den hohlen Phrasen von Schwaflern und dem aufgeblasenen Nonsens von Wichtigtuern beschäftigt, sondern sich lieber um diejenigen kümmert, die mit ein wenig Unterstützung dazu befähigt werden können, sich selbst aus dem Sumpf der Unmündigkeit zu befreien.

    Klar soweit?

  24. #24 Emil Schütz
    12. November 2014

    Hallo Basilius,
    wenn Sie verstehen wollen, dann werden Sie verstehen. Ich möchte verdeutlichen, dass man in einer “Gesellschaft für kritisches Denken”, auch kritisch und nicht voreingenommen (zwei Beispiele hatte ich genannt, wobei das zweite eher harmlos war) etwa „einfach drauf los denken“ sollte.

    Ich bin schon froh, dass Bullet etwas erkannt hat, wenn es auch nicht das Wesentliche ist. Wenn ich einen Euro, so ein Ding brauche ich oft, in eine andere als die von mir vorgesehene Tasche stecke, was, wie ich schon sagte, ein klitzekleines bisschen ärgerlich sein kann (man sucht gegebenenfalls – um es auch mal ironisch zu sagen – geradezu panisch nach diesem Ding), dann ist und bleibt das Ding doch ein Euro, mit dem ich (Bullet offenbar nicht) durchaus etwas anfangen kann. Und genau das habe ich getan; nur hat Bullet das offensichtlich bislang nicht begriffen – was mich allerdings keineswegs mehr wundert.
    ***
    Lieber Bullet,
    das ist kein Irrläufer gewesen, der Kommentar war schon – auch wenn der Kontext für Sie etwas verwirrend sein mochte – schon richtig am Platz. Ich sagte bereits oben kurz und knapp, worum es geht. – Der Worte mögen es zwar „relativ“ (also im Vergleich mit anderen) “viel” gewesen sein, aber ich hoffe, Sie zählen nicht die Worte – etwa so wie man Erbsen zählt –, sondern Sie bemühen sich auch um ihre Bedeutung – oder ist das zu “viel” verlangt?

    Ihre lustige Antwort auf meine einzige Frage, die Sie bedauerlicherweise als zwei verschiede ansehen, weil ich sie mit anderen Worten wiederholte, spricht schon für sich. Sie bestätigt, was ich bereits sagte: Ich wundere mich nicht nur ein bisschen über die Voreingenommenheit mancher Kommentare! – Wenn ich auch Michael Semson nicht uneingeschränkt zustimmen kann, dass man einen „believer“ nicht überzeugen kann, dann muss ich ihm in Ihrem Fall doch Recht geben.

    Aber allerliebster Bullet, es sieht nicht so aus als wenn Sie das treffen, was man „the bull’s eye“ nennt. – Ich dachte eigentlich, ich hätte es mit kritischen Denkern zu tun – jetzt habe ich doch den Verdacht, dass darunter zumindest ein „bully“ ist, der mir vorkommt wie ein wahrer „bullshitter“.

    In recht erheiterter Weise grüßt
    Emil

    PS: Aber jetzt muss ich mich wieder ernsthafteren Dingen zuwenden, was meine Erheiterung – geradezu in „Rekordgeschwindigkeit“ auf Null herunterfahren könnte – aber nicht notwendigerweise muss.

  25. #25 Bullet
    12. November 2014

    Ja, ein echter Wappler.

  26. #26 Emil Schütz
    12. November 2014

    Schön, dass Sie mich als ECHTER maletero einschätzen.
    Ich kann schlecht umhin festzustellen, dass Ihnen die Worte ausgegangen sind. Und so komme ich zum Schluss, dass es bei Ihnen noch nicht einmal zur ECHTHEIT reicht, obschon ich den Eindruck haben, dass sie echter Kerl im Sinne eines Blockheads sind. Solche Kerlchen nennt man manchmal auch salopp “plonker” – oder wenn Sie “gourde” vorziehen, das kommt aus dem Französischen und hat etwas mit einer Art “Flasche” zu tun.

