Nach 2008 und 2009 findet auch in diesem Jahr erfreulicherweise wieder eine “Auslese” der besten wissenschaftlichen (und deutschsprachigen) Blogposts statt, die erneut von Scilogger Lars Fischer und ScienceBlogs-Chefredakteur Marc Scheloeske organisiert wird. Aus diesem Anlass heute mal einige eigene Vorschläge (und schamlose Selbstnominierungen).
Seit Jahren schon gibt es im Washington Examiner die Kolumne “Daily Outrage”, in der über Korruption, Vertuschungen und andere Skandale berichtet wird. Am Sonntag wurde nun ein besonders hässlicher Skandal aufgedeckt: Die “Verschwendung” von Steuergeldern an ein paläontologisches Forschungsprojekt der University of Montana.
Kurze Notiz am Rande: Die NASA will nicht auf Kritik am Arsen-Bakterien-Paper aus der Blogosphäre reagieren – und hält Wissenschaftsblogs grundsätzlich für den falschen Platz, um über wissenschaftliche Veröffentlichungen zu diskutieren.
Dank Bradley Voytek von “Oscillatory Thoughts” bin ich auf dieses herrliche Psychologie-Paper zum Thema “Schreibhemmungen” aufmerksam geworden, das ich euch – trotz fehlender Zeit zum Bloggen – nicht vorenthalten wollte. Wer kann da noch behaupten, Wissenschaftler hätten keinen Sinn für Humor?
Und wieder einmal liegt Max Weber richtig. “Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.” Diese Feststellung Max Webers stammt vom 28. Januar 1919 und ist heute so aktuell wie vor 91 Jahren. Mit jeder Menge Leidenschaft und politischer Begeisterung ging es nämlich auch bei der zweitägigen “Bürgerkonferenz…
Eigentlich ist das ja eine Schnapsidee: 200 Personen sollen an 21 Tischen an 2 Tagen über 1 Thema diskutieren, streiten und sich letztlich doch auch wieder auf gemeinsame Positionen einigen. Und dennoch hat sich die Bürgerkonferenz zum Thema “Energienutzung der Zukunft” genau das zum Ziel gesetzt. Es ist ein Experiment. In mehrfacher Hinsicht. Einige Beobachtungen…
Eigentlich geht es um Politik 2.0. Um die Weisheit der Vielen, um eine Mitmach-Demokratie. Das alles sind Schlagworte, die einen gewissen utopisch-idealistischen Beiklang haben. Und doch sind die Experimente, die eine Politikbeteiligung und Politikberatung durch Laien erproben, hochinteressant. Sogenannte Konsensuskonferenzen oder Bürgerkonferenzen wären Beispiele dafür. Wer berät die Berater? Welche Interessen kommen hier zum Zug?…
Unsere Demokratie ist auf den Hund gekommen. Vollkommen egal, ob es um die Zahl der Kindergartenplätze, die Lebensmittelkennzeichnung, das Schulsystem oder Fragen der Technologiepolitik geht. Es sind ständig Entscheidungen gefragt. Und die Akteure und Institutionen, die eigentlich für verbindliche, halbwegs vernünftige und ja immer auch demokratisch legitimierte Entscheidungen sorgen sollen, sind ganz offensichtlich überfordert. Und…



