Der Internationale Strafgerichtshof steht angeblich mit Saif al-Islam Gaddafi, dem Sohn des getöteten libyschen Diktators, in Kontakt und handelt Bedingungen aus, unter welchen Bedingungen er sich dem Gericht stellen würde. Das wirft ein neues Licht auf eine seit einer Weile diskutierten These über kontraproduktive Anreize, die das Gericht schaffen könnte.

Meine Blogzeit geht im Moment für die Kommentarschlacht in meinem letzten Beitrag drauf. Darum hier ein kleiner Pausenfüller.

Die vollständigen offiziellen Resultate sind noch nicht veröffentlicht. Die Wahlkommission ISIE hat schon einige Teilresultate veröffentlicht. Ungefähre und unbestätigte Zahlen zirkulieren schon seit vorgestern (diese stammen wohl vor allem von den Wahlbeobachtern die die Parteien entsenden konnten). Es scheint klar, dass die als moderate Islamisten bezeichnete Enahdha die klare Wahlsiegerin ist.

Wer heute das Radio oder den Fernseher einschaltete oder eine Zeitung zur Hand nahm (doch, doch, die existieren nach wie vor in der toten Bäume Version) konnte es nicht verpassen: Der von der Hamas entführte israelische Soldat Gilad Shalit wurde freigelassen. Es erstaunt wie hoch der Preis war, den Israel zu zahlen bereit war.

Das Muster kommt uns inzwischen bekannt vor. Ein Film mit durchaus künstlerischem Anspruch steht am Anfang. Dummerweise hält er sich nicht an den genauen Wortlaut der heiligen Schrift und wir darum von Gläubigen als blasphemisch eingestuft. Die vermeintliche Gotteslästerung führt zu Protesten, konservative Kräfte geloben das Zeigen des Films zu verhindern und schliesslich schreiten Extremisten…

Hier im Blog ist es im Moment unter anderem deshalb etwas ruhig weil ich gerade auf Reisen bin. Darum hat sich auch mein Nachrichtenkonsum drastisch reduziert (und damit auch mein Blogmaterial). Damit es hier nicht völlig still wird gibt es nun ein paar politische Eindrücke aus Tunesien.

In der New York Review of Books erschien gestern ein Artikel, der einen interessanten Gedankenanstoss in Bezug auf die von den USA praktizierten Tötungen ohne Gerichtsverfahren (extrajudicial killings) im sogenannten Krieg gegen den Terror liefert. Er soll hier kurz skizziert und diskutiert werden.

Vielleicht haben es einige Leserinnen und Leser schon irgendwo gesehen: Die US Bundespolizei hat anscheinend Ausbildungsmaterial benutzt, welches von einer islamophobischen Website wie Politisch Inkorrekt stammen könnte. Ich beziehe mich damit auf die inhaltliche Stossrichtung und den geschätzten IQ des Verfassers.

Immer wieder nehme ich mir vor, mehr auch über Fachartikel zu bloggen. Nun wäre es wieder einmal soweit. Die Überschrift ist nicht in etwa ein einleitender Scherz zu einem ironischen Text, sondern eine Besprechung eines in Political Theory erschienen Artikels.