Marc Scheloske

Im Rückblick auf vergangene Ereignisse wird häufig von Siegern und Verlierern gesprochen, es werden Erfolge und Mißerfolge dargestellt oder andere (vermeintlich!) eindeutige Zuschreibungen vorgenommen. Dass die Sache so einfach nicht zu haben ist, wurde beim Symposium “Wissenschaft und Wiedervereinigung” immer wieder deutlich. Der Blick auf die unterschiedliche Entwicklung einer jahrzehntelang geteilten Wissenschaftslandschaft, den Umbruch von…

Die Wiedervereinigung ist auch für die Wissenschaft ein riesiges Geschenk! Darüber war man sich zum gestrigen Auftakt des Symposiums “Wissenschaft und Wiedervereinigung” einig. Über die Frage jedoch, wie die Neugestaltung des gesamtdeutschen, intregrierten Wissenschaftssystems nach nunmehr 20 Jahren zu bewerten ist, ob man den Prozess als Erfolg oder Misserfolg einstufen muss, ob (und welche!) Sieger…

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Helga Gebert antwortet Marc Scheloske: Für das Wachstum eines Schneckengehäuses oder der Schale einer Muschel gibt es keine fixe Begrenzung oder ein Stoppsignal. Das lässt sich verstehen, wenn man sich die Bildung und Funktion eines Schneckengehäuses näher ansieht. Die Schale der Schnecken ist quasi ein externes Skelett, das den weichen…

Ein starkes Team: Mit seinen Kollegen aus Fleisch und Blut steht der Roboter mit dem Namen “I2D2s” in einem Reinraum der Chipfertigung. Der Mitarbeiter mit den Kulleraugen wird zur Überwachung des Klimas in der Chipproduktion eingesetzt. Er “erschnüffelt” störende Feinstaubpartikel und Gase, die den Verarbeitungsprozess der hochempfindlichen Siliziumscheiben beeinträchtigen könnten.

Polymere können verschiedenste Formen annehmen. Die rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt Strukturen, wie sie so genannte Triblockcopolymere in Eisessig und Wasser ausbilden. Im Essig sehen die Strukturen wie zusammengeknüllte Papierkügelchen aus. Erst wenn man den Essig gegen Wasser austauscht, entstehen die hier gezeigten Formen. In Zukunft könnten diese winzigen Teilchen auf Grund ihrer einzigartigen Struktur zum Beispiel…

Was aussieht wie der Eingang in eine verborgene Höhle, ist in Wahrheit eine nanoporöse Aluminiumoxidschicht, die durch ein spezielles elektrochemisches Verfahren hergestellt wurde. Nanoporöses Aluminiumoxid dient als Grundstoff für Anwendungen in Bereichen wie Sensortechnik, Speichermaterialien und Stofftrennung. Nach dem Herstellungsprozess wurde diese Oxidschicht zerbrochen, um mit Hilfe des Querschnittes Einblicke in den Wachstumsprozess zu erhalten.

Das beste Pflaster ist das menschliche Blut. Nach einer Hautverletzung reicht meist schon ein Tropfen, um die Wunde sicher zu verschließen und die Blutung zu stoppen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Fibrin, das als Klebstoff der plasmatischen Blutgerinnung wirkt. Das im Bild sichtbare Fibrinnetz (violett) legte sich innerhalb von 2 Minuten über die Blutzellen (orange).…

Die Wissenschaft der DDR hatte in manchen Disziplinen durchaus Weltgeltung, von anderen Fächern – ideologisch an der kurzen Leine gehalten – gingen keine nennenswerten Impulse aus. Und für die friedliche Revolution von 1989/90 spielten die DDR-Wissenschaftler im Grunde keine Rolle, das sagt der Berliner Historiker Prof. Dr. Jürgen Kocka. Im Interview erinnert Kocka an die…

Der 9. November 1989 markierte auch für die Wissenschaft eine Zäsur. Über Jahrzehnte hatten sich zwei verschiedene Wissenschaftssysteme etabliert, hatten sich Forschungstraditionen und akademische Strukturen gebildet und nun stand auch das alles zur Disposition. Die ostdeutsche Wissenschaft war besser als Ruf. Die ostdeutsche Wissenschaft war – nach Ansicht vieler Experten – weit besser, als ihr…

Auf eine aktuelle Forschungsfrage von Sara antwortet Marc Scheloske: Auch wenn die Krokodilstränen sprichwörtlich geworden sind – Tiere weinen nicht, wenigstens nicht aus Schmerz oder Trauer. Emotionale Tränen sind eine ausschließlich menschliche Eigenschaft. Wobei man natürlich unterscheiden muß. Träne ist nicht gleich Träne. Denn rein physiologisch gesehen können natürlich auch andere Säugetiere “weinen”, denn sie…