    Es ist schon bezeichnend, dass sich die übrigen Teilnehmer der kritischen Denkergesellschaft an dem volltrottligen Duell nicht beteiligen, den Sie mir hier, lustig- aber nicht listigerweise – auszufechten vorschlagen. – Doch ich lerne immer gern dazu, wollte immer schon einen Essay schreiben, nein, nicht über die Intelligenz, sondern über die Dummheit.

    Und damit möchte ich mich aus der Gesellschaft der kritischen Denker mit zufriedenem Schmunzeln zurückziehen. – Oder möchten Sie noch eine kleine Denkaufgabe? Ich biete Ihnen die von Zenon an, die ich nur ein bisschen abwandeln möchte. Den „Pfeil“ ersetze ich einfach durch ein „Bullet“. Die Behauptung lautet dann: „Bullet“ – also ich will eigentlich um diesen Namen kein Geschiss machen, drum sage ich einfach, ein „Geschoss“, nachdem es abschossen wurde, bewegt sich nicht vom Fleck!
    Eine gewisse Ähnlichkeit stelle ich bei „Bullet“ fest, der bewegt sich eigentlich nicht so recht vom Fleck, seine Gedanken kreisen immer um den gleichen „Mist“, pardon, „shit“, er scheint nur eine Seite zu haben, so wie ein Möbiusband.

    Seien Sie mir, auf alle Fälle, allerliebster Bullet, herzlich gegrüßt, auch von meinem inneren Dämon!

    Emil

  27. #27 Adent
    12. November 2014

    @Emil Schütz
    Da sie ja, wie sie selbst sagten, soviel Wert auf den Inhalt bzw. die Bedeutung von Worten legen muß ich hier mal intervenieren.

    auf meine einzige Frage, die Sie bedauerlicherweise als zwei verschiede ansehen, weil ich sie mit anderen Worten wiederholte,

    versus

    Was sind Ihre Meinung nach die entscheidenden Kriterien, die dem Anliegen der GkD entsprechen? Oder anders gefragt: Was macht „kritisches Denken“ produktiv kritisch?

    Dies ist mitnichten eine Frage gewesen sondern wie Bullet ganz richtig anmerkte zwei. Die eine Frage richtet sich auf die Kriterien (ich übersetze das mal mit Voraussetzungen) für das Anliegen der Gesellschaft für kritisches Denken. Die zweite Frage fragt danach was kritisches Denken produktiv macht. Genaugenommen hätten sie also fragen müssen “Was macht kritisches Denken kritisch”, das produktiv ist eine andere Spielwiese und meines Erachtens nach nicht ohne Relevanz. Wie würden Sie es bezeichnen, wenn man durch genaue Prüfung der vorliegenden und Behauptungen, durch das Sichten vieler unabhängiger Datensammlungen (z.B. Publikationen) und das Einbeziehen physikalisch oder chemisch sehr gut belegter Grundlagen (z.B. Avogadrozahl oder der Gesetze der Thermodynamik) zu dem Befund kommt, die Homöopathie ist ein großer Quark (um mal auf den oben erwähnten Quark zurückzukommen).
    Ist das dann produktiv kritisch oder negativ zerstörerisch (in Bezug auf die HP)? Kritisch ist es in beiden Fällen, ob es auch noch produktiv ist oder nicht entscheidet wohl eher der Standpunkt des Betrachters, würde ich sagen.

  28. #28 Bullet
    12. November 2014

    Dies ist mitnichten eine Frage gewesen sondern wie Bullet ganz richtig anmerkte zwei. Die eine Frage richtet sich auf die Kriterien (ich übersetze das mal mit Voraussetzungen) für das Anliegen der Gesellschaft für kritisches Denken. Die zweite Frage fragt danach was kritisches Denken produktiv macht. Genaugenommen hätten sie also fragen müssen “Was macht kritisches Denken kritisch”, das produktiv ist eine andere Spielwiese und meines Erachtens nach nicht ohne Relevanz.

