Schneekristalle sind faszinierende Gebilde: ihre Formenvielfalt ist fantastisch, kein Schneekristall gleicht dem anderen. Das liegt daran, dass jedes Kristall seine eigene, unverwechselbare “Geschichte” hat.

Das beginnt damit, dass sich Luftfeuchtigkeit bei Minustemperaturen an sogenannten Kondensationskernen anlagert und auskristallisiert. Und je nach Temperatur, Geschwindigkeit und Luftströmungen durch die das Kristall gewirbelt wird, sehen die Strukturen anders aus. Die vermeintlich “typische” Sternform kommt beispielsweise nur bei Temperaturen von -12 bis -16°C zustande. Wichtig aber ist: Schneekristalle sind immer sechseckig!

Hier ist eine Aufnahme mit dem Elektronenrastermikroskop eines sternförmigen Kristalls zu sehen.

Bildquelle: Beltsville Electron Microscopy Unit, http://emu.arsusda.gov/snowsite/default.html

Kommentare (7)

  1. #1 ilona
    Januar 21, 2010

    “Die vermeintlich “typische” Sternform kommt beispielsweise nur bei Temperaturen von -12 bis -16°C zustande”
    Also laut Libbrecht und Nakaya auch bei 0 bis -5°C und -10 und -20 °C. Ist ne blöde Frage, aber wo hast du deine Angaben her? (könnten mir evtl nützlich sein).

  2. #2 Marc Scheloske
    Januar 21, 2010

    Hallo Ilona,

    ich habe ein bißchen durch verschiedene Quellen gestöbert. Mangels Zugriff auf “vernünftige” Studien habe ich mich hier an diesem PDF orientiert. Dort stehen die -12 bis -16°C, aber eine Angabe der Quelle findet man dort leider nicht.

    Hier das PDF: http://www.exploria.ch/content/scientia/pdf/s394.pdf

  3. #3 Jörg
    Januar 21, 2010

    Das dürfte wohl nicht nur von der Temperatur, sondern auch vom Druck abhängen, vielleicht stammen daher die verschiedenen Zahlen.

  4. #4 Marc
    Januar 21, 2010

    Jetzt habe nochmal durch meine Quellen gesehen. Und auf der Website von Libbrecht findet man dieses interessante Schaubild. Und im Text steht, daß ganz knapp unter dem Gefrierpunkt dendritische Kristalle entstehen (also Sterne) und dann rund um -15°C. Und – @Joerg – klar, der Druck spielt sicher eine Rolle, sage ich mal als physikalischer und meteorologischer Laie.

    http://www.its.caltech.edu/~atomic/snowcrystals/primer/morphologydiagram.jpg

  5. #5 rolak
    Januar 21, 2010

    Diese hinter Marcs zweitem link zu sehenden, unter gewissen Umständen entstehenden säulenartigen Strukturen faszinieren mich jedesmal aufs Neue, wenn sie den Waldboden liften. Ist auch ein ganz merkwürdiges Gehgefühl.

  6. #6 markus
    Januar 21, 2010

    super schöne fotos!!!!
    würde mich freuen auch mal einen bericht über die wasserkrsitallbilder von hr.esaro emoto zu lesen.

    lg

  7. #7 oliver
    Februar 20, 2011

    An markus:Über emoto wirst du hier nicht viel hören und sehen weil das hier der ScienceBlog ist und nicht der MärchenBlog.