Wenn stolze Rennpferde keine Preise mehr gewinnen, dann enden sie als Pferdeleberkäse. Wenn wortgewandte Journalisten keinen Job mehr finden, dann enden sie als Pressesprecher.

Es ist ein großer Tag für die Hochenergiephysik, daran besteht kein Zweifel. Doch die Physik-Community drückt sich nach wie vor gerne vorsichtig aus. Die Statistik spricht jedenfalls eine recht deutliche Sprache: Heute ist Zeit zu feiern!

Es ist zu heiß. Geistige Leistungen unmöglich. Lange Sätze kontraindiziert. Fremdwörter: Höchstens eins pro Artikel. Es ist zu heiß.

Der Kopfschmerz ist weg. Als wäre er nie dagewesen. Und dabei habe ich gerade erst vor zwölf Minuten eine Tablette genommen. Kann die überhaupt schon wirken? Egal – dass ich keine Kopfschmerzen mehr habe, ist ja wohl der beste Beweis.

Furchtbare Menschen, diese Wissenschaftsgläubigen! Halten sich selbst für strahlend schlau und unterstellen allen anderen tiefdunkle Dummheit. Sollen sie doch mal etwas Offenheit lernen, für neue, alternative Ideen, die man nicht in einem Schulbuch nachlesen kann!

In meinem letzten Beitrag habe ich vom Dunning-Kruger-Effekt erzählt: In Bereichen, in denen man selbst nicht besonders gut ist, kann man auch die Leistungen anderer nicht zuverlässig bewerten. Dadurch überschätzt man sich oft selbst. Sind Sie intelligenter als die Mehrheit der Bevölkerung? Sind Sie ein besserer Autofahrer als die meisten anderen? Fast jeder würde solche…

Wer schlechte Leistungen bringt kann auf diesem Gebiet auch die Leistungen anderer nicht beurteilen und neigt zur Selbstüberschätzung. Kruger und Dunning kamen einem verbreiteten Effekt auf die Spur, der auch rund um die Wissenschaft oft sichtbar wird.

Schon wieder eine Plagiatsaffäre – diesmal in Ungarn. Die Schuld nur den unehrlichen Pseudo-Doktoren zuzuschieben greift aber zu kurz.

Forschung soll leicht verständlich erklärt werden. Aber von wem eigentlich?

An der TU Wien werden Skulpturen in Sandkorn-Größe erzeugt – durch Zwei-Photonen-Lithographie.