    Na sowas. War offenbar doch nicht so schwer.

    Was mir noch auffällt:
    Rose schrieb drüben:

    Warum kann man nicht klar in der Sache und trotzdem wertschätzend im Ton bleiben?

    Tja. Ich war voll sachlich und habe auf die diversen Beleidigungen dieses Dampfblasen-Schwaflers nicht reagiert. Habe ich damit vielleicht “dem Anliegen der Skeptiker” einen, äh, Dienst erwiesen?
    Rose?

  29. #29 Emil Schütz
    12. November 2014

    Tja, manche Hunde quietschen erbärmlich, wenn man ihnen auf den Schwanz tritt.

  30. #30 Emil Schütz
    12. November 2014

    Ein kurzes Jaulen, ein Aufheulen ist noch kein kritischer Kommentar.

  31. #31 Emil Schütz
    12. November 2014

    Ach Adent, ich hatte Sie fast übersehen. Verzeihung.
    Sie haben Recht, es geht um jene Kriterien, die eine Kritik produktiv machen.

    Nun ja, ich denke es geht darum, gute Gründe zu nennen, die es gestatten, gewisse Aussagen oder Behauptungen als wahr oder als falsch bewerten, wenigstens sie wenigstens stützen bzw. das Gegenteil tun. – In beiden Fällen ist es positiv.

    Danke für den Kommentar
    Emil

  32. #32 Emil Schütz
    12. November 2014

    Hallo Adent,
    wie würden Sie die Aussage bzw. Behauptung von Albert Camus beurteilen, die da lautet: “Ab einem gewissen Alter ist jeder Mensch für sein Gesicht verantwortlich” ?

  33. #33 Adent
    12. November 2014

    @Emil Schütz
    Pauschal als richtig, wobei ich auch da schon das gewisse Alter hinterfrage, da es ein sehr ungenauer Term ist.
    Geht man etwas kritischer an die Sache heran ergeben sich viele Dinge, die an dieser Aussage zu hinterfragen sind.
    Z.B. was heißt verantwortlich? Heißt das, dass man anderen sein Gesicht nicht zumuten darf, wenn man es nicht pflegt? Ist es vielleicht eher im übertragenen Sinne gemeint, d.h. man ist verantwortlich für sein Handeln oder den Eindruck den man durch Auftritt und Handlung hervorruft (und das Gesicht ist nur Metapher).
    Was ist mit Menschen deren Gesicht durch Unfälle oder Krankheiten entstellt ist?
    Warum nur das Gesicht, warum nicht auch den Bauch, den Hintern oder sonstige Körperteile?
    Und als letzte Antwortmöglichkeit bliebe noch: Welch großartige Banalität wurde hier festgestellt.

  34. #34 Adent
    12. November 2014

    @Emil Schütz
    Es ist noch eine Antwort von Ihnen ausstehend bezüglich des Beispiels, welches ich in #27 angegeben habe. Wie würden sie die Kritik an der HP werten, als produktiv oder als destruktiv?

  35. #35 Emil Schütz
    12. November 2014

    Hallo Herr Adent,
    ich dachte ich hätte auf ihre berechtigte Frage, ob jene alternativmedizinische Behandlungsmethode, die HP, von der ich nichts verstehe, „Quark“ sei, oder nicht, wenigstens indirekt geantwortet. Also ich nehme die Begrifflichkeit „Quark“ im Sinne: die Methode nutzt nichts. Ist das richtig so? – Da ich das selbst nicht beurteilen kann, bin ich auf die von Ihnen erwähnten Informationen angewiesen der Fachleute angewiesen. Wenn die Informationen der Untersuchungsergebnisse neutral und hinreichend sind, um die Behandlungsmethode als nicht effektiv zu begründen, dann ist das für mich eine positives Ergebnis oder, wenn Sie wollen, eine „produktive Kritik“, die, vorausgesetzt es ist so wie behauptet, manchen vielleicht hilft das Geld nicht für etwas Nutzloses auszugeben. – Aber wie gesagt, ich kenne diese kritischen Untersuchungen nicht. Und Sie benutzen ja auch eine hypothetische Formulierung; Sie sagen „…wenn man durch genaue Prüfung“ etc. „zu dem Befund kommt“.
    Falls man eine Behauptung als wahr beweist oder überzeugend nachweist, dass sie falsch ist, dann ist das für mich eine positive Kritik – da man nunmehr weiß, was der Fall ist. Liegt aber keine überzeugende Begründung in eine der Richtungen vor, dann muss man eben weiter forschen, da sonst eine Behauptung, egal wie sie ausfällt, eher ein Glaubenssatz ist.

