Das Ganze war natürlich auch ein großes Publicity und Networking Event für die Forschung im Bereich molekularer Maschinen. Es ging auch darum medienwirksam zu zeigen, was mit dem neuen Mikroskop in Toulouse, möglich ist und wie weit die Forschung in diesem Bereich ist. Deswegen kann man auf  nanocar-race.cnrs.fr zahlreiche Videos zu dem Rennen sehen.

Im nächsten Jahr wird es wohl keine direkte Wiederholung des Rennen geben, denn es gab zwar einige wissenschaftliche Erkenntnisse, aber der Aufwand war auch extrem groß. Jedes Team musste zwei Wochen nach Toulouse zum Testen und sich davor noch selber mit der Anpassung der Synthese und dem Verständnis das Molekülbewegung auseinander setzen. Trotzdem finde ich als Außenstehender, dass es eine sehr gute Kombo von Wissenschaft und Wettbewerb ist, der öffentlichkeitswirksam ist, und daher für Interesse und Nachwuchs in der Nanotechnologie wirbt. Außerdem zeigt es schön auf wie weit wir bei der Entwicklung der Nanomaschinen schon sind. Es ist noch nicht so, dass kleine Nanoroboter eigenständig durch den menschlichen Körper fahren und die Kontrolle über die Welt übernehmen, aber es ist auch nicht so, dass wir noch gar nicht wissen was wir da überhaupt tun. Wir können kleine ‘Maschinen‘, die aus mehreren Molekülen zusammengesetzt sind, zusammenbauen, gezielt bewegen und haben in den letzten Jahren erfolgreich den Schritt von der Bewegung einzelner Moleküle zur Bewegung zusammengebauten Strukturen geschafft.

 

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Kommentare (8)

  1. #1 tomtoo
    19. Mai 2017

    Ist die Goldrennstrecke auf’s Atom eben ?

    • #2 samir
      20. Mai 2017

      Die genaue Rauigkeit weiß ich nicht, aber diese Goldoberflächen sind normalerweise sehr eben weil es Einkristalle sind und dann Rauigkeit im Bereich kleiner als ein Nanometer haben.

  2. #3 tomtoo
    21. Mai 2017

    @samir

    Vielen Dank. Hab jetzt die ganze Zeit gelesen. Schon spannen was man heut zu tage so alles machen kann. Alleine die Chemie zum Aufbau der “Rennboliden” ist faszinierent.

  3. #4 ThoSou
    22. Mai 2017

    @tomtoo
    Das mit der Rauigkeit ist nicht so ganz einfach:
    Die Oberfläche ist durch “Oberflächenrekonstruktion” im Falle von Au(111) in Falten gelegt, sog. Heringbones. Siehe z.B.
    https://www.physik.uni-wuerzburg.de/ep2/image_results_gallery/pre_2014/
    fünftes Bild
    Gleichzeitig ist die Oberfläche glatt und man kann die einzelnen Atome abbilden z.B.
    http://www.scientaomicron.com/en/products/lt-nanoprobe/applications

  4. #5 tomtoo
    22. Mai 2017

    @ThoSau

    Vielen Dank ! Ok ich hab das ja auf dem Video gesehen , das die Moleküle sozusagen nur entlang der Täler fahren. Aber wie siehts in den Tälern aus ? Sry es ist verrückt…aber..aber.. ; )

  5. #6 tomtoo
    22. Mai 2017

    @ThoSou <– Entschuldige bitte !

  6. #7 tomtoo
    22. Mai 2017

    Oh nochma danke für die Links !

  7. #8 tomtoo
    22. Mai 2017

    Ohh nochma Danke für die Links!