    So nun zu dem Satz von Albert Camus. Ich denke man kann Camus‘ Ausdruck „ein gewisses Alter“ verstehen als ein Alter, indem eine Person genügend oft gezeigt hat, dass sie Entscheidungen treffen kann. – Sie fragen weiter „was heißt verantwortlich?“ – Nun, diese Frage müssten Sie an einen kompetenten Verantwortungs-Ethiker stellen (auch Richter gehen mit diesem Terminus um). Ohne eine genaue Definition zu formulieren würde ich persönlich, quasi ad hoc meinen, dass mit Verantwortung oder Verantwortlichkeit die Möglichkeit bezeichnet wird, so zu handeln, wie es die allgemein akzeptierten Normen einer Gemeinschaft vorschreiben, wobei auch die Folgen einer Handlung stets mitbedacht werden sollten. Kurz also die Handlungen an geltenden Normen auszurichten. – Ich vermute das würde jeder Richter oder Moralphilosoph „gnädig“ akzeptieren.
    In Bezug auf das „Gesichtsproblem“ habe Sie schon richtig von einer Metapher gesprochen.
    Wenn Sie allerdings meinen, hier würde von Camus lediglich eine Banalität festgestellt, dann muss ich widersprechen. Ich sehe schon eine Problematik in der Tatsache, dass ein Mensch durch seinen Genpool weitgehend bestimmt ist und dass somit die Aussage von Camus nicht zu sehr verallgemeinert werden kann – denken sie an den Fremden (L’Étranger).

    Vielen Dank für Ihre Nachfrage

    Emil
    PS: Wenn ich eine Frage übersehe, dann können Sie davon ausgehen, dass das keine Absicht ist. Ich muss mich um eine Person kümmern, die sich in vieler Hinsicht nicht selbst helfen kann. Dann bin ich zu den verschiedensten Zeiten „aus dem Spiel“ – und es ist nett mich zu erinnern.

  36. #36 Emil Schütz
    12. November 2014

    Hallo Herr Adent,
    ich habe mich echt gefreut mit Ihnen zu kommuniziern.
    Jetzt werde ich mir ganz gemütlich ein und dann noch ein Glas Rotwein ausgießen und mich – nach den Nachrichten zu Bett begeben – in der Hoffnung nicht weiter gebraucht zu werden

    Tschüß
    Emil

  37. #37 Spritkopf
    12. November 2014

    Weils mir gerade passend erscheint:

  38. #38 Emil Schütz
    13. November 2014

    Hi, Spritkopf, danke für den Hinweis. Wie ich bereits andeutete will ich ja einen Essay über die Dummheit fabrizieren, vorausgesetzt, ich bin dumm genug.

    Ja der Film passt! Er passt wie die Faust aufs Auge. – Es ist, wie man so schön sagt (nachdem sich die Faust geöffnet hat) nicht von der Hand zu weisen, dass die Aufklärung bislang nicht stattgefunden hat, außer vielleicht in der Gesellschaft für kritisches Denken.

    Immerhin, weiß ich, dass Aufklärung der Ausgang des Menschen ist … . Ich suche oft, leider nicht immer mit schnellem Erfolg, nach dem Ausgang und frage mich dann ungeduldig „Mensch, wo ist er nur – ist doch zu dumm?“ Und habe ich ihn endlich gefunden, dann kommt schon die nächste Frage „Wohin, ach wohin …? Na ja, man weiß wohin das alle führt.
    Es ist einfach zu dumm. – Ich muss mal bei „dieWahrheit.at“ nachfragen, dort kennt man sich mit der Dummheit offenbar gut aus – nicht nur mit jener der Philosophie, sondern auch mit jener der Wissenschaft, also dem Ding, das Wissen schafft.

    Was? … du weißt nicht, was Wissen schafft und nicht einmal was das ist? Das weiß man schon seit tausenden von Jahren! Das steht doch klipp und klar bei Aristoteles – und das „Schaffen an sich“ ist an und für sich sehr befreiend, wie man seit Sisyphus weiß, macht es sogar glücklich.
    Da sieht man’s wieder: Wissen ist Macht – und die macht manche frei, nur nicht die, die arbeiten … aber darauf hat man sich vor nicht allzu langer Zeit sehr konzentriert!

    Ja, da gibt es noch jene „Wissenschaftstheorie“ – das ist allerdings auch nur eine dumme Philosophie, die mithalf alles zu „versauen“. – Unwillkürlich denke ich an jene wundervolle Sau auf dem Bauernhof. – Ja, sie war wundervoll, weil sie voller wunderschöner kleiner Ferkel war, die Sau, die, die Ferkel natürlich, die das wundervolle Tageslicht noch nicht erblickt hatten, die sich aber „als solche“ etwas später bewundern ließen, bevor sie anschließend geschlachte wurden. Man musst‘ sich – zum Bewundern – nur in den Saustall trauen. – Nun ja es sich wunderschön, doch ich weiß, „Wunder gibt es immer wieder“, das wiederum wundert mich längst nicht mehr.

    Anders ist es in der „ernsten Wissenschaft“ und dem in den letzten 150 Jahren fortgeschrittenen „humanistischen Fortschritt“ – also, sehen wir einmal von den jüngsten großen Kriegen und dem derzeitigen Geballer, dem „banging“, ab und den, leider nicht „fort“-schreitenden, aber, wie sie selbst, also sie als „die an sich“, nicht so recht erkennen, rückschrittlichen, aber zur Tat schreitenden „praktischen“ Kalif-Philosophen sich betrachten. Nun ja, Gleich-und-Gleich, ist die gleiche Mischung.

    Ich denke … Also ich bin … Kurz gesagt: Ich denke, ich bin sehr beglückt über diesen aufklärerischen Film und glaube fest daran, dass die nicht stattgefundene Aufklärung doch „fort“schreitet – und hoffentlich nicht wiederkommt.
    Aber wie sagte der „dumme“ Philosoph Ernst Bloch, indem er so hoffnungsvoll aus-führte:„Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt“.

  39. #39 Emil Schütz
    13. November 2014

    Hallo Adent,
    ich möchte nochmals auf Ihren Kommentar 33 zurückkommen. Dort schreiben Sie, dass Sie „auch da schon ein gewisses Alter hinterfragen“ und bemängeln Camus ungenauen Ausdruck „Ab einem gewissen Alter …“.
    Ich gehe davon aus, dass dieser Ausdruck bewusst gewählte war und nicht präzisiert werden sollte, da es um „geistige Reife“ und nicht um die nummerisch Lebensjahre geht. – Ein gar nicht schlechtes Beispiel dürfte Joshua Wong sein, der junge Studentenaktivist, der versucht dem zu entsprechen, was er für seine „Verantwortung“ hält.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Joshua_Wong

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/hongkong-studentenanfuehrer-koennte-peking-gefaehrlich-werden-a-994550.html

    http://www.welt.de/politik/ausland/article132791715/Ein-schmaechtiger-17-Jaehriger-lehrt-China-das-Fuerchten.html

  40. #40 Basilius
    Sasami-san@Ganbaranai
    13. November 2014

    @Emil Schütz

    wenn Sie verstehen wollen, dann werden Sie verstehen. – Du wirst gefragt

    Den Trick kenne ich schon. Damit wollen sie jegliche Verantwortung von sich abwälzen. Ist wie bei vielen alternaivmedizinischen Therapieversuchen:
    Wenn der Patient nicht gesund wird, dann war er selbstverfremdlich selber schuld und gar niemals nicht der selbsternannte Therapeut.
    Nein danke. Ich habe schon verstanden. Nur leider nicht das, was Sie gerne hätten, sondern daß jegliche weitere Beschäftigung mit Ihren Texten reine Zeitverschwendung ist.
    Gehaben Sie sich wohl.
    -_-

  41. #41 Emil Schütz
    14. November 2014

    Ei, bester Basilius, dann haben Sie also verstanden – und wenn ich das so richtig bedenke – ist das zumindest teilweise ganz in meinem Sinn – wenigstgen solange Ihre Besinnungsphase dauert. Obschon ich mir gewünscht hätte, dass Sie als Teilnehmer der gloreichen “Gesellschaft für … ” na ja, Sie wissen schon … (jemand sagte mir, das “für” sollte man besser ins “Chinesische” übersetzen – ich werde mich mal drum bemühen) etwas mehr “critical thinking” betreiben könnten.

    Bis später – au revoir – man trifft sich … wie man in so origineller Weise sagt!

    Emil

    ..und vergiss mich nicht!
    Emil

  42. #42 HofRob
    14. November 2014

    Da hat wohl wer die Pillen nicht genommen.

  43. #43 Bullet
    15. November 2014

    Oder ein paar zuviel.

  44. #44 Zugmaier
    15. November 2014

    Sich wissenschaftlich mit den Parawissenschaften zu beschäftigen finde ich gut. Es ist aber auch nicht uninteressant sich nur einmal mit den „kritischen Kommentaren“ zu beschäftigen.
    In K2 wird die „grenzenlose Macht“ der Gedanken gesprochen und manchen Menschen, die wunderbaren Eigenschaften wie Schönheit etc. nicht zuerkannt.
    In K4 lernt man, dass „believer“ nicht zu überzeugen sind. Zu allgemein gedacht! Noch expliziter ist die Verallgemeinerung in K5. Man hat den Eindruck, dass alle Köpfe unter einer Schüttelattacke leiden. – In K7 ist kein Gegenbeweis zu erbringen, da hier sinnvollerweise der Existenzquantor „Es gibt“ eingeführt wurde.
    In K6 geht es dann um Dinge, die zwar nicht handfest sind, die sich aber u.a. gut aufs Brot schmieren lassen: Senf und Quark.

    [..]

    Bis dann, meine Dame, meine Herren!

  45. #45 Bullet
    15. November 2014

    @Zugmaier:
    Sockenpuppe?
    Ich jedenfalls kann keine gedankliche Beschäftigung mit irgendetwas in, äh, “K44″ feststellen. Und auch nicht, daß der Schreiber von, äh, “K44″ inirgendeiner Weise Kompetenz zeigen würde, was kritisches Denken anginge – was natürlich desaströse Auswirkungen auf die Relevanz des vorletzten Satzes in, äh, “K44″ hat.

  46. #46 Bullet
    15. November 2014

    ah, schon weg. Sorry. :)

  47. #47 HofRob
    15. November 2014

    Ich kanns wieder freischalten. War irgendwie sehr ähnlich bekifftes Geschwafel wie von Emil. Diese Leute haben einen Mitteilungsdrang, das ist faszinierend. Aber keinerlei Substanz in den Kommentaren.

    Außer natürlich dass die anderen doof sind und doch endlich mal nachdenken sollten! WAKE UP SHEEPLE!

  48. #48 Bullet
    15. November 2014

    Ja, lustich, wa? Wenns so viele kritische Denker wie diese Schlaumeyer hier gäbe, wären diewahrheit.at oder KG oder die GWUP oder oder oder komplett überflüssig.
    Sind se aba nich.